Arendal Sound - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Sat, 12 Sep 2026 13:52:47 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Arendal Sound - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Arendal Sound Ambassador Programm: Lebenslange Garantie für die 1528 Series https://www.hifigeek.de/arendal-sound-ambassador-programm/ https://www.hifigeek.de/arendal-sound-ambassador-programm/#respond Sat, 12 Sep 2026 13:52:45 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12676 Arendal Sound packt eine lebenslange Garantie auf die 1528 Series. Das ist ein Ding. Die gibt es allerdings nicht automatisch beim Kauf, sondern über das hauseigene Arendal Sound Ambassador Programm. Wer Kunde ist, aber kein Ambassador, bekommt weiterhin die reguläre 10-Jahres-Garantie, die für sich genommen schon zum Besten gehört, was man am Markt bekommt.

Was steckt dahinter

Arendal Sound baut seit 2015 Lautsprecher und Subwoofer, verkauft ausschließlich direkt an Endkunden, ganz ohne Distributoren oder Fachhandel dazwischen. Genau darauf stützt sich auch die Positionierung: kein Zwischenhandel, dafür direkter Draht zum Kunden, inklusive Support, der laut Hersteller vom ersten Kontakt bis weit nach dem Kauf reicht. Das Arendal Sound Ambassador Programm soll diese Nähe institutionalisieren. Ambassadors sind Kunden, die sich stärker an die Marke binden, ihre Erfahrungen teilen und Arendal Sound in ihrer Community repräsentieren. Im Gegenzug gibt es frühen Zugang zu neuen Produkten, ein Begrüßungsgeschenk, limitierte Editionen, halbjährliche Sessions mit Gründer Jan und dem Team, ein jährliches “Hero of the Year”-Event am norwegischen Firmensitz, ein Prämiensystem für Empfehlungen – und jetzt eben die lebenslange Garantie.

Ganz neu ist das Arendal Sound Ambassador Programm dabei nicht. Es existierte in ähnlicher Form schon vorher, mit Vorteilen wie einem Cashback-Bonus auf den Kaufpreis und Rabatten auf künftige Upgrades. Mit der aktuellen Überarbeitung verschiebt sich der Schwerpunkt spürbar: weg vom reinen Kaufanreiz, hin zu einer langfristigen Bindung mit der lebenslangen Garantie als zentralem neuen Baustein.

Die 1528 Series wiederum ist Arendals Flaggschiff-Reihe: eigens entwickelte Treiber, eine aus hochwertigen Bauteilen aufgebaute Frequenzweiche, ein laut Hersteller bewusst überdimensioniertes Gehäuse. Die Serie hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, unter anderem mit dem SoundStage! Network Product of the Year 2024 für den 1528 Tower 8 und dem Audioholics Product of the Year 2024 für die gesamte Serie. Eine Einführung braucht sie an dieser Stelle nicht mehr.

Was die lebenslange Garantie tatsächlich abdeckt

Geht ein Treiber, eine Weichenkomponente oder das Gehäuse selbst durch einen Fertigungsfehler kaputt, wird das betroffene Teil ersetzt, inklusive Versand in beide Richtungen. Das ist dieselbe Absicherung wie bei der regulären 10-Jahres-Garantie, nur ohne zeitliches Limit, solange man Erstbesitzer bleibt. Damit setzt sich Arendal Sound klar von dem ab, was der Rest der Branche anbietet. Die meisten Hersteller in dieser Preisklasse trauen sich an sowas gar nicht erst ran.

Ein Blick in die vollständigen Ambassador-Program-Bedingungen lohnt sich trotzdem, weil da ein paar Details stehen, die für die konkrete Einordnung wichtig sind. Elektronik-Komponenten sind innerhalb der Lifetime Warranty auf fünf Jahre begrenzt, das ist derselbe Deckel wie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen für alle Arendal-Kunden, keine Extra-Einschränkung für Ambassadors. Für passive Bauteile wie Treiber, Weiche und Gehäuse gilt die volle Lifetime-Abdeckung ohne dieses Limit.

Zwei weitere Dinge gehören zur Einordnung dazu. Erstens: Die Lifetime-Coverage ist an die Person gebunden, nicht an das Gerät. Wer seine 1528 verkauft, gibt die lebenslange Garantie nicht weiter, der neue Besitzer bekommt die normale 10-Jahres-Garantie. Zweitens: abgedeckt sind Fertigungsfehler, nicht Schäden durch unsachgemäßen Gebrauch oder Unfälle. Wer den Lautsprecher fallen lässt oder falsch anschließt, ist damit nicht automatisch auf der sicheren Seite. Beides ist branchenüblich und schmälert das Angebot nicht, sollte aber klar sein, bevor man sich Erwartungen macht.

Die Aufnahme ins Arendal Sound Ambassador Programm läuft über eine kurze Bewerbung, Setup vorstellen, ein paar Fotos schicken, danach folgt die Freischaltung. Laut den vollständigen Bedingungen gilt die Lifetime Warranty ausdrücklich nur für aktive Ambassadors, und was “aktiv” heißt, hängt an Programmteilnahme und Engagement, ohne dass eine feste Frist oder ein Mindestmaß genannt wird. Arendal Sound behält sich außerdem vor, das Programm und seine Bedingungen jederzeit anzupassen. Eine übliche Klausel, aber bei einer als “lebenslang” beworbenen Leistung durchaus erwähnenswert.

Einordnung im Markt

Zehn Jahre Garantie sind für sich genommen schon ungewöhnlich großzügig. Viele etablierte Hersteller in dieser Preisklasse bewegen sich bei fünf Jahren, teils mit Registrierungspflicht für die volle Laufzeit. Eine echte, bedingungslose Lifetime-Garantie ab Werk ist in der Lautsprecherwelt selten, taucht aber vereinzelt auf, etwa bei einzelnen Boutique-Herstellern in den USA. Arendal Sound geht mit dem Ambassador-Modell einen eigenen Weg: eine Verlängerung, gekoppelt an ein Community-Programm statt an einen einfachen Haken bei der Registrierung. Das ist eine bewusste Entscheidung, die Kunden enger einbindet, statt die Garantie einfach als reine Kaufzugabe zu verschenken, und das passt zu einer Marke, die von Anfang an auf direkten Kontakt statt Fachhandel gesetzt hat.

Ich habe selbst den 1723 Tower THX, den 1723 Center THX und den 1723 Bookshelf S THX getestet und habe zusätzlich einen 1961 1V Subwoofer im eigenen Setup stehen. Die 1723 THX Serie hat mich ehrlich begeistert, mit das Beste, was mir in dieser Preisklasse untergekommen ist, und aus gutem Grund ist mein 7.2.4‑Heimkino komplett darauf aufgebaut. Alle drei haben bei mir durchweg den HiFiGeek Award bekommen. Wichtig für die Einordnung: Arendal Sound hat vier Serien, die 1723 ist die zweitkleinste, zwischen ihr und dem Flaggschiff 1528 liegt noch eine weitere Serie. Ich rede hier also nicht direkt über das Flaggschiff selbst. Aber die Verarbeitung, auf die sich Arendal Sound bei der Ankündigung so ausführlich beruft, deckt sich mit dem, was ich in der Praxis gesehen habe – solide Gehäuse, sauber verarbeitete Weichen, nichts, was nach Sollbruchstelle aussieht. Die zehnjährige Basisgarantie war für mich schon vorher glaubwürdig, unabhängig vom Ambassador Programm, und macht die jetzige Erweiterung umso nachvollziehbarer.

Wer langfristig denkt, sollte trotzdem eine realistische Perspektive im Kopf behalten: Ambassador-Status heißt nicht Passivität. Wer sich Jahre später nicht mehr am Programm beteiligt, läuft Gefahr, die Lifetime-Abdeckung faktisch zu verlieren, auch wenn Arendal Sound das nirgends als hartes Ausschlusskriterium formuliert. Für alle, die ohnehin am Ball bleiben wollen, ist das kein Problem. Für alle, die nur den Namen im Programm haben wollen, könnte es irgendwann eines werden.

Preis und Verfügbarkeit

Ergänzend zum Hintergrund: Die Preise der gesamten 1528 Series sind zum 4. September 2026 um 20 bis 25 Prozent gestiegen, je nach Modell und Währung. Im deutschen Shop stehen aktuell folgende Preise:

  • 1528 Tower 8: 11.999 Euro pro Paar
  • 1528 Bookshelf 8: 5.699 Euro pro Paar
  • 1528 Center 8: 3.699 Euro pro Stück
  • 1528 Center+ 8: 5.999 Euro pro Stück
  • 1528 Monitor 8: 7.499 Euro pro Paar
  • 1528 Slim 8: 4.499 Euro pro Paar

Zum Vergleich: Viele europäische Hersteller in ähnlicher Preisklasse, etwa aus dem Bereich hochwertiger Standlautsprecher, geben fünf Jahre Garantie, manche mit Registrierungspflicht innerhalb der ersten Wochen nach dem Kauf. Zehn Jahre als Basis, plus die Möglichkeit auf lebenslange Abdeckung obendrauf, bleibt in dieser Kombination eine Ausnahme in der Branche.

Das Arendal Sound Ambassador Programm selbst kostet nach aktuellem Stand nichts, läuft aber über ein separates Bewerbungsverfahren statt automatisch beim Kauf dazuzukommen.

Fazit

Das Arendal Sound Ambassador Programm zeigt, dass sich der Hersteller an etwas traut, das sich am Markt kaum jemand sonst zutraut: eine echte lebenslange Absicherung, nicht nur ein Fünf-Jahre-Aufkleber mit Sternchen. Dass die Coverage an die Person gebunden ist, Eigenverschulden ausschließt und Elektronik auf fünf Jahre gedeckelt bleibt, ist normal und sollte niemanden überraschen. Unterm Strich ist das ein nettes, glaubwürdiges Zusatzangebot für alle, die sich sowieso enger an die Marke binden wollen, und ein weiterer Baustein in einem Gesamtpaket, das schon vorher überdurchschnittlich war. Wer schon Kunde ist und ohnehin über eine engere Bindung an die Marke nachdenkt, verliert dabei nichts, denn die reguläre Zehn-Jahres-Garantie bleibt in jedem Fall bestehen.

Häufig gestelle Fragen zum Arendal Sound Ambassador Programm und Garantie

Was bedeutet “lebenslang” bei der Arendal Sound Ambassador Garantie?

Die Garantie gilt, solange der ursprüngliche Käufer die Lautsprecher besitzt. Sie ist an die Person gebunden, nicht an das Gerät, und geht beim Verkauf nicht auf den neuen Besitzer über.

Was ist über die lebenslange Garantie abgedeckt?

Fertigungsfehler an Treibern, Frequenzweiche oder Gehäuse, inklusive Versand des Ersatzteils und der Rücksendung des defekten Teils. Schäden durch unsachgemäßen Gebrauch oder Unfälle sind ausgenommen.

Gilt die Lifetime Warranty auch für Elektronik-Komponenten?

Nur eingeschränkt. Elektronik ist innerhalb der Lifetime Warranty auf fünf Jahre begrenzt, das ist derselbe Deckel wie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen für alle Kunden. Passive Bauteile wie Treiber und Gehäuse sind ohne dieses Limit abgedeckt.

Muss man Arendal Sound Ambassador werden, um die lebenslange Garantie zu bekommen?

Ja. Die reguläre Garantie für alle Käufer bleibt bei zehn Jahren. Die lebenslange Coverage gilt nur für aufgenommene und aktive Mitglieder des Ambassador Programms.

Wie wird man Arendal Sound Ambassador?

Über eine kurze Bewerbung: Fotos von Setup und Raum einreichen, dazu eine kurze Beschreibung auf Englisch. Voraussetzung ist ein Direktkauf bei Arendal Sound, das System muss nicht komplett aus Arendal-Produkten bestehen, die Fotos sollen sich aber auf die Arendal-Lautsprecher und ‑Subwoofer konzentrieren.

Welche Pflichten hat man als Ambassador?

Die Teilnahme ist freiwillig, es gibt keine festen Abgabefristen oder Mindestleistungen. Ambassadors sollen aber ansprechbar sein, wenn andere Interessierte über sie Kontakt zu Arendal Sound suchen, etwa für Erfahrungsberichte oder Systemeinblicke. Wer sich klar gegen den Geist des Programms verhält, kann laut den Bedingungen ausgeschlossen werden.

Welche Vorteile hat man als Ambassador?

Neben der lebenslangen Garantie gibt es ein Begrüßungsgeschenk, frühen Zugang zu neuen Produkten und Launches, zweimal im Jahr private Online-Sessions mit Gründer Jan und dem Team, Sichtbarkeit auf der Ambassador Map, ein Punktesystem für limitierte Sondereditionen und Merchandise, sowie die Chance auf die jährliche Reise zum Arendal Experience Center in Norwegen. Produkttests vorab sind möglich, aber nicht garantiert.

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Arendal 1723 Center THX im Test: Der Center, der endlich zu meinen Towern passt https://www.hifigeek.de/arendal-1723-center-thx-test/ https://www.hifigeek.de/arendal-1723-center-thx-test/#respond Thu, 10 Sep 2026 14:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12625 Wer meinen Test der Arendal 1723 Tower THX gelesen hat, erinnert sich vielleicht an den letzten Satz im Fazit: Ein seriengleicher Center wäre für eine vollständig homogene Front sehr empfehlenswert. Ich hab mir selbst beim Wort genommen — der Arendal 1723 Center THX steht jetzt bei mir im Rack, direkt unter dem Fernseher. Und was der mit meiner Front angestellt hat, hat mich ehrlich gesagt überrascht, obwohl ich nach dem Tower-Test schon eine Ahnung hatte, wohin die Reise gehen würde.

Disclaimer: Der Arendal 1723 Center THX wurde mir von Arendal für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gibt jedoch keine Einflussnahme auf meine ungeschönte Meinung und Ergebnisse. Arendal hatte keinen Einfluss auf den Testaufbau und steht in sonstiger Hinsicht in keiner Beziehung zu diesem Review.

