Lorna Shore - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Modern Audio für HiFi, Kopfhörer & Heimkino Thu, 18 Dec 2025 21:33:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Lorna Shore - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Fosi Audio K7 — Der Perfekte Desktop DAC für Audiophile Gamer https://www.hifigeek.de/fosi-audio-k7-der-perfekte-desktop-dac-fuer-audiophile-gamer/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-k7-der-perfekte-desktop-dac-fuer-audiophile-gamer/#respond Tue, 11 Mar 2025 07:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8408 Der Fosi Audio K7 hat seinen Weg von der Kickstarter-Kampagne direkt auf unseren Schreibtisch gefunden, und wir können jetzt nach ausgiebigem Test sagen: Dieses kleine Kraftpaket ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Desktop-DAC. Fosi Audio bezeichnet ihr neuestes Werk als “audiophilen Gaming DAC” — ein großes Versprechen, das wir auf Herz und Nieren geprüft haben. Als Flaggschiff der K‑Reihe positioniert sich der K7 ganz bewusst im oberen Segment des Herstellers, der bereits einige bemerkenswerte Audio-Geräte auf den Markt gebracht hat. Als langjähriger Fan von Fosi Audio, aber auch kritischer Audiofreak, war ich besonders gespannt, ob der K7 meinen hohen Ansprüchen gerecht werden kann.

Transparenz First: Unsere Testbedingungen

Gleich vorweg: Wir haben den K7 kostenlos von Fosi Audio zum Testen bekommen. Aber keine Sorge — das bedeutet nicht, dass wir hier PR-Texte abspulen. Wir urteilen völlig unabhängig und nehmen im Gegensatz zur klassischen Fachpresse kein Geld für unsere Reviews. Wer also einen echten, ungefilterten Test lesen will und keine weichgespülten Marketing-Floskeln, ist hier genau richtig. Bei uns bekommt ihr die ungefärbte Wahrheit — versprochen!

Design und Verarbeitung: Solides Stück Hardware

Die erste Disziplin meistert der K7 mit typischer Fosi-Qualität: Das vollständig aus Aluminium gefertigte Gehäuse liegt angenehm schwer und wertig in der Hand. Auf der Unterseite finden sich vier Gummifüße mit dezenter Fosi Audio Gravierung, die für stabilen Stand sorgen. Die Oberseite wird von zwei digitalen Reglern und fünf Metallknöpfen dominiert, die um ein kleines aber gut ablesbares beleuchtetes Display angeordnet sind. Ein echter Hingucker auf jedem Schreibtisch, die schlichte schwarze Farbgebung passt zu jedem Setup.

Die Anschlussvielfalt ist beeindruckend: An der Front befinden sich zwei 3,5mm Klinkenbuchsen (Mikrofon-Eingang und Kopfhörer-Ausgang) sowie eine 4,4mm Balanced-Buchse für anspruchsvollere Setups. Die Rückseite bietet neben dem 12V-Eingang einen USB-C-Port, Coax- und optischen Eingang, eine Fassung für die schraubbare Bluetooth-Antenne sowie einen Zweikanal-Cinch-Ausgang. Alle Ein- und Ausgänge sind hart vergoldet — ein Premium-Touch, der die Langlebigkeit erhöht und auch optisch einiges hermacht. Die Verarbeitung ist makellos — keine ungleichmäßigen Spaltmaße, keine wackeligen Knöpfe, alles sitzt perfekt.

Technik, die begeistert

Im Herzen des Fosi Audio K7 arbeitet ein AKM4493SEQ DAC-Chip, der folgende Sampling-Raten unterstützt:

  • USB: PCM 384kHz-32bit/DSD256
  • Optical: PCM 24bit/192kHz
  • Coaxial: PCM 24bit/192kHz
  • Bluetooth: PCM 24bit/48kHz

Die Kopfhörer-Impedanzspanne ist mit 16–300Ω großzügig dimensioniert, was bedeutet, dass der K7 mit praktisch jedem Kopfhörer zurechtkommt — vom mobilen In-Ear bis zum anspruchsvollen Studio-Kopfhörer. Der firmware-updatefähige DAC ist intern komplett balanced aufgebaut und liefert eine beeindruckend niedrige Verzerrung von nur 0,0002%. Zusätzliche Sicherheit bieten Überspannungs‑, Überlast- und Überhitzungsschutz — während unseres Tests wurde der K7 zwar warm, aber nie bedenklich heiß. Selbst nach mehreren Stunden im Dauerbetrieb blieb die Temperatur im grünen Bereich.

Im Balanced-Betrieb erreicht der Fosi Audio K7 einen Signal-Rausch-Abstand und Dynamikumfang von 121dB. Die maximale Ausgangsleistung liegt bei beeindruckenden L+R≥2100mW+2100mW — genug Power, um selbst anspruchsvolle Kopfhörer mühelos anzutreiben. Im Single-Ended-Betrieb bleiben immer noch respektable SNR 122dB und ein Dynamikumfang von 121dB erhalten, während sich die maximale Ausgangsleistung auf L+R≥600mW+600mW (32Ω/THD+N<1%) reduziert. Beeindruckende Werte, die selbst bei deutlich teureren DACs nicht selbstverständlich sind.

Via Bluetooth 5.0 unterstützt der Fosi Audio K7 die Codecs SBC, AAC, aptX, aptX HD und aptX LL, womit auch kabellose Verbindungen in nahezu verlustfreier Qualität möglich sind. Die mitgelieferte Antenne sorgt dabei für exzellente Reichweite und stabile Verbindung — in unserem Test konnten wir selbst durch mehrere Wände hindurch noch eine stabile Bluetooth-Verbindung halten.

