Streaming - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Tue, 30 Jun 2026 09:06:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png Streaming - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 UHD Blu-ray ist nicht gescheitert — sie wird gerade erst das, was sie immer sein sollte https://www.hifigeek.de/uhd-blu-ray-nicht-gescheitert/ https://www.hifigeek.de/uhd-blu-ray-nicht-gescheitert/#respond Tue, 16 Jun 2026 15:23:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12031 Update 30.06.2026: Sony löscht aktuell 551 gekaufte Filme aus PlayStation-Bibliotheken — ein Paradebeispiel für das Besitzargument in diesem Artikel.

Ein Artikel der dieser Tage die Runde macht bringt es auf den Punkt — oder versucht es zumindest. Die Ultra HD Blu-ray sei als Massenmedium gescheitert. Stimmt. Aber das ist ungefähr so erhellend wie die Feststellung, dass ein Ferrari kein gutes Taxi abgibt. Die Frage war nie, ob die UHD Blu-ray die DVD beerben würde. Die Frage ist: Was ist dieses Format, für wen existiert es, und hat es eine Zukunft? Meine Antwort auf alle drei: Mehr als die meisten gerade glauben.

Die DVD ist nicht der Maßstab für die UHD Blu-ray — und war es nie

Wenn ich höre, die UHD Blu-ray habe den Sprung der DVD nicht geschafft, dann frage ich mich: Hat die Blu-ray ihn geschafft? Die ehrliche Antwort ist nein. Die Blu-ray war immer ein Enthusiasten-Medium mit breiterem Vertrieb. Sie hat die DVD nie wirklich verdrängt — der Massenmarkt ist von der DVD direkt zu Netflix und Co. gegangen. Nicht über die Blu-ray, nicht über die UHD Blu-ray. Einfach raus aus dem physischen Medium.

Das heißt: Die UHD Blu-ray ist nicht am Massenmarkt gescheitert. Sie hatte schlicht nie eine realistische Chance darauf, weil dieser Markt schon weg war. Der eigentliche Bruch passierte zwischen DVD und Blu-ray, nicht zwischen Blu-ray und UHD Blu-ray. Wer das nicht versteht, der misst das falsche Format am falschen Maßstab und wundert sich dann über das Ergebnis.

Drei Generationen, drei völlig verschiedene Märkte: Die DVD war Volksmedium, weil VHS schlicht schlechter war und es keine bequeme Alternative gab. Die Blu-ray war halbwegs relevantes Enthusiasten-Medium in einer Übergangszeit. Die UHD Blu-ray ist konsequente Weiterführung genau dieser Nische — nur ehrlicher darüber, was sie ist.

UHD Blu-ray vs. Streaming: Bild und Ton. Bitte reden wir darüber.

Dieser Artikel erwähnt kurz, dass Streaming bei Ton Kompromisse macht. Das ist die Untertreibung des Jahrzehnts — und beim Bild ist es nicht besser.

Fangen wir mit dem Bild an. Netflix 4K liefert im besten Fall 15–25 Mbit/s. Eine UHD Blu-ray liefert konstant 50–80+ Mbit/s — im schlechtesten Fall. Das ist Faktor 2–4, strukturell, im Idealzustand. Kein adaptives Streaming, kein Re-Encoding, kein Algorithmus der gerade entscheidet wie viel Bitrate deine Szene wert ist. Die Disk ist deterministisch. Sie weiß nicht ob Freitagabend ist.

Und genau da liegt das eigentliche Problem mit Streaming-Qualität: Du hast keine Kontrolle über die Kette. Glasfaser ins Haus bringt dir nichts wenn der CDN-Knoten drei Hops weiter unter Last steht. Netflix-Server, Peering-Punkte, der Internetknoten in deiner Straße wenn halb Europa gleichzeitig die neue Serie startet — jeder dieser Punkte kann drosseln, und du merkst es vielleicht nicht mal bewusst. Das Bild sieht “okay” aus. Aber es ist nicht was es sein könnte. Besonders bei HDR, bei schnellen Schnitten, bei Grain, bei dunklen Szenen mit feinem Detail — genau dort wo es drauf ankommt — hat Streaming-Encoding bekannte Schwächen. Die Disk nicht.

Beim Ton ist es noch drastischer. Ich betreibe zu Hause ein 7.2.4 Atmos-Setup. Arendal 1723 Tower, Center, Bookshelf S, zwei Subs, Anthem AVM70, Magnetar UDP900. Wenn ich einen Film über Streaming schaue und danach dieselbe Szene auf UHD Blu-ray, ist das kein gradueller Unterschied — das ist ein anderes Erlebnis. Lossless Dolby TrueHD Atmos oder DTS:X mit vollständiger Objektinformation versus 640 kbps Dolby Digital Plus. Für jemanden der in seine Anlage investiert hat, ist Streaming-Ton nicht “gut genug”. Er ist eine permanente Erinnerung daran, was fehlt.

Das ist der Kern warum die UHD Blu-ray nicht stirbt: Weil es schlicht keinen anderen Weg gibt, dieses Bild und diesen Ton nach Hause zu bringen. Kaleidescape wäre die digitale Antwort — volle Bitrate, lossless, permanent. Aber Kaleidescape ist in Deutschland nicht verfügbar, und selbst wo es das ist, kostet ein einzelner Film mal eben 30–40 Dollar. Sony Pictures Core ist hardware-gebunden. Der Rest des Streamingmarkts bietet lossy und variabel und nennt es “Premium”. Solange das so bleibt, hat die UHD Blu-ray ihre Daseinsberechtigung — allein wegen Bild und Ton.

Das deutsche Problem — und warum es sich gerade löst

Es gibt natürlich echte Probleme. Das größte im deutschsprachigen Raum: Multi-Country-Disks. Wenn ein Studio 15 Sprachspuren auf eine Scheibe presst, bleibt für den deutschen Atmos-Track kein Platz. Wir bekommen dann 5.1 Dolby Digital, während das englische Original in TrueHD Atmos läuft. Das ist frustrierend und war lange ein legitimer Kritikpunkt an der UHD Blu-ray.

Aber hier passiert gerade etwas Interessantes: Die großen Studios ziehen sich zurück. Disney, Paramount — die Releases wandern zu spezialisierten Labels. In Deutschland übernimmt Plaion einen wachsenden Teil dieser Kataloge. Und das ist, bei aller berechtigten Skepsis, potenziell eine gute Nachricht.

Boutique-Labels haben kein Streaming-Imperium als Fallback. Sie verkaufen an eine Käuferschaft, die weiß was sie kauft, die Foren liest, die schlechtes Mastering öffentlich zerfleischt. Der Marktdruck ist direkter, die Käufer anspruchsvoller. Wenn Plaion diese Chance begreift und Gas gibt — ordentliche Tonspuren, liebevolle Remasters, faire Preise zwischen 30 und 40 Euro — dann könnten die Disney-Releases auf UHD Blu-ray unter Plaion besser werden als sie je unter Disney waren. Das klingt paradox, ist aber die Logik der Konsolidierung.

Ob das passiert, steht noch aus. Aktuell sieht das Tempo noch nicht so aus, als würde jemand die Chance wirklich nutzen. Aber die Voraussetzungen sind da.

Die UHD Blu-ray ist das neue Vinyl

Der treffendste Vergleich für die UHD Blu-ray ist nicht der gescheiterte Massenmarkt — es ist Vinyl.

Vinyl “starb” auch. Mehrfach. Die CD verdrängte es, dann MP3, dann Streaming. Und heute? Vinyl ist gesünder als seit Jahrzehnten. Nicht weil die breite Masse zurückgekommen ist, sondern weil eine zahlungsbereite, qualitätsorientierte Käuferschicht übrig geblieben ist, die das Medium ernst nimmt. Labels produzieren limitierte Pressungen von 1000–2000 Stück, Käufer zahlen 30–40 Euro für ein ordentliches Release, und niemand sagt ernsthaft, Vinyl sei gescheitert weil Spotify mehr Nutzer hat.

Genau das passiert mit der UHD Blu-ray. Der Markt schrumpft auf die Menschen, die sich bewusst entscheiden: Ich will das Beste. Ich besitze meine Sammlung permanent, ich werde nicht von Lizenzabläufen überrascht, ich hole das Maximum aus meiner Anlage raus. Diese Käufer sind überschaubar in der Zahl, aber sie sind da. Und sie kaufen.

Das Besitzargument ist dabei stärker als es oft dargestellt wird. Streaming ist Miete. Ein Film verschwindet von Netflix — weg. Eine UHD Blu-ray im Regal verschwindet nicht. Für eine kuratierte Sammlung, für Filme die man wirklich liebt und immer wieder schaut, ist das kein Randaspekt.

Und falls jemand noch glaubt, ein digitaler Kauf sei mit einem echten Besitz gleichzusetzen: Sony entfernt zum 1. September 2026 551 Filme von StudioCanal aus den PlayStation-Bibliotheken betroffener Nutzer — Titel wie Terminator 2 oder die Rambo-Reihe, die ganz regulär bezahlt wurden. Ohne Rückerstattung, ohne Entschädigung. Wer gekauft hat, verliert trotzdem den Zugriff. Deutschland traf exakt dieses Schicksal bereits 2022, mit denselben StudioCanal-Titeln. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Lizenz und einer Disc im Regal: Die Disc fragt niemanden um Erlaubnis, ob sie weiter funktionieren darf.

Was die UHD Blu-ray jetzt braucht

Die Herstellungskosten einer Presscharge sind bei modernen Mengen überschaubar. Das Mastering ist einmaliger Aufwand. Die verbleibende Käuferschicht zahlt Premium-Preise für Premium-Qualität. Das Margin-Profil ist deutlich besser als Studios es einpreisen, wenn sie aufhören es an DVD-Stückzahlen zu messen.

Was gebraucht wird: Labels die das verstehen und entsprechend handeln. Releases die wirklich lieben was sie tun. Deutscher Atmos wo er existiert und lizenzierbar ist. Remasters die den Titel würdigen. Und ein fairer Preis — 30 bis 40 Euro, Steelbook oder nicht, ist mir persönlich egal. Was auf der UHD Blu-ray ist, zählt.

Das ist keine Utopie. Criterion macht das seit Jahren im US-Markt. Arrow Video, Vinegar Syndrome, Turbine hierzulande — die zeigen dass es geht. Die Frage ist ob die Labels mit den großen Katalogen jetzt die gleiche Haltung entwickeln.

Fazit: Die UHD Blu-ray ist nicht tot. Sie ist erwachsen.

Die UHD Blu-ray ist nicht gescheitert. Sie hat einen Markt verlassen, der nie wirklich ihrer war, und konsolidiert sich auf die Käuferschicht, für die sie gemacht ist. Das ist kein Tod — das ist Reife.

Solange kein Streaming-Dienst volle Auflösung, volle Bitrate und lossless Audio bietet, hat die UHD Blu-ray ihre Daseinsberechtigung als Referenzmedium. Und solange Labels wie Plaion die Chance begreifen die vor ihnen liegt, hat das Format auch eine Zukunft die mehr ist als ein langer Abgesang.

Ich hoffe, sie begreifen es.

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Fosi Audio S3 Preview: Starke Hardware, halbfertige Software – eine ehrliche Einschätzung https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/#respond Mon, 20 Apr 2026 22:40:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10693

Alle feiern den neuen Fosi Audio S3. Zwei Tage getestet, Video raus, Hype. Ich steh hier und frag mich: Hat irgendjemand das Ding mal wirklich benutzt? Ich hab’s getan – über Wochen, im Dauerbetrieb, an drei verschiedenen Setups. Und ich sag euch in diesem Preview, was die anderen euch nicht sagen.

Warum kein vollständiges Review? Weil ich mir mit meinen Testgeräten normalerweise richtig viel Zeit nehme. Die Geräte laufen bei mir den ganzen Tag, über Wochen, im echten Alltag – nicht nur für einen Nachmittag. Und weil die Software schlicht noch nicht fertig ist, wäre ein abschließendes Urteil jetzt schlicht nicht seriös. Ich will euch aber trotzdem mitnehmen: was der S3 schon kann, wo er Probleme hat und warum es sich lohnt, dieses Gerät im Auge zu behalten.

Disclaimer: Ich habe den Fosi Audio S3 vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Fosi Audio oder irgendjemand sonst nimmt keinen Einfluss auf mein Preview. Als unabhängiger Blog sind wir an keine geschäftlichen Beziehungen gebunden, die unsere Meinung verfälschen könnten.

