Der miniDSP Tide16 ist eine 16-kanalige AV-Vorstufe mit voller Atmos- und DTS:X‑Dekodierung, HDMI-Umschaltmatrix, Bluetooth-Streaming und Dirac-Raumkorrektur. Und zwar nicht irgendeine Raumkorrektur, sondern die ganze Dirac-Research-Suite: Dirac Live Full Range, Bass Control, Active Room Treatment. Alles perpetual lizenziert, alles serienmäßig. Wer diese drei Lizenzen einzeln kauft, ist locker 800 Dollar los. Hier kostet das genau nichts extra.
Das Ding ist kein Massenmarkt-AVR. Kein Denon, kein Marantz, kein „alles-läuft-aus-der-Box-mit-zwei-Klicks”. Es ist auch keine 15k-StormAudio. miniDSP selbst sagt: niche capability. Und das trifft’s.
Gehirn: Quad-Core ARM A53 mit 1,8 GHz. 32 Bit Verarbeitung, aktuell 48 kHz Samplerate intern. Klingt erstmal wenig, ist aber die Bandbreite, in der jedes Filmsoundtrack-Format daherkommt. miniDSP sagt, 192 kHz sind per Firmware-Update irgendwann drin. Abwarten.
Rein kommt alles: 3× HDMI mit eARC-Port als TV-Rückkanal, 2× Koax und 2× Toslink S/PDIF, 1× XLR symmetrisch, 1× Cinch, 1× USB Audio (UAC2, Stereo-PCM), Bluetooth mit LDAC und APTX HD. Für eine Kiste, die fürs Wohnzimmer gedacht ist, ziemlich umfangreich bestückt.
Raus geht’s über 16 symmetrische XLRs: 8× ESS ES9017 DACs mit Output-Relais, 200 Ω Ausgangsimpedanz, 4 Vrms Maximalpegel. Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz ±0,05 dB. SNR 125 dB (D→A), A‑gewichtet 127 dB. THD+N bei ‑118 dB, also 0,0001 Prozent. Crosstalk ‑120 dB. Alles natürlich unter AES17-Bedingungen mit 20-kHz-Tiefpass bei 0 dBFS gemessen — sprich: Herstellerbedingungen. Real dürfte da noch Luft zu echten Messungen sein. Trotzdem: das sind keine schlechten Papierwerte.

Video: HDMI 1.4/2.0b, 4K60 UHD, 18 Gbps, HDCP 2.3, Dolby Vision zertifiziert. eARC und VRR sind an Bord. Keine volle HDMI 2.1 mit 48 Gbps. Dazu gleich mehr, das ist ein eigenes Kapitel.
Codecs, die sind alle drin, die man haben will: Dolby Atmos samt Height Virtualization und Atmos Music, Dolby TrueHD, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X. Upmixer bis 16 Kanäle (Atmos) beziehungsweise 12 Kanäle (DTS Neural:X). DTS:X Pro mit 16 Kanälen ist aktuell nicht lizenziert — kann später kommen.
Bass-Management: Bis zu 4 unabhängige Subwoofer-Kanäle, jeder mit eigener Laufzeit, EQ und Pegel. In Kombination mit Dirac Live Bass Control ist das genau die Flexibilität, die man sonst erst deutlich weiter oben im Preisregal findet.
Das Kistchen selbst: 432 × 254 × 89 mm. Rack-Ohren sind abnehmbar, also auch fürs Möbel im Wohnzimmer tauglich. Passive Kühlung, kein Lüfter, kein Gezischel. Vorne ein 1080p-OLED-Color-Display, das nach den ersten Bildern ziemlich schick aussieht. 23 Watt Idle, 1,3 Watt Standby.
Steuern kann man das Ding wie man will: klassische IR-Fernbedienung im Karton, miniDSP Device Console für Mac und Windows, WebGUI im Browser, optionaler KD‑1 Smart Remote mit rundem OLED-Dreh-Encoder. Crestron‑, AMX- und Savant-Integration ist vorbereitet, REST-API für Bastler kommt noch. Dazu 12-V-Trigger rein und zweimal raus, IR-In, IR-Flasher.
