Konzerte - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Tue, 28 Jul 2026 13:40:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Konzerte - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Mein Fahrplan, und ich nehme meinen Sohn mit https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2026-lineup-komplett/ https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2026-lineup-komplett/#respond Fri, 24 Jul 2026 10:42:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12405 Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Dieses Jahr betritt mein Sohn zum ersten Mal mit mir das Flugfeld in Dinkelsbühl – Gehörschutz an, eigene Kutte an, und wenn’s nach ihm geht, live vorne bei Heavysaurus. Für mich persönlich also ein ganz anderes Breeze als alle zwölf davor.

Aber der Reihe nach: Vor ein paar Monaten stand das Line-up fürs Summer Breeze 2026 schon – Headliner, die großen Namen, mein Blick auf die Highlights. Seitdem hat sich einiges getan: Eine finale Welle von 30 Bands im April hat das Programm offiziell komplett gemacht, die Running Order steht, und bei mir persönlich hat sich noch eine Kleinigkeit geändert, die diesen Sommer anders macht als alle vorherigen.

Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Die letzte Welle

Ehrlich gesagt kenne ich die wenigsten aus dieser letzten Nachmeldung. Und das ist auch okay so – genau in dieser Welle stecken oft die Genre-Ausreißer abseits der großen, bekannten Namen: Industrial (Aesthetic Perfection, Motorjesus, Heaven.exe), Oi-Punk (Randale) und Folk (Percha), quer durch alle Ecken der Szene.

Eine Ausnahme kenne ich aber sehr gut: Randale. Die Band läuft bei uns zuhause regelmäßig, weil sie genau die Musik für meinen Sohn macht – Punkrock der auch für die Kleinsten funktioniert, ohne dabei albern oder aufgesetzt zu klingen. Finde ich als Konzept großartig, und auch musikalisch macht mir das Spaß. Dass sowas auf dem Breeze läuft, zeigt nochmal wie breit das Booking mittlerweile gefächert ist – von Deathcore bis Kinderpunk ist alles dabei.

Die komplette letzte Welle: Hackneyed, Motorjesus, Aesthetic Perfection, Katerfahrt, Waves Like Walls, Dethroned, Backstabbed, Randale, Phantom Corporation, Thormesis, Hæresis, Percha, Lost In Hollywood, Sun Eater, Minus Youth, I Am Your God, Serpents, Avalanche Effect, Hopsydian, Killsignl, Die Habenichtse, Blacktoothed, Plume, Heaven.exe, Vulvarine, Ghetto Justice, Warfield, Born Hanged, Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme, Chmoneks.

Was sich seit 2013 verändert hat

Wer seit über zehn Jahren zum selben Festival fährt, sieht die Entwicklung in Zeitlupe. Das Gelände hat sich spürbar gewandelt: Früher gab’s zwei separate Bühnen für die Headliner, daraus wurde eine große Bühne mit Drehmechanismus, und heute ist es eine einzelne, feste Mainstage ohne Drehung. Die alte Zelt-T-Stage ist einer mittelgroßen, festen Stage gewichen, die Camelstage heißt heute Wera Tool Stage. Nach dem Regenjahr (2022, wenn ich mich richtig erinnere) wurden die Aufgänge zur Mainstage deutlich besser befestigt – kein Vergnügen mehr, sich da im Schlamm hochzukämpfen.

Ein echter Verlust: Die Partnerschaft mit Bembel with Care, die es bis 2019 gab. Vermissen wir bis heute schmerzhaft. Dafür gibt’s inzwischen die Bezahlfunktion direkt am Armband-Chip – auf dem kompletten Gelände bargeldlos zahlen, endlich angekommen.

Und dann sind da die Grabenschlampen. Wer den Namen noch nie gehört hat: Das ist die Security-Truppe des Festivals, und mit Abstand die beste, die ich auf irgendeinem Festival erlebt habe. Nahbar, bestimmt, ohne den typischen Boarding-Gate-Ton anderer Veranstaltungen.

Unterm Strich: Es ist über die Jahre insgesamt besser geworden. Nur bei Bembel tut’s wirklich weh.

