Whitechapel - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Thu, 07 May 2026 07:35:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Whitechapel - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Whitechapel — Hymns in Dissonance — Audiophile Metalhead Vinyl Review https://www.hifigeek.de/whitechapel-hymns-in-dissonance-review/ https://www.hifigeek.de/whitechapel-hymns-in-dissonance-review/#respond Fri, 07 Mar 2025 23:12:40 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8360 Endlich ist es da! “Hymns in Dissonance”, das neue WHITECHAPEL-Brett – und wir wagen uns mal an ein richtig fettes Vinyl-Review heran. Als echte Audiophile Metalheads haben wir natürlich bewusst die analoge Erfahrung von Whitechapel Hymns in Dissonance gewählt, auch wenn’s verdammt schwer war, nicht sofort auf Qobuz zu streamen. Aber hey, gerade bei Preisen zwischen 25–40€ für eine Platte sollten Vinyl-Reviews eigentlich Standard sein, oder? Vielleicht setzen wir ja hier einen Trend!

Die Vorfreude des Wartens

Die Vorfreude wurde heute auf eine echte Geduldsprobe gestellt. Der DHL-Bote hat sich Zeit gelassen – scheinbar ist kurz vor dem Wochenende die Pakethölle los. Aber eines muss man EMP lassen: Verpacken können sie! Plattenkarton in stabilem Außenkarton, sorgfältig mit Papier ausgepolstert. Da braucht man keine Angst um die schwarzen Scheiben haben.

Nach dem Befreiungsakt aus dem Karton hält man die noch eingeschweißte Platte von Whitechapel Hymns in Dissonance endlich in Händen. Der reflexartige Griff zum Handy, um den Barcode bei Discogs einzuscannen, endet allerdings in einer Sackgasse. Kein Eintrag? Das Problem schiebe ich erstmal auf die To-Do-Liste für später – jetzt wird erstmal die Verpackung inspiziert!

Die kleine Sammlertragödie

Was direkt ins Auge sticht, ist leider etwas enttäuschend: Die Limitierungsinfo unserer “scarlet red with cloudy black splatter”-Edition von Whitechapel Hymns in Dissonance (begrenzt auf 200 Stück, wir haben Nummer 113) klebt als simpler Aufkleber auf der Folie. Für Sammler ist das echt suboptimal – wohin mit dem Ding nach dem Auspacken? Bei Filmeditionen wird das deutlich eleganter gelöst. Ein vorgedrucktes Feld auf der Gatefold-Rückseite mit Platz für Nummer und Limitierung wäre eine deutlich sammlergerechtere Lösung gewesen.

Warum Vinyl im Streaming-Zeitalter?

Als eigentlicher Digital-Nerd habe ich trotzdem gute Gründe, warum ich mich für diese Old-School-Version entschieden habe: Es gibt einfach nichts Geileres, als ein fettes Album-Artwork in über 30×30 cm in den Händen zu halten! CDs waren okay, aber Vinyl ist einfach das ultimative Format für Albumkunst.

Und dann die Entschleunigung: Die massive Scheibe von Whitechapel Hymns in Dissonance vorsichtig aus der Hülle ziehen, auf den Plattenteller legen, das Gewicht drauf, einmal mit der Bürste drüber und dann den perfekten Needle-Drop setzen. Danach einfach 20 Minuten ins Sofa sinken und die pure Musik genießen. Ja, man muss aufstehen und die Platte nach der Hälfte umdrehen – aber genau das macht das Ritual so besonders. (Wer mehr zu den Beweggründen zum Vinylgenuss erfahren will, kann sich mal hier oder hier reinklicken)

Dieses feine, unverwechselbare Rauschen der Nadel auf frischem Vinyl, bevor die ersten brutalen Klänge von “Prisoner 666” die Lautsprecher zum Beben bringen – unbezahlbar!

