Konzerte - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Thu, 23 Apr 2026 08:37:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Konzerte - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Avatar Hamburg 2026 — Freakshow in den Docks https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/#respond Mon, 16 Mar 2026 18:14:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10539 Die Docks sind nicht gerade meine Lieblings-Location in Hamburg – aber wenn Avatar spielen und Freunde dabei sind, macht man das einfach.

Der Einlass für Avatar Hamburg 2026 war mit 17:00 Uhr schon relativ früh und mit zwei Vorgruppen sollte das auch ein ausgiebiger Abend werden. Agabas und Alien Weaponry waren hier für Hamburg gesetzt, anders als in Köln wovon meine Freunde schwärmten und deshalb in den Norden gereist sind um noch einmal gemeinsam das Konzert zu erleben.

Agabas — norwegisches Deathjazz

Agabas sind eine norwegische Crossover-Band mit Saxofon-Einschlag – klingt wilder als es sich liest. 17:30 sollten sie schon loslegen und der Groove hat mich zwischenzeitlich erwischt, aber warm geworden bin ich mit ihnen nicht. Sehr wohl hat Frontman Sondre Sørensen Brønstad alles in seiner Macht stehende getan um die Menge einzuheizen. Wenn das auch dazu geführt hat, dass er selbst Hand angelegt und die ersten Moshs eigenhändig angeschoben hat. Respekt an dieser Stelle.

Alien Weaponry – Māori Metal aus Neuseeland

Alien Weaponry haben sich mit einem Haka auf die Bühne gekämpft – das setzt einen Ton, bevor auch nur eine Note gespielt wurde. Die Neuseeländer, übrigens pünktlich früher als angekündigt, sind zu dritt unterwegs und brauchen keine große Crew um Präsenz zu erzeugen. Vor allem der Bassist mit seinen traditionellen Tā moko-Gesichtstattoos macht klar: das ist kein ästhetisches Accessoire, das ist wer diese Leute sind.

Der Māori-Einfluss sickert immer wieder durch – in Rhythmik, Gesang, Energie – und genau das ist es, was Alien Weaponry von jeder anderen Thrash-Band unterscheidet. Als jemand der für indigene Einflüsse im Metal brennt, hätte ich davon gerne mehr gehabt. Das Potenzial ist da, das Fundament steht – aber sie könnten diesen Teil ihrer Identität noch konsequenter nach vorne schieben statt ihn gelegentlich einzustreuen. Eine interessante Vorgruppe, die noch schärfer werden kann. Und wird, wenn man dem Eindruck trauen darf.

Avatar Hamburg 2026 – Der Zirkus kommt in die Stadt

Avatar sind seit über 20 Jahren unterwegs und haben sich von einer Gothenburg-Metalband zu einem der eigenwilligsten Live-Spektakel der Szene entwickelt. Das aktuelle Album „Don’t Go in the Forest” markiert dabei eine weitere Vertiefung ihres düsteren Zirkus-Universums – theatralischer, atmosphärischer, noch konsequenter in der Ästhetik. Hamburg war der letzte Abend der „In the Airwaves EU ’26″-Tour, und das merkte man: Die Band hat hier noch einmal alles rausgeholt was nach einem langen Tourmarathon übrig war – und das war verdammt viel.

Wenn Avatar die Bühne betreten, ist das kein Konzert – das ist eine Vorstellung. Harlekin-Kostüme, ein durchgängig zelebriertes Zirkus-Setting und Frontmann Johannes Eckerström als Zeremonienmeister eines düsteren Spektakels, das von der ersten bis zur letzten Minute funktioniert. Was zusätzlich für Stimmung sorgt: Eckerström spricht überraschend gutes Deutsch und zieht sämtliche Ansagen auf Deutsch durch – das kommt im ausverkauften Docks erwartungsgemäß gut an.