Camping: Von Black nach Blue, und die Rotten Bembels

Über Jahre waren wir auf dem Black-Campingplatz unterwegs – nie Lautstärkeprobleme, nie Stress, das Epizentrum des Festivals quasi. Großgruppen, Nähe zur Zeltplatzstage, immer laut, immer Leben. Aber auch: schwer, dort überhaupt einen Platz zu bekommen, und wir sind zwei Jahre hintereinander trotz früher Anreise ganz hinten gelandet.

Mittlerweile sind wir auf Blue – reserviert, weil ein Teil unserer Gruppe einfach mehr Ruhe wollte. Nicht, dass wir selbst laut wären, aber anderen war das herzlich egal. Blue ist quasi das alte Greencamping, nur eben reserviert – vom Weg her etwas weiter als Black, aber gefühlt kürzer als das “ganz hinten” auf Black, wo wir mal gelandet sind. Reserviert heißt vor allem: weniger Stress bei der Anreise. Und die ist bei uns kein Kleinkram – unsere Crew kommt aus Hamburg, Sittensen, Essen, Kettwig, Darmstadt, Grünberg und Unna. Mittlerweile haben wir drei Flächen auf Blue. Es nimmt langsam Ausmaße an.

Angereist wird traditionell Dienstagmittag. Manche aus der Gruppe campen schon ab Samstag am See in Dinkelsbühl vor – auch schön, mal schauen ob ich das dieses Jahr selbst schaffe.

Rituale gibt’s einige, kein Wunder bei einer Gruppe die sich Rotten Bembels nennt: An erster Stelle natürlich der Bembel selbst – der ist schließlich nicht umsonst Namensgeber der Truppe. Dazu gehört das Lynchburg-Trinken, genauso wie das Heldenfrühstück – heißer Chai Latte mit Bourbon. Genau die Art Tradition, die sich über Jahre einschleift und irgendwann so selbstverständlich wird wie das Zelt selbst.

Ein paar Newcomer, die ich mir selbst notiert habe

Bei über 130 Bands verliert man zwangsläufig ein paar aus den Augen, gerade wenn’s Newcomer sind, die man vorher noch nicht auf dem Schirm hatte. Beim Durchforsten des Gesamt-Line-ups sind mir ein paar Namen aufgefallen, die ich mir selbst auf die Liste geschrieben habe – nicht weil ich sie schon kenne, sondern weil das, was man über sie liest, einfach interessant klingt:

Blackbraid – atmosphärischer Black Metal aus den USA mit Native-American-Einfluss, seit ein paar Jahren einer der meistdiskutierten Newcomer der Szene. Genau die Art Act, die auf dem Breeze gut aufgehoben ist.

Groza – ebenfalls atmosphärischer Black Metal, taucht in einschlägigen Playlists und Foren mittlerweile ständig auf. Werd ich mir definitiv mal anhören, bevor’s losgeht.

Speed – australische Hardcore-Band, die mit ihrem Debüt ordentlich Wirbel gemacht hat. Live soll das straight und kompromisslos sein.

Sanguisugabogg – Brutal Death Metal mit Kult-Status, bekannt für chaotische, sehr intensive Live-Shows.

Castle Rat – Doom/Stoner mit viel Aufmerksamkeit auch außerhalb der klassischen Metal-Bubble, optisch und musikalisch ein echter Kontrastpunkt im Line-up.

Wer selbst noch nach einem Geheimtipp fürs eigene Programm sucht: einfach mal reinhören und auf die eigene Liste setzen. Genau bei solchen Newcomern hat man am Ende oft die Überraschung des Wochenendes, die man vorher gar nicht kommen sah.

Mein Sohn und sein erstes Breeze

Dieses Jahr wird’s nochmal ein Stück persönlicher: Ich nehme meinen Sohn zum ersten Mal mit aufs Summer Breeze. Er wird das ganze Jahr über mit dem Festival konfrontiert – Freunde die mitfahren, die Kutten und Shirts die überall rumliegen, die Planung und Vorfreude die bei uns quasi nie aufhört. Für ihn ist das Breeze also längst kein abstraktes Ding mehr, sondern etwas das einfach dazugehört.

