Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Mein Fahrplan

Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Mein Fahrplan, und ich nehme meinen Sohn mit

Sum­mer Bree­ze 2026 Lin­e­up kom­plett: Die­ses Jahr betritt mein Sohn zum ers­ten Mal mit mir das Flug­feld in Din­kels­bühl – Gehör­schutz an, eige­ne Kut­te an, und wenn’s nach ihm geht, live vor­ne bei Hea­vy­sau­rus. Für mich per­sön­lich also ein ganz ande­res Bree­ze als alle zwölf davor.

Aber der Rei­he nach: Vor ein paar Mona­ten stand das Line-up fürs Sum­mer Bree­ze 2026 schon – Head­li­ner, die gro­ßen Namen, mein Blick auf die High­lights. Seit­dem hat sich eini­ges getan: Eine fina­le Wel­le von 30 Bands im April hat das Pro­gramm offi­zi­ell kom­plett gemacht, die Run­ning Order steht, und bei mir per­sön­lich hat sich noch eine Klei­nig­keit geän­dert, die die­sen Som­mer anders macht als alle vorherigen.

Summer Breeze 2026 Lineup komplett: Die letzte Welle

Ehr­lich gesagt ken­ne ich die wenigs­ten aus die­ser letz­ten Nach­mel­dung. Und das ist auch okay so – genau in die­ser Wel­le ste­cken oft die Gen­re-Aus­rei­ßer abseits der gro­ßen, bekann­ten Namen: Indus­tri­al (Aes­the­tic Per­fec­tion, Motor­je­sus, Heaven.exe), Oi-Punk (Ran­da­le) und Folk (Per­cha), quer durch alle Ecken der Szene.

Eine Aus­nah­me ken­ne ich aber sehr gut: Ran­da­le. Die Band läuft bei uns zuhau­se regel­mä­ßig, weil sie genau die Musik für mei­nen Sohn macht – Punk­rock der auch für die Kleins­ten funk­tio­niert, ohne dabei albern oder auf­ge­setzt zu klin­gen. Fin­de ich als Kon­zept groß­ar­tig, und auch musi­ka­lisch macht mir das Spaß. Dass sowas auf dem Bree­ze läuft, zeigt noch­mal wie breit das Boo­king mitt­ler­wei­le gefä­chert ist – von Death­co­re bis Kin­der­punk ist alles dabei.

Die kom­plet­te letz­te Wel­le: Hack­ney­ed, Motor­je­sus, Aes­the­tic Per­fec­tion, Kater­fahrt, Waves Like Walls, Dethro­ned, Back­st­ab­bed, Ran­da­le, Phan­tom Cor­po­ra­ti­on, Thor­me­sis, Hære­sis, Per­cha, Lost In Hol­ly­wood, Sun Eater, Minus Youth, I Am Your God, Ser­pents, Ava­lan­che Effect, Hopsy­di­an, Kill­signl, Die Habe­nicht­se, Black­toot­hed, Plu­me, Heaven.exe, Vul­va­ri­ne, Ghet­to Jus­ti­ce, War­field, Born Han­ged, Rod­scha aus Kam­bo­dscha und Tom Pal­me, Chmoneks.

Was sich seit 2013 verändert hat

Wer seit über zehn Jah­ren zum sel­ben Fes­ti­val fährt, sieht die Ent­wick­lung in Zeit­lu­pe. Das Gelän­de hat sich spür­bar gewan­delt: Frü­her gab’s zwei sepa­ra­te Büh­nen für die Head­li­ner, dar­aus wur­de eine gro­ße Büh­ne mit Dreh­me­cha­nis­mus, und heu­te ist es eine ein­zel­ne, fes­te Mains­ta­ge ohne Dre­hung. Die alte Zelt-T-Stage ist einer mit­tel­gro­ßen, fes­ten Stage gewi­chen, die Camels­ta­ge heißt heu­te Wera Tool Stage. Nach dem Regen­jahr (2022, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re) wur­den die Auf­gän­ge zur Mains­ta­ge deut­lich bes­ser befes­tigt – kein Ver­gnü­gen mehr, sich da im Schlamm hochzukämpfen.

