SMSL - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Mon, 11 May 2026 11:03:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png SMSL - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 SMSL VMV D3R: ROHMs Flaggschiff-Chip, doppelt eingebaut https://www.hifigeek.de/smsl-vmv-d3r/ https://www.hifigeek.de/smsl-vmv-d3r/#respond Tue, 24 Mar 2026 12:23:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11741 Der SMSL VMV D3R ist der neue Flaggschiff-DAC aus SMSLs VMV-Linie — und setzt auf einen Chip-Ansatz, den man in dieser Preisklasse nicht überall findet. SMSL baut seit 2009 in Shenzhen Verstärker und DACs, zunächst hauptsächlich im Einstiegssegment, seit 2018 aber zunehmend auch im oberen Regal. Mit dem SMSL VMV D3R zeigt die Marke, wo sie 2026 klanglich und technisch hinwill.

Was das Ding sein will

Der SMSL VMV D3R ist ein Desktop-DAC mit integrierter Vollpreamp-Funktion. Das heißt: direkt an die Endstufe, kein separater Vorverstärker nötig. Zielpublikum sind Leute, die ein aufgeräumtes High-End-Setup wollen und keinen Bock auf unnötige Zwischenstufen haben. Der Formfaktor ist klassisches Komponenten-HiFi: 320 mm breit, 51,5 mm hoch, 3,81 kg auf der Waage. Passt in jedes Regal, macht dort eine ordentliche Figur.

Ein “R” für ROHM, nicht für R2R

Hier muss man kurz aufpassen, denn die Namensgebung ist etwas tückisch. Der ältere VMV D3 ohne das abschließende R war ein echter R2R-DAC mit vier PCM1704U-J-Chips von Texas Instruments. Der SMSL VMV D3R hingegen ist ein Delta-Sigma-Design — das “R” steht für ROHM, den japanischen Chiphersteller. Wer einen R2R-DAC sucht, schaut hier also an der falschen Adresse.

Was drin steckt: zwei ROHM BD34302EKV, je einer pro Kanal in Dual-Mono-Konfiguration, vollsymmetrisch vom DAC-Ausgang bis zum XLR-Ausgang. SMSL bewirbt den ROHM-Chip als klanglich eigenständige Alternative zu den üblichen Verdächtigen aus dem Hause ESS oder AKM — weicher, natürlicher, weniger analytisch. Das ist freilich Herstelleraussage, die sich erst im Hören beweisen muss. Interessant ist der Ansatz trotzdem, weil ROHM-basierte Designs nach wie vor vergleichsweise selten sind.

Technik im Detail

Der SMSL VMV D3R läuft mit einem XMOS XU-316 als USB-Prozessor, dem aktuellen Stand der Technik für asynchrones USB-Audio. PCM bis 768 kHz mit 32 Bit, natives DSD512 — die üblichen Papierrekorde, die in der Praxis selten jemand ausreizt, aber vollständig dabeizuhaben schadet nicht.

Was eher ungewöhnlich ist: MQA-Full-Decoding nicht nur über USB, sondern auch über Toslink, Koaxial und AES/EBU. Die meisten DACs dieser Klasse beschränken MQA auf den USB-Eingang. Ob man MQA noch braucht oder will, ist eine andere Diskussion — wer es will, bekommt beim SMSL VMV D3R die komplette Implementierung.

Die angegebenen Messwerte: THD+N von 0,00013 % (entspricht ‑117 dB), SNR und Dynamikumfang jeweils 123 dB über XLR, 122 dB über Cinch. XLR-Ausgangspegel bei 5,2 Vrms, Cinch bei 2,5 Vrms. Starke Papierparameter — unter Herstellerbedingungen gemessen, wie immer.

Das Taktsystem basiert auf einem selbstentwickelten CK-04-Schaltkreis mit integriertem 10-MHz-OCXO bei ±3 ppb Stabilität. Ein temperaturgeregelter Quarzoszillator dieser Güte gehört normalerweise in Studioequipment oder teurere Standalone-Clocks — dass SMSL das hier intern verbaut, ist zumindest auf dem Papier ein echtes Argument. Zusätzlich gibt es einen externen Clock-Eingang, falls jemand lieber seinen eigenen Masterclock einbindet.

Stromversorgung: lineares Netzteil mit zwei Ringkerntransformatoren und adaptiver Spannungsregelung. Analog- und Digitalsektion getrennt — bei einem Gerät dieser Preisklasse auch schlicht erwartet.