Die Vinyl-Edition im Detail

Sobald die Folie von Whitechapel Hymns in Dissonance ab ist, hört die Kritik auch schon wieder auf. Das Gatefold ist vorbildlich verarbeitet, mit der Platte sicher in der Mitte statt in einem der Schenkel. Die Vinyl selbst steckt in einem gepolsterten Inner-Sleeve mit Metal Blade-Druck. Und dann passiert etwas fast Magisches: Beim Herausnehmen ist die Platte nicht statisch aufgeladen! Wer schon mal mit elektrostatisch aufgeladenen Scheiben gekämpft hat, weiß wie besonders das ist – kein Staubmagnet, keine Papierflusen!

Das Gatefold von Whitechapel Hymns in Dissonance selbst enthält einen zweiseitigen Druck, dazu gibt’s einen Einleger mit allen Songtexten und einem Cover in CD-Booklet-Größe. Auf der Rückseite des Covers findet sich sogar ein Bandcamp-Code für den digitalen Download. Kein separates Booklet, aber trotzdem besser ausgestattet als 90% der Vinyl-Releases, die ich in letzter Zeit in den Händen hatte. Wer jetzt schon Bock hat sich die Scheibe zuzulegen kann auf der Whitechapel-Page mal reinklicken. Hier gibt es einige Editionen.

Die 180g-Scheibe selbst ist ein echter Hingucker in Scharlachrot mit schwarzen Splatter-Effekten und liegt schwer und wertig auf dem Plattenteller. Zeit, die Nadel abzusenken und in die Hölle einzutauchen…

Whitechapel Hymns in Dissonance – When Deathcore reclaims it’s bloody throne

Alles klar, Leute – packt eure melodischen Erwartungen ein und werft sie in den nächsten Müllcontainer, denn WHITECHAPEL sind mit Whitechapel Hymns in Dissonance zurück im Brutalo-Business! Nach einer melodischen Odyssee mit Alben wie “The Valley” und “Kin” haben die Deathcore-Veteranen mit ihrem neunten Album “Hymns In Dissonance” die Samthandschuhe ausgezogen und ersetzen sie durch blutverschmierte Schlagringe.

Willkommen in der Höllenschmiede

Wer hätte das gedacht? Eine Band, die sich jahrelang in Richtung zugänglicherer Soundlandschaften bewegt hat, macht eine komplette 180-Grad-Wende und serviert uns einen Hassklumpen, der härter ist als das, womit sie ihre Karriere überhaupt begonnen haben. Whitechapel Hymns in Dissonance ist wie ein Dampfhammer auf Speed – unnachgiebig, zerstörerisch und verdammt befriedigend für jeden, der sich nach dem ursprünglichen WHITECHAPEL-Chaos gesehnt hat.

Statt autobiografischer Selbsterkundung bekommen wir diesmal eine dystopische Geschichte über eine menschenverachtende Sekte und ihre perversen Rituale rund um die sieben Todsünden. Perfekter Stoff für Phil Bozeman, um seine abgrundtiefe Stimmenpracht wieder voll auszufahren! Seine Growls klingen, als würde er Glasscherben frühstücken – eine willkommene Rückkehr zu seinen vokalen Wurzeln.

Satanische Soundwände und infernalische Breakdowns

Die ersten Takte von “Prisoner 666” sind wie ein Schlag in die Magengrube nach einem All-you-can-eat-Buffet – unerwartet brutal und absolut verheerend. Das Schlagzeug hämmert mit einer Intensität, die selbst hartgesottene Moshpit-Krieger zum Schwitzen bringt, während die Gitarren Riffs ausspucken, die klingen, als würden Kettensägen miteinander kämpfen.

“Hate Cult Ritual” fegt dann wie ein Tornado durch deine Gehörgänge – mit Blast-Beats, die schneller sind als deine letzte Beziehung vorbei war, nur um dann in groovige Passagen zu münden, bei denen selbst der verstockteste Metalgegner seinen Kopf nicht stillhalten kann. “Bedlam” wiederum ist ein monströser Brecher, der sich wie ein tollwütiges Urzeittier durch deine Playlist frisst.

Höllische Tiefe statt flacher Raserei

Doch glaub bloß nicht, dass Whitechapel Hymns in Dissonance nur stumpfes Geprügel ist! Die wahre Kunst dieses Albums offenbart sich erst nach mehreren Durchgängen. Der Titeltrack ist ein faszinierendes Biest, das zwischen Death Metal, Grindcore und überraschend punkigen Elementen changiert. Wenn mittendrin die Geschwindigkeit rausgenommen wird, erlebst du einen dieser seltenen Metal-Momente, in denen eine ganze Menschenmenge synchron ihre Nacken verrenkt.

