Fosi Audio V5 Frontansicht

Fosi V4 V5 Mono: Der Sprung in eine neue Liga

Wer die Fosi V3 Mono kennt – oder unse­ren eige­nen Test der Fosi V3 Mono gele­sen hat –, weiß, was für ein Preis­bre­cher das klei­ne Ding war – ein TPA3255-Class-D-Mono­block für unter 200 Euro, der rei­hen­wei­se eta­blier­te Mar­ken alt aus­se­hen ließ. Jetzt legt Fosi Audio mit Fosi V4 V5 Mono nach, und zwar nicht ein biss­chen, son­dern gleich zwei Klas­sen höher: Auf der HIGH END Vien­na 2026 wur­den die bei­den neu­en Mono­blö­cke erst­mals gezeigt – und ich hat­te bei­de auf der Mes­se in der Hand.

Was auf der Messe zu sehen war

Fosi war mit dem Mot­to “Wel­co­me to the Future of Fosi Audio” nach Wien gekom­men und hat dort unter ande­rem sein Pre­mi­um-Duo prä­sen­tiert. Am Stand mit dabei: Guy David Tun­eh, sei­nes Zei­chens Depu­ty Gene­ral Mana­ger Rese­arch & Design und Kopf der neu­en Rei­he “FOSI INGENUUS”. Tun­eh ist haupt­be­ruf­lich klas­si­scher Kon­tra­bas­sist – und genau die­se Ver­bin­dung aus Musi­ker-Ohr und Ent­wick­ler­blick soll die neue Serie prä­gen. Laut Berich­ten vom Stand hat die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Tun­eh und Fosi-Grün­der Ryan Huang bereits meh­re­re aus­ge­zeich­ne­te Pro­duk­te her­vor­ge­bracht, dar­un­ter der Fosi Audio V4 Mono, der Fosi Audio V5 Mono, den Fosi Audio S5 Pro und der Fosi Audio ZH4 – alle mit Red Dot Design Award prämiert.

Bei­de Monos waren in Wien noch als Pro­to­ty­pen zu sehen, aber die Rich­tung ist klar erkenn­bar: Fosi will weg vom Image des “fast auf den Markt gewor­fe­nen” Chi­na-Amps und hin zu Gerä­ten, die für Lang­le­big­keit gebaut sind – inklu­si­ve CNC-gefer­tig­ter Gehäu­se statt Blechbiegeware.

Fosi V4 V5 Mono: Die Technik im Detail – Hypex statt TPA3255

Der wich­tigs­te Unter­schied zum V3 Mono: Wäh­rend die V3 auf den bewähr­ten TI TPA3255-Chip mit Fosis eige­ner PFFB-Tech­no­lo­gie (Post-Fil­ter Feed­back) setzt – gut für 240 W an 4 Ω, 0,006 % THD, 101 dB SINAD und 123 dB SNR –, wan­dert die neue Gene­ra­ti­on auf wasch­ech­te Hypex-Class-D-Modu­le. Das ist ein deut­li­cher Sprung nach oben, denn Hypex-End­stu­fen tum­meln sich sonst eher in der 600–1.500-Euro-Liga (sie­he Kom­pak­tamps von Hypex selbst oder dar­auf basie­ren­de Gerä­te ande­rer Hersteller).

Wenn du unse­ren Fosi Audio V3-Mono-Test noch nicht kennst: Zur aus­führ­li­chen Fosi V3 Mono Review – dort fin­dest du unse­re eige­nen Hör­ein­drü­cke als Refe­renz­punkt, um den Sprung zu Hypex bes­ser einzuordnen.

Fosi V5 Mono: Anschlüsse im Eigenaugenschein

Ein Blick auf die Rück­sei­te des Fosi Audio V5 Mono, den ich mir auf der Mes­se genau­er ange­se­hen habe, zeigt schon eini­ges vom Anspruch der neu­en Serie:

  • Ein­gän­ge: Sowohl XLR (sym­me­trisch) als auch Cinch/RCA (unsym­me­trisch) sind vor­han­den – der Fosi Audio V5 Mono lässt sich also sowohl an hoch­wer­ti­ge sym­me­tri­sche Vor­stu­fen als auch an klas­si­sche Cinch-Quel­len anschließen.
  • RCA Sub Out: Ein eige­ner Sub­woo­fer-Aus­gang erlaubt, direkt einen akti­ven Sub anzu­schlie­ßen, ohne den Umweg über eine sepa­ra­te Fre­quenz­wei­che oder Vor­stu­fe mit Sub-Out gehen zu müs­sen – prak­tisch für alle, die den Fosi Audio V5 Mono an Stand­laut­spre­chern ohne Sub­woo­fer-Vor­stu­fe betrei­ben wollen.
  • Netz­teil: Der Fosi Audio V5 Mono kommt mit fest ver­bau­tem inter­nem Netz­teil, lässt sich aber offen­bar auch mit einem exter­nen, hoch­wer­ti­ge­ren Netz­teil betrei­ben, falls man spä­ter auf­rüs­ten möch­te – ein Kom­pro­miss, der sowohl Ein­stei­gern (Plug & Play) als auch Tuning-Fans entgegenkommt.
  • Trig­ger In/Out: Über 3,5‑mm-Klinkenbuchsen sind sowohl 12V-Trig­ger-In als auch ‑Out vor­han­den, damit sich meh­re­re Gerä­te in einer Ket­te auto­ma­ti­siert ein- und aus­schal­ten las­sen – ein Fea­ture, das bei der V3 Mono in der Com­mu­ni­ty expli­zit gewünscht wur­de und jetzt offen­bar umge­setzt ist.