Update [01.05.2026]: Fosi hat nachgeliefert – der EQ wurde erweitert und Qobuz ist inzwischen an Bord. Beides teste ich gerade aktiv, erste Eindrücke sind vielversprechend. Wie gut die Umsetzung im Alltag wirklich ist, wird im vollständigen Review eingehend beurteilt.

Was ist der Fosi Audio S3?

Der Fosi Audio S3 ist Fosis erster Streamer – und schon das ist eine kleine Ansage. Die Marke kennt ihr vielleicht eher von ihren kompakten, günstigen Verstärkern; der Fosi Audio i5 ist nicht ohne Grund Teil meiner Referenzkette. Jetzt wagen sie sich in eine komplett andere Produktkategorie, und das sieht man dem Gerät auch an: anderer Formfaktor, etwas größer als das typische Fosi-Kistchen, und ein helleres Grau statt dem vertrauten Dunkelgrau.

Preislich bewegt sich der S3 bei einem UVP von 329€ und im Netz bei ~ 279. Und genau dieser Preis macht die Sache interessant.

Der Sweet Spot – und warum er wirklich einer ist

Manche ordnen den Fosi Audio S3 als direkten Konkurrenten zum WiiM Pro Plus ein. Das stimmt, aber es greift zu kurz. Der WiiM Pro Plus hat weder HDMI-eARC, noch einen symmetrischen XLR-Ausgang, oder einen dedizierten Subwoofer-Out. Der S3 hat das alles – und das für unter 300 Euro. Der nächste WiiM, der mithalten kann, ist der Ultra, der bei rund 400 Euro liegt und dafür ein kleines Display spendiert bekommt. Auf das kann ich ehrlich gesagt verzichten. Die Eversolo-Modelle spielen preislich noch eine Etage drüber. Wer also für 270 bis 300 Euro einen Streamer sucht, der mehr mitbringt als das Übliche, sollte genau hinschauen.

Anschlüsse: Mehr als erwartet

Auf der Rückseite des Fosi Audio S3 findet sich eine für den Preis bemerkenswert vollständige Ausstattung: XLR-Ausgang (symmetrisch) und RCA (asymmetrisch), ein Line-In per Cinch für CD-Player oder Plattenspieler, ein Subwoofer-Ausgang, HDMI mit eARC, Toslink und Bluetooth. Was fehlt, ist ein Koaxial‑S/PDIF-Ausgang – der kann prinzipbedingt mehr übertragen als Toslink, und bei einem Gerät auf diesem Ausstattungsniveau wäre er ein logisches Puzzleteil gewesen. Schade, aber kein Dealbreaker.

HDMI eARC: Das Killerfeature für unter 300 Euro

Das Thema verdient einen eigenen Absatz, weil es für mich wirklich der Grund ist, warum der Fosi Audio S3 in seinem Preissegment heraussticht. HDMI eARC bedeutet, dass ihr den Streamer direkt in euren Fernseher hängt, den Ton des Fernsehers durchschleift und gleichzeitig euer Streaming-Audio darüber ausgebt – alles über ein einziges Kabel. Für Einsteiger, die guten Klang wollen ohne komplizierte Multi-Geräte-Ketten, ist das ein erheblicher Komfortgewinn.

Der Klang über eARC macht dabei einen sauberen Job: ordentliche Stereowiedergabe, vernünftige Rechts-Links-Ortung, nichts, worüber man sich beschweren müsste. Wer allerdings auf Dolby-Dekodierung hofft: Fosi hat nach aktuellem Stand keine entsprechende Lizenz, was bedeutet, dass ihr über eARC voraussichtlich nur PCM bekommt. Das ist für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend – man sollte es aber wissen. Was definitiv nicht ausreicht: Die App zeigt euch aktuell weder Format noch Bitrate noch Samplerate an, egal ob ihr über HDMI hört oder streamt. Das ist ein Basis-Feature, das bei jedem Streamer in dieser Klasse selbstverständlich sein sollte.

Erster Klangeindruck: Gut – aber mit Einschränkungen

Vorweg: Das hier sind erste Eindrücke unter realen Bedingungen, kein abschließendes Klangurteil. Ich habe den S3 an drei Setups betrieben – am Burson Soloist Stellar Max über Kopfhörer, sowohl an den Burson Timekeeper GT4 Max als auch an den Nilai-500-Monoblöcken, jeweils in Kombination mit den Arendal 1723 Towern und dem SVS SB-5000.

Das Ergebnis: Der DAC im Fosi Audio S3 spielt solide, detailliert und unangestrengt. Wer die Burson-Kette kennt, weiß, was da klanglich passiert – und der S3 fügt sich ordentlich ein. Einen Tick mehr Feinzeichnung wäre schön, aber für das Geld bewegt er sich auf einem absolut respektablen Niveau.

Die Einschränkung liegt nicht am Klang selbst, sondern daran, was man damit nicht tun kann. Wer Raumprobleme hat – und die hat fast jeder – braucht einen vernünftigen EQ. Fünf Bänder sind besser als keiner, aber in 2026 ist das schlicht zu wenig, um eine Hörumgebung ernsthaft zu korrigieren. An den Nilai-Monoblöcken, die deutlich neutraler und trockener spielen als die Burson-Geräte (Test folgt), hätte ein ordentlicher parametrischer EQ einen echten Unterschied gemacht. Den gibt es aktuell nicht. Das merkt man.

Hinzu kommt: Ich konnte während des Tests ausschließlich über Spotify hören, weil Qobuz noch nicht unterstützt wird. Für ein abschließendes Klangurteil brauche ich Qobuz – HiRes-Streaming ist für mich kein Nice-to-have, sondern Standard.

Hardware-Probleme: Ehrlichkeit ist hier Pflicht

Zwei Dinge, die ich bei keinem anderen Gerät in meiner Kette hatte und die ich direkt ansprechen muss.

Erstens: ein konstantes, leises Rauschen auf dem linken Kanal. Es skaliert nicht mit der Lautstärke, und als ich die Kanäle getauscht habe, ist das Rauschen mitgewandert – es liegt also klar am Gerät, nicht an Kabeln oder Lautsprechern. Mein Verdacht geht in Richtung eines defekten Op-Amps oder Buffers. Ob das ein Serienproblem ist oder ein Einzelfall, kann ich noch nicht beurteilen. Ich sage es trotzdem, weil ihr das wissen solltet.

Zweitens: gelegentliche Knackgeräusche beim Quellwechsel – sowohl beim Liedwechsel als auch im HDMI-Betrieb. Das kannte ich bisher von keinem anderen Gerät in der Kette. Ob das Ursache in der Software oder der Hardware hat, lässt sich noch nicht endgültig sagen. Fosi muss das fixen.

Und dann gibt es noch das CEC-Problem, das so ein typisches Alltagsding ist, das man nur merkt, wenn man ein Gerät wirklich benutzt. Ich hatte abends ferngesehen, den TV ausgemacht, der S3 ist brav per CEC mitgegangen. Dann, später, wollte ich noch Musik hören und habe Spotify gestartet – woraufhin zunächst der Fernseher wieder anging, bevor der S3 auf die Streaming-Quelle umschaltete. Was passiert: Der Streamer bootet im HDMI-Modus, gibt ein CEC-Wecksignal ans Display, und merkt erst danach, dass er eigentlich Spotify spielen soll. Klingt klein, nervt im Alltag enorm. Und es ist genau der Grund, warum ich Testgeräte nicht zwei Tage auf den Schreibtisch stelle und dann ein Video mache.

Die Software: Der eigentliche Knackpunkt

Ich sage es direkt: Die App ist dünn. Wirklich dünn – und das ist das zentrale Problem des Fosi Audio S3 in seinem aktuellen Zustand.

Fünf EQ-Bänder sind ein Anfang, aber kein Werkzeug. Wer seinen Raum wirklich einmessen will, braucht mindestens zehn Bänder, besser einen vollwertigen parametrischen EQ. Eine Auto-EQ-Funktion, bei der man einfach das Handy nimmt und den Raum einmisst? Hat WiiM. Hat Eversolo. Fehlt hier komplett. Der Subwoofer-Ausgang ist physisch vorhanden, aber ein einstellbarer Crossover ist in der App nicht zu finden – was bedeutet, dass ihr euren Sub zwar anschließen könnt, aber ohne definierte Trennfrequenz arbeitet. Das mag für manche Setups pragmatisch funktionieren, für eine ernsthafte Einbindung in eine Stereo‑2.1‑Kette reicht es nicht. Getrennte Ausgangsprofile für XLR und RCA? Fehlen. Separate Eingangsprofile? Fehlen. Und in der App sind Platzhalter für Funktionen sichtbar, die noch gar nicht existieren – darunter Display-Einstellungen für ein Display, das der S3 gar nicht hat. Das wirkt unfertig, weil es unfertig ist.

Beim Streaming-Angebot sieht es ähnlich aus: Spotify, Tidal Connect, AirPlay 2, Google Cast, Roon und Spotify Connect sind mit an Bord. Qobuz fehlt – und für mich persönlich ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein echter Showstopper für ein abschließendes Urteil. Kein Internetradio, keine dienstübergreifenden Playlists. In seinem aktuellen Zustand ist der Fosi Audio S3 eher ein vielversprechendes Transportmodul als ein vollwertiger Streamer.

Roadmap: Fosi hört zu – aber die Liste ist lang

Beim Schreiben dieses Fosi Audio S3 Preview hat Fosi auf Instagram eine erste öffentliche Roadmap veröffentlicht. Für April ist Qobuz Connect angekündigt sowie eine Erweiterung des EQ auf zehn Bänder, für Mai ein komplett überarbeitetes UI mit anpassbarem Homescreen. Das ist gut. Es zeigt, dass Fosi zuhört und aktiv entwickelt.

Aber es reicht noch nicht. Crossover für den Subwoofer-Ausgang steht nicht auf der Roadmap. Auto-EQ steht nicht drauf. Parametrischer EQ steht nicht drauf. Signalanzeige steht nicht drauf. Ausgangsprofile stehen nicht drauf. Was Fosi liefert, ist ein erster Schritt – aber die Distanz zum Ziel ist noch beträchtlich. Das warnende Beispiel kennt ihr: Sonos. Versprechen allein bauen kein Vertrauen. WiiM hat mit öffentlichen Changelogs und einer lebendigen Community vorgemacht, wie das richtig geht. Das ist der Standard, an dem sich Fosi messen lassen muss.

Das eigentliche Thema: Ökosystem schlägt Chips

Ich komme immer wieder auf denselben Punkt zurück, weil er der entscheidende ist. In Reviews und Kommentaren dreht sich alles um DAC-Chips. Dieser Chip, jener Chip. Wisst ihr was? Ich hab hier einen Fosi-Kopfhörerverstärker stehen, der hat einen hervorragenden DAC eingebaut. Warum soll ich überall DAC-Chips horten?

Es geht ums Ökosystem. WiiM kommt aus dem Netzwerkplayer-Bereich – die konnten von Tag eins Software. Eversolo genauso. Fosi ist bisher eine Hardware-Firma mit starker Engineering-DNA, aber Softwareentwicklung ist ein anderes Handwerk. Es braucht Konzeption, Entwicklung, Testing, Pflege, Community-Management. Das baut man nicht in einem Quartal auf.

Was ich gehört habe: Es soll noch eine S3 Light-Variante geben sowie eine Max- oder Ultra-Version. Für den Light könnte ich mir einen reinen Netzwerktransport ohne eigenen DAC vorstellen – und das wäre tatsächlich eine Marktlücke in diesem Preissegment. Im High-End läuft der Trend zu dedizierten Transporten gerade heiß, Eversolo hat das vorgemacht. Warum nicht auch im Einsteiger- bis Mittelklassebereich?

Der größere Gedanke dahinter: Wenn Fosi ein ernsthaftes Multiroom-Konzept aufbaut und dazu einen eigenen aktiven Lautsprecher bringt – sagen wir im Bereich 150 bis 200 Euro –, dann könnte daraus etwas wirklich Interessantes entstehen. So wie Sonos, aber im Fosi-Preisbereich, mit offenem Ökosystem und dem Feature-Set, das man 2026 erwarten darf. WiiM hat Speaker im Angebot, aber 350 Euro das Stück bedeutet 700 Euro für Stereo – da bekommt man einen WiiM Amp Ultra mit guten Regalboxen und ist deutlich flexibler aufgestellt. Wenn Fosi das Ökosystem-Denken wirklich verinnerlicht und konsequent umsetzt: Das wäre eine Ansage.

