Will man meinen, Magnetar hat mit ihrem UDP800 schon die Messlatte bis ins Unendliche hoch gesetzt. Da kommt der Magnetar UDP900 um die Ecke.
Was soll man sagen? Direkt nach der Ankündigung dieses Boliden haben wir natürlich umgehend dafür gesorgt, das Gerät hier in die Testung zu bekommen. Wie ihr seht, hat das geklappt. Und das Beste: wir hatten wirklich Zeit, uns mit dem Player zu beschäftigen. Häufig müssen Reviews schnell gehen und man übersieht, urteilt zu schnell oder kann das Produkt einfach nicht genießen. Wir haben den Magnetar gute vier Wochen unter die Lupe genommen, ihn ausschließlich für alle Sichtungen verwendet und dabei dutzende Filme durchgejagt, um wirklich sicher zu sein, was wir hier schreiben. Dennoch: das hier ist unsere persönliche Meinung. Keine blumigen Umschreibungen für HiFi-Voodoo.
Wer schon mal kurz gegoogelt hat: ja, mittlerweile gibt es auch einen UDP900 MKII mit nochmals überarbeitetem Audio-Board und zwei ESS9038PRO statt dem bisherigen Mix. Den schauen wir uns separat an. Dieser Test hier bezieht sich auf den originalen Magnetar UDP900 — und der ist, Spoiler, schon absurd gut.
Unboxing
Der Magnetar UDP900 kommt ähnlich wie sein kleiner Bruder verpackt: Samtbeutel, in Styropor eingebettet, gut geschützt. Was als Erstes auffällt, ist das Gewicht. 18,5 kg samt Verpackung. Ohne immer noch stattliche 15,8 kg. Wer den Magnetar zum ersten Mal aus der Kiste hebt, glaubt seinen Armen kurz nicht. Wahnsinn, welche Materialschlacht sich schon beim ersten Kontakt ankündigt.



Zuerst entnehmen wir die Fernbedienung und das Kaltgeräteanschlusskabel. Hier geht der Eindruck etwas zweigeleisig: das Kaltgerätekabel ist ein gewöhnliches — was in diesem Preissegment durchaus als kleiner Knick gilt — aber die Fernbedienung ist wieder ein Brecher: 179 Gramm bringt das vergleichsweise schmale Teil auf die Waage. Aber dazu später mehr.
Verarbeitung
Sagen wir es direkt heraus: wir kennen keinen besser verarbeiteten Player auf dem Markt. Der Magnetar UDP900 bildet die absolute Speerspitze.
Wer ihn in die Hand nimmt, bekommt zwangsläufig den Drang, die Kiste aufzuschrauben. Wir wissen, dass man sowas normalerweise nicht macht, wenn man selbst das Geld dafür ausgegeben hat. Da wir der Kiste aber unter den Rock gucken wollten, haben wir uns den Schrauber geschnappt und das Geheimnis gelüftet.

Innenarchitektur: Drei Kammern, zwei Netzteile
Was einen drinnen erwartet, ist beeindruckend aufgeräumt — und das bei einem Gerät dieser Komplexität. Das Gehäuse ist intern durch zwei massive Stahlwände in drei separate Kammern unterteilt:
- Linke Kammer: Doppeltes Netzteil. Ein 60-Watt-Linearnetzteil mit Ringkerntrafo versorgt ausschließlich die Analogsektion. Ein separates Schaltnetzteil (ebenfalls 60 Watt) kümmert sich um das Digitalboard. Das ist keine Marketing-Maßnahme — getrennte Spannungsversorgung für Analog und Digital ist der richtige Ansatz, um Einkopplungen aus der Digitalsektionen in die Analogsektion gar nicht erst entstehen zu lassen.
- Mittlere Kammer: Das Sony-Laufwerk (entkoppelt und gefedert gelagert) sowie das 7.1‑Kanal-Analogboard.
- Rechte Kammer: Das eigenständige 2‑Kanal-Audioboard mit dem ESS9038PRO als Herzstück.
