Jetzt ist das Ganze schon zwei Wochen her, und erst jetzt sitze ich an meinem Lorna Shore Hamburg 2026 Rückblick. Direkt nach dem Konzert hat es mich leider umgehauen und ich lag ein paar Tage mit Fieber flach – aber dieser Abend in der ausverkauften Inselpark Arena (Hamburg-Wilhelmsburg) hat es absolut verdient, festgehalten zu werden.
Denn mal ehrlich: Lorna Shore, Whitechapel, Shadow of Intent und Humanity’s Last Breath an einem Abend – wer bei diesem Line-up nicht zumindest innerlich den Pit aufmacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Pop-up-Store im Wälderhaus
Los ging’s bei uns schon mittags. Wir sind gegen 12:00 Uhr angereist, um im Wälderhaus den Lorna Shore Pop-up-Store mitzunehmen. Bei den deutschen Tour-Stopps sollte es den Store nur in Hamburg geben – inklusive Hamburg-exklusivem Shirt. Im Prinzip das Tourshirt, nur dass hinten statt aller Termine einfach “Hamburg” prangt. Genau mein Humor.
Die Schlange war erwartungsgemäß lang, weil die Band gegen 15:00 Uhr für eine begrenzte Anzahl Fans zum Signieren vor Ort war. Wir hatten es primär auf das Shirt abgesehen und sind danach erstmal in die Schanze, um kurz was zu essen und zu trinken, bevor es am Abend ernst wurde.
Einlass, Merch, Position
Pünktlich zum Einlass waren wir wieder am Start – und wider Erwarten ging es an dem Tag zügig rein. In der Vergangenheit war das an der Inselpark Arena auch schon mal ein Geduldsspiel, bei dem man sich sprichwörtlich die Beine in den Bauch steht.
Drinnen: Taschen weggebracht, einmal Merch von Lorna Shore und den Supports gecheckt und dann ab in den Innenraum, irgendwo Pit-nah, damit man Sound, Licht und Energie wirklich mitnimmt – und ich mich später mit der Kamera auch mal Richtung Reihe 2–3 vorwagen kann.
Humanity’s Last Breath & Shadow of Intent
Humanity’s Last Breath haben die bereits gut gefüllte Halle pünktlich eröffnet und direkt klar gemacht, dass “Support” heute nur auf dem Papier steht. Druckvoll, düster, gnadenlos — genau das richtige Warm-up, um den Raum auf Temperatur zu bringen.















Nach einer Umbaupause ging’s weiter mit Shadow of Intent. Ben Duerr hat am Mikro komplett abgeliefert, und spätestens hier kam die erste ordentliche Bewegung in die Crowd. Man hat richtig gemerkt, wie die Halle von “Ankommen” auf “Abriss” umschaltet.
























Whitechapel als (kleiner) Headliner
Nach der nächsten Umbaupause kam dann Whitechapel – für viele gefühlt schon der erste Headliner des Abends. Mit dem aktuellen Album Hymns in Dissonance hatten sie ordentlich Futter dabei (meine Review zur Scheibe findet ihr hier: https://www.hifigeek.de/whitechapel-hyms-in-dissonance-audiophile-metalhead-vinyl-review/).

















Phil Bozeman war souverän wie immer, und Whitechapel haben diesen Job perfekt gemacht: die Halle endgültig aufbrechen, nochmal eine Schippe Intensität drauflegen und den roten Teppich für das Finale ausrollen.
Lorna Shore: Will Ramos und der große Abriss
Um 21:20 Uhr stand Will Ramos mit der Band auf der Bühne – und ab da gab’s eigentlich kein Zurück mehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Hallenbedingt musste die Feuershow in Hamburg leider entfallen. Der Grund wirkt plausibel: Durch die Holzbogenträger an der Decke fehlt offenbar die Feuerfreigabe, weshalb in dieser Halle generell auf Flammen verzichtet werden muss. Schade, aber: Die Show hat auch ohne Pyro locker getragen.
Wer einen Blick auf die Setlist wirft, weiß sofort, warum das so ein Brett war:
- Oblivion
- Unbreakable
- War Machine
- Sun//Eater
- Cursed to Die
- Glenwood
- Prison of Flesh
- Pain Remains I: Dancing Like Flames
- Pain Remains II: After All I’ve Done, I’ll Disappear
- Pain Remains III: In a Sea of Fire
- Encore: To the Hellfire
Dass die Pain Remains Trilogie wieder komplett gespielt wurde (wie schon beim letzten Lorna Shore Headliner in Hamburg), war natürlich ein Highlight. Die Crowd war durchgehend gut drauf, der Innenraum hat gebrannt, und ich hab mich mit der Kamera kurz nach vorne getraut, um ein paar brauchbare Shots mitzunehmen – wenn die was geworden sind, packe ich sie hier/bei Instagram noch dazu.


































Fazit
Kurz vor 23:00 Uhr war Schluss mit Lorna Shore Hamburg 2026, und wir waren schweißgebadet, heiser und komplett zufrieden. Insgesamt ein absolut grandioser Abend – und in meinen inzwischen vier Lorna-Shore-Konzerten sieht man jedes Mal, wie steil sich die Band weiterentwickelt hat. Ob genrebedingt noch größere Locations drin sind, wird man sehen, aber wenn man’s jemandem gönnt, dann genau denen.
Ein bisschen traurig macht nur, dass solche Line-ups gefühlt immer ewig auf sich warten lassen. Sicher ist: Beim nächsten Lorna Shore Gig sind wir wieder am Start.det. Alles in Allem war es ein wirklich geiles Konzert und wir sind ein wenig traurig, dass solche Lineups immer so lange auf sich warten lassen. Sicher ist, dass wir beim nächsten Lorna Shore Gig am Start sein werden.

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