Heimkino - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Sun, 17 May 2026 13:57:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Heimkino - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 XGIMI TITAN Noir Max: 7.000 Lumen, dualer Iris und 10.000:1 Kontrast — Flaggschiff auf Kickstarter https://www.hifigeek.de/xgimi-titan-noir-max/ https://www.hifigeek.de/xgimi-titan-noir-max/#respond Fri, 24 Apr 2026 16:51:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11656 Der XGIMI TITAN Noir Max ist ab heute auf Kickstarter bestellbar — und das ist bei einem Hersteller dieser Größenordnung schon für sich genommen ungewöhnlich. XGIMI, 2013 in China gegründet und nach eigenen Angaben seit drei Jahren die meistverkaufte Beamer-Marke weltweit, schickt mit dem TITAN Noir Max ein Flaggschiff ins Rennen, das in einem Preissegment landet, das bislang von Sony und JVC dominiert wurde. Das Ding debütierte auf der CES 2026, heute geht die Bestellung los.

Was XGIMI damit sagen will

Die Positionierung ist eindeutig: Der XGIMI TITAN Noir Max richtet sich an Heimkino-Enthusiasten, die echten nativen Kontrast wollen und nicht bereit sind, dafür 7.000 Euro für einen JVC NZ7 hinzublättern. Das ist keine neue Idee, aber XGIMI hat sich dabei etwas Konkretes ausgedacht, statt einfach die Lumen-Zahl hochzudrehen. Der Name ist Programm — “Noir” steht für Schwarz, und zwar wörtlich gemeint. Das Versprechen lautet: kein digital gedimmtes Pseudo-Schwarz, sondern physikalisch kontrollierte Lichttrennung.

Technik: Was wirklich im XGIMI TITAN Noir Max steckt

Kernelement ist das Dual Intelligent Iris System, das XGIMI als Weltneuheit bewirbt — und das beim XGIMI TITAN Noir Max ist exklusiv ist, die günstigeren Serienmodelle bekommen nur eine einzelne Iris. Zwei mechanische Iris-Module arbeiten zusammen, analysieren laufend das Bild und regeln den Lichtdurchlass physikalisch in fünf Stufen. Kein digitales Dimming, keine Nachbearbeitung. Das Ergebnis soll 10.000:1 nativer Kontrast sein. Zur Einordnung: Viele Projektoren in diesem Preisbereich werben mit “dynamischen” Kontrastwerten im sechsstelligen Bereich — das sind Laborwerte unter Idealbedingungen. Ein nativer Kontrastwert ist eine andere Aussage, weil er ohne Tricks gemessen wird.

Die Lichtquelle ist ein RGB Triple Laser mit 50 Laserchips, der auf 7.000 ISO Lumen kommt — Herstellerangabe, aber ISO-Lumen sind zumindest ein standardisiertes Maß, keine Marketing-Lumens. Dazu kommen ΔE < 0,8 Farbgenauigkeit und 110 % BT.2020-Abdeckung, was auf dem Papier sehr ordentlich ist.

Der DLP-Chip ist ein 0,47-Zoll-SST-DMD von Texas Instruments — die neue SST-Architektur soll höhere Leistungsaufnahme tolerieren und thermisch stabiler sein, was bei Dauerbetrieb relevant wird. Prozessor ist der MediaTek MT9681 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher, Betriebssystem Google TV. Connectivity: HDMI, USB, Optischer Ausgang, LAN — vollständig, nichts Überraschendes.

Für Gamer: bis zu 240 Hz bei 1080p, 1 ms Input Lag. In 4K sind es 60 Hz. Kein Drama für PS5 und Switch 2, wer aber auf 4K/120Hz-Gaming besteht, wird enttäuscht sein. Das gilt allerdings für praktisch jeden Projektor in dieser Klasse.

Das Wurfverhältnis liegt zwischen 0,98:1 und 2,0:1 mit 2x optischem Zoom — das ist kein Short-Throw. Für eine 100-Zoll-Leinwand braucht man ungefähr 2,5 bis 5 Meter Abstand. Lens-Shift: ±130 % vertikal, ±50 % horizontal. Das ist für einen DLP-Projektor sehr viel Spielraum und macht die Installation deutlich flexibler als bei vielen Konkurrenten. Fünf speicherbare Linsenpositionen erlauben schnellen Wechsel zwischen 16:9 und 2,35:1 CinemaScope — praktisch, wenn man regelmäßig zwischen Serien und Kinofilmen wechselt.

Audio kommt von Dual-12W-Harman-Kardon-Lautsprechern. Brauchbar für gelegentlichen Betrieb, aber mit einer externen Soundanlage wird man das Teil sowieso betreiben wollen.

Was den XGIMI TITAN Noir Max ist von der Konkurrenz unterscheidet

Das duale Iris-System ist das technische Alleinstellungsmerkmal gegenüber allem, was aktuell unter 5.000 Euro zu haben ist. Wer sich den AWOL Vision Aetherion anschaut, der in ähnlichen Gewässern schwimmt, zahlt mehr und bekommt keinen mechanischen Dual-Iris. Dangbei hat zuletzt mit günstigeren Hochkontrastlösungen auf sich aufmerksam gemacht — aber unter 2.000 Euro landet man dann auch bei anderen Kompromissen in der Optik.

Die direkte Referenz aus dem eigenen Haus ist der XGIMI Horizon 20 Max: 5.700 ISO Lumen, einfache automatische Iris, solide für normale Wohnzimmer-Heimkinos. Der XGIMI TITAN Noir Max ist die ernsthafte Stufe darüber — mehr Laserchips, mehr Lumen, doppelte Iris, bessere Optik laut Hersteller (15-elementiges A‑Grade-Optiksystem). Für ein dediziertes Heimkino ist das der relevantere Vergleich.

Dolby Vision, IMAX Enhanced, HDR10+ und Filmmaker Mode sind mit an Bord. Das Anti-RBE-Feature soll den typischen Regenbogeneffekt von DLP-Projektoren bei schnellen Bildinhalten reduzieren — ein bekannter Kritikpunkt der Technologie, den XGIMI hier aktiv adressiert.

Preis & Verfügbarkeit

Die Kickstarter-Kampagne läuft bis 9. Juni 2026, Versandstart ist der 16. Juni 2026. Die Kampagne läuft in USD, für EU-Käufer gilt: Der Preis von 2.999 Dollar für den XGIMI TITAN Noir Max soll laut XGIMI Versand, Zoll und eine 2‑Jahres-Garantie für EU-Länder einschließen — Mehrwertsteuer kommt im Post-Campaign-Survey separat. Je nach Wechselkurs und MwSt.-Satz landet man in Deutschland ungefähr bei 2.500 bis 2.700 Euro netto. Das ist teuer — aber teuer gemessen an was? JVC NZ7 liegt bei knapp 7.000 Euro, Sony VPL-XW5000 bei über 4.000 Euro. Für nativen Hochkontrast in dieser Liga ist das kein unverschämter Preis, wenn die Versprechen halten.

Die drei Modelle in der Übersicht:

  • TITAN Noir: 4.800 Lumen, 7.000:1 nativ, 30 Laserchips — Kickstarter ab 2.499 Dollar (UVP 3.999 Dollar)
  • TITAN Noir Pro: 6.000 Lumen, 8.000:1 nativ, 40 Laserchips — Kickstarter ab 2.699 Dollar (UVP 4.999 Dollar)
  • TITAN Noir Max: 7.000 Lumen, 10.000:1 nativ, 50 Laserchips, dualer Iris — Kickstarter ab 2.999 Dollar (UVP 5.999 Dollar)

Alle drei teilen Chassis, Optik, Wurfverhältnis und Gaming-Specs. Der Unterschied liegt ausschließlich in Laserchipanzahl, Helligkeit und Kontrastdecke.

Und jetzt?

Ob der XGIMI TITAN Noir Max die Versprechen im Praxisbetrieb hält, wird sich ab Juni zeigen, wenn die ersten Geräte ausgeliefert werden. Das Dual-Iris-System klingt überzeugend auf dem Papier — die offene Frage ist, wie die XGIMI-Software die Hardware ausspielt. Software-Feintuning war bei XGIMI historisch nicht immer die Paradedisziplin. Das Kickstarter-Risiko ist bei diesem Hersteller überschaubar — 7 Millionen verkaufte Geräte sprechen für eine funktionierende Lieferkette. Aber das ersetzt keinen Praxistest. Klare Sache: Dran bleiben.

Passender Spielkamerad für das heimische Setup? Der XGIMI TITAN Noir Max landet gedanklich direkt neben dem Anthem AVM 70 — warum der bei uns demnächst einzieht, steht hier.

Update, 6. Mai 2026

Kurzes Zwischenfazit zur laufenden Kampagne: Der XGIMI TITAN Noir Max hat zusammen mit der TITAN Noir Serie die 10-Millionen-Dollar-Marke auf Kickstarter geknackt — bei über 3.000 Backern weltweit und noch gut einem Monat Laufzeit bis zum 9. Juni. Für eine Kampagne, die in USD abgewickelt wird und im vierstelligen Eurobereich startet, ist das kein schlechtes Lebenszeichen. Das erste Stretch Goal ist damit bereits freigeschaltet: Alle Backer bekommen zwei Paar XGIMI Active Shutter 3D Glasses dazu, mit automatischer DLP-Link-Synchronisierung. Kein Game Changer, aber ein nettes Extra. Die Versandankündigung bleibt beim 16. Juni — ob XGIMI diesen Termin hält, wird der erste echte Praxistest der Kampagne sein.

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RIP Denon X4000 – Meine Suche nach dem perfekten AV-Prozessor und der Weg zum Anthem AVM70 https://www.hifigeek.de/anthem-avm70-kaufentscheidung/ https://www.hifigeek.de/anthem-avm70-kaufentscheidung/#respond Wed, 22 Apr 2026 16:08:41 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10756 Elf Jahre hat mich mein Denon X4000 durchs Heimkino begleitet. Viele Setups, viele Testgeräte, viele Abende. Bis er eines Tages einfach aufhörte, seinen Job zu tun – und ich mich plötzlich mitten in einer Marktanalyse wiederfand, an deren Ende der Anthem AVM70 stand. Hier ist die ganze Geschichte.

RIP Denon X4000 – auch als Video:

Die ganze Geschichte gibt’s jetzt auch auf YouTube – wie der Denon nach elf Jahren seinen Geist aufgegeben hat, warum ich mich durch einen Haufen Alternativen gekämpft habe und wie ich am Ende beim Anthem AVM70 gelandet bin. Wer den Kanal noch nicht kennt: Abo hier – hilft direkt dabei, dass mehr solche Videos möglich werden.

Geiles Preis-Leistungs-Verhältnis

Seit 2014 hat mich der Denon X4000 begleitet. Zwar hat er in den letzten Jahren deutlich an Glanz verloren, dennoch war er ein fester Teil meines Setups.

Mit dem Ausbau des Wohnzimmer-Heimkinos zum 7.2.4‑Setup musste er zwischenzeitlich auf der Ersatzbank sitzen – zum Beispiel als ich das IOTAVX-Setup oder den Anthem MRX740 getestet habe. Aber aufgrund fehlender Alternativen kehrte er immer wieder an seinen angestammten Platz zurück.

Mann-o-meter, waren das noch wilde Zeiten. Ich glaube, ich habe den X4000 in Hamburg in der Mönckebergstraße spontan für 699 € gekauft und war hochzufrieden. Damals noch in der Mietwohnung mit 3.0‑Setup, weil mehr mit den Nachbarn schlicht nicht drin gewesen wäre. Rundherum nur Rentner und wir als junges Volk mittendrin – da war nichts mit aufdrehen oder durchdrehen. Nur gelegentlich. Das waren noch wilde AVR-Zeiten. Klar gab es da schon beinahe Trinnov mit ihrer Altitude 32, aber irgendwie tendierte alles immer zu Denon. Allgegenwärtig eben.

Mit dem Aufkommen von Dolby Atmos ein Jahr später zogen auch die Preise für Heimkino-Equipment allmählich an. Mehr Kanäle, bessere DSPs, mehr Rechenleistung – das hatte seinen Preis.

Mit dem Hauskauf dann der Umbruch: Voller Ausbau auf 7.2.4, Raum akustisch komplett bearbeitet, Technik nach hinten, OLED nach vorne. Mehr und mehr nahm mein Blog Form an und ich fing an, erste Unterhaltungselektronik zu testen. Der Wunsch, das 7.2.4‑Setup endlich voll auszufahren, wuchs.

Erste Atmos-Erfahrungen: Der AVX17

Ich war schon immer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Man sieht mich eigentlich nie zu Release irgendetwas kaufen (außer vielleicht MacBooks und iPhones). Ich verfalle in den Recherche-Wahn: Wo bekomme ich welche Leistung? Was kann A, was kann B? Ist das Mehr-Geld auch mehr wert? Das ist bis heute tief in mir verwurzelt.

Natürlich kam ich früh auf IOTAVX – seiner Zeit noch ein britisches Unternehmen. Irgendwann habe ich mich getraut, eine Kooperation zu suchen, gerade als der deutsche Vertrieb die Bude übernommen hatte. Der AVX17 hat genau das versprochen, was ich gesucht hatte: High-End-Signalverarbeitung, starke DSPs – dafür eine sperrige Bedienung, weil keine Kosten in Usability gesteckt wurden. Die Preis-Leistungs-Granate, die ich gesucht hatte.

Und ja, der AVX17 ist ein cooles Teil. 1.800 € und man hat ein 16-Kanal-Ungetüm – wenn man es zu bändigen weiß. Reingefräst, REW mit UMIK‑1 bemüht und dann mühselig im Menü den PEQ eingestellt. Das Ergebnis? Wirklich solide bis beeindruckend. Manuell as hell, aber macht Spaß. Ganz anders als MultiEQXT32 von Denon, dem schwarzen Loch, das irgendwas macht. Schlecht ist die Kiste nicht, aber die Kontrolle des AVX17 war schon eine eigene Klasse.

Neidisch Richtung Dirac geschielt

Mit all diesem Purismus schielt man natürlich irgendwann Richtung Dirac. Immer mehr Marken adaptieren das System – so auch Marantz und Denon. Mein Wille, mal in diese Richtung zu schauen, war wieder entflammt. Aber dass man sich die kompletten Lizenzen extra kaufen muss, treibt den Preis dieser Allrounder ordentlich in die Höhe.

Ich habe viel umhergesehen: NAD, Arcam, Onkyo, StormAudio – alle haben Dirac, aber die Einmesstechnik entscheidet nicht allein über den Klang. Und ich will viel Klang für möglichst wenig Geld.

Irgendwann habe ich die eierlegende Wollmilchsau aufgegeben. Schuster bleib bei deinen Leisten. Streaming? Nice-to-have, wenn nicht egal – ich habe mittlerweile einen Eversolo. Phono-In? Ich habe einen super Phono-Pre-Amp und sowieso ein analog verarbeitendes Stereo-Setup. Analoger Passthrough hingegen wäre richtig geil: kein Umstecken mehr.

Zeit verging und irgendwie blieb man doch beim X4000. Stereo konnte ich mit meinem Stereo-Setup richtig einen abbrennen, in Surround war’s geil, aber altbacken.

Das Ableben des X4000

Es kommt mir gerade so vor, als würde ich den Tod eines geliebten Begleiters verarbeiten. Das ist es eigentlich nicht, aber ich erzähle gerne die Geschichten, die mich zu neuen Dingen bewegen.

Ich hatte gerade das Review der Arendal 1723 Tower fertig, als der Center sowie die Bookshelf S eintrafen. Ich hörte sie ein paar Tage, als ich eines Abends beim Abendessen Musik im Wohnzimmer anmachte. Eigentlich wollte ich mein nächstes Video drehen. Es kam anders: Aus dem rechten Front-Lautsprecher kam nur noch leiser Ton. Ich prüfte natürlich, ob es an Einstellungen lag – war es natürlich nicht. Beim Umstecken wanderte das Problem mit, und als ich eine separate Endstufe aus dem Pre-Out füttern wollte, kam dort gar kein Ton. Klassisch: Irgendwo an der Signalverarbeitung zwischen Pre-Out und Endstufe ist etwas kaputt.

Lange habe ich über eine Reparatur nachgedacht und werde sie irgendwann aus Interesse noch angehen. Aber die Suche nach dem Ersatz war gestartet.

Marktanalyse

Natürlich begann ich sofort, Luftschlösser zu bauen. Dicke Vorstufen-/Endstufen-Kombination, irgendwas richtig Geiles! Aber natürlich ist das nicht so einfach.

Arcam AV41: Tolle Vorstufe auf dem Papier, Dirac Live, aber schon etwas in die Jahre gekommen – und Arcam hat für Q3 die neue Radia-Serie angekündigt. 6.000 € für die neue Vorstufe? Ins Schwitzen.

NAD: Upgrade-Möglichkeiten klingen nett, aber wie realistisch ist das wirklich? Auch in die Jahre gekommen. Lieber nicht.

Denon mit Dirac Live Upgrade: Irgendwie haben die den Glanz für mich verloren. Auch verworfen.

Marantz AV10 / AV20 / AV30: Klingen auf dem Papier toll. Die Preise? 4.000–6.500 €. Dirac kommt noch extra. Wieder nichts. Auch aus Angst, wieder in der Denon-Bubble zu hängen.

StormAudio / Trinnov: Vielleicht mit einer Kooperation, aber so richtig trauen? Noch nicht.

Onkyo TX-RZ50 als Pre-Amp: Eigentlich eine geile Idee! Teils unter 1.200 € zu haben, Dirac Live fähig – Lizenzen muss man nur noch kaufen. ART ist dann zwar nicht dabei, aber ich habe einen akustisch bearbeiteten Raum. Eine Überlegung wert.

Emotiva: Letztes Jahr auf der High End in München ein nettes Gespräch, aber die wollen scheinbar nicht wirklich auf den deutschen Markt. Verworfen, obwohl sicherlich killer Geräte.

Monoprice HTP‑1: Irgendwie hässlich, aber was will man machen? Auch ein geiler Preis – 4.000 $ und man bekommt wohl etwas Ordentliches nach Hause.

Fokusphase: Anthem

All die oben genannten Marken haben eines gemeinsam: Entweder hatte ich keinen Kontakt, oder es hat sich trotz Kontakt niemand ernsthaft gekümmert.

Ganz anders Anthem. Auf der High End 2025 habe ich den deutschen Vertrieb von Anthem kennengelernt und pflege seitdem netten Kontakt. Es war auch schon ein MRX740 in meiner Kette, der erstaunlich gut war. Eigentlich wollte ich dazu einiges veröffentlichen, aber familiär war einiges los und ich habe ihn unverrichteter Dinge zurückgeschickt.

Eine Marke, die aktiv in Deutschland vertrieben wird – mit echter Leidenschaft und dem Willen zu Gesprächen und Kooperation – macht da schon einen Unterschied.

Kein Dirac Live, ja. Aber mit ARC Genesis ein potentes System. Der MRX740 war klanglich schon eine Wucht. Das moderne Bedienkonzept, die Profile, die Einmessung, die Einstellbarkeit – alles Klasse in dieser Preisrange.

Natürlich kommen jetzt viele mit dem AVM90. Den Anspruch würde ich gerne erfüllen, aber es muss alles am Boden bleiben. Ich will und kann hier nicht abheben. Dennoch möchte ich an einer Vorstufe festhalten – also schiele ich auf den Anthem AVM70. Mit rund 5.500 € kein Schnapper, aber inhaltlich hochinteressant.

Was mich letztlich überzeugt hat: Wie stabil der MRX740 gelaufen ist. Der IOTAVX AVP17 hatte IMMER HDMI-Sync-Probleme bei eARC. Netflix an, kein Ton. Pause, 10 Sekunden warten, nochmal play. Der Denon X4000 konnte das problemlos – und der MRX740 ebenfalls. Usability ist nunmal wichtig.

Und dann die Einmessung mit ARC Genesis: Mikro ans MacBook, einmessen, Ergebnisse begutachten, nach Geschmack anpassen – und hallo, der Raum lebt. Das Stepdown zurück auf den Denon X4000 nach dem MRX740 war riesig.

Die Entscheidung für den Anthem AVM70

Eine Investition für den Blog muss Content nach sich ziehen. Dafür will ich das mir bestmögliche tun.

Mit dem Anthem AVM70 bekomme ich ein ausgewachsenes Einmesssystem, das sich vor Dirac Live nicht verstecken muss – und von vielen sogar noch höher gelobt wird, weil es out of the box eindrucksvoller klingt. Ich bekomme ein System, an dem ich mich inhaltlich abarbeiten kann. Ich kann dem ein oder anderen die Vorzüge nahebringen, die Angst nehmen, ein komplexeres System zugunsten von mehr Klang und Kontrolle zu wählen.

Ich bekomme analogen Passthrough – ich kann einfach Geräte testen und den Anthem angeschlossen lassen, mit und ohne Einmessung. Und ich habe genug Platz für mehrere Profile, wenn ich Lautsprecher teste, ohne meine eigenen Profile zu verwerfen. Exportieren, importieren, nach Lust und Laune.

Der Anthem AVM70 sitzt irgendwo zwischen Denon/Marantz und StormAudio/Trinnov – höchst einstellbar, mit einer echten Einmessung und einem Vertrieb, der mich auch zu Schulungen bringen wird. Damit ich nicht völligen Stuss erzähle, sondern meine Journey immer weitergeht.

Was ich mit dem AVM70 herausfinden will

Was bringt mich dazu – warum das alles? Diese Frage ist vielschichtig, aber im HiFi-Hobby tief verankert: der Upgrade-Wille. Das nächste Upgrade ist direkt um die Ecke – das könnte ein Verkäufer-Slogan sein, und ich will dem auf den Zahn fühlen. Ich glaube, mit dem Anthem AVM70 ist man im High-End-Heimkino angekommen. Aber erfüllt das wirklich die Hoffnung auf wirklich geilen Sound? Ich weiß, dass der Denon so manches Kino, in dem ich war, in die Ecke gestellt hat. Vom Anthem AVM70 erwarte ich, dass er alles überragt. Wer hier auf dem Sofa Platz nimmt, soll mit einem fetten Grinsen wieder aufstehen – und sich ernsthaft Gedanken über seinen Netflix-Konsum ohne Heimkino-Sound machen.

Gleichzeitig bin ich Informatiker und liebe es, tief in Systeme einzusteigen. Ich hoffe, dass ich bisher nur an der Oberfläche der Möglichkeiten gekratzt habe und dem Anthem noch so einige Geheimnisse entlocken kann. ARC Genesis wirklich gegen manuelle PEQ-Arbeit vergleichen. Neue Impulse bei der Auswahl von Heimkino-Komponenten setzen – ganz bewusst ohne auf Schwarmintelligenz in Foren zu setzen.

Der analoge Passthrough soll dabei keine Zierde sein, sondern Werkzeug: für Reviews, für Hörsessions, für den Alltag. Ich will mir Gedanken machen, wie Profile sinnvoll strukturiert und genutzt werden – um den größten Nutzen sowohl als Tester als auch als Anwender herauszuholen.

Fazit

Ich habe euch versucht, ein wenig in meine Welt mitzunehmen und zu zeigen, was hinter den Kulissen passiert und was mir täglich durch den Kopf geht. Das ist noch lange nicht alles – ich könnte ein Buch darüber schreiben. Auch der Vergleich der verschiedenen Geräte, den ich hier sehr vereinfacht dargestellt habe, hätte noch viel mehr Raum verdient. Aber ich hoffe, damit Ideen und Diskussionen anzustoßen.

Bei mir wird es jetzt der Anthem AVM70 sein, dem ich mich für eine gute Weile verschreibe – und ich werde versuchen, meine Erkenntnisse, Anleitungen und Erfahrungen weiterzugeben. Nicht als Durchlaufobjekt wie das oft in der Fachpresse für 14 Tage der Fall ist, sondern langfristig. Weil ich an das Gerät glaube.

Elf Jahre X4000. Das ist keine Zahl, das ist ein Lebensabschnitt. 2013 hab ich den Horrorblog aufgemacht – ein Jahr später den Denon gekauft. Dem ich sogar einen Pioneer SC-LX56 vorgezogen hatte – Audyssey XT32 gegen MCACC, ich war schon damals Team Einmessung. Beides hätte ich damals nie für das gehalten, was daraus werden würde. Der Blog ist heute HiFiGeek.de. Und der Denon? Kaputt. Irgendwie fühlt sich das richtig an. Weil ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr den günstigsten Kompromiss suche, sondern das, was ich wirklich will. Der Anthem AVM70 ist keine Notlösung. Er ist eine Entscheidung. Dafür, dass das nächste Mal jemand auf diesem Sofa sitzt und einfach nur denkt: Was zur Hölle ist das für ein Sound.

Auf zu neuen Ufern – und hoffentlich wieder ein Stück professioneller und interessanter.

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miniDSP Tide16: 16 Kanäle, Dirac komplett drin, und endlich mal was Neues im AV-Game https://www.hifigeek.de/minidsp-tide16/ https://www.hifigeek.de/minidsp-tide16/#respond Tue, 21 Apr 2026 19:50:28 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10743 Okay, das ist ein Ding. miniDSP — die Jungs, die man bisher mit kleinen DSP-Kisten und Messmikrofonen verbindet — bringen mit dem miniDSP Tide16 ihren ersten echten AV-Prozessor raus. Zwei Jahre Entwicklung, Dolby- und DTS-zertifiziert, Hardware und Firmware beides inhouse gebaut. 16 Kanäle, die komplette Dirac-Suite inklusive ART, UMIK‑1 im Karton. 3.500 US-Dollar.

Worum geht’s

Der miniDSP Tide16 ist eine 16-kanalige AV-Vorstufe mit voller Atmos- und DTS:X‑Dekodierung, HDMI-Umschaltmatrix, Bluetooth-Streaming und Dirac-Raumkorrektur. Und zwar nicht irgendeine Raumkorrektur, sondern die ganze Dirac-Research-Suite: Dirac Live Full Range, Bass Control, Active Room Treatment. Alles perpetual lizenziert, alles serienmäßig. Wer diese drei Lizenzen einzeln kauft, ist locker 800 Dollar los. Hier kostet das genau nichts extra.

Das Ding ist kein Massenmarkt-AVR. Kein Denon, kein Marantz, kein „alles-läuft-aus-der-Box-mit-zwei-Klicks”. Es ist auch keine 15k-StormAudio. miniDSP selbst sagt: niche capability. Und das trifft’s.

Die Hardware

Gehirn: Quad-Core ARM A53 mit 1,8 GHz. 32 Bit Verarbeitung, aktuell 48 kHz Samplerate intern. Klingt erstmal wenig, ist aber die Bandbreite, in der jedes Filmsoundtrack-Format daherkommt. miniDSP sagt, 192 kHz sind per Firmware-Update irgendwann drin. Abwarten.

Rein kommt alles: 3× HDMI mit eARC-Port als TV-Rückkanal, 2× Koax und 2× Toslink S/PDIF, 1× XLR symmetrisch, 1× Cinch, 1× USB Audio (UAC2, Stereo-PCM), Bluetooth mit LDAC und APTX HD. Für eine Kiste, die fürs Wohnzimmer gedacht ist, ziemlich umfangreich bestückt.

Raus geht’s über 16 symmetrische XLRs: 8× ESS ES9017 DACs mit Output-Relais, 200 Ω Ausgangsimpedanz, 4 Vrms Maximalpegel. Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz ±0,05 dB. SNR 125 dB (D→A), A‑gewichtet 127 dB. THD+N bei ‑118 dB, also 0,0001 Prozent. Crosstalk ‑120 dB. Alles natürlich unter AES17-Bedingungen mit 20-kHz-Tiefpass bei 0 dBFS gemessen — sprich: Herstellerbedingungen. Real dürfte da noch Luft zu echten Messungen sein. Trotzdem: das sind keine schlechten Papierwerte.

Video: HDMI 1.4/2.0b, 4K60 UHD, 18 Gbps, HDCP 2.3, Dolby Vision zertifiziert. eARC und VRR sind an Bord. Keine volle HDMI 2.1 mit 48 Gbps. Dazu gleich mehr, das ist ein eigenes Kapitel.

Codecs, die sind alle drin, die man haben will: Dolby Atmos samt Height Virtualization und Atmos Music, Dolby TrueHD, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X. Upmixer bis 16 Kanäle (Atmos) beziehungsweise 12 Kanäle (DTS Neural:X). DTS:X Pro mit 16 Kanälen ist aktuell nicht lizenziert — kann später kommen.

Bass-Management: Bis zu 4 unabhängige Subwoofer-Kanäle, jeder mit eigener Laufzeit, EQ und Pegel. In Kombination mit Dirac Live Bass Control ist das genau die Flexibilität, die man sonst erst deutlich weiter oben im Preisregal findet.

Das Kistchen selbst: 432 × 254 × 89 mm. Rack-Ohren sind abnehmbar, also auch fürs Möbel im Wohnzimmer tauglich. Passive Kühlung, kein Lüfter, kein Gezischel. Vorne ein 1080p-OLED-Color-Display, das nach den ersten Bildern ziemlich schick aussieht. 23 Watt Idle, 1,3 Watt Standby.

Steuern kann man das Ding wie man will: klassische IR-Fernbedienung im Karton, miniDSP Device Console für Mac und Windows, WebGUI im Browser, optionaler KD‑1 Smart Remote mit rundem OLED-Dreh-Encoder. Crestron‑, AMX- und Savant-Integration ist vorbereitet, REST-API für Bastler kommt noch. Dazu 12-V-Trigger rein und zweimal raus, IR-In, IR-Flasher.

Ein Blick ins Manual

Das User Manual des miniDSP Tide16 ist seit Anfang April online. Wer miniDSP-Doku schon mal gelesen hat — weiß, worauf zu achten ist: das Signal-Flow-Kapitel. Und da wird’s interessant.

Jedes Signal wandert beim miniDSP Tide16 durch dieselbe Kette: Eingangsquelle wählen, Pegel-Offset, Bass Management, Matrix Mixer (jede der Eingangsquellen kann frei auf jeden der 16 Ausgänge geroutet werden), Dirac-Filter, Parametric-EQ, Crossovers, Delays, Master-Volume, DAC, raus. Das klingt nach viel, ist aber genau die Kette, die man sich als Enthusiast wünscht. Vollständige Kontrolle, jede Stufe konfigurierbar.

miniDSP Tide16 Flow Diagramm

Der Matrix Mixer ist der Star. Damit lässt sich beispielsweise ein vollaktives 4‑Kanal-Front-System (also je Kanal Hoch- und Tieftöner separat angesteuert, mit eigenen Endstufen) parallel zu einem 11.2‑Surround-Layout fahren. Alles aus einer Kiste, mit individuellen Crossover- und EQ-Einstellungen pro Kanal. Für DIY-Aktiv-Projekte und Studio-Setups ist das Gold.