Was WHITECHAPEL hier wirklich auszeichnet: Die Band beweist, dass man ein brutal abgefahrenes Album machen kann, ohne die musikalische Entwicklung der letzten Jahre komplett zu verleugnen. In Tracks wie “Mammoth God” und “Nothing Is Coming For Any Of Us” blitzen immer wieder melodische Elemente durch die Brutalität, die zeigen: Diese Jungs haben nicht vergessen, sondern bewusst entschieden, wieder auf die Zerstörungstaste zu drücken.

“The Abysmal Gospel” klingt, als hätte man SLAYER, CANNIBAL CORPSE und einen sehr wütenden Bären in einen Mixer geworfen – und das Ergebnis ist verdammt beeindruckend. Die unerwarteten Gitarrenläufe zwischen all dem Chaos sind wie ein kurzer Blick ins Paradies, während du durch die Hölle rennst.

Fazit

Whitechapel Hymns in Dissonance ist ein Beweis dafür, dass echte Deathcore-Alchemisten ihr Handwerk nicht verlernen. WHITECHAPEL haben hier ein Album erschaffen, das deine Nachbarn dazu bringen wird, gleichzeitig die Polizei und einen Exorzisten zu rufen.

Und nach 40 Minuten Dauerfeuer sehnt sich selbst der hartgesottenste Mosher vielleicht nach einer kurzen Atempause. Aber ist das nicht genau, was wir von einem richtig üblen Deathcore-Album erwarten?

Für alle, die bei “Kin” und “The Valley” nostalgisch an die alten Zeiten dachten: Eure Gebete wurden erhört – nur viel blutiger, als ihr es euch je erträumt hättet. WHITECHAPEL sind zurück im Deathcore-Game, und sie sind hungriger denn je.

Vinyl-Sound: Eine Klangoffenbarung

Metal Blade LPs sind bisher selten durch unsere Hände gewandert, aber nach dieser Erfahrung mit Whitechapel Hymns in Dissonance können wir dem Label nur ein dickes Lob aussprechen: Diese Pressung ist verdammt exzellent! Mit dem Ortofon 2M Bronze-Tonabnehmer (hier haben wir noch mehr zum Thema) fräst sich die Scheibe wie eine Kettensäge durch den Schädel – und das meine ich im allerbesten Sinne.

Der Mix ist wirklich beeindruckend gelungen: Das Schlagzeug kommt mit ordentlichem Punch, perfekt ortbar im Stereobild, während die Becken kristallklar und ohne Verzerrungen glänzen. Bozemans Stimme ist und bleibt eine Institution der Brutalität, die selbst auf Vinyl pure Gänsehaut erzeugt.

Technisch erlaubt sich die Platte absolut keine Schwächen. Der Sound schiebt von Song zu Song unerbittlich vorwärts und hämmert dir die eindringlichen Riffs förmlich in die Gehörgänge. Hier regiert purer, unverfälschter Hass in Vinylform – genau wie es sein sollte!

Im direkten Vergleich zur 24bit/48kHz Lossless-Version von Qobuz scheint die Vinylpressung von Whitechapel Hymns in Dissonance tatsächlich die Nase vorn zu haben. Allerdings müssen wir fairerweise einräumen, dass wir bisher nur Anlage (Vinyl) gegen Kopfhörer (Digital) verglichen haben. In den nächsten Tagen werden wir nochmal nachhören, ob sich unser erster Eindruck bestätigt, wenn wir den Streamer an derselben Anlage testen.

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Ortofon 2M Vergleich: Red, Blue, Silver und Bronze nach einem Jahr Metal-Vinyl https://www.hifigeek.de/ortofon-2m-vergleich/ https://www.hifigeek.de/ortofon-2m-vergleich/#respond Sat, 01 Feb 2025 23:48:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8096 Die Reise geht weiter mit Ortofon. Vor knapp einem Jahr hatte ich die Idee, Musik in den eigenen vier Wänden zu entschleunigen und der Vinyl eine Chance zu geben. Ich habe meine Erfahrungen als blutiger Anfänger hier und hier niedergeschrieben, außerdem habe ich mich mit der Low-Budget-Reinigung von Schallplatten beschäftigt. Jetzt kommt der Ortofon 2M Vergleich – und der hat einige überraschende Ergebnisse geliefert. Betrachtet das hier ein wenig als IMHO (in my humble opinion).