Vielseitigkeit: Einfach anschließen und loslegen

Die Einrichtung des Fosi Audio K7 ist erfreulich unkompliziert. In unserem Test funktionierte er problemlos an Mac und Windows-PC, ohne dass spezielle Treiber installiert werden mussten. Plug & Play im besten Sinne — einfach anschließen, einschalten und loslegen. Ein großer Pluspunkt: Dank der vielseitigen Anschlüsse lässt sich der K7 auch mit Spielkonsolen wie PlayStation und Xbox verbinden. Allerdings benötigt er stets seine separate 12V-Stromversorgung und kann nicht ausschließlich über USB‑C betrieben werden, was angesichts der Leistungsdaten aber völlig nachvollziehbar ist.

Wir haben den Fosi Audio K7 nicht nur direkt mit Kopfhörern getestet, sondern auch als Quelle für separate Kopfhörerverstärker und Endstufen für Schreibtisch-Lautsprecher genutzt. Diese Flexibilität macht ihn zum echten Multitalent im Audio-Setup. Besonders gut hat uns gefallen, dass man über den Cinch-Ausgang auch aktive Lautsprecher oder eine separate Verstärker-Lautsprecher-Kombination anschließen kann.

Bedienung, die Spaß macht

Die Bedienung des Fosi Audio K7 ist erfreulich intuitiv und durchdacht. Nach dem Einschalten kann zwischen den Modi UAC‑1 und UAC‑2 gewählt werden. Für alle, die mit diesen Abkürzungen nichts anfangen können: UAC‑1 verarbeitet PCM-Signale bis 24bit/96kHz und erlaubt die parallele Nutzung des Mikrofon-Eingangs. In diesem Modus lässt sich das Mikrofon per Druck auf den rechten Drehregler stummschalten, und durch Betätigen des Tone/Mic-Buttons kann die Mikrofon-Verstärkung (0–10) eingestellt werden — ideal für Gaming-Sessions oder Video-Calls.

Im UAC-2-Modus steht Bitstreaming mit 384kHz-32bit/DSD256 zur Verfügung, allerdings ohne Mikrofon-Funktionalität. Die Eingänge (USB, Bluetooth, Coax, Optical) werden über die Input-Taste gewechselt, während der Output-Button zwischen Kopfhörer- und Cinch-Ausgang umschaltet und bei Bedarf alle EQ-Einstellungen per Bypass-Funktion deaktiviert. Der eingebaute EQ erlaubt Anpassungen bei Bass (-12 bis +12) und Höhen (-6 bis +6) — perfekt, um den Sound nach persönlichem Geschmack zu tunen oder unterschiedliche Musikgenres optimal zur Geltung zu bringen.

Die Lautstärkeregelung reagiert feinfühlig und präzise, wobei die Abstufungen bei niedrigen Lautstärken etwas gröber ausfallen. Bei mittlerer und hoher Lautstärke hingegen kann man sehr präzise regeln. Wirklich praktisch ist auch die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Eingängen zu wechseln, ohne jedes Mal Kabel umstecken zu müssen — ein Feature, das im Alltag viel Komfort bietet.

Gaming-Performance: Audiophiles Kopfkino

Da Fosi Audio den Fosi Audio K7 explizit als Gaming-DAC bewirbt, haben wir seine Fähigkeiten in diesem Bereich besonders intensiv getestet — oder besser gesagt, testen lassen. Da ich selbst aktuell kaum zum Zocken komme, habe ich den K7 an zwei Gaming-affine Kollegen weitergereicht, die ihn im täglichen Spielbetrieb auf die Probe stellen konnten. Beide sind erfahrene Gamer mit gehobenen Ansprüchen an den Sound — perfekte Testpersonen also.

Der erste Test mit Hunt: Showdown offenbarte sofort die Stärken des Fosi Audio K7. Nach einem Vergleich mit dem bisherigen Setup aus Focusrite Audio Interface und Beyerdynamic DT 1990 Pro war die Reaktion eindeutig: Ein lautes “Oha!” quittierte die deutlich bessere Ortbarkeit von Gegnern und Bewegungen mit dem Fosi Audio K7. War beim Focusrite zwar ein Gegner grundsätzlich ortbar, konnten mit dem K7 auch Entfernung und präzise Richtung sofort bestimmt werden — ein entscheidender Vorteil in taktischen Spielen, der buchstäblich über Leben und Tod entscheiden kann.

Darüber hinaus reproduzierte der Fosi Audio K7 Sounds wesentlich detaillierter und lieferte spürbar mehr Druck bei Explosionen und anderen Ereignissen. Schritte waren präziser zu orten, Schüsse klangen definierter, und selbst kleine akustische Details wie das Rascheln im Gebüsch oder das Knarren von Holzdielen wurden klarer wahrgenommen. Der Sound war insgesamt klarer und nach längerer Nutzung auch angenehmer, was vor allem bei stundenlangen Gaming-Sessions ein wichtiger Faktor ist. Beim anschließenden Musiktest mit Bloodywood zeigte sich ein ähnliches Bild: Mehr Details, bessere Nuancierung und ein breiteres Klangbild. Die zusätzliche Möglichkeit, den Sound per EQ anzupassen, war das Tüpfelchen auf dem i. Am Ende des Abends war die entscheidende Frage: “Was kostet der K7 und wo kann ich ihn kaufen?” Long story short: Er hat ihn gekauft — ein deutlicheres Qualitätsurteil gibt es wohl kaum.

