Raummoden-Rechner

War­um klingt der Bass an einer Stel­le im Raum satt und einen Meter wei­ter fast unhör­bar? Die Ant­wort liegt fast immer bei Raum­mo­den — ste­hen­den Wel­len, die zwi­schen par­al­le­len Wän­den ent­ste­hen und je nach Hör­po­si­ti­on Bass­fre­quen­zen ver­stär­ken oder aus­lö­schen. Mit die­sem Rech­ner fin­dest du in Sekun­den her­aus, bei wel­chen Fre­quen­zen das in dei­nem Raum passiert.

Raummoden-Rechner

Trag die Innen­ma­ße dei­nes Hör­raums ein. Der Rech­ner zeigt dir, bei wel­chen Bass­fre­quen­zen soge­nann­te axia­le Raum­mo­den ent­ste­hen – ste­hen­de Wel­len zwi­schen zwei par­al­le­len Wän­den, die je nach Hör­po­si­ti­on Bäs­se deut­lich lau­ter (Über­hö­hung) oder lei­ser (Aus­lö­schung) klin­gen las­sen als der Ver­stär­ker eigent­lich lie­fert. Das erklärt oft, war­um ein Bass an einer Stel­le im Raum “dröhnt” und einen Meter wei­ter fast verschwindet. 

Berech­net nur axia­le Moden (die stärks­ten und hör­bars­ten). For­mel: f = n × 343 / (2 × L). Tan­gen­tia­le und schrä­ge Moden sowie rea­le Bau­teil-Nach­gie­big­keit wer­den nicht berück­sich­tigt – für eine belast­ba­re Ana­ly­se bleibt eine Mes­sung mit REW & Mikro­fon unverzichtbar. 

Was der Raummoden-Rechner berechnet

Der Rech­ner ermit­telt die axia­len Raum­mo­den für alle drei Raum­di­men­sio­nen — Län­ge, Brei­te und Höhe. Das sind die stärks­ten und am deut­lichs­ten hör­ba­ren Moden, weil der Schall nur zwi­schen zwei par­al­le­len Flä­chen hin- und her­läuft. Tan­gen­tia­le und schrä­ge Moden (an mehr als zwei Flä­chen betei­ligt) sind schwä­cher und wer­den hier bewusst nicht mit­ge­rech­net, um das Ergeb­nis über­sicht­lich zu halten.

Zusätz­lich mar­kiert der Rech­ner auto­ma­tisch zwei Auffälligkeiten:

  • Hot­spots: Lie­gen zwei Moden aus unter­schied­li­chen Dimen­sio­nen nah bei­ein­an­der, ver­stär­ken sie sich gegen­sei­tig — an genau die­sen Fre­quen­zen wird der Bass an bestimm­ten Posi­tio­nen unan­ge­nehm laut.
  • Lücken: Klafft zwi­schen zwei benach­bar­ten Moden eine grö­ße­re Lücke, ent­steht dort oft eine Sen­ke oder Aus­lö­schung — der Bass “fehlt” gefühlt, obwohl der Ver­stär­ker genug Leis­tung liefert.

Was mache ich mit dem Ergebnis?

Bei Hot­spots hilft es oft schon, Laut­spre­cher oder Sitz­po­si­ti­on etwas von Wän­den und Raum­ecken abzu­rü­cken, oder gezielt Bass­ab­sor­ber an den betrof­fe­nen Flä­chen zu plat­zie­ren. Bei Lücken bringt rei­ne Absorp­ti­on dage­gen wenig — eine Aus­lö­schung lässt sich nicht weg­dämp­fen, son­dern nur durch eine zwei­te, ver­setzt auf­ge­stell­te Schall­quel­le aus­glei­chen, zum Bei­spiel über einen zwei­ten Sub­woo­fer an ande­rer Posi­ti­on (Dual-Sub- bzw. DBA-Ansatz).

Der Rech­ner ersetzt kei­ne Mes­sung. Für eine belast­ba­re Ana­ly­se dei­nes tat­säch­li­chen Hör­raums — inklu­si­ve rea­ler Bau­teil-Nach­gie­big­keit, Möblie­rung und vor­han­de­ner Absorp­ti­on — bleibt eine Mes­sung mit Mikro­fon und einer Soft­ware wie REW unverzichtbar.

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