Fosi Audio S3 Preview – Fazit

Der Fosi Audio S3 ist für seinen Preis hardware-technisch wirklich stark aufgestellt. Symmetrischer XLR-Ausgang, HDMI mit eARC, Subwoofer-Out, Line-In, Bluetooth – das ist eine Kombination, die unter 300 Euro ihresgleichen sucht. Der erste Klangeindruck ist solide, das Potenzial ist spürbar.

Aber der Fosi Audio S3 ist noch nicht fertig. Die Software ist das, was zwischen einem spannenden Gerät und einem empfehlenswerten Streamer steht – und da ist noch eine erhebliche Strecke zu gehen. Hinzu kommen die Hardware-Beobachtungen, die ich gemacht habe und an Fosi weiter gegeben.

Wer heute einen Streamer kaufen will, der aus der Box heraus alles kann, ist bei WiiM oder Eversolo besser bedient. Wer aber bereit ist, mitzuwachsen, und wer das Hardware-Paket für diesen Preis spannend findet – der sollte den S3 im Auge behalten. Ich werde den Fosi Audio S3 weiter im Dauerbetrieb lassen und nach diesem Preview ein vollständiges Review nachliefern, sobald die Software einen Stand erreicht hat, der ein faires Urteil erlaubt.

Die große Frage bleibt: Wie viel Geduld gibt man einem jungen Unternehmen, das in einer neuen Kategorie Fuß fasst? Ich bin gespannt. Und ihr hoffentlich auch.

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Disney+ Premium im freien Fall: HDR10 weg, 4K nur noch „Pixelbrei“? https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/ https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/#respond Thu, 26 Feb 2026 09:54:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10409 Disney+ verkauft „Premium“ – und liefert in Deutschland zunehmend Sparflamme. In einem aktuellen Bericht ist von 4kfilme.de der nächsten Eskalationsstufe die Rede: Disney+ habe HDR (High Dynamic Range – konkret HDR10) aus den Qualitätseinstellungen entfernt und liefere trotz angeblicher 4K-Ultra-HD-Qualität oft nur noch „Pixelbrei“. Wenn das der Ist-Stand bei Disney+ ist, dann ist Disney+ Premium kein Premium-Produkt mehr, sondern ein Downgrade zum Premium-Preis.

Disney+ Premium ist ein Witz

Der Ton des Berichts ist eindeutig: geschockt, genervt, fassungslos. Über Jahre wurden Preise erhöht, Werbung integriert und alles mit „Qualität und Vielfalt“ verkauft – und jetzt wird die Qualität real abgebaut. Genau das ist der Kern: Disney+ Premium wird als hochwertiger Tarif vermarktet, während die Leistung offenbar schrumpft. Und das ist nicht mehr nur „heute sieht’s irgendwie komisch aus“, sondern eine Feature-Demontage.

Noch deutlicher: Erst wurden Qualitätsfeatures wie Dolby Vision HDR, HDR10+ und 3D-Filme aus dem Portfolio entfernt – und jetzt sollen Filme und Serien nicht einmal mehr mit dem Standardformat HDR10 wiedergegeben werden können. Wenn selbst HDR10 bei Disney+ Premium wegfällt, reden wir nicht über Feintuning, sondern über den Rückbau einer Basisfunktion, die 2026 im Heimkino schlicht dazugehört. Disney+ verliert damit genau das, wofür viele überhaupt Premium buchen: sichtbar bessere Bildwirkung statt flacher SDR-Optik.

Disney+ Premium: 4K ohne HDR, 15,99 € – ernsthaft?

Viele Nutzer melden: Im Disney+ Premium-Abo läuft es zwar noch in 4K Ultra HD, aber ohne HDR10. Dazu kommt die Aussage, die Bildqualität nehme weiter ab und sei inzwischen auf einem Niveau angekommen, „wie wir es vielleicht vor 10 Jahren hatten“. Und während Disney+ hier offenbar abbaut, steht der Preis weiterhin im Raum: 15,99 Euro im Monat.

Das ist der Punkt, an dem man als Kunde nicht mehr „abwarten“ muss, sondern sich fragen sollte: Wofür bezahle ich Disney+ Premium eigentlich noch? Denn wenn Disney+ 4K auf dem Papier hat, aber praktisch in Kompressionsmatsch endet, ist das „4K“-Label nur noch Marketing.

„Pixelbrei“ statt UHD: konkrete Beispiele

Als Beispiel wird „A Complete Unknown (2025)“ genannt: 4K Ultra HD auf Disney+, aber „absolut grässlich“. Das Bild soll vor Pixel- und Kompressionsfehlern strotzen – und bei anderen Inhalten ähnlich aussehen. Wenn das bei Disney+ Premium die Realität ist, dann ist Disney+ nicht nur „ohne HDR“, sondern zusätzlich optisch kaputtkomprimiert.

Dazu kommt ein zweites, besonders fieses Problem: Inhalte, die wohl mit einem HDR-Container ausgestattet sind, werden bei der Wiedergabe in 4K Ultra HD mit SDR laut Bericht „förmlich zerfetzt“. Das Bild sei übersät mit Pixelfehlern und/oder Kompressionsartefakten – möglicherweise durch ein Downscaling vom erweiterten Dynamikumfang auf den Standardumfang. Mehrere Filme und Serien, die früher in 4K/HDR10 und/oder Dolby Vision HDR verfügbar waren, wurden getestet – Ergebnis: fast überall das gleiche.

Damit wird aus „Disney+ Premium hat weniger Features“ ein viel schlimmeres Thema: Disney+ Premium liefert offenbar nicht einmal mehr zuverlässig eine saubere SDR-Ausgabe, wenn HDR fehlt bzw. beim Mapping etwas schiefgeht. Und genau das killt jedes Vertrauen in Disney+ Premium als „Premium“-Tarif.

Tests auf mehreren TVs – Vergleich mit anderen Diensten

Getestet wurde laut Bericht mit einem Samsung Mini-LED-TV (2025), einem LG OLED (2024) und einem Sony LCD (2022). Bei anderen Streamingdiensten wie Amazon Prime Video, Netflix oder Apple TV sei die Bildqualität dagegen normal gewesen. Das ist für die Einordnung wichtig: Wenn Disney+ Premium schwächelt, andere Dienste auf denselben Geräten aber nicht, wirkt das Problem nicht wie „dein TV kann’s nicht“, sondern wie ein Disney+-Thema.

HDR10 fehlt sogar in der Hilfe: Bug oder Absicht?

Ja: Es könnte ein temporäres Problem sein. Gleichzeitig steht im Raum, dass Disney+ in einem Patentstreit mit InterDigital steckt und deshalb überhaupt erst HDR10+, Dolby Vision und 3D entfernt werden mussten. Der Verdacht liegt nahe, dass HDR10 ebenfalls in diese Richtung fällt – was die erneute „Kürzung“ erklären würde.

Besonders brisant: Auf der offiziellen Disney+-Hilfeseite soll „HDR10“ im Dokument „Welche Videoformate sind verfügbar?“ nicht mehr gelistet sein. Wenn Disney+ Premium bei der Hilfe schon kein HDR10 mehr kennt, ist das kein guter Look – und es macht Disney+ Premium endgültig zur Blackbox.

Disney+ Premium-Kommunikation: mies – und Kunden sollen’s ausbaden?

Die Kundenkommunikation wird als „absolut mies“ bezeichnet. Von solchen Einschnitten erfährt man demnach nur über Medien – eine direkte Info an Kunden (Mail/Inbox) sei nicht bekannt. Und genau das ist bei Disney+ Premium der eigentliche Skandal: Nicht nur die Kürzung, sondern die Art, wie Disney+ Premium Kunden behandelt – bezahlen, aber bitte nicht nachfragen.

Auch das Thema außerordentliche Kündigung wird angesprochen: Viele hätten schon beim ersten „Kahlschlag“ eine außerordentliche Kündigung über den Kundenservice durchbekommen, inklusive Rückerstattung offener Zeiträume – sowohl bei Monats- als auch bei Jahresabos. Für die Autoren ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – und sie ziehen für sich die Reißleine.

Alternative zu Disney+ Premium: 4K Discs sind geil – und wieder logisch

Wenn Disney+ Premium bei Bildqualität und HDR so wackelt, ist die Gegenbewegung ziemlich simpel: UHD Blu-ray. Bei solchen Meldungen gewinnt die 4K Ultra HD Blu-ray wieder deutlich an Attraktivität – und es wird darauf verwiesen, dass das Disc-Format zuletzt sogar Zuwächse erzielt hat (Verweis auf FlatpanelsHD).

Und ja: 4K-Discs sind geil. Nicht aus Nostalgie, sondern weil du eine definierte Fassung bekommst, die nicht über Nacht „optimiert“ wird, weil irgendein Streamingdienst meint, er müsse wieder an der Pipeline sparen. Disney+ Premium zeigt gerade, warum „Abo = Leistung“ kein Naturgesetz ist. Wenn du dein Heimkino ernst nimmst, sind UHD Blu-rays bei Lieblingsfilmen oft die stressfreie Lösung: Disc rein, Referenzbild an – ohne Disney+ Premium-Lotterie.

Und dann ist da noch der Ton – der Punkt, den Streaming-Fans gern kleinreden, bis sie einmal eine gute UHD Blu-ray gehört haben. Auf 4K-Discs bekommst du in der Praxis sehr häufig lossless Tonspuren: Dolby TrueHD (oft inkl. Dolby Atmos als Erweiterung) und DTS-HD Master Audio (teils mit DTS:X) – also Bit für Bit näher am Studio-Master, nicht „klingt schon irgendwie“. Streaming liefert Atmos dagegen typischerweise über Dolby Digital Plus, also verlustbehaftet und mit deutlich weniger Luft nach oben – kann okay sein, ist aber nicht dasselbe wie TrueHD/MA von Disc.

Wenn du dein Setup nicht nur fürs Logo an der Ecke gebaut hast (Deckenlautsprecher, gute Surrounds, Sub-Setup), ist das der Unterschied zwischen „da ist Atmos drauf“ und „das Ding sitzt, hat Druck, hat Details“. Und genau deshalb sind UHD Blu-rays gerade so attraktiv: Du bekommst Bild und Ton als definiertes Paket – ohne dass ein Dienst dir morgen wieder Features streicht und du im Disney+ Premium-Abo fürs gleiche Geld plötzlich weniger bekommst.

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horror-news.com wird zu hifigeek.de – Mein Wandel, meine Leidenschaft https://www.hifigeek.de/horror-news-com-wird-zu-hifigeek-de-mein-wandel-meine-leidenschaft/ https://www.hifigeek.de/horror-news-com-wird-zu-hifigeek-de-mein-wandel-meine-leidenschaft/#respond Wed, 19 Nov 2025 10:09:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9538 Einleitung: Wandel im Blog – Vom Horror zur HiFi-Welt

Viele werden es bemerkt haben. Einige andere haben uns nur gefunden, weil sie nach HiFi gesucht, aber Horror bekommen haben. Es war eine schleichende, aber stetige Transformation. Ein wenig komme ich mir so vor, als hätte ich mich jetzt geoutet. Aber horror-news.com passte schon länger nicht mehr zum Kernthema des Blogs und ich habe nur an der Tradition festgehalten.

Rückblick: Die Anfänge von horror-news.com

2013 habe ich horror-news.com ins Leben gerufen, um zur Facebook-Seite mit ihren teils 80.000 Fans eine konstante Seite zu pflegen, anstatt nur Social-Media-Schleuderei zu betreiben. Das alles entstand zu einer Zeit, in der viele noch an klassischen Medien festhielten und nur ein Lächeln für uns junge Rebellen im Internet übrig hatten. „Du kommst hier nicht rein! Nur mit Presseausweis!“ Natürlich ist Journalismus ein wichtiger Beruf und diese Berufsgruppe identifiziert sich und ihre Arbeit über solche Ausweise. Nur bekommt man so etwas nicht, wenn man „nur“ Social Media macht und einen Blog betreibt.

Hürden & Entwicklung: Anerkennung in der Pressewelt

Umso schwerer war es am Anfang, akzeptiert zu werden und auf Presseverteilerlisten zu kommen. Pressevorführungen, Pressematerial – all das war nicht selbstverständlich. Mit den Jahren wurde es besser. Heute ist das eigentlich kein Problem mehr.

