UltraHD Blu-Ray - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Modern Audio für HiFi, Kopfhörer & Heimkino Fri, 05 Aug 2022 12:50:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png UltraHD Blu-Ray - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 The Northman — Review des Wikinger Epos von Robert Eggers https://www.hifigeek.de/the-northman-review-des-wikinger-epos-von-robert-eggers/ https://www.hifigeek.de/the-northman-review-des-wikinger-epos-von-robert-eggers/#respond Fri, 05 Aug 2022 12:50:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6064 Wer sich noch an The Witch aus dem Jahre 2015 erinnert, mit welchem Robert Eggers sein Spielfilmdebüt gabt, der wird sicherlich auch The Northman schon auf dem Zettel gehabt haben.

Angefangen von der spitzenmäßigen Besetzung wie Alexander Skardgård (True Blood, Godzilla vs. Kong), Nicole Kidman, sowie mit Ethan Hawke und Willem Dafoe, verspricht The Northman feinste Wikingerunterhaltung, fernab von Vikings.

Im Grunde unterscheidet sich der Film schon von dem klassischen Historien-Epos mit monströsen Schlachten, denn bei the Nothman haben wir es eher mit einem Rachefilm zu tun.

Jahre sind vergangen, seit Wikingerkönig Aurvandil (Ethan Hawke) bei einem Anschlag hinterrücks ermordet wurde. Sein Sohn Amleth (Alexander Skarsgård), der als Kind Zeuge der blutigen Tat war, kehrt körperlich gestählt nach Island zurück, fest entschlossen, unbarmherzig Vergeltung zu üben, seine Mutter Gudrun (Nicole Kidman) zu retten und den Mörder Fjölnir (Claes Bang) zur Rechenschaft zu ziehen.

Nein… die Story ist jetzt nicht tiefgründig und erinnert nicht ungewohnlich stark an Shakespeares Hamlet, welcher durch die altdänische Sage des Amleth inspiriert wurde.

Bildgewaltig erzählt hier Eggers die Geschichte um seinen Protagonisten und lässt sich alle Zeit seine Vision zu entfalten. Verpackt ist das ganze in ein entsättigtes und von grüntönen beschnittenes Bild, welches uns mehr in den Film und in das skandinavische Flair eintauchen lässt. Die Stimmung ist rau, wie auch auch die Kämpfe. Hier bekommen wir alles andere als einen aufpolierten Actionfilm zu sehen, sondern sehen teils harte Kämpfe ohne Gnade. Grafisch wird hier einiges geboten und wir haben uns in der kompletten Laufzeit von knapp über 2 Stunden gut unterhalten gefühlt.

Bild

Eggers wollte was besonderes schaffen und das fing schon mal mit dem Bild an. Analog aufgenommen fällt einem immer wieder das Filmkorn auf. Natürlich passt es zu so einem “dreckigen” Film und transportiert die Stimmung. Zu unserer Freude: das 35mm Ausgangsmaterial, wurde direkt in ein 4K DI transferiert und somit bekommen wir hier echtes 4K geboten. Kontraststeigerndes HDR sowie das dynamische Dolby Vision darf auf der Ultra-HD Blu-Ray nicht fehlen. Durch das entsättigte Bild ist natürlich fraglich ob das wirklich nötig ist, aber uns hat das Bild durchweg so zugesagt. Fans von reinen digital Produktionen müssen sich halt überlegen ob sie dem dreckigen Setting das Bild absprechen wollen.

Ton

The Northman ist nicht nur bildgewaltig, sondern ebenfalls beim Ton nicht zimperlich. Kommt die 4K Scheibe, sowie die Blu-Ray doch mit deutschem sowie englischem Dolby Atmos um die Ecke! Soundtechnisch liefert die unkomprimierte Tonspur schon ab: fetter Score, mit massig Trommeln lassen schon mal das Heimkino warmlaufen. Aber auch die feinen kleinen Details (Hintergrundgeräusche) sind sehr gut ausgearbeitet und lassen die Tonspur leichtfüßig wirken. Ebenfalls die Kämpfe denen sich Amleth stellt, sind wuchtig und der Ton trägt auch hier zur Rohheit ordentlich bei. Alles in allem keine ausnahme Tonspur, aber sicherlich nicht die schlechteste und passend zum Film.

