WiiM Bar Kaufen - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Wed, 24 Jun 2026 18:16:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png WiiM Bar Kaufen - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 WiiM Bar: Erste Soundbar von WiiM kommt mit Dolby Atmos, Touch-Display und Multiroom https://www.hifigeek.de/wiim-bar/ https://www.hifigeek.de/wiim-bar/#respond Thu, 04 Jun 2026 20:31:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12121 WiiM baut seit Jahren konsequent ein Streaming-Ökosystem auf — vom WiiM Pro Plus und WiiM Ultra, die wir beide bereits getestet haben, über den WiiM Amp bis hin zum WiiM Sound Speaker. Auf der High End Vienna 2026 haben sie jetzt das logisch nächste Kapitel aufgeschlagen: die WiiM Bar, ihre erste Soundbar. 499 Euro, Dolby Atmos, echte Upfiring-Treiber, Roon-Support und dieses runde Display, das man schon vom WiiM Sound kennt. Das ist ein Ding. kennt. Das ist ein Ding.

Was WiiM damit vorhat

Die WiiM Bar soll keine reine TV-Kiste sein. WiiM positioniert das Teil explizit als Kombination aus Heimkino-Zentrale und Musik-Streaming-Hub — ein All-in-one-Gerät fürs Wohnzimmer, das weder einen AVR noch einen separaten Streamer braucht. Wer schon WiiM-Gear hat, kann die Bar nahtlos ins bestehende Multiroom-Setup integrieren. Wer neu einsteigt, bekommt einen vollständigen Einstiegspunkt in das WiiM-Ökosystem mit optionaler Erweiterung Richtung Surround.

Das deckt sich mit dem, was WiiM-CEO Dr. Lifeng Zhao auf der Messe kommuniziert hat: kein Legacy-AVR, kein Kabelsalat, ein leistungsstarkes Gerät für den, der es simpel mag ohne auf Sound zu verzichten.

Technik und Hardware

Innen steckt ein 8‑Treiber-Array mit vier passiven Radiatoren. Konkret: drei 110×52mm Mitteltöner und drei 52×52mm Hochtöner fürs Frontpanorama, dazu zwei 52×52mm Fullrange-Treiber die nach oben abstrahlen. Die vier passiven Radiatoren sitzen je zwei vorne und hinten — das deutet darauf hin, dass WiiM hier ernsthaft versucht hat, Bassvolumen aus dem flachen Gehäuse rauszuholen. Systemleistung laut Hersteller: 135 Watt.

Über HDMI eARC werden LPCM, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, DTS und DTS:X durchgereicht. Kein HDMI-Passthrough — das ist eine Einschränkung, die je nach TV-Setup nervig sein kann, wenn alle HDMI-Ports belegt sind. WiiM begründet das mit “Simplicity”, was dieselbe Begründung ist, die Sonos für denselben Kompromiss am Beam nutzt. Ob man das akzeptiert, hängt vom eigenen Setup ab.

An weiteren Eingängen gibt es optischen Eingang, Analog-Line-In, USB Host für externe Medienspeicher und Bluetooth 5.4. Interessant: Die Bar kann nicht nur Bluetooth empfangen, sondern auch ausgeben — zum Beispiel an Kopfhörer. Netzwerkseitig ist Wi-Fi 6E mit 2,4, 5 und 6 GHz dabei, plus Ethernet. Bluetooth LE Audio soll per Firmware-Update nachgereicht werden. Kein AirPlay 2 — wer darauf angewiesen ist, muss das einkalkulieren.

Beim EQ lässt WiiM ungewöhnlich viel Spielraum für eine Soundbar: 24 Preset-EQs, ein 10-Band-Graphic-EQ und ein 10-Band-Parametric-EQ, der über die App zugänglich ist. Dazu kommen vier Sound-Modi (Movie, Music, Voice Enhance, Night Mode) sowie RoomFit als automatische Raumkorrektur. Das ist ein Umfang, den man sonst eher bei deutlich teureren Geräten findet.

Streaming-seitig kennt man das schon von den anderen WiiM-Geräten: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Amazon Music Cast, Google Cast, DLNA/UPnP, Roon, LMS, Qplay 3.0 — über 20 Dienste insgesamt. Die Bar lässt sich außerdem als Medienserver für andere DLNA-Geräte im Netzwerk nutzen, wenn USB-Speicher angeschlossen ist. Roon-Support bei einer 499-Euro-Soundbar bleibt kein Standard — das ist ein echter Vorteil gegenüber Sonos.