Anspruch und Realität: Mein Weg als Einzelkämpfer

Mein Anspruch war, die Horror-Welt hier in News, Bild und Ton einzufangen. Aber jeder Versuch, meine Arbeit auf mehrere ambitionierte Personen aufzuteilen und so mehr und mehr abzudecken, ist irgendwie immer im Sande verlaufen. Jeder will die Vorteile, die ich mir erarbeitet habe, genießen, ohne jedoch etwas dafür zu tun. So habe ich teilweise resigniert und meine Ansprüche komplett zurückgeschraubt, nur noch über das geschrieben, was ich interessant fand. Was gar nicht schlecht ist und generell Spaß gemacht hat, aber eben nicht „Horror News“ entsprochen hat.

Neuer Lebensabschnitt: Zeitmangel und Technologie

Jetzt mit Kind und Kegel wird die Zeit knapper, und für etliche News, Trailer, Reviews etc. zu etlichen Filmen fehlt einfach die Zeit. Auch wenn KI einfache Aufgaben wie Tag-Listen erstellen übernehmen kann und gute Zuarbeit für Dinge leistet, die neben dem eigentlichen Content-Erstellen weitere Zeit fressen. Mein bester Freund ist die KI insoweit geworden, dass sie meine Texte korrekturlesen kann, ohne dass ich Hilfe von Dritten benötige.

Interessenwandel: Vom Horror zum HiFi-Genuss

Dennoch hat sich in den letzten zwei Jahren ein Wandel meiner Interessen angedeutet. Zwar schaue ich immer noch gerne Horrorfilme und liebe alles, was mit Horror zu tun hat, aber mittlerweile steht für mich der Genuss im Vordergrund – und damit auch guter Ton und gutes Bild.

Musik & Technik: Leidenschaft für Sound und Bild

Musik ist bei mir eigentlich allgegenwärtig, und das wird mit Festivals und Konzerten ausgelebt. Während der Arbeit höre ich den kompletten Tag Musik mit meinen Kopfhörern. Beim Grillen schallt Musik aus den Terrassenlautsprechern. Das Heimkino teilt sich mittlerweile in Heimkino-Anlage und analoges Stereo auf. Natürlich dürfen im ganzen Haus auch die Sonos-Lautsprecher nicht fehlen. Auch wenn Sonos mittlerweile Schrott ist … anderes Thema.

HiFi & Nachwuchs: Ein Blick auf die Szene

Jedenfalls habe ich angefangen, mich mehr und mehr für HiFi, Heimkino und Head-Fi zu interessieren, Inhalte dazu zu veröffentlichen und festgestellt, dass es viele Menschen interessiert. Jetzt zähle ich mich noch zu den jungen HiFi-Enthusiasten und sehe, dass die Szene eine kleine Krise durchlebt, was Nachwuchs angeht. In meinen Augen ist das Problem die Ansprache und das Angebot. Das Angebot wird von den Chinesen erkannt und mit Marken wie Fosi Audio, SMSL, Topping und vielen mehr beackert, während die traditionellen Marken junges Volk belächeln und nicht ernst nehmen. So zumindest mein Eindruck nach meinem ersten Besuch der High End München.

Leidenschaft & Einstieg: Warum gute Technik wichtig ist

Ich verstehe, dass HiFi ein riesiges Hobby ist und jeder andere Ansprüche und Berührungspunkte hat. Aber irgendwie braucht jeder irgendwann die Einstiegsdroge, um sich für das Thema zu begeistern. Bei mir sind es Filme und Musik. Die müssen einfach gut klingen. Ein Horrorfilm ohne guten Ton ist nun mal kein Horrorfilm. Das Erlebnis Kino – zumindest, wenn man ein gescheites in seiner Nähe hat – ist einfach ein anderes als Zuhause. Dennoch wird Zuhause das Bild immer größer und die Möglichkeiten besser. Durch Streaming haben wir tausende Filme und Serien nur einen Klick entfernt. Zwar empfinde ich Streaming als angenehm und verstehe die Vorzüge, jedoch fehlt mir die Haptik und Qualität eines physischen Mediums, weshalb hier regelmäßig 4K-Scheiben ihre Runden drehen.

Entwicklung & Ausblick: HiFi statt Horror

In den letzten fast zwei Jahren habe ich viel über HiFi geschrieben, ausprobiert und entdeckt. Die Pace hinter HiFi ist bei weitem nicht so hoch wie bei Filmen, sodass man auch mal eine Woche nichts schreiben muss, um aktuell zu bleiben. Das gibt mir die Freiheit, noch tiefer ins Thema einzutauchen, Wissen aufzubauen und mich richtig einzunerden.

Fazit: Ein Buch schließt sich, ein neues beginnt

Mit der Transformation von horror-news.com zu hifigeek.de schließe ich ein Buch und öffne ein neues. Und ich bin hyped! Ich erhoffe mir dadurch, weniger aber besseren Content zu erstellen, meine stetige Neugierde, wie, was, wo klingt, zu stillen und Menschen zu inspirieren, es mir gleichzutun. Vielleicht auch Entscheidungshilfen zu geben, denn ich hole mir diese ebenfalls immer aus dem Internet. Natürlich gibt es da draußen fähiges Fachpersonal, das einen perfekt beraten kann – leider habe ich von diesen Personen gänzlich wenige getroffen.

Genug gelabert. Lasst uns loslegen! Ich hoffe, ich schocke jetzt niemanden mit der Transformation und setze nur noch das letzte i‑Tüpfelchen auf das, was eh schon offensichtlich war.

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WiiM Ultra im Test: Der Streaming-König für alle Fälle https://www.hifigeek.de/wiim-ultra-im-test-der-streaming-koenig-fuer-alle-faelle/ https://www.hifigeek.de/wiim-ultra-im-test-der-streaming-koenig-fuer-alle-faelle/#respond Sun, 13 Jul 2025 20:45:54 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9066 Der WiiM Ultra ist das Flaggschiff von WiiM und positioniert sich als zentraler digitaler Hub für jedes Audio-System. Mit seinem 32-bit/384kHz ES9038 Q2M SABRE DAC, dem 3,5‑Zoll-Touchscreen und einer beeindruckenden Ausstattung an Ein- und Ausgängen will der chinesische Hersteller nichts weniger als die Streaming-Welt revolutionieren. Nach wochenlangem intensivem Testing mit verschiedensten Setups von Budget bis High-End können wir sagen: Mission erfüllt! Der Ultra ist nicht nur ein würdiger Nachfolger des WiiM Pro Plus, sondern setzt völlig neue Maßstäbe in seiner Preisklasse.

Alle WiiM-Modelle im Überblick — Streamer, Verstärker und mehr: → WiiM Übersicht

Reviews in Bild und Ton

Wir haben mittlerweile auch einen eigenen Youtube-Channel. Hier versuche ich regelmäßig für euch Reviews mit bewegtem Bild bereit zu stellen und mehr mit euch in Kontakt zu treten. Schaut doch einfach mal vorbei und aboniert den Kanal. Danke!

Unboxing: Wenn Premium auf Pragmatismus trifft

Das Auspacken des WiiM Ultra ist schon ein kleines Erlebnis für sich. Die schlichte, aber hochwertige Verpackung verspricht bereits, was drin ist: Premium-Qualität zu einem fairen Preis. Der erste Eindruck beim Herausnehmen ist durchweg positiv — das Aluminiumgehäuse fühlt sich deutlich wertiger an als die Plastikgehäuse der günstigeren WiiM-Modelle. Mit seinen 205 x 205 x 73 mm und 1,3 kg wirkt das Gerät kompakt, aber keineswegs billig.

Im Lieferumfang finden sich neben dem WiiM Ultra selbst ein Netzkabel, HDMI- , Cinch- und Tos-Link-Kabel. Ein Phono-Ground-Adapter für Plattenspieler, sowie eine Fernbedienung mit Sprachsteuerung. WiiM hat hier wirklich mitgedacht — alles was man für den sofortigen Start braucht, ist dabei.

Das absolute Highlight ist aber definitiv das 3,5‑Zoll-Farbtouchscreen-Display mit Glasabdeckung. Es fühlt sich hochwertig an und reagiert butterweich auf Berührungen. Beim ersten Einschalten begrüßt einen ein farbenfroher Setup-Wizard, der selbst Audio-Noobs durch die Ersteinrichtung führt.

Technische Ausstattung: Ein Schweizer Taschenmesser in Audio-Form

Technische Spezifikationen

Audio-DAC: ESS Sabre ES9038 Q2M (32-bit/384kHz)
Kopfhörerverstärker: Texas Instruments TPA6120A2
ADC: TI Burr-Brown PCM1861 (110 dB SNR)
Line-Ausgang: Maximum 2,1V RMS, SNR 121 dB (A‑gewichtet), THD+N 0,00018% (-115 dB)
Konnektivität: Wi-Fi 6E (2,4/5/6 GHz), Bluetooth 5.3 mit BLE, Ethernet 10/100 Mbps
Display: 3,5″ Farb-Touchscreen mit Glasabdeckung
Abmessungen: 205 x 205 x 73 mm
Gewicht: 1,3 kg

Ein- und Ausgänge

Audio-Eingänge:

  • HDMI ARC (PCM, Dolby Digital 5.1)
  • Optischer Eingang (TOSLINK)
  • Line-Eingang (RCA)
  • Phono-Eingang (MM/MC)
  • Bluetooth-Empfänger

Audio-Ausgänge:

  • Line-Ausgang (RCA)
  • Optischer Ausgang (TOSLINK)
  • Koaxialer Ausgang (RCA)
  • USB-Ausgang
  • Subwoofer-Ausgang (RCA)
  • Kopfhörerausgang (3,5mm)
  • Bluetooth-Sender

Zusätzliche Features:

  • 12V-Trigger-Ausgang
  • USB-Host für Storage
  • 10-Band parametrische EQ
  • Raumkorrektur-Software
  • Multiroom-Fähigkeiten

Setup und erste Schritte: Kinderleicht, selbst für Audio-Noobs

Die Einrichtung über die WiiM Home App ist ein Kinderspiel. Nach dem Download der App wird der WiiM Ultra sofort erkannt und die Firmware automatisch aktualisiert. Die App selbst ist intuitiv gestaltet und bietet Zugang zu allen wichtigen Einstellungen. Besonders cool: Man kann für jeden Eingang separate EQ-Einstellungen vornehmen.

Das Touchscreen-Display zeigt nicht nur Albumcover und Wiedergabesteuerung, sondern auch VU-Meter und diverses Feedback zur aktuellen Wiedergabe. In der Standby-Zeit kann man sogar ein individuelles Wallpaper einstellen oder Uhrzeit und Datum anzeigen lassen.

Klangtest: Von Brutal bis Brilliant

Für unseren ausführlichen Klangtest haben wir den WiiM Ultra durch verschiedenste Setups gejagt. Die Referenz-Playlist mit ihrer Mischung aus extremem Metal, Progressive Rock und klassischen Tracks bot die perfekte Basis, um die Grenzen des Geräts auszuloten.

Setup 1: Lehmann Audio Linear II

Am Lehmann Audio Linear zeigte der WiiM Ultra sofort seine Klasse. “Blow Your Trumpets Gabriel” von Behemoth kam mit beeindruckender Dynamik und kristallklarer Separation der einzelnen Instrumente rüber. Der ESS Sabre DAC zeigt hier seine Stärken: ultra-niedrige Verzerrungen und ein Signal-Rausch-Verhältnis von über 120 dB sorgen für einen schwarzen Hintergrund, vor dem sich selbst leiseste Details abheben.

Setup 2: Burson Audio Playmate 3 & Conductor GT4

Die Kombination mit den Burson-Geräten (Playmate 3 Test) offenbarte die analytischen Qualitäten des WiiM Ultra. “Pain Remains III: In a Sea of Fire” von Lorna Shore mit seinen über 9 Minuten komplexer Arrangements wurde mühelos gemeistert. Die Bühnenabbildung ist präzise, wenn auch nicht ganz so dreidimensional wie bei deutlich teureren Streamern.

Setup 3: Fosi Audio V3 Mono

Hier zeigte sich die Vielseitigkeit des WiiM Ultra. Selbst mit Budget-Verstärkern wie dem Fosi V3 Mono (hier im Test) liefert er saubere, detailreiche Signale. “Bombtrack” von Rage Against The Machine kam mit ordentlich Punch und Dynamik rüber, ohne dass die Stimme von Zack de la Rocha in der komplexen Instrumentierung unterging.