Fazit

Wer Vikings oder Vikings: Valhalla — Fan ist, sollte ruhig mal einen Blick auf The Northman werfen. Hier wird man sicherlich nicht enttäuscht. Wer ein Schlachtenepos sucht, muss hier weitersuchen, denn genau das ist The Northman nicht.

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Killer’s Bodyguard 2 UHD — Fortsetzung des Buddy-Movies im Test https://www.hifigeek.de/killers-bodyguard-2-uhd-fortsetzung-des-buddy-movies-im-test/ https://www.hifigeek.de/killers-bodyguard-2-uhd-fortsetzung-des-buddy-movies-im-test/#comments Fri, 26 Nov 2021 10:11:20 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5232 Buddy-Movies haben eine lange Tradition. Sei es Laurel & Hardy, Bud Spencer & Terence Hill oder aber auch Leathal Weapon sowie Bad Boys. An diese Tradition knüpfte Killer’s Bodyguard ebenfalls an und macht natürlich im zweiten Teil wieder Lust auf spritzige Wortgefechte zu ungleichen Paaren.

Story

Sie sind wie Hund und Katze, Himmel und Hölle, Whitney und Britney: Bodyguard Michael Bryce (Ryan Reynolds) und Auftragskiller Darius Kincaid (Samuel L. Jackson)! Das seltsamste tödliche Paar der Welt ist zurück und begibt sich erneut auf eine lebensgefährliche Mission. Bryce – immer noch ohne Lizenz und gerade in einem absolut notwendigen Sabbatical – wird von Kincaids noch unberechenbarerer Ehefrau, der international gesuchten Verbrecherin Sonia (Salma Hayek), zurück in den Dienst gezwungen. In kürzester Zeit treiben ihn seine hochgefährlichen Schützlinge einmal mehr in den Wahnsinn und darüber hinaus findet sich das Trio plötzlich in einen globalen Konflikt verwickelt: Europa gegen einen rachsüchtigen und gefährlichen Irren (Antonio Banderas) – Bryce und die Kincaids mittendrin!

Hier merkt man schon, dass die Rolle von Sonia mehr Platz in der Story bekommt und letztlich beginnt der Film quasi als Buddy-Movie zwischen Michael Bryce und Sonia Kincaid. Was erfrischend im ersten Moment klingt, aber zunehmend durch Sonias vulgäres Mundwerk abstumpft. Und das ist Schade! Direkt zu Beginn des Films macht er unheimlich Spaß und allgemein ist die Story jetzt nicht super Welt bewegend aber dennoch amüsant. Wer hier viel tiefgründige Story erwartet hat eh den falschen Film eingeworfen. Ebenfalls muss man ganz klar sagen das Samuel L. Jackson alias Darius Kincaid weiter in den Hintergrund rutscht durch die Präsenz von Sonia. Ein wenig affig ist ebenfalls ihr schon krankhafter Fortplanzungstrieb… Leute… Sehen Samuel L. Jackson und Salma Hayek noch so aus, als wenn das ne gute Idee ist? Klar, es amüsiert im ersten Moment aber beim genau drüber nachdenken schüttelt man doch eher mit dem Kopf. Aber hier für gibt es dennoch ein Mittel: Bier auf, Kopf aus! Und dann kann sich der Film eigentlich sehen lassen. Nicht ganz so stark wie der Erstling aber dennoch für Freunde gepflegter Action und lustiger Sprüche macht man hier erst mal nix verkehrt.

Bild

Zwar ist Killer’s Bodyguard 2 digital in 3,2K gedreht worden und darauf wurde ein 4K-DI gemastert, aber dennoch ist das Bild schwach für einen voll digital gedrehten Film. Häufig fällt eine Randunschärfe im unteren Bereich des Bildes auf. Selbiges ist uns auch beim Erstling aufgefallen. Weiterhin gibt es zwischenzeitig Blockbildung in hellen Bereichen. Wir hatten bei unserem Pressemuster auch bei einer Spielzeit von 0:23:30 einen Bildfehler festgestellt, welchen wir ans Studio kommuniziert haben. Wir können natürlich nicht ausschließen, dass uns unser Testplayer (So testen wir) einen Streich gespielt hat, aber der Fehler war reproduzierbar, was darauf hindeutet, dass er wirklich da ist. Dennoch bietet der Film mit HDR10 und Dolby Vision ein kontrastreiches Bild und eine gute Gesamtabstimmung.

