Natürlich war es voll, als wir kurz nach 10 Uhr in das Le Méridien in Hamburg einmarschiert sind. Zuerst erblickten wir die Schlange all jener, die ebenfalls auf die Norddeutsche HiFi‑Tage 2026 wollten und entweder schon ein Online‑Ticket hatten oder noch eines an der Tageskasse kaufen mussten. Anfangs ging es eher langsam voran, dann aber immer schneller, sodass wir nach gut zehn Minuten – zumindest meine Begleitung – mit einem Armband versorgt waren.
Ich war akkreditiert und musste daher zu einer anderen Kasse. Dort gab es wiederum eine Schlange, die allerdings „nur“ für die Garderobe war. So kam ich zwar schnell an mein eigenes Armband, musste dann aber doch noch anstehen, um meine Jacke für 4 Euro pro Tag in die Obhut des Garderoben‑Teams zu geben.
Was anfangs nach „ziemlich voll“ aussah, entpuppte sich im Tagesverlauf als angenehm gefüllte, aber nicht überlaufene Messe. Natürlich gab es immer wieder Hotspots in bestimmten Räumen, in denen sich Besuchertrauben bildeten. Meistens haben wir jedoch direkt Sitzplätze bekommen und konnten das tun, wofür wir da waren: Musik hören und einen Eindruck von den vorgestellten Anlagen gewinnen – genau das, was ich in diesem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick festhalten wollte.
Das Le Méridien in Hamburg ist ein durchaus schönes Hotel, aber auch ziemlich verwinkelt. Wenn ich mir eins gemerkt habe, dann dass ich nicht zu 100 Prozent nachvollziehen konnte, wie und warum wir am Anfang an bestimmten Stellen gelandet sind. Es gibt Treppenhäuser, die zwar in einige, aber nicht in alle Etagen der Veranstaltung geführt haben, und man musste teilweise das Treppenhaus wechseln, um ans eigentliche Ziel zu kommen.
Gefühlt lagen manche Treppenhäuser direkt nebeneinander, was die Orientierung nicht unbedingt leichter gemacht hat. Es gab zwar Hinweisschilder, die jeweils akut geholfen haben, aber ein wirklicher Gesamtüberblick hat sich mir nicht erschlossen. So haben wir anfangs einzelne Räume übersehen, die wir später noch nachgeholt haben – alles halb so wild und in so einem Hotel‑Setup vermutlich schwerer eindeutig zu planen, auch für den Veranstalter.
Gerade deshalb war es mir wichtig, im Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick auch die Orientierung, Wegeführung und das Gefühl „im Hotel unterwegs“ anzusprechen – denn das gehört für mich zum Messe‑Erlebnis dazu.
Die Vorführräume waren typische Hotelzimmer, teilweise aber überraschend geräumig und größer, als man auf den ersten Blick erwartet hätte. Die Ausstattung und Vorbereitung der Räume variierte deutlich je nach Aussteller. Einige haben den Raum akustisch nach bestem Wissen, Gewissen und den realen Möglichkeiten angepasst, andere haben ihn weitgehend so belassen, wie er war.
Es dürfte wenig überraschen, dass die besser angepassten Räume in meinem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick oft die überzeugenderen Vorführungen geliefert haben. Dort ließen sich Anlagen deutlich entspannter beurteilen, weil weniger der Raum und mehr das Setup selbst im Vordergrund stand.
Die Beleuchtung war meistens „suboptimal“, um es freundlich auszudrücken, sodass meine neue Kamera zeigen durfte, was sie kann. Ich hoffe, ihr mögt die entstandenen Bilder in diesem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick, denn ich habe – wie es sich für eine Publikumsveranstaltung gehört – konsequent ohne Blitz fotografiert.
