Qobuz - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Wed, 15 Jul 2026 07:23:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Qobuz - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Fosi Audio S3 Preview: Starke Hardware, halbfertige Software – eine ehrliche Einschätzung https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/#respond Mon, 20 Apr 2026 22:40:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10693

Alle feiern den neuen Fosi Audio S3. Zwei Tage getestet, Video raus, Hype. Ich steh hier und frag mich: Hat irgendjemand das Ding mal wirklich benutzt? Ich hab’s getan – über Wochen, im Dauerbetrieb, an drei verschiedenen Setups. Und ich sag euch in diesem Preview, was die anderen euch nicht sagen.

Warum kein vollständiges Review? Weil ich mir mit meinen Testgeräten normalerweise richtig viel Zeit nehme. Die Geräte laufen bei mir den ganzen Tag, über Wochen, im echten Alltag – nicht nur für einen Nachmittag. Und weil die Software schlicht noch nicht fertig ist, wäre ein abschließendes Urteil jetzt schlicht nicht seriös. Ich will euch aber trotzdem mitnehmen: was der S3 schon kann, wo er Probleme hat und warum es sich lohnt, dieses Gerät im Auge zu behalten.

Disclaimer: Ich habe den Fosi Audio S3 vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Fosi Audio oder irgendjemand sonst nimmt keinen Einfluss auf mein Preview. Als unabhängiger Blog sind wir an keine geschäftlichen Beziehungen gebunden, die unsere Meinung verfälschen könnten.

Update [01.05.2026]: Fosi hat nachgeliefert – der EQ wurde erweitert und Qobuz ist inzwischen an Bord. Beides teste ich gerade aktiv, erste Eindrücke sind vielversprechend. Wie gut die Umsetzung im Alltag wirklich ist, wird im vollständigen Review eingehend beurteilt.

Was ist der Fosi Audio S3?

Der Fosi Audio S3 ist Fosis erster Streamer – und schon das ist eine kleine Ansage. Die Marke kennt ihr vielleicht eher von ihren kompakten, günstigen Verstärkern; der Fosi Audio i5 ist nicht ohne Grund Teil meiner Referenzkette. Jetzt wagen sie sich in eine komplett andere Produktkategorie, und das sieht man dem Gerät auch an: anderer Formfaktor, etwas größer als das typische Fosi-Kistchen, und ein helleres Grau statt dem vertrauten Dunkelgrau.

Preislich bewegt sich der S3 bei einem UVP von 329€ und im Netz bei ~ 279. Und genau dieser Preis macht die Sache interessant.

Der Sweet Spot – und warum er wirklich einer ist

Manche ordnen den Fosi Audio S3 als direkten Konkurrenten zum WiiM Pro Plus ein. Das stimmt, aber es greift zu kurz. Der WiiM Pro Plus hat weder HDMI-eARC, noch einen symmetrischen XLR-Ausgang, oder einen dedizierten Subwoofer-Out. Der S3 hat das alles – und das für unter 300 Euro. Der nächste WiiM, der mithalten kann, ist der Ultra, der bei rund 400 Euro liegt und dafür ein kleines Display spendiert bekommt. Auf das kann ich ehrlich gesagt verzichten. Die Eversolo-Modelle spielen preislich noch eine Etage drüber. Wer also für 270 bis 300 Euro einen Streamer sucht, der mehr mitbringt als das Übliche, sollte genau hinschauen.

Anschlüsse: Mehr als erwartet

Auf der Rückseite des Fosi Audio S3 findet sich eine für den Preis bemerkenswert vollständige Ausstattung: XLR-Ausgang (symmetrisch) und RCA (asymmetrisch), ein Line-In per Cinch für CD-Player oder Plattenspieler, ein Subwoofer-Ausgang, HDMI mit eARC, Toslink und Bluetooth. Was fehlt, ist ein Koaxial‑S/PDIF-Ausgang – der kann prinzipbedingt mehr übertragen als Toslink, und bei einem Gerät auf diesem Ausstattungsniveau wäre er ein logisches Puzzleteil gewesen. Schade, aber kein Dealbreaker.

HDMI eARC: Das Killerfeature für unter 300 Euro

Das Thema verdient einen eigenen Absatz, weil es für mich wirklich der Grund ist, warum der Fosi Audio S3 in seinem Preissegment heraussticht. HDMI eARC bedeutet, dass ihr den Streamer direkt in euren Fernseher hängt, den Ton des Fernsehers durchschleift und gleichzeitig euer Streaming-Audio darüber ausgebt – alles über ein einziges Kabel. Für Einsteiger, die guten Klang wollen ohne komplizierte Multi-Geräte-Ketten, ist das ein erheblicher Komfortgewinn.

Der Klang über eARC macht dabei einen sauberen Job: ordentliche Stereowiedergabe, vernünftige Rechts-Links-Ortung, nichts, worüber man sich beschweren müsste. Wer allerdings auf Dolby-Dekodierung hofft: Fosi hat nach aktuellem Stand keine entsprechende Lizenz, was bedeutet, dass ihr über eARC voraussichtlich nur PCM bekommt. Das ist für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend – man sollte es aber wissen. Was definitiv nicht ausreicht: Die App zeigt euch aktuell weder Format noch Bitrate noch Samplerate an, egal ob ihr über HDMI hört oder streamt. Das ist ein Basis-Feature, das bei jedem Streamer in dieser Klasse selbstverständlich sein sollte.

Erster Klangeindruck: Gut – aber mit Einschränkungen

Vorweg: Das hier sind erste Eindrücke unter realen Bedingungen, kein abschließendes Klangurteil. Ich habe den S3 an drei Setups betrieben – am Burson Soloist Stellar Max über Kopfhörer, sowohl an den Burson Timekeeper GT4 Max als auch an den Nilai-500-Monoblöcken, jeweils in Kombination mit den Arendal 1723 Towern und dem SVS SB-5000.

Das Ergebnis: Der DAC im Fosi Audio S3 spielt solide, detailliert und unangestrengt. Wer die Burson-Kette kennt, weiß, was da klanglich passiert – und der S3 fügt sich ordentlich ein. Einen Tick mehr Feinzeichnung wäre schön, aber für das Geld bewegt er sich auf einem absolut respektablen Niveau.

Die Einschränkung liegt nicht am Klang selbst, sondern daran, was man damit nicht tun kann. Wer Raumprobleme hat – und die hat fast jeder – braucht einen vernünftigen EQ. Fünf Bänder sind besser als keiner, aber in 2026 ist das schlicht zu wenig, um eine Hörumgebung ernsthaft zu korrigieren. An den Nilai-Monoblöcken, die deutlich neutraler und trockener spielen als die Burson-Geräte (Test folgt), hätte ein ordentlicher parametrischer EQ einen echten Unterschied gemacht. Den gibt es aktuell nicht. Das merkt man.

Hinzu kommt: Ich konnte während des Tests ausschließlich über Spotify hören, weil Qobuz noch nicht unterstützt wird. Für ein abschließendes Klangurteil brauche ich Qobuz – HiRes-Streaming ist für mich kein Nice-to-have, sondern Standard.

Hardware-Probleme: Ehrlichkeit ist hier Pflicht

Zwei Dinge, die ich bei keinem anderen Gerät in meiner Kette hatte und die ich direkt ansprechen muss.

Erstens: ein konstantes, leises Rauschen auf dem linken Kanal. Es skaliert nicht mit der Lautstärke, und als ich die Kanäle getauscht habe, ist das Rauschen mitgewandert – es liegt also klar am Gerät, nicht an Kabeln oder Lautsprechern. Mein Verdacht geht in Richtung eines defekten Op-Amps oder Buffers. Ob das ein Serienproblem ist oder ein Einzelfall, kann ich noch nicht beurteilen. Ich sage es trotzdem, weil ihr das wissen solltet.

Zweitens: gelegentliche Knackgeräusche beim Quellwechsel – sowohl beim Liedwechsel als auch im HDMI-Betrieb. Das kannte ich bisher von keinem anderen Gerät in der Kette. Ob das Ursache in der Software oder der Hardware hat, lässt sich noch nicht endgültig sagen. Fosi muss das fixen.

Und dann gibt es noch das CEC-Problem, das so ein typisches Alltagsding ist, das man nur merkt, wenn man ein Gerät wirklich benutzt. Ich hatte abends ferngesehen, den TV ausgemacht, der S3 ist brav per CEC mitgegangen. Dann, später, wollte ich noch Musik hören und habe Spotify gestartet – woraufhin zunächst der Fernseher wieder anging, bevor der S3 auf die Streaming-Quelle umschaltete. Was passiert: Der Streamer bootet im HDMI-Modus, gibt ein CEC-Wecksignal ans Display, und merkt erst danach, dass er eigentlich Spotify spielen soll. Klingt klein, nervt im Alltag enorm. Und es ist genau der Grund, warum ich Testgeräte nicht zwei Tage auf den Schreibtisch stelle und dann ein Video mache.

Die Software: Der eigentliche Knackpunkt

Ich sage es direkt: Die App ist dünn. Wirklich dünn – und das ist das zentrale Problem des Fosi Audio S3 in seinem aktuellen Zustand.

