Es wird wieder Zeit für Bass! Und zwar nicht irgendwelchen, sondern nichts Geringerem als dem SVS SB-5000 R|Evolution Subwoofer.
Disclaimer: Ich habe den SVS SB-5000 R|Evolution kostenlos vom deutschen Vertrieb zur Verfügung gestellt bekommen. Dies beeinflusst jedoch nicht meine Meinung, noch konnte SVS Einfluss auf mein Review nehmen. Wir sind und bleiben unabhängig, denn nur so kann es ehrliche Reviews geben. Wer Marketingfloskeln, blumige Umschreibungen und Weihrauch sucht, sollte sich bei der sogenannten Fachpresse umsehen.
Wenn SVS neue Subwoofer auf den Markt bringt, sperrt man doch gerne die Augen und Ohren auf. SVS scheint gerade seine Modellserien zu verjüngen. Angefangen bei ihren Flagships, dem 16-Ultra, welcher nun mit einem Zoll mehr zum 17-Ultra R|Evolution geworden ist. Als Nächstes aber nicht direkt die 4000er-Serie, sondern SVS zaubert mit der 5000er‑R|Evolution-Serie eine neue 15-Zoll-Linie aus dem Hut.
Vererbt wurden natürlich viele technische Finessen, welche wir hier versuchen, euch näherzubringen und einen Eindruck zu vermitteln, wozu dieser Subwoofer im Stande ist und für wen er sich lohnt.
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Unboxing und Inbetriebnahme des SVS SB-5000
Ein Referenz-Subwoofer ist halt nicht gerade klein. Vor allem nicht, wenn er einen 15-Zoll-Treiber verbaut hat. Geliefert wird natürlich mit Spedition, da der SVS SB-5000 verpackt satte 55 kg auf die Waage bringt. Handling alleine ist natürlich schwierig, aber möglich. Zumindest habe ich nicht nach Hilfe rufen müssen, um den Subwoofer aus seinem massiven Karton zu pellen.
Eigentlich wollte ich fix Fotos davon machen, da es sich aber um ein Vorführmodell handelt, war er nicht mehr so schick verpackt wie werksneu, also habe ich mir das geschenkt.
In seiner geschlossenen Variante ist der Subwoofer durch sein kompaktes Gehäuse wirklich händelbar. Schwer, ja, aber ich habe ihn vermieden, weit zu tragen. Letztlich musste ich ihn nur der Länge nach zwischen dem Quadraspire SVT Performance Rack und den Arendal 1723 Towern bugsieren.
Lieferumfang
Ja, was ist denn alles beim SVS SB-5000 dabei? Naja, wer jetzt hier fancy Zubehör erwartet, wird nicht fündig! Haha, aber mal ehrlich. Dabei ist ein Netzkabel. Und hier muss man sagen, es ist dicker als die Standardkabel, die sonst bei Elektroprodukten beiliegen.


Ersteinrichtung des SVS SB-5000 R|Evolution
Also jetzt könnte ich hier einen Roman zum richtigen Platzieren eines Subwoofers schreiben. Der Kurzabriss ist: ausprobieren. Normal sollte man gucken, dass man den SVS SB-5000 zwischen seine Frontspeaker bekommt. Entweder rechts oder links neben einen Lautsprecher. Natürlich sollte man locker mal 30 cm Abstand zur Wand halten. Dennoch kann man ihn auch direkt in eine Raumecke für noch mehr Wucht stellen. Hier wäre es anzuraten, dann den Subwoofer mit dem DSP ordentlich einzurichten.
Problem hier aktuell: Es gibt kein automatisches Einmesssystem seitens SVS. Also wäre hier Handarbeit angesagt. Denn natürlich verfügt der SVS SB-5000 über einen höchst leistungsfähigen parametrischen Equalizer. Alternativ kann man ihn aber auch über andere Hardware einrichten. Im Heimkino der Receiver, ich habe den SVS SB-5000 über den Eversolo eingemessen. Also in der Vorstufe einen High-Pass-Filter für die Arendal 1723 Tower bei 80 Hz eingestellt und im Subwoofer einen Low-Pass-Filter ebenfalls bei 80 Hz und dann stumpf einen FIR-Filter angelegt mit Hilfe des Eversolos und MiniDSP UMIK‑1.