Was das Manual auch zeigt: Analog-Eingänge laufen zwangsläufig durch ADC → DSP → DAC. Einen echten Analog-Bypass-Modus, bei dem das Signal an der Digitalisierung vorbeigeht, gibt’s nicht. Auch nicht mit deaktiviertem DSP. Heißt: wer mit einem externen Phono-Preamp rein will, wandelt in beiden Richtungen. Kein Drama, aber wer sich pure Analog-Durchleitung erhofft hat: Pech. Dafür hat miniDSP andere Produkte im Katalog.

HDMI 2.0b — und warum das Geschrei nur zum Teil gerechtfertigt ist

Der größte Aufreger in der internationalen Berichterstattung: kein vollwertiges HDMI 2.1. In manchen Foren wird daraus schon das K.o. gezimmert. Das ist zu kurz gedacht.

Was ist drin: eARC, VRR, Dolby Vision zertifiziert. Was fehlt: die 48-Gbps-Pipeline für 4K120 und 8K60. Für den gewöhnlichen Film-Zuspieler 2026 — Blu-ray-Player, AppleTV 4K, 4K60-Streamer — völlig ausreichend. Problematisch wird’s erst bei Gaming-Setups mit PS5 Pro, Xbox Series X oder HTPCs, die 4K120 ausspucken wollen. Und bei echten 8K-Quellen, die aktuell eh kaum jemand hat.

miniDSP hat sich bewusst entschieden: lieber stabile, zertifizierte 2.0b-Basis mit den wichtigsten 2.1‑Features, als Marketing‑2.1, das hinten raus Handshake-Probleme macht. Wer die Schmerzen mit wackeliger HDMI-Implementierung bei kleineren Herstellern kennt, versteht die Entscheidung. Für Gamer mit 4K120-Ambitionen ist’s trotzdem ein harter Kompromiss — für Kino-Enthusiasten kein Thema.

Preis, Verfügbarkeit, wie man an den miniDSP Tide16 kommt

3.500 US-Dollar. Gegen Aufpreis kommt die KD‑1 Smart Remote obendrauf, wer will kann auf ein UMIK-2-Messmikrofon upgraden (plus 120 Dollar) oder das Mikrofon komplett weglassen (minus 50). In Deutschland könnte das ca. 3.600 Euro bedeuten. Müssen wir abwarten.

Wer gleich die passenden Endstufen dazu will: miniDSP hat die AMP8 im Programm. 8 Kanäle Class D auf IcePower-Basis, 300 Watt pro Kanal, 2.200 Dollar das Stück. Zwei davon plus miniDSP Tide16 gleich schlüsselfertiges 16-Kanal-Setup für rund 7.900 Dollar. Nicht die günstigste Kombo. Muss man sich ansehen.

Die ersten Units sollen in den kommenden Wochen verfügbar werden.

Wo das Ding im Markt steht

Klare Sache: Der miniDSP Tide16 füllt die Lücke zwischen Mainstream-AVR und Ultra-High-End-AVP. Denon, Marantz, Yamaha, Onkyo sind bequem zu bedienen, aber DSP-Flexibilität ist da Mangelware und Dirac kostet Aufpreis. StormAudio, Trinnov, Datasat — alles großartig, aber eben auch dreimal bis fünfmal so teuer. Dazwischen herrscht aber auch ein rauher Markt. Monoprice HTP‑1 mit einem anderen Konzept, aber ohne Dirac im Bundle, Anthem mit dem AVM70 und ARC Genesis statt Dirac, Arcam AV41 mit Dirac und nicht 100%iger Stabilität, aber mit frisch angekündigtem Acam AVP45.

Zielgruppe also: Enthusiasten mit mehr als 8 Kanälen, Leute mit aktiven Monitoren im Studio, DIY-Aktiv-Lautsprecher-Bastler, Custom Integrators mit Spezialanforderungen. Wer ein All-in-One-Press-and-Play-Ding sucht, ist beim miniDSP Tide16 falsch und wird unglücklich. Wer endlich mal die Kontrolle über den gesamten Signalpfad haben will, die AVR-Hersteller seit Jahren konsequent nicht liefern, findet hier das Werkzeug dafür. Zu einem Preis, der realistisch bleibt.

Das Fazit vor dem Test

Der miniDSP Tide16 ist eine Ansage. Hardware-seitig ordentlich bestückt, Dirac-Suite komplett, Flexibilität auf Profi-Niveau, dazu ein echter Effizienz-Vorteil durch ARM-Architektur und passive Kühlung. Die Kompromisse — HDMI 2.0b, 48-kHz-Limit, kein Analog-Bypass — sind bewusst gesetzt und passen zur miniDSP-DNA.

Die eigentliche Frage ist: wie schlägt sich das Ding in der Praxis? Wie stabil läuft die HDMI-Strecke über Monate? Wie gut performt Dirac ART im Vergleich zu alternativen Raumkorrektursystemen? Wie souverän arbeitet die DAC-Stufe gegen einen realen Signalgenerator?

Das sind die Fragen, die sich erst am realen Gerät beantworten lassen. Und genau deshalb wird’s spannend. Dran bleiben.

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Disney+ Premium im freien Fall: HDR10 weg, 4K nur noch „Pixelbrei“? https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/ https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/#respond Thu, 26 Feb 2026 09:54:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10409 Disney+ verkauft „Premium“ – und liefert in Deutschland zunehmend Sparflamme. In einem aktuellen Bericht ist von 4kfilme.de der nächsten Eskalationsstufe die Rede: Disney+ habe HDR (High Dynamic Range – konkret HDR10) aus den Qualitätseinstellungen entfernt und liefere trotz angeblicher 4K-Ultra-HD-Qualität oft nur noch „Pixelbrei“. Wenn das der Ist-Stand bei Disney+ ist, dann ist Disney+ Premium kein Premium-Produkt mehr, sondern ein Downgrade zum Premium-Preis.

Disney+ Premium ist ein Witz

Der Ton des Berichts ist eindeutig: geschockt, genervt, fassungslos. Über Jahre wurden Preise erhöht, Werbung integriert und alles mit „Qualität und Vielfalt“ verkauft – und jetzt wird die Qualität real abgebaut. Genau das ist der Kern: Disney+ Premium wird als hochwertiger Tarif vermarktet, während die Leistung offenbar schrumpft. Und das ist nicht mehr nur „heute sieht’s irgendwie komisch aus“, sondern eine Feature-Demontage.

Noch deutlicher: Erst wurden Qualitätsfeatures wie Dolby Vision HDR, HDR10+ und 3D-Filme aus dem Portfolio entfernt – und jetzt sollen Filme und Serien nicht einmal mehr mit dem Standardformat HDR10 wiedergegeben werden können. Wenn selbst HDR10 bei Disney+ Premium wegfällt, reden wir nicht über Feintuning, sondern über den Rückbau einer Basisfunktion, die 2026 im Heimkino schlicht dazugehört. Disney+ verliert damit genau das, wofür viele überhaupt Premium buchen: sichtbar bessere Bildwirkung statt flacher SDR-Optik.

Disney+ Premium: 4K ohne HDR, 15,99 € – ernsthaft?

Viele Nutzer melden: Im Disney+ Premium-Abo läuft es zwar noch in 4K Ultra HD, aber ohne HDR10. Dazu kommt die Aussage, die Bildqualität nehme weiter ab und sei inzwischen auf einem Niveau angekommen, „wie wir es vielleicht vor 10 Jahren hatten“. Und während Disney+ hier offenbar abbaut, steht der Preis weiterhin im Raum: 15,99 Euro im Monat.

Das ist der Punkt, an dem man als Kunde nicht mehr „abwarten“ muss, sondern sich fragen sollte: Wofür bezahle ich Disney+ Premium eigentlich noch? Denn wenn Disney+ 4K auf dem Papier hat, aber praktisch in Kompressionsmatsch endet, ist das „4K“-Label nur noch Marketing.

„Pixelbrei“ statt UHD: konkrete Beispiele

Als Beispiel wird „A Complete Unknown (2025)“ genannt: 4K Ultra HD auf Disney+, aber „absolut grässlich“. Das Bild soll vor Pixel- und Kompressionsfehlern strotzen – und bei anderen Inhalten ähnlich aussehen. Wenn das bei Disney+ Premium die Realität ist, dann ist Disney+ nicht nur „ohne HDR“, sondern zusätzlich optisch kaputtkomprimiert.

Dazu kommt ein zweites, besonders fieses Problem: Inhalte, die wohl mit einem HDR-Container ausgestattet sind, werden bei der Wiedergabe in 4K Ultra HD mit SDR laut Bericht „förmlich zerfetzt“. Das Bild sei übersät mit Pixelfehlern und/oder Kompressionsartefakten – möglicherweise durch ein Downscaling vom erweiterten Dynamikumfang auf den Standardumfang. Mehrere Filme und Serien, die früher in 4K/HDR10 und/oder Dolby Vision HDR verfügbar waren, wurden getestet – Ergebnis: fast überall das gleiche.

Damit wird aus „Disney+ Premium hat weniger Features“ ein viel schlimmeres Thema: Disney+ Premium liefert offenbar nicht einmal mehr zuverlässig eine saubere SDR-Ausgabe, wenn HDR fehlt bzw. beim Mapping etwas schiefgeht. Und genau das killt jedes Vertrauen in Disney+ Premium als „Premium“-Tarif.

Tests auf mehreren TVs – Vergleich mit anderen Diensten

Getestet wurde laut Bericht mit einem Samsung Mini-LED-TV (2025), einem LG OLED (2024) und einem Sony LCD (2022). Bei anderen Streamingdiensten wie Amazon Prime Video, Netflix oder Apple TV sei die Bildqualität dagegen normal gewesen. Das ist für die Einordnung wichtig: Wenn Disney+ Premium schwächelt, andere Dienste auf denselben Geräten aber nicht, wirkt das Problem nicht wie „dein TV kann’s nicht“, sondern wie ein Disney+-Thema.

HDR10 fehlt sogar in der Hilfe: Bug oder Absicht?

Ja: Es könnte ein temporäres Problem sein. Gleichzeitig steht im Raum, dass Disney+ in einem Patentstreit mit InterDigital steckt und deshalb überhaupt erst HDR10+, Dolby Vision und 3D entfernt werden mussten. Der Verdacht liegt nahe, dass HDR10 ebenfalls in diese Richtung fällt – was die erneute „Kürzung“ erklären würde.

Besonders brisant: Auf der offiziellen Disney+-Hilfeseite soll „HDR10“ im Dokument „Welche Videoformate sind verfügbar?“ nicht mehr gelistet sein. Wenn Disney+ Premium bei der Hilfe schon kein HDR10 mehr kennt, ist das kein guter Look – und es macht Disney+ Premium endgültig zur Blackbox.

Disney+ Premium-Kommunikation: mies – und Kunden sollen’s ausbaden?

Die Kundenkommunikation wird als „absolut mies“ bezeichnet. Von solchen Einschnitten erfährt man demnach nur über Medien – eine direkte Info an Kunden (Mail/Inbox) sei nicht bekannt. Und genau das ist bei Disney+ Premium der eigentliche Skandal: Nicht nur die Kürzung, sondern die Art, wie Disney+ Premium Kunden behandelt – bezahlen, aber bitte nicht nachfragen.

Auch das Thema außerordentliche Kündigung wird angesprochen: Viele hätten schon beim ersten „Kahlschlag“ eine außerordentliche Kündigung über den Kundenservice durchbekommen, inklusive Rückerstattung offener Zeiträume – sowohl bei Monats- als auch bei Jahresabos. Für die Autoren ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – und sie ziehen für sich die Reißleine.

Alternative zu Disney+ Premium: 4K Discs sind geil – und wieder logisch

Wenn Disney+ Premium bei Bildqualität und HDR so wackelt, ist die Gegenbewegung ziemlich simpel: UHD Blu-ray. Bei solchen Meldungen gewinnt die 4K Ultra HD Blu-ray wieder deutlich an Attraktivität – und es wird darauf verwiesen, dass das Disc-Format zuletzt sogar Zuwächse erzielt hat (Verweis auf FlatpanelsHD).

Und ja: 4K-Discs sind geil. Nicht aus Nostalgie, sondern weil du eine definierte Fassung bekommst, die nicht über Nacht „optimiert“ wird, weil irgendein Streamingdienst meint, er müsse wieder an der Pipeline sparen. Disney+ Premium zeigt gerade, warum „Abo = Leistung“ kein Naturgesetz ist. Wenn du dein Heimkino ernst nimmst, sind UHD Blu-rays bei Lieblingsfilmen oft die stressfreie Lösung: Disc rein, Referenzbild an – ohne Disney+ Premium-Lotterie.

Und dann ist da noch der Ton – der Punkt, den Streaming-Fans gern kleinreden, bis sie einmal eine gute UHD Blu-ray gehört haben. Auf 4K-Discs bekommst du in der Praxis sehr häufig lossless Tonspuren: Dolby TrueHD (oft inkl. Dolby Atmos als Erweiterung) und DTS-HD Master Audio (teils mit DTS:X) – also Bit für Bit näher am Studio-Master, nicht „klingt schon irgendwie“. Streaming liefert Atmos dagegen typischerweise über Dolby Digital Plus, also verlustbehaftet und mit deutlich weniger Luft nach oben – kann okay sein, ist aber nicht dasselbe wie TrueHD/MA von Disc.

Wenn du dein Setup nicht nur fürs Logo an der Ecke gebaut hast (Deckenlautsprecher, gute Surrounds, Sub-Setup), ist das der Unterschied zwischen „da ist Atmos drauf“ und „das Ding sitzt, hat Druck, hat Details“. Und genau deshalb sind UHD Blu-rays gerade so attraktiv: Du bekommst Bild und Ton als definiertes Paket – ohne dass ein Dienst dir morgen wieder Features streicht und du im Disney+ Premium-Abo fürs gleiche Geld plötzlich weniger bekommst.

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Arendal 1610 Series — die Norweger holen zum Schlag aus https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/ https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/#respond Thu, 12 Feb 2026 13:20:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10349 Während ich hier noch sitze und die letzten Schliffe am Review zu den Arendal 1723 Towern mache, droppen die Norweger schon die nächste Serie: die Arendal 1610 Series. Sie platziert sich genau dazwischen, wo viele sie vermutlich haben wollten – zwischen der 1528er und der 1723er Serie, aber mit einem entscheidenden Dreh: nicht dieses „1528 nimmt dir den Raum weg“-Format, sondern eher die wohnraumfreundlicheren Proportionen der 1723er.

Und ja: Irgendwie war’s absehbar, dass Arendal nach der 1528 nochmal nachlegt. Die 1528 ist ein Statement, keine Frage – aber auch eine Box, die dir ziemlich klar sagt, was sie von dir will: Platz, Abstand, saubere Aufstellung. Der ganze Front-Radius und die zeitliche Abstimmung der Treiber sind eben nicht nur Design-Spielerei, sondern ein Konzept, das bei vernünftigen Sitzabständen so richtig aufgeht – und wenn du dann deutlich näher dran sitzt, verlierst du einen Teil von dem, wofür du die Größe überhaupt in Kauf nimmst.

Bei der Arendal 1610 Series bleibt die Idee zwar erhalten, dass 4 Meter so eine Art Zielmarke sind – aber Arendal beschreibt kürzere Abstände als weniger kritisch. Und ganz ehrlich: Das ist genau der Punkt, an dem diese Serie plötzlich nicht mehr „nice to have“, sondern für viele Wohnzimmer schlicht relevant wird.

Rein optisch wird das sofort klar. Der 1610 Tower ist sichtbar kleiner als ein 1528-Turm, wirkt weniger wie ein Möbelstück mit Hochtöner und mehr wie ein Standlautsprecher, der sich in ein normales Setup integrieren lässt. Gleichzeitig ist das Ganze nicht auf „kompakt“ getrimmt, sondern bleibt klar in dieser Arendal-DNA: erwachsen, massiv, keine Spielzeuge.

Auch beim Line-up macht Arendal diesmal keine Wissenschaft draus. Die Arendal 1610 Series besteht aus einem Tower, einer großen Bookshelf, einer Slim-Variante für realistische Wohnräume und einem Center. Keine zehn Modelle, keine halben Experimente – eher: das, was die Serie als System braucht, fertig.

Unterm Strich wirkt das für mich wie eine hochwertigere Wohnraum-Interpretation zwischen 1528 und 1723: mehr High-End-Feeling als „nur Heimkino-Arbeitstier“, aber ohne den Anspruch, dass dein Wohnzimmer ab sofort ein dedizierter Hörraum sein muss. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur über Techspecs zu reden, sondern auch über das, was am Ende wirklich zählt: Aufstellung im echten Leben.

Techspecs — lass die Zahlen sprechen

Ich weiß, Techspecs sind so ein Ding: Die einen überfliegen sie, die anderen bauen daraus direkt ihr ganzes Setup im Kopf. Ich bin irgendwo dazwischen. Mich interessiert weniger, ob da „3‑Wege“ steht, sondern ob das Gesamtkonzept logisch ist – und ob Arendal bei der Arendal 1610 Series wirklich diesen Sweet Spot aus Wohnraumfreundlichkeit und High-End-Anspruch trifft, den sie verspricht.

Arendal 1610 Tower 8

Fangen wir beim Kern an: Der Arendal 1610 Tower 8 ist ein echter 3‑Wege-Standlautsprecher. Oben sitzt der 28‑mm‑Hochtöner, dazu kommt ein eigener 5‑Zoll‑Mitteltöner und im Bass arbeiten gleich drei 8‑Zöller.

Von den nackten Daten her ist das genau die Art Aufteilung, die ich in dieser Klasse sehen will, weil sie den Mittelton entlastet und Bass nicht „nebenbei“ mitmachen lässt. Dazu kommt, dass Arendal das Gehäuse als Bassreflex auslegt, aber eine optionale sealed Konfiguration anbietet – du bekommst also die Möglichkeit, das Verhalten stärker an Raum und Geschmack anzupassen, statt nur „so ist es halt“ zu bekommen.

​Bei den Maßen wird dann auch klar, warum das Ding in viele Wohnräume passt, wo eine 1528 eher zum Möbelprojekt wird: 115.0 × 26.5 × 45.0 cm (H×B×T) ohne Füße, mit Füßen sind es 119.8 × 40.7 × 45.0 cm.

Das Gewicht liegt bei 45.37 kg – also immer noch „Arendal typisch“ stabil und massiv, aber nicht diese absolute Schwerlast-Klasse wie bei den ganz großen Brüdern.

Jetzt die Werte, die die meisten als erstes sehen wollen: Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 28 Hz bis 20 kHz an, die typische In‑Room Bass Response mit 18 Hz, die Frequenzlinearität von 40 Hz bis 11 kHz mit ±2.5 dB, plus die Eckdaten F3 39 Hz, F6 28 Hz und F10 24 Hz.

Impedanz ist 4 Ohm nominal, die Sensitivity liegt bei 89.5 dB (2.83 V/1 m). Das ist nicht „gefährlich“, aber es zeigt dir gnadenlos, ob dein Amp wirklich Kontrolle hat. Wer dazu ein Praxisbeispiel will: Im Test vom Burson Audio Timekeeper GT4 merkt man sehr schnell, was Kontrolle eigentlich heißt.

Beim Übergang arbeitet der Tower mit 380 Hz und 2600 Hz, und Arendal nennt als Verstärkerempfehlung bis zu 800 Watt.

​Und falls du beim Lesen gerade denkst „okay, aber wie viel Leistung braucht man denn wirklich?“ – ich hab das mal runtergebrochen in: Wattbedarf von Lautsprechern berechnen.

Kleiner, aber nicht unwichtig: Arendal nennt 50 Stunden Break‑In für optimale Performance, und im Lieferumfang sind Port Plug sowie magnetische Grilles.

Arendal 1610 Bookshelf 8

Die Arendal 1610 Bookshelf 8 ist ebenfalls ein 3‑Wege-Konzept – und genau das macht sie so interessant, weil viele Bookshelves in der Praxis bei „2‑Way + viel Hub“ landen. Hier hast du wieder den 28‑mm‑Hochtöner, 5‑Zoll‑Mid und einen einzelnen 8‑Zoll‑Woofer.

Auch hier ist das Gehäuse ported, optional sealed, inklusive Port Plug, magnetischem Grill und Rubber Pads.

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 30.0 cm, das Gewicht bei 16.2 kg – das ist eine Bookshelf, die man nicht „irgendwo ins Regal“ stellt, sondern die nach ordentlichen Stands schreit.

Beim Frequenzgang nennt Arendal ‑6 dB (anechoic) 34 Hz bis 20 kHz, typische In‑Room Bass Response 22 Hz, Frequency Linearity (hier interessant detailliert) einmal 40 Hz bis 11 kHz sowie 47 Hz bis 20 kHz jeweils ±2.5 dB, dazu F3 43 Hz, F6 34 Hz, F10 27 Hz.

Impedanz: 4 Ohm nominal.

Sensitivity: 85 dB (2.83 V/1 m) – also spürbar weniger als beim Tower, was in der Praxis bei der Verstärkerwahl und bei Pegelreserven einfach ein Thema ist (nicht dramatisch, aber real).

Crossover-Frequenzen: 330 Hz / 2300 Hz, Amp-Empfehlung bis 400 Watt, Break‑In wieder 50 Stunden.

Arendal 1610 Slim 8

Die Arendal 1610 Slim 8 ist für mich die „Wohnzimmer-Realismus“-Box der Serie. Nicht, weil sie irgendwie „klein“ wäre, sondern weil sie das Formfaktor-Problem löst, das viele bei Bookshelves und Standboxen haben: Tiefe, Optik, Integration.

Technisch geht Arendal hier einen anderen Weg: Die Slim 8 ist sealed – also kein Port, kein „stell mich bitte nicht zu nah an die Wand, sonst wird’s wild“, sondern ein geschlossenes Konzept, das in vielen Wohnräumen schlicht entspannter zu handeln ist.

Aufgebaut ist sie ebenfalls als 3‑Way mit 28‑mm‑Tweeter, 5‑Zoll‑Mid und 8‑Zoll‑Woofer.

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 16.5 cm, Gewicht 13.1 kg.

Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 56 Hz bis 20 kHz an, typische In‑Room Bass Response 38 Hz, Frequency Linearity 70 Hz bis 20 kHz ±2.5 dB, plus F3 68 Hz, F6 56 Hz, F10 45 Hz.

Impedanz: 4 Ohm nominal, Sensitivity: 86.5 dB (2.83 V/1 m).

Crossover: 340 Hz / 2700 Hz, Amp-Empfehlung bis 300 Watt, Break‑In 50 Stunden.

Und ein Detail, das in der Praxis oft über „nutze ich wirklich“ entscheidet: Arendal packt hier direkt eine VESA 100 Wall Mount Lösung mit rein, plus magnetischen Grill und Rubber Pads. Das ist genau diese Art „wir wissen, wie Wohnzimmer funktionieren“-Denke.

Preise der Arendal 1610 Series

Wichtig, weil das bei Arendal gern mal durcheinandergeht: Tower/Bookshelf/Slim sind als Paar gelistet, der Center ist Single.

  • Arendal 1610 Tower 8: 6.900 € (Pair)
  • Arendal 1610 Bookshelf 8: 3.300 € (Pair)
  • Arendal 1610 Slim 8: 2.600 € (Pair)
  • Arendal 1610 Center 8: 2.100 € (Single)

Wenn du dir das als typische Konfigurationen hinlegst, wird’s sehr schnell greifbar:

  • Stereo mit Towern: 6.900 €
  • Stereo mit Bookshelves: 3.300 €
  • Stereo mit Slim: 2.600 €
  • LCR-Frontstage (Tower + Center): 9.000 €
  • LCR-Frontstage (Bookshelf + Center): 5.400 €
  • LCR-Frontstage (Slim + Center): 4.700 €

Und genau da liegt für mich die Story: Die Arendal 1610 Series ist kein „du musst alles nehmen“-Baukasten, sondern eher ein Set aus sehr klaren Bausteinen. Tower, wenn du richtig Fundament willst. Bookshelf, wenn du kompakter bleiben willst, aber nicht auf die erwachsene Abstimmung verzichten möchtest. Slim, wenn du das Ganze in ein echtes Wohnzimmer integrieren willst – und Center, wenn Heimkino nicht nur „auch mal“ passieren soll.

Wohnzimmer-Aufstellung: ja, auch bei der Arendal 1610 Series entscheidet das Setup

Jetzt kommt der Teil, den viele überspringen – und sich danach wundern, warum die Einmessung „irgendwie nicht zaubern konnte“. Arendal sagt es im eigenen Aufstellungsguide ziemlich deutlich: Erst Positionierung, dann Auto‑EQ.

Und genau im Wohnzimmer ist das der Knackpunkt. Du hast meist vorne ein TV/Lowboard, irgendwo links einen Durchgang, rechts vielleicht Fenster oder ein Schrank – und das Sofa steht selten da, wo es akustisch perfekt wäre, sondern da, wo es im Alltag Sinn ergibt.

Ich glaube übrigens, dass die Arendal 1610 Series genau in die Zeit passt, wo Streaming bei vielen das Herzstück ist. Ich hab zuletzt den WiiM Ultra im Test gehabt – und solche Geräte sind genau das, was ich bei vielen Wohnzimmer-Setups als Startpunkt sehe.

Wer eher in Richtung „ein Gerät, das alles kann“ denkt: Mein Langzeittest zum Eversolo DMP‑A6 passt da ziemlich gut als Gegenpol.

Füße / Spikes: nicht optional, sondern Grundlage

Arendal beschreibt bei den Arendal 1610 Series Towern explizit, dass die Spikes so gedacht sind, dass du sie von oben über die Outrigger einstellen kannst – ohne Werkzeug und ohne die Box anheben zu müssen.

Das ist im Wohnzimmer schlicht Gold wert, weil du damit eine stabile, definierte Aufstellung hinbekommst. Und es spielt direkt in den nächsten Punkt rein: Arendal betont nämlich, dass du auf der Listening Axis hören solltest, weil es sonst um die Crossover-Regionen unruhig werden kann.

Kurz: erst mechanisch sauber, dann akustisch fein.

Toe-In: Arendal will, dass du einwinkelst

Arendal schreibt, dass ihre Arendal 1610 Series Lautsprecher bewusst zum Hörplatz eingewinkelt werden sollen, um Probleme mit den nächsten Begrenzungsflächen zu reduzieren und die Abbildung stabil zu halten, auch wenn du nicht exakt mittig sitzt.

Im Wohnzimmer ist das genau das, was du willst. Weil du selten perfekte Symmetrie hast. Und weil du nicht immer wie ein Zombie in der Mitte des Sofas festgetackert hörst. Toe-In hilft, dass die Mitte sitzt und Stimmen nicht wandern.

Abstand zur Wand: „unten ported“ heißt nicht „egal“

Wenn die Ports der Arendal 1610 Series nach unten arbeiten, ist der Reflex‑zu‑Wand‑Stress anders als bei einem klassischen Rear-Port, der dir direkt in die Wand feuert. In der Praxis kann das durchaus helfen, wandnäher zu arbeiten.

Aber Arendal ist im eigenen Guide trotzdem ziemlich eindeutig und empfiehlt als Minimum 20–30 cm zwischen Frontwand und Rückseite des Lautsprechers. Und sie sagen auch dazu, warum: zu nah wird’s „muddy“ im unteren Mittelton, der Oberbass dickt auf, Stimmen wirken congested und undifferenziert.

Für mich heißt das: Ja, du kannst mit der Arendal 1610 Series tendenziell realistischer wandnah arbeiten – aber du solltest es nicht mit „10 cm, passt schon“ verwechseln.

Seitenwände, Reflexionen und der normale Wahnsinn

Arendal erklärt im Guide recht ausführlich, dass sie viel Wert auf linearen On- und Off-Axis sowie eine lineare Power Response legen, und dass die kontrollierte Direktivität die Speaker toleranter macht – auch bei weniger idealen Räumen. So auch bei der Arendal 1610 Series.

Trotzdem bleibt Physik Physik: Arendal sagt genauso klar, dass mehr Abstand zu Seitenwänden hilft, weil frühe Reflexionen die Bühne verwischen und die Ortung unpräzise machen können.

Wenn du dazu noch einen einfachen, aber brutalen Wohnraum-Hack willst: Arendal empfiehlt mindestens einen Teppich an den ersten Reflexionspunkten am Boden und erklärt den Spiegel-Trick, um genau diese Punkte zu finden.

Und ja, auch der Hörplatz ist so ein Thema, über das man nicht gern spricht: Arendal nennt als Faustregel ca. 38% der Raumlänge von der Rückwand als sinnvollen Startpunkt, um Rückwand-Einflüsse zu reduzieren und den Bass zu glätten.

​​Und falls du dich fragst, warum ich so auf Bühne, Attack und Kontur rumreite: Das Thema Transienten ist für mich der heimliche Star bei gutem Sound.

Abschluss: Warum die Arendal 1610 Series gerade so viel Sinn ergibt

Wenn man sich die Arendal 1610 Series nüchtern anschaut, ist das keine „wir mussten halt was Neues bringen“-Serie. Das wirkt eher wie eine bewusst gesetzte Lücke im Portfolio: High-End-Konstruktion und erwachsene Chassis-Bestückung, aber in Modellen, die nicht automatisch ein eigenes Zimmer verlangen.

Der Arendal 1610 Series Tower bringt die große Geste, ohne völlig aus dem Rahmen zu fallen. Die Bookshelf ist die kompromissarme Alternative für alle, die lieber flexibel bleiben. Die Slim ist die Box für das echte Leben – Wandmontage, wenig Tiefe, Integration. Und preislich ist das Ganze klar als High-End positioniert, aber eben so modular, dass du dir aus der Serie ein Setup bauen kannst, das zu Raum und Nutzung passt – statt umgekehrt.

Wenn Arendal das klanglich so sauber umsetzt, wie es die Techspecs und die ganze Systemlogik vermuten lassen, dann ist die Arendal 1610 Series ziemlich genau das, was viele gesucht haben: Arendal‑Anspruch, weniger Platzsteuer, mehr Alltag.

Wer mehr zu der Arendal 1610 Series lesen möchte kann dies auf der Arendal-Website tuen.

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Arcam baut die Radia-Serie aus: Neue AVA-Verstärker, Prozessor und Endstufen für das Heimkino https://www.hifigeek.de/arcam-radia-ava/ https://www.hifigeek.de/arcam-radia-ava/#respond Wed, 04 Feb 2026 16:13:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11645 Die Arcam Radia AVA-Familie ist da — und sie macht unmissverständlich klar, wo Arcam im Heimkino-Segment stehen will: nicht beim nächsten Yamaha, sondern dort, wo audiophiler Anspruch auf Mehrkanal trifft. Mit dem kompletten Radia-AV-Lineup präsentiert der britische Hersteller eine neue Generation von AV-Verstärkern, die optisch und konzeptionell auf der bestehenden Radia-HiFi-Linie aufbauen.