Fünf EQ-Bänder sind ein Anfang, aber kein Werkzeug. Wer seinen Raum wirklich einmessen will, braucht mindestens zehn Bänder, besser einen vollwertigen parametrischen EQ. Eine Auto-EQ-Funktion, bei der man einfach das Handy nimmt und den Raum einmisst? Hat WiiM. Hat Eversolo. Fehlt hier komplett. Der Subwoofer-Ausgang ist physisch vorhanden, aber ein einstellbarer Crossover ist in der App nicht zu finden – was bedeutet, dass ihr euren Sub zwar anschließen könnt, aber ohne definierte Trennfrequenz arbeitet. Das mag für manche Setups pragmatisch funktionieren, für eine ernsthafte Einbindung in eine Stereo‑2.1‑Kette reicht es nicht. Getrennte Ausgangsprofile für XLR und RCA? Fehlen. Separate Eingangsprofile? Fehlen. Und in der App sind Platzhalter für Funktionen sichtbar, die noch gar nicht existieren – darunter Display-Einstellungen für ein Display, das der S3 gar nicht hat. Das wirkt unfertig, weil es unfertig ist.

Beim Streaming-Angebot sieht es ähnlich aus: Spotify, Tidal Connect, AirPlay 2, Google Cast, Roon und Spotify Connect sind mit an Bord. Qobuz fehlt – und für mich persönlich ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein echter Showstopper für ein abschließendes Urteil. Kein Internetradio, keine dienstübergreifenden Playlists. In seinem aktuellen Zustand ist der Fosi Audio S3 eher ein vielversprechendes Transportmodul als ein vollwertiger Streamer.

Roadmap: Fosi hört zu – aber die Liste ist lang

Beim Schreiben dieses Fosi Audio S3 Preview hat Fosi auf Instagram eine erste öffentliche Roadmap veröffentlicht. Für April ist Qobuz Connect angekündigt sowie eine Erweiterung des EQ auf zehn Bänder, für Mai ein komplett überarbeitetes UI mit anpassbarem Homescreen. Das ist gut. Es zeigt, dass Fosi zuhört und aktiv entwickelt.

Aber es reicht noch nicht. Crossover für den Subwoofer-Ausgang steht nicht auf der Roadmap. Auto-EQ steht nicht drauf. Parametrischer EQ steht nicht drauf. Signalanzeige steht nicht drauf. Ausgangsprofile stehen nicht drauf. Was Fosi liefert, ist ein erster Schritt – aber die Distanz zum Ziel ist noch beträchtlich. Das warnende Beispiel kennt ihr: Sonos. Versprechen allein bauen kein Vertrauen. WiiM hat mit öffentlichen Changelogs und einer lebendigen Community vorgemacht, wie das richtig geht. Das ist der Standard, an dem sich Fosi messen lassen muss.

Das eigentliche Thema: Ökosystem schlägt Chips

Ich komme immer wieder auf denselben Punkt zurück, weil er der entscheidende ist. In Reviews und Kommentaren dreht sich alles um DAC-Chips. Dieser Chip, jener Chip. Wisst ihr was? Ich hab hier einen Fosi-Kopfhörerverstärker stehen, der hat einen hervorragenden DAC eingebaut. Warum soll ich überall DAC-Chips horten?

Es geht ums Ökosystem. WiiM kommt aus dem Netzwerkplayer-Bereich – die konnten von Tag eins Software. Eversolo genauso. Fosi ist bisher eine Hardware-Firma mit starker Engineering-DNA, aber Softwareentwicklung ist ein anderes Handwerk. Es braucht Konzeption, Entwicklung, Testing, Pflege, Community-Management. Das baut man nicht in einem Quartal auf.

Was ich gehört habe: Es soll noch eine S3 Light-Variante geben sowie eine Max- oder Ultra-Version. Für den Light könnte ich mir einen reinen Netzwerktransport ohne eigenen DAC vorstellen – und das wäre tatsächlich eine Marktlücke in diesem Preissegment. Im High-End läuft der Trend zu dedizierten Transporten gerade heiß, Eversolo hat das vorgemacht. Warum nicht auch im Einsteiger- bis Mittelklassebereich?

Der größere Gedanke dahinter: Wenn Fosi ein ernsthaftes Multiroom-Konzept aufbaut und dazu einen eigenen aktiven Lautsprecher bringt – sagen wir im Bereich 150 bis 200 Euro –, dann könnte daraus etwas wirklich Interessantes entstehen. So wie Sonos, aber im Fosi-Preisbereich, mit offenem Ökosystem und dem Feature-Set, das man 2026 erwarten darf. WiiM hat Speaker im Angebot, aber 350 Euro das Stück bedeutet 700 Euro für Stereo – da bekommt man einen WiiM Amp Ultra mit guten Regalboxen und ist deutlich flexibler aufgestellt. Wenn Fosi das Ökosystem-Denken wirklich verinnerlicht und konsequent umsetzt: Das wäre eine Ansage.

Fosi Audio S3 Preview – Fazit

Der Fosi Audio S3 ist für seinen Preis hardware-technisch wirklich stark aufgestellt. Symmetrischer XLR-Ausgang, HDMI mit eARC, Subwoofer-Out, Line-In, Bluetooth – das ist eine Kombination, die unter 300 Euro ihresgleichen sucht. Der erste Klangeindruck ist solide, das Potenzial ist spürbar.

Aber der Fosi Audio S3 ist noch nicht fertig. Die Software ist das, was zwischen einem spannenden Gerät und einem empfehlenswerten Streamer steht – und da ist noch eine erhebliche Strecke zu gehen. Hinzu kommen die Hardware-Beobachtungen, die ich gemacht habe und an Fosi weiter gegeben.

Wer heute einen Streamer kaufen will, der aus der Box heraus alles kann, ist bei WiiM oder Eversolo besser bedient. Wer aber bereit ist, mitzuwachsen, und wer das Hardware-Paket für diesen Preis spannend findet – der sollte den S3 im Auge behalten. Ich werde den Fosi Audio S3 weiter im Dauerbetrieb lassen und nach diesem Preview ein vollständiges Review nachliefern, sobald die Software einen Stand erreicht hat, der ein faires Urteil erlaubt.

Die große Frage bleibt: Wie viel Geduld gibt man einem jungen Unternehmen, das in einer neuen Kategorie Fuß fasst? Ich bin gespannt. Und ihr hoffentlich auch.

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WiiM Ultra im Test: Der Streaming-König für alle Fälle — Update 2026 https://www.hifigeek.de/wiim-ultra-im-test-der-streaming-koenig-fuer-alle-faelle/ https://www.hifigeek.de/wiim-ultra-im-test-der-streaming-koenig-fuer-alle-faelle/#respond Sun, 13 Jul 2025 20:45:54 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9066 Der WiiM Ultra ist das Flaggschiff von WiiM und positioniert sich als zentraler digitaler Hub für jedes Audio-System. Mit seinem 32-bit/384kHz ES9038Q2M SABRE DAC, dem 3,5‑Zoll-Touchscreen und einer beeindruckenden Ausstattung an Ein- und Ausgängen wollte der chinesische Hersteller nichts weniger als die Streaming-Welt revolutionieren. Nach wochenlangem intensivem Testing mit verschiedensten Setups von Budget bis High-End können wir sagen: Mission erfüllt! Der Ultra ist nicht nur ein würdiger Nachfolger des WiiM Pro Plus, sondern setzte 2025 völlig neue Maßstäbe in seiner Preisklasse — und behauptet sich auch 2026 noch, wenngleich das Feld inzwischen enger geworden ist.

Alle WiiM-Modelle im Überblick — Streamer, Verstärker, Speaker und die neue Bar: → WiiM Übersicht

Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor wenigen Jahren mehrere Tausend Euro gekostet hätte.

Reviews in Bild und Ton

Wir haben mittlerweile auch einen eigenen Youtube-Channel. Hier versuche ich regelmäßig für euch Reviews mit bewegtem Bild bereit zu stellen und mehr mit euch in Kontakt zu treten. Schaut doch einfach mal vorbei und abonniert den Kanal. Danke!

Update Juni 2026: Was sich seit dem Launch getan hat

Ein Gerät wie der WiiM Ultra lebt von Software – und WiiM hat seit unserem ursprünglichen Test kräftig nachgelegt. Der aktuelle Firmware-Stand bringt einige spürbare Verbesserungen:

  • Reduzierte Audio-Input-Latenz: auf rund 35–40 ms gesenkt, was besonders bei HDMI-ARC-Nutzung mit TV-Lippensynchronität hilft.
  • WiiM Radio: als neue Musikquelle direkt in der App integriert.
  • Dolby-Bitstream-Fixes: Stotter- und Aussetzer-Probleme bei Dolby-Wiedergabe über den optischen Eingang wurden behoben.
  • Verzögerte Auto-Updates: konfigurierbar in der App, für alle, die nicht jedes Firmware-Update sofort haben wollen.
  • Roon Ready: ist inzwischen vollständig zertifiziert und produktiv im Einsatz — die zum Launch angekündigte Zertifizierung ist also längst Realität.