Der direkte Vergleich zum alten Center, meine Höreindrücke zu Hans Zimmer und Dune: Part Two, und warum ich den Arendal 1723 Center THX am liebsten nicht mehr aus dem Raum lassen würde.

Eine kleine Randnotiz vorweg: Warum das Review so lange gedauert hat

Zwischen Lieferung und diesem fertigen Text ist mehr Zeit vergangen, als ursprünglich geplant. Grund dafür: Kurz nach der Ankunft des Centers hat mein alter AV-Receiver den Geist aufgegeben — mitten im Betrieb, einfach tot. Die komplette Geschichte dazu gibt’s in einem eigenen Artikel und Video, hier nur so viel: Der Ausfall hat mich zu einem kompletten Umstieg bewegt. Statt einen einfachen Ersatz-AVR zu kaufen, sitzt jetzt ein Anthem AVM 70 als reiner Prozessor bei mir, angetrieben von einem, ich nenn’s liebevoll „Frankenstein-System” — vorne der Burson Timekeeper GT4 Max, die Surrounds laufen über Hypex-Nilai-Monoblöcke, und für den Rest der Kanäle steht zusammen, was gerade verfügbar war.

Das hat den Testzeitraum spürbar verlängert, weil ich mich erst an die komplett neue Kette gewöhnen musste, bevor ich seriös über den Arendal 1723 Center THX urteilen konnte. Am Ende hat sich das aber gelohnt — dazu gleich mehr.

Der Arendal 1723 Center THX im Detail

Der Arendal 1723 Center THX ist im Grunde die logische Fortsetzung der 1723 Tower: Er nutzt effektiv dieselben oberen drei Treiber wie die Towers — also den 28-mm-Waveguide-Tweeter, flankiert von zwei 8‑Zoll-Woofern, nur eben horizontal statt vertikal angeordnet. Zwei Ports auf der Rückseite lassen sich wahlweise offen oder mit Schaumstoff-Plugs verschlossen betreiben; bei mir sind sie aktuell zu, weil ich genug Subwoofer-Power im Setup habe und den Center bei 80 Hz trenne (eingemessen via Anthem ARC).

Wer den Arendal 1723 Center THX zum ersten Mal auspackt, wird kurz schlucken: Das Ding ist wirklich groß. Seine Höhe entspricht ziemlich genau der Breite der Standlautsprecher — beide liegen bei 27,5 cm —, und auch die Gehäusetiefe von 40 cm ist bei Center und Tower identisch. Wer sich das auf ein normales HiFi-Möbel oder Rack stellen will, sollte vorher nachmessen — hier wird ordentlich Platz beansprucht. Aber: Das ist auch einfach ein ernsthafter, ausgewachsener Lautsprecher und kein Alibi-Center, der neben den großen Towern verhungert.

SpezifikationWert
Design2‑Wege
Abmessungen (H/B/T)27,5 × 63,5 × 40 cm
Gewicht26,7 kg
GehäuseHDF, sealed/vented
Ports2 × 2″
Tweeter28 mm mit Waveguide
Woofer2 × 8″
Frequenzgang (-6 dB, anechoisch)35 Hz – 20 kHz
F3 (anechoisch)48 Hz
Sensitivity89 dB / 2,83 V / 1 m
Impedanz4 Ohm nominal
Crossover-Frequenz1.500 Hz
Empfohlene VerstärkerleistungBis 400 W RMS @ 4 Ohm
Einspielzeit50 Stunden
Preis1.250 € (Einzeln), Testmuster

Unboxing & Lieferumfang

Ein 26,7‑kg-Paket im Formfaktor des Arendal 1723 Center THX lässt sich unhandlicher tragen als ein kompakter Karton, allein schon wegen der Breite von 63,5 cm. Wer hier allein hantiert, sollte sich definitiv Hilfe holen, genau wie ich es schon bei den Towern empfohlen hatte.

Der Arendal 1723 Center THX kommt doppelt verpackt: ein äußerer und ein innerer Karton, dazwischen stabile Formschaumteile, die ihn sicher in Position halten. Zusätzlich steckt er in einem Baumwollsack, der die Lackoberfläche vor Kratzern während des Auspackens schützt — ein Detail, das ich bei anderen Herstellern in dieser Preisklasse nicht immer sehe.

Lieferumfang:

  • 1 × Arendal 1723 Center THX
  • Bedienungsanleitung / Product Handbook
  • Gummifüße (zum Unterkleben, wahlweise)
  • Port-Plugs (Schaumstoff, für sealed-Betrieb)
  • Weiße Baumwollhandschuhe für die Montage (Fingerabdrücke auf frischem Lack sind halt niemandes Freund)

Keine Kunststoff-Komponenten an sichtbaren Stellen, massive, saubere Anschlussterminals, und die für die Serie charakteristischen magnetisch befestigten Stoff-Abdeckungen, die sich rückstandslos abnehmen lassen.

Design & Verarbeitung

Hier kann ich es kurz machen: Design, Materialqualität und Verarbeitung entsprechen zu 100 % dem, was ich schon beim Test der 1723 Tower THX gelobt habe — gleiche Serie, gleiche DNA, keine Abstriche. HDF-Gehäuse statt MDF, tadellose Satin-Lackierung, rhodinierte Anschlussterminals, magnetisch befestigte Abdeckungen. Wer’s genauer nachlesen will: Ich hab das im Tower-Review ausführlich seziert, und alles, was dort steht, gilt hier eins zu eins weiter.

Ein technischer Deep-Dive: Waveguide und THX Ultra beim Center

Waveguide-Tweeter: Warum das beim Center besonders wichtig ist

Der 28-mm-Hochtöner mit Waveguide, den Arendal über die gesamte 1723-Serie hinweg einsetzt, ist kein reines Marketing-Feature. Ein Waveguide bündelt und formt die Abstrahlcharakteristik des Hochtöners gezielt, sodass die Schallabstrahlung horizontal breiter, aber kontrollierter erfolgt — Reflexionen an Decke und Boden werden reduziert, während gleichzeitig eine größere Hörzone abgedeckt wird, ohne dass der Klangcharakter sich außerhalb der Achse gravierend verändert.

Bei einem Center-Lautsprecher ist das besonders relevant, weil hier selten nur eine Person exakt mittig sitzt — im Heimkino-Kontext gibt es meistens mehrere Zuschauer auf der Couch, die alle unterschiedliche Winkel zum Center haben. Ein Center mit schlechtem Abstrahlverhalten klingt für die Person auf dem Sweet Spot vielleicht fantastisch, während die Person am Rand der Couch spitze, unangenehme Höhen oder eine dumpfe, gedämpfte Wiedergabe bekommt. Genau das ist der Grund, warum ich in der Praxis so zufrieden mit der Off-Axis-Performance des Arendal 1723 Center THX bin: Das Abstrahlverhalten bleibt über einen größeren Winkelbereich konsistent.

THX Ultra: Mehr als nur ein Kino-Gütesiegel

Die THX-Ultra-Zertifizierung, die die komplette 1723-Serie trägt, wird oft missverstanden als reines „Heimkino-Prädikat”. Tatsächlich testet THX Ultra über 400 einzelne Messpunkte, die unter anderem Pegelfestigkeit ohne hörbare Verzerrung, Verhalten bei extremen dynamischen Sprüngen (wie sie bei Filmton typisch sind) und Konsistenz des Frequenzgangs unter verschiedenen Winkeln abdecken.

Für mich persönlich, der ich eher gemäßigt bei rund 75 dB einpegle, ist die THX-Zertifizierung natürlich in gewissem Sinne „Overkill”. Aber sie garantiert mir eine Art Sicherheitsreserve: Der Arendal 1723 Center THX hat bei meinen Pegeln nicht ansatzweise etwas zu tun, was sich auch in der entspannten, nie angestrengt wirkenden Art äußert, wie er selbst dynamisch fordernde Passagen wiedergibt.

Wettbewerbseinordnung: Wo steht der Arendal 1723 Center THX im Markt?

Center-Lautsprecher in der 1.000-bis‑1.500-Euro-Klasse gibt es einige, aber die meisten davon sind entweder deutlich kompakter dimensioniert (und büßen dadurch bei tiefen Dialogfrequenzen und Pegelfestigkeit ein) oder verzichten auf ein durchdachtes Waveguide-Konzept und setzen stattdessen auf klassische D’Appolito-Anordnungen ohne gezielte Abstrahlkontrolle. Genau hier liegt für mich der Hauptvorteil des Arendal-Ansatzes: Die Kombination aus schierer Treiberfläche (zwei waschechte 8‑Zöller) und kontrolliertem Abstrahlverhalten ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

Bei liegenden Centern in klassischer D’Appolito-Bauweise — also Tweeter zwischen zwei Woofern angeordnet, aber ohne spezielles Waveguide-Handling — gibt es oft ein bekanntes Problem: vertikale Interferenzen (Lobbying-Effekte), die je nach Hörposition zu einem inkonsistenten Frequenzgang führen. Arendal begegnet dem mit dem Waveguide-Ansatz, was sich in der Praxis genau in der guten Off-Axis-Konsistenz niederschlägt, die ich weiter oben beschrieben habe.

Aufstellung und Einmessung

Die Aufstellung des Arendal 1723 Center THX war bei mir unkompliziert: Center aufs Rack, danach die Einmessung über Anthem Room Correction (ARC). Das Ergebnis: sauber angeglichene Pegel und ein homogenes Gesamtbild zu den Towern.

Ein Detail: Ich habe den Center bewusst nicht angewinkelt, obwohl das theoretisch möglich wäre. Bei mir sitzt er direkt unter dem Fernseher, mit nur rund 2 cm Abstand zum Screen — also deutlich unterhalb der Ohrhöhe, eine wirklich tiefe Positionierung. Trotzdem: Das Abstrahlverhalten — dank Waveguide um den Hochtöner herum — ist so gutmütig, dass ich auch aus dieser tiefen Position keinen Vorteil durch Anwinkeln sehe.

Vom alten zum neuen Center: Ein direkter Vergleich mit dem Arendal 1723 Center THX

Vorher lief bei mir ein Center aus der B&W‑700er-Serie — ein solides, aber deutlich kleineres Gerät. Der direkte Vergleich zum Arendal 1723 Center THX war für mich ehrlich gesagt eine Überraschung, obwohl ich nach dem Tower-Test schon eine Ahnung hatte, wohin die Reise gehen würde.

Der Arendal 1723 Center THX hat einfach mehr Wucht. Stimmen bekommen spürbar mehr Körpertiefe — auch bei Dialogszenen wirkt das nicht dünn oder aufgesetzt, sondern natürlich gewachsen. Der Hochtöner leistet dabei ganze Arbeit: sehr klar, sehr präzise, ohne in Richtung Schärfe zu kippen.

Im direkten A/B mit dem alten B&W wird zudem deutlich: Die Arendals spielen tonal neutraler. Die B&Ws hatten immer einen leichten „Shiny”-Anstrich im Hochton — nicht schlecht, aber eben eine Färbung. Der Arendal-Hochtöner ist da ehrlicher, geradliniger.

Ein Abstecher zur High End Vienna: Warum die richtige Referenz zählt

Bevor ich zu den konkreten Höreindrücken komme, ein kurzer, aber wichtiger Umweg über die High End Vienna, weil er direkt in meine Test-Musikauswahl für diesen Review mündet.

Auf der Messe habe ich mir unter anderem Vorführungen bei Trinnov (in Zusammenarbeit mit Audioreference) und bei Storm Audio angehört. Die Trinnov-Demo hat mich ehrlich gesagt nicht überzeugt — allerdings lag das größtenteils nicht an Trinnov selbst oder den eingesetzten Lautsprechern, sondern an den Rahmenbedingungen: Der Raum war spürbar zu hell für echtes Kino-Feeling, die Projektion passte nicht optimal zum gezeigten Material. Zusätzlich gab es in der Präsentation gefühlt vier oder fünf hörbare Tonaussetzer.

Der eigentliche Aha-Moment kam bei Storm Audio ganz am Anfang der Vorführung: ein Ausschnitt aus der Hans Zimmer Live in Prague 4K Blu-ray, konkret das Pirates-of-the-Caribbean-Thema im Konzertmitschnitt. Das hat mich so begeistert, dass ich mir die Disc direkt danach selbst zugelegt habe — sie wurde seitdem zu meiner neuen Referenz für diesen Test.

Höreindrücke: Hans Zimmer Live in Prague (4K Blu-ray)

Ich hab die Disc erst grob per Kapitelsprung durchgeskippt, um mir einen Überblick zu verschaffen — und mich dann noch am selben Abend hingesetzt und sie komplett von Anfang bis Ende durchgeschaut. Ein dickes Brett, muss man einfach so sagen. Die Abmischung ist wirklich sauber gemacht, und dramaturgisch ist das Ganze klug aufgebaut: Die ersten Stücke des Sets sind bei Weitem nicht so mächtig wie das, was gegen Ende kommt — vor allem bei den Inception- und Interstellar-Themes geht die Post ab.

Beim Arendal 1723 Center THX zeigt sich hier direkt ein Punkt, der mir vorher mit dem B&W nie so aufgefallen ist: Wenn Effekte oder Elemente zwischen links, Center und rechts wandern, gab es früher immer eine Art klangliches „Gap” — einen kleinen, aber wahrnehmbaren Bruch in der Kontinuität. Mit dem Arendal Center ist das komplett homogen, der Übergang ist nahtlos. Gerade bei einem Live-Konzertmitschnitt wie diesem, wo das Publikum, Nebeninstrumente und gelegentlich auch der Dirigent selbst akustisch quer über die Bühne verteilt eingefangen werden, merkt man solche Übergänge besonders deutlich — oder eben, im positiven Fall, merkt man sie gar nicht mehr, weil alles wie aus einem Guss klingt.

Höreindrücke: Dune Part Two

Der Arendal 1723 Center THX macht hier genau das, was ein guter Center machen soll: Sprachverständlichkeit steht im Zentrum, und die ist gegenüber dem alten B&W spürbar besser geworden. Stimmen waren vorher „okayisch”, jetzt sind sie deutlich kräftiger, klarer und leichter zu verstehen. Soundeffekte, die zwischen den Kanälen wandern, ergeben keine wahrnehmbaren klanglichen Lücken mehr.