Ein ech­ter Ver­lust: Die Part­ner­schaft mit Bem­bel with Care, die es bis 2019 gab. Ver­mis­sen wir bis heu­te schmerz­haft. Dafür gibt’s inzwi­schen die Bezahl­funk­ti­on direkt am Arm­band-Chip – auf dem kom­plet­ten Gelän­de bar­geld­los zah­len, end­lich angekommen.

Und dann sind da die Gra­ben­schlam­pen. Wer den Namen noch nie gehört hat: Das ist die Secu­ri­ty-Trup­pe des Fes­ti­vals, und mit Abstand die bes­te, die ich auf irgend­ei­nem Fes­ti­val erlebt habe. Nah­bar, bestimmt, ohne den typi­schen Boar­ding-Gate-Ton ande­rer Veranstaltungen.

Unterm Strich: Es ist über die Jah­re ins­ge­samt bes­ser gewor­den. Nur bei Bem­bel tut’s wirk­lich weh.

Camping: Von Black nach Blue, und die Rotten Bembels

Über Jah­re waren wir auf dem Black-Cam­ping­platz unter­wegs – nie Laut­stär­ke­pro­ble­me, nie Stress, das Epi­zen­trum des Fes­ti­vals qua­si. Groß­grup­pen, Nähe zur Zelt­platzs­ta­ge, immer laut, immer Leben. Aber auch: schwer, dort über­haupt einen Platz zu bekom­men, und wir sind zwei Jah­re hin­ter­ein­an­der trotz frü­her Anrei­se ganz hin­ten gelandet.

Mitt­ler­wei­le sind wir auf Blue – reser­viert, weil ein Teil unse­rer Grup­pe ein­fach mehr Ruhe woll­te. Nicht, dass wir selbst laut wären, aber ande­ren war das herz­lich egal. Blue ist qua­si das alte Green­cam­ping, nur eben reser­viert – vom Weg her etwas wei­ter als Black, aber gefühlt kür­zer als das “ganz hin­ten” auf Black, wo wir mal gelan­det sind. Reser­viert heißt vor allem: weni­ger Stress bei der Anrei­se. Und die ist bei uns kein Klein­kram – unse­re Crew kommt aus Ham­burg, Sit­ten­sen, Essen, Kett­wig, Darm­stadt, Grün­berg und Unna. Mitt­ler­wei­le haben wir drei Flä­chen auf Blue. Es nimmt lang­sam Aus­ma­ße an.

Ange­reist wird tra­di­tio­nell Diens­tag­mit­tag. Man­che aus der Grup­pe cam­pen schon ab Sams­tag am See in Din­kels­bühl vor – auch schön, mal schau­en ob ich das die­ses Jahr selbst schaffe.

Ritua­le gibt’s eini­ge, kein Wun­der bei einer Grup­pe die sich Rot­ten Bem­bels nennt: An ers­ter Stel­le natür­lich der Bem­bel selbst – der ist schließ­lich nicht umsonst Namens­ge­ber der Trup­pe. Dazu gehört das Lynch­burg-Trin­ken, genau­so wie das Hel­den­früh­stück – hei­ßer Chai Lat­te mit Bour­bon. Genau die Art Tra­di­ti­on, die sich über Jah­re ein­schleift und irgend­wann so selbst­ver­ständ­lich wird wie das Zelt selbst.