Kurz gesagt: WiiM pflegt den Ultra aktiv weiter, fast im Monatstakt gibt es Firmware-Updates. Wer das Gerät kauft, kauft kein “fertiges” Produkt, sondern eines, das sich kontinuierlich verbessert.

Unboxing: Wenn Premium auf Pragmatismus trifft

Das Auspacken des WiiM Ultra ist schon ein kleines Erlebnis für sich. Die schlichte, aber hochwertige Verpackung verspricht bereits, was drin ist: Premium-Qualität zu einem fairen Preis. Der erste Eindruck beim Herausnehmen ist durchweg positiv — das Aluminiumgehäuse fühlt sich deutlich wertiger an als die Plastikgehäuse der günstigeren WiiM-Modelle. Mit seinen 205 x 205 x 73 mm und 1,3 kg wirkt das Gerät kompakt, aber keineswegs billig.

Im Lieferumfang finden sich neben dem WiiM Ultra selbst ein Netzkabel, HDMI‑, Cinch- und Tos-Link-Kabel. Ein Phono-Ground-Adapter für Plattenspieler, sowie eine Fernbedienung mit Sprachsteuerung. WiiM hat hier wirklich mitgedacht — alles was man für den sofortigen Start braucht, ist dabei.

Das absolute Highlight ist aber definitiv das 3,5‑Zoll-Farbtouchscreen-Display mit Glasabdeckung. Es fühlt sich hochwertig an und reagiert butterweich auf Berührungen. Beim ersten Einschalten begrüßt einen ein farbenfroher Setup-Wizard, der selbst Audio-Noobs durch die Ersteinrichtung führt.

Technische Ausstattung: Ein Schweizer Taschenmesser in Audio-Form

Technische Spezifikationen

  • Audio-DAC: ESS Sabre ES9038Q2M (32-bit/384kHz)
  • Kopfhörerverstärker: Texas Instruments TPA6120A2
  • ADC: TI Burr-Brown PCM1861 (110 dB SNR)
  • Line-Ausgang: Maximum 2,1V RMS, SNR 121 dB (A‑gewichtet), THD+N 0,00018% (-115 dB)
  • Konnektivität: Wi-Fi 6E (2,4/5/6 GHz), Bluetooth 5.3 mit BLE, Ethernet 10/100 Mbps
  • Display: 3,5″ Farb-Touchscreen mit Glasabdeckung
  • Abmessungen: 205 x 205 x 73 mm
  • Gewicht: 1,3 kg

Ein- und Ausgänge

Audio-Eingänge:

  • HDMI ARC (PCM, Dolby Digital 5.1)
  • Optischer Eingang (TOSLINK)
  • Line-Eingang (RCA)
  • Phono-Eingang (MM/MC)
  • Bluetooth-Empfänger

Audio-Ausgänge:

  • Line-Ausgang (RCA)
  • Optischer Ausgang (TOSLINK)
  • Koaxialer Ausgang (RCA)
  • USB-Ausgang
  • Subwoofer-Ausgang (RCA)
  • Kopfhörerausgang (3,5mm)
  • Bluetooth-Sender

Zusätzliche Features:

  • 12V-Trigger-Ausgang
  • USB-Host für Storage
  • 10-Band parametrische EQ
  • Raumkorrektur-Software
  • Multiroom-Fähigkeiten

Setup und erste Schritte: Kinderleicht, selbst für Audio-Noobs

Die Einrichtung über die WiiM Home App ist ein Kinderspiel. Nach dem Download der App wird der WiiM Ultra sofort erkannt und die Firmware automatisch aktualisiert. Die App selbst ist intuitiv gestaltet und bietet Zugang zu allen wichtigen Einstellungen. Besonders cool: Man kann für jeden Eingang separate EQ-Einstellungen vornehmen.

Das Touchscreen-Display zeigt nicht nur Albumcover und Wiedergabesteuerung, sondern auch VU-Meter und diverses Feedback zur aktuellen Wiedergabe. In der Standby-Zeit kann man sogar ein individuelles Wallpaper einstellen oder Uhrzeit und Datum anzeigen lassen.

Klangtest: Von Brutal bis Brilliant

Für unseren ausführlichen Klangtest haben wir den WiiM Ultra durch verschiedenste Setups gejagt. Die Referenz-Playlist mit ihrer Mischung aus extremem Metal, Progressive Rock und klassischen Tracks bot die perfekte Basis, um die Grenzen des Geräts auszuloten.

Setup 1: Lehmann Audio Linear II

Am Lehmann Audio Linear zeigte der WiiM Ultra sofort seine Klasse. “Blow Your Trumpets Gabriel” von Behemoth kam mit beeindruckender Dynamik und kristallklarer Separation der einzelnen Instrumente rüber. Der ESS Sabre DAC zeigt hier seine Stärken: ultra-niedrige Verzerrungen und ein Signal-Rausch-Verhältnis von über 120 dB sorgen für einen schwarzen Hintergrund, vor dem sich selbst leiseste Details abheben.

Setup 2: Burson Audio Playmate 3 & Conductor GT4

Die Kombination mit den Burson-Geräten (Playmate 3 Test, Conductor GT4 Test) offenbarte die analytischen Qualitäten des WiiM Ultra. “Pain Remains III: In a Sea of Fire” von Lorna Shore mit seinen über 9 Minuten komplexer Arrangements wurde mühelos gemeistert. Die Bühnenabbildung ist präzise, wenn auch nicht ganz so dreidimensional wie bei deutlich teureren Streamern.

Setup 3: Fosi Audio V3 Mono

Hier zeigte sich die Vielseitigkeit des WiiM Ultra. Selbst mit Budget-Verstärkern wie dem Fosi V3 Mono (hier im Test) liefert er saubere, detailreiche Signale. “Bombtrack” von Rage Against The Machine kam mit ordentlich Punch und Dynamik rüber, ohne dass die Stimme von Zack de la Rocha in der komplexen Instrumentierung unterging.

Kopfhörer-Performance: Audeze LCD‑X & LCD‑3

Der integrierte Kopfhörerverstärker TPA6120A2 macht seine Sache überraschend gut. Mit den Audeze LCD‑X konnte “Honeycomb” von Deafheaven seine volle emotionale Wucht entfalten. Die 11 Minuten epischer Post-Metal wurden niemals langweilig, der WiiM Ultra hielt die Spannung über die gesamte Spielzeit aufrecht. Auch die anspruchsvollen Audeze LCD‑3 wurden problemlos angetrieben, wenngleich ein dedizierter Kopfhörerverstärker nochmal eine Schippe drauflegen würde.

Lautsprecher-Setups: B&W & Amphion Argon 3S

An den B&W zeigte der WiiM Ultra seine neutralen Qualitäten. “Granite” von Sleep Token kam mit der typischen Wärme der B&W‑Hochtöner rüber, ohne dass der WiiM Ultra eigene Klangfärbungen hinzufügte. Die Amphion Argon 3S profitieren von der sauberen Signalaufbereitung des WiiM Ultra — “Creep” von Radiohead klang so melancholisch und detailreich wie selten zuvor.

HDMI ARC: Die heimliche Heimkino-Zentrale

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des WiiM Ultra ist der HDMI-ARC-Eingang. Angeschlossen an den TV wird aus jeder Stereo-Anlage eine kleine Heimkino-Zentrale. Filme und Serien profitieren von der deutlich besseren Klangqualität gegenüber TV-Lautsprechern. Dolby Digital 5.1 wird problemlos verarbeitet und über die Stereo-Ausgänge intelligent heruntergemischt. Für Puristen mag das Frevel sein, aber der Convenience-Faktor ist einfach unschlagbar — und dank der jüngsten Firmware-Fixes läuft die Dolby-Wiedergabe inzwischen auch spürbar stabiler als beim Launch.

Phono-Preamp: Vinyl-Revival leicht gemacht

Der integrierte Phono-Preamp ist eine nette Zugabe für Vinyl-Enthusiasten. Am EAT Prelude Plattenspieler getestet, liefert er für den Einstieg mehr als brauchbaren Sound. Sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer werden unterstützt, wobei die Einstellungen bequem über die App vorgenommen werden können. Für ambitionierte Vinyl-Hörer wird ein externer Phono-Preamp weiterhin die bessere Wahl sein, aber für Gelegenheits-Hörer ist die integrierte Lösung völlig ausreichend.

Streaming-Features: Kein AirPlay — und das bleibt auch so

Der WiiM Ultra unterstützt praktisch jeden relevanten Streaming-Standard: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Google Chromecast Audio, Alexa Built-in, DLNA und Roon Ready. Einzig AirPlay fehlt — und hier schaffen wir 2026 endlich Klarheit, denn das Thema sorgt bis heute für hitzige Diskussionen in Foren: WiiM hat offiziell bestätigt, dass der Ultra AirPlay aufgrund einer Hardware-Limitation nicht unterstützen wird und auch nie unterstützen wird — es handelt sich nicht um eine ausstehende Zertifizierung, sondern um eine dauerhafte technische Einschränkung der verbauten Wi-Fi/Bluetooth-Module. Wer primär AirPlay nutzt, sollte entweder zu einem älteren WiiM-Modell (Mini, Pro, Pro Plus, Amp) greifen, die AirPlay unterstützen, oder auf einen Workaround über Bluetooth bzw. eine LMS-AirPlay-Bridge zurückgreifen.