Deutliche Artefaktbildung im unteren Bereich des Bildes (0:23:30) (Bild aus Killer’s Bodyguard 2 UHD © 2021 EuroVideo Medien GmbH. Alle Rechte vorbehalten.)

Ton

Der Ton kommt in verlustfreiem Dolby Atmos in deutsch und DTS-HD MA 5.1 in englisch daher. Ursprünglich wurde hier auch die englische Atmos-Spur angekündigt aber durch Fehler bei der überlieferten Tonspur, war es Eurovideo leider kurzfristig nicht möglich diese zu Beheben. Dies wurde aber ebenfalls transparent im Vorfeld kommuniziert und demnach ist alles schick. Der Ton selber ist wirklich sehr gut. Klare Stimmen, ordentlich druck und viel Futter für die Surrounds. Der Subwoofer bekommt auch ein wenig training und so macht der Film insgesamt tontechnisch viel Spaß.

Fazit

Schade das das Bild wirklich nicht glänzen kann, denn es würde einen wirklich guten Film mit auch gutem Ton noch mal richtig aufwerten. Alles in allem ist er aber hervorragendes Popcorn-Kino und jedem Actionfan ans Herz zu legen. Womit wir schon jetzt festhalten können, das wir in diesem Jahr trotz Pandemie einiges an guten Actionern geboten bekommen haben. (Nobody, Cash Truck)

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Reavon UBR-X100 und UBR-X200 versuchen legendäre Oppos zu beerben https://www.hifigeek.de/reavon-ubr-x100-und-ubr-x200-versuchen-legendaere-oppos-zu-beerben/ Thu, 18 Mar 2021 14:49:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4378 2018 ging ein erstauntes Raunen durch die Heimkino-Szene, als der für seine High-End-Player bekannten Hersteller Oppo das aus seiner Sparte ankündigte. Der Oppo UDP-203 und der UDP-205 sind seither immer noch sehr gefragt, sodass die Player gebraucht weit über 800€ (UDP-203) und 2000€ (UDP-205) kosten. Aber es ist schlicht kein Geheimnis, dass es von der Konkurrenz zwar Modelle wie den Panasonic DP-UB9000, aber dennoch scheint es viele Anhänger der Oppos zu geben. Aber wer so einen Player sein eigen nennen kann weiß aber auch um die Vorzüge dieser: herausragende Gehäuse welche mit Präzision verarbeitet wurden, klarer Strukturierter und sehr hochwertiger Aufbau der Innenelektronik. Hier brauchen sich die Hersteller nicht verstecken und zeigen mit Freuden das Innenleben der Boliden. Exzellente Reparierbarkeit und darüber hinaus tuning Möglichkeiten für nahezu jeden Geldbeutel. Hier kann man z.B. CineMike nennen, welcher die Player für sage und schreibe bis zu 7500€ (UDP-203) und 8700€ (UDP-205) mehr als 200 Änderungen an Netzteil, Mainboard und Laufwerk versieht. Als Ergebnis versprechen sich Enthusiasten den perfekten Heimkino Genuss. Wieviel hiervon reale Auswirkungen hat mögen wir nicht zu beurteilen, weil uns sicherlich niemals so ein Gerät in die Hände kommt, als dass wir dies gegen testen könnten. Ich wollte nur damit andeuten, dass die schon wirklich teuren Grundpreise der Player noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sind.

Reavon UBR-X100 Rückseite

Reavon, ein französischer Hersteller welcher zu Archisoft gehört und durch deren Zappiti Player bekannt sein sollte, hat nun mit den UBR-X100 und UBR-X200 zwei Player vorgestellt, mit welchen sie die legendären Oppos beerben und mit anderen High-End Boliden in Konkurrenz treten wollen. Optisch sehr angelehnt an die Oppos, sollen wir dennoch mit neu entwickeltem Innenleben glänzen und wollen schon gar nicht als Oppo Klon gehandelt werden. Im inneren werkelt ein Mediatek MTK8581 SoC welcher in nahezu jedem High End Player werkelt. Dieser ist auch schon 5 Jahre alt, was aber dennoch nichts heißen muss. Zumal es von Mediatek zur Zeit auch kein neueren Chip gibt. Dieser aber alle erdenklichen Formate zu verarbeiten weiß: Ultra HD Blu-ray, Blu-ray, DVD, SACD, CD mit sämtlichen Audio Formaten Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, Dolby Atmos, DTS, DTS-HD MA, DTS-HD HRA, DTS:X. Natürlich dürfen hier HDR10 und Dolby Vision nicht fehlen!

