Hurricane Festival Scheeßel - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Tue, 09 Jun 2026 17:04:58 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Hurricane Festival Scheeßel - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Hurricane 2026 Line up steht, und Scheeßel wird zum Heimspiel https://www.hifigeek.de/hurricane-2026-line-up-vorbericht/ https://www.hifigeek.de/hurricane-2026-line-up-vorbericht/#respond Mon, 01 Jun 2026 15:04:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11932 Das Hurricane 2026 line up steht – und für mich als Lokalmatador aus Sittensen ist der Eichenring keine Reise, sondern ein Heimspiel. Es gibt Festivals, für die man tagelang quer durch die Republik fährt. Und dann gibt es eins, das praktisch vor der Haustür liegt. Kein Bulli, der nicht anspringt, kein matschiger Campingplatz, keine sechs Stunden Anreise. Hinfahren, feiern, abends wieder im eigenen Bett. Lokalmatador-Privileg.

Vom 19. bis 21. Juni 2026 geht das Hurricane in Scheeßel in die nächste Runde – und zwar in eine besondere: Es ist das 30. Jubiläum. Rund 75.000 Leute, drei Tage, ein Gelände, das man dafür erstaunlich entspannt zu Fuß abläuft. Genau das ist es, was das Hurricane für mich ausmacht: kurze Wege, ausgelassene Stimmung, und ein Publikum, das man selten daneben erlebt. Eng wird’s eigentlich nur direkt vor der Hauptbühne, wenn die ganz Großen ran – bei Die Ärzte vor zwei Jahren stand man da schon recht kuschelig. Aber machen kann man das immer.

Das Hurricane 2026 line up – warum dieses Jahr für mich anders läuft

Ich bin in den letzten Jahren fast immer am Sonntag angerückt, weil der traditionell am härtesten war. Das ändert sich 2026. Das Hurricane 2026 line up verteilt die Musik dieses Jahr verdammt gleichmäßig über alle Tage – egal ob Punk, Alternative, Nu Metal oder die deutsche Fraktion, an jedem Tag ist was dabei, das mich auf die Wiese zieht. Heißt im Klartext: einen reinen “Lieblingstag” gibt es 2026 kaum noch. Man muss eigentlich alle drei mitnehmen.

Die Headliner machen die Bandbreite schon klar: Kraftklub, Twenty One Pilots und Florence + The Machine stehen ganz oben auf dem Plakat. Drei komplett unterschiedliche Welten – und genau das ist der Hurricane-Charakter. Das komplette, offizielle Hurricane 2026 line up findet ihr direkt beim Veranstalter, inklusive Timetable als PDF. Gehen wir’s der Reihe nach durch.

Donnerstag – die Warm-Up-Party

Disarstar läutet zusammen mit Juli, Paula Carolina, Herrenmagazin und den Hansemädchen schon am Donnerstag das Wochenende ein. Disarstar ist für mich einer der wenigen deutschen Rapper, der politische Haltung und Hook gleichzeitig hinbekommt, ohne dass das eine das andere erschlägt. Dass er die Warm-Up-Party eröffnet, ist ein starker Auftakt – und ein Grund, dieses Jahr ausnahmsweise schon Donnerstag aufzukreuzen statt erst zum eigentlichen Festivalstart.

Freitag – Punk-Wurzeln und großes Kino

Pennywise. Für mich eines der absoluten Highlights des gesamten Wochenendes, da brauchen wir gar nicht lange drumherum reden. Wenn die “Bro Hymn” anstimmen und der komplette Platz mitgrölt, ist das einer dieser Festivalmomente, die einem hinterher noch wochenlang im Kopf hängen. Melodic Hardcore aus Hermosa Beach, seit über 35 Jahren, und immer noch eine Macht.

The Offspring spielen in genau der gleichen Liga – nur eine Etage massentauglicher. “Smash” ist eines der meistverkauften Indie-Alben aller Zeiten, und live ziehen die Kalifornier ein Best-of durch, bei dem schlicht jeder mitkann. Self Esteem, Pretty Fly, The Kids Aren’t Alright – das ist Festival auf Autopilot, im besten Sinne.

Yungblud ist für mich der definitive Pflichttermin am Freitag. Wer ihn noch nicht live gesehen hat, unterschätzt komplett, was der Mann auf einer Bühne veranstaltet. Das ist keine Show, das ist eine Energieentladung – Genregrenzen interessieren ihn null, das Publikum ist mittendrin statt nur dabei. Genau die Art Act, die ein Festivalgelände in zwei Sekunden auf Anschlag bringt.

Dazu die deutsche Heimmannschaft: Donots aus Ibbenbüren liefern Punkrock zum Mitspringen, garantiert mit der einen oder anderen Crowd-Aktion, für die sie berüchtigt sind. Und Sondaschule bringen Ska-Punk aus dem Ruhrpott mit – die Sorte Gute-Laune-Brett, bei der selbst die Leute mitwippen, die eigentlich behaupten, mit Festival-Stimmung nichts am Hut zu haben.