Was als Erstes auffällt, ist die enorm dicke Frontplatte — ganze 15 mm, aus einem Stück Aluminium gefräst. Sie hat lediglich zwei Aussparungen: eine für das Laufwerk, eine für das Display mit seiner Glasscheibe. Das Gehäuse wird innen oben mit zwei mehr als soliden Streben von der Front zur Rückseite versteift. Darunter findet sich das aufgeräumte Innenleben. Die Netzteile und das Laufwerk haben nochmals separate Subgehäuse, und unter dem Laufwerksgehäuse kommt ein weiteres über dem Ringkerntrafo zum Vorschein. Magnetar betreibt hier einen immensen Materialaufwand für Schirmung und Dämpfung auf mehreren Ebenen.
Wirft man einen Blick auf die Eingeweide, fallen direkt die vielen Kondensatoren auf — fast ausschließlich ELNA-Elektrolytkondensatoren. Wer mal kurz nachschlägt und sieht, dass einer der dicken Brecher in der Analogsektion um die 4€ das Stück kostet, versteht schnell: das sind utopische Bauteile für die meisten Elektronikgeräte. Das Laufwerk selbst ist gefedert entkoppelt gelagert. Bei einem Gehäuse dieser Steifigkeit und Masse ist das Vibrationsverhalten naturgemäß maximal träge — und was dann doch noch anklingt, absorbieren die hochwertigen Gerätefüße.
Guts-Porn incoming. Wer nie genug davon bekommt, scrollt einfach durch die Fotos.







Die DAC-Architektur — hier steckt das eigentliche Geld
Das ist ein Kapitel, das in vielen Reviews zu kurz kommt. Dabei ist es einer der Hauptgründe, warum der Magnetar UDP900 in einer komplett anderen Liga spielt als praktisch alles andere auf dem Markt.
ESS9038PRO — und nicht das, was viele meinen
Viele Hersteller werben heutzutage mit “ESS9038”. Was dabei gerne unter den Tisch fällt: es gibt zwei fundamental unterschiedliche Chips. Den ES9038Q2M — ein Zwei-Kanal-Chip mit 128 dB Dynamikumfang und –120 dB THD — und den ES9038PRO. Der PRO ist ein 8‑Kanal-DAC mit 132 dB Dynamikumfang und –122 dB THD. Wenn vier Kanäle im Dual-Differential-Modus für die Stereoausgabe zusammengeführt werden, kommt man auf beeindruckende 137 dB Dynamikumfang. Das ist ein enormer Unterschied — und Magnetar verbaut den echten PRO, nicht den kleinen Bruder.
Für das Stereoboard gilt laut Datenblatt:
- Signal-Rausch-Abstand: ≥120 dB (RCA), ≥130 dB (XLR balanced)
- Dynamikumfang: ≥120 dB (RCA), ≥130 dB (XLR)
- Kanalauflösung: ≥110 dB (RCA), ≥140 dB (XLR)
- Klirrfaktor + Rauschen: ≤0,0005%
Für den Mehrkanal-Teil (7.1 via RCA) kommt ein ESS9028PRO zum Einsatz — ebenfalls keine Low-End-Lösung, sondern die Profi-Linie von ESS, hier ausschließlich für den Mehrkanal-Ausgang reserviert. Zwei dedizierte DAC-Prozessoren, jeder für seinen Job optimiert. Das nennt sich Ingenieurskunst.
TCXO-Taktung und sieben Digitalfilter
Magnetar hat außerdem einen 100 MHz TCXO (Temperature Compensated Crystal Oscillator) verbaut, der dem ESS9038PRO einen besonders stabilen Takt liefert. Jitter-Reduktion nicht nur auf Chip-Ebene, sondern schon bei der Taktquelle. Das 2‑Kanal-Audioboard sitzt auf einer 6‑lagigen PCB, mit vollständig separater Verkabelung pro Kanal.
Was viele gar nicht wissen: der Magnetar UDP900 bietet sieben Digitalfilter-Modi, die über die Fernbedienung auswählbar sind und die Klangcharakteristik der Stereoausgaben hörbar beeinflussen. Im Handbuch wird das — glücklicherweise — nicht mal erwähnt. Muss man also irgendwann selbst draufkommen. Typisch Magnetar.
