Bewertungs­schema bei HiFiGeek

Alle Reviews auf HiFi­Ge­ek – egal ob Ver­stär­ker, Laut­spre­cher, Sub­woo­fer, Kopf­hö­rer, DAC/Streamer, AV-Recei­ver, TV, Bea­mer oder Lein­wand – fol­gen einem ein­heit­li­chen Sche­ma mit sechs Haupt­kri­te­ri­en, die je nach Pro­dukt­art unter­schied­lich aus­ge­legt werden.

Die sechs Kri­te­ri­en sind:

  1. Klang / Bildqualität
  2. Leis­tung & Kon­trol­le / Dyna­mik & Reserven
  3. Ver­ar­bei­tung & Design
  4. Aus­stat­tung & Praxisnutzen
  5. Mess­wer­te & tech­ni­sche Umsetzung
  6. Preis/Leistung

Die Gewich­tung kann je nach Pro­dukt­ka­te­go­rie leicht vari­ie­ren, das Ras­ter bleibt aber identisch.


Klang / Bildqualität

  • Audio (Ver­stär­ker, Laut­spre­cher, Sub­woo­fer, Kopf­hö­rer, DACs, Strea­mer, AV-Recei­ver):
    Tona­le Balan­ce, Detail­auf­lö­sung, Bühne/Imaging, Dyna­mik, Fein­zeich­nung, Lang­zeit­hör­taug­lich­keit und wie gut ein Gerät Musik oder Film­ton als Gan­zes transportiert.
  • Bild (TVs, Bea­mer, Moni­to­re, Lein­wän­de):
    Schär­fe und Detail­auf­lö­sung, Kon­trast, Schwarz­wert, Farb­dar­stel­lung (Natür­lich­keit, Kali­brier­bar­keit), HDR-Ver­hal­ten, Bewe­gungs­schär­fe und das Gesamt­erleb­nis – also ob man sich ger­ne län­ger davor aufhält.

Leistung & Kontrolle / Dynamik & Reserven

  • Ver­stär­ker, End­stu­fen, AV-Recei­ver:
    Aus­gangs­leis­tung, Last­sta­bi­li­tät, Kon­trol­le im Bass, Ver­hal­ten an schwie­ri­gen Laut­spre­chern, Head­room bei hohen Pegeln.
  • Laut­spre­cher, Sub­woo­fer:
    Pegel­fes­tig­keit, Ver­zer­rungs­ver­hal­ten bei höhe­ren Laut­stär­ken, Bass­kon­trol­le und wie sta­bil das Klang­bild bei kom­ple­xen Pas­sa­gen bleibt.
  • DACs, Strea­mer, Kopf­hö­rer­ver­stär­ker:
    Mikro- und Makro­dy­na­mik, Punch, „Schnel­lig­keit“ und sub­jek­ti­ve Lebendigkeit.
  • TVs, Bea­mer, Pro­jek­to­ren:
    Nutz­ba­re Hel­lig­keit, Kon­trast­sta­bi­li­tät im rea­len Raum, Durch­zeich­nung von Schat­ten und Spitz­lich­tern sowie Bewe­gungs­schär­fe bei schnel­len Sze­nen (Sport, Action, Gaming).
  • Lein­wän­de:
    Ein­fluss auf Hel­lig­keit und Kon­trast (Gain), Hot­spot­ting, Blick­win­kel­ver­hal­ten und damit effek­tiv nutz­ba­re Reser­ven bei Bild­grö­ße und Umgebungslicht.