Ein paar Newcomer, die ich mir selbst notiert habe

Bei über 130 Bands ver­liert man zwangs­läu­fig ein paar aus den Augen, gera­de wenn’s New­co­mer sind, die man vor­her noch nicht auf dem Schirm hat­te. Beim Durch­fors­ten des Gesamt-Line-ups sind mir ein paar Namen auf­ge­fal­len, die ich mir selbst auf die Lis­te geschrie­ben habe – nicht weil ich sie schon ken­ne, son­dern weil das, was man über sie liest, ein­fach inter­es­sant klingt:

Black­braid – atmo­sphä­ri­scher Black Metal aus den USA mit Nati­ve-Ame­ri­can-Ein­fluss, seit ein paar Jah­ren einer der meist­dis­ku­tier­ten New­co­mer der Sze­ne. Genau die Art Act, die auf dem Bree­ze gut auf­ge­ho­ben ist.

Gro­za – eben­falls atmo­sphä­ri­scher Black Metal, taucht in ein­schlä­gi­gen Play­lists und Foren mitt­ler­wei­le stän­dig auf. Werd ich mir defi­ni­tiv mal anhö­ren, bevor’s losgeht.

Speed – aus­tra­li­sche Hard­core-Band, die mit ihrem Debüt ordent­lich Wir­bel gemacht hat. Live soll das straight und kom­pro­miss­los sein.

San­gu­i­su­ga­bogg – Bru­tal Death Metal mit Kult-Sta­tus, bekannt für chao­ti­sche, sehr inten­si­ve Live-Shows.

Cast­le Rat – Doom/Stoner mit viel Auf­merk­sam­keit auch außer­halb der klas­si­schen Metal-Bubble, optisch und musi­ka­lisch ein ech­ter Kon­trast­punkt im Line-up.

Wer selbst noch nach einem Geheim­tipp fürs eige­ne Pro­gramm sucht: ein­fach mal rein­hö­ren und auf die eige­ne Lis­te set­zen. Genau bei sol­chen New­co­mern hat man am Ende oft die Über­ra­schung des Wochen­en­des, die man vor­her gar nicht kom­men sah.

Mein Sohn und sein erstes Breeze

Die­ses Jahr wird’s noch­mal ein Stück per­sön­li­cher: Ich neh­me mei­nen Sohn zum ers­ten Mal mit aufs Sum­mer Bree­ze. Er wird das gan­ze Jahr über mit dem Fes­ti­val kon­fron­tiert – Freun­de die mit­fah­ren, die Kut­ten und Shirts die über­all rum­lie­gen, die Pla­nung und Vor­freu­de die bei uns qua­si nie auf­hört. Für ihn ist das Bree­ze also längst kein abs­trak­tes Ding mehr, son­dern etwas das ein­fach dazugehört.

Auf dem Zet­tel für ihn: Ale­s­torm, In Fla­mes, The But­cher Sis­ters – und ganz oben, wenig über­ra­schend: Hea­vy­sau­rus. Ver­sen­gold wür­de ihn sicher auch abho­len, aber um 23:25 Uhr dürf­te der eher raus aus sei­nem Zeit­fens­ter fal­len. Ehr­lich gesagt wird’s bei ihm sowie­so weni­ger um die Kon­zer­te selbst gehen als ums Erleb­nis drum­her­um – dabei sein, Ein­drü­cke sam­meln, an der Shop­ping­mei­le die fri­sche Kut­te pim­pen. Genau das, was ein ers­tes Fes­ti­val eigent­lich aus­ma­chen sollte.

Prak­tisch gelöst haben wir das über unse­ren VW T5.2 Cali­for­nia: Er kann jeder­zeit in den Bus zurück, oben oder unten schla­fen, ganz egal – und sei­ne Schub­la­de fürs eige­ne Spiel­zeug wird er sich ver­mut­lich selbst ein­rich­ten. Trotz­dem rech­ne ich fest damit, dass er zwi­schen den Jungs der Crew rum­sprin­gen will, sobald die Musik läuft. Spe­zi­el­le Fami­ly-Zones gibt’s beim Bree­ze nicht, aber das braucht’s in unse­rem Fall wohl auch nicht – dafür, dass er die gan­ze Zeit auf dem Infield ver­bringt, ist er ohne­hin zu jung, und auf Blue ist unse­re Grup­pe ent­spannt genug, dass er genug Ruhe findet.