Gerade Dune: Part Two eignet sich für so einen Test besonders gut, weil der Film enorm viel mit tiefen, fast körperlich spürbaren Dialogpassagen arbeitet — Flüstern, das knapp über der Hörschwelle liegen soll, aber trotzdem jedes Wort transportieren muss. Genau in diesen leisen, subtilen Momenten zeigt sich die Qualität eines Centers am deutlichsten, viel mehr als in den lauten Actionsequenzen, wo ohnehin genug Pegel und Energie im Raum ist, um Schwächen zu kaschieren.

Ein kurzer technischer Exkurs: Streaming vs. Disc

An dieser Stelle noch eine kleine, aber wichtige Klarstellung zu meiner Zuspielkette: Für Streaming nutze ich einen LG C1 OLED als Quelle. Die meisten deutschen Streaming-Tonspuren liegen dabei nicht in nativem Dolby-Atmos-Bitstream vor, sondern kommen meist als Dolby Digital+ in 5.1 — deutlich komprimiert gegenüber dem, was physische Medien bieten. Um daraus trotzdem ein räumlicheres, Atmos-ähnliches Erlebnis mit Höhenkanälen zu bekommen, nutze ich den Dolby-Upmixer im Anthem AVM 70.

Für die bestmögliche Tonqualität — natives, unkomprimiertes Atmos — greife ich dagegen auf physische UHD-Discs zurück, abgespielt über einen Magnetar UDP900, aktuell mit das Referenzgerät unter den UHD-Playern. Das ist auch der Grund, warum meine wichtigsten Testreferenzen für diesen Review als Disc-Material vorlagen: Nur so lässt sich beurteilen, was der Center wirklich kann.

Einordnung: Was der Arendal 1723 Center THX im Gesamtsystem verändert

Nach vielen Filmabenden mit dem neuen Center kann ich ganz klar sagen: Das ist ein anderes Level als vorher. Natürlich trägt der Anthem AVM 70 seinen Teil dazu bei — aber in meiner persönlichen Priorität ist die lohnenswerteste Investition in gutem Klang erstens der Lautsprecher, zweitens die Verstärkertechnik, und drittens die Peripherie. Wer auf dem Niveau des Arendal 1723 Center THX einsteigt, wird vermutlich auch mit deutlich günstigerer Zuspieltechnik schon ein richtig gutes Klangerlebnis bekommen.

Ein technischer Punkt noch: Mehr Headroom in der Verstärkung bedeutet weniger Verzerrung durch die Elektronik selbst — die Endstufen laufen seltener in Clipping, bevor der Lautsprecher an seine eigenen Grenzen kommt. Je mehr sauberen Strom ich auf den Arendal 1723 Center THX gegeben habe, desto souveräner hat er im Kino-Betrieb gespielt.

Preis-Leistung und Direktvertrieb

Ich will nicht behaupten, dass es bei anderen Herstellern nicht ähnlich gute Angebote gibt — gerade wer über einen Händler mal ein richtig gutes Sonderangebot abgreift, kann sicher auch anderswo fündig werden. Aber strukturell hat man beim Direktvertriebs-Modell, das Arendal fährt, tendenziell erst mal einen Preisvorteil, ohne dass man sich stundenlang durch Vergleichsangebote wühlen muss.

Systemkonfigurationen: Was ergibt mit dem Center Sinn?

Wer sich den Arendal 1723 Center THX holt, steht danach oft vor der Frage, wie es mit dem Rest des Setups weitergeht. Ein paar Gedanken dazu, weil sich das öfter lohnt durchzurechnen, als man zunächst denkt.

Variante 1 — Arendal 1723 Center THX + Bookshelf S als Front‑L/R: Center (1.250 €, einzeln) plus Arendal 1723 Bookshelf S als Stereopaar vorne (1.600 €) macht zusammen 2.850 € für die Front. Das hört sich nach “Einsteiger-Setup” an, ist es aber nicht wirklich — schon diese reduzierte Variante bewegt sich preislich weit oberhalb dessen, was viele unter einem Einsteiger-Heimkino verstehen. Wer hier sparen will, muss trotzdem mit einem ernsthaften Budget planen.

Variante 2 — Center + Monitor (S) vorne, Bookshelf S nur hinten: Center (1.250 €) plus 1723 Monitor S THX als Front‑L/R (2.100 € im Paar) plus Bookshelf S ausschließlich für die Surrounds (1.600 € im Paar) ergibt zusammen 4.950 €. Mit der größeren 1723 Monitor THX statt der S‑Variante vorne (2.500 € im Paar) liegt man bei 5.350 €. Diese Variante nutzt die höhere Bassreichweite der Monitor-Serie (siehe oben: ca. 22 Hz bzw. 20 Hz In-Room-Response) für die klanglich wichtigere Front, während die kompaktere Bookshelf S ausschließlich dort sitzt, wo es am wenigsten auf Tiefbass ankommt.

Wichtige Klarstellung zur Monitor-Serie: Der 1723 Monitor (S) ist baugleich mit dem 1723 Center (S) — laut Arendal unterscheiden sich nur Rückplatte und Logo-Ausrichtung, das Logo selbst ist magnetisch und lässt sich beliebig drehen. Wer also zusätzliche Center-Kanäle braucht oder mit der Monitor-Serie als liegendem Center experimentieren will, kann das offiziell so nutzen. Die Bookshelf S ist dagegen ein eigenständiges, kleineres Modell mit 6,5‑Zoll-Treiber statt der 8‑Zöller von Center und Monitor — sie lässt sich nicht einfach “hinlegen” und als Center-Ersatz verwenden, das ist die Aufgabe der Monitor-Serie, nicht der Bookshelf S.

Einzelkauf möglich: Wer nur einzelne Lautsprecher braucht — etwa einen zusätzlichen Center oder eine ungerade Anzahl an Kanälen —, kann bei Arendal die meisten Modelle auch einzeln bestellen, einfach die Menge im Warenkorb entsprechend anpassen. Das gilt nach Arendals eigener Aussage für nahezu das komplette Sortiment.

Ein Vergleich mit dem echten Kino

Viele Kinos, die ich zwischendurch besuche, können klanglich mit diesem Setup schlicht nicht mehr mithalten — wobei ich bewusst „fast” sage, denn ich hatte vor der Schließung ein paar wirklich herausragende IMAX-Erlebnisse im mittlerweile geschlossenen IMAX Hamburg. Da das Kino zu ist, kann ich diesen Vergleich leider nicht mehr live nachziehen.

Wichtig zur Einordnung: Ich höre bei mir zu Hause mit rund 75 dB ein — deutlich leiser als typische Kino-Referenzpegel. Der aus meiner Sicht größte Vorteil eines guten Heimkinos gegenüber dem klassischen Kinosaal liegt in der Ortbarkeit: Im Kino empfinde ich die räumliche Abbildung von Surround- und Atmos-Content oft als eher verwaschen — im eigenen Heimkino ist das mit diesem Setup wesentlich ortbarer.

Fazit

Der Arendal 1723 Center THX schließt genau die Lücke, die ich mir nach dem Tower-Test erhofft hatte: mehr Wucht, mehr Körpertiefe bei Stimmen, ein Abstrahlverhalten, das keine Anwinkel-Klimmzüge braucht, und eine tonale Neutralität, die den alten B&W‑Center alt aussehen lässt.

Für mich persönlich ist der klare Award-Kandidat gesetzt. Wer bereits Arendal-Fronts besitzt oder plant, welche anzuschaffen, und einen Center sucht, der wirklich mithält statt nur mitzulaufen, macht mit dem Arendal 1723 Center THX nichts falsch.

Diesen Lautsprecher würde ich am liebsten gar nicht mehr aus dem Raum lassen.

Häufige Fragen zum Arendal 1723 Center THX

Muss der Arendal 1723 Center THX zwingend mit den 1723 Towern kombiniert werden?

Zwingend nicht, aber empfehlenswert. Der Center nutzt dieselben Treiber und dasselbe Waveguide-Prinzip wie die Tower — wer beides kombiniert, bekommt eine klanglich nahtlose Front ohne hörbare Brüche bei Panning-Effekten. Mit anderen Frontlautsprechern funktioniert er trotzdem, das Optimum holt man aber innerhalb derselben Serie raus.

Muss der Arendal 1723 Center THX angewinkelt werden?

Nicht zwingend. Dank Waveguide-Tweeter ist das Abstrahlverhalten so gutmütig, dass ich ihn trotz sehr tiefer Positionierung (direkt unter dem Fernseher, ~2 cm Abstand) komplett gerade betreibe.

Was kostet der Arendal 1723 Center THX?

1.250 € als Einzelpreis (Stand dieses Tests). Arendal berechnet den finalen Preis inklusive Steuern und Versand erst im Checkout, daher können sich die Beträge je nach Land leicht unterscheiden.

Lohnt sich der Umstieg von einem Center einer anderen Marke auf den Arendal 1723 Center THX?

Wenn Sprachverständlichkeit und eine homogene Front für dich Priorität haben: ja, aus meiner Erfahrung deutlich. Der Unterschied zu meinem vorherigen B&W‑Center war für mich klar hörbar, vor allem bei Panning-Effekten und der tonalen Neutralität.

HiFiGeek Award
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Arendal 1723 Bookshelf S THX im Test: Klein, geschlossen, und im Verbund ein anderes Tier https://www.hifigeek.de/arendal-1723-bookshelf-s-thx-test/ https://www.hifigeek.de/arendal-1723-bookshelf-s-thx-test/#respond Thu, 10 Sep 2026 14:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12627 Als ich mir nach dem Test der Arendal 1723 Tower THX auch gleich den passenden Arendal 1723 Center THX geholt habe, war eigentlich klar: Wenn schon, denn schon. Also sind bei mir zusätzlich die Arendal 1723 Bookshelf S THX als Surround-Lösung eingezogen — die kompakten, geschlossenen Geschwister der großen 1723er-Serie. Was dabei rauskam, ist ein Lautsprecher, der als Solist ehrlich gesagt eine klare Grenze hat, im Verbund mit dem Rest der Serie aber richtig aufblüht.

Disclaimer: Die Arendal 1723 Bookshelf S THX wurden mir von Arendal für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gibt jedoch keine Einflussnahme auf meine ungeschönte Meinung und Ergebnisse. Arendal hatte keinen Einfluss auf den Testaufbau und steht in sonstiger Hinsicht in keiner Beziehung zu diesem Review.

Der ehrliche Stereo-Test, der Einsatz im Surround-Verbund, und warum die Arendal 1723 Bookshelf S THX für mich trotzdem ein klarer Award-Favorit ist.

Kurz zur Backstory

Bevor ich zu den Höreindrücken komme, kurz der Kontext, warum dieses Review erst jetzt kommt: Kurz nachdem die Bookshelf S bei mir eingetroffen sind, ist mir mein alter AV-Receiver komplett ausgefallen — mitten im Betrieb, ohne Vorwarnung. Die ausführliche Geschichte dazu gibt’s in einem eigenen Artikel und Video. Für dieses Review relevant ist nur: Aus dem Ausfall wurde ein kompletter Neuaufbau meiner Kette. Statt eines einfachen Ersatzgeräts sitzt jetzt ein Anthem AVM 70 als reiner Prozessor bei mir, kombiniert mit einem, ich nenn’s liebevoll „Frankenstein-Verstärker-Setup”: Front über den Burson Timekeeper GT4 Max, die Surrounds — also auch die Bookshelf S — laufen über Hypex-Nilai-Monoblöcke, der Rest ist eher provisorisch bestückt.

Diese komplette Neuaufstellung der Kette hat den Testzeitraum deutlich in die Länge gezogen, weil ich mir erst ein sauberes Bild von der neuen Elektronik machen musste, bevor eine faire Beurteilung der Lautsprecher überhaupt möglich war.

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX im Detail

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX läuft bei mir aktuell als Surround-Kanal in einem 7.2.4‑Setup. Anders als der Center und die Tower ist sie geschlossen (sealed) aufgebaut, nicht ported, und setzt auf einen 6,5‑Zoll-Woofer statt der 8‑Zöller der großen Geschwister — kombiniert mit demselben Waveguide-Tweeter-Prinzip der restlichen Serie.

Zur Einordnung: Es gibt in der S‑Serie auch eine hochkant aufgestellte Variante mit drei Treibern für alle, die keine klassischen Towers aufstellen wollen oder können — legitime Alternative, aber für mein Setup aktuell irrelevant, da ich ja bereits die großen Towers als Front nutze.

SpezifikationWert
Design2‑Wege
Abmessungen (H/B/T)38,5 × 24,5 × 32 cm
Gewichtca. 14,5 kg
GehäuseHDF, sealed
Tweeter28 mm (1,1″) mit Waveguide
Woofer1 × 6,5″
Frequenzgang (-6 dB)65 Hz – 20 kHz
F3 (anechoisch)ca. 80 Hz
In-Room Bass Response (Arendal-Angabe, mit Raumgewinn)ca. 41 Hz
Sensitivity84 dB / 1 W / 1 m
Impedanz4 Ohm nominal
Preis1.600 € (Paar), Testmuster

Ein Wort zu den Bass-Werten, bevor Missverständnisse entstehen: Die Arendal 1723 Bookshelf S THX wird von Arendal nirgends als Vollbereichs- oder Bass-Kanone verkauft. Mit einem anechoischen F3 von rund 80 Hz ist von vornherein klar, wofür dieser Lautsprecher gedacht ist: präzise, schnelle Mitten und Höhen, während der Tiefbass an einen Subwoofer abgegeben wird. Das ist keine Schwäche, sondern exakt das Konzept, für das die geschlossene Bauweise steht. Wer das im Datenblatt nachliest, wird von der Arendal 1723 Bookshelf S THX in dieser Hinsicht nicht enttäuscht, weil nie etwas anderes versprochen wurde.