Gaming-Performance die Zweite

Der zweite Test mit einem Kollegen, der bisher ein Beyerdynamic DT900 Pro X an einem Beyerdynamic Fox Mikrofon betrieb, verlief ähnlich überzeugend. Der Fosi Audio K7 setzte sich klar gegen das Fox und sogar gegen sogenannte High-End-Onboard-Soundkarten durch. Eine Runde Diablo 4 bestätigte den positiven Eindruck, der sich bereits beim Musikhören abgezeichnet hatte. Die Atmosphäre des Spiels kam deutlich besser zur Geltung, die Klangeffekte wirkten präsenter und räumlicher, und die Musikuntermalung entfaltete mehr Tiefe und Dramatik. Auch hier war die Konsequenz unmittelbar: Der Fosi Audio K7 wurde direkt bestellt — ein weiterer Beweis für die überzeugende Performance des kleinen Kraftpakets.

Alltäglicher Einsatz: Verlässlicher Begleiter

Nach den Erfahrungen aus dritter Hand war es Zeit für den Alltagstest. Als jemand, der täglich 8+ Stunden am Rechner sitzt und zwischen Telkos, Qobuz und Spotify hin und her springt, kenne ich meinen Sound ziemlich genau. Normalerweise nutze ich einen iFi Hip Dac, der zwar sehr gut ist, aber eher für mobile Einsätze konzipiert wurde und irgendwann durch etwas Stationäres ersetzt werden sollte. Da kam der Fosi Audio K7 gerade recht.

Nach vier Wochen intensiver Nutzung am MacBook Pro M4 Max kann ich berichten: Keine Ausfälle, keine Probleme, keine Aussetzer — der Fosi Audio K7 läuft wie ein Uhrwerk. Er wurde stets zuverlässig erkannt und schaltete problemlos zwischen verschiedenen Sample-Rates um. Die meiste Zeit lief er im UAC-2-Modus, da für mein Mikrofon ohnehin ein analoger XLR-Anschluss mit 48V-Phantomspeisung notwendig ist. Die Lautstärkeregelung mit dem linken Drehregler funktioniert hervorragend, auch wenn die Abstufungen erst bei höheren Lautstärken feiner werden. Für den täglichen Gebrauch ist das aber völlig ausreichend.

Der eingebaute EQ erwies sich als nützliches Werkzeug zur Feinanpassung, sei es für Musik, YouTube-Videos, Instagram-Feeds oder Screener. Besonders bei schlecht abgemischten YouTube-Clips konnte ich mit einem leichten Bass-Boost und etwas mehr Höhen die Sprachverständlichkeit deutlich verbessern. Nach zwei Wochen kam dann noch ein Upgrade: Der Beyerdynamic DT 1990 Pro wurde durch einen Audeze LCD‑X ersetzt, der mit noch mehr Details, Räumlichkeit und Power aufwartet. Auch hier zeigte sich der Fosi Audio K7 von seiner besten Seite und trieb den anspruchsvollen Kopfhörer souverän und mit Elan an. Die Kombination aus Fosi Audio K7 und Audeze LCD‑X entpuppte sich als echter Traumpartner für lange Hörsessions.

Besonders beeindruckend war die Flexibilität im Alltag: Morgens ein Telefonat über den Kopfhörer, mittags etwas Musik über die Schreibtischlautsprecher, abends dann wieder intensive Hörsessions mit dem Kopfhörer — all das ohne Kabel umstecken zu müssen. Auch die Bluetooth-Funktionalität erwies sich als praktisch, wenn mal schnell ein Track vom Smartphone abgespielt werden sollte. Der Fosi Audio K7 schaltete dabei blitzschnell um und lieferte auch über Bluetooth eine respektable Klangqualität.

Klangliche Vergleiche: David gegen Goliath

Um zu sehen, wo die Grenzen des Fosi Audio K7 liegen, haben wir ihn mit deutlich teureren Setups verglichen. Zunächst wurde der integrierte Kopfhörerverstärker gegen externe Lehmann Audio Linear und Linear II Verstärker getauscht — mit 1000€ bzw. 1500€ wahrlich Premium-Geräte der Referenzklasse. Diese Kombination sollte zeigen, ob der K7 als reiner DAC mit einer hochwertigen Verstärkerstufe mithalten kann.

Natürlich kann der Fosi Audio K7 den Lehmann-Verstärkern nicht das Wasser reichen, aber er schlägt sich im Vergleich bemerkenswert gut! Der Sound mit dem Lehmann Audio Linear klingt zwar deutlich entspannter, detaillierter und reiner, was vor allem der linearen Stromversorgung, ausgeklügelter Schaltung und High-End-Bauteilen zu verdanken ist. Aber gerade dieser Vergleich zeigt, dass man mit dem Fosi Audio K7 ein ausgezeichnetes Stück Hardware zum Bruchteil des Preises erwirbt. Der Qualitätsunterschied ist zwar hörbar, aber der Fosi Audio K7 spielt halt in einer Liga ganz anderen Liga.

Auch der Vergleich mit dem Fosi Audio ZD3, der preislich in derselben Kategorie liegt, aber einen ES9039Q2M DAC-Chip verbaut hat und ohne Kopfhörerverstärker auskommt, zeigte interessante Unterschiede: Der K7 spielt weicher und wärmer, während der ZD3 definierter und technischer klingt — ähnlich dem Unterschied zwischen Vinyl und Digital, allerdings ohne den direkten Basspunch einzubüßen. Diese klangliche Abstimmung macht den K7 besonders angenehm für längere Hörsessions, während der ZD3 mit seiner analytischeren Gangart besonders bei akustischer Musik punkten kann. Welches Gerät man bevorzugt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Einsatzzwecks.

