Schiit Bifrost 3 Frontansicht

Schiit Bifrost 3: Neuer Mesh-DAC ersetzt True-Multibit-Vorgänger – und wird günstiger

Hi-Fi-Prei­se ken­nen eigent­lich nur eine Rich­tung – nach oben. Umso bemer­kens­wer­ter, dass der neue Schi­it Bif­rost 3 als Nach­fol­ger vor­ge­stellt wird, der 100 US-Dol­lar güns­ti­ger star­tet als das Vor­gän­ger­mo­dell. Das glei­che Gehäu­se, der glei­che Trans­for­ma­tor – aber tech­nisch bleibt vom Bif­rost 2 fast nichts erhalten.

Schiit Audio: kurz vorgestellt

Schi­it Audio ist ein US-ame­ri­ka­ni­scher Hi-Fi-Her­stel­ler aus Kali­for­ni­en, gegrün­det 2010 von Jason Stod­dard und Mike Moffat. Die Mar­ke ver­treibt DACs, Kopf­hö­rer­ver­stär­ker, Vor­ver­stär­ker und Laut­spre­che­rend­stu­fen aus­schließ­lich direkt ab Werk – ohne klas­si­schen Fach­han­del dazwi­schen – und fer­tigt in eige­nen Wer­ken in Kali­for­ni­en und Texas. Cha­rak­te­ris­tisch ist der modu­la­re Ansatz: Statt bei tech­ni­schem Fort­schritt ein kom­plett neu­es Gerät zu ver­kau­fen, bie­tet Schi­it bei vie­len Pro­duk­ten aus­tausch­ba­re Pla­ti­nen als Umbau­satz an, so auch beim Bifrost.

Was ist der Schiit Bifrost 3 überhaupt?

Bif­rost ist Schiits am längs­ten lau­fen­de DAC-Bau­rei­he und zugleich so etwas wie der Brü­cken­kopf der Mar­ke zwi­schen Ein­stiegs­klas­se und High-End: ober­halb der 99-Dol­lar-Model­le Modi und Mimir, unter­halb der Refe­renz­ge­rä­te Gung­nir und Ygg­dra­sil. Der Name ist Pro­gramm: Bif­rost ist in der nor­di­schen Mytho­lo­gie die bren­nen­de Regen­bo­gen­brü­cke, die die Welt der Men­schen mit der der Göt­ter ver­bin­det – pas­send zur Rol­le des Geräts als Brü­cke zwi­schen Ein­stei­ger- und High-End-Klas­se. Vor­ge­stellt wur­de der ers­te Bif­rost bereits 2011 – als sei­ner­zeit “erschwing­lichs­ter voll­stän­dig auf­rüst­ba­rer DAC der Welt”, mit aus­tausch­ba­ren USB- und Wand­ler­kar­ten statt Kom­plett-Neu­kauf. Die­ses Prin­zip hat sich bis heu­te gehal­ten: Wer einen Bif­rost kauft, kauft im Grun­de ein Gehäu­se mit Netz­teil, das über Jah­re mit neu­er Wand­ler- und Ein­gangs­tech­nik bestückt wer­den kann.

Der Bif­rost 2 – Vor­gän­ger des jetzt vor­ge­stell­ten Schi­it Bif­rost 3 – hat die­se Idee zum bis­lang größ­ten Erfolg der Bau­rei­he gemacht. Das Gerät sam­mel­te seit sei­nem Erschei­nen meh­re­re Aus­zeich­nun­gen ein, dar­un­ter den Gol­den Clef Award und einen Editor’s‑Choice-Award von The Abso­lu­te Sound, und gilt in der Com­mu­ni­ty bis heu­te als einer der meis­tre­spek­tier­ten DACs der Mit­tel­klas­se – oft als der Punkt beschrie­ben, an dem Ein­stei­ger den Sprung von Bud­get-DACs zu ech­tem High-End-Klang wahr­neh­men. Genau die­ser Ruf macht die Ankün­di­gung des Schi­it Bif­rost 3 bemer­kens­wert: Schi­it ersetzt hier kein schwä­cheln­des, son­dern ein außer­ge­wöhn­lich gut ange­nom­me­nes Produkt.