Arcam Radia AVA: Drei Modelle, ein Prozessor, zwei Endstufen

Vorgestellt wurde das neue Lineup auf der ISE 2026 in Barcelona. Die Arcam Radia AVA-Familie umfasst die drei AV-Verstärker AVA15, AVA25 und AVA35, den 16-Kanal-Prozessor AVP45 sowie die Endstufen PA4 (vier Kanäle, Class D) und PA9 (neun Kanäle, Class G). Wer über die ungewohnte Bezeichnung stolpert: Arcam nennt die Geräte bewusst AVA statt AVR, weil kein klassischer AM/FM-Tuner verbaut ist. Ein semantisches Detail, das die Positionierung aber gut trifft — hier will niemand der nächste Massenmarkt-Receiver sein.

Die drei AVA-Modelle ersetzen die bisherige Generation aus dem Jahr 2022 — also AVR11, AVR21, AVR31 und AV41. Und der Generationswechsel bringt mehr als ein neues Gehäuse: Alle Modelle starten jetzt mit neun integrierten Endstufen statt bisher sieben, und Dirac Live Active Room Treatment (ART) hält erstmals Einzug — eine Funktion, die bislang nur sehr wenigen Geräten am Markt vorbehalten war.

Was die Modelle unterscheidet — und wo es technisch interessant wird

Optisch setzen alle vier AV-Geräte auf das typische Radia-Design: schOptisch setzen alle vier AV-Geräte auf das typische Radia-Design: schwarzes Metallgehäuse, dezente gelbe Akzente, 6,5‑Zoll-Farbdisplay auf der Front. Innen gehen die Wege auseinander — und hier lohnt ein genauerer Blick.

Der AVA15 ist der Einstieg ins Lineup. Neun Kanäle in Class D, Dolby Atmos, DTS:X, HDMI 2.1a mit HDCP 2.3 — bis zu 8K/60Hz oder 4K/120Hz, VRR und ALLM inklusive, also auch für Gaming-Setups gerüstet. Auro-3D fehlt auf diesem Niveau noch.

Der AVA25 legt nach: Neun Kanäle Class AB mit je 100 Watt an 8 Ohm, dazu ein toroidales Linearnetzteil für stabile Versorgung auch bei hohen Pegelspitzen. Auro-3D kommt hinzu, ebenso ein Zone-2-Ausgang. Arcam behauptet, der AVA25 liege klanglich nahe am mehrfach ausgezeichneten A15+ Stereoverstärker — eine steile These, die wir im Test nachprüfen wollen.

Das Flaggschiff der Arcam Radia AVA-Reihe ist der AVA35, und hier wird es technisch wirklich interessant. Arcam verbaut Class-G-Verstärkung für alle neun Kanäle — ein Prinzip, das mit einer doppelten Spannungsversorgung arbeitet: Bei geringen Pegeln läuft die Endstufe auf der niedrigeren Schiene, bei hoher Dynamikanforderung schaltet sie auf die höhere um. Das reduziert Verlustleistung gegenüber klassischem Class AB erheblich und senkt gleichzeitig das Kreuzverzerrungsproblem, das viele Class-AB-Designs bei niedrigen Pegeln plagt. Arcam hat dieses Konzept bereits im SA45 Streaming-Verstärker verfeinert — der AVA35 überträgt es nun erstmals auf neun Kanäle in einem Gehäuse.

Dazu kommt der ESS Hyperstream IV DAC Pro, denselben Wandler den Arcam auch im SA45 einsetzt, kombiniert mit einem Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz bei ±0,05 dB — also praktisch perfekt flach über das gesamte Audioband. Der SNR liegt bei 100 dB, THD+N bei –100 dB. Das sind Werte, bei denen man nicht lange über Messergebnisse diskutieren muss.

Der AVP45: Prozessor mit ernsthafter Architektur

Wer den maximalen Separates-Aufbau anstrebt, greift zum AVP45 — und bekommt dafür eine der technisch aufgeräumteren Architekturen im Segment. 16 Dekodierungskanäle, und was besonders auffällt: alle 16 Kanäle haben sowohl XLR- als auch RCA-Ausgänge. Der symmetrische Ausgang liefert 5 V RMS, der unsymmetrische 2 V RMS — für lange Kabelwege zu externen Endstufen im dedizierten Heimkino-Raum ist das ein echter Vorteil, denn Einstreuungen werden über die Gleichtaktunterdrückung der Balanced-Verbindung weitgehend eliminiert. Wer wie wir selbst einen dedizierten AV-Prozessor im Einsatz hat, weiß wie viel die Architektur ausmacht — wir haben uns gerade für den Anthem AVM70 entschieden.

Die Matrix Channel Assignment-Funktion erlaubt dabei freie Kanalzuweisung für alle 16 Ausgänge — mit einer sinnvollen Einschränkung: Subwoofer-Kanäle sind nur auf den Ausgängen 4 sowie 11 bis 16 zulässig, was die Bassmanagement-Architektur intern sauber hält. Formatunterstützung umfasst Dolby Atmos, Dolby TrueHD, DTS:X, DTS-HD Master, IMAX Enhanced, Auro-3D und MPEG‑H. Der Prozessor zieht dabei im Leerlauf lediglich 35 Watt — ein Hinweis darauf, dass hier keine unnötige Wärmeentwicklung in Kauf genommen wird, trotz des ernsthaften 9,4‑Kilogramm-Chassis.

Streaming und Konnektivität

App-seitig läuft alles über die Arcam Radia App. Streaming-seitig ist alles dabei, was man 2026 erwartet: AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect und Roon Ready. Das Netzwerkmodul unterstützt Dual-Band-WLAN nach 802.11ac sowie Bluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound und Auracast — also aptX Lossless für bitgenaues kabelloses Streaming und Broadcast-Modus für mehrere Empfänger gleichzeitig. Hi-Res-Audio bis 24 Bit/192 kHz ist über alle Eingangswege möglich.

Software: Eine lange Geschichte, die noch nicht ganz geschrieben ist

Arcam baut auf einem guten Klang-Ruf auf — aber auch auf einer Software-Biografie, die nicht ohne Narben ist. Ältere Modelle wie der AVR30 kamen Ende 2019 mit teils fehlerhafter Firmware auf den Markt, Update-Prozesse galten in der Community jahrelang als zäh und fehleranfällig. Das hat sich mit der aktuellen Arcam Radia AVA-Generation gebessert — aber erledigt ist das Thema nicht.

Nutzer der aktuellen Radia-Streaming-Geräte bemängeln die Qobuz-Integration in der Radia-App als ausgesprochen schwach: fehlende Metadaten, unattraktive Oberfläche, kaum vergleichbar mit etablierten Lösungen wie BluOS. Und wer ein Update einspielen will, greift noch immer zum USB-Stick — Over-the-Air-Updates waren laut Arcam im Frühjahr 2025 in Planung, aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verfügbar. Für Geräte im Preisbereich von 3.000 bis 7.000 Euro ist das ein Anachronismus, den Käufer kennen sollten.

Die neue AVA-Familie soll von Beginn an stabiler ins Rennen gehen. Ob das diesmal wirklich stimmt, werden die ersten Monate nach dem Q3-Launch zeigen.

Der Markt erwacht

Die Arcam Radia AVA-Serie trifft auf einen Markt, der sich gerade grundlegend neu aufstellt. Onkyo nutzte die CES 2026 in Las Vegas — passend zum 80-jährigen Jubiläum — für einen umfassenden Ausblick auf ein komplett neues AV-Receiver-Lineup der TX- und RZ-Serien, inklusive neuer High-End-Vorstufe und separater Endstufen. Dirac Live und Dirac ART sollen bei allen Modellen von Anfang an dabei sein. Der Haken: Viele Onkyo-Modelle sind erst für 2027 als finale Markteinführung geplant — was Arcam mit dem Q3-Launch durchaus in die Karten spielt.

Preise und Verfügbarkeit

Die Arcam Radia AVA-Modelle und der AVP45 sollen ab Q3 2026 verfügbar sein, die Endstufen PA4 und PA9 folgen im Q4. Die Preise in der Übersicht:

  • AVA15: 2.999 €
  • AVA25: 4.999 €
  • AVA35: 6.999 €
  • AVP45: 5.999€
  • PA4: 999€
  • PA9: 3.999€

Wir haben ein Testgerät angefragt — sobald ein AVA bei uns eintrifft, schauen wir uns an, ob der Klang-Anspruch hält, was die Specs versprechen.

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DENON, MARANTZ & B&W: SAMSUNG ÜBERNIMMT DIE AUDIOWELT – DER MEGA-DEAL IST PERFEKT! https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/ https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/#respond Wed, 07 May 2025 09:12:42 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8829 Die Gerüchteküche brodelte schon lange, jetzt ist es amtlich: Harman International, Tochtergesellschaft von Samsung, übernimmt die Sound United Audiosparte von Masimo für satte 350 Millionen Dollar! Damit wandern legendäre HiFi-Marken wie Denon, Marantz und Bowers & Wilkins in den gigantischen Audio-Kosmos von Samsung. Was für ein Paukenschlag in der Audiowelt!

Der Deal des Jahres: Samsung schnappt sich die Audio-Elite!

Was viele befürchtet hatten, ist nun eingetreten – aber mit einem überraschend positiven Twist! Nachdem Masimo zuletzt kaum noch wusste, was es mit seinen Audio-Perlen anfangen sollte, hat Samsung jetzt die Reißleine gezogen und den gesamten Laden übernommen. Und das zum Schnäppchenpreis von gerade mal 350 Millionen Dollar – in bar, versteht sich!

Das ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Masimo vor gerade mal drei Jahren sagenhafte 1,025 Milliarden Dollar für Sound United hingeblättert hatte. Ein Verlustgeschäft epischen Ausmaßes für das Medizintechnikunternehmen, das offensichtlich festgestellt hat, dass HiFi-Equipment und Gesundheitstechnik nicht unbedingt eine Traumehe bilden!

Was kommt jetzt ins Samsung-Audio-Imperium?

Mit diesem Deal erweitert Samsung/Harman sein ohnehin schon beeindruckendes Audio-Portfolio um absolute Kultmarken:

  • Bowers & Wilkins (Premium-Lautsprecher für echte Audiophile)
  • Denon (HiFi-Urgestein mit legendärem Ruf)
  • Marantz (High-End-Verstärker und mehr)
  • Polk Audio (Lautsprecher für jedermann)
  • Definitive Technology (Premium-Heimkino-Systeme)
  • Classé (Ultra-High-End-Verstärker)
  • HEOS (Multiroom-Audio-System)
  • Boston Acoustics (bekannt für soliden Sound zum fairen Preis)

Diese Marken gesellen sich nun zu einem bereits beeindruckenden Lineup:

  • JBL (vom Party-Bluetooth-Speaker bis zur High-End-Studio-Monitore)
  • Harman Kardon (Lifestyle-Audio)
  • AKG (Kopfhörer und Studio-Equipment)
  • Mark Levinson (Ultra-Premium-HiFi)
  • Arcam (britische HiFi-Tradition)
  • Revel (High-End-Lautsprecher)
  • Roon (Audiophile Streaming-Software)

VERRÜCKT! Samsung besitzt jetzt gefühlt die Hälfte aller relevanten HiFi-Marken auf dem Planeten!

Die turbulente Vorgeschichte: Masimos Audio-Abenteuer

Die ganze Geschichte hat fast schon Soap-Opera-Qualitäten: Anfang 2017 kaufte Sound United die Marken Denon, Marantz und Co. Ende 2020 kam dann noch Bowers & Wilkins dazu. Doch dann der Hammer: Medizintechnik-Riese Masimo schnappt sich 2022 den ganzen Laden für über eine Milliarde Dollar – ein Move, bei dem die gesamte Branche nur ungläubig mit den Augen rollen konnte.

Und dann ging’s bergab. Im dritten Quartal 2024 wies Masimo für seinen Audio-Zweig einen Nettoverlust von 12,9 Millionen Dollar aus. In den ersten neun Monaten 2024 lag der Gesamtverlust bei erschütternden 31,3 Millionen Dollar. Im November 2024 machten dann Gerüchte die Runde, dass Masimo seine Audio-Sparte komplett einstampfen könnte.

Die Sanierung hatte bereits begonnen: Sämtliche Aktivitäten wurden in Eindhoven (Niederlande) konzentriert, Büros in Frankreich, Finnland, der Schweiz und Deutschland wurden geschlossen. Mit Roland Krüger verließ sogar der Manager der Produktlinie Electronics rund um Denon, Marantz und Classé Audio das sinkende Schiff.

Was bedeutet der Deal für uns Audiophile?

Die große Frage für uns Klangfanatiker: Was passiert jetzt mit unseren geliebten Marken? Werden Denon-Receiver bald mit Samsung-Logos verziert? Kommt der nächste Bowers & Wilkins Kopfhörer mit Galaxy-Branding?

Dave Rogers, Präsident der Lifestyle-Sparte von Harman, gibt sich erwartungsgemäß optimistisch: Diese Übernahme sei “ein strategischer Schritt zur Erweiterung des Kerngeschäfts” und werde “mehr Auswahlmöglichkeiten für Konsumenten” bieten. Das klingt erstmal gut – aber was heißt das konkret?

Meine Prognose für die Zukunft:

  1. Kurzfristig wird sich nichts ändern – die Produktlinien sind bereits geplant, die Geräte in Produktion. Die nächsten 1–2 Jahre laufen die Marken vermutlich wie gehabt weiter.
  2. Mittelfristig könnte es spannende Technologie-Transfers geben – stellt euch vor: HEOS-Multiroom mit Roon-Integration! Oder Bowers & Wilkins Lautsprecher mit JBL-Treibertechnologie! Hier könnte tatsächlich etwas Spannendes entstehen.
  3. Langfristig werden einige Marken neu positioniert oder zusammengelegt – es macht wenig Sinn, dass Samsung zehn verschiedene Receiver-Linien parallel betreibt. Wahrscheinlich werden manche Marken für bestimmte Marktsegmente reserviert oder neu definiert.

Was wir definitiv NICHT erwarten sollten: Eine Einstellung der Premium-Marken. Samsung hat mit Harman bewiesen, dass sie hochwertige Audiomarken schätzen und ihr eigenes Ding machen lassen können. Niemand will schließlich eine Milliarde Dollar für Marken ausgeben, um sie dann zu beerdigen!

Mein persönliches Fazit: Chance statt Katastrophe!

Als ich vor Monaten über das mögliche Aus von Denon, Marantz und Bowers & Wilkins schrieb, war die Stimmung düster. Jetzt atme ich auf – und ihr solltet das auch tun! Samsung/Harman ist vielleicht der beste realistische Käufer, den man sich wünschen konnte.

Warum? Weil Harman seit der Samsung-Übernahme 2017 bewiesen hat, dass sie Audio ernst nehmen. JBL hat seitdem einige der besten Produkte seiner Geschichte auf den Markt gebracht. Mark Levinson produziert weiterhin exquisite High-End-Verstärker. Und die Übernahme von Roon hat gezeigt, dass sie auch Software-seitig in die Audiozukunft investieren wollen.

Der Consumer-Audio-Markt wächst von 60,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf voraussichtlich 70 Milliarden Dollar im Jahr 2029. Samsung wäre dumm, dieses Potential nicht auszuschöpfen – und dumm sind die Koreaner definitiv nicht!

Die Details zum Deal

Der Kaufpreis liegt bei 350 Millionen US-Dollar in bar, mit kleineren möglichen Anpassungen. Die Transaktion soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein, vorausgesetzt, alle behördlichen Genehmigungen werden erteilt. Quentin Koffey, stellvertretender Vorsitzender des Masimo-Vorstands, erklärte, dass das Finden des “richtigen Zuhauses für dieses Geschäft von Tag eins an eine erklärte Priorität des neuen Vorstands war”.

Für Masimo bedeutet der Verkauf eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft im Gesundheitsbereich, während Harman sein Portfolio im Audiobereich massiv erweitert. Die Übernahme ist Teil einer größeren Strategie von Samsung, seine globale Führungsposition im Consumer-Audio-Markt zu stärken.

Für uns Verbraucher bleibt abzuwarten, ob Harman die klassischen HiFi-Sounds der Sound United-Marken beibehält oder neue Akzente setzt. Mit dieser Übernahme entsteht jedenfalls eine der stärksten Markenallianzen im HiFi-Segment überhaupt.

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IOTAVX AVX 17 – Purismus, Power und Präzision fürs Heimkino https://www.hifigeek.de/iotavx-avx-17-purismus-power-und-praezision-fuers-heimkino/ https://www.hifigeek.de/iotavx-avx-17-purismus-power-und-praezision-fuers-heimkino/#respond Thu, 17 Apr 2025 12:52:32 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8757 Die IOTAVX AVX 17 AV-Vorstufe war für mehrere Monate unser audiophiler Mitbewohner. Genau genommen hatten wir das komplette IOTAVX AVX17 + 2x AVXP1 (hier gehts zu unserem Test) Paket im Test, aber ich entschied mich, die Geräte separat zu betrachten. Was diese Vorstufe von der Masse abhebt? Ein konsequenter Fokus auf Hardware-Exzellenz statt Software-Magie – und ob das wirklich funktioniert, erfahrt ihr in diesem ungeschönten Test.

Transparenz first

Der IOTAVX AVX 17 wurde uns kostenlos vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Klingt nach Beeinflussung? Keine Sorge – wie immer bleiben wir kompromisslos ehrlich und neutral. Bei uns gibt’s keine PR-Floskeln, sondern die nackte Wahrheit – egal ob ein Produkt glänzt oder spektakulär versagt.

Die Grundidee: Hardware first, Software second

IOTAVX verfolgt mit der IOTAVX AVX 17 einen völlig anderen Ansatz als Mainstream-Hersteller wie Denon und Marantz oder High-End-Marken wie StormAudio und Trinnov. Statt Kunden mit automatischen Einmesssystemen und komplexen Raumkorrekturen zu beeindrucken, konzentrieren sie sich auf erstklassige Hardware und geben euch mächtige manuelle Werkzeuge an die Hand.

Die Philosophie dahinter ist simpel: Hochentwickelte Algorithmen wie Audyssey, Dirac Live oder Trinnovs proprietäre Lösungen verschlingen Entwicklungsbudgets – und diese Kosten landen zwangsläufig bei uns als Endkunden. IOTAVX hat stattdessen entschieden, das Budget in exzellente Hardware zu stecken und bei der Software auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne auf wichtige Codecs wie Dolby Atmos und DTS:X zu verzichten.

Ihr bekommt zwar kein vollautomatisches Audio-Wunderwerk, dafür aber leistungsstarke manuelle Werkzeuge für Audio-Enthusiasten. Etwas Bastelarbeit ist also gefragt – aber für Audiophile und Heimkino-Fans, die wissen wollen, was in ihrem Setup wirklich steckt, ist genau das ein Grund zum Feiern!

Lieferumfang und technische Daten: Vollausstattung ohne Schnörkel

Zum Lieferumfang gibt’s nicht viel zu sagen: Netzkabel, Fernbedienung, Einmessmikro, 4x Trigger-Kabel, das Gerät selbst und eine Anleitung – mehr braucht’s auch nicht. Das eigentliche Highlight ist die innere Ausstattung: Die IOTAVX AVX 17 bietet satte 17 Kanäle, aufgeteilt in 13.4, womit Setups bis zu 7.4.6 möglich sind. Alle wichtigen Formate wie Dolby Atmos und DTS:X werden unterstützt – hier gibt’s keine Kompromisse.

Die Anschlussvielfalt ist beeindruckend:

  • 17 Cinch-Ausgänge
  • 17 XLR-Ausgänge (für maximale Signalqualität)
  • 3 analoge Cinch-Eingänge (ideal für Plattenspieler, Streamer oder CD-Player)
  • 2 koaxiale und 2 optische Digitaleingänge
  • 6 HDMI 2.0b Eingänge und 2 HDMI 2.0b Ausgänge (mit HDCP 2.2, 4K, HDR10 und Dolby Vision)
  • Bluetooth 5.0 mit aptX-HD

Die zwei HDMI-Ausgänge sind besonders praktisch, wenn ihr beispielsweise TV und Beamer parallel betreiben wollt. Der erste HDMI-Ausgang unterstützt zudem ARC, um den Sound vom TV zurück an die AV-Vorstufe zu leiten.

Verarbeitung und Software: Wo Licht ist, gibt’s auch Schatten

Die Verarbeitungsqualität der IOTAVX AVX 17 ist absolut high-end. Das massive Metallgehäuse, die hochwertigen Anschlüsse und das informative Frontdisplay schreien förmlich “Ich bin ein audiophiles Kraftpaket!” Hier gibt’s nichts zu meckern – IOTAVX unterstreicht ihren Anspruch, kompromisslose Qualität zu liefern.

Die Software hingegen ist… sagen wir mal… funktional statt sexy. Hier gibt’s keine hochglanzpolierte Benutzeroberfläche, sondern eine zweckmäßige, teils pixelige Darstellung. Ehrlich gesagt: Wer braucht Schnickschnack, wenn die Funktionalität stimmt?

Das integrierte Einmesssystem erkennt die Abstände der Lautsprecher zur Hörposition erstaunlich präzise und erleichtert die Grundeinrichtung enorm. Die rudimentären DSP-Filter sind für den Anfang durchaus brauchbar – das wahre Highlight ist jedoch der extrem flexible parametrische EQ:

  • 11 Bänder für die Hauptkanäle (Links, Rechts, Center)
  • 7 Bänder für weitere Kanäle (Surround, Surround-Back, Atmos)
  • 5 Bänder für jeden der vier Subwoofer-Ausgänge1

Was fehlt? Auf moderne Komfortfunktionen wie Streaming, Netzwerkanschluss, WLAN und Multiroom müsst ihr verzichten. Die IOTAVX AVX 17 unterstützt allerdings eine zweite Zone für Musik in einem anderen Raum. Der interne DAC verarbeitet Signale bis 192kbit – völlig ausreichend für Filmgenuss und Musik. Ein Phono-Vorverstärker ist ebenfalls nicht an Bord, also plant entsprechend, wenn ihr Vinyl hören wollt.

Ersteinrichtung: Schnell, aber noch nicht perfekt

Die Ersteinrichtung geht erstaunlich flott von der Hand. Mit dem automatischen Einmesssystem erzielt man bereits akzeptable Ergebnisse – perfekt für einen ersten Höreindruck. Schon nach dieser grundlegenden Einrichtung kann man direkt mit dem Hören beginnen und bekommt einen soliden Eindruck vom Potenzial des Systems.

Nach den ersten Filmen haben wir allerdings die Lautstärken einzelner Kanäle manuell angepasst. Die Atmos-Kanäle waren für unseren Geschmack etwas zu zurückhaltend, weshalb wir sie um 1,5dB angehoben haben – genau diese Flexibilität macht die IOTAVX AVX 17 so interessant.

Einmessung mit REW: Jetzt wird’s richtig geil!

Wer das volle Potenzial der IOTAVX AVX 17 ausschöpfen will, sollte sich mit der Software Room EQ Wizard (REW) vertraut machen und ein kalibriertes Messmikrofon besorgen. Wir haben ein miniDSP UMIK1 verwendet, die Kalibrierungsdaten in REW importiert und dann jeden Kanal einzeln vermessen.

Zugegeben: Bei so vielen Kanälen ist das ein ordentliches Stück Arbeit – ähnlich wie wenn ihr eure erste Platte auf Vinyl hört und realisiert, dass ihr jetzt ein ganzes Kaninchenloch an audiophilen Möglichkeiten entdeckt habt. Nach den Messungen haben wir die Parameter berechnet – REW macht das zum Glück recht einfach – und dann manuell über die Fernbedienung in die IOTAVX AVX 17 eingegeben.

Klingt mühsam? Ist es auch! Aber das Ergebnis ist absolut beeindruckend. Wir haben natürlich auch ein paar Feinheiten nach unserem persönlichen Geschmack angepasst, besonders im Bassbereich – mehr Druck für die brutalen Breakdowns bei unseren Metal-Sessions. Genau diese Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und zu experimentieren, macht unglaublich viel Spaß!

Bedienung: Zweckmäßig, aber nicht sexy

Die Software ist nicht gerade ein Augenschmaus, aber die Einstellmöglichkeiten sind umfangreich. Nach der Ersteinrichtung hat man im Alltag jedoch weitgehend seine Ruhe und kann den IOTAVX AVX 17 problemlos nutzen.

Die alltägliche Bedienung ist erfreulich unkompliziert. Dank CEC lässt sich die Vorstufe in den meisten Fällen bequem über den Fernseher steuern – hier gab es in unseren Tests keinerlei Probleme. Die Funktionen sind intuitiv erreichbar, und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit greift man blind zur richtigen Taste.

Klang: Das Herzstück der IOTAVX AVX 17

Kommen wir zum Entscheidenden: Wie klingt dieses Beast? Die AVX 17 spielt erfreulich neutral und ausgewogen, ohne einen bestimmten “Einschlag” wie ihn beispielsweise Denon-Geräte haben. Sie offenbart die Aufnahme in ihrer reinsten Form, ohne eigene Färbung hinzuzufügen.

Gerade im Bassbereich kann sie dank der flexiblen EQ-Einstellungen direkt zupacken – wir haben hier ordentlich an den Reglern gedreht, um zu sehen, was möglich ist, und waren absolut begeistert. Bass-Drops, wie sie bei modernem Metal zum Standard gehören, kommen mit einer Präzision und Kraft, die man sonst nur von deutlich teureren Systemen kennt.

Wie bereits erwähnt, empfanden wir die werkseitige Einpeglung der Atmos-Lautsprecher als etwas zu zurückhaltend und haben hier nachgeholfen. Leider kann man nicht einzelne Kanäle isoliert testen, wie es bei manchen Konkurrenzprodukten möglich ist – das wäre für analytisches Hören hilfreich, ist für den Normalanwender aber kein Dealbreaker.

Surround und 3D-Sound: Kinoreife Performance

Die IOTAVX AVX 17 erzeugt eine beeindruckend homogene Surround-Atmosphäre mit hervorragender räumlicher Abbildung. Die Kanaltrennung ist präzise, ohne ungewollte Überblendungen. Was mir besonders gefällt: Die Vorstufe spielt ungeschönt und offenbart dadurch auch Schwächen in der Abmischung – ein Zeichen für ihre natürliche Wiedergabe.

Bei der 3D-Sound-Wiedergabe überzeugt die IOTAVX AVX 17 durch Präzision und Homogenität. Die Deckenlautsprecher werden exakt angesteuert und in ein stimmiges Gesamtbild integriert. Das einzige “Problem”: Die meisten Film-Tonspuren schöpfen die Möglichkeiten der Hardware noch nicht voll aus. Hier sind eher die Filmstudios gefordert, bessere Atmos-Mischungen zu liefern.

Vinyl: Auch analog macht der AVX 17 eine gute Figur

Wir haben unseren Plattenspieler mit einer Graham Slee GramAmp 2 SE Phono-Vorstufe an die IOTAVX AVX 17 angeschlossen. Natürlich wandelt die Vorstufe das analoge Signal zunächst in ein digitales um – anders wären DSP und Lautstärkeregelung nicht möglich. Dennoch ist der Klangunterschied zur komplett analogen Kette erstaunlich gering.

Der große Vorteil: Unsere auf den Raum optimierten EQs gleichen vorhandene akustische Schwächen perfekt aus. Hier zeigt sich wieder die Stärke des IOTAVX-Ansatzes: Lieber eine exzellente Hardware-Basis mit manuellen Anpassungsmöglichkeiten als Automatik-Features, die am Ende nicht das Optimum herausholen.

DAC/Streamer: Neutral wie ein Schweizer Notar

Da die IOTAVX AVX 17 selbst keine Streaming-Funktionen bietet, haben wir diverse externe Streamer und DACs angeschlossen (WiiM, Eversolo, Burson, Shanling etc.). Auch hier bestätigt sich die neutrale Arbeitsweise der Vorstufe: Obwohl sie intern die Signale digital wandelt, setzt sie keine eigene klangliche Note drauf. Die charakteristischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Quellgeräten bleiben erhalten.

Gaming: Solide Performance mit kleinem Wermutstropfen

Natürlich haben wir auch mit der IOTAVX AVX 17 gezockt – sowohl am PC als auch an diversen Konsolen. Die Performance ist durchweg überzeugend, mit einem kleinen Wermutstropfen: Aufgrund des HDMI 2.0b Standards sind keine 120Hz-Signale möglich. Wenn euch das wichtig ist, solltet ihr die entsprechenden Quellgeräte direkt an den Fernseher anschließen und den Ton via ARC zur IOTAVX AVX 17 leiten.

Ist die IOTAVX AVX 17 eine echte Alternative zu anderen Herstellern?

Die IOTAVX AVX 17 ist definitiv ein eigensinniges Produkt, das sich mehr an Enthusiasten als an Einsteiger richtet. Dennoch könnte sie ein idealer Einstieg in die High-End-Welt sein – wie das erste Death-Metal-Album, das euch die Tür zu einer völlig neuen Klangwelt öffnet. Anfangs vielleicht einschüchternd, aber mit wachsender Erfahrung immer faszinierender.

Im Vergleich zur Konkurrenz steht die IOTAVX AVX 17 hervorragend da:

  • Denon bietet keine reinen Vorstufen an. Der AVR-X6800H für ca. 2400€ kommt mit 11 Endstufen und der Möglichkeit, über eine separate Stereoendstufe auf 13 Kanäle zu erweitern. Hier bekommt man zwar Streaming-Funktionen via HEOS dazu, aber qualitativ kann diese All-in-One-Lösung mit einem IOTAVX AVX 17 + AVXP1 Paket nicht mithalten.
  • Marantz hat zwar eine dedizierte AV-Vorstufe im Programm, diese kostet jedoch stolze 7000€. Bei IOTAVX bekommt ihr ein komplettes Set mit zwei IOTAVX AVXP1 Endstufen für ca. 4200€.
  • Der Denon AVC-A10H rangiert bei 4600€ und dürfte kaum den Dynamikumfang des IOTAVX-Sets erreichen.

Erst deutlich teurere Geräte von StormAudio oder Trinnov bieten ähnliche PEQ-Funktionen plus zusätzliche Features wie Bass-Management oder Active-Room-Treatment – allerdings zum 3- bis 5‑fachen Preis. Hier ist IOTAVX wie ein aufstrebendes Underground-Label, das die großen Plattenkonzerne in Sachen Preis-Leistung alt aussehen lässt.

“Aber Streaming ist mir wichtig!” – Die Lösung

Mit dem gesparten Budget könnt ihr locker in einen hochwertigen externen Streamer investieren. Empfehlenswert sind der WiiM Pro Plus oder WiiM Ultra für den kleineren Geldbeutel, oder der Eversolo DMP-A6 (Master Edition) als anspruchsvollere Lösung. Wir haben alle diese Geräte bereits mit der IOTAVX AVX 17 getestet – sie harmonieren hervorragend!

