High-End Audio - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Sun, 12 Jul 2026 21:57:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png High-End Audio - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Luxsin X9 im Test: Head‑Fi‑Control‑Center mit HP‑EQ, Sub‑Power und Firmware‑Upgrade für deine Kopfhörer https://www.hifigeek.de/luxsin-x9-im-test/ https://www.hifigeek.de/luxsin-x9-im-test/#respond Wed, 28 Jan 2026 15:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9737 Ich war schon im Sommer sehr neugierig auf den Luxsin X9, habe ihn dann aber wieder aus den Augen verloren. Nichtsdestotrotz steht er jetzt auf meinem Schreibtisch und ich konnte das gute Stück etwa vier Wochen unter die Lupe nehmen – oder besser gesagt: in einen für ihn vielleicht anstrengenden Dauertest schicken. Wenn dem so war, hat sich der Luxsin X9 das keinesfalls anmerken lassen. So viel sei verraten.

Vorab ein kurzer Disclaimer: Ich habe den Luxsin X9 vom deutschen Vertrieb audioNEXT kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. audioNEXT oder irgendjemand sonst nimmt keinen Einfluss auf mein Review. Als unabhängiger Blog sind wir an keine geschäftlichen Beziehungen gebunden, die unsere Meinung verfälschen könnten..

Auch nach diesem Test ist beim Luxsin X9 einiges passiert – u. a. ein neuer Hörtest namens Hearing Compensation und AI-EQ, das inzwischen auch hier eingezogen ist. Alle Details im Update unten.

Hier findet ihr mein Luxsin X9 Video‑Review auf YouTube

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Unboxing & Lieferumfang – erster Eindruck

Wer schon einmal Eversolo-Produkte ausgepackt hat, wird die Qualität kennen. Luxsin stammt ebenfalls aus dem Hause Zidoo. Die 3,7 kg des Luxsin X9 liegen direkt wertig in der Hand. Natürlich wird das Gerät gut gepolstert ausgeliefert, sodass dem massiven Aluminiumgehäuse mit seinen soliden Alu-Planken auf der Reise nichts passiert. Mit 30 x 20 x 6,5 cm ist das Gerät kompakt genug für den Schreibtisch. Auf dem HiFi-Rack wirkt es hingegen angenehm schlank und schmal.

Was liegt in der Box:

  • Netzkabel (Schuko-Standard, EU-Stecker)
  • Bluetooth-Fernbedienung (IR- und BT-kompatibel)
  • USB-B-Kabel (für USB-Audio)
  • USB-Type-C-OTG-Kabel (für iPhone/iPad direkt)
  • Benutzerhandbuch (mehrsprachig, vorerst ohne Deutsch)
  • Garantiepapiere & Quick-Start-Guide

Der erste Eindruck ist durchweg premium. Das 4‑Zoll-Farb-Touchscreen mit den virtuellen VU-Metern ist das Eye-Candy – sie sehen täuschend echt aus, sind vollständig animiert, etwa mit sanft-blauem Hintergrund. Luxsin bietet 14 verschiedene grafische Varianten zur Wahl, was eigentlich unnötig wirkt, aber durchaus charmant ist. Die facettierten Ecken des Gehäuses geben dem Luxsin X9 ein modernes Design, das nicht billig wirkt. Alle sichtbaren Seiten sind sauber verarbeitet, sogar die Unterseite. Schrauben siehst du nur an der Rückwand – alles andere wirkt wie aus einem Guss.

Technische Daten & Architektur

Was den Luxsin X9 technisch interessant macht

Der Luxsin X9 nutzt den AK4499EX DAC-Chip von Asahi Kasei Microdevices – derselbe, der auch im erfolgreichen Eversolo DMP-A8 Streaming-DAC verbaut ist. Das ist ein Vertrauenssignal. Daneben sitzt ein AK4191EQ für die IV-Konvertierung (digital zu analog). Die Signalverarbeitung erfolgt über einen AKM 7739 DSP-Chipsatz, der speziell die Headphone-EQ-Funktion steuert (dazu später mehr).

Die Kopfhörer-Verstärkerstufe

Die Kopfhörerendstufe ist vollständig symmetrisch aufgebaut und liefert bis zu 6.400 mW an 16 Ω über den 4,4‑mm-Balanced-Ausgang – das ist ordentlich Leistung. Über den 6,35-mm-Single-Ended-Anschluss oder XLR4 ist die Leistung etwas geringer, aber immer noch mehr als ausreichend. Der Verstärker-Chip ist ein TPA6120A2 in Kombination mit einem OPA1612 als Buffer. Das Besondere: Die Ausgangsstufe wurde speziell für den Luxsin X9 entwickelt und nicht einfach von Eversolo übernommen.

Das Netzteil ist clever aufgebaut

Ein Lineartrafo versorgt die analoge Sektion (für hohe Reinheit und guten Rauschabstand), ein Schaltnetzteil die digitale Sektion (für Effizienz). Im Inneren sitzt ein großer, gekapselter Ringkerntrafo – du wirst sein Gewicht beim Transport spüren. Die Ripple-Unterdrückung ist mit 40 nV extrem niedrig. Das bedeutet: Der Rauschgrund des Luxsin X9 ist in der Praxis nahezu nicht existent.

Spezifikationen

  • Dynamic Range / SNR: > 128 dB (sehr sauber)
  • THD+N @ KH-Output: < 0,00016% (extrem niedrig)
  • Crosstalk: > ‑117 dB (Kanaltrennung ausgezeichnet)
  • Kanalgenauigkeit (L/R‑Balance): 0,1 dB (beeindruckend präzise)
  • Frequenzgang: neutral-flach mit sanftem Roll-off in den obersten Höhen

Unterstützte Formate:

  • PCM bis 32 Bit / 768 kHz
  • DSD bis DSD512 (native)
  • Bluetooth 5.0 (SBC, AAC offiziell; LDAC & aptX werden unterstützt, aber nicht zertifiziert)
  • Asynchrones USB-Audio (kein Treiber nötig)

Innovative Features

Das Dynamic Negative Feedback System (DNF) nutzt die Kombination aus OPA1612 und TPA6120A2, um harmonische und intermodulative Verzerrungen signifikant zu reduzieren. Das praktische Resultat: Der Klang wirkt sauberer und transparenter, ohne zusätzliche Färbung.

Die R2R-Resistor-Array-Lautstärkeregelung ist ein echtes Highlight. Statt digital zu regeln, nutzt der Luxsin X9 1.024 diskrete Stufen mit Schaltrelais – jeder Schritt ist als leichtes „Click“ beim Drehen hörbar, 0,5‑dB-Schritte sind Standard (wahlweise 1, 2 oder 3 dB). Das verhindert Kanalabweichungen im unteren Lautstärkebereich und verschleißt nicht wie ein klassisches Potentiometer.

Die Impedance-Detection-Technologie misst automatisch die Impedanz deines Kopfhörers (16 Ω, 32 Ω oder 300 Ω), wenn du ihn an den 4,4‑mm- oder 6,35-mm-Anschluss anschließt, und passt das Gain entsprechend an. Das ist praktisch wie die ISO-Einstellung an einer Kamera – es optimiert den nutzbaren Regelbereich für deine spezifischen Kopfhörer. XLR4-Nutzer müssen die passende Einstellung manuell wählen. Eine Einschränkung: Das System misst Impedanz, nicht Empfindlichkeit – mit sehr empfindlichen IEMs oder sehr wenig empfindlichen Kopfhörern kann der Regelweg etwas knapp werden.

In der Praxis bedeutet die Kombination aus Dynamic Negative Feedback und R2R-Lautstärkeregelung: extrem saubere Wiedergabe, perfekte Kanalbalance auch bei sehr niedrigen Pegeln und eine feinfühlige, verschleißfreie Lautstärkeregelung, von der besonders Leisehörer profitieren.

Anschlüsse & Konnektivität

Der Luxsin X9 ist eine echte Audio-Zentrale – nicht nur für Kopfhörer.

Kopfhörer-Ausgänge (Front):

  • 6,35 mm Klinke (Single-Ended, asymmetrisch)
  • 4,4 mm Pentaconn (Balanced, symmetrisch) – hier gibt es die volle Power (6.400 mW @ 16 Ω)
  • XLR4 Balanced (symmetrisch)

Alle Buchsen sind hochwertig verarbeitet, die Klinkenbuchsen haben dezent goldfarbene Ringe – ein schöner Farbakzent, der nicht billig wirkt.

Digitale Eingänge (Rückseite):

  • USB‑B (für USB-Audio, High-Res bis 768 kHz PCM, DSD512)
  • USB‑C (OTG-Standard, ideal um iPhone/iPad direkt anzuschließen)
  • USB‑A (nur für Firmware-Updates via USB-Stick)
  • Coax S/PDIF (Standard Digital Audio)
  • Toslink (optisch, für TV oder ältere Komponenten)
  • HDMI ARC (seltenes Feature für einen Desktop-DAC, ermöglicht Audio-Rückkanal vom Smart-TV in den Luxsin X9)
  • Bluetooth 5.0 (SBC, AAC, LDAC, aptX)
  • WiFi (für App-Steuerung und OTA-Updates)

Analoge Eingänge (Rückseite):

  • Stereo-Cinch (RCA) für CD-Player, Streamer oder andere analoge Quellen

Ausgänge (Rückseite – die Vorverstärker-Funktion):

  • XLR-Ausgänge (symmetrisch) für externe Endstufen oder Aktivlautsprecher
  • Cinch-Ausgänge (asymmetrisch, RCA)
  • Subwoofer-RCA-Ausgänge (Dual) – das ist selten; damit lässt sich ein vollständiges 2.2‑Stereo-Setup aufbauen (Stereo-Lautsprecher + zwei Subwoofer)

Smart Features:

  • Trigger-In/Out-Buchsen (Mono-Klinke)

App-Steuerung:
Die Luxsin Remote App ist verfügbar für iOS und Android. Es gibt außerdem ein Web-Panel im Browser, wenn der Luxsin X9 über WiFi im Netzwerk hängt. Aktuell ist die Oberfläche nur auf Englisch und Chinesisch verfügbar, laut Hersteller soll Deutsch folgen. Die App ist intuitiv, Tuning-Kurven werden visualisiert und PMEQ-Settings (Parametric EQ) lassen sich einfach anpassen. Luxsin schiebt regelmäßig Firmware-Updates nach – gut für Bugfixes und neue Features, aber man lebt damit auch mit einem Gerät, das softwareseitig in Bewegung bleibt.

Design & Verarbeitung

Massives Aluminium mit soliden Alu-Planken – kein Kunststoff mit Alu-Blende wie bei manchen Konkurrenten. Das Finish ist gebürstet statt hochglänzend, was Fingerabdrücke deutlich entschärft. Die leicht schräg gestellte Frontplatte mit ihren facettierten Ecken gibt dem Luxsin X9 ein modernes Aussehen, ohne zu aufdringlich zu wirken.

Das 4‑Zoll-Farb-Touchscreen (TFT-LCD) ist das visuelle Highlight. Die virtuellen VU-Meter sehen täuschend echt aus, vollständig animiert mit Schatten und Beleuchtung. Du kannst zwischen 14 verschiedenen grafischen Varianten wählen (Black VU, Classic VU, Neon usw.). Die Lesbarkeit ist auch aus seitlichen Blickwinkeln hervorragend, die Helligkeit ist einstellbar.

Die Bedienelemente (Front)

  • Minimalistisches Design – nur Lautstärke-Drehregler (rechts) und Power-Taste.

Der Lautstärke-Regler bietet ein sehr befriedigendes, gerastertes Feedback mit gut hörbaren Relais-Klicks – nicht zu straff, nicht zu leichtgängig. Die Haptik ist klar im Premium-Segment angesiedelt. Das Display zeigt bei Lautstärke-Änderungen eine „R2R“-Dezibel-Anzeige an.

Wärmeentwicklung:
Im Idle-Betrieb liegen an der Oberseite rund 30 °C an – warm genug, dass man im Winter gerne mal die Hand darüber streicht, aber nie unangenehm heiß. Es gibt keinen aktiven Lüfter; die Kühlung erfolgt passiv über das Gehäuse.

Bedienung & Features

Da es sich in erster Linie um einen Desktop-DAC handelt, erfolgt die primäre Bedienung über das Touchscreen. Natürlich lässt sich der Luxsin X9 auch bequem mit der Fernbedienung oder über die App steuern, wobei in der App nicht alle Optionen verfügbar sind.

HP-EQ (Kopfhörer-Spezifische Profile) – DAS UNIQUE FEATURE

Das ist das Killer-Feature des Luxsin X9. Luxsin stellt online eine Datenbank mit rund 2.500 Kopfhörer-Profilen zur Verfügung. Wenn du deinen Kopfhörer anschließt, tippst du seinen Namen ins Menü, wählst eines oder mehrere EQ-Profile, und der Luxsin X9 passt den Frequenzgang automatisch an – per DSP. Das funktioniert ähnlich wie EQ-Ansätze auf Basis gemessener Kopfhörerprofile, wie man sie von Roon oder Harman-Target-Curves kennt. Die Idee dahinter: Jeder Kopfhörer bringt charakteristische Verfärbungen mit. Der Fosi i5 ist dir zu zurückhaltend in den Höhen? Die EQ gleicht das aus. Der Verum 2 ist zu hell? Wird korrigiert. Dein Kopfhörer profitiert merklich von dieser Anpassung – nicht subtil, sondern klar hörbar.

Im Ergebnis wirkt HP‑EQ wie ein fehlendes Bindeglied im Head‑Fi‑Setup: Auf Basis realer Messdaten biegt der Luxsin X9 den Frequenzgang vieler Modelle in Richtung einer ausgewogeneren Zielkurve, sodass bekannte Kopfhörer plötzlich wie „fertig abgestimmte“ Hörer klingen – ohne Messmikrofon, REW oder stundenlange EQ‑Bastelei. Ich konnte fast alle Kopfhörer hier im Haus in der Datenbank finden. Lediglich der Sennheiser HD550 fehlt. Schade – wahrscheinlich hätte ihn dieses Feature noch eine Klasse nach oben befördert.