Vom Bifrost 2 zum Schiit Bifrost 3: Warum jetzt fast alles anders wird

Dass Schi­it einen der­art erfolg­rei­chen DAC nicht ein­fach in Ruhe lässt, hat einen kon­kre­ten tech­ni­schen Grund: Die True-Mul­ti­bit-Wand­lung des Bif­rost 2 basiert auf län­ger ver­füg­ba­ren DAC-Chips, deren Wei­ter­ent­wick­lung bran­chen­weit sta­gniert. Gleich­zei­tig hat Schi­it mit dem “Mesh”-Ansatz, erst­mals beim Mimir Ende 2025 ein­ge­setzt, eine Alter­na­ti­ve ent­wi­ckelt, die han­dels­üb­li­che, aktu­ell pro­du­zier­te Del­ta-Sig­ma-Chips nutzt, deren ein­ge­bau­ten Fil­ter aber kom­plett igno­riert und durch eige­ne, auf einem leis­tungs­fä­hi­gen DSP berech­ne­te Fil­ter­ma­the­ma­tik ersetzt. Für die Bif­rost-Platt­form bedeu­te­te das: Ent­we­der an einer aus­lau­fen­den Wand­ler­tech­nik fest­hal­ten – oder die Archi­tek­tur kom­plett neu auf­set­zen. Schi­it hat sich für Letz­te­res ent­schie­den, und zwar kon­se­quent: Gehäu­se und Trans­for­ma­tor sind iden­tisch geblie­ben, aber Wand­ler­kon­zept, USB-Ein­gang, Bedie­nung und Fern­steue­rung wur­den kom­plett neu entwickelt.

Von True Multibit zu Mesh

Wäh­rend Bif­rost 2 und 2/64 True-Mul­ti­bit-Designs waren, ist der Bif­rost 3 ein Mesh-DAC. Im Schi­it Bif­rost 3 läuft der Fil­ter auf einem Ana­log-Devices-SHARC-DSP, der einen ein­zel­nen ESS-ES9039-Chip als rei­nen Del­ta-Sig­ma-Modu­la­tor ansteu­ert. Laut Schi­it erlaubt der SHARC einen deut­lich auf­wen­di­ge­ren Fil­ter als der Micro­chip-Pro­zes­sor in Mimir und Modi 5 – und der Her­stel­ler äußert sich in sei­nem offi­zi­el­len FAQ zur Ankün­di­gung unmiss­ver­ständ­lich: Der Bif­rost 3 mes­se “ins­ge­samt bes­ser als der Ygg­dra­sil MIB”, das bis­he­ri­ge Refe­renz-Flagg­schiff. Die­se Ein­ord­nung stammt direkt von Schi­it, nicht von unab­hän­gi­gen Messungen.

Inter­es­sant am Ran­de: Fir­men­chef Jason Stod­dard hat­te ursprüng­lich eine Kar­te mit zwei ES9039-Chips ange­fragt. Die klang in der Pra­xis schlech­ter und maß nicht bes­ser als die Ein­zel­chip-Lösung, die es letzt­lich in Serie geschafft hat. Eine neue Mul­ti­bit-Kar­te für die Bif­rost-Platt­form ist laut Schi­it der­zeit nicht in Sicht – Mul­ti­bit-Ent­wick­lung läuft statt­des­sen in ande­ren Pro­dukt­li­ni­en wie Gung­nir 2 und Ygg­dra­sil LIM wei­ter. Tech­nisch steckt hin­ter dem Wech­sel mehr als nur eine neue Wand­ler­kar­te: Der Schi­it Bif­rost 3 hat laut Schi­it ein kom­plett ande­res Main­board, eine sepa­ra­te DSP-Kar­te nach dem Vor­bild des Gung­nir sowie neue Ein­gangs- und Analogkarten.

Was ist Forkbeard überhaupt?