Auf dem Zettel für ihn: Alestorm, In Flames, The Butcher Sisters – und ganz oben, wenig überraschend: Heavysaurus. Versengold würde ihn sicher auch abholen, aber um 23:25 Uhr dürfte der eher raus aus seinem Zeitfenster fallen. Ehrlich gesagt wird’s bei ihm sowieso weniger um die Konzerte selbst gehen als ums Erlebnis drumherum – dabei sein, Eindrücke sammeln, an der Shoppingmeile die frische Kutte pimpen. Genau das, was ein erstes Festival eigentlich ausmachen sollte.

Praktisch gelöst haben wir das über unseren VW T5.2 California: Er kann jederzeit in den Bus zurück, oben oder unten schlafen, ganz egal – und seine Schublade fürs eigene Spielzeug wird er sich vermutlich selbst einrichten. Trotzdem rechne ich fest damit, dass er zwischen den Jungs der Crew rumspringen will, sobald die Musik läuft. Spezielle Family-Zones gibt’s beim Breeze nicht, aber das braucht’s in unserem Fall wohl auch nicht – dafür, dass er die ganze Zeit auf dem Infield verbringt, ist er ohnehin zu jung, und auf Blue ist unsere Gruppe entspannt genug, dass er genug Ruhe findet.

Größere Sorgen habe ich keine: Er ist stabil, hat Bock, Gehörschutz und eigene Kutte sind vorhanden. Und am Samstag ist ohnehin Kindertag auf dem Breeze – deshalb auch Heavysaurus und Randale an dem Tag. Dann kommen jede Menge Kinder der “Einheimischen” aus Dinkelsbühl zu Besuch bei den Festival-Campern. Finde ich als Konzept richtig gut gemacht.

Mein eigener Fahrplan

Bei mir geht’s neben dem Wiedersehen mit der Crew natürlich auch ums Programm. Fest eingeplant: Betontod, In Flames, Alien Ant Farm (ja, wegen dem Jackson-Cover aus der Jugend), Imminence, Fit For An Autopsy, The Butcher Sisters, Mittel Alta, Arch Enemy, Alestorm, Orbit Culture, Paleface Swiss, Bloodred Hourglass, Brymir, Der Weg Einer Freiheit (im Anschluss an Arch Enemy) und wahrscheinlich Blood Command. Thy Art Is Murder steht spät und noch nicht sicher fest, dazu als Optionen Misery Index, Deafheaven, Wolves In The Throne Room (beide ebenfalls spät), und Amorphis falls die Truppe Richtung Eisbrecher zieht.

Und dann ist da noch der Mystery-Act am Donnerstag, 18:35 Uhr auf der T‑Stage. Ein paar munkeln Lorna Shore – die spielen aber laut Line-up an dem Tag woanders. Trotzdem, eine Stunde Slot lässt Raum für was Größeres. Ich werd um die Zeit ohnehin in der Nähe rumlungern.

Wer selbst planen will: Die komplette Running Order gibt’s online oder als PDF zum Download.

Ich habe mich außerdem um eine Akkreditierung beworben und hoffe, vom Festival berichten zu können – klassischer Nachbericht-Content mit Fotos von den Konzerten, sofern das klappt.

Kurz zum Praktischen

Nicht vergessen: Das Festival ist bereits seit dem 1. Dezember 2025 ausverkauft – so früh wie nie zuvor in der Geschichte des Breeze. Tagestickets waren zumindest bis vor Kurzem noch limitiert verfügbar, wer also noch ohne dasteht: in der offiziellen Ticketbörse umschauen lohnt sich.

Der Merch-Vorverkauf läuft noch bis 31.07.2026. Ab 79 € gibt’s zwei Heckscheibenaufkleber obendrauf, ab 99 € ein Trinkhorn. Wer will, kann jetzt schon Guthaben auf den Festival-Chip laden. Und die Shit’n’Shower-Flat (eigentlich eher ein gedeckelter Betrag als eine echte Flatrate) kostet dieses Jahr 17,50 €.