Crossfeed (Digital)

Es gibt drei verschiedene Crossfeed-Level. Die Funktion arbeitet sehr überzeugend: Sie imitiert eine lautsprecherähnliche Räumlichkeit und reduziert die typische „In-Head-Localization“, also das Gefühl, dass alles „im Kopf klebt“. Ideal für lange Listening-Sessions mit weniger Kopfhörer-Ermüdung. Wichtig: Es klingt nicht hohl oder künstlich wie manche schlechten analogen Crossfeed-Implementierungen.

Weitere DSP-Features

  • Stereo-Weite/Soundstage-Adjustment (Depth & Width einstellbar)
  • Musikstil-Presets (vorkonfigurierte DSP-Kurven)
  • 3‑Band-EQ (Bass/Mitten/Höhen)
  • Subwoofer-Weiche (Crossover-Frequenz einstellbar)
  • PMEQ (Parametric Equalization) über das Web-Panel fein konfigurierbar

Allgemeiner Klangcharakter & Bühne 

Im Grundcharakter spielt der Luxsin X9 neutral mit einem leichten Schuss Wärme: Der Bass ist schnell, trocken und kontrolliert, geht tief hinunter, ohne in den Mittelton zu bluten, Stimmen stehen sauber und natürlich im Raum, und der Hochton bringt Glanz und Luft, ohne scharf oder nervös zu werden. Der Hintergrund bleibt dabei „pitch‑black“ – selbst bei niedrigen Pegeln hörst du praktisch kein Rauschen, was in Kombination mit der R2R‑Lautstärkeregelung gerade Leisehörer glücklich macht.

Die Bühne ist standardmäßig eher mittlere Größe mit leicht frontaler Präsentation, dafür sehr klar geschichtet: Vocals und Leads stehen greifbar vorne, Rhythmus‑Sektion und Effekte staffeln sich sauber dahinter. Aktivierst du Crossfeed und die Soundstage‑Erweiterung, lässt sich dieses Bild erstaunlich weit aufziehen, ohne ins Künstliche abzudriften – du bekommst mehr Breite und Luft um Instrumente, ohne dass es nach billigem Hall‑Effekt klingt oder einfach nur der Hochton angehoben wird. Gerade bei längeren Sessions macht das Hörermüdung spürbar geringer, weil die typische „im Kopf festgetackerte“ Bühne einem eher lautsprecherähnlichen Raumgefühl weicht.

Spannend wird es, wenn der X9 seine DSP‑Tricks ausspielt. HP‑EQ fühlt sich in der Praxis an, als würden deine Kopfhörer ein Firmware‑Update für ihren Klang bekommen: Auf Basis realer Messdaten von rund 2.500 Modellen werden Peaks geglättet, Basslöcher aufgefüllt und die Gesamttonalität näher an eine saubere Zielkurve herangezogen. Besonders Kopfhörer mit „berühmten“ Eigenheiten – etwas zu heller Oberton, Badewannen‑Tuning, dünner Bass – profitieren massiv, weil der X9 ihre Stärken betont und die Schwächen beschneidet, ohne den Grundcharakter komplett zu erschlagen. Unterm Strich wirkt HP‑EQ wie das fehlende Bindeglied im Head‑Fi‑Setup: Statt den nächsten Hörer zu kaufen, hebst du mit einem Klick den vorhandenen eine Klasse nach oben.

Leistungsmäßig hat der Luxsin X9 nicht nur für deinen Verum 2 oder Fosi i5 genügend Reserven, sondern auch für große Planare – Berichte mit HIFIMAN‑Kalibern zeigen, dass selbst bei hohen Pegeln kein Eindruck von Kompression oder Weichzeichnung entsteht. Gleichzeitig bleibt er mit sinnvoll gewählter Gain‑Stufe auch an empfindlichen IEMs sehr leise im Rauschteppich, was in dieser Leistungsklasse alles andere als selbstverständlich ist. Dass die Impedance‑Detection den Gain passend vorsortiert, macht die ganze Power im Alltag gut beherrschbar, statt dir nur theoretische Wattzahlen auf dem Papier zu liefern.

Richtig charmant ist der Luxsin X9 dann als Schreibtisch‑Zentrale im 2.1‑ oder 2.2‑Betrieb: Über die beiden Sub‑Ausgänge und die einstellbare Subwoofer‑Weiche lassen sich Aktivmonitore und ein oder zwei Subs sauber ankoppeln – etwas, das man bei Desktop‑DAC/Amps dieser Art fast nie sieht. Damit kannst du tagsüber mit Kopfhörer und HP‑EQ arbeiten und abends mit einem Klick auf Lautsprecher + Sub umschalten, ohne die Klangsignatur komplett zu verlieren: straffe Bässe, aufgeräumter Mittenbereich, kontrollierte Höhen – nur eben mit mehr Luftbewegung im Magenbereich. Für Metal, Spiele und Filme ist das eine Kombination, die schnell süchtig macht, weil sie Studio‑Kontrolle und Spaßfaktor ziemlich elegant unter einen Hut bringt.

Höreindruck

Was für ein Technik-Brett. Für einen DAC gibt es hier erstaunlich viel zu entdecken – und genau das lädt zum Spielen und Ausprobieren ein. Gerade die Kombination aus kräftigem Kopfhörerverstärker, DSP-Spielwiese und Subwoofer‑Integration erinnert ein wenig an den Burson Conductor GT4: Der Subwoofer will plötzlich auch mit euren Kopfhörern mitspielen – ein ziemlich irres Erlebnis.

Natürlich durfte auch meine Metal‑Referenz‑Playlist nicht fehlen. Dazu kamen YouTube, Filme, Serien, Spiele – einmal das ganze Alltagspaket. Der Luxsin X9 hat in der Testzeit dauerhaft auf meinem Schreibtisch gestanden und wurde an guten Tagen locker 10 Stunden am Stück genutzt. Bei knapp 300 Stunden Spielzeit kennt man die Kiste langsam ziemlich gut.

Im Alltag bleibt der Luxsin X9 dem beschriebenen Grundcharakter treu: neutral bis leicht warm, straffer, kontrollierter Bass, sauberer Mittelton und eine klare, luftige, aber nicht nervige Höhenwiedergabe. Der Hintergrund bleibt „pitch‑black“, nichts rauscht, nichts zischelt – selbst bei niedrigen Pegeln wirkt alles kontrolliert und aufgeräumt. Erst wenn man DSP, HP‑EQ und Crossfeed dazuschaltet, merkt man, wie viel Potential da noch oben drauf kommt.

Luxsin X9 X Verum 2

Der Verum 2 ist ein großartiger Kopfhörer, gebaut von einem zugegeben etwas kontroversen Hersteller. Wie so oft bei mir handelt es sich um einen offenen Planar – hier mit den optionalen „ventilated Earpads“, um etwas mehr Tiefbass herauszukitzeln. Am Luxsin X9 angestöpselt und das passende Profil im HP‑EQ aktiviert, passiert genau das, was man sich insgeheim wünscht: Aus einem sehr guten Kopfhörer wird ein affengeiler Kopfhörer.

HP‑EQ bügelte beim Verum 2 die typischen Eigenheiten glatt: Der Bass gewinnt an Fundament, ohne aufzuquellen, die Mitten rücken etwas sortierter ins Zentrum und die Höhen verlieren ein Stück Schärfe, behalten aber Luft und Detail. Versteht es nicht falsch – der Verum 2 ist auch „pur“ ein toller Hörer –, aber es fühlt sich an, als bekäme er ein kostenloses Tuning‑Upgrade. Mehr Linearität, weniger Nervigkeit, stimmigere Tonalität. So sollte dieser Kopfhörer eigentlich ab Werk klingen.

Luxsin X9 X Fosi Audio i5

Der Fosi Audio i5 ist so ein bisschen der Geheimtipp 2025: für den Preis ein erstaunlich erwachsener Klang, der einige etablierte Hersteller sichtbar nervös gemacht hat. Klar, der Start war holprig, Fosi hat aber schnell nachgebessert und die Kinderkrankheiten überarbeitet. Am Luxsin X9 knüpft der i5 genau da an – nur eben eine Stufe höher.​

Mit aktiviertem HP‑EQ bekommt der i5 das, was ihm viele attestieren: ein sehr stimmiges, „großes“ Klangbild für kleines Geld, aber mit weniger Ecken und Kanten. Der Bass wirkt kontrollierter und definierter, Stimmen rücken natürlicher in den Vordergrund, und der Hochton verliert Härte, ohne langweilig zu werden. Unterm Strich hebt der Luxsin X9 den Fosi Audio i5 in eine andere Liga – nicht, weil er ihn verbiegt, sondern weil er seine Stärken betont und die Schwächen wegschneidet.

Einordnung & mögliche Kritikpunkte

Im Vergleich zu typischen Mess‑Boliden à la Topping DX9 oder ähnlichen Designs spielt der Luxsin X9 etwas wärmer und entspannter, punktet dafür mit deutlich mehr Features und Flexibilität. Für Besitzer eines Eversolo DMP‑A8 ist er weniger spannend, weil sich DAC‑Teil und viele Funktionen überschneiden – spannend wird er vor allem als dedizierter Head‑Fi‑Hub mit HP‑EQ und Sub‑Integration.

Kleine Schattenseiten gibt es auch: Einen Ethernet‑Port sucht man vergeblich, alles läuft über WLAN oder USB. Die Relais‑Klicks der R2R‑Lautstärkeregelung sind gewollt und haptisch toll, in sehr leisen Umgebungen aber hörbar – Geschmackssache. Und wer statt leicht wärmer, „musikalischer“ Abstimmung lieber maximal analytische, knallharte Neutralität mit messfokussiertem Minimalismus sucht, wird bei Topping & Co. wahrscheinlich glücklicher.

Fazit

Der Luxsin X9 ist für mich so ein Gerät, das man anfangs wegen der Optik und der Technik-Gimmicks spannend findet – und am Ende wegen der Alltagstauglichkeit und des Klangtunings behält. Er ist kein puristischer „Nur-DAC“, sondern ein vollwertiges Head‑Fi‑Control‑Center: kräftiger Kopfhörerverstärker, sehr guter DAC, flexible Vorstufe mit Sub‑Ausgängen und dazu eine DSP-Werkzeugkiste, die deinen vorhandenen Kopfhörern im besten Fall ein Klang‑Firmware‑Update verpasst.

Wer nach dem X9 noch höher hinaus will: Der Burson Soloist Stellar Max (rund 2.450 €) und ganz oben der Burson Conductor GT4 (rund 3.600 €) zeigen, wohin die Reise gehen kann – beide deutlich teurer und hardwareseitig eine andere Liga, während der X9 seine Stärken vor allem über die Software ausspielt. Der Luxsin X9 zielt eher auf Hörer, die eine saubere, leicht warme, kontrollierte Abstimmung mögen und Lust haben, mit HP‑EQ, Crossfeed, Parametric‑EQ und 2.1/2.2‑Setup aktiv zu gestalten. In dieser Rolle macht er verdammt viel richtig: genug Power für große Planare, pechschwarzer Hintergrund, sehr gute Verarbeitung, starkes Display, und eine EQ‑/Profil‑Sektion, die aus „guten“ Hörern sehr oft „sehr gute“ Hörer macht.

Perfekt ist er nicht: kein LAN-Port, viele Funktionen hängen am Firmware‑Status, die Relais‑Klicks der R2R‑Lautstärke muss man mögen und der Grundsound im Bypass wirkt etwas „zu brav“. Aber unterm Strich ist der Luxsin X9 aktuell einer der spannendsten All‑in‑One‑DAC/Amps für den Schreibtisch – vor allem, wenn du mehr willst als nur „Signal rein, Signal raus“ und dein Head‑Fi‑Setup wirklich als Spielwiese und Werkzeug gleichzeitig begreifst.

Einen Überblick über die gesamte Luxsin-Modellpalette inklusive aller Neuheiten von der HIGH END Vienna 2026 findest du unter Luxsin Audio: X8, X9 und alle Neuheiten im Überblick.

Update Juli 2026: Auch nach meinem Test lebt der X9 weiter

Mein Test oben ist abgeschlossen, das Gerät selbst offensichtlich nicht. Seit dem Verkaufsstart hat Luxsin dem X9 per Firmware-Update kontinuierlich neue Funktionen spendiert – von einem überarbeiteten Web-UI über HTTPS-Unterstützung bis hin zu USB-Musikwiedergabe direkt vom Stick. Für ein Gerät, das schon über ein Jahr auf dem Markt ist, ist das ein ungewöhnlich aktiver Entwicklungstakt, und zwei Neuzugänge sind einen genaueren Blick wert.

Hearing Compensation: ein echter Hörtest im Luxsin X9

Mit Firmware 2.0.0.7 hat Luxsin eine Funktion namens Hearing Compensation eingeführt. Die Idee: Kein Gehör ist symmetrisch oder linear – viele Menschen hören bestimmte Frequenzen auf dem einen Ohr anders als auf dem anderen, oft ohne es zu merken. Hearing Compensation lässt den Luxsin X9 das eigene Gehör direkt am Gerät vermessen und daraus eine individuelle Korrekturkurve für links und rechts erstellen.

Das ist etwas anderes als die bereits im Test oben beschriebene HP-EQ: HP-EQ gleicht die Eigenheiten eines bestimmten Kopfhörer-Modells an eine Zielkurve an (mehr dazu in meiner HP-EQ-Anleitung). Hearing Compensation dagegen misst nicht den Kopfhörer, sondern das eigene Gehör – zwei unterschiedliche Korrekturebenen, die sich theoretisch sogar kombinieren lassen sollten.