Ein weiteres Schmankerl hält der Player auf der Rückseite parat, mit zwei HDMI Ausgängen. Einer HDMI 2.0a und einer mit 1.4 nur für den Ton, was in sofern klasse ist für Besitzer älterer Geräte ohne den Kopierschutz HDCP2.2. So ist es möglich den Ton direkt an den AV Receiver der Wahl zu senden ohne diesen gedowngraded durch ARC in Dolby Digital + oder DTS zu bekommen. Wer jemals die verlustbehafteten DD+, DD, DTS etc. gegen lossless Derivate hören durfte, wird wissen wovon ich rede. Darüber gibt es beim UBR-X100 noch den obligatorischen Ethernet, Toslink, Coaxial und USB 3.0 Anschluss.

Der Hersteller verspricht nicht nur ein hervorragendes Innenleben sondern auch ein klasse Gehäuse. Dieses kommt im Hifi-Baustein Normformat von (B x H x T): 430 x 82 x 351 mm bei einem Gewicht von 6,3kg, was schon ein kleiner Brocken ist. Als Basis soll hier eine 3mm Stahlplatte dienen, welche dem Player einen tiefen Schwerpunkt und eine hohe Steifigkeit attestiert. Das Gehäuse selber ist mit 1,6mm dicke schon ordentlich uns sollte den Player ruhig und leise machen.

Wer ein wenig aufgepasst hat wird festgestellt haben das die Player auch eine der wenigeren Playern sind welche auch audiophile Eigenschaften aufweisen: allem voran die Möglichkeit CACDs abspielen zu können. Aber nicht nur diese auch Netzwerk und USB Quellen verarbeiten die Player: FLAC (2.0/5.1), M4A, AIF, AIFF, DSF (2.0/5.1), DFF (2.0/5.1), MP3, OGG, APE.

Wer sich jetzt bei dem Feature Reichtum fragt was der Unterschied vom UBP-X100 zum UBP-X200 ist den wollen wir nicht lange auf die Folter spannen.

Der UBP-X200 verfügt im Gegensatz zum kleineren Bruder über eine extra analog Verarbeitung. Beginnend mit einem Texas Instruments Burr-Brown Audio PCM1690 Series DAC welcher schon ordentliche audiophile Eigenschaften hat. 24 Bit / 192kHz Abtastung mit theoretisch 8 Kanälen und analogem Low-Pass Filter. Hier durch bekommt der Player noch die Möglichkeit auch hoch auflösende DSD Files abzuspielen und diese direkt analog zu dekodieren. Weiterhin haben sie eine jitter freie Taktgeber Uhr integriert, welche störendes Ruckeln beim abspielen hochauflösender Quellen verhindern soll. Amtlicherweise spiegelt sich das auch auf der Rückseite des Players wieder und hier gibt es zusätzlich noch zwei balanced XLR Ausgänge und zwei unbalanced RCA für feinste Stereo Wiedergabe und analoge 7.1 Ausgänge. Natürlich wie soll es auch bei analogen Bausteinen sein verfügt der UBP-X200 im Gegensatz zum kleinen Bruder über einen massiven Ringkerntransformator.

Reavon UBP-X200

Für die Puristen unter uns haben die Reavon Player noch ein kleines Feature parat. Natürlich kann man sich mit den beiden Playern detailierte Informationen zu den gerade abgespielten Medien anzeigen lassen: Color Space, Farbtiefe, Video Format, Bitrate etc.

Über was spricht man am Ende wenn es teuer ist? Natürlich über den Preis. Bisher sind knapp 800€ für den UBP-X100 und knapp 1600€ für den UBP-X200 gelistet. Ausgeliefert werden die Geräte wohl an Fachhändler Anfang Mai diesen Jahres.