Fazit

Das Line-up ist jetzt wirklich final, die Planung läuft, und dieses Jahr ist es für mich mehr als nur ein weiteres Breeze – es ist das erste Mal mit meinem Sohn dabei. Was am Ende hängen bleibt, weiß man vorher nie ganz genau. Aber genau das macht’s ja jedes Jahr wieder aufs Neue spannend.

12.–15. August 2026 | Flugplatz Dinkelsbühl

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Avatar Hamburg 2026 — Freakshow in den Docks https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/#respond Mon, 16 Mar 2026 18:14:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10539 Die Docks sind nicht gerade meine Lieblings-Location in Hamburg – aber wenn Avatar spielen und Freunde dabei sind, macht man das einfach.

Der Einlass für Avatar Hamburg 2026 war mit 17:00 Uhr schon relativ früh und mit zwei Vorgruppen sollte das auch ein ausgiebiger Abend werden. Agabas und Alien Weaponry waren hier für Hamburg gesetzt, anders als in Köln wovon meine Freunde schwärmten und deshalb in den Norden gereist sind um noch einmal gemeinsam das Konzert zu erleben.

Agabas — norwegisches Deathjazz

Agabas sind eine norwegische Crossover-Band mit Saxofon-Einschlag – klingt wilder als es sich liest. 17:30 sollten sie schon loslegen und der Groove hat mich zwischenzeitlich erwischt, aber warm geworden bin ich mit ihnen nicht. Sehr wohl hat Frontman Sondre Sørensen Brønstad alles in seiner Macht stehende getan um die Menge einzuheizen. Wenn das auch dazu geführt hat, dass er selbst Hand angelegt und die ersten Moshs eigenhändig angeschoben hat. Respekt an dieser Stelle.

Alien Weaponry – Māori Metal aus Neuseeland

Alien Weaponry haben sich mit einem Haka auf die Bühne gekämpft – das setzt einen Ton, bevor auch nur eine Note gespielt wurde. Die Neuseeländer, übrigens pünktlich früher als angekündigt, sind zu dritt unterwegs und brauchen keine große Crew um Präsenz zu erzeugen. Vor allem der Bassist mit seinen traditionellen Tā moko-Gesichtstattoos macht klar: das ist kein ästhetisches Accessoire, das ist wer diese Leute sind.

Der Māori-Einfluss sickert immer wieder durch – in Rhythmik, Gesang, Energie – und genau das ist es, was Alien Weaponry von jeder anderen Thrash-Band unterscheidet. Als jemand der für indigene Einflüsse im Metal brennt, hätte ich davon gerne mehr gehabt. Das Potenzial ist da, das Fundament steht – aber sie könnten diesen Teil ihrer Identität noch konsequenter nach vorne schieben statt ihn gelegentlich einzustreuen. Eine interessante Vorgruppe, die noch schärfer werden kann. Und wird, wenn man dem Eindruck trauen darf.

Avatar Hamburg 2026 – Der Zirkus kommt in die Stadt

Avatar sind seit über 20 Jahren unterwegs und haben sich von einer Gothenburg-Metalband zu einem der eigenwilligsten Live-Spektakel der Szene entwickelt. Das aktuelle Album „Don’t Go in the Forest” markiert dabei eine weitere Vertiefung ihres düsteren Zirkus-Universums – theatralischer, atmosphärischer, noch konsequenter in der Ästhetik. Hamburg war der letzte Abend der „In the Airwaves EU ’26″-Tour, und das merkte man: Die Band hat hier noch einmal alles rausgeholt was nach einem langen Tourmarathon übrig war – und das war verdammt viel.

Wenn Avatar die Bühne betreten, ist das kein Konzert – das ist eine Vorstellung. Harlekin-Kostüme, ein durchgängig zelebriertes Zirkus-Setting und Frontmann Johannes Eckerström als Zeremonienmeister eines düsteren Spektakels, das von der ersten bis zur letzten Minute funktioniert. Was zusätzlich für Stimmung sorgt: Eckerström spricht überraschend gutes Deutsch und zieht sämtliche Ansagen auf Deutsch durch – das kommt im ausverkauften Docks erwartungsgemäß gut an.