Fork­be­ard ist nicht nur eine Zube­hör-Opti­on, son­dern Schiits über­grei­fen­de Steue­rungs­platt­form für meh­re­re Pro­duk­te im Sor­ti­ment. Im Kern ist es ein Blue­tooth-Modul, das ein Fork­be­ard-fähi­ges Gerät über eine App fern­steu­er­bar macht – ganz ohne Pai­ring-Pro­ze­dur oder Kon­to­er­stel­lung. Meh­re­re Gerä­te las­sen sich zu “Stacks” grup­pie­ren, meh­re­re Stacks par­al­lel ver­wal­ten (etwa ein Büro- und ein Wohn­zim­mer-Set­up). Dazu kom­men gerä­te­über­grei­fen­de Zusatz­funk­tio­nen wie eine Echt­zeit-Leis­tungs­an­zei­ge (zeigt etwa, ob ein Ver­stär­ker gera­de im Class-A-Betrieb läuft) und “Visu­al Volu­me”, eine Anzei­ge des ver­blei­ben­den Head­rooms am Laut­stär­ke­reg­ler. Bei DACs mit Mesh-Archi­tek­tur – dazu zäh­len laut Schi­it die Mesh-Kar­te, der Mimir und der Gung­nir 2 – ver­wan­delt Fork­be­ard das Gerät zusätz­lich in eine voll­wer­ti­ge digi­ta­le Vor­stu­fe mit Balan­ce, Loud­ness und para­me­tri­schem EQ. Die App gibt es sowohl für iOS/iPadOS als auch für Android im jewei­li­gen Store. Bei ande­ren Schi­it-Pro­duk­ten ist Fork­be­ard bis­lang eine 50-US-Dol­lar-Nach­rüs­t­op­ti­on; ein sepa­ra­tes Fork­be­ard-Modul lässt sich in jedes kom­pa­ti­ble Gerät mit dem ent­spre­chen­den Steck­platz nachrüsten.

Beim Schi­it Bif­rost 3 liegt Fork­be­ard erst­mals seri­en­mä­ßig bei und macht den DAC dadurch zu einer Art digi­ta­lem Vor­ver­stär­ker: Wer ihn direkt an eine End­stu­fe oder Aktiv­laut­spre­cher anschließt, bekommt Laut­stär­ke­re­ge­lung und Klang­an­pas­sung ganz ohne zusätz­li­ches Vor­stu­fen­ge­rät. Firm­ware-Updates lau­fen künf­tig eben­falls über die App (Over-the-Air). Eine ein­fa­che IR-Fern­be­die­nung für Quell­wahl, Pha­se und Stumm­schal­tung liegt zusätz­lich bei.

Silizium-isoliertes USB‑C

Der USB-Ein­gang wech­selt auf Uni­son 384 mit USB-C-Buch­se und ver­ar­bei­tet PCM bis 32 Bit/384 kHz. Es ist die ers­te Uni­son-Kar­te, die Über­tra­ger durch einen Sili­zi­um-Iso­la­tor von Ana­log Devices ersetzt – laut Schi­it bei glei­chen Kos­ten eben­bür­tig oder bes­ser, mit voll­stän­di­ger elek­tro­sta­ti­scher und elek­tro­ma­gne­ti­scher Iso­la­ti­on vom Quell­ge­rät. Unter­stützt wer­den alle UAC2-kom­pa­ti­blen Quel­len, also Strea­mer, Win­dows ab Ver­si­on 10, macOS, iOS/iPadOS und Android. Koaxi­al und TOSLINK blei­ben bei 24 Bit/192 kHz, dort kommt wei­ter­hin ein AK4118-Emp­fän­ger­chip zum Ein­satz. Die Aus­gän­ge lie­fern 2,0 V RMS unsym­me­trisch (Cinch) und 4,0 V RMS sym­me­trisch (XLR), jeweils bei 75 Ohm Aus­gangs­im­pe­danz. Optisch ver­schwin­den die sicht­ba­ren Schrau­ben der Deck­plat­te, ein ein­zel­ner Licht­bal­ken ersetzt die LED-Rei­he des Vorgängers.