Den Gain habe ich auch direkt noch ein wenig runtergedreht, so auf ‑17 dB. Das Ganze geht natürlich bequem per App.





Verarbeitung & Alltag: Schwergewicht mit Wohnzimmer-Manieren
Auf Fotos wirkt der SB-5000 „nur“ wie ein weiterer schwarzer Würfel, im echten Leben merkt man aber sofort, dass hier ernst gemacht wurde: Das MDF-Gehäuse mit interner Verstrebung ist massiv, die Iso-Füße entkoppeln zuverlässig und die Front wirkt mit montiertem Gitter angenehm unaufdringlich. Die Oberflächenqualität liegt klar auf Premium-Niveau; Kanten, Übergänge und Anschlüsse machen einen sehr sauber verarbeiteten Eindruck.
Im Alltag spielt er erfreulich unauffällig, solange er nichts zu tun hat: kein Lüfter, kein nerviges Brummen vom Netzteil, das Auto-On springt zuverlässig an und der Verstärker wird auch bei längeren Filmsessions zwar warm, aber nie kritisch heiß. Das OLED-Display bzw. die Rückseite verschwindet nach einmaligem Setup ohnehin im Dunkeln – danach steuert man alles bequem per App und hat im Wohnzimmer nur noch eins: einen großen, aber sehr souveränen Bassblock.
SVS App
Der SVS SB-5000 verfügt natürlich wie alle neueren Subwoofer aus dem Hause SVS über eine doch recht umfangreiche App.
Note: Leider war ich bis zum Release dieses Reviews nicht in der Lage, die automatische Einmessung zu testen, welche wohl schon seit Längerem versprochen wurde, aber laut Aussagen von Entwicklern bei SVS richtig gut werden soll und deshalb noch ein wenig Zeit benötigt.
Die SVS App ist für Apple iOS im App Store und Google Android im Play Store verfügbar.
Mit knapp 30 MB ist sie kein Ballast und der Funktionsumfang ist klasse.
Nach der Installation kann man den Subwoofer per Bluetooth hinzufügen und danach stehen einem alle Funktionen zur Verfügung.
Diese wären: Lautstärkeregelung, Low‑Pass‑Filter (Crossover‑Frequenz), Phase, Polarität, parametrischer EQ, Room‑Gain‑Kompensation, benutzerdefinierte Presets und System‑Einstellungen.
Low-Pass-Filter (Crossover-Frequenz)

Der Low-Pass-Filter legt die obere Grenzfrequenz fest, typisch zwischen 40 und 200 Hz, ab der der Subwoofer höhere Frequenzen abschneidet. Dadurch blenden Hauptlautsprecher und Sub nahtlos ineinander über, ohne störende Bassüberlappungen oder eine lokalisierbare „Sub-Ortung“. Stelle ihn idealerweise auf 80 Hz für die meisten Heimkinos ein oder passe ihn an die Fähigkeiten deiner Lautsprecher an, um ein homogenes Klangbild zu erzielen.
Phase
Die Phasenregelung verschiebt das Subwoofer-Signal zeitlich (0° bis 180° oder nur 0°/180°), damit Schallwellen von Sub und Lautsprechern konstruktiv interferieren. So vermeidest du Auslöschungen im Bassbereich durch unterschiedliche Laufzeiten. Teste sie am besten mit einem Testton genau an der Crossover-Frequenz, indem du zwischen den Positionen wechselst, bis der Bass am kräftigsten klingt. Übernimmt eigentlich auch der Receiver und ist wahrscheinlich in voll analogen Setups interessant.

Polarität

Die Polarität kehrt einfach die Signalrichtung des Subwoofers um (normal oder invertiert). Sie dient als grobe Korrektur für Phasenprobleme, wenn Wellen kollidieren und der Bass schwach ausfällt. Probiere sie mit einem 40-Hz-Testton aus, passe den Pegel an und wähle die Einstellung mit dem vollen Klang – besonders hilfreich bei ungewöhnlichen Aufstellungen.
Parametrischer EQ
Mit dem parametrischen EQ kannst du bis zu sechs Bänder individuell anpassen: Frequenz, Gain und Q‑Faktor korrigieren raumbedingte Peaks oder Dips im Frequenzgang. Verwende ein kalibriertes Mikrofon mit der Messsoftware REW, um Unregelmäßigkeiten zu glätten und einen flachen, neutralen Bass zu erreichen – essenziell für akustisch anspruchsvolle Räume. Übertrage nach der Messung und Anpassung in REW die Werte in die SVS App.