Ich habe die Funktion nicht selbst durchgespielt, kann den Ablauf aber aus dem offiziellen Luxsin-Erklärvideo detailliert nachvollziehen:

  1. Start: Im Menü über den Touchscreen zu EffectHearing compensation+ New hearing profile navigieren.
  2. Referenzton kalibrieren: Zwei Testtöne (3,5 kHz oder 1 kHz) stehen zur Wahl. Per Drehregler die Gerätelautstärke herunterregeln, bis der Ton gerade noch hörbar ist, dann den subjektiv lauteren Ton per Touch auswählen.
  3. Linkes Ohr, 7 Frequenzbänder (u. a. 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1000 Hz, 4000 Hz, 8000 Hz): Ton wird langsam lauter, sobald hörbar auf “Heard” tippen, danach Lautstärke per Schieberegler oder Plus/Minus-Tasten feinjustieren, bis der Ton gerade eben wahrnehmbar ist, mit “Next” bestätigen.
  4. Rechtes Ohr: identischer Ablauf, automatisch im Anschluss.
  5. Ergebnis: Ein “Final Result”-Diagramm zeigt die individuelle Kompensationskurve für beide Ohren. Über “Rename” benennen, über “Apply” anwenden – die Ausgabe ist danach auf das persönliche Gehör kalibriert.

Im Kern ist das ein vollwertiges, geführtes Audiogramm-Verfahren, wie man es sonst eher von dedizierten Hörtest-Apps kennt – nur direkt im DAC integriert. Genau diesen Bedarf hatten Luxsin X9-Nutzer schon vorher in Foren thematisiert, etwa mit selbstgebauten Lösungen über externe Tongeneratoren zur Kompensation von einseitigem Gehörverlust. Luxsin scheint diesen Community-Wunsch jetzt direkt ins Gerät geholt zu haben.

AI-EQ: mittlerweile auch im X9 an Bord

Der X8 hatte von Anfang an ein eigenes Software-Highlight: eine KI-gestützte parametrische EQ, die sich per Sprach- oder Textbefehl bedienen lässt – “mach den Bass wärmer” wird automatisch in eine passende EQ-Kurve übersetzt, inklusive Erklärung, was verändert wurde. Mittlerweile ist diese Funktion auch im X9 angekommen, sodass sie kein Alleinstellungsmerkmal des kleineren Modells mehr ist. Mehrere unabhängige Tester beschreiben das System übereinstimmend als überraschend intuitiv, kritisieren aber, dass sich die KI auf reine Frequenzgang-Anpassungen beschränkt.

Mein Zwischenfazit

Zwei Dinge fallen auf: Sowohl Hearing Compensation als auch AI-EQ lösen ein reales, oft unterschätztes Problem – dass Gehör und Kopfhörer beide Fehlerquellen sind, die sich nicht mit einer pauschalen Zielkurve beheben lassen. Und beide Funktionen kamen nicht zum Marktstart, sondern wurden per Firmware nachgereicht – AI-EQ ist inzwischen sogar geräteübergreifend auf X9 und X8 verfügbar. Das unterscheidet Luxsin von vielen Wettbewerbern, bei denen ein Gerät im Wesentlichen so bleibt, wie es ausgeliefert wurde. Wer vor über einem Jahr gekauft hat, bekommt heute spürbar mehr Gerät, als er ursprünglich bezahlt hat – ein Kurs, den ich mit Interesse weiterverfolge, gerade jetzt, wo mit BD9, BH9 und weiteren Neuheiten von der HIGH END Vienna 2026 auch hardwareseitig einiges in Bewegung ist.

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Burson Audio Timekeeper GT4 im Test: High-End-Monoblöcke an der Schwelle zum Ultra-High-End https://www.hifigeek.de/burson-audio-timekeeper-gt4-im-test/ https://www.hifigeek.de/burson-audio-timekeeper-gt4-im-test/#respond Sat, 17 Jan 2026 21:30:15 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9904 Wir haben die Burson Audio Timekeeper GT4 schon seit ein paar Wochen hier zum Test. Warum ihr euch diese Mono-Blöcke auf die Wunschliste schreiben solltet, versuche ich im folgenden Review für euch zu klären.

Die Timekeeper GT4 Max sind Teil einer wachsenden Burson-Testreihe bei HiFiGeek. Alle Geräte, Hintergründe und die Markenphilosophie im Burson Audio Hub.

Disclaimer: Burson Audio hat die Burson Audio Timekeeper GT4 kostenlos zur Verfügung gestellt. Jedoch nehmen sie keinerlei Einfluss auf meinen Testaufbau oder mein Urteil. Ich versuche hier immer brutal ehrlich und transparent zu bleiben.

Hier findet ihr mein Burson Timekeeper GT4 Video‑Review auf YouTube

Gefällt euch mein Content? Dann klickt auf „Abonnieren“ und unterstützt meinen Kanal – so kann ich auch in Zukunft spannende HiFi‑Komponenten für euch testen.

Wir haben in den letzten Monaten einiges mit Burson Audio zu tun gehabt. Sie stellen feinste HiFi-Geräte her, welche aktuell zumindest auf dem deutschen Markt nicht so verbreitet sind. Nicht, weil die Geräte schlecht sind, sondern wahrscheinlich eher, weil jeder neue Markt eine weitere Investition erfordert und wenn man dem Überlieferten Glauben schenken kann, sind die Burson-Audio-Jungs und ‑Mädels in erster Linie Macher und haben Bock, an ihren Produkten zu feilen.

Das merkt man auch daran, dass sie in den letzten 12 Monaten ihr Portfolio verjüngt haben durch neue Revisionen ihrer Bestandsprodukte und über ihre Flaggschiff-Modelle noch High-End-Flaggschiffe wie die Voyager-Serie etabliert haben.

Noch traue ich mich nicht in diese Riege vorzuwagen und habe mich bewusst für die Grand-Tourer-Serie entschieden, da diese für den ein oder anderen schon absolutes High-End – feature- sowie klangtechnisch – und sicherlich eine Herausforderung für das Portemonnaie darstellt.​

Die Burson Audio Grand Tourer Serie

Alle, die sich mit dem Portfolio von Burson Audio schon auskennen, können diesen Abschnitt getrost überspringen. Mir geht es aber der Vollständigkeit halber darum, auch ein wenig die Synergien zwischen den einzelnen Produkten vorzustellen.

Burson Audio selber unterteilt deren Portfolio in Party‑, Stellar‑, Grand-Tourer- und Voyager-Series. Wobei die Stellar-Series gerade frisch den Markt erobert hat, wir berichteten. In der Party-Series gibt es z. B. den Playmate 3, welchen wir ebenfalls schon testen durften, der ein DAC/Head-Amp darstellt und schon High-End-Allüren versprüht. Die Grand-Tourer-Series ist mit der Voyager-Series eine der beiden „ausgewachsenen“ Serien. Denn hier gibt es jeweils Pre-Amps mit Head-Amps (Soloist), Pre-Amp, DAC mit Head-Amp-Kombos (Conductor) und HiFi-Endstufen (Timekeeper).​

Theoretisch kann man sich mit Kombinationen aus Soloist oder Conductor und Timekeeper kleine, sehr potente HiFi-Anlagen im hohen vierstelligen Bereich aufbauen. Bekommen tut man dann ein großzügiges Kopfhörer- sowie HiFi-Setup und kann so gleich zwei Leidenschaften frönen: Kopfhörer und Lautsprecher. Abgesehen von Bursons uniquem Design der Geräte offerieren sie noch passende Racks oder Stands, mit welchen man seine Geräte toll in Szene setzen kann. Wer Interesse am Burson Audio Conductor GT4 hat, dem ist natürlich unser Review ans Herz gelegt.

Unboxing der Burson Audio Timekeeper GT4 Max

Da wir hier die Burson Audio Timekeeper GT4 in der Max-Variante in die Finger bekommen haben, begrüßten mich vor der Tür auch zwei große Pakete, welche von mir ausgepackt werden wollten.
Ein Paket beherbergt die zwei massiven Fusion-Core-Netzteile und das andere die zwei Burson Audio Timekeeper GT4 selber.

Wer schon andere Geräte von Burson auspacken durfte, weiß, dass deren Verpackungen gut durchdacht sind und somit die wertvolle Fracht super ans Ziel bringen.

Lieferumfang Burson Audio Timekeeper GT4 Max (Paar)

  • 2 × Burson Audio Timekeeper GT4 Monoblock-Endstufe (GT4 Max Version)
  • 2 × Burson Fusion Core Netzteile (32 V / 15 A, GaN-basiert)
  • Custom 4‑Pol-Kabel für 32 V
  • Netzkabel für die Fusion-Core-Netzteile (länderabhängig)
  • Inbusschlüssel
  • Ersatz-Sicherungen​

Anschluss und die allerersten Eindrücke der Burson Audio Timekeeper GT4

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe schon viel Gutes von den Burson Audio Timekeeper GT4 gehört und war natürlich innerlich ganz aufgeregt und konnte es kaum erwarten, die Monoblöcke an die Amphion Argon3S (hier geht es zum Review der Amphion Argon3S) zu hängen. Eigentlich hatte ich noch umfassende Umbauten hier in meinem Hörsetup auf der Liste, durch Verzögerungen hier und da wollte ich einfach nicht mehr warten.

So kam es, dass ich die beiden Netzteile auf meinem Subwoofer „parkte“ und stumpf die beiden Burson Audio Timekeeper GT4 auf einer HiFi-Base mehr schlecht als recht platzierte. Unterm Strich „scheiß egal“, vielleicht nicht fotogen, aber es ging ums Hören.

Ich habe hier einen feinen Satz Ricable-Kabel aus der Dedalus-Reihe und habe mich dazu entschieden, folgende Kette zusammenzubauen:
Eversolo DMP-A6 → Fosi Audio ZP3 → Burson Audio Timekeeper GT4 + Fusion Core → Amphion Argon3S + Arendal 1961 Subwoofer 1V. Beim Subwoofer habe ich mich dennoch für sealed entschieden für mehr Punch und habe quasi den Stopfen eingesteckt und das Klangprofil auf das für geschlossenen Betrieb optimierte gestellt.​

Ich will nicht sagen, dass ich schon „blown away“ war, aber was hier passierte, hatte schon etwas. Dennoch dachte ich mir: Zieh durch und kram mal dein MiniDSP UMIK‑1 raus. Gesagt, getan habe ich dann mit dem neuen Einmessfeature des Eversolo DMP-A6 (hier geht es zum Review des Eversolo DMP-A6) und dem iPad Air noch schnell eingemessen und die FIR-Filter anlegen lassen. Die Kurve sah schlüssig aus für meinen akustisch bearbeiteten Raum und der Sound war …

Ich will jetzt in diesem Absatz noch nichts vorwegnehmen, da ich einige Experimente gemacht habe und diese dann gleich direkt gegenüberstellen mag.

Anschlüsse und so

Da es sich bei den Burson Audio Timekeeper GT4 um klassische Endstufen handelt, ist deren Anschlussvielfalt jetzt nicht super fancy:​

Jeder der zwei Burson Audio Timekeeper GT4 verfügt jeweils über:

  • 1× XLR
  • 1× Cinch
  • 1× Trigger-In und Trigger-Out
  • 1× 32-V-4-Pol-Eingang (schraubbar)

Auf der Rückseite befindet sich dann noch ein kleiner Schalter, welcher es erlaubt, die vier Modi der Burson Audio Timekeeper GT4 durchzuschalten.

Design, Verarbeitung und Aufstellung

Die Designsprache von Burson Audio kann man generell als futuristisch bezeichnen. Vom Formfaktor her haben wir hier ca. eine 2/3‑Breite gegenüber Standard-HiFi. Da es sich um Mono-Blöcke handelt, lassen sich die Endstufen z. B. symmetrisch rechts und links auf Möbeln platzieren. Tendenziell könnte man die beiden Mono-Blöcke auch stapeln. Da es sich hier aber um Class‑A/AB-Verstärker mit 100 W Idle-Bias handelt, werden diese ziemlich warm. Also mehr als handwarm. Demnach würde ich nicht dazu raten, die Geräte direkt zu stapeln. Hierfür bietet sich eher das Burson Audio Mothership (HiFi-Rack) an, welches zum einen massiv aus Aluminium besteht und zum anderen Abstand zwischen die Geräte schafft, damit diese ausreichend ventilieren können.​

Weiterhin gibt es zu bedenken, dass die beiden Mono-Blöcke aktiv gekühlt sind und rechts sowie links Luftauslässe haben, welche nicht bedeckt werden sollten. Ich hatte sie anfangs, wie eingangs erwähnt, recht nah nebeneinander stehen, und so waren sie doch ein wenig wärmer als aktuell im Quadraspire SVT Rack, welches unter anderem luftdurchlässige Ebenen besitzt. Hierzu aber dann mehr im Artikel zum Quadraspire SVT Rack.

Die Verarbeitung ist Burson-Audio-typisch super. Sie besitzen recht massive Aluminiumgehäuse, welche jetzt keine Bleiklötze sind wie bei anderen Geräten, aber dennoch massiv genug sind, um als High-End durchzugehen. Weiterhin gibt es keine wirklichen Spaltmaße oder scharfen Kanten, die den Eindruck trügen könnten. Das mitgelieferte 4‑Pol-Kabel zur Verbindung der Burson Audio Timekeeper GT4 mit den Burson Audio Fusion Cores scheint custom-made und nicht von der Stange. Toll ist, dass man die Kabel verschraubt und so definitiv eine sichere Verbindung hat.​

Designtechnisch gibt es nicht viel auszusetzen, dennoch habe ich zwei Punkte, die ein wenig undurchdacht wirken: Zum einen besitzen die Fusion Cores der Burson Timekeeper GT4 die Form der Voyager-Serie und nicht der Grand-Tourer-Serie. Das liegt wohl daran, dass sich die Fusion Cores der Grand-Tourer-Serie das Gehäuse der Voyager-Serie teilen. Produktionstechnisch macht das natürlich Sinn. Optisch ist es nicht ganz konsistent.​

Weiterhin weiß ich nicht, ob es wirklich notwendig ist, dass das 32-V-Kabel auf der Front aus den Fusion Cores kommt und nicht hinten neben dem Kaltgeräteanschluss sitzt. So hat man keinen völlig cleanen Front-Look, sondern immer ein Kabel, welches dann direkt nach hinten geht, um die Burson Audio Timekeeper GT4 mit 32 V Gleichstrom zu versorgen.