Technische Daten im Überblick

Merk­malSchi­it Bif­rost 3
DAC-Archi­tek­turMesh (ESS ES9039 als Delta-Sigma-Modulator)
Digi­tal­fil­terAna­log Devices SHARC DSP, Schi­it-eige­ne zeit- und fre­quenz­op­ti­mier­te Filtermathematik
Ana­log­stu­feI/V‑Wandlung und Fil­te­rung auf Basis AD4898
USB-Ein­gangUni­son 384, USB‑C, bis 32 Bit/384 kHz, Sili­zi­um-Iso­la­ti­on, UAC2-kompatibel
Koaxial/TOSLINKBis 24 Bit/192 kHz, Emp­fän­ger­chip AK4118
Fre­quenz­gang20 Hz–20 kHz, ±0,06 dB
THD+N< 0,00015 % (–118 dB typisch)
IMD (CCIF)< 0,0003 %
Signal-Rausch-Abstand> 125 dB (Voll­aus­steue­rung)
Kanal­tren­nung–128 dB (20 Hz–20 kHz)
Ana­log­aus­gän­geCinch 2,0 V RMS / XLR 4,0 V RMS, je 75 Ω Ausgangsimpedanz
Netz­teilVoll­stän­dig line­ar, inter­ner Tra­fo, 11-stu­fi­ge Rege­lung mit getrenn­ten Digi­tal-/Ana­log-Ver­sor­gun­gen
Blue­toothFork­be­ard, im Lie­fer­um­fang enthalten
Fern­be­die­nungEin­fa­che IR-Fern­be­die­nung (Quel­le, Pha­se, Mute)
Firm­ware-UpdatesOver-the-Air über die Forkbeard-App
Leis­tungs­auf­nah­me15 W
Abmes­sun­gen22,9 × 15,2 × 5,1 cm
Gewicht2,7 kg
Gehäuse/TrafoIden­tisch zum Bif­rost 2
Preis699 US-Dol­lar (Schwarz), 729 US-Dol­lar (Sil­ber)
Ver­füg­bar­keitEnde Okto­ber 2026

Die Mess­wer­te in die­ser Tabel­le stam­men direkt aus Schiits offi­zi­el­lem Daten­blatt zur Ankün­di­gung, nicht aus unab­hän­gi­gen Nachmessungen.

Einordnung: Wo positioniert sich der Schiit Bifrost 3?

Mit 699 bis 729 US-Dol­lar bewegt sich der Schi­it Bif­rost 3 in einem Preis­seg­ment, das man am ehes­ten als obe­re Mit­tel­klas­se bei Stan­da­lo­ne-DACs beschrei­ben kann – klar ober­halb der brei­ten Mas­se an Ein­stei­ger-DACs chi­ne­si­scher ODM-Her­stel­ler (meist unter 400 US-Dol­lar), aber noch unter­halb dedi­zier­ter High-End-Sepa­ra­tes. Direk­te Kon­kur­renz in die­ser Preis­klas­se kommt unter ande­rem von R2R-Lei­ter-DACs wie dem Den­af­rips Ares II sowie von Del­ta-Sig­ma-Gerä­ten wie den grö­ße­ren Model­len aus Top­pings D90- und SMSLs D‑6-Seri­en. Wer preis­lich noch dar­un­ter blei­ben will und trotz­dem R2R-Klang sucht, fin­det mit dem von uns getes­te­ten Den­af­rips Era­to eine deut­lich güns­ti­ge­re Alter­na­ti­ve – aller­dings ohne die Blue­tooth-/Vor­stu­fen­funk­ti­on, die den Bif­rost 3 aus­zeich­net. Der Schi­it Bif­rost 3 grenzt sich dabei über zwei Punk­te ab: zum einen über sein modu­la­res Kon­zept mit lang­fris­ti­ger Auf­rüst­bar­keit, das die rein­ras­si­gen Chip-DACs der Kon­kur­renz in die­ser Form nicht bie­ten; zum ande­ren über die seri­en­mä­ßi­ge Blue­tooth-/App-Steue­rung samt digi­ta­ler Vor­stu­fen­funk­ti­on, die in die­sem Preis­seg­ment bis­lang eher die Aus­nah­me ist als die Regel.