Der Weg zur neuen Phono-Vorstufe

Okay! Mit dem EAT Prelude hatte ich schon einen tollen Plattenspieler für den Einstieg, und der Bestands-Denon X4000 hatte sogar einen Phono-Vorverstärker. Aber was tun, wenn man keinen mehr zur Hand hat?

Der Denon steht aktuell in der Ecke, weil uns IOTAVX mit einem tollen Heimkino-Set ausgestattet hat. Das Problem war natürlich sofort, dass das Schallplattenhören auf Eis lag – denn das Prinzip hinter der IOTAVX-Technik ist deren Einfach- und Reduziertheit. Die AVX17-Vorstufe bringt leider keine Phono-Vorstufe mit. Nach ein wenig Recherche hat dann die erste Neuerung Einzug gehalten: Der Graham Slee Audio GramAmp 2 SE wurde als neue Phono-Vorstufe gefunden. YAY!

Ortofon 2M: Die Nadeln im Überblick

Weiterhin hatte ich das Glück – oder auch Pech, aber dazu später mehr –, von Ortofon ein paar Nadeln zugeschickt zu bekommen. Diese habe ich im Wechsel gegeneinander gehört, und ja… der Unterschied ist dezent hörbar! Okay, Ironie geht hier nicht so wirklich, also: Der Unterschied ist teils gravierend! Nicht immer das Ergebnis, das man erwartet, aber Durchtesten lohnt sich.

Zu Gast hatte ich eine Ortofon 2M Blue und Ortofon 2M Bronze inklusive Cartridge. Ab der Bronze-Nadel ist bei der Cartridge-Verkabelung einiges anders, und das Auflagewicht ändert sich auch. Demnach musste ich das Cartridge umschrauben, um die Nadel zu testen.

Tendenziell kann man theoretisch alle Ortofon 2M Nadeln auf jedes Cartridge stecken. So kann man leicht von einer 2M Red zu einer 2M Silver oder 2M Blue wechseln. Ein mega cooles Prinzip. Jedoch nicht bei 2M Bronze, 2M Black oder LVB Black – passformmäßig schon, aber hier unterscheidet sich im Cartridge zumindest die Verkabelung. Beim größeren Cartridge werkelt wohl eine Silber-Verkabelung, und auch die Auflagegewichte reduzieren sich nicht unerheblich.

Durch einen Kollegen, der sich ebenfalls einen Plattenspieler zugelegt hat, konnte ich außerdem auf eine Ortofon 2M Silver zugreifen. Damit war der Ortofon 2M Vergleich komplett: Red, Blue, Silver und Bronze alle auf demselben Setup gehört.

Ortofon 2M Vergleich: Teurer ist nicht unbedingt besser

Gerade bei analoger Musik sind preislich keine Grenzen gesetzt. Aber vieles hängt vom eigenen Equipment und der bevorzugten Musikrichtung ab. Beim Wechsel der verschiedenen Nadeln konnten wir teils starke Unterschiede feststellen. Und hier kommt wahrscheinlich der größte Tipp, den man geben kann: Ausprobieren!

Viele reden immer davon, dass ihnen originalgetreue Wiedergabe wichtig sei, und das ist sicherlich erstrebenswert. Dennoch macht Musik ohne den richtigen Wums untenherum nicht so viel Spaß. Vielleicht ist es dem anderen auch einfach zu viel, und er bevorzugt weniger Druck. Andere möchten ein Erlebnis wie bei einem Live-Konzert.

Fakt ist: Überall schwingt Beeinflussung mit. Das fängt schon bei der Aufnahme und dem entsprechenden Raum an, geht über das Studio, die Technik und Aufzeichnung, bis zur weiteren Verarbeitung und Abmischung. Es endet immer in den eigenen vier Wänden mit der vorhandenen Technik und den räumlichen Gegebenheiten.