Ein weiterer Vergleich mit einer audiophilen Soundkarte zeigte, dass der externe Fosi Audio K7 in allen Belangen überlegen ist: Mehr Details, bessere räumliche Abbildung, sauberere Höhen und ein kontrollierter, kräftiger Bass. Die Soundkarte wirkte im direkten Vergleich etwas angestrengt und weniger souverän, besonders bei komplexen Musikpassagen oder bei hoher Lautstärke. Der K7 hingegen behielt stets seine Contenance und lieferte einen stabilen, ausgewogenen Klang — egal, was man ihm vorsetzte.

Musikerlebnis

Die klanglichen Qualitäten des Fosi Audio K7 haben wir mit verschiedensten Musikstücken unserer Qobuz-Referenz-Playlist auf die Probe gestellt. Weiterhin wurde die digitale Version von Hyms in Dissonance von Whitechapel für unseren Vinyl-Test abgehört.

Knocked Loose kommt exakt so in-your-face, wie man es erwartet. Brian Garris’ Kreischgesang wird authentisch und eindringlich wiedergegeben, ohne dass die fetten Riffs den Gesang oder die filigranen Becken und Hi-Hats vermatschen. Die Gitarren haben genau den richtigen Schärfegrad, ohne unangenehm zu werden, und der Bass liefert den notwendigen Punch, der bei diesem Genre so wichtig ist. Besonders bei “God Knows” kommen die schnellen Doublebass-Passagen präzise und druckvoll, ohne zu verwaschen.

Poppys Stimme wird fein und sauber herausgearbeitet, während die Breakdowns unbeschreiblich fett klingen. Bei “Don’t reach for me” entfaltet sich der Kontrast zwischen den poppigen Strophen und den brachialen Refrains besonders eindrucksvoll. Die Dynamik des Songs wird vom K7 mühelos gemeistert, und der Übergang zwischen den verschiedenen Passagen gelingt fließend und organisch.

Lorna Shore, insbesondere die Pain Remains Trilogie, bietet reichlich Abwechslung und feingeistige Momente, in denen der Fosi Audio K7 beweisen kann, dass er sowohl knüppelhart als auch butterweich spielen kann. Die orchestralen Passagen kommen mit angemessener Größe und Tiefe, während die brutalen Ausbrüche mit Will Rahns unmenschlichen Vocals den nötigen Druck entwickeln. “To the Hellfire” mit seinen zahlreichen Bassdrops ist ein wahrer Zuckerschleck für die Ohren. Der berühmte Bassdrop wird vom Fosi Audio K7 mit einer Souveränität wiedergegeben, die für ein Gerät dieser Preisklasse bemerkenswert ist. Der Bass reicht tief hinab, ohne je zu dröhnen oder zu vermatschen.

Ja, mehr Musik!

Brand of Sacrifice mit “Purge”, wo wirklich viel parallel passiert, spielt der Fosi Audio K7 souverän und mit ordentlich Druck. Die zahlreichen Ebenen des Songs — von den guttural-tiefen Vocals über die schnellen Gitarrenriffs bis hin zu den elektronischen Elementen — werden klar voneinander getrennt und doch zu einem kohärenten Ganzen zusammengefügt. Besonders Spaß macht es hier, den Bass um 2–3 Stufen anzuheben und sich von den Kopfhörern richtig durchmassieren zu lassen. Der EQ greift dabei präzise und musikalisch, ohne den Klang zu verfärben oder zu verzerren.

Als Kontrast haben wir Radiohead mit “Creep” getestet — eine unglaublich coole Aufnahme mit sanfter Stimme, räumlichem Schlagzeug und feinen Gitarren, die zum Refrain hin ordentlich fett klingen. Thom Yorkes charakteristische Stimme schwebt förmlich über den Instrumenten, während die legendären Gitarren-Explosionen im Refrain mit dem nötigen Crunch und Druck wiedergegeben werden. Der räumliche Eindruck ist beeindruckend, man kann jeden Musiker klar im Stereopanorama verorten und hat das Gefühl, mitten im Geschehen zu sitzen.

Und da Klassik oft als Maßstab für audiophile Menschen gilt, haben wir mit Septicflesh und ihrem “Infernus Sinfonica MMXIX” ein Metal-Album mit Orchester in die Rotation aufgenommen. “Portrait of a Headless Man” mit seinen räumlich präzise platzierten Trompeten klingt beeindruckend ehrlich und direkt. Der Fosi Audio K7 schafft es mühelos, die Komplexität der Orchesterarrangements wiederzugeben und gleichzeitig den brachialen Metal-Aspekt nicht zu vernachlässigen. Die Dynamik des Stücks wird eindrucksvoll transportiert, und die räumliche Abbildung ist für ein Gerät dieser Preisklasse schlichtweg herausragend.

Die Entdeckung 2024 war für uns die EP “The Poetic Edda” von Synestia und Disembodied Tyrant. Besonders der Song “Winter” mit seinem Bassdrop und der einsetzenden Orgel ist ein wahres Klangschmuckstück, das durch den Fosi Audio K7 vollends überzeugt. Die atmosphärischen Elemente werden wunderschön herausgearbeitet, während die brutalen Passagen mit der nötigen Kraft und Präzision wiedergegeben werden. Die Vocals sind klar und präsent, ohne je den Rest des musikalischen Geschehens zu überdecken. Ein audiophiles Highlight, das der K7 mit Bravour meistert.