Das User Manual des miniDSP Tide16 ist seit Anfang April online. Wer miniDSP-Doku schon mal gelesen hat — weiß, worauf zu achten ist: das Signal-Flow-Kapitel. Und da wird’s interessant.
Jedes Signal wandert beim miniDSP Tide16 durch dieselbe Kette: Eingangsquelle wählen, Pegel-Offset, Bass Management, Matrix Mixer (jede der Eingangsquellen kann frei auf jeden der 16 Ausgänge geroutet werden), Dirac-Filter, Parametric-EQ, Crossovers, Delays, Master-Volume, DAC, raus. Das klingt nach viel, ist aber genau die Kette, die man sich als Enthusiast wünscht. Vollständige Kontrolle, jede Stufe konfigurierbar.

Der Matrix Mixer ist der Star. Damit lässt sich beispielsweise ein vollaktives 4‑Kanal-Front-System (also je Kanal Hoch- und Tieftöner separat angesteuert, mit eigenen Endstufen) parallel zu einem 11.2‑Surround-Layout fahren. Alles aus einer Kiste, mit individuellen Crossover- und EQ-Einstellungen pro Kanal. Für DIY-Aktiv-Projekte und Studio-Setups ist das Gold.
Was das Manual auch zeigt: Analog-Eingänge laufen zwangsläufig durch ADC → DSP → DAC. Einen echten Analog-Bypass-Modus, bei dem das Signal an der Digitalisierung vorbeigeht, gibt’s nicht. Auch nicht mit deaktiviertem DSP. Heißt: wer mit einem externen Phono-Preamp rein will, wandelt in beiden Richtungen. Kein Drama, aber wer sich pure Analog-Durchleitung erhofft hat: Pech. Dafür hat miniDSP andere Produkte im Katalog.
Der größte Aufreger in der internationalen Berichterstattung: kein vollwertiges HDMI 2.1. In manchen Foren wird daraus schon das K.o. gezimmert. Das ist zu kurz gedacht.
Was ist drin: eARC, VRR, Dolby Vision zertifiziert. Was fehlt: die 48-Gbps-Pipeline für 4K120 und 8K60. Für den gewöhnlichen Film-Zuspieler 2026 — Blu-ray-Player, AppleTV 4K, 4K60-Streamer — völlig ausreichend. Problematisch wird’s erst bei Gaming-Setups mit PS5 Pro, Xbox Series X oder HTPCs, die 4K120 ausspucken wollen. Und bei echten 8K-Quellen, die aktuell eh kaum jemand hat.
miniDSP hat sich bewusst entschieden: lieber stabile, zertifizierte 2.0b-Basis mit den wichtigsten 2.1‑Features, als Marketing‑2.1, das hinten raus Handshake-Probleme macht. Wer die Schmerzen mit wackeliger HDMI-Implementierung bei kleineren Herstellern kennt, versteht die Entscheidung. Für Gamer mit 4K120-Ambitionen ist’s trotzdem ein harter Kompromiss — für Kino-Enthusiasten kein Thema.
3.500 US-Dollar. Gegen Aufpreis kommt die KD‑1 Smart Remote obendrauf, wer will kann auf ein UMIK-2-Messmikrofon upgraden (plus 120 Dollar) oder das Mikrofon komplett weglassen (minus 50). In Deutschland könnte das ca. 3.600 Euro bedeuten. Müssen wir abwarten.
Wer gleich die passenden Endstufen dazu will: miniDSP hat die AMP8 im Programm. 8 Kanäle Class D auf IcePower-Basis, 300 Watt pro Kanal, 2.200 Dollar das Stück. Zwei davon plus miniDSP Tide16 gleich schlüsselfertiges 16-Kanal-Setup für rund 7.900 Dollar. Nicht die günstigste Kombo. Muss man sich ansehen.
Die ersten Units sollen in den kommenden Wochen verfügbar werden.