Room-Gain-Kompensation

Die Room-Gain-Kompensation gleicht den natürlichen Raumeffekt aus, der Tiefbass unter 40 Hz durch Reflexionen an Wänden und Decke verstärkt. Wähle Modi wie „10 dB Slope“ für typische Wohnzimmer, um Moden zu vermeiden und einen linearen, kontrollierten Bass zu erzeugen, der nicht „brummt“.
Benutzerdefinierte Presets
Benutzerdefinierte Presets speichern komplette Einstellungssets – bis zu vier Profile für Szenarien wie Film, Musik oder Custom und Default. Wechsle per App-Tap schnell zwischen ihnen, ohne jedes Mal neu justieren zu müssen, und behalte so die perfekte Abstimmung für jeden Einsatzzweck bei.
Techspecs des SVS SB-5000
Der SVS SB-5000 stellt ein technisches Meisterwerk im High-End-Bereich dar – ein geschlossener Subwoofer mit enormer Präzision und Leistungsfähigkeit, der für audiophile Heimkinos und HiFi-Systeme konzipiert ist. Sein 46,3 kg schweres MDF-Gehäuse (465 x 453 x 495 mm) mit internen Verstrebungen und Iso-Elastomer-Füßen sorgt für perfekte Bodenentkopplung, während der Kern aus einem 15-Zoll-High-Excursion-Treiber besteht, der mit 2.000 Watt RMS (über 5.000 Watt Peak) von einem Dual-Monoblock-Class-D-Verstärker angetrieben wird. Der Frequenzgang reicht linear von 17–280 Hz (±3 dB), ideal für druckvollen Subbass ohne Verzerrungen.
Technische Highlights
- Treiber: 15-Zoll-glasfaserverstärktes Composite (21 kg Woofer, davon allein 17,4 kg vier toroidale Ferrit-Magnete), duale 3‑Zoll-Edge-Wound-Stimmspulen, Catenary-SBR-Surround, Nomex-Spinnen für Auslenkungen < 17 Hz.
- Verstärker: Dual-Monoblock-Class‑D mit 2.000 W RMS (> 5.000 W Peak), 8 × 60-Ampère-200-Volt-MOSFETs, 295-MHz-Analog-Devices-DSP (120 dB SNR, 56-Bit-Filterung).
- Elektronik: Fortschrittliche DACs, Switch-Mode-Netzteil mit PFC (100–240 V), Multi-Point-Schutz (Temperatur/Strom/Spannung).
Setups
Ich habe den SVS SB-5000 in verschiedenen Setups betrieben, um seine vielfältige Verwendung zu testen.
Amphion Argon3S × SVS SB-5000
Beginnend mit den Amphion Argon3S, welche ja für sich betrachtet auch ganz gut ohne Subwoofer spielen, trotz dass sie „nur“ Regallautsprecher sind. Naja, große Regallautsprecher…
Hierfür habe ich einen Crossover bei 80 Hz gewählt, so wie man das üblicherweise bei Heimkino-Installationen macht. Ich denke, 60 Hz wären auch noch okay, aber mir ging es in erster Linie darum, die breite Nutzung zu testen, und ich denke, 80 Hz sind da schon der Sweetspot bei den meisten von euch da draußen.
Ich muss nicht sagen, dass die Amphion Argon3S enorm davon profitierten? Wenn man bei den Lautsprechern aufgrund der Größe eh schon Bauklötze staunt, vergeht einem Hören und Sehen, wenn sich der SVS SB-5000 einreiht. Also trotz seines 15-Zoll-Tellers lässt sich hier nicht sagen, dass er nicht flink und agil ist. Im Gegenteil: Der SVS SB-5000 zaubert einen wirklich strammen und definierten Bass-Teppich.
Man merkt spürbar, dass die Power der Amphion Argon3S zunimmt, wenn sie sich nicht mit dem leistungshungrigen Bass herumschlagen müssen. Der SVS SB-5000 spielt alle getesteten Pegel mit Leichtigkeit. Ich habe mich bis 90 dB vorgewagt, muss aber ehrlicherweise sagen, dass es einfach zu viel ist hier in meinem Hörraum. Für mich ist und bleiben 75 dB auf Gesangsniveau völlig ausreichend.