Upgrade-Potential: Noch Luft nach oben

Natürlich kann man den Fosi Audio K7 noch weiter optimieren. Ein gutes 12V Linear-Netzteil würde die Kluft zwischen dem K7 und höherpreisigen Setups vermutlich etwas verringern. Leider ist unser Testexemplar bis zum Erscheinen dieses Tests noch nicht eingetroffen, aber die Vorteile, die sich aus einer linearen Stromversorgung für den DAC ergeben, dürften spürbar sein. Erfahrungsgemäß profitieren DACs erheblich von einer sauberen, rauscharmen Stromversorgung. Die Unterschiede könnten sich in einem noch ruhigeren Hintergrund, besserer Dynamik und feiner aufgelösten Details bemerkbar machen.

Für den schmalen Geldbeutel finden sich auf AliExpress oder eBay lineare Netzteile zwischen 80–180€, die bereits eine deutliche Verbesserung gegenüber dem mitgelieferten Schaltnetzteil darstellen sollten (UPDATE: wir haben hier eines getestet und für gut befunden). Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, kann sich bei Herstellern wie Keces oder Plixir umsehen, die hochwertige lineare Netzteile im Bereich von 300–600€ anbieten. Allerdings stellt sich die Frage, ob es sich wirklich lohnt, einem 200€ DAC ein 500€+ Netzteil hinzuzufügen — in diesem Fall wäre ein DAC-Upgrade vielleicht die sinnvollere Investition. Andererseits kann ein gutes Netzteil auch bei einem späteren DAC-Upgrade weiterverwendet werden, sofern die Spannung kompatibel ist.

Eine weitere Möglichkeit, das Klangpotential des Fosi Audio K7 auszuschöpfen, sind hochwertige Kabel. Während wir keine Freunde von überteuerten Audiokabeln sind, können ein solides USB-Kabel mit guter Abschirmung und hochwertige Verbindungskabel für den analogen Ausgang durchaus zu einer Klangverbesserung beitragen. Hier muss man aber nicht unbedingt tief in die Tasche greifen — es gibt durchaus erschwingliche Optionen, die besser sind als die Standardkabel aus der Schublade.

Zielgruppe: Wer braucht den Fosi Audio K7?

Der Fosi Audio K7 richtet sich eindeutig an Gamer, die vom verwaschenen Sound ihrer Onboard-Soundkarte genervt sind, an Musikliebhaber, die ihren Klang auf das nächste Level heben wollen, und an alle, die mit räumlichem Stereoklang in Spielen mehr anfangen können als mit pseudo-Surround. Er ist der perfekte Einstieg in die Welt des hochwertigeren Audios, ohne gleich ein Vermögen ausgeben zu müssen.

Durch die Möglichkeit, auch aktive Lautsprecher anzuschließen, wird der Fosi Audio K7 zu einer kompakten aber leistungsstarken Audiozentrale, die sich zudem intuitiv bedienen lässt. Der Kopfhörerverstärker ist potent genug, um auch exotischere Headsets zu betreiben, und durch das Upgrade-Potential mit einem linearen Netzteil gibt es noch Luft nach oben. Besonders beeindruckend ist die Vielseitigkeit: Der K7 kann problemlos zwischen verschiedenen Quellen wechseln, bietet Bluetooth für kabelloses Hören und unterstützt sowohl normale als auch symmetrische Kopfhörer.

Für den audiophilen Gamer ist der Fosi Audio K7 ein echter Geheimtipp, da er nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch bei der räumlichen Ortung in Spielen neue Maßstäbe setzt. Die Kombination aus hochwertiger Klangwiedergabe und praktischen Gaming-Features wie dem integrierten Mikrofon-Eingang machen ihn zu einer idealen All-in-One-Lösung für anspruchsvolle Spieler, die nicht auf guten Sound verzichten wollen.

Fazit: Referenz unter 200€

Es dürfte zwischen den Zeilen durchscheinen, dass uns der Fosi Audio K7 wirklich beeindruckt hat. Mit einem Kickstarter-Preis von etwa 170€ und einem erwarteten Verkaufspreis knapp unter 200€ ist er zwar keine Schnäppchen-Investition, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet. In seiner Preisklasse etabliert sich der K7 als echte Institution im Segment der Desktop-DACs mit Kopfhörerverstärker.

Wir haben uns für diesen Test besonders ins Zeug gelegt und zahlreiche Kombinationen ausprobiert, um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen. Der Fosi Audio K7 wurde mit verschiedenen Kopfhörern (Beyerdynamic DT 1990 Pro, Audeze LCD‑X, Beyerdynamic DT 900 Pro X), verschiedenen Quellen (Windows-PC, MacBook, Smartphone via Bluetooth) und in verschiedenen Szenarien (Gaming, Musik, Filme, Telekonferenzen) getestet. In allen Disziplinen konnte der K7 überzeugen — ein Allrounder im besten Sinne des Wortes.

Nach all unseren Tests können wir den Fosi Audio K7 mit gutem Gewissen als Referenz im Bereich der Desktop-DACs unter 200€ mit Kopfhörerverstärker empfehlen. Für audiophile Gamer und Musikliebhaber, die nicht gleich ein Vermögen ausgeben wollen, ist der Fosi Audio K7 eine Investition, die sich klanglich definitiv auszahlt. Er bietet eine beeindruckende Kombination aus Klangqualität, Funktionsvielfalt und Verarbeitungsqualität, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht. Fosi Audio hat mit dem Fosi Audio K7 ein Produkt geschaffen, das die Messlatte für zukünftige Desktop-DACs in dieser Preisklasse deutlich anhebt.