Kopfhörer-Performance: Audeze LCD‑X & LCD‑3

Der integrierte Kopfhörerverstärker TPA6120A2 macht seine Sache überraschend gut. Mit den Audeze LCD‑X (hier im Test) konnte “Honeycomb” von Deafheaven seine volle emotionale Wucht entfalten. Die 11 Minuten epischer Post-Metal wurden niemals langweilig, der WiiM Ultra hielt die Spannung über die gesamte Spielzeit aufrecht. Auch die anspruchsvollen LCD‑3 wurden problemlos angetrieben, wenngleich ein dedizierter Kopfhörerverstärker nochmal eine Schippe drauflegen würde.

Lautsprecher-Setups: B&W & Amphion Argon 3S

An den B&W zeigte der WiiM Ultra seine neutralen Qualitäten. “Granite” von Sleep Token kam mit der typischen Wärme der B&W‑Hochtöner rüber, ohne dass der WiiM Ultra eigene Klangfärbungen hinzufügte. Die Amphion Argon 3S profitieren von der sauberen Signalaufbereitung des WiiM Ultra — “Creep” von Radiohead klang so melancholisch und detailreich wie selten zuvor.

HDMI ARC: Die heimliche Heimkino-Zentrale

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des WiiM Ultra ist der HDMI ARC-Eingang. Angeschlossen an den TV wird aus jeder Stereo-Anlage eine kleine Heimkino-Zentrale. Filme und Serien profitieren von der deutlich besseren Klangqualität gegenüber TV-Lautsprechern. Dolby Digital 5.1 wird problemlos verarbeitet und über die Stereo-Ausgänge intelligent heruntergemischt. Für Puristen mag das Frevel sein, aber der Convenience-Faktor ist einfach unschlagbar.

Phono-Preamp: Vinyl-Revival leicht gemacht

Der integrierte Phono-Preamp ist eine nette Zugabe für Vinyl-Enthusiasten. Am EAT Prelude Plattenspieler getestet, liefert er für den Einstieg mehr als brauchbaren Sound. Sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer werden unterstützt, wobei die Einstellungen bequem über die App vorgenommen werden können. Für ambitionierte Vinyl-Hörer wird ein externer Phono-Preamp weiterhin die bessere Wahl sein, aber für Gelegenheits-Hörer ist die integrierte Lösung völlig ausreichend.

Streaming-Features: Alles außer AirPlay

Der WiiM Ultra unterstützt praktisch jeden relevanten Streaming-Standard: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Google Chromecast Audio, Alexa Built-in, DLNA und Roon Ready. Einzig AirPlay fehlt. Für Apple-User ein Wermutstropfen, aber verschmerzbar angesichts der anderen Features.

Die Multiroom-Fähigkeiten sind beeindruckend. Mit anderen WiiM-Geräten lassen sich mühelos synchronisierte Zonen einrichten. Die Room Correction via Smartphone-Mikrofon funktioniert überraschend gut und kann durchaus hörbare Verbesserungen bringen.

Hier haben wir unsere Terrassen-Lautsprecher B&W AM1 an den Fosi Audio V3 Monos eingemessen mit wirklich hervorragendem Ergebnis. Gerade bei so schwierigen Bedinungen (Outdoor) war das gehörte Ergebnis beeindruckend und macht Party-Laune.

Vergleich: WiiM Ultra vs. WiiM Pro Plus vs. Eversolo DMP-A6

WiiM Pro Plus

Der Pro Plus bleibt der Preis-Leistungs-König für unter 250 Euro (hier im Test). Wer nur streamen will und auf Phono-Eingang, HDMI ARC und Touchscreen verzichten kann, ist mit dem Pro Plus bestens bedient. Der Ultra bietet aber deutlich mehr Flexibilität und Zukunftssicherheit.

Eversolo DMP-A6

Der Eversolo DMP-A6 (hier im Test) kostet etwa doppelt so viel wie der WiiM Ultra, bietet dafür aber ein deutlich größeres 6‑Zoll-Display und Android-basierte Software. Das Display ist echter Mehrwert für die Navigation großer Musiksammlungen. Klanglich liegt der Eversolo schon ein wenig vorn und hat den Vorteil lokaler Speichermöglichkeiten via M.2 SSD.

Im direkten Vergleich ist das Display des WiiM Ultra eher Spielzeug — schön anzusehen, aber der praktische Nutzen beschränkt sich auf grundlegende Informationen und Bedienung. Für ernsthafte Navigation bleibt das Smartphone die bessere Wahl.

Allgemein ist der Eversolo schon eine ganze Klasse besser in allen Belangen, spiegelt sich wie oben erwähnt aber auch im Preis wider.

Konkurrenzfähigkeit: Sonos unter Druck

Mit dem WiiM Ultra setzt WiiM neue Maßstäbe in der Streaming-Welt. Sonos muss sich warm anziehen — die Chinesen bieten deutlich mehr Features zu einem Bruchteil des Preises. Die offene Plattform des Ultra mit Unterstützung für praktisch alle Standards kontrastiert scharf mit Sonos’ geschlossenem Ökosystem.

Erschwert kommt hinzu, dass Sonos seine Software seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Griff hat. Wer einmal auf WiiM gewechselt ist, weiß wieder wie zackig zu ein System reagieren kann. Hier gibt es bisher keine Zicken.

Ausblick: WiiM auf dem Vormarsch

WiiM hat bereits weitere Produkte angekündigt und arbeitet kontinuierlich an Software-Updates. Die Roon-Zertifizierung steht kurz bevor. Mit dieser Updatepolitik kauft man nicht nur Hardware, sondern ein sich ständig verbesserndes System.

Fazit: Der neue Streaming-König

Der WiiM Ultra ist ein kleines Meisterwerk der Audio-Technik. Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor wenigen Jahren mehrere Tausend Euro gekostet hätte. Die Kombination aus exzellentem DAC, vielseitigen Anschlüssen, Touchscreen und durchdachter Software ist in dieser Preisklasse konkurrenzlos.

Klanglich spielt der WiiM Ultra in der Liga deutlich teurerer Geräte mit. Er ist neutral und detailreich, ohne langweilig zu werden. Besonders für Einsteiger in die HiFi-Welt ist er der perfekte erste Schritt — er macht jede Anlage zukunftssicher und bietet Raum zum Wachsen.

Der einzige echte Kritikpunkt ist das fehlende AirPlay. Ansonsten hat WiiM ein nahezu perfektes Produkt abgeliefert, das die Streaming-Landschaft nachhaltig verändern wird.

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High End München 2025: Die letzte Audio-Messe in München — Ein Vorschaublick https://www.hifigeek.de/high-end-muenchen-2025-die-letzte-audio-messe-in-muenchen-ein-vorschaublick/ https://www.hifigeek.de/high-end-muenchen-2025-die-letzte-audio-messe-in-muenchen-ein-vorschaublick/#respond Tue, 13 May 2025 11:15:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8841 Die High End München 2025 steht vor der Tür und markiert einen historischen Wendepunkt für die renommierte Audio-Messe. Vom 15. bis 18. Mai 2025 findet die Veranstaltung zum letzten Mal im MOC München statt, bevor sie ab 2026 nach Wien umzieht. Als Audiophile und Newcomer in der Branche sind wir gespannt, was uns bei diesem audiophilen Abschied erwartet.

Die Welt der audiophilen Elite und der schwere Weg für Einsteiger

Die HiFi-Szene hat ein demografisches Problem. Wenn ich an typische HiFi-Enthusiasten denke, sehe ich überwiegend ältere Herrschaften vor hochpreisigen Lautsprechern, die über feinste Nuancen fachsimpeln und jedem Kabel eine eigene Seele zusprechen. Ein überzeichnetes Bild? Vielleicht, aber die Branche tut sich nachweislich schwer mit dem Nachwuchs.

Das Problem ist offensichtlich: Die Einstiegshürde ist enorm hoch. “High End? Das bekommst du als Einsteiger so um die 6000€” — zumindest ist das die Botschaft, die auch die High End Society sendet. Welcher junger Mensch kann oder will diesen Preis zahlen? Dabei hat doch jeder audiophile Veteran einmal klein angefangen, vielleicht mit einer Schneider-Anlage für 1000 DM, die damals als absolute Sensation galt.

Was die Branche braucht

Die Audiobranche braucht mehr Marken wie Fosi Audio, die erschwingliche Produkte mit beeindruckender Leistung anbieten. Es geht nicht darum, die Qualität oder den Wert von High-End-Produkten in Frage zu stellen, sondern Einstiegshürden abzubauen und jungen Menschen den Zugang zu diesem faszinierenden Hobby zu erleichtern. Denn einmal infiziert mit dem HiFi-Virus folgt oft ein Upgrade nach dem anderen.

High End München 2025: Ein Spektakel zum Abschied

Mit 500 Ausstellern, 1000 Marken und einer Ausstellungsfläche von 30.000 Quadratmetern verspricht die diesjährige High End ein wahres Audiofestival zu werden. Die norwegische Sängerin Anette Askvik repräsentiert als Markenbotschafterin das Motto “Passion for Music” und verkörpert damit perfekt die Philosophie der Messe.

Highlights der Messe

Audio Reference setzt zum Abschied einen besonderen Akzent: Der Hamburger Vertrieb präsentiert im Atrium 3.1, Raum C112 die angeblich teuerste HiFi-Anlage der Welt mit einem Gesamtwert von etwa 3 Millionen Euro. Für die exklusiven Vorführungen in einem eigens eingerichteten “Konzertsaal” mit optimierter Raumakustik von Vicoustic sind Tickets erforderlich — und die sind heiß begehrt.

Diese Mega-Anlage umfasst unter anderem:

  • Vier Dan D’Agostino Relentless Monoblock-Verstärker
  • Dan D’Agostino Relentless Vorstufe
  • dCS Vivaldi Set
  • Wilson Audio WAMM Master Chronosonic Lautsprecher
  • Zwei Wilson Audio Thor’s Hammer-Subwoofer
  • Nordost Odin Verkabelung
  • VPI Direct Drive Plattenspieler
  • Bassocontinuo Racks

Ein weiteres Highlight wird die 3D-Remaster-Aufnahme von Anette Askviks “Liberty” sein, die über eine Lautsprecher-Konfiguration von Kii Audio in einer Immersive-Audio-Installation präsentiert wird. Allerdings sind alle Vorführungen bereits ausverkauft.

World of Headphones: Ein Zugang für die jüngere Generation?

Parallel zur High End München findet die “World of Headphones” statt, die sich vermutlich etwas zugänglicher für jüngere Besucher gestalten wird. Hier dreht sich alles um Kopfhörer, DACs und mobiles Hören — Bereiche, in denen der Einstieg oft kostengünstiger ist.

Was darf man von uns erwarten?

Als kleine Blogger können wir natürlich keine vollständige Messe-Dokumentation stemmen. Wir werden aber versuchen, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und ein paar Highlights herauszuarbeiten. Die große Kamera bleibt zuhause, daher entstehen die meisten Fotos mit dem Smartphone.

Besonders gespannt sind wir darauf, ob sich unsere Vorurteile über die Branche bestätigen oder ob wir positiv überrascht werden. Wir gehen jedenfalls offen und neugierig an die Sache heran.

Besuchen Sie die High End München 2025

Wer die letzte Münchener Ausgabe der High End München selbst erleben möchte, hat am Samstag (17. Mai) und Sonntag (18. Mai) die Gelegenheit dazu. Der Eintritt kostet 10€ pro Tag. Donnerstag und Freitag sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten.

Es gibt sogar organisierte Busfahrten zur Messe, wie beispielsweise die von FONO.DE am Samstag, 17. Mai 2025, die interessierten Besuchern die Anreise erleichtern.

Diese letzte Ausgabe in München ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt der High-End-Audiogeräte kennenzulernen, bevor die Messe im nächsten Jahr nach Wien umzieht. Ob audiophiler Veteran oder neugieriger Neuling — die High End 2025 verspricht ein audiovisuelles Erlebnis der Extraklasse zu werden.

Fazit: Ein Wendepunkt für die Audioszene

Die High End München 2025 markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern hoffentlich auch einen Wendepunkt für die Branche. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen kompromissloser audiophiler Qualität und der Notwendigkeit, neue Zielgruppen zu erschließen, zu finden. Vielleicht gelingt es der Messe in Wien ab 2026, genau diesen Spagat zu meistern und die nächste Generation von HiFi-Enthusiasten zu begeistern.