Für Apple-User ein Wermutstropfen, aber angesichts der übrigen Features verschmerzbar.

Die Multiroom-Fähigkeiten sind beeindruckend. Mit anderen WiiM-Geräten lassen sich mühelos synchronisierte Zonen einrichten. Die Room Correction via Smartphone-Mikrofon funktioniert überraschend gut und kann durchaus hörbare Verbesserungen bringen.

Hier haben wir unsere Terrassen-Lautsprecher B&W AM1 an den Fosi Audio V3 Monos eingemessen mit wirklich hervorragendem Ergebnis. Gerade bei so schwierigen Bedingungen (Outdoor) war das gehörte Ergebnis beeindruckend und macht Party-Laune.

Vergleich: WiiM Ultra im Feld 2026

Der Ultra steht heute in einem deutlich dichteren Wettbewerbsfeld als beim Launch. Hier die relevantesten Alternativen im direkten Vergleich:

WiiM Pro Plus

Der Pro Plus bleibt der Preis-Leistungs-König für unter 250 Euro (hier im Test). Wer nur streamen will und auf Phono-Eingang, HDMI ARC und Touchscreen verzichten kann, ist mit dem Pro Plus bestens bedient. Der Ultra bietet aber deutlich mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit — und AirPlay obendrein, was den Pro Plus für Apple-Haushalte interessant macht.

WiiM Amp Ultra (599€) — der große Bruder im eigenen Haus

Die naheliegendste Frage 2026 lautet nicht mehr “Ultra oder Eversolo?”, sondern “Ultra oder Amp Ultra?”. Der Amp Ultra kombiniert dieselbe Streaming- und DAC-Basis mit einer integrierten Endstufe und richtet sich an alle, die passive Lautsprecher direkt anschließen wollen, ohne einen separaten Verstärker zu brauchen. Wer bereits eine eigene Endstufe oder aktive Lautsprecher besitzt, bleibt mit dem reinen Ultra günstiger und flexibler unterwegs. Wer bei Null anfängt und ein Komplettsystem sucht, sollte den Amp Ultra ernsthaft in Betracht ziehen.

Cambridge Audio MXN10

Der MXN10 wird inzwischen zum gleichen Preispunkt wie der Ultra angeboten und ist der Vergleich, den aktuell die meisten unabhängigen Testredaktionen ziehen. Klanglich und verarbeitungstechnisch punktet Cambridge mit britischer Reife, kann aber bei der schieren Anschluss- und Feature-Vielfalt des Ultra nicht mithalten — kein Touchscreen, kein Phono-Eingang, weniger Ein-/Ausgänge. Wer maximale Konnektivität will, bleibt beim Ultra; wer ein Quäntchen mehr klangliche Reife bevorzugt und auf Phono/HDMI ARC verzichten kann, schaut sich den MXN10 an.

Bluesound Node Nano / Node X

Im Einsteigersegment positioniert sich Bluesound mit dem Node Nano als schlankere, aber auch reduziertere Alternative — ohne Display, ohne Phono, ohne HDMI ARC. Der Node X spielt eher in der Liga darüber. Für alle, die eine Streaming-Only-Lösung ohne Schnickschnack suchen, ist der Node Nano eine Option; wer die Alleskönner-Qualität des Ultra will, kommt an WiiM kaum vorbei.

Eversolo DMP-A6

Der Eversolo DMP-A6 kostet etwa doppelt so viel wie der WiiM Ultra, bietet dafür aber ein deutlich größeres 6‑Zoll-Display und Android-basierte Software. Das Display ist echter Mehrwert für die Navigation großer Musiksammlungen. Klanglich liegt der Eversolo schon ein wenig vorn und hat den Vorteil lokaler Speichermöglichkeiten via M.2 SSD.

Im direkten Vergleich ist das Display des WiiM Ultra eher Spielzeug — schön anzusehen, aber der praktische Nutzen beschränkt sich auf grundlegende Informationen und Bedienung. Für ernsthafte Navigation bleibt das Smartphone die bessere Wahl.

Allgemein ist der Eversolo schon eine ganze Klasse besser in allen Belangen, spiegelt sich wie oben erwähnt aber auch im Preis wider.

Das WiiM-Ökosystem wächst: Vom Streamer zum Heimkino-System

Wer den Ultra 2025 gekauft hat, hat streng genommen in ein Ökosystem investiert, das seither massiv gewachsen ist. Das ist für die Kaufentscheidung heute relevanter denn je, denn WiiM baut inzwischen ein komplettes Heimkino-Baukastensystem um seine Streamer herum:

WiiM Sound & WiiM Sound Lite — die kabellosen Smart-Speaker der Marke (WiiM Sound für 299€, WiiM SoundLite für 229€) sind nicht nur als Stereo- oder Multiroom-Lautsprecher gedacht, sondern lassen sich explizit als Surround-Kanäle einsetzen, sobald ein WiiM-Bar oder ‑Ultra als Zentrale im Netzwerk hängt.

WiiM Bar — die im Juni 2026 auf der High End Vienna vorgestellte erste Soundbar der Marke ist der eigentliche Ökosystem-Doppelpunkt. Sie bringt ein echtes 3.0.2‑Dolby-Atmos-Layout mit acht Treibern, darunter drei nach vorne abstrahlende Hochtöner und zwei nach oben feuernde Breitbandtreiber für Height-Effekte, dazu DTS:X, HDMI eARC und RoomFit-Raumeinmessung. Für 499 Euro positioniert sich die WiiM Bar als direkter Konkurrent zum Sonos Beam (2. Gen) — mit dem Vorteil von echten Height-Kanälen, DTS:X und Roon-Support, die der Beam nicht bietet. Der Clou: Die Bar lässt sich per App nahtlos mit WiiM Sound/Sound Lite als Rear-Speaker und einem WiiM Sub Pro zu einem vollständigen 5.1.2‑System erweitern — ganz ohne neue Lautsprecherkabel durch die Wand. Alle Details dazu in unserem WiiM Bar Artikel.

Was das für den Ultra bedeutet: Der WiiM Ultra bleibt in diesem wachsenden Ökosystem die Rolle des audiophilen Herzstücks vorbehalten — er ist kein Konkurrent zur Bar, sondern ihr High-End-Pendant für alle, die eine bestehende Stereo- oder Aktivlautsprecher-Anlage per HDMI ARC ins Heimkino einbinden wollen, statt eine komplett neue Soundbar-Lösung zu kaufen. Wer eine hochwertige 2‑Kanal-Anlage besitzt und die schon vorhandenen Lautsprecher fürs Fernsehen mitnutzen will, bleibt beim Ultra goldrichtig. Wer bei null anfängt und ein reines Heimkino-System ohne vorhandene Lautsprecher sucht, schaut sich eher die WiiM Bar plus Sound Lite/Sub Pro an.

Für unsere Leser mit Heimkino-Ambitionen (schaut auch mal in unseren Heimkino-Bereich) heißt das: Die Kaufentscheidung ist heute nicht mehr nur “Ultra ja oder nein”, sondern “welches WiiM-Gerät passt zu meiner bestehenden Kette”. Ein eigener WiiM-Bar-Test folgt bei uns, sobald ein Testgerät verfügbar ist.

Konkurrenzfähigkeit: Sonos weiterhin unter Druck

Mit dem WiiM Ultra setzte WiiM neue Maßstäbe in der Streaming-Welt, und daran hat sich 2026 nichts geändert. Sonos muss sich warm anziehen — die Chinesen bieten deutlich mehr Features zu einem Bruchteil des Preises. Die offene Plattform des Ultra mit Unterstützung für praktisch alle Standards kontrastiert scharf mit Sonos’ geschlossenem Ökosystem.

Erschwerend kommt hinzu, dass Sonos seine Software seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Griff hat. Wer einmal auf WiiM gewechselt ist, weiß wieder, wie zackig ein System reagieren kann. Hier gibt es bislang keine Zicken.

Fazit: Der Streaming-König hält seine Krone

Der WiiM Ultra ist ein kleines Meisterwerk der Audio-Technik. Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor wenigen Jahren mehrere Tausend Euro gekostet hätte. Die Kombination aus exzellentem DAC, vielseitigen Anschlüssen, Touchscreen und durchdachter Software ist in dieser Preisklasse weiterhin konkurrenzlos — auch wenn das Feld inzwischen enger geworden ist.

Klanglich spielt der WiiM Ultra in der Liga deutlich teurerer Geräte mit. Er ist neutral und detailreich, ohne langweilig zu werden. Besonders für Einsteiger in die HiFi-Welt ist er der perfekte erste Schritt — er macht jede Anlage zukunftssicher und bietet Raum zum Wachsen.

Der einzige echte Kritikpunkt bleibt das fehlende AirPlay — mit dem Unterschied, dass wir jetzt wissen: Das wird sich nicht mehr ändern. Wer das verschmerzen kann, bekommt ein nahezu perfektes Produkt, das die Streaming-Landschaft nachhaltig verändert hat und dank aktiver Firmware-Pflege auch 2026 noch mitwächst.