USB-DAC und XMOS
Das 2‑Kanal-Board hat außerdem einen XMOS-USB-Receiver an Bord. Das bedeutet: der UDP900 ist auch als externer USB-DAC nutzbar. PC, Streamer, was auch immer — rein in den USB-B-Eingang auf der Rückseite, raus kommt es an den XLR-Ausgängen. Linear PCM bis 768 kHz / 32 Bit und DSD1024 werden unterstützt. Das macht den Player auch ohne eine einzige Disc zu einer vollwertigen Quelle für die Stereoanlage.
Anschluss
Für alle High-Ender da draußen: fast alle Buchsen vergoldet. Natürlich verfügt der Magnetar UDP900 über zwei HDMI-Ausgänge — einen für Bild und Ton, einen dedizierten Audioausgang. Letzerer ist der richtige Weg, wenn das Bild nicht durch den Receiver geschliffen werden soll oder der Receiver irgendeinen Standard nicht beherrscht.
Ansonsten das zu erwartende Set: 1‑Gbit-LAN, USB 3.0 für externe Speicher (bis zu 16 TB), koaxialer und optischer Digitalausgang, 7.1‑Kanal-Analogsektion (direkt an Endstufen!), symmetrische XLR- und Cinch-Stereoausgänge sowie der erwähnte USB-B-DAC-Eingang. RS-232-Steuereingang für Custom-Installations-Szenarien rundet das ab. Kein WLAN — wer das braucht, löst das mit einem Netzwerk-Switch am LAN-Port.
Multiregion ist ebenfalls an Bord, erfordert aber ein paar Tastendrücke auf der Fernbedienung. Kein Hexenwerk, aber auch kein Out-of-the-Box-Feature. Dafür dann weltweit nutzbar.

Erstbetrieb
Wahrscheinlich waren wir nicht die Ersten, die den Magnetar UDP900 in den Händen hatten — denn er lief bereits mit der aktuellsten Firmware, ohne dass wir Hand anlegen mussten. Die Menüs begrüßten uns in Englisch, was wir so ließen.
Was direkt auffiel: beim Einlegen der ersten Disc kam kein verlustfreier Ton. Klassiker. Kurz ins Menü, dem Player mitgeteilt, dass er Bitstream liefern darf — und seitdem läuft alles. Die Menüs sind durchweg aufgeräumt, man findet sich intuitiv zurecht. Nichts überladen, nichts vergraben.








Ladezeiten
Hier macht der Magnetar UDP900 genauso wie sein kleiner Bruder keine Gefangenen. Lade geschlossen, Player legt direkt los. Die Ladezeiten sind wirklich gering — ein direkter Vergleich mit dem Sony X800m2 macht das sofort schmerzhaft deutlich. Wer viel vergleicht, Passagen heraussucht und Kapitel springt, wird das extrem zu schätzen wissen. Das ist kein Luxusproblem: in der Praxis des echten Schauens und Testens macht das einen spürbaren Unterschied in der Lebensqualität.
HDR und Dolby Vision — automatisch, wie es sein sollte
Hatten wir schon beim UDP800 geschrieben: Sony hat es echt nicht drauf. Beim Sony X800m2 muss man umständlich prüfen, ob ein Film Dolby Vision liefert, und es dann vor dem Start explizit ein- und ausschalten. Der Magnetar UDP900 erkennt es automatisch. Man könnte von Hexenwerk reden, aber andere Hersteller bieten das auch. Magnetar macht es trotzdem besser als der günstigere Marktführer.
Unterstützt werden HDR10, HDR10+ und Dolby Vision — also der vollständige aktuelle Standard. Eine HDR-zu-SDR-Konvertierung ist ebenfalls an Bord, für Setups ohne HDR-fähiges Display.
Bild
Alle Tests mit dem kalibrierten LG C1 OLED, dem Ruipro Glasfaser-HDMI-Kabel sowie dem Ruipro UHS-zertifizierten Kupfer-HDMI und dem Denon X4000 als AVR.
Wir haben bewusst auf Upscaling verzichtet — wir wollen das Quellmaterial beurteilen, keine Player-Algorithmen.
Das Bild ist, wie zu erwarten, überragend. Einen signifikanten Unterschied zu unserem Referenzplayer konnten wir bei statischer Bildbeurteilung nicht festmachen — was auch kein Wunder ist, da das Bildsignal digital weitergeleitet wird und ein gut implementiertes System hier keinen sichtbaren Unterschied machen sollte. Sehr wohl aber beim Spulen oder Kapitelspringen: der Player spult bis 16x flüssig wie Butter, Kapitel springt er ohne großes Ausholen an. Standbilder sind gestochen scharf, sofern ein scharfes Bild getroffen wurde — selbstverständlich.