Technik-Bashing

Der Burson Audio Timekeeper GT4 ist ein Class-AB-Monoblock-Verstärker, welcher einen sehr hohen Leistungsanspruch hat. Er spielt sicherlich locker schon in der High-End-Riege mit und kann hier das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.​

Dafür betreibt Burson Audio auch einiges an Aufwand: Die Monoblöcke sind im Class-AB-Design. 30 Watt liefern sie im puren Class-A-Betrieb und darüber hinaus dann im Class-AB-Betrieb. Bei 8 Ohm sind sie in der Lage, lockere 100 Watt und bei 4 Ohm 200 Watt zu liefern. Ich habe im Head-Fi-Forum gelesen, dass Burson dies sehr konservativ auslegt und so ohne Probleme auch stabil 140 Watt mit den Fusion-Core-Netzteilen liefern kann und die erste sichtbare Wellenverformung irgendwo bei 160 Watt angefangen haben soll.​

Die Stromversorgung

SP-Module

Weiterhin ist Burson Audio eine „ruhige“ Stromversorgung sehr wichtig. Angefangen bei den Burson-Audio-eigenen Silent Power Regulator Modules (SP-Module). Diese sind nämlich austauschbar und filtern extrem effektiv Netzstromrauschen, reduzieren Ripple-Spannung und bieten obendrein noch Überlastschutz. Burson hat hiervon zwei Modelle:

  • SP01: Nur 40 µV Rauschen – 5× leiser als Standardregler in der Industrie.
  • SP02 (im GT4 verbaut): Nur 0,8 nVrms – über 200× leiser als SP01 oder herkömmliche Regler.

Im Burson Audio Timekeeper GT4 sind standardgemäß SP02-Module verbaut.​

Burson Audio Fusion Core

Um das ganze Stromthema auf die Spitze zu treiben, hat Burson Audio noch die Burson Fusion Core Netzteile im Angebot.
Der Burson Audio Fusion Core ist ein externes GaN-basiertes Netzteil (24 V oder 32 V), das bis zu 480 W reine Leistung liefert und speziell für Burson-Geräte wie den Timekeeper GT4 Max entwickelt wurde.​

Technische Eckdaten

  • Modell: 32 V / 15 A (je 480 W max.)
  • Rauschpegel: < 1 µV – extrem leise durch GaN-Transistoren (1 MHz Schaltfrequenz).
  • Abmessungen: 210 × 200 × 75 mm; Gewicht: 5 kg; silbernes Gehäuse.
  • Anschlüsse: GX12-Ausgang, IEC C14-Eingang, inkl. Kabel (1,8 m Netz, 1,5 m DC).

Vorteile und Effekt
GaN-Technologie ermöglicht höhere Effizienz, kühlere Laufleistung und bessere Rauschfilterung als herkömmliche SMPS oder lineare Netzteile – kein 50-Hz-Brummen oder unnötige Erwärmung. Für den Burson Audio Timekeeper GT4 Max sorgt es für stabile Versorgung unter Volllast, mehr Dynamik und „schwärzeren“ Hintergrund.​

In Kombination mit den SP-Modulen verspricht Burson Audio batterieähnlichen Klang. Ja, ich weiß, ist ein wenig blöd ausgedrückt. Hardcore-Audiophile preisen Batterien als die Stromquelle, die absolut gar keine „Verunreinigungen“ hat. Burson Audios Ziel war es, annähernd so wenig „Verunreinigungen“ in ihrer Kette zu haben wie eben möglich.

Ich will jetzt nicht sagen, dass es der Hardcore-Gamechanger ist, aber zwischen 08/15-Netzteilen und guten hört man dennoch einen Unterschied. Wieviel einem das nun wieder wert ist, muss ein jeder selbst für sich wissen. Fakt ist: Burson Audio treibt einen unglaublichen Aufwand bei dem Thema und ich denke, die Ergebnisse sprechen für sich.​

Elektrische Spezifikationen & Stromverbrauch

  • Ausgangsleistung: 100 W @ 8 Ohm / 200 W @ 4 Ohm
  • Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz
  • THD: < 0,03% @ 1 kHz
  • Signal-Rausch-Abstand: 110 dB
  • Ausgangsimpedanz: < 0,015 Ω (20 Hz bis 20 kHz)
  • Verstärkung: 29 dB​

Interessant wird es beim Stromverbrauch. Der Burson Audio Timekeeper GT4 läuft nämlich mit einem sogenannten Idle-Bias (Ruhestrom). Dieser ist beim Burson Timekeeper GT4 ein hoher Leerlaufstrom im Class-AB-Betrieb, der die Transistoren dauerhaft in ihrem optimalen Arbeitsbereich hält. Deshalb verbrauchen sie 100 Watt im Leerlauf, ohne dass Musik abgespielt wird.​

Vorteile des Idle-Bias

  • Minimale Verzerrung: Reduziert Crossover-Verzerrung (Übergang Push-Pull) auf < 0,03% THD, da Transistoren nie „schlafen“ – Klang bleibt linear und präzise.
  • Schnelle Transienten: Hoher Bias sorgt für sofortigen Stromfluss bei Bass/Punch.
  • Pure Class‑A bis 30 W: Erste Watt rein Class-A-Qualität.​

EXICON MOSFETs

Burson Audio setzt im Burson Audio Timekeeper GT4 hochwertige und leistungsfähige EXICON MOSFETs ein. EXICON MOSFETs zeichnen sich durch ihre hohe Peak-Performance aus und erlauben es so, auch schwierigere Lautsprecher gekonnt zu handeln. Darüber hinaus verfügen sie über eine niedrige Verzerrung (0,03% THD), schnelle Transienten und natürlichen Klang. Also besser gesagt, sie haben nicht die viel beschriebene „Transistorhärte“ wie z. B. bei Bipolar-Transistoren.​

Input-Buffer

Bevor es heißt, ich verheimliche euch noch ein Feature, das gebraucht wird. Also, ich verstehe, warum das da ist, aber bisher hatte ich keine großen Probleme … es geht um den Input-Buffer der Burson Audio Timekeeper GT4. Dieser kann optional angeschaltet werden und aktiviert den Signalweg über den verbauten Burson Audio V7 Vivid OpAmp. Dieser erhöht das Eingangssignal um +12 dB (XLR) bzw. +6 dB (RCA). So kann man die Timekeeper auch an weniger potente Quellen direkt anschließen.​

Höreindrücke

Endlich ans Eingemachte! Wer wie ich geglaubt hat, dass die Einleitung zu den Burson Audio Timekeeper GT4 schnell geht, weil es ja „nur“ Endstufen sind, hat sich geirrt. Also, beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass es schon so einiges zu den Geräten zu sagen gibt – so aber auch beim Höreindruck. Ich habe die Timekeeper GT4 an drei verschiedenen Paaren Lautsprechern betrieben. Sonst habe ich die Kette nicht angerührt, bzw. natürlich jede Kette dann eingemessen.

Da sich hier und da Lieferungen ein wenig verzögert haben, habe ich immer relativ lange mit einem Paar Lautsprecher verbracht und glaube mit Gewissheit attestieren zu können, dass die Burson Audio Timekeeper GT4 einen leicht warmen, aber dennoch hoch detaillierten Ton liefern. Also der Hintergrund ist „pitch-black“, ich glaube, das kommt von der aufwendigen Stromversorgung. Was gerade die Höhen super transparent macht. Dennoch kann ich eine gewisse Wärme nicht abstreiten. Es ist aber keine Röhrenwärme.​

Natürlich habe ich wieder meine Qobuz-Playlist zu Rate gezogen und auch hier sind ein paar Newcomer dabei, welche sich im aktuellen Setup herauskristallisiert haben und zur Referenz aufgestiegen sind. Für alle, die immer auf der Suche sind nach den ganzen Songs, die so auf Messen und so laufen, habe ich mal angefangen, die oft gehörten Songs in einer weiteren Playlist zu konservieren.

Arendal 1723 Tower & SVS SB‑5000 – die „Stress-Test“-Kombi

Ein großer Teil der Spielzeit lief die Burson Audio Timekeeper GT4 an den Arendal 1723 Towern. Das sind große, THX-zertifizierte Standlautsprecher mit mehreren 8‑Zoll-Treibern und Waveguide-Hochtöner – gebaut für hohe Pegel, brutale Dynamik und gleichzeitig ehrliche Detailwiedergabe. Genau das ist der Punkt, an dem man schnell merkt, ob eine Endstufe wirklich souverän bleibt oder irgendwann komprimiert und dicht macht.​

An den Arendal 1723 Towern erzeugen die Burson eine sehr breit gespannte, stabile Bühne. Stimmen stehen sauber in der Mitte, Instrumente sind klar voneinander getrennt, auch wenn der Mix dichter wird. Der Punch im Oberbass kommt schnell und kontrolliert, Kickdrums haben Körper, ohne anzudicken oder zu wummern. Selbst bei Pegeln, bei denen der Nachbar vermutlich schon an die Tür klopfen würde, wirken die GT4 eher entspannt souverän als angestrengt.

Im Tiefton habe ich zusätzlich mit einem SVS SB‑5000 gearbeitet. Der geschlossene 15‑Zöller ist bekannt dafür, extrem tief zu reichen und dabei sehr präzise zu bleiben. Zusammen mit den Arendal 1723 Towern zeigt er recht gnadenlos, ob eine Endstufe den Bassbereich wirklich im Griff hat oder nur „laut“ kann. Die Burson behalten hier die Kontrolle: Der Sub schiebt tief und mit Autorität, aber Konturen und Anschläge bleiben klar stehen, statt in einem Bass-Teppich zu verschwimmen. Gerade bei Doublebass-Gewittern und tief gestimmten Gitarren merkt man, dass hier genug Leistung und Dämpfung vorhanden ist, um die Chassis im Zaum zu halten.​

Referenz-Playlist für euch da draußen

Ich benutze in meinen Reviews fast ausschließlich meine Referenz-Playlist auf Qobuz. Natürlich auch für die Burson Audio Timekeeper GT4. Gerne dürft ihr euch da reinklicken. Schreibt mir auch gerne wenn ihr einen Track habt, den ich unbedingt mit drauf schmeißen soll.

In Flames – „Stay With Me“

Wirklich ein geiler Song von In Flames und war absolut nicht auf meinem Radar. Erst nachdem ich den Eversolo eingemessen hatte, stach der Song irgendwie hervor. Ich weiß auch gar nicht, warum ich das Album „I, The Mask“ gehört habe. Irgendwie war es eine Fügung und die Gitarren catchten mich direkt. Wirklich schönes Imaging und eine direkt wirkende Bühne. Die Gitarren haben schöne Details wie das Schnarren der Saiten und man hört auch super das Picking. Anders Friedéns Gesang ist ungewohnt soft, aber trotz leichtem Hall inmitten der Bühne verortet. Die Side-Vocals kommen schön räumlich und umschließen einen beim Hören super. Ab 3:30 weichen die Clear-Gitarren dann doch härteren Klängen und Anders Friedén kann sich von seiner metalligeren Seite zeigen. Generell bleibt der Song aber „ruhiger“, dafür einfach audiophiler und perfekt für künftige Reviews.

Die Burson Audio Timekeeper GT4 schaffen es hier, sowohl die feinen Details – Schnarren, Hallfahnen, Background-Vocals – als auch den Punch im Refrain herauszuarbeiten, ohne dass es scharf oder stressig wird. Genau dieses „warm, aber sehr transparent“ beschreibt den Charakter ziemlich gut.

Synestia – „Winter“

Unglaublicher Song von noch unglaublicherer EP. Wer sie nicht kennt: „The Poetic Edda“ von Synestia/Disembodied Tyrant ist wahrscheinlich eines der herausragendsten Deathcore-Werke der letzten Jahre. Besser einzuordnen als Symphonic-Deathcore mit vielen Details, welche produktionskostenbedingt natürlich zum Großteil aus dem Computer kommen. Dennoch fänd ich es schon mal stark, wenn man versuchen würde, das Werk noch einmal mit „realen“ Stimmen und Instrumenten einzuspielen.

So klingt es natürlich ein wenig hochproduziert und programmiert. Dennoch sind hier viele Aspekte generell von Musik zu hören. Fängt es bei harten Breakdowns an, endet es bei einer Kirchen-Orgel, was einfach mega unique ist. Der Orgelpart macht einfach ultra Laune und schiebt ordentlich nach vorne. Wirklich ungewohnte Kombi, die außerordentlich funktioniert.

Für die Burson Audio Timekeeper GT4 ist das ein dankbares Stück, weil es genau da ansetzt, wo viele Amps ins Chaos abgleiten: dichter Mix, tiefer Bass, Synths, Orgel, Chöre. Die Burson sortieren das alles sehr sauber, halten die Bühne stabil und lassen trotz des Drucks genug Luft, damit man in die Tiefe des Mixes hineinhören kann.