“Aber 8K ist doch die Zukunft?” – Nein, ist es nicht

Ehrlich gesagt: aktuell braucht kein Mensch 8K. Die meisten Hersteller nehmen ihre 8K-Geräte bereits wieder aus dem Sortiment, weil der Markt schlicht nicht da ist. Selbst 4K hat es noch nicht überall geschafft, und im Heimbereich wird 8K entweder noch Jahre brauchen oder sich gar nicht durchsetzen.

Bei typischen Betrachtungsabständen und Bildschirmgrößen im Heimkino ist der Unterschied zwischen 4K und 8K kaum wahrnehmbar – ähnlich wie der Unterschied zwischen einem gut gemasterten MP3 und einer High-Res-Datei auf einem Durchschnitts-System. (Denkt dran der AVX 17 ist nicht durchschnitt und hier bekommt ihr die Unterschiede direkt auf dem Präsentierteller)

Auch im Gaming-Bereich kämpfen aktuelle Grafikkarten noch damit, stabile Frameraten bei 4K mit allen Details und Raytracing zu liefern. Selbst Sony hat das 8K-Logo von der PlayStation 5 entfernt, da sie nicht an die kurzfristige Marktrelevanz glauben.

Fazit: Audiophiler Purismus für Enthusiasten

Die IOTAVX AVX 17 ist ein Gerät mit klarem Fokus: kompromisslose Klangqualität ohne überflüssigen Schnickschnack. Sie richtet sich an Audio-Enthusiasten, die bereit sind, sich mit der Materie auseinanderzusetzen und das letzte Quäntchen Performance aus ihrem Heimkino-Setup herauszukitzeln – vergleichbar mit dem Unterschied zwischen einem normalen Fan und einem echten Metalhead, der jede Note seines Lieblingsalbums kennt.

Mit ihrer erstklassigen Verarbeitung, den umfangreichen Anschlussmöglichkeiten und dem neutralen, detailreichen Klangbild überzeugt die IOTAVX AVX 17 auf ganzer Linie. Besonders beeindruckend ist der flexible parametrische EQ, der eine präzise Anpassung an den eigenen Raum und Geschmack ermöglicht.

Die Vorstufe ist kein Plug-and-Play-Gerät für Einsteiger, sondern eine audiophile Sandbox für Tüftler und Klangperfektionisten. Wer bereit ist, Zeit und Mühe in die Einrichtung zu investieren, wird mit einem Klangerlebnis belohnt, das deutlich teurere Geräte in den Schatten stellt.

Im Zusammenspiel mit den passenden IOTAVX AVXP1 Endstufen entsteht ein Heimkino-Setup, das in Sachen Preis-Leistung seinesgleichen sucht. Für Metal-Fans, Horrorfans und Filmliebhaber, die Wert auf ungefärbte, kraftvolle Wiedergabe legen, ist das IOTAVX-System eine echte Offenbarung – wie der erste Besuch auf einem Konzert in der ersten Reihe, wenn die Basswellen direkt durch den Körper gehen.

* Die Wertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.

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Proficient FTEQ-12 — das Subwoofer-Ungetüm im Langzeittest https://www.hifigeek.de/proficient-fteq-12-das-subwoofer-ungetuem-im-langzeittest/ https://www.hifigeek.de/proficient-fteq-12-das-subwoofer-ungetuem-im-langzeittest/#respond Wed, 27 Nov 2024 17:43:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8128 Man ey! Das schieben wir schon lange vor uns her. Haben eigentlich alles schon vorbereitet und haben nie den Absprung geschafft, sodass es schon weh tut. Unser Langzeittest zum Proficient FTEQ-12. Und jetzt auch noch das: Die Kiste wird jetzt zum Black Friday für 1749€ rausgehauen. Shit! Also muss hier jetzt schnell der Test her damit ihr euch rasch überlegen könnt dieses Subwoofer-Ungetüm in eure 4 Wände zu stellen.

Abgrenzung

Wie immer: Keine Werbung, keine Kohle ist geflossen, sondern uns wurde dieses Schmuckstück aus freien Zügen vom deutschen Vertrieb (Audiolust) kostenlos zur Verfügung gestellt. Lange zur Verfügung gestellt. Irgendwie scheint es, als wollen wir die Kiste nimmer los werden… vielleicht ist das auch der Grund warum wir uns so lange Zeit gelassen haben? Vielleicht sollten wir doch Werbung schalten, um uns regelmäßig mit geilem HiFi und Heimkino-Scheiß einzudecken? Nagh! Wir schreiben hier ungeschönt und ohne HiFi-Sprech unsere Meinung und so bleibt das.

Sunfire als Urvater

Wir fassen es hier noch einmal kurz zusammen: Proficient und Speakercraft basieren komplett auf der Technologie von Sunfire. Das heißt im Grunde, neuer Name, also Power. Oder so in etwa.

Unboxing

Zu allererst, hier klingelt kein Postbote sondern es kommt eine Spedition, denn den 46kg schweren Subwoofer will dann doch kein Postbote mehr heben. Karton aber erstmal ins richtige Zimmer verfrachtet und geöffnet gibt sich ein ähnliches Bild wir schon beim kleineren Modell dem FRS-12 und FDS-12. Schön in einer weißen Stofftasche eingepackt, wartet der Kleine darauf aus dem Karton gehoben zu werden. Alternativ kann man auch den Karton umkippen. Befreit von seinem Stofftäschchen glänzt der Subwoofer in seinem Klavierlackfinish vor uns und lechzt danach angeschlossen zu werden.

Einrichtung

Alleine oder besser mit zwei Personen sollte man jetzt schnell die Kiste an seinen Bestimmungsort befördern, wie wir es getan haben. Mal eben ein Stromkabel dran und das breitliegende RCA-Kabel und schwupps können wir ihn auch schon mit Hilfe des Schalters auf der Rückseite zum Leben erwecken. In der Realität geht es ziemlich schnell und letzlich liegen die Feinheiten nachher im Detail der App.

Design und Verarbeitung

Großer schwarzer Kasten. So oder so ähnlich wird es wohl die Frau umschreiben, wenn man sie fragen würde. Aber: zum Glück ist der Proficient FTEQ-12 für das was drinnen schlummert von seinen Maßen doch recht “schlank”. Mit 488 mm x 460 mm x 450 mm (B x H x T) ist er nicht nur fast ein Würfel, sondern auch recht unauffällig. Das Design zwar typisch Subwoofer, aber durch seine zwei Treiber rechts und links kann man ihn auch ohne Abdeckung jener gut auf beiden Seiten vom Wohnzimmer/Heimkino, Hifi-Anlage oder Whatever präsentieren. Die geschlossene Bauform macht die Positionierung auch einfacher, wobei viele so oder so auch wandnah bevorzugen.

Technik-Bashing

Rumsdibums! Wollen wir mal auflisten was den Proficient FTEQ-12 so besonders macht. Zwei Verstärker mit je 1000 Watt treiben die zwei 12″ Woofer mit Kevlar-Membranen an. Damit sollte klar sein, dass die Kiste nix für die Wohnung imm Mehrfamilienhaus ist oder die Nachbarn auf Massagen stehen. Ergo haben wir hier satte 2000 Watt Leistung welche sich feinfühlig durch einen integrierten DSP in die richtige Richtung zügeln lassen. Vorteil am Doppeltreiber-Design ist ebenfalls, dass der Subwoofer ruhig auf seinem Platz steht, egal welches Inferno er gerade entzündet. Jedenfalls ist die Kiste uns nicht davongelaufen, als wir ihn ordentlich befeuert haben.

App und Einmessung

Die Einmessung geht wenn man es möchte leicht von der Hand. Proficient stellt eine App zur Verfügung mit welcher sich der Subwoofer ganz nach Lust und Laune anpassen lässt. Für den Schnellstart wollen wir zuerst die automatische Einmessung benutzen. Hierzu den Auto EQ gewählt, auf den Wunschplatz gesetzt und den Start-Button gedrückt. Hierzu gibt es in der App noch ein paar kleinere Hinweise, wie z.B. das Handy auf der Sitzposition in Kopfhöhe zu halten, damit die Einmessung, das beste Ergebnis erzielen kann. Nach ein paar druckvollen Testtönen ist es auch schon geschehen und der Subwoofer eingemessen.

Die App bietet aber noch weitere Features allem voran drei Presets (Normal, Music und Movie) und einen Night Mode um den Subwoofer an die jeweilige Begebenheit ein wenig anzupassen. Mehr Druck unten rum bei Filmen oder mehr Punch bei der Musik? Oder doch lieber die Familie schlafen lassen und ein wenig den spielfreudigen Kammeraden zügeln?

Weiter lässt sich der Crossover in der App inkl. Flankensteilheit anpassen. Praktisch wenn man nicht so die Möglichkeiten eines AVR hat, z.B. in einem analogen Stereo-Setup. Natürlich kann man ebenfalls die Phase anpassen und den Delay in Metern.

Abgerundet wird das mit demm 4 bandigen manuellen Equalizer. Hier kann man wenn man es sich zutraut, seinem Setup den letzten Schliff geben.

Das mit Abstand beste Feature ist aber unteranderem der Auio Sweep. Hier kann man auf hoher Lautstärke mal manuell alle Frequenzen durchgehen und so seinen Raum “debuggen”. Wir haben zu Anfang auf manchen Frequenzen noch so das ein oder andere Möbelstück gefunden, welches zum Mitschwingen tendiert hat. Mega.

Zuguterletzt kann man noch seine Einstellungen exportieren und importieren, damit einem diese niemals verloren gehen.

Höreindruck

Hat er Druck gesagt? Ja! Er hat Druck gesagt! Davon hat der Zauberkasten einiges in Reserve. Aber von Vorne. Wir haben hier einen akustisch angepassen Raum, welcher aus einer Wohn-/Esszimmer-Kombination besteht. Akustisch angepasst in dem Sinne, dass wir Absorber und Diffusoren verbaut haben. Halt so ne moderne Akustikpaneelwand. Aber richtig. Nicht direkt an die Wand geschraubt sondern bis zu 40cm Steinwolle dahinter. Porös, weniger porös… ein anderes Mal gehen wir darauf ein. Was Fakt ist, ist dass wir hier einiges an Energie aus dem Raum nehmen um unangenehme Raummoden zu minimieren. Anders gesagt: der Subwoofer braucht bei manchen Frequenzen extra viel Power um aus dem Quark zu kommen. Zumindest für das Gehör und die Messung.

Aber bei dem Proficient FTEQ-12 handelt es sich um ein wirklich potentes Exemplar eines Subwoofers und so können wir richtig Spaß haben mit der Kiste. Er bekommt mit Leichtigkeit den kompletten Raum angeregt ohne zu verzerren oder zu clippen. Clipping haben wir im allgemeinen gar nicht festgestellt. Dennoch haben wir den Subwoofer ordenlich Futter gegeben. Jetzt alle Filme aufzuzählen die er durchlaufen hat wäre ein wenig viel, aber sagen wir mal so: jeden Blockbuster der letzten 12 Monate und darüber hinaus ein Repertoire an Filmen im hohen zwei stelligen Bereich.

Er versteht es im Sub-Bassbereich ordentlich Bewegung in das Sitzmöbel zu zaubern, aber auch im mittleren Bassbereich ordentlich agil punsh zu haben. Von Müdigkeit keine Spur, auch nicht bei Filmen wie Dune 2, Godzilla vs Kong oder Mad Max Fury Road, um hier doch einige zu nennen, die wir auch bei hohem Pegel haben durchrauschen lassen. Hoher Pegel ist nun wieder relativ. Wir pegeln die Sprache grob mit dem Handy bei 75–80dB ein und alles was dann an Dynamikumfang vom Film kommt wird mitgenommen. Hier ergeben sich dann Spitzen bei 95dB. Ja… im Kino ist das noch lauter… ja… aber oft schon unangenehm. Hier gibt es auch keine Umgebungsgeräusche die einen stören.

Wie ist denn nun der Subwoofer?

Direkt, punchy, Abrissbirne, in die Fresse. Für die, die ne HiFi branchenübliche Umschreibung suchen. Natürlich ist er ebenfalls trocken im Abgang und im Keller ist er auch potent. Bei einem Frequenzgang (+/- 3dB) von 17–200 Hz ist er für das Heimkino gut aufgestellt.

Und was geht bei Musik?

Na was soll man bei einem geschlossenen Subwoofer schon sagen? Hier geht viel Metal. Death Metal, Deathcore, Hardcore, Black Metal und ansonsten nen bissl Mittelalter-Krams der Frau und natürlich ein wenig Querbeet. Wer einen kleinen Abriss sucht, kann gerne ins Discogs-Profil einen Blick werfen. Hier sieht man was so an Vinyl durch den Plattendreher gezogen wurde. Wer digital und lossless unterwegs ist darf sich gerne bei uns die Referenz-Playlist auf Qobuz zu Gemüte führen und einen Eindruck erlangen was wir so alles dem Subwoofer abverlangt haben, bis wir zu diesen Aussagen gekommen sind.

Ideen für Analagen-Kombinationen

Hm. Also ob es nun Regal-Lautsprecher, denen ihr abgrundtiefe Bässe hinzufügen wollt, oder doch die mannshohen Standlautsprecher… der Proficient FTEQ-12 wird durch seine Features wie dem DSP eigentlich allen Gegebenheiten gerecht. Aber sicherlich bei der Preiskategorie sollte man schon hoch hinaus wollen.

Upgradability

Zwei sind immer besser als Einer oder? Aber mal Hand auf’s Herz. Einer ist geil, aber der Zweite regt halt den Raum gleichmäßiger an. Macht euch weniger Gedanken hierzu. Überlegt euch lieber was ihr als erstes mit dem Teil anstellen wollt.

Ein Upgrade gibt es aber wirklich. Den Proficient Wireless Subwoofer Kit. Quasi kabellose Tonübertragung. Also braucht ihr dem Subwoofer nur noch Strom geben und könnt ihn ansonsten frei im Raum aufstellen. Ihr müsst euch dann keine Sorgen mehr machen, wie ihr ein Cinch- oder XLR-Kabel zu dem Teil bekommt, ohne dass euch der Saugroboter oder Frau an die Gurgel springt.

Fazit

Kommen wir zu dem heftigen Hifi-Geschwurbel: Trocken, punchy, in your face und mächtig dicke Eier. Mensch Leute… das Ding ist einfach ultra. Warum lässt man sich sonst mit ner Rezension so lange Zeit? Damit man den Subwoofer nicht sofort wieder zurückschicken muss! 1749€ kostet die Kiste zum Black Friday.. damit ist er wohl gerade der Günstigste seiner Art. Ja sicherlich sehr gehoben im Preis, aber es ist nunmal ein Hobby.

Schweren Herzens beende ich jetzt hier den Artikel und werde nachdem ich alles aufpoliert und mit Bildern versehen habe, auf den Veröffentlichen-Button drücken. Wohlwissend, dass dies der Anfang vom Ende einer wirklich tollen Freundschaft war. Es war mir eine Ehre. Eine Ära geht zu Ende und wir sind bereit uns von diesem Subwoofer-Ungetüm zu trennen. Denn lange wird es nicht dauern bis Audiolust mitbekommt, dass wir unser Werk nun vollendet haben und den armen Speditions-Fahrer beauftragen die 46kg entgegen zu nehmen.

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Magnetar Blu-Ray Player nun im Vertrieb von Audio Reference https://www.hifigeek.de/magnetar-audio-reference-vertrieb/ https://www.hifigeek.de/magnetar-audio-reference-vertrieb/#respond Thu, 25 Jul 2024 09:59:37 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8003 Wer Magnetar kennt, weiß: Stream hin oder her. Wer wirklich hochwertige und verlustfreie Medien konsumieren will, kommt um die Blu-Ray und Ultra-HD Blu-Ray nicht drum herum. Physikalische Medien leben – auch wenn so manche Presse uns das madig machen möchte. Dolby Vision, HDR10+, Dolby Atmos und DTS:X von Disc klingen eben nicht wie „genauso gut wie Stream”. Sie sind besser. Punkt.

Streaming-Dienste komprimieren. Immer. Selbst die besten 4K-HDR-Streams bewegen sich in Bitraten-Regionen, bei denen eine gut gemasterte UHD-Blu-Ray noch lange nicht schwitzt. Wer eine hochwertige Bildverarbeitungskette und eine sauber aufgestellte Audiosektion sein Eigen nennt, wird den Unterschied hören und sehen – ob er will oder nicht. Hinzu kommt das Thema Bibliothek: Nicht jeder Film ist auf jedem Dienst verfügbar, Lizenzen laufen aus, Qualitätsstufen ändern sich ohne Vorwarnung. Die Disc liegt im Regal und spielt. Immer. Disc bleibt die Referenz.

Das Erbe von Oppo und die Lücke, die ein ganzer Markt spürte

Nachdem Oppo die Produktion seiner legendären Blu-Ray Player eingestellt hat, klaffte eine riesige Wunde in den Heimkino-Herzen. Kein anderer Hersteller hatte bis dahin dieses Niveau an Bildverarbeitung, Audiosektion und Verarbeitungsqualität vereint. Der Markt wartete – und wartete. Günstige Alternativen gab es, echte Alternativen nicht. Wer einmal mit einem Oppo UDP-203 oder UDP-205 gearbeitet hatte, wusste genau, was fehlte: ein Player, der nicht nur Discs abspielt, sondern das Heimkino als Gesamtsystem versteht.

Magnetar füllt die Lücke – und übertrifft die Erwartungen

Seit 2022 schuf Magnetar mit dem UDP800 (hier im Test) Abhilfe – und lieferte ein Tier von einem Player. Vollwertige analoge Audiosektion mit symmetrischen XLR-Ausgängen, sorgfältige Bildverarbeitung, butterweicher Disc-Transport und ein Gehäuse, das keine Fragen zur Wertigkeit offen lässt: Der UDP800 war kein billiger Oppo-Klon, sondern eine eigenständige Ansage an den Markt. Features, die andere Player schlicht nicht boten – und das zu einem Preis, der angesichts der Verarbeitung fast unverschämt fair war.

2023 toppte Magnetar sich selbst mit dem UDP900 (hier im Test) und schuf das ultimative Blu-Ray Flagschiff – nochmals verfeinert in Mechanik, Netzteil und Ausgangsstufen. Wer beide Player gehört und gesehen hat, versteht, warum die komplette HiFi-Szene aufgesehen hat. Das ist kein Marketing-Versprechen, das ist Realität.

Dabei ist bemerkenswert, wie konsequent Magnetar das Thema Audiosektion ernst nimmt. Während viele Blu-Ray Player die analogen Ausgänge als Pflichtprogramm behandeln, hat Magnetar hier echte Ingenieursarbeit reingesteckt: getrennte Netzteile, hochwertige DAC-Bestückung und symmetrische Ausgänge, die auch an ernsthafter HiFi-Elektronik eine Figur machen. Das unterscheidet einen Magnetar von einem reinen Bild-Player – und erklärt, warum die Geräte in HiFi- und Heimkino-Kreisen gleichermaßen Anklang finden.

Neuer DACH-Vertrieb: Was ändert sich für Magnetar-Kunden?

Jetzt gibt es Neuigkeiten auf der Vertriebsseite. Der bisherige Europavertrieb wird eingestellt und durch einen dedizierten DACH-Vertrieb ersetzt – mit dem klaren Ziel, Support und Verfügbarkeit für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich zu verbessern. Thor Acoustic & Design GmbH und Audio Reference übernehmen künftig diese Rolle, wobei der Vertrieb selbst bei Audio Reference in Hamburg angesiedelt sein wird.

Audio Reference ist in der deutschen HiFi-Szene kein unbeschriebenes Blatt – das Hamburger Unternehmen vertreibt bereits namhafte Marken und bringt entsprechende Infrastruktur, Fachwissen und Marktnähe mit. Für Endkunden bedeutet das konkret: kürzere Wege bei Garantiefragen, ein deutschsprachiger Ansprechpartner und eine deutlich stabilere Verfügbarkeit der Player hierzulande. Wer in der Vergangenheit auf lange Lieferzeiten oder umständliche Kommunikation mit dem europäischen Vertrieb gestoßen ist, dürfte diesen Schritt begrüßen.

Mit diesem Schritt unterstreicht Magnetar, dass physikalische Medien für Enthusiasten kein Auslaufmodell sind – und dass die Marke langfristig auf den europäischen Markt setzt. Wer bis dato dachte, das sei halt ein China-Player der Oppo nacheifert und irgendwann wieder verschwindet, wird jetzt eines Besseren belehrt. Strukturen stärken, Vertrieb professionalisieren, Marktnähe aufbauen – das ist kein Zufall, das ist Strategie. Wer auf einen UDP900 wartet oder über einen Einstieg nachdenkt: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, bei Audio Reference vorstellig zu werden.

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Proficient FDS-12 — wir haben uns die “Einsteiger-Serie” genauer angesehen und langzeit getestet https://www.hifigeek.de/proficient-fds-12-wir-haben-uns-die-einsteiger-serie-genauer-angesehen-und-langzeit-getestet/ https://www.hifigeek.de/proficient-fds-12-wir-haben-uns-die-einsteiger-serie-genauer-angesehen-und-langzeit-getestet/#respond Tue, 25 Jun 2024 16:28:01 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7668 Bei Subwoofern geht uns ein Herz auf. Nicht weil der Proficient FDS-12 jetzt eine Revolution ist, sondern weil für gute Horror-Atmosphäre definitiv Bass von nöten ist. Warum und weshalb wollen wir jetzt nicht wirklich in diesem Artikel klären (aber hier), sondern euch ein Werkzeug an die Hand geben, damit eure Horror-Filme Zuhause euch noch mehr unter die Haut gehen.

Abgrenzung

Wir haben den Subwoofer vom Vertrieb von Proficient freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben den Subwoofer auch nicht nur 1–2 Wochen getestet, sondern haben diesen wahrhaftig knapp 6 Monate hier vor Ort gehabt und Quer gehört mit größeren Modellen des Herstellers und unserem eigenen Subwoofer. Hierdurch wollten wir zum einen sicherstellen, dass der Subwoofer ordentlich eingespielt wurde (ja er war Werksneu) und wir genug Zeit haben ihn in unsere gewohnten Routinen einzubauen.

Sunfire im Inneren

Zunächst einmal zur Einordnung: Proficient und Speakercraft sind generell baugleich. Proficient eher für den Fachhandel, Speakercraft für den Onlinehandel. Warum sich das in zwei Firmennamen unterteilt, können wir leider nicht so genau erklären. Was wir aber wissen ist: hinter diesen Namen verbirgt sich eine altbekannte Technologie. Und zwar sind es die direkten Nachfolger von Sunfire. Sunfire war mal neben SVS und Velodyne eine der bekanntesten Marken für Subwoofer. Also: Neuer Name, Sunfire im Inneren.

Proficient Serien und Modelle

Um allen noch einen kleinen Überblick zu geben: Proficient selber hat 3 Modell-Reihen. Die Einsteigerserie Proficient FDS mit den Modellen FDS‑8, FDS-10, FDS-12 und FDS-15. Die Spitzen- bis High-End-Klasseserie Proficient FRS mit den Modellen FRS‑8, FRS-10 und FRS-12 sowie die Refenzserie Proficient FTEQ mit dem FTEQ-12. Hier sollte dann schon fast für jeden Raum und Geldbeutel was zu finden sein.

Unboxing

Sagen wir mal unspektakulär. Aber was erwartet man bei einem Subwoofer? Großer schwarzer Kasten, hier sogar in einem, sagen wir mal weißen Beutel, eingepackt. Mitgeliefert wird noch ein Stromkabel und eine Anleitung. Jetzt nicht fancy, aber was will man schon mehr?

Ausstattung und Optik

Der Proficient FDS-12 von Proficient liest sich auf dem Papier schon eindrucksvoll. 12 Zoll tripple Subwoofer. Wobei hier ein Teller aktiv angesteuert wird und die beiden seitlich gelegenen Teller passiv mitschwingen und so die Membranfläche erhöhen. Mit 600 Watt peak angetrieben signalisiert dies aber schon, dass der Raum nicht zu groß sein sollte und nicht zu viel Dämpfung besitzen. Die seitlichen Membrane sind fest mit einer Stoffabdeckung versehen und beim vorderen Membran kann man die Stoffabdeckung entfernen. Der Subwoofer ist mit einer schwarz matten robusten, sowie pflegeleichten Folie überzogen.

Bei den Anschlüssen gibt es nix zu mäkeln und der Subwoofer verfügt über einen LFE-In oder aber Stereo Cinch-In. Weiterhin besitzt der Subwoofer eine Halterung für den optional erhältlichen Wireless Receiver und passendem USB Anschluss zur Energieversorgung eben jenem.

Einstelltechnisch ist das Nötigste an Bord: Lautstärkeregler, Crossover und Phasenschalter. Zusätzlich noch ein Schalter welcher den Subwoofer dauerhaft einschaltet, in den Auto-Mode versetzt oder ausschaltet.

Verarbeitung

Die Verabeitung des Subwoofers ist klassentechnisch hervorragend. Für eine obere Einsteigerklasse in welchem er sich schätzungsweise bewegt hat er eine super Verarbeitung. Das Gehäuse weißt keinerlei Spaltmaße auf, die Folierung ist blasenfrei und das Gewicht lässt erahnen, dass hier schon ein wenig Material verbaut ist. Die Technikbauteile machen alle einen wertigen Eindruck und unterstreichen den anspruch der oberen Einsteigerklasse. Die Regler sei es für Lautstärke oder Crossover haben eine gute Haptik und geben gutes Feedback bei bedienen.

Anschluss und Praxis

Der Anschluss vom Netzstecker und Cinch-Kabel sollte jedem leicht von der Hand gehen. Danach ist der Subwoofer tendenziell schon mal einsatzbereit. Jedoch ist das nur die halbe Miete und hier sollte zumindest der Lautsträrkeregler auf 50% gestellt werden und die Anlage neu eingemessen, falls man über eine eben solche Funktion verfügt. Hier berichtigt dann der Receiver die Phase, Abstand und Lautstärke in Bezug auf die anderen Lautsprecher des Systems.

Dennoch wird man leider oft mit einfach einen Suboofer in den Raum stellen nicht glücklich. Raummoden, Auslöschungen, etc. sind nahezu immer vorhanden und so muss man schon in die Trickkiste greifen um seinem Subwoofer tollen Klang zu entlocken. Bei der Anschaffung eines Subwoofers in der Preisklasse um die 1000€ sollte man schon einen DSP mit einrechnen. Sprich einen MiniDSP oder Anti-Mode oder aber DSP-Fähigkeiten in seinem AVR/Vorstufe haben, um seinen Raum bestmöglich auszugleichen. Die Dinger wirken wirklich Wunder.

Leistung und Gegrummel

Frisch eingemessen und dem Raum angepasst macht das kleine Teilchen schon mal was es soll. Klein ist natürlich nicht unbedingt das Kredo, denn mit 400x400x400mm ist er jetzt nicht “mini”. Vom Frequenzgang ist der Subwoofer mit 24–160HZ ordentlich und ausreichend für ein kleines Wohnzimmer-Heimkino, aber eher weniger was für die dedizierte Heimkino-Höhle. Die 600 Watt Peak sind hier einfach beschränkend und schätzungsweise bis 16qm machen die ordenlich Druck, alles was größer ist, verliert er schon an Bedeutung. Die geschlossene Bauweise trägt natürlich dazu bei, das er weniger Druck an den Raum abgiebt, dafür aber schön flink spielt und so auch bei Musik Freude bereitet.

Höreindurck

Unser Hörraum, welcher eine Mischung aus Wohnzimmer und akustisch sehr bearbeiteten Wohnzimmer-Heimkino ist, verlangt dem Kleinen schon ein wenig was ab. Das Zimmer besteht aus einer Wohn-/Esszimmer-Kombination wobei das Wohnzimmer ca. 23qm und das Esszimmer ca. 11qm messen. Hier darf der Subwoofer schon ein wenig pumpen um bei Filmen wie Dune, Dune 2, Godzilla vs. Kong, Blade Runner 2049, Godzilla II King of Monsters, John Wick 2, 3, 4, Mad Max, Nope oder Ready Player One zu bestehen.

Wir fahren hier immer einen angenehmen Sprachpegel von ca. 75–80db je nach Film und haben den Subwoofer ca. 10db für ein wenig Spaß angehoben. Heißt im Umkehrschluss, dass der Subwoofer schon seine 90–100db in den Raum transportieren sollte und hiermit haben wir schon, durch die Raumgröße und Dämmung, den Subwoofer an seine Grenzen getrieben. Quittiert hat er uns das mit stellenweise unsauberem Bass und gefühlter schwankender Pegelfestigkeit.

Nicht falsch verstehen. Er ist schlichtweg nicht für unseren Anwendungsfall gemacht. Dennoch schlägt er sich sehr gut für Leute die einen kleineren Raum haben, vielleicht geringere Pegel fahren durch Mietsituation oder einfach nur einen Partner zu seinen Fronts suchen zum entspannten Musik hören.

Generell bleibt zu sagen, dass er sehr harmonisch spielt und sicherlich leicht in so einige Hifi-Systeme zu integrieren ist. Wir haben ihn durch viel harten Metal mit schnellen Bass-Drums getrieben, aber auch orchestralen Untermalungen bei z.B. Septicflesh’s Infernus Sinfonica MMXIX. Natürlich haben wir ebenfalls ein wenig Mainstream Musik laufen lassen. Auch hier ist uns kein Ausreißer aufgefallen, welcher unseren Eindruck trüben würde.

Spezifikationen

Hier noch die Tech-Specs für unsere Puristen:

  • Tieftöner: 12″ Polypropylen-Membran mit hoher Auslenkung
  • Passive Tieftöner: Dual 12″-Polypropylenmembran mit hoher Auslenkung.
  • Frequenzgang (+/- 3dB): 24–160HZ
  • Verstärkerleistung (Peak): 600 Watt
  • Übergangsfrequenz: 50–160Hz
  • Abmessungen (L x B x H) mm / Zoll: 375 x 393 x 394 / 14,75 x 15,46 x 15,5
  • Spannung: 100~240V wählbar

Für wen ist der FDS-12 denn nu?

Ganz klar für Räume so bis zu 16qm, wenn man ordentlich Druck will. Weiterhin ist dies ein Einsteiger-Sub ohne viel Schnick und Schnack. Geboten bekommt man dann ordentliche Luftbewegung durch die drei 12 Zoll Membrane und die 600 Watt Peak sollten auch ausreichen. Dennoch muss man sich einen DSP auf die Wunschliste setzten, um in seinen eigenen vier Wänden glücklich zu werden. Wer hier Fragen hat, immer raus damit, schreiben wir gerne auch mal was zu.