Ganz im Kontrast dazu stand ein Teil der anwesenden Fachpresse, die uns zum Beispiel bei Auer Acoustics gefühlt komplett „geblitzdingst“ hat. Zum Einsatz kam ein einfacher Aufsteckblitz – für diesen großen Hörraum und die High‑End‑Anlage völlig überfordert und im Ergebnis mehr störend als hilfreich. Liebe Fachpresse: Wenn ihr lernen möchtet, wie man solche Veranstaltungen auch ohne Blitz vernünftig fotografiert, meldet euch gern. Wenn ich etwas nicht weiß oder kann, mache ich das mit Leidenschaft und Selbststudium wett – das funktioniert offenbar besser als ein überforderter Aufsteckblitz im Hörraum.
Wer hier eine riesige Auflistung aller Marken und Händler erwartet, wird in diesem Rückblick nicht fündig werden. Ja, die großen Namen hatten teilweise den größten Bombast in ihren Räumen und Vorführungen, das gehört irgendwie dazu. Aber das heißt nicht, dass es nicht auch abseits der üblichen Verdächtigen spannende Präsentationen gab.
Wir konnten längst nicht jede einzelne Vorführung mitnehmen – dafür gibt es auf den Norddeutsche HiFi‑Tage 2026 einfach viel zu viele Räume, Setups und Slots. Deshalb konzentriere ich mich hier auf die Stationen, die mir besonders aufgefallen sind: entweder klanglich, konzeptionell oder einfach, weil sie anders waren als der übliche Messe‑Standard.
Auffällig war, dass viele Aussteller nicht nach dem Motto „nur das Neueste und Teuerste“ ausgestellt haben. Statt ausschließlich Flaggschiffe zu zeigen, standen oft auch kleinere oder mittlere Modelle im Fokus. Genau das hebt die Norddeutsche HiFi‑Tage für mich spürbar von einer Messe wie der High End ab, wo sehr viel mehr „Show & Bombast“ im Vordergrund steht.
Ich persönlich mag kleinere Lautsprecher ohnehin, denn in vielen Gesprächen hört man, dass sich Leute an Flaggschiffen orientieren, obwohl sie diese in der Praxis weder stellen noch bezahlen können. Oft sind es am Ende dann doch kleinere Modelle im eigenen Wohnzimmer – und genau dort müssen sie überzeugen. Auf der Messe war schön zu sehen, dass gute klangliche Ergebnisse nicht zwingend an maximale Größe und fünfstellige Preisschilder gebunden sind.
Auer Acoustics hat für mich den Vogel abgeschossen. Sie haben nicht nur eine tolle Präsentation ihres VERSURA V4 abgeliefert und damit einen rund 7 × 12 Meter großen Raum mit ordentlich Druck und sehr guter Kontrolle gefüllt. Sie haben außerdem einen unglaublichen Aufwand betrieben, indem sie den kompletten Raum mit eigenen Akustik‑Wänden und Paneelen in einen akustisch bearbeiteten Hörraum aus einem Guss verwandelt haben. Wer es nicht wusste, konnte leicht den Eindruck gewinnen, das Le Méridien hätte hier einen fest installierten Audio‑Raum – tatsächlich hat Auer Acoustics ihn selbst aufgebaut. Starke Leistung!



Wie immer war auch Audio Reference vertreten und hat wieder drei komplette Setups aufgefahren, die für ordentlich Andrang gesorgt haben – inklusive Online‑Tickets für einzelne Vorführungen. Neben einem kurzen Rundgang über alle drei Setups habe ich mir die Kinovorführung gegeben. Hier war ich nach dem Perfektionismus bei Auer Acoustics allerdings etwas „enttäuscht“: Die Präsentation der neuen Perlisten A‑Serie wirkte eher mittelmäßig. Die Anlage lief mit je einem Prototypen für eine neue AV‑Vorstufe und 7‑Kanal‑Endstufe von Velodyne, war aber offenbar nicht sauber auf den Hörraum eingemessen. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Mitarbeiter hat sich dieser Eindruck auch bestätigt. Schade – das volle Potenzial dieser Kombination hätte ich gern erlebt.