Ins­ge­samt wirkt das Anschluss­kon­zept deut­lich durch­dach­ter und “erwach­se­ner” als bei der V3 Mono – kein Wun­der bei einer End­stu­fe, die sich preis­lich und tech­nisch klar in Rich­tung wasch­ech­ter Hypex-Amps bewegt.

Design-Familie: Fosi Audio V3, V4 und V5 Mono im direkten Vergleich

Auf einem wei­te­ren Foto vom Stand ste­hen alle drei Gene­ra­tio­nen neben­ein­an­der, und der Grö­ßen­sprung ist deut­lich sicht­bar: Die kom­pak­te V3 Mono im Vor­der­grund wirkt neben der spür­bar gewach­se­nen V4 Mono und der noch ein­mal grö­ße­ren V5 Mono fast schon win­zig. Design-mäßig bleibt die Fami­lie sich aber treu – alle drei tra­gen den cha­rak­te­ris­ti­schen Oran­ge-Akzent und ein beleuch­te­tes Logo auf der Front, bei V4 und V5 zusätz­lich mit einer schma­len, oran­ge hin­ter­leuch­te­ten Leis­te an der Front.

Beim genaue­ren Hin­se­hen auf die Rück­sei­te der V4 Mono im Bild sind zwei dün­ne, unter­schied­lich beschal­te­te Kabel zu erken­nen, die auf einen zusätz­li­chen sym­me­tri­schen XLR-Ein­gang neben dem Cinch-Ein­gang hin­deu­ten – ana­log zur V5 Mono. Ganz sicher bestä­ti­gen lässt sich das anhand des Fotos allein aber nicht, das müss­ten wir im fina­len Test noch verifizieren.

Die auf der Mes­se genann­ten Eckdaten:

  • Fosi Audio V4 Mono: ca. 250 Watt, der direk­te Nach­fol­ger der V3 Mono
  • Fosi Audio V5 Mono: ca. 550 Watt, die grö­ße­re, deut­lich poten­te­re Variante

Bei­de nut­zen laut den Infos vom Stand rei­ne Hypex-Class-D-Topo­lo­gie. Damit posi­tio­niert sich Fosi klar zwi­schen sei­nem eige­nen Ein­stei­ger­seg­ment und den eta­blier­ten Hypex-basier­ten Bou­tique-Amps – nur eben zu einem Bruch­teil des sonst übli­chen Prei­ses, falls sich die kol­por­tier­ten Haus­num­mern von rund 500 € (V4) und 1.000 € (V5) pro Mono­block bestä­ti­gen. Wich­tig dabei: Das sind bis­lang unbe­stä­tig­te, gro­be Richt­wer­te aus Gesprä­chen auf der Mes­se – kein offi­zi­el­les Pri­cing, und bei einem Pro­dukt, das noch im Pro­to­ty­pen­sta­tus ist, kann sich dar­an natur­ge­mäß noch eini­ges ändern.

Was das für Fosi Audio bedeutet

Die V3 Mono hat bereits gezeigt, dass Fosi in der Lage ist, mit cle­ve­rem Engi­nee­ring und schlan­kem Ver­trieb Class-D-Ver­stär­ker zu bau­en, die mess­tech­nisch mit deut­lich teu­re­ren Amps mit­hal­ten. Mit V4 und V5 Mono geht die Mar­ke jetzt den nächs­ten logi­schen Schritt: ech­te Hypex-Modu­le statt Con­su­mer-Chip, grö­ße­re Gehäu­se mit bes­se­rer Ver­ar­bei­tung, und offen­bar auch ein Blick auf Nach­hal­tig­keit und Lang­le­big­keit statt rei­ner “Fast Fashion”-Mentalität bei Elektronik.

Ob sich das am Ende auch klang­lich in der erwar­te­ten Liga nie­der­schlägt, muss ein Hör­test zei­gen, sobald Seri­en­mo­del­le ver­füg­bar sind. Aber allein tech­nisch ist der Sprung von TPA3255/PFFB zu wasch­ech­tem Hypex-Innen­le­ben eine Ansa­ge – und dass aus­ge­rech­net ein Kon­tra­bas­sist als Kopf der neu­en Serie fun­giert, passt gut zum Anspruch, hier nicht nur Watt­zah­len, son­dern auch Musi­ka­li­tät lie­fern zu wollen.

Wir blei­ben an dem The­ma dran und aktua­li­sie­ren, sobald es belast­ba­re Infos zu Seri­en­spe­zi­fi­ka­tio­nen, fina­lem Pri­cing und Ver­füg­bar­keit gibt.

Quel­len: Berich­te und Inter­views rund um den Fosi-Audio-Stand auf der HIGH END Vien­na 2026 (4.–7. Juni 2026), eige­ne Ein­drü­cke vor Ort sowie Her­stel­ler­an­ga­ben zur V3 Mono als tech­ni­scher Refe­renz­punkt. Alle Anga­ben zu V4 Mono und V5 Mono bezie­hen sich auf Pro­to­ty­pen und sind vorläufig.

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