WiiM Bar Ansicht auf das runde Frontdisplay
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WiiM Bar: Erste Soundbar von WiiM kommt mit Dolby Atmos, Touch-Display und Multiroom

WiiM baut seit Jah­ren kon­se­quent ein Strea­ming-Öko­sys­tem auf — vom WiiM Pro Plus und WiiM Ultra, die wir bei­de bereits getes­tet haben, über den WiiM Amp bis hin zum WiiM Sound Spea­k­er. Auf der High End Vien­na 2026 haben sie jetzt das logisch nächs­te Kapi­tel auf­ge­schla­gen: die WiiM Bar, ihre ers­te Sound­bar. 499 Euro, Dol­by Atmos, ech­te Upf­iring-Trei­ber, Roon-Sup­port und die­ses run­de Dis­play, das man schon vom WiiM Sound kennt. Das ist ein Ding. kennt. Das ist ein Ding.

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Was WiiM damit vorhat

Die WiiM Bar soll kei­ne rei­ne TV-Kis­te sein. WiiM posi­tio­niert das Teil expli­zit als Kom­bi­na­ti­on aus Heim­ki­no-Zen­tra­le und Musik-Strea­ming-Hub — ein All-in-one-Gerät fürs Wohn­zim­mer, das weder einen AVR noch einen sepa­ra­ten Strea­mer braucht. Wer schon WiiM-Gear hat, kann die Bar naht­los ins bestehen­de Mul­ti­room-Set­up inte­grie­ren. Wer neu ein­steigt, bekommt einen voll­stän­di­gen Ein­stiegs­punkt in das WiiM-Öko­sys­tem mit optio­na­ler Erwei­te­rung Rich­tung Surround.

Das deckt sich mit dem, was WiiM-CEO Dr. Lifeng Zhao auf der Mes­se kom­mu­ni­ziert hat: kein Lega­cy-AVR, kein Kabel­sa­lat, ein leis­tungs­star­kes Gerät für den, der es sim­pel mag ohne auf Sound zu verzichten.

Technik und Hardware

Innen steckt ein 8‑Trei­ber-Array mit vier pas­si­ven Radia­to­ren. Kon­kret: drei 110×52mm Mit­tel­tö­ner und drei 52×52mm Hoch­tö­ner fürs Front­pan­ora­ma, dazu zwei 52×52mm Full­ran­ge-Trei­ber die nach oben abstrah­len. Die vier pas­si­ven Radia­to­ren sit­zen je zwei vor­ne und hin­ten — das deu­tet dar­auf hin, dass WiiM hier ernst­haft ver­sucht hat, Bass­vo­lu­men aus dem fla­chen Gehäu­se raus­zu­ho­len. Sys­tem­leis­tung laut Her­stel­ler: 135 Watt.

Über HDMI eARC wer­den LPCM, Dol­by Atmos, Dol­by TrueHD, Dol­by Digi­tal Plus, DTS und DTS:X durch­ge­reicht. Kein HDMI-Pass­th­rough — das ist eine Ein­schrän­kung, die je nach TV-Set­up ner­vig sein kann, wenn alle HDMI-Ports belegt sind. WiiM begrün­det das mit “Sim­pli­ci­ty”, was die­sel­be Begrün­dung ist, die Sonos für den­sel­ben Kom­pro­miss am Beam nutzt. Ob man das akzep­tiert, hängt vom eige­nen Set­up ab.

An wei­te­ren Ein­gän­gen gibt es opti­schen Ein­gang, Ana­log-Line-In, USB Host für exter­ne Medi­en­spei­cher und Blue­tooth 5.4. Inter­es­sant: Die Bar kann nicht nur Blue­tooth emp­fan­gen, son­dern auch aus­ge­ben — zum Bei­spiel an Kopf­hö­rer. Netz­werk­sei­tig ist Wi-Fi 6E mit 2,4, 5 und 6 GHz dabei, plus Ether­net. Blue­tooth LE Audio soll per Firm­ware-Update nach­ge­reicht wer­den. Kein Air­Play 2 — wer dar­auf ange­wie­sen ist, muss das einkalkulieren.

