News - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de Audio & Heimkino. Ernst genommen. Mon, 29 Jun 2026 15:06:13 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://www.hifigeek.de/media/cropped-hifigeek.de-512-32x32.png News - HiFi, Heimkino, Kopfhörer & Head-Fi für Audiophile | HiFiGeek https://www.hifigeek.de 32 32 60029611 Eversolo T8 vs. T10: Was rechtfertigt 800 Euro Aufpreis? https://www.hifigeek.de/eversolo-t8-vs-t10/ https://www.hifigeek.de/eversolo-t8-vs-t10/#respond Mon, 29 Jun 2026 15:06:11 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12146 Der Eversolo T8 hat sich seit seinem Launch im Herbst 2025 als einer der interessantesten Streaming-Transporte auf dem Markt etabliert — solide Plattform, exzellentes Software-Ecosystem, faire Preisgestaltung. Jetzt legt Eversolo nach: Der Eversolo T10 wurde auf dem HIGH END Vienna 2026 vorgestellt und kostet mit 2.180 Euro satte 800 Euro mehr als sein kleiner Bruder. Die naheliegende Frage im direkten Eversolo T8 vs. T10 Vergleich stellt sich von selbst: Wofür genau?

Die Antwort ist differenzierter als ein schnelles “OCXO statt Femtosekunden-Clock” suggeriert. Wer tiefer reinschaut, erkennt einen Streaming-Transport, der nicht primär für T8-Besitzer gebaut wurde — sondern für eine andere Systemklasse.

Alle Eversolo-Tests & Infos auf HiFiGeek.de

Das Konzept: Warum überhaupt ein reiner Transport?

Kurze Auffrischung für alle, die noch nicht im Transport-Rabbit-Hole gelandet sind: Sowohl der Eversolo T8 als auch der Eversolo T10 sind reine Streaming-Transporte — kein eingebauter DAC, kein analoges Signal, kein Kopfhörerausgang, kein “all-in-one”. Der einzige Job dieser Geräte ist es, digitale Audiodaten aus dem Netzwerk, von Streaming-Diensten oder lokalem Speicher zu ziehen — und diese dann sauber und präzise an einen externen DAC weiterzugeben.

Das klingt erstmal wie eine künstliche Einschränkung. Ist es aber nicht. Die Idee dahinter ist einfach: Wer bereits in einen hochwertigen DAC investiert hat, braucht keinen zweiten mittelmäßigen DAC im Transport. Stattdessen kann man die gesamte Energie — Engineering-Budget, Gehäuseraum, Netzteilkapazität — auf genau das konzentrieren, was ein Transport können muss: sauberes Clocking, saubere Outputs, sauberes Netzwerk-Handling.

Beide Geräte teilen dieselbe Philosophie. Die Umsetzung unterscheidet sich erheblich.

Spezifikationen im direkten Vergleich

Eversolo T8Eversolo T10
Preis1.380 €2.180 €
Display6″ LCD Touchscreen8,6″ LCD Touchscreen
ProzessorQuad-Core ARM64-Bit Octa-Core
RAM4 GB DDR48 GB DDR5
SSD-Slots2× M.2 NVMe (max. 16 TB)2× M.2 NVMe (max. 16 TB)
Clock-SystemDual FemtosecondOCXO + PLL
Externer Clock-Eingang10 MHz (50 Ω / 75 Ω)
NetzwerkGigabit Ethernet2,5G Ethernet
WLANWi-Fi 6Wi-Fi 6
SFP Glasfaser
Digitale AusgängeUSB, I²S (8 Modi), AES/EBU, Koaxial, OptischUSB, I²S (8 Modi), AES/EBU, Koaxial, Optisch
Max. PCM768 kHz / 32 Bit768 kHz / 32 Bit
Max. DSDDSD512DSD512
PCM-Upsampling✓ (systemweit, ab Firmware Juni 2026)
NetzteilOFC Ringkerntrafo (30 µV)O‑Typ Ringkerntrafo, physisch geschirmt
RemoteStandard-RemoteV16 mit Akku
RoonRoon ReadyZertifizierung in Kürze

Wo der T10 wirklich seine Muskeln zeigt

1. Das Clocking — kein Marketing, sondern Systemarchitektur

Das ist der Kernpunkt, und er verdient mehr als eine Tabellenzeile.

Der Eversolo T8 arbeitet mit einem Dual-Femtosekunden-Clock-System — das ist bereits eine ernsthafte Spec, keine Budgetkompromiss-Lösung. Femtosekunden-Clocks liefern sehr niedrigen Jitter, und für die meisten Setups ist das mehr als ausreichend.

Der Eversolo T10 geht einen Schritt weiter: Ein OCXO — Oven Controlled Crystal Oscillator — hält den Quarz auf konstanter Betriebstemperatur, unabhängig von Raumtemperatur-Schwankungen. Das reduziert Frequenzdrift auf ein Minimum, das klassische Femtosekunden-Clocks konstruktionsbedingt nicht erreichen. Kombiniert mit einer PLL-Stufe (Phase-Locked Loop) über alle Ausgänge ist das Ergebnis ein Clocking-System, das auf dem Niveau dedizierter High-End-Takt-Quellen operiert — in einem Gerät, das gleichzeitig Streaming-Transport ist.

Und dann ist da noch der 10-MHz-Mastereingang.

Wer einen externen Master Clock ins System integrieren will — etwa Eversolos eigenen C10, der parallel zum T10 angekündigt wurde — kann den T10 als Slave-Gerät in eine synchronisierte Taktkette einbinden. Der gesamte digitale Pfad, vom Transport über den DAC bis zu weiteren Geräten, schwingt dann auf einem gemeinsamen Referenztakt. Der T8 kann das nicht. Das ist keine Funktion die man nachpatchen kann — sie ist entweder im Gerät oder nicht.

Für wen ist das relevant? Für Systeme, die ohnehin bereits auf diesem Niveau operieren. Wer einen DAC ohne Clock-Eingang betreibt, lässt dieses Feature ungenutzt — und zahlt trotzdem für die OCXO-Basis-Architektur, die im T10 auch ohne externen Master Clock besser ist als beim T8.

2. PCM-Upsampling — systemweit, nicht nur für lokale Dateien

Seit dem Firmware-Update vom Juni 2026 beherrscht der T10 systemweites PCM-Upsampling. Das bedeutet: Egal ob Qobuz-Stream, TIDAL, lokale Bibliothek oder DLNA — das Signal kann vor der Übergabe an den DAC hochgerechnet werden. Das ist keine Nerd-Funktion ohne Praxisrelevanz: Viele hochwertige DACs arbeiten intern mit fixen Upsampling-Filtern, und wer das Upsampling lieber selbst in der Hand hat, bevor das Signal den DAC erreicht, hat damit jetzt eine saubere Lösung im Transport selbst.

Der T8 beherrscht das nicht.

3. Hardware-Plattform — spürbar mehr Headroom

Der Prozessorsprung von Quad-Core auf 64-Bit Octa-Core bei gleichzeitiger Verdoppelung des RAM auf 8 GB DDR5 klingt wie Spezifikations-Kosmetik. In der Praxis zeigt sich der Unterschied genau dort, wo Transport-Software traditionell hängt: große Bibliotheken mit 100.000+ Tracks, schnelles Wechseln zwischen mehreren Streaming-Diensten, simultanes Artwork-Loading beim Scrollen. Der T10 scannt laut Eversolo rund 200.000 Tracks in etwa zwei Stunden — das ist eine andere Hausnummer als alles, was der T8 hier leisten kann.

Dazu kommt 2,5G Ethernet statt Gigabit. Für reine Audio-Streams ist Gigabit natürlich völlig ausreichend — ein 24/192-Stream kratzt kaum an der verfügbaren Bandbreite. Die 2,5G-Verbindung macht sich beim ersten Bibliotheks-Scan bemerkbar, wenn mehrere Terabyte lokaler Dateien eingelesen werden. Wer eine ernsthafte NAS-Library betreibt, wird das zu schätzen wissen.

4. Das Netzteil — physische Entkopplung statt nur Filterung

Der T8 arbeitet mit einem bewährten Linear-Netzteil mit OFC-Ringkerntrafo — solide Basis, Noise-Floor unter 30 µV, mehr als ausreichend für den Preis. Der T10 legt nach: Ein O‑Typ Ringkerntrafo mit geschlossener Magnetkreis-Geometrie sitzt in einem physisch getrennten Abschnitt des Gehäuses, mit Electromagnetic Shielding zwischen Netzteil, Display-Elektronik und der Audio-Schaltkreis-Sektion. Das ist kein “besseres Netzteil” im Sinne von mehr Leistung — das ist eine andere Architektur-Philosophie, bei der die Noise-Quellen voneinander isoliert werden, bevor sie überhaupt interagieren können.

Was beide identisch können

Hier lohnt sich ein kurzer Realitätscheck: In Bezug auf Ausgänge, Formate und Software-Features liefern der Eversolo T8 und der Eversolo T10 als Streaming-Transporte identische Specs.

Beide haben fünf vollständig isolierte digitale Ausgänge — USB Audio, I²S mit acht wählbaren Ausgangsmodi, AES/EBU, Koaxial und Optisch. Beide unterstützen bis zu DSD512 und PCM 768 kHz/32 Bit. Beide haben zwei M.2‑NVMe-Slots für bis zu 16 TB lokalen Speicher. Beide laufen das gleiche Eversolo Software-Ecosystem mit TIDAL, Qobuz, Apple Music, Amazon Music, Deezer und weiteren Diensten. Beide haben den SFP-Glasfaserport.

Wer nur auf dem Papier vergleicht, ohne auf das Clocking zu schauen, sieht wenig Unterschied. Das ist genau die Falle.

Roon: Wird kommen.

Eine kurze Anmerkung zum Thema Roon-Zertifizierung: Der T8 ist Roon Ready, beim T10 ist die Zertifizierung noch in Bearbeitung — das Gerät ist schlicht nagelneu. Eversolo hat die Roon-Integration konsequent für ihre gesamte Gerätepalette umgesetzt, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das beim T10 anders laufen wird. Wer also auf einen validen Vergleich warten will: Der T10 wird Roon Ready sein.

Für wen ist welches Gerät?

T8 — wenn dein DAC keinen externen Clock-Eingang hat, du keinen Master Clock planst, und deine Bibliothek im fünfstelligen Bereich bleibt. Der T8 ist kein Kompromiss — er ist ein exzellenter Transport zu einem fairen Preis.

T10 — wenn du einen DAC mit Clock-Eingang betreibst oder einen Master Clock im System planst. Wenn systemweites Upsampling in deinen Workflow passt. Wenn deine Library groß genug ist, dass du die stärkere Plattform spürst. Oder wenn du den T10 als Teil eines Eversolo-Stacks mit DAC-Z10 und C10 aufbaust — dann macht die Hardware-Auswahl als Ökosystem nochmal deutlich mehr Sinn.

Fazit

Im direkten Eversolo T8 vs. T10 Vergleich ist der T10 kein aufgeblasener T8. Er ist ein Streaming-Transport für eine andere Systemklasse — und er macht das, was er anders macht, konsequent. Das OCXO-Clocking mit externem Mastereingang, das systemweite Upsampling und die deutlich stärkere Hardware-Plattform sind keine Papier-Specs, sondern Features, die in den Setups, für die der T10 gedacht ist, wirklich zum Tragen kommen.

Wer das nicht braucht, kauft den T8 — und kauft gut. Wer es braucht, zahlt 800 Euro für genau das, was er braucht. Das ist fair.

Was ist der Unterschied zwischen Eversolo T8 und T10?

Im Eversolo T8 vs. T10 Vergleich liegt der wesentliche Unterschied im Clocking: Der Eversolo T10 arbeitet mit einem OCXO-Oszillator statt Femtosekunden-Clocks und hat zusätzlich einen 10-MHz-Mastereingang für externe Clock-Systeme. Dazu kommen systemweites PCM-Upsampling, eine deutlich stärkere Hardware-Plattform (Octa-Core, DDR5, 2,5G Ethernet) und ein aufwändigeres Netzteil-Design.

Haben T8 und T10 einen eingebauten DAC?

Nein. Beide Geräte sind reine Streaming-Transporte — sie liefern ausschließlich ein digitales Signal an einen externen DAC. Das ist das Konzept: alles auf sauberes digitales Output optimieren, keine Kompromisse durch eine eingebaute Wandlerstufe.

Kann ich SSDs in T8 und T10 selbst einbauen?

Ja. Beide Geräte haben zwei M.2‑NVMe-Slots im Geräteboden, vom Nutzer selbst bestückbar. Maximal 8 TB pro Slot, also 16 TB gesamt. PCIe Gen 3 empfohlen — Gen 4 funktioniert, bringt aber keinen Vorteil und produziert unter Umständen mehr Wärme.

Was ist PCM-Upsampling und warum hat es der T10?

PCM-Upsampling rechnet das Audiosignal auf eine höhere Sample-Rate hoch, bevor es den DAC erreicht. Der T10 kann das systemweit — also für Streams genauso wie für lokale Dateien. Für Nutzer, die lieber die Kontrolle über den Upsampling-Prozess im Transport behalten als dem DAC zu überlassen, ist das eine relevante Funktion. Der T8 beherrscht das nicht.

Ist der T10 Roon Ready?

Die offizielle Roon-Zertifizierung ist zum Zeitpunkt des Launches noch in Bearbeitung — das Gerät ist schlicht neu. Eversolo hat Roon konsequent für ihre gesamte Produktlinie implementiert. Wer heute Roon benötigt, ist mit dem T8 auf der sicheren Seite.

Lohnt sich der T10 als Upgrade vom T8?

Nur, wenn du aktiv vom OCXO-Clocking, dem externen 10-MHz-Eingang oder dem systemweiten Upsampling profitierst. Wer den T8 ohne Masterclock-Ambitionen betreibt und keine riesige lokale Bibliothek hat, zahlt 800 Euro für Features, die im eigenen Setup nicht zum Tragen kommen. Das ist kein Upgrade, das ist ein anderes Gerät für eine andere Systemklasse.

Was kostet der Eversolo T10?

2.180 Euro. Der T8 ist für 1.380 Euro erhältlich.

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Eversolo T10: Der neue Referenz-Streaming-Transport aus China https://www.hifigeek.de/eversolo-t10/ https://www.hifigeek.de/eversolo-t10/#respond Thu, 18 Jun 2026 12:34:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12080 Eversolo kennt man mittlerweile. Die Marke, die aus der Zidoo-Familie heraus entstanden ist, hat sich in wenigen Jahren vom Geheimtipp für preisbewusste Streamer-Käufer zu einem ernstzunehmenden Namen im Segment der dedizierten Streaming-Transports entwickelt. Der Eversolo T8 hat das bewiesen. Jetzt kommt der Eversolo T10 — und der will mehr sein als ein T8 mit frischer Firmware.

Vorgestellt wurde das Teil auf der HIGH END Vienna 2026 Anfang Juni. Preis: 2.180 Euro. Das ist deutlich mehr als der Eversolo T8, und der war selbst schon kein Schnäppchen. Was man dafür bekommt, lohnt sich anzuschauen.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Kein DAC, kein Amp — nur Transport

Wer das hier liest und noch nicht mit dem Konzept vertraut ist: Ein Streaming Transport ist kein Alles-in-einem-Gerät. Der Eversolo T10 konvertiert nichts, verstärkt nichts, und gibt keinen Ton aus, den man direkt an Lautsprechern hören könnte. Seine Aufgabe ist es, ein digitales Signal so sauber, stabil und präzise wie möglich an einen externen DAC zu liefern. Das ist für Systeme gedacht, in denen der DAC bereits feststeht — und man der Digitalkette vor ihm nicht mehr vertrauen mag.

Das klingt nischig, ist es in einem gewissen Preissegment aber nicht. Wer ernsthaft über einen Aurender N200, einen Innuos Pulse oder einen Lumin U2 Mini nachdenkt, bewegt sich genau in dieser Gedankenwelt. Eversolo spielt jetzt in dieser Liga mit.

Strom, Takt, Isolierung — die technische Basis

Das Herzstück des Eversolo T10 ist ein hauseigenes O‑förmiges Ringkerntransformator-Netzteil mit geschlossenem Magnetkreis. Eversolo gibt den Noise Floor dieses Linearnetzteils mit unter 35 μV an — ein Wert, der sich sehen lassen kann, auch wenn man Herstellerangaben dieser Art grundsätzlich mit einer gewissen Gelassenheit begegnen sollte, bis ein unabhängiges Messgerät das bestätigt.

Wichtiger für das, was im Digitalsignal ankommt, ist die Taktstabilität. Der Eversolo T10 nutzt einen OCXO-Quarzoszillator mit PLL-System, das Frequenzdrift durch Temperaturschwankungen minimieren soll — das ist eine andere Qualitätsklasse als die einfachen Taktgeber in den günstigen Streamern. Eversolo behauptet, das führe zu präziserem Imaging und natürlicherer Stimmwiedergabe. Das ist typisches Marketingdeutsch, aber das Prinzip dahinter ist technisch solide und verständlich.

Dazu kommt ein externer 10-MHz-Masterclock-Eingang mit Unterstützung für 50-Ω- und 75-Ω-Abschlusswiderstände — für Leute, die ohnehin über eine externe Referenztaktquelle nachdenken oder Eversolos angekündigten C10-Clock mitbestellen wollen. Das ist ein echter Mehrwert gegenüber dem Eversolo T8, der diese Funktion nicht hatte.

Isolation ist das dritte große Thema. USB-Audio- und Koaxialausgänge sind laut Hersteller mit hochpräzisen Isolationsstufen ausgestattet. Ob das im Hörtest und bei der Messung einen messbaren Unterschied macht, bleibt abzuwarten.

Ausgänge und Konnektivität

Digitale Ausgänge: I²S über HDMI (mit acht wählbaren Ausgangsmodi für verschiedene DAC-Architekturen), isoliertes USB‑A, AES/EBU, Koaxial und TOSLINK. I²S und USB unterstützen bis zu DSD512 und 32 Bit/768 kHz PCM. Die anderen drei kommen auf maximal 24 Bit/192 kHz und DSD64 via DoP.

Netzwerk: 2,5‑GbE statt des GbE des Eversolo T8, dazu Wi-Fi 6 und ein SFP-Glasfaserport. Letzterer ist für alle interessant, die Netzwerktrennung konsequent umsetzen wollen — galvanische Entkopplung vom restlichen Heimnetz über Lichtwellenleiter ist eine saubere Lösung, die man sonst nur bei teureren Transports findet.

Prozessorseitig arbeitet ein 64-Bit-Octa-Core mit 8 GB RAM — das Doppelte des T8. Außerdem: 64 GB eMMC internen Speicher, zwei USB‑3.0‑Anschlüsse und zwei M.2‑NVMe-SSD-Slots, die zusammen bis zu 16 TB Erweiterungsspeicher erlauben. SSDs sind nicht im Lieferumfang. Das macht den T10 auch als lokales Musikserver-Zentrum nutzbar, ohne dass eine externe NAS nötig wäre.

Display: 8,6 Zoll Touchscreen. Größer als beim Eversolo T8, mit überarbeitetem UI-Layout. VU-Meter, Spektrum-Visualizer und offenbar auch Umgebungsanimationen wie Lagerfeuer-Szenen. Ob man das nutzt, ist Geschmackssache — es ist jedenfalls da.

Software und Streaming-Ökosystem

Unterstützte Dienste: TIDAL, Qobuz, Apple Music, Amazon Music, Deezer, Spotify Connect Lossless, TIDAL Connect, Qobuz Connect sowie DLNA. Roon Ready ist ebenfalls an Bord.

Die neue Bibliotheksverwaltung soll rund 200.000 Titel in etwa zwei Stunden scannen können, mit plattformübergreifender Playlist-Erstellung, globaler Suche und Komplettshuffle. Das klingt nach einem Feature für lokale Sammlungen, die ins Riesige gewachsen sind — und für die eine externe NAS alleine nicht mehr reicht.

Dazu kommt EvoTune Pro — Eversolos Raumkorrektur-System. Es soll automatisch akustische Kompensationsprofile für unterschiedliche Räume generieren, wobei ein externes Messmikrofon benötigt wird. Das ist für einen reinen Transport ungewöhnlich und potenziell nützlich. Wie gut die Implementierung in der Praxis funktioniert — Filterkurven, Messgenauigkeit, Integrationsgrenzen — ist offen. Angaben dazu hat Eversolo bisher nicht gemacht. Abwarten.

Neu ist außerdem PCM-Upsampling bis zum 16-fachen Faktor. Eine Funktion, die die Community beim Eversolo T8 vermisst und laut gefordert hat. Dass sie jetzt kommt, ist kein Zufall.

Wo steht der Eversolo T10 preislich und konzeptionell?

2.180 Euro. Das ist ein anderes Gespräch als beim Eversolo T8, der deutlich günstiger angesiedelt war. In dieser Preisklasse trifft der Eversolo T10 auf Konkurrenz, die sich sehen lassen kann: Der Innuos Pulse kostet ähnlich, bringt ebenfalls kein eingebautes DAC und setzt auf die bekannte Innuos-Software mit Roon-Integration. Der Aurender N200 liegt mit rund 2.800 Euro etwas höher, gilt aber als Referenz im Segment für Sound und App-Qualität. Lumin U2 Mini und Auralic Aries G1.1 spielen ebenfalls in vergleichbaren Preisregionen.

Was den Eversolo T10 von diesen Geräten unterscheidet: der externe Masterclock-Input, der SFP-Port, die M.2‑Slots für lokalen Massenspeicher — und das Display. Das ist eine Kombination, die in dieser Preisklasse so nicht zu finden ist. Ob das ausreicht, um die etablierten Namen zu verdrängen, hängt letztendlich davon ab, was das Ding klanglich abliefert.

Die Community diskutiert bereits intensiv: Ein Teil der Eversolo T8-Besitzer sieht im Eversolo T10 im Wesentlichen ein T8 mit verbessertem Clocking zu deutlich höherem Preis, kein Upsampling trotz Nachfrage — das Upsampling wurde dann als Firmware-Update nachgeliefert. Die Kritik ist nachvollziehbar, greift aber nicht vollständig. OCXO-Oszillator, externer Clockeingang, 2,5 GbE, SFP und die verdoppelte RAM-Bestückung sind keine Firmware-Features. Wer diese Funktionen braucht, für den ist der Aufpreis begründbar. Wer zufriedener T8-Nutzer ist, kann entspannt bleiben.

Preis und Verfügbarkeit

Der Eversolo T10 kostet 2.180 Euro (UVP). Ein offizielles Verfügbarkeitsdatum hat Eversolo zum Zeitpunkt der Vorstellung noch nicht kommuniziert, der Launch wird für “nächste Zeit” angekündigt. In Deutschland läuft der Vertrieb über audioNEXT GmbH

Wer ein Gesamtpaket sucht, dem sei auch ein Blick auf den Eversolo DAC-Z10 gegönnt — Eversolo positioniert T10 und Z10 als aufeinander abgestimmtes Stack, sowohl optisch als auch technisch.

Einordnung

Der T10 ist ein technisch ambitioniertes Stück Hardware aus einem Hersteller, dem man die schnelle Entwicklung in den letzten Jahren nicht absprechen kann. Ob 2.180 Euro gerechtfertigt sind, wird der Hörtest zeigen — und ob EvoTune Pro, Upsampling und die ganzen Clock-Geschichten unter echten Bedingungen so funktionieren, wie Eversolo das in der Pressemitteilung beschreibt. Die Basis stimmt. Dran bleiben.

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Eversolo auf der HIGH END Vienna 2026: Das komplette neue Lineup im Überblick https://www.hifigeek.de/eversolo-high-end-vienna-2026-neues-lineup/ https://www.hifigeek.de/eversolo-high-end-vienna-2026-neues-lineup/#respond Thu, 04 Jun 2026 21:53:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12095 Die Eversolo HIGH END Vienna 2026 Präsentation war kein normaler Messeauftritt. Zum ersten Mal präsentierte die chinesische Marke nicht nur ein oder zwei neue Geräte, sondern ein vollständiges Ökosystem — vom Streaming-Transport über R2R-DAC und Master Clock bis hin zu Class-AB- und Class-D-Endstufen. Wer bisher dachte, Eversolo sei ein Streamer-Hersteller, muss umdenken.

Wir waren vor Ort und haben uns das neue Lineup angeschaut. Hier sind alle Geräte mit vollständigen Specs — ohne Marketing-Prosa, dafür mit dem, was wirklich zählt.

Eversolo T10 — Referenz-Streaming-Transport

Der T10 ist das Flaggschiff unter den reinen Streaming-Transporten: kein eigener DAC, keine Vorstufe — nur digitaler Transport, so sauber wie möglich. Das Gehäuse (365 × 310 × 88 mm) beherbergt ein 8,6‑Zoll-Display mit komplett überarbeitetem UI, einen proprietären OCXO-Taktgeber mit PLL-Optimierung sowie eine physisch getrennte Architektur für Systemkern, Netzteil und Audioschaltkreise.

Das Netzteil basiert auf einem custom O‑Typ-Ringkerntrafo mit geschlossenem Magnetkreis — konzipiert um Streufeldeinflüsse auf den Signalpfad zu minimieren. Für Nutzer mit externen Referenzuhren gibt es einen dedizierten 10-MHz-Clockeingang.

Digitale Ausgänge:

  • IIS und USB Audio: bis DSD512, PCM 768kHz/32-bit
  • Optical, Coaxial, AES/EBU: bis 192kHz/24-bit, DoP64

Netzwerk:

  • 2,5‑GbE-Ethernet
  • SFP-Glasfaser-Interface (elektrische Isolation auf Netzwerkebene)

Speicher & Rechenleistung:

  • 8 GB RAM, 64 GB interner Speicher
  • Dual SSD-Slots, bis zu 16 TB erweiterbar

Streaming: TIDAL, Qobuz, Amazon Music, Deezer, TuneIn und weitere nativ unterstützt, Roon Ready

Maße: 365 × 310 × 88 mm

Preis: 2.180 Euro

Ausführlicher T10-Artikel auf HiFiGeek

Eversolo DMP-A8 Gen 2 — das bewährte Flaggschiff, vollständig neu aufgelegt

Der DMP-A8 war schon in der ersten Generation eines der technisch interessantesten Geräte im Eversolo-Lineup — Streamer, DAC und Vorstufe in einem Gehäuse. Die Gen-2-Version behält die bewährte DAC-Architektur bei, verfeinert aber fast alles drumherum: Netzteil, Vorstufe, Prozessor, Display und Konnektivität.

DAC-Architektur:

  • AKM AK4499EX + AK4191EQ (unverändert aus Gen 1)
  • Bis DSD512, PCM 768kHz/32-bit

Netzteil:

  • Diskrete Dual-Power-Architektur: digitale und analoge Stufen vollständig getrennt
  • Dediziertes Linear-Netzteil für die analoge Audiostufe: Rauschspannungsabstand 20 μV

Analogstufe:

  • Vollständig symmetrische Vorverstärker-Sektion mit bis zu +10 dB Verstärkung
  • R‑2R-Widerstandsnetzwerk zur Lautstärkeregelung (kein digitaler Attenuator)

Neu in Gen 2:

  • SFP-Glasfaser-Netzwerkschnittstelle zusätzlich zu 1‑GbE-Ethernet
  • Dedizierter Subwoofer-Ausgang
  • 64-Bit Octa-Core-Prozessor (neu)
  • 8 GB RAM, 64 GB interner Speicher
  • 8,6‑Zoll-Display mit neuem UI
  • Musikbibliothek: bis 200.000 Tracks indexierbar (ca. 2 Stunden Scan-Zeit)

Maße: 380 × 265 × 88 mm

Verfügbarkeit: Q3 2026

Eversolo DMP-A8 Master Edition Gen 2 — mit Top-Loading CD

Die Master Edition Gen 2 baut auf dem DMP-A8 Gen 2 auf, fügt aber etwas hinzu, das in dieser Geräteklasse kaum jemand erwartet hat: ein integriertes Top-Loading-CD-Laufwerk. Der Deckel öffnet sich, die CD wird eingelegt — kein Schubladenantrieb, kein Slot-In, sondern ein bewusst ritualisierter Ablauf der an High-End-CD-Player erinnert.

Das ist keine Nostalgie-Spielerei: Eversolo hat das Laufwerk auf Vibrationsdämpfung, Lesestabilität und Fehlerkorrektur optimiert. Das Ziel ist ein saubereres Datenbild gegenüber konventionellen Laufwerken.

Zusätzlich zur DMP-A8 Gen 2 Basis:

  • Top-Loading CD-Laufwerk (optimiert für Vibrationsreduktion, Lesestabilität, Fehlerkorrektur)
  • Erweitertes elektrisches Isolationsdesign (externe Geräte und Netzwerkeinflüsse)
  • OCXO-Taktgeber mit PLL (statt Standard-Crystal in der regulären Gen 2)
  • Adaptiver externer 10-MHz-Clockeingang
  • Vollständig isoliertes I/O‑Interface

Maße: 388 × 265 × 98,5 mm (etwas tiefer als die Standard-Version wegen des Laufwerks)

Verfügbarkeit: Q3 202

Eversolo DAC-R8 — proprietärer 24-Bit R2R DAC

Mit dem DAC-R8 betritt Eversolo das R2R-Territorium. Kein Chip-DAC, sondern ein diskretes Widerstandsnetzwerk in 24-Bit-Auflösung — Eversolos eigene Architektur, kein zugekauftes Modul. Wählbar zwischen NOS (Non-Oversampling) und OS (Oversampling), vollständig symmetrischer Analogausgang.

Specs:

  • Proprietäre 24-Bit R2R DAC-Architektur (diskrete Widerstände)
  • NOS/OS-Modus wählbar
  • Vollständig symmetrische Analogstufe
  • Maße: 315 × 230 × 65 mm

Preise und Verfügbarkeit noch nicht kommuniziert.

Eversolo AMP-F8 — Class-AB-Endstufe mit 800W Ringkerntrafo

Der AMP-F8 ist Eversolos Antwort auf die Frage, was passiert wenn man eine ernstzunehmende Class-AB-Endstufe ohne Kostenkompromisse baut. 800-Watt-Custom-Ringkerntrafo, drei Paare Präzisions-MOSFETs, THD von 0,003 %.

Specs:

  • Topologie: Class AB
  • Netzteil: 800W Custom-Ringkerntrafo
  • Ausgangsleistung: k.A. Stereo / bis 500W an 8Ω im Bridged-Mono-Betrieb
  • THD: 0,003 %
  • Ausgangstufe: 3× Präzisions-MOSFET-Paare
  • Maße: 388 × 265 × 199 mm

Eversolo AMP-F6 — Class‑D mit GaN-Technologie

Der AMP-F6 setzt auf Gallium-Nitrid (GaN) statt auf klassische MOSFET-Schalttransistoren. GaN der dritten Halbleitergeneration schaltet schneller, erzeugt weniger Schaltverluste und liefert besseres Transienten-verhalten als herkömmliche Class-D-Implementierungen — zumindest auf dem Papier. Die Ausgangsleistung ist beachtlich.

Specs:

  • Topologie: Class D mit GaN-Modulen (3. Halbleitergeneration)
  • Ausgangsleistung: 225W × 2 an 8Ω / 450W × 2 an 4Ω
  • Maße: 270 × 205 × 78 mm

Eversolo SA200 — Streaming-Vollverstärker mit AK4497

Der SA200 ist das All-in-One-Gerät des neuen Lineups: Streaming, DAC und Verstärker in einem Gehäuse. DAC-Chip ist der AKM AK4497, Ausgangsleistung 320W an 4Ω. Wer keinen separaten Transport und keine separate Endstufe will, bekommt hier ein vollständiges System.

Specs:

  • DAC: AKM AK4497
  • Ausgangsleistung: 320W × 2 an 4Ω
  • Streaming: integriert (Dienste noch nicht vollständig kommuniziert)
  • Maße: 430 × 320 × 135 mm

Eversolo C10 — Master Clock

Die C10 schließt das Eversolo-Ökosystem nach oben ab: eine dedizierte Präzisions-Master-Clock die als Takt-Referenz für alle angeschlossenen digitalen Komponenten dient. Wer T10 oder DMP-A8 Master Edition Gen 2 betreibt und den externen 10-MHz-Clockeingang nutzen will, bekommt hier die passende Quelle aus dem eigenen Haus.

Specs:

  • Funktion: externe 10-MHz-Master-Clock
  • Maße: 365 × 300 × 135 mm

Weitere technische Details noch nicht kommuniziert.

Das vollständige neue Lineup auf einen Blick

GerätTypBesonderheitVerfügbarkeit
T10Streaming-TransportOCXO, SFP, 10-MHz-Clock-In, 16TBbald (2.180€)
DMP-A8 Gen 2Streamer/DAC/VorstufeSFP, R2R-Lautstärke, Subwoofer-OutQ3 2026
DMP-A8 ME Gen 2Streamer/DAC/Vorstufe/CDTop-Loading CD, OCXO, 10-MHz-Clock-InQ3 2026
DAC-R8R2R DACProprietäre 24-Bit R2R Architektur, NOS/OSk.A.
AMP-F8Class-AB-Endstufe500W Bridged, 0,003% THDk.A.
AMP-F6Class-D-EndstufeGaN, 450W/4Ωk.A.
SA200Streaming-VollverstärkerAK4497, 320W/4Ωk.A.
C10Master Clock10-MHz-Referenztaktk.A.

Eversolo HIGH END Vienna 2026 — Einordnung

Was Eversolo auf der HIGH END Vienna 2026 gezeigt hat, ist kein inkrementelles Update — es ist der Versuch, eine vollständige High-End-Kette aus einer Hand anzubieten. Transport, Clock, DAC, Vorstufe, Endstufe: alles aufeinander abgestimmt, alles mit dem gleichen Designansatz.

Ob das in der Praxis klingt wie es auf dem Papier verspricht, werden die Tests zeigen. Die Specs — insbesondere beim AMP-F8 mit 0,003% THD und beim AMP-F6 mit GaN — sind aber nicht von der Hand zu weisen. Und das Top-Loading-CD-Laufwerk im DMP-A8 Master Edition Gen 2 ist ein Statement: Eversolo weiß, dass ein Teil seiner Käufer physische Medien nicht aufgegeben hat.

Wir beobachten die Verfügbarkeit und aktualisieren sobald Geräte zum Test verfügbar sind.

Alle Angaben basieren auf den offiziellen Eversolo-Ankündigungen zur HIGH END Vienna 2026. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Specs ohne Gewähr bis zur finalen Produktversion.

Alle bisherigen Eversolo-Tests auf HiFiGeek: → Eversolo Übersicht

Quelle: blog.eversolo.com

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WiiM Bar: Erste Soundbar von WiiM kommt mit Dolby Atmos, Touch-Display und Multiroom https://www.hifigeek.de/wiim-bar/ https://www.hifigeek.de/wiim-bar/#respond Thu, 04 Jun 2026 20:31:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12121 WiiM baut seit Jahren konsequent ein Streaming-Ökosystem auf — vom WiiM Pro Plus und WiiM Ultra, die wir beide bereits getestet haben, über den WiiM Amp bis hin zum WiiM Sound Speaker. Auf der High End Vienna 2026 haben sie jetzt das logisch nächste Kapitel aufgeschlagen: die WiiM Bar, ihre erste Soundbar. 499 Euro, Dolby Atmos, echte Upfiring-Treiber, Roon-Support und dieses runde Display, das man schon vom WiiM Sound kennt. Das ist ein Ding. kennt. Das ist ein Ding.

Alle WiiM-Modelle im Überblick — Streamer, Verstärker und mehr: → WiiM Übersicht

Was WiiM damit vorhat

Die WiiM Bar soll keine reine TV-Kiste sein. WiiM positioniert das Teil explizit als Kombination aus Heimkino-Zentrale und Musik-Streaming-Hub — ein All-in-one-Gerät fürs Wohnzimmer, das weder einen AVR noch einen separaten Streamer braucht. Wer schon WiiM-Gear hat, kann die Bar nahtlos ins bestehende Multiroom-Setup integrieren. Wer neu einsteigt, bekommt einen vollständigen Einstiegspunkt in das WiiM-Ökosystem mit optionaler Erweiterung Richtung Surround.

Das deckt sich mit dem, was WiiM-CEO Dr. Lifeng Zhao auf der Messe kommuniziert hat: kein Legacy-AVR, kein Kabelsalat, ein leistungsstarkes Gerät für den, der es simpel mag ohne auf Sound zu verzichten.

Technik und Hardware

Innen steckt ein 8‑Treiber-Array mit vier passiven Radiatoren. Konkret: drei 110×52mm Mitteltöner und drei 52×52mm Hochtöner fürs Frontpanorama, dazu zwei 52×52mm Fullrange-Treiber die nach oben abstrahlen. Die vier passiven Radiatoren sitzen je zwei vorne und hinten — das deutet darauf hin, dass WiiM hier ernsthaft versucht hat, Bassvolumen aus dem flachen Gehäuse rauszuholen. Systemleistung laut Hersteller: 135 Watt.

Über HDMI eARC werden LPCM, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, DTS und DTS:X durchgereicht. Kein HDMI-Passthrough — das ist eine Einschränkung, die je nach TV-Setup nervig sein kann, wenn alle HDMI-Ports belegt sind. WiiM begründet das mit “Simplicity”, was dieselbe Begründung ist, die Sonos für denselben Kompromiss am Beam nutzt. Ob man das akzeptiert, hängt vom eigenen Setup ab.

An weiteren Eingängen gibt es optischen Eingang, Analog-Line-In, USB Host für externe Medienspeicher und Bluetooth 5.4. Interessant: Die Bar kann nicht nur Bluetooth empfangen, sondern auch ausgeben — zum Beispiel an Kopfhörer. Netzwerkseitig ist Wi-Fi 6E mit 2,4, 5 und 6 GHz dabei, plus Ethernet. Bluetooth LE Audio soll per Firmware-Update nachgereicht werden. Kein AirPlay 2 — wer darauf angewiesen ist, muss das einkalkulieren.

Beim EQ lässt WiiM ungewöhnlich viel Spielraum für eine Soundbar: 24 Preset-EQs, ein 10-Band-Graphic-EQ und ein 10-Band-Parametric-EQ, der über die App zugänglich ist. Dazu kommen vier Sound-Modi (Movie, Music, Voice Enhance, Night Mode) sowie RoomFit als automatische Raumkorrektur. Das ist ein Umfang, den man sonst eher bei deutlich teureren Geräten findet.

Streaming-seitig kennt man das schon von den anderen WiiM-Geräten: Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Amazon Music Cast, Google Cast, DLNA/UPnP, Roon, LMS, Qplay 3.0 — über 20 Dienste insgesamt. Die Bar lässt sich außerdem als Medienserver für andere DLNA-Geräte im Netzwerk nutzen, wenn USB-Speicher angeschlossen ist. Roon-Support bei einer 499-Euro-Soundbar bleibt kein Standard — das ist ein echter Vorteil gegenüber Sonos.

Das Display und die Software-Features

Auffälligstes Hardware-Merkmal ist das runde, 2,1‑Zoll-Farbdisplay mit Glasabdeckung auf der Front. WiiM hat das Porthole-Display bereits beim WiiM Sound eingeführt, hier kommt es auf der Soundbar wieder. Es zeigt Albumcover, Trackinformationen, EQ-Einstellungen, Smart Presets, Uhrzeit und kann als individualisierter Screensaver genutzt werden. Berührungsempfindlich ist es auch — Playback-Steuerung ohne App oder Fernbedienung also möglich.

Ob das Display im täglichen Betrieb wirklich gebraucht wird oder eher als netter Bonus taugt, muss der Praxistest zeigen. Wer abends Netflix schaut und das Ding direkt unterm Bildschirm stehen hat, wird über das dauerhaft leuchtende Display unterschiedlich denken.

Zur Software gehören außerdem RoomFit — WiiMs automatische Raumkorrektur — sowie ein KI-basierter Clear Voice Mode zur Sprachanhebung und ein Night Mode für dynamikreduziertes Spätabend-Hören. Beides ist bei teureren Sonos-Geräten bereits Standard, hier kommt es zum 499-Euro-Einstiegspreis mit.

Erweiterbarkeit

Die WiiM Bar ist als 3.0.2‑System der Ausgangspunkt. Wer mehr will, kann WiiM Sound oder Sound Lite als kabellose Rear-Speaker einbinden und den WiiM Sub Pro als Subwoofer dazu nehmen — fertig ist ein kabelloses 5.1.2‑System. Das funktioniert über die bestehende WiiM-Ecosystem-Logik, ohne neue Hardware-Hubs.

Das klingt verlockend, aber der Hinweis muss sein: Wer das Gesamtsystem ausbauen will, landet schnell jenseits des Einstiegspreises. WiiM Sub Pro, zwei WiiM Sound als Surrounds — da addiert sich was. Deutlich teurer als Sonos Arc Ultra plus Sub plus Surrounds wird es trotzdem wahrscheinlich nicht, aber der günstige Einstiegspreis täuscht über das Gesamtinvestment hinweg, wenn man das 5.1.2‑Versprechen wirklich einlösen will.

Einordnung: Wo steht die WiiM Bar?

Der direkte Vergleich ist der Sonos Beam (2. Generation) für ebenfalls 449 Euro — in Deutschland dürften die Preise ähnlich liegen. Der Beam ist kompakter und hat einen etablierten Ruf, bringt aber keine dedizierten Upfiring-Treiber, keinen Roon-Support und kein Touch-Display. Auf dem Papier hat die WiiM Bar klar die bessere Ausstattungsliste.

Interessant ist auch der Blick auf Eversolo: Die zeigen seit einer Weile sehr ernsthaft, was ambitioniertes Streaming-Equipment leisten kann. Ihr DMP-A6 Gen 2 liegt mit 869 Euro eine Stufe über der WiiM Bar — und ist eine andere Kategorie: Streaming-DAC-Vorverstärker in einem, edleres Gehäuse, audiophiler Anspruch. Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben und keinen Bock auf Soundbar-Kompromisse hat, sollte den Eversolo ernsthaft in Betracht ziehen.

Sonos Arc Ultra (999 Euro) ist in einer anderen Liga, bietet aber auch deutlich mehr Bassvolumen und ein ausgefeilteres Atmos-Processing. Die WiiM Bar spielt im Segment darunter, direkt gegen Beam Gen 2, Bose Smart Soundbar 300 und JBL Bar 500.

Preis und Verfügbarkeit

Die WiiM Bar kostet 499 Euro in Deutschland und ist in Schwarz und Weiß erhältlich. Vorbestellungen sind bereits möglich, die Auslieferung soll ab August 2026 starten. In den USA liegt der Preis bei 479 Dollar.

Erstes Fazit: Abwarten, aber mit Interesse

WiiM hat bei Streamern und Amps gezeigt, dass sie solide Hardware zu fairem Preis liefern und die Software-Erfahrung ernstnehmen — das unterscheidet sie von vielen Mitbewerbern, die gute Hardware mit mäßiger App paaren. Ob sie das auch im deutlich komplexeren Soundbar-Segment hinbekommen — mit allem, was an Atmos-Processing, Bassintegration und HDMI-Stabilität dazugehört — ist die eigentliche Frage.

Die Specs stimmen. Die Preispositionierung stimmt. Dass WiiM das Teil auf der High End Vienna vorgestellt hat, zeigt zumindest, dass sie es als ernstes Produkt und nicht als schnellen Lifestyle-Move verstehen. Ein Testgerät ist angefragt. Sobald die Bar hier ist, berichten wir.

Wer eher einen reinen Streaming-Amp mit audiophilem Anspruch sucht, findet in unserem Test des WiiM Amp Pro eine gute Grundlage — oder schaut sich unsere Besprechung des Eversolo DMP-A8 an für die audiophile Streaming-Richtung.

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Hurricane 2026 Line up steht, und Scheeßel wird zum Heimspiel https://www.hifigeek.de/hurricane-2026-line-up-vorbericht/ https://www.hifigeek.de/hurricane-2026-line-up-vorbericht/#respond Mon, 01 Jun 2026 15:04:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11932 Das Hurricane 2026 line up steht – und für mich als Lokalmatador aus Sittensen ist der Eichenring keine Reise, sondern ein Heimspiel. Es gibt Festivals, für die man tagelang quer durch die Republik fährt. Und dann gibt es eins, das praktisch vor der Haustür liegt. Kein Bulli, der nicht anspringt, kein matschiger Campingplatz, keine sechs Stunden Anreise. Hinfahren, feiern, abends wieder im eigenen Bett. Lokalmatador-Privileg.

Vom 19. bis 21. Juni 2026 geht das Hurricane in Scheeßel in die nächste Runde – und zwar in eine besondere: Es ist das 30. Jubiläum. Rund 75.000 Leute, drei Tage, ein Gelände, das man dafür erstaunlich entspannt zu Fuß abläuft. Genau das ist es, was das Hurricane für mich ausmacht: kurze Wege, ausgelassene Stimmung, und ein Publikum, das man selten daneben erlebt. Eng wird’s eigentlich nur direkt vor der Hauptbühne, wenn die ganz Großen ran – bei Die Ärzte vor zwei Jahren stand man da schon recht kuschelig. Aber machen kann man das immer.