  • REAVON logo is registered trademark of Groupe Archisoft, and used under license.
  • The DVD logo is a trademark of DVD Format/Logo Licensing Corporation.
  • ”Super Audio CD” is a trademark.
  • DSD and the Direct Stream Digital logo are trademarks of Sony Corporation.
  • ”x.v.Colour” is a trademark of Sony Corporation.
  • Dolby, Dolby Surround, Dolby Vision, and the double‑D symbol are trademarks of Dolby Laboratories.
  • For DTS patents, see http://patents.dts.com. Manufactured under license from DTS Licensing Limited. DTS, DTS-HD, the Symbol, DTS-HD in combination with the Symbol are registered trademarks or trademarks of DTS, Inc. in the United States and/or other countries. © DTS, Inc. All Rights Reserved.
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Ultra HD Blu-Ray und der aktuelle Stand https://www.hifigeek.de/ultra-hd-blu-ray-und-der-aktuelle-stand/ Tue, 07 Jun 2016 10:54:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=3948 Zum Start unserer Heimkino-Seiten hab ich uns ein top aktuelles Thema herausgepickt und versuche euch ein wenig auf Stand zu bringen.

Die Ultra HD Blu-Ray verspricht vieles, aber leider gibt es bisher nicht wirklich viel zu sehen. Denn Filme sind aktuell Mau auf dem Markt und viele Kunden überlegen sich ob sie überhaupt auf das neue Format umsteigen sollen. Ich denke für eine Antwort hierzu wäre es viel zu früh, denn die Disks haben Potential und versuchen sich aktuell neben 4K Streaming-Angeboten z.B. von Netflix oder Amazon zu platzieren.

Für mich immer das Hauptargument ist der Ton. Ja ich bin ein Ton-Fetischist und ich kann es nicht oft genug betonen. Aber bitte: Horror aus der Blechdose ist einfach nicht gruselig! Also gebt uns besseren Ton! Leider ist dies aktuell auch schon das erste Manko an den neuen Scheiben: Viele kommen weiterhin ohne deutschen HD-Ton aus. Hier könnten sich die Silberlinge von Streaming-Angeboten locker abheben und so um Käufer buhlen. Tuen sie aber bisher nicht, was schade ist. Gerade mit Dolby Atmos und DTS‑X sind interessante Ton-Formate auf dem Vormarsch, welche bisher klanglich und heimkinotechnisch eine gute Figur abgeben. Anfangs dachte ich noch, dass sich viele Publisher die beiden neuen Formate einfach zurück halten, als es nur rar gesäte Filme mit den 3D-Soundformaten auf Blu-Ray gab, um mit der Ultra HD Blu-Ray durchstarten zu können. Anscheinend bisher weit gefehlt!

Update: In meiner unendlichen Neugierde habe ich 20th Century Fox Home Entertainment angeschrieben, welche bislang das größte Portfolio an hochauflösenden Scheiben auf dem Markt hat mit ca. 11 Filmen haben. Darunter sage und schreibe keinen Film mit verlustfreiem Ton in deutsch! Die Antwort kam prompt:

Für den von Ihnen genannten Umstand gibt es zwei zusammenhängende Gründe – zum einen die Speicherkapazität, zum anderen die länderübergreifenden Versionen, nach denen die Discs produziert werden.

Man muss bedenken, dass immer mehrere Länder sich gemeinsam mit Deutschland eine Disk-Version teilen, und jede Sprache/Tonspur Speicherplatz benötigt.

Daher ist es Standard, dass immer die Originalsprache (meist Englisch) im bestmöglichen Ton enthalten ist, sowie alle anderen Töne/Sprachen in der Regel in DTS 5.1., um möglichst viele Zuschauer mit dem optimalen Ton bedienen zu können. Für mehr reicht leider der Speicherplatz nicht aus.

Vielleicht ändert sich noch etwas an der oben geschilderten Tatsache, durch die kürzlich verkündete Zertifizierung der deutschen Firma Sonopress, welche somit 100GB große Scheiben herstellen darf, um weiteren Platzbedarf zu decken. Zur Info: aktuell scheinen bis zu 66GB auf so einer Scheibe zu sein und demnach wären knapp 33% mehr Platz auf den Disks von Sonopress. Ich werde natürlich ebenfalls noch mal nachhaken ob sich hier durch etwas ändert. Wobei ich glaube, dass gerade bei großen Labels dies weniger eintreten wird, denn gerade kleinere Labels wie z.B. Capelight Pictures verwöhnen ihre Käufer schon auf Blu-Ray mit verlustfreiem Ton in englisch sowie deutsch. Was die Vermutung zulässt, dass die schiere Masse der auf der Disk befindlichen Tonspuren Schuld trägt.