FAQ

Bekommt der WiiM Ultra noch AirPlay?

Nein. WiiM hat offiziell bestätigt, dass der Ultra AirPlay aufgrund einer Hardware-Limitation der verbauten Wi-Fi/Bluetooth-Module nicht unterstützen kann. Das ist keine ausstehende Zertifizierung, sondern eine dauerhafte technische Einschränkung.

Ist der WiiM Ultra Roon Ready?

Ja, die ursprünglich angekündigte Roon-Zertifizierung ist inzwischen abgeschlossen und produktiv im Einsatz.

WiiM Ultra oder WiiM Amp Ultra — was ist der Unterschied?

Der Amp Ultra bringt zusätzlich eine integrierte Endstufe für passive Lautsprecher mit und kostet rund 599 Euro. Wer bereits eine eigene Endstufe oder Aktivlautsprecher hat, ist mit dem reinen Ultra (399 Euro) besser bedient.

Was kostet der WiiM Ultra?

Der WiiM Ultra kostet 399 Euro (UVP).

Unterstützt der WiiM Ultra Vinyl über Phono-Eingang?

Ja, der integrierte Phono-Preamp unterstützt sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer und ist über die WiiM Home App konfigurierbar. Für ambitionierte Vinyl-Hörer bleibt ein externer Phono-Preamp jedoch die klanglich bessere Wahl.

Kann ich den WiiM Ultra mit der neuen WiiM Bar oder WiiM Sound kombinieren?

Ja. Der Ultra lässt sich über die WiiM Home App mit WiiM Bar, WiiM Sound, WiiM Sound Lite und dem WiiM Sub Pro gruppieren und für Multiroom-Wiedergabe synchronisieren. Als eigenständige Home-Theater-Zentrale mit Surround-Kanälen ist jedoch die WiiM Bar konzipiert, nicht der Ultra.

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Eversolo DMP-A6 Master Edition vs DMP-A6 — Wahnsinn! https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a6-vs-dmp-a6-master-edition-wahnsinn/ https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a6-vs-dmp-a6-master-edition-wahnsinn/#respond Fri, 20 Dec 2024 20:39:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8230 Leute, Leute… wie leitet man einen Text über den Eversolo DMP-A6 ein, der wohl als Klangwunder gilt? Vor allem, wenn man ihn mit der DMP-A6 Master Edition vergleicht? Perlen vor die Säue!

Ja, wir lieben Eversolo! Und dann werfen sie auch noch zwei fast identische Streamer in den Ring, zwischen denen man wählen muss.

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Für wen ist was?

Fangen wir langsam an. Eversolos Streamer sind nicht ohne Grund in aller Munde. Sie klingen einfach genial! Wem die Sound-Qualität von Spotify und Co. nicht ausreicht, wird schnell den Blick in Richtung High-Res-Audio richten – und hier kommen die Eversolos ins Spiel. Sie haben es geschafft, mit einem vergleichsweise „kleinen“ Preis die Qualität der Wiedergabe, zum Beispiel bei Qobuz, unglaublich zu steigern. Wer hochauflösende Musik hören möchte, kommt eigentlich nicht um einen guten Streamer herum. Mit dem DMP-A6 hat man schon fast den Volks-Streamer gefunden.

Was ist anders?

Das Besondere an der Master Edition des Streamers verbirgt sich im Inneren des gelungenen Gehäuses. Hier hat Eversolo bei einigen Bauteilen noch eine Schippe draufgelegt, um dem DMP-A6 noch mehr Performance zu entlocken. Ein Highlight sind die verbesserten Operationsverstärker, oft auch OpAmps genannt, die an verschiedenen Stellen in der Schaltung zum Einsatz kommen. In der Master Edition kommen nun OPA1612 von Texas Instruments zum Einsatz, die im Vergleich zur Standard Edition mehr als dreimal niedrigere Rauschwerte bieten. Gleichzeitig ist der effektive Arbeitsbereich, also die Bandbreite der Bauteile, deutlich erweitert.

Auch bei der Signaltaktung legt die Master Edition nochmal nach. Zwar setzte die Standard-Variante bereits auf zwei unterschiedliche Oszillatoren, doch hier verwendet Eversolo nun hochpräzise Clocks von Accusilicon. Deren Genauigkeit liegt im Femtosekundenbereich und sorgt für noch weniger Jitter – und damit für eine präzisere und klarere Wiedergabe.

Was macht das in der Praxis?

Das war erst einmal gar nicht so einfach zu fassen. Würde die Fachpresse hier mit blumigen Worten den Player umjubeln, sehen wir das ein wenig nüchterner. Erstmal: Die Master Edition klingt nicht anders. Zumindest war das definitiv unser Ersteindruck. Wir haben beide Player mit denselben Kabeln an dieselbe Hardware angeschlossen und brauchten nur die Eingangskanäle per Fernbedienung wechseln. Und nein… da ist erstmal nichts.

Pam, pam, pam, pam. Goldohren werden uns hier jetzt alles Mögliche herunterbeten können, aber es ist fraglich, ob das jeder so hört oder ob das Geld, das teils bei der Fachpresse für Testberichte fließt, sich in der Meinung widerspiegelt.

Es gab aber Unterschiede! Laufzeitunterschiede. Wir haben den Versuch öfter wiederholt, um nicht auf einen Fehlerteufel unsererseits hereinzufallen. Beide Player haben unsere Referenz-Playlist im Loop parallel abgespielt. Hier haben wir die Player ohne Laufzeitverzögerung gestartet. Nach einer gewissen Zeit hat sich aber eine unterschiedliche Laufzeit zwischen den Playern eingestellt. Diese war nicht dramatisch groß, zeigt aber, dass die in der Master Edition verwendeten Oszillatoren von Accusilicon definitiv präziser arbeiten. Ob nun jemand genau diesen minimalen Laufzeitunterschied tonal hören kann? Wahrscheinlich nicht.

Okay, okay

Dann haben wir mit der Zeit doch etwas gehört. Eventuell sind wir irgendwie abnormal, aber bei Zimmerlautstärke können wir wirklich nichts feststellen. Geben wir hingegen ordentlich Gas und drehen den Lautstärkeregler in Richtung 85 dB, dann wird es ziemlich abhängig von der Musik. Die besseren OpAmps scheinen hier doch das Zünglein an der Waage zu sein und dem Player hier und da im Sound positiv zuzuspielen. Ist der klangliche Unterschied aber jetzt im Bereich von knapp 450 €?

Die Frage darf man uns eigentlich nicht stellen… denn 450 € können in einem Setup fernab vom Streamer noch deutlich mehr bewegen, um den Klang generell zu verbessern! Akustik-Elemente, bessere Lautsprecher (hier hört man den Preis am ehesten), ein Subwoofer als Ergänzung… all sowas verbessert sicherlich den Klang mehr als der Unterschied zwischen DMP-A6 und DMP-A6 Master Edition.

Für wen ist denn die Master Edition?

Mit einem Preis von 1300 € ist die Master Edition des DMP-A6 nicht mehr der Schnapper, den wir dem DMP-A6 attestieren. Hat man jedoch generell eine Anlage im Mittelklasse-Bereich, irgendwo bei 2000 € aufwärts, und möchte nicht direkt zum DMP-A8 greifen, ist die Master Edition wahrscheinlich die beste Wahl.

Und nun?

Wir erleben jetzt ein Dilemma. Sind wir gleichermaßen vom DMP-A6 und der DMP-A6 Master Edition begeistert, hören wir jetzt, gerade durch die längere Testzeit, den Unterschied. Und immer wieder piekst es uns, dass wir doch statt dem DMP-A6 zur Master Edition hätten greifen sollen. Aber ohne sie im direkten Vergleich zu hören, wäre uns der Unterschied wahrscheinlich gar nicht aufgefallen.

Hier verhält es sich aber immer gleich: Man sollte sich nicht zu sehr auf Geschriebenes von der Fachpresse verlassen, sondern darauf achten, dass man sich die Wunschgeräte ins Haus holt und vielleicht wirklich eine Gegenüberstellung seiner Wunschkomponenten macht. Wäre unser Testzeitraum nur wenige Tage gewesen, hätten wir bis auf den Laufzeitunterschied durch den Femto-Clock-Oszillator nicht wirklich viel feststellen können.

Was tun?

Wenn uns jetzt nicht irgendwie eine Ultra-Option ins Haus segelt, bleiben wir natürlich bei unserem DMP-A6, den wir ja dann nicht mehr gegenhören können. HiFi ist und bleibt ein Hobby, das sich jeder selbst definiert und auf der Suche nach etwas Besonderem ist. Genau das macht dieses Hobby so schön!

Musik zu genießen, zu erforschen und zu erleben – und dies nach Möglichkeit in ihrer ursprünglichen Form. HiFi ist auch nicht tot, sondern wird von der heutigen Jugend einfach anders gelebt. Und Streaming ist ein Teil davon! Mit dem Eversolo DMP-A6 und der DMP-A6 Master Edition hat man hier die perfekte Einstiegsdroge.