Ein technischer Blick: Warum „geschlossen” hier kein Nachteil per se ist

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX ist bewusst als sealed-Konstruktion ausgelegt, während Center und Tower der Serie ported betrieben werden können. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern ein bewusstes Designprinzip mit einer langen Tradition in der Lautsprecherentwicklung: Geschlossene Konstruktionen mit niedriger Sensitivity — hier 84 dB/1W/1m — und niedriger Impedanz folgen einem Ansatz, den man aus klassischen BBC-Monitoren wie dem legendären LS 3/5A kennt. Das Prinzip dahinter: kontrollierter, präziser Bassabfall statt aufgeblähter Betonung im Tiefton, dafür ein sauberer, gut vorhersagbarer Amplitudenverlauf.

Die Kehrseite dieser Bauweise: Eine sealed-Box mit vergleichsweise niedriger Sensitivity und niedriger Impedanz braucht ordentlich Verstärkerleistung, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Das deckt sich exakt mit meiner eigenen Erfahrung — je mehr sauberen Strom die Arendal 1723 Bookshelf S THX bekommt, desto souveräner spielt sie auf. Das ist keine Schwäche, sondern eine bewusste Designentscheidung, die den Lautsprecher in Kombination mit potenter Elektronik zur echten Empfehlung macht.

Im direkten Vergleich zu den größeren Geschwistern der Serie — den Towern und dem Center, die beide über eine größere Membranfläche verfügen und teilweise ported betrieben werden können — hat die Arendal 1723 Bookshelf S THX naturgemäß nicht dieselbe Tiefbass-Reichweite. Das ist aber keine Kritik am Konzept, sondern schlicht Physik, und vor allem: kein verstecktes Manko. Mit einem F3 von rund 80 Hz positioniert sich die Bookshelf S klar als Lautsprecher, der für den Einsatz mit Subwoofer konzipiert ist — genau wie praktisch jede kompakte Regalbox in dieser Preisklasse. Wer das weiß und entsprechend plant, bekommt hier keinen Kompromiss, sondern einen Lautsprecher, der das, wofür er gebaut wurde, exzellent macht.

Unboxing & Design

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX kommt, wie bei Arendal gewohnt, sauber und stabil verpackt: doppelter Karton, Formschaumteile, ein Baumwollsack zum Schutz der Lackoberfläche während der Montage.

Lieferumfang (Paar):

  • 2 × Arendal 1723 Bookshelf S THX
  • Bedienungsanleitung / Product Handbook
  • Gummifüße bzw. Wandhalterungsoptionen je nach Konfiguration

Design und Verarbeitung entsprechen dem gewohnt hohen Niveau der Serie: massives Aluminium an den Terminals, saubere Lackierung, magnetisch befestigte Stoffabdeckungen. Kein Kunststoff-Anmutungsproblem, wie man es in dieser Preisklasse bei manchen Kompaktlautsprechern findet.

Wandmontage: Praktisch mitgedacht

Ein Detail, das mir erst beim genaueren Hinsehen aufgefallen ist: Die Arendal 1723 Bookshelf S THX ist konstruktiv für die Wandmontage vorbereitet. Auf der Rückseite gibt es eine Aussparung mit einer Bohrung für eine Schraube, über die sich der Lautsprecher bündig an der Wand aufhängen lässt. Zusätzlich gibt es unten eine Wölbung/Aussparung, durch die sich das Anschlusskabel sauber führen lässt, ohne dass es sichtbar absteht. Für Surround-Positionen, wo man häufig mit beengten Platzverhältnissen an Seitenwänden zu kämpfen hat, ist das ein echter Pluspunkt gegenüber Lösungen, die nur auf Ständern oder Regalböden funktionieren. dass es sichtbar absteht. Für Surround-Positionen, wo man häufig mit beengten Platzverhältnissen an Seitenwänden zu kämpfen hat, ist das ein echter Pluspunkt gegenüber Lösungen, die nur auf Ständern oder Regalböden funktionieren.

Aufstellung: Stereo-Test vs. Surround-Einsatz

Testkette (Stereo-Test): Eversolo DMP-A6 als Quelle/Vorstufe → Hypex-Nilai-Monoblöcke, angebunden über WBC Ultimate 7AWG Carbon Lautsprecherkabel und Ricable Dedalus XLR-Verbindungskabel.

Ein fairer Hinweis zu diesem Test: Sowohl die Hypex Nilai als auch der Eversolo DMP-A6 spielen extrem neutral — ich hatte im Stereo-Test kein EQing aktiv, keine Loudness-Kurve, keine Tonanhebung irgendeiner Art. Das heißt, mit ein bisschen gezieltem EQing im Mitteltonbereich ließe sich hier vermutlich noch etwas mehr Kick und Punch rausholen, als ich es in diesem völlig ungeschönten Setup gehört habe. Was sich dadurch aber nicht ändert: Echter Tiefbass bleibt trotzdem außerhalb dessen, was die Bookshelf S leisten kann und soll — das ist eine Frage der Gehäusegröße und des Treiberdurchmessers, kein EQ der Welt zaubert einem 6,5‑Zöller in einer sealed-Box zusätzliche Oktaven nach unten. Aber der Punkt ist mir wichtig: Wer die Bookshelf S an einer bereits leicht wärmer oder basslastiger abgestimmten Kette betreibt, wird im Mitteltonbereich vermutlich subjektiv mehr Fülle wahrnehmen, als es mein neutraler Testaufbau hergegeben hat.

Kleiner ehrlicher Fakt vorweg: Ich habe die Arendal 1723 Bookshelf S THX versuchsweise auch mal als reines Stereo-Paar betrieben. Für meinen Hörraum und meinen Geschmack hätte ich mir dabei einen Subwoofer dazugewünscht — was angesichts eines F3 von rund 80 Hz aber auch niemanden überraschen sollte. Das ist kein Kritikpunkt, sondern folgt exakt aus dem, was ich oben zur sealed-Bauweise und dem Designkonzept geschrieben habe: Die Bookshelf S will als Vollbereichslautsprecher im Stereo-Betrieb gar nicht missverstanden werden, sie ist für den Einsatz mit Subwoofer-Unterstützung konzipiert — sei es im Stereo-Setup oder, wie bei mir, im Mehrkanal-Verbund mit ohnehin vorhandenem Subwoofer-Kanal.

Als Surround-Lautsprecher im Mehrkanal-Verbund mit Subwoofer-Unterstützung spielt das Thema ohnehin keine Rolle mehr — und genau hier zeigt die Arendal 1723 Bookshelf S THX ihre eigentliche Stärke. Ein wichtiger Punkt zur Einordnung: In meinem Setup läuft die Bookshelf S zum überwiegenden Teil als Surround-Kanal, und in dieser Rolle muss sie in Sachen Tiefbass ohnehin nicht performen — dafür ist der Subwoofer zuständig, nicht der Surround-Lautsprecher. Ich interpretiere das Konzept der Bookshelf S generell so, dass sie von Arendal von vornherein für den Betrieb mit Subwoofer-Unterstützung gedacht ist, ganz gleich ob im Stereo- oder im Mehrkanal-Setup. Und genau das schreien einem die Messwerte förmlich entgegen: Mit einem F3 von rund 80 Hz wäre es schlicht unehrlich, hier einen eigenständigen Tiefbass-Anspruch zu unterstellen, den das Modell nie hatte.

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX im Surround-Einsatz

m eigentlichen Einsatzzweck — als Side-Surround im Verbund mit Center und Towern — zeigt sich die Bookshelf S von einer ganz anderen, überzeugenderen Seite als im reinen Stereo-Test. Zusammen mit Center und Standlautsprechern ergibt sich ein sehr homogenes Klangbild: frequenzmäßig auf Augenhöhe, man fühlt sich regelrecht umhüllt vom Klanggeschehen.

Grundsätzlich bin ich bei Surround-Kanälen eigentlich immer der Meinung, dass ein Hybrid-Setup aus verschiedenen Lautsprechermarken nicht das Ende der Welt ist — das habe ich selbst jahrelang so betrieben. Aber nachdem ich jetzt direkt vergleichen konnte, muss ich sagen: Es ist doch ein spürbarer Unterschied. Die Klangcharakteristik der Bookshelf S spielt einfach nahtloser mit Center und Towern zusammen, als es mein vorheriges Hybrid-Setup je konnte.

Natürlich spielt hier auch die Technik mit rein — wie der Anthem AVM 70 die einzelnen Kanäle decodiert und ansteuert, hat definitiv Einfluss. Aber die grundsätzliche klangliche Verwandtschaft innerhalb der 1723-Serie ist eindeutig hörbar.

Höreindrücke: Hans Zimmer Live in Prague

Bei der Hans Zimmer Live in Prague 4K Blu-ray, die aktuell meine wichtigste Musik-Referenz ist (die Geschichte dazu, wie ich zu dieser Disc kam, erzähle ich ausführlich im Review des Arendal 1723 Center THX), zeigt sich ein feiner, aber wichtiger Punkt: Bei Musik-Content, wo Instrumente gezielt nach hinten und seitlich auf die Surroundkanäle gemischt werden, hört man eine leichte klangliche Inhomogenität gegenüber Center und Towern. Das liegt allerdings nicht an der Arendal 1723 Bookshelf S THX selbst, sondern an meinen aktuellen Back-Surrounds, die (noch) nicht aus derselben Serie stammen. Das ist kein Beinbruch — kein „Stein im Schuh”, den man die ganze Zeit spürt —, aber wer genau hinhört, merkt den Unterschied zu den homogenen Side-Surrounds. Bei Actionfilmen oder generell im hektischeren Filmgeschehen fällt das praktisch nicht auf.

Ein Punkt zur Optik

Das Auge hört bekanntlich mit, und die Arendal-Lautsprecher sind allesamt mächtig groß, auch die vergleichsweise kompakte Bookshelf S wirkt neben den Towern und dem Center wie aus einem Guss. Optische Homogenität im Raum — gleiche Formsprache, gleiches Finish über alle Kanäle — sieht einfach eine Runde besser aus, als wenn dort unterschiedliche Gehäuseformen und Marken nebeneinanderstehen.

Priorisierung: Side- vor Back-Surrounds

Ein Punkt zur Priorisierung, falls jemand vor der Frage steht, wo man zuerst nachrüsten sollte: Mir persönlich sind die Side-Surrounds wichtiger als die Back-Surrounds. Der Grund: Moderne Filmmischungen packen zunehmend komplexe Inhalte auf die seitlichen Surroundkanäle — Stimmen, räumliche Musikanteile, nicht nur reine Effekte. Die Back-Kanäle übernehmen bei den meisten Mischungen, die ich kenne, nach wie vor eher die Rolle des reinen Effekt-Zulieferers. Wer also mit begrenztem Budget aufrüsten will, würde ich empfehlen, zuerst die Side-Surrounds anzugehen — genau die Rolle, die die Bookshelf S bei mir aktuell übernimmt.

Wettbewerbseinordnung: Arendal 1723 Bookshelf S THX

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX bewegt sich preislich und konzeptionell in einem Marktsegment, in dem es durchaus namhafte Konkurrenz gibt — kompakte, geschlossene Regallautsprecher im oberen Preissegment sind kein Nischenprodukt. Ich hab keine direkten A/B‑Vergleiche mit anderen Marken gemacht, deswegen will ich hier auch keine Konkurrenzmodelle namentlich in den Ring werfen, die ich selbst nicht neben der Bookshelf S gehört habe — das wäre unseriös.

Was ich aber aus eigenem Hören sagen kann: Die Bookshelf S ist kein Kompromiss-Lautsprecher, der nur wegen der Serienzugehörigkeit überzeugt, sondern hält für sich genommen technisch und klanglich, was ich in dieser Preisklasse erwarten würde. Ihre Grenzen liegen dort, wo die Physik jeder kompakten, geschlossenen Box Grenzen setzt — nicht in der grundsätzlichen Qualität der Umsetzung.

Preis-Leistung und Direktvertrieb der Arendal 1723 Bookshelf S THX

Für 1.600 € im Paar bewegt sich die Arendal 1723 Bookshelf S THX in einem Preissegment, das für reine „ich will nur Surround-Lautsprecher”-Käufer erst mal happig wirkt. Aber im Vergleich zu anderen Herstellern bekommt man auch hier viel geboten — sowohl technisch als auch in der Verarbeitungsqualität. Das strukturelle Preis-Leistungs-Argument, das für den Direktvertrieb generell spricht, gilt hier genauso wie bei den größeren Geschwistern der Serie: ohne den Umweg über Handel und Distribution bleibt am Ende mehr Gerät fürs Geld übrig.

Wer mehr Bass im kompakten Format sucht: die Alternative innerhalb der Serie

Ein Hinweis für alle, die sich nach der Lektüre denken „ich hätte aber gerne mehr Tiefgang in einem kompakten Arendal-Lautsprecher”: Die Arendal 1723 Bookshelf S THX ist dafür schlicht nicht das richtige Modell — aber Arendal hat innerhalb der eigenen Serie genau dafür eine Lösung. Die 1723 Monitor S THX — im Grunde ein liegender Center, hochkant aufgestellt — deckt anechoisch 50 Hz bis 20 kHz ab und kommt auf eine typische In-Room-Bass-Response von rund 22 Hz. Wer noch mehr will, findet das beim großen Modell, der 1723 Monitor THX: 35 Hz bis 20 kHz anechoisch, In-Room-Response bei rund 20 Hz.

Das ordnet die Bookshelf S noch klarer ein: Sie ist innerhalb der eigenen Produktfamilie bewusst das Modell mit dem kleinsten Footprint und dem am stärksten aufs Mittel-Hochton-Segment fokussierten Konzept — nicht, weil Arendal es nicht besser könnte, sondern weil es für diese Nische genau die richtige Werkzeugwahl ist. Wer stattdessen einen kompakten Lautsprecher mit spürbar mehr Bassfundament sucht, landet innerhalb derselben Serie bei der Monitor S oder der Monitor THX.