Passende Kettenpartner

Dank Fork­be­ard über­nimmt der Schi­it Bif­rost 3 selbst die Laut­stär­ke­re­ge­lung – und wird damit zur idea­len Quel­le für rei­ne End­ver­stär­ker ohne eige­ne Vor­stu­fen-Sek­ti­on. Zwei Kan­di­da­ten aus unse­ren eige­nen Tests pas­sen dafür beson­ders gut: der Bur­son Soloist Prime, Bur­sons neu­er Class-A-Kopf­hö­rer-End­ver­stär­ker, der bewusst ohne Laut­stär­ke­re­ge­lung aus­kommt und expli­zit für Quel­len mit eige­ner Pegel­steue­rung kon­zi­piert ist, sowie der Orchard Audio Valen­cia, ein von uns bereits getes­te­ter, sym­me­tri­scher Class-AB-Kopf­hö­rer­ver­stär­ker mit fes­tem Gain und bis zu 17 Watt an 32 Ohm – auch er ver­langt zwin­gend nach einer sau­be­ren Vor­stu­fe im Signal­weg davor. Bei­de Ver­stär­ker sind auf genau die Rol­le ange­wie­sen, die der Schi­it Bif­rost 3 mit Fork­be­ard nun über­neh­men kann.

Warum Schiit das als bahnbrechend verkauft

Schiits eige­ne Ein­ord­nung stützt sich auf drei Argu­men­te. Ers­tens die Fil­ter­leis­tung: Der SHARC-DSP soll deut­lich mehr Rechen­leis­tung für die Fil­ter­ma­the­ma­tik bereit­stel­len als die güns­ti­ge­ren Pro­zes­so­ren in Mimir und Modi 5 – daher die ein­gangs zitier­te Ein­schät­zung, der Bif­rost 3 mes­se ins­ge­samt bes­ser als der Ygg­dra­sil MIB. Zwei­tens die Ent­schei­dung gegen die nahe­lie­gen­de Lösung: Eine Zwei­chip-Vari­an­te mit dop­pel­tem ES9039 wur­de gebaut, klang aber schlech­ter und maß nicht bes­ser als die schlan­ke­re Ein­zel­chip-Lösung – ein Hin­weis dar­auf, dass Schi­it hier nicht ein­fach mehr Hard­ware ver­baut, son­dern gezielt opti­miert hat. Drit­tens die Inte­gra­ti­on: Blue­tooth-Steue­rung, Vor­stu­fen­funk­ti­on und Over-the-Air-Updates machen aus einem rei­nen DAC ein Gerät, das ohne Zusatz­kom­po­nen­ten in prak­tisch jede Ket­te passt.

Ob sich die­se Ansprü­che in unab­hän­gi­gen Mes­sun­gen und im Hör­ver­gleich bestä­ti­gen, ist zum jet­zi­gen Zeit­punkt offen – auch die Ygg­dra­sil-MIB-Ein­ord­nung stammt aus Schiits eige­nem FAQ zur Ankün­di­gung, nicht aus einer veri­fi­zier­ten Drittmessung.

Was Bifrost-2-Besitzer wissen müssen

Fork­be­ard gibt es nicht als Nach­rüs­tung für das alte Gehäu­se – Schi­it bestä­tigt im offi­zi­el­len FAQ, dass dafür ein kom­plet­ter Gehäu­se­wech­sel samt neu­em Main­board und allen Kar­ten nötig wäre. Die neue Mesh-DAC-Kar­te passt dage­gen in den Bif­rost 2 (Vor­be­stel­lung 250 US-Dol­lar), benö­tigt dort aber ein Firm­ware-Update, das per SD-Kar­te ein­ge­spielt wird. Umge­kehrt funk­tio­nie­ren bei­de bis­he­ri­gen Bif­rost-2-Ana­log­kar­ten – die AD5781-basier­te Kar­te des ursprüng­li­chen Bif­rost 2 eben­so wie die DAC8812-basier­te Kar­te der 2/64-Vari­an­te – laut Schi­it direkt im neu­en Bifrost-3-Gehäuse.

Preis und Verfügbarkeit

Der Schi­it Bif­rost 3 soll Ende Okto­ber 2026 aus­ge­lie­fert wer­den, zum Preis von 699 US-Dol­lar in Schwarz und 729 US-Dol­lar in Sil­ber. Da Schi­it aus­schließ­lich im Direkt­ver­trieb ab Werk ver­kauft und es kei­nen deut­schen oder euro­päi­schen Dis­tri­bu­tor gibt, exis­tiert kein sepa­ra­ter EU-Preis – Inter­es­sen­ten bestel­len direkt bei Schi­it und müs­sen Ver­sand, Ein­fuhr­um­satz­steu­er und gege­be­nen­falls Zoll selbst einkalkulieren.