Fazit

Schaut in euch selbst und überlegt euch eure Budget-Grenzen. Tun euch die 450 € extra in der Tasche weh, und habt ihr noch etliche Verbesserungen an eurem Setup im Kopf? Nehmt die 450 € und verbessert euer Setup! Solltet ihr wirklich mit eurem Raum und Gewissen im Reinen sein, dann greift zur Master Edition.

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Eversolo DMP-A6 — der Hype-Streamer im Langzeittest https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a6-der-hype-streamer-im-langzeittest/ https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a6-der-hype-streamer-im-langzeittest/#respond Wed, 24 Jul 2024 20:06:26 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7922 Wenn man sich mit Streamern beschäftigt, kommt man wohl nicht am Eversolo DMP-A6 vorbei. Wir natürlich auch nicht und haben ihn parallel mit dem WiiM Pro Plus zum Test gebeten.

*Update*: Wer auch gespannt ist, wie sich der Eversolo DMP-A6 gegen den Eversolo DMP-A6 Master Edition schlägt, muss bei uns wieder reinklicken. Aktuell haben wir beide nebeneinander stehen und versuchen jede noch so kleine Nuance herauszukitzeln. Hier nun der Test: Eversolo DMP-A6 Master Edition

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Weiterhin passt zu den Eversolos natürlich auch der Eversolo AMP-F2, welchen wir natürlich ebenfalls zum Test gebeten haben.

Natürlich war uns bewusst, dass man die beiden Streamer im Grunde nicht vergleichen kann. Das sagt alleine das Preistag von gut 850€ beim Eversolo DMP-A6 aus. Ist der WiiM Pro Plus doch am Prime Day für sage und schreibe 199€ zu haben gewesen.

Nein, wir wollten den Eversolo wegen seinem Look und seinen Features. Und von denen hat er jede Menge.

Abgrenzung

Wir haben uns den Eversolo DMP-A6 vom deutschen Vertrieb besorgt und lassen uns von diesem in unserer Wertung nicht beeinflussen. Wir nehmen ebenfalls kein Geld für unsere Tests, sodass wir die Freiheit genießen frei über das Produkt zu schreiben, ohne uns Monitär abhänging zu machen. Wer lieber auf blumige Reviews ohne klare Aussagen steht, darf sich gerne bei der Fachpresse umsehen.

Reviews in Bild und Ton

Wir haben mittlerweile auch einen eigenen Youtube-Channel. Hier versuche ich regelmäßig für euch Reviews mit bewegtem Bild bereit zu stellen und mehr mit euch in Kontakt zu treten. Schaut doch einfach mal vorbei und aboniert den Kanal. Danke!

Unboxing

Gut verpackt, erreichte uns der Eversolo DMP-A6 und nachdem wir, schwarze Box, in der Box, in der Box öffneten, wurden wir zuerst vom Quick Start Guide begrüßt. Unter dem einrahmenden Schaumstoff verbarg sich dann der, in einem Polyesterbeutel verpackten, Streamer. Den Beutel, welcher ebenfalls das Eversolo Logo trägt entnommen und oberhalb noch die im Lieferumfang enthaltenen Zubehörteile, war es dann auch schon unboxed!

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist sperrlich aber angemessen. Neben dem Eversolo DMP-A6 selbst und dem Beutel als Verpackung, gibt es noch ein Kaltgerätestecker, einen kleinen Kreuzschlitzschraubendreher und ein USB‑A zu USB‑B Kabel. Weder Cinch oder ein Toslink-Kabel ist enthalten, war aber auch nicht wirklich von uns erwartet worden. Wobei hier der WiiM beides mitbringt. Ob das nun mehr “Müll” ist oder eben nicht, muss man für sich selbst entscheiden.

Eine Fernbedienung wird beim Eversolo nicht mitgeliefert, ist aber als Zubehör erhältlich.

Design und Verarbeitung

Der Eversolo besticht natürlich durch sein Design. Mit seinem riesigen Display und beleuchteten Volume-Knob sieht er einfach schick aus. Die von Eversolo gestaltete Oberfläche der Software ist modern und schlicht zugleich. Der Streamer eignet sich definitiv als Eye-Catcher auf einem schicken Möbel. Um sich noch weiter zu verwöhnen hat er verschiedene VU-Meter und Designs zum Anpassen an den persönlichen Geschmack.

Die Verarbeitung des Eversolo ist Fehlerfrei. Das Gerät besteht vollständig aus Aluminium und ist für seine Größe recht schwer. Massiver Gehäusedeckel, ordentliche Gerätefüße und vergoldete Anschlüsse lassen eigentlich keine Wünsche offen.

Einrichtung

Neuer Streamer, altes Spiel: Auch für den Eversolo DMP-A6 gibt es natürlich eine App. Diese schnell aus dem App Store gezogen ist man hier schon mal ready. Den Streamer haben wir über verschiedene Arten angeschlossen, aber gängig ist sicherlich, per Cinch oder XLR an seinen Vorverstärker. Wer jedoch einen externen DAC benutzen möchte, muss das dann per USB, Coax oder Toslink tuen. Schnell noch ein Netzwerk-Kabel angeschlossen kann es losgehen. Wir haben den Streamer mit unserem High-End Kaltgeräte-Stecker an den Strom angeschlossen und je nach Setup mit dem Cinch Sommer Cable Epilogue oder XLR Sommer Cable Epilogue an unsere Vorstufe und Endstufen. Die Lautsprecher haben wir mit DIY Lautsprecherkabeln auf Basis von Sommer Cable Dual Blue Kabel versorgt.

M.2 SSD

Eine Besonderheit hat der Eversolo DMP-A6 natürlich noch: An der Unterseite hat er eine kleine Klappe, welche sich mit dem beigelegten Kreuzschlitzschraubendreher öffnen lässt. In diese passt dann eine handelsübliche M.2 SSD, auf welcher man seine Musiksammlung ablegen kann. Hierzu natürlich später mehr. Wer das direkt zu Beginn möchte, kann das natürlich direkt vor dem Anschließen erledigen.

Erster Start

Da wir ein Netzwerkkabel verwenden begrüßt einen beim ersten Start direkt ein Update! Woohoo. Update gemacht, App an den Start gebracht, kann es eigentlich auch sofort losgehen. Für die WLAN Leute, muss man seine WLAN Daten mit Hilfe des Displays des Eversolo DMP-A6 eingeben. Danach sollte der Player sich die Update-Pause gönnen und dann kann man endlich loslegen.

Bedienung

Wir haben es gerade schon erwähnt, aber was den Eversolo DMP-A6 zum einen vom WiiM abgrenzt, ist dessen 6 Zoll Display. Und dieses ist nicht nur zum Anzeigen von Informationen da, sondern da es sich um ein Touchscreen handelt, kann man den Player hierüber komfortabel bedienen. Zusätzlich lässt sich bis auf einige Kleinigkeiten der Player auch über die Handy-App bedienen. Ausnahmen sind hier z.B. die Netzwerkeinstellungen, welche nur am Gerät selber getätigt werden können.

Die Bedienung an und für sich geht einfach und intuitiv von der Hand. Aufgrund der vielen Features, sind einige Funktionen nur sehr verschachtelt zu erreichen. Zum Glück gibt es aber die Option Short-Cuts auf dem Home-Screen des Eversolo DMP-A6 zu setzen, mit welchen man dann zum Beispiel zu seinem Streaming-Dienst der Wahl kommt.

Generell muss man sagen, dass der 6 Zoll Touch-Bildschirm eine klasse Art und Weise der Bedienung ermöglicht. Das System reagiert immer flink und auch ein Boot vom ausgeschalteten Zustand geht innerhalb von 30 Sekunden.

Eversolo Software

Bei dem Betriebssystem vom Eversolo DMP-A6 handelt es sich um ein extrem modifiziertes Android 11. Wer jetzt die Optik oder andere Dinge an Android nicht mag: keine Angst! Bis auf die Eingabe-Tastatur erinnert sogut wie nichts an ein normales Android. Hier hat Eversolo viel Hand angelegt und ein in unseren Augen rundes Software-Erlebnis gebaut. Die iOS App funktioniert tadellos und bedient sich flink, als dass auch schnellen Sessions nichts im Wege steht. Abstürze oder Ähnliches sind uns in unserem Test nicht untergekommen. Die Software macht einen wirklich ausgereiften Eindruck und kann locker gegen der altbekannten von Sonos gegenhalten. Gerade mit der V2 von Sonos erst recht. Gegen den WiiM gibt es sicherlich kleinst Abzüge in der Endnote, weil uns hier die aufgeräumte Oberfläche dann doch eine Nuance besser gefällt.

Technik-Bashing

Aber auch die inneren Werte zählen und hier ist der Eversolo DMP-A6 stark aufgestellt. Mit einem ARM Cortex-A55 Quad Core, welcher zwar schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, den Eversolo aber niemals langsam wirken lassen. Unterstützt wird er von 4 GB Ram und 32 GB eMMC Speicher stehen für Apps zur Verfügung.