Ton
Wir haben uns Bitstream liefern lassen und diesen über den AVR verarbeitet. Das macht der Player souverän, ohne Ruckler oder Aussetzer. Nach dem Spulen und Kapitelspringen ist der Ton sofort wieder da — keine Verzögerungen, kein Aussetzen.
Wo der Magnetar UDP900 aber gegenüber einem normalen Player richtig aufzeigt: bei der Analogsektion. Wer einen AV-Prozessor oder einen Vorverstärker mit guten analogen Eingängen hat, sollte das mindestens einmal ausprobieren. Das Argument dabei: der DAC des UDP900 — gerade die XLR-Stereoausgänge — übertrifft den DAC der meisten AV-Receiver schlicht. Musik über die XLR-Ausgänge direkt an einen Vollverstärker oder Vorverstärker zu schicken, ist kein Nischen-Use-Case. Für SACD, CD und DVD-Audio ist das der richtige Weg.
Gleiches gilt für den USB-DAC-Eingang: einen Streamer mit eher schwachem internen DAC an den UDP900 hängen und dessen XLR-Ausgänge nutzen? Vollkommen valider Ansatz. Digital Trends hat den UDP900 genau so betrieben und beschreibt ihn als besten Disc-Player seit dem Oppo UDP-205 — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass er auch als reines DAC-Frontend richtig Spaß macht.
Betriebsgeräusch
Der Magnetar UDP900 spielt jede vorgeworfene Disc souverän und zunächst hörbar ab. Bei uns steht er ca. 2,5 m hinter dem Referenzplatz in der rechten Ecke — zu Beginn des Abspielens ist er deutlich hörbar, wird aber nach kurzer Betriebsdauer merklich leiser. In ruhigen Passagen ist er immer noch wahrnehmbar.
Hier vollbringt der Magnetar UDP900 trotz des immensen Materialeinsatzes keine Wunder. Wer sich solch einen Player zulegt, wird ihn allerdings vermutlich so aufstellen, dass er in einem separaten Raum, hinter einer schalldämmenden Glasscheibe oder schlicht in ausreichend Abstand steht. Schiebt dann der Sound von John Wick, Godzilla oder Dune durch den Raum, ist dieses Geräusch eh passé.
Untertitel
Muss unbedingt erwähnt werden, weil es unter dem Radar läuft. Der Player verfügt über unfassbar viele Einstellungsmöglichkeiten für Untertitel: Sprache, Größe, Farbe, Schriftart, Position. Für alle, die viel mit Untertitel schauen — also zum Beispiel bei Filmen, die nur im O‑Ton (Koreanisch, Mandarin, Französisch) vorliegen — ist das ein echter Qualitätsgewinn. Praktisch: wer ohne Maskierung auf einer Leinwand schaut, kann den Untertitel in den schwarzen Bereich unter oder oberhalb des Bildes legen. Kein überlagertes Bild mehr. Gleiches funktioniert natürlich auch am TV. Einziger Vorbehalt: je nach Untertitellänge kann es am unteren Bildschirmrand zu Abschneidungen kommen.
Fernbedienung
Das Prunkstück hat eine Erwähnung verdient. 179 Gramm, dünne Aluminiumummantelung, wertiges Handling, Hintergrundbeleuchtung — alles da.
Das größte Manko am gesamten Player findet sich hier: die Beleuchtung ist nicht wirklich nützlich, wenn man nicht alle Piktogramme auswendig kennt. Die Beschriftung über den Tasten ist im Dunkeln nicht lesbar — man greift zwangsläufig zur Raumbeleuchtung oder ans Handy. Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Druckpunkt und Ansprechverhalten sind hervorragend.
Was viele nicht wissen: über die Fernbedienung lassen sich sieben verschiedene Digitalfilter für die Stereoausgabe aufrufen. Diese sind im Handbuch nicht erwähnt. Man stolpert irgendwann drüber. Für alle, die ihre Stereoausgabe feinjustieren wollen: da ist noch Spielraum.