Anschlüsse: Kein Grund zum Meckern

Die Eingangsseite des SMSL VMV D3R ist vollständig ausgebaut. Digital rein geht es über USB‑B, USB‑C, Toslink, Koaxial, AES/EBU und I²S — plus Bluetooth 5.4 für den kabellosen Weg. Dazu kommt ein dedizierter Clock-Eingang für externe 10-MHz-Referenzquellen, falls jemand einen separaten Masterclock im Setup hat.

Auf der Ausgangsseite gibt es XLR symmetrisch mit 5,2 Vrms und Cinch mit 2,5 Vrms. Beides gleichzeitig nutzbar, was bei manchen Setups praktisch ist. Der SMSL VMV D3R fungiert dabei als echter Vorverstärker mit analoger Lautstärkeregelung — das Signal läuft also nicht digital bedämpft raus, sondern wird im analogen Pfad geregelt. Kleines aber wichtiges Detail.

Was fehlt: ein Kopfhörerausgang. Wer den DAC auch als Headphone-Stage nutzen will, braucht einen separaten Amp dahinter. Für ein reines Lautsprecher-Setup ist das kein Thema, sollte aber bekannt sein.

Was es sonst noch kann

Bluetooth 5.4 mit Qualcomm-Chip, LDAC, aptX HD, aptX, AAC, SBC. Für einen DAC in dieser Gewichtsklasse mittlerweile Standard, aber schön dass es da ist. Eingänge: USB‑B, USB‑C, Toslink, Koaxial, AES/EBU, I²S und Bluetooth. Ausgänge: XLR und Cinch. Dazu ein Clock-Eingang für externe 10-MHz-Referenz. Das 3,49-Zoll-Farbdisplay mit Echtglas und eine Fernbedienung sind ebenfalls mit an Bord.

Es gibt außerdem eine “Best Set”-Funktion, die auf Knopfdruck Filterkurve, Oversampling-Strategie und Pegelverhalten automatisch konfiguriert. Was das intern genau tut, bleibt SMSLs Geheimnis. Klingt nach einem gut gemeinten Feature für Leute ohne Lust auf Menüdiving — ob das klanglich relevant ist oder nur nettes Beiwerk, lässt sich ohne Hörtest nicht beurteilen.

Einordnung: Wo steht das?

Preislich liegt der SMSL VMV D3R bei 1.750 EUR auf Amazon — inklusive Mehrwertsteuer, ohne Zollüberraschungen. Über internationale Grauimport-Händler wie Shenzhenaudio oder HiFi-Express geht es günstiger, aber dann ist Zoll einzurechnen und der Support-Weg länger.

Zum Vergleich: Der Topping D90SE liegt bei rund 700 EUR und bietet solide ESS-Performance mit ähnlichem Anschluss-Portfolio, aber kein OCXO und kein duales Ringkerntrafo-Setup. Der Gustard A26 mit AKM-Chips kostet um die 1.000–1.100 EUR und spielt ebenfalls in der Nähe. Wer Richtung R2R geht, landet bei Denafrips Venus II für ähnliches Geld — andere Philosophie, andere Stärken. Der SMSL VMV D3R positioniert sich als technisch vollausgestattetes Delta-Sigma-Flaggschiff mit einem Chip, der bewusst nicht der Mainstream-Wahl folgt. Das macht ihn interessant für alle, die weder das messoptimierte ESS-Setup noch den R2R-Vintage-Sound suchen, sondern irgendwas dazwischen.

Preis & Verfügbarkeit

Der SMSL VMV D3R ist seit März 2026 im Handel, unter anderem über Shenzhenaudio, HiFi-Express und Apos Audio. Preis je nach Händler und Region zwischen ca. 1.500 und 1.700 USD, für EU-Kunden bei ausgewählten Händlern inklusive Mehrwertsteuer. Wer direkt aus China bestellt, rechnet Zoll obendrauf. Garantie: ein Jahr, in Europa zwei Jahre je nach Händler.

Was offen bleibt

Auf dem Papier ist der SMSL VMV D3R ein sehr gut ausgestattetes Stück Hardware zum vertretbaren Preis für die Kategorie. Ob der ROHM-Chip klanglich das hält, was SMSL verspricht — diesen etwas wärmeren, entspannteren Charakter gegenüber ESS-Designs — ist die eigentlich interessante Frage. Messparameter sind eine Sache, wie sich das im echten System anfühlt eine andere. Wer parallel schaut: Der Denafrips Venus II und der Gustard A26 gehören in dieselbe Shortlist.