Der Fokus lag klar auf dem aktuellen Album, aber Avatar sind klug genug, niemanden im Regen stehen zu lassen – Klassiker wie Bloody Angel, Hail the Apocalypse und das finale Smells Like a Freakshow haben die Hütte nochmal ordentlich in Bewegung gebracht. Die Bühnenshow liefert dazu die passenden Momente: der kleine Flügel an dem Eckerström seine ruhigeren Passagen zelebriert, die Schlagzeugeinlage an der Bühnenkante mit der ganzen Band aufgereiht, und natürlich der Königsthron für Hail the Apocalypse – Kitsch im besten Sinne, vollkommen selbstbewusst zelebriert. Der Moshpit wuchs zum Finale hin kontinuierlich – und wer Black Waltz kennt weiß, dass vier Songs davon in einer Setlist keine zufällige Entscheidung sind.

Weniger gestimmt hat das Publikum an vereinzelten Stellen. Wer als Fotograf arbeitet und sich freundlich durch die Menge bewegen muss, erwartet keine rote-Teppich-Behandlung – aber komplett ignoriert und von hinten geschubst zu werden wenn man darauf hinweist, dass man hier einen Job macht, ist schlicht unnötig. Kleiner Schatten auf einem ansonsten starken Abend.

Ach ja: Das Bier war Warsteiner. In Hamburg. Das sagt eigentlich alles.

Avatar – Hamburg, Docks, 13. März 2026

  1. Captain Goat
  2. Silence in the Age of Apes
  3. The Eagle Has Landed
  4. In the Airwaves
  5. Bloody Angel
  6. Death and Glitz
  7. Blod
  8. The Dirt I’m Buried In
  9. Colossus
  10. Torn Apart
  11. Howling at the Waves
  12. Legend of the King
  13. Let It Burn
  14. Tonight We Must Be Warriors

Encore:

  1. Don’t Go in the Forest
  2. Smells Like a Freakshow
  3. Hail the Apocalypse

Wer nach dem Avatar-Abend noch mehr Hunger auf Metal in Hamburg hat – hier ist unser Bericht vom Lorna Shore Konzert 2026 in der ausverkauften Inselpark Arena.

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Lorna Shore Hamburg 2026 — in der ausverkauften Inselpark Arena https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/#respond Wed, 04 Mar 2026 21:41:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10407 Jetzt ist das Ganze schon zwei Wochen her, und erst jetzt sitze ich an meinem Lorna Shore Hamburg 2026 Rückblick. Direkt nach dem Konzert hat es mich leider umgehauen und ich lag ein paar Tage mit Fieber flach – aber dieser Abend in der ausverkauften Inselpark Arena (Hamburg-Wilhelmsburg) hat es absolut verdient, festgehalten zu werden.

Denn mal ehrlich: Lorna Shore, Whitechapel, Shadow of Intent und Humanity’s Last Breath an einem Abend – wer bei diesem Line-up nicht zumindest innerlich den Pit aufmacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Pop-up-Store im Wälderhaus

Los ging’s bei uns schon mittags. Wir sind gegen 12:00 Uhr angereist, um im Wälderhaus den Lorna Shore Pop-up-Store mitzunehmen. Bei den deutschen Tour-Stopps sollte es den Store nur in Hamburg geben – inklusive Hamburg-exklusivem Shirt. Im Prinzip das Tourshirt, nur dass hinten statt aller Termine einfach “Hamburg” prangt. Genau mein Humor.

Die Schlange war erwartungsgemäß lang, weil die Band gegen 15:00 Uhr für eine begrenzte Anzahl Fans zum Signieren vor Ort war. Wir hatten es primär auf das Shirt abgesehen und sind danach erstmal in die Schanze, um kurz was zu essen und zu trinken, bevor es am Abend ernst wurde.

Einlass, Merch, Position

Pünktlich zum Einlass waren wir wieder am Start – und wider Erwarten ging es an dem Tag zügig rein. In der Vergangenheit war das an der Inselpark Arena auch schon mal ein Geduldsspiel, bei dem man sich sprichwörtlich die Beine in den Bauch steht.