Natürlich musste ich den SVS SB-5000 ein wenig drosseln, damit der Klang der Amphion Argon3S und des Subwoofers ein Level haben und ausgewogen ist. Ich hatte so auch nie das Gefühl, dass es „zu viel des Guten“ ist. Ich denke ganz klar, dass der SVS SB-5000 für meinen akustisch bearbeiteten Raum vielleicht eine Nuance zu viel ist, aber genau das lässt ihn hier mit Leichtigkeit auch höhere Pegel und Bass-Infernos spielen, die den Raum und die Couch erzittern lassen.
Arendal 1723 Tower × SVS SB-5000
Ja, ich weiß, auch Arendal hat tolle Subwoofer und diese sollen Marken wie SVS in nichts nachstehen. Zumindest kann ich von meinem Arendal 1961 1V behaupten, dass er hart zupacken kann. Aber darum soll es gar nicht gehen. Auch nicht, dass man die Arendals locker Full-Band befeuern kann. Ja, sie spielen locker bis in die untersten Frequenzen, aber ich bin halt auch ein Fan von Subwoofern im Setup, da ich finde, dass dadurch die Lautsprecher luftiger spielen.


Crossover wieder bei 80 Hz und den SVS SB-5000 ein wenig anders eingepegelt, ging es ans Hören. Und ja, Mann! Wer mir erzählt, Full-Band ist das Wahre, hat noch keine aktuellen Metal-Produktionen mit Subwoofer-Gewalt gehört. Das bringt mega Freude und schindet Eindruck beim Besuch, der immer kritisch um die Ecke geschlichen kommt und beäugt, was hier schon wieder für abgefahrener Kram steht.
Die Arendal 1723 Tower verführen noch mehr als die Amphion Argon3S dazu, die Kiste laut zu machen, und so haben wir hier auch 100-dB-Phasen aus Spaß gehabt. Muss ich erwähnen, dass der SVS SB-5000 auch hier nur gegrinst hat und unseren Raum in Angst und Schrecken versetzt? Zum Glück hatte ich schon mal eine Vibrations-Runde durch meinen Raum gemacht und Vibrationen bei verschiedenen Frequenzen abgestellt. Dennoch habe ich gemerkt, dass wir hier wieder auf einer neuen Ebene angekommen sind und ich so wieder lästige Vibrationsquellen im Raum suchen müsste.
Der SVS SB-5000 fügt sich auch mit den Arendal 1723 Towern wunderbar in ein homogenes Klangbild zusammen.
Heimkino × SVS SB-5000
Während ich vorher von Musik gesprochen habe, wechsle ich natürlich noch in den Heimkino-Modus. Hier natürlich wieder am AVR eingemessen durfte der SVS SB-5000 seine Stärken ebenfalls bei Filmen zeigen. Sei es klassisch schön von der Disc oder eben im Stream.
Ich sprach ja schon vorher davon, dass der SVS SB-5000 vielleicht ein kleines bisschen überdimensioniert für meinen Hörraum ist. Ich glaube aber fest daran, dass das etwas Gutes ist, denn so kann der Subwoofer ordentlich den Raum anregen, obwohl er geschlossen gebaut ist. Ich empfinde nicht, dass er „untenrum“ zu wenig Substanz hier im Raum entwickelt und ich eine ported Version benötigen würde.
Eventuell spielt ein SVS PB-5000 (ported) noch ein klein wenig tiefer und hat noch mehr Druck, ich denke aber, das könnte dann wirklich ein wenig übers Ziel hinaus sein.
So kann ich sagen, dass der SVS SB-5000 natürlich ebenfalls im Heimkino abliefert. Ich habe mal wieder etliche Filme durch den Player durchgezogen. Immer hat mir der Subwoofer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Denn ja: Auch der geschlossene SVS SB-5000 entwickelt ordentlich Druck und geht ins Sofa, um noch mal klarzumachen, dass er auch wirklich da ist.
Ready Player One
Die Seite heißt nicht ohne Grund HiFiGeek, denn ich denke, ich erfülle alles, was einen Nerd/Geek ausmacht. Demnach ist Ready Player One natürlich genau mein Metier. Ich finde den Film sehr geil, auch wenn ich weiß, dass das Buch noch eine Ecke besser ist.