Beim EQ lässt WiiM unge­wöhn­lich viel Spiel­raum für eine Sound­bar: 24 Pre­set-EQs, ein 10-Band-Gra­phic-EQ und ein 10-Band-Para­me­tric-EQ, der über die App zugäng­lich ist. Dazu kom­men vier Sound-Modi (Movie, Music, Voice Enhan­ce, Night Mode) sowie Room­Fit als auto­ma­ti­sche Raum­kor­rek­tur. Das ist ein Umfang, den man sonst eher bei deut­lich teu­re­ren Gerä­ten findet.

Strea­ming-sei­tig kennt man das schon von den ande­ren WiiM-Gerä­ten: Spo­ti­fy Con­nect, TIDAL Con­nect, Qobuz Con­nect, Ama­zon Music Cast, Goog­le Cast, DLNA/UPnP, Roon, LMS, Qplay 3.0 — über 20 Diens­te ins­ge­samt. Die Bar lässt sich außer­dem als Medi­en­ser­ver für ande­re DLNA-Gerä­te im Netz­werk nut­zen, wenn USB-Spei­cher ange­schlos­sen ist. Roon-Sup­port bei einer 499-Euro-Sound­bar bleibt kein Stan­dard — das ist ein ech­ter Vor­teil gegen­über Sonos.

Das Display und die Software-Features

Auf­fäl­ligs­tes Hard­ware-Merk­mal ist das run­de, 2,1‑Zoll-Farbdisplay mit Glas­ab­de­ckung auf der Front. WiiM hat das Port­ho­le-Dis­play bereits beim WiiM Sound ein­ge­führt, hier kommt es auf der Sound­bar wie­der. Es zeigt Album­co­ver, Track­in­for­ma­tio­nen, EQ-Ein­stel­lun­gen, Smart Pre­sets, Uhr­zeit und kann als indi­vi­dua­li­sier­ter Screen­sa­ver genutzt wer­den. Berüh­rungs­emp­find­lich ist es auch — Play­back-Steue­rung ohne App oder Fern­be­die­nung also möglich.

Ob das Dis­play im täg­li­chen Betrieb wirk­lich gebraucht wird oder eher als net­ter Bonus taugt, muss der Pra­xis­test zei­gen. Wer abends Net­flix schaut und das Ding direkt unterm Bild­schirm ste­hen hat, wird über das dau­er­haft leuch­ten­de Dis­play unter­schied­lich denken.

Zur Soft­ware gehö­ren außer­dem Room­Fit — WiiMs auto­ma­ti­sche Raum­kor­rek­tur — sowie ein KI-basier­ter Clear Voice Mode zur Sprach­an­he­bung und ein Night Mode für dyna­mik­re­du­zier­tes Spät­abend-Hören. Bei­des ist bei teu­re­ren Sonos-Gerä­ten bereits Stan­dard, hier kommt es zum 499-Euro-Ein­stiegs­preis mit.

Erweiterbarkeit

Die WiiM Bar ist als 3.0.2‑System der Aus­gangs­punkt. Wer mehr will, kann WiiM Sound oder Sound Lite als kabel­lo­se Rear-Spea­k­er ein­bin­den und den WiiM Sub Pro als Sub­woo­fer dazu neh­men — fer­tig ist ein kabel­lo­ses 5.1.2‑System. Das funk­tio­niert über die bestehen­de WiiM-Eco­sys­tem-Logik, ohne neue Hardware-Hubs.