Klare Sache: Der miniDSP Tide16 füllt die Lücke zwischen Mainstream-AVR und Ultra-High-End-AVP. Denon, Marantz, Yamaha, Onkyo sind bequem zu bedienen, aber DSP-Flexibilität ist da Mangelware und Dirac kostet Aufpreis. StormAudio, Trinnov, Datasat — alles großartig, aber eben auch dreimal bis fünfmal so teuer. Dazwischen herrscht aber auch ein rauher Markt. Monoprice HTP‑1 mit einem anderen Konzept, aber ohne Dirac im Bundle, Anthem mit dem AVM70 und ARC Genesis statt Dirac, Arcam AV41 mit Dirac und nicht 100%iger Stabilität, aber mit frisch angekündigtem Acam AVP45.
Zielgruppe also: Enthusiasten mit mehr als 8 Kanälen, Leute mit aktiven Monitoren im Studio, DIY-Aktiv-Lautsprecher-Bastler, Custom Integrators mit Spezialanforderungen. Wer ein All-in-One-Press-and-Play-Ding sucht, ist beim miniDSP Tide16 falsch und wird unglücklich. Wer endlich mal die Kontrolle über den gesamten Signalpfad haben will, die AVR-Hersteller seit Jahren konsequent nicht liefern, findet hier das Werkzeug dafür. Zu einem Preis, der realistisch bleibt.
Der miniDSP Tide16 ist eine Ansage. Hardware-seitig ordentlich bestückt, Dirac-Suite komplett, Flexibilität auf Profi-Niveau, dazu ein echter Effizienz-Vorteil durch ARM-Architektur und passive Kühlung. Die Kompromisse — HDMI 2.0b, 48-kHz-Limit, kein Analog-Bypass — sind bewusst gesetzt und passen zur miniDSP-DNA.
Die eigentliche Frage ist: wie schlägt sich das Ding in der Praxis? Wie stabil läuft die HDMI-Strecke über Monate? Wie gut performt Dirac ART im Vergleich zu alternativen Raumkorrektursystemen? Wie souverän arbeitet die DAC-Stufe gegen einen realen Signalgenerator?
Das sind die Fragen, die sich erst am realen Gerät beantworten lassen. Und genau deshalb wird’s spannend. Dran bleiben.



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Das Auspacken des WiiM Ultra ist schon ein kleines Erlebnis für sich. Die schlichte, aber hochwertige Verpackung verspricht bereits, was drin ist: Premium-Qualität zu einem fairen Preis. Der erste Eindruck beim Herausnehmen ist durchweg positiv — das Aluminiumgehäuse fühlt sich deutlich wertiger an als die Plastikgehäuse der günstigeren WiiM-Modelle. Mit seinen 205 x 205 x 73 mm und 1,3 kg wirkt das Gerät kompakt, aber keineswegs billig.
Im Lieferumfang finden sich neben dem WiiM Ultra selbst ein Netzkabel, HDMI- , Cinch- und Tos-Link-Kabel. Ein Phono-Ground-Adapter für Plattenspieler, sowie eine Fernbedienung mit Sprachsteuerung. WiiM hat hier wirklich mitgedacht — alles was man für den sofortigen Start braucht, ist dabei.
Das absolute Highlight ist aber definitiv das 3,5‑Zoll-Farbtouchscreen-Display mit Glasabdeckung. Es fühlt sich hochwertig an und reagiert butterweich auf Berührungen. Beim ersten Einschalten begrüßt einen ein farbenfroher Setup-Wizard, der selbst Audio-Noobs durch die Ersteinrichtung führt.
Audio-DAC: ESS Sabre ES9038 Q2M (32-bit/384kHz)
Kopfhörerverstärker: Texas Instruments TPA6120A2
ADC: TI Burr-Brown PCM1861 (110 dB SNR)
Line-Ausgang: Maximum 2,1V RMS, SNR 121 dB (A‑gewichtet), THD+N 0,00018% (-115 dB)
Konnektivität: Wi-Fi 6E (2,4/5/6 GHz), Bluetooth 5.3 mit BLE, Ethernet 10/100 Mbps
Display: 3,5″ Farb-Touchscreen mit Glasabdeckung
Abmessungen: 205 x 205 x 73 mm
Gewicht: 1,3 kg
Audio-Eingänge:
Audio-Ausgänge:
Zusätzliche Features:


Die Einrichtung über die WiiM Home App ist ein Kinderspiel. Nach dem Download der App wird der WiiM Ultra sofort erkannt und die Firmware automatisch aktualisiert. Die App selbst ist intuitiv gestaltet und bietet Zugang zu allen wichtigen Einstellungen. Besonders cool: Man kann für jeden Eingang separate EQ-Einstellungen vornehmen.