Drinnen: Taschen weggebracht, einmal Merch von Lorna Shore und den Supports gecheckt und dann ab in den Innenraum, irgendwo Pit-nah, damit man Sound, Licht und Energie wirklich mitnimmt – und ich mich später mit der Kamera auch mal Richtung Reihe 2–3 vorwagen kann.

Humanity’s Last Breath & Shadow of Intent

Humanity’s Last Breath haben die bereits gut gefüllte Halle pünktlich eröffnet und direkt klar gemacht, dass “Support” heute nur auf dem Papier steht. Druckvoll, düster, gnadenlos — genau das richtige Warm-up, um den Raum auf Temperatur zu bringen.

Nach einer Umbaupause ging’s weiter mit Shadow of Intent. Ben Duerr hat am Mikro komplett abgeliefert, und spätestens hier kam die erste ordentliche Bewegung in die Crowd. Man hat richtig gemerkt, wie die Halle von “Ankommen” auf “Abriss” umschaltet.

Whitechapel als (kleiner) Headliner

Nach der nächsten Umbaupause kam dann Whitechapel – für viele gefühlt schon der erste Headliner des Abends. Mit dem aktuellen Album Hymns in Dissonance hatten sie ordentlich Futter dabei (meine Review zur Scheibe findet ihr hier: https://www.hifigeek.de/whitechapel-hyms-in-dissonance-audiophile-metalhead-vinyl-review/).

Phil Bozeman war souverän wie immer, und Whitechapel haben diesen Job perfekt gemacht: die Halle endgültig aufbrechen, nochmal eine Schippe Intensität drauflegen und den roten Teppich für das Finale ausrollen.

Lorna Shore: Will Ramos und der große Abriss

Um 21:20 Uhr stand Will Ramos mit der Band auf der Bühne – und ab da gab’s eigentlich kein Zurück mehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Hallenbedingt musste die Feuershow in Hamburg leider entfallen. Der Grund wirkt plausibel: Durch die Holzbogenträger an der Decke fehlt offenbar die Feuerfreigabe, weshalb in dieser Halle generell auf Flammen verzichtet werden muss. Schade, aber: Die Show hat auch ohne Pyro locker getragen.

Wer einen Blick auf die Setlist wirft, weiß sofort, warum das so ein Brett war:

  • Oblivion
  • Unbreakable
  • War Machine
  • Sun//Eater
  • Cursed to Die
  • Glenwood
  • Prison of Flesh
  • Pain Remains I: Dancing Like Flames
  • Pain Remains II: After All I’ve Done, I’ll Disappear
  • Pain Remains III: In a Sea of Fire
  • Encore: To the Hellfire

Dass die Pain Remains Trilogie wieder komplett gespielt wurde (wie schon beim letzten Lorna Shore Headliner in Hamburg), war natürlich ein Highlight. Die Crowd war durchgehend gut drauf, der Innenraum hat gebrannt, und ich hab mich mit der Kamera kurz nach vorne getraut, um ein paar brauchbare Shots mitzunehmen – wenn die was geworden sind, packe ich sie hier/bei Instagram noch dazu.

Fazit

Kurz vor 23:00 Uhr war Schluss mit Lorna Shore Hamburg 2026, und wir waren schweißgebadet, heiser und komplett zufrieden. Insgesamt ein absolut grandioser Abend – und in meinen inzwischen vier Lorna-Shore-Konzerten sieht man jedes Mal, wie steil sich die Band weiterentwickelt hat. Ob genrebedingt noch größere Locations drin sind, wird man sehen, aber wenn man’s jemandem gönnt, dann genau denen.

Ein bisschen traurig macht nur, dass solche Line-ups gefühlt immer ewig auf sich warten lassen. Sicher ist: Beim nächsten Lorna Shore Gig sind wir wieder am Start.det. Alles in Allem war es ein wirklich geiles Konzert und wir sind ein wenig traurig, dass solche Lineups immer so lange auf sich warten lassen. Sicher ist, dass wir beim nächsten Lorna Shore Gig am Start sein werden.

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