Der Fokus lag klar auf dem aktuellen Album, aber Avatar sind klug genug, niemanden im Regen stehen zu lassen – Klassiker wie Bloody Angel, Hail the Apocalypse und das finale Smells Like a Freakshow haben die Hütte nochmal ordentlich in Bewegung gebracht. Die Bühnenshow liefert dazu die passenden Momente: der kleine Flügel an dem Eckerström seine ruhigeren Passagen zelebriert, die Schlagzeugeinlage an der Bühnenkante mit der ganzen Band aufgereiht, und natürlich der Königsthron für Hail the Apocalypse – Kitsch im besten Sinne, vollkommen selbstbewusst zelebriert. Der Moshpit wuchs zum Finale hin kontinuierlich – und wer Black Waltz kennt weiß, dass vier Songs davon in einer Setlist keine zufällige Entscheidung sind.

Weniger gestimmt hat das Publikum an vereinzelten Stellen. Wer als Fotograf arbeitet und sich freundlich durch die Menge bewegen muss, erwartet keine rote-Teppich-Behandlung – aber komplett ignoriert und von hinten geschubst zu werden wenn man darauf hinweist, dass man hier einen Job macht, ist schlicht unnötig. Kleiner Schatten auf einem ansonsten starken Abend.

Ach ja: Das Bier war Warsteiner. In Hamburg. Das sagt eigentlich alles.

Avatar – Hamburg, Docks, 13. März 2026

  1. Captain Goat
  2. Silence in the Age of Apes
  3. The Eagle Has Landed
  4. In the Airwaves
  5. Bloody Angel
  6. Death and Glitz
  7. Blod
  8. The Dirt I’m Buried In
  9. Colossus
  10. Torn Apart
  11. Howling at the Waves
  12. Legend of the King
  13. Let It Burn
  14. Tonight We Must Be Warriors

Encore:

  1. Don’t Go in the Forest
  2. Smells Like a Freakshow
  3. Hail the Apocalypse

Wer nach dem Avatar-Abend noch mehr Hunger auf Metal in Hamburg hat – hier ist unser Bericht vom Lorna Shore Konzert 2026 in der ausverkauften Inselpark Arena.

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Lorna Shore Hamburg 2026 — in der ausverkauften Inselpark Arena https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/#respond Wed, 04 Mar 2026 21:41:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10407 Jetzt ist das Ganze schon zwei Wochen her, und erst jetzt sitze ich an meinem Lorna Shore Hamburg 2026 Rückblick. Direkt nach dem Konzert hat es mich leider umgehauen und ich lag ein paar Tage mit Fieber flach – aber dieser Abend in der ausverkauften Inselpark Arena (Hamburg-Wilhelmsburg) hat es absolut verdient, festgehalten zu werden.

Denn mal ehrlich: Lorna Shore, Whitechapel, Shadow of Intent und Humanity’s Last Breath an einem Abend – wer bei diesem Line-up nicht zumindest innerlich den Pit aufmacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Pop-up-Store im Wälderhaus

Los ging’s bei uns schon mittags. Wir sind gegen 12:00 Uhr angereist, um im Wälderhaus den Lorna Shore Pop-up-Store mitzunehmen. Bei den deutschen Tour-Stopps sollte es den Store nur in Hamburg geben – inklusive Hamburg-exklusivem Shirt. Im Prinzip das Tourshirt, nur dass hinten statt aller Termine einfach “Hamburg” prangt. Genau mein Humor.

Die Schlange war erwartungsgemäß lang, weil die Band gegen 15:00 Uhr für eine begrenzte Anzahl Fans zum Signieren vor Ort war. Wir hatten es primär auf das Shirt abgesehen und sind danach erstmal in die Schanze, um kurz was zu essen und zu trinken, bevor es am Abend ernst wurde.

Einlass, Merch, Position

Pünktlich zum Einlass waren wir wieder am Start – und wider Erwarten ging es an dem Tag zügig rein. In der Vergangenheit war das an der Inselpark Arena auch schon mal ein Geduldsspiel, bei dem man sich sprichwörtlich die Beine in den Bauch steht.