Das Hurricane 2026 line up – warum dieses Jahr für mich anders läuft

Ich bin in den letzten Jahren fast immer am Sonntag angerückt, weil der traditionell am härtesten war. Das ändert sich 2026. Das Hurricane 2026 line up verteilt die Musik dieses Jahr verdammt gleichmäßig über alle Tage – egal ob Punk, Alternative, Nu Metal oder die deutsche Fraktion, an jedem Tag ist was dabei, das mich auf den Eichenring zieht. Heißt im Klartext: einen reinen “Lieblingstag” gibt es 2026 kaum noch. Man muss eigentlich alle drei mitnehmen.

Die Headliner machen die Bandbreite schon klar: Kraftklub, Twenty One Pilots und Florence + The Machine stehen ganz oben auf dem Plakat. Drei komplett unterschiedliche Welten – und genau das ist der Hurricane-Charakter. Das komplette, offizielle Hurricane 2026 line up findet ihr direkt beim Veranstalter, inklusive Timetable als PDF. Gehen wir’s der Reihe nach durch.

Donnerstag – die Warm-Up-Party

Disarstar läutet zusammen mit Juli, Paula Carolina, Herrenmagazin und den Hansemädchen schon am Donnerstag das Wochenende ein. Disarstar ist für mich einer der wenigen deutschen Rapper, der politische Haltung und Hook gleichzeitig hinbekommt, ohne dass das eine das andere erschlägt. Dass er die Warm-Up-Party eröffnet, ist ein starker Auftakt – und ein Grund, dieses Jahr ausnahmsweise schon Donnerstag aufzukreuzen statt erst zum eigentlichen Festivalstart.

Freitag – Punk-Wurzeln und großes Kino

Pennywise. Für mich eines der absoluten Highlights des gesamten Wochenendes, da brauchen wir gar nicht lange drumherum reden. Wenn die “Bro Hymn” anstimmen und der komplette Platz mitgrölt, ist das einer dieser Festivalmomente, die einem hinterher noch wochenlang im Kopf hängen. Melodic Hardcore aus Hermosa Beach, seit über 35 Jahren, und immer noch eine Macht.

The Offspring spielen in genau der gleichen Liga – nur eine Etage massentauglicher. “Smash” ist eines der meistverkauften Indie-Alben aller Zeiten, und live ziehen die Kalifornier ein Best-of durch, bei dem schlicht jeder mitkann. Self Esteem, Pretty Fly, The Kids Aren’t Alright – das ist Festival auf Autopilot, im besten Sinne.

Yungblud ist für mich der definitive Pflichttermin am Freitag. Wer ihn noch nicht live gesehen hat, unterschätzt komplett, was der Mann auf einer Bühne veranstaltet. Das ist keine Show, das ist eine Energieentladung – Genregrenzen interessieren ihn null, das Publikum ist mittendrin statt nur dabei. Genau die Art Act, die ein Festivalgelände in zwei Sekunden auf Anschlag bringt.

Dazu die deutsche Heimmannschaft: Donots aus Ibbenbüren liefern Punkrock zum Mitspringen, garantiert mit der einen oder anderen Crowd-Aktion, für die sie berüchtigt sind. Und Sondaschule bringen Ska-Punk aus dem Ruhrpott mit – die Sorte Gute-Laune-Brett, bei der selbst die Leute mitwippen, die eigentlich behaupten, mit Festival-Stimmung nichts am Hut zu haben.

Headliner des Tages: Kraftklub. Chemnitz, Indie-Rap-Rock, eine Liveband, die ganze Stadien zum Hüpfen bringt. Vor dieser Menge wird’s vor der Hauptbühne dann auch wieder kuschelig.

Samstag – zwischen Nu Metal und Emo-Nostalgie

Papa Roach sind so ein Act, den ich aus reiner Generationen-Sentimentalität nicht verpassen kann. “Last Resort” war für viele von uns der Soundtrack einer ganzen Phase, und Jacoby Shaddix ist auch mit über 25 Jahren Bandgeschichte noch ein Frontmann, der die Energie eines 20-Jährigen auf die Bühne knallt.

FiNCH — ehemals Finch Asozial, der ostdeutsche Hasselhoff persönlich. Techno, Hip-Hop, Schlager, Proll-Charme und Selbstironie im Komplettpaket. Wer damit nichts anfangen kann, ist auf dem Hurricane vermutlich trotzdem zufällig dabei.

Und dann The Butcher Sisters – einer der heißesten Newcomer der härteren Schiene, die man dieses Jahr auf dem Schirm haben sollte. Die drei Ausrufezeichen hinter dem Namen verkneife ich mir hier nur mit Mühe. Genau die Art Act, für die man früher zur Wiese geht als geplant.

Über allem thronen am Samstag Twenty One Pilots und Florence + The Machine – zwei Headliner, die das Hurricane-Spektrum nach oben hin abrunden.

Sonntag – mein alter Lieblingstag, immer noch top besetzt

Billy Talent feiern auf dieser Tour das 20-jährige Jubiläum von “Billy Talent II” – und wer dieses Album kennt, weiß, was das bedeutet. Devil in a Midnight Mass, Red Flag, Fallen Leaves, am Stück, live, von einer Band, die seit zwei Jahrzehnten zu den verlässlichsten Liveacts des Genres gehört. Pflichtprogramm.

A Day To Remember. “The Downfall of Us All” – klar oder?! Wenn die ersten Takte kommen, springt der komplette Platz, das ist gesetzt. Easycore vom Feinsten, die perfekte Mischung aus Breakdown und Mitsing-Refrain, und live einfach ein Brett.

Skindred sind eine der besten Liveband-Empfehlungen, die ich überhaupt aussprechen kann. Benji Webbe macht aus Ragga-Metal eine einzige große Party, und der berühmte “Newport Helicopter” am Ende – wenn die ganze Menge das T‑Shirt überm Kopf kreisen lässt – gehört zu den schönsten Festival-Klischees, die es gibt. Mitmachen ist hier Ehrensache.

Zebrahead liefern dazu Punk-Rap-Crossover aus Kalifornien, der genau dann perfekt funktioniert, wenn die Sonne noch nicht ganz weg ist und alle einfach nur Bock auf laut und schnell haben. Und Kaffkiez runden den deutschen Anteil ab – Emo-Punk aus Würzburg mit Texten, die mehr hängenbleiben, als man dem Genre manchmal zutraut.

Bändchen, Karte, Preise – die Orga-Realität

Bezahlt wird auf dem Hurricane bargeldlos. Dieses Jahr läuft das offenbar wieder über ein Aufladebändchen – letztes Jahr war das, wenn ich mich richtig erinnere, schon Thema. Ansonsten konnte ich in den vergangenen Jahren eigentlich überall problemlos mit Karte zahlen, da muss man sich also wenig Sorgen machen.

Die Preise sind das, was sie auf jedem Festival sind – und ehrlich gesagt weiß man das vorher. Wer zum ersten Mal hingeht und am Bierstand erschrocken die Augenbrauen hochzieht, hat schlicht nicht aufgepasst. Festival ist Festival, das ist Teil des Deals.

Bleibt die große Unbekannte: Was der Wettergott 2026 mit Scheeßel vorhat, bleibt abzuwarten. Letztes Jahr hat er nämlich ordentlich mitgemischt – inklusive Konzertunterbrechungen, bei denen man als Norddeutscher dann doch nochmal demütig zur Kenntnis nimmt, wer hier eigentlich die Running Order bestimmt. Spoiler: nicht FKP Scorpio. Mein Tipp aus Lokalmatador-Erfahrung: Regenjacke einpacken, auch wenn die Sonne lacht. Man weiß es bei uns im Norden einfach nie.

Wann ist das Hurricane Festival 2026?

Das Hurricane Festival 2026 findet vom 19. bis 21. Juni 2026 statt.

Wo findet das Hurricane Festival 2026 statt?

Am Eichenring in Scheeßel, Niedersachsen.

Wer sind die Headliner beim Hurricane Festival 2026?

Twenty One Pilots, Florence + The Machine und Kraftklub. Weitere Acts: Billy Talent, Papa Roach, The Offspring und Yungblud.

Ist das Hurricane Festival 2026 ausverkauft?

Nein, Tickets sind noch verfügbar. 2026 feiert das Hurricane sein 30-jähriges Jubiläum — ein besonderer Grund früh dabei zu sein.

Fazit zum Hurricane 2026 line up

Das Hurricane 2026 line up ist für mich der seltene Fall, in dem ich nicht einen Tag rauspicken kann, sondern eigentlich alle drei brauche. Pennywise und The Offspring am Freitag, Papa Roach und Finch am Samstag, Billy Talent und A Day To Remember am Sonntag – plus Disarstar schon am Donnerstag zum Warmwerden. Zum 30. Jubiläum macht das Festival genau das, was es immer am besten konnte: für jeden was, kurze Wege, gute Stimmung. Und das Beste daran für mich: Ich muss danach nicht mal weit fahren. 🤘

Wer übrigens wissen will, wie so ein Festival-Vorbericht bei uns aussieht, wenn’s komplett in Richtung Metal geht: unseren Vorbericht zum Summer Breeze 2026 gibt’s auch noch. Man sieht sich auf dem Eichenring.

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Burson V7 Vivid Air: Der sparsame Bruder des V7 Vivid Pro https://www.hifigeek.de/burson-v7-vivid-air/ https://www.hifigeek.de/burson-v7-vivid-air/#respond Fri, 29 May 2026 07:14:31 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11849 Burson Audio aus Australien baut seit gut zwanzig Jahren diskrete Op-Amps — also Operationsverstärker aus diskreten Einzelbauteilen statt aus integrierten Schaltkreisen. Das ist eine Nische, aber eine mit echter Fangemeinde. Jetzt kommt der Burson V7 Vivid Air, ein neuer diskreter Op-Amp der V7-Generation, der eine klare Lücke im Lineup schließt: effizienter als der V7 Vivid Pro, und damit für mehr Geräte verwendbar.

Den V7 Vivid Air im Kontext aller Burson-Inhalte bei HiFiGeek: Burson Audio Hub.

Warum überhaupt ein neuer Op-Amp?

Der Burson V7 Vivid Air ist seit 2024 das Flaggschiff unter den Burson-Op-Amps und hat sich in der Community einen guten Ruf erarbeitet. Das Problem: Er zieht ordentlich Strom. In Geräten mit mehreren Op-Amp-Kanälen, begrenzter Netzteilkapazität oder im portablen Bereich kann das zur echten Einschränkung werden. Ein einzelner Pro in einem Kopfhörerverstärker — kein Thema. Vier davon in einem Mehrkanalverstärker oder einem batteriebetriebenen DAC — da wird’s eng.

Genau dafür ist der Burson V7 Vivid Air gedacht. Burson gibt an, dass er nur halb so viel Strom verbraucht wie der Vivid Pro. In Zahlen: rund 15 mA. Das klingt nach wenig, macht aber den entscheidenden Unterschied, wenn mehrere Einheiten gleichzeitig laufen sollen oder das Netzteil schlicht nicht mehr hergibt.

Was steckt drin

Technisch basiert der Burson V7 Vivid Air auf derselben vollständig diskreten V7-Architektur wie der Vivid Pro. Vollständig diskret bedeutet: kein integrierter Schaltkreis, sondern einzelne Transistoren, Widerstände und Kondensatoren auf einer eigenen Platine. Das macht das Teil physisch deutlich größer als ein Standard-IC-Op-Amp, bringt aber laut Burson klare Vorteile in Dynamik, Rauschen und Auflösung — was die Theorie zumindest stützt.

Das PCB ist mehrlagig aufgebaut. Signalpfad, Masse und Abschirmung liegen auf getrennten Lagen, was Interferenzen reduzieren und den Signalpfad verkürzen soll. Reverse-Voltage-Schutz ist ebenfalls an Bord — wichtig, wenn man das Teil in fremdes Gerät steckt und nicht zu 100 Prozent sicher ist, welche Spannung da anliegt.

Das Formfaktor-Format bleibt klassisch: DIP8, also das weit verbreitete 8‑Pin-Dual-Inline-Package. Drop-in-Austausch gegen eine lange Liste gängiger IC-Op-Amps ist möglich — von NE5532 über OPA2134 bis zu MUSES-Varianten. Wer wissen will, ob sein Gerät kompatibel ist, findet auf der Burson-Website eine umfangreiche Liste unterstützter Typen.

Das neue Gehäuse

Weil der Burson V7 Vivid Air weniger Wärme produziert als der Vivid Pro, brauchte Burson kein klassisches Kühlrippen-Gehäuse mehr. Stattdessen gibt es ein neues Gehäuse, das Burson “Max Airflow Case” nennt — leichter, mit mehr Öffnungen für passive Belüftung. Das klingt nach Marketing, macht aber konstruktiv Sinn: bei halber Verlustleistung reicht passive Konvektion, und ein kompakteres Gehäuse ist in engen Geräten schlicht praktischer. Aus welchem Material das Gehäuse tatsächlich besteht, lässt sich anhand der Fotos nicht eindeutig sagen — Burson spricht von Aluminium, optisch sieht es eher nach Kunststoff aus. Das lässt sich erst am echten Teil klären.

Die Abmessungen liegen bei 20 × 15,4 × 13,4 mm. Verglichen mit einem nackten IC-Op-Amp ist das natürlich ein Klotz — aber das ist bei allen diskreten Burson-Op-Amps so. Wer die in sein Gerät einbaut, muss vorher prüfen, ob überhaupt genug Platz ist. Besonders in flachen Gehäusen oder dicht bestückten Platinen kann das zum Problem werden.

Für wen ist das wirklich interessant

Die Zielgruppe für diskrete Op-Amps ist klar umrissen: Leute, die ein Gerät mit tauschbaren Op-Amps besitzen und klanglich etwas herausholen wollen, ohne ein neues Gerät kaufen zu müssen. Klassische Kandidaten sind günstigere DACs wie der Topping D30 Pro oder verschiedene FiiO-Modelle, Soundkarten wie die Asus Xonar-Serie, ältere Kopfhörerverstärker oder auch Car-Audio-Endstufen.

Interessant ist dabei, dass Burson die V7 Vivid Pro-Op-Amps auch in einigen eigenen Geräten ab Werk verbaut — zum Beispiel im Timekeeper GT4 Max, im Conductor GT4 Deluxe und im Playmate 3 Deluxe. Wer also eines dieser Geräte in der Standard-Konfiguration betreibt, kann durch einen Tausch auf Pro-Bestückung upgraden — oder eben beim günstigeren Air bleiben, wenn mehrere Kanäle betroffen sind. Den Soloist Stellar hat Burson ebenfalls für Op-Amp-Upgrades ausgelegt; unser Test dazu folgt in Kürze.

Der direkte Konkurrent in diesem Segment ist Sparkos Labs mit seinen SS3601/SS3602-Op-Amps, die ähnlich angesiedelt sind und ebenfalls DIP8-kompatibel sind. Preislich liegen die Sparkos etwas höher, haben aber auch eine treue Anhängerschaft. Burson selbst bietet mit dem V7 Vivid Pro die leistungsstärkere (und stromdurstigere) Option im eigenen Lineup, und darunter die ältere V6-Generation, die weiterhin erhältlich bleibt.

Wer komplett neues Gerät kauft statt aufzurüsten, spielt natürlich in einer anderen Liga — ein WiiM Ultra oder ein dedizierter DAC/Amp-Stack löst das Problem von einer anderen Seite. Aber darum geht es beim Op-Amp-Tausch nicht. Es geht um vorhandenes Gerät, das man mit überschaubarem Aufwand verbessern will.

Preis und Verfügbarkeit

Der Burson V7 Vivid Air ist aktuell im Pre-Order mit 20 Prozent Rabatt erhältlich. Die normalen Preise laut Shop:

  • Single × 2: $55
  • Dual × 1: $55
  • Dual × 2: $111

Während der Pre-Order-Phase (läuft bis 5. Juni 2026) entsprechend günstiger. Versand beginnt laut Burson Mitte Juni 2026. Direkt beim Hersteller bestellbar unter bursonaudio.com. Händler in Deutschland und der DACH-Region sind auf der Burson-Retailer-Seite gelistet, der Direktkauf über den Hersteller-Shop ist aber problemlos möglich.

Die Lifetime-Garantie gilt — mit dem Hinweis, dass sie Direktkäufe über Burson voraussetzt und innerhalb eines Monats nach Kauf registriert werden muss. Bei Händlerkäufen gelten deren eigene Garantiebedingungen.

Einordnung

Das Konzept ist nachvollziehbar: Der Vivid Pro war für viele Anwendungsfälle schlicht zu hungrig. Der Burson V7 Vivid Air schließt diese Lücke mit halbem Stromverbrauch und demselben PCB-Aufbau. Ob der Klangunterschied zum Vivid Pro in der Praxis hörbar ausfällt, bleibt abzuwarten — Burson formuliert das vorsichtig mit “much of its explosive dynamics”, nicht “identisch”. Das ist zumindest ehrlicher als die übliche Marketingsprache.

Was bleibt ist die grundsätzliche Frage, die bei jedem Op-Amp-Tausch mitschwingt: Wie viel Einfluss hat der Op-Amp tatsächlich auf den Gesamtklang, und wie sehr hängt das vom Rest der Schaltung ab? Die Antwort ist, wie immer, “kommt drauf an” — auf das Gerät, auf den Signalpfad, auf die Erwartungshaltung. Der Burson V7 Vivid Air ist ein sauber durchdachtes Produkt für eine klar definierte Zielgruppe. Wer weiß, was er tut, und das richtige Gerät hat, bekommt hier eine interessante Option.

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High End Vienna 2026 Vorbericht – Zweite Runde, breiteres Kreuz https://www.hifigeek.de/high-end-vienna-2026-vorbericht/ https://www.hifigeek.de/high-end-vienna-2026-vorbericht/#respond Wed, 20 May 2026 14:50:25 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11821 4. bis 7. Juni 2026 · Austria Center Vienna · HiFi Messe Wien

Mein High End Vienna 2026 Vorbericht – und er fällt anders aus als erwartet. Nicht weil sich so viel geändert hat, sondern weil ich mich geändert habe.

Letztes Jahr München. Erste High End. Ich hatte keine richtige Vorstellung davon, was mich erwartet. Was mich empfangen hat: eine Welt voller etablierter Marken, viele davon seit Jahrzehnten im Geschäft, mit Produktphilosophien, die in Teilen aus einer anderen Zeit stammen. Schöne Geräte, beeindruckende Systeme – aber auch eine Branche, die mit neuen Formaten, neuen Kanälen und einer anderen Zielgruppe noch nicht so richtig weiß, was sie anfangen soll. Das war auf der Messe spürbar. Das ist in meinem Alltag mit HiFiGeek genauso spürbar.

Ich war überfordert. Nicht weil die High End Vienna 2026 – damals noch München – schlecht war, sondern weil ich schlicht noch nicht wusste, wie ich das für mich nutzen soll. Jetzt weiß ich es.

High End Vienna 2026 Vorbericht: Diesmal weiß ich, was mich erwartet

Zweite Runde. Breiteres Kreuz.

Ich gehe mit einem anderen Gefühl in die High End Vienna 2026 rein. Ich weiß, wie so eine Messe tickt, ich weiß, wen ich ansprechen will, und ich weiß, worauf es mir ankommt. Ich gehe da rein und sage: hier bin ich.

Logistisch haben wir das dieses Mal besser hingekriegt: Flieger um 7:30 Uhr, kurz nach 9 in Wien, direkt weiter zur Messe. Wir haben uns ein Airbnb gebucht, damit wir die Zeit wirklich ausschöpfen können und abends nicht schon um 18 Uhr hetzen müssen. Kamera ist dabei, ich werde Fotos machen und versuchen, kurze Eindrücke per Video mitzunehmen – vielleicht ein paar Shorts.

Ich bin kein großes Magazin und werde dort keine Reportage drehen. Das wäre gelogen – dafür bin ich schlicht noch zu sehr am Anfang von dem, was ich mit HiFiGeek aufbaue. Aber das ist auch nicht der Anspruch. Ehrliche Eindrücke, gute Bilder, interessante Gespräche – und vielleicht der ein oder andere Kontakt, aus dem später ein Review oder ein Artikel wird, der für meine Leser tatsächlich Sinn macht.

Austria Center Vienna: Warum die Location dieses Mal wirklich einen Unterschied macht

Die High End Vienna 2026 findet erstmals im Austria Center Vienna statt – und ich finde es gut, dass das MOC in München Geschichte ist.

Das MOC hatte seine Momente, aber wer die Messe kannte, kennt auch die Schwächen. Auf rund 13.770 Quadratmetern über drei Etagen gab es vier große Messehallen für offenen Standbau – akustisch ein Alptraum – und 140 verglaste Showrooms. Glas als Raumabschluss klingt schicker als es ist: akustisch ist es das schlechteste Material, das man für eine ernsthafte Hörvorführung wählen kann. Reflektiv, harsch, keine Kontrolle über den Raum. Manche Hersteller haben deswegen lieber in Hotelzimmern in der Umgebung vorgeführt als auf dem eigenen Stand.

Das Austria Center Vienna macht das anders: frisch renoviert, über 26.000 Quadratmeter auf fünf Ebenen, 134 echte Meetingräume mit 2,70 Meter Deckenhöhe, dazu fünf Hallen und 21 große Säle. Keine verglasten Boxen, keine offenen Standflächen als Hörsituation. Ob das in der Praxis so gut klingt wie es auf dem Papier aussieht, werde ich auf der High End Vienna 2026 selbst hören.

Was ich auf den HiFi-Tagen gemerkt habe: Wenn Aussteller wirklich wollen, dass Hörvorführungen funktionieren, kann man auch auf einer Messe akustisch etwas tun. Ich hoffe, das Austria Center Vienna gibt das her. Alles, was ich bisher lese, deutet darauf hin.

Vorbericht zur HiFi Messe Wien: Endlich rückt alles wieder zusammen

Letztes Jahr in München war das Bild zersplittert. ATR – Audio Trade, einer der größten deutschen HiFi-Vertriebe – hatte sein eigenes Setup in der Motorworld München, Kleine Lokhalle, direkt gegenüber dem MOC. Dali war ebenfalls nicht auf der Hauptmesse, sondern in der Highline Location in der Motorworld – auf Einladung, nur für Fachbesucher. Ich hab das damals nicht mehr geschafft, weil die Zeit zu knapp war. Im Nachhinein: schade.

Zur High End Vienna 2026 ist das anders. Dali und Marken unter dem Dach von ATR sind diesmal vollständig Teil der Hauptmesse. Kürzere Wege, mehr Substanz unter einem Dach. Die Messe ist außerdem komplett ausgebucht – wer dabei sein will, ist auf der Messe, nicht irgendwo im Nebenprogramm zwei Kilometer weiter. Das hat für mich als Besucher einen echten Vorteil, den kein Vorbericht der Welt besser erklären kann als ein Gang durch die Hallen selbst.

Was mich auf der High End Vienna 2026 interessiert

Ich werde nicht alles ansehen können, und ich werde auch nicht so tun, als ob mich alles interessiert. Meine klaren Schwerpunkte:

Kopfhörer und World of Headphones – mein tägliches Werkzeug, stundenlang auf den Ohren. Neue Hörer sind das, worauf ich mich am meisten freue.

DACs und Kopfhörerverstärker – für mich ein spannendes Segment. Was kommt neu, was macht wirklich Sinn, was ist Marketinggetöse?

Preis-Leistung vor Exklusivität – ich bin nicht derjenige, der sagt, das Gehäuse ist in Walnuss, also ist der Lautsprecher automatisch toll. Was mich interessiert: bekomme ich für mein Geld etwas, das wirklich liefert? Das was ich zum Beispiel bei den Arendal 1723 Tower THX gefunden habe.

Einsteigeranlagen – auf der HiFi Messe Wien gibt es jedes Jahr Komplettsysteme unter 4.000 bis 5.000 Euro. Auch wenn ich mit dem Budget nicht unbedingt einverstanden bin, interessiert es mich, was die Hersteller draus machen.

Gespräche mit Menschen, die online noch nicht verstehen – es gibt viele Hersteller und Vertriebe auf der High End, die mit Content und digitalen Formaten noch wenig anfangen können. Vielleicht hinterlasse ich den einen oder anderen bleibenden Eindruck, dass das, was ich mit HiFiGeek mache, nicht das verteufelte Böse ist.

Ankündigungen: Was auf der High End Vienna 2026 gezeigt wird

Viele Hersteller halten ihre Karten noch verdeckt. Was bisher für meinen High End Vienna 2026 Vorbericht bekannt ist:

Lautsprecher:

  • Canton – neue Vento-Serie bereits im Handel. Wie 2025 in München ist eine Überraschung kurz vor Messeschluss wahrscheinlich – damals die GLE-S2, dieses Jahr kursieren Gerüchte über eine weitere neue Baureihe.
  • Jamo – Comeback mit zwei neuen Lautsprecherserien
  • Wharfedale – neuer Heritage-Lautsprecher oberhalb der Linton 85
  • ELAC – mehrere Ankündigungen: Premium-Modell, Woofer, Kompaktlautsprecher

Streaming & Digital:

  • Lumin X2 – Flaggschiff-Streamer mit eigenem D/A‑Wandler
  • Lumin N1 – dedizierte Netzwerklösung als vorgelagerte Stufe vor dem Streamer

Analog:

  • Soulnote E‑3MC – Referenz-Phonostufe für MC-Tonabnehmer

Den vollständigen Ausstellerkatalog führt die HIGH END Society auf ihrer Website und würde meinen High End Vienna 2026 Vorbericht hier sprengen.

Euer Input für meinen High End Vienna 2026 Vorbericht – und danach

Ich kann nicht überall gleichzeitig sein. Aber ich kann gezielt hinschauen – wenn ich weiß, wo.

Schreibt mir in die Kommentare vom kommenden Youtube-Video:

  • Welcher Hersteller oder welches Produkt interessiert euch – soll ich dort genauer hinsehen oder nachfragen?
  • Welches Format möchtet ihr danach sehen: ausführlicher Artikel, kurzes Ersteindruck-Video, beides?
  • Ihr könnt nicht zur High End Vienna 2026 kommen und habt eine konkrete Frage, die ich vor Ort stellen soll?

Ich lese alles und nehme konkrete Wünsche mit nach Wien. Den Nachbericht zur High End Vienna 2026 veröffentliche ich kurze Zeit nach der Messe hier auf HiFiGeek.

Ich hoffe ihr konntet ein wenig was mit meinem High End Vienna 2026 Vorbericht anfangen und wir lesen uns demnächst wieder!

High End Vienna 2026: 4.–7. Juni, Austria Center Vienna, Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien. Fachbesuchertage: 4. und 5. Juni. Publikum: 6. und 7. Juni.

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Verified by Spotify: Das grüne Häkchen gegen KI-Musik — und was es (noch) nicht löst https://www.hifigeek.de/verified-by-spotify-badge-ki-musik-erklaert/ https://www.hifigeek.de/verified-by-spotify-badge-ki-musik-erklaert/#respond Fri, 08 May 2026 10:08:51 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11770 Spotify hat am 30. April ein neues Verifizierungssystem angekündigt: Verified by Spotify ist ein hellgrünes Häkchen, das auf Künstlerprofilen und in der Suche erscheinen soll — und signalisieren soll, dass dahinter ein echter Mensch steckt. Kein KI-Persona, kein Content-Farm-Profil, das algorithmisch optimierte Schlafmusik raushaut. Ein Mensch. Das ist der Stand der Dinge im Musikstreaming 2026.

Was steckt dahinter

Das Konzept ist simpel: Spotify bewertet Künstlerprofile nach drei Kriterien und vergibt dann — nach eigener Aussage unter Einbeziehung menschlicher Reviewer — das Badge. Kein automatisierter Prozess, kein einfacher Selbst-Check.

Die drei Kriterien laut Spotify: erstens eine konstante Höreraktivität über einen längeren Zeitraum — einmalige Spikes durch Playlists oder Algorithmus-Zufall reichen nicht. CBC hat konkret nachgefragt: mindestens 10.000 aktive Hörer über drei aufeinanderfolgende Monate. Zweitens müssen Profil und Inhalte den Plattformrichtlinien entsprechen. Drittens braucht es erkennbare Hinweise auf eine reale Künstlerperson — also verknüpfte Social-Media-Accounts, Konzertdaten oder Merch. Spotify nennt das eine “identifizierbare Präsenz on und off-platform”.

Profile, die laut eigener Einschätzung von Spotify primär KI-generierte Musik oder KI-Personas repräsentieren, sind zum Launch nicht verifikationsfähig. Spotify schreibt dazu, der Begriff “Künstlerauthentizität” entwickle sich gerade schnell — man werde den Ansatz kontinuierlich weiterentwickeln. Das klingt nach Absicherung für Grenzfälle, die bereits existieren.

Wer kriegt es — und wann

Zum Launch gibt Spotify an, dass über 99 Prozent aller Künstler, nach denen Nutzer aktiv suchen, verifiziert sein werden. Die Mehrheit davon Independents, alle Genres, alle Karrierestufen. Das klingt erstmal nach guter Abdeckung.

Zur Praxis: Die Vergabe läuft fortlaufend. Wer das Badge heute noch nicht hat, bekommt es möglicherweise in den nächsten Wochen. Kein Badge bedeutet also explizit nicht, dass der Künstler nicht echt ist — er wurde nur noch nicht geprüft. Das macht das Verified by Spotify Badge in der aktuellen Rollout-Phase als Vertrauenssignal etwas wacklig.

Und hier wird es interessant: Ich habe nach der Ankündigung sowohl auf dem Desktop als auch in der App gesucht — bei bekannten Künstlern, bei Indie-Acts, quer durch alles. Kein einziges Badge zu sehen. Das liegt daran, dass Spotify den Rollout explizit auf “die kommenden Wochen” terminiert. Die Ankündigung und die tatsächliche Sichtbarkeit liegen also auseinander. Das ist ein kommunikativer Disconnect, aber kein Drama. Abwarten.

Erwähnenswert: Spotify hatte im Januar 2026 bereits das alte blaue “Verified Artist”-Häkchen — das bisher nur bedeutete, dass das Profil via Spotify for Artists beansprucht und aktiv verwaltet wird — in “Registered Artist” umbenannt. Das neue grüne Verified by Spotify Badge ist also eine komplett andere Sache, die jetzt zusätzlich kommt.

Was verified by Spotify nicht löst

KI-Musik bleibt auf der Plattform. Das ist die entscheidende Information. Verified by Spotify ist kein Ausschlussmechanismus, sondern ein positives Kennzeichen für menschliche Künstler. KI-Content läuft weiter, er bekommt nur keinen Vertrauensvorschuss mehr.

Wie groß das Problem ist, zeigt ein Blick auf Mitbewerber: Deezer meldete Mitte April 2026, täglich fast 75.000 KI-generierte Tracks zu empfangen — das entspricht 44 Prozent aller täglichen Uploads. Wie der Anteil bei Spotify aussieht, hat das Unternehmen nicht kommuniziert.

Eine naheliegende Funktion fehlt bisher komplett: Nutzer könnten in Playlists und Empfehlungen auf verifizierte Künstler filtern wollen. Diese Option gibt es nicht. Das Badge informiert, ändert aber nichts am Algorithmus.

Was andere Plattformen machen

Der Vergleich ist interessant. Deezer hat den strukturelleren Weg gewählt: Als KI-generiert erkannte Songs werden automatisch aus algorithmischen Empfehlungen entfernt und nicht in redaktionelle Playlists aufgenommen. Das ist eine direkte Konsequenz, keine Kennzeichnung.

Apple Music hat im März 2026 Labels und Distributoren aufgefordert, in den Metadaten vier Transparenz-Tags zu setzen — für Artwork, Track, Composition und Music Video. Intern soll zusätzlich Technologie entstehen, die erkennt, mit welchem KI-Modell ein Track erstellt wurde. Laut Apple ist mittlerweile über ein Drittel aller Uploads auf der Plattform vollständig KI-generiert.

Bandcamp hat die härteste Linie gezogen: Seit Januar 2026 ist Musik, die vollständig oder überwiegend mit KI erstellt wurde, auf der Plattform schlicht verboten.

Spotify liegt mit Verified by Spotify irgendwo dazwischen — pragmatischer als Bandcamp, weniger einschneidend als Deezer. Das passt zu einer Plattform dieser Größe, die gleichzeitig Distributoren, Labels und Indie-Artists auf sich angewiesen hat.

Rollout und offene Fragen

Das Badge erscheint in den kommenden Wochen schrittweise auf Profilen und neben Künstlernamen in der Suche. Parallel startet Spotify eine Beta für eine neue Profilsektion, die auf allen Künstlerprofilen — unabhängig vom Verifizierungsstatus — Karriere-Meilensteine, Release-Aktivität und Tourpläne zeigen soll. Spotify vergleicht das mit Nährwertangaben auf Lebensmitteln. Ein etwas kurioses Bild, aber die Idee dahinter ist sinnvoll.

Die eigentlich interessante Frage bleibt: Was passiert, wenn sich das Badge durchgesetzt hat und Nutzer aktiv danach filtern wollen? Dann wird der nächste logische Schritt sein, unverifizierte Accounts aus dem Empfehlungsalgorithmus rauszuhalten. Ob Spotify diesen Schritt macht oder beim reinen Kennzeichnungsprinzip bleibt, wird zeigen, wie ernst es dem Unternehmen mit der Sache wirklich ist.

Spotify und schrittweise Rollouts kennen wir — wie das bei Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 in der Praxis aussieht, haben wir hier etwas zu geschrieben.

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Klipsch The Fives II, Sevens II und Nines II: Neue Elektronikplattform mit Dirac Live und Dolby Atmos https://www.hifigeek.de/klipsch-the-fives-ii-sevens-ii-nines-ii/ https://www.hifigeek.de/klipsch-the-fives-ii-sevens-ii-nines-ii/#respond Thu, 07 May 2026 09:54:50 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11725 Klipsch feiert 80 Jahre und schickt zum Jubiläum drei neue Aktivlautsprecher raus. Klipsch The Fives II, Sevens II, Nines II sind keine Facelifts — die Elektronik wurde von Grund auf neu gebaut, gemeinsam mit Onkyo, beide unter dem Dach der Gentex Corporation. Das ist ein ungewöhnlicher Move, der auf dem Papier einiges verspricht. Ob er hält, was er verspricht, liegt noch vor uns.

Warum Onkyo, und was bedeutet das konkret?

Im Zentrum von Klipsch The Fives II, Sevens II, Nines II steht eine sogenannte AV-Receiver-Architektur. Klipsch beschreibt das als gemeinsame Entwicklung mit Onkyo — einem Hersteller, der seit Jahrzehnten AVR-Elektronik baut und heute ebenfalls zur Gentex-Gruppe gehört. Das erklärt, warum die Feature-Liste der neuen Modelle klingt wie die eines kompakten Heimkino-Receivers: Dolby Atmos mit virtuellen Höhenkanälen, Dirac Live Room Correction, DTS:X beim Flaggschiff, HDMI ARC/eARC. Für ein Paar Aktivlautsprecher ist das ungewöhnlich viel.

Was das für die eigentliche Klangqualität bedeutet, lässt sich aus Pressematerialien allein nicht seriös beurteilen. AV-Receiver-Architektur kann je nach Umsetzung sehr vieles bedeuten. Aber allein die Tatsache, dass Dirac Live mit eingebunden wurde, ist ein klares Signal: Hier geht es nicht nur um Features-Bingo.

Dirac Live ist in der Aktivlautsprecher-Welt noch keine Selbstverständlichkeit. Das schwedische Korrektursystem findet sich sonst vor allem in Mittelklasse-AVRs oder deutlich teureren Komponenten. Es analysiert die Raumakustik und passt die Wiedergabe entsprechend an — sauber implementiert ist das ein echter Mehrwert, besonders in Wohnräumen mit ungünstigen Reflexionen. Den Anfang macht Dirac allerdings erst beim Sevens II. Das Fives II geht ohne los — bei 1.299 Euro ein Punkt, über den man nachdenken darf.

Horn und Cerametallic: das Treiberkonzept

Bei der Bestückung bleibt Klipsch der eigenen DNA treu. Alle drei Modelle setzen auf einen 1‑Zoll-Titanium-LTS-Hochtöner mit Tractrix Horn — das charakteristische Merkmal der Marke, das für hohe Effizienz und eine kontrollierte Abstrahlung sorgt. Die Tieftöner laufen unter dem Label “Jet Cerametallic”: 5,25 Zoll im Fives II, 6,5 Zoll im Sevens II, 8 Zoll im Nines II. Alle Gehäuse arbeiten mit Bassreflexöffnung nach hinten.

Die Frequenzgänge laut Hersteller (±3 dB): 50 Hz bis 25 kHz beim Fives II, 39 Hz beim Sevens II, 31 Hz beim Nines II. Das Nines II kommt damit in Territorium, das Subwoofer für viele Anwendungen optional macht — wobei “31 Hz laut Hersteller” wie immer mit dem üblichen Vorbehalt zu lesen ist. Messen werden wir das selbst.

Statt Wattzahlen nennt Klipsch Max-SPL-Werte: 103 dB beim Fives II, 106 dB beim Sevens II, 107 dB beim Nines II — jeweils gemessen als Stereopaar auf einem Meter. Das ist die klipsch-typische Art, Leistung zu kommunizieren, und passt zum Hornlader-Effizienz-Ansatz. Zum Vergleich: 103 dB SPL aus einem Lautsprecherpaar ist für einen normalen Wohnraum mehr als ausreichend, und bei den hornbasierten Klipsch-Treibern braucht es dafür deutlich weniger Verstärkerleistung als bei konventionellen Direktstrahlern.

Neu ist die einteilige BMC-Schallwand (Bulk Molding Compound). Klipsch verspricht weniger Resonanzen und eine verbesserte Abstrahlcharakteristik durch einen kurvenförmigen Radius. Konstruktiv nachvollziehbar — ob das im Hörtest messbar wirkt, steht auf einem anderen Blatt

Konnektivität: die Unterschiede zwischen den Modellen Klipsch The Fives II Sevens II Nines II

Hier lohnt sich ein genauerer Blick, denn die drei Modelle sind nicht gleich ausgestattet.

Das Fives II hat HDMI ARC/eARC mit CEC, RCA Phono, RCA Analog, USB‑C Audio, USB‑A und optisches Digital. Kein separater HDMI-Eingang, kein Koaxial, kein Kalibrierungsmikrofon. Bluetooth 5.4 mit SBC und AAC ist an Bord, ebenso HDMI 2.1 Pass-Through mit 8K, HDR10+, Dolby Vision, VRR, ALLM und HDCP 2.3.

Sevens II und Nines II legen nach: zusätzlicher HDMI-Eingang, koaxialer Digitaleingang und ein dedizierter Kalibrierungsmikrofon-Eingang — letzterer für Dirac Live. Das Kalibrierungsmikrofon liegt bei beiden Modellen bei. Beim Fives II gibt es das nicht, weil Dirac schlicht fehlt.

Streaming läuft bei allen drei über Google Cast, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect. Netzwerk via 2,4/5‑GHz-WLAN (802.11ac, 2×2 MIMO) oder Ethernet. Qobuz ist dabei — gut, weil nicht jeder bei den üblichen Plattformen gelandet ist.

Die kabellose Verbindung zwischen Primär- und Sekundärbox gibt es ab dem Sevens II. Wichtiges Detail aus den Specs: Kabelgebunden läuft die Verbindung mit 96 kHz/24 Bit, kabellos nur mit 48 kHz. Wer Hi-Res ernst nimmt, greift also zum Kabel — oder akzeptiert, dass 48 kHz für die allermeisten Hörszenarien immer noch mehr als ausreichend ist.

Markteinordnung: Was bekommt man wofür?

Der Aktivlautsprecher-Markt zwischen 1.000 und 2.500 Euro ist inzwischen deutlich voller als noch vor ein paar Jahren, als Klipsch mit der Fives-Generation in die aktive Stereo-Welt eingestiegen ist. Die KEF LSX II bewegt sich preislich in ähnlichen Regionen und liefert ein kompaktes, klanglich überzeugendes Paket — allerdings ohne Dirac und ohne HDMI ARC. Klipsch The Fives II, Sevens II, Nines II setzen andere Prioritäten: Tractrix-Horn-Sound, HDMI-Integration, Dolby Atmos.

In der oberen Preisregion trifft man auf aktive Lautsprecher von Buchardt oder Dynaudio, die klanglich auf einer anderen Philosophie basieren — mehr auf konventionelle Direktstrahler-Abstimmung, weniger auf Effizienz durch Hornlader. Wer den Klipsch-Sound kennt und mag, wird sich hier heimisch fühlen. Wer ihn nicht kennt, sollte vor dem Kauf auf jeden Fall hören.

Preise & Verfügbarkeit

  • The Fives II: 1.299 Euro pro Paar
  • The Sevens II: 1.999 Euro pro Paar
  • The Nines II: 2.499 Euro pro Paar

Alle drei Modelle sind ab sofort bei autorisierten Händlern erhältlich. Farboptionen: Roteiche (weiße Schallwand), Walnuss (schwarze Schallwand), Ebenholz (schwarze Schallwand). Passende Ständer — KS-24 für Sevens und Nines, KS-28 für Fives — gibt es optional dazu. Im Lieferumfang bei allen Modellen: Fernbedienung, 4‑Meter-Lautsprecherkabel und HDMI-Kabel. Sevens II und Nines II liefern zusätzlich das Kalibrierungsmikrofon für Dirac mit.

Was bleibt offen?

Klipsch hat mit Klipsch The Fives II Sevens II Nines II einiges auf einmal angepackt: Elektronik neu, Schallwand neu, Feature-Set deutlich ausgebaut. Die Onkyo-Kooperation ist konzeptionell interessant, weil sie echtes AVR-Know-how in ein Aktivlautsprecher-Paar bringt. Ob die Dirac-Limited-Lizenz in der Praxis den Unterschied macht, den man sich erhofft, ob die 31-Hz-Angabe des Nines II der Messung standhält, und ob die neue BMC-Schallwand hörbar was bringt — alles Fragen, die erst am Hörplatz beantwortet werden. Abwarten.

Wer lieber passive Lautsprecher behalten und trotzdem vernetzt hören will, findet mit dem WiiM Amp eine deutlich günstigere Alternative — unser Artikel dazu steht hier.

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FiiO K17 R2R Pro: DAC, Streamer, Kopfhörerverstärker — jetzt mit Widerstandsleiter https://www.hifigeek.de/fiio-k17-r2r-pro/ https://www.hifigeek.de/fiio-k17-r2r-pro/#respond Sat, 02 May 2026 19:34:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11626 Der FiiO K17 R2R Pro ist das, was passiert, wenn FiiO seinen bestehenden Desktop-Flaggschiff-Verstärker aufmacht und das AKM-DAC-Modul gegen eine eigene R2R-Architektur tauscht. DAC, Kopfhörerverstärker, Netzwerk-Streamer — alles in einer Kiste, jetzt mit Widerstandsleiter statt Chip. FiiO kommt aus Guangzhou, baut seit rund 15 Jahren HiFi-Elektronik und hat sich vom Budget-Dongel-Hersteller zum ernstzunehmenden Desktop-Anbieter entwickelt. Der FiiO K17 R2R Pro wurde Anfang Mai 2026 angekündigt und soll im Sommer verfügbar sein.

Konzept: Zentrale statt Separates

FiiO will mit dem K17 R2R Pro den Desktop ersetzen — oder besser: zusammenfassen. Die Idee dahinter ist nicht neu, aber immer noch relevant: ein Gerät, das DAC, Kopfhörerverstärker und Streamer vollständig abdeckt, ohne dass man drei Kisten stapeln, drei Netzteile managen und drei Geräte aufeinander abstimmen muss. Zielgruppe sind Leute, die einen ernsthaften Kopfhörer-Arbeitsplatz wollen, aber kein Interesse an Rack-Setups haben.

Was sich gegenüber dem regulären K17 ändert: Der AKM-DAC-Stack (AK4191 + zwei AK4499EX) fliegt raus, rein kommt FiiOs eigenes R2R-Modul. Alles andere — Gehäuse, Android-12-Betriebssystem, Touchscreen, Anschlüsse, Verstärker-Hardware — bleibt laut FiiO identisch. Das ist kein Redesign, das ist ein gezielter Austausch einer zentralen Komponente. Mit entsprechenden Klangkonsequenzen, auf die ich gleich eingehe.

Technik: Was wirklich im K17 R2R Pro drinsteckt

Das Herzstück ist FiiOs proprietäres „5 + 24-Bit R2R PRO”-Widerstandsnetzwerk. Was das bedeutet: Statt eines Delta-Sigma-Chips, der ein digitales Signal durch Rauschen in Einsen und Nullen zerhackt und wieder zusammensetzt, arbeitet ein R2R-Netzwerk mit diskreten Widerständen, die stufenweise den Analogpegel aufbauen. Das klingt aufwendiger — ist es auch. In der Praxis wird R2R-Hardware oft mit einem wärmeren, weniger sterilen Klangbild assoziiert. Ob das hier zutrifft: unklar, bis ein Testgerät auf dem Tisch liegt.