Formate und Medien-Playback
Der Magnetar UDP900 ist ein echtes Multi-Talent: 4K UHD BD, BD, BD‑R, BD-RE, DVD‑R/RW, DVD+R/RW, DVD-Video, DVD-Audio, SACD (Stereo und Mehrkanal), CD, CD‑R/RW — um die relevantesten zu nennen. Gerade SACD und DVD-Audio sind heute kaum noch von anderen Playern nativ unterstützt. Wer eine entsprechende Sammlung hat, ist hier goldrichtig.
Via USB 3.0 lassen sich Festplatten bis 16 TB betreiben. Netzwerk-Playback via DLNA, SMB und NFS für Bilder, Musik und Video — mit Formaten wie MKV, AVI, MP4, WAV, FLAC, APE, DSD und vielen mehr. High-Res-Audiodateien werden bis 768 kHz / 32 Bit und DSD1024 unterstützt. Das ist kein Feature für den Durchschnitt — das ist ein Statement.
Testumfang
Wie eingangs erwähnt: vier Wochen, mehr als 50 Discs, viel Kapitelhopping und Spulen. Der Player hat dabei nie gezuckt.
Für wen ist der Magnetar UDP900?
Ganz klar für Enthusiasten. Menschen, die High-End vollends ausleben wollen und immer nach dem i‑Tüpfelchen suchen. Wer zuhause sitzt und denkt, es muss doch noch etwas Besseres geben, findet im UDP900 seinen Endgegner.
Aber es gibt eine zweite Zielgruppe, die oft übersehen wird: audiophile SACD- und DVD-Audio-Enthusiasten. Wer eine substanzielle Sammlung dieser Formate hat und sie auf höchstem Niveau abspielen will — am liebsten direkt via XLR an einen guten Vollverstärker —, hat heute kaum eine Alternative auf diesem Level. Seit dem Ende von Oppo hat der UDP900 diesen Platz konsequent eingenommen.
Für den Einsteiger gibt es sicherlich genug Optimierungen am eigenen Setup, bevor man zu solch einem Boliden greift. Aber wer irgendwann zugreift, wird begeistert sein.


Kurze Einordnung: Magnetar UDP900 vs. UDP900 MKII
Stand 2026 gibt es mittlerweile auch den UDP900 MKII. Der Unterschied: im MKII wurden beide DAC-Boards komplett überarbeitet — jetzt sind es zwei ESS9038PRO (statt eines 9038PRO + eines 9028PRO), TMDS-Retiming am HDMI-Audioausgang, eine verbesserte USB‑3.0‑Isolation und verbessertes Kupfer-Innenleben. Das ist keine kosmetische Änderung, sondern eine echte Revision der Audiosektionen. Roon-Ready-Zertifizierung wurde ebenfalls ergänzt. Wer heute neu kauft, wird zum MKII greifen. Wer bereits einen UDP900 der ersten Generation besitzt: es gibt keinen Grund, unruhig zu werden. Die Grundplattform ist identisch stark.
Fazit
Was sollen wir hier schreiben? Haben wir nicht schon den UDP800 als Zenit der 4K-Ultra-HD-Blu-Ray-Player bezeichnet? Der Magnetar UDP900 deklassiert seinen kleinen Bruder und schwingt sich gekonnt an ihm vorbei in den Olymp der High-End-Player.
Der Magnetar UDP900 ist nicht einfach ein teurer Blu-Ray-Player. Er ist gleichzeitig ein audiophiler DAC mit Referenzklasse-Messungen, ein SACD/DVD-Audio-Spieler ohne Kompromisse, ein USB-DAC-Frontend für andere Quellen, ein Netzwerkplayer mit breiter Format-Unterstützung und ein Blu-Ray-Transport mit einer Verarbeitungsqualität, die in der Unterhaltungselektronik ihresgleichen sucht. Für knapp 3.000 € bekommt man nicht nur einen Disc-Player — man bekommt die Quintessenz von dem, was physische Medien 2023 geben konnten.
Kostet er ein kleines Vermögen? Ja. Rechtfertigt er es? Vollständig. Mehr ist nie genug — und der UDP900 hat das wortwörtlich als Konstruktionsprinzip verstanden.