Fazit

Der Proficient FDS-12 ist ein grund solider Einsteiger Subwoofer, aber im gehobeneren Preissegment. Hier tummeln sich ganz klar viele Konkurenten und effektiv wird man sicherlich den ein oder anderen Kandidaten finden, der hier oder dort etwas besser oder anders macht. Nichtsdestotrotz bekommt man mit dem Proficient FDS-12 ein Power House für kleinere Räume. Mit seiner 3x 12 Zoll Membranfläche hat er genug Fläche um nachhaltig Druck zu erzeugen. Ihn würde aber sicherlich eine potentere Endstufe ebenfalls gut stehen und ihn auf’s nächste Level heben. Mit seinem Frequenzgang runter bis 28 Hz spielt er tief genug für das kleine Heimkino und kann so auf jedenfall bei jedem der gerade einen Subwoofer in dem Preissegment um die 1000€ sucht, auf die Short-List aufgenommen werden.

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Warum Sound für Horror so wichtig ist und du besseren Sound brauchst. https://www.hifigeek.de/warum-sound-fuer-horror-so-wichtig-ist-und-du-besseren-sound-brauchst/ https://www.hifigeek.de/warum-sound-fuer-horror-so-wichtig-ist-und-du-besseren-sound-brauchst/#respond Wed, 05 Jun 2024 09:45:29 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7690 Eigentlich wollte ich gerade einen Test für einen Subwoofer schreiben. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich noch nicht’s zum Thema Sound geschrieben habe. Hier wird es auch weniger um konkrete Produkte gehen, sondern erstmal ein wenig um Bewusstseinsschaffung/-entwicklung.

Spannung

Spannung ist wahrscheinlich das wichtigste Werkzeug eines Horror-Films schlechthin. Anders aber, als in einem Krimi oder Action-Film, entlädt diese sich bei einem Horror-Film meist in einem Schock oder anderer grauenhaften Situation. Ganz gleich wie, alle haben Spannung und den Spannungsbogen als Gemeinsamkeit. Um Spannung aufzubauen bedienen sich Filmemacher mehrerer Dinge. Natürlich des Bildes und Dargebotenen, der Vorstellungskraft des Zuschauers, aber auch zentral dem Ton.

Horror-Filme wirken im Kino meist mehr/stärker, als in den eigenen vier Wänden. Dies hat ebenfalls mehrere Gründe, Leinwand, Dunkelheit, ungewohnte Umgebung, Stimmung im Kinosaal, aber definitiv auch der Sound.

Minifizierung des Sounds

Hatte man früher nie daran gedacht, haben uns aber die Hersteller von Fernsehern ein Sound-Accessoires in den letzten Jahren aufgeschwatzt, was man sicherlich häufig in den heimischen Wohnzimmern sieht: die Soundbar.

War der Sound zu Röhren-TV-Zeiten noch ganz passabel, ja es wurden echt dort je nach Modell einiges an Lautsprecher verbaut, ist mit der Schlankheits-Kur der TVs spätestens schlichtweg kein Platz mehr vorhanden. Natürlich gibt es heut zu Tage Fernseher, welche einem das blaue vom Himmel versprechen bis hin zum 3D-Sound. Virtuell kann man einiges an netten Sound-Effekten darstellen, lockt das den geneigten Kino-Gänger aber weniger hervor. Klingt er doch meist blechern, hohl und angestrengt. Ja auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel, weil es hin und wieder TVs gibt die dann doch ganz passabel klingen. Nur eben dann nicht untenrum.

Die Soundbar hat Abhilfe geschaffen. Kommt sie ebenfalls mit einem Subwoofer um die Ecke, hat man schon wirklich mehr als passablen Sound und man könnte anfangen von Erlebnis zu reden.

Wir hatten vor einiger Zeit mal eine Premium Soundbar von LG bei uns in der Testung und konnten ihr attestieren, dass diese wirklich für das Heimkino tauglich ist.

AV-Receiver, Lautsprecher und das liebe Heimkino

Ist man doch mehr dem Filmgenuss verfallen, führt wohl kein Weg an einem AV-Receiver und sorfältig für sich ausgesuchte Komponenten vorbei. Hier kommt man schnell ins Straucheln, weil es natürlich jetzt für wirklich jeden Geldbeutel etwas gibt. Auch 20.000€ können hier nicht viel sein und jeder wird sicherlich in seinem Segment fündig.

Weiterhin beginnt hier auch der Bereich wo die Luft zwischen Kino und Heimkino ziemlich dünn wird. Wir kennen wirklich nicht viele Kinos, welche unserem Review-Setup noch einen drauf setzen können. Letztlich macht das Thema Spaß und man hat zugleich ein tolles Hobby, mit welchem man viel Zeit verbringen kann.

Horror im Heimkino

Wo wir wieder beim Thema Horror angelangt wären. Mit Soundbars und dedizierten Heimkino-Anlagen bekommt der Horror sicherlich noch mal ein anderes Gesicht. Gerade Horrorfilme glänzen durch wirklich rafiniertes Sound-Design und den Stimmungsaufbau darüber. Siehe A Quiet Place: ultra spannend, mit phänomenalem Atmos-Mix. Monster die knarzend im Stockwerk über dem Zuschauer und Protagonisten entlang laufen, viele kleine Sound-Details, welche die Spannung bis ins unermessliche treiben (Review). Evil Dead Rise: bombastischer Sound! Pervers gut anzuschauen und macht mächtig viel Druck im Heimkino. (Review) Wie man aber merkt: ja, Hand auf’s Herz, das funktioniert meist nur bei den neueren Produktionen. Natürlich profitieren Klassiker auch von besseren Sound, aber der Druck und die Dynamik waren zu den Zeiten aber noch was anderes. Es gab einfach noch nicht die heutigen Möglichkeiten und Budgets, um das Thema Sound so weit zu treiben. Dennoch kann man davon ausgehen, dass man so nah wie möglich an den gewollten Sound kommt.

Medium

Leute, Leute, Leute… auch ich liebe Streaming. Unkompliziert, viel Content sofort verfügbar. Aber: die Qualität leidet. Natürlich gibt es den ein oder anderen Stream der sich gut gucken lässt. Dennoch muss ich eine Lanze brechen für physikalische Medien. Die Blu-Ray und die 4K Ultra-HD Blu-Ray sind summa summarum das non plus ultra wenn es um Sound geht! Ja, es gibt von Label zu Label und Film zu Film Unterschiede und nicht immer werden wir in Deutschland mit Lossless Tonspuren beglückt. Aber es gibt auch genug Fails bei den Streaming-Tonspuren. Wie oft habe ich das schon erlebt das im Stream, warum auch immer, die Sprache fürchterlich leise abgemischt war.

Player gibt es, wenn die Ansprüche nicht zu hoch gesteckt sind, günstig zu kaufen. In einer Preisspanne von gut 70€-300€ sollten sich von Einsteiger bis nahezu High-End (der Sony X800m2 z.B.) einiges finden lassen. An Blu-Rays kommt man für kleines Geld gut über kleinanzeigen.de, wenn man sich dort ein wenig auskennt wegen Betrug und so. Bei 4K Scheiben kann man diese auch darüber bekommen, sind aber generell teurer.

Viele Scheiben sind mit hervorragendem Ton ausgestattet und schnell wirst du merken, dass nicht das Medium oder der Player an seine Grenzen kommt, sondern dein restliches Equipment.

Sound Dynamik

Auch ein leidliches Thema. Ich kann es ja verstehen: Warum zur Hölle werden manche Filme gefühlt immer lauter? Die Frage stellt man sich das ein oder andere Mal. Gerade in einer Mietswohnung ist das vielleicht ein wenig unangenehm. Hersteller von Heimkino-Technik haben das Problem direkt erkannt und stellen Anti-Dynamik-Funktionen zur Verfügung. Schwer zu sagen wie man das nennen will. Aber meist steht in den Menüs sowas wie “gleicht die Lautstärke wärend des Films an”. Effektiv ist das einfach nur ein Bügeleisen, welches jegliche Dynamik aus dem Film bügelt.

Dynamik ist ein Werkzeug im Sound Design und eigentlich will man diese, wenn es nicht unbedingt anders geht, nicht wegbügeln. Der Regisseur und die Sounddesigner haben sich schon was dabei gedacht. Ein Schockmoment nach ruhig anschwelender Spannung zum Beispiel. Hier gibt es natürlich auch Extremfälle wie Christopher Nolan Filme, welche äußerst viel Dynamik besitzen oder aber Disney+ Streams und generell Disney/Marvel Produktionen die im Heimkino schon ziemlich flachgebügelt sind.

Bass im Speziellen

Gerade bei Horrorfilmen empfinde ich Bass als eines der wichtigsten Soundmerkmale. Ein sauberer Bass der tief in die Magengrube drückt, erzeugt schon ein sehr bedrückendes Gefühl und ist damit ein wirklich tolles Stilmittel. Bitte versucht nicht mit einem kleinen Brüllwürfel Stimmung zu erzeugen. Das gelingt in der Regel weniger. Ja okay, vielleicht mit einem MicroVee X, aber den durfte ich noch nicht hören, deswegen kann ich dazu wenig sagen. Vergleicht es aber vielmehr mit dem Kinobesuch, wo es so manche Säle gibt, die das Thema Bass schon gut drauf haben. Unser lokaler IMAX Saal zum Beispiel. Der drückt einem den Bass bis in die tiefste Magengegend. Hier ist aber auch manchmal weniger mehr. Der Bass sollte drücken, aber halt nicht wie auf nem Hip-Hop Gig überbetont sein. Die Mischung macht’s.

Ausprobieren

Hör dich mal in deinem Freundeskreis um und guck mal ob du die Möglichkeit findest, genau sowas zu erleben. Fang klein an und schmeiß deinen Lieblings-Horrorfilm ein und erlebe ihn neu. Vielleicht upgradest du irgendwann und dann wirfst du wieder deinen Lieblings-Horrorfilm ein und guckst wie sich deine Soundkulisse verändert hat. Nach und nach kommst du dann deinem Geschmack näher.

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Magnetar UDP900 — Review des High-End Flagschiffs https://www.hifigeek.de/magnetar-udp900-review-des-high-end-flagschiffs/ https://www.hifigeek.de/magnetar-udp900-review-des-high-end-flagschiffs/#respond Wed, 06 Dec 2023 20:32:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7439 Will man meinen, Magnetar hat mit ihrem UDP800 schon die Messlatte bis ins Unendliche hoch gesetzt. Da kommt der Magnetar UDP900 um die Ecke.

Was soll man sagen? Direkt nach der Ankündigung dieses Boliden haben wir natürlich umgehend dafür gesorgt, das Gerät hier in die Testung zu bekommen. Wie ihr seht, hat das geklappt. Und das Beste: wir hatten wirklich Zeit, uns mit dem Player zu beschäftigen. Häufig müssen Reviews schnell gehen und man übersieht, urteilt zu schnell oder kann das Produkt einfach nicht genießen. Wir haben den Magnetar gute vier Wochen unter die Lupe genommen, ihn ausschließlich für alle Sichtungen verwendet und dabei dutzende Filme durchgejagt, um wirklich sicher zu sein, was wir hier schreiben. Dennoch: das hier ist unsere persönliche Meinung. Keine blumigen Umschreibungen für HiFi-Voodoo.

Wer schon mal kurz gegoogelt hat: ja, mittlerweile gibt es auch einen UDP900 MKII mit nochmals überarbeitetem Audio-Board und zwei ESS9038PRO statt dem bisherigen Mix. Den schauen wir uns separat an. Dieser Test hier bezieht sich auf den originalen Magnetar UDP900 — und der ist, Spoiler, schon absurd gut.

Unboxing

Der Magnetar UDP900 kommt ähnlich wie sein kleiner Bruder verpackt: Samtbeutel, in Styropor eingebettet, gut geschützt. Was als Erstes auffällt, ist das Gewicht. 18,5 kg samt Verpackung. Ohne immer noch stattliche 15,8 kg. Wer den Magnetar zum ersten Mal aus der Kiste hebt, glaubt seinen Armen kurz nicht. Wahnsinn, welche Materialschlacht sich schon beim ersten Kontakt ankündigt.

Zuerst entnehmen wir die Fernbedienung und das Kaltgeräteanschlusskabel. Hier geht der Eindruck etwas zweigeleisig: das Kaltgerätekabel ist ein gewöhnliches — was in diesem Preissegment durchaus als kleiner Knick gilt — aber die Fernbedienung ist wieder ein Brecher: 179 Gramm bringt das vergleichsweise schmale Teil auf die Waage. Aber dazu später mehr.

Verarbeitung

Sagen wir es direkt heraus: wir kennen keinen besser verarbeiteten Player auf dem Markt. Der Magnetar UDP900 bildet die absolute Speerspitze.

Wer ihn in die Hand nimmt, bekommt zwangsläufig den Drang, die Kiste aufzuschrauben. Wir wissen, dass man sowas normalerweise nicht macht, wenn man selbst das Geld dafür ausgegeben hat. Da wir der Kiste aber unter den Rock gucken wollten, haben wir uns den Schrauber geschnappt und das Geheimnis gelüftet.

Innenarchitektur: Drei Kammern, zwei Netzteile

Was einen drinnen erwartet, ist beeindruckend aufgeräumt — und das bei einem Gerät dieser Komplexität. Das Gehäuse ist intern durch zwei massive Stahlwände in drei separate Kammern unterteilt:

  • Linke Kammer: Doppeltes Netzteil. Ein 60-Watt-Linearnetzteil mit Ringkerntrafo versorgt ausschließlich die Analogsektion. Ein separates Schaltnetzteil (ebenfalls 60 Watt) kümmert sich um das Digitalboard. Das ist keine Marketing-Maßnahme — getrennte Spannungsversorgung für Analog und Digital ist der richtige Ansatz, um Einkopplungen aus der Digitalsektionen in die Analogsektion gar nicht erst entstehen zu lassen.
  • Mittlere Kammer: Das Sony-Laufwerk (entkoppelt und gefedert gelagert) sowie das 7.1‑Kanal-Analogboard.
  • Rechte Kammer: Das eigenständige 2‑Kanal-Audioboard mit dem ESS9038PRO als Herzstück.

Was als Erstes auffällt, ist die enorm dicke Frontplatte — ganze 15 mm, aus einem Stück Aluminium gefräst. Sie hat lediglich zwei Aussparungen: eine für das Laufwerk, eine für das Display mit seiner Glasscheibe. Das Gehäuse wird innen oben mit zwei mehr als soliden Streben von der Front zur Rückseite versteift. Darunter findet sich das aufgeräumte Innenleben. Die Netzteile und das Laufwerk haben nochmals separate Subgehäuse, und unter dem Laufwerksgehäuse kommt ein weiteres über dem Ringkerntrafo zum Vorschein. Magnetar betreibt hier einen immensen Materialaufwand für Schirmung und Dämpfung auf mehreren Ebenen.

Wirft man einen Blick auf die Eingeweide, fallen direkt die vielen Kondensatoren auf — fast ausschließlich ELNA-Elektrolytkondensatoren. Wer mal kurz nachschlägt und sieht, dass einer der dicken Brecher in der Analogsektion um die 4€ das Stück kostet, versteht schnell: das sind utopische Bauteile für die meisten Elektronikgeräte. Das Laufwerk selbst ist gefedert entkoppelt gelagert. Bei einem Gehäuse dieser Steifigkeit und Masse ist das Vibrationsverhalten naturgemäß maximal träge — und was dann doch noch anklingt, absorbieren die hochwertigen Gerätefüße.

Guts-Porn incoming. Wer nie genug davon bekommt, scrollt einfach durch die Fotos.

Die DAC-Architektur — hier steckt das eigentliche Geld

Das ist ein Kapitel, das in vielen Reviews zu kurz kommt. Dabei ist es einer der Hauptgründe, warum der Magnetar UDP900 in einer komplett anderen Liga spielt als praktisch alles andere auf dem Markt.

ESS9038PRO — und nicht das, was viele meinen

Viele Hersteller werben heutzutage mit “ESS9038”. Was dabei gerne unter den Tisch fällt: es gibt zwei fundamental unterschiedliche Chips. Den ES9038Q2M — ein Zwei-Kanal-Chip mit 128 dB Dynamikumfang und –120 dB THD — und den ES9038PRO. Der PRO ist ein 8‑Kanal-DAC mit 132 dB Dynamikumfang und –122 dB THD. Wenn vier Kanäle im Dual-Differential-Modus für die Stereoausgabe zusammengeführt werden, kommt man auf beeindruckende 137 dB Dynamikumfang. Das ist ein enormer Unterschied — und Magnetar verbaut den echten PRO, nicht den kleinen Bruder.

Für das Stereoboard gilt laut Datenblatt:

  • Signal-Rausch-Abstand: ≥120 dB (RCA), ≥130 dB (XLR balanced)
  • Dynamikumfang: ≥120 dB (RCA), ≥130 dB (XLR)
  • Kanalauflösung: ≥110 dB (RCA), ≥140 dB (XLR)
  • Klirrfaktor + Rauschen: ≤0,0005%

Für den Mehrkanal-Teil (7.1 via RCA) kommt ein ESS9028PRO zum Einsatz — ebenfalls keine Low-End-Lösung, sondern die Profi-Linie von ESS, hier ausschließlich für den Mehrkanal-Ausgang reserviert. Zwei dedizierte DAC-Prozessoren, jeder für seinen Job optimiert. Das nennt sich Ingenieurskunst.

TCXO-Taktung und sieben Digitalfilter

Magnetar hat außerdem einen 100 MHz TCXO (Temperature Compensated Crystal Oscillator) verbaut, der dem ESS9038PRO einen besonders stabilen Takt liefert. Jitter-Reduktion nicht nur auf Chip-Ebene, sondern schon bei der Taktquelle. Das 2‑Kanal-Audioboard sitzt auf einer 6‑lagigen PCB, mit vollständig separater Verkabelung pro Kanal.

Was viele gar nicht wissen: der Magnetar UDP900 bietet sieben Digitalfilter-Modi, die über die Fernbedienung auswählbar sind und die Klangcharakteristik der Stereoausgaben hörbar beeinflussen. Im Handbuch wird das — glücklicherweise — nicht mal erwähnt. Muss man also irgendwann selbst draufkommen. Typisch Magnetar.

USB-DAC und XMOS

Das 2‑Kanal-Board hat außerdem einen XMOS-USB-Receiver an Bord. Das bedeutet: der UDP900 ist auch als externer USB-DAC nutzbar. PC, Streamer, was auch immer — rein in den USB-B-Eingang auf der Rückseite, raus kommt es an den XLR-Ausgängen. Linear PCM bis 768 kHz / 32 Bit und DSD1024 werden unterstützt. Das macht den Player auch ohne eine einzige Disc zu einer vollwertigen Quelle für die Stereoanlage.

Anschluss

Für alle High-Ender da draußen: fast alle Buchsen vergoldet. Natürlich verfügt der Magnetar UDP900 über zwei HDMI-Ausgänge — einen für Bild und Ton, einen dedizierten Audioausgang. Letzerer ist der richtige Weg, wenn das Bild nicht durch den Receiver geschliffen werden soll oder der Receiver irgendeinen Standard nicht beherrscht.

Ansonsten das zu erwartende Set: 1‑Gbit-LAN, USB 3.0 für externe Speicher (bis zu 16 TB), koaxialer und optischer Digitalausgang, 7.1‑Kanal-Analogsektion (direkt an Endstufen!), symmetrische XLR- und Cinch-Stereoausgänge sowie der erwähnte USB-B-DAC-Eingang. RS-232-Steuereingang für Custom-Installations-Szenarien rundet das ab. Kein WLAN — wer das braucht, löst das mit einem Netzwerk-Switch am LAN-Port.

Multiregion ist ebenfalls an Bord, erfordert aber ein paar Tastendrücke auf der Fernbedienung. Kein Hexenwerk, aber auch kein Out-of-the-Box-Feature. Dafür dann weltweit nutzbar.

Erstbetrieb

Wahrscheinlich waren wir nicht die Ersten, die den Magnetar UDP900 in den Händen hatten — denn er lief bereits mit der aktuellsten Firmware, ohne dass wir Hand anlegen mussten. Die Menüs begrüßten uns in Englisch, was wir so ließen.

Was direkt auffiel: beim Einlegen der ersten Disc kam kein verlustfreier Ton. Klassiker. Kurz ins Menü, dem Player mitgeteilt, dass er Bitstream liefern darf — und seitdem läuft alles. Die Menüs sind durchweg aufgeräumt, man findet sich intuitiv zurecht. Nichts überladen, nichts vergraben.

Ladezeiten

Hier macht der Magnetar UDP900 genauso wie sein kleiner Bruder keine Gefangenen. Lade geschlossen, Player legt direkt los. Die Ladezeiten sind wirklich gering — ein direkter Vergleich mit dem Sony X800m2 macht das sofort schmerzhaft deutlich. Wer viel vergleicht, Passagen heraussucht und Kapitel springt, wird das extrem zu schätzen wissen. Das ist kein Luxusproblem: in der Praxis des echten Schauens und Testens macht das einen spürbaren Unterschied in der Lebensqualität.

HDR und Dolby Vision — automatisch, wie es sein sollte

Hatten wir schon beim UDP800 geschrieben: Sony hat es echt nicht drauf. Beim Sony X800m2 muss man umständlich prüfen, ob ein Film Dolby Vision liefert, und es dann vor dem Start explizit ein- und ausschalten. Der Magnetar UDP900 erkennt es automatisch. Man könnte von Hexenwerk reden, aber andere Hersteller bieten das auch. Magnetar macht es trotzdem besser als der günstigere Marktführer.

Unterstützt werden HDR10, HDR10+ und Dolby Vision — also der vollständige aktuelle Standard. Eine HDR-zu-SDR-Konvertierung ist ebenfalls an Bord, für Setups ohne HDR-fähiges Display.

Bild

Alle Tests mit dem kalibrierten LG C1 OLED, dem Ruipro Glasfaser-HDMI-Kabel sowie dem Ruipro UHS-zertifizierten Kupfer-HDMI und dem Denon X4000 als AVR.

Wir haben bewusst auf Upscaling verzichtet — wir wollen das Quellmaterial beurteilen, keine Player-Algorithmen.

Das Bild ist, wie zu erwarten, überragend. Einen signifikanten Unterschied zu unserem Referenzplayer konnten wir bei statischer Bildbeurteilung nicht festmachen — was auch kein Wunder ist, da das Bildsignal digital weitergeleitet wird und ein gut implementiertes System hier keinen sichtbaren Unterschied machen sollte. Sehr wohl aber beim Spulen oder Kapitelspringen: der Player spult bis 16x flüssig wie Butter, Kapitel springt er ohne großes Ausholen an. Standbilder sind gestochen scharf, sofern ein scharfes Bild getroffen wurde — selbstverständlich.

Ton

Wir haben uns Bitstream liefern lassen und diesen über den AVR verarbeitet. Das macht der Player souverän, ohne Ruckler oder Aussetzer. Nach dem Spulen und Kapitelspringen ist der Ton sofort wieder da — keine Verzögerungen, kein Aussetzen.

Wo der Magnetar UDP900 aber gegenüber einem normalen Player richtig aufzeigt: bei der Analogsektion. Wer einen AV-Prozessor oder einen Vorverstärker mit guten analogen Eingängen hat, sollte das mindestens einmal ausprobieren. Das Argument dabei: der DAC des UDP900 — gerade die XLR-Stereoausgänge — übertrifft den DAC der meisten AV-Receiver schlicht. Musik über die XLR-Ausgänge direkt an einen Vollverstärker oder Vorverstärker zu schicken, ist kein Nischen-Use-Case. Für SACD, CD und DVD-Audio ist das der richtige Weg.

Gleiches gilt für den USB-DAC-Eingang: einen Streamer mit eher schwachem internen DAC an den UDP900 hängen und dessen XLR-Ausgänge nutzen? Vollkommen valider Ansatz. Digital Trends hat den UDP900 genau so betrieben und beschreibt ihn als besten Disc-Player seit dem Oppo UDP-205 — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass er auch als reines DAC-Frontend richtig Spaß macht.

Betriebsgeräusch

Der Magnetar UDP900 spielt jede vorgeworfene Disc souverän und zunächst hörbar ab. Bei uns steht er ca. 2,5 m hinter dem Referenzplatz in der rechten Ecke — zu Beginn des Abspielens ist er deutlich hörbar, wird aber nach kurzer Betriebsdauer merklich leiser. In ruhigen Passagen ist er immer noch wahrnehmbar.

Hier vollbringt der Magnetar UDP900 trotz des immensen Materialeinsatzes keine Wunder. Wer sich solch einen Player zulegt, wird ihn allerdings vermutlich so aufstellen, dass er in einem separaten Raum, hinter einer schalldämmenden Glasscheibe oder schlicht in ausreichend Abstand steht. Schiebt dann der Sound von John Wick, Godzilla oder Dune durch den Raum, ist dieses Geräusch eh passé.

Untertitel

Muss unbedingt erwähnt werden, weil es unter dem Radar läuft. Der Player verfügt über unfassbar viele Einstellungsmöglichkeiten für Untertitel: Sprache, Größe, Farbe, Schriftart, Position. Für alle, die viel mit Untertitel schauen — also zum Beispiel bei Filmen, die nur im O‑Ton (Koreanisch, Mandarin, Französisch) vorliegen — ist das ein echter Qualitätsgewinn. Praktisch: wer ohne Maskierung auf einer Leinwand schaut, kann den Untertitel in den schwarzen Bereich unter oder oberhalb des Bildes legen. Kein überlagertes Bild mehr. Gleiches funktioniert natürlich auch am TV. Einziger Vorbehalt: je nach Untertitellänge kann es am unteren Bildschirmrand zu Abschneidungen kommen.

Fernbedienung

Das Prunkstück hat eine Erwähnung verdient. 179 Gramm, dünne Aluminiumummantelung, wertiges Handling, Hintergrundbeleuchtung — alles da.

Das größte Manko am gesamten Player findet sich hier: die Beleuchtung ist nicht wirklich nützlich, wenn man nicht alle Piktogramme auswendig kennt. Die Beschriftung über den Tasten ist im Dunkeln nicht lesbar — man greift zwangsläufig zur Raumbeleuchtung oder ans Handy. Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Druckpunkt und Ansprechverhalten sind hervorragend.

Was viele nicht wissen: über die Fernbedienung lassen sich sieben verschiedene Digitalfilter für die Stereoausgabe aufrufen. Diese sind im Handbuch nicht erwähnt. Man stolpert irgendwann drüber. Für alle, die ihre Stereoausgabe feinjustieren wollen: da ist noch Spielraum.

Formate und Medien-Playback

Der Magnetar UDP900 ist ein echtes Multi-Talent: 4K UHD BD, BD, BD‑R, BD-RE, DVD‑R/RW, DVD+R/RW, DVD-Video, DVD-Audio, SACD (Stereo und Mehrkanal), CD, CD‑R/RW — um die relevantesten zu nennen. Gerade SACD und DVD-Audio sind heute kaum noch von anderen Playern nativ unterstützt. Wer eine entsprechende Sammlung hat, ist hier goldrichtig.

Via USB 3.0 lassen sich Festplatten bis 16 TB betreiben. Netzwerk-Playback via DLNA, SMB und NFS für Bilder, Musik und Video — mit Formaten wie MKV, AVI, MP4, WAV, FLAC, APE, DSD und vielen mehr. High-Res-Audiodateien werden bis 768 kHz / 32 Bit und DSD1024 unterstützt. Das ist kein Feature für den Durchschnitt — das ist ein Statement.

Testumfang

Wie eingangs erwähnt: vier Wochen, mehr als 50 Discs, viel Kapitelhopping und Spulen. Der Player hat dabei nie gezuckt.

Für wen ist der Magnetar UDP900?

Ganz klar für Enthusiasten. Menschen, die High-End vollends ausleben wollen und immer nach dem i‑Tüpfelchen suchen. Wer zuhause sitzt und denkt, es muss doch noch etwas Besseres geben, findet im UDP900 seinen Endgegner.

Aber es gibt eine zweite Zielgruppe, die oft übersehen wird: audiophile SACD- und DVD-Audio-Enthusiasten. Wer eine substanzielle Sammlung dieser Formate hat und sie auf höchstem Niveau abspielen will — am liebsten direkt via XLR an einen guten Vollverstärker —, hat heute kaum eine Alternative auf diesem Level. Seit dem Ende von Oppo hat der UDP900 diesen Platz konsequent eingenommen.

Für den Einsteiger gibt es sicherlich genug Optimierungen am eigenen Setup, bevor man zu solch einem Boliden greift. Aber wer irgendwann zugreift, wird begeistert sein.

Kurze Einordnung: Magnetar UDP900 vs. UDP900 MKII

Stand 2026 gibt es mittlerweile auch den UDP900 MKII. Der Unterschied: im MKII wurden beide DAC-Boards komplett überarbeitet — jetzt sind es zwei ESS9038PRO (statt eines 9038PRO + eines 9028PRO), TMDS-Retiming am HDMI-Audioausgang, eine verbesserte USB‑3.0‑Isolation und verbessertes Kupfer-Innenleben. Das ist keine kosmetische Änderung, sondern eine echte Revision der Audiosektionen. Roon-Ready-Zertifizierung wurde ebenfalls ergänzt. Wer heute neu kauft, wird zum MKII greifen. Wer bereits einen UDP900 der ersten Generation besitzt: es gibt keinen Grund, unruhig zu werden. Die Grundplattform ist identisch stark.

Fazit

Was sollen wir hier schreiben? Haben wir nicht schon den UDP800 als Zenit der 4K-Ultra-HD-Blu-Ray-Player bezeichnet? Der Magnetar UDP900 deklas­siert seinen kleinen Bruder und schwingt sich gekonnt an ihm vorbei in den Olymp der High-End-Player.

Der Magnetar UDP900 ist nicht einfach ein teurer Blu-Ray-Player. Er ist gleichzeitig ein audiophiler DAC mit Referenzklasse-Messungen, ein SACD/DVD-Audio-Spieler ohne Kompromisse, ein USB-DAC-Frontend für andere Quellen, ein Netzwerkplayer mit breiter Format-Unterstützung und ein Blu-Ray-Transport mit einer Verarbeitungsqualität, die in der Unterhaltungselektronik ihresgleichen sucht. Für knapp 3.000 € bekommt man nicht nur einen Disc-Player — man bekommt die Quintessenz von dem, was physische Medien 2023 geben konnten.

Kostet er ein kleines Vermögen? Ja. Rechtfertigt er es? Vollständig. Mehr ist nie genug — und der UDP900 hat das wortwörtlich als Konstruktionsprinzip verstanden.

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Magnetar UDP800 — Review des 4K High-End Players https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-review/ https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-review/#respond Thu, 02 Feb 2023 23:46:32 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6966 Vor einigen Wochen haben wir schon über den Magnetar UDP800 berichtet. Natürlich wollten wir ihn direkt in die Hände bekommen, und wenige Tage später stand er hier zum Test. Knapp über zwei Wochen hatten wir Zeit, ihn ausgiebig zu testen — mit wechselnden Testpersonen, unterschiedlichem Material und einem Referenzplayer zum Vergleich, der langsam aber sicher seinen Platz räumen musste.