Schaltbar zwischen NOS (Non-Oversampling) und OS (Oversampling). NOS ist für die Puristen, die kein Upsampling wollen und dafür ein leichtes Tiefpassrollen in den höheren Frequenzen in Kauf nehmen. OS gibt’s für alle, die lieber das glattere, erweiterte Bild haben. Beides sinnvoll, beides legitim — hier hat man die Wahl, was gut ist.

Der Verstärkerteil ist ein diskreter Class-AB-Transistorverstärker mit angegebenen 4.000 mW pro Kanal. Laut FiiO ausreichend für alles von empfindlichen IEMs bis hin zu anspruchsvollen Planars. Herstellerangabe — Messbedingungen unbekannt, aber 4 Watt an einem Desktop-DAC/AMP ist keine leere Zahl.

Anschlüsse vorn: 6,35-mm-Klinke, 4,4‑mm-Pentaconn, 4‑Pin-XLR balanced. Hinten: TOSLINK ein/aus, Koaxial ein/aus, USB‑C, USB‑A für lokale Wiedergabe, Chinch-Eingang, 4,4‑mm-Balanced-Eingang, Chinch-Ausgang, XLR-Ausgang für Aktivlautsprecher oder Endstufe. Damit lässt sich das Teil auch als DAC-Vorstufe nutzen — kein reines Kopfhörerteil also.

Netzwerk: Dual-Band-WLAN (2,4 und 5 GHz) plus Gigabit-Ethernet. QPlay-Support für Apple-Geräte ist dabei, weitergehende Streaming-Dienste-Integration hat FiiO noch nicht kommuniziert — das ist eine der offenen Fragen.

Das Netzteil: 35-Watt-Linearnetzteil. Kein Schaltnetzteil. Das ist ein Detail, das in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist und sich direkt auf das Rauschverhalten auswirkt — zumindest in der Theorie. Gut gemachte Schaltnetzteile sind mittlerweile konkurrenzfähig, aber ein Linear-NT ist trotzdem das sauberere Statement.

Dazu: 31-Band parametrischer EQ mit Auto-EQ-Funktion, steuerbar per FiiO-Control-App oder per Browser. Einstellungen werden direkt im Gerät gespeichert. USB-Ground-Loop-Isolator ebenfalls an Bord — praktisch für alle, die ihren Rechner als Quelle nutzen und Brummen kennen.

Das Gehäuse bekommt gegenüber dem Standard-K17 Holzwangen. Schwarz oder Silber. Und die Fernbedienung ist diesmal aus gefrästem Aluminium statt Plastik — ein kleines Detail, das FiiO-Kenner freuen wird.

Was es anders macht

Der direkte Vergleich: Das R2R-Modul dieses Teils ist dasselbe, das FiiO auch im K13 R2R verbaut — ein reiner Desktop-DAC/AMP ohne Streaming-Funktionalität. Wer also das R2R-Klangbild von FiiO kennt und einen vollständigen Streamer dazu will, ist beim FiiO K17 R2R Pro logisch richtig. Das ist die saubere Positionierung.

Die Kombination aus R2R-DAC und integriertem Netzwerk-Streamer in einem Gehäuse unter 1.000 Euro ist tatsächlich dünn besetzt. Die meisten R2R-Desktop-Lösungen — Denafrips Aries, Holo Cyan, Musician Pegasus — sind reine DACs ohne Verstärker oder Streaming. Den FiiO K17 R2R Pro als vollständige Lösung für den Schreibtisch gibt es so nicht oft.

Markteinordnung

Der reguläre K17 kostet 999 Euro. FiiO hat angedeutet, dass der K17 R2R Pro darüber liegen soll — konkret noch nicht bestätigt, aber 1.100 bis 1.200 Euro wäre eine realistische Erwartung für den europäischen Markt.

Alternativen in der Preisklasse: Das Topping DX9 Discrete (~1.299 Euro) kommt mit eigenem 1‑Bit-PSRM-DAC und mehr Verstärkerleistung am Ausgang, aber ohne jeden Netzwerkanschluss — reiner DAC/Amp, kein Streamer. Interessant ist auch der Luxsin X9 für rund 1.099 Euro, entwickelt vom Eversolo-Team. Der setzt auf AKM AK4499EX statt R2R-DAC, hat dafür aber eine der ausgefeiltesten DSP-Sektionen im Desktop-Segment: HP-EQ für über 2.500 Kopfhörermodelle, automatische Impedanzmessung, Crossfeed. Wer tiefer in headphone-spezifisches Tuning einsteigen will, ist dort gut aufgehoben — Streaming sucht man allerdings auch hier vergeblich. Wer also explizit einen vollständigen Schreibtisch-Stack mit Netzwerk-Streamer in einer Kiste sucht, hat mit dem FiiO K17 R2R Pro kaum direkte Konkurrenz in dieser Preisklasse.

Preis & Verfügbarkeit

Preis: noch nicht offiziell. FiiO kommuniziert globale Preise im Juni 2026. Auslieferung: frühestens Juli 2026 laut FiiO. Erste Hör-Gelegenheiten gibt es an der Vienna High End ab dem 4. Juni im Bereich „World of Headphones”.

Abwarten — aber mit Interesse

Der FiiO K17 R2R Pro macht auf dem Papier vieles richtig. R2R-DAC mit NOS/OS-Wahl, solides Linearnetz teil, vernünftige Anschlussvielfalt, 4 Watt Kopfhörerverstärker — das klingt rund. Was noch fehlt: eine klare Aussage zu den unterstützten Streaming-Diensten, und natürlich die Frage, was das R2R-Modul klanglich wirklich bringt gegenüber dem AKM-Stack im Standard-K17.

Die Preisansage im Juni wird entscheidend sein. Wenn FiiO den K17 R2R Pro unter 1.100 Euro hält, ist das ein ernstes Angebot für alle, die einen vollständigen Schreibtisch-Stack in einer Kiste wollen — ohne R2R als Marketingbegriff zu verklären, sondern als valide technische Wahl mit eigenem Klangbild.

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XGIMI TITAN Noir Max: 7.000 Lumen, dualer Iris und 10.000:1 Kontrast — Flaggschiff auf Kickstarter https://www.hifigeek.de/xgimi-titan-noir-max/ https://www.hifigeek.de/xgimi-titan-noir-max/#respond Fri, 24 Apr 2026 16:51:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11656 Der XGIMI TITAN Noir Max ist ab heute auf Kickstarter bestellbar — und das ist bei einem Hersteller dieser Größenordnung schon für sich genommen ungewöhnlich. XGIMI, 2013 in China gegründet und nach eigenen Angaben seit drei Jahren die meistverkaufte Beamer-Marke weltweit, schickt mit dem TITAN Noir Max ein Flaggschiff ins Rennen, das in einem Preissegment landet, das bislang von Sony und JVC dominiert wurde. Das Ding debütierte auf der CES 2026, heute geht die Bestellung los.

Was XGIMI damit sagen will

Die Positionierung ist eindeutig: Der XGIMI TITAN Noir Max richtet sich an Heimkino-Enthusiasten, die echten nativen Kontrast wollen und nicht bereit sind, dafür 7.000 Euro für einen JVC NZ7 hinzublättern. Das ist keine neue Idee, aber XGIMI hat sich dabei etwas Konkretes ausgedacht, statt einfach die Lumen-Zahl hochzudrehen. Der Name ist Programm — “Noir” steht für Schwarz, und zwar wörtlich gemeint. Das Versprechen lautet: kein digital gedimmtes Pseudo-Schwarz, sondern physikalisch kontrollierte Lichttrennung.

Technik: Was wirklich im XGIMI TITAN Noir Max steckt

Kernelement ist das Dual Intelligent Iris System, das XGIMI als Weltneuheit bewirbt — und das beim XGIMI TITAN Noir Max ist exklusiv ist, die günstigeren Serienmodelle bekommen nur eine einzelne Iris. Zwei mechanische Iris-Module arbeiten zusammen, analysieren laufend das Bild und regeln den Lichtdurchlass physikalisch in fünf Stufen. Kein digitales Dimming, keine Nachbearbeitung. Das Ergebnis soll 10.000:1 nativer Kontrast sein. Zur Einordnung: Viele Projektoren in diesem Preisbereich werben mit “dynamischen” Kontrastwerten im sechsstelligen Bereich — das sind Laborwerte unter Idealbedingungen. Ein nativer Kontrastwert ist eine andere Aussage, weil er ohne Tricks gemessen wird.

Die Lichtquelle ist ein RGB Triple Laser mit 50 Laserchips, der auf 7.000 ISO Lumen kommt — Herstellerangabe, aber ISO-Lumen sind zumindest ein standardisiertes Maß, keine Marketing-Lumens. Dazu kommen ΔE < 0,8 Farbgenauigkeit und 110 % BT.2020-Abdeckung, was auf dem Papier sehr ordentlich ist.

Der DLP-Chip ist ein 0,47-Zoll-SST-DMD von Texas Instruments — die neue SST-Architektur soll höhere Leistungsaufnahme tolerieren und thermisch stabiler sein, was bei Dauerbetrieb relevant wird. Prozessor ist der MediaTek MT9681 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher, Betriebssystem Google TV. Connectivity: HDMI, USB, Optischer Ausgang, LAN — vollständig, nichts Überraschendes.

Für Gamer: bis zu 240 Hz bei 1080p, 1 ms Input Lag. In 4K sind es 60 Hz. Kein Drama für PS5 und Switch 2, wer aber auf 4K/120Hz-Gaming besteht, wird enttäuscht sein. Das gilt allerdings für praktisch jeden Projektor in dieser Klasse.

Das Wurfverhältnis liegt zwischen 0,98:1 und 2,0:1 mit 2x optischem Zoom — das ist kein Short-Throw. Für eine 100-Zoll-Leinwand braucht man ungefähr 2,5 bis 5 Meter Abstand. Lens-Shift: ±130 % vertikal, ±50 % horizontal. Das ist für einen DLP-Projektor sehr viel Spielraum und macht die Installation deutlich flexibler als bei vielen Konkurrenten. Fünf speicherbare Linsenpositionen erlauben schnellen Wechsel zwischen 16:9 und 2,35:1 CinemaScope — praktisch, wenn man regelmäßig zwischen Serien und Kinofilmen wechselt.

Audio kommt von Dual-12W-Harman-Kardon-Lautsprechern. Brauchbar für gelegentlichen Betrieb, aber mit einer externen Soundanlage wird man das Teil sowieso betreiben wollen.

Was den XGIMI TITAN Noir Max ist von der Konkurrenz unterscheidet

Das duale Iris-System ist das technische Alleinstellungsmerkmal gegenüber allem, was aktuell unter 5.000 Euro zu haben ist. Wer sich den AWOL Vision Aetherion anschaut, der in ähnlichen Gewässern schwimmt, zahlt mehr und bekommt keinen mechanischen Dual-Iris. Dangbei hat zuletzt mit günstigeren Hochkontrastlösungen auf sich aufmerksam gemacht — aber unter 2.000 Euro landet man dann auch bei anderen Kompromissen in der Optik.

Die direkte Referenz aus dem eigenen Haus ist der XGIMI Horizon 20 Max: 5.700 ISO Lumen, einfache automatische Iris, solide für normale Wohnzimmer-Heimkinos. Der XGIMI TITAN Noir Max ist die ernsthafte Stufe darüber — mehr Laserchips, mehr Lumen, doppelte Iris, bessere Optik laut Hersteller (15-elementiges A‑Grade-Optiksystem). Für ein dediziertes Heimkino ist das der relevantere Vergleich.

Dolby Vision, IMAX Enhanced, HDR10+ und Filmmaker Mode sind mit an Bord. Das Anti-RBE-Feature soll den typischen Regenbogeneffekt von DLP-Projektoren bei schnellen Bildinhalten reduzieren — ein bekannter Kritikpunkt der Technologie, den XGIMI hier aktiv adressiert.

Preis & Verfügbarkeit

Die Kickstarter-Kampagne läuft bis 9. Juni 2026, Versandstart ist der 16. Juni 2026. Die Kampagne läuft in USD, für EU-Käufer gilt: Der Preis von 2.999 Dollar für den XGIMI TITAN Noir Max soll laut XGIMI Versand, Zoll und eine 2‑Jahres-Garantie für EU-Länder einschließen — Mehrwertsteuer kommt im Post-Campaign-Survey separat. Je nach Wechselkurs und MwSt.-Satz landet man in Deutschland ungefähr bei 2.500 bis 2.700 Euro netto. Das ist teuer — aber teuer gemessen an was? JVC NZ7 liegt bei knapp 7.000 Euro, Sony VPL-XW5000 bei über 4.000 Euro. Für nativen Hochkontrast in dieser Liga ist das kein unverschämter Preis, wenn die Versprechen halten.

Die drei Modelle in der Übersicht:

  • TITAN Noir: 4.800 Lumen, 7.000:1 nativ, 30 Laserchips — Kickstarter ab 2.499 Dollar (UVP 3.999 Dollar)
  • TITAN Noir Pro: 6.000 Lumen, 8.000:1 nativ, 40 Laserchips — Kickstarter ab 2.699 Dollar (UVP 4.999 Dollar)
  • TITAN Noir Max: 7.000 Lumen, 10.000:1 nativ, 50 Laserchips, dualer Iris — Kickstarter ab 2.999 Dollar (UVP 5.999 Dollar)

Alle drei teilen Chassis, Optik, Wurfverhältnis und Gaming-Specs. Der Unterschied liegt ausschließlich in Laserchipanzahl, Helligkeit und Kontrastdecke.

Und jetzt?

Ob der XGIMI TITAN Noir Max die Versprechen im Praxisbetrieb hält, wird sich ab Juni zeigen, wenn die ersten Geräte ausgeliefert werden. Das Dual-Iris-System klingt überzeugend auf dem Papier — die offene Frage ist, wie die XGIMI-Software die Hardware ausspielt. Software-Feintuning war bei XGIMI historisch nicht immer die Paradedisziplin. Das Kickstarter-Risiko ist bei diesem Hersteller überschaubar — 7 Millionen verkaufte Geräte sprechen für eine funktionierende Lieferkette. Aber das ersetzt keinen Praxistest. Klare Sache: Dran bleiben.

Passender Spielkamerad für das heimische Setup? Der XGIMI TITAN Noir Max landet gedanklich direkt neben dem Anthem AVM 70 — warum der bei uns demnächst einzieht, steht hier.

Update, 6. Mai 2026

Kurzes Zwischenfazit zur laufenden Kampagne: Der XGIMI TITAN Noir Max hat zusammen mit der TITAN Noir Serie die 10-Millionen-Dollar-Marke auf Kickstarter geknackt — bei über 3.000 Backern weltweit und noch gut einem Monat Laufzeit bis zum 9. Juni. Für eine Kampagne, die in USD abgewickelt wird und im vierstelligen Eurobereich startet, ist das kein schlechtes Lebenszeichen. Das erste Stretch Goal ist damit bereits freigeschaltet: Alle Backer bekommen zwei Paar XGIMI Active Shutter 3D Glasses dazu, mit automatischer DLP-Link-Synchronisierung. Kein Game Changer, aber ein nettes Extra. Die Versandankündigung bleibt beim 16. Juni — ob XGIMI diesen Termin hält, wird der erste echte Praxistest der Kampagne sein.

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RIP Denon X4000 – Meine Suche nach dem perfekten AV-Prozessor und der Weg zum Anthem AVM70 https://www.hifigeek.de/anthem-avm70-kaufentscheidung/ https://www.hifigeek.de/anthem-avm70-kaufentscheidung/#respond Wed, 22 Apr 2026 16:08:41 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10756 Elf Jahre hat mich mein Denon X4000 durchs Heimkino begleitet. Viele Setups, viele Testgeräte, viele Abende. Bis er eines Tages einfach aufhörte, seinen Job zu tun – und ich mich plötzlich mitten in einer Marktanalyse wiederfand, an deren Ende der Anthem AVM70 stand. Hier ist die ganze Geschichte.

RIP Denon X4000 – auch als Video:

Die ganze Geschichte gibt’s jetzt auch auf YouTube – wie der Denon nach elf Jahren seinen Geist aufgegeben hat, warum ich mich durch einen Haufen Alternativen gekämpft habe und wie ich am Ende beim Anthem AVM70 gelandet bin. Wer den Kanal noch nicht kennt: Abo hier – hilft direkt dabei, dass mehr solche Videos möglich werden.

Geiles Preis-Leistungs-Verhältnis

Seit 2014 hat mich der Denon X4000 begleitet. Zwar hat er in den letzten Jahren deutlich an Glanz verloren, dennoch war er ein fester Teil meines Setups.

Mit dem Ausbau des Wohnzimmer-Heimkinos zum 7.2.4‑Setup musste er zwischenzeitlich auf der Ersatzbank sitzen – zum Beispiel als ich das IOTAVX-Setup oder den Anthem MRX740 getestet habe. Aber aufgrund fehlender Alternativen kehrte er immer wieder an seinen angestammten Platz zurück.

Mann-o-meter, waren das noch wilde Zeiten. Ich glaube, ich habe den X4000 in Hamburg in der Mönckebergstraße spontan für 699 € gekauft und war hochzufrieden. Damals noch in der Mietwohnung mit 3.0‑Setup, weil mehr mit den Nachbarn schlicht nicht drin gewesen wäre. Rundherum nur Rentner und wir als junges Volk mittendrin – da war nichts mit aufdrehen oder durchdrehen. Nur gelegentlich. Das waren noch wilde AVR-Zeiten. Klar gab es da schon beinahe Trinnov mit ihrer Altitude 32, aber irgendwie tendierte alles immer zu Denon. Allgegenwärtig eben.

Mit dem Aufkommen von Dolby Atmos ein Jahr später zogen auch die Preise für Heimkino-Equipment allmählich an. Mehr Kanäle, bessere DSPs, mehr Rechenleistung – das hatte seinen Preis.

Mit dem Hauskauf dann der Umbruch: Voller Ausbau auf 7.2.4, Raum akustisch komplett bearbeitet, Technik nach hinten, OLED nach vorne. Mehr und mehr nahm mein Blog Form an und ich fing an, erste Unterhaltungselektronik zu testen. Der Wunsch, das 7.2.4‑Setup endlich voll auszufahren, wuchs.

Erste Atmos-Erfahrungen: Der AVX17

Ich war schon immer auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Man sieht mich eigentlich nie zu Release irgendetwas kaufen (außer vielleicht MacBooks und iPhones). Ich verfalle in den Recherche-Wahn: Wo bekomme ich welche Leistung? Was kann A, was kann B? Ist das Mehr-Geld auch mehr wert? Das ist bis heute tief in mir verwurzelt.

Natürlich kam ich früh auf IOTAVX – seiner Zeit noch ein britisches Unternehmen. Irgendwann habe ich mich getraut, eine Kooperation zu suchen, gerade als der deutsche Vertrieb die Bude übernommen hatte. Der AVX17 hat genau das versprochen, was ich gesucht hatte: High-End-Signalverarbeitung, starke DSPs – dafür eine sperrige Bedienung, weil keine Kosten in Usability gesteckt wurden. Die Preis-Leistungs-Granate, die ich gesucht hatte.

Und ja, der AVX17 ist ein cooles Teil. 1.800 € und man hat ein 16-Kanal-Ungetüm – wenn man es zu bändigen weiß. Reingefräst, REW mit UMIK‑1 bemüht und dann mühselig im Menü den PEQ eingestellt. Das Ergebnis? Wirklich solide bis beeindruckend. Manuell as hell, aber macht Spaß. Ganz anders als MultiEQXT32 von Denon, dem schwarzen Loch, das irgendwas macht. Schlecht ist die Kiste nicht, aber die Kontrolle des AVX17 war schon eine eigene Klasse.

Neidisch Richtung Dirac geschielt

Mit all diesem Purismus schielt man natürlich irgendwann Richtung Dirac. Immer mehr Marken adaptieren das System – so auch Marantz und Denon. Mein Wille, mal in diese Richtung zu schauen, war wieder entflammt. Aber dass man sich die kompletten Lizenzen extra kaufen muss, treibt den Preis dieser Allrounder ordentlich in die Höhe.

Ich habe viel umhergesehen: NAD, Arcam, Onkyo, StormAudio – alle haben Dirac, aber die Einmesstechnik entscheidet nicht allein über den Klang. Und ich will viel Klang für möglichst wenig Geld.

Irgendwann habe ich die eierlegende Wollmilchsau aufgegeben. Schuster bleib bei deinen Leisten. Streaming? Nice-to-have, wenn nicht egal – ich habe mittlerweile einen Eversolo. Phono-In? Ich habe einen super Phono-Pre-Amp und sowieso ein analog verarbeitendes Stereo-Setup. Analoger Passthrough hingegen wäre richtig geil: kein Umstecken mehr.

Zeit verging und irgendwie blieb man doch beim X4000. Stereo konnte ich mit meinem Stereo-Setup richtig einen abbrennen, in Surround war’s geil, aber altbacken.

Das Ableben des X4000

Es kommt mir gerade so vor, als würde ich den Tod eines geliebten Begleiters verarbeiten. Das ist es eigentlich nicht, aber ich erzähle gerne die Geschichten, die mich zu neuen Dingen bewegen.

Ich hatte gerade das Review der Arendal 1723 Tower fertig, als der Center sowie die Bookshelf S eintrafen. Ich hörte sie ein paar Tage, als ich eines Abends beim Abendessen Musik im Wohnzimmer anmachte. Eigentlich wollte ich mein nächstes Video drehen. Es kam anders: Aus dem rechten Front-Lautsprecher kam nur noch leiser Ton. Ich prüfte natürlich, ob es an Einstellungen lag – war es natürlich nicht. Beim Umstecken wanderte das Problem mit, und als ich eine separate Endstufe aus dem Pre-Out füttern wollte, kam dort gar kein Ton. Klassisch: Irgendwo an der Signalverarbeitung zwischen Pre-Out und Endstufe ist etwas kaputt.

Lange habe ich über eine Reparatur nachgedacht und werde sie irgendwann aus Interesse noch angehen. Aber die Suche nach dem Ersatz war gestartet.

Marktanalyse

Natürlich begann ich sofort, Luftschlösser zu bauen. Dicke Vorstufen-/Endstufen-Kombination, irgendwas richtig Geiles! Aber natürlich ist das nicht so einfach.

Arcam AV41: Tolle Vorstufe auf dem Papier, Dirac Live, aber schon etwas in die Jahre gekommen – und Arcam hat für Q3 die neue Radia-Serie angekündigt. 6.000 € für die neue Vorstufe? Ins Schwitzen.

NAD: Upgrade-Möglichkeiten klingen nett, aber wie realistisch ist das wirklich? Auch in die Jahre gekommen. Lieber nicht.

Denon mit Dirac Live Upgrade: Irgendwie haben die den Glanz für mich verloren. Auch verworfen.

Marantz AV10 / AV20 / AV30: Klingen auf dem Papier toll. Die Preise? 4.000–6.500 €. Dirac kommt noch extra. Wieder nichts. Auch aus Angst, wieder in der Denon-Bubble zu hängen.

StormAudio / Trinnov: Vielleicht mit einer Kooperation, aber so richtig trauen? Noch nicht.

Onkyo TX-RZ50 als Pre-Amp: Eigentlich eine geile Idee! Teils unter 1.200 € zu haben, Dirac Live fähig – Lizenzen muss man nur noch kaufen. ART ist dann zwar nicht dabei, aber ich habe einen akustisch bearbeiteten Raum. Eine Überlegung wert.

Emotiva: Letztes Jahr auf der High End in München ein nettes Gespräch, aber die wollen scheinbar nicht wirklich auf den deutschen Markt. Verworfen, obwohl sicherlich killer Geräte.

Monoprice HTP‑1: Irgendwie hässlich, aber was will man machen? Auch ein geiler Preis – 4.000 $ und man bekommt wohl etwas Ordentliches nach Hause.

Fokusphase: Anthem

All die oben genannten Marken haben eines gemeinsam: Entweder hatte ich keinen Kontakt, oder es hat sich trotz Kontakt niemand ernsthaft gekümmert.

Ganz anders Anthem. Auf der High End 2025 habe ich den deutschen Vertrieb von Anthem kennengelernt und pflege seitdem netten Kontakt. Es war auch schon ein MRX740 in meiner Kette, der erstaunlich gut war. Eigentlich wollte ich dazu einiges veröffentlichen, aber familiär war einiges los und ich habe ihn unverrichteter Dinge zurückgeschickt.

Eine Marke, die aktiv in Deutschland vertrieben wird – mit echter Leidenschaft und dem Willen zu Gesprächen und Kooperation – macht da schon einen Unterschied.

Kein Dirac Live, ja. Aber mit ARC Genesis ein potentes System. Der MRX740 war klanglich schon eine Wucht. Das moderne Bedienkonzept, die Profile, die Einmessung, die Einstellbarkeit – alles Klasse in dieser Preisrange.

Natürlich kommen jetzt viele mit dem AVM90. Den Anspruch würde ich gerne erfüllen, aber es muss alles am Boden bleiben. Ich will und kann hier nicht abheben. Dennoch möchte ich an einer Vorstufe festhalten – also schiele ich auf den Anthem AVM70. Mit rund 5.500 € kein Schnapper, aber inhaltlich hochinteressant.

Was mich letztlich überzeugt hat: Wie stabil der MRX740 gelaufen ist. Der IOTAVX AVP17 hatte IMMER HDMI-Sync-Probleme bei eARC. Netflix an, kein Ton. Pause, 10 Sekunden warten, nochmal play. Der Denon X4000 konnte das problemlos – und der MRX740 ebenfalls. Usability ist nunmal wichtig.

Und dann die Einmessung mit ARC Genesis: Mikro ans MacBook, einmessen, Ergebnisse begutachten, nach Geschmack anpassen – und hallo, der Raum lebt. Das Stepdown zurück auf den Denon X4000 nach dem MRX740 war riesig.

Die Entscheidung für den Anthem AVM70

Eine Investition für den Blog muss Content nach sich ziehen. Dafür will ich das mir bestmögliche tun.

Mit dem Anthem AVM70 bekomme ich ein ausgewachsenes Einmesssystem, das sich vor Dirac Live nicht verstecken muss – und von vielen sogar noch höher gelobt wird, weil es out of the box eindrucksvoller klingt. Ich bekomme ein System, an dem ich mich inhaltlich abarbeiten kann. Ich kann dem ein oder anderen die Vorzüge nahebringen, die Angst nehmen, ein komplexeres System zugunsten von mehr Klang und Kontrolle zu wählen.

Ich bekomme analogen Passthrough – ich kann einfach Geräte testen und den Anthem angeschlossen lassen, mit und ohne Einmessung. Und ich habe genug Platz für mehrere Profile, wenn ich Lautsprecher teste, ohne meine eigenen Profile zu verwerfen. Exportieren, importieren, nach Lust und Laune.

Der Anthem AVM70 sitzt irgendwo zwischen Denon/Marantz und StormAudio/Trinnov – höchst einstellbar, mit einer echten Einmessung und einem Vertrieb, der mich auch zu Schulungen bringen wird. Damit ich nicht völligen Stuss erzähle, sondern meine Journey immer weitergeht.

Was ich mit dem AVM70 herausfinden will

Was bringt mich dazu – warum das alles? Diese Frage ist vielschichtig, aber im HiFi-Hobby tief verankert: der Upgrade-Wille. Das nächste Upgrade ist direkt um die Ecke – das könnte ein Verkäufer-Slogan sein, und ich will dem auf den Zahn fühlen. Ich glaube, mit dem Anthem AVM70 ist man im High-End-Heimkino angekommen. Aber erfüllt das wirklich die Hoffnung auf wirklich geilen Sound? Ich weiß, dass der Denon so manches Kino, in dem ich war, in die Ecke gestellt hat. Vom Anthem AVM70 erwarte ich, dass er alles überragt. Wer hier auf dem Sofa Platz nimmt, soll mit einem fetten Grinsen wieder aufstehen – und sich ernsthaft Gedanken über seinen Netflix-Konsum ohne Heimkino-Sound machen.

Gleichzeitig bin ich Informatiker und liebe es, tief in Systeme einzusteigen. Ich hoffe, dass ich bisher nur an der Oberfläche der Möglichkeiten gekratzt habe und dem Anthem noch so einige Geheimnisse entlocken kann. ARC Genesis wirklich gegen manuelle PEQ-Arbeit vergleichen. Neue Impulse bei der Auswahl von Heimkino-Komponenten setzen – ganz bewusst ohne auf Schwarmintelligenz in Foren zu setzen.

Der analoge Passthrough soll dabei keine Zierde sein, sondern Werkzeug: für Reviews, für Hörsessions, für den Alltag. Ich will mir Gedanken machen, wie Profile sinnvoll strukturiert und genutzt werden – um den größten Nutzen sowohl als Tester als auch als Anwender herauszuholen.

Fazit

Ich habe euch versucht, ein wenig in meine Welt mitzunehmen und zu zeigen, was hinter den Kulissen passiert und was mir täglich durch den Kopf geht. Das ist noch lange nicht alles – ich könnte ein Buch darüber schreiben. Auch der Vergleich der verschiedenen Geräte, den ich hier sehr vereinfacht dargestellt habe, hätte noch viel mehr Raum verdient. Aber ich hoffe, damit Ideen und Diskussionen anzustoßen.

Bei mir wird es jetzt der Anthem AVM70 sein, dem ich mich für eine gute Weile verschreibe – und ich werde versuchen, meine Erkenntnisse, Anleitungen und Erfahrungen weiterzugeben. Nicht als Durchlaufobjekt wie das oft in der Fachpresse für 14 Tage der Fall ist, sondern langfristig. Weil ich an das Gerät glaube.

Elf Jahre X4000. Das ist keine Zahl, das ist ein Lebensabschnitt. 2013 hab ich den Horrorblog aufgemacht – ein Jahr später den Denon gekauft. Dem ich sogar einen Pioneer SC-LX56 vorgezogen hatte – Audyssey XT32 gegen MCACC, ich war schon damals Team Einmessung. Beides hätte ich damals nie für das gehalten, was daraus werden würde. Der Blog ist heute HiFiGeek.de. Und der Denon? Kaputt. Irgendwie fühlt sich das richtig an. Weil ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr den günstigsten Kompromiss suche, sondern das, was ich wirklich will. Der Anthem AVM70 ist keine Notlösung. Er ist eine Entscheidung. Dafür, dass das nächste Mal jemand auf diesem Sofa sitzt und einfach nur denkt: Was zur Hölle ist das für ein Sound.

Auf zu neuen Ufern – und hoffentlich wieder ein Stück professioneller und interessanter.

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miniDSP Tide16: 16 Kanäle, Dirac komplett drin, und endlich mal was Neues im AV-Game https://www.hifigeek.de/minidsp-tide16/ https://www.hifigeek.de/minidsp-tide16/#respond Tue, 21 Apr 2026 19:50:28 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10743 Okay, das ist ein Ding. miniDSP — die Jungs, die man bisher mit kleinen DSP-Kisten und Messmikrofonen verbindet — bringen mit dem miniDSP Tide16 ihren ersten echten AV-Prozessor raus. Zwei Jahre Entwicklung, Dolby- und DTS-zertifiziert, Hardware und Firmware beides inhouse gebaut. 16 Kanäle, die komplette Dirac-Suite inklusive ART, UMIK‑1 im Karton. 3.500 US-Dollar.

Worum geht’s

Der miniDSP Tide16 ist eine 16-kanalige AV-Vorstufe mit voller Atmos- und DTS:X‑Dekodierung, HDMI-Umschaltmatrix, Bluetooth-Streaming und Dirac-Raumkorrektur. Und zwar nicht irgendeine Raumkorrektur, sondern die ganze Dirac-Research-Suite: Dirac Live Full Range, Bass Control, Active Room Treatment. Alles perpetual lizenziert, alles serienmäßig. Wer diese drei Lizenzen einzeln kauft, ist locker 800 Dollar los. Hier kostet das genau nichts extra.

Das Ding ist kein Massenmarkt-AVR. Kein Denon, kein Marantz, kein „alles-läuft-aus-der-Box-mit-zwei-Klicks”. Es ist auch keine 15k-StormAudio. miniDSP selbst sagt: niche capability. Und das trifft’s.

Die Hardware

Gehirn: Quad-Core ARM A53 mit 1,8 GHz. 32 Bit Verarbeitung, aktuell 48 kHz Samplerate intern. Klingt erstmal wenig, ist aber die Bandbreite, in der jedes Filmsoundtrack-Format daherkommt. miniDSP sagt, 192 kHz sind per Firmware-Update irgendwann drin. Abwarten.

Rein kommt alles: 3× HDMI mit eARC-Port als TV-Rückkanal, 2× Koax und 2× Toslink S/PDIF, 1× XLR symmetrisch, 1× Cinch, 1× USB Audio (UAC2, Stereo-PCM), Bluetooth mit LDAC und APTX HD. Für eine Kiste, die fürs Wohnzimmer gedacht ist, ziemlich umfangreich bestückt.

Raus geht’s über 16 symmetrische XLRs: 8× ESS ES9017 DACs mit Output-Relais, 200 Ω Ausgangsimpedanz, 4 Vrms Maximalpegel. Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz ±0,05 dB. SNR 125 dB (D→A), A‑gewichtet 127 dB. THD+N bei ‑118 dB, also 0,0001 Prozent. Crosstalk ‑120 dB. Alles natürlich unter AES17-Bedingungen mit 20-kHz-Tiefpass bei 0 dBFS gemessen — sprich: Herstellerbedingungen. Real dürfte da noch Luft zu echten Messungen sein. Trotzdem: das sind keine schlechten Papierwerte.

Video: HDMI 1.4/2.0b, 4K60 UHD, 18 Gbps, HDCP 2.3, Dolby Vision zertifiziert. eARC und VRR sind an Bord. Keine volle HDMI 2.1 mit 48 Gbps. Dazu gleich mehr, das ist ein eigenes Kapitel.

Codecs, die sind alle drin, die man haben will: Dolby Atmos samt Height Virtualization und Atmos Music, Dolby TrueHD, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X. Upmixer bis 16 Kanäle (Atmos) beziehungsweise 12 Kanäle (DTS Neural:X). DTS:X Pro mit 16 Kanälen ist aktuell nicht lizenziert — kann später kommen.

Bass-Management: Bis zu 4 unabhängige Subwoofer-Kanäle, jeder mit eigener Laufzeit, EQ und Pegel. In Kombination mit Dirac Live Bass Control ist das genau die Flexibilität, die man sonst erst deutlich weiter oben im Preisregal findet.

Das Kistchen selbst: 432 × 254 × 89 mm. Rack-Ohren sind abnehmbar, also auch fürs Möbel im Wohnzimmer tauglich. Passive Kühlung, kein Lüfter, kein Gezischel. Vorne ein 1080p-OLED-Color-Display, das nach den ersten Bildern ziemlich schick aussieht. 23 Watt Idle, 1,3 Watt Standby.

Steuern kann man das Ding wie man will: klassische IR-Fernbedienung im Karton, miniDSP Device Console für Mac und Windows, WebGUI im Browser, optionaler KD‑1 Smart Remote mit rundem OLED-Dreh-Encoder. Crestron‑, AMX- und Savant-Integration ist vorbereitet, REST-API für Bastler kommt noch. Dazu 12-V-Trigger rein und zweimal raus, IR-In, IR-Flasher.

Ein Blick ins Manual

Das User Manual des miniDSP Tide16 ist seit Anfang April online. Wer miniDSP-Doku schon mal gelesen hat — weiß, worauf zu achten ist: das Signal-Flow-Kapitel. Und da wird’s interessant.

Jedes Signal wandert beim miniDSP Tide16 durch dieselbe Kette: Eingangsquelle wählen, Pegel-Offset, Bass Management, Matrix Mixer (jede der Eingangsquellen kann frei auf jeden der 16 Ausgänge geroutet werden), Dirac-Filter, Parametric-EQ, Crossovers, Delays, Master-Volume, DAC, raus. Das klingt nach viel, ist aber genau die Kette, die man sich als Enthusiast wünscht. Vollständige Kontrolle, jede Stufe konfigurierbar.

miniDSP Tide16 Flow Diagramm

Der Matrix Mixer ist der Star. Damit lässt sich beispielsweise ein vollaktives 4‑Kanal-Front-System (also je Kanal Hoch- und Tieftöner separat angesteuert, mit eigenen Endstufen) parallel zu einem 11.2‑Surround-Layout fahren. Alles aus einer Kiste, mit individuellen Crossover- und EQ-Einstellungen pro Kanal. Für DIY-Aktiv-Projekte und Studio-Setups ist das Gold.

Was das Manual auch zeigt: Analog-Eingänge laufen zwangsläufig durch ADC → DSP → DAC. Einen echten Analog-Bypass-Modus, bei dem das Signal an der Digitalisierung vorbeigeht, gibt’s nicht. Auch nicht mit deaktiviertem DSP. Heißt: wer mit einem externen Phono-Preamp rein will, wandelt in beiden Richtungen. Kein Drama, aber wer sich pure Analog-Durchleitung erhofft hat: Pech. Dafür hat miniDSP andere Produkte im Katalog.

HDMI 2.0b — und warum das Geschrei nur zum Teil gerechtfertigt ist

Der größte Aufreger in der internationalen Berichterstattung: kein vollwertiges HDMI 2.1. In manchen Foren wird daraus schon das K.o. gezimmert. Das ist zu kurz gedacht.

Was ist drin: eARC, VRR, Dolby Vision zertifiziert. Was fehlt: die 48-Gbps-Pipeline für 4K120 und 8K60. Für den gewöhnlichen Film-Zuspieler 2026 — Blu-ray-Player, AppleTV 4K, 4K60-Streamer — völlig ausreichend. Problematisch wird’s erst bei Gaming-Setups mit PS5 Pro, Xbox Series X oder HTPCs, die 4K120 ausspucken wollen. Und bei echten 8K-Quellen, die aktuell eh kaum jemand hat.

miniDSP hat sich bewusst entschieden: lieber stabile, zertifizierte 2.0b-Basis mit den wichtigsten 2.1‑Features, als Marketing‑2.1, das hinten raus Handshake-Probleme macht. Wer die Schmerzen mit wackeliger HDMI-Implementierung bei kleineren Herstellern kennt, versteht die Entscheidung. Für Gamer mit 4K120-Ambitionen ist’s trotzdem ein harter Kompromiss — für Kino-Enthusiasten kein Thema.

Preis, Verfügbarkeit, wie man an den miniDSP Tide16 kommt

3.500 US-Dollar. Gegen Aufpreis kommt die KD‑1 Smart Remote obendrauf, wer ein Kalibrierungsmikrofon benötigt kann für 75$ das UMIK‑1 oder das UMIK‑2 für 195€ extra dazu nehmen. In Deutschland listet Soundimports ihn für 4.599 €.

Wer gleich die passenden Endstufen dazu will: miniDSP hat die AMP8 im Programm. 8 Kanäle Class D auf IcePower-Basis, 300 Watt pro Kanal, 2.200 Dollar das Stück. Zwei davon plus miniDSP Tide16 gleich schlüsselfertiges 16-Kanal-Setup für rund 7.900 Dollar. Nicht die günstigste Kombo. Muss man sich ansehen.

Die ersten Units sollen in den kommenden Wochen verfügbar werden.

Wo das Ding im Markt steht

Klare Sache: Der miniDSP Tide16 füllt die Lücke zwischen Mainstream-AVR und Ultra-High-End-AVP. Denon, Marantz, Yamaha, Onkyo sind bequem zu bedienen, aber DSP-Flexibilität ist da Mangelware und Dirac kostet Aufpreis. StormAudio, Trinnov, Datasat — alles großartig, aber eben auch dreimal bis fünfmal so teuer. Dazwischen herrscht aber auch ein rauher Markt. Monoprice HTP‑1 mit einem anderen Konzept, aber ohne Dirac im Bundle, Anthem mit dem AVM70 und ARC Genesis statt Dirac, Arcam AV41 mit Dirac und nicht 100%iger Stabilität, aber mit frisch angekündigtem Acam AVP45.

Zielgruppe also: Enthusiasten mit mehr als 8 Kanälen, Leute mit aktiven Monitoren im Studio, DIY-Aktiv-Lautsprecher-Bastler, Custom Integrators mit Spezialanforderungen. Wer ein All-in-One-Press-and-Play-Ding sucht, ist beim miniDSP Tide16 falsch und wird unglücklich. Wer endlich mal die Kontrolle über den gesamten Signalpfad haben will, die AVR-Hersteller seit Jahren konsequent nicht liefern, findet hier das Werkzeug dafür. Zu einem Preis, der realistisch bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum miniDSP Tide16

Wie viele Kanäle hat der miniDSP Tide16?

16 Ausgangskanäle, davon bis zu 4 Subwoofer-Kanäle — damit lassen sich Konfigurationen wie 7.2.6 oder 9.2.4 realisieren.

Welche Dirac Live Komponenten sind inklusive?

Der miniDSP Tide16 enthält das vollständige Dirac Live Paket ohne Aufpreis: Room Correction (Full Band, 20 Hz–20 kHz), Bass Control (DLBC) und Active Room Treatment (ART). Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht — die Realität am Markt sieht so aus:

- Marantz und Denon: Dirac Live gar nicht verfügbar
- Andere: Oft nur die kostenlose Basislizenz dabei, die auf 500 Hz limitiert ist — Full Band, DLBC und ART kosten jeweils extra
- Anthem (ARC Genesis): Eigenes System, kein Dirac Live

Wer also bei einem klassischen AV-Receiver nachrüsten will, zahlt für Full Band + DLBC + ART schnell mehrere hundert Euro an Lizenzkosten — on top zum Gerätepreis. Beim Tide16 ist das alles von Tag 1 eingerechnet.

Ist ein Mikrofon im Lieferumfang?

Nein. Das UMIK‑1 Kalibrierungsmikrofon kostet 75$ oder das UMIK‑2 Kalibrierungsmikrofon 195€ extra.

Was kostet der miniDSP Tide16?

3.500 USD — europäischer Preis laut SoundImports bei 4.599 €

Unterstützt der miniDSP Tide16 Dolby Atmos und DTS:X?

Ja — Dolby Atmos, Dolby TrueHD, DTS:X, DTS:X Pro und DTS Neural:X werden unterstützt.

Unterstützt der miniDSP Tide16 Auro3D?

Nein. Nur Dolby Atmos, Dolby TrueHD, DTS:X, DTS:X Pro und DTS Neural:X werden unterstützt.

Unterstützt der miniDSP Tide16 HDMI 2.1?

Nein. Der Tide16 verwendet HDMI 2.0b — das bedeutet maximal 4K/60Hz und 18 Gbit/s Bandbreite. HDMI 2.1 mit 48 Gbit/s, 4K/120Hz oder 8K wird nicht unterstützt. Für reine Heimkino-Nutzung mit aktuellem Blu-ray-Material ist das kein Problem, wer aber Gaming mit 4K/120Hz oder einen modernen 8K-Workflow plant, sollte das einkalkulieren.

Das Fazit vor dem Test

Der miniDSP Tide16 ist eine Ansage. Hardware-seitig ordentlich bestückt, Dirac-Suite komplett, Flexibilität auf Profi-Niveau, dazu ein echter Effizienz-Vorteil durch ARM-Architektur und passive Kühlung. Die Kompromisse — HDMI 2.0b, 48-kHz-Limit, kein Analog-Bypass — sind bewusst gesetzt und passen zur miniDSP-DNA.

Die eigentliche Frage ist: wie schlägt sich das Ding in der Praxis? Wie stabil läuft die HDMI-Strecke über Monate? Wie gut performt Dirac ART im Vergleich zu alternativen Raumkorrektursystemen? Wie souverän arbeitet die DAC-Stufe gegen einen realen Signalgenerator?

Das sind die Fragen, die sich erst am realen Gerät beantworten lassen. Und genau deshalb wird’s spannend. Dran bleiben.

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Fosi Audio S3 Preview: Starke Hardware, halbfertige Software – eine ehrliche Einschätzung https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-s3-preview-starke-hardware-halbfertige-software-eine-ehrliche-einschaetzung/#respond Mon, 20 Apr 2026 22:40:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10693

Alle feiern den neuen Fosi Audio S3. Zwei Tage getestet, Video raus, Hype. Ich steh hier und frag mich: Hat irgendjemand das Ding mal wirklich benutzt? Ich hab’s getan – über Wochen, im Dauerbetrieb, an drei verschiedenen Setups. Und ich sag euch in diesem Preview, was die anderen euch nicht sagen.