Fazit

Der Schi­it Bif­rost 3 zeigt, wohin Schi­it sei­ne DAC-Linie mit­tel­fris­tig ent­wi­ckelt: weg von rei­nem Mul­ti­bit-Puris­mus, hin zu einem hybri­den Ansatz, der güns­ti­ge Stan­dard-Chips mit eige­ner Fil­ter-Soft­ware kom­bi­niert – plus prak­ti­schen All­tags­funk­tio­nen wie Blue­tooth und App-Steue­rung. Ange­sichts des Erfolgs des Bif­rost 2 ist das ein muti­ger Schritt, aber einer, der sich aus der begrenz­ten Zukunfts­fä­hig­keit der bis­he­ri­gen Wand­ler­tech­nik nach­voll­zie­hen lässt. Ob sich das mess­tech­nisch und klang­lich tat­säch­lich vor den bis­he­ri­gen Refe­ren­zen ein­ord­net, wird sich zei­gen, sobald unab­hän­gi­ge Tests vorliegen.

FAQ

Was kostet der Schiit Bifrost 3?

699 US-Dol­lar in Schwarz, 729 US-Dol­lar in Sil­ber. Da Schi­it nur im Direkt­ver­trieb ab Werk ver­kauft, gibt es kei­nen sepa­ra­ten Preis für Deutsch­land oder Euro­pa – bestellt wird direkt in den USA, Ver­sand und Ein­fuhr­ab­ga­ben kom­men hinzu.

Wann erscheint der Schiit Bifrost 3?

Die Aus­lie­fe­rung ist für Ende Okto­ber 2026 geplant.

Was unterscheidet den Schiit Bifrost 3 vom Bifrost 2?

Der Bif­rost 3 nutzt Schiits neue Mesh-DAC-Archi­tek­tur statt True Mul­ti­bit, bringt das Blue­tooth-Modul Fork­be­ard seri­en­mä­ßig mit und wech­selt auf einen USB-C-Ein­gang mit Uni­son 384.

Können Besitzer des Schiit Bifrost 2 auf die neue Technik upgraden?

Die neue Mesh-DAC-Kar­te passt ins bestehen­de Bif­rost-2-Gehäu­se (Vor­be­stel­lung 250 US-Dol­lar), benö­tigt dort aber ein Firm­ware-Update per SD-Kar­te. Fork­be­ard-Blue­tooth ist damit aller­dings nicht nach­rüst­bar – dafür wäre laut Schi­it ein kom­plet­ter Gehäu­se­wech­sel nötig.

Was ist Forkbeard?

Fork­be­ard ist Schiits App-basier­te Steue­rungs­platt­form für kom­pa­ti­ble Gerä­te: Fern­be­die­nung inklu­si­ve Laut­stär­ke, Ein­gangs­wahl und Sys­tem­über­wa­chung, bei Mesh-DACs zusätz­lich vol­le Vor­stu­fen­funk­ti­on mit Balan­ce, Loud­ness und para­me­tri­schem EQ. Die App ist sowohl für iOS/iPadOS als auch für Android verfügbar.

Wie positioniert sich der Schiit Bifrost 3 im Wettbewerb?

Preis­lich in der obe­ren Mit­tel­klas­se der Stan­da­lo­ne-DACs, in Kon­kur­renz etwa zum Den­af­rips Ares II oder den grö­ße­ren Model­len aus Top­pings D90- und SMSLs D‑6-Seri­en – abge­grenzt über Auf­rüst­bar­keit und seri­en­mä­ßi­ge Blue­tooth-/Vor­stu­fen­funk­ti­on.

Woher kommt der Name Bifrost?

Bif­rost ist in der nor­di­schen Mytho­lo­gie die bren­nen­de Regen­bo­gen­brü­cke zwi­schen der Welt der Men­schen und der Göt­ter – ein Bild für die Posi­ti­on des DACs zwi­schen Ein­stei­ger- und High-End-Klasse.

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