Das Display und die Software-Features

Auffälligstes Hardware-Merkmal ist das runde, 2,1‑Zoll-Farbdisplay mit Glasabdeckung auf der Front. WiiM hat das Porthole-Display bereits beim WiiM Sound eingeführt, hier kommt es auf der Soundbar wieder. Es zeigt Albumcover, Trackinformationen, EQ-Einstellungen, Smart Presets, Uhrzeit und kann als individualisierter Screensaver genutzt werden. Berührungsempfindlich ist es auch — Playback-Steuerung ohne App oder Fernbedienung also möglich.

Ob das Display im täglichen Betrieb wirklich gebraucht wird oder eher als netter Bonus taugt, muss der Praxistest zeigen. Wer abends Netflix schaut und das Ding direkt unterm Bildschirm stehen hat, wird über das dauerhaft leuchtende Display unterschiedlich denken.

Zur Software gehören außerdem RoomFit — WiiMs automatische Raumkorrektur — sowie ein KI-basierter Clear Voice Mode zur Sprachanhebung und ein Night Mode für dynamikreduziertes Spätabend-Hören. Beides ist bei teureren Sonos-Geräten bereits Standard, hier kommt es zum 499-Euro-Einstiegspreis mit.

Erweiterbarkeit

Die WiiM Bar ist als 3.0.2‑System der Ausgangspunkt. Wer mehr will, kann WiiM Sound oder Sound Lite als kabellose Rear-Speaker einbinden und den WiiM Sub Pro als Subwoofer dazu nehmen — fertig ist ein kabelloses 5.1.2‑System. Das funktioniert über die bestehende WiiM-Ecosystem-Logik, ohne neue Hardware-Hubs.

Das klingt verlockend, aber der Hinweis muss sein: Wer das Gesamtsystem ausbauen will, landet schnell jenseits des Einstiegspreises. WiiM Sub Pro, zwei WiiM Sound als Surrounds — da addiert sich was. Deutlich teurer als Sonos Arc Ultra plus Sub plus Surrounds wird es trotzdem wahrscheinlich nicht, aber der günstige Einstiegspreis täuscht über das Gesamtinvestment hinweg, wenn man das 5.1.2‑Versprechen wirklich einlösen will.

Einordnung: Wo steht die WiiM Bar?

Der direkte Vergleich ist der Sonos Beam (2. Generation) für ebenfalls 449 Euro — in Deutschland dürften die Preise ähnlich liegen. Der Beam ist kompakter und hat einen etablierten Ruf, bringt aber keine dedizierten Upfiring-Treiber, keinen Roon-Support und kein Touch-Display. Auf dem Papier hat die WiiM Bar klar die bessere Ausstattungsliste.

Interessant ist auch der Blick auf Eversolo: Die zeigen seit einer Weile sehr ernsthaft, was ambitioniertes Streaming-Equipment leisten kann. Ihr DMP-A6 Gen 2 liegt mit 869 Euro eine Stufe über der WiiM Bar — und ist eine andere Kategorie: Streaming-DAC-Vorverstärker in einem, edleres Gehäuse, audiophiler Anspruch. Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben und keinen Bock auf Soundbar-Kompromisse hat, sollte den Eversolo ernsthaft in Betracht ziehen.

Sonos Arc Ultra (999 Euro) ist in einer anderen Liga, bietet aber auch deutlich mehr Bassvolumen und ein ausgefeilteres Atmos-Processing. Die WiiM Bar spielt im Segment darunter, direkt gegen Beam Gen 2, Bose Smart Soundbar 300 und JBL Bar 500.

Preis und Verfügbarkeit

Die WiiM Bar kostet 499 Euro in Deutschland und ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Vorbestellungen sind bereits möglich, die Auslieferung soll ab August 2026 starten. In den USA liegt der Preis bei 479 Dollar.

Erstes Fazit: Abwarten, aber mit Interesse

WiiM hat bei Streamern und Amps gezeigt, dass sie solide Hardware zu fairem Preis liefern und die Software-Erfahrung ernstnehmen — das unterscheidet sie von vielen Mitbewerbern, die gute Hardware mit mäßiger App paaren. Ob sie das auch im deutlich komplexeren Soundbar-Segment hinbekommen — mit allem, was an Atmos-Processing, Bassintegration und HDMI-Stabilität dazugehört — ist die eigentliche Frage.

Die Specs stimmen. Die Preispositionierung stimmt. Dass WiiM das Teil auf der High End Vienna vorgestellt hat, zeigt zumindest, dass sie es als ernstes Produkt und nicht als schnellen Lifestyle-Move verstehen. Ein Testgerät ist angefragt. Sobald die Bar hier ist, berichten wir.

Wer eher einen reinen Streaming-Amp mit audiophilem Anspruch sucht, findet in unserem Test des WiiM Amp Pro eine gute Grundlage — oder schaut sich unsere Besprechung des Eversolo DMP-A8 an für die audiophile Streaming-Richtung.

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