Das Touchscreen-Display zeigt nicht nur Albumcover und Wiedergabesteuerung, sondern auch VU-Meter und diverses Feedback zur aktuellen Wiedergabe. In der Standby-Zeit kann man sogar ein individuelles Wallpaper einstellen oder Uhrzeit und Datum anzeigen lassen.






Für unseren ausführlichen Klangtest haben wir den WiiM Ultra durch verschiedenste Setups gejagt. Die Referenz-Playlist mit ihrer Mischung aus extremem Metal, Progressive Rock und klassischen Tracks bot die perfekte Basis, um die Grenzen des Geräts auszuloten.
Am Lehmann Audio Linear zeigte der WiiM Ultra sofort seine Klasse. “Blow Your Trumpets Gabriel” von Behemoth kam mit beeindruckender Dynamik und kristallklarer Separation der einzelnen Instrumente rüber. Der ESS Sabre DAC zeigt hier seine Stärken: ultra-niedrige Verzerrungen und ein Signal-Rausch-Verhältnis von über 120 dB sorgen für einen schwarzen Hintergrund, vor dem sich selbst leiseste Details abheben.
Die Kombination mit den Burson-Geräten (Playmate 3 Test) offenbarte die analytischen Qualitäten des WiiM Ultra. “Pain Remains III: In a Sea of Fire” von Lorna Shore mit seinen über 9 Minuten komplexer Arrangements wurde mühelos gemeistert. Die Bühnenabbildung ist präzise, wenn auch nicht ganz so dreidimensional wie bei deutlich teureren Streamern.


Hier zeigte sich die Vielseitigkeit des WiiM Ultra. Selbst mit Budget-Verstärkern wie dem Fosi V3 Mono (hier im Test) liefert er saubere, detailreiche Signale. “Bombtrack” von Rage Against The Machine kam mit ordentlich Punch und Dynamik rüber, ohne dass die Stimme von Zack de la Rocha in der komplexen Instrumentierung unterging.
Der integrierte Kopfhörerverstärker TPA6120A2 macht seine Sache überraschend gut. Mit den Audeze LCD‑X (hier im Test) konnte “Honeycomb” von Deafheaven seine volle emotionale Wucht entfalten. Die 11 Minuten epischer Post-Metal wurden niemals langweilig, der WiiM Ultra hielt die Spannung über die gesamte Spielzeit aufrecht. Auch die anspruchsvollen LCD‑3 wurden problemlos angetrieben, wenngleich ein dedizierter Kopfhörerverstärker nochmal eine Schippe drauflegen würde.
An den B&W zeigte der WiiM Ultra seine neutralen Qualitäten. “Granite” von Sleep Token kam mit der typischen Wärme der B&W‑Hochtöner rüber, ohne dass der WiiM Ultra eigene Klangfärbungen hinzufügte. Die Amphion Argon 3S profitieren von der sauberen Signalaufbereitung des WiiM Ultra — “Creep” von Radiohead klang so melancholisch und detailreich wie selten zuvor.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des WiiM Ultra ist der HDMI ARC-Eingang. Angeschlossen an den TV wird aus jeder Stereo-Anlage eine kleine Heimkino-Zentrale. Filme und Serien profitieren von der deutlich besseren Klangqualität gegenüber TV-Lautsprechern. Dolby Digital 5.1 wird problemlos verarbeitet und über die Stereo-Ausgänge intelligent heruntergemischt. Für Puristen mag das Frevel sein, aber der Convenience-Faktor ist einfach unschlagbar.