Einordnung & Fazit

Unterm Strich sind die Burson Audio Timekeeper GT4 für mich Endstufen, die sehr klar zeigen, wo Burson mit der Grand-Tourer-Serie hinwill. Sie sind keine Showeffekt-Amps, die auf den ersten Blick „wow“ schreien, sondern eher Werkzeuge, die Kontrolle, Ruhe und Durchzeichnung nach vorne stellen – und genau damit im Alltag immer mehr überzeugen, je länger man mit ihnen hört. Gerade an den Arendal 1723 Towern mit dem SVS SB‑5000 haben sie sich als extrem souverän erwiesen: egal ob leise, spätabends, oder richtig laut mit komplexen Metal- und Deathcore-Produktionen, die Dinger behalten einfach die Kontrolle.​

Die Kombi aus hoher Dauerleistung, hohem Idle-Bias, EXICON-MOSFETs und der aufwendigen Stromversorgung mit SP-Modulen und Fusion Core zahlt direkt auf den Höreindruck ein: schwarzer Hintergrund, saubere Transienten, viel Punch, aber kein künstliches Aufdicken oder Schönfärben. Wenn ihr einen Amp sucht, der eher wie eine Präzisions-Endstufe arbeitet als wie ein Effektgerät, dann sind die GT4 definitiv spannend – vorausgesetzt, der Rest eurer Kette spielt auf einem ähnlich hohen Niveau und euer Raum gibt das her.​

Preislich bewegen wir uns hier klar im High-End, aber noch nicht in den ganz absurden Regionen mancher Ultra-High-End-Monoblöcke, die fünfstellige Summen pro Paar aufrufen. Von der technischen Herangehensweise – Monoblock-Design, GaN-basiertes Fusion-Core-Netzteil, Silent-Power-Module, hohe Ströme – und von der Souveränität im Betrieb ragen die Burson Audio Timekeeper GT4 für mich aber durchaus in Bereiche hinein, in denen man sonst deutlich teurere Lösungen findet. In manchen Belangen sind wir hier an der Schwelle zum Ultra-High-End, nur eben ohne das Preisschild eines ganz großen Boutique-Boliden.​

Natürlich muss man sich trotzdem fragen, ob das ins eigene Setup passt: Ihr braucht Lautsprecher, die das auch umsetzen können, und ihr müsst mit Wärmeentwicklung und Stromverbrauch leben wollen. Wer aber den Platz hat, passende Schallwandler davor hängen und Wert auf dieses Plus an Trennung, Kontrolle und Headroom legt, bekommt mit den Burson Audio Timekeeper GT4 Max ein Paket, das sehr konsequent zu Ende gedacht ist. Für mich persönlich sind sie im Moment so ein bisschen der Punkt, an dem ich sagen würde: Viel weiter nach oben muss ich bei Endstufen in meinem Setup gerade nicht mehr schauen.

Nach meinem Bewertungsschema erhalten die Burson Audio Timekeeper GT4 Max den HiFiGeek Award. Wie ich bewerte und was der Award bedeutet, steht hier: https://www.hifigeek.de/bewertungsschema-bei-hifigeek/

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https://www.hifigeek.de/burson-audio-timekeeper-gt4-im-test/feed/ 0 9904
Burson Conductor Stellar – Start einer neuen, kompakten Familie https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/ https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/#respond Mon, 27 Oct 2025 08:48:13 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9442 Burson Audio präsentiert mit dem Burson Conductor Stellar eine gänzlich neue Gerätefamilie, die als kompaktere Alternative zur Voyager-Serie konzipiert wurde. Dabei richtet sich der Stellar vor allem an Desktop-Audiophile und Sound-Enthusiasten, die High-End-Performance auf engem Raum wünschen.

Wir haben den Burson Soloist Stellar Max ausführlich getestet.

Mehr zu Burson Audio und allen bisherigen Tests: Burson Audio Übersichtsseite.

Im Unterschied zur klassischen Voyager-Serie setzt Burson beim Stellar auf ein gezieltes Desktop-Design: Kleineres Format, keine Eingänge, attraktiver Preis, aber kompromisslos bei Klang und Leistung.

Die aktuellen Preise lauten:

  • Standard: 1.547,00 €
  • Deluxe: 2.063,00 €
  • Max: 2.579,00 €

Beachtet, dass hier noch Importkosten anfallen.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Stellar ist der neu entwickelte dedizierte IEM-Ausgang, der maximale Stille und höchste Detailauflösung garantiert – selbst mit extrem empfindlichen In-Ears. Burson setzt hier auf eine komplett eigene Ausgangsstufe, die Hiss und Grundrauschen praktisch eliminiert: Dieses Feature findet man sonst meist nur bei spezialisierten High-End-Verstärkern wie dem Questyle CMA Fifteen oder dem Cayin C9, die gleichermaßen für kompromisslose IEM-Tauglichkeit entwickelt wurden und ebenfalls im Preissegment jenseits der 2.000 € angesiedelt sind.

Der Burson Conductor Stellar positioniert sich damit eindeutig in der audiophilen Oberklasse der Desktop-Lösungen und bringt neben dem flexiblen IEM-Modul auch die volle Burson-leistung für große Kopfhörer – verpackt in einem kompakten und wohnraumfreundlichen Design.

Auch die übrigen Komponenten setzen Maßstäbe: ESS9039PRO DAC, diskrete I/V- und LP-Stufen, Onsemi Class-A-Transistoren sowie die extrem rauscharmen Silent Power Module, alles passiv gekühlt im futuristischen Gehäuse.

Technische Features und Pakete:

  • ESS9039PRO DAC
  • 8W Class‑A XLR / 4W SE Ausgangsleistung
  • Dedizierter IEM-Modul mit absoluter Stille, selbst für empfindlichste In-Ears
  • Diskreter Aufbau: I/V und LP-Stufen
  • Silent Power Module, Onsemi Class‑A Transistoren
  • USB‑C XMOS (DSD512/PCM 32bit-768kHz)
  • Bluetooth 5.0 (LDAC, aptX HD, AAC)
  • Roon-zertifiziert

Erhältlich in drei Varianten (Standard, Deluxe, Max) – alle mit unterschiedlichen OpAmps und Netzteilen. Bis zum 15. November profitieren Frühbesteller vom kostenlosen Upgrade auf die nächsthöhere Version. Die Auslieferung startet in der ersten Dezemberwoche. Hier könnt ihr mal im Burson Shop vorbeischauen.

Weiterhin hatten wir schon zwei tolle Geräte von Burson Audio im Test: Den Conductor GT4 und den Playmate 3.

Fazit:
Mit dem Burson Conductor Stellar eröffnet Burson Audio eine neue, kompakte Gerätekategorie, die High-End-Power und kompromisslose IEM-Tauglichkeit zum Desktop bringt – und so die Voyager-Serie sinnvoll für moderne Hörgewohnheiten ergänzt.

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https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/feed/ 0 9442
Lehmann Audio Linear im Test: Wenn deutsche Ingenieurskunst auf Kopfhörer-Power trifft https://www.hifigeek.de/lehmann-audio-linear-im-test-wenn-deutsche-ingenieurskunst-auf-kopfhoerer-power-trifft/ https://www.hifigeek.de/lehmann-audio-linear-im-test-wenn-deutsche-ingenieurskunst-auf-kopfhoerer-power-trifft/#respond Mon, 14 Jul 2025 21:02:29 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9110 Irgendwie fange ich hier jetzt zum dritten Mal an, meinen Test zum Lehmann Audio Linear zu schreiben. Zu sehr war ich darauf fixiert, erstmal den Hintergrund des Tests zu klären – aber das habe ich jetzt an anderer Stelle erledigt. Wer Bock hat, kann das nachlesen.

Die Testmuster vom Lehmann Audio Linear und Lehmann Audio Linear II wurden uns freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Aber keine Sorge: Das beeinflusst unsere Meinung null. Hier gibt’s wie immer die ungefilterte Wahrheit.

Lieferumfang und Verarbeitung

Wohl verpackt kamen die Lehmann Audio Linear hier an. Beim Lieferumfang ist bei einem Kopfhörerverstärker natürlich schnell Schluss: Kaltgerätekabel dabei, ein Cinch-Kabel muss man sich selbst besorgen – dann kann’s losgehen.

Verarbeitung? Absolut next level! Die 3mm dicke Aluminium-Frontplatte, das massive Gehäuse, der fette Ringkerntrafo im Inneren – alles fühlt sich nach High-End an. Der Lautstärkeregler läuft satt mit genau dem richtigen Widerstand, das Rad gleitet smooth durch die Finger. Die Kopfhörerbuchsen sind hochwertig, die kleine LED an der Front dezent und nicht zu grell.

Was mir direkt aufgefallen ist: Der Lehmann Audio Linear ist echt lang und braucht ordentlich Platz auf dem Schreibtisch. Unter meinem Balolo steht er jetzt, ragt aber hinten ziemlich raus. Zwei Kopfhörerausgänge gibt’s, beide werden gleichzeitig befeuert. Mit zwei DIP-Schaltern auf der Unterseite kann man die Ausgangslautstärke anpassen – praktisch für hungrige Kopfhörer, bei mir aber erstmal nicht nötig.

Hinten gibt’s zwei Cinch-Paare mit vergoldeten Kontakten – ein Paar als Eingang, eins als Ausgang, z.B. für aktive Monitore. Dazu noch der Ein/Aus-Schalter und der Stromanschluss.

Einziger echter Minuspunkt: Der Netzschalter ist hinten! Mega unpraktisch am Schreibtisch, ich muss immer zwischen Balolo und Monitor rumfummeln, um das Teil anzumachen. Ein Schalter vorne wäre ein Traum. Vielleicht hilft hier eine smarte Steckdose, denn nach vier Wochen nervt das echt.

Kopfhörerverstärker – warum überhaupt?

Hm… sehr gute Frage, die ich mir eigentlich nie gestellt habe, weil ja fast alles auf dem Schreibtisch schon einen Verstärker verbaut hat. Soundkarten, Audio-Interfaces, alles all-in-one. Aber gerade die Mikro-Interfaces sind für Kopfhörer oft nicht optimal, da lohnt sich ein separater DAC und Amp.

Viele DACs übernehmen zwar die Verstärkerrolle, sind aber meist auf normale Gaming-Headsets ausgelegt. Und mal ehrlich: Viele Gamer wissen gar nicht, was ihnen klanglich entgeht – oder sparen halt am falschen Ende. Die Branche hat sich aber entwickelt, Billigmarken wie Speedlink sind quasi weg vom Fenster.

Im Grunde ist es wie bei der Anlage im Wohnzimmer: Entweder All-in-One oder getrennte Komponenten. Ein guter DAC ist nicht automatisch ein guter Amp. Gerade mit hochwertigen Kopfhörern trennt sich die Spreu vom Weizen. Mein Fosi K7 klingt für 180 € schon richtig stark, aber mit dem Lehmann Audio Linear geht’s nochmal auf ein anderes Level.

HiFi-Regel: Komponenten sollten preislich zusammenpassen. Aber manchmal gibt’s eben auch Einhörner – wie den K7. Kombiniert mit einem 900 € Verstärker und evtl. einem besseren Netzteil (nochmal 100–120 €) landet man bei 300 €, hat aber ein Set, das richtig performt.

Klang mit dem Lehmann Audio Linear und Fosi Audio K7

Ich geb’s zu: Der K7 hatte mich schon vorher abgeholt. Sein AKM 4493SEQ ist schon sehr cool. Ein wenig Wärme, aber dennoch super Details. Lehmann Audio Linear dran geklemmt, Kopfhörer umgestöpselt, wow. Ich sag jetzt nicht, dass der Lehmann was am Klang macht – das tut er mit absoluter Sicherheit nicht. Er macht eher, dass es potenter klingt? Kann man das so sagen? Harmonischer, weil er halt gefühlt keine Versorgungsschwäche aufweist.

Das ist dieser berühmte Unterschied, wenn ein Verstärker nicht in die Knie geht und die Musik einfach mehr lebt. Ich habe das schon mal beschrieben beim Test von Verstärkern gegenüber Receivern. Diese gehen halt teilweise kurzzeitig in die “Knie” und der letzte Punch fehlt. Ziemlich genau das empfinde ich hier auch. Der Lehmann gibt der Musik noch mal mehr Energie. Nix, was ich vermissen würde, wenn ich es nicht erst gegengehört hätte, aber jetzt, wo ich es kenne, will ich’s nicht mehr missen.

Generell nennt man dies Transienten – und während ich diesen Text hier schreibe, merke ich immer wieder, dass ich auch hierüber aufklären muss. Deswegen gibt’s bei uns auch eine Erklärung zu Transienten.

Von Vorteil kann es schon sein, wenn man den DAC auf Line-Out stellen kann, dann hat man die Referenz-Ausgangsleistung anliegen. Das ging jetzt beim K7 nicht, aber ich habe ihn quasi auf ca. 2/3 Lautstärke gestellt und dann die Lautstärke über den Lehmann Audio Linear geregelt.

Was mir ab dann aufgefallen ist: Ich hatte richtig Spaß am Hören. Hat aber auch dazu geführt, dass ich die Musik streckenweise aufgedreht habe. Im Wohnzimmer ist das einfach, ich hab mal mein Handy mit Dezibelmesser zwischen Ohr und Kopfhörermuschel geschoben und gemessen. Ob das jetzt den wirklichen Schalldruckpegel anzeigt, weiß ich nicht. Vielleicht hat ja wer ne Idee, wie man das mal gescheit messen kann?

Für genau diesen Fall hat aber Norbert noch einen Hinweis verschriftlicht in seinem Techletter. Hier weist er nochmal auf die Lautstärken und Dauer hin, die man hören sollte, ohne dauerhafte Gehörschäden.

Stepup zum Fosi ZD3

Fosi bewirbt den Fosi ZD3 als seinen Flagship DAC, welcher aber mit 189 € immer noch moderat im Preis ausfällt. Hier werkelt jetzt kein AKM-Chip, sondern ein Sabre ES9039Q2M – also tendenziell der Zweikanal-Flaggschiff-DAC im mobilen Sektor. Der ZD3 ist zwar noch Vorstufe, hat aber schon keinen Kopfhörerverstärker mehr an Board. Dafür kann man an ihm noch rumtunen mit OpAmps, was ich auch ausgiebig getan habe. Ergebnisse folgen im ausführlichen Test. Aber aktuell warte ich noch auf OpAmps, demnach dauert es noch ein wenig, bis ich final bin.

Bis darauf, dass ich mich irgendwie auf der Sabre-Seite der Macht fühle, weil ich dann doch das Analytische vom Sabre mehr schätze und der DAC als solcher nochmal besser als der K7 performt, konnte ich hier lediglich ausmachen, dass mir die Kombo richtig gut gefällt. Platztechnisch ist der ZD3 auf dem Schreibtisch angenehm, optisch sieht er auch ansprechend aus.

Stepup zum Burson Audio Playmate 3 Deluxe

Ein ganz anderes Level betritt man natürlich dann mit dem Burson Audio Playmate 3, welcher auch erst kürzlich erschienen ist. Aber ich bin nunmal Spielkind und Burson ist die Wiege der Audiospielerei, haben sie doch diskrete OpAmps in den Markt gebracht und bieten wie Fosi Audio ebenfalls die Möglichkeit, eben jene auszutauschen.

