Fosi V3 Mono - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Mon, 13 Jul 2026 07:15:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.1 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Fosi V3 Mono - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Fosi V4 V5 Mono: Der Sprung in eine neue Liga https://www.hifigeek.de/fosi-v4-v5-mono/ https://www.hifigeek.de/fosi-v4-v5-mono/#respond Mon, 13 Jul 2026 06:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12361 Wer die Fosi V3 Mono kennt – oder unseren eigenen Test der Fosi V3 Mono gelesen hat –, weiß, was für ein Preisbrecher das kleine Ding war – ein TPA3255-Class-D-Monoblock für unter 200 Euro, der reihenweise etablierte Marken alt aussehen ließ. Jetzt legt Fosi Audio mit Fosi V4 V5 Mono nach, und zwar nicht ein bisschen, sondern gleich zwei Klassen höher: Auf der HIGH END Vienna 2026 wurden die beiden neuen Monoblöcke erstmals gezeigt – und ich hatte beide auf der Messe in der Hand.

Was auf der Messe zu sehen war

Fosi war mit dem Motto “Welcome to the Future of Fosi Audio” nach Wien gekommen und hat dort unter anderem sein Premium-Duo präsentiert. Am Stand mit dabei: Guy David Tuneh, seines Zeichens Deputy General Manager Research & Design und Kopf der neuen Reihe “FOSI INGENUUS”. Tuneh ist hauptberuflich klassischer Kontrabassist – und genau diese Verbindung aus Musiker-Ohr und Entwicklerblick soll die neue Serie prägen. Laut Berichten vom Stand hat die Zusammenarbeit zwischen Tuneh und Fosi-Gründer Ryan Huang bereits mehrere ausgezeichnete Produkte hervorgebracht, darunter der Fosi Audio V4 Mono, der Fosi Audio V5 Mono, den Fosi Audio S5 Pro und der Fosi Audio ZH4 – alle mit Red Dot Design Award prämiert.

Beide Monos waren in Wien noch als Prototypen zu sehen, aber die Richtung ist klar erkennbar: Fosi will weg vom Image des “fast auf den Markt geworfenen” China-Amps und hin zu Geräten, die für Langlebigkeit gebaut sind – inklusive CNC-gefertigter Gehäuse statt Blechbiegeware.

Fosi V4 V5 Mono: Die Technik im Detail – Hypex statt TPA3255

Der wichtigste Unterschied zum V3 Mono: Während die V3 auf den bewährten TI TPA3255-Chip mit Fosis eigener PFFB-Technologie (Post-Filter Feedback) setzt – gut für 240 W an 4 Ω, 0,006 % THD, 101 dB SINAD und 123 dB SNR –, wandert die neue Generation auf waschechte Hypex-Class-D-Module. Das ist ein deutlicher Sprung nach oben, denn Hypex-Endstufen tummeln sich sonst eher in der 600–1.500-Euro-Liga (siehe Kompaktamps von Hypex selbst oder darauf basierende Geräte anderer Hersteller).

Wenn du unseren Fosi Audio V3-Mono-Test noch nicht kennst: Zur ausführlichen Fosi V3 Mono Review – dort findest du unsere eigenen Höreindrücke als Referenzpunkt, um den Sprung zu Hypex besser einzuordnen.

Fosi V5 Mono: Anschlüsse im Eigenaugenschein

Ein Blick auf die Rückseite des Fosi Audio V5 Mono, den ich mir auf der Messe genauer angesehen habe, zeigt schon einiges vom Anspruch der neuen Serie:

  • Eingänge: Sowohl XLR (symmetrisch) als auch Cinch/RCA (unsymmetrisch) sind vorhanden – der Fosi Audio V5 Mono lässt sich also sowohl an hochwertige symmetrische Vorstufen als auch an klassische Cinch-Quellen anschließen.
  • RCA Sub Out: Ein eigener Subwoofer-Ausgang erlaubt, direkt einen aktiven Sub anzuschließen, ohne den Umweg über eine separate Frequenzweiche oder Vorstufe mit Sub-Out gehen zu müssen – praktisch für alle, die den Fosi Audio V5 Mono an Standlautsprechern ohne Subwoofer-Vorstufe betreiben wollen.
  • Netzteil: Der Fosi Audio V5 Mono kommt mit fest verbautem internem Netzteil, lässt sich aber offenbar auch mit einem externen, hochwertigeren Netzteil betreiben, falls man später aufrüsten möchte – ein Kompromiss, der sowohl Einsteigern (Plug & Play) als auch Tuning-Fans entgegenkommt.
  • Trigger In/Out: Über 3,5‑mm-Klinkenbuchsen sind sowohl 12V-Trigger-In als auch ‑Out vorhanden, damit sich mehrere Geräte in einer Kette automatisiert ein- und ausschalten lassen – ein Feature, das bei der V3 Mono in der Community explizit gewünscht wurde und jetzt offenbar umgesetzt ist.