Das klingt ver­lo­ckend, aber der Hin­weis muss sein: Wer das Gesamt­sys­tem aus­bau­en will, lan­det schnell jen­seits des Ein­stiegs­prei­ses. WiiM Sub Pro, zwei WiiM Sound als Sur­rounds — da addiert sich was. Deut­lich teu­rer als Sonos Arc Ultra plus Sub plus Sur­rounds wird es trotz­dem wahr­schein­lich nicht, aber der güns­ti­ge Ein­stiegs­preis täuscht über das Gesamt­in­vest­ment hin­weg, wenn man das 5.1.2‑Versprechen wirk­lich ein­lö­sen will.

Einordnung: Wo steht die WiiM Bar?

Der direk­te Ver­gleich ist der Sonos Beam (2. Gene­ra­ti­on) für eben­falls 449 Euro — in Deutsch­land dürf­ten die Prei­se ähn­lich lie­gen. Der Beam ist kom­pak­ter und hat einen eta­blier­ten Ruf, bringt aber kei­ne dedi­zier­ten Upf­iring-Trei­ber, kei­nen Roon-Sup­port und kein Touch-Dis­play. Auf dem Papier hat die WiiM Bar klar die bes­se­re Ausstattungsliste.

Inter­es­sant ist auch der Blick auf Ever­so­lo: Die zei­gen seit einer Wei­le sehr ernst­haft, was ambi­tio­nier­tes Strea­ming-Equip­ment leis­ten kann. Ihr DMP-A6 Gen 2 liegt mit 869 Euro eine Stu­fe über der WiiM Bar — und ist eine ande­re Kate­go­rie: Strea­ming-DAC-Vor­ver­stär­ker in einem, edle­res Gehäu­se, audio­phi­ler Anspruch. Wer bereit ist, etwas mehr aus­zu­ge­ben und kei­nen Bock auf Sound­bar-Kom­pro­mis­se hat, soll­te den Ever­so­lo ernst­haft in Betracht ziehen.

Sonos Arc Ultra (999 Euro) ist in einer ande­ren Liga, bie­tet aber auch deut­lich mehr Bass­vo­lu­men und ein aus­ge­feil­te­res Atmos-Pro­ces­sing. Die WiiM Bar spielt im Seg­ment dar­un­ter, direkt gegen Beam Gen 2, Bose Smart Sound­bar 300 und JBL Bar 500.

Preis und Verfügbarkeit

Die WiiM Bar kos­tet 499 Euro in Deutsch­land und ist in Schwarz und Weiß erhält­lich. Vor­be­stel­lun­gen sind bereits mög­lich, die Aus­lie­fe­rung soll ab August 2026 star­ten. In den USA liegt der Preis bei 479 Dollar.

Erstes Fazit: Abwarten, aber mit Interesse

WiiM hat bei Strea­mern und Amps gezeigt, dass sie soli­de Hard­ware zu fai­rem Preis lie­fern und die Soft­ware-Erfah­rung ernst­neh­men — das unter­schei­det sie von vie­len Mit­be­wer­bern, die gute Hard­ware mit mäßi­ger App paa­ren. Ob sie das auch im deut­lich kom­ple­xe­ren Sound­bar-Seg­ment hin­be­kom­men — mit allem, was an Atmos-Pro­ces­sing, Bass­inte­gra­ti­on und HDMI-Sta­bi­li­tät dazu­ge­hört — ist die eigent­li­che Frage.

Die Specs stim­men. Die Preis­po­si­tio­nie­rung stimmt. Dass WiiM das Teil auf der High End Vien­na vor­ge­stellt hat, zeigt zumin­dest, dass sie es als erns­tes Pro­dukt und nicht als schnel­len Life­style-Move ver­ste­hen. Ein Test­ge­rät ist ange­fragt. Sobald die Bar hier ist, berich­ten wir.

Wer eher einen rei­nen Strea­ming-Amp mit audio­phi­lem Anspruch sucht, fin­det in unse­rem Test des WiiM Amp Pro eine gute Grund­la­ge — oder schaut sich unse­re Bespre­chung des Ever­so­lo DMP-A8 an für die audio­phi­le Streaming-Richtung.

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