Warum kein vollständiges Review? Weil ich mir mit meinen Testgeräten normalerweise richtig viel Zeit nehme. Die Geräte laufen bei mir den ganzen Tag, über Wochen, im echten Alltag – nicht nur für einen Nachmittag. Und weil die Software schlicht noch nicht fertig ist, wäre ein abschließendes Urteil jetzt schlicht nicht seriös. Ich will euch aber trotzdem mitnehmen: was der S3 schon kann, wo er Probleme hat und warum es sich lohnt, dieses Gerät im Auge zu behalten.

Disclaimer: Ich habe den Fosi Audio S3 vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Fosi Audio oder irgendjemand sonst nimmt keinen Einfluss auf mein Preview. Als unabhängiger Blog sind wir an keine geschäftlichen Beziehungen gebunden, die unsere Meinung verfälschen könnten.

Update [01.05.2026]: Fosi hat nachgeliefert – der EQ wurde erweitert und Qobuz ist inzwischen an Bord. Beides teste ich gerade aktiv, erste Eindrücke sind vielversprechend. Wie gut die Umsetzung im Alltag wirklich ist, wird im vollständigen Review eingehend beurteilt.

Was ist der Fosi Audio S3?

Der Fosi Audio S3 ist Fosis erster Streamer – und schon das ist eine kleine Ansage. Die Marke kennt ihr vielleicht eher von ihren kompakten, günstigen Verstärkern; der Fosi Audio i5 ist nicht ohne Grund Teil meiner Referenzkette. Jetzt wagen sie sich in eine komplett andere Produktkategorie, und das sieht man dem Gerät auch an: anderer Formfaktor, etwas größer als das typische Fosi-Kistchen, und ein helleres Grau statt dem vertrauten Dunkelgrau.

Preislich bewegt sich der S3 bei einem UVP von 329€ und im Netz bei ~ 279. Und genau dieser Preis macht die Sache interessant.

Der Sweet Spot – und warum er wirklich einer ist

Manche ordnen den Fosi Audio S3 als direkten Konkurrenten zum WiiM Pro Plus ein. Das stimmt, aber es greift zu kurz. Der WiiM Pro Plus hat weder HDMI-eARC, noch einen symmetrischen XLR-Ausgang, oder einen dedizierten Subwoofer-Out. Der S3 hat das alles – und das für unter 300 Euro. Der nächste WiiM, der mithalten kann, ist der Ultra, der bei rund 400 Euro liegt und dafür ein kleines Display spendiert bekommt. Auf das kann ich ehrlich gesagt verzichten. Die Eversolo-Modelle spielen preislich noch eine Etage drüber. Wer also für 270 bis 300 Euro einen Streamer sucht, der mehr mitbringt als das Übliche, sollte genau hinschauen.

Anschlüsse: Mehr als erwartet

Auf der Rückseite des Fosi Audio S3 findet sich eine für den Preis bemerkenswert vollständige Ausstattung: XLR-Ausgang (symmetrisch) und RCA (asymmetrisch), ein Line-In per Cinch für CD-Player oder Plattenspieler, ein Subwoofer-Ausgang, HDMI mit eARC, Toslink und Bluetooth. Was fehlt, ist ein Koaxial‑S/PDIF-Ausgang – der kann prinzipbedingt mehr übertragen als Toslink, und bei einem Gerät auf diesem Ausstattungsniveau wäre er ein logisches Puzzleteil gewesen. Schade, aber kein Dealbreaker.

HDMI eARC: Das Killerfeature für unter 300 Euro

Das Thema verdient einen eigenen Absatz, weil es für mich wirklich der Grund ist, warum der Fosi Audio S3 in seinem Preissegment heraussticht. HDMI eARC bedeutet, dass ihr den Streamer direkt in euren Fernseher hängt, den Ton des Fernsehers durchschleift und gleichzeitig euer Streaming-Audio darüber ausgebt – alles über ein einziges Kabel. Für Einsteiger, die guten Klang wollen ohne komplizierte Multi-Geräte-Ketten, ist das ein erheblicher Komfortgewinn.

Der Klang über eARC macht dabei einen sauberen Job: ordentliche Stereowiedergabe, vernünftige Rechts-Links-Ortung, nichts, worüber man sich beschweren müsste. Wer allerdings auf Dolby-Dekodierung hofft: Fosi hat nach aktuellem Stand keine entsprechende Lizenz, was bedeutet, dass ihr über eARC voraussichtlich nur PCM bekommt. Das ist für die meisten Anwendungsfälle völlig ausreichend – man sollte es aber wissen. Was definitiv nicht ausreicht: Die App zeigt euch aktuell weder Format noch Bitrate noch Samplerate an, egal ob ihr über HDMI hört oder streamt. Das ist ein Basis-Feature, das bei jedem Streamer in dieser Klasse selbstverständlich sein sollte.

Erster Klangeindruck: Gut – aber mit Einschränkungen

Vorweg: Das hier sind erste Eindrücke unter realen Bedingungen, kein abschließendes Klangurteil. Ich habe den S3 an drei Setups betrieben – am Burson Soloist Stellar Max über Kopfhörer, sowohl an den Burson Timekeeper GT4 Max als auch an den Nilai-500-Monoblöcken, jeweils in Kombination mit den Arendal 1723 Towern und dem SVS SB-5000.

Das Ergebnis: Der DAC im Fosi Audio S3 spielt solide, detailliert und unangestrengt. Wer die Burson-Kette kennt, weiß, was da klanglich passiert – und der S3 fügt sich ordentlich ein. Einen Tick mehr Feinzeichnung wäre schön, aber für das Geld bewegt er sich auf einem absolut respektablen Niveau.

Die Einschränkung liegt nicht am Klang selbst, sondern daran, was man damit nicht tun kann. Wer Raumprobleme hat – und die hat fast jeder – braucht einen vernünftigen EQ. Fünf Bänder sind besser als keiner, aber in 2026 ist das schlicht zu wenig, um eine Hörumgebung ernsthaft zu korrigieren. An den Nilai-Monoblöcken, die deutlich neutraler und trockener spielen als die Burson-Geräte (Test folgt), hätte ein ordentlicher parametrischer EQ einen echten Unterschied gemacht. Den gibt es aktuell nicht. Das merkt man.

Hinzu kommt: Ich konnte während des Tests ausschließlich über Spotify hören, weil Qobuz noch nicht unterstützt wird. Für ein abschließendes Klangurteil brauche ich Qobuz – HiRes-Streaming ist für mich kein Nice-to-have, sondern Standard.

Hardware-Probleme: Ehrlichkeit ist hier Pflicht

Zwei Dinge, die ich bei keinem anderen Gerät in meiner Kette hatte und die ich direkt ansprechen muss.

Erstens: ein konstantes, leises Rauschen auf dem linken Kanal. Es skaliert nicht mit der Lautstärke, und als ich die Kanäle getauscht habe, ist das Rauschen mitgewandert – es liegt also klar am Gerät, nicht an Kabeln oder Lautsprechern. Mein Verdacht geht in Richtung eines defekten Op-Amps oder Buffers. Ob das ein Serienproblem ist oder ein Einzelfall, kann ich noch nicht beurteilen. Ich sage es trotzdem, weil ihr das wissen solltet.

Zweitens: gelegentliche Knackgeräusche beim Quellwechsel – sowohl beim Liedwechsel als auch im HDMI-Betrieb. Das kannte ich bisher von keinem anderen Gerät in der Kette. Ob das Ursache in der Software oder der Hardware hat, lässt sich noch nicht endgültig sagen. Fosi muss das fixen.

Und dann gibt es noch das CEC-Problem, das so ein typisches Alltagsding ist, das man nur merkt, wenn man ein Gerät wirklich benutzt. Ich hatte abends ferngesehen, den TV ausgemacht, der S3 ist brav per CEC mitgegangen. Dann, später, wollte ich noch Musik hören und habe Spotify gestartet – woraufhin zunächst der Fernseher wieder anging, bevor der S3 auf die Streaming-Quelle umschaltete. Was passiert: Der Streamer bootet im HDMI-Modus, gibt ein CEC-Wecksignal ans Display, und merkt erst danach, dass er eigentlich Spotify spielen soll. Klingt klein, nervt im Alltag enorm. Und es ist genau der Grund, warum ich Testgeräte nicht zwei Tage auf den Schreibtisch stelle und dann ein Video mache.

Die Software: Der eigentliche Knackpunkt

Ich sage es direkt: Die App ist dünn. Wirklich dünn – und das ist das zentrale Problem des Fosi Audio S3 in seinem aktuellen Zustand.

Fünf EQ-Bänder sind ein Anfang, aber kein Werkzeug. Wer seinen Raum wirklich einmessen will, braucht mindestens zehn Bänder, besser einen vollwertigen parametrischen EQ. Eine Auto-EQ-Funktion, bei der man einfach das Handy nimmt und den Raum einmisst? Hat WiiM. Hat Eversolo. Fehlt hier komplett. Der Subwoofer-Ausgang ist physisch vorhanden, aber ein einstellbarer Crossover ist in der App nicht zu finden – was bedeutet, dass ihr euren Sub zwar anschließen könnt, aber ohne definierte Trennfrequenz arbeitet. Das mag für manche Setups pragmatisch funktionieren, für eine ernsthafte Einbindung in eine Stereo‑2.1‑Kette reicht es nicht. Getrennte Ausgangsprofile für XLR und RCA? Fehlen. Separate Eingangsprofile? Fehlen. Und in der App sind Platzhalter für Funktionen sichtbar, die noch gar nicht existieren – darunter Display-Einstellungen für ein Display, das der S3 gar nicht hat. Das wirkt unfertig, weil es unfertig ist.

Beim Streaming-Angebot sieht es ähnlich aus: Spotify, Tidal Connect, AirPlay 2, Google Cast, Roon und Spotify Connect sind mit an Bord. Qobuz fehlt – und für mich persönlich ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein echter Showstopper für ein abschließendes Urteil. Kein Internetradio, keine dienstübergreifenden Playlists. In seinem aktuellen Zustand ist der Fosi Audio S3 eher ein vielversprechendes Transportmodul als ein vollwertiger Streamer.

Roadmap: Fosi hört zu – aber die Liste ist lang

Beim Schreiben dieses Fosi Audio S3 Preview hat Fosi auf Instagram eine erste öffentliche Roadmap veröffentlicht. Für April ist Qobuz Connect angekündigt sowie eine Erweiterung des EQ auf zehn Bänder, für Mai ein komplett überarbeitetes UI mit anpassbarem Homescreen. Das ist gut. Es zeigt, dass Fosi zuhört und aktiv entwickelt.

Aber es reicht noch nicht. Crossover für den Subwoofer-Ausgang steht nicht auf der Roadmap. Auto-EQ steht nicht drauf. Parametrischer EQ steht nicht drauf. Signalanzeige steht nicht drauf. Ausgangsprofile stehen nicht drauf. Was Fosi liefert, ist ein erster Schritt – aber die Distanz zum Ziel ist noch beträchtlich. Das warnende Beispiel kennt ihr: Sonos. Versprechen allein bauen kein Vertrauen. WiiM hat mit öffentlichen Changelogs und einer lebendigen Community vorgemacht, wie das richtig geht. Das ist der Standard, an dem sich Fosi messen lassen muss.

Das eigentliche Thema: Ökosystem schlägt Chips

Ich komme immer wieder auf denselben Punkt zurück, weil er der entscheidende ist. In Reviews und Kommentaren dreht sich alles um DAC-Chips. Dieser Chip, jener Chip. Wisst ihr was? Ich hab hier einen Fosi-Kopfhörerverstärker stehen, der hat einen hervorragenden DAC eingebaut. Warum soll ich überall DAC-Chips horten?

Es geht ums Ökosystem. WiiM kommt aus dem Netzwerkplayer-Bereich – die konnten von Tag eins Software. Eversolo genauso. Fosi ist bisher eine Hardware-Firma mit starker Engineering-DNA, aber Softwareentwicklung ist ein anderes Handwerk. Es braucht Konzeption, Entwicklung, Testing, Pflege, Community-Management. Das baut man nicht in einem Quartal auf.

Was ich gehört habe: Es soll noch eine S3 Light-Variante geben sowie eine Max- oder Ultra-Version. Für den Light könnte ich mir einen reinen Netzwerktransport ohne eigenen DAC vorstellen – und das wäre tatsächlich eine Marktlücke in diesem Preissegment. Im High-End läuft der Trend zu dedizierten Transporten gerade heiß, Eversolo hat das vorgemacht. Warum nicht auch im Einsteiger- bis Mittelklassebereich?

Der größere Gedanke dahinter: Wenn Fosi ein ernsthaftes Multiroom-Konzept aufbaut und dazu einen eigenen aktiven Lautsprecher bringt – sagen wir im Bereich 150 bis 200 Euro –, dann könnte daraus etwas wirklich Interessantes entstehen. So wie Sonos, aber im Fosi-Preisbereich, mit offenem Ökosystem und dem Feature-Set, das man 2026 erwarten darf. WiiM hat Speaker im Angebot, aber 350 Euro das Stück bedeutet 700 Euro für Stereo – da bekommt man einen WiiM Amp Ultra mit guten Regalboxen und ist deutlich flexibler aufgestellt. Wenn Fosi das Ökosystem-Denken wirklich verinnerlicht und konsequent umsetzt: Das wäre eine Ansage.

Fosi Audio S3 Preview – Fazit

Der Fosi Audio S3 ist für seinen Preis hardware-technisch wirklich stark aufgestellt. Symmetrischer XLR-Ausgang, HDMI mit eARC, Subwoofer-Out, Line-In, Bluetooth – das ist eine Kombination, die unter 300 Euro ihresgleichen sucht. Der erste Klangeindruck ist solide, das Potenzial ist spürbar.

Aber der Fosi Audio S3 ist noch nicht fertig. Die Software ist das, was zwischen einem spannenden Gerät und einem empfehlenswerten Streamer steht – und da ist noch eine erhebliche Strecke zu gehen. Hinzu kommen die Hardware-Beobachtungen, die ich gemacht habe und an Fosi weiter gegeben.

Wer heute einen Streamer kaufen will, der aus der Box heraus alles kann, ist bei WiiM oder Eversolo besser bedient. Wer aber bereit ist, mitzuwachsen, und wer das Hardware-Paket für diesen Preis spannend findet – der sollte den S3 im Auge behalten. Ich werde den Fosi Audio S3 weiter im Dauerbetrieb lassen und nach diesem Preview ein vollständiges Review nachliefern, sobald die Software einen Stand erreicht hat, der ein faires Urteil erlaubt.

Die große Frage bleibt: Wie viel Geduld gibt man einem jungen Unternehmen, das in einer neuen Kategorie Fuß fasst? Ich bin gespannt. Und ihr hoffentlich auch.

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SMSL VMV D3R: ROHMs Flaggschiff-Chip, doppelt eingebaut https://www.hifigeek.de/smsl-vmv-d3r/ https://www.hifigeek.de/smsl-vmv-d3r/#respond Tue, 24 Mar 2026 12:23:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11741 Der SMSL VMV D3R ist der neue Flaggschiff-DAC aus SMSLs VMV-Linie — und setzt auf einen Chip-Ansatz, den man in dieser Preisklasse nicht überall findet. SMSL baut seit 2009 in Shenzhen Verstärker und DACs, zunächst hauptsächlich im Einstiegssegment, seit 2018 aber zunehmend auch im oberen Regal. Mit dem SMSL VMV D3R zeigt die Marke, wo sie 2026 klanglich und technisch hinwill.

Was das Ding sein will

Der SMSL VMV D3R ist ein Desktop-DAC mit integrierter Vollpreamp-Funktion. Das heißt: direkt an die Endstufe, kein separater Vorverstärker nötig. Zielpublikum sind Leute, die ein aufgeräumtes High-End-Setup wollen und keinen Bock auf unnötige Zwischenstufen haben. Der Formfaktor ist klassisches Komponenten-HiFi: 320 mm breit, 51,5 mm hoch, 3,81 kg auf der Waage. Passt in jedes Regal, macht dort eine ordentliche Figur.

Ein “R” für ROHM, nicht für R2R

Hier muss man kurz aufpassen, denn die Namensgebung ist etwas tückisch. Der ältere VMV D3 ohne das abschließende R war ein echter R2R-DAC mit vier PCM1704U-J-Chips von Texas Instruments. Der SMSL VMV D3R hingegen ist ein Delta-Sigma-Design — das “R” steht für ROHM, den japanischen Chiphersteller. Wer einen R2R-DAC sucht, schaut hier also an der falschen Adresse.

Was drin steckt: zwei ROHM BD34302EKV, je einer pro Kanal in Dual-Mono-Konfiguration, vollsymmetrisch vom DAC-Ausgang bis zum XLR-Ausgang. SMSL bewirbt den ROHM-Chip als klanglich eigenständige Alternative zu den üblichen Verdächtigen aus dem Hause ESS oder AKM — weicher, natürlicher, weniger analytisch. Das ist freilich Herstelleraussage, die sich erst im Hören beweisen muss. Interessant ist der Ansatz trotzdem, weil ROHM-basierte Designs nach wie vor vergleichsweise selten sind.

Technik im Detail

Der SMSL VMV D3R läuft mit einem XMOS XU-316 als USB-Prozessor, dem aktuellen Stand der Technik für asynchrones USB-Audio. PCM bis 768 kHz mit 32 Bit, natives DSD512 — die üblichen Papierrekorde, die in der Praxis selten jemand ausreizt, aber vollständig dabeizuhaben schadet nicht.

Was eher ungewöhnlich ist: MQA-Full-Decoding nicht nur über USB, sondern auch über Toslink, Koaxial und AES/EBU. Die meisten DACs dieser Klasse beschränken MQA auf den USB-Eingang. Ob man MQA noch braucht oder will, ist eine andere Diskussion — wer es will, bekommt beim SMSL VMV D3R die komplette Implementierung.

Die angegebenen Messwerte: THD+N von 0,00013 % (entspricht ‑117 dB), SNR und Dynamikumfang jeweils 123 dB über XLR, 122 dB über Cinch. XLR-Ausgangspegel bei 5,2 Vrms, Cinch bei 2,5 Vrms. Starke Papierparameter — unter Herstellerbedingungen gemessen, wie immer.

Das Taktsystem basiert auf einem selbstentwickelten CK-04-Schaltkreis mit integriertem 10-MHz-OCXO bei ±3 ppb Stabilität. Ein temperaturgeregelter Quarzoszillator dieser Güte gehört normalerweise in Studioequipment oder teurere Standalone-Clocks — dass SMSL das hier intern verbaut, ist zumindest auf dem Papier ein echtes Argument. Zusätzlich gibt es einen externen Clock-Eingang, falls jemand lieber seinen eigenen Masterclock einbindet.

Stromversorgung: lineares Netzteil mit zwei Ringkerntransformatoren und adaptiver Spannungsregelung. Analog- und Digitalsektion getrennt — bei einem Gerät dieser Preisklasse auch schlicht erwartet.

Anschlüsse: Kein Grund zum Meckern

Die Eingangsseite des SMSL VMV D3R ist vollständig ausgebaut. Digital rein geht es über USB‑B, USB‑C, Toslink, Koaxial, AES/EBU und I²S — plus Bluetooth 5.4 für den kabellosen Weg. Dazu kommt ein dedizierter Clock-Eingang für externe 10-MHz-Referenzquellen, falls jemand einen separaten Masterclock im Setup hat.

Auf der Ausgangsseite gibt es XLR symmetrisch mit 5,2 Vrms und Cinch mit 2,5 Vrms. Beides gleichzeitig nutzbar, was bei manchen Setups praktisch ist. Der SMSL VMV D3R fungiert dabei als echter Vorverstärker mit analoger Lautstärkeregelung — das Signal läuft also nicht digital bedämpft raus, sondern wird im analogen Pfad geregelt. Kleines aber wichtiges Detail.

Was fehlt: ein Kopfhörerausgang. Wer den DAC auch als Headphone-Stage nutzen will, braucht einen separaten Amp dahinter. Für ein reines Lautsprecher-Setup ist das kein Thema, sollte aber bekannt sein.

Was es sonst noch kann

Bluetooth 5.4 mit Qualcomm-Chip, LDAC, aptX HD, aptX, AAC, SBC. Für einen DAC in dieser Gewichtsklasse mittlerweile Standard, aber schön dass es da ist. Eingänge: USB‑B, USB‑C, Toslink, Koaxial, AES/EBU, I²S und Bluetooth. Ausgänge: XLR und Cinch. Dazu ein Clock-Eingang für externe 10-MHz-Referenz. Das 3,49-Zoll-Farbdisplay mit Echtglas und eine Fernbedienung sind ebenfalls mit an Bord.

Es gibt außerdem eine “Best Set”-Funktion, die auf Knopfdruck Filterkurve, Oversampling-Strategie und Pegelverhalten automatisch konfiguriert. Was das intern genau tut, bleibt SMSLs Geheimnis. Klingt nach einem gut gemeinten Feature für Leute ohne Lust auf Menüdiving — ob das klanglich relevant ist oder nur nettes Beiwerk, lässt sich ohne Hörtest nicht beurteilen.

Einordnung: Wo steht das?

Preislich liegt der SMSL VMV D3R bei 1.750 EUR auf Amazon — inklusive Mehrwertsteuer, ohne Zollüberraschungen. Über internationale Grauimport-Händler wie Shenzhenaudio oder HiFi-Express geht es günstiger, aber dann ist Zoll einzurechnen und der Support-Weg länger.

Zum Vergleich: Der Topping D90SE liegt bei rund 700 EUR und bietet solide ESS-Performance mit ähnlichem Anschluss-Portfolio, aber kein OCXO und kein duales Ringkerntrafo-Setup. Der Gustard A26 mit AKM-Chips kostet um die 1.000–1.100 EUR und spielt ebenfalls in der Nähe. Wer Richtung R2R geht, landet bei Denafrips Venus II für ähnliches Geld — andere Philosophie, andere Stärken. Der SMSL VMV D3R positioniert sich als technisch vollausgestattetes Delta-Sigma-Flaggschiff mit einem Chip, der bewusst nicht der Mainstream-Wahl folgt. Das macht ihn interessant für alle, die weder das messoptimierte ESS-Setup noch den R2R-Vintage-Sound suchen, sondern irgendwas dazwischen.

Preis & Verfügbarkeit

Der SMSL VMV D3R ist seit März 2026 im Handel, unter anderem über Shenzhenaudio, HiFi-Express und Apos Audio. Preis je nach Händler und Region zwischen ca. 1.500 und 1.700 USD, für EU-Kunden bei ausgewählten Händlern inklusive Mehrwertsteuer. Wer direkt aus China bestellt, rechnet Zoll obendrauf. Garantie: ein Jahr, in Europa zwei Jahre je nach Händler.

Was offen bleibt

Auf dem Papier ist der SMSL VMV D3R ein sehr gut ausgestattetes Stück Hardware zum vertretbaren Preis für die Kategorie. Ob der ROHM-Chip klanglich das hält, was SMSL verspricht — diesen etwas wärmeren, entspannteren Charakter gegenüber ESS-Designs — ist die eigentlich interessante Frage. Messparameter sind eine Sache, wie sich das im echten System anfühlt eine andere. Wer parallel schaut: Der Denafrips Venus II und der Gustard A26 gehören in dieselbe Shortlist.

Wer statt eines reinen DACs lieber alles in einem Gerät haben will: In unserem Test des Burson Audio Conductor GT4 Deluxe zeigen wir, was der All-in-One-Ansatz in dieser Preisklasse taugt — und wo die Grenzen des Kompromisses liegen.

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Summer Breeze 2026 – Das Lineup steht, Dinkelsbühl ruft https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2026-lineup-highlights/ https://www.hifigeek.de/summer-breeze-2026-lineup-highlights/#respond Tue, 17 Mar 2026 17:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10635 Es gibt Festivals auf die man irgendwann mal geht. Und dann gibt es das Summer Breeze. Wer einmal auf dem Flugplatz in Dinkelsbühl gestanden hat, weiß den Unterschied. Nun steht das Summer Breeze 2026 an.

Seit 2013 ist das Summer Breeze fester Bestandteil – erst zu zweit, mit Unterbrechungen, mit einem Hund der erstmal Priorität hatte und drei verpassten Jahren die man heute noch bereut. Das 2018er Jubiläum? Lassen wir das Thema. Aber seit 2019 läuft der Motor wieder, und nach Corona ist 2022 aus einem Duo langsam eine echte Crew geworden. Erst random auf dem Black gecampt, dann zwei Flächen auf Blue, dieses Jahr drei.

Es wächst. Und es wächst weil das Breeze eine dieser seltenen Sachen ist die Menschen zusammenbringt – auch solche die eigentlich gar nicht so viel Metal hören. Wegen dem Publikum. Wegen der Atmosphäre. Wegen den noch fairen Preisen. Wegen den Momenten in denen einem ein wildfremder KFZ-Mechaniker den Bulli über den matschigen Campingplatz zieht weil er einfach helfen will.

Wir haben in unserer Zeit auch andere Festivals gesehen – Wacken, Mera Luna, Rockharz, Hurricane, Vainstream, Metal Fest an der Loreley, 20 Wahre Jahre von In Extremo. Alles schön. Das Rockharz hat seinen eigenen Reiz. Aber das Breeze ist und bleibt ungeschlagen. Kurze Wege, ein Publikum das man selten asozial erlebt – sieht man mal von dem einen Jahr mit Children of Bodom ab, wo irgendwelche Typen Crowdsurfer über die Menge schmeißen oder runterziehen wollten. Ausnahme.

Und das Merch: Custom Shirts mit wechselnden Jahresmotiven neben dem klassischen Jahreslogo, ein Sortiment das man nirgendwo anders in dieser Form findet. Wer schon mal Stunden vor dem Stand gestanden hat weiß wie das läuft – und seit zwei Jahren gibt es die Möglichkeit das Merch vorzubestellen. Was mehr oder minder auch funktioniert. Mehr oder minder.

Sechs Stunden Anreise. Trotzdem. Jedes Mal.

Das Lineup Summer Breeze 2026

Die Headliner: In Flames, Arch Enemy, Helloween – und als vierter Slot: Eisbrecher. Passend für ein deutsches Publikum, passend für Dinkelsbühl.

In Flames kennt das Breeze, und das Breeze kennt In Flames. 2013, 2019, 2023 und Summer Breeze 2026 – die Schweden sind Stammgäste in Dinkelsbühl und das Festival hat sie jedes Mal mit offenen Armen empfangen. Zu Recht. Die Band hat in den letzten Jahren wieder zu einer Form gefunden die viele schon abgeschrieben hatten, und wer sie zuletzt live gesehen hat weiß: die liefern. Die Double-Headliner-Tour gemeinsam mit Arch Enemy hat das nochmal unterstrichen. Ein Wiedersehen das sich anfühlt wie nach Hause kommen.

Arch Enemy – und da wird’s interessant. Alissa White-Gluz ist weg, Nadia Leonova steht in großen Schuhen. Wer sich erinnert wie das damals mit Alissa selbst war: auch da hat’s eine Weile gedauert bis sie akzeptiert war. Vielleicht ist auf dem Summer Breeze 2026 die Premiere die einen umstimmt. Oder nicht. Aber es wird auf jeden Fall spannend zu sehen was die Band aus dieser Situation macht.

Imminence sind gerade in einer Phase in der alles passt. Die Schweden verbinden Metalcore und rohe Emotionalität auf eine Art die einen kalt erwischt – und die aktuelle Form der Band macht diesen Slot auf dem Summer Breeze 2026 zu einem der interessantesten des gesamten Wochenendes. Sehr gespannt.

Orbit Culture ist mittlerweile keine Geheimempfehlung mehr – aber live nach wie vor Pflicht. Die ersten Alben haben die Szene aufhorchen lassen, das neueste hat nochmal einen Zahn zugelegt. Wer die noch nicht live hatte: jetzt. Kein Drumherum.

Thy Art Is Murder stehen mit Tyler Miller am Mikro – CJ McMahon ist seit 2023 raus, und das aus gutem Grund. Tyler war für viele live bisher noch nicht zu sehen – also auch hier eine Premiere auf dem Summer Breeze 2026. Die Band war schon vorher live eine Wucht. Was Tyler draus macht zeigt Dinkelsbühl.

Fit For An Autopsy sind seit Jahren eine der verlässlichsten Deathcore-Bands die sich nicht auf Formeln ausruhen. Paleface Swiss polarisieren mit ihrer Mischung aus Metal und Rap-Einflüssen – live aber definitiv eine Wucht.

Dann die Seite des Lineups vom Summer Breeze 2026 die gerne übersehen wird: Deafheaven bringen ihren Post-Black-Sound nach Dinkelsbühl – ein Kontrast der auf einem Festival dieser Art besonders gut funktioniert. Ähnliches gilt für Møl aus Dänemark, die live deutlich mehr Druck machen als man auf Platte vermuten würde. Der Weg Einer Freiheit sind schlicht eine der besten deutschen Black-Metal-Bands der Gegenwart – dass die auf dem Breeze spielen macht das Booking noch runder.

Atmosphärisch in eine ganz andere Richtung aber nicht weniger stark: Eivør aus den Färöer-Inseln bringt einen der ungewöhnlichsten und schönsten Sounds des gesamten Festivals mit. Nytt Land aus Sibirien machen mit Schamanismus und archaischem Folk genau das was ein gutes Festivalprogramm braucht: echte Kontraste.

Bloodred Hourglass aus Finnland spielen Mittwoch – ein guter Einstieg in die vier Tage. Brymir ebenfalls aus Finnland, melodischer aber nicht weniger intensiv. Blood Command liefern diese herrlich chaotische Mischung aus Punkrock und Metal die live immer für Überraschungen gut ist. Mittel Alta dürfen gespannt beobachtet werden. Und dann gibt es noch den Abend auf dem man bei Rectal Smegma steht und sich fragt wie man an diesen Punkt im Leben gekommen ist – aber irgendwie ist das genau richtig so.

Und dann ist da noch die Kritik die man sich nicht verkneifen kann: Lorna Shore fehlen schmerzlich. Nach ihrem Debüt mit Will Ramos ist mittlerweile der zweite Langspieler erschienen, die Band wächst rasant – aber das Breeze holt sie nicht. Ähnliches gilt für den Anteil an hartem, extremem Metal generell: das Lineup 2023 war in dieser Hinsicht ein Traum. Im Deathcore und Death Metal gab es mit Fit For An Autopsy, Shadow of Intent, Brand of Sacrifice und Signs of the Swarm gleich mehrere Highlights auf einmal.

Im melodischen Death Metal lieferten Be’lakor, Orbit Culture und Bloodred Hourglass das was man vom Breeze erwartet – klasse Bands abseits des Mainstreams. Bleed From Within irgendwo dazwischen, und Knocked Loose als Hardcore-Ausreißer der das Ganze nochmal aufgerissen hat. Und wer Zeal and Ardor 2023 live erlebt hat weiß: das war mit Abstand das stärkste Konzert des gesamten Festivals. Deren Abwesenheit 2026 hinterlässt ein leises aber deutliches Bedauern.

Wann ist das Summer Breeze 2026?

Das Summer Breeze 2026 findet vom 12. bis 15. August 2026 statt.

Wo findet das Summer Breeze 2026 statt?

Auf dem Flugplatz in Dinkelsbühl, Bayern.

Wer sind die Headliner beim Summer Breeze 2026?

In Flames, Arch Enemy, Helloween und Eisbrecher.

Sind noch Tickets verfügbar?

Das Festival ist ausverkauft. Tagestickets sind noch limitiert erhältlich. Ansosten in der offiziellen Ticketbörse sein Glück versuchen.

Fazit

Das Summer Breeze 2026 ist ausverkauft – bereits seit dem 1. Dezember 2025, früher als je zuvor in der Festivalgeschichte. Tagestickets sind noch limitiert verfügbar. Wer eins ergattert: gut gemacht. Wer leer ausgegangen ist: in die Ticketbörse schauen und nächstes Jahr früher dran sein.

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Avatar Hamburg 2026 — Freakshow in den Docks https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/avatar-hamburg-2026/#respond Mon, 16 Mar 2026 18:14:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10539 Die Docks sind nicht gerade meine Lieblings-Location in Hamburg – aber wenn Avatar spielen und Freunde dabei sind, macht man das einfach.

Der Einlass für Avatar Hamburg 2026 war mit 17:00 Uhr schon relativ früh und mit zwei Vorgruppen sollte das auch ein ausgiebiger Abend werden. Agabas und Alien Weaponry waren hier für Hamburg gesetzt, anders als in Köln wovon meine Freunde schwärmten und deshalb in den Norden gereist sind um noch einmal gemeinsam das Konzert zu erleben.

Agabas — norwegisches Deathjazz

Agabas sind eine norwegische Crossover-Band mit Saxofon-Einschlag – klingt wilder als es sich liest. 17:30 sollten sie schon loslegen und der Groove hat mich zwischenzeitlich erwischt, aber warm geworden bin ich mit ihnen nicht. Sehr wohl hat Frontman Sondre Sørensen Brønstad alles in seiner Macht stehende getan um die Menge einzuheizen. Wenn das auch dazu geführt hat, dass er selbst Hand angelegt und die ersten Moshs eigenhändig angeschoben hat. Respekt an dieser Stelle.

Alien Weaponry – Māori Metal aus Neuseeland

Alien Weaponry haben sich mit einem Haka auf die Bühne gekämpft – das setzt einen Ton, bevor auch nur eine Note gespielt wurde. Die Neuseeländer, übrigens pünktlich früher als angekündigt, sind zu dritt unterwegs und brauchen keine große Crew um Präsenz zu erzeugen. Vor allem der Bassist mit seinen traditionellen Tā moko-Gesichtstattoos macht klar: das ist kein ästhetisches Accessoire, das ist wer diese Leute sind.

Der Māori-Einfluss sickert immer wieder durch – in Rhythmik, Gesang, Energie – und genau das ist es, was Alien Weaponry von jeder anderen Thrash-Band unterscheidet. Als jemand der für indigene Einflüsse im Metal brennt, hätte ich davon gerne mehr gehabt. Das Potenzial ist da, das Fundament steht – aber sie könnten diesen Teil ihrer Identität noch konsequenter nach vorne schieben statt ihn gelegentlich einzustreuen. Eine interessante Vorgruppe, die noch schärfer werden kann. Und wird, wenn man dem Eindruck trauen darf.

Avatar Hamburg 2026 – Der Zirkus kommt in die Stadt

Avatar sind seit über 20 Jahren unterwegs und haben sich von einer Gothenburg-Metalband zu einem der eigenwilligsten Live-Spektakel der Szene entwickelt. Das aktuelle Album „Don’t Go in the Forest” markiert dabei eine weitere Vertiefung ihres düsteren Zirkus-Universums – theatralischer, atmosphärischer, noch konsequenter in der Ästhetik. Hamburg war der letzte Abend der „In the Airwaves EU ’26″-Tour, und das merkte man: Die Band hat hier noch einmal alles rausgeholt was nach einem langen Tourmarathon übrig war – und das war verdammt viel.

Wenn Avatar die Bühne betreten, ist das kein Konzert – das ist eine Vorstellung. Harlekin-Kostüme, ein durchgängig zelebriertes Zirkus-Setting und Frontmann Johannes Eckerström als Zeremonienmeister eines düsteren Spektakels, das von der ersten bis zur letzten Minute funktioniert. Was zusätzlich für Stimmung sorgt: Eckerström spricht überraschend gutes Deutsch und zieht sämtliche Ansagen auf Deutsch durch – das kommt im ausverkauften Docks erwartungsgemäß gut an.

Der Fokus lag klar auf dem aktuellen Album, aber Avatar sind klug genug, niemanden im Regen stehen zu lassen – Klassiker wie Bloody Angel, Hail the Apocalypse und das finale Smells Like a Freakshow haben die Hütte nochmal ordentlich in Bewegung gebracht. Die Bühnenshow liefert dazu die passenden Momente: der kleine Flügel an dem Eckerström seine ruhigeren Passagen zelebriert, die Schlagzeugeinlage an der Bühnenkante mit der ganzen Band aufgereiht, und natürlich der Königsthron für Hail the Apocalypse – Kitsch im besten Sinne, vollkommen selbstbewusst zelebriert. Der Moshpit wuchs zum Finale hin kontinuierlich – und wer Black Waltz kennt weiß, dass vier Songs davon in einer Setlist keine zufällige Entscheidung sind.

Weniger gestimmt hat das Publikum an vereinzelten Stellen. Wer als Fotograf arbeitet und sich freundlich durch die Menge bewegen muss, erwartet keine rote-Teppich-Behandlung – aber komplett ignoriert und von hinten geschubst zu werden wenn man darauf hinweist, dass man hier einen Job macht, ist schlicht unnötig. Kleiner Schatten auf einem ansonsten starken Abend.

Ach ja: Das Bier war Warsteiner. In Hamburg. Das sagt eigentlich alles.

Avatar – Hamburg, Docks, 13. März 2026

  1. Captain Goat
  2. Silence in the Age of Apes
  3. The Eagle Has Landed
  4. In the Airwaves
  5. Bloody Angel
  6. Death and Glitz
  7. Blod
  8. The Dirt I’m Buried In
  9. Colossus
  10. Torn Apart
  11. Howling at the Waves
  12. Legend of the King
  13. Let It Burn
  14. Tonight We Must Be Warriors

Encore:

  1. Don’t Go in the Forest
  2. Smells Like a Freakshow
  3. Hail the Apocalypse

Wer nach dem Avatar-Abend noch mehr Hunger auf Metal in Hamburg hat – hier ist unser Bericht vom Lorna Shore Konzert 2026 in der ausverkauften Inselpark Arena.

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Ferrum WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 — Sweet Spot Tuning für alle drei Extras https://www.hifigeek.de/ferrum-wandla-goldensound-edition-gen2/ https://www.hifigeek.de/ferrum-wandla-goldensound-edition-gen2/#respond Mon, 16 Mar 2026 13:00:41 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10522 Der WANDLA ist für Ferrum so etwas wie der Beweis, dass die Polen-Schmiede aus Warschau nicht nur clever ist, sondern richtig gut. EISA Best DAC 2023, eine GoldenSound-Kollaboration als erstes Plugin-Experiment und jetzt – kaum war die Tinte auf der GoldenSound Edition trocken – kommt Gen 2 auf den Tisch. Wer dachte, Ferrum hat sich erst mal ausgeruht: denkste.

Die Ferrum WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 nimmt die drei Kernfeatures der GoldenSound Edition – Impact+, Tube Mode und Spatial Enhancement – und baut jedes einzelne davon komplett um. Nicht poliert, nicht verbessert. Neu gebaut. Und dazu bekommt jedes dieser drei Features sein eigenes Ferrum Sweet Spot Tuning – was nichts anderes bedeutet als: mehr Kontrolle, mehr Abstimmungsoptionen, mehr Spielwiese für den eigenen Geschmack.

Ferrum WANDLA GoldenSound Edition: Kurze Herkunft für den Kontext

Ferrum existiert seit 2020, kommt aus dem Umfeld der polnischen Elektronik-Schmiede HEM und hat sich in erstaunlichem Tempo eine EISA-Award-Reihe aufgebaut: HYPSOS für beste HiFi-Zubehör, OOR für besten Kopfhörerverstärker, WANDLA für bestes DAC – alles in Folge. Kein Glücksgriff, sondern ein Muster.

Die Ferrum WANDLA GoldenSound Edition erschien Mitte 2024 als erstes gemeinsames Projekt mit dem bekannten Head-Fi-YouTuber GoldenSound und führte gleichzeitig das Plugin-Konzept ein: Wer einen Standard-WANDLA besitzt, kann ihn per Software-Plugin zur GoldenSound Edition machen. Schlaues Modell, das jetzt mit Gen 2 konsequent weitergeführt wird.

Was ist neu in Gen 2?

Der DAC selbst – ESS Sabre ES9038PRO, bis 768 kHz / 32 Bit PCM und DSD512, SERCE DSP-Modul, proprietäre Verstärkung und ausgewogene Topologie – bleibt unangetastet. Das ist auch gut so: Da war nichts kaputt. Was Gen 2 liefert, ist ein tiefgreifendes Overhaul der drei GoldenSound-exklusiven Features. Jedes einzelne davon wurde in Granularität und Regeltiefe massiv aufgebohrt.

Impact+ mit Sweet Spot Tuning

In der originalen Ferrum WANDLA GoldenSound Edition war Impact+ ein fixer Bass-Shelf plus einem Zusatzpeak – mehr Substanz, mehr Körper im Tiefton. Klar, das hat funktioniert. Gen 2 macht daraus ein vollständiges Werkzeug.

Ab sofort gibt es sieben vordefinierte Profile für den Low-End-Charakter:

  • Reference und Ref+ – neutrale Basis mit abgestufter Intensität
  • Smooth – weniger aggressiver Anschlag, weicher im Übergang
  • Kick+ – Schlagzeug-Attack, mehr Punch im Oberbass
  • DD-Comp und DD-Comp+ – speziell für Kopfhörer mit dynamischen Treibern entwickelt, kompensiert deren typisches Tieftonverhalten
  • Sub-Bass – fürs ganz tiefe Fundament, LFE-Fokus

Dazu kommt ein stufenloser Intensitätsregler von 10 bis 130 %. Die Verarbeitung läuft in 64-Bit-Präzision. Das ist kein Schieberegler auf einer Kurve – das ist ein ernstes Werkzeug, das je nach Kopfhörer oder Lautsprecher eine ganz eigene Antwort verdient.

Tube Mode mit Sweet Spot Tuning

Röhrenklang ohne Röhre war schon in der originalen Ferrum WANDLA GoldenSound Edition ein interessantes Konzept: Das zweite Harmonische künstlich addieren, Wärme simulieren, ohne physische Röhre auf dem Tisch stehen zu haben. Gen 2 macht das erheblich ambitionierter.

Jetzt sind fünf echte Röhrentypen als Klangvorlagen abrufbar:

  • EL34 – der britische Pentoden-Klassiker, Mittelton-Schmelz
  • KT88 – kräftiger, kontrolliertere Tiefmitten, mehr Körper
  • 300B – die audiophile Trioden-Ikone, offen und direkt
  • 2A3 – nochmal intimer als die 300B, kaum ein Amp klingt organischer
  • 7062 – Doppeltriode, präziser, weniger romantisierend

Dazu werden jetzt harmonische Anteile bis zur 7. Harmonischen nachgebildet – nicht nur der 2. Ordnung wie bisher. Das ist näher am echten Röhrenverhalten als die meisten DSP-Simulationen, die auf dem Markt existieren. Regelbar von 10 bis 200 %. Wer also lieber nur einen Hauch 300B-Wärme will, stellt 15 % ein. Wer die volle Simulation braucht, dreht auf.

Spatial Enhancement + Transient Compensation

Das dritte Feature ist das, was Kopfhörer aus dem Kopf holt – oder zumindest versucht es. Klassisches Crossfeed-Prinzip, das linke und rechte Kanäle leicht verzögert und überlagert, um Lautsprecherräumlichkeit zu imitieren.

Gen 2 bringt mit der Transient Compensation (T‑Comp) eine wichtige Neuerung: Dieser Modus verfeinert die Spatial-Enhancement-Algorithmen speziell für hochfrequente Transienten – genau der Bereich, an dem traditionelle Crossfeed-Implementierungen immer leiden. Nadelstiche im Hochton, die durch Crossfeed verschmiert oder in der Position verrutschen, sollen damit deutlich kontrollierter bleiben.

Dazu gibt es jetzt eine unabhängig schaltbare Spatial-Funktion mit separaten Modi für Kopfhörer und Lautsprecher. Kein Entweder-oder mehr, sondern klare Auswahl je nach Setup.

Upgrade-Pfade und Preise

Wer bereits einen Ferrum WANDLA GoldenSound Edition besitzt: Das Firmware-Update auf Gen 2 ist kostenlos. Kein Kaufen, kein Upgrade-Tarif. Einfach runterladen, installieren.

Wer einen Standard-WANDLA besitzt und bisher das GoldenSound-Plugin nicht hatte: Das GoldenSound Edition Gen 2 Converting Plugin wird kurz nach Launch für 595 EUR verfügbar sein – und macht den Standard-WANDLA zur vollen Gen-2-Version.

Der Ferrum WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 DAC/Preamp als fertiges Gerät liegt bei 3.295 EUR / USD.