Wir hatten insgesamt noch einige richtig starke Vorführungen, sind zwischendurch aber auch im HiFi‑Voodoo gelandet – inklusive leuchtender UFO‑Gadgets. An mehreren Stellen durften wir selbst Musik wählen und haben eiskalt Bands wie In Flames aufgelegt. Mit unseren Metal‑Shirts sind wir dabei mehrfach „gespottet“ worden und so immer wieder in nette Gespräche gekommen.
Natürlich gab es aber auch die bekannten „Dich fasse ich mit der Kneifzange nicht an“-Momente, in denen das Gegenüber gefühlt unnahbar weit weg war. Schade – aber irgendwo verständlich: Die Branche ist noch immer sehr konservativ, und meine Arbeit wird teilweise als reines Blogger‑ oder Influencer‑Ding belächelt. Ich arbeite aber genau daran, das zu ändern und ein paar dieser Fronten aufzubrechen – für eine HiFi‑Zukunft, die auch für neue Generationen zugänglich und einladend ist.
Ich bin ganz ehrlich: Ich hatte mich auf einen eher nervigen Tag eingestellt und bin am Ende bei einem echten Genuss‑Tag gelandet. Nicht komplett – das Abendessen im Restaurant unserer Wahl hat qualitativ nicht mehr an „früher“ bzw. die Vor‑Corona‑Zeit angeknüpft und die Preise waren astronomisch –, aber das ist ein anderes Thema.
Bevor ich zum Fazit komme, haue ich euch unten noch ungefiltert meine restlichen Bilder rein, um meinen Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick noch ein bisschen zu versüßen.
Zum Abschluss dieses Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblicks kann ich sagen: Die Messe war deutlich besser, entspannter und praxisnäher, als es manche Berichte aus dem Vorjahr hatten erwarten lassen – und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Runde an der Alster.
Wenn dir mein Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick gefallen hat, findest du auf HiFiGeek bald noch mehr Messeberichte und ausführliche Tests zu den gehörten Komponenten.





























































Die HiFi-Szene hat ein demografisches Problem. Wenn ich an typische HiFi-Enthusiasten denke, sehe ich überwiegend ältere Herrschaften vor hochpreisigen Lautsprechern, die über feinste Nuancen fachsimpeln und jedem Kabel eine eigene Seele zusprechen. Ein überzeichnetes Bild? Vielleicht, aber die Branche tut sich nachweislich schwer mit dem Nachwuchs.
Das Problem ist offensichtlich: Die Einstiegshürde ist enorm hoch. “High End? Das bekommst du als Einsteiger so um die 6000€” — zumindest ist das die Botschaft, die auch die High End Society sendet. Welcher junger Mensch kann oder will diesen Preis zahlen? Dabei hat doch jeder audiophile Veteran einmal klein angefangen, vielleicht mit einer Schneider-Anlage für 1000 DM, die damals als absolute Sensation galt.
Die Audiobranche braucht mehr Marken wie Fosi Audio, die erschwingliche Produkte mit beeindruckender Leistung anbieten. Es geht nicht darum, die Qualität oder den Wert von High-End-Produkten in Frage zu stellen, sondern Einstiegshürden abzubauen und jungen Menschen den Zugang zu diesem faszinierenden Hobby zu erleichtern. Denn einmal infiziert mit dem HiFi-Virus folgt oft ein Upgrade nach dem anderen.
Mit 500 Ausstellern, 1000 Marken und einer Ausstellungsfläche von 30.000 Quadratmetern verspricht die diesjährige High End ein wahres Audiofestival zu werden. Die norwegische Sängerin Anette Askvik repräsentiert als Markenbotschafterin das Motto “Passion for Music” und verkörpert damit perfekt die Philosophie der Messe.