Wer statt eines reinen DACs lieber alles in einem Gerät haben will: In unserem Test des Burson Audio Conductor GT4 Deluxe zeigen wir, was der All-in-One-Ansatz in dieser Preisklasse taugt — und wo die Grenzen des Kompromisses liegen.

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SMSL D1 — DER Einsteiger-DAC 2025? https://www.hifigeek.de/smsl-d1-der-einsteiger-dac-2025/ https://www.hifigeek.de/smsl-d1-der-einsteiger-dac-2025/#respond Tue, 18 Nov 2025 19:05:12 +0000 https://www.horror-news.com/?p=9499 Du hast einen PC, willst aber endlich sauberen, ehrlichen Sound genießen – und zwar ohne das übliche Marketing-Geschwurbel? Ich habe den brandneuen SMSL D1 Desktop-DAC getestet und nach dem Unboxing erstmal alles auf den Tisch gestellt: Features, Anschlüsse, Bedienung und vor allem den Klang. Was taugt das kleine Kistchen wirklich?

Ich habe den D1 von SMSL zugesandt bekommen im Tausch für meine ehrliche Meinung. Ich habe keinerlei Verbindung zu SMSL, noch hat SMSL Einfluss auf meinen Text. Wie immer: klar, ehrlich und mitten in die Fresse.

Hier findet ihr mein SMSL D1 Video‑Review auf YouTube

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Unboxing

Der SMSL D1 kommt in einem kleinen, schlichten Karton. Zuerst entdeckt man so etwas wie eine Garantiekarte, eine Kurzanleitung auf Englisch und Chinesisch und ein einigermaßen wertiges USB-Kabel. Der D1 selbst kommt in einer kleinen, milchigen Tüte, wohlbehütet. Der Lieferumfang ist jetzt nicht die Welt, aber sicherlich ausreichend.

Verarbeitung & Ausstattung

Wer mich kennt, weiß: Ich achte auf Details. Der SMSL D1 kommt mit robustem CNC-Alu, fühlt sich erstaunlich wertig an und bleibt so kompakt, dass er auch im kleinsten Setup Platz findet – am Laptop, irgendwo am, um, unter dem Schreibtisch oder irgendwo an der HiFi-Anlage als kleines Gimmick.

Anschlüsse?

USB‑C getrennt für Strom & Daten (wobei der Datenanschluss auch den Strom für den DAC liefern kann), optisch, koaxial – alles Wichtige ist dabei. Ausgänge gibt’s klassisch per RCA-Stereo. Keine unnötigen Spielereien: Plug&Play für Windows und Mac, natürlich sind High-Res-Daten kein Problem.
Bedienung? Intuitiv über Touch-Tasten und eine schlichte LED-Anzeige. Nix weltbewegendes, funktioniert!

Technische Daten auf einen Blick

  • DAC-Chip: ROHM BD34352EKV (audiophil, neutral)
  • Samplerates: 32 Bit / 768 kHz, DSD512
  • SNR/THD+N: 126 dB / 0.00038%
  • Extras: Low-TC Widerstände, solide Verarbeitung

Interessant ist der SMSL D1 gerade weil er nicht auf die üblichen Verdächtigen von ESS und Asahi Kasei Microdevices alias AKM setzt. Auch weil SMSL sich dazu entschieden hat einen vergleichsweise hochwertigen DAC-Chip in ein Einsteiger-Gerät zu stecken. Natürlich wurde hier jetzt nicht das ausgeklügelste Schaltungsdesign oder Implementierung an und für sich vorgenommen. Dennoch hängt SMSL mit diesem Ansatz die Messlatte im Einsteigersegment ein erhebliches Stück höher. Wer hier liest und noch nicht ganz zu mit der Materie vertraut ist, dem sei gesagt, dass gerade im höherpreisigen Segment noch die ein oder anderen Kniffe versteckt sind, welche dann erheblich teurere Hardware zur Folge haben.

Der Klang: praktischer Hörtest

Getestet habe ich mit dem Lehmann Audio Linear II Kopfhörerverstärker, den Verum 2 Planars und Ricable Dedalus Cinch – alles aus meinem daily driver-Setup. Als Zuspieler kam ein Mac bzw. Eversolo DMP-A6 zum Einsatz, gestreamt über meine Qobuz-Playlist.