Technische Spezifikationen

SpezifikationWert
DAC-ChipESS Sabre ES9038PRO
AuflösungPCM 768 kHz / 32 Bit, DSD512, DoP256
USB‑C Eingangbis PCM 768 kHz / 32 Bit, DSD512
I2S Eingangbis PCM 768 kHz / 32 Bit, DSD512 (PS Audio kompatibel)
ARC Eingangbis PCM 192 kHz / 24 Bit (mit CEC)
AESbis PCM 192 kHz / 24 Bit, DoP64
Coaxial S/PDIFbis PCM 192 kHz / 24 Bit, DoP64
Optisch S/PDIFbis PCM 96 kHz / 24 Bit*
AnalogeingangRCA, 47 kΩ, max. 9,5 VRMS
AusgängeXLR (balanced), RCA (unbalanced)
Ausgangslevel (PRO-Modus)8 VRMS (balanced) / 4 VRMS (unbalanced)
DAC THD-121 dB (0,00009 %)
DAC THD+N-118 dB (ungewichtet)
Dynamikumfang127 dB (analog) / 119 dB (digital), A‑gewichtet
Crosstalk-120 dB @ 1 kHz
Frequenzgang10 Hz – 200 kHz ±0,1 dB (Analogeingang)
LautstärkeregelungAnalog (mit Bypass) / Digital (nur DAC-Betrieb)
Ausgangsimpedanz22 Ω (unbalanced) / 44 Ω (balanced)
Stromversorgung100–240 VAC → 24 VDC / Ferrum Power Link (FPL)
Leistungsaufnahme10 W Idle / 15 W max.
Abmessungen217 × 206 × 50 mm
Gewicht1,8 kg
Preis3.295 EUR / USD

*ggf. bis PCM 192 kHz und DoP64 möglich

Einordnung

Was Ferrum hier macht, ist klug: kein neues Gerät für alle, die schon investiert haben, sondern ein Tiefenupdate – und für bestehende GoldenSound-Besitzer komplett kostenlos. Das ist eine Ansage in einem Segment, in dem Hersteller gerne neue SKUs aufmachen, anstatt bestehende Kunden zu belohnen.

Die drei Features sind dabei kein Gimmick-Anhängsel, sondern der eigentliche USP der GoldenSound Edition gegenüber dem Standard-WANDLA. Impact+, Tube Mode und Spatial Enhancement adressieren genau das, was ein technisch überzeugender Referenz-DAC alleine nicht leisten kann: tonale Gestaltung nach persönlichem Geschmack, ohne den Setup-Aufwand externer DSP-Ketten oder physischer Röhren.

Ob das in der Praxis so gut klingt wie es auf dem Papier aussieht – das bleibt dem Hörtest vorbehalten. Den werden wir nachholen. Wir sind gespannt, was der Ferrum WANDLA GoldenSound Edition Gen 2 gegenüber dem Luxsin X9 auf den Tisch legt – zwei sehr unterschiedliche Philosophien, ein ähnliches Ziel.

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https://www.hifigeek.de/ferrum-wandla-goldensound-edition-gen2/feed/ 0 10522
Lorna Shore Hamburg 2026 — in der ausverkauften Inselpark Arena https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/ https://www.hifigeek.de/lorna-shore-hamburg-2026/#respond Wed, 04 Mar 2026 21:41:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10407 Jetzt ist das Ganze schon zwei Wochen her, und erst jetzt sitze ich an meinem Lorna Shore Hamburg 2026 Rückblick. Direkt nach dem Konzert hat es mich leider umgehauen und ich lag ein paar Tage mit Fieber flach – aber dieser Abend in der ausverkauften Inselpark Arena (Hamburg-Wilhelmsburg) hat es absolut verdient, festgehalten zu werden.

Denn mal ehrlich: Lorna Shore, Whitechapel, Shadow of Intent und Humanity’s Last Breath an einem Abend – wer bei diesem Line-up nicht zumindest innerlich den Pit aufmacht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Pop-up-Store im Wälderhaus

Los ging’s bei uns schon mittags. Wir sind gegen 12:00 Uhr angereist, um im Wälderhaus den Lorna Shore Pop-up-Store mitzunehmen. Bei den deutschen Tour-Stopps sollte es den Store nur in Hamburg geben – inklusive Hamburg-exklusivem Shirt. Im Prinzip das Tourshirt, nur dass hinten statt aller Termine einfach “Hamburg” prangt. Genau mein Humor.

Die Schlange war erwartungsgemäß lang, weil die Band gegen 15:00 Uhr für eine begrenzte Anzahl Fans zum Signieren vor Ort war. Wir hatten es primär auf das Shirt abgesehen und sind danach erstmal in die Schanze, um kurz was zu essen und zu trinken, bevor es am Abend ernst wurde.

Einlass, Merch, Position

Pünktlich zum Einlass waren wir wieder am Start – und wider Erwarten ging es an dem Tag zügig rein. In der Vergangenheit war das an der Inselpark Arena auch schon mal ein Geduldsspiel, bei dem man sich sprichwörtlich die Beine in den Bauch steht.

Drinnen: Taschen weggebracht, einmal Merch von Lorna Shore und den Supports gecheckt und dann ab in den Innenraum, irgendwo Pit-nah, damit man Sound, Licht und Energie wirklich mitnimmt – und ich mich später mit der Kamera auch mal Richtung Reihe 2–3 vorwagen kann.

Humanity’s Last Breath & Shadow of Intent

Humanity’s Last Breath haben die bereits gut gefüllte Halle pünktlich eröffnet und direkt klar gemacht, dass “Support” heute nur auf dem Papier steht. Druckvoll, düster, gnadenlos — genau das richtige Warm-up, um den Raum auf Temperatur zu bringen.

Nach einer Umbaupause ging’s weiter mit Shadow of Intent. Ben Duerr hat am Mikro komplett abgeliefert, und spätestens hier kam die erste ordentliche Bewegung in die Crowd. Man hat richtig gemerkt, wie die Halle von “Ankommen” auf “Abriss” umschaltet.

Whitechapel als (kleiner) Headliner

Nach der nächsten Umbaupause kam dann Whitechapel – für viele gefühlt schon der erste Headliner des Abends. Mit dem aktuellen Album Hymns in Dissonance hatten sie ordentlich Futter dabei (meine Review zur Scheibe findet ihr hier: https://www.hifigeek.de/whitechapel-hyms-in-dissonance-audiophile-metalhead-vinyl-review/).

Phil Bozeman war souverän wie immer, und Whitechapel haben diesen Job perfekt gemacht: die Halle endgültig aufbrechen, nochmal eine Schippe Intensität drauflegen und den roten Teppich für das Finale ausrollen.

Lorna Shore: Will Ramos und der große Abriss

Um 21:20 Uhr stand Will Ramos mit der Band auf der Bühne – und ab da gab’s eigentlich kein Zurück mehr. Ein kleiner Wermutstropfen: Hallenbedingt musste die Feuershow in Hamburg leider entfallen. Der Grund wirkt plausibel: Durch die Holzbogenträger an der Decke fehlt offenbar die Feuerfreigabe, weshalb in dieser Halle generell auf Flammen verzichtet werden muss. Schade, aber: Die Show hat auch ohne Pyro locker getragen.

Wer einen Blick auf die Setlist wirft, weiß sofort, warum das so ein Brett war:

  • Oblivion
  • Unbreakable
  • War Machine
  • Sun//Eater
  • Cursed to Die
  • Glenwood
  • Prison of Flesh
  • Pain Remains I: Dancing Like Flames
  • Pain Remains II: After All I’ve Done, I’ll Disappear
  • Pain Remains III: In a Sea of Fire
  • Encore: To the Hellfire

Dass die Pain Remains Trilogie wieder komplett gespielt wurde (wie schon beim letzten Lorna Shore Headliner in Hamburg), war natürlich ein Highlight. Die Crowd war durchgehend gut drauf, der Innenraum hat gebrannt, und ich hab mich mit der Kamera kurz nach vorne getraut, um ein paar brauchbare Shots mitzunehmen – wenn die was geworden sind, packe ich sie hier/bei Instagram noch dazu.

Fazit

Kurz vor 23:00 Uhr war Schluss mit Lorna Shore Hamburg 2026, und wir waren schweißgebadet, heiser und komplett zufrieden. Insgesamt ein absolut grandioser Abend – und in meinen inzwischen vier Lorna-Shore-Konzerten sieht man jedes Mal, wie steil sich die Band weiterentwickelt hat. Ob genrebedingt noch größere Locations drin sind, wird man sehen, aber wenn man’s jemandem gönnt, dann genau denen.

Ein bisschen traurig macht nur, dass solche Line-ups gefühlt immer ewig auf sich warten lassen. Sicher ist: Beim nächsten Lorna Shore Gig sind wir wieder am Start.det. Alles in Allem war es ein wirklich geiles Konzert und wir sind ein wenig traurig, dass solche Lineups immer so lange auf sich warten lassen. Sicher ist, dass wir beim nächsten Lorna Shore Gig am Start sein werden.

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Disney+ Premium im freien Fall: HDR10 weg, 4K nur noch „Pixelbrei“? https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/ https://www.hifigeek.de/disney-plus-premium-mogelpackung-hdr10-weg/#respond Thu, 26 Feb 2026 09:54:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10409 Disney+ verkauft „Premium“ – und liefert in Deutschland zunehmend Sparflamme. In einem aktuellen Bericht ist von 4kfilme.de der nächsten Eskalationsstufe die Rede: Disney+ habe HDR (High Dynamic Range – konkret HDR10) aus den Qualitätseinstellungen entfernt und liefere trotz angeblicher 4K-Ultra-HD-Qualität oft nur noch „Pixelbrei“. Wenn das der Ist-Stand bei Disney+ ist, dann ist Disney+ Premium kein Premium-Produkt mehr, sondern ein Downgrade zum Premium-Preis.

Disney+ Premium ist ein Witz

Der Ton des Berichts ist eindeutig: geschockt, genervt, fassungslos. Über Jahre wurden Preise erhöht, Werbung integriert und alles mit „Qualität und Vielfalt“ verkauft – und jetzt wird die Qualität real abgebaut. Genau das ist der Kern: Disney+ Premium wird als hochwertiger Tarif vermarktet, während die Leistung offenbar schrumpft. Und das ist nicht mehr nur „heute sieht’s irgendwie komisch aus“, sondern eine Feature-Demontage.

Noch deutlicher: Erst wurden Qualitätsfeatures wie Dolby Vision HDR, HDR10+ und 3D-Filme aus dem Portfolio entfernt – und jetzt sollen Filme und Serien nicht einmal mehr mit dem Standardformat HDR10 wiedergegeben werden können. Wenn selbst HDR10 bei Disney+ Premium wegfällt, reden wir nicht über Feintuning, sondern über den Rückbau einer Basisfunktion, die 2026 im Heimkino schlicht dazugehört. Disney+ verliert damit genau das, wofür viele überhaupt Premium buchen: sichtbar bessere Bildwirkung statt flacher SDR-Optik.

Disney+ Premium: 4K ohne HDR, 15,99 € – ernsthaft?

Viele Nutzer melden: Im Disney+ Premium-Abo läuft es zwar noch in 4K Ultra HD, aber ohne HDR10. Dazu kommt die Aussage, die Bildqualität nehme weiter ab und sei inzwischen auf einem Niveau angekommen, „wie wir es vielleicht vor 10 Jahren hatten“. Und während Disney+ hier offenbar abbaut, steht der Preis weiterhin im Raum: 15,99 Euro im Monat.

Das ist der Punkt, an dem man als Kunde nicht mehr „abwarten“ muss, sondern sich fragen sollte: Wofür bezahle ich Disney+ Premium eigentlich noch? Denn wenn Disney+ 4K auf dem Papier hat, aber praktisch in Kompressionsmatsch endet, ist das „4K“-Label nur noch Marketing.

„Pixelbrei“ statt UHD: konkrete Beispiele

Als Beispiel wird „A Complete Unknown (2025)“ genannt: 4K Ultra HD auf Disney+, aber „absolut grässlich“. Das Bild soll vor Pixel- und Kompressionsfehlern strotzen – und bei anderen Inhalten ähnlich aussehen. Wenn das bei Disney+ Premium die Realität ist, dann ist Disney+ nicht nur „ohne HDR“, sondern zusätzlich optisch kaputtkomprimiert.

Dazu kommt ein zweites, besonders fieses Problem: Inhalte, die wohl mit einem HDR-Container ausgestattet sind, werden bei der Wiedergabe in 4K Ultra HD mit SDR laut Bericht „förmlich zerfetzt“. Das Bild sei übersät mit Pixelfehlern und/oder Kompressionsartefakten – möglicherweise durch ein Downscaling vom erweiterten Dynamikumfang auf den Standardumfang. Mehrere Filme und Serien, die früher in 4K/HDR10 und/oder Dolby Vision HDR verfügbar waren, wurden getestet – Ergebnis: fast überall das gleiche.

Damit wird aus „Disney+ Premium hat weniger Features“ ein viel schlimmeres Thema: Disney+ Premium liefert offenbar nicht einmal mehr zuverlässig eine saubere SDR-Ausgabe, wenn HDR fehlt bzw. beim Mapping etwas schiefgeht. Und genau das killt jedes Vertrauen in Disney+ Premium als „Premium“-Tarif.

Tests auf mehreren TVs – Vergleich mit anderen Diensten

Getestet wurde laut Bericht mit einem Samsung Mini-LED-TV (2025), einem LG OLED (2024) und einem Sony LCD (2022). Bei anderen Streamingdiensten wie Amazon Prime Video, Netflix oder Apple TV sei die Bildqualität dagegen normal gewesen. Das ist für die Einordnung wichtig: Wenn Disney+ Premium schwächelt, andere Dienste auf denselben Geräten aber nicht, wirkt das Problem nicht wie „dein TV kann’s nicht“, sondern wie ein Disney+-Thema.

HDR10 fehlt sogar in der Hilfe: Bug oder Absicht?

Ja: Es könnte ein temporäres Problem sein. Gleichzeitig steht im Raum, dass Disney+ in einem Patentstreit mit InterDigital steckt und deshalb überhaupt erst HDR10+, Dolby Vision und 3D entfernt werden mussten. Der Verdacht liegt nahe, dass HDR10 ebenfalls in diese Richtung fällt – was die erneute „Kürzung“ erklären würde.

Besonders brisant: Auf der offiziellen Disney+-Hilfeseite soll „HDR10“ im Dokument „Welche Videoformate sind verfügbar?“ nicht mehr gelistet sein. Wenn Disney+ Premium bei der Hilfe schon kein HDR10 mehr kennt, ist das kein guter Look – und es macht Disney+ Premium endgültig zur Blackbox.

Disney+ Premium-Kommunikation: mies – und Kunden sollen’s ausbaden?

Die Kundenkommunikation wird als „absolut mies“ bezeichnet. Von solchen Einschnitten erfährt man demnach nur über Medien – eine direkte Info an Kunden (Mail/Inbox) sei nicht bekannt. Und genau das ist bei Disney+ Premium der eigentliche Skandal: Nicht nur die Kürzung, sondern die Art, wie Disney+ Premium Kunden behandelt – bezahlen, aber bitte nicht nachfragen.

Auch das Thema außerordentliche Kündigung wird angesprochen: Viele hätten schon beim ersten „Kahlschlag“ eine außerordentliche Kündigung über den Kundenservice durchbekommen, inklusive Rückerstattung offener Zeiträume – sowohl bei Monats- als auch bei Jahresabos. Für die Autoren ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – und sie ziehen für sich die Reißleine.

Alternative zu Disney+ Premium: 4K Discs sind geil – und wieder logisch

Wenn Disney+ Premium bei Bildqualität und HDR so wackelt, ist die Gegenbewegung ziemlich simpel: UHD Blu-ray. Bei solchen Meldungen gewinnt die 4K Ultra HD Blu-ray wieder deutlich an Attraktivität – und es wird darauf verwiesen, dass das Disc-Format zuletzt sogar Zuwächse erzielt hat (Verweis auf FlatpanelsHD).

Und ja: 4K-Discs sind geil. Nicht aus Nostalgie, sondern weil du eine definierte Fassung bekommst, die nicht über Nacht „optimiert“ wird, weil irgendein Streamingdienst meint, er müsse wieder an der Pipeline sparen. Disney+ Premium zeigt gerade, warum „Abo = Leistung“ kein Naturgesetz ist. Wenn du dein Heimkino ernst nimmst, sind UHD Blu-rays bei Lieblingsfilmen oft die stressfreie Lösung: Disc rein, Referenzbild an – ohne Disney+ Premium-Lotterie.

Und dann ist da noch der Ton – der Punkt, den Streaming-Fans gern kleinreden, bis sie einmal eine gute UHD Blu-ray gehört haben. Auf 4K-Discs bekommst du in der Praxis sehr häufig lossless Tonspuren: Dolby TrueHD (oft inkl. Dolby Atmos als Erweiterung) und DTS-HD Master Audio (teils mit DTS:X) – also Bit für Bit näher am Studio-Master, nicht „klingt schon irgendwie“. Streaming liefert Atmos dagegen typischerweise über Dolby Digital Plus, also verlustbehaftet und mit deutlich weniger Luft nach oben – kann okay sein, ist aber nicht dasselbe wie TrueHD/MA von Disc.

Wenn du dein Setup nicht nur fürs Logo an der Ecke gebaut hast (Deckenlautsprecher, gute Surrounds, Sub-Setup), ist das der Unterschied zwischen „da ist Atmos drauf“ und „das Ding sitzt, hat Druck, hat Details“. Und genau deshalb sind UHD Blu-rays gerade so attraktiv: Du bekommst Bild und Ton als definiertes Paket – ohne dass ein Dienst dir morgen wieder Features streicht und du im Disney+ Premium-Abo fürs gleiche Geld plötzlich weniger bekommst.

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Arendal 1610 Series — die Norweger holen zum Schlag aus https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/ https://www.hifigeek.de/arendal-1610-series/#respond Thu, 12 Feb 2026 13:20:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10349 Während ich hier noch sitze und die letzten Schliffe am Review zu den Arendal 1723 Towern mache, droppen die Norweger schon die nächste Serie: die Arendal 1610 Series. Sie platziert sich genau dazwischen, wo viele sie vermutlich haben wollten – zwischen der 1528er und der 1723er Serie, aber mit einem entscheidenden Dreh: nicht dieses „1528 nimmt dir den Raum weg“-Format, sondern eher die wohnraumfreundlicheren Proportionen der 1723er.

Und ja: Irgendwie war’s absehbar, dass Arendal nach der 1528 nochmal nachlegt. Die 1528 ist ein Statement, keine Frage – aber auch eine Box, die dir ziemlich klar sagt, was sie von dir will: Platz, Abstand, saubere Aufstellung. Der ganze Front-Radius und die zeitliche Abstimmung der Treiber sind eben nicht nur Design-Spielerei, sondern ein Konzept, das bei vernünftigen Sitzabständen so richtig aufgeht – und wenn du dann deutlich näher dran sitzt, verlierst du einen Teil von dem, wofür du die Größe überhaupt in Kauf nimmst.

Bei der Arendal 1610 Series bleibt die Idee zwar erhalten, dass 4 Meter so eine Art Zielmarke sind – aber Arendal beschreibt kürzere Abstände als weniger kritisch. Und ganz ehrlich: Das ist genau der Punkt, an dem diese Serie plötzlich nicht mehr „nice to have“, sondern für viele Wohnzimmer schlicht relevant wird.

Rein optisch wird das sofort klar. Der 1610 Tower ist sichtbar kleiner als ein 1528-Turm, wirkt weniger wie ein Möbelstück mit Hochtöner und mehr wie ein Standlautsprecher, der sich in ein normales Setup integrieren lässt. Gleichzeitig ist das Ganze nicht auf „kompakt“ getrimmt, sondern bleibt klar in dieser Arendal-DNA: erwachsen, massiv, keine Spielzeuge.

Auch beim Line-up macht Arendal diesmal keine Wissenschaft draus. Die Arendal 1610 Series besteht aus einem Tower, einer großen Bookshelf, einer Slim-Variante für realistische Wohnräume und einem Center. Keine zehn Modelle, keine halben Experimente – eher: das, was die Serie als System braucht, fertig.

Unterm Strich wirkt das für mich wie eine hochwertigere Wohnraum-Interpretation zwischen 1528 und 1723: mehr High-End-Feeling als „nur Heimkino-Arbeitstier“, aber ohne den Anspruch, dass dein Wohnzimmer ab sofort ein dedizierter Hörraum sein muss. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur über Techspecs zu reden, sondern auch über das, was am Ende wirklich zählt: Aufstellung im echten Leben.

Techspecs — lass die Zahlen sprechen

Ich weiß, Techspecs sind so ein Ding: Die einen überfliegen sie, die anderen bauen daraus direkt ihr ganzes Setup im Kopf. Ich bin irgendwo dazwischen. Mich interessiert weniger, ob da „3‑Wege“ steht, sondern ob das Gesamtkonzept logisch ist – und ob Arendal bei der Arendal 1610 Series wirklich diesen Sweet Spot aus Wohnraumfreundlichkeit und High-End-Anspruch trifft, den sie verspricht.

Arendal 1610 Tower 8

Fangen wir beim Kern an: Der Arendal 1610 Tower 8 ist ein echter 3‑Wege-Standlautsprecher. Oben sitzt der 28‑mm‑Hochtöner, dazu kommt ein eigener 5‑Zoll‑Mitteltöner und im Bass arbeiten gleich drei 8‑Zöller.

Von den nackten Daten her ist das genau die Art Aufteilung, die ich in dieser Klasse sehen will, weil sie den Mittelton entlastet und Bass nicht „nebenbei“ mitmachen lässt. Dazu kommt, dass Arendal das Gehäuse als Bassreflex auslegt, aber eine optionale sealed Konfiguration anbietet – du bekommst also die Möglichkeit, das Verhalten stärker an Raum und Geschmack anzupassen, statt nur „so ist es halt“ zu bekommen.

​Bei den Maßen wird dann auch klar, warum das Ding in viele Wohnräume passt, wo eine 1528 eher zum Möbelprojekt wird: 115.0 × 26.5 × 45.0 cm (H×B×T) ohne Füße, mit Füßen sind es 119.8 × 40.7 × 45.0 cm.

Das Gewicht liegt bei 45.37 kg – also immer noch „Arendal typisch“ stabil und massiv, aber nicht diese absolute Schwerlast-Klasse wie bei den ganz großen Brüdern.

Jetzt die Werte, die die meisten als erstes sehen wollen: Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 28 Hz bis 20 kHz an, die typische In‑Room Bass Response mit 18 Hz, die Frequenzlinearität von 40 Hz bis 11 kHz mit ±2.5 dB, plus die Eckdaten F3 39 Hz, F6 28 Hz und F10 24 Hz.

Impedanz ist 4 Ohm nominal, die Sensitivity liegt bei 89.5 dB (2.83 V/1 m). Das ist nicht „gefährlich“, aber es zeigt dir gnadenlos, ob dein Amp wirklich Kontrolle hat. Wer dazu ein Praxisbeispiel will: Im Test vom Burson Audio Timekeeper GT4 merkt man sehr schnell, was Kontrolle eigentlich heißt.

Beim Übergang arbeitet der Tower mit 380 Hz und 2600 Hz, und Arendal nennt als Verstärkerempfehlung bis zu 800 Watt.

​Und falls du beim Lesen gerade denkst „okay, aber wie viel Leistung braucht man denn wirklich?“ – ich hab das mal runtergebrochen in: Wattbedarf von Lautsprechern berechnen.

Kleiner, aber nicht unwichtig: Arendal nennt 50 Stunden Break‑In für optimale Performance, und im Lieferumfang sind Port Plug sowie magnetische Grilles.

Arendal 1610 Bookshelf 8

Die Arendal 1610 Bookshelf 8 ist ebenfalls ein 3‑Wege-Konzept – und genau das macht sie so interessant, weil viele Bookshelves in der Praxis bei „2‑Way + viel Hub“ landen. Hier hast du wieder den 28‑mm‑Hochtöner, 5‑Zoll‑Mid und einen einzelnen 8‑Zoll‑Woofer.

Auch hier ist das Gehäuse ported, optional sealed, inklusive Port Plug, magnetischem Grill und Rubber Pads.

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 30.0 cm, das Gewicht bei 16.2 kg – das ist eine Bookshelf, die man nicht „irgendwo ins Regal“ stellt, sondern die nach ordentlichen Stands schreit.

Beim Frequenzgang nennt Arendal ‑6 dB (anechoic) 34 Hz bis 20 kHz, typische In‑Room Bass Response 22 Hz, Frequency Linearity (hier interessant detailliert) einmal 40 Hz bis 11 kHz sowie 47 Hz bis 20 kHz jeweils ±2.5 dB, dazu F3 43 Hz, F6 34 Hz, F10 27 Hz.

Impedanz: 4 Ohm nominal.

Sensitivity: 85 dB (2.83 V/1 m) – also spürbar weniger als beim Tower, was in der Praxis bei der Verstärkerwahl und bei Pegelreserven einfach ein Thema ist (nicht dramatisch, aber real).

Crossover-Frequenzen: 330 Hz / 2300 Hz, Amp-Empfehlung bis 400 Watt, Break‑In wieder 50 Stunden.

Arendal 1610 Slim 8

Die Arendal 1610 Slim 8 ist für mich die „Wohnzimmer-Realismus“-Box der Serie. Nicht, weil sie irgendwie „klein“ wäre, sondern weil sie das Formfaktor-Problem löst, das viele bei Bookshelves und Standboxen haben: Tiefe, Optik, Integration.

Technisch geht Arendal hier einen anderen Weg: Die Slim 8 ist sealed – also kein Port, kein „stell mich bitte nicht zu nah an die Wand, sonst wird’s wild“, sondern ein geschlossenes Konzept, das in vielen Wohnräumen schlicht entspannter zu handeln ist.

Aufgebaut ist sie ebenfalls als 3‑Way mit 28‑mm‑Tweeter, 5‑Zoll‑Mid und 8‑Zoll‑Woofer.

Die Maße liegen bei 47.7 × 26.5 × 16.5 cm, Gewicht 13.1 kg.

Arendal gibt den Frequenzgang bei ‑6 dB (anechoic) mit 56 Hz bis 20 kHz an, typische In‑Room Bass Response 38 Hz, Frequency Linearity 70 Hz bis 20 kHz ±2.5 dB, plus F3 68 Hz, F6 56 Hz, F10 45 Hz.

Impedanz: 4 Ohm nominal, Sensitivity: 86.5 dB (2.83 V/1 m).

Crossover: 340 Hz / 2700 Hz, Amp-Empfehlung bis 300 Watt, Break‑In 50 Stunden.

Und ein Detail, das in der Praxis oft über „nutze ich wirklich“ entscheidet: Arendal packt hier direkt eine VESA 100 Wall Mount Lösung mit rein, plus magnetischen Grill und Rubber Pads. Das ist genau diese Art „wir wissen, wie Wohnzimmer funktionieren“-Denke.

Preise der Arendal 1610 Series

Wichtig, weil das bei Arendal gern mal durcheinandergeht: Tower/Bookshelf/Slim sind als Paar gelistet, der Center ist Single.

  • Arendal 1610 Tower 8: 6.900 € (Pair)
  • Arendal 1610 Bookshelf 8: 3.300 € (Pair)
  • Arendal 1610 Slim 8: 2.600 € (Pair)
  • Arendal 1610 Center 8: 2.100 € (Single)

Wenn du dir das als typische Konfigurationen hinlegst, wird’s sehr schnell greifbar:

  • Stereo mit Towern: 6.900 €
  • Stereo mit Bookshelves: 3.300 €
  • Stereo mit Slim: 2.600 €
  • LCR-Frontstage (Tower + Center): 9.000 €
  • LCR-Frontstage (Bookshelf + Center): 5.400 €
  • LCR-Frontstage (Slim + Center): 4.700 €

Und genau da liegt für mich die Story: Die Arendal 1610 Series ist kein „du musst alles nehmen“-Baukasten, sondern eher ein Set aus sehr klaren Bausteinen. Tower, wenn du richtig Fundament willst. Bookshelf, wenn du kompakter bleiben willst, aber nicht auf die erwachsene Abstimmung verzichten möchtest. Slim, wenn du das Ganze in ein echtes Wohnzimmer integrieren willst – und Center, wenn Heimkino nicht nur „auch mal“ passieren soll.

Wohnzimmer-Aufstellung: ja, auch bei der Arendal 1610 Series entscheidet das Setup

Jetzt kommt der Teil, den viele überspringen – und sich danach wundern, warum die Einmessung „irgendwie nicht zaubern konnte“. Arendal sagt es im eigenen Aufstellungsguide ziemlich deutlich: Erst Positionierung, dann Auto‑EQ.

Und genau im Wohnzimmer ist das der Knackpunkt. Du hast meist vorne ein TV/Lowboard, irgendwo links einen Durchgang, rechts vielleicht Fenster oder ein Schrank – und das Sofa steht selten da, wo es akustisch perfekt wäre, sondern da, wo es im Alltag Sinn ergibt.

Ich glaube übrigens, dass die Arendal 1610 Series genau in die Zeit passt, wo Streaming bei vielen das Herzstück ist. Ich hab zuletzt den WiiM Ultra im Test gehabt – und solche Geräte sind genau das, was ich bei vielen Wohnzimmer-Setups als Startpunkt sehe.

Wer eher in Richtung „ein Gerät, das alles kann“ denkt: Mein Langzeittest zum Eversolo DMP‑A6 passt da ziemlich gut als Gegenpol.

Füße / Spikes: nicht optional, sondern Grundlage

Arendal beschreibt bei den Arendal 1610 Series Towern explizit, dass die Spikes so gedacht sind, dass du sie von oben über die Outrigger einstellen kannst – ohne Werkzeug und ohne die Box anheben zu müssen.

Das ist im Wohnzimmer schlicht Gold wert, weil du damit eine stabile, definierte Aufstellung hinbekommst. Und es spielt direkt in den nächsten Punkt rein: Arendal betont nämlich, dass du auf der Listening Axis hören solltest, weil es sonst um die Crossover-Regionen unruhig werden kann.

Kurz: erst mechanisch sauber, dann akustisch fein.

Toe-In: Arendal will, dass du einwinkelst

Arendal schreibt, dass ihre Arendal 1610 Series Lautsprecher bewusst zum Hörplatz eingewinkelt werden sollen, um Probleme mit den nächsten Begrenzungsflächen zu reduzieren und die Abbildung stabil zu halten, auch wenn du nicht exakt mittig sitzt.

Im Wohnzimmer ist das genau das, was du willst. Weil du selten perfekte Symmetrie hast. Und weil du nicht immer wie ein Zombie in der Mitte des Sofas festgetackert hörst. Toe-In hilft, dass die Mitte sitzt und Stimmen nicht wandern.

Abstand zur Wand: „unten ported“ heißt nicht „egal“

Wenn die Ports der Arendal 1610 Series nach unten arbeiten, ist der Reflex‑zu‑Wand‑Stress anders als bei einem klassischen Rear-Port, der dir direkt in die Wand feuert. In der Praxis kann das durchaus helfen, wandnäher zu arbeiten.

Aber Arendal ist im eigenen Guide trotzdem ziemlich eindeutig und empfiehlt als Minimum 20–30 cm zwischen Frontwand und Rückseite des Lautsprechers. Und sie sagen auch dazu, warum: zu nah wird’s „muddy“ im unteren Mittelton, der Oberbass dickt auf, Stimmen wirken congested und undifferenziert.

Für mich heißt das: Ja, du kannst mit der Arendal 1610 Series tendenziell realistischer wandnah arbeiten – aber du solltest es nicht mit „10 cm, passt schon“ verwechseln.

Seitenwände, Reflexionen und der normale Wahnsinn

Arendal erklärt im Guide recht ausführlich, dass sie viel Wert auf linearen On- und Off-Axis sowie eine lineare Power Response legen, und dass die kontrollierte Direktivität die Speaker toleranter macht – auch bei weniger idealen Räumen. So auch bei der Arendal 1610 Series.

Trotzdem bleibt Physik Physik: Arendal sagt genauso klar, dass mehr Abstand zu Seitenwänden hilft, weil frühe Reflexionen die Bühne verwischen und die Ortung unpräzise machen können.

Wenn du dazu noch einen einfachen, aber brutalen Wohnraum-Hack willst: Arendal empfiehlt mindestens einen Teppich an den ersten Reflexionspunkten am Boden und erklärt den Spiegel-Trick, um genau diese Punkte zu finden.

Und ja, auch der Hörplatz ist so ein Thema, über das man nicht gern spricht: Arendal nennt als Faustregel ca. 38% der Raumlänge von der Rückwand als sinnvollen Startpunkt, um Rückwand-Einflüsse zu reduzieren und den Bass zu glätten.

​​Und falls du dich fragst, warum ich so auf Bühne, Attack und Kontur rumreite: Das Thema Transienten ist für mich der heimliche Star bei gutem Sound.

Abschluss: Warum die Arendal 1610 Series gerade so viel Sinn ergibt

Wenn man sich die Arendal 1610 Series nüchtern anschaut, ist das keine „wir mussten halt was Neues bringen“-Serie. Das wirkt eher wie eine bewusst gesetzte Lücke im Portfolio: High-End-Konstruktion und erwachsene Chassis-Bestückung, aber in Modellen, die nicht automatisch ein eigenes Zimmer verlangen.

Der Arendal 1610 Series Tower bringt die große Geste, ohne völlig aus dem Rahmen zu fallen. Die Bookshelf ist die kompromissarme Alternative für alle, die lieber flexibel bleiben. Die Slim ist die Box für das echte Leben – Wandmontage, wenig Tiefe, Integration. Und preislich ist das Ganze klar als High-End positioniert, aber eben so modular, dass du dir aus der Serie ein Setup bauen kannst, das zu Raum und Nutzung passt – statt umgekehrt.

Wenn Arendal das klanglich so sauber umsetzt, wie es die Techspecs und die ganze Systemlogik vermuten lassen, dann ist die Arendal 1610 Series ziemlich genau das, was viele gesucht haben: Arendal‑Anspruch, weniger Platzsteuer, mehr Alltag.

Wer mehr zu der Arendal 1610 Series lesen möchte kann dies auf der Arendal-Website tuen.

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Arcam baut die Radia-Serie aus: Neue AVA-Verstärker, Prozessor und Endstufen für das Heimkino https://www.hifigeek.de/arcam-radia-ava/ https://www.hifigeek.de/arcam-radia-ava/#respond Wed, 04 Feb 2026 16:13:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11645 Die Arcam Radia AVA-Familie ist da — und sie macht unmissverständlich klar, wo Arcam im Heimkino-Segment stehen will: nicht beim nächsten Yamaha, sondern dort, wo audiophiler Anspruch auf Mehrkanal trifft. Mit dem kompletten Radia-AV-Lineup präsentiert der britische Hersteller eine neue Generation von AV-Verstärkern, die optisch und konzeptionell auf der bestehenden Radia-HiFi-Linie aufbauen.

Arcam Radia AVA: Drei Modelle, ein Prozessor, zwei Endstufen

Vorgestellt wurde das neue Lineup auf der ISE 2026 in Barcelona. Die Arcam Radia AVA-Familie umfasst die drei AV-Verstärker AVA15, AVA25 und AVA35, den 16-Kanal-Prozessor AVP45 sowie die Endstufen PA4 (vier Kanäle, Class D) und PA9 (neun Kanäle, Class G). Wer über die ungewohnte Bezeichnung stolpert: Arcam nennt die Geräte bewusst AVA statt AVR, weil kein klassischer AM/FM-Tuner verbaut ist. Ein semantisches Detail, das die Positionierung aber gut trifft — hier will niemand der nächste Massenmarkt-Receiver sein.

Die drei AVA-Modelle ersetzen die bisherige Generation aus dem Jahr 2022 — also AVR11, AVR21, AVR31 und AV41. Und der Generationswechsel bringt mehr als ein neues Gehäuse: Alle Modelle starten jetzt mit neun integrierten Endstufen statt bisher sieben, und Dirac Live Active Room Treatment (ART) hält erstmals Einzug — eine Funktion, die bislang nur sehr wenigen Geräten am Markt vorbehalten war.

Was die Modelle unterscheidet — und wo es technisch interessant wird

Optisch setzen alle vier AV-Geräte auf das typische Radia-Design: schOptisch setzen alle vier AV-Geräte auf das typische Radia-Design: schwarzes Metallgehäuse, dezente gelbe Akzente, 6,5‑Zoll-Farbdisplay auf der Front. Innen gehen die Wege auseinander — und hier lohnt ein genauerer Blick.

Der AVA15 ist der Einstieg ins Lineup. Neun Kanäle in Class D, Dolby Atmos, DTS:X, HDMI 2.1a mit HDCP 2.3 — bis zu 8K/60Hz oder 4K/120Hz, VRR und ALLM inklusive, also auch für Gaming-Setups gerüstet. Auro-3D fehlt auf diesem Niveau noch.

Der AVA25 legt nach: Neun Kanäle Class AB mit je 100 Watt an 8 Ohm, dazu ein toroidales Linearnetzteil für stabile Versorgung auch bei hohen Pegelspitzen. Auro-3D kommt hinzu, ebenso ein Zone-2-Ausgang. Arcam behauptet, der AVA25 liege klanglich nahe am mehrfach ausgezeichneten A15+ Stereoverstärker — eine steile These, die wir im Test nachprüfen wollen.

Das Flaggschiff der Arcam Radia AVA-Reihe ist der AVA35, und hier wird es technisch wirklich interessant. Arcam verbaut Class-G-Verstärkung für alle neun Kanäle — ein Prinzip, das mit einer doppelten Spannungsversorgung arbeitet: Bei geringen Pegeln läuft die Endstufe auf der niedrigeren Schiene, bei hoher Dynamikanforderung schaltet sie auf die höhere um. Das reduziert Verlustleistung gegenüber klassischem Class AB erheblich und senkt gleichzeitig das Kreuzverzerrungsproblem, das viele Class-AB-Designs bei niedrigen Pegeln plagt. Arcam hat dieses Konzept bereits im SA45 Streaming-Verstärker verfeinert — der AVA35 überträgt es nun erstmals auf neun Kanäle in einem Gehäuse.

Dazu kommt der ESS Hyperstream IV DAC Pro, denselben Wandler den Arcam auch im SA45 einsetzt, kombiniert mit einem Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz bei ±0,05 dB — also praktisch perfekt flach über das gesamte Audioband. Der SNR liegt bei 100 dB, THD+N bei –100 dB. Das sind Werte, bei denen man nicht lange über Messergebnisse diskutieren muss.

Der AVP45: Prozessor mit ernsthafter Architektur

Wer den maximalen Separates-Aufbau anstrebt, greift zum AVP45 — und bekommt dafür eine der technisch aufgeräumteren Architekturen im Segment. 16 Dekodierungskanäle, und was besonders auffällt: alle 16 Kanäle haben sowohl XLR- als auch RCA-Ausgänge. Der symmetrische Ausgang liefert 5 V RMS, der unsymmetrische 2 V RMS — für lange Kabelwege zu externen Endstufen im dedizierten Heimkino-Raum ist das ein echter Vorteil, denn Einstreuungen werden über die Gleichtaktunterdrückung der Balanced-Verbindung weitgehend eliminiert. Wer wie wir selbst einen dedizierten AV-Prozessor im Einsatz hat, weiß wie viel die Architektur ausmacht — wir haben uns gerade für den Anthem AVM70 entschieden.

Die Matrix Channel Assignment-Funktion erlaubt dabei freie Kanalzuweisung für alle 16 Ausgänge — mit einer sinnvollen Einschränkung: Subwoofer-Kanäle sind nur auf den Ausgängen 4 sowie 11 bis 16 zulässig, was die Bassmanagement-Architektur intern sauber hält. Formatunterstützung umfasst Dolby Atmos, Dolby TrueHD, DTS:X, DTS-HD Master, IMAX Enhanced, Auro-3D und MPEG‑H. Der Prozessor zieht dabei im Leerlauf lediglich 35 Watt — ein Hinweis darauf, dass hier keine unnötige Wärmeentwicklung in Kauf genommen wird, trotz des ernsthaften 9,4‑Kilogramm-Chassis.

Streaming und Konnektivität

App-seitig läuft alles über die Arcam Radia App. Streaming-seitig ist alles dabei, was man 2026 erwartet: AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, Qobuz Connect und Roon Ready. Das Netzwerkmodul unterstützt Dual-Band-WLAN nach 802.11ac sowie Bluetooth 5.4 mit Snapdragon Sound und Auracast — also aptX Lossless für bitgenaues kabelloses Streaming und Broadcast-Modus für mehrere Empfänger gleichzeitig. Hi-Res-Audio bis 24 Bit/192 kHz ist über alle Eingangswege möglich.

Software: Eine lange Geschichte, die noch nicht ganz geschrieben ist

Arcam baut auf einem guten Klang-Ruf auf — aber auch auf einer Software-Biografie, die nicht ohne Narben ist. Ältere Modelle wie der AVR30 kamen Ende 2019 mit teils fehlerhafter Firmware auf den Markt, Update-Prozesse galten in der Community jahrelang als zäh und fehleranfällig. Das hat sich mit der aktuellen Arcam Radia AVA-Generation gebessert — aber erledigt ist das Thema nicht.

Nutzer der aktuellen Radia-Streaming-Geräte bemängeln die Qobuz-Integration in der Radia-App als ausgesprochen schwach: fehlende Metadaten, unattraktive Oberfläche, kaum vergleichbar mit etablierten Lösungen wie BluOS. Und wer ein Update einspielen will, greift noch immer zum USB-Stick — Over-the-Air-Updates waren laut Arcam im Frühjahr 2025 in Planung, aber zum damaligen Zeitpunkt noch nicht verfügbar. Für Geräte im Preisbereich von 3.000 bis 7.000 Euro ist das ein Anachronismus, den Käufer kennen sollten.

Die neue AVA-Familie soll von Beginn an stabiler ins Rennen gehen. Ob das diesmal wirklich stimmt, werden die ersten Monate nach dem Q3-Launch zeigen.

Der Markt erwacht

Die Arcam Radia AVA-Serie trifft auf einen Markt, der sich gerade grundlegend neu aufstellt. Onkyo nutzte die CES 2026 in Las Vegas — passend zum 80-jährigen Jubiläum — für einen umfassenden Ausblick auf ein komplett neues AV-Receiver-Lineup der TX- und RZ-Serien, inklusive neuer High-End-Vorstufe und separater Endstufen. Dirac Live und Dirac ART sollen bei allen Modellen von Anfang an dabei sein. Der Haken: Viele Onkyo-Modelle sind erst für 2027 als finale Markteinführung geplant — was Arcam mit dem Q3-Launch durchaus in die Karten spielt.

Preise und Verfügbarkeit

Die Arcam Radia AVA-Modelle und der AVP45 sollen ab Q3 2026 verfügbar sein, die Endstufen PA4 und PA9 folgen im Q4. Die Preise in der Übersicht:

  • AVA15: 2.999 €
  • AVA25: 4.999 €
  • AVA35: 6.999 €
  • AVP45: 5.999€
  • PA4: 999€
  • PA9: 3.999€

Wir haben ein Testgerät angefragt — sobald ein AVA bei uns eintrifft, schauen wir uns an, ob der Klang-Anspruch hält, was die Specs versprechen.

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Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 – ist es jetzt bit‑perfekt? https://www.hifigeek.de/spotify-lossless-auf-dem-eversolo-dmp-a6-ist-es-jetzt-bitperfekt/ https://www.hifigeek.de/spotify-lossless-auf-dem-eversolo-dmp-a6-ist-es-jetzt-bitperfekt/#respond Mon, 02 Feb 2026 23:48:40 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10207 Spotify Lossless war lange dieses typische Marketingversprechen: Auf dem Papier klingt alles gut, in der Praxis bleiben genau die Geräte außen vor, für die sich Audiophile tatsächlich interessieren. In meinem ersten Artikel zu Spotify Lossless habe ich erklärt, warum  Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 – ist es jetzt bit‑perfekt? damals schlicht nicht sauber funktionierte und warum High‑Res‑Streamer wie der DMP‑A6 außen vor blieben. Genau dort hat Eversolo jetzt mit einem Firmware‑Update angesetzt – und die Frage ist: Funktioniert Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP‑A6 inzwischen so, wie wir es uns von einem High‑Res‑Streamer wünschen?

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

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 Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6: Was hat sich geändert?

Lange Zeit war die Antwort klar: nein. Wer Spotify auf dem Eversolo DMP‑A6 genutzt hat, bekam über Spotify Connect maximal die bekannte „Sehr hohe Qualität“, also 320 kbps Ogg, und teilweise sogar nur 96 kbps angezeigt. In der Spotify‑App war Lossless für den Eversolo ausgegraut, obwohl der DMP‑A6 technisch alles mitbringt, was man für verlustfreie Wiedergabe braucht. Das Ergebnis: Eversolo‑User mussten sich mit Workarounds behelfen, etwa der nativen Spotify‑App auf dem Gerät selbst, die über den Umweg Android‑Mixer lief und sich eher wie ein Hack anfühlte als wie eine saubere Lösung. Während Tidal und Qobuz den Eversolo DMP‑A6 direkt in Lossless und Hi‑Res füttern konnten, war Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 schlicht nicht offiziell unterstützt.

Mit dem Over‑the‑Air‑Update auf Eversolo OTA V1.5.60 hat sich das geändert: Eversolo selbst kommuniziert, dass Spotify Connect Lossless jetzt auf den Streamern verfügbar ist – explizit auch auf der DMP‑Serie. In den Posts und News zum Update ist von 24‑Bit/44,1 kHz Streaming via Spotify Connect die Rede, also genau dem Qualitätsprofil, das Spotify für Lossless‑Wiedergabe auf kompatiblen Geräten definiert. Aus Sicht eines Eversolo‑Nutzers heißt das: Der Eversolo DMP‑A6 wird jetzt von Spotify als Lossless‑fähiges Ziel erkannt, und die Lossless‑Option in der Spotify‑App lässt sich mit dem DMP‑A6 als Spotify Connect‑Ziel freischalten, statt einfach ausgegraut zu bleiben.