Am Ende entscheidet unser Ohr, ob wir die Musik, die aus unseren Lautsprechern kommt, gut finden oder nicht. Und genau das ist auch beim Ortofon 2M Vergleich der Fall. Wir wissen nicht, für welche Kombination aus Nadel, Plattenspieler oder sonstigem Equipment die Platte gemastert wurde. Vielleicht wurde sie auch gar nicht großartig gemastert, sondern nur eine Platte vom digitalen Master gepresst.

Macht euch nicht so viele Gedanken

Die Message ist hier: Denkt nicht so viel über die Ketten nach. Natürlich werdet ihr überall mehr oder weniger Unterschiede hören! Aber fokussiert euch mehr auf das Hören als auf das Nicht-Hören. Hört mehr gute Musik, anstatt stundenlang im Netz zu recherchieren, was es noch Besseres geben könnte. Denn ein Upgrade werdet ihr immer finden. Genau das muss ich mir auch immer wieder in Erinnerung rufen. Nehmt euch jetzt eine Pause, schmeißt eine Platte auf und lest später weiter. Der Text läuft euch nicht weg.

Ortofon 2M Vergleich: Was klingt wie?

Der Unterschied ist wirklich teils gravierend. Für alle, die einen Eindruck haben wollen, was wir hier so auf den Plattenteller legen, dürfen sich gerne unsere Discogs-Library ansehen. Ihr werdet feststellen: nur sehr harte Klänge. Das Ergebnis ist aber für viele vielleicht verblüffend – vor allem für diejenigen, die in Qualitätsstufen denken, die sich allein am Equipment-Preis orientieren.

Ein bisschen komplex ausgedrückt… sagen wir es anders: Immer wieder sehen wir Videos oder lesen Texte, in denen einem erzählt wird, dass man für gleich viel Geld wie für die Lautsprecher auch Technik und Kabel kaufen soll. Da stecken Wahrheiten sowie Voodoo drin. Natürlich macht der Preis am Ende wahrscheinlich einen Unterschied. Aber beim Ortofon 2M Vergleich kann man sagen: Die Ortofon 2M Red klingt bei hartem Metal wesentlich besser als eine Ortofon 2M Blue. Die Blue ist einfach zu weich im Klang, auch wenn sie mehr Details der Platte entlockt. Aber wenn der harsche Druck fehlt, ist der Klangeindruck eben nicht derselbe.

So hat uns zum Beispiel die Ortofon 2M Red immer noch deutlich besser gefallen als die Ortofon 2M Silver. Der erste große Unterschied ist dann aber bei der Ortofon 2M Bronze zu vernehmen. Hier haben Detailtreue und Druck einfach gestimmt. Zumindest in unserem Setup. Deshalb sind wir hier definitiv Fans der Ortofon 2M Bronze.

Music is the Key

Aber am Ende muss man sich auch eingestehen, dass die Musik ausschlaggebend für die Wahl der Nadel sein kann. Und ja: Wir können uns ebenfalls vorstellen, dass Menschen, die mehrere Musikrichtungen hören, auch mehrere Nadel-Systeme ihr Eigen nennen und sie nach Bedarf austauschen.

Musik und HiFi im Allgemeinen sind ein Hobby! Und das Schöne an Hobbys ist, dass sie zum Ausprobieren einladen.

Das Dilemma nach dem Ortofon 2M Vergleich

Wie oben erwähnt, haben wir natürlich testbedingt jetzt ein Dilemma. Wir wissen jetzt, dass unsere rote Nadel für unsere Musik im Vergleich zu den anderen Ortofon-Nadeln super ist. ABER: Wir haben auch die Ortofon 2M Bronze gehört, und die hat uns dann doch eine ganze Ecke besser gefallen. Will heißen: Jetzt will man upgraden! Shit! Aber noch haben wir keine Nadel verschlissen, sodass wir natürlich irgendwie mit uns hadern. Spielt die Nadel so viel besser, dass man jetzt wechseln will? In diesem Fall: Wir haben uns leider in die Nadel verliebt. Sie ist echt geil. Jetzt müssen wir es aber mal durch die Konsumbrille sehen und uns eigentlich bremsen.