Die günstige Tür in die 1723-Serie: Arendal 1723 Bookshelf S THX als Front-Lösung

Ein Aspekt, der bei der ganzen Diskussion um Tiefgang und Subwoofer-Abhängigkeit leicht untergeht: Die Arendal 1723 Bookshelf S THX ist innerhalb der 1723-Familie mit Abstand das günstigste Modell — und das macht sie zu einer echten Option, nicht nur als Surround-Baustein, sondern auch als preisgünstiger Einstieg fürs Front-Setup.

ModellPreis (Paar)
1723 Bookshelf S THX1.600 €
1723 Monitor S THX2.100 €
1723 Monitor THX2.500 €
1723 Tower S THX3.100 €
1723 Tower THX3.800 €

Wer als Front-Lösung auf die Bookshelf S statt auf die Tower setzt und stattdessen mit einem potenten Subwoofer kombiniert, spart gegenüber den großen Towern ordentlich Geld — bei den kleineren Towern über 1.500 €, bei den großen sogar über 2.200 €. Für alle, die wenig Musik hören, keinen Platz für Standlautsprecher haben (im Heimkino-Kontext oft der Fall) oder schlicht kein Standlautsprecher-Paar brauchen, ist das eine absolut legitime, budgetfreundlichere Route in die 1723-Serie. Schlecht klingen tut die Arendal 1723 Bookshelf S THX dabei nicht — sie ist einfach komplett neutral abgestimmt und braucht von unten die Unterstützung eines Subwoofers, um das Gesamtbild zu vervollständigen. Genau deshalb wäre es unfair, sie für diese fehlende Tiefbass-Eigenleistung abzustrafen: Das Konzept war nie, ohne Subwoofer zu funktionieren, sondern günstiger und kompakter in dasselbe Klangkonzept der gesamten Serie einzusteigen.

Fazit

Die Arendal 1723 Bookshelf S THX ist kein Vollbereichslautsprecher, und sie behauptet auch nirgends, einer zu sein — mit einem F3 von rund 80 Hz ist von Anfang an klar, wofür sie gebaut ist: präzise, schnelle, tonal ehrliche Wiedergabe im Mittel-Hochton-Bereich, während der Subwoofer den Tiefbass übernimmt. Wer das versteht und entsprechend plant, bekommt hier keinen Kompromiss, sondern einen Lautsprecher, der sein Konzept konsequent und auf sehr hohem Niveau umsetzt.

Als Surround-Baustein in einem homogenen Mehrkanal-Setup zeigt sie genau das: Hier spielt sie ihre komplette Stärke aus, ohne dass die naturgemäß begrenzte Tiefbass-Reichweite überhaupt zum Thema wird. Wer bereits Arendal-Fronten besitzt oder plant, welche anzuschaffen, und nach einer Surround-Lösung sucht, die klanglich wirklich mitzieht statt nur mitzulaufen, macht mit der Bookshelf S nichts falsch — vorausgesetzt, man versorgt sie mit ausreichend Verstärkerleistung und einem Subwoofer, wie es das Konzept vorsieht.

Und wie oben beschrieben: Sie ist nicht nur als Surround-Lösung eine Empfehlung, sondern auch als günstigster Einstieg in die 1723-Klangwelt fürs Front-Setup, kombiniert mit einem potenten Subwoofer. Für mich sind das klare Award-Favoriten — und es wäre schlicht unfair, sie für etwas abzustrafen, das sie nie sein wollten.

Als Teil eines homogenen Systems ist die Bookshelf S für mich klar mehr als die Summe ihrer Einzelteile — und für sich genommen ein technisch exzellent umgesetzter Lautsprecher, der genau das liefert, was er verspricht.

Häufige Fragen zur Arendal 1723 Bookshelf S THX

Braucht die Arendal 1723 Bookshelf S THX zwingend einen Subwoofer?

Für den vollen Frequenzumfang: ja. Mit einem F3 von rund 80 Hz ist die Bookshelf S von Haus aus als Lautsprecher für den Einsatz mit Subwoofer konzipiert — das ist keine Schwäche, sondern das Konzept, genau wie bei den meisten Kompaktlautsprechern in dieser Klasse.

Kann man die Arendal 1723 Bookshelf S THX an der Wand montieren?

Ja, sie ist konstruktiv dafür vorbereitet — auf der Rückseite gibt es eine Bohrung für eine Schraubmontage sowie eine Aussparung zur sauberen Kabelführung, sodass sie bündig an der Wand hängen kann.

Sind Center und Bookshelf S THX für reinen Musikgenuss geeignet?

Die Bookshelf S habe ich im Stereo-Betrieb getestet — mit Subwoofer-Unterstützung macht sie dort richtig Spaß. Als Surround-Lautsprecher im Heimkino-Kontext spielt sie ihre Stärken aber am deutlichsten aus.

Welche Verstärkerleistung braucht die Arendal 1723 Bookshelf S THX?

Wegen der niedrigen Sensitivity (84 dB) und der niedrigen Impedanz (4 Ohm) profitiert sie deutlich von potenter Verstärkung. Mit schwacher Elektronik bleibt sie unter ihren Möglichkeiten.

Gibt es eine Arendal-Alternative mit mehr Bass im kompakten Format?

Ja. Wer innerhalb der 1723-Serie mehr Tiefgang bei ähnlich kompaktem Footprint sucht, sollte sich die 1723 Monitor S THX ansehen (50 Hz–20 kHz anechoisch, ca. 22 Hz In-Room-Response) oder die größere 1723 Monitor THX (35 Hz–20 kHz anechoisch, ca. 20 Hz In-Room-Response). Die Bookshelf S ist bewusst das Modell mit dem kleinsten Footprint und Fokus auf Mittel-Hochton.

HiFiGeek Award
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Arendal 1723 Tower THX — Giantkiller mit Bodenhaftung https://www.hifigeek.de/arendal-1723-tower-thx-giantkiller/ https://www.hifigeek.de/arendal-1723-tower-thx-giantkiller/#respond Sun, 15 Feb 2026 15:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9981 Ich hatte sie schon lange auf dem Schirm. Nun endlich stehen die Arendal 1723 Tower hier zum Test. Was diese feinen Boliden leisten, wie sie verarbeitet sind und warum sie das Schnäppchen sind, das sie versprechen, gibt’s jetzt hier – ungeschönt.

Disclaimer: Die Arendal 1723 Tower THX wurden mir von Arendal für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gibt jedoch keine Einflussnahme auf meine ungeschönte Meinung und Ergebnisse. Arendal hatte keinen Einfluss auf den Testaufbau und steht in sonstiger Hinsicht in keiner Beziehung zu diesem Review.

Arendal 1723 Tower Review auch auf Youtube:

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Arendal Sound

Oh, Arendal. Einigen wird diese norwegische Lautsprecher-Schmiede bereits bekannt sein, für andere wird sie gänzlich neu und spannend sein. Aber machen wir doch erst einmal einen Ausflug in den rauen Norden.

Am liebsten würde ich jetzt schreiben: Hoch im kalten und rauen Skandinavien, wo harsche Winde und eisige Wellen die Landschaft einst formten, wo Winter noch Winter sind und teils Monate kein Sonnenlicht den Tag erhellt. Wo Mythen von Trollen die Runde machen und die Landschaften noch unberührt sind.

Naja, Arendal liegt genau genommen an der Südküste von Norwegen und ist demnach gar nicht so hoch im Norden, wie man meinen mag. Zwar sind die Winter dort sicherlich noch eine andere Hausnummer als bei uns und die Landschaften wirklich schroffer – bis zu malerischen Fjorden und Fjells ist aber noch ein gutes Stück Fahrt nötig. Ich will das auch gar nicht schmälern, da Norwegen in meinen Augen bisher das schönste Land ist, das ich bereisen durfte.

Arendal Sound ist nach der Küstenstadt Arendal benannt und zählt zu den jüngeren HiFi-Marken da draußen. 2015 gegründet, haben sie eine steile Entwicklung hinter sich und können mittlerweile drei ausgewachsene Lautsprecher-Serien vorweisen. Ich glaube behaupten zu können, dass keine im unteren Einsteiger-Segment angesiedelt ist – Arendal Sound macht keine Gefangenen.

Arendal Sound hat sich als Direktvermarkter wie z. B. Teufel, XTZ oder auch Nubert etabliert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Direktvermarkter können mit dem Aussparen des länderspezifischen Vertriebs und des Handels ein lukratives Preis-Leistungs-Verhältnis liefern. Leider werden Direktvermarkter ein ums andere Mal gerade auf HiFi-Messen ein wenig belächelt und von Händlern oft mit Argwohn beäugt.

Dies ist aber in meinen Augen eher ein gutes Zeichen! Zwar weiß ich, dass gerade die Boomer-Generation große Stücke auf selbsternanntes „Fachpersonal“ legt und sich liebend gerne von ihnen beraten und weisen lässt. Dennoch bin ich guter Dinge, dass meine Leser ein wenig kritischer sind und sich so auch ganz gut ihre eigene Meinung bilden können.

Arendal Sound produziert wie viele Premium-Marken in Fernost – genauer gesagt in China. Ihr Slogan fasst es treffend zusammen: Conceived in Norway. Born in China. Raised by you. Was negativ klingen mag, ist es keineswegs. Gerade bei hochwertiger Massenfertigung bleiben die Preise kundenfreundlich. Auch wenn die Inflation Arendal nicht verschont: Bei der Markteinführung Ende 2017 kosteten die Arendal 1723 Tower noch 2.700 € – heute ein echtes Schnäppchen!

Arendal Sound Serien

Wer Arendal Sound noch nicht kennt, für den habe ich jetzt mal kurz eine kleine Übersicht, was man so von dem Direktversender erwarten kann. Arendal Sound gliedert sich in drei Serien: 1961, 1723, 1528. Die Serien sind nach bedeutenden historischen Daten der norwegischen Hafenstadt Arendal benannt.

Die 1961er Serie markiert den Einstieg in die Arendal-Welt. In dieser Serie gibt es alle erdenklichen Lautsprecher-Typen und bei den Standlautsprechern liegen wir bei 1.900 € Paarpreis.

Die 1723er Serie markierte bis Ende 2024 Arendals High-End-Referenz- und Flaggschiff-Serie. Diese unterteilt sich noch einmal in die „normale“ 8‑Zoll-Treiber-Serie und eine etwas kleinere 6,5‑Zoll-Treiber-Serie. Wie bei den 1961ern auch, gibt es hier die volle Bandbreite an verfügbaren Lautsprecher-Typen, und bei den Standlautsprechern liegen wir bei 3.800 € respektive 3.100 € Paarpreis.

Die 1528er Serie markiert seit Ende 2024 Arendals Ultra-High-End-Referenz- und Flaggschiff-Serie. Diese ist als Spitze des Eisbergs zu verstehen und ebenfalls für wirklich große Hörräume gedacht. Wie bei den anderen beiden Serien gibt es eine breite Bandbreite an Lautsprechern. Speziell zu erwähnen ist in meinen Augen z. B. der unglaubliche Center-Lautsprecher: Mit 1,35 m Breite, 29 cm Höhe und einem Gewicht von satten 82 kg versteht Arendal keinen Spaß. Bei den Standlautsprechern liegen wir hier bei einem Paarpreis von 9.900 €.

Arendal 1723 Tower THX — Imposanz

Die Arendal 1723 Tower THX sind ausgewachsene Lautsprecher, die eventuell schon einen Hörraum größen- und leistungstechnisch sprengen können. Die THX Ultra Zertifizierung ist hier nicht nur als Heimkino-Prädikat zu sehen, sondern spiegelt in erster Linie wider, dass die Lautsprecher für extreme Pegel ohne Verzerrung gemacht wurden. 112 dB unverzerrt, im Peak 124 dB bei Musiksignalen, sind schon mal eine Ansage.

Wer solche irren Lautstärken fahren möchte, muss aber auch das nötige Kleingeld haben, um eine Endstufe mit 500+ Watt/Kanal an die Arendal 1723 Tower zu hängen.

Die Arendal 1723 Tower sind aber auch keine Spargel-Tarzane. Mit 119 cm Höhe und 27,5 cm Breite sowie einem Gewicht von 50,6 kg pro Stück bekommt man hier richtig viel Material für sein Geld. Bei einer Tiefe von knapp 40 cm muss der Hörraum aber auch das gewisse Etwas an Raumtiefe bieten – mit Abstand zur Wand sind schnell 60–70 cm belegt.

Unboxing und Lieferumfang

Die Arendal 1723 Tower THX kommen natürlich auf einer Europalette per Spedition. Hier sollte man sich eine zweite Person zur Hilfe holen, denn das Handling der Kartons und des Gewichts ist nix für schwache Nerven. Ich habe sie alleine bewegt und aufgestellt und kann sagen: absolute Grenze des Machbaren. Wer hier einmal unachtsam ist, wird dies später bitter bereuen.

Nachdem ich den ersten massiven Karton in meinen Hörraum verfrachtet hatte, ging es ans Unboxing. Die Lautsprecher sind fabelhaft verpackt. Sie ruhen in zwei dicken, ineinander geschachtelten Kartons und sind dann mit äußerst stabilen Schaumstoff-Teilen in Position gehalten. Geschützt werden sie weiterhin durch einen Baumwollsack, welcher sich natürlich empfiehlt, erst nach der Montage der Traversen und Aufstellung zu entfernen.

Ich für meinen Teil habe den jeweiligen Lautsprecher auf die Unterkante des Kartons gehoben und hatte so die Möglichkeit, problemlos die Traversen und Spikes zu installieren. Ich habe mich für die Spikes entschieden, es liegen aber auch Gummifüße bei.

Nach der Installation der Traversen und Spikes am Arendal 1723 Tower habe ich den Hebel des Kartons und des unten aufliegenden Lautsprechers genutzt, um diesen vorsichtig auf meinem Teppich auf die Spikes zu stellen. Hier müsst ihr echt vorsichtig sein und einiges an Muskelkraft aufbringen, wenn ihr dies alleine machen wollt. Es befindet sich keine Abdeckung auf den empfindlichen Treibern! (liegt separat im Karton) Besser zu zweit.