Ist Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 wirklich bit-perfekt?

Spannend ist dabei nicht nur, dass Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 grundsätzlich läuft, sondern wie Eversolo den internen Audiopfad aufgebaut hat. Der DMP‑A6 (genauso wie die anderen Eversolo‑Streamer) bringt die sogenannte EOS‑Engine (Eversolo Original Sampling‑Rate Audio Engine) mit. In der offiziellen Anleitung beschreibt Eversolo EOS als eigene Audio‑Engine, die „global raw sampling rate output“ bietet und den Android‑SRC (Sample Rate Converter) umgeht – explizit auch für Drittanbieter‑Apps, als Beispiel wird Apple Music genannt. Vereinfacht gesagt: Wenn EOS aktiviert ist und die Audio‑Einstellung auf „Original Sampling Rate“ steht, wird ein 44,1‑kHz‑Signal als 44,1 kHz an den DAC ausgegeben und nicht auf 48 kHz hochgebogen, wie es der Android‑Mixer normalerweise gerne macht.

Genau hier wird Spotify Connect Lossless auf dem Eversolo interessant. Vor dem Firmware‑Update war das Hauptproblem, dass Spotify den Eversolo DMP‑A6 schlicht nicht als Lossless‑Client freigegeben hatte: Der Dienst stellte über Connect nur komprimierte Streams bereit, sodass EOS gar keine Chance hatte, einen verlustfreien Datenstrom bit‑genau durchzureichen. Jetzt, mit der offiziellen Spotify‑Connect‑Lossless‑Freigabe, sieht die Kette anders aus: Die Spotify‑App auf dem Smartphone oder Tablet wählt Spotify Lossless, verbindet sich per Connect mit dem Eversolo DMP‑A6, und dieser empfängt einen 24‑Bit/44,1‑kHz‑Stream, den EOS mit der Original‑Sampling‑Rate an den DAC‑Pfad übergibt. Aus reiner Signalweg‑Perspektive ist Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 damit in der gleichen Liga wie Tidal und Qobuz, die den DMP‑A6 ebenfalls über ihre eigenen Clients bzw. Connect‑Implementierungen mit Lossless und Hi‑Res füttern.

Die Frage, die viele Audiophile (zu Recht) stellen, ist: Ist das wirklich bit‑perfect oder „nur“ technisch sauber gelöst? Eversolo beschreibt die EOS‑Engine als globalen Bypass des Android‑Mixers und als Weg, die originale Sampling‑Rate direkt an den Ausgang zu geben, und Community‑Berichte nach dem Update bestätigen, dass SSpotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 mit aktivem EOS bei stabilen 44,1 kHz läuft, ohne Zwangs‑Resampling auf 48 kHz. Gleichzeitig ist dokumentiert, dass Spotify Lossless generell mit 16 oder 24 Bit bei 44,1 kHz arbeitet und intern viel Processing betreibt – angefangen bei Lautstärke‑Normalisierung bis hin zu verschiedenen Optimierungen, die das ursprüngliche Master nicht 1:1 unverändert lassen. Genau das war ja ein Kernpunkt in deinem ersten Artikel: Spotify Lossless ist nicht automatisch identisch mit einer lokal vorliegenden FLAC‑Datei, selbst wenn Bitrate und Sampling‑Rate identisch aussehen.

​Überträgt man diese Logik auf Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6, kommt man zu einer differenzierten Einschätzung: Der Eversolo DMP‑A6 liefert mit EOS und der neuen Spotify‑Connect‑Lossless‑Implementierung alles, was die Hardware‑ und Systemseite braucht, um einen Stream bit‑genau an den DAC zu geben. Die früheren Limitierungen, warum Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 überhaupt nicht verfügbar war – fehlende Freigabe als Lossless‑Connect‑Gerät, Connect‑Streams mit 320 kbps oder 96 kbps – sind mit dem Firmware‑Update offensichtlich adressiert worden. Ob der resultierende Strom am Ende wirklich zu 100 Prozent bit‑identisch mit dem Masterfile ist, hängt damit weniger am Design des Eversolo DMP‑A6 als an dem, was Spotify im Hintergrund mit den Daten macht – insbesondere beim Thema Normalisierung und möglicher zusätzlicher DSP‑Schritte.

Stand heute gibt es erste positive Berichte aus der Community, dass Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6 klanglich auf Augenhöhe mit Tidal und Qobuz ist, wenn man denselben Track in denselben Master‑Versionen vergleicht und EOS korrekt aktiviert hat. Harte Messungen – etwa Loopback‑Aufnahmen und Null‑Tests zwischen einer lokalen FLAC und dem über Spotify Connect Lossless am Eversolo ausgegebenen Signal – sind aber noch dünn dokumentiert und eher vereinzelt. Wer mit dem Eversolo DMP‑A6 ernsthaft auf „bit‑perfect“ Wert legt, sollte sich dieser Unsicherheit bewusst sein: Eversolo hat seine Hausaufgaben gemacht und bietet mit EOS einen sehr sauberen Pfad für Spotify Lossless auf dem Eversolo DMP-A6, aber die letzte Instanz ist und bleibt die Implementierung von Spotify selbst.

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Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick – Meine HiFiGeek-Eindrücke aus Hamburg https://www.hifigeek.de/norddeutsche-hifi-tage-2026-ruckblick/ https://www.hifigeek.de/norddeutsche-hifi-tage-2026-ruckblick/#respond Mon, 02 Feb 2026 00:19:23 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10111 In meinem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick zeige ich dir, wie voll es wirklich war, wie Location, Räume und Aussteller gewirkt haben – und welche HiFi Geek-Highlights mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Menschen‑Tetris, Ellenbogenpolitik, jeder will der Erste sein – so hatte ich mir die Norddeutsche HiFi‑Tage 2026 im Vorfeld vorgestellt. Mir hingen noch die Nachberichte der Norddeutsche HiFi‑Tage 2025 in den Ohren, wie schlecht wohl alles gewesen sein soll – und ja, das hat bei mir Vorurteile aufgebaut. Diese Vorurteile kann ich nach meinem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick allerdings nicht bestätigen.

Besucher, Stimmung und Andrang

Natürlich war es voll, als wir kurz nach 10 Uhr in das Le Méridien in Hamburg einmarschiert sind. Zuerst erblickten wir die Schlange all jener, die ebenfalls auf die Norddeutsche HiFi‑Tage 2026 wollten und entweder schon ein Online‑Ticket hatten oder noch eines an der Tageskasse kaufen mussten. Anfangs ging es eher langsam voran, dann aber immer schneller, sodass wir nach gut zehn Minuten – zumindest meine Begleitung – mit einem Armband versorgt waren.

Ich war akkreditiert und musste daher zu einer anderen Kasse. Dort gab es wiederum eine Schlange, die allerdings „nur“ für die Garderobe war. So kam ich zwar schnell an mein eigenes Armband, musste dann aber doch noch anstehen, um meine Jacke für 4 Euro pro Tag in die Obhut des Garderoben‑Teams zu geben.

Was anfangs nach „ziemlich voll“ aussah, entpuppte sich im Tagesverlauf als angenehm gefüllte, aber nicht überlaufene Messe. Natürlich gab es immer wieder Hotspots in bestimmten Räumen, in denen sich Besuchertrauben bildeten. Meistens haben wir jedoch direkt Sitzplätze bekommen und konnten das tun, wofür wir da waren: Musik hören und einen Eindruck von den vorgestellten Anlagen gewinnen – genau das, was ich in diesem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick festhalten wollte.

Location: Le Méridien Hamburg im Messemodus

Das Le Méridien in Hamburg ist ein durchaus schönes Hotel, aber auch ziemlich verwinkelt. Wenn ich mir eins gemerkt habe, dann dass ich nicht zu 100 Prozent nachvollziehen konnte, wie und warum wir am Anfang an bestimmten Stellen gelandet sind. Es gibt Treppenhäuser, die zwar in einige, aber nicht in alle Etagen der Veranstaltung geführt haben, und man musste teilweise das Treppenhaus wechseln, um ans eigentliche Ziel zu kommen.

Gefühlt lagen manche Treppenhäuser direkt nebeneinander, was die Orientierung nicht unbedingt leichter gemacht hat. Es gab zwar Hinweisschilder, die jeweils akut geholfen haben, aber ein wirklicher Gesamtüberblick hat sich mir nicht erschlossen. So haben wir anfangs einzelne Räume übersehen, die wir später noch nachgeholt haben – alles halb so wild und in so einem Hotel‑Setup vermutlich schwerer eindeutig zu planen, auch für den Veranstalter.

Gerade deshalb war es mir wichtig, im Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick auch die Orientierung, Wegeführung und das Gefühl „im Hotel unterwegs“ anzusprechen – denn das gehört für mich zum Messe‑Erlebnis dazu.

Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick: Räume, Akustik und Setups

Die Vorführräume waren typische Hotelzimmer, teilweise aber überraschend geräumig und größer, als man auf den ersten Blick erwartet hätte. Die Ausstattung und Vorbereitung der Räume variierte deutlich je nach Aussteller. Einige haben den Raum akustisch nach bestem Wissen, Gewissen und den realen Möglichkeiten angepasst, andere haben ihn weitgehend so belassen, wie er war.

Es dürfte wenig überraschen, dass die besser angepassten Räume in meinem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick oft die überzeugenderen Vorführungen geliefert haben. Dort ließen sich Anlagen deutlich entspannter beurteilen, weil weniger der Raum und mehr das Setup selbst im Vordergrund stand.

„Geblitzdingst“ – Licht und Fotografie auf der Messe

Die Beleuchtung war meistens „suboptimal“, um es freundlich auszudrücken, sodass meine neue Kamera zeigen durfte, was sie kann. Ich hoffe, ihr mögt die entstandenen Bilder in diesem Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick, denn ich habe – wie es sich für eine Publikumsveranstaltung gehört – konsequent ohne Blitz fotografiert.

Ganz im Kontrast dazu stand ein Teil der anwesenden Fachpresse, die uns zum Beispiel bei Auer Acoustics gefühlt komplett „geblitzdingst“ hat. Zum Einsatz kam ein einfacher Aufsteckblitz – für diesen großen Hörraum und die High‑End‑Anlage völlig überfordert und im Ergebnis mehr störend als hilfreich. Liebe Fachpresse: Wenn ihr lernen möchtet, wie man solche Veranstaltungen auch ohne Blitz vernünftig fotografiert, meldet euch gern. Wenn ich etwas nicht weiß oder kann, mache ich das mit Leidenschaft und Selbststudium wett – das funktioniert offenbar besser als ein überforderter Aufsteckblitz im Hörraum.

Highlights im Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick

Wer hier eine riesige Auflistung aller Marken und Händler erwartet, wird in diesem Rückblick nicht fündig werden. Ja, die großen Namen hatten teilweise den größten Bombast in ihren Räumen und Vorführungen, das gehört irgendwie dazu. Aber das heißt nicht, dass es nicht auch abseits der üblichen Verdächtigen spannende Präsentationen gab.

Wir konnten längst nicht jede einzelne Vorführung mitnehmen – dafür gibt es auf den Norddeutsche HiFi‑Tage 2026 einfach viel zu viele Räume, Setups und Slots. Deshalb konzentriere ich mich hier auf die Stationen, die mir besonders aufgefallen sind: entweder klanglich, konzeptionell oder einfach, weil sie anders waren als der übliche Messe‑Standard.

Aussteller: Vom Flaggschiff bis zum Einsteiger-Lautsprecher

Auffällig war, dass viele Aussteller nicht nach dem Motto „nur das Neueste und Teuerste“ ausgestellt haben. Statt ausschließlich Flaggschiffe zu zeigen, standen oft auch kleinere oder mittlere Modelle im Fokus. Genau das hebt die Norddeutsche HiFi‑Tage für mich spürbar von einer Messe wie der High End ab, wo sehr viel mehr „Show & Bombast“ im Vordergrund steht.

Ich persönlich mag kleinere Lautsprecher ohnehin, denn in vielen Gesprächen hört man, dass sich Leute an Flaggschiffen orientieren, obwohl sie diese in der Praxis weder stellen noch bezahlen können. Oft sind es am Ende dann doch kleinere Modelle im eigenen Wohnzimmer – und genau dort müssen sie überzeugen. Auf der Messe war schön zu sehen, dass gute klangliche Ergebnisse nicht zwingend an maximale Größe und fünfstellige Preisschilder gebunden sind.

Hier mal ein paar Raw Eindrücke

Auer Acoustics hat für mich den Vogel abgeschossen. Sie haben nicht nur eine tolle Präsentation ihres VERSURA V4 abgeliefert und damit einen rund 7 × 12 Meter großen Raum mit ordentlich Druck und sehr guter Kontrolle gefüllt. Sie haben außerdem einen unglaublichen Aufwand betrieben, indem sie den kompletten Raum mit eigenen Akustik‑Wänden und Paneelen in einen akustisch bearbeiteten Hörraum aus einem Guss verwandelt haben. Wer es nicht wusste, konnte leicht den Eindruck gewinnen, das Le Méridien hätte hier einen fest installierten Audio‑Raum – tatsächlich hat Auer Acoustics ihn selbst aufgebaut. Starke Leistung!

Wie immer war auch Audio Reference vertreten und hat wieder drei komplette Setups aufgefahren, die für ordentlich Andrang gesorgt haben – inklusive Online‑Tickets für einzelne Vorführungen. Neben einem kurzen Rundgang über alle drei Setups habe ich mir die Kinovorführung gegeben. Hier war ich nach dem Perfektionismus bei Auer Acoustics allerdings etwas „enttäuscht“: Die Präsentation der neuen Perlisten A‑Serie wirkte eher mittelmäßig. Die Anlage lief mit je einem Prototypen für eine neue AV‑Vorstufe und 7‑Kanal‑Endstufe von Velodyne, war aber offenbar nicht sauber auf den Hörraum eingemessen. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Mitarbeiter hat sich dieser Eindruck auch bestätigt. Schade – das volle Potenzial dieser Kombination hätte ich gern erlebt.

Wir hatten insgesamt noch einige richtig starke Vorführungen, sind zwischendurch aber auch im HiFi‑Voodoo gelandet – inklusive leuchtender UFO‑Gadgets. An mehreren Stellen durften wir selbst Musik wählen und haben eiskalt Bands wie In Flames aufgelegt. Mit unseren Metal‑Shirts sind wir dabei mehrfach „gespottet“ worden und so immer wieder in nette Gespräche gekommen.

Natürlich gab es aber auch die bekannten „Dich fasse ich mit der Kneifzange nicht an“-Momente, in denen das Gegenüber gefühlt unnahbar weit weg war. Schade – aber irgendwo verständlich: Die Branche ist noch immer sehr konservativ, und meine Arbeit wird teilweise als reines Blogger‑ oder Influencer‑Ding belächelt. Ich arbeite aber genau daran, das zu ändern und ein paar dieser Fronten aufzubrechen – für eine HiFi‑Zukunft, die auch für neue Generationen zugänglich und einladend ist.

Ich bin ganz ehrlich: Ich hatte mich auf einen eher nervigen Tag eingestellt und bin am Ende bei einem echten Genuss‑Tag gelandet. Nicht komplett – das Abendessen im Restaurant unserer Wahl hat qualitativ nicht mehr an „früher“ bzw. die Vor‑Corona‑Zeit angeknüpft und die Preise waren astronomisch –, aber das ist ein anderes Thema.

Bevor ich zum Fazit komme, haue ich euch unten noch ungefiltert meine restlichen Bilder rein, um meinen Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick noch ein bisschen zu versüßen.

Zum Abschluss dieses Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblicks kann ich sagen: Die Messe war deutlich besser, entspannter und praxisnäher, als es manche Berichte aus dem Vorjahr hatten erwarten lassen – und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Runde an der Alster.

Wenn dir mein Norddeutsche HiFi-Tage 2026 Rückblick gefallen hat, findest du auf HiFiGeek bald noch mehr Messeberichte und ausführliche Tests zu den gehörten Komponenten.

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Luxsin X9 HP‑EQ erklärt: Target Curves, Crossfeed & Tipps für Kopfhörer https://www.hifigeek.de/luxsin-x9-hp-eq-target-curves/ https://www.hifigeek.de/luxsin-x9-hp-eq-target-curves/#respond Fri, 30 Jan 2026 14:55:14 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10088
Ich habe den Luxsin X9 HP‑EQ schon einige Zeit im Einsatz und bin begeistert. Was mich allerdings etwas überfordert, ist die Funktion ‘Select target frequency response’. Da hätte ich gerne mehr Infos oder Tipps dazu.

Diese Nachricht kam gerade in meine Comments zu meinem Review-Video und ich musste schmunzeln. Ich kenne dieses Gefühl zur Genüge. Der Luxsin X9 steht da auf dem Rack, sieht aus wie ein Kunstwerk, macht aus jedem Kopfhörer ein High-End-Erlebnis – und dann kommt dieser Moment am Touchscreen: „Select target frequency response“ mit 11 verschiedenen Optionen für deinen Kopfhörer.

Wer das Review noch nicht gelesen hat: Hier geht es zum Luxsin X9 Review-Artikel.

Luxsin X9 HP‑EQ Erklärung auch auf Youtube:

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Plötzlich wird aus Begeisterung leichte Panik. Im Luxsin X9 HP‑EQ steht „Harman Over-Ear? HMS 1.3? crinacle EARS 711? oratory1990? Was soll der ganze Kram?“ Der Kopf raucht schneller als ein Death-Metal-Riff bei 0:47. Ich war genau da – erste Woche mit dem X9 = ausschließlich Bypass. Und dann hab ich mich hingesetzt und jedes einzelne Profil durchgetestet.

Wie der Luxsin X9 HP‑EQ wirklich funktioniert – ohne komplizierte Matheformeln

Ich habe unter anderem im Benutzerhandbuch sowie im Netz recherchiert und durchprobiert.

Der Luxsin X9 hat für den DSP‑Chip (AK7739) Zugriff auf über 2500 echte Messungen von Kopfhörern in der Cloud. Das sind keine Simulationen, sondern Frequenzgänge, die mit professionellen Messrigs wie GRAS 43AG (ähnlich oratory1990 oder AutoEQ) aufgenommen wurden und über den Luxsin X9 HP‑EQ nutzbar.

Wenn du jetzt z.B. deinen Kopfhörer auswählst und dann „Harman Over‑Ear“ klickst, passiert folgendes im Hintergrund:

  • Die Messdaten deines Kopfhörers werden geladen (z.B. Bass‑Dip um 80 Hz, kleiner Peak bei 4 kHz).
  • Die Zielkurve wird geladen (Harman Over‑Ear 2018 = Bass‑Anhebung um ca. +6 dB bei 80 Hz, sanfter Höhenabfall ab 5 kHz).
  • Der DSP rechnet in Echtzeit die Filter (Peaks, Dips, Shelfs), die den exakten Abstand zwischen deinem Kopfhörer und der Zielkurve überbrücken.

Ausgabe: ein Frequenzgang, der sehr nah an der Zielkurve liegt – aber dein Kopfhörer bleibt dein Kopfhörer mit seiner Bühne, Dynamik und Transparenz. Direkt von „wie mein Kopfhörer klingt“ zu „wie er klingen soll“.

Alle 11 Target Curves – neutral erklärt

Hier sind alle 11 Optionen mit ihren Hauptmerkmalen, Messbasis und typischen Einsatzgebieten (nach bestem Wissen und Gewissen):

Flat

Gerade Referenzlinie – 0 dB über das gesamte Spektrum, absolute Linearität.
Wann: Zum Vergleich mit Bypass oder als Referenz für eigene PEQ‑Anpassungen. Für Mixing/Mastering‑Checks, wenn du hören willst, wie der Kopfhörer „wirklich“ klingt.

Harman Over‑Ear

Harman Research 2018 (Over‑Ear) – Bass‑Anhebung ca. +6 dB bei 80 Hz, natürliche Mitten, sanfter Treble‑Rolloff ab 5 kHz. Blindtest‑basiert für breiten Appeal.
Wann: Daily Driver für 90% aller Musik. Pop, Rock, Hip‑Hop, EDM – der Klang, den die meisten Menschen als „natürlich“ empfinden.

Harman Over‑Ear HMS 1.3

Harman mit HMS‑Messstandard 1.3 – präziserer Bass (+5 dB), glattere Höhen, minimale Phasenverzerrungen.
Wann: Längere Listening‑Sessions (Podcasts, Hörbücher, Progressive Metal). Weniger Höhen‑Fatigue, etwas präziser als Standard‑Harman.

crinacle EARS 711 Harman Over‑Ear 2018

crinacle’s EARS‑711‑Rig + Harman 2018 – stärkerer Bass (+8 dB), Peak‑Korrektur um 3–4 kHz, für diese Messgeometrie optimiert.
Wann: Für Bass‑Liebhaber: Death Metal, Hardcore, Hip‑Hop, Trap. Ideal für bass‑schwache Planar‑ oder offene Kopfhörer.

AutoEQ In‑Ear

AutoEQ‑Datenbank für In‑Ears – straffer Bass (+4 dB), neutrale Mitten, IEM‑typische Höhenanhebung.
Wann: Komplexe Musik mit vielen Gitarren/Layern: Melodic Death, Progressive Metal, Jazz. Eher enge Bühne, sehr präzise Trennung.

HMS 1.3 AutoEQ In‑Ear

HMS 1.3 Standard + AutoEQ – kontrollierter Bass, präzise Mitten, minimale Resonanzen.
Wann: Deathcore, Dubstep und moderne Produktionen mit viel Low‑End – straffste Kicks, kontrollierte Breakdowns.

Diffuse Field 518 (dB/oct)

Diffuse‑Field‑Simulation (518 dB/oct) – nahezu lineare Kurve, leichte Höhenanhebung, freies Schallfeld nachgeahmt.
Wann: Klassik, Jazz, Akustik. Analytische Genres, bei denen du jedes Detail hören willst. Eher Studio‑Referenz als „Spaß‑Klang“.

LMS 20G ohne Bass

LMS‑20G‑Messrig, bassreduziert – Fokus auf Mitten/Höhen, Bass unter 100 Hz deutlich abgesenkt.
Wann: Vokallastige Musik: Singer‑Songwriter, Oper, Post‑Rock. Wenn Stimmen wirklich im Vordergrund stehen sollen.

oratory1990 In‑Ear

oratory1990‑Messungen für In‑Ears – sehr präzise Höhen ab 8 kHz, kontrollierter Bass, geringe Verzerrungen.
Wann: Black Metal, Technical Death, alles mit viel Atmosphäre in den Höhen und fein aufgelösten Becken.

oratory1990 Over‑Ear

oratory1990‑Messungen für Over‑Ears – ausgewogener Bass/Mitten/Höhen, Studio‑Referenz‑Charakter.
Wann: Studio‑Qualität für alle Genres. Neutral, aber nicht steril – wenn du „richtigen“ Klang ohne Schönfärberei suchst.

Harman Over‑Ear 2013

Harman Research 2013 (frühe Version) – milder Bass‑Boost (+4 dB), weichere Übergänge als 2018.
Wann: Retro‑Klang: 70er/80er Rock, ältere Aufnahmen. Weniger aggressiv und etwas entspannter als die 2018‑Version.

Den Luxsin X9 HP‑EQ noch weiter customizen

Natürlich muss es nicht dabei bleiben. Du kannst vorhandene Kurven nach deinen Wünschen anpassen oder komplett eigene PEQ‑Einstellungen erstellen. Besonders praktisch, wenn du den Luxsin X9 auch als Vorstufe für deine HiFi‑Anlage nutzt – und ja: Der Pre‑Out übernimmt 1:1 die Luxsin X9 HP‑EQ‑Einstellungen (inkl. PEQ und Crossfeed).

In der App klickst du beim Luxsin X9 HP‑EQ auf den Plus‑Button neben deinem Kopfhörermodell und gibst einen Namen für dein eigenes Profil ein. Wenn du das machst, nachdem du deine Lieblings‑Kurve gewählt hast, wird diese automatisch übernommen. Danach kannst du PEQ, Crossfeed & Co. nach deinem Geschmack feintunen.

Für HiFi‑Anlagen (mit REW und kalibriertem Mikrofon wie dem miniDSP UMIK‑1):

  • Neues Preset anlegen → „Flat“ als Basis wählen → Name vergeben
  • In REW deine Anlage einmessen → im EQ‑Fenster eine Target‑Curve erstellen
  • „Save Filter Coefficients to File“ (Textdatei mit Biquad‑Filtern) exportieren
  • Im Luxsin X9 HP‑EQ → „Batch Edit / Import“ → REW‑Datei laden → fertig

Tipp: Der Luxsin X9 merkt sich beim Switchen zwischen Kopfhörer‑Ausgang und XLR/Cinch die jeweils gewählten Profile – damit hast du auch am Pre‑Out digital perfekt korrigierten Klang bis zum Verstärker.

Crossfeed – Lautsprecher‑Klang aus Kopfhörern

Crossfeed versucht, den typischen „Kopfklang“ von Kopfhörern zu entschärfen und sie ein Stück weit wie Lautsprecher im Raum klingen zu lassen. Die Idee: Ein wenig vom linken Signal gelangt zeitverzögert und leiser aufs rechte Ohr (und umgekehrt), so wie es bei echten Lautsprechern auch passiert.

Die Basis dahinter heißt bs2b – Bauer Stereo to Binaural. Dahinter steckt ein Algorithmus, der genau diese Übersprech‑ und Laufzeiteffekte nachbildet: Ein gefilterter Anteil des Nachbarkanals wird hinzugemischt, im Hochton etwas abgesenkt, im Timing leicht verschoben. Dadurch verschiebt sich die Bühne weg von „mitten im Kopf“ nach vorne, Stimmen wandern eher in die Mitte des Raums, und langes Hören wirkt weniger anstrengend.

In der Luxsin‑App taucht das als drei bs2b‑Presets auf:

BS2B relax (650 Hz, 9.5 dB)

Bei „relax“ setzt der Algorithmus etwas tiefer an und greift kräftiger zu. Stimmen und zentrale Instrumente werden stark in die Mitte gezogen, das Panorama wirkt insgesamt weicher und entspannter. Diese Einstellung bietet sich für lange Hörsessions, Hörbücher oder eher harsche Aufnahmen an, bei denen du möglichst komfortabel und wenig ermüdend hören möchtest.

BS2B default (700 Hz, 4.5 dB)

Das ist die neutrale Grundeinstellung. Die Crossfeed‑Wirkung ist hörbar, aber zurückhaltend: Die Bühne rutscht etwas nach vorne, der Mix wirkt geschlossener, ohne dass sich der Klangcharakter stark verändert. Ideal, wenn du Crossfeed zum ersten Mal ausprobierst oder einfach nur ein bisschen weniger „im Kopf“ hören möchtest.

BS2B polular (700 Hz, 6 dB)

Hier arbeitet bs2b mit der gleichen Trennfrequenz, aber höherem Pegel – der Effekt ist deutlich stärker. Das hilft vor allem bei älteren oder sehr hart links/rechts gemischten Produktionen, etwa klassischem Rock oder aggressiv gemastertem Metal, wo Gesang, Snare oder Gitarren zu weit außen kleben. Mit „polular“ rücken diese Elemente hörbar in die Mitte, ohne dass die Stereo‑Breite komplett zusammenfällt.

Fazit

Unterm Strich nimmt dir der Luxsin X9 HP‑EQ und Crossfeed den größten Teil der Kopfhörer‑Bastelei ab – übrig bleibt nur noch die angenehmste Aufgabe: Musik hören.

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Norddeutsche HiFi-Tage 2026 — die NDHT stehen kurz bevor https://www.hifigeek.de/norddeutsche-hifi-tage-2026/ https://www.hifigeek.de/norddeutsche-hifi-tage-2026/#respond Thu, 29 Jan 2026 14:13:27 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10065 Ich bin kein großer Messegänger(ja ich war auf der letzten HIGH END 2025 in München). Aber wenn etwas wie die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 am 31.01. und 01.02. praktisch vor meiner Haustür stattfindet, muss ich einfach hingehen. Trotzdem: Bei dem Gedanken an überfüllte Hotelzimmer, in denen sich Menschen stapeln und ich mich für das nächste Upgrade begeistern soll, bin ich schon ein bisschen müde.

Ganz ehrlich? Ich verstehe den Reiz von Messen wie die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 total: Schwärmen vom nächsten Upgrade, kleine „Gems“ entdecken, die im Online-Dschungel untergehen würden, oder endlich mal Gleichgesinnte treffen, mit denen man stundenlang über Musik, Technik und Setups fachsimpeln kann. Gleichzeitig bleibe ich skeptisch: Hier wird natürlich mit allen Mitteln Marketing betrieben, und manche hochgejubelten Produkte würden mich ohne diesen Rahmen vermutlich nie interessieren.

Konzept: Modenschau in Hotelräumen

Stellt euch die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 wie eine Modenschau vor: Jeder Hersteller oder Vertrieb mietet einen Raum im Hotel und versucht, aus den Gegebenheiten das Maximum herauszuholen. Teppichboden, dünne Wände, niedrige Decken – alles andere als ein perfekt optimierter Hörraum. Ist so ein Zimmer also ungeeignet für HiFi-Demos, oder gerade spannend, weil man Systeme in halbwegs realistischen Umgebungen erlebt?

Ich persönlich halte nicht allzu viel von klassischen Verkaufsvorführungen, bei denen ich nicht die Fäden in der Hand habe. Es ist nicht mein Raum, nicht meine Technik, und ich habe keine echte Transparenz darüber, was im Hintergrund passiert. Das macht es schwierig, Eindrücke direkt auf das eigene Setup zu übertragen.

Ich bin außerdem kein Freund typischer Verkaufsgespräche. Man weiß nie, wer da gerade vor einem steht und wie tief das Fachwissen wirklich geht. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen, informiere mich gerne selbst und liebe es, mich online durch Tests, Foren und Datenblätter zu wühlen. In vielen Gesprächen merke ich ziemlich schnell, dass ich in einigen Bereichen besser im Thema bin als mein Gegenüber. Dann fühlt sich meine Zeit schnell verschwendet an – kein Wunder, dass der Trend immer stärker Richtung Onlinekauf geht.​

Trotzdem: Vorfreude!

Trotz aller Skepsis bleibt eine Messe spannend. Ich freue mich darauf, nach Hause zu fahren und das Gefühl zu haben, wirklich etwas dazugelernt zu haben. Vielleicht ergibt sich der ein oder andere interessante Kontakt, vielleicht entdecke ich Konzepte oder Produkte, die ich bisher gar nicht auf dem Schirm hatte. Und vor allem: Es ist einfach ein gutes Gefühl, so viel gebündelte Leidenschaft für Musik und Technik an einem Ort zu erleben.

Die Ausstellerliste für die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 ist in den letzten Wochen immer weiter gewachsen, weshalb ich diesen Artikel zunächst zurückgehalten habe. Aber jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, noch einmal auf die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 hinzuweisen.

Ich habe die Aussteller grob kategorisiert – seht es mir nach, wenn es nicht immer zu hundert Prozent passt:

Lautsprecher & Akustik
Acapella, AP Elektroakustik, ASCENDO, Auer Acoustics, Avantgarde Acoustic, Audes, beaudioful, Børresen, Canton, CHARIO, Cube Audio, ELAC, Esprit, Fischer & Fischer, GAUDER AKUSTIK, GGNTKT, HIFIMAN, Harzsch, Horns, Kaiser KAWERO, KEF, Lansche Audio, Lyravox, MAGNEPAN, Manger, Marten, MAPU Speakers, Mudra Akustik, MUSICAL FIDELITY, Perlisten Audio, Phonar, PMC, Pylon Audio, QUAD, Qualio Audio, Raidho Acustics, Rogers HiFi, Rowen, Scansonic, Sonox, TRIANGLE, Velodyne Acoustics, Vivid Audio, Voxativ, Wilson Audio, YG Acoustics​

Verstärker & Elektronik
A&L, Aavik, Accuphase, AIR TIGHT, ATOLL, AUDREAL, AVM, AYON, Backes & Müller, Benchmark, Boulder Amplifiers, Braun, Bryston, dCS, EINSTEIN AUDIO, EternalArts, Fezz Audio, Grimm Audio, Harman Karbon, Hegel, Horch House, Luxman, Magnetar, Mola Mola, MSB, NuPrime, PS Audio, Riviera Audio Laboratories, RÜBENBURG AUDIO, Soulnote, SPL, Staltmanis LAB, Swiss HD, ThivanLabs, Vitus, VTL, Western Electric, WISSELING HIGH END​

Quellgeräte (Plattenspieler, Streamer, CD-Player)
Bauer Audio DPS, C.E.C., HOLBORNE, Innuos, Lampizator, Mozzaik Audio, PLATINE VERDIER, Revox, Symphonic Line, Thales, Thorens, Transrotor, TW-Acoustic, VPI Industries, Axmann Audio, sonoro​

Tonabnehmer & Vinyl-Zubehör
KOETSU, Kleeny, Nessie Vinylcare, PHASEMATION, PHONOSOPHIE, Skyanalog, Soundsmith, STUdo, ToneTool​

Kabel & Zubehör
Analysis Plus, Ansuz, Audia Flight, Axxess, Cardas Audio, Crystal Cable, Furutech, J.Sikora, LUNA CABLES, Nordost, PADIS, POWERGRIP, Reed, Silberstatic, SUPRA Cable, WBT, WBT-PlasmaProtect™, WireWorld, Zavfino​

Kopfhörer
Final, grell, Sennheiser​

Möbel, Racks & Raumausstattung
Bassocontinuo, HKLIVING, SYMANN Soundboards, SonicThrone® Audio Sessel, UberLight Flex, Workshop Quadrophonie​

Sonstiges & Spezialanbieter
ATE, Audio Note, Audio Offensive, Audio Reference, Audiofels, Audiophil FAST, Axmann Audio, Dimi Vesos, ELECTRIC AUDIO, Esprit, EternalArts, Fenn Music, GGNTKT, HIFI-ZEILE, HOLBORNE, LEN Hifi, Linnenberg, Loutd, nextgen™, Progressive Audio

Mein Plan für die Norddeutsche HiFi-Tage 2026

Am Ende bleibt für mich vor allem eins: Neugier. Ich werde nicht jede Vorführung für bare Münze nehmen und auch nicht nach jedem Raum glauben, das nächste „Must-have“ gefunden zu haben. Aber genau dieses Wechselspiel aus Begeisterung, Skepsis und echtem Interesse macht die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 für mich spannend.

Wenn ihr also Zeit und Lust habt, euch ein Wochenende lang durch Lautsprecher, Verstärker, Kopfhörer, Streaming und Vinyl zu hören, schaut im Le Méridien in Hamburg vorbei – Tickets bekommt ihr direkt über die Veranstalterseite, alle Infos zu Zeiten und Preisen findet ihr dort. Ich werde mit meiner Kamera vor Ort sein und meine Eindrücke später hier mit euch teilen.

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Aiyima HYFIOO DM100: Android-Streamer mit offenem Ökosystem für knapp 500 Euro https://www.hifigeek.de/aiyima-hyfioo-dm100/ https://www.hifigeek.de/aiyima-hyfioo-dm100/#respond Thu, 15 Jan 2026 12:19:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10926 Der Aiyima HYFIOO DM100 ist der erste Netzwerkstreamer aus dem Hause Aiyima — genauer gesagt eine Kollaboration mit der Sub-Marke HYFIOO — und der kommt mit einem klaren Konzept: Android 14, offenes App-Ökosystem, kein DAC verbaut, kein Amp. Einfach sauber streamen und an den eigenen DAC durchreichen. Für ca. 530 US-Dollar, also grob 490 Euro direkt beim Hersteller.

Das Konzept: Transport first, kein Schweizer Taschenmesser

Aiyima ist seit Jahren bekannt für preisgünstige Verstärker, DACs und Zubehör aus China — die A07-Amplifierreihe hat sich in der Budget-HiFi-Szene ordentlich einen Namen gemacht. Mit dem Aiyima HYFIOO DM100 wagen sie sich in ein neues Segment: dedizierte Streaming-Transporte. Das Teil hat keinen eigenen DAC, keine Endstufe, keine Raumkorrektur. Wer so etwas sucht, ist hier falsch.

Wer aber einen sauberen digitalen Ausgang für den eigenen DAC will — ob über Koaxial, Toslink, HDMI, oder USB — und dabei nicht auf Spotify, Apple Music, Tidal, NAS und Bluetooth verzichten will, dem hat Aiyima einiges anzubieten.

Hardware und Specs: Was drinsteckt

Das Gehäuse des Aiyima HYFIOO DM100 ist Aluminium, 230 × 150 × 80 mm, knapp 1,5 kg. Klein genug um es irgendwo ins Rack zu schieben, ohne dass es stört.

Das Herzstück ist Android 14, tief angepasst, mit 8 GB DDR4 und 64 GB eMMC-Speicher. Das klingt erst mal nach Midrange-Smartphone von 2022 — aber für einen Streamer ist das mehr als ausreichend. Die Navigation läuft über ein 5,5‑Zoll-Touchdisplay mit HDR-Unterstützung, das sich zwischen Hoch- und Querformat umschalten lässt. Dazu gibt’s eine Fernbedienung, falls man das Teil weiter weg stellt.

Konnektivität: WiFi 6 (Dual-Band, 2,4 und 5 GHz, bis 1000 Mbps) und Bluetooth 5.4. Als Bluetooth-Empfänger werden SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX AD und LDAC unterstützt — bis 96 kHz. Als Sender: SBC, aptX, aptX HD, aptX AD und LC3 mit 24bit/48kHz. Das ist für diesen Preisbereich ein vollständiges Codec-Set.

Ausgänge: Koaxial, Toslink, HDMI (bis 24bit/192kHz), zwei USB-A-Ports und ein USB‑C. Streaming-Protokolle: DLNA, AirPlay und NAS. Formate: DSD, FLAC, WAV, AIFF, ALAC, APE, DXD, MQA, CUE-Tracking — das übliche Vollprogramm.

Ein M.2‑SSD-Slot (bis 4 TB) ist ebenfalls an Bord. Wer seine lokale Bibliothek nicht auf einem NAS hat, kann den Aiyima HYFIOO DM100 also auch als selbstständigen Musikserver betreiben. Praktisch.

Das Alleinstellungsmerkmal: Offenes Android, kein App-Jail

Was den Aiyima HYFIOO DM100 aus der Masse der chinesischen Budget-Streamer heraushebt, ist das bewusst offene Softwarekonzept. Aiyima erlaubt die Installation beliebiger Drittanbieter-Apps — und das ist tatsächlich ein Unterschied zu manchen Konkurrenten, die ihre Streaming-Plattformen absichtlich einschränken.

Wichtig dabei: Das Gerät läuft ohne Google Mobile Services (GMS). Apps, die GMS voraussetzen, funktionieren nicht. Das ist der bekannte Tradeoff bei Android-Geräten aus China ohne Google-Lizenz. In der Praxis bedeutet das: Spotify, Tidal und Apple Music werden als native Implementierungen mitgeliefert oder lassen sich als APK laden — aber der Google Play Store ist nicht vorhanden. Wer mit APK-Sideloading klarkommt, wird damit kein Problem haben. Wer das nicht will, sollte das vorab einplanen.

Der Bypass der Sample Rate Conversion (SRC) ist laut Hersteller implementiert — also kein erzwungenes Resampling durch den Android-Audiomixer. Das ist die Voraussetzung für echte Bit-perfekte Ausgabe über USB, was wiederum die Grundlage für ordentliches DSD-Streaming ist. In der Praxis kommt es aber auf die jeweilige App und deren Implementierung an. Das lässt sich nur mit dem konkreten Setup testen.

Einordnung: Wo steht der Aiyima HYFIOO DM100?

Der relevante Vergleichsrahmen: WiiM Ultra (ca. 330 Euro), Eversolo DMP-A6 (ca. 550 Euro) und der Bluesound Node (ca. 600 Euro).

Der WiiM Ultra ist günstiger, hat aber kein offenes Android-System und keinen M.2‑Slot. Der Eversolo DMP-A6 kommt mit eigenem DAC, kostet ähnlich viel, und ist für Leute gedacht, die kein separates DAC-Setup haben — konzeptionell also ein anderer Ansatz. Der Bluesound Node überzeugt vor allem durch BluOS und seine ausgereifte Multiroom-Integration, bietet aber keine offene App-Plattform.

Der Aiyima HYFIOO DM100 positioniert sich als puristischer Transport mit maximaler Software-Offenheit. Wer ein gutes DAC-Setup hat und trotzdem Streaming-Komfort von Apple Music bis NAS will, ohne an ein proprietäres Ökosystem gebunden zu sein, findet hier einen ernstzunehmenden Kandidaten.

Dass das Teil als Aiyimas erster Streamer noch keine lange Erprobungszeit hinter sich hat, ist ein legitimer Vorbehalt. Firmware-Updates werden entscheiden, wie langlebig die Plattform wirklich ist. Erste Nutzer berichten von solidem Betrieb — aber auch von Kleinigkeiten wie DSD256-Aussetzern oder dem Apple-Music-Crossfade-Problem, das übrigens einfach zu lösen ist: Crossfade in der App deaktivieren. Kein Drama, aber auch kein Selbstläufer.

Preis und Verfügbarkeit

Der Aiyima HYFIOO DM100 ist direkt über den Aiyima-Webshop erhältlich zum Preis von 530 US-Dollar, inklusive EU-Stecker. Das entspricht zum Zeitpunkt der Vorstellung grob 490 Euro — zuzüglich eventueller Importkosten je nach Versandweg. Ein EU-Händlernetz besteht zum Launch noch nicht.

Fazit: Konzept stimmt, Software entscheidet

Der Aiyima HYFIOO DM100 macht genau das, was ein reiner Transport machen soll: digitale Quellen sauber durchreichen, offen bleiben für alles was man draufpacken will, und dabei nicht übermäßig viel kosten. Das offene Android-14-System mit M.2‑Erweiterung ist in diesem Preissegment selten. Die fehlenden GMS sind ein Kompromiss, kein Dealbreaker — solange man weiß, worauf man sich einlässt.

Ob der DM100 langfristig hält, was das Spec-Sheet verspricht, hängt stark an der Software-Pflege. Genau das richtige Gerät für mutige Early Adopter — oder für alle anderen in ein paar Firmware-Updates.

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Luxsin X8 – DAC/Amp mit KI-EQ zum halben X9-Preis https://www.hifigeek.de/luxsin-x8/ https://www.hifigeek.de/luxsin-x8/#respond Sun, 11 Jan 2026 11:22:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10915 Luxsin ist ein junges Label aus dem Hause der Zidoo-Gruppe, zu der auch Eversolo gehört. Gegründet mit dem erklärten Ziel, im High-End-Kopfhörerbereich Fuß zu fassen, hat die Marke mit dem X9 einen soliden ersten Eindruck hinterlassen. Jetzt kommt der Luxsin X8 — ein All-in-One-DAC/Amp, der preislich deutlich zugänglicher angesetzt ist, dabei aber technisch in einigen Punkten sogar zulegt. Das Interessanteste daran: erstmals verbaut ein Desktop-DAC/Amp einen KI-gestützten parametrischen EQ. Kein Marketingbegriff, sondern tatsächlich funktionierend — zumindest laut allem, was bis zum Launch bekannt war.

Was Luxsin damit vorhat

Der X8 ist kein abgespeckter X9. Luxsin positioniert die beiden Geräte explizit nebeneinander, nicht übereinander. Während der X9 auf maximale Hardware-Ausstattung und Systemintegration setzt — mit AKM-Flagship-Chip, Femtosekunden-Taktgeber, R2R-Lautstärkeregelung und Anschlüssen wie HDMI ARC oder Subwoofer-Out — geht der X8 einen anderen Weg: mehr Software, mehr DSP, mehr Tuning-Optionen. Wer viel mit Kopfhörern hört und die Klangsignatur seines Hörers aktiv formen will, ist hier besser aufgehoben als beim X9. Wer eine flexible Vorstufe für ein größeres System braucht, greift zum X9.

Die Zielgruppe des Luxsin X8 ist damit klar: Desktop-Hörer mit einer oder mehreren Kopfhörern, Interesse an headphonespezifischer Klangkorrektur und vielleicht einer gesunden Neugier gegenüber dem, was KI in dieser Kategorie tatsächlich leisten kann.

Technik: Acht CS43198 und ein eigener DSP

Der DAC-Part des Luxsin X8 basiert auf acht Cirrus-Logic-CS43198-Chips — vier pro Kanal, in echter Dual-Mono-Parallelarchitektur. Jeder Chip sitzt auf einem eigenen abgeschirmten Trägerboard, thermisch und elektrisch vom Rest getrennt. Auflösung: PCM 768 kHz / 32 Bit und DSD512 nativ. Der SNR liegt laut Hersteller bei über 123 dB.