Verarbeitung & Design

Die­ses Kri­te­ri­um gilt für Audio und Video gleichermaßen:

  • Mate­ri­al­qua­li­tät, Pass­ge­nau­ig­keit, Hap­tik und gene­rel­le Wertigkeit.
  • Ther­mi­sches Kon­zept (Wär­me­ent­wick­lung, Lüf­ter), Geräusch­ent­wick­lung (Lüf­ter, Brum­men, DLP-Rasseln).
  • Design­ko­hä­renz: Seri­en­look, Form­fak­tor, Gehäu­se­auf­bau, Anschluss­po­si­tio­nen, Les­bar­keit und intui­ti­ve Bedienbarkeit.
  • Bei Lein­wän­den, Racks und Zube­hör: Mecha­nik, Tuch­span­nung, Lauf­ru­he von Moto­ren und Sta­bi­li­tät der Konstruktion.

Ausstattung & Praxisnutzen

Hier geht es dar­um, wie gut sich ein Pro­dukt ins ech­te Set­up inte­grie­ren lässt:

  • Audio (Ver­stär­ker, AVRs, DACs, Strea­mer etc.):
    Anschluss­viel­falt (analog/digital, symmetrisch/unsymmetrisch, HDMI/eARC bei AVRs), sinn­vol­le Fea­tures (DSP, Room-Cor­rec­tion, Fil­ter, Pre­sets), Bedie­nung (Front­pa­nel, Dis­play, Fern­be­die­nung, Apps), Auto-On, Trig­ger, Standby-Verbrauch.
  • Laut­spre­cher, Sub­woo­fer:
    Ein­stell­mög­lich­kei­ten (Cross­over, Pha­se, PEQ, Pre­sets), Ein­bin­dung in Ste­reo- und Heim­ki­no-Set­ups, fle­xi­ble Auf­stel­lung und Anschlüsse.
  • Video (TVs, Bea­mer, Pro­jek­to­ren):
    HDMI-Anzahl/-Ver­si­on, eARC, Gam­ing-Fea­tures (VRR, ALLM, Input-Lag), Smart-TV-Platt­form, Kali­brier-Optio­nen, Lens-Shif­t/­Zoom/­Fo­kus, sinn­vol­le Bildmodi.
  • Lein­wän­de, Racks & Zube­hör:
    Mon­ta­ge­freund­lich­keit, Varia­bi­li­tät (Mas­kie­rung, Höhen­ver­stel­lung), Kabel­füh­rung, Alltagstauglichkeit.

Fea­tures zäh­len nur, wenn sie in der Pra­xis wirk­lich hel­fen – nicht, wie lang die Spec-Lis­te ist.


Messwerte & technische Umsetzung

Wo eige­ne Mes­sun­gen oder belast­ba­re Her­stel­ler-/Dritt­da­ten vor­lie­gen, gehen sie in die Bewer­tung ein:

  • Audio:
    Rau­schen, Ver­zer­run­gen (THD, IMD), Fre­quenz­gang, Kanal­gleich­heit, Cross­talk, Leis­tungs­da­ten, Netz­teil­kon­zept und Schal­tungs­to­po­lo­gie (z.B. Class A/AB/D, dis­kret vs. IC).
  • Bild:
    Hel­lig­keit (nits/Lumen), Kon­trast (On/Off, ANSI soweit ver­füg­bar), Farb­raum­ab­de­ckung (sRGB, DCI-P3, BT.2020), Farb­ge­nau­ig­keit (z.B. Del­ta E), Gam­ma/EOTF-Track­ing und Input-Lag.
  • Lein­wän­de:
    nomineller/gemessener Gain, Homo­ge­ni­tät, Farb­neu­tra­li­tät und Reflektionsverhalten.

Mess­wer­te wer­den immer im Kon­text des rea­len Ein­drucks bewer­tet – gute Zah­len allein rei­chen nicht.


Preis/Leistung

Preis/Leistung wird immer inner­halb der jewei­li­gen Gerä­te­ka­te­go­rie und Klas­se betrachtet:

  • Ein Pro­dukt kann güns­tig oder teu­er sein – ent­schei­dend ist, wie viel Klang/Bild, Tech­nik, Ver­ar­bei­tung und All­tags­taug­lich­keit es fürs Geld bietet.
  • Bewer­tet wird inner­halb der Stu­fe (Ein­stei­ger, Mit­tel­klas­se, Ober­klas­se/High-End, Refe­renz­klas­se), nicht quer über alle Preisklassen.
  • Ein sehr gut gemach­ter Ein­stei­ger-Strea­mer oder ein soli­der Bud­get-Bea­mer kann hier genau­so hoch punk­ten wie ein High-End-Ver­stär­ker, wenn das Gesamt­pa­ket stimmt.