Drinnen: Taschen weggebracht, einmal Merch von Lorna Shore und den Supports gecheckt und dann ab in den Innenraum, irgendwo Pit-nah, damit man Sound, Licht und Energie wirklich mitnimmt – und ich mich später mit der Kamera auch mal Richtung Reihe 2–3 vorwagen kann.

Humanity’s Last Breath & Shadow of Intent

Humanity’s Last Breath haben die bereits gut gefüllte Halle pünktlich eröffnet und direkt klar gemacht, dass “Support” heute nur auf dem Papier steht. Druckvoll, düster, gnadenlos — genau das richtige Warm-up, um den Raum auf Temperatur zu bringen.

Nach einer Umbaupause ging’s weiter mit Shadow of Intent. Ben Duerr hat am Mikro komplett abgeliefert, und spätestens hier kam die erste ordentliche Bewegung in die Crowd. Man hat richtig gemerkt, wie die Halle von “Ankommen” auf “Abriss” umschaltet.

Whitechapel als (kleiner) Headliner

Nach der nächsten Umbaupause kam dann Whitechapel – für viele gefühlt schon der erste Headliner des Abends. Mit dem aktuellen Album Hymns in Dissonance hatten sie ordentlich Futter dabei (meine Review zur Scheibe findet ihr hier: https://www.hifigeek.de/whitechapel-hyms-in-dissonance-audiophile-metalhead-vinyl-review/).

Phil Bozeman war souverän wie immer, und Whitechapel haben diesen Job perfekt gemacht: die Halle endgültig aufbrechen, nochmal eine Schippe Intensität drauflegen und den roten Teppich für das Finale ausrollen.

Lorna Shore: Will Ramos und der große Abriss

Um 21:20 Uhr stand Will Ramos mit der Band auf der Bühne – und ab da gab’s eigentlich kein Zurück mehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Hallenbedingt musste die Feuershow in Hamburg leider entfallen. Der Grund wirkt plausibel: Durch die Holzbogenträger an der Decke fehlt offenbar die Feuerfreigabe, weshalb in dieser Halle generell auf Flammen verzichtet werden muss. Schade, aber: Die Show hat auch ohne Pyro locker getragen.

Wer einen Blick auf die Setlist wirft, weiß sofort, warum das so ein Brett war:

  • Oblivion
  • Unbreakable
  • War Machine
  • Sun//Eater
  • Cursed to Die
  • Glenwood
  • Prison of Flesh
  • Pain Remains I: Dancing Like Flames
  • Pain Remains II: After All I’ve Done, I’ll Disappear
  • Pain Remains III: In a Sea of Fire
  • Encore: To the Hellfire

Dass die Pain Remains Trilogie wieder komplett gespielt wurde (wie schon beim letzten Lorna Shore Headliner in Hamburg), war natürlich ein Highlight. Die Crowd war durchgehend gut drauf, der Innenraum hat gebrannt, und ich hab mich mit der Kamera kurz nach vorne getraut, um ein paar brauchbare Shots mitzunehmen – wenn die was geworden sind, packe ich sie hier/bei Instagram noch dazu.

Fazit

Kurz vor 23:00 Uhr war Schluss mit Lorna Shore Hamburg 2026, und wir waren schweißgebadet, heiser und komplett zufrieden. Insgesamt ein absolut grandioser Abend – und in meinen inzwischen vier Lorna-Shore-Konzerten sieht man jedes Mal, wie steil sich die Band weiterentwickelt hat. Ob genrebedingt noch größere Locations drin sind, wird man sehen, aber wenn man’s jemandem gönnt, dann genau denen.

Ein bisschen traurig macht nur, dass solche Line-ups gefühlt immer ewig auf sich warten lassen. Sicher ist: Beim nächsten Lorna Shore Gig sind wir wieder am Start.det. Alles in Allem war es ein wirklich geiles Konzert und wir sind ein wenig traurig, dass solche Lineups immer so lange auf sich warten lassen. Sicher ist, dass wir beim nächsten Lorna Shore Gig am Start sein werden.

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