Die CS43198-Chips kennt man aus einer Reihe von deutlich günstigeren Geräten — ein einzelner Chip steckt in vielen DAC-Dongles unter 100 Euro. Acht davon parallelgeschaltet ist allerdings eine andere Hausnummer. Die parallele Verschaltung drückt Rauschfußpunkt und Klirr, während die Dual-Mono-Trennung Kanaltrennung und Abbildungspräzision verbessert. Das ist keine neue Idee, aber hier konsequent umgesetzt.

Verstärkt wird mit OPA1612-Opamps und TPA6120A2-Hochstromtreibern. Balanced liefert der Luxsin X8 laut Hersteller 4.840 mW pro Kanal an 16 Ohm, THD+N unter 1 Prozent. Das ist nominell mehr als beim X9. Ausgangswiderstand: 1 Ohm. Die Impedanzerkennung läuft über alle drei Kopfhörerausgänge — XLR4, 4,4 mm und 6,35 mm — automatisch und soll vollständig galvanisch vom Signalpfad getrennt sein. Was den Strom angeht: kein Schaltnetzteil für das Audio-Frontend. Ein 25-VA-Trafo versorgt Analog- und Digitalsektion, weitgehend linear gefiltert und geregelt. Für den Standby gibt es ein kleines SMPSU. Solide Grundlage.

Das Herzstück der Digitalverarbeitung ist der hauseigene “Digital Audio Core” — ein Dual-Core-DSP auf Basis der Cadence-Tensilica-HiFi-5-Architektur, kombiniert mit einem ARM-Prozessor, über 500 MHz Takt und eigenem SRAM. Luxsin hat dieses Modul intern entwickelt; es läuft der gesamte EQ- und AI-Stack darauf.

Das Alleinstellungsmerkmal: KI-gestützter PEQ

Der Luxsin X8 bringt als erstes Gerät überhaupt einen KI-assistierten parametrischen EQ mit. Bedienung: Texteingabe oder Spracheingabe über die App — “etwas weniger Hochtonschärfe bei meinen HiFiMAN” reicht als Befehl. Das System zieht Informationen über bekannte Kopfhörer-Messungen und Nutzerfeedback aus einer Cloud-Datenbank und generiert daraus PEQ-Parameter.

Das klingt nach Marketing-Gedöns, scheint laut allem was zum Launch bekannt war aber tatsächlich zu funktionieren. Die KI beschränkt sich dabei auf den Frequenzgang — Dynamik, Staging oder ähnliches kann sie nicht beeinflussen. Das ist eine sinnvolle Einschränkung: mehr wäre vermutlich Hokuspokus.

Daneben ist auch das HP-EQ-System des X9 an Bord — Luxsins proprietäre headphonespezifische Klangkorrektur, die den Frequenzgang eines Kopfhörers auf eine Zielkurve wie die Harman-Kurve oder andere Presets angleicht. Die Datenbank umfasst laut Hersteller über 2.500 Kopfhörermodelle, mit OTA-Updates. Was HP-EQ genau macht, welche Zielkurven es gibt und wie man Crossfeed sinnvoll einsetzt, haben wir in unserem Artikel: Luxsin X9 HP‑EQ erklärt: Target Curves, Crossfeed & Tipps für Kopfhörer ausführlich aufgedröselt — wer tiefer einsteigen will, findet dort die Grundlagen.

Zusätzlich: Crossfeed, 10-Band-PEQ mit manueller Bearbeitung, Output-spezifische Profile — jeder Kopfhörerausgang merkt sich eigene Lautstärke, EQ-Kurve und DSP-Einstellungen. Das ist ein nettes Detail für Leute, die mehrere Kopfhörer am gleichen Gerät betreiben.

Bedienung: 4‑Zoll-Touchscreen mit 960×480 Pixeln, um 15 Grad geneigt — gleiche Designsprache wie beim X9. Dazu App (iOS/Android), Web-Interface, optionale Fernbedienung. Bluetooth 5.1 via Qualcomm SXW5125 mit LDAC, aptX HD, aptX LL, AAC und SBC. UAC2-Kompatibilität: treiberfrei unter Windows und macOS, ASIO-Treiber optional.

Eingang: USB‑B, USB‑C, Koaxial, Optisch, IIS (bis zu acht konfigurierbare Varianten), Bluetooth. Ausgang: XLR balanced und RCA für Line-Level, die drei Kopfhörerbuchsen vorne. Einen analogen Line-Eingang gibt es nicht.

Einordnung: Was kostet die Konkurrenz

699 Euro ist für ein vollwertiges Desktop-DAC/Amp-Kombo kein Schnäppchen, aber auch kein Preistreiber. Zum Vergleich: Der FiiO K17 liegt ähnlich auf, bietet ebenfalls DSP-Features und eine breite Anschlussausstattung, aber keine KI-gestützte EQ-Funktionalität. Der Topping DX9 spielt preislich etwas darunter, ohne vergleichbare DSP-Tiefe. Wer zum eigenen X9 (1.099 Euro) schaut — und das haben wir im Luxsin X9 Test getan — der zahlt 400 Euro Aufpreis für AKM-Flaggschiff-DAC, Femto-Clock, R2R-Lautstärkeregelung und deutlich mehr physische Anschlüsse. Dafür entfällt der KI-EQ, zumindest zum Launch.

Der Luxsin X8 macht damit in der Klasse zwischen 600 und 800 Euro ein gut strukturiertes Angebot: ordentliche Hardware, außergewöhnliche DSP-Tiefe, und ein Feature, das es so noch nicht gab. Ob das in der Praxis tatsächlich so funktioniert wie beschrieben, bleibt abzuwarten.

Preis & Verfügbarkeit

Der Luxsin X8 ist seit Anfang Februar 2026 erhältlich. UVP: 699 Euro inkl. MwSt. Farbe: Schwarz matt. Ein optional erhältliches Sichtfenster-Topcover soll laut Hersteller für einen späteren Zeitpunkt nach dem Launch verfügbar werden.

Fazit

Der Luxsin X8 ist ein interessantes Stück Hardware — vor allem wegen des KI-EQ, der als Konzept in dieser Kategorie neu ist. Ob er in der Praxis so reibungslos funktioniert wie auf der Produktseite beschrieben, ist eine andere Frage. Was klar ist: technisch ist das Ding gut ausgestattet, die DSP-Tiefe übertrifft die meisten Mitbewerber in dieser Preisklasse, und die acht parallelen CS43198 sind mehr als ein Marketing-Chip-Count.

Die spannendere Frage für Leser, die den X9 kennen: Ist der Luxsin X8 wirklich das zugänglichere Gerät, oder kauft man sich mit dem günstigeren Preis eine andere Klangphilosophie ein? Zum Launch spricht einiges dafür, dass die beiden Geräte tatsächlich verschiedene Nutzertypen ansprechen — und das ist ungewöhnlich genug, um positiv aufzufallen.

Wer eher die technisch möglichst transparente Hardware-Variante sucht, findet in unserem Luxsin X9 Test die ausführliche Einordnung des größeren Bruders.

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Spotify Lossless — oder wie man versucht uns zu veräppeln https://www.hifigeek.de/spotify-lossless-oder-wie-man-versucht-uns-zu-veraeppeln/ https://www.hifigeek.de/spotify-lossless-oder-wie-man-versucht-uns-zu-veraeppeln/#respond Tue, 09 Dec 2025 22:38:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9690 Spotify verspricht Lossless, liefert aber nur Marketing – und hier ist, warum das für Audiophile und dich ein Problem ist.

Hach, ich muss einfach mal ranten. Aber es geht nicht anders. Was macht Spotify da? Will Spotify uns alle an der Nase herumführen?

Erst einmal zur Einordnung: Ich hatte schon einiges im Internet zu dem Thema gelesen und The Headphoneshow hat es auf YouTube ebenfalls bestätigt. Spotify Lossless mag zwar auf dem Papier lossless sein, ist es aber in der Praxis nicht.

Update: Zumindest für Eversolo gibt es jetzt ein Update.

Reviews in Bild und Ton

Wir haben mittlerweile auch einen eigenen Youtube-Channel. Hier versuche ich regelmäßig für euch Reviews mit bewegtem Bild bereit zu stellen und mehr mit euch in Kontakt zu treten. Schaut doch einfach mal vorbei und aboniert den Kanal. Danke!

Eversolo, Hifi Rose und ein paar Andere bieten kein Spotify Lossless

Ich sitze auf dem Sofa, habe neue Amps hier, die ich teste, und denke mir: Ach komm, hörst mal die „Kickass Metal“-Playlist auf Spotify durch, um nach Neuheiten Ausschau zu halten. Also Spotify Connect benutzt – und siehe da: Das gewohnte „Lossless“ steht beim Streamer nicht unten. In meinem Fall der Eversolo DMP‑A6. In den Einstellungen wollte ich Lossless aktivieren, ist aber ausgegraut. Okay, vielleicht gibt es ein Update. In der Tat, Update eingespielt, kein Problem. Dennoch dasselbe Problem. WTF?!

Da hat man einen mittelpreisigen Streamer im Haus, der alles abspielt, was man ihm vorwirft, und das auch noch in richtig guter Qualität – aber Spotify Lossless ist nicht drin?

Also schnell gegoogelt, im Eversolo‑Forum gelandet und festgestellt, dass einige Nutzer genau diese Funktion vermissen. Und wenn man sich weiter einliest, fällt auf: Auch das Schweigen der Entwickler zu diesem Thema wird bemängelt.

Wie High‑Res‑Streamer arbeiten

Weiter gebuddelt, finde ich immer mehr Informationen zu dem Thema. Man denkt im ersten Moment: Hoppla, warum spielt mein High‑Res‑Streamer kein Spotify Lossless, wenn er doch Tidal, Qobuz und über Umwege auch Apple Music tadellos abspielen kann? Also erklären wir kurz, wie so ein High‑Res‑Streamer typischerweise arbeitet.

Tendenziell hat der Streamer einen Client des jeweiligen Streaming‑Dienstes installiert, der auf die API (also die Schnittstelle des Dienstes) zugreifen kann. Dieser Client kommt meist direkt vom Streaming‑Dienst, weil dort auch der Kopierschutz sichergestellt wird.

Die Clients von Tidal und Qobuz haben eine entscheidende Funktion: Sie können die Musik bei Bedarf direkt an einen DAC senden. Das ist das Teil, das aus einer digitalen Datei ein analoges Audiosignal macht. Der große Vorteil: Die Datei wird genau so wiedergegeben, wie sie über die API abgerufen wurde.

In Profi‑ und Audiophilen‑Kreisen spricht man dann von „bit‑perfekt“. Die Musik wird so abgespielt, wie sie bereitgestellt wurde – im Idealfall so, wie es der Interpret beabsichtigt hat. Also in derselben Bitrate. Wird die Datei ohne zusätzliche Komprimierung oder Veränderung abgespielt, sprechen wir von verlustfrei beziehungsweise lossless.

Spotify geht seinen eigenen Weg

Genau das tut Spotify nicht. Abgesehen davon, dass Spotify unter Lossless nur 16 Bit/44,1 kHz und 24 Bit/44,1 kHz versteht, kommt selbst diese Datei nicht unverändert beim DAC an.

Spotify und die Abtastrate

Fangen wir beim ersten Kritikpunkt an: Spotify scheint Musik, die in CD‑Qualität vorliegt, weitgehend unangetastet zu lassen – also 16 Bit/44,1 kHz. Anders sieht es bei Songs aus, die mit 24 Bit/44,1 kHz laufen. Andere Streaming‑Dienste zeigen, dass viele Tracks in höher aufgelösten Dateien vorliegen (48 kHz, 96 kHz, bis 192 kHz). Spotify nimmt anscheinend alle Tracks und rechnet sie auf 24 Bit/44,1 kHz herunter.

Das muss man nicht einmal überkritisch sehen, denn immerhin gibt es nach Jahren endlich die Möglichkeit, deutlich besser aufgelöste Musik zu hören. Und ja: Der Unterschied kann hörbar sein.

Was Spotify eben nicht bietet

Vergleicht man – wie im erwähnten Video – eine Lossless‑Datei, die man z. B. direkt vom Interpreten oder von Bandcamp (mit unkomprimierten WAV‑Files) bekommen hat, sieht es anders aus. Genau dieses Experiment wurde gemacht und mit den Lossless‑Files von Tidal und Qobuz verglichen. Dort gab es eine nahezu 100‑prozentige Übereinstimmung mit dem Ausgangsmaterial. Bei Spotify lag die Übereinstimmung bei rund 0,01%. Das ist im Grunde eine komplett andere Datei.

Spotify Files würden nichtmals als Plagiat durchgehen

Der Vergleich ist natürlich überspitzt, weil ja dieselbe Musik dahintersteckt. Aber bei 0,01% Übereinstimmung bei einer Doktorarbeit würde niemand Plagiatsvorwürfe erheben. Wenn man grob eine KI fragt, heißt es oft: Bis 5% kann man noch bedenkenfrei übernehmen, 5–10% sind prüfbedürftig, darüber wird es kritisch.

Damit ist klar: Das, was vorne angeblich als 16/24 Bit, 44,1 kHz reingeht, kommt hinten nicht wirklich so wieder heraus.

Übeltäter: Die Verarbeitungskette

Das Fingerpointing ist schnell gemacht: Spotify erlaubt keinen direkten, bit‑perfekten Kontakt zum DAC, sodass unsere Musik noch eine regelrechte Tortur durch die Abspielgeräte durchläuft. Unter Windows ist das der Audiomixer, unter Android das Pendant dazu. Hier wird das Signal weiterbearbeitet, konvertiert, neu gemischt – am Ende kommt tatsächlich eine andere Datei heraus.

Das ist schade, weil man es ja gut meint: Man macht einen Schritt auf die audiophilen Nutzer zu und reicht ihnen die Hand – aber die ist leider mit Scheiße beschmiert.

Warum aber gibt es jetzt keine Updates für Eversolo, Hifi Rose und Co?

Die Frage habe ich mir auch gestellt, eine offizielle Antwort aber nicht gefunden. Meine technische Vermutung: Die Player sind so konzipiert, dass sie Musik am Betriebssystem vorbei direkt an den DAC reichen. Da das mit Spotify faktisch nicht funktioniert, könnte der nötige Mehraufwand enorm sein – oder Nebenwirkungen erzeugen, weil die Geräte für diesen Weg schlicht nicht gebaut wurden. Sie sollen die möglichst akkurate Wiedergabe sicherstellen, nicht Workarounds für proprietäre Streaming‑Wege implementieren.

Workarounds – aber mit Haken

Ja, die gibt es. Auf einem Eversolo lässt sich etwa die native Spotify‑App nutzen. Dort kann man Lossless aktivieren und per Spotify Connect in Lossless abspielen. Ob das bei HiFi Rose genauso funktioniert, kann ich aktuell nicht sicher sagen, aber möglich wäre es.

Das Problem bleibt: In dieser Konstellation hatte ich immer wieder Probleme, etwa dass sich die Wiedergabe nicht sauber steuern lässt. Es wirkt wie ein Hack und unausgereift.

Ist das jetzt wirklich ein Problem?

Die Frage ist berechtigt. Meine Sicht: Ich möchte Musik, Filme etc. immer in der bestmöglichen Form vorliegen haben – ungeachtet der späteren Verarbeitung. Natürlich ist mir klar, dass meine AirPods Pro kein echtes Lossless können. Aber ich möchte sicherstellen, dass die Ausgangssituation möglichst gut ist, um dann hardwarebedingt aus der Original‑Datei zu wandeln.

Stille Post für Audiodaten

Vergleichen wir das mit „Stille Post“: Wir kennen das Prinzip – was am Ende ankommt, ist selten das, was am Anfang gesagt wurde. Wenn ich jetzt von einer bereits komprimierten Datei erneut eine Komprimierung über eine Komprimierung jage, ahnt ihr, wohin die Reise geht. Auch wenn der Unterschied nicht so drastisch ist wie bei Stille Post, entstehen Fehlerketten. Die werden sich zwangsläufig bemerkbar machen.

Natürlich bekomme ich mit AirPods nie das Feeling einer völlig unveränderten Datei. Aber ich möchte, dass die veränderte Datei so nah wie möglich am Original liegt.

Man kann sich auch streiten, ob die Komprimierung, die bei mir lokal stattfindet, qualitativ besser oder schlechter ist als die, die Spotify bei niedrigerer Bitrate durchführt. Aber ich bin mir sicher, dass Spotify jedes Byte in seinen Files optimiert, um Traffic zu sparen.

Aber warum macht Spotify das? Wollen die uns verarschen?

Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen „verarschen“ und der Geschichte von Spotify. Spotify hat Musikstreaming quasi im Alleingang salonfähig gemacht – und das zu Zeiten von GSM‑Netzen und geringen Datenvolumina. Die Telekom hatte schnell Optionen im Portfolio, bei denen Spotify‑Traffic nicht aufs Datenvolumen angerechnet wurde. Gleichzeitig kostet der eigene Traffic beim Hosting Geld und Bandbreite.

Das heißt: Spotify wurde von Anfang an extrem auf Effizienz getrimmt. So auch bei den Musikdateien – jedes Byte zählt. Entsprechend viel Gehirnschmalz steckt in deren System. Dieses nun einfach aufzugeben, nur um „echtes“ Lossless zu integrieren, ist nicht trivial, weil die Plattform ursprünglich nie dafür ausgelegt war.

Jetzt das ganze System umzubauen und viele dieser Optimierungen zu „ent‑optimieren“, ist vermutlich deutlich komplexer, als es von außen aussieht. Tausende kleine Rädchen müssen verstellt werden, damit das System echtes Lossless sinnvoll verarbeiten kann.

Höre ich denn die Unterschiede?

Einige Menschen argumentieren mit Frequenzen, die man hört oder nicht hört, Lautstärkeunterschieden usw. Fakt ist: Unser Gehör ist erstaunlich sensibel und nimmt feine Unstimmigkeiten wahr – nerviges Hintergrundrauschen, schrille oder „nervende“ Frequenzen, Verzerrungen. Diese müssen nicht einmal massiv sein. Unser Gehör kann viel – austricksen lässt es sich nur begrenzt.

Natürlich gilt: Wenn Musik nur im Hintergrund dudelt und man nicht aktiv oder analytisch zuhört, fällt vieles weniger auf.

Ich richte mich hier nicht an Menschen, denen es egal ist, wenn Musik „wie aus der Dose“ klingt. Jeder soll so hören, wie er möchte. Es gibt Menschen, die mit einem FM‑Radio völlig zufrieden sind, und andere, die lieber eine CD einlegen oder eine Platte auflegen.

Den Ansporn den ich vermitteln möchte

Jeder hat einen gewissen Anspruch an das, was er tut. Der Fußballer möchte in einer höheren Liga spielen, der Musiker Konzerthallen füllen und die Tante, die strickt, will den perfekten Pullover.

Genauso ist es mit Musik in den eigenen vier Wänden. Warum sollte ich zu einer niedriger aufgelösten Quelle greifen, wenn ich Zugang zum „Original“ habe? Ja, am Ende wird das Signal ohnehin noch hier und da zurechtgestutzt – aber lieber von der Originalquelle als von einem schon beschnittenen Ausgangsmaterial.

Es laufen nach der Lossless‑Datei noch so viele kleinere und größere Tools (Software wie Hardware) über das Material, dass man ohnehin davon ausgehen kann, dass das Resultat nicht mehr 1:1 dem Ursprung entspricht.

Und: Wären Lossless‑Dienste wirklich exorbitant teurer, könnte man das als Gegenargument akzeptieren. Sind sie aber nicht.

Qobuz und Tidal als echte Alternative

Ja, jetzt kommt quasi die „Werbung“ für zwei Dienste, die echtes Lossless und darüber hinaus auch High‑Res‑Lossless bieten. Aber mal ehrlich: In einer Welt, in der gefühlt alle gegen alles sind und vielen Selbstbestimmung wichtig ist – unterstützt ruhig Dienste, bei denen ihr als Hörer und als Künstler offensichtlich mehr Wert seid.

Als netter Nebeneffekt bekommen die Künstler dort auch noch mehr Geld. Im Falle von Spotify erhalten sie im Schnitt etwa 0,004 USD pro Stream, wohingegen Tidal rund 0,013 USD und Qobuz etwa 0,018 USD pro Stream zahlen. Anders ausgedrückt: Tidal zahlt etwa 225% und Qobuz rund 387,5% mehr pro Stream als Spotify.

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horror-news.com wird zu hifigeek.de – Mein Wandel, meine Leidenschaft https://www.hifigeek.de/horror-news-com-wird-zu-hifigeek-de-mein-wandel-meine-leidenschaft/ https://www.hifigeek.de/horror-news-com-wird-zu-hifigeek-de-mein-wandel-meine-leidenschaft/#respond Wed, 19 Nov 2025 10:09:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9538 Einleitung: Wandel im Blog – Vom Horror zur HiFi-Welt

Viele werden es bemerkt haben. Einige andere haben uns nur gefunden, weil sie nach HiFi gesucht, aber Horror bekommen haben. Es war eine schleichende, aber stetige Transformation. Ein wenig komme ich mir so vor, als hätte ich mich jetzt geoutet. Aber horror-news.com passte schon länger nicht mehr zum Kernthema des Blogs und ich habe nur an der Tradition festgehalten.

Rückblick: Die Anfänge von horror-news.com

2013 habe ich horror-news.com ins Leben gerufen, um zur Facebook-Seite mit ihren teils 80.000 Fans eine konstante Seite zu pflegen, anstatt nur Social-Media-Schleuderei zu betreiben. Das alles entstand zu einer Zeit, in der viele noch an klassischen Medien festhielten und nur ein Lächeln für uns junge Rebellen im Internet übrig hatten. „Du kommst hier nicht rein! Nur mit Presseausweis!“ Natürlich ist Journalismus ein wichtiger Beruf und diese Berufsgruppe identifiziert sich und ihre Arbeit über solche Ausweise. Nur bekommt man so etwas nicht, wenn man „nur“ Social Media macht und einen Blog betreibt.

Hürden & Entwicklung: Anerkennung in der Pressewelt

Umso schwerer war es am Anfang, akzeptiert zu werden und auf Presseverteilerlisten zu kommen. Pressevorführungen, Pressematerial – all das war nicht selbstverständlich. Mit den Jahren wurde es besser. Heute ist das eigentlich kein Problem mehr.

Anspruch und Realität: Mein Weg als Einzelkämpfer

Mein Anspruch war, die Horror-Welt hier in News, Bild und Ton einzufangen. Aber jeder Versuch, meine Arbeit auf mehrere ambitionierte Personen aufzuteilen und so mehr und mehr abzudecken, ist irgendwie immer im Sande verlaufen. Jeder will die Vorteile, die ich mir erarbeitet habe, genießen, ohne jedoch etwas dafür zu tun. So habe ich teilweise resigniert und meine Ansprüche komplett zurückgeschraubt, nur noch über das geschrieben, was ich interessant fand. Was gar nicht schlecht ist und generell Spaß gemacht hat, aber eben nicht „Horror News“ entsprochen hat.

Neuer Lebensabschnitt: Zeitmangel und Technologie

Jetzt mit Kind und Kegel wird die Zeit knapper, und für etliche News, Trailer, Reviews etc. zu etlichen Filmen fehlt einfach die Zeit. Auch wenn KI einfache Aufgaben wie Tag-Listen erstellen übernehmen kann und gute Zuarbeit für Dinge leistet, die neben dem eigentlichen Content-Erstellen weitere Zeit fressen. Mein bester Freund ist die KI insoweit geworden, dass sie meine Texte korrekturlesen kann, ohne dass ich Hilfe von Dritten benötige.

Interessenwandel: Vom Horror zum HiFi-Genuss

Dennoch hat sich in den letzten zwei Jahren ein Wandel meiner Interessen angedeutet. Zwar schaue ich immer noch gerne Horrorfilme und liebe alles, was mit Horror zu tun hat, aber mittlerweile steht für mich der Genuss im Vordergrund – und damit auch guter Ton und gutes Bild.

Musik & Technik: Leidenschaft für Sound und Bild

Musik ist bei mir eigentlich allgegenwärtig, und das wird mit Festivals und Konzerten ausgelebt. Während der Arbeit höre ich den kompletten Tag Musik mit meinen Kopfhörern. Beim Grillen schallt Musik aus den Terrassenlautsprechern. Das Heimkino teilt sich mittlerweile in Heimkino-Anlage und analoges Stereo auf. Natürlich dürfen im ganzen Haus auch die Sonos-Lautsprecher nicht fehlen. Auch wenn Sonos mittlerweile Schrott ist … anderes Thema.

HiFi & Nachwuchs: Ein Blick auf die Szene

Jedenfalls habe ich angefangen, mich mehr und mehr für HiFi, Heimkino und Head-Fi zu interessieren, Inhalte dazu zu veröffentlichen und festgestellt, dass es viele Menschen interessiert. Jetzt zähle ich mich noch zu den jungen HiFi-Enthusiasten und sehe, dass die Szene eine kleine Krise durchlebt, was Nachwuchs angeht. In meinen Augen ist das Problem die Ansprache und das Angebot. Das Angebot wird von den Chinesen erkannt und mit Marken wie Fosi Audio, SMSL, Topping und vielen mehr beackert, während die traditionellen Marken junges Volk belächeln und nicht ernst nehmen. So zumindest mein Eindruck nach meinem ersten Besuch der High End München.

Leidenschaft & Einstieg: Warum gute Technik wichtig ist

Ich verstehe, dass HiFi ein riesiges Hobby ist und jeder andere Ansprüche und Berührungspunkte hat. Aber irgendwie braucht jeder irgendwann die Einstiegsdroge, um sich für das Thema zu begeistern. Bei mir sind es Filme und Musik. Die müssen einfach gut klingen. Ein Horrorfilm ohne guten Ton ist nun mal kein Horrorfilm. Das Erlebnis Kino – zumindest, wenn man ein gescheites in seiner Nähe hat – ist einfach ein anderes als Zuhause. Dennoch wird Zuhause das Bild immer größer und die Möglichkeiten besser. Durch Streaming haben wir tausende Filme und Serien nur einen Klick entfernt. Zwar empfinde ich Streaming als angenehm und verstehe die Vorzüge, jedoch fehlt mir die Haptik und Qualität eines physischen Mediums, weshalb hier regelmäßig 4K-Scheiben ihre Runden drehen.

Entwicklung & Ausblick: HiFi statt Horror

In den letzten fast zwei Jahren habe ich viel über HiFi geschrieben, ausprobiert und entdeckt. Die Pace hinter HiFi ist bei weitem nicht so hoch wie bei Filmen, sodass man auch mal eine Woche nichts schreiben muss, um aktuell zu bleiben. Das gibt mir die Freiheit, noch tiefer ins Thema einzutauchen, Wissen aufzubauen und mich richtig einzunerden.

Fazit: Ein Buch schließt sich, ein neues beginnt

Mit der Transformation von horror-news.com zu hifigeek.de schließe ich ein Buch und öffne ein neues. Und ich bin hyped! Ich erhoffe mir dadurch, weniger aber besseren Content zu erstellen, meine stetige Neugierde, wie, was, wo klingt, zu stillen und Menschen zu inspirieren, es mir gleichzutun. Vielleicht auch Entscheidungshilfen zu geben, denn ich hole mir diese ebenfalls immer aus dem Internet. Natürlich gibt es da draußen fähiges Fachpersonal, das einen perfekt beraten kann – leider habe ich von diesen Personen gänzlich wenige getroffen.

Genug gelabert. Lasst uns loslegen! Ich hoffe, ich schocke jetzt niemanden mit der Transformation und setze nur noch das letzte i‑Tüpfelchen auf das, was eh schon offensichtlich war.

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Burson Soloist Stellar: Kompakter Class‑A Bolide für Kopfhörer und IEMs https://www.hifigeek.de/burson-soloist-stellar-kompakter-class-a-bolide-fuer-kopfhoerer-und-iems/ https://www.hifigeek.de/burson-soloist-stellar-kompakter-class-a-bolide-fuer-kopfhoerer-und-iems/#respond Mon, 17 Nov 2025 15:16:34 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9485 Der neue Burson Soloist Stellar wurde offiziell vorgestellt und bringt 8W Class‑A Power pro Kanal in ein kompaktes Desktop‑Gehäuse – inklusive dediziertem IEM‑Modus und cleveren Komfort‑Features für den täglichen Studio‑ und Musikalltag. Der Soloist ist als reiner Headphone/Preamp die schlanke Schwester des Conductor Stellar und zielt auf alle, die bereits einen DAC besitzen, aber maximale Burson‑Leistung und Kontrolle wollen.

Wir haben auch den pasenden Test zum Burson Soloist Stellar Max für euch oder alle Burson-Tests und Hintergründe zur Marke gibt es im Burson Audio Hub.

Positionierung und Konzept

Der Burson Soloist Stellar destilliert Bursons Kopfhörerverstärker‑DNA in ein fokussiertes Gerät: reiner Class‑A Head‑/Preamp ohne integrierten DAC, dafür mit voll diskreter FET‑Topologie, hoher Ausgangsleistung und Desktop‑Formfaktor. Damit ergänzt er den Conductor Stellar (AIO mit DAC ESS9039PRO) sinnvoll und richtet sich an Puristen mit eigenem DAC oder Studio‑Setup.​

Leistung und Topologie

Mit bis zu 8W an XLR bzw. 4W an SE (1W XLR für IEMs und 0,5W SE) liefert der Soloist Stellar souveräne Reserven für planare Magnetostaten und hochohmige Klassiker; die voll diskrete FET‑Class‑A‑Stufe setzt auf reichlich Ruhestrom für Linearisierung und Dynamik. Onsemi‑Leistungstransistoren und die Max Current Power Supply sorgen für Kontrolle und Antritt, während die Silent Power Module den Rauschboden drücken.​

Dedizierter IEM‑Modus

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist das separate IEM‑Modul auf Basis zweier TPA6120A2, ausgelegt auf ultra‑niedrige Verzerrungen, hohe Slew Rate und breite Bandbreite. Ergebnis: pitch‑black Background, null Hiss und feinste Mikrodynamik – selbst bei hochempfindlichen In‑Ears –, womit der Soloist Stellar neben Full‑Size‑Magnetostaten auch kritische IEM‑Sessions meistert.​

Lautstärke, Crossfeed, Balance

Für die Praxis setzt Burson auf eine duale PGA2320 Widerstandsleiter‑Lautstärke mit kanalgetrennter Regelung und maßgeschneiderter Kennlinie für fein dosierbare Pegel trotz hoher Leistung. On top gibt es Hardware‑Crossfeed in drei Stufen und eine unabhängige Channel‑Balance, was sowohl Mixing‑Checks als auch entspanntes Langzeithören unterstützt​

Anschlüsse und Integration

Der Burson Soloist Stellar bietet XLR und RCA als Eingänge sowie Pre‑Out zur Steuerung aktiver Lautsprecher oder externer Endstufen. Für Kopfhörer stehen XLR‑4‑Pin, 6,35 mm und 3,5 mm bereit; außerdem ist ein Subwoofer‑Ausgang an Bord für Headphone‑plus‑Sub‑Setups.​

Silent Power 2 und Thermik

Die zweite Generation der Silent Power Module basiert auf LT3045‑Reglern mit extrem niedrigem Rauschen, was insbesondere bei IEM‑Nutzung den Schwarzwert verbessert. Das kühlrippenlastige Gehäuse ist funktionales Thermik‑Design und ermöglicht die hohe Class‑A‑Leistungsabgabe dauerhaft am Schreibtisch.​

Varianten und Preise

Der Burson Soloist Stellar erscheint in mehreren Ausführungen: Standard für Upgrader, Deluxe mit V7 Vivid Pro OpAmps, Silent Power 02, Super Charger 5A und Remote, sowie Max inklusive Fusion Core 24V GaN‑Netzteil. Die gelisteten Preise starten bei 1.290 € und reichen je nach Ausstattung bis in den 1.7k € Bereich. (Pre-Order-Deal danach 2250€)​ Vorbestellung läuft jetzt im Burson Onlineshop, Auslieferung erfolgt ab 01. Dezember 2025.

Verfügbarkeit und Ausblick

Mit dem Soloist Stellar erweitert Burson die neue Stellar‑Familie um eine reine Verstärker‑Option, die Puristen‑Setups adressiert und die IEM‑Tauglichkeit zum Serien‑Feature macht. Wer den Conductor Stellar als All‑in‑One im Blick hatte, bekommt hier die gleiche Design‑Sprache und Power – nur ohne DAC mit diversen Eingängen und perfekt für bestehende DAC‑Ketten.​

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Eversolo DAC-Z10: DAC, Vorverstärker und Kopfhörerverstärker in einem https://www.hifigeek.de/eversolo-dac-z10/ https://www.hifigeek.de/eversolo-dac-z10/#respond Wed, 05 Nov 2025 09:11:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11698 Der Eversolo DAC-Z10 ist das neue Flaggschiff des chinesischen Herstellers — und das Ding will ernsthaft mehr sein als ein DAC. Eversolo, seit einigen Jahren mit Streamern und DACs in der gehobenen Mittelklasse präsent, legt mit dem DAC-Z10 eine Kombination aus vollwertigem D/A‑Wandler, aktivem Vorverstärker und Kopfhörerverstärker vor. Preis: 1.980 Euro. Dafür bekommt man einiges geboten — auf dem Papier jedenfalls.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Was Eversolo damit will

Das Ziel ist klar: eine vollständige Steuerzentrale für ein modernes Stereo-System. Wer auf einen separaten Vorverstärker verzichten will, soll mit dem Eversolo DAC-Z10 direkt in die Endstufe oder Aktivlautsprecher gehen können. Gleichzeitig soll das Teil Kopfhörer-Setups nicht als Afterthought behandeln, sondern als ernstzunehmende Option. Laut Hersteller ist der Anspruch “True Sound” — das klingt nach Marketing, aber hinter der Fassade steckt eine Architektur, die das zumindest technisch untermauert.

Technik und Hardware

Das Herzstück ist eine Dual-Mono-Implementierung mit je einem AK4191- und AK4499-Chipset pro Kanal — insgesamt also vier AKM-Velvet-Sound-Chips. Jeder Kanal bekommt seine eigene Signalkette, seinen eigenen linearen Netztrafo und seine eigene Masseführung. Eversolo nennt das intern “Fully Isolated Architecture” (FIA). Drei getrennte Linearnetzteile versorgen linken Kanal, rechten Kanal und die Systemelektronik separat — das ist kein Marketingbegriff für gemeinsame Masse mit Trennkondensatoren, sondern tatsächlich physisch getrennte Versorgung.

Die Lautstärkeregelung erfolgt nicht digital, sondern über ein duales R2R-Widerstandsnetzwerk — ein Modul pro Kanal. Das verhindert Pegelverluste durch Bit-Truncation bei niedrigen Lautstärken und sorgt für kanalgleiche Phasenreaktion. Die analoge Vorverstärkerstufe unterstützt sowohl XLR- als auch RCA-Eingänge und ‑Ausgänge, mit +10 dB analogem Gain. Das Eversolo DAC-Z10 kann also direkt eine Endstufe treiben — ohne externe Vorstufe.

Das Taktsystem trägt den Markennamen “Precision Core”: Ein OCXO-Quarzoszillator (temperaturkontrolliert, um Frequenzdrift zu eliminieren), ergänzt durch PLL-Jitter-Unterdrückung und FPGA-gestützte Taktrekonstruktion. Eversolo spricht von Femtosekunden-Präzision — das ist eine Werbeaussage, die man nicht einfach nachmessen kann, aber OCXO-basierte Taktgeber sind in dieser Preisklasse tatsächlich selten. Für Systeme mit externem Masterclock gibt es Eingänge für 10 MHz und 25 MHz, wahlweise mit 50-Ω- oder 75-Ω-Abschluss. Das ist ein Feature, das man sonst eher bei Esoteric oder dCS findet.

Die Messwerte laut Hersteller: THD+N von 0,00008 %, Dynamikumfang 130 dB. Beides klingt beeindruckend. Ob das unter realen Betriebsbedingungen und mit allen Eingängen stabil bleibt, ist eine andere Frage.

Anschlüsse und Display

Der Eversolo DAC-Z10 ist gut bestückt. Auf der Rückseite: USB‑B (bis PCM 768 kHz/32-bit, DSD512), I²S mit acht konfigurierbaren Modi (ebenfalls bis DSD512), AES/EBU, je zwei Koaxial- und Toslink-Eingänge (bis PCM 192 kHz/24-bit, DSD64 DoP), HDMI eARC und Bluetooth 5.0 mit SBC und AAC. Analog rein und raus per XLR und RCA.

Vorn: ein 8,8‑Zoll-Touchscreen. Kein winziges OLED-Fenster, sondern ein richtiges Display, das auch aus Sitzdistanz lesbar ist. VU-Meter, Spektrumanalyzer, Filterauswahl, Eingangswahl — alles direkt am Gerät steuerbar, alternativ per Fernbedienung oder der Eversolo-Control-App für iOS und Android. Der Kopfhörerausgang (6,3 mm, frontseitig) erkennt automatisch die Impedanz des angesteckten Hörers und passt den Gain an. Für niedrige Impedanzen gibt es einen High-Gain-Modus mit bis zu 1 Watt an 16–32 Ohm — das reicht für die meisten planaren Magnetostat-Hörer.

Was es anders macht

Dual-Mono-DAC-Implementierungen in dieser Preisklasse sind selten. Wer sowas normalerweise kauft, landet eher bei Chord, T+A oder MSB — und zahlt deutlich mehr. Der Eversolo DAC-Z10 kombiniert das mit einer vollwertigen analogen Vorverstärkerstufe und einem ernstzunehmenden Kopfhörerverstärker. Drei Kategorien in einem Gehäuse, die sich nicht gegenseitig kompromittieren sollen. Ob das tatsächlich gelingt, muss ein ausführlicher Test zeigen.

Die R2R-Lautstärkeregelung ist ebenfalls ein Punkt, der das Teil von den meisten DAC/Pre-Kombis im Segment abhebt. Die üblichen Verdächtigen in dieser Klasse — Topping D90 III Sabre, RME ADI‑2 Pro FS — arbeiten mit digitalem oder einfachem analogen Poti. Das R2R-Modul ist hier eine technisch fundierte Entscheidung.

Markteinordnung

1.980 Euro ist viel Geld für einen DAC. Gemessen an dem, was für diesen Preis geboten wird, ist es allerdings eine andere Geschichte. Der Topping D90SE liegt deutlich darunter, bietet aber keine analogen Eingänge und keinen vollwertigen Vorverstärker. Der RME ADI‑2 Pro FS kostet ähnlich, ist aber klar auf Studio- und Kopfhörereinsatz optimiert, nicht auf ein Wohnzimmer-System. Der Chord Hugo TT 2 liegt preislich ähnlich, hat aber keine analogen Eingänge und ist eine andere Philosophie. Wer einen separaten Vorverstärker einsparen will und trotzdem kein Compromiss-Gerät möchte, hat in dieser Preisklasse sonst kaum Optionen, die technisch vergleichbar ausgestattet sind.

Eversolo ist kein No-Name-Hersteller mehr. Die DMP-A8 und A6 haben dem Unternehmen in der Streamer-Szene einen guten Ruf eingebracht. Der Eversolo DAC-Z10 ist der erste echte Angriff auf das obere Preissegment — und zumindest auf dem Papier gut gerüstet dafür.

Preis und Verfügbarkeit

Der Eversolo DAC-Z10 kostet 1.980 USD / 1.980 EUR. In Deutschland ist er über ausgewählte HiFi-Händler erhältlich. Zum Lieferumfang gehören Fernbedienung, Netzkabel, USB-Datenkabel, USB-Stick für Firmware-Updates, Trigger-Kabel und Bedienungsanleitung.

Offene Fragen

Das Konzept überzeugt auf dem Papier. Drei getrennte Netzteile, Dual-Mono-AKM, R2R-Lautstärkeregelung, externer Clockeingang — das ist keine zusammengewürfelte Featureliste, sondern eine kohärente Architekturentscheidung. Was noch fehlt: wie sich das alles in der Praxis verhält. Wie schlägt sich die analoge Vorstufe wirklich gegen dedizierte Vorverstärker in ähnlicher Preisklasse? Wie klingt der Kopfhöreranschluss mit anspruchsvollen planaren Hörern? Und bleibt die Kombination aus Display, App und Audiosektion auf Dauer stabil — Firmware-seitig? Abwarten.

Wer sich eher für die Streaming-Seite des Eversolo-Portfolios interessiert: Unseren Test zum DMP-A6 findet ihr hier.

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Advance Paris A12 Apex: Hybrid-Vollverstärker zum Jubiläum vorgestellt https://www.hifigeek.de/advance-paris-a12-apex/ https://www.hifigeek.de/advance-paris-a12-apex/#respond Tue, 28 Oct 2025 11:50:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11738 Advance Paris, die französische HiFi-Marke, die 1995 als Advance Acoustic gestartet ist und heute in über 40 Ländern aktiv ist, feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit der neuen Apex-Serie. Das Flaggschiff davon: der Advance Paris A12 Apex. Ein Hybrid-Vollverstärker mit Röhrenvorstufe, viel Leistung und einer Ausstattungsliste, die kaum ein Segment auslässt. Angekündigt im Oktober 2025 auf der Paris Audio-Video Show, Dezember-Verkaufsstart in Deutschland.

Was die Apex-Serie sein soll

Apex positioniert sich knapp über der Classic-Linie — also genau dort, wo Classic-Fans sich ein Upgrade gewünscht haben, ohne gleich in eine andere Preisklasse zu wechseln. Laut Hersteller wurden die Netzteile rauschärmer ausgelegt, ESS-Spannungsregler präziser eingesetzt und passive Bauteile — Kondensatoren, Widerstände, Operationsverstärker — konsequent überarbeitet. Das ist keine Marketingerzählung, die sich nicht verifizieren ließe. Es ist genau das, was man von einem seriösen Evolutionsmodell erwarten würde. Ob das hörbar ist, steht auf einem anderen Blatt.

Das Design trägt den Jubiläumsgedanken offen: schwarze Hochglanzfront, weiße VU-Meter, neo-retro Look. Advance Paris nennt das die limitierte 30th Edition — und ja, die Optik ist ein Statement. Wer auf knallige Balkenanzeigen steht, findet hier seinen Verstärker. Wer das zu viel findet, kauft halt woanders.

Die Technik

Der Advance Paris A12 Apex setzt auf die klassische Hybridformel: zwei ECC81/12AT7-Doppeltrioden in der Vorstufe, Transistorendstufe in Class A/B. Das Prinzip ist bewährt und bei Advance Paris seit Jahren gesetzt — die Röhren geben dem Signalweg ihre Charakteristik, die Transistoren liefern die Stromarbeit. 190 Watt RMS pro Kanal an 8 Ohm, 292 Watt an 4 Ohm laut Herstellerangabe. Das sind Nennwerte unter konkreten Messbedingungen — im Alltag mit 4‑Ohm-Lastsenken und dynamischer Musik wird sich zeigen, wie der Amp damit umgeht.

Zwei separate Ringkerntransformatoren im Dual-Mono-Aufbau sollen im Advance Paris A12 Apex genau dafür sorgen: stabile Versorgung auch bei anspruchsvollen Lautsprechern. Das klingt nach einem Netzteil, das nicht einbricht, wenn mal kurz Vollgas gefordert ist. Die High-Bias-Funktion ist interessant: Sie aktiviert auf Knopfdruck eine erhöhte Class-A-Vorspannung. Kein reiner Class-A-Betrieb, aber ein breiteres Fenster mit Class-A-Charakter bei höheren Leistungen. Das kostet Wärme, spart aber den separaten Class-A-Verstärker.

Der DAC im Advance Paris A12 Apex ist ein ESS9039 — das Spitzenmodell der ESS-Reihe, das auch die kleineren Geschwister A8 und A10 Apex klar abgrenzt, die mit dem ESS9018 auskommen. 24 Bit / 192 kHz PCM und DSD128 werden unterstützt. Digital reinkommen kann das Signal über Optisch, Koaxial, USB‑B, AES/EBU und HDMI eARC. Das HDMI eARC ist ein echter Mehrwert: TV anschließen, CEC aktivieren, und der Verstärker reagiert auf Lautstärke und Power direkt über die TV-Fernbedienung. Für Wohnzimmer-HiFi-Setups ohne separate Vorstufe eine praktische Sache.

Analog gibt es acht Eingänge, davon zwei symmetrisch per XLR. Dazu kommt ein hochwertiger MM/MC-Phono-Eingang mit RIAA-Entzerrung. Zwei Subwoofer-Ausgänge, wahlweise in Mono oder Stereo. AMP-IN für die Heimkino-Integration. Zwei Lautsprecherzonen. XLR-Pre-Out. Bluetooth läuft über den optionalen A‑BTC-Dongle, der aptX HD und aptX Adaptive Low Latency unterstützt — und beim A12 Apex auch Audio an Bluetooth-Kopfhörer senden kann. Das Dongle ist Aufpreis, nicht im Lieferumfang.