Natürlich habe ich dann direkt den Baumwollsack entfernt, weil ich mir die guten Stücke ansehen wollte. Was soll ich sagen? Ich glaube, das war der erste Moment, in dem ich ein wenig Kribbeln verspürt habe und noch mal in mich ging.

Design, Verarbeitung und Aufstellung

Da standen nun diese massiven Arendal 1723 Tower vor mir – imposant in jeder Hinsicht. Arendal verzichtet, anders als schon fast branchenüblich, auf Gehäuse aus MDF und setzt auf HDF. High-Density-Fiberboard ist um ein Vielfaches dichter und stabiler als MDF und sorgt für noch steifere, resonanzärmere Gehäuse.

Die mir zugesandten Arendal 1723 Tower sind matt weiß lackiert. Die Lackierung ist tadellos. Ich habe die Lautsprecher überall nach Imperfections abgesucht, aber konnte beim besten Willen nichts beanstanden. Saubere Gewinde, einheitliche Lackierung, keine Staub- oder Lufteinschlüsse, keine unliebsamen Kanten. Das Anschlussterminal sitzt satt und sauber in der Rückseite des Lautsprechers. Die Eloxierung der massiven Aluplatte, auf der die rhodinierten Anschlussterminals installiert sind, ist ebenfalls mackenfrei.

Ja, ich weiß, das sieht man nicht unbedingt, aber ich versuche das Haar in der Suppe zu finden. Spoiler: hab ich nicht gefunden.

Die Terminals sind massiv und wurden zur Korrosionsbeständigkeit rhodiniert. Ich habe aus Interesse die Gewinde mal bewegt, nur um zu sehen, wie sauber sie gearbeitet wurden. Generell benutze ich die Lautsprecher mit Bananensteckern. Natürlich sind die Lautsprecher bi-amp- / bi-wiring-fähig. Dennoch: Arendal liefert bei den 1723 Towern jeweils zwei massive, vorinstallierte rhodinierte Kupferbrücken mit. Da ich vorhabe, die Lautsprecher primär erst einmal mit den Burson Audio Timekeeper GT4 Max zu testen, kann das auch so bleiben.

Zum Schutz der empfindlichen Treiber – oder vielleicht für den ein oder anderen aus optischen Gründen – liegt jedem Lautsprecher natürlich noch eine Abdeckung bei. Diese ist (natürlich!) massiv und schwer verarbeitet und hält mit starken Neodym-Magneten optisch unsichtbar an den Lautsprecherfronten. Da bewegt sich nix weg, und wenn man mal dagegenkommt, wird das die Lautsprecher zuverlässig schützen.

An der Rückseite der Arendal 1723 Tower gibt es noch drei 2,6‑Zoll‑Ports. Diese sind ab Werk mit Schaumstoff-Plugs verschlossen, da sich die Lautsprecher „sealed“ und „ported“ betreiben lassen.

Wer die Lautsprecher in ihrer Seitenansicht betrachtet, dem fällt auf, dass die Lautsprecher nicht im 90‑Grad‑Winkel zum Boden einfach gerade nach oben verlaufen, sondern wie ein Parallelogramm nach hinten geneigt sind. Dies hat folgende Vorteile:

  • Ästhetik & Stabilität: Dynamisches Erscheinungsbild, niedriger Schwerpunkt mit Outrigger-Füßen.
  • Time-Alignment: Tweeter und Midbass erreichen den Hörplatz zeitgleich (akustische Zentren ausgerichtet), reduzieren Phasenfehler für präziseres Imaging.
  • Optimale Achse: Geneigter Sweet-Spot bei Sitzhöhe (ca. 1 m Ohrhöhe), bessere Hochton-Integration.
  • Weniger Diffraction: Glatte Front minimiert Beugungsspitzen, homogenere Abstrahlung.

Zum Design der Arendal 1723 Tower THX bleibt von meiner Seite her zu sagen, dass ich sie sehr ästhetisch finde. Es sind ausgewachsene, große, massiv dastehende Lautsprecher, die beim Hereinkommen in den Raum das Gefühl vermitteln, dass hier nicht gespaßt wird. Bei kleineren Lautsprechern denkt man immer erst: „Hoppla, hier wird immer erzählt, hier steppt der Bär, aber die Lautsprecher gehen mir gerade bis zur Hüfte …“ oder: „Ach! Das sind also Regallautsprecher, die du hast. Wenn du immer erzählst, dass du viel Musik hörst, habe ich immer an große schwarze Lautsprecher wie auf Konzerten gedacht.“

Wir wissen alle, dass es sich bei den meisten dieser Äußerungen um Unwissenheit handelt, und sobald meist der erste Ton spielt, weiß auch der Besuch, dass es hier wirklich ernsthaft wird. Bei den Arendal 1723 Towern aber kommt einem direkt ein „WOW“ entgegen. Sie sehen nach dem aus, was sie sind. Nicht mehr und nicht weniger.

Für die Boomer- und Holz-Fraktion könnten die Arendal 1723 Tower eine harte Nuss sein. Ich ordne sie klar dem modernen Design zu – kein nobles Möbelstück mit Edelholz, sondern puristisch und funktional. Arendal bietet lediglich Satin Black oder Satin White an, was perfekt in zeitgenössische Wohnräume passt. Ich selbst habe mich auf weiß-matt eingeschossen und finde es zeitlos elegant, doch ich verstehe den Hang zur Wärme und zum Status edler Holzfinishes absolut.

Aufstellung

Arendal bietet einen exzellenten Aufstellungs-Guide, der sich wirklich lohnt. Grob variiert die optimale Position je nach Szenario:

  • Für Musik: Zuerst exakt auf den Hörplatz toe-in, dann leicht öffnen für maximale Bühnenbreite (individuell nach Vorliebe).
  • Für Heimkino: Symmetrische Ausrichtung direkt auf den Hörplatz – dank des Waveguide-Designs minimieren die Arendal 1723 Tower seitliche Reflexionen sogar in unbehandelten Räumen und liefern präzisen Richtcharakter.

Abmessungen

SpezifikationWert
Abmessungen (H/B/T ohne Füße)115 × 27,5 × 40 cm​
Mit Füßen (H/B/T)119,1 × 37 × 40 cm​
Gewicht (inkl. Spikes)50,6 kg​
GehäuseHDF (High Density Fiberboard), versiegelt/ventiliert (3 × 2,6″ Ports)​
FinishSatin Black / Satin White​

Tech-Specs

Die Arendal 1723 Tower THX sind nach dem Prinzip entstanden: nicht kleckern, sondern klotzen! Wenn man allein die brachiale Optik sieht: Das Gehäuse ist an der Front von oben bis unten mit 8‑Zoll‑Mittel- und Tiefton-Treibern gespickt, die speziell für Arendal gefertigt wurden und es ermöglichen, mit „nur“ 119 cm Höhe auszukommen. Der Hochtöner sitzt ebenfalls in einem 6,5‑Zoll‑Waveguide. Somit ergibt sich eine technisch anmutende Front.

Die Arendal 1723 Tower sind nach dem 2,5‑Wege‑Prinzip gebaut. Sie nutzen eine modifizierte D’Appolito-Anordnung. Klassisch handelt es sich normalerweise um eine MTM-Anordnung (zwei Midbass + zentraler Tweeter). Wegen des 2,5‑Wege‑Systems, das Phasenfehler vermeiden soll, wurde das System aber nicht mit einem separaten Mitteltöner ausgestattet, sondern besitzt homogen custom-designte 8‑Zoll‑Membranen, die Bass und Midrange abbilden können. Die drei unteren fokussieren sich auf den Tiefbass, während der obere mit dem Tweeter zusammen Midbass und Höhen übernimmt.

So ergibt sich ein Crossover bei 120 Hz (Bass-Trennung) und 1.500 Hz (Mid/High).

Die nominale Impedanz der Lautsprecher beträgt 4 Ohm und sie sind mit einer Sensitivität von 92 dB / 2,83 V / 1 m relativ effizient und leicht anzutreiben. Das ist überraschend, da man bei so ausgewachsenen Lautsprechern auch durchaus anderes gewohnt ist.

Die Arendal 1723 Tower sind zwar mit einer typischen „In-Room Bass Response“ von 16 Hz und einem linearen Frequenzverlauf von 37 Hz–20 kHz angegeben, man sollte aber davon ausgehen, dass sie in einem akustisch behandelten Raum vielleicht irgendwo bei ~25–30 Hz nutzbaren Bass produzieren.

Daraus ergeben sich zwei Erkenntnisse: Die Arendal 1723 Tower spielen extrem tief und sind so geeignet für Leute, die gerne ohne Subwoofer auskommen wollen. Hier empfiehlt es sich natürlich, an der Endstufe nicht zu sparen. Mit den angegebenen 112 dB schaffen die Lautsprecher das darüber hinaus auch mit hohen Pegeln.

Des Weiteren lassen sich die Arendal 1723 Tower – wie weiter oben schon erwähnt – sealed und ported betreiben. Das ist insofern interessant, als man sie nicht unbedingt offen betreiben muss, wenn man ohnehin vorhat, einen Subwoofer mit in die Kette zu nehmen, und so ein geschlossenes und damit noch responsiveres Hörvergnügen bekommt. Abgesehen davon, dass man sie so auch näher an die Wand stellen kann, ohne negative Effekte befürchten zu müssen.

SpezifikationWert
Design2.5‑Wege​
Treiber28 mm Tweeter (mit Waveguide), 4 × 8″ Woofer​
Frequenzgang (-6 dB, anechoisch)37 Hz–20 kHz​
F3 (anechoisch)45 Hz​
Sensitivität92 dB / 2,83 V / 1 m​
Impedanz4 Ohm nominal​
Crossover-Frequenzen120 Hz / 1500 Hz​
Empfohlene VerstärkerleistungBis 500 W RMS @ 4 Ohm​

Klang und Höreindrücke

Okay! Stehen die Arendal 1723 Tower erst einmal an Ort und Stelle und sind ordentlich verkabelt, steht dem ersten Hören nix mehr im Weg. Nach der Pflicht folgt also die Kür – und natürlich kenne ich einige Reviews zu den Lautsprechern, was meine Erwartungen in astronomische Höhen befördert hat.

Platz genommen, Eversolo DMP-A6 und Burson Timekeeper GT4 Max angeschmissen. Natürlich wird wie immer zuallererst meine Qobuz Metal-Referenz-Playlist zu Rate gezogen. Diese ist für alle frei verfügbar und darf gerne zur besseren Nachvollziehbarkeit benutzt werden. Des Weiteren bin auch ich nicht ganz resistent gegenüber der Musik, die oft von Herstellern und Händlern auf Fachmessen herangezogen wird, und habe mal eine kleine Sammlung an Referenz-Musik angelegt. Dennoch finde ich, ist diese mit Vorsicht zu genießen, weil diese Songs tendenziell immer gut klingen, da hier mehr Bass-Quantität vor wirklicher klanglicher Qualität geht. Interessant sind sie dennoch.

Arendal 1723 Tower × Eversolo DMP-A6 + Burson Timekeeper GT4 Max

Okay! Bass-Port-Plugs raus, dennoch habe ich mir direkt die Mühe gemacht und das neue Einmess-Feature vom Eversolo benutzt. MiniDSP UMIK‑1 (kalibriertes Messmikrofon) ans iPad Air gehängt und den Wizard durchlaufen lassen. FIR-Filter erstellen lassen und Profil auf „linear“ gestellt. Ja, ich weiß, viele lieben eher so ’ne Harman-Curve, aber ich finde linear mit einer leichten Bassanhebung noch ’ne Ecke geiler.

Der Aha-Effekt kam sofort! Ja, die Arendal 1723 Tower sind bewusst ein Hybrid zwischen Musik und Heimkino, aber dass sie so musikalisch mitmachen, hatte ich nicht erwartet. Sie stehen den Amphion Argon3S in der Klarheit und Bühne in nichts nach! Hier findet ihr übrigens den Test zu den Amphion Argon3S. Natürlich haben die Arendal 1723 Tower mehr Body und Tiefe.

Ich musste mich erst ein wenig fangen, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass sie gerade für Musik so ultra gut funktionieren.

Haben wir hier wirklich einen Giantkiller?

Ich bin ebenfalls schuldig, wenn es um Hype-Trains geht, aber ich glaube bzw. weiß, dass es da draußen manchmal das eine Produkt gibt, das ein Unicorn darstellt und selbst Produkte, die ein Vielfaches kosten, in den Schatten stellt.

Natürlich habe ich alles unternommen, um mir irgendwie sicher zu sein: 50 Stunden einlaufen lassen, wie Arendal es empfiehlt, an der Platzierung gefeilt, mit und ohne Einmessung gearbeitet. Ich hatte bereits das Glück, einiges hören zu dürfen, und ich glaube, die Arendal 1723 Tower machen so einiges richtig.

Ich muss meine Euphorie zügeln, um seriös zu bleiben – innerlich bin ich am Durchdrehen. Wer keinen Boutique-Lautsprecher mit überhöhter Neutralität sucht und nicht zwingend 13.000–15.000 € investieren will, findet im Arendal 1723 Tower einen echten Endgegner. Ab dieser Preisklasse werden Frequenzweichen, Gehäuse und Komponenten noch exklusiver – aber die Luft im Portemonnaie merklich dünner.

Genau dies ist für mich die Definition eines Giantkillers. Er spielt in das Zwei- bis Dreifache seines Budgets, und man muss sich gar nicht schlecht fühlen, wenn man die Konkurrenz sieht. Hier haben wir in der Tat einen Lautsprecher, der – wenn man bereit ist, das Geld in die Hand zu nehmen – das Budget bis zum letzten Cent ausreizt. Ich kenne wirklich nicht viele so herausragende Produkte im HiFi-Bereich. Bin aber immer wieder dankbar, dass sich ein Hersteller traut, das Preisgefüge ein wenig aus dem Gleichgewicht zu bringen, um die Preise irgendwie noch am Boden zu halten.

Heimkino vs. HiFi

Jetzt kommen mir einige sicherlich mit der Argumentation, dass es sich doch schließlich um Heimkino-Lautsprecher handelt. Schließlich werden sie recht stark als solche beworben und auf ihnen prangt das THX Ultra Zertifikat.