Die Umsetzung des Films hat uns aber einige referenzträchtige Szenen im Heimkino beschert und so landet die Scheibe regelmäßig im Player, um die Grenzen der Testprobanden auszuloten.
Natürlich geht es unter anderem um das Autorennen zu Beginn: Sportmotoren, ein T‑Rex und viele Effekte, Unfälle und Räumlichkeit. Alles, was es braucht, um den Subwoofer seine Muskeln spielen zu lassen.

Und natürlich: Ich habe es nicht anders gehofft, mich aber innerlich wie ein Kind gefreut – er liefert ab. Mit ein wenig Bass-Anhebung im AV-Receiver (ja, die Dinger sind immer ein wenig konservativ) kommt der doch recht „kleine“ Subwoofer ordentlich in Wallung und schiebt eine Basswelle nach der anderen in den Hörraum.
Und das Beste ist: Er tut dies mit Leichtigkeit.
Dune

Ich steh ja auf die Bücher von Frank Herbert und was Denis Villeneuve da mit Dune abgeliefert hat, ist einfach unbeschreiblich gut. Mich hatte nie die alte Verfilmung gecatcht, aber die neue umso mehr. Wer Dune z. B. im IMAX gesehen hat, weiß, was der Film für ein audio-visuelles Erlebnis ist. Und ebenfalls, wie das Kino zum Beben gebracht wird.
Genau das habe ich gesucht. Mein offener Arendal 1961 Subwoofer 1V bekommt das sehr gut hin, die Energie in die Sitzmöbel zu drücken. Beim SVS SB-5000 sprechen wir aber von einem geschlossenen Subwoofer und wer dieses Gefühl und Erlebnis nicht missen möchte, dem kann ich attestieren: Das klappt in meinem Hörraum ebenfalls mit dem SVS SB-5000.
Vorteil ist beim überdimensionierten Subwoofer definitiv, dass er in seiner geschlossenen Bauform doch recht kompakt ist, aber mit dem Extra an Leistung dieselbe benötigte Energie in den Raum bringt, wie es ein offener machen würde. Vielleicht büßt ihr ein wenig an Tiefgang ein (2–3 Hz), aber selbst dies relativiert sich je nach Raum und Leistung des Subwoofers.
Upgrades
Ich lese überall, dass die SVS SoundPath Füße noch einmal einen Unterschied machen, durch die bessere Entkoppelung vom Boden. Ich hatte jetzt bei meinem Testexemplar keine SoundPath-Isolationsfüße, konnte aber auch nicht behaupten, dass ich sie vermisst habe. Dennoch könnte es ein guter Ansatz sein, im Handel vielleicht die Füße zum Kauf des Subwoofers zu erhandeln. Interesse, das A/B zu vergleichen, hätte ich, aber war mir jetzt leider nicht möglich.
Weiterhin kann man sich noch den SoundPath Wireless Audio Adapter holen, wenn man kein Subwoofer-Kabel legen will, kann oder ihn einfach an einer für Kabel ungünstigen Stelle platzieren möchte. Strom bekommt das Modul über den USB-Port am SVS SB-5000, sodass nur der Subwoofer selber ein Stromkabel benötigt. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen mit seiner Raumgestaltung.
Für wen der SVS SB-5000 wirklich Sinn ergibt
Mit seinem 15-Zoll-Treiber und 2.000 Watt RMS ist der SVS SB-5000 alles andere als ein Spielzeug, aber er ist auch kein reines „Dedicated-Cinema-Monster“ wie manch portete Konkurrenz. In mittleren Räumen bis grob 20–30 m² geschlossener Fläche fühlt er sich extrem wohl, weil er genug Reserven hat, um auch bei gehobenen Pegeln gelassen zu bleiben, ohne den Raum akustisch zu erschlagen.
In sehr großen oder offenen Wohn-/Ess-Bereichen kann er immer noch kräftig zupacken, aber hier würde ich je nach Hörabstand und Pegelwunsch eher über ein Dual-Setup oder die portierte PB-5000-Variante nachdenken. Für klassische Musik-/Film-Mischbetriebe, wo sowohl Präzision als auch Spaß wichtig sind, ist der SB-5000 die logischere Wahl: Er klingt kontrolliert und schnell genug für anspruchsvolle Musik, liefert im Heimkino aber trotzdem den „Sofa-muss-leben“-Moment, ohne künstlich aufgebläht zu wirken.