Beim DAC-Chip handelt es sich wieder um den ES9039Q2M, welcher hier natürlich nochmal anders implementiert wurde. Hier gibt es noch spezifische Einstellungsmöglichkeiten, die den Klang anpassen lassen.

Hätte ich jetzt keinen Lehmann Audio Linear hier, würde mir erstmal wahrscheinlich der Kopfhörerverstärker im Playmate 3 reichen. Hier müssen wir aber auch hinzunehmen, dass es sich schon um die Deluxe-Version handelt, welche mit fast 1100 € zu Buche schlägt.

Hier ist mit dem Lehmann Audio Linear dennoch noch was rausholbar, wobei der Lehmann Audio Linear II hier das i‑Tüpfelchen setzt. Aber dazu wollte ich einen eigenen Artikel schreiben. Hier kann man dann definitiv sagen, dass die Transientenwiedergabe noch ein Quäntchen zulegt. Ich weiß jetzt nicht, wie das viele Leute abmachen in ihrer Musik, aber ich mache das an gut aufgenommener Musik ab. Hier hatte ich zum Beispiel ganz gerne Korn gehört. Die meisten Alben stehen hier mit 192 kHz zur Verfügung, auch wenn ich ab einer bestimmten kHz-Zahl nicht mehr wirklich einen Unterschied abmachen kann, ist das die mir höchst verfügbare. Hier gibt es manche Aufnahmen, die ganz deutliche Anrisse von Gitarren- und Basssaiten haben, was mir vorher verwehrt war zu hören, aber die Musik jetzt mehr wie Musik klingen lassen. Good God, Reclaim my place, no place to hide wären da so Titel.

Schwer zu beschreiben, aber jeder kennt den Unterschied des Klangs, abgesehen von der Lautstärke, eines Konzerts. Auch hier hört man direkte Einflüsse der Instrumentenbedienung, also das leise Schleifen der Finger über die Metallsaiten oder auch das Anschlagen, bzw. den Zeitpunkt, wo der Drumstick das Becken hölzern trifft. Hier bilde ich mir ganz hart ein, dass ich das nicht oder nicht so intensiv hatte. Mehr zu Transienten habe ich dann gleich mal hier geschrieben.

Voll analog am Plattendreher

Ich glaub, ich hab noch nie so direkt meinen Plattendreher abgehört. Also tendenziell war halt nur der Plattendreher, der Graham Slee Gram Amp 2 SE und der Lehmann Audio Linear in meiner Audiokette. Dadurch, dass der Lehmann Audio Linear über eine Lautstärkeregelung verfügt, klappt das hervorragend.

Was soll ich sagen? Definitiv mal noch eine andere Welt. Man ist einfach noch eine Runde näher an allem dran. Der Graham Slee macht seine Sache wirklich gut, auch wenn ich irgendwann noch mal die Möglichkeit haben möchte, mich hier auszuprobieren. Beim Lehmann ist man aber in der Tat schon so ziemlich angekommen. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man mit so einem Gerät noch viel mehr will. Braucht vielleicht, wenn da doch noch was richtig Leistungshungriges genutzt werden soll, aber sag niemals nie.

Ich hätte sicherlich ohne Norbert Lehmann auch nicht einen Kopfhörerverstärker im Haus gehabt und diesen erst recht nicht an mein Plattensetup gehangen.

WiiM

Auch an einem WiiM Ultra macht sich der Lehmann Audio Linear hervorragend. So bekommt man ein schönes, minimalistisches High-End-Setup dahingestellt. Die hervorragende Bedienbarkeit des WiiM Ultra mit einem leistungsstarken Kopfhörer-Amp hebt die Kiste zumindest für eben jene auf ein anderes Level. Definitiv nicht für Einsteiger, aber für Aufsteiger sicherlich eine tolle Option.

Eversolo

Kommen wir zu meinem unangefochtenen Lieblingsstreamer, dem Eversolo DMP-A6 und DMP-A6 Master Edition. Der WiiM ist wirklich geil, als Ultra mit seinem Display und der Bedienung… wirkt er aber dennoch ein wenig ipsig und eher wie ’ne Dose, ist der Eversolo einfach ein ausgewachsenes, aber dennoch junges Stück HiFi. Den Lehmann Audio Linear angeschlossen, rockt diese Kombo in meinen Augen schon ziemlich. Ich habe Stunden verbracht, mit dieser Kombo zu hören. Das große Display, welches mir immer das Cover zum aktuellen Song anzeigt, durch den Kopfhörer jetzt in der Nähe. Vertieft in die Musik versunken und immer mal einen Blick auf das Display. Handy beiseite und mit der Touch-Steuerung hier ein wenig den Alltag verschwinden lassen.

Klanglich über aller Zweifel erhaben. Der Lehmann Audio Linear tut das, was Norbert Lehmann verspricht: Linear spielen und das wirklich zur Entspannung.

Persönliches Empfinden

Ich weiß nicht, was es ist, aber ich glaube, es liegt nicht nur am “besseren”, “entspannteren” Ton, sondern auch an vielerlei anderer Faktoren. Sich einen Kopfhörerverstärker wie den Lehmann Audio Linear zuzulegen, bedeutet halt zum einen das Commitment auf den Kopfhörer an und für sich. Man gibt hier 1000 € für ein feines Stück Technik aus, welches allen angeschlossenen Kopfhörern schon mal auf dem Papier die Leistung zuteilwerden lässt, die sie benötigen. Weiterhin geht man davon aus, dass der Lehmann Audio Linear in keinster Weise meinen Ton verfärbt, sondern die einzigen klangbestimmenden Faktoren die Musik selber und der DAC + ggf. Equalizer sind. Was heißt, dass ich mir meine Musik so anpassen kann, wie ich sie vielleicht gerne höre – wärmer, analytischer – und nicht noch weitere Komponenten habe, welche ich in diese Einstellung einberechnen muss.

Mit dem Commitment weiß ich innerlich auch: Hier handelt es sich um ein absolutes Referenzgerät. Vielleicht ist es eine innere Ruhe, die entsteht, weil ich nicht versuche, zwangsläufig den Fehler an eben jener Stelle zu suchen, wenn ich im Klang etwas entdecke, das mir nicht gefällt oder schlimmstenfalls sich nicht natürlich anhört.

Jedenfalls hat mich das Commitment dazu bewegt, noch mal mehr Musik zu hören, weil ich neugierig war, wie, was, jetzt eventuell anders als vorher klingt. Andere Kopfhörer an dem Lehmann Audio Linear zu hören, welche ich vielleicht beim ersten Mal so gut fand und ihnen noch eine zweite Chance zu geben.

Für wen ist denn nun der Lehmann Audio Linear?

Ganz klar: Enthusiasten. Wenn du deine Musik und deinen Musikgenuss weiter nach vorne bringen möchtest. Klingt vielleicht dein DAC schon nach dem, was du dir so vorstellst, kannst du sicherlich mit dem Lehmann Audio Linear hier und da noch ein Quäntchen herausholen. Weiterhin gibt er dir Freiheit bei deiner zukünftigen Kopfhörerwahl. Dennoch wäre es natürlich nicht mein erstes Upgrade. Vorziehen würde ich immer OpAmps und das Netzteil, da dies natürlich einen ganz entscheidenden Einfluss auf den Klang hat.

Ganz ehrlich würde ich den Lehmann Audio Linear (bzw. hier den Linear II) nicht mehr missen wollen. Letztlich entscheidet bei mir nur das Budget. Gerne hätte ich einen Lehmann Audio Linear II hier im Repertoire, alleine für zukünftige Tests von Geräten, da ich jetzt einmal in den Kaninchenbau gefallen bin. Aber da alles hier auf dem Blog dennoch Geld kostet und durch meine Entscheidung, den Blog gar nicht zu monetarisieren, alles vom Hobby-Budget abgeht, muss jede Ausgabe wohl überlegt sein. So sehr es mich und die Qualität nach vorne bringen würde, gibt es einfach auch andere Ausgaben hier, die man nicht sieht. Oft müssen Zölle bezahlt werden für Lieferungen und geschenkt bekommt man nunmal auch nix.

Also: Wer sich ein geiles Desktop-Setup zusammenbauen will, sollte definitiv mit einem Kopfhörerverstärker rechnen. Beim Lehmann Audio Linear macht man absolut nix falsch und bekommt “deutsche Wertarbeit und Engineering”. Vielleicht auch sowas wie Zukunftssicherheit – vom Linear zum Linear II bietet Lehmann Audio auch ein Upgrade an.

Analog-Setup direkt am Phono-Pre-Amp? Ebenfalls geil. Vielleicht in einer Mietsituation, oder einfach um die bessere Hälfte nicht zu nerven. Oder einfach, weil man beides genießt. Mal mit den Lautsprechern und mal mit den Kopfhörern. War vor diesem Test mir nicht so präsent, kann ich aber voll und ganz nachvollziehen.

Direkt an einen Streamer? Geile Sache. Durch die direktere Nähe der Kopfhörer zum Ohr merkt man aber schon Nuancen-Unterschiede bei den Streamern. Wo ein WiiM Ultra wirklich geil an einer Anlage ist, kann ein Eversolo noch ’ne deutliche Ecke besser klingen auf dem Kopfhörer.

Fazit

Hier gibt’s kein Haar in der Suppe, sondern nur unbändige Power, ohne nur ein Quäntchen den Klang zu verfälschen. Wer einen Kopfhörerverstärker sucht, der einfach das macht, was man erwartet, ohne irgendwelche OpAmp-Spielereien, ist hier an seinem erstrebenswerten Ziel angekommen. Feinste Class-A-Verstärkung, solide Bauweise und mit Liebe engineered.

Behind the Scenes

Ich hatte hier natürlich auch einige Kopfhörerkandidaten am Start, mit welchen ich rumgespielt habe: Diese waren Audezee LCD‑X, LCD‑3, Sennheiser HD 550, Verum 2, Fosi Audio i5, Beyerdynamic DT1990 Pro. IEM’s habe ich die Juzear Defiant, 7Hz Timeless II und Shanling ME600 mit dem Lehmann Audio Linear betrieben. Musik wurde fast ausschließlich mit Qobuz gestreamt. Eine Referenzplaylist findet sich hier.

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https://www.hifigeek.de/lehmann-audio-linear-im-test-wenn-deutsche-ingenieurskunst-auf-kopfhoerer-power-trifft/feed/ 0 9110
Burson Audio Playmate 3 Deluxe — Der ultimative Desktop-DAC im Hardcore-Test https://www.hifigeek.de/burson-audio-playmate-3-deluxe-der-ultimative-desktop-dac-im-hardcore-test/ https://www.hifigeek.de/burson-audio-playmate-3-deluxe-der-ultimative-desktop-dac-im-hardcore-test/#respond Mon, 19 May 2025 12:30:10 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8929 Der Burson Audio Playmate 3 hat nach wochenlangem intensiven Testing bewiesen, dass er weit mehr ist als nur ein gewöhnlicher Desktop-DAC. Mit seiner unglaublichen Klangqualität, den umfangreichen Upgrade-Möglichkeiten und der beeindruckenden Leistung hat er sich als eines der faszinierendsten Audio-Geräte entpuppt, die je auf meinem Schreibtisch gelandet sind. Besonders interessant für alle, die auf der Suche nach einem ultimativen All-in-One-Paket sind, das keine klanglichen Kompromisse eingeht.

Burson Audio ist im DACH-Raum noch weitgehend unbekannt — eine Übersicht über alle meine Tests und die Philosophie hinter der Marke findest du auf der Burson Audio Übersichtsseite.

Was zum Teufel ist Burson Audio eigentlich?

Burson Audio dürfte für viele deutsche Audio-Enthusiasten noch ein unbeschriebenes Blatt sein – aber nicht mehr lange! Auf der High End in München habe ich die Produkte kürzlich entdeckt und nach einem kurzen Schwätzchen erfahren, dass diese audiophilen Schätze aus Australien bald einen deutschen Vertrieb bekommen könnten.

Für OpAmp-Nerds ist Burson allerdings längst ein Begriff. Neben Sparkos stellen die Australier wohl die besten diskreten Operationsverstärker (OpAmps) der Welt her. Und genau diese kleinen Wunderwerke haben einen massiven Einfluss auf den Klang von DACs, Verstärkern und Vorstufen.

OpAmps — WTF?!

Kurzer Technik-Exkurs: OpAmps (Operationsverstärker) stecken in praktisch jedem Verstärker und DAC. Sie sind dafür verantwortlich, die winzigen Signale aus dem Digital-Analog-Wandler auf ein hörbares Niveau zu verstärken. Da sie direkt nach der Wandlung im Signalweg liegen, prägen sie maßgeblich den Klangcharakter eines Geräts.

Was Burson besonders macht: Anders als die meisten Hersteller, die auf billige Massenware-ICs setzen, baut Burson seit über 20 Jahren diskrete OpAmps. “Diskret” bedeutet, dass statt eines einzelnen integrierten Schaltkreises individuelle Komponenten wie Transistoren, Widerstände und Kondensatoren verwendet werden – handverlesen und optimal aufeinander abgestimmt. Das Ergebnis? Ein dramatisch besserer Klang und die Möglichkeit, deinen Sound nach Belieben zu tunen.

Unboxing & Lieferumfang: High-End vom ersten Moment an

Der Burson Audio Playmate 3 kam in exzellenter Verpackung an, die bereits erahnen lässt, dass hier kein Mainstream-Produkt wartet. Im Karton findet sich:

  • Der Burson Audio Playmate 3 (natürlich)
  • Ein hochwertiges Cinch-Kabel
  • USB‑C zu USB‑C Kabel
  • Kopfhörer-Mikrofon-Adapter
  • 2× 5534d JRC OpAmps
  • 2× 5532d JRC OpAmps
  • Inbusschlüssel für die Gehäusedemontage
  • Ersatzsicherung
  • Universalnetzteil mit verschiedenen Ländersteckern
  • Silent Power Module SP2-15P und SP2-15N (Deluxe only)
  • Eine Metall-Fernbedienung (kein billiger Plastikschrott!) (Deluxe only)

In der Deluxe-Edition sind bereits die Premium-OpAmps vorinstalliert:

  • 2× Burson Audio V7 Vivid Dual
  • 2× Burson Audio V7 Vivid Single

Statt des Standard-Netzteils lag in unserem Testgerät bereits der Burson Super Charger PSU 3A 24V/3A bei – ein Upgrade, das sich definitiv hören lässt.