Also: Kann man die Arendal 1723 Tower THX denn wirklich für Musik empfehlen? Hierauf habe ich ein ganz klares Ja! zu entgegnen. Absolut und uneingeschränkt! Ich weiß es nicht genau, aber wenn man einen guten HiFi-Lautsprecher baut, kommt da meist ein guter Heimkino-Lautsprecher bei raus – vor allem, wenn man die paar Feinheiten beachtet, die er als hervorragender Heimkino-Lautsprecher braucht.

Die Arendal 1723 Tower spielen kräftig wie luftig, tief, aber auch klar. Stimmen wirken natürlich und präzise, genauso wie die Bühne und die dazugehörigen Instrumente. Sie sind sehr aufgeräumt und machen all dies, ohne auch nur im Anflug angestrengt zu wirken.

Ich habe viele Stunden des Hörens in den letzten 4 Wochen investiert, um hier wirklich sicher zu sein. Aber ehe ich hier weiter um den heißen Brei rede: Lasst uns ein wenig über Musik sprechen!

Imminence – God Fearing Man

Imminence holt mich immer mehr ab, gerade God Fearing Man, weil der Track eine gewisse Imposanz mitbringt. Der ruhige, fast fragile Gesang, die Geige des Sängers, die sich langsam aufbaut – und dann dieser Breakdown. Ich habe diesen Moment schon oft als Referenz genannt, aber so kraftvoll wie über die Arendal 1723 Tower habe ich ihn in Stereo noch nicht erlebt.

Die Arendal schaffen es, die komplette Grundstimmung, den Spannungsbogen und die Entladung emotional nachvollziehbar und gleichzeitig kontrolliert zu inszenieren. Nichts klebt an den Lautsprechern, die Bühne löst sich sauber vom Gehäuse, und trotzdem steht der Bass mit Autorität im Raum.

Ich will nicht behaupten, dass der Track maximal komplex wäre, aber genau darin liegt der Charme: Man hört sofort, wie gut eine Box Dynamik, Timing und emotionale Dichte kann. Und hier zeigen die Arendal 1723 Tower ganz klar: Studioqualität ist kein Marketing-Floskel.

Knocked Loose — Everything is quiet now

Bei den einen erzeugt Knocked Loose blutende Ohren, ich liebe diese rohe Energie. Die ungeschliffene, ehrliche Musik der Band fasziniert zum Glück nicht nur mich, stellt bei der Wiedergabe aber einige Fallstricke: Immer wieder stoße ich auf HiFi-Komponenten, die genau hier den Sound produzieren, der einem tatsächlich die Ohren blutig schreit.

Druck ist halt nicht die halbe Miete – also müssen sich die Arendal 1723 Tower auch Knocked Loose stellen. Hier bekomme ich genau das, was ich suche: Aus dem scheinbaren Einheitsbrei mit kreischenden Gitarren wird ein differenziertes Klangbild, wie ich es von guten Knocked-Loose-Liveperformances kenne. Dreckig, ja. Roh, ja. Aber absolut genießbar. Nicht für jeden, aber eben für mich – und das zählt.

Lorna Shore – Glenwood

Gehen die Deathcore-Überflieger gerade auf große Europa-Tour und ich zum schon lange ausverkauften Konzert nach Hamburg, können sie auch hier mal wieder eine Erwähnung vertragen.

Dieser Abschnitt geht aber viel mehr raus an eine Person, die diesen Track quasi tot gehört hat, um ihn danach direkt wieder in Dauerschleife laufen zu lassen. Das soll nicht heißen, dass der Song kacke ist, sondern dass er mir regelrecht eingemeißelt wurde – es war nur eine Frage der Zeit, bis er auf meiner Referenzliste landet.

„Glenwood“ ist wie so viele Songs von Lorna Shore ein Brett. Emotional geht es um Reue, Stolz, der im Weg steht, und darum, ob man zu weit weg ist, um Dinge wieder gut zu machen – mit der Botschaft, dass man sich fragen sollte, ob es das wert ist, so lange verletzt und stur zu bleiben.​​

Brutal schnelle Drums, Will Ramos mit seinem einzigartigen Gesangstalent, flankiert von schiebenden Riffs und dieser typischen choralen/orchestralen Epicness. Ein Wechselspiel zwischen ruhig und drückend – genau das richtige Material, um Feingeist und Antrieb der Arendal 1723 Tower zu demonstrieren. Ich weiß nicht, wie oft der Song hier gelaufen ist; an ihm habe ich jedenfalls die Positionierung (Toe-in) der Lautsprecher optimiert, bis ich die für mich beste Bühne hatte.

Jedenfalls ist dieses Lied nicht ganz unschuldig an meiner Liebe zu diesen Lautsprechern.

Unliebsame Messe-Musik – trotzdem wichtig

Jetzt kommt der Teil, den ich persönlich immer nur in kleinen Dosen ertrage: typische Messe-Musik. Ihr kennt das – Diana Krall, Nils Lofgren, „audiophile“ Aufnahmen mit viel Raum, wenig Komplexität und möglichst spektakulären Effekten.

Ich bin ganz ehrlich: Das ist nicht meine Alltagsmusik. Aber sie ist extrem nützlich, um bestimmte Eigenschaften zu beurteilen – Feinauflösung, Leisehörfähigkeit, Bühnentiefe, Lokalisationsschärfe.

Was sie aber immer gemeinsam haben, ist Bass. Ich glaube ganz fest, eines der Verkaufsargumente ist es, ein Fundament zu präsentieren. Ich will nicht sagen, dass es leicht ist, aber Bass scheint mir oft der Treiber zu sein.

Aber sind wir ehrlich: Bass ist es, was die Arendal 1723 Tower schon fast beiläufig liefern.

Mit den Arendal 1723 Towern passiert hier das, was ich mir von einem echten Allrounder erwarte:

  • Stimmen stehen sauber im Raum, klar umrissen, ohne ins Sibilante zu kippen.
  • Die Bühne zieht sich glaubhaft in die Tiefe, Instrumente sind klar voneinander getrennt.
  • Selbst bei sehr niedrigen Pegeln bleibt alles durchhörbar, nichts fällt in sich zusammen.

Besonders spannend: Die Arendal klingen nie „HiFi-überanalytisch“, sondern behalten immer eine gewisse Selbstverständlichkeit. Sie zeigen, was auf der Aufnahme passiert, ohne dir permanent „Hör mal, wie detailliert ich bin“ ins Gesicht zu schreien. Genau so soll es sein. Und trotzdem sind sie nicht der weichgewaschene People-Pleaser, der dir alles samtig in die Ohren schmiegt.

Arendal 1723 Tower + Subwoofer

So mächtig die Arendal 1723 Tower im Bass sind – und das sind sie zweifellos –, gibt es Szenarien, in denen ein Subwoofer trotzdem Sinn macht. Gerade im Heimkino oder wenn man gerne sehr laut hört, ist Entlastung im Tiefbass nie verkehrt.

In meinem Stereo-Setup laufen die Arendal 1723 Tower aktuell zusammen mit einem SVS SB-5000. Die Kombination zeigt sehr schön, wie flexibel die Arendal abgestimmt sind:

  • Im „sealed“-Modus lassen sie sich problemlos bei 60–80 Hz trennen und spielen darüber extrem sauber und schnell.
  • Der Sub übernimmt den wirklich tiefen Bereich darunter, kümmert sich um Fundament und LFE-Einschläge, während die Tower Bühne, Körper und Punch liefern.

Wer keinen Sub stellen kann oder will, wird mit den Arendal 1723 Towern alleine schon extrem glücklich – gerade in Musik-Setups. Wer aber Heimkino auf Referenzniveau anpeilt, hat hier eine perfekte Basis für ein 2.1‑, 3.1- oder später voll ausgebautes 5.1-/7.1‑System.

Im Mehrkanalbetrieb habe ich die Arendal 1723 Tower mit meinem Arendal 1961 Subwoofer 1V laufen lassen. Auch hier haben sie sich perfekt integrieren lassen und das Kinofeeling hörbar auf ein neues Level gehoben. Aufgrund des nicht seriengleichen Center-Kanals – ich habe hier noch meinen B&W‑Center weiter benutzt – konnte ich jedoch in jeder Sekunde des Films den Unterschied der Lautsprecher ausmachen.

Lasst es euch gesagt sein: Der Center ist der zentrale und wichtigste Kanal im Heimkino. Ein Großteil der Information läuft über ihn, und mit ihm steht und fällt das Heimkino. Nur wer klar definierte Stimmen hat, muss den Lautstärkeregler nicht zwangsläufig auf Angriffsposition drehen.

Ich kann es kaum erwarten, den Arendal 1723 Center zwischen die Arendal 1723 Tower zu stellen und vorne ein wirklich homogenes Bild zu haben.

TL;DR – Arendal 1723 Tower THX

  • Klang: Brutal dynamisch, zugleich feinzeichnend. Von Metal über Messe-Mucke bis Heimkino jederzeit souverän.
  • Technik: 2,5‑Wege, 4×8″, HDF-Gehäuse, THX Ultra, echte Pegelreserven – gebaut für Druck und Kontrolle.​
  • Praxis: Spielt solo schon extrem tief, funktioniert aber auch perfekt mit Sub und im Mehrkanal-Setup. Aufstellung (Toe‑in + Raum) dank Waveguide sehr gut beherrschbar.​
  • Preis/Leistung: Klanglich auf Augenhöhe mit deutlich teureren Lautsprechern, die in der 10k–15k‑Region unterwegs sind – ohne das Kleinwagen-Budget.​

Für mich aktuell: der Lautsprecher, an dem ich zukünftige Reviews messe.

Fazit

Ich habe Tage über diese Zeilen nachgedacht. Klar, wir jagen immer besseren, gefälligeren Klang. Die Preisschraube dreht sich unaufhaltsam nach oben – verständlich, wo Ingenieure Herzblut reinlegen, riskante Innovationen wagen und Komponenten verbauen, die alles andere als Allerweltsware sind. Extreme HiFi-Komponenten werden immer teuer sein.

Auch ich könnte Begehrlichkeiten schüren, die Preisspirale in unseren Köpfen immer tiefer treiben. Aber bei den Arendal 1723 Towern würde ich als bodenständige Referenz für Reviews und Videos bleiben. Klar, imposante Kleinwagen-Ketten wirken spektakulärer. Doch Bodenständigkeit heißt nicht, die Messlatte endlos hochzuschrauben, sondern sie genau hier im Hier und Jetzt zu belassen.

Das schließt Höheres nicht aus – es gibt genug darüber! Aber irgendwo braucht’s den Nullpunkt. Eine Erdung, Balance. Denn Reviews mit Hardware, die 0,001% meiner Leser sich leisten können, helfen niemandem. Selbst die Arendal 1723 Tower sind für viele schon Budget-Sprenger.

Meine Messlatte wähle ich nicht leichtfertig, sondern wohlüberlegt. Aber bei Qualität, Sound und gerade bei der Preis-Leistung kann ich mich zurücklehnen: Hier bekommt man für jeden Cent Gegenwert.

Nach meinem Bewertungsschema erhalten die Arendal 1723 Tower den HiFiGeek Award. Wie ich bewerte und was der Award bedeutet, steht hier: https://www.hifigeek.de/bewertungsschema-bei-hifigeek/

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https://www.hifigeek.de/arendal-1723-tower-thx-giantkiller/feed/ 0 9981
Arendal 1610 Series — die Norweger holen zum Schlag aus https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/ https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/#respond Thu, 12 Feb 2026 13:20:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10349 Während ich hier noch sitze und die letzten Schliffe am Review zu den Arendal 1723 Towern mache, droppen die Norweger schon die nächste Serie: die Arendal 1610 Series. Sie platziert sich genau dazwischen, wo viele sie vermutlich haben wollten – zwischen der 1528er und der 1723er Serie, aber mit einem entscheidenden Dreh: nicht dieses „1528 nimmt dir den Raum weg“-Format, sondern eher die wohnraumfreundlicheren Proportionen der 1723er.​

Und ja: Irgendwie war’s absehbar, dass Arendal nach der 1528 nochmal nachlegt. Die 1528 ist ein Statement, keine Frage – aber auch eine Box, die dir ziemlich klar sagt, was sie von dir will: Platz, Abstand, saubere Aufstellung. Der ganze Front-Radius und die zeitliche Abstimmung der Treiber sind eben nicht nur Design-Spielerei, sondern ein Konzept, das bei vernünftigen Sitzabständen so richtig aufgeht – und wenn du dann deutlich näher dran sitzt, verlierst du einen Teil von dem, wofür du die Größe überhaupt in Kauf nimmst.

Bei der Arendal 1610 Series bleibt die Idee zwar erhalten, dass 4 Meter so eine Art Zielmarke sind – aber Arendal beschreibt kürzere Abstände als weniger kritisch. Und ganz ehrlich: Das ist genau der Punkt, an dem diese Serie plötzlich nicht mehr „nice to have“, sondern für viele Wohnzimmer schlicht relevant wird.​

Rein optisch wird das sofort klar. Der 1610 Tower ist sichtbar kleiner als ein 1528-Turm, wirkt weniger wie ein Möbelstück mit Hochtöner und mehr wie ein Standlautsprecher, der sich in ein normales Setup integrieren lässt. Gleichzeitig ist das Ganze nicht auf „kompakt“ getrimmt, sondern bleibt klar in dieser Arendal-DNA: erwachsen, massiv, keine Spielzeuge.​

Auch beim Line-up macht Arendal diesmal keine Wissenschaft draus. Die Arendal 1610 Series besteht aus einem Tower, einer großen Bookshelf, einer Slim-Variante für realistische Wohnräume und einem Center. Keine zehn Modelle, keine halben Experimente – eher: das, was die Serie als System braucht, fertig.​

Unterm Strich wirkt das für mich wie eine hochwertigere Wohnraum-Interpretation zwischen 1528 und 1723: mehr High-End-Feeling als „nur Heimkino-Arbeitstier“, aber ohne den Anspruch, dass dein Wohnzimmer ab sofort ein dedizierter Hörraum sein muss. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur über Techspecs zu reden, sondern auch über das, was am Ende wirklich zählt: Aufstellung im echten Leben.​

Techspecs — lass die Zahlen sprechen

Ich weiß, Techspecs sind so ein Ding: Die einen überfliegen sie, die anderen bauen daraus direkt ihr ganzes Setup im Kopf. Ich bin irgendwo dazwischen. Mich interessiert weniger, ob da „3‑Wege“ steht, sondern ob das Gesamtkonzept logisch ist – und ob Arendal bei der Arendal 1610 Series wirklich diesen Sweet Spot aus Wohnraumfreundlichkeit und High-End-Anspruch trifft, den sie verspricht.