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Meine Kopfhörer-Journey: Vom Walkman zum audiophilen Setup https://www.hifigeek.de/meine-kopfhoerer-journey-vom-walkman-zum-audiophilen-setup/ https://www.hifigeek.de/meine-kopfhoerer-journey-vom-walkman-zum-audiophilen-setup/#respond Thu, 24 Apr 2025 12:24:30 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8682 Ein persönlicher Erfahrungsbericht über mehr als drei Jahrzehnte Klangsucht, analog bis digital und wieder zurück – und warum die Kabelwelt doch die beste ist.

Die analogen Anfänge: Walkman, Discman & MiniDisc

Kopfhörer begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Wie viele Kinder der 90er startete ich mit einem klassischen Walkman und den obligatorischen, dünnen Bügelkopfhörern, die damals zum Standard-Equipment gehörten. Meine akustische Welt bestand hauptsächlich aus Kassetten mit Radioaufnahmen und geschenkten Hörspielen — der absolute Luxus für einen Musikfan im Taschenformat!1

Mit dem Siegeszug der CD kam der Quantensprung in Form eines Panasonic SL‑S 320, den mir meine Eltern zu Weihnachten schenkten. Die mitgelieferten Earbuds mit der Kabelfernbedienung waren für damalige Verhältnisse der absolute Hit. Diesen CD-Player habe ich überallhin mitgeschleppt — und erstaunlicherweise überlebten die Kopfhörer dabei länger als erwartet.

Dann kam die MiniDisc-Ära — und was für ein Game-Changer das war! Nach endlosem Betteln bei meinen Eltern wurde ich stolzer Besitzer eines Sharp MD-MS701H Mini Disk Recorders. Das Ding war einfach sexy! Man konnte seine eigene Musik “aufnehmen” — meist von ausgeliehenen CDs — und das in einer Qualität, die deutlich besser war als die der Kassetten. Ich habe eine Disk nach der anderen befüllt und das Teil wie einen Schatz überallhin getragen. Natürlich hatte das Aluminium-Gehäuse seine Schwachstellen — irgendwann verbog sich der Diskeinschub, was man dann händisch zurückbiegen musste. Auch das Display der Kabelfernbedienung zeigte mit der Zeit Verschleißerscheinungen.

Die digitale Revolution: MP3-Player & iPod Classic

Mit dem Skateboarden begann mein Player dann zu leiden. Gleichzeitig hielten MP3s Einzug in mein Leben, und dank Zugriff auf einen Brenner grub ich meinen Discman wieder aus. Dieser musste jedoch bald einem der ersten rudimentären MP3-Player weichen — mit sagenhaften 128MB Speicher (ja, Megabyte, kein Tippfehler!). Zum Glück hatte ich inzwischen einen gut bezahlten Nebenjob, sodass ich mir einen iriver SlimX iMP-550 leisten konnte. Mein Skate-Bag war entsprechend ausgestattet: ein praktischer CD-Halter, in dem die Silberlinge ohne Hülle ihren Platz fanden. Die Scheiben sahen nach einer Weile zwar aus, als hätten sie den dritten Weltkrieg überlebt, aber so war das damals eben.

In dieser Zeit ging ich durch zahllose Ear-Buds. Die günstigen zerbrachen schnell, aber selbst die teuren fielen entweder beim Skaten runter und landeten unter den Rollen, oder die extrem dünnen Stiele brachen aus heiterem Himmel. Es war wie ein Fluch – kaum hatte man gute Kopfhörer, zerstörte sie der Audio-Gott persönlich.

Trotz aller technischen Herausforderungen war Musik für mich allgegenwärtig. Ich kaufte CD um CD und schleppte sie überall mit hin. Heute sehen sie entsprechend mitgenommen aus — authentische Kampfspuren eines intensiven Musiklebens.

Der nächste Meilenstein war ein iPod Classic mit 80GB — ein absolutes Traumgerät! Mit einer Teufel Dockingstation zu Hause und einem JBL Portable-Speaker beim Skaten war ich komplett ausgestattet. Der iPod diente mir sogar als Wecker im Studium, bis die Dockingstation irgendwann den Geist aufgab. Zwischenzeitlich leisteten meine Koss Plugs treue Dienste, wechselten dann aber zum iPhone, das ich seit dem 3G-Modell etwa alle zwei Jahre aktualisiert habe.

Gaming & Streaming: Neue Hörwelten erschließen sich

Parallel zum mobilen Musikgenuss war PC-Gaming ein großes Thema, und auch hier wurden etliche “billige” Kopfhörer durchgenudelt, bis irgendwann Speedlink Medusas in meinem Setup landeten. Mein digitales Musikleben wanderte von iTunes zu Spotify, sobald der Dienst in Deutschland verfügbar wurde. Mit dem praktischen Telekom-Deal, bei dem der Spotify-Traffic nicht auf das monatliche Volumen angerechnet wurde, explodierte mein Musikkonsum förmlich. Plötzlich war jeder Tag ein Festival – nur eben ohne die schlammverkrusteten Schuhe und überteuerten Getränke.

Zunächst blieb ich den kabelgebundenen Over-Ears treu, wechselte dann aber zu Bose QC25 und später QC35. Die QC25 haben irgendwann kapituliert, während die QC35 noch immer auf dem Schreibtisch meiner Frau ihren Dienst tun – ein Beweis dafür, dass Qualität sich durchsetzt, selbst wenn der audiophile Snob in mir mittlerweile die Nase rümpft.

Der Arbeitskopfhörer: Konzentration & Meetings

Bei der konzentrierten Arbeit am Bildschirm entdeckte ich die unglaubliche Kraft der Musik als Fokushelfer. Sie ließ mich in einen Tunnel eintauchen, in dem alles um mich herum verschwand. Ich wurde eins mit der Musik, meinen Gedanken und der Arbeit. Zeit und Raum lösten sich auf, während ich eine Lösung nach der anderen entwickelte. Diese Flow-Zustände sind für mich mittlerweile essenziell – sie machen den Unterschied zwischen einem produktiven Tag und einem, an dem ich mich wie ein Hamster im Rad fühle.

Mit jedem Arbeitgeberwechsel nahm die Zahl der Meetings zu, was sich immer weiter zuspitzte und mich zunehmend einengte. Die Meetings fühlten sich an wie im Aquarium — geschlossene Kopfhörer mit Noise-Cancelling, schlecht belüftet, heiße Ohren und Schweiß. Ich lief schier Amok unter diesen Klanghauben, sodass eine Alternative her musste. Die Vorstellung, täglich acht Stunden mit diesen Ohrensaunen zu verbringen, war so verlockend wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung.

Nach intensiver Recherche und Überlegungen zum Budget entschied ich mich für die Beyerdynamic DT1990 Pro — ein offener Kopfhörer, der meinen Musikgenuss auf ein neues Level heben sollte. Es war Liebe auf den ersten Klang!

Die audiophile Wende: Offene Kopfhörer verändern alles

Die DT 1990 Pro sind seit sechs Jahren meine treuen Begleiter, und ich trage sie nach wie vor mit Begeisterung. Meetings sind mit ihnen ein völlig neues Erlebnis: Ich höre meine eigene Stimme beim Sprechen, was die Kommunikation unglaublich angenehm macht. Sie werden zwar warm am Kopf, aber verglichen mit den Bose-Kopfhörern ist das ein Kinderspiel. Klanglich bewegen wir uns hier in einem ganz anderen Universum – das wäre, als würde man einen Trabant mit einem Porsche vergleichen.

Natürlich musste dann auch ein passender DAC her. Mit dem ifi Hip Dac fand ich einen teilweise mobilen Begleiter. Ehrlich gesagt habe ich ihn dann doch selten unterwegs genutzt, was die Anschaffung aus dieser Perspektive vielleicht nicht optimal erscheinen lässt. Klanglich war es jedoch ein Volltreffer, und das zählte am Ende.

Für jemanden, der mehrere tausend Stunden pro Jahr mit Kopfhörern verbringt, hatte ich bis dahin erstaunlich wenig experimentiert. Nicht aus Abneigung — mir fehlte einfach der zündende Funke. Womöglich war ich auch unbewusst besorgt, dass ein tieferer Einstieg in die Audiophilie mein Bankkonto in ähnlicher Weise ruinieren würde wie meine Plattensammlung. Spoiler: Diese Befürchtung war absolut berechtigt.

Neue Horizonte: Hifiman Arya Stealth & Die Lehmann Audio Entdeckung

Im letzten Sommer packte mich kurzzeitig das Verlangen, etwas Neues auszuprobieren. Ich besorgte einen Hifiman Arya Stealth, über den ich im Netz viel Gutes gelesen hatte. Ich wollte ihn testen und darüber schreiben, was ich leider schuldig geblieben bin. Klanglich war der Kopfhörer beeindruckend, aber der Tragekomfort ließ zu wünschen übrig. Die ovalen Ohrmuscheln drückten auf meine Kieferknochen und störten beim Sprechen in Meetings – ein eigenartiges Gefühl, das mich letztlich wieder zum Bewährten zurückkehren ließ. Es war, als würde ich versuchen, mit einem Ferrari einkaufen zu fahren – beeindruckend, aber unpraktisch.

Dann kam ein schicksalhaftes Telefonat mit Norbert Lehmann. Eigentlich rief ich an, um seine Gerätefüße zu testen, und plötzlich standen zwei Lehmann Audio Kopfhörerverstärker bei mir. Klingt wie ein erfolgreiches Verkaufsgespräch, war es aber nicht! Norbert fragte irgendwann nach meinem Beruf, und ich erzählte, dass ich den ganzen Tag mit Kopfhörern vor dem Bildschirm sitze, Musik höre oder in Meetings bin.

Sofort war er Feuer und Flamme und berichtete von seinen Linear und Linear II Kopfhörerverstärkern. Wie er blindlings einen Test gewann, ohne selbst davon zu wissen, oder sich Studios bei ihm meldeten, weil seine Linear-Serie hervorragende Arbeit leistet. Wie Sennheiser diese Verstärker zur Präsentation neuer Kopfhörer nutzt. Norbert gab mir umfangreiches Material zu seinen Verstärkern mit, aus dem ich seitenweise zitieren könnte. Diese Geschichten sind aber aus seinem Mund wahrscheinlich noch viel spannender – der Mann spricht über Audio-Equipment mit der gleichen Leidenschaft, mit der andere über ihre Fußballmannschaft reden.

Da er selbst auf HiFi-Veranstaltungen ausstellt, wird er dort sicherlich das ein oder andere über seine Geräte erzählen — vielleicht sogar die Geschichte, die ich hier gerade zusammenschreibe.

Das ultimative Setup: Tiefeintauchen in die Kopfhörerverstärker-Welt

Aufhänger meines Interesses war Norberts Aussage, dass viele seiner Profi-Kunden berichten, sie seien nach einem Arbeitstag viel entspannter oder könnten längere Mix-Sessions absolvieren, seitdem sie Lehmann Audio’s Linear Kopfhörerverstärker nutzen.

Also ran an den Speck! Ich habe den Linear etwa zwei Wochen intensiv genutzt, was in meinem Fall etwa 120 Stunden entspricht. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich in neue Themen mit Haut und Haaren stürze, bis ins kleinste Detail eintauche und alles ausprobiere, was in Reichweite ist. Wenn ich ein Thema anfasse, dann richtig – Halbgares gibt’s nicht.

Gesagt, getan: Weitere DACs mussten her! Mein ifi HipDac war ein Anfang, aber nicht genug. Schnell gesellten sich der Fosi Audio K7 und ZD3 dazu – beide absolute Preis-Leistungs-Kracher, wie wir bereits in unserem K7-Test festgestellt haben. Außerdem hatte ich bereits den Shanling M5 Ultra, der ebenfalls hervorragend als DAC funktioniert. Zum krönenden Abschluss experimentierte ich mit einem Burson Audio Playmate 3 Deluxe und verschiedenen OpAmps. Der Vorteil: Einige dieser Geräte haben eigene Verstärkung, wodurch ich sie direkt gegen den Linear testen konnte.

Selbstverständlich schleppte ich den Linear (und später den Linear II) auch ins Wohnzimmer, schloss ihn an den Plattenspieler an und testete ihn mit dem WiiM Ultra und dem Eversolo DMP-A6 Master Edition. Ein wahrhaft umfangreiches Zuspieler-Setup! Meine Frau beäugte das wachsende Equipment-Arsenal zunächst mit Skepsis, ließ sich aber schnell von den klanglichen Unterschieden überzeugen – ein klassischer “Aha”-Moment, der jeden Audiophilen mit Stolz erfüllt.