Headliner des Tages: Kraftklub. Chemnitz, Indie-Rap-Rock, eine Liveband, die ganze Stadien zum Hüpfen bringt. Vor dieser Menge wird’s vor der Hauptbühne dann auch wieder kuschelig.

Samstag – zwischen Nu Metal und Emo-Nostalgie

Papa Roach sind so ein Act, den ich aus reiner Generationen-Sentimentalität nicht verpassen kann. “Last Resort” war für viele von uns der Soundtrack einer ganzen Phase, und Jacoby Shaddix ist auch mit über 25 Jahren Bandgeschichte noch ein Frontmann, der die Energie eines 20-Jährigen auf die Bühne knallt.

Finch sind der Nostalgie-Volltreffer für alle, die “What It Is to Burn” damals rauf und runter gehört haben. Post-Hardcore mit Emo-Einschlag, eine Band, die man jahrelang kaum live erwischt hat – umso besser, dass sie 2026 in Scheeßel aufschlagen.

Und dann The Butcher Sisters – einer der heißesten Newcomer der härteren Schiene, die man dieses Jahr auf dem Schirm haben sollte. Die drei Ausrufezeichen hinter dem Namen verkneife ich mir hier nur mit Mühe. Genau die Art Act, für die man früher zur Wiese geht als geplant.

Über allem thronen am Samstag Twenty One Pilots und Florence + The Machine – zwei Headliner, die das Hurricane-Spektrum nach oben hin abrunden.

Sonntag – mein alter Lieblingstag, immer noch top besetzt

Billy Talent feiern auf dieser Tour das 20-jährige Jubiläum von “Billy Talent II” – und wer dieses Album kennt, weiß, was das bedeutet. Devil in a Midnight Mass, Red Flag, Fallen Leaves, am Stück, live, von einer Band, die seit zwei Jahrzehnten zu den verlässlichsten Liveacts des Genres gehört. Pflichtprogramm.

A Day To Remember. “The Downfall of Us All” – klar oder?! Wenn die ersten Takte kommen, springt der komplette Platz, das ist gesetzt. Easycore vom Feinsten, die perfekte Mischung aus Breakdown und Mitsing-Refrain, und live einfach ein Brett.

Skindred sind eine der besten Liveband-Empfehlungen, die ich überhaupt aussprechen kann. Benji Webbe macht aus Ragga-Metal eine einzige große Party, und der berühmte “Newport Helicopter” am Ende – wenn die ganze Menge das T‑Shirt überm Kopf kreisen lässt – gehört zu den schönsten Festival-Klischees, die es gibt. Mitmachen ist hier Ehrensache.

Zebrahead liefern dazu Punk-Rap-Crossover aus Kalifornien, der genau dann perfekt funktioniert, wenn die Sonne noch nicht ganz weg ist und alle einfach nur Bock auf laut und schnell haben. Und Kaffkiez runden den deutschen Anteil ab – Emo-Punk aus Würzburg mit Texten, die mehr hängenbleiben, als man dem Genre manchmal zutraut.

Bändchen, Karte, Preise – die Orga-Realität

Bezahlt wird auf dem Hurricane bargeldlos. Dieses Jahr läuft das offenbar wieder über ein Aufladebändchen – letztes Jahr war das, wenn ich mich richtig erinnere, schon Thema. Ansonsten konnte ich in den vergangenen Jahren eigentlich überall problemlos mit Karte zahlen, da muss man sich also wenig Sorgen machen.

Die Preise sind das, was sie auf jedem Festival sind – und ehrlich gesagt weiß man das vorher. Wer zum ersten Mal hingeht und am Bierstand erschrocken die Augenbrauen hochzieht, hat schlicht nicht aufgepasst. Festival ist Festival, das ist Teil des Deals.

Bleibt die große Unbekannte: Was der Wettergott 2026 mit Scheeßel vorhat, bleibt abzuwarten. Letztes Jahr hat er nämlich ordentlich mitgemischt – inklusive Konzertunterbrechungen, bei denen man als Norddeutscher dann doch nochmal demütig zur Kenntnis nimmt, wer hier eigentlich die Running Order bestimmt. Spoiler: nicht FKP Scorpio. Mein Tipp aus Lokalmatador-Erfahrung: Regenjacke einpacken, auch wenn die Sonne lacht. Man weiß es bei uns im Norden einfach nie.

Fazit zum Hurricane 2026 line up

Das Hurricane 2026 line up ist für mich der seltene Fall, in dem ich nicht einen Tag rauspicken kann, sondern eigentlich alle drei brauche. Pennywise und The Offspring am Freitag, Papa Roach und Finch am Samstag, Billy Talent und A Day To Remember am Sonntag – plus Disarstar schon am Donnerstag zum Warmwerden. Zum 30. Jubiläum macht das Festival genau das, was es immer am besten konnte: für jeden was, kurze Wege, gute Stimmung. Und das Beste daran für mich: Ich muss danach nicht mal weit fahren. 🤘

Wer übrigens wissen will, wie so ein Festival-Vorbericht bei uns aussieht, wenn’s komplett in Richtung Metal geht: unseren Vorbericht zum Summer Breeze 2026 gibt’s auch noch. Man sieht sich auf der Wiese.

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