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Vinyl — from zero to hero oder so https://www.hifigeek.de/vinyl-from-zero-to-hero-oder-so/ https://www.hifigeek.de/vinyl-from-zero-to-hero-oder-so/#respond Fri, 09 Feb 2024 15:05:57 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7515 Ich hatte vor ein paar Wochen schon mal geschrieben: ich hab Bock auf Vinyl… halt so ne Platte auf nen Teller werfen und analoge Musik hören. Als Genuss und nicht Beschallung. Quasi aktiv mit manueller Arbeit und einem physikalischen Medium.

Ging es erstmal um die Einrichtung und ersten Gehversuche, habe ich jetzt natürlich schon ein wenig dazu gelernt. Zum Beispiel: warum verwenden manche Hersteller noch so mistige Papp-Sleeves um die Platten zu verpacken und auszuliefern? Die Platten mögen offensichtlich eigentlich genau eben solche rauhen Papp-Dinger gar nicht und neigen dann direkt dazu so ganz feine Kratzerchen zu bekommen, wenn man sie aus dem Sleeve zieht. Ätzend. Vielleicht machen diese Haar-feinen Kratzer nix, aber ist halt schon frustrierend.

Auch habe ich gelernt, dass egal was man mit den Platten macht. Wenn sie neu sind, sind sie teilweise schon mit Flusen verseucht. Da kannste anscheinend erstmal nix machen. Ich so ne Platte mit meinem bei Youtube gelernten “Platten-Affen-Griff”, Daumen an die Kannte, Mittelfinger irgendwie ans Label/Plattenloch gefummelt, rausgepopelt und was muss ich entdecken? Flusen natürlich. Ätzend. Aber ich bin ja mit so ner coolen Kohlefaserbürste bewaffnet.

Plattenbürsten action

Auch wieder so ne Sache für sich übrigens… wie bürstet man jetzt richtig? Plattenteller angeworfen, Bürste angesetzt und die Drehung den Rest machen lassen. Festgestellt, wenn man zu feste drückt, gibt das auch so feine Kratzer auf der Platte. Argh! Aber manche Flusen sind nunmal hartnäckig und Fettgriffel haben immer noch nix an der Platte zu suchen. Okay, lerne: Sanft bürsten. Wird nicht immer perfekt, aber vielleicht ist fast perfekt ja perfekt… logisch oder? Jedenfalls wird das geknister weniger. Immerhin.

Hatte ich nicht auch erwähnt, dass ich so nen Flusen an der Nadel hatte? Die Stylus-Bürste hab ich natürlich auch ausprobiert. Klappt und musste ich bisher irgendwie nur einmal anwenden. Passt also. Wer seine Platte sauber hält hat also damit weniger Probleme.

Wie ist denn nu so ne Vinyl?

Also erstmal muss ich sagen, dass ich ein wenig shoppen war. Hab mir Gedanken gemacht, was so die Alben sind die ich mit am meisten per Stream gehört habe. Spotify sei Dank, dass just der Jahresrückblick 2023 rausgekommen ist und ich wieder erinnert wurde das ich 193.000 Minuten gestreamt habe. Also ein Junkie zu sein scheine. Jedenfalls hab ich dem Shoppingrausch gefröhnt und mir nen paar Platten zugelegt. Logischerweise nur geilen Scheiß, mit welchem ich sicherlich jeden High-End’er und Platten-Narr jagen könnte.

Aber so bin ich nunmal! Unkonventioniell. Hat da so nen geilen Plattenspieler stehen und schruppt da nur üblen Metal drauf! Ja mann! Los ging es mit… Trommelwirbel… Lorna Shore natürlich. Direkt mal Deathcore zum Einstieg. Im speziellen natürlich das fulminate erste Album mit Neuzugang Will Ramos, Pain Remains.

Lorna Shore — Pain Remains

Boom! Also ich muss mal sagen: holt mich ab der ersten Sekunde ab. Der Klang ist definitiv nicht mehr mit Streaming vergleichbar. Gefühlt sehr fein aufgelöst und das Stimme zu Instrumente-Verhältnis passt. Gute Auflösung mach ich im speziellen immer an sowas aus wie: wie gut sind die Drums und Becken zu hören. Gerade bei den Becken muss es definiert sein. Im Streaming zum Beispiel ist es oft der Fall, dass Becken eher zu so ner verwaschenen Klitsch-Klatsch Masse verschmilzen und ich nicht genau heraushören kann wie diese einzeln angeschlagen werden. Es gleicht eher einem Brei aus Crashbecken. Das ist auf Platte ganz anders. Man hört jeden Anschlag fein heraus und kann so erahnen, wie der Drummer hier abgeht. Aber auch die Bassdrum muss einen gewissen Punch haben. Natürlich wird es nie so wie Live, aber es muss halt trocken und definiert sein. Bei der Stimme hat man ein gewissen Maß an Klarheit. Ja ich weiß, die Vocals von Will sind für viele alles andere als klar, aber ich denke selbst hier hört man himmelweite Unterschiede.

Natürlich gibt es hier kein schnauben und schnaufen durch zu empfindliche Mikros aber gerade bei Höhen durch S‑Laute sind scharf und deutlich. Aber generell ist Will’s unglaubliches Gesangstalent um einiges deutlicher. Gerade in Passagen á la Gollum oder Bleghs. Tiefe Growls mit viel Volumen oder hohe Squeels. Allgemein kann man sagen es fühlt sich alles direkter an. Der eine mag von belegt reden wenn er streaming umschreibt, oder manch einer von Vorhang. Kann man so sehen, aber ich bin vorsichtig mit so Umschreibungen, da ich hier nicht in die Voodoo-Ecke will.