Update: Mittlerweile gibt es auch den Magnetar UDP900, der in allen Belangen noch einmal ein Statement setzt. Den haben wir ebenfalls ausführlich getestet. Wer also nach dem absoluten Endgegner sucht, der liest dort weiter. Wer einen hervorragenden Universal-Player für einen gesünderen Preis sucht, ist hier richtig.

Update: Mittlerweile gibt es schon den Magnetar UDP800 MKII und Magnetar UDP900 MKII.

Einordnung: Wer füllt die Oppo-Lücke?

Das ist die eigentliche Ausgangsfrage für jeden, der sich mit dem Magnetar UDP800 beschäftigt. Als Oppo 2018 die Produktion seiner UDP-Linie einstellte, hinterließ das eine Lücke, die bis heute schmerzt. Wer einen universellen Disc-Player auf ernsthaftem Niveau wollte — also einer, der neben 4K UHD Blu-ray auch SACD und DVD-Audio spielt und ordentliche Analogausgänge mitbringt — der hatte plötzlich kaum Optionen.

Pioneer versuchte es mit dem UDP-LX800 (mittlerweile ebenfalls eingestellt). Reavon aus Frankreich kam mit dem UBR-X200. Und dann betrat Magnetar die Bühne — ein chinesischer Hersteller, der über denselben europäischen Distributeur vertrieben wird wie Reavon und Zappiti (Archisoft). Das erklärt auch, warum Magnetar UDP800 und Reavon UBR-X200 in manchen Bereichen recht ähnlich sind. Aber dazu gleich mehr.

Der direkte Vergleich in der Preisklasse: der Reavon UBR-X200 kostet ähnlich viel, der Panasonic DP-UB9000 liegt rund ein Drittel günstiger. Wer ausschließlich Filme schaut und keine SACD-Sammlung hat, ist mit dem Panasonic gut bedient. Wer aber die volle Format-Bandbreite will und Wert auf Verarbeitung legt — für den ist der Magnetar der richtige Kandidat.

Unboxing

Nach dem Öffnen des Kartons: zuerst ein Pappeinleger mit Abbildung und Bezeichnung des Players. Darunter eine Styropor-Abdeckung, hinter der der Player im Samtbeutel wartet. Beim Herausheben wird sofort klar: hier ist jemand ziemlich ausladend mit Material umgegangen. Der Magnetar UDP800 bringt ordentliche 9 kg auf die Waage — für einen Disc-Player ist das eine Ansage.

Unter dem Player findet sich die Anleitung (mehrsprachig), die Fernbedienung — die ebenfalls schwer in der Hand liegt und dadurch einen hochwertigen Eindruck macht — und ein Kaltgerätekabel. HDMI-Kabel liegt keines bei. Das ist einerseits schade, andererseits pragmatisch: die meisten Käufer in dieser Preisklasse haben entweder schon ein gutes Kabel oder wollen ein bestimmtes verwenden. Kein unnötiger Elektroschrott.

Die Front des Players: gebürstetes Metall in seidigem Glanz, aufgeräumt, kein Plastik. Elegantes Zwei-Ton-Design in Schwarz und Anthrazit. Erster Eindruck: das hier ist kein normaler Player.

Was steckt drin — Innenleben und Verarbeitung

Der Magnetar UDP800 ist innen genauso konsequent gebaut wie außen. Das Gehäuse besteht aus Stahlblech, die Frontplatte aus Aluminium. Zusätzlich gibt es eine massive Stahlplatte als Gehäuseboden. Laufwerk und Netzteil haben jeweils eigene Metallabdeckungen — ein Detail, das beim Reavon UBR-X200 in dieser Form nicht zu finden ist. Damit ist die Abschirmung empfindlicher Sektionen hier konsequenter gelöst.

Angetrieben wird das Ganze von einem Mediatek MT8581 Quad-Core-Prozessor — dem etablierten Chip im Segment der Hochpreisplayer. Das erklärt die flotten Ladezeiten und die reaktionsschnellen Menüs.

DAC: Burr-Brown PCM-1795 — solide, aber ehrlich einordnen

Für die analogen Stereoausgänge kommen zwei Burr-Brown PCM-1795 DACs (32 Bit, 192 kHz) zum Einsatz. Das ist kein Billigchip — Burr-Brown ist eine respektierte Texas-Instruments-Linie mit langer Geschichte in audiophilen Geräten. Der Reavon UBR-X200 verbaut übrigens denselben Chip, ergänzt durch einen weiteren Burr-Brown DAC für den Mehrkanal-Ausgang (den der UDP800 nicht hat).

Wer es genau wissen will: Messungen des analog stereo outputs (HomeTheaterHiFi.com) ergaben eine Frequenzgangkurve, die bei 24-bit/192-kHz bis ca. 60 kHz flach bleibt, dann beginnt sie langsam abzurollen. Der SNR liegt bei ca. 110 dB. Das ist gut — aber nicht auf dem Niveau des Oppo BDP-105D (ESS9038PRO), der sich über 90 kHz flach hält. Kurz: für SACD und CD-Playback mit XLR-Ausgang bekommt man hier deutlich mehr als ein Standard-AVR-DAC liefert, aber wer audiophile Extremwerte sucht, schaut besser zum UDP900.

Die analoge Stereoausgabe deckt XLR-balanced und Cinch-RCA ab — für die meisten Setups in dieser Preisklasse vollkommen ausreichend. Was fehlt, und was manchen bei diesem Preis auffallen wird: eine 7.1‑Kanal-Analog-Ausgabe gibt es beim UDP800 nicht. Das ist eine der deutlichsten Grenzen gegenüber dem UDP900 und dem Reavon UBR-X200, der 7.1 RCA hat.

Anschluss

Hier keine offenen Wünsche für den typischen Heimkino-Aufbau: zwei HDMI-Ausgänge (einer davon Audio Only für Receiver ohne 4K-Unterstützung), Netzwerk mit 1 Gbit, diverse Digital-Ausgänge (koaxial und optisch), USB 3.0 für externe Speichermedien, sowie die erwähnte Stereo-Analogsektion mit XLR und Cinch.

Alle Buchsen vergoldet — passt zum Anspruch des Players. Kein WLAN; wer das braucht, löst das über den LAN-Anschluss mit einem entsprechenden Adapter oder Switch.

Erstbetrieb

Die Benutzeroberfläche begrüßte uns auf Französisch — klassischer Importeur-Klassiker. Sprache umgestellt, dann direkt ein Software-Update angeboten, installiert — und danach war die Sprache wieder Französisch. Das ist kein Drama, aber auch kein feiner Ersteindruck. Nach dem zweiten Umstellen blieb es dann bei Deutsch.

Ansonsten: das Menü ist aufgeräumt, man findet sich schnell zurecht. Viele Einstellungen müssen nicht angefasst werden — der zweite HDMI-Ausgang war direkt aktiv, ohne dass wir irgendetwas aktivieren mussten. Das ist, wie es sein soll.

Ladezeiten

Einer der ersten Punkte, der sofort auffällt: die Ladezeiten sind erheblich kürzer als beim Sony X800m2. Von der eingelegten Disc bis zum Abspielen der ersten Einblender vergehen nur wenige Sekunden. Im Alltag, besonders wenn man häufig Discs wechselt oder Passagen vergleicht, ist das ein echter Qualitätsgewinn — kein Luxusproblem.

Beim Netzwerk-Playback (Filme vom NAS via DLNA/SMB) ist der Magnetar UDP800 ausreichend schnell — kann aber nicht ganz mit dem Streaming-Tempo eines Fire TV oder NVIDIA Shield TV mithalten. Das liegt vermutlich an der verwendeten Software-Plattform, nicht an der Hardware. Wer ausschließlich Disc-Playback nutzt: kein Thema. Wer primär Netzwerk-Dateien abspielt, sollte das im Hinterkopf behalten.

HDR und Dolby Vision — automatisch, wie es sein sollte

Endlich. Als Sony-X800m2-Nutzer war das das erste Mal, dass Dolby Vision automatisch erkannt wird. Kein mühseliges Nachschauen, ob ein Film DV liefert, kein manuelles Umschalten vor dem Start. Der Magnetar erkennt es und spielt den Film so ab, wie er auf der Disc liegt.

Unterstützt werden HDR10, HDR10+ und Dolby Vision — also der aktuelle Vollsatz. Im HDR10-Betrieb gibt es zusätzliche kleine Feineinstellungsmöglichkeiten, die wir im Rahmen unserer “vanilla”-Testphilosophie unberührt gelassen haben.

Bild

Getestet am kalibrierten LG C1 OLED mit Ruipro Glasfaser-HDMI-Kabel. Wie immer: kein Upscaling, wir wollen das Quellmaterial beurteilen.

Signifikante Bildunterschiede gegenüber unserem Referenzplayer: keine. Das ist auch keine Überraschung — das Bildsignal wird digital weitergegeben und ein gut implementiertes System macht hier sichtbar keinen Unterschied. Was sich aber sehr wohl unterscheidet: Vor- und Rücklauf. Der Magnetar UDP800 verarbeitet die gelesenen Daten merklich schneller als günstigere Player, was sich in flüssigerer und präziserer Darstellung beim Spulen zeigt. Das Gesamtpaket wirkt runder und homogener.

Ton

Für den klassischen Heimkino-Einsatz: Bitstream an den AVR, kein Problem. Krachend, druckvoll, ohne Aussetzer oder Ruckler.

Was den Magnetar UDP800 aber wirklich auszeichnet, ist der Tonspur-Wechsel. Das klingt nach einem Detail, ist aber im Alltag ein echter Game-Changer. Der Player liest deutlich mehr Informationen von der Disc aus und zeigt direkt in der Tonspur-Übersicht an, was verlustfrei und was komprimiert ist — ohne dass man sich durch verschachtelte Untermenüs kämpfen muss. Auch der Wechsel selbst ist schneller als bei Budget-Playern.

Für die analogen Ausgänge gilt: XLR liefert mehr als RCA, und beides liefert mehr als der DAC eines durchschnittlichen AV-Receivers. Wer CDs und SACDs direkt über XLR an einen Vollverstärker schickt, bekommt hier durchaus audiophilen Mehrwert. Wer an absolute Maßstäbe in Sachen Klirrfaktor denkt: da ist der UDP900 mit seinem ESS9038PRO das richtige Gerät.

Verarbeitung

Kein Plastik, keine wackeligen Taster, keine quietschenden Scharniere. Der Magnetar UDP800 ist das best verarbeitete Gerät, das bis dahin durch unsere Hände gegangen ist. Alle Anschlüsse hochwertig, das Gehäuse in jeder Richtung solide. Die Fernbedienung liegt schwer in der Hand, hat ordentliche Druckpunkte und eine Hintergrundbeleuchtung — das große Manko der Beschriftung im Dunkeln teilt sie allerdings mit ihrem großen Bruder UDP900.

Was einige sicherlich reizen wird: ein, zwei Modifikatoren werden den Kaltgeräte-Anschluss upgraden, und wer ganz tief in die Kiste guckt, findet sicher auch noch den einen oder anderen Kondensator, den man gegen ein audiophiles Topmodell austauschen könnte. Das ist aber Hobby für Leute mit sehr viel Zeit.

Betriebsgeräusch

Ehrliche Einschätzung: beim Sony X800m2 geht einem das Laufwerksgeräusch auf den Senkel, besonders in ruhigen Filmpassagen. Wir hatten gehofft, dass die massivere Bauweise des Magnetar hier mehr bringt. Das tut sie — aber weniger als erwartet. Der Magnetar UDP800 ist im Endeffekt ähnlich laut, liest die Disc aber schneller aus und wird dann schneller ruhiger. In ruhigen Momenten eines Films ist es noch wahrnehmbar.

Wer seinen Player in einer Ecke oder in einem geschlossenen Rack stehen hat: kein Problem. Wenn die Gewehrsalven bei John Wick losgehen, ist das Thema ohnehin erledigt.

Formate und Medien-Playback

Der Magnetar UDP800 spielt: 4K UHD BD, BD, DVD-Video, DVD-Audio, SACD (Stereo), CD, CD‑R/RW, DVD±R/RW. Via USB lassen sich Festplatten bis 16 TB anschließen. Netzwerk-Playback via DLNA, SMB und NFS für Dateiformate wie MKV, AVI, MP4, WAV, FLAC, APE, DSD.

Wichtig in der Einordnung: Der Magnetar spielt beide analogen Stereoformate (SACD + DVD-Audio), der Reavon UBR-X200 bietet kein DVD-Audio. Dafür hat der Reavon 7.1 Kanal RCA analog — was der Magnetar nicht hat. Das ist ein echter Unterschied, je nachdem was man damit vorhat.

Multiregion für Blu-ray und DVD ist an Bord, erfordert aber wie beim UDP900 einige Tastendrücke auf der Fernbedienung.

Testumfang

Nahezu täglich im Einsatz über zwei Wochen. Aktuelle Blockbuster, abgestandenes Material, restaurierte Fassungen. Mehrere Testpersonen, viele Diskussionen — alles eingeflossen.

Magnetar UDP800 vs. UDP900 — wo liegt der Unterschied?

Die kurze Antwort: in der Tiefe der Analogsektion und in der Ausstattung.

Der Magnetar UDP800 hat eine gute Stereo-Analogsektion (Burr-Brown PCM-1795, XLR + Cinch), aber keine 7.1‑Kanal-Analogausgabe. Der UDP900 hat zwei separate DAC-Chips (ESS9038PRO für Stereo, ESS9028PRO für 7.1), getrennte Netzteile für Analog und Digital, einen TCXO-Takt, einen USB-DAC-Eingang und messbar bessere Analogwerte — insbesondere via XLR mit 130+ dB Dynamikumfang. Das Gehäuse des UDP900 ist nochmals massiver (15,8 kg vs. 9 kg) und mit einer 15 mm gefrästen Alu-Frontplatte ausgestattet.

Für reine Heimkino-Nutzung via HDMI: der Magnetar UDP800 reicht vollkommen. Wer die Analogsektion ernsthaft nutzen will — für SACD, CD, als DAC-Frontend — da ist der Mehrpreis des UDP900 gerechtfertigt.

Fazit

Für uns war der Magnetar UDP800 bei Erscheinen der aktuelle Zenit der 4K Ultra-HD Blu-ray-Player — und das ist er in seiner Klasse auch heute noch. Ein durch und durch solides Premium-Gefühl schwingt bei jeder Bedienung mit. Was besonders heraussticht: die schnellen Ladezeiten, die flüssigen Vor- und Rückläufe, der komfortable Tonspur-Wechsel und die automatische Dolby Vision-Erkennung. Das sind alles Dinge, die man schnell als selbstverständlich nimmt — bis man mal wieder einen günstigen Player in der Hand hält.

Die Verarbeitung ist tadellos, die Formatunterstützung umfassend, der Preis nachvollziehbar. Wer sich den UDP800 ins Rack stellt, kann sicher sein, ein tolles Stück Technik sein Eigen zu nennen — und weiß gleichzeitig, dass sein großer Bruder UDP900 in dieselbe Richtung zeigt, nur mit mehr von allem.

Wer schon eine SACD-Sammlung hat, gelegentlich über die XLR-Ausgänge an eine Stereoanlage geht und einen verlässlichen, bestens verarbeiteten Universal-Player sucht: hier ist die Antwort.

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https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-review/feed/ 0 6966
Magnetar UDP800 — ein neuer 4K Blu-Ray Player tritt an, die Referenzkrone an sich zu reißen https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-ein-neuer-4k-blu-ray-player-tritt-an-die-referenzkrone-an-sich-zu-reissen/ https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-ein-neuer-4k-blu-ray-player-tritt-an-die-referenzkrone-an-sich-zu-reissen/#respond Wed, 07 Dec 2022 18:23:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6894 Nachdem Oppo 2018 aus dem Geschäft für High-End Blu-Ray Player ausgestiegen ist, ist der Markt um Referenzmodelle drastisch geschrumpft. 2021 trat Reavon mit zwei neuen Playern an und erfreute die Heimkino-Enthusiasten (wir berichteten). Nun steht mit dem Magnetar UDP800 ein weiterer Referenz-Kandidat zur Auswahl.

Versprochen wird neben Referenz-Bild, alle Kontrast erweiternde Techniken die so auf dem Markt vertreten sind. Dolby Vision, HDR10, HDR10+, alle gängigen Audioformate wie Dolby Atmos und DTS:X. Natürlich befindet sich ebenfalls ein Upscaler auf 4K für Blu-Rays und DVD im Repertoire.

Für die Fans von Lossless Musik unterstützt der Player neben DSD64/128 natürlich auch PCM Formate in AIFF, ALAC, APE, FLAC und WAV (192kHz/24-bit). Weiterhin ist der Player netzwerkfähig und spricht hier mit DLNA und SMP Protokollen. Eine Festplatte mit bis zu 16TB Kapazität wird ebenfalls unterstützt.

Beim Netzteil gibt es ein von den Magnetar Ingenieuren entwickelten 60W high-power low noise Transformator welcher noch einmal geschirmt in einem eigenen Gehäuse unter dem Deckel platziert ist. Das Herz des Systems bildet mal wieder der Mediatek MT8581, welcher schon in den Reavon Modellen verwendet wurde.

Allgemein sieht das Gerät sehr vielversprechend aus, ist aber mit einem Preis von 1599€ nicht gerade ein Schnäppchen. Bestellt werden kann das Ganze im Shop von Magnetar-Audio und das sogar versandkostenfrei.

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https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-ein-neuer-4k-blu-ray-player-tritt-an-die-referenzkrone-an-sich-zu-reissen/feed/ 0 6894
LG DSP11RA 7.1.4 Soundbar Review — LG’s Flagschiff im Mega-Test https://www.hifigeek.de/lg-dsp11ra-7-1-4-soundbar-review-lgs-flagschiff-im-mega-test/ https://www.hifigeek.de/lg-dsp11ra-7-1-4-soundbar-review-lgs-flagschiff-im-mega-test/#respond Fri, 07 Jan 2022 11:26:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5732 Anfang Dezember erreichte uns ein quasi mannhohes Paket, welches uns freundlicherweise von LG zur Verfügung gestellt wurde. Im Paket war die von uns schon erwartete LG DSP11RA 7.1.4 Soundbar. Wir hatten die Möglichkeit LG’s Flagschiff 6 Wochen auf Herz und Nieren zu testen.

Unboxing

Wie schon erwähnt: Mannshoch (154,6 x 48,3 x 28,4 cm) und knappe 30kg schwer, war das Paket erstmal alleine zwar zu händeln, aber schon ein kleiner Kraftakt. Reingeschliffen, ging es schon ans Auspacken. Im Lieferumfang befindet sich neben der Soundbar selber, ein kabelloser Subwoofer und zwei kabellose Surround-Lautsprecher. Alles bestens verpackt. Des weiteren gehören noch Wandhalterungen für die Soundbar und die Surround-Lautsprecher, ein HDMI-Kabel, Fernbedienung, 2 AA-Batterien und diverse Anleitungen dazu.

Überblick

Die Soundbar selber passt perfekt unter einen 65″ Fernseher, da sie die selbe Breite hat. Jedoch kann kein Fernseher auf sie gestellt werden. Hier bietet es sich an den Fernseher an die Wand zu hängen und die Soundbar wahlweise auf ein Lowboard (wie in unserem Test) zu stellen oder mit der mitgelieferten Halterung an der Wand unterhalb des Fernsehers zu befestigen. Der Subwoofer ist recht klein und unscheinbar. Die Surround-Lautsprecher ein wenig größer als man es von einer Sonos One gewohnt ist.

Optik und Verarbeitung

Das erste was beim Auspacken auffällt ist das Gewicht. Hier hat LG schon einiges an Material in diesem Set verarbeitet. Die Soundbar mit ihren 7,2kg ist kein Leichtgewicht. Sie fühlt sich nicht nur wertig an, sondern ist hervorragend verarbeitet. Keine optischen Spaltmaße oder dergleichen. Die Oberfläche hat eine gebürstete Oberfläche welche tief schwarz ist. Dennoch neigt die Oberfläche zu Reflektionen. Das Frongitter welches sich bis um die Seiten biegt ist aus Metall ebenfalls schwarz lackiert. Auf der Oberseite stechen sonst noch die Atmos-Speaker ins Auge, welche in die Oberfläche natlos eingelassen und ebenfalls mit einem Metallgitter verdeckt sind.

Der Subwoofer kommt mit 7,8kg zwar nicht als Bolide daher, aber passt optisch perfekt zur Soundbar. Die Oberseite in gewohnter gebürsteter Oberfläche, die Seiten wiederum mit schwarzem Stoff bespannt.

Die Surronds wiegen immer noch 5,2kg das Stück, sind an den Seiten schwarz mit gebürsteter Oberfläche und das Frongitter biegt sich auf die Oberseite, wo sich jeweils ein Atmos-Speaker befindet.

Hier bleiben keine Wünsche offen und wir sind begeistert von der Cleanheit und edlen Anmutung der Soundbar.

Die Soundbar verfügt an der Front über ein kleines Display in welchem der aktuelle Kanal angezeigt wird, sowie die Lautstärke oder aber Infos zum Finetuning des Sounds. Das Display verbirgt sich hinter dem Metallgitter und ist auch aus der Ferne gut lesbar. Jedoch ist es sehr hell und wir haben keine Einstellung gefunden in welcher es sich abschalten oder dimmen lässt, was schade ist denn zwischenzeitlich in dunklen Szenen stört die Helligkeit doch ein wenig.

Anschluss

Nachdem wir die Boxen in unserem Test-Kino verteilt hatten, ging es an den Anschluss. Zwar sind die Lautsprecher alle “kabellos”, dennoch ist das nur die halbe Wahrheit. Natürlich braucht jeder Lautsprecher sowie die Soundbar und der Subwoofer jeweils ein Stromkabel. Hier haben wir selber schon mal festgestellt, dass wie hier improvisieren müssen. Zwar haben wir ordentlich Lautsprecher-Kabel in den Wänden verlegt, aber nicht an den passenden Stellen Steckdosen. Mit Verlängerungskabeln haben wir die hinteren beiden Lautsprecher dann angeschlossen und uns der Soundbar gewidmet.

Die Soundbar verfügt über vielfältige Anschlüsse: 2 HDMI-In (HDMI 2.1), 1 HDMI-out (HDMI 2.1, eArc), ein Toslink und eine USB-Schnittstelle. Also haben wir unseren LG OLED65C1 (hier im Test) per HDMI (eArc) mit der Soundbar verbunden. Was wir ein wenig schade finden, ist der fehlende Ethernet-Anschluss. Warum erzählen wir später.

Mit Wlan (2,4+5Ghz) und Bluetooth 5.0 verfügt das Set über alle relevanten Anschlüsse, welche man heut zu Tage braucht.

Da die Soundbar für die 2021er Fernseh-Flagschiffe von LG konzipiert ist, lässt sich die Soundbar nahtlos über den Fernseher mit dessen Fernbedieung steuern. Einziges Manko ist wohl die Position der Anschlüsse: wo der Fernseher alle Anschlüsse frontal gesehen auf der linken Seite hat, sind die Anschlüsse der Soundbar eher auf der rechten Seite. Hier benötigt man unnötig längere Wege.

Des weitern muss man gucken wie nah die Soundbar an der Wand angebracht wird mit den beiliegenden Haltern und auf den Biegeradius der anzuschließenden Kabel achten. Wir haben hier ein RUIPRO 8K HDMI 2.1 (hier im Test) Glasfaserkabel verwendet. Da das Glasfaserkabel knickempfindlich ist, sollte man vorher mal ausprobieren wie man die Kabel am Ende verlegen möchte.

Einrichtung

Zur Einrichtung gibt es eine iOS- sowie Andriod-App. Hier im Test können wir nur von der iOS-App sprechen, da wir kein Andriod zur Verfügung hatten.

LG Sound Bar heißt die App und kann aus dem Apple App Store bezogen werden. Nach der Installation führt einen die App einfach und elegant durch die nötigen Schritte um die Soundbar mit dem hauseigenen Wlan zu verbinden.

Leider haben hier unsere Probleme mit dem Testgerät angefangen. Geliefert haben wir die Soundbar mit folgender Firmware bekommen:

Die Firmware war nach Recherche die zur dieser Zeit noch aktuelle.

Leider waren wir auch nach stundenlangem Probieren, Soundbar einschalten, auf Wifi schalten, App pairing starten, Wlan auswählen und verbinden, nicht in der Lage die Soundbar in unser Wlan zu bekommen. Hier fehlte uns schlussendlich der Ethernet-Port um das Problem zu umgehen. Wir haben es mir diversen iPhones ohne Erfolg versucht.

Update

Wenn man eine Soundbar 6 Wochen zum Testen hat, so wie wir, hatten wir zum Ende der Test-Zeit noch einmal die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und die Soundbar noch einmal komplett resettet. Dennoch waren uns erste Verbindungsversuche nicht möglich.

Da wir hier ein Unifi-Netzwerk mit Controller haben, konnten wir aber wie auch schon beim ersten Mal nachvollziehen, dass die Soundbar dennoch im Wlan war. Lediglich für die App nicht erreichbar.

Nachdem wir angefangen haben unsere Messungen mit REW durchzuführen, ist uns bei der letzten Messung soundtechnisch eine Störung aufgefallen. Anscheinend hat die Soundbar im Hintergrund dennoch das Internet erreicht und sich ein Firmware-Update gezogen.

Unerwartet, aber damit auch der Gamechanger

Perfekt! Alles noch einmal auf Null (ihr glaubt nicht wie oft wir das gemacht haben). Und siehe da: es klappt auf Anhieb. Die Soundbar wird auch direkt als Airplay Lautsprecher erkannt, sowie von Google Home. Genial.

Ende gut alles gut. Zumindest bei der Einrichtung. ;)

Endlich können wir die Soundbar auch einmessen, bzw. sich automatisch einmessen lassen. (Dies haben wir zuvor mit einem kleinen Trick ebenfalls hinbekommen, nativ fühlt sich aber wesentlich besser an)

Technik-Bashing

Machen wir mal ein wenig Technik-Bashing: 770W Gesamt Leistung hat das System. 40 Watt je Kanal, 50 Watt je Höhen-Kanal und 220 Watt der Subwoofer. Der Center, Rechter- und Linker Kanal bestehen jeweils aus einem Höchtöner und einem Woofer genannten Mitteltöner. Bei den anderen Kanälen kommen verschiedene Hoch/Mittel-Töner zum Einsatz.

Insgesamt befinden sich 10 Speaker in der Soundbar selber und weitere 4 in den Surrounds. Plus der Subwoofer, macht Gesamt 15 Lautsprecher. Das ist schon sehr beachtlich.

Auch mit HDR10 und Dolby Vision Pass-Through kann die Soundbar alle relevanten konstraststeigernden Standards. Ja HDR10+ von Samsung gibt es noch, welches aber selten zum Einsatz kommt oder parallel meist auch in Dolby Vision verfügbar ist. Und in diesem Falle Dolby Vision meist auch noch besser aussieht.

Höreindruck

Wer die Soundbar 4 Wochen testen kann, hat genug Zeit einiges an Blockbuster durchzujagen. Genau so und nicht anders haben wir das gemacht. Weiterhin hatten wir immer wieder Freunde zu Gast, welche sich ebenfalls ein Höreindruck machen wollten. Wir haben natürlich seither unsere Reviews auf dem Blog ebenfalls mit der Soundbar durchgeführt.

Hier ersteinmal unsere Liste der Filme, welche wir in den Player geworfen haben (keine Garantie auf Vollständigkeit):

  • Dune (2021) (UHD)
  • Keine Zeit zu sterben (UHD)
  • The Dark Knight Trilogie (UHD)
  • Scream (UHD)
  • Drive (UHD)
  • Kong: Skull Island (UHD)
  • Godzilla (Blu-Ray)
  • Godzilla 2 (UHD)
  • Ready Player One (UHD)
  • Alita: Battle Angel (UHD)
  • Elysium (UHD)
  • Forever Purge (UHD)
  • Don’t Breathe 2 (Blu-Ray)
  • The Witcher Season 2 (Netflix)
  • Hawkeye (Disney+)
  • Das Buch von Boba Fett (Disney+)
  • Nobody (UHD)
  • Venom: Let there be carnage (Blu-Ray)
  • Halloween (2017) (UHD)
  • Tennet (UHD)
  • A Quiet Place (UHD)
  • A Quiet Place 2 (UHD)
  • Blade Runner 2049 (UHD)

Wir glauben, es kann keiner behaupten, dass wir die Soundbar nicht ausgiebig getestet haben. ;) Mit dabei Dolby Digital Plus Tonspuren beim Streaming, sowie Atmos mit DD+ Core. DTS-HD, DTS:X sowie Dolby TrueHD und Dolby Atmos Filme.

Aufstellung

Hier gibt es nicht viele Infos, wie LG sich das wirklich vorgestellt hat. Nach ein wenig Recherche und den ersten Höreindrücken, haben wir die Surrounds auf unsere vorhandenen Surrounds (Standlautsprecher) gestellt und somit die perfekte Höhe (Ohrhöhe) und Winkel (ca. 100 Grad) für unseren Test erreicht. Dabei stellte sich natürlich heraus, dass wir mit dem angepriesenen 7 unteren Kanälen eher ein Front links, rechts, Front-Wide links, rechts und Surround links, rechts haben und keine Surround-Backs wie man es von einer dedizierten 7.1 Anlage kennt.

Das erklärt natürlich, warum es von anderen Herstellern 9.2.4 Anlagen (z.B. von Nakamichi) gibt.

2D Ebene

Wollen wir erst über die 2D Ebene (7.1) reden. Hier hatten wir einiges Material dabei… Hier ging es uns natürlich um die Räumlichkeit der jeweiligen Filme und Szenen. Als erstes muss wohl erwähnt werden, dass jede Soundbar einen Kompromiss darstellt. Soundbars sind Einsatzbedingt nicht die Voluminösesten Lautsprecher, müssen sie doch flach genug sein um vor einen Fernseher zu passen. Mit 6,3cm ist die LG DSP11RA Soundbar schon wirklich flach. Das macht sich leider auch an dem Volumen der Stimmen und des Dargebotenen bemerkbar. Gerade im AI Sound Modus sind zwar die Stimmen und Effekte etwas angehoben, aber leider auch ein wenig hohl. Der Standard Modus (man mag es kaum glauben) klingt dort um längen besser. Letztlich war dies auch unser bevorzugter Modus.

Da wir nicht gerade den einfachsten Raum haben was die Beschallung angeht, hatte die Soundbar gut zu ackern bei uns. Dennoch hat sie das mit Bravur gemeistert. Die Räumlichkeit ist wunderbar, der Bass auch bei 90 Dezibel Schalldruck am Hörplatz voluminös und recht präzise. Wir haben Raumbedingt den Subwoofer um zwei Stufen gedrosselt, da er sonst in unserem Raum zu dick aufträgt.