Der Eversolo DMP-A6 verwendet gleich zwei SABRE ES9038Q2M DAC-Chipsätze von ESS und bietet dadruch einen voll symetrischen Aufbau. Hier haben wir wirklich High-End Allüren, welche schon weit oben mitspielen. Die Arbeit übernimmt dann ein XMOS XU316.

Dank den beiden SABRE ES9038Q2M’s unterstützt der Eversolo DMP-A6 DSD512 Native, PCM768KHz@32Bit, MQA Volldecodierung. (Ja wir wissen, dass sich MQA auf dem absteigenden Ast befindet)

Der Eversolo hat eine Dual-Clock-Verarbeitung mit geringem Jitter und dadurch höherer Genauigkeit. Vollständig symmetrische Schaltung, symmetrischer XLR- und unsymmetrischer RCA-HiFi-Vorausgang. 2x DOH-Chips, unterstützt HDMI DSD Native und D2P Mehrkanal-Ausgang.

Ab Werk hat der Eversolo schon ein rauscharmes, hochwertiges Netzteil, das eine reine Stromquelle für Audioschaltungen bietet.

Hatten wir gesagt dass es sich beim Grundsystem um ein Android handelt? Eversolo hat ebenfalls seine eigene EOS-Audio-Engine entwickelt, die die SRC-Beschränkungen von Android global umgeht und so die direkte Ausgabe von Drittanbieter-Apps unterstützt. (Apple Music Hi-Res Direct Output)

Die verbauten Komponenten zergehen auf der Zunge wie Butter: WIMA-Kondensatoren aus Deutschland, NICHICON-Kondensatoren für den Audiobereich, Murata-Chipkondensatoren, Omron-Relais auf Japan und TI-Audio-Operationsverstärker (Op-Amps)

Als kleinen Leckerbissen verfügt der Eversolo DMP-A6 noch über einen M.2 NVME 3.0 Slot im Format 2280, welcher SSD’s mit bis zu 4TB aufnimmt.

Streaming

Der Eversolo DMP-A6 verfügt über alle gängingen und nicht gängigen Streaming-Dienste. Als kleiner Leckerbissen ist er auch als so einziger (von dem wir wissen) in der Lage auch nativ Apple Music auf dem Gerät bereit zu stellen. Hier hat Eversolo ganze Arbeit geleistet und Apple Music vollständig selbst implementiert. Einfach einloggen und loshören.

Unterstützte Streaming-Dienste sind bisher: Tidal, HIGHRESAUDIO, SoundCloud, Calm Radio, Apple Music, Classical, Presto Music, Spotify, Audials Play, Amazon Music, Deezer, KKBOX, Napster, TuneIn Radio, Qobuz, Radio Paradise, BBC Sounds, RadioDroid, Open Radio.

Weiterhin ist der Player in der Lage Music von weiteren Netzwerk- und Internet-Quellen abzuspielen. OpenDrive, Dropbox, Emby, Jellyfin und Plex. Im Netzwerk greift er per UPnP und WebDAV auf Inhalte, z.B. auf ein NAS zu.

Tidal Connect, Roon Ready, Spotify Connect, Airplay2 und Squeeze Connect dürfen auch nicht fehlen. Lediglich auf Chromecast scheint man bisher verzichten zu müssen.

Screenshot

Equalizer

Natürlich verfügt der Eversolo DMP-A6 auch über Equalizer. Und was für eine fette Implementation Eversolo seinen Kunden da an die Hand gibt! Abgesehen davon dass man einen 10 bandigen wahlweise parametrischen oder grafischen Equalizer zur Hand bekommt, kann man mehre Konfigurationen für diesen ablegen. Wem das noch nicht reicht, kann den Equalizer auch unabhänging pro Kanal einstellen. Wem auch das nicht reicht: Der Equalizer kann ebenfalls pro Ausgang eingestellt werden und bietet damit ein höchstmaß an Feintuning-Möglichkeit, wo ein jeder mit Glücklich werden sollte.

Smart-Assistenten

Stumpf: keine. Eversolo verzichtet auf die Integration von Alexa und Co.

Höreindruck

Angeschlossen haben wir den Eversolo DMP-A6 über mehrere Setups im Laufe der Zeit und dies soll den persönlichen Höreindruck schildern. Hierzu haben wir uns eine Qobuz-Referenz-Playlist Playlist angelegt, die wir etliche Male abgehört haben.

Knocked Loose — Deep in the Willow

Wir haben es schon in unser WiiM Pro Plus Review erwähnt: Knocked Loose hat erstaunlich audiophile Alben. Bryan Garris gekeife mit den slayerisken Riffs und den eindringlichen Drums eignen sich für das Abhören und bewerten von der Sound-Qualität ganz hervorragend. Zu Beginn erwarten uns abgrundtiefe Riffs, welche schön aus dem Keller heraus zupacken und ordentlich nach vorne schieben. Der Eversolo DMP-A6 drückt hier noch ein bisschen mehr, als wir das schon vom WiiM gewohnt waren. Gerade das Wechselspiel aus tiefen, fetten Riffs und Bryan’s Gesang, stellt der Eversolo DMP-A6 wirklich sehr plastisch und differenziert dar. Die dargestellte Bühne ist breit und tief. Bryan spuckt uns direkt frontal mit seinem Gesang ins Gesicht, die Gitarren und Bass werden sehr räumlich dargestellt und über allem erhaben sind die Drums die wie eine Gewehrsalve teilweise in den Raum transportiert werden. Die Bassdrum drückt dank Subwoofer ordentlich und erweckt den eindruck, dass sie gerade direkt vor einem steht. Hier merkt man den Klassenunterschied zum WiiM doch schon recht deutlich, gerade weil wir die Gelegenheit hatten beide Player gleichzeitig zu testen. Nicht falsch verstehen! Aber wer wirklich noch mehr Details, Druck und Präzision sucht, bekommt beim Eversolo DMP-A6 noch eine ganze Schippe mehr geboten.

Nirvana — Rape Me

Das Album In Utero von Nirvana ist in der Lossless Variante einfach eine Wucht! Rape Me haben wir aufgrund des Aufbaus des Songs gewählt, da hier besonders stark der Raum in dem die Aufnahme gemacht wurde, heraushörbar ist. Das ist in unseren Augen was ganz besonderes und lässt uns eine Vorstellung bekommen wie das Lied ursprünglich in den Ohren von Kurt Cubain, Dave Grohl und Co. geklungen haben muss. Der Eversolo DMP-A6 spielt hier sehr feinfühlich zunächst die erste Passagen des Lieds und verwöhnt unser Ohr mit einer wirklich guten Abbildung des Aufnahmeraums. Hier lässt der Streamer uns schon gerade zu analytisch den Raum erkunden und die verschiedenen Instrumente verorten. Ganz großes Tennis muss man sagen.

Zeal & Ardor — Firewake

Mit Zeal & Ardors Firewake haben wir einen weiteren Hochkaräter in unserer Referenz-Playlist. Mit eine Misch aus Gospel und Black Metal haben wir hier Gegensätze und gleichzeitig eine komplexe Vereinigung total verschiedener Stile. Die Drums in dem Song sind sehr eindringlich und gepaart mit den wirklich fetten Riffs, flankieren sie hier zarteren Gospel-Artigen Gesag und verzehrten Schrei-/Guteral-Passagen. Wer Zeal & Ardor schon mal live gesehen hat, weiß dass Sänger Manuel Gagneux hierfür teils verzerrer bei seiner Stimme verwendet. Der Eversolo DMP-A6 arbeitet hier alle Nuancen sauber heraus. Die Snare-Drum beo 0:29 hämmert sauber ins Trommelfell und die Riffs schieben ordentlich tiefenbetont vorwärts. Bei all dem Geballer, kann der Eversolo DMP-A6 dennoch eine homogene Bühne zeichnen und bettet alles sauber ins Klangbild ein. Gerade so um 2:20 herum geht die Bass-Drum Salve los und die Stand-Toms bekommen hier ordentlich Bühne. Hier zeigt der Streamer wieder keinerlei Schwächen, sodass er auch bei Firewake zu überzeugen weiß.

Brand of Sacrifice — Between Death and Dreams

Brand of Sacrifice machen immer Spaß! Haben sie doch recht komplex designte Songs mit vielen Einspielern und Bass-Drops. So auch bei Between Death and Dreams. Klar Elektro lastig geht es im Intro des Songs los mit feinem Chor gesag und wummernden Bass. Hier bei der Eversolo DMP-A6 eine abgrundtiefe Stage und hüllt unseren ganzen Raum in tiefsten Bass. Mit einsetzen der Gitarren und weiteren Tiefbass-Effekten bricht Kyle Anderson hinterm Mikro los und wirft fiesen guteralen Gesang in den Raum, welcher kraftvoller nicht dargestellt werden kann. Immer unterbrochen durch wummernde Bässe gepaar mit Chorgesängen. Die schnelle Bass-Drum immer sauber und zwingend präsent zur Stelle ist das komplette Drumset räumlich perfekt zu verorten. Da es sich um eine wirklich sehr digitale Produktion handelt, ist das Song design zugegeben sehr technisch und komplex, was und der Eversolo DMP-A6 aber anscheinend mit Leichtigkeit entgegnet. Nie haben wir den Eindruck, dass hier was verloren geht oder fehlt dargestellt wird. Der Breakdown bei 2:20 ist eine Wonne und macht voll aufgedreht tierisch Bock auf mehr und hämmert auch den letzten Staub von den Boxen.