Arendal 1610 Tower 8

Fangen wir beim Kern an: Der Arendal 1610 Tower 8 ist ein echter 3‑Wege-Standlautsprecher. Oben sitzt der 28‑mm‑Hochtöner, dazu kommt ein eigener 5‑Zoll‑Mitteltöner und im Bass arbeiten gleich drei 8‑Zöller.​

Von den nackten Daten her ist das genau die Art Aufteilung, die ich in dieser Klasse sehen will, weil sie den Mittelton entlastet und Bass nicht „nebenbei“ mitmachen lässt. Dazu kommt, dass Arendal das Gehäuse als Bassreflex auslegt, aber eine optionale sealed Konfiguration anbietet – du bekommst also die Möglichkeit, das Verhalten stärker an Raum und Geschmack anzupassen, statt nur „so ist es halt“ zu bekommen.

​Bei den Maßen wird dann auch klar, warum das Ding in viele Wohnräume passt, wo eine 1528 eher zum Möbelprojekt wird: 115.0 × 26.5 × 45.0 cm (H×B×T) ohne Füße, mit Füßen sind es 119.8 × 40.7 × 45.0 cm.​

Das Gewicht liegt bei 45.37 kg – also immer noch „Arendal typisch“ stabil und massiv, aber nicht diese absolute Schwerlast-Klasse wie bei den ganz großen Brüdern.​

Jetzt die Werte, die die meisten als erstes sehen wollen: Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 28 Hz bis 20 kHz an, die typische In‑Room Bass Response mit 18 Hz, die Frequenzlinearität von 40 Hz bis 11 kHz mit ±2.5 dB, plus die Eckdaten F3 39 Hz, F6 28 Hz und F10 24 Hz.​

Impedanz ist 4 Ohm nominal, die Sensitivity liegt bei 89.5 dB (2.83 V/1 m). Das ist nicht „gefährlich“, aber es zeigt dir gnadenlos, ob dein Amp wirklich Kontrolle hat. Wer dazu ein Praxisbeispiel will: Im Test vom Burson Audio Timekeeper GT4 merkt man sehr schnell, was Kontrolle eigentlich heißt.​

Beim Übergang arbeitet der Tower mit 380 Hz und 2600 Hz, und Arendal nennt als Verstärkerempfehlung bis zu 800 Watt.

​Und falls du beim Lesen gerade denkst „okay, aber wie viel Leistung braucht man denn wirklich?“ – ich hab das mal runtergebrochen in: Wattbedarf von Lautsprechern berechnen.

Kleiner, aber nicht unwichtig: Arendal nennt 50 Stunden Break‑In für optimale Performance, und im Lieferumfang sind Port Plug sowie magnetische Grilles.​

Arendal 1610 Bookshelf 8

Die Arendal 1610 Bookshelf 8 ist ebenfalls ein 3‑Wege-Konzept – und genau das macht sie so interessant, weil viele Bookshelves in der Praxis bei „2‑Way + viel Hub“ landen. Hier hast du wieder den 28‑mm‑Hochtöner, 5‑Zoll‑Mid und einen einzelnen 8‑Zoll‑Woofer.​

Auch hier ist das Gehäuse ported, optional sealed, inklusive Port Plug, magnetischem Grill und Rubber Pads.

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 30.0 cm, das Gewicht bei 16.2 kg – das ist eine Bookshelf, die man nicht „irgendwo ins Regal“ stellt, sondern die nach ordentlichen Stands schreit.​

Beim Frequenzgang nennt Arendal ‑6 dB (anechoic) 34 Hz bis 20 kHz, typische In‑Room Bass Response 22 Hz, Frequency Linearity (hier interessant detailliert) einmal 40 Hz bis 11 kHz sowie 47 Hz bis 20 kHz jeweils ±2.5 dB, dazu F3 43 Hz, F6 34 Hz, F10 27 Hz.​

Impedanz: 4 Ohm nominal.​

Sensitivity: 85 dB (2.83 V/1 m) – also spürbar weniger als beim Tower, was in der Praxis bei der Verstärkerwahl und bei Pegelreserven einfach ein Thema ist (nicht dramatisch, aber real).​

Crossover-Frequenzen: 330 Hz / 2300 Hz, Amp-Empfehlung bis 400 Watt, Break‑In wieder 50 Stunden.​

Arendal 1610 Slim 8

Die Arendal 1610 Slim 8 ist für mich die „Wohnzimmer-Realismus“-Box der Serie. Nicht, weil sie irgendwie „klein“ wäre, sondern weil sie das Formfaktor-Problem löst, das viele bei Bookshelves und Standboxen haben: Tiefe, Optik, Integration.

Technisch geht Arendal hier einen anderen Weg: Die Slim 8 ist sealed – also kein Port, kein „stell mich bitte nicht zu nah an die Wand, sonst wird’s wild“, sondern ein geschlossenes Konzept, das in vielen Wohnräumen schlicht entspannter zu handeln ist.

Aufgebaut ist sie ebenfalls als 3‑Way mit 28‑mm‑Tweeter, 5‑Zoll‑Mid und 8‑Zoll‑Woofer.​

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 16.5 cm, Gewicht 13.1 kg.​

Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 56 Hz bis 20 kHz an, typische In‑Room Bass Response 38 Hz, Frequency Linearity 70 Hz bis 20 kHz ±2.5 dB, plus F3 68 Hz, F6 56 Hz, F10 45 Hz.​

Impedanz: 4 Ohm nominal, Sensitivity: 86.5 dB (2.83 V/1 m).​

Crossover: 340 Hz / 2700 Hz, Amp-Empfehlung bis 300 Watt, Break‑In 50 Stunden.​

Und ein Detail, das in der Praxis oft über „nutze ich wirklich“ entscheidet: Arendal packt hier direkt eine VESA 100 Wall Mount Lösung mit rein, plus magnetischen Grill und Rubber Pads. Das ist genau diese Art „wir wissen, wie Wohnzimmer funktionieren“-Denke.​

Preise der Arendal 1610 Series

Wichtig, weil das bei Arendal gern mal durcheinandergeht: Tower/Bookshelf/Slim sind als Paar gelistet, der Center ist Single.​

  • Arendal 1610 Tower 8: 6.900 € (Pair)​
  • Arendal 1610 Bookshelf 8: 3.300 € (Pair)​
  • Arendal 1610 Slim 8: 2.600 € (Pair)​
  • Arendal 1610 Center 8: 2.100 € (Single)​

Wenn du dir das als typische Konfigurationen hinlegst, wird’s sehr schnell greifbar:

  • Stereo mit Towern: 6.900 €​
  • Stereo mit Bookshelves: 3.300 €​
  • Stereo mit Slim: 2.600 €​
  • LCR-Frontstage (Tower + Center): 9.000 €​
  • LCR-Frontstage (Bookshelf + Center): 5.400 €​
  • LCR-Frontstage (Slim + Center): 4.700 €​

Und genau da liegt für mich die Story: Die Arendal 1610 Series ist kein „du musst alles nehmen“-Baukasten, sondern eher ein Set aus sehr klaren Bausteinen. Tower, wenn du richtig Fundament willst. Bookshelf, wenn du kompakter bleiben willst, aber nicht auf die erwachsene Abstimmung verzichten möchtest. Slim, wenn du das Ganze in ein echtes Wohnzimmer integrieren willst – und Center, wenn Heimkino nicht nur „auch mal“ passieren soll.

Wohnzimmer-Aufstellung: ja, auch bei der Arendal 1610 Series entscheidet das Setup

Jetzt kommt der Teil, den viele überspringen – und sich danach wundern, warum die Einmessung „irgendwie nicht zaubern konnte“. Arendal sagt es im eigenen Aufstellungsguide ziemlich deutlich: Erst Positionierung, dann Auto‑EQ.​

Und genau im Wohnzimmer ist das der Knackpunkt. Du hast meist vorne ein TV/Lowboard, irgendwo links einen Durchgang, rechts vielleicht Fenster oder ein Schrank – und das Sofa steht selten da, wo es akustisch perfekt wäre, sondern da, wo es im Alltag Sinn ergibt.

Ich glaube übrigens, dass die Arendal 1610 Series genau in die Zeit passt, wo Streaming bei vielen das Herzstück ist. Ich hab zuletzt den WiiM Ultra im Test gehabt – und solche Geräte sind genau das, was ich bei vielen Wohnzimmer-Setups als Startpunkt sehe.

Wer eher in Richtung „ein Gerät, das alles kann“ denkt: Mein Langzeittest zum Eversolo DMP‑A6 passt da ziemlich gut als Gegenpol.

Füße / Spikes: nicht optional, sondern Grundlage

Arendal beschreibt bei den Arendal 1610 Series Towern explizit, dass die Spikes so gedacht sind, dass du sie von oben über die Outrigger einstellen kannst – ohne Werkzeug und ohne die Box anheben zu müssen.​

Das ist im Wohnzimmer schlicht Gold wert, weil du damit eine stabile, definierte Aufstellung hinbekommst. Und es spielt direkt in den nächsten Punkt rein: Arendal betont nämlich, dass du auf der Listening Axis hören solltest, weil es sonst um die Crossover-Regionen unruhig werden kann.​

Kurz: erst mechanisch sauber, dann akustisch fein.

Toe-In: Arendal will, dass du einwinkelst

Arendal schreibt, dass ihre Arendal 1610 Series Lautsprecher bewusst zum Hörplatz eingewinkelt werden sollen, um Probleme mit den nächsten Begrenzungsflächen zu reduzieren und die Abbildung stabil zu halten, auch wenn du nicht exakt mittig sitzt.​

Im Wohnzimmer ist das genau das, was du willst. Weil du selten perfekte Symmetrie hast. Und weil du nicht immer wie ein Zombie in der Mitte des Sofas festgetackert hörst. Toe-In hilft, dass die Mitte sitzt und Stimmen nicht wandern.

Abstand zur Wand: „unten ported“ heißt nicht „egal“

Wenn die Ports der Arendal 1610 Series nach unten arbeiten, ist der Reflex‑zu‑Wand‑Stress anders als bei einem klassischen Rear-Port, der dir direkt in die Wand feuert. In der Praxis kann das durchaus helfen, wandnäher zu arbeiten.

Aber Arendal ist im eigenen Guide trotzdem ziemlich eindeutig und empfiehlt als Minimum 20–30 cm zwischen Frontwand und Rückseite des Lautsprechers. Und sie sagen auch dazu, warum: zu nah wird’s „muddy“ im unteren Mittelton, der Oberbass dickt auf, Stimmen wirken congested und undifferenziert.​

Für mich heißt das: Ja, du kannst mit der Arendal 1610 Series tendenziell realistischer wandnah arbeiten – aber du solltest es nicht mit „10 cm, passt schon“ verwechseln.

Seitenwände, Reflexionen und der normale Wahnsinn

Arendal erklärt im Guide recht ausführlich, dass sie viel Wert auf linearen On- und Off-Axis sowie eine lineare Power Response legen, und dass die kontrollierte Direktivität die Speaker toleranter macht – auch bei weniger idealen Räumen. So auch bei der Arendal 1610 Series.​

Trotzdem bleibt Physik Physik: Arendal sagt genauso klar, dass mehr Abstand zu Seitenwänden hilft, weil frühe Reflexionen die Bühne verwischen und die Ortung unpräzise machen können.

Wenn du dazu noch einen einfachen, aber brutalen Wohnraum-Hack willst: Arendal empfiehlt mindestens einen Teppich an den ersten Reflexionspunkten am Boden und erklärt den Spiegel-Trick, um genau diese Punkte zu finden.​

Und ja, auch der Hörplatz ist so ein Thema, über das man nicht gern spricht: Arendal nennt als Faustregel ca. 38% der Raumlänge von der Rückwand als sinnvollen Startpunkt, um Rückwand-Einflüsse zu reduzieren und den Bass zu glätten.

​​Und falls du dich fragst, warum ich so auf Bühne, Attack und Kontur rumreite: Das Thema Transienten ist für mich der heimliche Star bei gutem Sound.

Abschluss: Warum die Arendal 1610 Series gerade so viel Sinn ergibt

Wenn man sich die Arendal 1610 Series nüchtern anschaut, ist das keine „wir mussten halt was Neues bringen“-Serie. Das wirkt eher wie eine bewusst gesetzte Lücke im Portfolio: High-End-Konstruktion und erwachsene Chassis-Bestückung, aber in Modellen, die nicht automatisch ein eigenes Zimmer verlangen.

Der Arendal 1610 Series Tower bringt die große Geste, ohne völlig aus dem Rahmen zu fallen. Die Bookshelf ist die kompromissarme Alternative für alle, die lieber flexibel bleiben. Die Slim ist die Box für das echte Leben – Wandmontage, wenig Tiefe, Integration. Und preislich ist das Ganze klar als High-End positioniert, aber eben so modular, dass du dir aus der Serie ein Setup bauen kannst, das zu Raum und Nutzung passt – statt umgekehrt.

Wenn Arendal das klanglich so sauber umsetzt, wie es die Techspecs und die ganze Systemlogik vermuten lassen, dann ist die Arendal 1610 Series ziemlich genau das, was viele gesucht haben: Arendal‑Anspruch, weniger Platzsteuer, mehr Alltag.

Wer mehr zu der Arendal 1610 Series lesen möchte kann dies auf der Arendal-Website tuen.

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