Einordnung: Wo steht der SB-5000 im Markt?
Innerhalb der eigenen Familie positioniert sich der SVS SB-5000 klar als kompakter Performance-Block: Er bietet fast den gleichen Tiefgang wie der größere SVS PB-5000, verpackt das Ganze aber in ein geschlossenes, wohnraumfreundlicheres Gehäuse und fokussiert sich stärker auf Präzision und Kontrolle. Wer maximalen Tiefbass-Pegel für riesige Heimkinos sucht, landet beim SVS PB-5000 – wer Musik und Film auf hohem Niveau kombinieren will, ist beim SVS SB-5000 besser aufgehoben.
Gegenüber anderen 15-Zoll-Subwoofern in dieser Leistungsklasse punktet der SB-5000 vor allem mit seinem sehr leistungsfähigen DSP, der App-Steuerung und der insgesamt durchdachten Nutzerführung. Viele Konkurrenzmodelle liefern zwar ähnlich viel Hubraum, bieten aber weniger komfortable Feinanpassungen oder nur rudimentäre EQ-Funktionen. Gerade wenn man den Subwoofer sauber in ein Stereo-Setup oder ein anspruchsvolles Wohnzimmerkino integrieren möchte, wird diese Flexibilität schnell zum echten Argument.
Auto-EQ & Zukunftsfähigkeit
Spannend an der 5000 R|Evolution-Serie ist, dass SVS hinter den Kulissen bereits an einem automatischen Einmesssystem arbeitet, das direkt in die App integriert werden soll. Damit würden Nutzer, die kein REW oder MiniDSP verwenden wollen, trotzdem von einer halbwegs geführten Einmessung profitieren und den Sub schneller an ihren Raum anpassen können.
Zum Zeitpunkt dieses Reviews war das Feature zwar noch nicht verfügbar, der leistungsfähige DSP und die vorhandene App-Infrastruktur machen aber deutlich, dass der SB-5000 hier noch Luft nach oben hat. Wer jetzt kauft, bekommt also nicht nur einen sehr starken Subwoofer im Ist-Zustand, sondern auch eine Plattform, die per Firmware-Update noch zulegen kann.
Preis/Leistung
Das ist das Einzige, was mir wirklich die Tränen in die Augen treibt. Ich habe noch nicht herausfinden können, warum das so ist, aber die SVS Subwoofer sind in Deutschland/Europa eine ganze Ecke teurer als in den Staaten.
Für den SVS SB-5000 bedeutet das, dass er mit einer UVP von 1.999 $ gelistet ist und am Black Friday sogar für 1.699 $ über die Ladentheke gewandert ist. Dies sind realistisch knapp 1.500 €, was diesen Subwoofer zu einem absoluten No-Brainer machen würde.
Bedenken wir, was wir bekommen: 15-Zoll-Treiber, welcher mit 2.000 Watt RMS befeuert wird und sagenumwobene 5.000+ Watt Peak schafft. Eine durchdachte Software zur Steuerung und Einstellung mit hoffentlich baldigem automatischem Einmesssystem.
In der Realität ist der Subwoofer aber mit 2.799 € bei uns gelistet. Ich will hier nicht mutmaßen, warum das so ist, ob SVS dem deutschen Vertrieb einfach keinen Spielraum gibt, Händlermargen großzügiger reserviert werden oder whatever.
Hier tun sich dann doch einige Alternativen auf und trotz der wirklich geilen Leistung des SVS SB-5000 drängt es einen, nach rechts und links zu gucken. Denn andere Mütter haben bekanntlich auch schöne Töchter.
Einordnung auf dem hiesigen Markt
Natürlich wird immer geguckt, dass Preisunterschiede auf den verschiedenen Märkten nicht so super sichtbar sind. Und ich bin mir ganz darüber im Klaren, dass diese Kritik ein wenig weh tut. Aber gerade weil es Alternativen gibt, möchte ich hier ein wenig darauf aufmerksam machen.