HDR (High-Dynamic-Range) und 10Bit-Farbtiefe ist glaube ich zu dem Argument geworden, jedoch ziehen die Streaming-Anbieter in diesem Punkt schon nach. HDR ermöglicht enorme Kontraste und wird sicherlich gerade bei unserem Lieblingsgenre Horror erheblich an der Qualitätsschraube drehen können, sofern verwendet. Denn gerade bei dunklen Szenen würde das Dargebotene deutlicher in der Dunkelheit herausgearbeitet werden und so angenehmer zu sehen. Natürlich profitieren gerade Panoramen von Naturkulissen oder Städten enorm von dieser Technik, aber ich denke wie gesagt dass wir im Horror-Bereich ein Auge darauf werfen sollten! Dolby welche aktuell nach meinem Empfinden deutlich die Nase vorne haben mit ihrem verlustfreien objektbasiertem Tonformat Dolby Atmos, haben natürlich ebenfalls ein Label für hochwertiges Bild in Petto welches sich Dolby Vision nennt. Unten habe ich euch mal ein paar Vergleiche angehangen von der Dolby-Website. Links seht ihr das Bild im Dolby Vision Kontrast und rechts das gewohnte Bild. Vielleicht könnt ihr so ein wenig einen Eindruck gewinnen, von dem was ich in Bezug auf HDR/Dolby Vision und unserem Horror-Genre meinte.

Um nach diesen wirklich beeindruckenden Bildern noch ein mal zurück zum Thema zu kommen: Netflix und Vudu (leider nur in den USA) werden in Zukunft Inhalte in Dolby Vision streamen. Vudu sogar mit Dolby Atmos 5.1 Sound!

Natürlich hat das mit dem Bild auch eine Kehrseite. Viele der bisher verkauften Fernseher waren/sind natürlich keinesfalls bereit uns solch eine Farb- und Kontrastpracht zu liefern. Vielleicht lag es schlicht und einfach daran, dass der Entschluss zu HDR und der 10Bit-Farbtiefe gerade erst dann an Fahrt gewonnen hat, als die Hersteller nach einem Alleinstellungsmerkmal für ihre Ultra HD Blu-Ray gesucht haben. Aber für uns Verbraucher haben sie neben dem Logo von Dolby Vision ein eigenes entwickelt, welches unsere Herzen höher schlagen lassen soll und unsere Geldtaschen weiter öffnen:

Ultra HD Premium Logo © UHD Alliance
Ultra HD Premium Logo © UHD Alliance

Was lernen wir? Augen auf beim Gerätekauf! Geräte mit diesem Logo (Fernseher, Beamer, UltraHD Blu-Ray-Player etc.) sind in der Lage kontrastreiche Bilder zu liefern und die nötige Farbtiefe wieder zu geben. Verfügt das gewünschte Gerät jetzt noch über das Dolby Vision Logo, wie es das am 04.06.2016 auf der Netflix Moments in Essen vorgestellte 2016er Line-Up von LG (OLED65G6V und OLED65E6D) tut, kann man nichts falsch machen. Das es hierbei natürlich um die absoluten Boliden unter den 4K-Vertretern handelt und man schon sehr viel Geld für diese Produkte hinblättern soll, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Dies sollte so oder so nur ein kleiner Ausflug in diese Richtung werden, denn mit den aktuellen technischen Finessen solcher Geräte wollen wir uns an anderer Stelle näher befassen.

Tja, damit wäre ich aber auch schon fast am Ende meines kleinen Ausflugs angelangt. Aber einen Punkt habe ich natürlich noch: Extras! Natürlich werden Ultra HD Blu-Rays auch in Zukunft fast immer mit mehr oder minder zahlreichen Extras daher kommen. Ob diese natürlich für die Käuferschaft am Ende reichen müßt ihr ganz allein entscheiden.

Vielleicht entscheidet bei Vielen am Ende nicht der technische Aspekt, welcher aktuell recht dünn ist, sondern die Breitband-Internet Abdeckung in Deutschland, welche es eventuell unmöglich macht 4K-Angebote mit verlustfreiem Sound zu streamen.

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