Wir haben uns Christopher Nolan’s Dark Knight Trilogie in der 4K Fassung mit deutschen HD Sound zur Brust genommen und die Lautsprecher sanft einmassiert. Naja, sanft vielleicht noch beim ersten Teil, denn ab dem Zweiten hatte der Subwoofer gut zu ackern. Kapitel 14, 20 und 30 schieben schon echt und liefern uns brachialen Sound. Hier gab es nix zu meckern.

Um bei Nolan zu bleiben haben wir uns Tennet als nächstes vorgenommen. Vielleicht kann man sagen Tennet ist einer der “lautesten” Filme der letzten Jahre? Was hier an Sounddynamik erzeigt wird war schon im Kino beeindruckend und ist es auch im Heimkino. Von der ersten Minute an peitscht uns der Score um die Ohren. Kräftige Detonationen sowie feine Streicher. Der Score von Tennet ist nicht nur außergewöhnlich da je nach Situation vorwärts oder rückwärts abgespielt. Hier hat uns die Soundbar ebenfalls überzeugt.

3D Ebene

Wir waren schon sehr von der Performance in der 2D Ebene begeistert, also wurde es Zeit dickere Geschütze aufzufahren. Natürlich ist jeder getestete Film gerade was 3D Sound angeht ein anderer Schnack, aber wir hatten viel Variation. Dennoch muss man anmerken, dass Bauartbedingt der Atmos-Ton mit Up-Firing-Lautsprechern immer sehr diffus ist. Also geziehlte Atmos-Effekte sind zwar Ortbar, klingen aber bei weitem nicht so spektakulär, wie bei einem dedizierten System mit von oben nach unten strahlenden Deckenlautsprechern.

Weiterhin zu erwähnen sei, dass die Soundverbesserer der Soundbar deaktiviert werden wenn man die Soundbar mit Dolby Atmos und DTS:X Ton bespielt. Was wohl in unseren Augen auch eine gute Idee darstellt.

Blade Runner 2049 im englischen Original in Dolby Atmos, knallt von der ersten Sekunde an. Die Soundkulisse erweitert sich Kuppelförmig und gibt deutlich mehr Raum. Bauartbedingt sind natürlich direkte Höheneffekte wie die Landung von K’s Gefährt (3’35) sehr diffus. Dennoch bleibt der Effekt ortbar.

Anders z.B. bei A Quiet Place, wo der Wasserfall (37’42) schön von Oben ins Heimkino fällt, fehlt es ab 46’01 an Ortbarkeit. Wo man bei dedizierten Systemen die Monster deutlich oben verfolgen kann, ist hier nur ein diffuser Klangteppich.

Dune welcher, wenig dedizierte Höheneffekte hat, klingt durch die 4 Up-Firing-Lautsprecher großartig. Sehr räumlich gibt sich der Score immer wieder und macht uns wirklich Spaß.

Ebenfalls Kong: Skull Island wo Kong die Hubschrauber auseinander nimmt. Hier breitet sich eine wunderbare Klangbühne um und über uns aus. Direkte Effekte gehen aber auch hier unter.

Subwoofer

Der Größte Subwoofer ist der beim LG DSP11RA Beigefügte nicht. Dafür klingt er schon sehr Voluminös.

Gemessen mit MiniDSP UMIK‑1 und Room EQ Wizard (REW Copyright © John Mulcahy 2021 All Rights Reserved) an unserem Referenzhörplatz.

Bei einem Referenzpegel von 75 Dezibel sehen wir, dass der Sub ab ca. 28 Hz ordentlich anfängt zu pumpen. So bedient der Subwoofer noch den oberen Bereich des Spaß-Frequenzbereichs (10–40 Hz wo man im besten Falle ordentlich was im Magen spürt). Dennoch hat der Subwoofer in unserem 35qm Zimmer ordentlich zu tun. Wir haben den Subwoofer direkt neben dem Lowboard stehen mit einem ca. 10 cm Abstand zur Wand. In Filmen wir Tennet, Dune, Blade Runner 2049 oder Kong hat er ordentlich zu kämpfen, um unseren Raum mit druckvollen Bässen zu versorgen. Sicherlich hat er in einem kleineren Raum leichteres Spiel. Dennoch muss man sagen, klappt auch dies und die meisten Heimkino-Einsteiger werden begeistert sein, welchen Druck er entfalten kann. Leider muss man aber auch sagen, dass er schon ein wenig verzerrt. Er klingt nicht so knackig wie ein externer Bolide von SVS, Velodyne, Arendal oder ähnlichem. Muss er aber auch nicht, da solche Subwoofer teilweise schon so viel kosten wie LG’s Soundbar-Set.

Kalibriert vs. unkalibirert

Natürlich haben wir uns es nicht nehmen lassen alle Kanäle mal auf Herz und Nieren zu prüfen und haben mit REW Nachgemessen. Wir wollten wissen was die AI Kalibierung messtechnisch an unserem Referenzhörplatz ausmacht.

Gerade weil wir nach der Kalibrierung keinerlei anderen Höreindruck hatten, haben wir unser MiniDSP UMIK‑1 rausgeholt und mit REW mal nachgemessen. Wie oben in der Galerie zu sehen unterscheiden sich kalibriert vs. unkalibriert nur maginal.

Ob das jetzt für unseren Raum spricht, wagen wir noch zu bezweifeln. Denn hier sehen wir persönlich aktuell noch am meisten Spielraum für einen viel besseren Klang bei unserem Filmgenuss.

Aber vielleicht ist es dennoch stark Raum abhängig. Dies sollte jeder für sich selber überprüfen. Im Standard-Modus klingt die Soundbar hervorragend.

Musik

Wer den Blog hier verfolgt, weiß das wir ebenfalls über Musik härterer Gangart schreiben und so haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Soundbar mit diversen Formaten, Streaming und Wireless Abspielarten zu testen.

Die Soundbar lässt sich sicherlich als guter Stereoanlagen-Ersatz einsetzen. Natürlich hat man gerade beim Metal hier Kompromisse einzugehen. Generell ist die Musik klar, die Stimmen definiert und gut verständlich. Dank des Subwoofers, machen auch harte Breakdowns spaß. Dennoch fehlt es hier und da an Druck und Raum für fette Gitarren oder dem Drumset. Hier merkt man deutlich die Grenzen des Subwoofers, welcher hier schon ein wenig anfängt zu flattern.

Elektronische Musik ist hier natürlich weniger wählerisch und klingt hier perfekt. Satte Bässe und gute Höhen.

Pegelfestigkeit

Ja, ja wir wissen das viele in Mietswohnungen wohnen und deshalb eher auf Funktionen schielen, welche die Dynamik aus den Filmen nimmt um die Nachbarn nicht zu verärgern. Aber mal angenommen, ihr wollt so richtig auf die Kacke hauen… dann haben wir die Soundbar bis nahe zu 100 Dezibel bei uns im Test hoch gedreht und können euch sagen: der Subwoofer kommt schon ins schwitzen und klingt verwaschener. Aber generell können wir eh empfehlen den Sub ein wenig zu drosseln damit nicht alles nach Bass klingt. Wir haben ihn um zwei Lautstärke-Punkte herunter gedreht und waren dann auch bei hohem Pegel zufrieden mit seiner Leistung.

Smart-Funktionen

Welches Gerät hat heut zu tage keine Smart-Funktionen? So auch die LG DSP11RA. Sie kommt mit Unterstützung von digitalen Sprachassistenten von Amazon (Amazon Alexa) und Google (Google Assistant). Des weiteren beherrscht sie Apples Airplay2 und lässt sich somit auch zum Musik-Streamen nutzen. Natürlich darf hier auch Chromecast sowie Spotify Streaming nicht fehlen. Weiterhin durch Bluetooth kann man schier jedes Handy oder ähnliches Abspielgerät mit der Soundbar pairen und so ebenfalls als Stereoanlagen-Ersatz benutzen.

Wir haben alle Funktionen eingerichtet und stundenlang ausprobiert. Hier konnten wir keine Mängel feststellen und somit kann man, wenn man diese Funktionen plant zu nutzen, diese uneingeschränkt empfehlen.

Bedienung

Die Bedingung ist LG-Typisch: Die mitgelieferte Fernbedienung erinnert an die der 2021er OLED Serie, wobei sie kleiner ist. Mit ihr kann man die wichtigsten Funktionen bedienen. Wer einen LG Fernseher besitzt kann die Fernbedienung aber getrost im Karton lassen, da die Soundbar ebenfalls natlos mit den LG eigenen Fernbedienungen von Fernsehern bedienbar ist. Ebenfalls lässt sich die Soundbar per CEC steuern und so sollten auch Fernseher anderer Hersteller in der Lage sein einige Funktionen zu steuern. Hier haben wir kein Testobjekt zur Hand gehabt um dies zu probieren.

Einstellmöglichkeiten

Hier treffen wir auf den Punkt im Test, welcher uns ein wenig enttäuscht hat. Die wirklichen Einstellmöglichkeiten seitens des Tons sind wirklich spartanisch. Natürlich besteht die Möglichkeit die Bässe und Höhen anzupassen. Des weiteren kann man gewisse Gruppen der Lautsprecher lauter respektive leiser machen. Hierzu zählen, Center, Front R+L, Back R+L sowie Atmos Front R+L und Atmos Back R+L. Leider gibt es keine Unterscheidung von rechtem und linken Kanal bei der Lautstärkeanpassung.

Desweiteren fehlten uns Anpassungsmöglichkeiten zu den Frequenzen oder dergleichen. Hier muss man den Sound den man bekommen mögen oder sich nach einem anderen Gerät umsehen. Die Möglichkeiten eines dedizierten Systems sind hier erheblich umfangreicher.

Für wen ist die Soundbar geeignet?

Die Soundbar ist ganz klar im oberen Segment was Qualität, Funktionsumfang und Preis angeht. Mit einem Listenpreis von 1499€ und einem Straßenpreis von ca. 1250€ ist sie kein günstiger Vertreter aber sicherlich eine der Besten. Wer minimalen Aufwand bei der Installation und Einrichtung für sein Heimkino sucht, ist bei der LG DSP11RA goldrichtig. Ebenfalls Leute die eine optisch unauffällige Surround-Kulisse suchen sollten sich die Soundbar mal näher ansehen.

Wer jedoch nach Absolution sucht was den Sound angeht, sollte sich eher Gedanken über eine dedizierte Anlage mit “großen” Lautsprechern machen. Hier sind je nach Lautsprecher die Stimmen wesentlich voller und der Bass wesentlich definierter. Gar nicht zu sprechen über die Anpassungsmöglichkeiten. Denn hier bietet die Soundbar nur ein Minimum desses was AV-Receiver dieser Tage zu bieten haben.

Habe ich mit der Soundbar Ton wie im Kino?

Sehrwohl. In unserem Testraum konnten wir schon sagen, dass die Soundbar je nach Kino schon einen besseren Ton ausgeben kann. Leider sind dieser Tage viele Kinos technisch nicht auf der Höhe oder die Kinobetreiber einfach taub (und blind). In Verbindung mit einem großen Fernseher oder gar Leinwand lässt sich sicherlich teils besserer Ton Zuhause erziehlen.

Fazit

Mit der DSP11RA hat LG eine hervorragende Soundbar im Programm, welche sich in nahezu jedes Wohnzimmer integrieren lässt, vorrausgesetzt man hat Steckdosen an geeigneten Stellen. Die Surround- sowie 3D-Kulisse sind überzeugend und hüllen uns immer glaubwürdig ein. Weiterhin ist die Soundbar sehr pegelstark und so ebenfalls für größere Räume geeignet. Lediglich der Subwoofer kommt später an seine Grenzen. Hier wird der geneigte Bass-Junkie leider nicht glücklich werden. Was nicht heißen soll, dass der Subwoofer zu schwach ist. Auch er bringt das Interieur zum wackeln und sicherlich die Nachbarn auf die Palme sollte man es in einer Mietwohnung übertreiben. Lediglich die wenigen Feintuningmöglichkeiten sind ein wenig schade. Hier wäre per App mehr drin gewesen.

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https://www.hifigeek.de/lg-dsp11ra-7-1-4-soundbar-review-lgs-flagschiff-im-mega-test/feed/ 0 5732
Signa S4 — Polk audio präsentiert Dolby Atmos Soundbar für Einsteiger https://www.hifigeek.de/signa-s4-polk-audio-praesentiert-dolby-atmos-soundbar-fuer-einsteiger/ https://www.hifigeek.de/signa-s4-polk-audio-praesentiert-dolby-atmos-soundbar-fuer-einsteiger/#respond Thu, 16 Dec 2021 09:08:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5654 Polk Audio stellt mit seiner Signa S4 ihre erste Dolby Atmos Soundbar vor. Die Soundbar ist mit 7 Treibern ausgestattet, wovon ein Hochtöner für den Center, sowie zwei Lautsprecher für die Atmos-Kanäle vorgesehen sind. Des weiteren verfügt die Soundbar über einen per Funk angeschlossenen separaten Subwoofer für Kinoklang in den eigenen vier Wänden.

Mit einem UVP von 349€ ist die Soundbar klar im Einsteigersegment einzuordnen. Rein den Specs nach zu urteilen haben wir hier ein 3.1.2 System, welches mit seinen zwei Atmos Speakern mehr Räumlichkeit von oben verspricht.

Das System ist in der Lage Dolby Atmos Signale zu verarbeiten, welche ihm per HDMI (eARC) zugespielt werden. Des weiteren verfügt die Soundbar über einen optischen Eingang, womit man die Soundbar eigentlich an alles gängige anschließen kann. Natürlich ist sie im Vergleich zu anderen Soundbars spartanisch ausgestattet, dennoch gerade durch eArc ist sie ebenfalls mit den aktuellsten TVs kompatibel.

Spielt die Soundbar auch andere Tonformate?

Die Frage lässt sich nicht abschließend beantworten. Wir denken jedoch, dass die Soundbar Dolby Audio (Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD und Dolby Atmos) unterstützt. Damit würde sie die gängigen Streaming Tonformate unterstützen. Wer jedoch viel von physischen Medien konsumiert, schaut sicherlich ein wenig in die Röhre, da DTS (DTS, DTS-HD MA und DTS:X) damit dann nicht unterstützt wäre. Hier haken wir aber noch nach und geben ein Update.

Für wen ist die Soundbar?

Zu viel sollte man jedoch jetzt nicht erwarten, da der Surround Sound nur virtuell erzeugt wird und somit auch stark abhängig ist vom Raum, in welchem sie aufgestellt wird. Darüber hinaus ist das kein System für große Räume. Hier ist die Subwoofer Leistung sicherlich nicht außreichend.

Generell kann man wohl sagen: Wer viel streamt und eine Soundbar für eine Single-Wohnung, kleines TV Zimmer, Schlafzimmer oder dergleichen sucht, wird sicherlich mit der Polk Audio ein weiteres interessantes Gerät in seiner Auswahl haben.

Aber ich habe einen großen Raum

Interessenten mit roßen Räumen oder dem Wunsch nach mehr Bass, Surround oder 3D Sound, sollten sich woanders umsehen. Hier testen wir übrigens gerade High-End Soundbars und haben jetzt über Wochen Erfahrungen gemacht, welche wir sehr bald hier teilen werden.

Kann ich mit der Soundbar auch Musik streamen oder dergleichen?

Als klassischen Strereo-Anlagen Ersatz eignet sich die Soundbar eher bedingt. Sie hat zwar Bluetooth, was es erlaubt von Handy Musik abzuspielen, aber über weitere Steaming Funktionalität verfügt sie nicht, welche man zu dem Preis auch nicht gleich erwarten sollte. Wer jedoch mit seinem angeschlossenen TV oder Streaming-Stick zurecht kommt und darüber Musik abspielt ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

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https://www.hifigeek.de/signa-s4-polk-audio-praesentiert-dolby-atmos-soundbar-fuer-einsteiger/feed/ 0 5654
Google Stadia Cloud Gaming nun auch auf LG Smart TVs https://www.hifigeek.de/google-stadia-cloud-gaming-nun-auch-auf-lg-smart-tvs/ https://www.hifigeek.de/google-stadia-cloud-gaming-nun-auch-auf-lg-smart-tvs/#respond Wed, 08 Dec 2021 15:09:24 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5561 Da werden einige Zockerherzen höherschlagen: Google Stadia ist nun auch auf WebOS TVs von LG verfügbar. Hierzu braucht man einen LG Smart TV mit webOS 5.0 (Modelljahr 2020) oder webOS 6.0 (Modelljahr 2021) und einen unterstützten Controller.

Stadia ist das Cloud Gaming Projekt von Google was es einem ermöglicht über 200 Spiele ohne PC oder Konsole direkt aus der Cloud zu spielen. Dies sogar bis 4K mit 5.1 Sound. (hier natürlich nur mit Abo)

Wir sind jedenfalls gespannt das in der nächsten Zeit mal mit unserem LG OLED C1 auszuprobieren.

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Denon-X1700H — neuer 8K Einsteiger AV Receiver https://www.hifigeek.de/denon-x1700h-neuer-8k-einsteiger-av-receiver/ https://www.hifigeek.de/denon-x1700h-neuer-8k-einsteiger-av-receiver/#respond Tue, 19 Oct 2021 11:02:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4909 Denon ist schon seit Jahren einer der führenden AV-Receiver Hersteller und updatet regelmäßig seine Produkte. Nun bekommt der Einsteiger AVR ein update und wird noch leistungsstärker.

Richten tut sich das Gerät an angehende Heimkino-Enthusiasten. Dennoch ist es üppig ausgestattet: von High-Res (WAV, FLAC, ALAC und DSD 2,8/5,6 MHz) über 3x 8K HDMI Eingängen sowie 1x 8K Ausgang mit eARK bis Dolby-Atmos und DTS:X ist alles an Board um sich ein kleines amtliches Heimkino zu erstellen.

7 dedizierte Endstufen vereint das gerät und erlaubt damit eine Vielzahl an Layouts. 5.1.2 Atmos/DTS:X oder 7.1 sowie 5.1, für jeden dürfte da zum Einstieg was bei sein. Natürlich kommt der X1700H auch mit dem hauseigenen Einmesssystem Audyssey, womit sich die Anlage an alle Aufstellungsorte und Kombinationen anpassen kann.

Abrunden tut das Ganze dann die hauseigene Multiroom Lösung HEOS welche man mit HEOS Lautsprechern erweitern und ein echtes Multiroom Multitalent hat.

Wir müssen nicht erwähnen das sich die Kiste auch per Amazons Alexa und Apple Siri steuern lässt?

659€ für das normale Modell und 679€ für das Modell mit integriertem DAB-Tuner werden fällig und zu haben ist das Ganze ab dem 17. November 2021 beim Denon Fachhändler.

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Lyndahl — Lautsprecherblenden für den Heimkinofan https://www.hifigeek.de/lyndahl-lautsprecherblenden-fur-den-heimkinofan/ Thu, 07 Oct 2021 09:14:28 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4665 Wer sich ein Heimkino bauen möchte weiß von Anfang an, es wird Massen an Kabel geben. Wann immer es möglich ist, will man diese meist nicht sehen und deshalb werden sie Unterputz, hinter Abdeckungen oder aber in Fußleisten verbannt.

Wir haben uns für ersteres entschieden und unsere Lautsprecherkabel sowie HDMI, Netzkabel oder Sonstige, Unterputz “gemauert”. Dafür muss man natürlich einiges beachten. Wir selber haben Schlitze für Leerrohre in die Wände gefräst und Unterputzdosen gesetzt. Für ein Heimkino kommt da einiges zusammen. Aber von den Unterputzdosen wollten wir schicke Anschlüsse an die Boxen und zum AV-Receiver haben.

Hier kommen die Lyndahl Lautsprecherblenden ins Spiel. Nach einiger Recherche im Netz bin ich letztendlich bei eben jenen gelandet. Alternativen waren meist Dosen amerikanischer Hersteller, welche ganze Boxen Unterputz oder in der Hohlwand benötigten. Da ich aber mit dem Dosensenker arbeiten wollte kam das nicht in Frage.

Die Lyndahl Lautsprecherblenden sind einfach mit Unterputzdosen einsetzbar. Es gibt sie in 1‑fach, 2‑fach, 5.2 und 7.2. Warum bei den Artikelbeschreibungen jeweils 5.1 und 7.1 steht, erschließt sich mir nicht wirklich, da diese jeweils zwei Chinchanschlüsse besitzen.

Aufgrund unseres Layouts 7.2.4 plus zwei extra Zonen, die wir bei Bedarf nutzen wollen, Esszimmer R+L, Terrasse R1+2 und L1+2 haben wir 2x 7.2 und 1x 5.2 Blenden verbaut. Jeweils vorne dann 2‑fach Blende für L+R mit Bi-Amping Möglichkeit und 1fach für den Center. Weiterhin haben wir für den Surround rechts eine 1‑fach Blende und links eine 2‑fach Blende (für extra Körperschallwandler unter der Couch) und Surround Back L+R jeweils eine 1‑fach Blende.

Eine handvoll Anschlüsse…

Viel Geld aber optisch ein Hingucker!

Geliefert werden die Blenden im schlichten Pappkarton. Wer den Karton zum ersten Mal in den Händen hält wird sich wundern. Sie sind verdammt schwer! Die Blenden werden aus 3mm pulverbeschichtetem Metall gefertigt und das merkt man. Die Anschlüsse sind hartvergoldet und die Polklemmen sind ausgelegt zur Aufnahme von Bananenstecker, Kabelschuh, Ringöse, Kabel mit Adernendhülse oder zum direktem Anschluss des blanken Kabels.

Wir haben uns für letzteres in der Dose entschieden und alle Kabel mit hartvergoldeten Aderendhülsen versehen. Der Anschluss aussen erfolgt praktischerweise via Bananenstecker.

Die Subwooferkabel werden innerhalb der Dose ebenfalls mit einem Cinchkabel angeschlossen. Also kann man sagen die Dose fungiert als Female-Female Adapter. Hinter den 3er Dosen stecken keine drei aneinander geklipsten Dosen sondern Dosen wir unten abgebildet.

Diese Dose ist passend für das 5.2 Panel, die 3‑fach Version dann für das 7.2 Panel

Beim Anschluss und Anbau gab es keine Besonderheiten zu beachten. Die Dosen sind wirklich ausreichend groß, als dass wir alles an Kabel darin unter bekommen haben. Schwieriger gestaltete sich nur die 4 mm² Kabel durch die Leerrohre zu bekommen. ;) Aber mit genug Hilfe klappt auch dies einwandfrei. Messtechnisch habe ich jetzt keinen großartigen Widerstandsanstieg messen können mit meinem kleinen aber feinen Multimeter. Demnach sollte sich der Einfluss im nicht hörbaren Bereich abspielen.

Die Verarbeitung der Lautsprecherblenden ist wirklich zu 100% perfekt und wir sind auch jetzt nach 12 Monaten in der Nutzung sehr zufrieden mit unserer Wahl.

Die Blenden gibt es übrigens noch in weiß, schwarz und “natur” silber metall.

Fazit

Durch ihre robuste Verarbeitung, dichten wir den Lautsprecherblenden von Lyndahl eine lange Haltbarkeit zu. Sie sind über jeden Zweifel erhaben, sehen gut aus und haben damit auch einen hohen WAF (wife acceptence factor — denn wir wissen womit ihr alle zu kämpfen habt). Wer gerade einen Umbau, Ausbau oder Upgrade plant sollte sich definitv die Lautsprecherblenden näher ansehen. Wir selber hatten keinerlei Platzprobleme in 61 mm tiefen Dosen.

Desweiteren gibt es noch blind Blenden in zwei verschiedenen Größen, sowie welche mit Bürste, von denen wir selber noch zwei kleine brauchen für unsere HDMI-Kabeldurchführung. ;)

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4665
Test — RUIPRO 8K HDMI 2.1 48Gpbs Kabel https://www.hifigeek.de/test-ruipro-8k-hdmi-2-1-48gpbs-kabel/ Sat, 02 Oct 2021 13:46:54 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4653 Kabel, Kabel, Kabel… nicht’s geht ohne aber es gibt den einen oder anderen Unterschied. Als wir uns entschlossen unser Haus zu renovieren und ein Heimkino zu bauen sind Kabel natürlich ein essenzielles Bauteil.

Vorwort

  • Zukunftsfähig müssen sie sein
  • in der gewünschten Länge das Signal übertragen
  • aktuelle Standards erfüllen
  • erschwinglich müssen sie sein
  • gute Qualität aufweisen

Das sind die denke ich für viele die gewünschten Anforderungen. Da draußen auf dem Markt tummeln sich viele Kabel. Geschirmte, extra ummantelte, vergoldete, Silberlitzen, und und und. Das haben wir ebenfalls gemerkt.

Wir wollten die Technik nicht sehen und so haben wir sie auf die Rückseite des Raumes geplant. Das heißt natürlich bei einem Fernseher ein Kabel was quer durch den Raum verlegt werden muss und demnach auch eine gewisse länge plus Reserven aufzuweisen hat. 15m sind es bei uns geworden und wir haben und lange umgesehen. 15m bei HDMI sind für klassisches Kupfer meist zu viel.

Als alter IT-Hase ist die Lösung sonnenklar: Glasfaser muss her!

Um ein wenig vom Vodoo bei HDMI-Kabeln aufzuräumen: HDMI ist ein digitaler Übertragungsweg. Demnach übertragen werden letztlich Einsen und Nullen. Wenn dabei Fehler auftreten gibt es sicherlich die ein oder andere Fehlerkorrektur im HDMI Standard oder schlichtweg das Kabel funktioniert nicht/hat aussetzer. Natürlich kann dieses digitale Signal auch gestört werden weshalb bei Kupferkabeln eine Schirmung Sinn macht. Dies kann z.B. auftreten durch elektromagnetische Strahlung von Stromkabeln an welchen die HDMI Kabel parallel verlegt werden über längere Strecken. Dies sollte man aber generell schon beim Verlegen beachten.

Vergoldete Anschlüsse in allen Ehren, macht natürlich den übertragenen Strom leichter passierbar und sicherlich auf dem Papier auch eine längere Übertragung möglich. Ist aber nicht unbedingt notwendig denn wie oben erwähnt: das Signal ist digital, Einsen und Nullen, An oder Aus. Wer jetzt einem solchen Kabel Klangeigenschaften nachsagt… hm… weiß ich nicht.

Jedenfalls haben wir und ein 15m Glasfaser HDMI 2.1 48Gbps Kabel bei Amazon geordert und verbaut. (ja nicht sofort getestet da die komplette Anlage noch eingemottet war) Das Ergebnis war: angeschlossen und… Tonaussetzer. Jetzt muss man natürlich sagen, ein Glasfaser HDMI Kabel funktioniert nur in eine Richtung. Dies ist mit Source und Display eigentlich gut markiert und so haben wir es eingehalten.

Unser Aufbau war folgender FireTV 4k -> Fernseher -> HDMI (ARC) -> Receiver. Soweit so gut. Die Tonaussetzer passierten dann folgendermaßen. Beim lauter sowie leiser machen ist dies nicht einfach flüssig passiert sondern der Ton war mit jedem Knopfdruck für eine Sekunde weg. Begleitet mit dem obligatorischen Schaltgeräusch eines AV-Receivers weil er ein Signalverlust hatte und danach das Signal zurück gekehrt ist. Ich kann nur sagen: super nerviges verhalten. Aber, das war leider noch nicht alles. Leider gab es immer wieder Tonaussetzer alle 30–60 Sekunden. Zuerst habe ich das auf den Fernseher zurückgeführt und ihm schlechte ARC Fähigkeiten zugesprochen. Aber nachdem ich alle Technik testweise nach vorne gebaut hatte und “Standard-Kabel” verwendet habe konnte ich das Einzig und allein auf das Kabel zurückführen.

Fazit: Kabel ist nicht gleich Kabel. Und auch Glasfaser HDMI 2.1 bla bla, ihr wisst schon Kabel sind nicht gleich der Heilsbringer. Günstig sind diese bei weitem nicht. 15m schlugen mit knapp 200€ zu buche. Händler kontaktiert, Verhalten dokumentiert, beschrieben und Geld zurück bekommen. Klasse! Lobenswert an dieser Stelle, dennoch ein Kabel weniger und demnach keine Verbindung.

Weiter auf die Suche gemacht nach einen neuen “gescheiten” Kabel. Man muss ja sagen, mittlerweile finden sich schon längere Kabel in den Angeboten gängiger Hifi-Shops… zu der Zeit kaum für HDMI 2.1 in der Länge.

RUIPRO HDMI Fibre Optic Cable 2.1 48Gbps

Nach weiteren Recherchen bin ich dann auf das oben genannte RUIPRO Kabel gestoßen. “Diesmal machste das Richtig” habe ich mir gesagt und einfach stumpf als Blogger den Hersteller angeschrieben und gefragt ob er denn wirklich sicher ist, dass seine Kabel die Vorgaben erfüllen und demnach auch wie versprochen funktionieren.

Siehe da: Netter Kontakt, hat alles bestätigt, auf seine Lifetime Warranty verwiesen und gleich Kabel besorgt.

RUIPRO 8K HDMI Fibre Optic Cable HDMI 2.1 48Gbps 8K@60Hz 4K@120Hz Dynamic HDR/eARC/HDCP 2.2

Wir haben uns direkt 15m, für den Beamer weitere 6m und ein weiteres 1m Kabel besorgt und natürlich gleich gespannt ausgepackt und angeschlossen. Siehe da! Alle Probleme waren passé.

Zum Kabel selber:

Es erfüllt natürlich ersteinmal alle aktuellen Standards: HDMI 2.1 mit 48Gbps Übertragungsgeschwindigkeit. Weiterhin besteht es aus Glasfaser und kann so auch größere Strecken überbrücken. Es unterstützt ebenfalls 8K@60Hz 4K@120Hz, HDR, eARC, HDCP2.2, Dolby Atmos, Dolby Vision, DTS:X, Auro3D… ich könnte die Liste immer weiterführen. Der Kenner weiß, letztlich zählt die Übertragungsgeschwindigkeit und das diese konstant ist.

Glasfaser hat übrigens noch einen weiteren Vorteil: das Kabel ist nicht anfällig für elektromagnetische Strahlung! Denn Glasfaserkabel übertragen ihre Daten per Lichtwellen (deswegen auch Lichtwellenleiter genannt). Diese sind nicht von Strahlung jeglicher Art beeinflussbar. Was natürlich nicht für die Stecker selber gilt, da das Signal dort natürlich jeweils zu Licht und dann wieder zu Strom gewandelt wird. Längenverluste bei Glasfaser sind in den heimischen vier Wänden dann natürlich zu vernachlässigen.

Die Haptik des Kabels ist hervorragend, wobei es natürlich durch die Farbe nicht das hübscheste ist. Letztlich sind die Kabel bei uns unter Putz und wir sehen diese nicht, weshalb uns die Optik egal ist. Aber auf die Maße kommt es an! Wir hatten natürlich schon die Wände etc. verputzt und so mussten wir in vorhandene Leerrohre das Kabel nachträglich hinzuziehen.