Tech-Specs: Zahlen, die Audionerds feucht werden lassen

Für alle Zahlenfreaks hier die wichtigsten Spezifikationen des Burson Audio Playmate 3:

  • DAC-Chip: ESS Sabre 9039 (State-of-the-art!)
  • Sampling-Rate: bis zu 768kHz PCM und DSD512
  • Class-A-Kopfhörerverstärker mit 3 Watt pro Kanal bei 30W Ruhestrom
  • Kanaltrennung: 128 dB @ 1kHz, 121 dB @ 20kHz
  • THD+N: 0,0018% @ 1kHz, 0dBFS
  • Gesamte THD mit DAC, Pre-Amp und Amp: <0,002%

Die Leistungsabgabe ist beeindruckend und zeigt, warum der Burson Audio Playmate 3 praktisch jeden Kopfhörer problemlos antreiben kann:

Impedanz (Kopfhörer)LeistungSignal-Rausch-VerhältnisKanaltrennung
16 Ohm3,5W96dB99%
32 Ohm2,5W97dB99%
100 Ohm600mW98dB99%
150 Ohm400mW96dB99%
300 Ohm150mW95dB99,5%

Anschlussseitig bietet der Burson Audio Playmate 3 Toslink und USB‑C als Eingänge, was ihn perfekt für den Desktop-Einsatz macht. Kompatibel ist er mit Windows XP, 7, 8, 10, Mac OSX sowie iOS und Android (via OTG).

Design und Verarbeitung: Endlich mal kein China-Plunder

Holy Shit – wenn man den Burson Audio Playmate 3 in den Händen hält, begreift man sofort, wofür die knapp 3kg Gewicht stehen: Unerbittliche Qualität! Das komplett aus massivem Aluminium gefräste Gehäuse schreit förmlich “High-End”. Auch alle Knöpfe und Drehregler sind aus Aluminium gefertigt.

Die dunkle silberne Farbgebung mit orangen Akzenten sieht verdammt edel aus und passt perfekt zu praktisch jedem Setup. Das Display ist hell, informativ und zeigt genau das, was man wissen muss. Der Lautstärkeregler dreht sich butterweich und präzise – keine billigen Raster-Stufen, sondern echte analoge Kontrolle.

An der Front befinden sich zwei Kopfhörerausgänge (2,5mm und 6,3mm, beide unsymmetrisch), der Netzschalter, das Display sowie der Lautstärkeregler mit Menü-Knopf und dem IR-Empfänger für die Fernbedienung.

Die Rückseite beherbergt den USB-C- und Toslink-Eingang sowie einen Pre-Out, der wahlweise als echter Pre-Amp oder als reiner Line-Out konfiguriert werden kann.

Die ebenfalls komplett aus Metall gefertigte Fernbedienung liegt schwer und wertig in der Hand – auch hier kein billiges Plastikspielzeug. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Metallknöpfe klappern ein wenig bei der Bedienung. Klar, das ist Meckern auf hohem Niveau, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt.

Bedienung und Features: Audiophiler Baukasten

Die Bedienung des Burson Audio Playmate 3 ist erfreulich unkompliziert. Über den rechten Button gelangt man ins Menü, durch das man mit dem Lautstärkeregler scrollt. Zur Auswahl einer Option drückt man einfach den Regler – intuitiver geht’s kaum.

Im Menü lassen sich folgende Einstellungen vornehmen:

  • Input-Auswahl: USB oder Toslink
  • Output-Modus: Kopfhörer, Pre-Out oder DAC-Out
  • Verstärkungsstufe: Low oder High (ideal für empfindliche IEMs vs. hungrige Planare)
  • Filter-Einstellungen: FIR-Filter, DPLL und IIR-Filter (für Audiophile ein Paradies)
  • DAC Path: Bestimmt, welche Filter umgangen werden
  • THD-Kompensation
  • Auto-Off-Funktion bei fehlendem Signal
  • Mikrofon-Eingangsaktivierung für Gaming-Headsets

Besonders cool: Im Gegensatz zu vielen anderen High-End-Geräten, die mit kryptischen Einstellungen und mieser UI glänzen, ist hier alles logisch aufgebaut und selbsterklärend.

Klangeigenschaften: Wie klingt denn nun der Bastard?

Der Burson Audio Playmate 3 Deluxe liefert einen Sound, der mich mehrfach dazu gebracht hat, einfach ungläubig vor dem Gerät zu sitzen. Für rund 1000€ bekommt man hier ein All-in-One-Paket, das mühelos mit deutlich teureren Einzelkomponenten mithalten kann.

Besonders bemerkenswert ist der integrierte Kopfhörerverstärker, der sich perfekt in das Gesamtbild einfügt. Zum Vergleich haben wir teurere externe Kopfhörerverstärker im DAC-only-Betrieb angeschlossen und mussten festhalten: Der Burson als Komplettpaket liefert eine verdammt beeindruckende Performance.

Die Klangcharakteristik der Deluxe-Version mit den V7 Vivid OpAmps ist eher analytisch, aber niemals kalt oder leblos. Der Sound ist detailliert, präzise und kraftvoll – genau das, was man von einem High-End-Gerät dieser Preisklasse erwartet.

Musik-Tests: Metal und mehr im Härtetest

Da wir bei hifigeek.de natürlich primär auf die harte Gangart stehen, haben wir den Burson mit einer Reihe anspruchsvoller Tracks gefoltert (Referenzplaylist auf Qobuz):

Septicflesh – Portrait of a headless man (Infernus Sinfonica MMXIX)

Bei diesem orchestralen Death-Metal-Monster mit Streichern, Bläsern, Gitarren, Publikum und Chor trennt sich bei unseren Tests immer die Spreu vom Weizen. Der Burson Audio Playmate 3 schafft hier etwas Beeindruckendes: eine breite, tiefe Bühnenabbildung, bei der die Band druckvoll im Vordergrund steht, perfekt vom Orchester flankiert wird, während der Chor das Ganze mit epischer Größe überzieht.

Besonders die Trompeten – mein persönliches Highlight bei jedem Audio-Test – klingen druckvoll und lebendig, was zeigt, dass der Burson Audio Playmate 3 auch bei schnellen Transienten absolut nichts zu verbergen hat.

Lamb of God – Laid to Rest

Geradliniger, aber nicht weniger anspruchsvoll ist dieser modernen Metal-Klassiker. Die satt abgemischten Drums kommen mit ordentlichem Druck, die hämmernd einsetzenden Gitarrenriffs offenbaren die volle Leistungsfähigkeit des Burson Audio Playmate 3. Jedes Detail ist präzise dargestellt, der Sound ist kraftvoll und dynamisch, genau wie diese Musik sein muss.

Lorna Shore – Pain Remains Trilogie

Will Ramos’ Stimmakrobatik ist eine Herausforderung für jedes Audio-Setup. Die Pain Remains Trilogie beginnt mit feinem Regen und einer hallunterlegten Melodie, bevor es mit Will Ramos’ extremen Gesangskünsten richtig zur Sache geht.

Hier zeigt sich, dass selbst der Burson irgendwann an seine Grenzen stoßen kann: Bei maximaler Komplexität mit schneller Double-Bass-Drum, drückenden Gitarrenriffs und Ramos’ vielschichtigen Gesangsstilen wird der Klang manchmal etwas weniger klar. Dies ist jedoch kein Knockout-Kriterium – kaum ein DAC/Amp-Kombination in dieser Preisklasse kommt hier besser durch.

Beeindruckend ist, wie der Burson Audio Playmate 3 die ruhigeren Passagen mit ihrer emotionalen Tiefe wiedergibt – hier entstehen echte Gänsehautmomente, die den Hörer tief ins musikalische Geschehen ziehen.

Gaming: Audiophile Zocker aufgepasst!

Mit 1000€ ist der Burson Audio Audio Playmate 3 definitiv im High-End-Gaming-Bereich angesiedelt – aber er ist jeden verdammten Cent wert, wenn ihr euer Gaming-Erlebnis auf ein neues Level heben wollt.

Die räumliche Abbildung ist so präzise, dass die Ortung von Gegnern in Shootern im Vergleich zu Onboard-Soundkarten deutlich leichter fällt. Selbst feinste Geräusche sind klar hörbar und perfekt lokalisierbar. In Kombination mit einem hochwertigen Kopfhörer verschafft euch das einen echten Vorteil.

Auf der diesjährigen High End in München gab es nicht umsonst einen eigenen Gaming-Bereich – Audio und Gaming gehören zusammen, und der Burson Audio Playmate 3 könnte hier zum Geheimtipp für anspruchsvolle Streamer und Pro-Gamer werden.

OpAmp-Tuning: Der audiophile Spielplatz

Das wahre Highlight des Burson Audio Playmate 3 ist die Möglichkeit, durch den Austausch der OpAmps den Klangcharakter nach eigenen Vorlieben anzupassen. Wir haben verschiedene Kombinationen getestet:

V7 Vivid OpAmps (Deluxe-Edition)

Diese sind unsere klaren Favoriten für die meisten Kopfhörer. Solange der Kopfhörer nicht bereits zu harsch in den Höhen ist, liefern die Burson Audio V7 Vivids einen knackigen, punchigen Bass und detaillierte Höhen mit exzellentem Wiedergabedetail. Die räumliche Abbildung ist fantastisch, und der Klang hat genau die richtige Mischung aus Analytik und Musikalität.

Sparkos SS36er

Die Sparkos SS3602 und SS3601 machen den Klang etwas weniger warm, erreichen aber nicht ganz die Detailtiefe der Vivids. Dennoch handelt es sich um hervorragende OpAmps, die in manchen Systemen durchaus die bessere Wahl sein könnten.

V7 Standard OpAmps

Für Kopfhörer mit spitzeren Höhen sind die V7 Standard OpAmps eine ausgezeichnete Option. Sie machen den Burson Audio Playmate 3 zu einem deutlich weicher klingenden Gerät, was bei manchen Aufnahmen oder Kopfhörern genau das Richtige sein kann.

553er JRC OpAmps (Standard)

Die im Basis-Modell verbauten OpAmps sind bereits gut abgestimmt und tendieren in Richtung der V7 Vivid. Allerdings fehlt es hier an Detailzeichnung und etwas Druck im Bass. Für den Einstieg sind sie dennoch absolut respektabel und geben Zeit zum Sparen auf ein späteres Upgrade.

Einordnung: Für wen ist dieser DAC eigentlich?

Der Burson Audio Playmate 3 ist eindeutig für den Schreibtisch konzipiert. Seine Eingangsoptionen (USB‑C und Toslink) machen ihn zum perfekten Partner für PC und Konsole. Am wohlsten fühlt er sich per USB‑C an einem Computer, wobei er per Toslink natürlich auch hervorragend an eine Spielkonsole passt (dann allerdings ohne Mikrofon-Funktion).

Für alle, die viel mit Kopfhörern arbeiten oder hören und einen erstklassigen DAC mit exzellentem Kopfhörerverstärker suchen, ist der Burson Audio Playmate 3 ein fantastisches Gesamtpaket. Statt mehrere Geräte auf dem ohnehin oft überfüllten Schreibtisch zu stapeln, bekommt man hier alles in einem extrem hochwertigen Gerät.

Besonders hervorzuheben ist, dass man sich keine Gedanken über die Paarung zwischen DAC und Verstärker machen muss – Burson hat diese Hausaufgaben bereits erledigt und eine perfekt abgestimmte Kombination geschaffen.

Paarung mit anderen Geräten

Der Burson Audio Playmate 3 harmoniert hervorragend mit aktiven Studiomonitoren. Einfach im Menü auf Pre-Out umschalten, und schon kann man seine Lautsprecher perfekt ansteuern – ideal für Zeiten, in denen man keine Kopfhörer tragen möchte.

Was die Kopfhörer betrifft, konnten wir keine negativen Paarungen feststellen. Audeze (LCD‑X, Hifiman, verschiedene Beyerdynamic-Modelle und auch IEMs funktionieren wunderbar mit dem Burson. Selbst mit günstigeren Kopfhörern kann man sicher sein, dass der Burson Audio Playmate 3 das Maximum aus ihnen herausholt.

Wir sind besonders gespannt auf den Test mit dem kommenden Fosi Audio i5, den wir bereits auf der High End in München erleben durften und der sich am Burson Audio Playmate 3 als perfekter Partner entpuppen könnte.

Upgrades: So wird gut zu verdammt gut

Wer sich für die Standard-Version des Burson Audio Playmate 3 entscheidet, hat zahlreiche Möglichkeiten für spätere Upgrades:

  1. OpAmp-Upgrade: Von den Standard-JRC-OpAmps zu V7 Standard oder V7 Vivid für deutlich besseren Klang
  2. Netzteil-Upgrade: Das Super-Charge-Netzteil taktet deutlich höher als handelsübliche Schaltnetzteile und bietet geringeres Rauschen. Es vereint die Vorteile von Schalt- und Linearnetzteilen und sorgt für einen erwachseneren, präziseren Klang mit größerer Bühne.
  3. Power-Module: Die Standard-SP01-Module lassen sich einfach durch die SP02-Module ersetzen, die bis zu 200-mal weniger Rauschen produzieren.

Ich kenne kein anderes Audio-Gerät, das so wandlungsfähig und upgradefähig ist – perfekt für experimentierfreudige Audiophile, die ihren Sound immer weiter perfektionieren möchten.

Fazit: Audio-Nirvana auf dem Desktop

Der Burson Audio Playmate 3 Deluxe ist ein audiophiles Kraftpaket, das praktisch alle Wünsche erfüllt, die man an einen Desktop-DAC mit Kopfhörerverstärker haben kann. Seine Performance überzeugt auf ganzer Linie, die Upgrade-Möglichkeiten sind begeisternd, und der Sound ist schlichtweg atemberaubend.