Grö­ße­re Sor­gen habe ich kei­ne: Er ist sta­bil, hat Bock, Gehör­schutz und eige­ne Kut­te sind vor­han­den. Und am Sams­tag ist ohne­hin Kin­der­tag auf dem Bree­ze – des­halb auch Hea­vy­sau­rus und Ran­da­le an dem Tag. Dann kom­men jede Men­ge Kin­der der “Ein­hei­mi­schen” aus Din­kels­bühl zu Besuch bei den Fes­ti­val-Cam­pern. Fin­de ich als Kon­zept rich­tig gut gemacht.

Mein eigener Fahrplan

Bei mir geht’s neben dem Wie­der­se­hen mit der Crew natür­lich auch ums Pro­gramm. Fest ein­ge­plant: Beton­tod, In Fla­mes, Ali­en Ant Farm (ja, wegen dem Jack­son-Cover aus der Jugend), Immi­nence, Fit For An Auto­psy, The But­cher Sis­ters, Mit­tel Alta, Arch Ene­my, Ale­s­torm, Orbit Cul­tu­re, Pal­e­face Swiss, Blood­red Hour­glass, Bry­mir, Der Weg Einer Frei­heit (im Anschluss an Arch Ene­my) und wahr­schein­lich Blood Com­mand. Thy Art Is Mur­der steht spät und noch nicht sicher fest, dazu als Optio­nen Mise­ry Index, Deaf­he­a­ven, Wol­ves In The Thro­ne Room (bei­de eben­falls spät), und Amor­phis falls die Trup­pe Rich­tung Eis­bre­cher zieht.

Und dann ist da noch der Mys­tery-Act am Don­ners­tag, 18:35 Uhr auf der T‑Stage. Ein paar mun­keln Lor­na Shore – die spie­len aber laut Line-up an dem Tag woan­ders. Trotz­dem, eine Stun­de Slot lässt Raum für was Grö­ße­res. Ich werd um die Zeit ohne­hin in der Nähe rumlungern.

Wer selbst pla­nen will: Die kom­plet­te Run­ning Order gibt’s online oder als PDF zum Down­load.

Ich habe mich außer­dem um eine Akkre­di­tie­rung bewor­ben und hof­fe, vom Fes­ti­val berich­ten zu kön­nen – klas­si­scher Nach­be­richt-Con­tent mit Fotos von den Kon­zer­ten, sofern das klappt.

Kurz zum Praktischen

Nicht ver­ges­sen: Das Fes­ti­val ist bereits seit dem 1. Dezem­ber 2025 aus­ver­kauft – so früh wie nie zuvor in der Geschich­te des Bree­ze. Tages­ti­ckets waren zumin­dest bis vor Kur­zem noch limi­tiert ver­füg­bar, wer also noch ohne dasteht: in der offi­zi­el­len Ticket­bör­se umschau­en lohnt sich.

Der Merch-Vor­ver­kauf läuft noch bis 31.07.2026. Ab 79 € gibt’s zwei Heck­schei­ben­auf­kle­ber oben­drauf, ab 99 € ein Trink­horn. Wer will, kann jetzt schon Gut­ha­ben auf den Fes­ti­val-Chip laden. Und die Shit’n’Shower-Flat (eigent­lich eher ein gede­ckel­ter Betrag als eine ech­te Flat­rate) kos­tet die­ses Jahr 17,50 €.

Fazit

Das Line-up ist jetzt wirk­lich final, die Pla­nung läuft, und die­ses Jahr ist es für mich mehr als nur ein wei­te­res Bree­ze – es ist das ers­te Mal mit mei­nem Sohn dabei. Was am Ende hän­gen bleibt, weiß man vor­her nie ganz genau. Aber genau das macht’s ja jedes Jahr wie­der aufs Neue spannend.

12.–15. August 2026 | Flug­platz Dinkelsbühl

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