Zumal wer ein wenig Ahnung hat weiß, dass Glasfaser noch einen entscheidenen Nachteil hat: den Biegeradius. Zum Glück hatte ich beim Verlegen der Leerrohre auf genau eben jene geachtet, sodass sich das Kabel ohne Zwischenfälle verlegen ließ.

Wir haben das Kabel mittlerweile mit verschiedenen Quellen bespielt und konnten keine Probleme feststellen. Wie eingangs erwähnt, An oder Aus. ;)

Xbox, Nvidia Shield, Sony X800, Denon AVR, zu LG OLED alles kein Problem!

Die Verpackung der Kabel ist jetzt nicht das hochwertigste, aber dafür will man auch kein Geld ausgeben. Der Lieferumfang ist sicherlich größer als der ein oder andere bei einem Kabel erwartet hat:

  • Das Kabel selber
  • Steckerschutzkappen
  • 3x Kabelbinder (Klett mit Druck)
  • 5V extra Stomadapter
  • Anleitung

Ja richtig gelesen… 5V Stromadapter. Wie weiter oben schon erwähnt wird hier Strom zu Licht und wieder zurück gewandelt. Dies passiert jeweils in den Steckern. Es kann natürlich sein, dass das angeschlossene Gerät auf einer Seite nicht genügend, oder durchgänging Strom liefert. Dies lässt sich mit dem beigefügten Adapter beheben.

Die Kabelbinder sind natürlich nützlich für das Kabelmanagement und nice 2 have.

Zuletzt bleibt immer der Preis. Wir haben euch oben eine handvoll Affiliate Links bereit gestellt wo ihr das Kabel kaufen könnt. Wäre lieb wenn ihr uns dort unterstützen würdet.

Beim Preis spielt sich der Preisvorteil erst ab längeren längen aus. Wo 1m Kabel noch bei üppigen 95€ liegt und 15m dann bei 170€ sieht man schon die Tendenz. Zu haben ist das Kabel bis zu einer Länge von 30m und kostet dann schmale 199€. Das wird bei der Konkurenz eng welche hier meist schon das doppelte aufruft.

Denkt immer daran! Einsen und Nullen. Solange das Signal ankommt wird es vermutlich nie viel Abweichung und Verlust geben! Bei Analogverbindungen jedoch schon und da sollte man schon eher auf seine Kabelwahl achten.

Abschluss

Zur Einordnung, wir haben die Kabel seit März 2021 fast täglich im Einsatz, sodass dies keine kurze Momentaufnahme ist, sondern eher schon als Langzeittest angesehen werden kann. Die Kabel haben wir freundlicherweise von RUIPRO zur Verfügung gestellt bekommen, was hier nicht in die Wertung eingeflossen ist, da wir etwas funktionierendes haben wollten und bekommen haben. Die Kabel sind wirklich sehr gut und funktionieren tadellos. Also gebt euch einen Ruck und probiert diese aus!

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Bowers & Wilkins 800 Serie Diamond — Legenden sterben nie https://www.hifigeek.de/bowers-wilkins-800-serie-diamond-legenden-sterben-nie/ Thu, 26 Aug 2021 11:33:34 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4482 Zweifelsohne ist die Bowers & Wilkins 800 Serie eine Ikone unter den High-End Lautsprechern. Ich glaube jeder hat diese Lautsprecher schon einmal gesehen und vielleicht auch schon Probehören dürfen. Wenn nicht: es handelt sich hier bei um eine der besten Lautsprecherserien der Welt.

Die Ingenieure von Bowers & Wilkins haben diese schon nahezu perfekten Lautsprecher in den letzten sechs Jahren noch weiter verbessert und deshalb sind die neuen geupdaten Meisterwerke nun im Handel erhältlich.

Mit hunderten Detailverbesserungen und einigen neuen Technologien verspricht der Hersteller die besten Lautsprecher noch besser gemacht zu haben. Mitunter gibt es die neue Farbe Satin Walnuss, welche sich zu den Farben Schwarz glänzend, Weiß und Satin Rosenut gesellt.

Von verbessertem Hochton durch längerem Röhrensystem des Tweeter-on-Top, über Gehäuseformänderungen welche früher nur beim Flagschiffmodell der Serie zu finden waren, bis hin zu unten abstrahlenden Bassreflexöffnung im integriertem Aluminiumsockel des “kleinsten” Standmodell der Serie (804 D4), um auch hier eine wandnahe Aufstellungen zu ermöglichen.

Bowers & Wilkins 800 Serie Diamond — 804 D4 Satin Walnuss — ©Bowers & Wilkins

Natürlich darf in der Serie wiederum ein Center Modell für den gepflegten Heimkinogenuss nicht fehlen. Hier sind sogar zwei verschiedene drei Wege Modelle mit dem HTM81 D4 und HTM82 D4 verfügbar.

Die Krux an der ganzen Geschichte ist natürlich wie immer der Preis. Da es sich hier um wirkliche High-End Lautsprecher handelt, dürft ihr tief in die Tasche greifen für ein Stereo-Pärchen. Da will man gar nicht an ein Surround-Setup denken.

Wir selber setzen hier bei uns die 700 Serie von Bowers & Wilkins ein und sind vollstens zufrieden.

Wer sich fragt ob man auch hiermit ein Atmos/Auro-Setup verwirklichen kann, ist diese Frage nur mit “ja” zu beantworten. Bowers & Wilkins hat entsprechende Decken- und Wandlautsprecher im Sortiment. Von anwinkelbaren hochtönern, bis echtem 3 Wege-System in der Decke wird hier vieles geboten.

Die Preisspanne der 800 Serie Diamond erstreckt sich von 5.500€ bis 35.000€ / Stück. Schade finde ich, dass es keine weiß matte Ausführung der Lautsprecher gibt, wie es bei der 600 Serie der Fall ist. Wobei ich denke in diesem Preissegment sollte man sicherlich auch wen finden, welcher einem die guten Stücke umlackiert.

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Reavon UBR-X100 und UBR-X200 versuchen legendäre Oppos zu beerben https://www.hifigeek.de/reavon-ubr-x100-und-ubr-x200-versuchen-legendaere-oppos-zu-beerben/ Thu, 18 Mar 2021 14:49:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=4378 2018 ging ein erstauntes Raunen durch die Heimkino-Szene, als der für seine High-End-Player bekannten Hersteller Oppo das aus seiner Sparte ankündigte. Der Oppo UDP-203 und der UDP-205 sind seither immer noch sehr gefragt, sodass die Player gebraucht weit über 800€ (UDP-203) und 2000€ (UDP-205) kosten. Aber es ist schlicht kein Geheimnis, dass es von der Konkurrenz zwar Modelle wie den Panasonic DP-UB9000, aber dennoch scheint es viele Anhänger der Oppos zu geben. Aber wer so einen Player sein eigen nennen kann weiß aber auch um die Vorzüge dieser: herausragende Gehäuse welche mit Präzision verarbeitet wurden, klarer Strukturierter und sehr hochwertiger Aufbau der Innenelektronik. Hier brauchen sich die Hersteller nicht verstecken und zeigen mit Freuden das Innenleben der Boliden. Exzellente Reparierbarkeit und darüber hinaus tuning Möglichkeiten für nahezu jeden Geldbeutel. Hier kann man z.B. CineMike nennen, welcher die Player für sage und schreibe bis zu 7500€ (UDP-203) und 8700€ (UDP-205) mehr als 200 Änderungen an Netzteil, Mainboard und Laufwerk versieht. Als Ergebnis versprechen sich Enthusiasten den perfekten Heimkino Genuss. Wieviel hiervon reale Auswirkungen hat mögen wir nicht zu beurteilen, weil uns sicherlich niemals so ein Gerät in die Hände kommt, als dass wir dies gegen testen könnten. Ich wollte nur damit andeuten, dass die schon wirklich teuren Grundpreise der Player noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sind.

Reavon UBR-X100 Rückseite

Reavon, ein französischer Hersteller welcher zu Archisoft gehört und durch deren Zappiti Player bekannt sein sollte, hat nun mit den UBR-X100 und UBR-X200 zwei Player vorgestellt, mit welchen sie die legendären Oppos beerben und mit anderen High-End Boliden in Konkurrenz treten wollen. Optisch sehr angelehnt an die Oppos, sollen wir dennoch mit neu entwickeltem Innenleben glänzen und wollen schon gar nicht als Oppo Klon gehandelt werden. Im inneren werkelt ein Mediatek MTK8581 SoC welcher in nahezu jedem High End Player werkelt. Dieser ist auch schon 5 Jahre alt, was aber dennoch nichts heißen muss. Zumal es von Mediatek zur Zeit auch kein neueren Chip gibt. Dieser aber alle erdenklichen Formate zu verarbeiten weiß: Ultra HD Blu-ray, Blu-ray, DVD, SACD, CD mit sämtlichen Audio Formaten Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, Dolby Atmos, DTS, DTS-HD MA, DTS-HD HRA, DTS:X. Natürlich dürfen hier HDR10 und Dolby Vision nicht fehlen!

Ein weiteres Schmankerl hält der Player auf der Rückseite parat, mit zwei HDMI Ausgängen. Einer HDMI 2.0a und einer mit 1.4 nur für den Ton, was in sofern klasse ist für Besitzer älterer Geräte ohne den Kopierschutz HDCP2.2. So ist es möglich den Ton direkt an den AV Receiver der Wahl zu senden ohne diesen gedowngraded durch ARC in Dolby Digital + oder DTS zu bekommen. Wer jemals die verlustbehafteten DD+, DD, DTS etc. gegen lossless Derivate hören durfte, wird wissen wovon ich rede. Darüber gibt es beim UBR-X100 noch den obligatorischen Ethernet, Toslink, Coaxial und USB 3.0 Anschluss.

Der Hersteller verspricht nicht nur ein hervorragendes Innenleben sondern auch ein klasse Gehäuse. Dieses kommt im Hifi-Baustein Normformat von (B x H x T): 430 x 82 x 351 mm bei einem Gewicht von 6,3kg, was schon ein kleiner Brocken ist. Als Basis soll hier eine 3mm Stahlplatte dienen, welche dem Player einen tiefen Schwerpunkt und eine hohe Steifigkeit attestiert. Das Gehäuse selber ist mit 1,6mm dicke schon ordentlich uns sollte den Player ruhig und leise machen.

Wer ein wenig aufgepasst hat wird festgestellt haben das die Player auch eine der wenigeren Playern sind welche auch audiophile Eigenschaften aufweisen: allem voran die Möglichkeit CACDs abspielen zu können. Aber nicht nur diese auch Netzwerk und USB Quellen verarbeiten die Player: FLAC (2.0/5.1), M4A, AIF, AIFF, DSF (2.0/5.1), DFF (2.0/5.1), MP3, OGG, APE.

Wer sich jetzt bei dem Feature Reichtum fragt was der Unterschied vom UBP-X100 zum UBP-X200 ist den wollen wir nicht lange auf die Folter spannen.

Der UBP-X200 verfügt im Gegensatz zum kleineren Bruder über eine extra analog Verarbeitung. Beginnend mit einem Texas Instruments Burr-Brown Audio PCM1690 Series DAC welcher schon ordentliche audiophile Eigenschaften hat. 24 Bit / 192kHz Abtastung mit theoretisch 8 Kanälen und analogem Low-Pass Filter. Hier durch bekommt der Player noch die Möglichkeit auch hoch auflösende DSD Files abzuspielen und diese direkt analog zu dekodieren. Weiterhin haben sie eine jitter freie Taktgeber Uhr integriert, welche störendes Ruckeln beim abspielen hochauflösender Quellen verhindern soll. Amtlicherweise spiegelt sich das auch auf der Rückseite des Players wieder und hier gibt es zusätzlich noch zwei balanced XLR Ausgänge und zwei unbalanced RCA für feinste Stereo Wiedergabe und analoge 7.1 Ausgänge. Natürlich wie soll es auch bei analogen Bausteinen sein verfügt der UBP-X200 im Gegensatz zum kleinen Bruder über einen massiven Ringkerntransformator.

Reavon UBP-X200

Für die Puristen unter uns haben die Reavon Player noch ein kleines Feature parat. Natürlich kann man sich mit den beiden Playern detailierte Informationen zu den gerade abgespielten Medien anzeigen lassen: Color Space, Farbtiefe, Video Format, Bitrate etc.

Über was spricht man am Ende wenn es teuer ist? Natürlich über den Preis. Bisher sind knapp 800€ für den UBP-X100 und knapp 1600€ für den UBP-X200 gelistet. Ausgeliefert werden die Geräte wohl an Fachhändler Anfang Mai diesen Jahres.

  • REAVON logo is registered trademark of Groupe Archisoft, and used under license.
  • The DVD logo is a trademark of DVD Format/Logo Licensing Corporation.
  • ”Super Audio CD” is a trademark.
  • DSD and the Direct Stream Digital logo are trademarks of Sony Corporation.
  • ”x.v.Colour” is a trademark of Sony Corporation.
  • Dolby, Dolby Surround, Dolby Vision, and the double‑D symbol are trademarks of Dolby Laboratories.
  • For DTS patents, see http://patents.dts.com. Manufactured under license from DTS Licensing Limited. DTS, DTS-HD, the Symbol, DTS-HD in combination with the Symbol are registered trademarks or trademarks of DTS, Inc. in the United States and/or other countries. © DTS, Inc. All Rights Reserved.
  • The product with the Hi-Res Audio logo is conformed to Hi-Res Audio standard defined by Japan Audio Society. The logo is used under license from Japan Audio Society.
  • Blu-ray Disc™, Blu-ray™, BD-LIVE™, BONUS VIEW™, Ultra HD Blu-ray™ word marks and logos are trademarks of the Blu-ray Disc Association.
  • ULTRA HD PREMIUM™ logo is a trademark or registered trademark of the UHD Alliance, Inc. in the United States and other countries.
  • All other trademarks and registered trademarks are the property of their respective holders.
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Soundbars — wie Hersteller uns Soundbars aufzwangen https://www.hifigeek.de/soundbars-wie-hersteller-uns-soundbars-aufzwangen/ Tue, 07 Jun 2016 13:56:24 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=3979 Der etwas reißerische Titel hat natürlich sicherlich ein wenig Wahrheitsgehalt, wobei ich natürlich nicht genau sagen kann wo die Wirklichkeit ist.

Fakt ist jedenfalls, dass vor einigen Jahren diese Sparte des Heimkinos praktisch nicht existiert hat. Nun landen, wie Pilze aus dem Boden sprießen, neue Soundbars in den Regalen der Elektro-Märkte und versprechen einiges. Aber wenden wir uns doch mal dem eigentlichen Problem erstmal zu: Fernseher werden immer dünner und größer, verzichten aber mittlerweile fast gänzlich auf einen Rahmen. Das sieht natürlich besonders gut aus und lässt einem ebenfalls das Bild größer erscheinen. Die dunkle Seite bei dem Ganzen ist, dass der Platz für gescheit Lautsprecher natürlich immer weniger wird und die mickrigen Lautsprecher in den aktuellen Top-Geräten, haben natürlich nicht den geringsten Anspruch auf Hifi-Qualitäten. Wo der Cineast von früher schon immer sein eigenes Heimkino haben wollte und sich schon mit externen Lautsprechern in allen möglichen Kombinationen angeschafft hat, ist der Otto-Normal-Verbraucher mittlerweile auch darauf angewiesen. Bzw. wurde darauf hingearbeitet dass es dieser ist. Wie auch immer, aber die Industrie ist ja einfallsreich und hat angefangen jeden Bedarf ein wenig zu analysieren und scheint zu dem Schluss gekommen zu sein, dass in schier jedem Haushalt in dem ein Flat-Screen werkelt auch irgendwelche externen Lautsprecher werkeln müssen.

Wer letztlich auf die eigentliche Soundbar gekommen ist weiß ich nicht, aber diese Form scheint regen Einzug zu halten in die heimischen Wohnzimmer, Kinderzimmer oder wo auch immer Fernseher stehen. Das Praktische ist natürlich das Format und das meist zu jeweiligen Fernseher passende Design. Natürlich gibt es Soundbars mittlerweile ich schier allen Preissegmenten und Ausführungen.

Mit der Soundbar hält das Kinofeeling wieder ein wenig Einzug. Und das ist gut so. Ich habe mal ein praktisches Beispiel: Wir waren letztens bei Freunden eingeladen auf deinen Filme-Abend und haben uns kollektiv für die Hatchet-Reihe entschlossen. Eigentlich eine wasserdichte Wahl für gutes Bier und Stimmung! Leider nein, denn leider haben wir die Filme über die im Fernseher integrierten Lautsprecher geguckt… blechern, keine klaren Höhen oder Tiefen, kein Druck oder Wärme. Schwer zu beschreiben. Ich will jetzt nicht sagen, dass Hatchet totale AAA Filme sind, aber Stimmung lassen sie normal aufkommen. Der Abend fühlte sich ein wenig wie Zensur an und die Filme verkamen zum Trauerspiel.

Das brachte mich zum Nachdenken und ich habe seither viele Überlegungen und Ideen gehabt um genau so einen Beitrag zu schreiben. Die Faulheit siegte bis heute. Nun könnte ich predigen, dass sich alle Menschen eine klasse 5.1 Surround-Anlage kaufen sollen. Wäre mir lieb, aber ich würde nicht wirklich auf Gehör bei vielen Menschen stoßen. Zu teuer, zu groß, zu viele Kabel… die Liste der Reibungspunkte ist riesig und kann noch weiter ausgeführt werden. Also habe ich mich entschlossen mal etwas zu Soundbars zu schreiben, was ich hiermit tue!

Soundbars sind ein wundbarer Einstieg in das Heimkino. Die Einstiegskosten können gering sein und der erste Aha-Effekt entsteht bisweilen schon bei 100€ Soundbars, welche gegen die Fernseher integrieren Lautsprecher antreten. Natürlich sind die Ansprüche immer verschieden und so läßt sich für jeden Geldbeutel etwas finden.

Aber warum erzähle ich das überhaupt? Naja, anhand meines Beispiels wollte ich fest machen, dass mit schlechte Wertungen bei einigen Filmen auffallen, welche mit der richtigen Soundkulisse beim Publikum wesentlich besser ankommen. Gerade im Horror-Genre ist der Ton ganz entscheidend über den Eindruck. Natürlich sind mit den technischen Neuerungen und den besseren Produktionen die Ansprüche gegenüber alten Schocker-Schinken gestiegen und man hat eh schon alles gesehen… klar… aber guter Ton hat wirklich seine Berechtigung. Warum gehen wir ins Kino? Zum einen wegen des Erlebnisses… okay. Das zieht bei mir nicht mehr, da ich gerade in Sachen Ton momentan von vielen Kinos mehr als Enttäuscht bin und es nicht mehr einsehe viel Geld für ein Kinoticket hin zu blättern, wenn ich mir den Film, zwar ein wenig später, auf der heimischen Anlage ansehen kann. Großes Bild? Ich bitte euch: mit Einzug der 65+-Zoll-Ultra-Hammer-Mega-Fernseher ist die Bildgröße doch in einem erträglichen Rahmen. Ansonsten setze dich einfach näher ran… viereckige Auge gibt es nicht und bei einem Full-HD Bild wird als Sitzabstand ohnehin die zweifache Bildschirmdiagonale als maximale Entfernung angesehen.

Also hoch mit dem Hintern und näher ran an die Flimmerkiste! Wäre das geschafft muss noch eine Soundbar her. Was man jetzt speziell für Horrorfilme nehmen sollte, kann ich auf anhieb nicht sagen, da ich selber keine getestet habe. Kommt vielleicht noch. Aber vielleicht habt ihr welche, die ihr empfehlen könnt? Auf meinem regelmäßigen Weg durch den Elektro-Markt meines Vertrauens bin ich an der LG LAC850M vorbei gekommen und diese war von oben bis unten voll mit positiven Testergebnissen. Das dies nix heißen mag, brauche ich denke ich niemanden mehr zu erzählen, aber wenn ich nach einer geeigneten Soundbar Ausschau halten würde wäre es der erste Anhaltspunkt. Als wirklich günstig habe ich übrigens die LG LAC553B für um bei 150€ empfunden und sicherlich auch einen Blick wert.

LG LAC650H Soundbar © 2016 LG Electronics
LG LAC650H Soundbar © 2016 LG Electronics

Warum ich hier nur LG aufführe? Hat keinen besonderen Grund, sondern einfach, dass ich die Beispiel-Bilder von denen verenden darf. Ich werde mich in Zukunft in Vielfalt erproben: Versprochen!

Ich denke bei Soundbars gibt es ähnliches zu beachten wie bei einer richtigen Hifi-Anlage. Probiert das Ding aus! Und war bei euch Zuhause und stellt es genau so hin wie es zukünftig stehen soll. Stellt die Kiste vernünftig nach euren Hörgenüssen ein: mehr oder weniger Bass etc. Danach hört ihr das Ding zur Probe! Nehmt eure Lieblingsfilme und schaut euch daraus die besten Szenen an. Dabei kann man sich ruhig ein wenig Zeit lassen. Auch wenn wir in einer totalen Konsumgesellschaft leben und viele Entscheidungen eher Kurzschlussentscheidungen sind, kann man sich hierfür mal ein wenig Zeit lassen.

Nachdem die Soundbar eine gewisse Zeit probegehört wurde rate ich euch einen zweiten Kanditaten im gleichen Preisspektrum zu suchen. Ja auch diese stellt ihr parallel zu euch nach Hause und fangt an die beiden gegeneinander zu vergleichen. Nur dann bekommt ihr auch wirklich die Soundbar eures Geschmacks! Nachdem sich hier ein klarer Favorit herauskristallisiert hat, tauscht ihr die andere Soundbar um. Onlinekauf sei dank! Aber auch gute Hifi-Händler kennen dieses Vorgehen und gewähren es euch.

Jetzt könnt ihr den Spaß mit weiteren Soundbars wiederholen oder euer Bauchgefühl vermittelt euch, dass ihr zufrieden seid. Es kommt natürlich immer darauf an, wieviel Energie ihr in die Suche nach eurer Soundbar stecken wollt. Aber eins versichere ich euch: am Ende werden viele Filme doch wesentlich besser bei dir ankommen als noch ohne so einen kleinen Kasten.

Wenn du natürlich ambitioniert bist, kannst du dir gleich eine Komplett-Anlage oder dergleichen holen, aber hierum soll es bei diesem Beitrag nicht gehen. Ich wollte erstmal ein wenig Gehör finden zum Thema Sound und denke ich habe zwar für den Ein oder Anderen nicht viel Neues erzählt aber vielleicht die gedankliche Diskussion angestoßen.

Leute: Macht was draus, wertet eure Flimmerkiste auf, sei es mit einer Soundbar oder aber mit einer allmächtigen Heimkino-Anlage. Egal! Aber bitte, bitte, verurteilt keine Filme mehr, weil ihr selber nicht dem Anspruch an einen guten Film gerecht werdet.

Ich hoffe, dass ich in Zukunft weitere Tipps in Richtung Soundbars geben kann und vielleicht mal welche in die Finger bekomme um die Horrortauglichkeit zu attestieren… wir werden sehen.

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Ultra HD Blu-Ray und der aktuelle Stand https://www.hifigeek.de/ultra-hd-blu-ray-und-der-aktuelle-stand/ Tue, 07 Jun 2016 10:54:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=3948 Zum Start unserer Heimkino-Seiten hab ich uns ein top aktuelles Thema herausgepickt und versuche euch ein wenig auf Stand zu bringen.

Die Ultra HD Blu-Ray verspricht vieles, aber leider gibt es bisher nicht wirklich viel zu sehen. Denn Filme sind aktuell Mau auf dem Markt und viele Kunden überlegen sich ob sie überhaupt auf das neue Format umsteigen sollen. Ich denke für eine Antwort hierzu wäre es viel zu früh, denn die Disks haben Potential und versuchen sich aktuell neben 4K Streaming-Angeboten z.B. von Netflix oder Amazon zu platzieren.

Für mich immer das Hauptargument ist der Ton. Ja ich bin ein Ton-Fetischist und ich kann es nicht oft genug betonen. Aber bitte: Horror aus der Blechdose ist einfach nicht gruselig! Also gebt uns besseren Ton! Leider ist dies aktuell auch schon das erste Manko an den neuen Scheiben: Viele kommen weiterhin ohne deutschen HD-Ton aus. Hier könnten sich die Silberlinge von Streaming-Angeboten locker abheben und so um Käufer buhlen. Tuen sie aber bisher nicht, was schade ist. Gerade mit Dolby Atmos und DTS‑X sind interessante Ton-Formate auf dem Vormarsch, welche bisher klanglich und heimkinotechnisch eine gute Figur abgeben. Anfangs dachte ich noch, dass sich viele Publisher die beiden neuen Formate einfach zurück halten, als es nur rar gesäte Filme mit den 3D-Soundformaten auf Blu-Ray gab, um mit der Ultra HD Blu-Ray durchstarten zu können. Anscheinend bisher weit gefehlt!

Update: In meiner unendlichen Neugierde habe ich 20th Century Fox Home Entertainment angeschrieben, welche bislang das größte Portfolio an hochauflösenden Scheiben auf dem Markt hat mit ca. 11 Filmen haben. Darunter sage und schreibe keinen Film mit verlustfreiem Ton in deutsch! Die Antwort kam prompt:

Für den von Ihnen genannten Umstand gibt es zwei zusammenhängende Gründe – zum einen die Speicherkapazität, zum anderen die länderübergreifenden Versionen, nach denen die Discs produziert werden.

Man muss bedenken, dass immer mehrere Länder sich gemeinsam mit Deutschland eine Disk-Version teilen, und jede Sprache/Tonspur Speicherplatz benötigt.

Daher ist es Standard, dass immer die Originalsprache (meist Englisch) im bestmöglichen Ton enthalten ist, sowie alle anderen Töne/Sprachen in der Regel in DTS 5.1., um möglichst viele Zuschauer mit dem optimalen Ton bedienen zu können. Für mehr reicht leider der Speicherplatz nicht aus.

Vielleicht ändert sich noch etwas an der oben geschilderten Tatsache, durch die kürzlich verkündete Zertifizierung der deutschen Firma Sonopress, welche somit 100GB große Scheiben herstellen darf, um weiteren Platzbedarf zu decken. Zur Info: aktuell scheinen bis zu 66GB auf so einer Scheibe zu sein und demnach wären knapp 33% mehr Platz auf den Disks von Sonopress. Ich werde natürlich ebenfalls noch mal nachhaken ob sich hier durch etwas ändert. Wobei ich glaube, dass gerade bei großen Labels dies weniger eintreten wird, denn gerade kleinere Labels wie z.B. Capelight Pictures verwöhnen ihre Käufer schon auf Blu-Ray mit verlustfreiem Ton in englisch sowie deutsch. Was die Vermutung zulässt, dass die schiere Masse der auf der Disk befindlichen Tonspuren Schuld trägt.

HDR (High-Dynamic-Range) und 10Bit-Farbtiefe ist glaube ich zu dem Argument geworden, jedoch ziehen die Streaming-Anbieter in diesem Punkt schon nach. HDR ermöglicht enorme Kontraste und wird sicherlich gerade bei unserem Lieblingsgenre Horror erheblich an der Qualitätsschraube drehen können, sofern verwendet. Denn gerade bei dunklen Szenen würde das Dargebotene deutlicher in der Dunkelheit herausgearbeitet werden und so angenehmer zu sehen. Natürlich profitieren gerade Panoramen von Naturkulissen oder Städten enorm von dieser Technik, aber ich denke wie gesagt dass wir im Horror-Bereich ein Auge darauf werfen sollten! Dolby welche aktuell nach meinem Empfinden deutlich die Nase vorne haben mit ihrem verlustfreien objektbasiertem Tonformat Dolby Atmos, haben natürlich ebenfalls ein Label für hochwertiges Bild in Petto welches sich Dolby Vision nennt. Unten habe ich euch mal ein paar Vergleiche angehangen von der Dolby-Website. Links seht ihr das Bild im Dolby Vision Kontrast und rechts das gewohnte Bild. Vielleicht könnt ihr so ein wenig einen Eindruck gewinnen, von dem was ich in Bezug auf HDR/Dolby Vision und unserem Horror-Genre meinte.

Um nach diesen wirklich beeindruckenden Bildern noch ein mal zurück zum Thema zu kommen: Netflix und Vudu (leider nur in den USA) werden in Zukunft Inhalte in Dolby Vision streamen. Vudu sogar mit Dolby Atmos 5.1 Sound!

Natürlich hat das mit dem Bild auch eine Kehrseite. Viele der bisher verkauften Fernseher waren/sind natürlich keinesfalls bereit uns solch eine Farb- und Kontrastpracht zu liefern. Vielleicht lag es schlicht und einfach daran, dass der Entschluss zu HDR und der 10Bit-Farbtiefe gerade erst dann an Fahrt gewonnen hat, als die Hersteller nach einem Alleinstellungsmerkmal für ihre Ultra HD Blu-Ray gesucht haben. Aber für uns Verbraucher haben sie neben dem Logo von Dolby Vision ein eigenes entwickelt, welches unsere Herzen höher schlagen lassen soll und unsere Geldtaschen weiter öffnen:

Ultra HD Premium Logo © UHD Alliance
Ultra HD Premium Logo © UHD Alliance

Was lernen wir? Augen auf beim Gerätekauf! Geräte mit diesem Logo (Fernseher, Beamer, UltraHD Blu-Ray-Player etc.) sind in der Lage kontrastreiche Bilder zu liefern und die nötige Farbtiefe wieder zu geben. Verfügt das gewünschte Gerät jetzt noch über das Dolby Vision Logo, wie es das am 04.06.2016 auf der Netflix Moments in Essen vorgestellte 2016er Line-Up von LG (OLED65G6V und OLED65E6D) tut, kann man nichts falsch machen. Das es hierbei natürlich um die absoluten Boliden unter den 4K-Vertretern handelt und man schon sehr viel Geld für diese Produkte hinblättern soll, muss ich glaube ich nicht erwähnen. Dies sollte so oder so nur ein kleiner Ausflug in diese Richtung werden, denn mit den aktuellen technischen Finessen solcher Geräte wollen wir uns an anderer Stelle näher befassen.

Tja, damit wäre ich aber auch schon fast am Ende meines kleinen Ausflugs angelangt. Aber einen Punkt habe ich natürlich noch: Extras! Natürlich werden Ultra HD Blu-Rays auch in Zukunft fast immer mit mehr oder minder zahlreichen Extras daher kommen. Ob diese natürlich für die Käuferschaft am Ende reichen müßt ihr ganz allein entscheiden.

Vielleicht entscheidet bei Vielen am Ende nicht der technische Aspekt, welcher aktuell recht dünn ist, sondern die Breitband-Internet Abdeckung in Deutschland, welche es eventuell unmöglich macht 4K-Angebote mit verlustfreiem Sound zu streamen.

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