Bei den Kopfhörern startete ich mit meinen bewährten DT 1990 Pro und rüstete später auf einen Audeze LCD‑X auf. Ich überlegte, noch weitere Kopfhörer hinzuzuziehen, aber irgendwann sprengt das alle Grenzen. Nach mittlerweile über 400 Stunden mit dem Audeze denke ich, ein gutes Gefühl dafür entwickelt zu haben, was wie, wo und wann am besten funktioniert.

Mein Schreibtisch glich zeitweise einem Schlachtfeld mit Kabelsalat, das selbst hartgesottene IT-Systemadministratoren zum Weinen gebracht hätte. Nach und nach verbannte ich jedoch Geräte, die ich ausgiebig getestet hatte, und sitze nun beim Schreiben nur noch mit dem Burson Audio Playmate 3 Deluxe, dem Audeze LCD‑X und dem Lehmann Linear II hier. Wahrscheinlich, weil ich diese Schätze bald wieder abgeben muss und den Klang noch ein wenig zelebrieren möchte – wie ein letztes opulentes Mahl vor einer Diät.

Als Verbindungskabel nutze ich die Sommer Cable Epilogue. Hier muss ich mir wirklich ein zweites Paar zulegen, denn das ständige Umstöpseln nervt gewaltig – besonders weil die Stecker so verdammt stramm sitzen. Ein Kabelwechsel fühlt sich jedes Mal an, als würde man einen eingeklemmten Zahn ziehen.

Ausblick: Die Reise geht weiter

Ich denke, ich bleibe an diesem Thema dran. Das Schöne ist, dass ich diese Tests relativ einfach während der Arbeit durchführen kann und quasi ständig daran arbeiten kann – einer der wenigen Vorteile, wenn man den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt.

Aktuell liegt hier noch der Douk Audio K5, den ich gelegentlich höre. Ich bin der Meinung, dass man nicht nur hochpreisige DACs testen sollte, sondern sich breit aufstellen muss. Es gibt immer wieder Perlen, die aus der Masse herausstechen, und ich möchte auch gerne Produkte empfehlen, die nicht unbedingt eine Niere und Leber kosten. Schließlich sollte guter Sound nicht ausschließlich denjenigen vorbehalten sein, die einen Kleinwagen dafür opfern können.

Es liegt mir am Herzen, auch jüngeren Menschen den Weg zu gutem HiFi zu zeigen. Ich denke, dass diese trotz Spotify und Co. durchaus bereit sind, sich dem Thema zu öffnen – nur eben auf ihre eigene Art und Weise. Denn letztendlich geht es nicht darum, wer das teuerste Equipment hat, sondern wer die tiefste Verbindung zur Musik aufbauen kann – und manchmal ist der Weg dorthin eben ein besserer Kopfhörer oder ein feiner Verstärker.

Derzeit warten wir noch auf den Fosi Audio i5 (wir berichteten), für den gerade die Kickstarter-Kampagne gestartet ist. Außerdem sind wir mit Hifiman im Gespräch, und auch hier wird in Zukunft etwas kommen. Mit Audeze wird es nach der HIGH END 2025 in die nächste Runde gehen – ich bin bereits jetzt gespannt wie ein Flitzebogen, was die nächste Qualitätsstufe zu bieten hat.

Unsere Bestrebungen unterstreichen wir mit unserer Akkreditierung für die HIGH END 2025, an der wir als Presse-Partner teilnehmen werden. Mal sehen, was wir dort alles erleben! Ich werde sicherlich mit brennenden Ohren zurückkehren – aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Man darf also gespannt sein, und ich hoffe, mit meinen Interessen auch eure zu treffen, um dann interessante Beiträge zu schreiben. Denn eines ist klar: Die Reise in die audiophile Welt ist ein Marathon, kein Sprint – und wir haben gerade erst begonnen, warm zu laufen.

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ETERNAUTA — Netflix bringt den legendären Sci-Fi-Horror aus Argentinien zum Leben! https://www.hifigeek.de/eternauta-netflix-bringt-den-legendaeren-sci-fi-horror-aus-argentinien-zum-leben/ https://www.hifigeek.de/eternauta-netflix-bringt-den-legendaeren-sci-fi-horror-aus-argentinien-zum-leben/#respond Wed, 09 Apr 2025 21:00:45 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8700 Endlich ist es so weit! Der erste Trailer zu Netflix’ mit Spannung erwarteter Serie “ETERNAUTA” ist da, und was wir hier zu sehen bekommen, verspricht einen apokalyptischen Albtraum, der Genre-Fans in seinen Bann ziehen wird. Die Adaption des legendären argentinischen Comics von Héctor Germán Oesterheld sieht aus, als würde sie dem Kultmaterial mehr als gerecht werden!

Von der Comiclegende zum Streaming-Highlight

“El Eternauta” gilt nicht umsonst als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Comics Lateinamerikas. Die Geschichte um den mysteriösen tödlichen Schneefall, der Buenos Aires in eine außerirdische Todeszone verwandelt, wird von Netflix in atemberaubenden Bildern zum Leben erweckt. Im Trailer sehen wir bereits die ersten Momente der Invasion – der leuchtende Schnee, der sanft vom Himmel fällt, während ahnungslose Menschen in Sekundenschnelle sterben. Die visuelle Umsetzung dieser ikonischen Szenen lässt das Horror-Herz höherschlagen!

Zwischen Invasionshorror und politischer Allegorie

Was “ETERNAUTA” so besonders macht, ist die Verschmelzung von klassischem Invasionshorror mit tiefgründiger politischer Allegorie. Der Trailer deutet bereits an, wie meisterhaft die Serie diesen Balanceakt meistert. Ricardo Darín in der Rolle des Juan Salvo – dem titelgebenden “Eternauta” – bringt genau die richtige Mischung aus Verzweiflung und Entschlossenheit mit, während er mit einer kleinen Gruppe von Überlebenden gegen die außerirdischen “Ellos” (Spanisch für “Sie”) kämpft.

Visuelles Fest für Genre-Fans

Die Produktionsqualität scheint auf absolutem Premium-Niveau zu sein. Die dystopischen Szenen eines verschneiten, verlassenen Buenos Aires wirken beunruhigend realistisch. Die Alien-Designs – von den insektoiden “Cascarudos” bis zu den telepathischen “Manos” – wurden mit beeindruckender Detailtreue zum Comic umgesetzt, aber gleichzeitig für moderne Sehgewohnheiten aktualisiert. Die Spezialeffekte lassen erahnen, dass Netflix hier wirklich alle Register gezogen hat.

Zwischen Nostalgie und modernem Horror

Besonders spannend: Die Serie scheint die perfekte Balance zwischen Nostalgie für den Originalcomic aus den 1950er Jahren und zeitgemäßem Sci-Fi-Horror zu finden. Der retro-futuristische Look erinnert stellenweise an “Stranger Things”, hat aber seinen ganz eigenen lateinamerikanischen Charakter. Die Kameraarbeit mit ihren düsteren Tönen und expressiven Nahaufnahmen verspricht eine klaustrophobische Atmosphäre, die perfekt zur paranoiden Grundstimmung der Geschichte passt.

Wann können wir eintauchen?

Netflix hat bestätigt, dass “ETERNAUTA” ab dem 15. Mai 2025 verfügbar sein wird. Die erste Staffel umfasst 10 Episoden, die alle gleichzeitig veröffentlicht werden – perfekt für einen apokalyptischen Binge-Watching-Marathon! Für alle, die es kaum erwarten können: Der Trailer gibt mit seinen knapp drei Minuten Laufzeit bereits einen faszinierenden Einblick in die trostlose, schneebedeckte Welt, die uns erwartet.

Das Warten wird sich lohnen – “ETERNAUTA” könnte die nächste große Sci-Fi-Horror-Sensation werden, die Genre-Fans weltweit in ihren Bann zieht. Wir fiebern dem Release entgegen und werden euch natürlich mit einem ausführlichen Review versorgen, sobald wir uns durch die komplette Staffel gekämpft haben!

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Ortofon 2M Vergleich: Red, Blue, Silver und Bronze nach einem Jahr Metal-Vinyl https://www.hifigeek.de/ortofon-2m-vergleich/ https://www.hifigeek.de/ortofon-2m-vergleich/#respond Sat, 01 Feb 2025 23:48:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8096 Die Reise geht weiter mit Ortofon. Vor knapp einem Jahr hatte ich die Idee, Musik in den eigenen vier Wänden zu entschleunigen und der Vinyl eine Chance zu geben. Ich habe meine Erfahrungen als blutiger Anfänger hier und hier niedergeschrieben, außerdem habe ich mich mit der Low-Budget-Reinigung von Schallplatten beschäftigt. Jetzt kommt der Ortofon 2M Vergleich – und der hat einige überraschende Ergebnisse geliefert. Betrachtet das hier ein wenig als IMHO (in my humble opinion).

Der Weg zur neuen Phono-Vorstufe

Okay! Mit dem EAT Prelude hatte ich schon einen tollen Plattenspieler für den Einstieg, und der Bestands-Denon X4000 hatte sogar einen Phono-Vorverstärker. Aber was tun, wenn man keinen mehr zur Hand hat?

Der Denon steht aktuell in der Ecke, weil uns IOTAVX mit einem tollen Heimkino-Set ausgestattet hat. Das Problem war natürlich sofort, dass das Schallplattenhören auf Eis lag – denn das Prinzip hinter der IOTAVX-Technik ist deren Einfach- und Reduziertheit. Die AVX17-Vorstufe bringt leider keine Phono-Vorstufe mit. Nach ein wenig Recherche hat dann die erste Neuerung Einzug gehalten: Der Graham Slee Audio GramAmp 2 SE wurde als neue Phono-Vorstufe gefunden. YAY!

Ortofon 2M: Die Nadeln im Überblick

Weiterhin hatte ich das Glück – oder auch Pech, aber dazu später mehr –, von Ortofon ein paar Nadeln zugeschickt zu bekommen. Diese habe ich im Wechsel gegeneinander gehört, und ja… der Unterschied ist dezent hörbar! Okay, Ironie geht hier nicht so wirklich, also: Der Unterschied ist teils gravierend! Nicht immer das Ergebnis, das man erwartet, aber Durchtesten lohnt sich.

Zu Gast hatte ich eine Ortofon 2M Blue und Ortofon 2M Bronze inklusive Cartridge. Ab der Bronze-Nadel ist bei der Cartridge-Verkabelung einiges anders, und das Auflagewicht ändert sich auch. Demnach musste ich das Cartridge umschrauben, um die Nadel zu testen.

Tendenziell kann man theoretisch alle Ortofon 2M Nadeln auf jedes Cartridge stecken. So kann man leicht von einer 2M Red zu einer 2M Silver oder 2M Blue wechseln. Ein mega cooles Prinzip. Jedoch nicht bei 2M Bronze, 2M Black oder LVB Black – passformmäßig schon, aber hier unterscheidet sich im Cartridge zumindest die Verkabelung. Beim größeren Cartridge werkelt wohl eine Silber-Verkabelung, und auch die Auflagegewichte reduzieren sich nicht unerheblich.

Durch einen Kollegen, der sich ebenfalls einen Plattenspieler zugelegt hat, konnte ich außerdem auf eine Ortofon 2M Silver zugreifen. Damit war der Ortofon 2M Vergleich komplett: Red, Blue, Silver und Bronze alle auf demselben Setup gehört.

Ortofon 2M Vergleich: Teurer ist nicht unbedingt besser

Gerade bei analoger Musik sind preislich keine Grenzen gesetzt. Aber vieles hängt vom eigenen Equipment und der bevorzugten Musikrichtung ab. Beim Wechsel der verschiedenen Nadeln konnten wir teils starke Unterschiede feststellen. Und hier kommt wahrscheinlich der größte Tipp, den man geben kann: Ausprobieren!

Viele reden immer davon, dass ihnen originalgetreue Wiedergabe wichtig sei, und das ist sicherlich erstrebenswert. Dennoch macht Musik ohne den richtigen Wums untenherum nicht so viel Spaß. Vielleicht ist es dem anderen auch einfach zu viel, und er bevorzugt weniger Druck. Andere möchten ein Erlebnis wie bei einem Live-Konzert.

Fakt ist: Überall schwingt Beeinflussung mit. Das fängt schon bei der Aufnahme und dem entsprechenden Raum an, geht über das Studio, die Technik und Aufzeichnung, bis zur weiteren Verarbeitung und Abmischung. Es endet immer in den eigenen vier Wänden mit der vorhandenen Technik und den räumlichen Gegebenheiten.