Aber das Schöne ist nun mal, dass es ein Hobby ist und wir unsere Prioritäten selbst festlegen können. Wichtiger Tipp: Vielleicht nicht sofort versuchen zu upgraden, sondern erstmal Lücken schließen. Vielleicht doch erstmal einen externen Pre-Amp anschaffen, um dann mehr Möglichkeiten zu haben und den Klang in eine andere Richtung zu lenken.

Neue Platten auf dem Teller

Jetzt habe ich hier von Ortofon Nadeln geredet und gar nicht, was sonst noch so ging. Also ja, hier war noch ein anderer Plattenspieler zu Gast, und mit ihm ein Vorverstärker. Das hat natürlich wieder einmal gezeigt, dass andere Spieler und Equipment gänzlich anders klingen können. Wahrscheinlich ist es genau das, was das Hobby Hi-Fi für viele so interessant macht. Es zeigt aber auch, dass man sich guten Gewissens eine Zweit- oder Dritt-Anlage zulegen kann.

Weiterhin sind hier einige hervorragende Platten eingetrudelt:

Wintersun hat mit dem Release von Time II endlich angefangen, ihre Platten neu aufzulegen. Oder besser gesagt, Nuclear Blast. Jedenfalls war es so möglich, deren selbstbetiteltes Debütalbum wieder als Re-Release zu erwerben. Neben Time I wurden auch The Forest Seasons neu aufgelegt – und so hat man schnell alle vier Langspieler im Regal stehen.

Falling in Reverse, die Band rund um Skandalsänger Ronnie Radke, haben ihren Langspieler Popular Monster rausgebracht. Hier habe ich mich hinreißen lassen, ein Battle zwischen analog vs. digital zu machen. Sehr interessant, und letztlich kann ich mich nicht entscheiden, welche Version mir die liebste ist. Klingt die LP wärmer und hat den analogen Vibe, macht die FLAC untenrum deutlich mehr Druck.

Dann natürlich der Knocked Loose-Brecher You Won’t Go Before You’re Supposed To. Was für ein Abriss! Sehr gewöhnungsbedürftig für die einen und ein geiler Trip für die anderen. Der Song Suffocate mit Poppy wurde für einen Grammy nominiert, und Knocked Loose durfte bei Jimmy Kimmel auftreten. Die Platte ist einfach der Wahnsinn – Moshpit-Gefahr in den eigenen vier Wänden.

Vorbestellungen: Was als nächstes auf den Teller kommt

Und natürlich dürfen auch Vorbestellungen nicht fehlen. Den Anfang macht Feine Sahne Fischfilet mit ihrem neuen Album “Wir kommen in Frieden”. Die limitierte, giftgelbe und handsignierte Vinyl ist vorbestellt. Ob ich sie auspacken werde oder – wie die handsignierte “Alles glänzt — Alles Live” – eingeschweißt lasse, weiß ich noch nicht.

Weiter geht es mit Arch Enemy und “Blood Dynasty”. Die Wahl fiel auf die Limited Red Blood Splatter-Version, explizit als 180g-Pressung ausgezeichnet. Da ich sehr auf Haptik stehe, war die Wahl schnell getroffen. Die ersten Songs durften wir bereits bei der Rising From The North Tour in Hamburg hören.

Härtere Klänge gibt es dann mit Whitechapel! “Hymns in Dissonance” erzählt die Geschichte eines Kultisten, der würdige Menschen sammelt, um seinem Kult beizutreten. Gitarrist Alex Wade versprach das bisher härteste Album der Band. Die limitierte 180g-Vinyl in Scarlet Red with Cloudy Black Splatter dreht hier bald die Runden.

Den krönenden Abschluss macht Behemoth. Auch hier ein Versprechen: weniger indirekte antichristliche Texte, sondern härter und direkter. Der Titel spricht Bände: “The Shit ov God”. Die limitierte und handsignierte Vinyl aus dem offiziellen Behemoth-Webstore ist gesetzt. Nergal ist ein Perfektionist – das muss man einfach ehren.


Weiterlesen – die Vinyl-Serie:

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