Der integrierte Phono-Preamp ist eine nette Zugabe für Vinyl-Enthusiasten. Am EAT Prelude Plattenspieler getestet, liefert er für den Einstieg mehr als brauchbaren Sound. Sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer werden unterstützt, wobei die Einstellungen bequem über die App vorgenommen werden können. Für ambitionierte Vinyl-Hörer wird ein externer Phono-Preamp weiterhin die bessere Wahl sein, aber für Gelegenheits-Hörer ist die integrierte Lösung völlig ausreichend.
Der WiiM Ultra unterstützt praktisch jeden relevanten Streaming-Standard: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Google Chromecast Audio, Alexa Built-in, DLNA und Roon Ready. Einzig AirPlay fehlt. Für Apple-User ein Wermutstropfen, aber verschmerzbar angesichts der anderen Features.
Die Multiroom-Fähigkeiten sind beeindruckend. Mit anderen WiiM-Geräten lassen sich mühelos synchronisierte Zonen einrichten. Die Room Correction via Smartphone-Mikrofon funktioniert überraschend gut und kann durchaus hörbare Verbesserungen bringen.
Hier haben wir unsere Terrassen-Lautsprecher B&W AM1 an den Fosi Audio V3 Monos eingemessen mit wirklich hervorragendem Ergebnis. Gerade bei so schwierigen Bedinungen (Outdoor) war das gehörte Ergebnis beeindruckend und macht Party-Laune.
Der Pro Plus bleibt der Preis-Leistungs-König für unter 250 Euro (hier im Test). Wer nur streamen will und auf Phono-Eingang, HDMI ARC und Touchscreen verzichten kann, ist mit dem Pro Plus bestens bedient. Der Ultra bietet aber deutlich mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit.
Der Eversolo DMP-A6 (hier im Test) kostet etwa doppelt so viel wie der WiiM Ultra, bietet dafür aber ein deutlich größeres 6‑Zoll-Display und Android-basierte Software. Das Display ist echter Mehrwert für die Navigation großer Musiksammlungen. Klanglich liegt der Eversolo schon ein wenig vorn und hat den Vorteil lokaler Speichermöglichkeiten via M.2 SSD.
Im direkten Vergleich ist das Display des WiiM Ultra eher Spielzeug — schön anzusehen, aber der praktische Nutzen beschränkt sich auf grundlegende Informationen und Bedienung. Für ernsthafte Navigation bleibt das Smartphone die bessere Wahl.
Allgemein ist der Eversolo schon eine ganze Klasse besser in allen Belangen, spiegelt sich wie oben erwähnt aber auch im Preis wider.
Mit dem WiiM Ultra setzt WiiM neue Maßstäbe in der Streaming-Welt. Sonos muss sich warm anziehen — die Chinesen bieten deutlich mehr Features zu einem Bruchteil des Preises. Die offene Plattform des Ultra mit Unterstützung für praktisch alle Standards kontrastiert scharf mit Sonos’ geschlossenem Ökosystem.
Erschwert kommt hinzu, dass Sonos seine Software seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Griff hat. Wer einmal auf WiiM gewechselt ist, weiß wieder wie zackig zu ein System reagieren kann. Hier gibt es bisher keine Zicken.
WiiM hat bereits weitere Produkte angekündigt und arbeitet kontinuierlich an Software-Updates. Die Roon-Zertifizierung steht kurz bevor. Mit dieser Updatepolitik kauft man nicht nur Hardware, sondern ein sich ständig verbesserndes System.
Der WiiM Ultra ist ein kleines Meisterwerk der Audio-Technik. Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor wenigen Jahren mehrere Tausend Euro gekostet hätte. Die Kombination aus exzellentem DAC, vielseitigen Anschlüssen, Touchscreen und durchdachter Software ist in dieser Preisklasse konkurrenzlos.
Klanglich spielt der WiiM Ultra in der Liga deutlich teurerer Geräte mit. Er ist neutral und detailreich, ohne langweilig zu werden. Besonders für Einsteiger in die HiFi-Welt ist er der perfekte erste Schritt — er macht jede Anlage zukunftssicher und bietet Raum zum Wachsen.
Der einzige echte Kritikpunkt ist das fehlende AirPlay. Ansonsten hat WiiM ein nahezu perfektes Produkt abgeliefert, das die Streaming-Landschaft nachhaltig verändern wird.