Der Sound zusammengefasst

Seien es die erwähnten Songs oder unsere schier unendlichen test gehörten Songs verschiedenster Bands und Genre, der Eversolo DMP-A6 macht eine gute Figur bei allem. Im direkten Vergleich zum WiiM glänzt er mit einigem an mehr Auflösung und Details. Auch in Sachen Druck ist er gefühlt noch einige Ecken stärker. Wir haben die Streamer immer ohne jegliche Equalizer in unserem akustisch bearbeiteten Wohnzimmer-Heimkino gehört, in welchem wir zum großteil auf Equalizer-Anpassungen verzichten können.

Musik-Bibliothek und M.2 SSD

Ein Killer-Feature des Eversolo DMP-A6 ist sein M.2 Slot. Hier kann man nämlich eine bis zu 4TB große SSD im M.2 Format verbauen und so seine Musiksammlung auf dem Streamer lokal ablegen. Damit bildet der Streamer eine Alternative zu z.B. einem Roon-Server oder NAS.

Leider kann er nicht als Roon-Server fungieren und uns so die Roon-Features zur Verfügung stellen, aber die von Eversolo bereitgestelle Oberfläche für die eigenen Dateien ist schon klasse. Man hat die Möglichkeit via SMB oder per Browser den Player mit seiner Musik zu bestücken. Der Player sortiert dann nach Wunsch die eigene Musik nach Album, Song oder Interpret oder aber man legt sich eigene Playlists an. Der Player erkennt alle gängigen Formate und spielt dank schnellem Prozessor und SSD die Files eigentlich ohne Wartezeit ab.

CD-Ripping

Um der SSD-Funtionalität noch ein i‑Tüpfelchen aufzusetzen, ist der Eversolo DMP-A6 ebenfalls in der Lage CDs zu rippen und diese auf den internen Speicher abzulegen. Hierfür muss an dem Streamer ein CD/DVD-Rom Laufwerk per USB an den Streamer angeschlossen werden und dann kann es auch schon losgehen. Mangels USB-Laufwerk haben wir die Funktion nicht getestet, denken aber das sie für den ein oder anderen interessant sein könnte.

Vergleich zum WiiM

Dem muss sich wohl ein jeder Ultra Hi-Res Player in Zukunft stellen. Und ja, es ist nicht unbedingt so, dass der WiiM nicht reichen würde. Der Eversolo DMP-A6 zeichnet besser und drückt mehr. Aber bei einem Aufpreis von fast 500€ ist das sicherlich nicht das Argument um zum Eversolo DMP-A6 zu greifen. Diese finden sich schlicht ganz woanders. Selbst die Software, welche zwar unterschiedlich und beim Eversolo DMP-A6 ein wenig verschachtelter ist, macht hier nicht den Braten fett.

Der Eversolo DMP-A6 glänzt einfach mit einem wirklich brillianten Display, mit welchem er sich ausgezeichnet steuern lässt und Stimmungsmäßig die Albencover oder VU-Meter anzeigt. Er hat einen M.2 Slot um die eigene Musiksammlung zu beherbergen. Das ist wenn man nicht gerade ein NAS nutzen möchte oder schon über sowas wie einen Roon-Server verfügt, wirklich das Killer-Feature. 2 TB für 120€ reingeschmissen, nimmt er tausende Lossless-Alben auf und so hat man eine wirklich reichhaltige Offline-Bibliothek zur Verfügung, um sich ein wenig unabhängiger von Streaming-Diensten zu machen. Weiterhin der symetrische Aufbau des Audio-Bereichs lässt ihn einfach noch in einer anderen Klasse spielen.

Wer einen Budget Player nur zum Streamen sucht, wird zu 100% mit dem WiiM glücklich. Wer einen Streamer sucht, der noch kein Vermögen kostet, seine eigene Musik-Sammlung beherbergen will oder aber seine CD-Sammlung rippen, sowie gerne auch Albencover zu Gesicht bekommt ohne gleich sein Handy zu zücken, der muss sich den Eversolo auf die Short-List setzen.

Für wen ist der Eversolo DMP-A6?

Hier gibt es sicherlich verschiedenste Szenarien, aber eines ist sicherlich wie in unserem Falle, dass man relativ “dumme” Technik Zuhause hat und dieser Streaming-Funktionalitäten aufrüsten möchte. Der Eversolo DMP-A6 bietet mit seinen Anschlussmöglichkeiten nahezu alles um wunschlos glücklich zu werden. Der Sound des DAC wird einem lange Freude bereiten und die meisten Ansprüche im Einsteigersegment befriedigen.

Ideen für Einsteiger- und Aufsteiger-Anlagen

Wenn es nicht der WiiM Amp sein soll, sondern man einfach im Regal zu einer Klasse besser greifen möchte und Ideen sucht wie eine Einsteiger- oder Aufsteiger-Anlage mit dem Eversolo DMP-A6 aussehen könnte, haben wir und ein wenig Gedanken gemacht.

Gehobene Einsteiger Kombination

Eine gehobene Einsteiger-Kombination ist sicherlich Eversolo DMP-A6 + Fosi Audio V3 Mono + Acoustic Energy AE 100² Regallautsprecher. Fosi Audio ist als Budget-Marke bekannt und bringt mit ihren V3 Mono gerade interessante und wirklich leistungsstarke digital Mono-Endstufen auf den Markt. Dadurch, dass der Eversolo DMP-A6 sich perfekt als Vorstufe nutzen lässt, können die Fosi Audio V3 Mono direkt per XLR an diesen angeschlossen werden. Einzelne Monoblock-Endstufen sieht man normalerweise schon eher im Ultra High-End Bereich und kann hier für “kleines Geld” von den Vorteilen durch separate Netzteile pro Kanal und damit keine Interferenzen, sowie Verhinderung von Cross-Talk. Darüber hinaus, kann man in Zukunft über Erweiterungen mit weiteren V3 Monos als 3.0 System oder 5.0/5.1 System nachdenken. Klingt gerade ein wenig crazy, aber die Möglichkeiten zur Aufrüstung sind gegeben. Mit den Acoustic Energy AE 100², zu welchen wir in nächster Zeit auch was schreiben werden, holt man sich klanglich hervorragende kleinere Lautsprecher ins Haus um bei wenig Platz und/oder kleinerem Budget, High-End Sound genießen zu können. Darüber hinaus sind die Lautsprecher super verarbeitet und die 300er Serie von Acoustic Energy bietet genug Potenzial für Upgrades und Ausbauten.

Gehobene Kombination

Zweite Idee wäre es neben den üblichen Verdächtigen einen Blick nach China zu wagen und sich sowas wie den Transaudio D5-Pro ins Haus zu holen. Hier bekommt man dann einen Nachbau von einem tollen Stück Hifi-Geschichte (dem darTZeel NHB-108) und definitv im High-End Segment mitspielenden Stereo-Verstärker für um die 700€. Hierzu werden wir die Tage auch noch was schreiben, denn wir haben sogar einen hier im Test. In Kombination mit dem Eversolo DMP-A6 und den Acoustic Energy haben wir hier ein tolles Hifi-Paket, welches aber schon so langsam an der 2000€-Genze kratzt. Dennoch sind genug Leistungsreserven für etwaige Aufrüstung Richtung Standlautsprecher vorhanden und das Ganze im Class-AB Design mit symetirschen Aufbau.

Erweiterungen

Erweiterungen sind natürlich immer in den Vorschlägen bedacht. Die Fosi-Audio V3 Mono’s kann man in beliebiger Stückzahl einfach erweitern, um sich z.B. mit einer geeigneten Vorstufe ein Surround-Setup zusammen zu basteln. Generell eine Vorstufe ist auch keine schlechte Idee, um sein Setup vielleicht noch mit einem Plattendreher zu erweitern.

Geneigte High-Ender greifen sicherlich früher oder später noch zu anderen DAC’s, um hier noch mehr Details und Auflösung aus den abgespielten Dateien heraus zu holen.

Fazit

Wir haben uns verliebt. Wer beim WiiM noch was vermisst, wird dies sicherlich beim Eversolo DMP-A6 finden. Das große Display weiß zu begeistern und trägt zur meditativen Stimmung beim Musik hören bei. Hier kann man sich zu seiner Musik das Alben-Cover, VU-Meter oder andere Dinge anzeigen lassen. Weiterhin kann man auf ein Handy als Bedienung verzichten. Die als Zubehör erhältliche Fernbedienung macht dann sicherlich für den ein oder anderen Sinn.

Die Audioverarbeitung ist spitzenklasse und sicherlich außergewöhnlich in dem Preissegment unter 1000€. Die Anschlussmöglichkeiten sind vielfältig und einzig ARC könnte man beim HDMI-Anschluss vermissen. Wir wollen den Player ungern wieder gehen lassen. Gerade für Einsteiger in das Hifi-Hobby ist dieser Streamer das Tor Richtung High-End.

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