Nirvana (Best Of)

Noch so nen Ding. Angebot gesehen und direkt mal für nen 10er eingesteckt. Auf den Teller geworfen und muss sagen. Geil. Also auch hier erstmal: Hut ab! Die Qualität der Aufnahmen überzeugt. Was man sogar total merkt: Die Aufnahmen auf der Best Of Platte wurden natürlich aus den drei Alben der Band zusammengestellt und hier ist total interessant, dass man die Unterschiede der Produktion der drei Alben total raushören kann. Ob ich jetzt die eine oder andere Produktion besser finde, mag ich gar nicht beurteilen. Generell klingen sie alle authentisch und das ist es glaube ich was es ausmacht. Ich bin der Meinung den Aufnahmeraum förmlich zu hören. Wo und wie die einzelnen Instrumente im Raum platziert sind und die Klangcharakteristik ausmachen. Super cool. Vielleicht für den geneigten Streamer etwas ungewohnt, weil es dann doch ein wenig roh anmutet, aber für den mit Musiker-Genen natürlicher. Kommt einem das Gestreamte doch ein wenig weichgespült vor. Allem vorran natürlich in meinen Ohren erstmal das Schlagzeug. Trockene Bassdrum, satte definierbare Becken. Beim Gesang super klar und hier hört man wirklich den Raum. Eben weil er nicht tod ist, sondern ein wenig Hall hat, ein wenig dumpf, ist aber dennoch perfekt, passt. In ruhigeren Gitarrenpassagen das gleiche Bild. Auch hier kann man die Umgebung wahrnehmen und das macht es ein wenig heimeliger. Durch und durch stark.

Fortschritte

Okay. Haben wir mal was zu zwei Platten gesagt und in Zukunft werde ich hierzu noch mehr sagen, aber da es hier ja auch so ein wenig um das warum und wieso gehen soll, fange ich mal an so ein wenig meine Fortschritte in Sachen Vinyl zu beleuchten.

Also ich habe mir die Vinyl ja wieder auf den Zettel geholt gerade um Musik zu genießen (ich berichtete). Genau das habe ich in den letzten Wochen getan. Weniger als gewollt aufgrund von Feiertagen, Familie und Drumherum aber dennoch versucht, sie als meine persönliche Auszeit zu nehmen. Einfach mal Zeit nehmen für Musik und dann detoxing von digitalen Medien. Eben nicht das Handy als Begleitung zur Hand haben, sondern einfach mal die Augen schließen und die Musik in den Vordergrund zu stellen. Klappte mal mehr und mal weniger, ist halt so wie immer bei guten Vorsätzen.

Der Reinigungsgroove hat sich natürlich mittlerweile sofort eingestellt. Platte mit dem Affen-Griff aus dem Sleeve raus und auf den Plattenteller. Bürste vorsichtig drüber und genießen. Klappt bisher gut und so macht es wahrhaftig einen heiden Spaß. Bleibt erstmal zu sagen: jau, Experiment läuft wie erwartet und mit Freude und Spannung wird jetzt Richtung der nächsten Platten geguckt, welche auf dem Weg sind. Hier natürlich dann gleich der Hinweis: es geht weiter und ich habe noch so einiges zum Thema zu brichten. Dies aber dann erst im nächsten Post.

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Pain Remains — Lorna Shore veröffentlichen ihren ersten Langspieler mit Will Ramos https://www.hifigeek.de/pain-remains-lorna-shore-veroeffentlichen-ihren-ersten-langspieler-mit-will-ramos/ https://www.hifigeek.de/pain-remains-lorna-shore-veroeffentlichen-ihren-ersten-langspieler-mit-will-ramos/#respond Thu, 13 Oct 2022 10:28:32 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6534 Morgen, dem 14.10.2022 erscheint der neue Langspieler von Lorna Shore. Eine der Platten die wir schon so lange ersehnen. Hat und Lorna Shore schon vor der Pandemie gut gefallen, haben sie sich währendessen nicht nur neu formiert, sondern einen Schliff verpasst welcher mehr als positiv ist.

Aber fangen wir von vorne an: Lorna Shore ist eine Deathcore Band aus New Jersey, welche mit Psalms (2015) ihr erstes Album veröffentlichte. Generell kann man sagen, dass Lorna Shore eher in die Richtung Melodic Deathcore geht. Nach defferenzen mit Sängern und der Pandemie stieß Will Ramos zu der Band. Erst als Tourersatz für den gerade gekickten Sänger CJ McCreery überzeugte er mit seinem Gesang nicht nur die Fans sondern auch die Band selber. So veröffentlichten Lorna Shore 2021 die EP …And I Return To Nothingness.

To the Hellfire, dem ersten Lied der EP war in aller Munde. Will Ramos Gesangstalent fand einen riesen Anklang im Internet, als dass er sogar eine Kamera durch die Nase geführt bekam um zu erörtern, wie um alles in der Welt er diesen Gesang hinbekommt.

Mit dem aufkommenden Festival Sommer 2022, waren wir auch gespannt ob Lorna Shore eine Rolle spielen wird und das taten sie! Auf dem Summer Breeze 2022 bekamen sie einen Slot auf der Hauptbühne. Freitags 12:55 als zweite Band standen sie auf der Bühne. Wir waren natürlich mit von der Partie um unserem inner Hype genüge zu tun und zu sehen was Lorna Shore auf der Bühne alles so bewegen mag. Zu allererst: es war voll! 12:55 ist wahrlich keine christliche Zeit auf einem Metalfestival. Aber der Platz war mehr als gut gefüllt und gespannt auf das was kommen mag.