Für Audiophile, Gamer und Musikproduzenten, die einen felsenfesten Begleiter auf dem Schreibtisch suchen, ist der Burson Audio Playmate 3 eine klare Empfehlung. Ja, er ist nicht billig – aber er bietet einen Gegenwert, der weit über seiner Preisklasse liegt, und dank der Upgrade-Möglichkeiten ist er eine langfristige Investition in großartigen Sound.

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DENON, MARANTZ & B&W: SAMSUNG ÜBERNIMMT DIE AUDIOWELT – DER MEGA-DEAL IST PERFEKT! https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/ https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/#respond Wed, 07 May 2025 09:12:42 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8829 Die Gerüchteküche brodelte schon lange, jetzt ist es amtlich: Harman International, Tochtergesellschaft von Samsung, übernimmt die Sound United Audiosparte von Masimo für satte 350 Millionen Dollar! Damit wandern legendäre HiFi-Marken wie Denon, Marantz und Bowers & Wilkins in den gigantischen Audio-Kosmos von Samsung. Was für ein Paukenschlag in der Audiowelt!

Der Deal des Jahres: Samsung schnappt sich die Audio-Elite!

Was viele befürchtet hatten, ist nun eingetreten – aber mit einem überraschend positiven Twist! Nachdem Masimo zuletzt kaum noch wusste, was es mit seinen Audio-Perlen anfangen sollte, hat Samsung jetzt die Reißleine gezogen und den gesamten Laden übernommen. Und das zum Schnäppchenpreis von gerade mal 350 Millionen Dollar – in bar, versteht sich!

Das ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Masimo vor gerade mal drei Jahren sagenhafte 1,025 Milliarden Dollar für Sound United hingeblättert hatte. Ein Verlustgeschäft epischen Ausmaßes für das Medizintechnikunternehmen, das offensichtlich festgestellt hat, dass HiFi-Equipment und Gesundheitstechnik nicht unbedingt eine Traumehe bilden!

Was kommt jetzt ins Samsung-Audio-Imperium?

Mit diesem Deal erweitert Samsung/Harman sein ohnehin schon beeindruckendes Audio-Portfolio um absolute Kultmarken:

  • Bowers & Wilkins (Premium-Lautsprecher für echte Audiophile)
  • Denon (HiFi-Urgestein mit legendärem Ruf)
  • Marantz (High-End-Verstärker und mehr)
  • Polk Audio (Lautsprecher für jedermann)
  • Definitive Technology (Premium-Heimkino-Systeme)
  • Classé (Ultra-High-End-Verstärker)
  • HEOS (Multiroom-Audio-System)
  • Boston Acoustics (bekannt für soliden Sound zum fairen Preis)

Diese Marken gesellen sich nun zu einem bereits beeindruckenden Lineup:

  • JBL (vom Party-Bluetooth-Speaker bis zur High-End-Studio-Monitore)
  • Harman Kardon (Lifestyle-Audio)
  • AKG (Kopfhörer und Studio-Equipment)
  • Mark Levinson (Ultra-Premium-HiFi)
  • Arcam (britische HiFi-Tradition)
  • Revel (High-End-Lautsprecher)
  • Roon (Audiophile Streaming-Software)

VERRÜCKT! Samsung besitzt jetzt gefühlt die Hälfte aller relevanten HiFi-Marken auf dem Planeten!

Die turbulente Vorgeschichte: Masimos Audio-Abenteuer

Die ganze Geschichte hat fast schon Soap-Opera-Qualitäten: Anfang 2017 kaufte Sound United die Marken Denon, Marantz und Co. Ende 2020 kam dann noch Bowers & Wilkins dazu. Doch dann der Hammer: Medizintechnik-Riese Masimo schnappt sich 2022 den ganzen Laden für über eine Milliarde Dollar – ein Move, bei dem die gesamte Branche nur ungläubig mit den Augen rollen konnte.

Und dann ging’s bergab. Im dritten Quartal 2024 wies Masimo für seinen Audio-Zweig einen Nettoverlust von 12,9 Millionen Dollar aus. In den ersten neun Monaten 2024 lag der Gesamtverlust bei erschütternden 31,3 Millionen Dollar. Im November 2024 machten dann Gerüchte die Runde, dass Masimo seine Audio-Sparte komplett einstampfen könnte.

Die Sanierung hatte bereits begonnen: Sämtliche Aktivitäten wurden in Eindhoven (Niederlande) konzentriert, Büros in Frankreich, Finnland, der Schweiz und Deutschland wurden geschlossen. Mit Roland Krüger verließ sogar der Manager der Produktlinie Electronics rund um Denon, Marantz und Classé Audio das sinkende Schiff.

Was bedeutet der Deal für uns Audiophile?

Die große Frage für uns Klangfanatiker: Was passiert jetzt mit unseren geliebten Marken? Werden Denon-Receiver bald mit Samsung-Logos verziert? Kommt der nächste Bowers & Wilkins Kopfhörer mit Galaxy-Branding?

Dave Rogers, Präsident der Lifestyle-Sparte von Harman, gibt sich erwartungsgemäß optimistisch: Diese Übernahme sei “ein strategischer Schritt zur Erweiterung des Kerngeschäfts” und werde “mehr Auswahlmöglichkeiten für Konsumenten” bieten. Das klingt erstmal gut – aber was heißt das konkret?

Meine Prognose für die Zukunft:

  1. Kurzfristig wird sich nichts ändern – die Produktlinien sind bereits geplant, die Geräte in Produktion. Die nächsten 1–2 Jahre laufen die Marken vermutlich wie gehabt weiter.
  2. Mittelfristig könnte es spannende Technologie-Transfers geben – stellt euch vor: HEOS-Multiroom mit Roon-Integration! Oder Bowers & Wilkins Lautsprecher mit JBL-Treibertechnologie! Hier könnte tatsächlich etwas Spannendes entstehen.
  3. Langfristig werden einige Marken neu positioniert oder zusammengelegt – es macht wenig Sinn, dass Samsung zehn verschiedene Receiver-Linien parallel betreibt. Wahrscheinlich werden manche Marken für bestimmte Marktsegmente reserviert oder neu definiert.

Was wir definitiv NICHT erwarten sollten: Eine Einstellung der Premium-Marken. Samsung hat mit Harman bewiesen, dass sie hochwertige Audiomarken schätzen und ihr eigenes Ding machen lassen können. Niemand will schließlich eine Milliarde Dollar für Marken ausgeben, um sie dann zu beerdigen!

Mein persönliches Fazit: Chance statt Katastrophe!

Als ich vor Monaten über das mögliche Aus von Denon, Marantz und Bowers & Wilkins schrieb, war die Stimmung düster. Jetzt atme ich auf – und ihr solltet das auch tun! Samsung/Harman ist vielleicht der beste realistische Käufer, den man sich wünschen konnte.

Warum? Weil Harman seit der Samsung-Übernahme 2017 bewiesen hat, dass sie Audio ernst nehmen. JBL hat seitdem einige der besten Produkte seiner Geschichte auf den Markt gebracht. Mark Levinson produziert weiterhin exquisite High-End-Verstärker. Und die Übernahme von Roon hat gezeigt, dass sie auch Software-seitig in die Audiozukunft investieren wollen.

Der Consumer-Audio-Markt wächst von 60,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf voraussichtlich 70 Milliarden Dollar im Jahr 2029. Samsung wäre dumm, dieses Potential nicht auszuschöpfen – und dumm sind die Koreaner definitiv nicht!

Die Details zum Deal

Der Kaufpreis liegt bei 350 Millionen US-Dollar in bar, mit kleineren möglichen Anpassungen. Die Transaktion soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein, vorausgesetzt, alle behördlichen Genehmigungen werden erteilt. Quentin Koffey, stellvertretender Vorsitzender des Masimo-Vorstands, erklärte, dass das Finden des “richtigen Zuhauses für dieses Geschäft von Tag eins an eine erklärte Priorität des neuen Vorstands war”.

Für Masimo bedeutet der Verkauf eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft im Gesundheitsbereich, während Harman sein Portfolio im Audiobereich massiv erweitert. Die Übernahme ist Teil einer größeren Strategie von Samsung, seine globale Führungsposition im Consumer-Audio-Markt zu stärken.

Für uns Verbraucher bleibt abzuwarten, ob Harman die klassischen HiFi-Sounds der Sound United-Marken beibehält oder neue Akzente setzt. Mit dieser Übernahme entsteht jedenfalls eine der stärksten Markenallianzen im HiFi-Segment überhaupt.

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Fosi Audio i5 Planar-Magnetische Kopfhörer: Audiophiler Klang zum erschwinglichen Preis https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-planar-magnetische-kopfhoerer-audiophiler-klang-zum-erschwinglichen-preis/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-planar-magnetische-kopfhoerer-audiophiler-klang-zum-erschwinglichen-preis/#respond Fri, 04 Apr 2025 19:30:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8621 Der renommierte Budget-HiFi-Hersteller Fosi Audio betritt mit dem neuen Fosi Audio i5 den umkämpften Markt der planaren Kopfhörer — und verspricht dabei eine beeindruckende Klangqualität zu einem attraktiven Preis. Die lang erwartete Kickstarter-Kampagne startet am 20. April 2025, doch schon jetzt können sich Interessierte spezielle Boni sichern.

High-End Technologie für audiophilen Klang

Fosi Audio hat bei den neuen Fosi Audio i5 Kopfhörern keine Kompromisse gemacht. Im Herzen der offenen Over-Ear-Konstruktion arbeitet ein gewaltiger 97mm großer Planar-Treiber mit einer ultradünnen Membran von nur 2 Mikrometern Dicke. Diese wurde mittels Sputtering-Technologie veredelt, wodurch eine gleichmäßigere und reaktionsschnellere Membran entstehen soll. In Kombination mit 44 leistungsstarken N50 Neodym-Magneten verspricht Fosi Audio ein Klangerlebnis mit hoher Auflösung und minimaler Verzerrung.

Besonders bemerkenswert: Der Frequenzgang reicht von tiefen 10Hz bis zu ultrahohen 50kHz, was weit über den hörbaren Bereich hinausgeht und für eine beeindruckende Detailwiedergabe sorgen dürfte. Wie wir bereits bei anderen Fosi Audio Produkten erleben durften, zielt das Unternehmen darauf ab, maximale Klangqualität zu einem erstaunlich günstigen Preis anzubieten.

Durchdachtes Design für optimalen Tragekomfort

Die i5 wurden nicht nur klanglich, sondern auch ergonomisch optimiert. Der Kopfhörer verfügt über eine doppelachsige Aufhängung der Ohrmuscheln, die sowohl vertikale als auch horizontale Rotation ermöglicht und sich so unterschiedlichen Kopfformen anpasst.

Der Kopfbügel besteht aus hochwertigem Memory-Metall, das seine Form beibehält und gleichzeitig flexibel und leicht ist. Die stufenlose Silikon-Verstellung sorgt für präzise Anpassungsmöglichkeiten mit einem angenehm gedämpften Gefühl.

Die Ohrpolster bestehen aus perforiertem Leder und atmungsaktivem Stoff, was für Kühlung sorgt und einem Hitzestau vorbeugt. Der integrierte Memory-Schaum passt sich perfekt an und verspricht Komfort auch bei längeren Hörsessions. Mit 550g Gewicht bewegen sich die i5 im durchschnittlichen Bereich für planare Kopfhörer.

Technische Spezifikationen im Überblick

  • Bauform: Offen, circumaural (Over-Ear)
  • Treiber: 97mm Planar-magnetisch, 2μm Membran
  • Impedanz: 28 Ohm
  • Empfindlichkeit: 98dB/mW @ 1kHz
  • Maximaler Schalldruck: >120 dB
  • Frequenzgang: 10Hz-50kHz
  • Klirrfaktor (THD): < 1% @ 100 dB SPL
  • Empfohlene Verstärkerleistung: > 250mW (Minimum > 100mW)
  • Gewicht: 550g

Beeindruckende Resonanz beim CanJam NYC 2025

Die Fosi Audio i5 erregten bereits beim CanJam NYC 2025 großes Aufsehen, wo Fosi Audio sie neben dem K7 DAC Amp und dem GR70 Röhren-Kopfhörerverstärker vorstellte. Laut Berichten erhielten alle Produkte viel Lob von Besuchern, und besonders die i5 Planar-Magnetischen Kopfhörer zogen die Aufmerksamkeit der Audiophilen-Gemeinschaft auf sich.

Exklusive Vorteile für frühe Unterstützer

Für alle, die sich frühzeitig die Fosi Audio i5 sichern möchten, bietet Fosi Audio ein attraktives Vorbestellungs-Programm. Auf der offiziellen Webseite kann man für 9,99 USD eine Gift Card erwerben, die später für jeden Einkauf auf der Webseite einlösbar ist. Wer anschließend die Kickstarter-Kampagne (Start: 20. April) unterstützt, erhält einen zusätzlichen Rabatt von 5%.

Darüber hinaus winken folgende physische Bonus-Artikel, die nach Ende der Kampagne verschickt werden:

  • 4,4mm Upgrade-Kabel
  • 4,4mm zu XLR Adapter
  • Ein zusätzliches Paar Ohrpolster

Fazit: Der Fosi Audio i5 ist ein vielversprechender Einstieg in die Welt planarer Kopfhörer

Fosi Audio hat sich mit Produkten wie dem K7 DAC/Amp, dem V3 Mono-Verstärker und dem SK01 bereits einen Namen für exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis gemacht. Mit dem Fosi Audio i5 wagt sich das Unternehmen nun in den anspruchsvollen Markt der planaren Kopfhörer und scheint dabei alle Register zu ziehen.

Die beeindruckenden technischen Daten, das durchdachte Design und der zu erwartende günstige Preis machen den i5 zu einem potenziellen Game-Changer für Budget-Audiophile.

Wer also schon immer in die Welt der planaren Kopfhörer einsteigen wollte, aber vor den oft horrenden Preisen zurückschreckte, sollte die Kickstarter-Kampagne ab 20. April im Auge behalten. Audiophiler Klang muss nicht teuer sein — Fosi Audio beweist es einmal mehr.

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