Erster Eindruck:
Der SMSL D1 liefert ein überraschend rundes, neutrales Klangbild. Der neue ROHM-Chip positioniert sich tonal zwischen den bekannten ESS- und AKM-Lösungen: Nicht so analytisch-kühl wie ESS, aber auch nicht ganz so warm wie AKM. Erwähnenswert: Die Bühne wirkt gut sortiert und breit, Höhen sind präsent, aber nicht unangenehm scharf. Ich mag es, wenn Becken nicht überbetont werden aber dennoch Crunch in den Ohren haben – das passt!

Bassfundament:
Im Tieftonbereich spielt der D1 satt, mit angenehmem, unaufdringlichem Punch. Wer Kopfhörer oder Boxen mit weniger Tiefgang besitzt, bekommt hier einen Kick. Die Abstimmung ist musikalisch, doch nie schwammig. Bei KoRn – Got the Life zeigt sich, wie federnd der Bass kommen kann. Macht richtig Spaß!

Separation & Bühne:
Die Kanaltrennung ist solide, die Bühne breit aber nicht riesig. Für Garage-Sound á la Nirvana fehlt ein bisschen das kratzige RAW-Feeling welches hochwertigere DACs herausholen – aber wir reden hier von einem Modell unter 100€! Für den Preis: No-Brainer. Die Stimme von Brian Garris (Knocked Loose, Everything is quiet now) kommt klar durch, Details in den Cymbals sind besser als erwartet, alles bleibt angenehm unaufgeregt.

Referenztracks:

  • Nirvana – Rape Me: Bühne breit, aber RAW-Charakter fehlt etwas
  • Knocked Loose – Everything is quiet now: Stimme präsent, Punch okay, Höhen schön eingebunden
  • KoRn – Got the Life: Der Bass schiebt, macht sofort Laune
  • Orbit Culture – The Tales of War / Imminence – God Fearing Man: Druckvoll, modern produziert, extreme Dynamik – der D1 bleibt immer kontrolliert

Mögliche Setups

Also generell denke ich, ist der SMSL ein super Einsteiger-Gerät. Ein wenig die Soundkarte von nem Mainboard aufwerten und besseren Gaming-Sound und Musik erreichen. Vielleicht hat man auch einen nicht so wertigen DAC in seinem Receiver, verbaut und möchte nur diesen Teil ausgleichen, weil einem die Verstärkerleistung mehr als reicht. Das Handy als Streamer, per USB‑C direkt in den DAC und dann auf kleine Amps á la Fosi V3 Mono oder 3e Audio A7 Amp oder, oder, oder. Ich habe hier schon einige von den kleinen Kraftprotzen vorgestellt.

Weiterhin könnte man sich auch einen kleinen Kopfhörerverstärker zulegen. Hier gibt es auch gute und günstige Geräte von den einschlägingen Marken, die das Einstiegssegment bedienen.

Dennoch habe ich auch gesehen und gerade gehört, dass sich selbst ein Lehmann Linar II an dem kleinen Kasten gut macht. Durch die super neutrale und entspannte Spielweise des Linear II, kann man dem DAC alles entlocken, was er so bereit hält und das ist für den Preis wirklich viel.

Fazit: Lohnt sich der SMSL D1?

Wer für kleines Geld einen DAC sucht, der nicht nur am Desktop sondern auch als Upgrade für HiFi-Anlage oder Zweitsetup taugt, ist hier absolut richtig.

Für unter 100 Euro liefert der SMSL D1 eine musikalisch abgestimmte Performance, viele Anschlussmöglichkeiten und eine Verarbeitung, die auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Kaufen könnt ihr das kleine Wunderkästchen z.B. bei Amazon oder Aliexpress. Weitere Informationen findet ihr auch auf der Seite des Herstellers.

Natürlich gibt’s in höheren Preisregionen noch schärfere, breitere Klangbilder – aber im Bereich Einsteiger-DAC macht der D1 wenig falsch. Optimal mit Kopfhörerverstärker oder als unkompliziertes Desktop-Upgrade.
Mein Tipp: Wer auf High-End verzichten kann und einfach ehrlich Musik genießen will, findet mit dem SMSL D1 einen treuen Begleiter!

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