Insgesamt wirkt das Anschlusskonzept deutlich durchdachter und “erwachsener” als bei der V3 Mono – kein Wunder bei einer Endstufe, die sich preislich und technisch klar in Richtung waschechter Hypex-Amps bewegt.

Design-Familie: Fosi Audio V3, V4 und V5 Mono im direkten Vergleich

Auf einem weiteren Foto vom Stand stehen alle drei Generationen nebeneinander, und der Größensprung ist deutlich sichtbar: Die kompakte V3 Mono im Vordergrund wirkt neben der spürbar gewachsenen V4 Mono und der noch einmal größeren V5 Mono fast schon winzig. Design-mäßig bleibt die Familie sich aber treu – alle drei tragen den charakteristischen Orange-Akzent und ein beleuchtetes Logo auf der Front, bei V4 und V5 zusätzlich mit einer schmalen, orange hinterleuchteten Leiste an der Front.

Beim genaueren Hinsehen auf die Rückseite der V4 Mono im Bild sind zwei dünne, unterschiedlich beschaltete Kabel zu erkennen, die auf einen zusätzlichen symmetrischen XLR-Eingang neben dem Cinch-Eingang hindeuten – analog zur V5 Mono. Ganz sicher bestätigen lässt sich das anhand des Fotos allein aber nicht, das müssten wir im finalen Test noch verifizieren.

Die auf der Messe genannten Eckdaten:

  • Fosi Audio V4 Mono: ca. 250 Watt, der direkte Nachfolger der V3 Mono
  • Fosi Audio V5 Mono: ca. 550 Watt, die größere, deutlich potentere Variante

Beide nutzen laut den Infos vom Stand reine Hypex-Class-D-Topologie. Damit positioniert sich Fosi klar zwischen seinem eigenen Einsteigersegment und den etablierten Hypex-basierten Boutique-Amps – nur eben zu einem Bruchteil des sonst üblichen Preises, falls sich die kolportierten Hausnummern von rund 500 € (V4) und 1.000 € (V5) pro Monoblock bestätigen. Wichtig dabei: Das sind bislang unbestätigte, grobe Richtwerte aus Gesprächen auf der Messe – kein offizielles Pricing, und bei einem Produkt, das noch im Prototypenstatus ist, kann sich daran naturgemäß noch einiges ändern.

Was das für Fosi Audio bedeutet

Die V3 Mono hat bereits gezeigt, dass Fosi in der Lage ist, mit cleverem Engineering und schlankem Vertrieb Class-D-Verstärker zu bauen, die messtechnisch mit deutlich teureren Amps mithalten. Mit V4 und V5 Mono geht die Marke jetzt den nächsten logischen Schritt: echte Hypex-Module statt Consumer-Chip, größere Gehäuse mit besserer Verarbeitung, und offenbar auch ein Blick auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit statt reiner “Fast Fashion”-Mentalität bei Elektronik.

Ob sich das am Ende auch klanglich in der erwarteten Liga niederschlägt, muss ein Hörtest zeigen, sobald Serienmodelle verfügbar sind. Aber allein technisch ist der Sprung von TPA3255/PFFB zu waschechtem Hypex-Innenleben eine Ansage – und dass ausgerechnet ein Kontrabassist als Kopf der neuen Serie fungiert, passt gut zum Anspruch, hier nicht nur Wattzahlen, sondern auch Musikalität liefern zu wollen.

Wir bleiben an dem Thema dran und aktualisieren, sobald es belastbare Infos zu Serienspezifikationen, finalem Pricing und Verfügbarkeit gibt.

Quellen: Berichte und Interviews rund um den Fosi-Audio-Stand auf der HIGH END Vienna 2026 (4.–7. Juni 2026), eigene Eindrücke vor Ort sowie Herstellerangaben zur V3 Mono als technischer Referenzpunkt. Alle Angaben zu V4 Mono und V5 Mono beziehen sich auf Prototypen und sind vorläufig.

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