Arendal 1723 Subwoofer 2S
Arendal ist in Europa eine sichtbare und hoch qualitative Alternative zu SVS. Die Norweger haben einige Subwoofer im Portfolio. Pauschal würde ich sagen, kann man schon gut den 1723 Subwoofer 2S hier als Vergleich nehmen. Mit 2.500 € wäre er wahrscheinlich ähnlich teuer, mit Händlerrabatt.
Hier spielt auf dem Papier David gegen Goliath: 2.000 W vs. 1.200 W / Peak > 5.000 W vs. 2.800 W.
Aber so einfach wird das Ganze nicht, denn der Arendal kommt mit 2 × 13,8″-Long-Throw-Force-Cancel-Treibern und liefert so eine satte Membranfläche von knapp 18″. Die gegenläufigen Treiber bewirken aber im Gegensatz zum Einzeltreiber-Ansatz, dass das Gehäuse um ein Vielfaches ruhiger ist und somit rock-solid steht.
Proficient FTEQ-12
Als Geheimtipp hätte ich da noch den Proficient FTEQ-12. Er spielt sicherlich in einer höheren Klasse als der SVS SB-5000, aber durch Angebote zwischenzeitlich (Black Friday) ist er dann für 1.749 € verfügbar und dann ein echtes Brett. Wir hatten den Proficient FTEQ-12 schon hier im Test.
Ähnlich wie der Arendal Subwoofer 2S haben wir hier wieder ein Force-Cancel-System und leistungsmäßig wäre er mit 2 × 1.000 W sehr ebenbürtig. Schiebt aber doch noch ein wenig mehr durch das Mehr an bewegter Luft.
Er bietet ein ähnliches Feature-Paket wie der SVS SB-5000 mit DSP, App und Auto-EQ, ist aber generell dann schon ein satter Reference-Subwoofer. Also wenn euch die Kiste wieder für 1.749 € über den Weg läuft: nicht lange überlegen.
Monitor Audio Anthra W12
12″ sealed Subwoofer Anthra W12 von Monitor Audio, spielt preislich beim SVS SB-5000, ist aber dann die optisch ansprechendere, wohnraumfreundlichere Alternative. Mit rund 900–1.000 W Class D, leistungsfähigem DSP mit umfangreichem PEQ und App/Einbindung. Wahrscheinlich ein wenig „audiophiler“, hält er aber nicht ganz so viel Leistung bereit.
Martin Logan Dynamo X‑Serie (z. B. 1100X)
Wer sich wenig mit dem klangtechnischen und Einrichten beschäftigen will, dem sei vielleicht noch Martin Logan Dynamo 1100X ans Herz gelegt. Denn dieser kommt mit Anthem Room Correction (ARC) um die Ecke und bietet somit meisterliche Einmessung im Trade-off zu ein wenig weniger Rohleistung. Für die perfekte Integration ins eigene Setup kann man aber schon auf ein wenig Druck verzichten, wenn es eben „einfach“ geil klingt.
Fazit
Ist man sehr Price/Value-fokussiert und interessiert – was ich leider irgendwie immer bin – und das Maximum aus jedem Euro herausholen möchte, wird man keine super einfache Wahl haben. Mit den US-Preisen wäre ich hier sofort bei einem absoluten Kauftipp, denn der SVS SB-5000 ist ein hammermäßiger Subwoofer!
Das Feature-Set mit der kombinierten Leistung und Kompaktheit ist einfach genial. Die Software arbeitet zuverlässig und der Subwoofer spielt einfach alles souverän, was man ihm vorwirft. Ich behaupte, so bis 35 m² sollte man keine Probleme haben, ihn als Ported-Ersatz einzusetzen. Darüber hinaus oder bei komplexen Raumaufteilungen muss man das einfach ausprobieren. Ich denke aber, da der Subwoofer ja mehr oder minder über den Fachhandel bezogen werden kann, kann man auch eine kleine Testung in den eigenen vier Wänden organisieren.
Generell kann man aber sagen: Stimmen die Einstellungsmöglichkeiten und Dimensionierung, kann man den Subwoofer in jeden Raum integrieren. Eine automatische Einmessung würde hier die Einstiegshürde natürlich noch einmal deutlich niedriger setzen. Hier natürlich noch mit einem Augenzwinkern in Richtung SVS, die uns bisher diese Funktion noch schuldig geblieben sind. Aber wenn sie dann kommt, ist der SVS SB-5000 ein Traum von einem Subwoofer.

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