Audio Reference setzt zum Abschied einen besonderen Akzent: Der Hamburger Vertrieb präsentiert im Atrium 3.1, Raum C112 die angeblich teuerste HiFi-Anlage der Welt mit einem Gesamtwert von etwa 3 Millionen Euro. Für die exklusiven Vorführungen in einem eigens eingerichteten “Konzertsaal” mit optimierter Raumakustik von Vicoustic sind Tickets erforderlich — und die sind heiß begehrt.
Diese Mega-Anlage umfasst unter anderem:
Ein weiteres Highlight wird die 3D-Remaster-Aufnahme von Anette Askviks “Liberty” sein, die über eine Lautsprecher-Konfiguration von Kii Audio in einer Immersive-Audio-Installation präsentiert wird. Allerdings sind alle Vorführungen bereits ausverkauft.
Parallel zur High End München findet die “World of Headphones” statt, die sich vermutlich etwas zugänglicher für jüngere Besucher gestalten wird. Hier dreht sich alles um Kopfhörer, DACs und mobiles Hören — Bereiche, in denen der Einstieg oft kostengünstiger ist.
Als kleine Blogger können wir natürlich keine vollständige Messe-Dokumentation stemmen. Wir werden aber versuchen, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und ein paar Highlights herauszuarbeiten. Die große Kamera bleibt zuhause, daher entstehen die meisten Fotos mit dem Smartphone.
Besonders gespannt sind wir darauf, ob sich unsere Vorurteile über die Branche bestätigen oder ob wir positiv überrascht werden. Wir gehen jedenfalls offen und neugierig an die Sache heran.
Wer die letzte Münchener Ausgabe der High End München selbst erleben möchte, hat am Samstag (17. Mai) und Sonntag (18. Mai) die Gelegenheit dazu. Der Eintritt kostet 10€ pro Tag. Donnerstag und Freitag sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten.
Es gibt sogar organisierte Busfahrten zur Messe, wie beispielsweise die von FONO.DE am Samstag, 17. Mai 2025, die interessierten Besuchern die Anreise erleichtern.
Diese letzte Ausgabe in München ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt der High-End-Audiogeräte kennenzulernen, bevor die Messe im nächsten Jahr nach Wien umzieht. Ob audiophiler Veteran oder neugieriger Neuling — die High End 2025 verspricht ein audiovisuelles Erlebnis der Extraklasse zu werden.
Die High End München 2025 markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern hoffentlich auch einen Wendepunkt für die Branche. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen kompromissloser audiophiler Qualität und der Notwendigkeit, neue Zielgruppen zu erschließen, zu finden. Vielleicht gelingt es der Messe in Wien ab 2026, genau diesen Spagat zu meistern und die nächste Generation von HiFi-Enthusiasten zu begeistern.

Nachdem Oppo die Produktion von hochwertigen, referenzträchtigen Blu-Ray Playern eingestellt hat, klaffte eine riesige Wunde in den Heimkino Herzen. Seit 2022 schuf Magnetar mit seinem UDP800 (hier im Test) Abhilfe und lieferte uns ein Tier von einem Player. Bis an die Zähne bewaffnet mit Features hat die komplette Hifi-Szene zu dem Player aufgesehen. 2023 toppte Magnetar sich selber mit dem UDP900 und schuf das ultimative Blu-Ray Flagschiff. (hier im Test)
Der bisherige Europavertrieb wird eingestellt und durch einen DACH-Vertrieb ersetzt um noch besseren Support für die Player zu gewährleisten. Thor Acoustic & Design GmbH und Audio Reference werden hier diese Rolle übernehmen, wobei der Vertrieb selber bei Audio Reference in Hamburg stattfinden wird.
Mit diesem Schritt zeigt sich, dass physikalische Medien für Enthusiasten wirklich das Maß aller Dinge sind und Magnetar seine Strukturen stärkt. Wer bis dato dachte: joa, ein China-Player der Oppo nacheifert, wird hier jetzt zum Schweigen gebracht.