Mit einigen Soundproblemen starteten Lorna Shore dann auch und was soll man sagen? Jeder aus unserer Gruppe war sich am Ende des kurzen Sets einig: 12:55 war das letzte Mal für Lorna Shore… die Jungs haben das Talent vielleicht nicht der Headliner zu werden, aber dennoch After-Headliner Shows zu spielen! Was Will Ramos da abgebrannt hat war schon episch. So war trotz der anderen hochkarätigen Headliner auf dem Breeze bei uns ganz oben auf der Liste der Besten Perfomances 2022.

Wer den Auftritt jetzt sehen mag, dem haben wir ihn hier mal verlinkt. Wie erwähnt ist der Sound zu anfangs nicht gut, aber er pendelt sich schnell ein. Allgemein einwenig dünn, aber das ist leider der Aufnahme geschuldet.

Pain Remains

Nun nachdem uns Lorna Shore auch Live vollends überzeugen konnte, haben wir bei der Live-Performance auch schon Titel des kommenden Albums Pain Remains erleben dürfen. Ganz einfach dem geschuldet, dass Lorna Shore mit Will Ramos mit vergangenen Alben abschließt und nur noch neue Tracks eben mit Will spielt.

Leider können wir hier jetzt an dieser Stelle nix zu dem kompletten Album schreiben weil wir es schlichtweg noch nicht hören konnten. Aber die Songs die schon ausgekoppelt wurden unterstreichen den Stil der Band und schieben mit einem Tempo und epischem Sound unglaublich.

Gerade die Orchestrale Untermalung der Songs erinnert immer wieder an Momente aus epischen Filmen, dennoch wird mit Wills Stimme und der Härte der Vocals niemals der Gedanke an eine Ballade kommen. Deutlich hervorzuheben ist da gleich Sun//Eater, welches sich erst als Wolf im Schafspelz gibt beim Intro. Aber schon nach 55 Sekunden wird einem unweigerlich klar, dass wir es hier mit Deathcore zu tun haben. Mal schneller, mal langsamer, mehr oder weniger technisch prügelt sich der Song ins Trommelfell. Ab 4:10 dann zum Beatdown und wir empfinden es immer als Vocal-Solo darf Will hier wieder mit seinen Vocals glänzen. Im Übrigen setzt Lorna Shore gezielt in jedem ihrer Song, neben den Gitarren Soli, ebenfalls die Vocals in Szene.

Man muss kein Deathcore mögen, um Lorna Shore zu mögen. Wir haben durchaus Menschen bei uns in unserem Dunstkreis, die mit Deathcore nichts anfangen können, aber die Live-Performance vollends überzeugen konnte. So haben wir uns auch noch letzten Monat schnell Karten für die Parkway Drive Tour gegrabbelt, da Lorna Shore hier den Abend eröffnen durfte. Wir wurden wieder nicht enttäuscht.

Demnach ist Pain Remains nicht jetzt schon eines der Metal-Alben des Jahres 2022 für uns, sondern Lorna Shore im allgemeinen eine der aufstrebenden Bands, auf welche wir uns in Zukunft um so mehr freuen werden. Nur zu schade, dass in heutiger Zeit so viele Songs von Alben, früh veröffentlicht werden, dass die Wartezeit bis zum neuen Material nach Albenrelease dadurch um so länger wird.

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Summer Breeze 2022 — Neuzugänge, Absagen und ausverkaufte Tickets https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2022-neuzugaenge-absagen-und-ausverkaufte-tickets/ https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2022-neuzugaenge-absagen-und-ausverkaufte-tickets/#respond Wed, 13 Apr 2022 19:37:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5950 Es scheint ja langsam Bewegung in die Festival-Szene zu kommen. Eine Beschränkung nach der Anderen ist gefallen und bereitet den Weg auf einen Festival-Sommer welcher wohl aller Wahrscheinlichkeit nach wahrhaftig stattfinden kann.

Nachdem das Summer Breeze 2021 versucht hatte, mit einem ausführlichen Hygienekonzept (wir berichteten), statt zu finden und diesem kein Gehör geschenkt wurde, sind wir in diesem Jahr wahrhaftig optimistisch.

Auf dem Lineup jedenfalls tut sich einiges, manches erfreuliches und manches nicht so erfreuliches, womit wir direkt beginnen wollen:

Static‑X, Hatebreed und Mental Cruelty sind in diesem Jahr raus.

Dafür mit dabei sind keine geringeren als:

Electric Callboy (aka Eskimo Callboy) welche wir leider in diesem Jahr nicht beim ESC bestaunen dürfen da sie nicht Radiotauglich sind… hust… dafür sind die Breeze tauglich und werden hoffentlich mächtig abfeiern.

Desweiteren werden Avatar zugegen sein. Auf welche wir uns besonders freuen. Noch vor ein paar Jahren bei uns völlig unter dem Radar und in die True-Metal Richtung abgestempelt, waren sie 2020 bei der European Metal Festival Alliance die Entdeckung für uns. Hier wartet feinster Göteburger Melodic Death Metal mit Harlekin-Einschlag auf einen. Großartig und definitiv ein Must-See 2022.

Nekrogoblikon sollte jeden Horror-Fan welcher dem Metal verfallen ist sicherlich ein Begriff sein. Wenn nicht, hier ein Video:

Ansonsten gibt es mit Turbobier, Darkest Hour, Vended, Defocus, Kvaen und Temptations for the weak noch einiges an Nachschub.

Tickets

Die Tickets mit Green Camping sind schon aus und das Breeze lässt verlauten, dass generell der Vorverkauf bestens läuft, was eine Andeutung auf ein baldiges sold out zu verstehen sein könnte. Deshalb: gebt noch einmal Gas und zockt euch Tickets um bei diesem herrlichen Lineup nicht zuhause versauern zu müssen. Tickets gibts hier.

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