Welche Voraussetzungen braucht ein Produkt für den HiFiGeek Referenz-Award?

Ein Pro­dukt bekommt den HiFi­Ge­ek Refe­renz-Award nur, wenn alle fol­gen­den Punk­te erfüllt sind:

  • Hohe Gesamt­wer­tung
    • Gesamt­wer­tung auf der 1–10-Skala in der Regel min­des­tens 9,4/10.
    • Dar­un­ter gibt es kein Refe­renz-Sie­gel – auch wenn das Pro­dukt sehr gut ist.
  • Über­ra­gen­de Kernleistung
    • In Klang/BildqualitätLeis­tung & Kon­trol­le / Dyna­mik & Reser­ven und Ver­ar­bei­tung & Design muss das Pro­dukt klar über dem Klas­sen­durch­schnitt liegen.
    • Mit­tel­maß in einem die­ser Berei­che schließt den Award aus.
  • Hoher Pra­xis­nut­zen
    • Aus­stat­tung und Bedie­nung müs­sen im All­tag über­zeu­gen, mit sinn­vol­len Fea­tures statt Datenblatt-Gimmicks.
    • Pro­duk­te, die tech­nisch toll aus­se­hen, aber im All­tag ner­ven, bekom­men kei­nen Award.
  • Stim­mi­ge tech­ni­sche Basis
    • Mess­wer­te und tech­ni­sche Umset­zung müs­sen das gute Hör-/Seh­erleb­nis stüt­zen und dür­fen kei­ne gro­ben Schnit­zer aufweisen.
  • Sehr gute Preis/Leistung in der Klasse
    • Der auf­ge­ru­fe­ne Preis muss im Kon­text der gebo­te­nen Leis­tung nach­voll­zieh­bar sein – auch im High-End-Bereich.
    • Blen­der mit „Pres­ti­ge-Preis“ und Mit­tel­klas­se-Per­for­mance wer­den nicht ausgezeichnet.
  • Ver­gleich mit rele­van­ten Alternativen
    • Das Pro­dukt muss sich im direk­ten Ver­gleich mit typi­schen Kon­kur­renz­mo­del­len behaup­ten oder abset­zen.
    • Gibt es klar bes­se­re Alter­na­ti­ven in der Klas­se, gibt es kei­nen Award.
  • Kei­ne gra­vie­ren­den Haken
    • Gro­be Qua­li­täts­pro­ble­me, unzu­mut­ba­re Soft­ware oder offen­sicht­li­che Kon­zept­feh­ler sind ein K.-o.-Kriterium – unab­hän­gig von der Punktzahl.

Werden Awards gekauft oder durch Werbung beeinflusst?

Nein. Es gibt hier kei­ne Wer­bung, kei­ne Affi­lia­te-Links, kei­ne Spon­so­red Reviews – kein nix.​
HiFi­Ge­ek finan­ziert sich nicht über Her­stel­ler, Shops oder Mar­ke­ting-Agen­tu­ren, sodass weder Anzei­gen noch Bud­gets Ein­fluss auf Tests oder Awards neh­men können.

Ein HiFi­Ge­ek Refe­renz-Award bedeu­tet: Die­ses Pro­dukt hat sich im Test durch Leis­tung, Kon­zept und Pra­xis bewie­sen – nicht durch Geld­fluss. Wer Reich­wei­te gegen Wer­be­kon­to tau­schen will, ist bei klas­si­schen Fach­ma­ga­zi­nen bes­ser auf­ge­ho­ben als hier.

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