Am Ende entscheidet unser Ohr, ob wir die Musik, die aus unseren Lautsprechern kommt, gut finden oder nicht. Und genau das ist auch beim Ortofon 2M Vergleich der Fall. Wir wissen nicht, für welche Kombination aus Nadel, Plattenspieler oder sonstigem Equipment die Platte gemastert wurde. Vielleicht wurde sie auch gar nicht großartig gemastert, sondern nur eine Platte vom digitalen Master gepresst.

Macht euch nicht so viele Gedanken

Die Message ist hier: Denkt nicht so viel über die Ketten nach. Natürlich werdet ihr überall mehr oder weniger Unterschiede hören! Aber fokussiert euch mehr auf das Hören als auf das Nicht-Hören. Hört mehr gute Musik, anstatt stundenlang im Netz zu recherchieren, was es noch Besseres geben könnte. Denn ein Upgrade werdet ihr immer finden. Genau das muss ich mir auch immer wieder in Erinnerung rufen. Nehmt euch jetzt eine Pause, schmeißt eine Platte auf und lest später weiter. Der Text läuft euch nicht weg.

Ortofon 2M Vergleich: Was klingt wie?

Der Unterschied ist wirklich teils gravierend. Für alle, die einen Eindruck haben wollen, was wir hier so auf den Plattenteller legen, dürfen sich gerne unsere Discogs-Library ansehen. Ihr werdet feststellen: nur sehr harte Klänge. Das Ergebnis ist aber für viele vielleicht verblüffend – vor allem für diejenigen, die in Qualitätsstufen denken, die sich allein am Equipment-Preis orientieren.

Ein bisschen komplex ausgedrückt… sagen wir es anders: Immer wieder sehen wir Videos oder lesen Texte, in denen einem erzählt wird, dass man für gleich viel Geld wie für die Lautsprecher auch Technik und Kabel kaufen soll. Da stecken Wahrheiten sowie Voodoo drin. Natürlich macht der Preis am Ende wahrscheinlich einen Unterschied. Aber beim Ortofon 2M Vergleich kann man sagen: Die Ortofon 2M Red klingt bei hartem Metal wesentlich besser als eine Ortofon 2M Blue. Die Blue ist einfach zu weich im Klang, auch wenn sie mehr Details der Platte entlockt. Aber wenn der harsche Druck fehlt, ist der Klangeindruck eben nicht derselbe.

So hat uns zum Beispiel die Ortofon 2M Red immer noch deutlich besser gefallen als die Ortofon 2M Silver. Der erste große Unterschied ist dann aber bei der Ortofon 2M Bronze zu vernehmen. Hier haben Detailtreue und Druck einfach gestimmt. Zumindest in unserem Setup. Deshalb sind wir hier definitiv Fans der Ortofon 2M Bronze.

Music is the Key

Aber am Ende muss man sich auch eingestehen, dass die Musik ausschlaggebend für die Wahl der Nadel sein kann. Und ja: Wir können uns ebenfalls vorstellen, dass Menschen, die mehrere Musikrichtungen hören, auch mehrere Nadel-Systeme ihr Eigen nennen und sie nach Bedarf austauschen.

Musik und HiFi im Allgemeinen sind ein Hobby! Und das Schöne an Hobbys ist, dass sie zum Ausprobieren einladen.

Das Dilemma nach dem Ortofon 2M Vergleich

Wie oben erwähnt, haben wir natürlich testbedingt jetzt ein Dilemma. Wir wissen jetzt, dass unsere rote Nadel für unsere Musik im Vergleich zu den anderen Ortofon-Nadeln super ist. ABER: Wir haben auch die Ortofon 2M Bronze gehört, und die hat uns dann doch eine ganze Ecke besser gefallen. Will heißen: Jetzt will man upgraden! Shit! Aber noch haben wir keine Nadel verschlissen, sodass wir natürlich irgendwie mit uns hadern. Spielt die Nadel so viel besser, dass man jetzt wechseln will? In diesem Fall: Wir haben uns leider in die Nadel verliebt. Sie ist echt geil. Jetzt müssen wir es aber mal durch die Konsumbrille sehen und uns eigentlich bremsen.

Aber das Schöne ist nun mal, dass es ein Hobby ist und wir unsere Prioritäten selbst festlegen können. Wichtiger Tipp: Vielleicht nicht sofort versuchen zu upgraden, sondern erstmal Lücken schließen. Vielleicht doch erstmal einen externen Pre-Amp anschaffen, um dann mehr Möglichkeiten zu haben und den Klang in eine andere Richtung zu lenken.

Neue Platten auf dem Teller

Jetzt habe ich hier von Ortofon Nadeln geredet und gar nicht, was sonst noch so ging. Also ja, hier war noch ein anderer Plattenspieler zu Gast, und mit ihm ein Vorverstärker. Das hat natürlich wieder einmal gezeigt, dass andere Spieler und Equipment gänzlich anders klingen können. Wahrscheinlich ist es genau das, was das Hobby Hi-Fi für viele so interessant macht. Es zeigt aber auch, dass man sich guten Gewissens eine Zweit- oder Dritt-Anlage zulegen kann.

Weiterhin sind hier einige hervorragende Platten eingetrudelt:

Wintersun hat mit dem Release von Time II endlich angefangen, ihre Platten neu aufzulegen. Oder besser gesagt, Nuclear Blast. Jedenfalls war es so möglich, deren selbstbetiteltes Debütalbum wieder als Re-Release zu erwerben. Neben Time I wurden auch The Forest Seasons neu aufgelegt – und so hat man schnell alle vier Langspieler im Regal stehen.

Falling in Reverse, die Band rund um Skandalsänger Ronnie Radke, haben ihren Langspieler Popular Monster rausgebracht. Hier habe ich mich hinreißen lassen, ein Battle zwischen analog vs. digital zu machen. Sehr interessant, und letztlich kann ich mich nicht entscheiden, welche Version mir die liebste ist. Klingt die LP wärmer und hat den analogen Vibe, macht die FLAC untenrum deutlich mehr Druck.

Dann natürlich der Knocked Loose-Brecher You Won’t Go Before You’re Supposed To. Was für ein Abriss! Sehr gewöhnungsbedürftig für die einen und ein geiler Trip für die anderen. Der Song Suffocate mit Poppy wurde für einen Grammy nominiert, und Knocked Loose durfte bei Jimmy Kimmel auftreten. Die Platte ist einfach der Wahnsinn – Moshpit-Gefahr in den eigenen vier Wänden.

Vorbestellungen: Was als nächstes auf den Teller kommt

Und natürlich dürfen auch Vorbestellungen nicht fehlen. Den Anfang macht Feine Sahne Fischfilet mit ihrem neuen Album “Wir kommen in Frieden”. Die limitierte, giftgelbe und handsignierte Vinyl ist vorbestellt. Ob ich sie auspacken werde oder – wie die handsignierte “Alles glänzt — Alles Live” – eingeschweißt lasse, weiß ich noch nicht.

Weiter geht es mit Arch Enemy und “Blood Dynasty”. Die Wahl fiel auf die Limited Red Blood Splatter-Version, explizit als 180g-Pressung ausgezeichnet. Da ich sehr auf Haptik stehe, war die Wahl schnell getroffen. Die ersten Songs durften wir bereits bei der Rising From The North Tour in Hamburg hören.

Härtere Klänge gibt es dann mit Whitechapel! “Hymns in Dissonance” erzählt die Geschichte eines Kultisten, der würdige Menschen sammelt, um seinem Kult beizutreten. Gitarrist Alex Wade versprach das bisher härteste Album der Band. Die limitierte 180g-Vinyl in Scarlet Red with Cloudy Black Splatter dreht hier bald die Runden.

Den krönenden Abschluss macht Behemoth. Auch hier ein Versprechen: weniger indirekte antichristliche Texte, sondern härter und direkter. Der Titel spricht Bände: “The Shit ov God”. Die limitierte und handsignierte Vinyl aus dem offiziellen Behemoth-Webstore ist gesetzt. Nergal ist ein Perfektionist – das muss man einfach ehren.


Weiterlesen – die Vinyl-Serie:

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Locke & Key Staffel 3 — Trailer zur finalen Staffel https://www.hifigeek.de/locke-key-staffel-3-trailer-zur-finalen-staffel/ https://www.hifigeek.de/locke-key-staffel-3-trailer-zur-finalen-staffel/#respond Mon, 08 Aug 2022 17:29:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6163 Wie sagt man so schön? Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen wir der dritten und finalen Staffel von Locke & Key entgegen. Netflix hatte sich ja schon vor einiger Zeit geäußert, dass die Geschichte zuende geht. Was auch verständlich ist, denn die Comic-Vorlage ist auch nicht unendlich lang.

Alle Folgen sind ab dem 10. August auf Netflix verfügbar.

Story

Familie Locke entdeckt weitere Magie im Haus ihrer Vorfahren, während eine neue Bedrohung – die gefährlichste von allen – schon in Matheson lauert und ganz eigene Pläne für die Schlüssel hat. 

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Prey — Disney Plus bringt weiteren Film aus dem Predator Universum ab August https://www.hifigeek.de/prey-disney-plus-bringt-weiteren-film-aus-dem-predator-universum-ab-august/ https://www.hifigeek.de/prey-disney-plus-bringt-weiteren-film-aus-dem-predator-universum-ab-august/#respond Fri, 15 Jul 2022 09:35:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5977 Das Predator Franchise lebt immer weiter. Nach dem Erstling 1987 mit Arnold Schwarzenegger, gib es weiterhin Stoff für die Fans. Die nunmehr fünfte Auskopplung findet seinen Weg statt in die Kinos, direkt am 5. August zu Disney+. Also gar nicht mehr lange hin. Der Trailer sieht auch wirklich interessant aus. Die Storygebung ist interessant. Wollen wir mal sehen, ob dieser Misch aus indigenen Völkern, Traditionen und Predatoren was taugt. Die letzten Predator Auskoppelungen waren jetzt nicht überragend und wir dürfen gespannt sein.

Story

Diesmal spielt der Film aber 300 Jahre vor unserer Zeit im Wilden Westen. Besser gesagt im Volk der Comanchen und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, Naru, einer wilden und talentierten Kriegerin. Sie wuchs im Schatten einiger der legendärsten Jäger der Great Plains auf. Als ihr Lager bedroht wird, macht sie sich auf den Weg, um ihr Volk zu schützen. Die Bedrohung, mit der Naru konfrontiert wird, entpuppt sich als ein hochentwickeltes außerirdisches Raubtier mit einem technischen Arsenal neuen Ausmaßes, was zu einem bösartigen und erschreckenden Showdown zwischen Naru und dem unbekannten Wesen führt.

Den Filmemachern war es ein großes Anliegen, einen Film zu kreieren, der das Volk der Comanchen so realistisch wie möglich präsentiert und eine Authentizität vermittelt, die den indigenen Völkern gerecht wird. Myers, eine gefeierte Filmemacherin, Sundance-Stipendiatin und selbst Angehörige des Volkes der Comanche, ist bekannt für ihre Aufmerksamkeit und ihr Engagement für Filme, die sich mit den Völkern der Comanche und Blackfeet befassen, und für ihre Leidenschaft, das Vermächtnis der indigenen Gemeinschaften zu würdigen. Die Besetzung des Films besteht fast ausschließlich aus Talenten der Ureinwohner und First Nations.

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Das Buch von Boba Fett — erster Trailer zur Disney+ Serie https://www.hifigeek.de/das-buch-von-boba-fett-erster-trailer-zur-disney-serie/ https://www.hifigeek.de/das-buch-von-boba-fett-erster-trailer-zur-disney-serie/#respond Mon, 01 Nov 2021 15:36:14 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=5082 Am Ende der zweiten Season von The Mandalorian in einer Überraschungs End-Sequenz angekündigt, soll das Buch von Boba Fett am 29.12.21 auf Disney Plus starten. Nun gibt es den ersten Trailer des Science-Fiction Highlights. Hoffentlich kann die Serie bei dem Niveau von The Mandalorian mithalten.

Story

In das Buch von Boba Fett finden sich der legendäre Kopfgeldjäger Boba Fett und der Söldner Fennec Shand in der Unterwelt der Galaxis wieder, als sie in den Sand von Tatooine zurückkehren, um ihren Anspruch auf das Gebiet geltend zu machen, das einst von Jabba the Hutt und seinem Verbrechersyndikat beherrscht wurde.

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