Gewicht: knapp 18,3 Kilo netto. Das Teil macht sich auf dem Rack bemerkbar.

Technische Eckdaten im Überblick:

  • Ausgangsleistung: 2 × 190 W RMS (8 Ω) / 2 × 292 W RMS (4 Ω)
  • THD+N: 0,047 % bei 135 W
  • SNR: 104,8 dB
  • Frequenzgang: 20 Hz – 80 kHz (±1 dB)
  • DAC: ESS9039, 24 Bit/192 kHz, DSD128
  • Röhren: 2 × ECC81/12AT7
  • Abmessungen: 43 × 19,2 × 45,4 cm
  • Gewicht: 18,3 kg (netto)

Was das Teil besser macht als der Classic

Der Advance Paris A12 Classic war schon eine dichte Kiste. Der Apex schraubt gezielt an den richtigen Stellen: besserer DAC-Chip, überarbeitete Netzteilstruktur, HDMI eARC als neue Schnittstelle, neue Bluetooth-Generation. Das ist keine kosmetische Überarbeitung. Ob der Klang-Unterschied in der Praxis deutlich hörbar ist, lässt sich ohne Direktvergleich nicht sagen — aber die technischen Änderungen sind substanziell genug, um nicht als reine Optik-Auffrischung abgetan zu werden.

Einordnung: Was kostet die Konkurrenz

Mit 3.490 Euro UVP landet der Advance Paris A12 Apex in einem gut besetzten Segment. Der Hegel H120 kommt für rund 3.000 Euro ohne Röhren, ohne MM/MC-Phono, ohne diese Ausstattungsdichte. Der Creek Evolution 100A spielt ebenfalls in dieser Liga, kommt aber ohne integrierten DAC dieser Güte. Der Naim Nait XS 3 ist stark und klanglich überzeugend, bietet aber keine Röhrentopologie und deutlich weniger Konnektivität.

Wer gezielt Röhrenwärme mit Transistorleistung kombiniert haben möchte und dabei nicht auf digitale Eingänge, Phono und HDMI-TV-Anbindung verzichten will, findet bei 3.500 Euro wenige Alternativen mit vergleichbarer Ausstattungstiefe. Der Preis ist für das, was der Advance Paris A12 Apex bietet, nicht unverschämt.

Preis und Verfügbarkeit

Der Advance Paris A12 Apex ist ab Dezember 2025 im autorisierten Fachhandel erhältlich. UVP: 3.490 Euro. Die limitierte 30th Edition kommt in schwarzer Ausführung mit weißen VU-Metern — Standardversion folgt. Der optionale A‑BTC-Bluetooth-Dongle kostet extra.

Offen bleibt

Ob das “verbesserte Netzteil” und der ESS9039 in der Praxis klanglich den Aufpreis gegenüber dem Classic rechtfertigen, lässt sich erst nach einem echten Hörvergleich sagen. Advance Paris hat mit dem Classic-A12 bewiesen, dass sie einen Vollverstärker bauen können, der klingt wie er soll. Der Apex dreht dabei an sinnvollen Stellschrauben. Wie weit das trägt, wird sich zeigen.

Wer statt eines Vollverstärkers lieber auf separate Endstufen setzt, findet hier unseren Test zum Burson Timekeeper GT4.

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Fosi Audio IM4 – Vielversprechender Open-Back In-Ear mit starkem Zubehör auf Kickstarter https://www.hifigeek.de/fosi-audio-im4-vielversprechender-open-back-in-ear-mit-starkem-zubehoer-auf-kickstarter/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-im4-vielversprechender-open-back-in-ear-mit-starkem-zubehoer-auf-kickstarter/#respond Mon, 27 Oct 2025 14:10:50 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9462 Fosi Audio sorgt mit dem neuen Fosi Audio IM4 für Aufsehen in der Welt der In-Ear-Monitore. Das brandneue Modell setzt auf ein offenes Gehäusekonzept und will mit einer technisch hochwertigen Ausstattung sowie einem besonders attraktiven Zubehörpaket sowohl audiophile Hörer als auch preisbewusste Musikliebhaber begeistern.

Beim IM4 setzt Fosi auf einen eigens entwickelten, 10 mm großen dynamischen Treiber, der auf einer beryllium-beschichteten Membran und einem ausgeklügelten doppelten Magnetsystem basiert. Durch die offene Gehäusebauweise erwarten uns nicht nur ein luftiger, räumlicher Klang, sondern auch weniger typischer Ohrdruck bei längerem Hören. Die Abstimmung soll ausgewogen sein, mit einem dezenten Bass- und Hochton-Boost, um Details klar herauszuarbeiten – ganz ohne Schärfe oder Sibilanz. Das Gewicht liegt bei federleichten 7 Gramm pro Hörer; alles zusammen inklusive Kabel bringt gerade einmal 38 Gramm auf die Waage. Ein Highlight sind definitiv die beiden mitgelieferten Sound-Nozzles, die ganz einfach zwischen mehr Bass oder klareren Höhen und Mitten wechseln lassen – hier setzt Fosi auf Aluminium und Messing als Material.

Zubehör & Lieferumfang

Großen Wert legen die Entwickler dieses Mal aber auf das Zubehör. Im Lieferumfang gibt es etliche Ohrpassstücke in unterschiedlichen Ausführungen (Balanced, Bass, Deep Bass) und eine stabile Transporttasche. Dazu wird als kleines Goodie ein USB‑C auf 3,5mm Klinke Adapter gratis beigelegt. Entscheidend ist aber vor allem eines: Das Kabel. Schon auf der High End in München war das Thema omnipräsent, und ich persönlich hatte im Gespräch mit Fosi betont, wie enttäuschend das Kabel des i5 ausfiel. Beim IM4 zeigt Fosi, dass sie Feedback ernst nehmen – das neue, vierfach geflochtene Kabel besteht aus hochreinem, silberbeschichtetem OFC mit 392 Adern, ist deutlich flexibler und robuster, und setzt auf wertige Metallstecker mit Gold-Beschichtung. Genau so muss das im Jahr 2025 aussehen. Schade ist nur, dass Fosi Audio es hier verpasst, auch die 4,4mm Balanced-Bespielung zu ermöglichen.

Preise & Bundles

Preislich punktet der Fosi Audio IM4 vor allem für Kickstarter-Backer: Bereits ab etwa 80 US-Dollar gibt es das Set als Early Bird, dazu kommen zahlreiche Bundle-Optionen inklusive hauseigener Kopfhörerverstärker wie DS1, DS2, DS3, K7 oder ZH3 – je nach Bundle erhält man bis zu 30% Rabatt. Versendet wird global und – für uns hier besonders erfreulich – auch EU-freundlich und mit transparenter Kommunikation seitens Fosi. Die ersten Reviews und Eindrücke aus der Community loben vor allem den deutlichen Fortschritt beim Kabel und das gut durchdachte Zubehörpaket. Zur offiziellen Kickstarter-Kampagne geht es hier.

Mit dem DS3 versteckt sich hier auch ein neues Gerät, welches wohl auch eines der ersten Geräte zu sein scheint, mit der neuen XMOS Beyond Power Technologie. Leider gibt es noch nicht so viele Informationen hierzu aber es lässt sich vermuten, dass es hier um optimierten Stromverbrauch bei gleichbleibender Signalverarbeitung etc. gehen könnte.

Für Gamer integriert der DS3 Fosi Audios eigene AI Spatial Audio‑Technologie und schafft damit eine immersive Klangbühne mit präziser Ortungsgenauigkeit – so hörst du jeden Schritt, jedes feine Detail und sicherst dir im kompetitiven Match den entscheidenden Vorteil.

Fosi DS3 Specs:

  • DAC Chip: ESS ES9039Q2M
  • USB Audio Interface: XMOS Beyond Power
  • Max Sampling Rate: PCM 32bit/768kHz, DSD512
  • USB Audio Class: UAC1.0 / UAC2.0 dual mode
  • Outputs: 3.5mm single-ended, 4.4mm balanced
  • Output Level: 2Vrms (SE), 4Vrms (BAL)

Fazit

Mit dem Fosi Audio IM4 beweist Fosi Audio, dass sie die Kritik der Community nicht nur gehört, sondern konsequent umgesetzt haben. Wer auf der Suche nach einem offenen In-Ear mit modernem Kabel, solider Technik und fair kalkuliertem Kickstarter-Preis ist, sollte unbedingt einen Blick riskieren. Dieses Projekt könnte sich als echter Geheimtipp für 2025 entpuppen – und zeigt einmal mehr, wie schnell eine Marke mit offenem Ohr für ihre Nutzer wachsen kann.

Weitere Informationen und Tests von Fosi Audio Produkten findest du hier.

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https://www.hifigeek.de/fosi-audio-im4-vielversprechender-open-back-in-ear-mit-starkem-zubehoer-auf-kickstarter/feed/ 0 9462
Burson Conductor Stellar – Start einer neuen, kompakten Familie https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/ https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/#respond Mon, 27 Oct 2025 08:48:13 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9442 Burson Audio präsentiert mit dem Burson Conductor Stellar eine gänzlich neue Gerätefamilie, die als kompaktere Alternative zur Voyager-Serie konzipiert wurde. Dabei richtet sich der Stellar vor allem an Desktop-Audiophile und Sound-Enthusiasten, die High-End-Performance auf engem Raum wünschen.

Wir haben den Burson Soloist Stellar Max ausführlich getestet. Mehr zu Burson Audio und allen bisherigen Tests: Burson Audio Übersichtsseite.

Im Unterschied zur klassischen Voyager-Serie setzt Burson beim Stellar auf ein gezieltes Desktop-Design: Kleineres Format, keine Eingänge, attraktiver Preis, aber kompromisslos bei Klang und Leistung.

Die aktuellen Preise lauten:

  • Standard: 1.547,00 €
  • Deluxe: 2.063,00 €
  • Max: 2.579,00 €

Beachtet, dass hier noch Importkosten anfallen.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Stellar ist der neu entwickelte dedizierte IEM-Ausgang, der maximale Stille und höchste Detailauflösung garantiert – selbst mit extrem empfindlichen In-Ears. Burson setzt hier auf eine komplett eigene Ausgangsstufe, die Hiss und Grundrauschen praktisch eliminiert: Dieses Feature findet man sonst meist nur bei spezialisierten High-End-Verstärkern wie dem Questyle CMA Fifteen oder dem Cayin C9, die gleichermaßen für kompromisslose IEM-Tauglichkeit entwickelt wurden und ebenfalls im Preissegment jenseits der 2.000 € angesiedelt sind.

Der Burson Conductor Stellar positioniert sich damit eindeutig in der audiophilen Oberklasse der Desktop-Lösungen und bringt neben dem flexiblen IEM-Modul auch die volle Burson-leistung für große Kopfhörer – verpackt in einem kompakten und wohnraumfreundlichen Design.

Auch die übrigen Komponenten setzen Maßstäbe: ESS9039PRO DAC, diskrete I/V- und LP-Stufen, Onsemi Class-A-Transistoren sowie die extrem rauscharmen Silent Power Module, alles passiv gekühlt im futuristischen Gehäuse.

Technische Features und Pakete:

  • ESS9039PRO DAC
  • 8W Class‑A XLR / 4W SE Ausgangsleistung
  • Dedizierter IEM-Modul mit absoluter Stille, selbst für empfindlichste In-Ears
  • Diskreter Aufbau: I/V und LP-Stufen
  • Silent Power Module, Onsemi Class‑A Transistoren
  • USB‑C XMOS (DSD512/PCM 32bit-768kHz)
  • Bluetooth 5.0 (LDAC, aptX HD, AAC)
  • Roon-zertifiziert

Erhältlich in drei Varianten (Standard, Deluxe, Max) – alle mit unterschiedlichen OpAmps und Netzteilen. Bis zum 15. November profitieren Frühbesteller vom kostenlosen Upgrade auf die nächsthöhere Version. Die Auslieferung startet in der ersten Dezemberwoche. Hier könnt ihr mal im Burson Shop vorbeischauen.

Weiterhin hatten wir schon zwei tolle Geräte von Burson Audio im Test: Den Conductor GT4 und den Playmate 3.

Fazit:
Mit dem Burson Conductor Stellar eröffnet Burson Audio eine neue, kompakte Gerätekategorie, die High-End-Power und kompromisslose IEM-Tauglichkeit zum Desktop bringt – und so die Voyager-Serie sinnvoll für moderne Hörgewohnheiten ergänzt.

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https://www.hifigeek.de/burson-conductor-stellar-start-einer-neuen-kompakten-familie/feed/ 0 9442
WiiM Sound: WiiMs erster eigener Lautsprecher — mit Touchscreen, Raumkorrektur und dem ganzen Ökosystem https://www.hifigeek.de/wiim-sound/ https://www.hifigeek.de/wiim-sound/#respond Sat, 25 Oct 2025 18:31:49 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=12133 WiiM hat sich in den letzten Jahren mit Streamern und Verstärkern eine beachtliche Nutzerbasis aufgebaut — zu vernünftigen Preisen, mit sauberem Software-Erlebnis und konsequenter Plattformpflege. Jetzt baut das kalifornische Unternehmen erstmals einen eigenen Lautsprecher: Der WiiM Sound ist kein Zubehör für bestehende Anlagen, sondern ein eigenständiges Wireless-Aktivsystem mit integriertem Streamer, DSP und einem 1,8‑Zoll-Touchscreen direkt auf dem Gehäuse.

Alle WiiM-Modelle im Überblick — Streamer, Verstärker und mehr: → WiiM Übersicht

Das Konzept: Einsteiger-HiFi mit Ökosystem-Logik

Die Idee dahinter ist klar: Wer bereits einen WiiM Streamer, einen WiiM Amp oder WiiM-kompatible Lautsprecher betreibt, bekommt mit dem Sound ein Gerät, das sich nahtlos einfügt — gleiche App, gleiche Multiroom-Logik, gleiche Streaming-Protokolle. Daneben spricht WiiM aber auch Neueinsteiger an, die einfach einen guten Wireless-Speaker wollen, ohne sich ein separates System zusammenzubauen. Das kennt man vom Sonos-Ansatz, WiiM will aber mit offeneren Standards punkten.

Treiber, Verstärker, Klang auf dem Papier

Im Inneren des WiiM Sound arbeitet eine klassische 2‑Wege-Bestückung: ein 4‑Zoll-Langhub-Tieftöner mit 50 Watt, kombiniert mit zwei Breitband-Hochtönern à 25 Watt — in Summe 100 Watt Peak. Die Trennfrequenz liegt bei 2,4 kHz. Der angegebene Übertragungsbereich reicht laut WiiM von 50 Hz bis 20 kHz. Hi-Res-Streaming wird bis 24 Bit / 192 kHz unterstützt, Gapless-Playback inklusive. Maße: 146 × 146 × 194 mm bei 2,5 kg — kompakt genug für Regal oder Schreibtisch, schwer genug, um nicht wegzurutschen.

Zur Einordnung: 100 Watt Peak ist die Angabe unter Burstbedingungen, nicht unter Dauerlast — WiiM nennt keine separate RMS-Angabe, was als Herstellerkonvention bei Class-D-Designs üblich ist, aber eingeordnet werden sollte. Wer den Sound als Hauptlautsprecher in einem mittelgroßen Raum betreiben will, dürfte damit gut zurechtkommen; als Beschallung für wirklich große Räume ist das Ding nicht gebaut. Die Untergrenze bei 50 Hz ist realistischer als die 35 Hz, die manche Quellen anfangs kommunizierten — das ist die sauberere Angabe.

Interessanter als die Leistungszahl ist die AI RoomFit-Funktion, die WiiM bei neueren Produkten konsequent durchzieht: Das eingebaute Mikrofon nimmt eine Raumimpulsantwort auf, der DSP passt Frequenzgang und Pegel automatisch an. Kein proprietäres Closed-System wie bei Sonos TruePlay — laut WiiM funktioniert das Setup direkt über die WiiM Home App, plattformunabhängig. Zusätzlich gibt es ein Quick-EQ direkt am Gerät sowie ein erweitertes EQ-System in der App mit Presets und Custom-Kurven — separat konfigurierbar für Wi-Fi/Ethernet, Bluetooth und Aux. Das ist mehr Flexibilität als bei den meisten Konkurrenten in der Klasse.

Der Touchscreen: praktisch oder Spielerei?

Das auffälligste Merkmal des WiiM Sound ist der kreisrunde 1,8‑Zoll-Touchscreen auf der Frontseite, mit Glasabdeckung. Er zeigt Albumcover, Titelinformationen, VU-Meter und Steuerelemente, ermöglicht direktes Navigieren durch EQ-Einstellungen, Eingangswahl und Presets, zeigt im Standby Zeit und Datum und lässt sich mit eigenen Hintergrundbildern anpassen. Im Ersteinrichtungsassistenten und bei OTA-Updates übernimmt er ebenfalls eine Rolle. In einer Klasse, in der sonst meistens nur eine Status-LED leuchtet oder im Fall des Apple HomePod ein dezentes Licht, ist das ein echter Differenzierungspunkt.

Zusätzlich liegt ein WiiM Voice Remote 2 Lite im Lieferumfang — eine kleine Fernbedienung mit Sofort-Play, Lautstärkeregelung, Track-Skip und Push-to-Talk für Sprachsteuerung. Kein separater Kauf nötig, was den Einstieg vereinfacht. Im Paket ist außerdem ein 3,5‑mm-auf-Cinch-Kabel, was zeigt, dass WiiM die Aux-Einbindung als echten Use-Case versteht.

Konnektivität und Streaming-Protokolle

Konnektivität: Wi-Fi 6E (802.11 b/g/n/ax, Triband 2,4/5/6 GHz), Bluetooth 5.3 mit SBC, AAC und LC3 — sowohl als Empfänger als auch als Sender. Dazu 100-Mbit-Ethernet und der 3,5‑mm-Aux-Eingang. Streaming-seitig unterstützt der WiiM Sound Google Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, DLNA, LMS und Roon Ready. Sprachsteuerung läuft über Alexa oder Google Assistant via kompatible Geräte. AirPlay fehlt — das ist bei aktuellen WiiM-Produkten seit dem Amp Pro Programm, betrifft also vor allem Apple-Music-Nutzer, die nativ aus der iOS-Musik-App streamen wollen. Bluetooth als Fallback ist vorhanden, aber kein vollwertiger Ersatz.

Der WiiM Sound lässt sich als Stereopaar betreiben oder als Surround- bzw. Center-Lautsprecher in einem Dolby‑5.1‑Setup mit kompatiblem WiiM Amp. Wer mehr Tiefgang braucht, kann den WiiM Sub Pro drahtlos ergänzen — beide Geräte wurden auf der High End München 2025 gemeinsam vorgestellt und sind offensichtlich als Systemfamilie geplant. Wer den Sound als Ergänzung zu einer bestehenden Anlage einsetzen will, findet im WiiM Pro Plus einen kompakten Netzwerk-Streamer, der sich per Aux oder digital in externe Verstärker einklinkt. Und wer das Flaggschiff der WiiM-Streamer-Linie sucht: Der WiiM Ultra mit seinem 3,5‑Zoll-Glasdisplay und ESS-Sabre-DAC ist die Referenz im WiiM-Ökosystem — und zeigt, dass der Touchscreen-Ansatz beim Sound keine Einzel-Idee ist, sondern konsequent durch die Produktlinie gezogen wird.

Einordnung: Was kostet der WiiM Sound — und was gibt es sonst?

Wer den WiiM Sound mit dem Sonos Era 100 vergleicht, vergleicht eigentlich das falsche Gerät. Der direkte Sonos-Konkurrent ist der WiiM Sound Lite für 229 Euro — ebenfalls kein Display, ähnliche Größe, ähnlicher Funktionsumfang. Und selbst da gewinnt WiiM: 24-bit/192kHz nativ über WiFi statt Sonos’ 24-bit/48kHz, Roon Ready, Qobuz Connect nativ, RoomFit auf Android und iOS statt Sonos’ Trueplay das zwingend ein iPhone zur Einmessung braucht. Und eine App die nicht in Flammen aufgegangen ist — die Sonos-App hat 2024 eines der berühmtesten Eigentor-Momente der Branche hingelegt und das Vertrauen der Community nachhaltig beschädigt.

Der WiiM Sound für 299 Euro spielt aber in einer anderen Liga — einer, für die Sonos schlicht kein Gegenstück hat. Kein einziges Sonos-Gerät unter 500 Euro hat ein Display. Der WiiM Sound bringt ein 1,8‑Zoll-Farb-Touchdisplay mit: Album-Art in Echtzeit, Wiedergabesteuerung direkt am Gerät, EQ-Einstellungen ohne App. 100 Watt, Hi-Res bis 24-bit/192kHz, Roon Ready, WiFi 6E, Ethernet — und das alles als Standalone-Speaker, Stereopaar oder Surround-Satellit zur WiiM Bar.

Wer also fragt “WiiM Sound oder Sonos Era 100” — das ist die falsche Frage. Der Era 100 kostet 50 Euro weniger und bietet weniger. Der WiiM Sound kostet 50 Euro mehr und bietet ein Feature das Sonos im gesamten Lineup nicht hat. Das Duell findet woanders statt.

Preis und Verfügbarkeit

Der WiiM Sound ist seit dem 28. Oktober 2025 erhältlich, in Schwarz und Weiß. Preis: 299 USD / 299 GBP / 349 EUR. Über Amazon und den WiiM-Webshop, dazu ausgewählte Fachhändler.

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Topping DX9 Discrete: Flaggschiff-DAC mit eigenem 1‑Bit-Chip und 10 Watt für den Kopfhörer https://www.hifigeek.de/topping-dx9-discrete/ https://www.hifigeek.de/topping-dx9-discrete/#respond Mon, 20 Oct 2025 16:39:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11636 Der Topping DX9 Discrete ist Toppings aktuelles Flaggschiff-Kombigerät: DAC, Vorverstärker und Kopfhörerverstärker in einem Alu-Gehäuse, knapp 43 Zentimeter breit, sechs Zentimeter hoch. Topping kommt aus Guangzhou, baut seit 2008 kompakte HiFi-Elektronik und hat sich über die Jahre einen soliden Ruf in der Desktop-Audio-Szene erarbeitet — vor allem weil die Dinger in Messungen regelmäßig Konkurrenten kosten, die doppelt so viel kosten. Der Topping DX9 Discrete ist der Nachfolger des DX9 von 2023, und der Unterschied steckt direkt im Namen.

Was “Discrete” hier bedeutet

Das Original-DX9 lief noch mit dem AK4499EQ von AKM — ein starker Delta-Sigma-Chip, den Topping damals als Jubiläums-Kiste zum 15-jährigen Bestehen rausgebracht hat. Beim Topping DX9 Discrete ist der externe DAC-Chip raus. Stattdessen setzt Topping auf das eigene PSRM-Modul (Precision Stream Reconstruction Matrix): 16 diskrete Elemente pro Kanal, 1‑Bit-Architektur, vollständig selbst entwickelt. Die Technik kennt man bereits von Toppings D900 und dem D90III Discrete — jetzt taucht sie im Kombigerät auf. Die Idee dahinter: keine Abhängigkeit von externen Chiplieferanten, volle Kontrolle über das Schaltungsdesign. Praktisch ist das auch ein Statement in Richtung R‑2R-Lager: Man kann eigene diskrete Wandlerarchitekturen bauen, ohne auf Widerstandsleitern zurückzugreifen.

Technik und Hardware

Der Topping DX9 Discrete erreicht laut Hersteller 131 dB SNR und 131 dB Dynamikumfang bei einem THD+N von unter 0,00006 Prozent. Das sind Werte, die an der Messgrenze moderner Audioanalyser kratzen — klassische Marketing-Aussage, die Topping aber typischerweise durch veröffentlichte Measurements untermauert. Abwarten bis das jemand unabhängig nachgemessen hat, aber Topping hat in dieser Hinsicht keine schlechte Historie.

Die Verstärkersektion übernimmt Toppings NFCA-Topologie (Nested Feedback Composite Amplifier) in einer sechskanaligen Ausführung. SE- und Balanced-Pfad arbeiten vollständig unabhängig voneinander. Die Ausgangsleistung: laut Datenblatt bis zu 10.000 mW pro Kanal an 16 Ohm, 7.080 mW an 32 Ohm. Das ist viel. Auch für planare Kopfhörer wie HiFiMAN Susvara oder Abyss Diana ist das kein Problem — Herstellerangabe, aber realistisch eingeordnet: selbst mit 50 Prozent Abschlag bleibt genug Headroom für fast alles was es gibt.

Das Rauschen liegt laut Topping bei unter 0,5 µVrms am symmetrischen Kopfhörerausgang. Für IEM-Nutzer relevant: das ist sehr leise, empfindliche In-Ears sollten hier kein Grundrauschen wahrnehmen.

Digital läuft alles über XMOS XU316 (USB), AKM AK4118 für S/PDIF-Eingänge und Qualcomm QCC5125 für Bluetooth 5.1. LDAC, aptX HD und aptX Adaptive sind dabei. Unterstützt werden bis zu PCM 768 kHz/32 Bit und DSD512 via USB — via S/PDIF und Bluetooth erwartungsgemäß weniger, PCM 192 kHz bzw. LDAC.

Eingänge: USB, AES/EBU, zwei optische, zwei koaxiale, I²S, Bluetooth. Ausgänge auf der Kopfhörerseite: 6,35-mm-Klinke, 4,4‑mm-Pentaconn, 4‑Pin-XLR. Für die Anlage: XLR und Cinch, jeweils als geregelter Preamp-Ausgang und als fester Line-Out. Ein 12-V-Trigger für die Systemintegration ist auch drin.

Die Lautstärkeregelung läuft über ein Relais-Widerstandsnetzwerk — vollsymmetrisch, soll Kanalungleichgewichte auch bei niedrigen Pegeln verhindern. Das ist bei dieser Geräteklasse Standard, aber gut zu haben.

Neu gegenüber dem Vorgänger: ein 10-Band-Parametric-EQ mit Import-Funktion für Zielkurven und mehreren speicherbaren Profilen. Wer seinen Kopfhörer per Harman-Kurve oder Custom-Zielkurve korrigieren will, muss nicht mehr zu externer Software greifen.

Das Gehäuse: CNC-gefrästes Aluminium, Plexiglas-Sichtfenster oben mit ambientem LED-Leuchten, zwei 2‑Zoll-Farbdisplays vorne mit Aurora-UI (FFT-Spektrum, VU-Meter, Wiedergabeinfos), großer Multifunktionsknopf. Sieht nach mehr aus als es kostet — das war beim Original schon so.

Was es anders macht als die Konkurrenz

Der direkteste Vergleich läuft gerade auf den Luxsin X9 hinaus. Der kommt aus dem Hause der Zidoo-Gruppe — die Leute, die mit EverSolo die Streaming-DAC-Welt etwas aufgemischt haben — und kostet mit rund 1.199 Euro knapp 100 Euro weniger als der Topping. Luxsin setzt beim X9 auf den AK4499EX von AKM, einen externen Delta-Sigma-Chip der Oberklasse, kombiniert mit einer R2R-Lautstärkeregelung und einer hauseigenen DNF-Verstärkerstufe auf Basis von OPA1612 und TPA6120A2. Die Ausgangsleistung liegt bei 4.000 mW an 32 Ohm — ordentlich, aber klar unter den rund 7.000 mW des Topping. Der X9 hat dafür etwas, was der Topping DX9 Discrete nicht bietet: einen Analogeingang. Wer einen externen DAC oder eine andere analoge Quelle anschließen will, ist beim Luxsin flexibler. Außerdem bringt der X9 ein HP-EQ-System mit, das die Frequenzgangkorrektur hardwareseitig auf Basis einer Datenbank von über 2.500 Kopfhörermodellen vornimmt — direkter in der Umsetzung als ein reiner Software-PEQ.

Was der Topping DX9 Discrete in dieser Preisklasse allein macht: komplett eigene diskrete DAC-Architektur ohne externen Chip, deutlich mehr rohe Verstärkerleistung, und ein symmetrischer Signalpfad der von Anfang bis Ende ohne fremde Wandlerbausteine auskommt. Wer sich für die PSRM-Architektur interessiert, hat schlicht keine Alternative — das baut nur Topping. Dafür bleibt der Topping DX9 Discrete ein geschlossenes Ökosystem: kein Analogeingang, kein Streaming. Das war beim Vorgänger schon so, das ist hier genauso.

Einordnung und Alternativen

Rund 1.299 Euro für ein Kombigerät dieser Klasse ist nicht billig — aber auch kein Mondpreis, wenn man sich anschaut, was der Markt für separate DAC- und Amp-Kombinationen mit vergleichbaren Specs aufruft. Der Luxsin X9 für 1.199 Euro ist der direkteste Gegenspieler: ähnliches Konzept, ähnlicher Preis, andere technische Philosophie. Wer den Analogeingang braucht oder auf das HP-EQ-System des X9 steht, greift dort hin. Wer mehr Verstärkerreserven will und auf externe DAC-Chips grundsätzlich verzichten kann, landet beim Topping.

Darüber hinaus: Das RME ADI‑2 DAC FS kostet ähnlich viel, ist in der Pro-Welt gesetzt und hat einen exzellenten integrierten EQ — bringt aber deutlich weniger Verstärkerleistung mit. Das iFi NEO iDSD 2 hat Streaming-Features, die beiden Chinesen nicht bieten. Chord Hugo 2 ist eine andere Kategorie — tragbar, klanglich als Referenz diskutiert, und teurer.

Der Topping DX9 Discrete richtet sich an Leute, die ein vollständiges Desktop-Setup aus einer Kiste wollen, mit echtem Headroom für die schwierigen Kopfhörer, ordentlicher Bluetooth-Implementierung für den Alltag, und ohne Kompromisse bei den Messwerten. Das Luxsin-Lager spricht eher Nutzer an, die etwas mehr Systemflexibilität und eine ausgefeiltere Kopfhörer-Entzerr-Lösung schätzen.

Preis und Verfügbarkeit

  • Topping DX9 Discrete: 1.299 Euro UVP
  • Erhältlich in Schwarz und Silber
  • Vertrieb über autorisierte Fachhändler und spezialisierte Online-Shops

Offene Fragen

Die Specs auf dem Papier sind stark. Was bleibt: Wie klingt das PSRM-Modul im direkten Vergleich zum AK4499EQ des Vorgängers im Alltag? Topping selbst spricht von einem “glatteren, analogeren Klangcharakter” — das ist naturgemäß Interpretationssache. Interessant wird auch sein, wie stabil der 10-Band-PEQ in der Praxis arbeitet und ob die Software-Anbindung unter Windows reibungslos funktioniert. Das sind die Punkte, die sich erst im längeren Einsatz zeigen.

Wer ein reines Vorstufenkonzept für externe Quellen sucht, sollte außerdem bedenken: Analog-Eingang gibt es hier keinen. Das DX9 Discrete ist ein geschlossenes Ökosystem — DAC rein, Kopfhörer oder Boxen raus. Klar.

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System of a Down – Stadion Tour 2026 https://www.hifigeek.de/system-of-a-down-stadion-tour-2026/ https://www.hifigeek.de/system-of-a-down-stadion-tour-2026/#respond Fri, 19 Sep 2025 17:00:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10631 Lange war’s ruhig. Zu ruhig. Fast zehn Jahre lang hat Europa auf System of a Down gewartet – ein paar vereinzelte Festival-Auftritte, wenig mehr. Dann 2025 die Rückkehr: Nordamerika, Lateinamerika, ausverkaufte Stadien, 500.000 Tickets. Und jetzt endlich wieder Europa.

Wer System of a Down live erlebt hat, weiß dass das keine normale Konzerterfahrung ist. Serj Tankian ist einer der eigenwilligsten Frontmänner den diese Musik je hervorgebracht hat – unberechenbar, intensiv, mit einer Bühnenpräsenz die zwischen Ritual und Wahnsinn pendelt. Daron Malakian dazu, der Kopf hinter einem Großteil des Songwritings, und das Ganze in einem Stadion: das wird laut, das wird schief, das wird großartig.

Das Setlist-Potential ist brutal. Toxicity allein würde reichen um einen Abend zu füllen – aber mit Mezmerize, Hypnotize und dem Debüt dahinter gibt es kaum eine Schwachstelle im Katalog. Die Band spielt keine Greatest-Hits-Show im Autopilot, das haben die letzten Touren gezeigt. Neues Material? Bisher kein Wort. Daron Malakian hat in Interviews immer wieder Skepsis geäußert ob die kreative Einheit für ein neues Album reicht. Man muss damit leben. Der Backkatalog jedenfalls macht das mehr als wett.

Das Lineup macht die Sache nochmal runder: Queens of the Stone Age als Support – keine Vorband die man übersteht, sondern eine Band die selbst Headliner füllt. Dazu Acid Bath, deren Reunion allein schon eine eigene Meldung wert wäre.

Deutschland hat zwei Dates bei der System of a Down – Stadion Tour 2026: 8. Juli 2026 im Berliner Olympiastadion und 10. Juli 2026 im Open Air Park Düsseldorf. Wer jetzt erst davon hört: zu spät. Beide Shows sind ausverkauft – und zwar schnell. Fans berichten, dass sie ab 11:30 Uhr in der Ticketmaster-Warteschlange saßen und trotzdem leer ausgingen. Was kurz danach passierte, kennt man: auf Zweitmarktplattformen tauchten dieselben Tickets sofort zum doppelten und dreifachen Preis auf. Originalpreise lagen zwischen 80 und knapp 380 Euro – auf dem Reseller-Markt geht das gerade deutlich höher.

Der Widerspruch liegt dabei offen auf der Hand: Eine Band die seit Jahrzehnten kapitalismuskritische Texte schreibt, gesellschaftliche Ungerechtigkeit anprangert und sich politisch klar positioniert – deren Konzerte werden von Live Nation vermarktet, blitzschnell von Scalpern leer gekauft, und landen dann für Hunderte Euro auf Viagogo. Fans fordern schon länger dass System of a Down da klare Statements setzen sollten. Bisher ist da nichts gekommen.

Wer dennoch hin will: Warteliste für die System of a Down – Stadion Tour 2026 auf Ticketmaster eintragen, Ohren offen halten – und im Zweifel warten wir wieder auf die nächsten Auftritte. Vielleicht schnappt sich ja ein Festival die Chance.

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Eversolo T8: Streaming-Transport ohne DAC für 1.380 Euro https://www.hifigeek.de/eversolo-t8/ https://www.hifigeek.de/eversolo-t8/#respond Thu, 04 Sep 2025 11:04:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10890 Eversolo bringt mit dem T8 das erste reine Streaming-Transport-Gerät der Marke. Kein DAC drin, nur eine sauber aufgebaute digitale Quelle für alle, die ihren Wandler bereits haben und nur das Frontend tauschen wollen. Der deutsche Vertrieb audioNEXT ruft 1.380 Euro für den Eversolo T8 auf — der offizielle Marktstart in Deutschland und Österreich liegt zwischen Mitte und Ende September 2025.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Was das Ding eigentlich ist

Der Begriff Streaming-Bridge oder Streaming-Transport beschreibt im Grunde eine ziemlich nüchterne Aufgabe: Bits aus dem Netzwerk holen, sauber takten, an einen externen DAC weiterreichen. Punkt. Kein Wandler, keine Vorstufe, keine Lautstärkeregelung über Analogausgänge — denn die gibt es schlicht nicht. Wer einen vernünftigen DAC besitzt und auf einen Streaming-DAC à la DMP-A8 verzichten möchte, weil er den Wandler-Teil nicht braucht, ist bei der Kiste richtig. Klassisches Zielklientel: jemand mit einem festen DAC, der das digitale Frontend modernisieren will, ohne den Rest anzufassen.

Eversolo selbst ist eine Marke der chinesischen Zidoo Technology mit Sitz in Shenzhen. Die DMP-Serie hat die Firma in den letzten Jahren bekannt gemacht — A6 (hier geht’s zum Review vom Eversolo DMP-A6), A8 und A10 sind Streaming-DAC-Vorstufen mit dem aus der Eversolo-Welt bekannten Touchscreen-Interface. Der Eversolo T8 ist die erste Gerätevariante ohne integrierten Wandler. Vorgestellt wurde der T8 zusammen mit einem geplanten DAC-Z10 auf der High End in München im Mai. Der DAC-Z10 ist als passender Partner positioniert, kommt aber zeitlich später.

Hardware: was drinsteckt

Das Gehäuse ist CNC-gefräst aus Aluminium-Legierung, vorne sitzt ein 6‑Zoll-LCD-Touchscreen plus Funktionstasten. Optisch eine klare Familienähnlichkeit zur restlichen DMP-Serie. Das Display ist laut Hersteller physisch von der Audioschaltung abgeschirmt — ob das wirklich nötig ist oder nur gut klingt, ist eine andere Frage.

Im Inneren werkelt ein Quad-Core-ARM-Prozessor mit 4 GB DDR-RAM und 64 GB eMMC für das Eversolo-eigene Android-Derivat. Für den eigentlichen Audio-Pfad ist ein XMOS-Chip der dritten Generation zuständig. Eversolo gibt einen Femtosekunden-Taktgeber an (AS318-B-Kristalle, 49,1520 MHz Kernfrequenz) — das ist ein gängiges Argument bei dieser Geräteklasse. In der Praxis hängt der Effekt von der Implementierung und vom angeschlossenen DAC ab. Abwarten.

Das Netzteil ist linear, mit einem Ringkerntrafo aus 4N-OFC-Kupfer und Teflon-isolierter Verkabelung. Eversolo gibt eine Restwelligkeit unter 30 µV an (Herstellerangabe). Zwei SSD-Slots erlauben bis zu 2 × 8 TB lokalen Speicher — wer seine Bibliothek lieber lokal hortet als auf einen NAS zu schicken, hat hier Platz für mehrere zehntausend Tracks.

Anschlüsse: alles galvanisch isoliert

Der Punkt, an dem so eine Bridge steht oder fällt, sind die Digitalausgänge. Der Eversolo T8 liefert hier das, was man in dieser Preisklasse erwartet: USB Audio bis DSD512 nativ und PCM 768 kHz / 32 Bit, I²S über HDMI mit acht wählbaren Pinout-Modi für DAC-Kompatibilität, AES/EBU symmetrisch über XLR, Koaxial bis 24 Bit / 192 kHz und Optisch (Toslink). Alle Ausgänge sind laut Hersteller galvanisch isoliert, also gegen Masse- und Potentialunterschiede entkoppelt.

Auf der Netzwerkseite gibt es Gigabit-RJ-45, Wi-Fi 6 (Dualband 2,4 / 5 GHz) und einen SFP-Glasfaser-Slot. Letzterer ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich und für Leute interessant, die die Quelle elektrisch komplett vom Heimnetz trennen wollen. SFP+-Module gehen nicht, das passende SFP-Modul muss separat beschafft werden.

Software, Streaming, Raumkorrektur

Auf der Software-Seite ist der Eversolo T8 eng mit dem Rest des Eversolo-Ökosystems verzahnt. Roon Ready, TIDAL Connect, Qobuz Connect, Spotify Connect Lossless, AirPlay 2, DLNA/UPnP, JPLAY-zertifiziert, plus Zugriff auf NAS und Cloud-Dienste wie Dropbox und WebDAV. Native Apple-Music-Wiedergabe in voller Auflösung ist ebenfalls möglich — nicht selbstverständlich, weil viele Streamer das System-SRC nicht umgehen.

Spannender ist, was Eversolo zusätzlich draufpackt. Die hauseigene EOS-Engine (Original Sampling Rate Audio Engine) bypassed das System-SRC und gibt die Original-Samplerate aus, was sonst gerne mal verloren geht. Dazu kommt evotune — die hauseigene Raumkorrektur per FIR-Filter, die entweder mit einem optionalen EM-01-Mikrofon oder dem Smartphone-Mic eingemessen wird. Plus ein 10-Band-PEQ mit FIR-Filter-Import und Loudness. Klare Sache: hier wird mehr geliefert als beim klassischen Bit-für-Bit-Transport. Wer das nicht braucht, lässt es aus.

Markteinordnung

In der Disziplin DAC-loser Streaming-Transport sind die Vergleichsgeräte schnell genannt. Der Lumin U2 liegt bei rund 6.000 Euro, der HiFi Rose RS130 in ähnlichen Regionen. Aurender bietet mit dem N150 und N200 vergleichbare Konzepte zu vergleichbaren bis höheren Preisen, allerdings mit eigenem Conductor-App-Ökosystem statt Roon Ready. Der Auralic Aries G2.2 spielt ebenfalls in dieser Liga.

Mit 1.380 Euro liegt der Eversolo T8 deutlich unter all diesen Geräten. Ob das klanglich auch dem entspricht, was Lumin oder HiFi Rose abliefern, muss ein Test zeigen. Featureseitig fehlt dem T8 jedenfalls nichts, was die teureren Geräte bieten — eher umgekehrt. Im eigenen Eversolo-Programm ordnet sich der T8 zwischen DMP-A6 Master Edition (1.299 Euro) und DMP-A8 (1.980 Euro) ein, ist aber eine andere Geräteklasse: Bridge statt Streaming-DAC. Direkter Vergleich macht da wenig Sinn.

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Eversolo T8 liegt bei 1.380 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Vertrieb für Deutschland und Österreich läuft exklusiv über die audioNEXT GmbH (audiodomain.de). Auslieferung an den Fachhandel ab Mitte/Ende September 2025.

Einordnung

Der Eversolo T8 ist keine Sensation, weil er das Bridge-Konzept neu erfindet — das Konzept gibt es seit Jahren. Er ist eher ein Statement: das, was Lumin und HiFi Rose seit Jahren machen, gibt es jetzt zu einem Bruchteil des Preises mit einer Featureliste, die kaum Lücken lässt. Ob die Hardware das auch klanglich einlöst, ist die eigentlich interessante Frage. Femto-Clock und galvanische Isolation sind nett auf dem Datenblatt, der Unterschied passiert aber zwischen Bridge, DAC und Restkette.

Wer eher einen kompletten Streaming-DAC sucht statt einer reinen Bridge, findet hier unseren Test zum Eversolo DMP-A8.

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Verlosung: 2x je 2 Kinofreikarten + 1 Tote Bag für 28 YEARS LATER https://www.hifigeek.de/verlosung-2x-je-2-kinofreikarten-1-tote-bag-fuer-28-years-later/ https://www.hifigeek.de/verlosung-2x-je-2-kinofreikarten-1-tote-bag-fuer-28-years-later/#respond Wed, 18 Jun 2025 14:08:12 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9166 28 YEARS LATER – Das ultimative Zombie-Spektakel kommt endlich in die deutschen Kinos! Nach 23 Jahren meldet sich das Original-Duo Danny Boyle und Alex Garland mit dem dritten Teil der legendären “28…Later”-Reihe zurück. Am 19. Juni 2025 startet dieser Horror-Blockbuster mit FSK 18-Freigabe in den deutschen Lichtspielhäusern.

Fast drei Jahrzehnte sind vergangen, seit das gefährliche Rage-Virus aus einem biologischen Waffenlabor entkam und die Welt überrollte. Während das Gebiet weiterhin unter strikter Quarantäne steht, haben einige Überlebende Wege gefunden, sich inmitten der Infizierten anzupassen. Eine kleine Gruppe hat auf einer abgelegenen Insel Zuflucht gefunden, die nur über einen streng bewachten Damm mit dem Festland verbunden ist. Als Jamie (Aaron Taylor-Johnson) zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn Spike (Alfie Williams) die Insel verlässt, um eine gefährliche Mission auf dem Festland zu übernehmen, entdecken sie Geheimnisse und Schrecken, die nicht nur die Infizierten, sondern auch andere Überlebende mutiert haben.

Der Film wurde bereits vor seinem Kinostart zum erfolgreichsten Horror-Vorverkaufsfilm des Jahres 2025 in den USA und übertraf sogar die Vorverkaufszahlen von “Nosferatu” und “Alien: Romulus. Mit einem beeindruckenden Cast bestehend aus Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson, Ralph Fiennes und Jack O’Connell verspricht “28 Years Later” ein spektakuläres Kinoerlebnis zu werden.

28 YEARS LATER ist übrigens nur der Auftakt einer neuen Trilogie. Bereits am 16. Januar 2026 folgt der zweite Teil “28 Years Later: The Bone Temple” unter der Regie von Nia DaCosta. Und Fans können sich freuen: Cillian Murphy, der Hauptdarsteller des Originalfilms, wird in der Fortsetzung zurückkehren.

Wir haben 2x je 2 Kinofreikarten plus 1 exklusive Tote Bag für euch! Die Verlosung läuft über unsere Social Media Kanäle bei Facebook und Instagram. Klickt euch rein, liked unsere Posts und hinterlasst einen Kommentar, in dem ihr eine Person markiert, mit der ihr „28 Years Later“ im Kino sehen möchtet. Die Gewinner werden direkt nach dem Kinostart benachrichtigt.

Teilnahmeschluss ist der 25. Juni 2025, 23:59 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Die genauen Teilnahmebedingungen findet ihr unter: https://www.hifigeek.de/teilnahmebedingungen-28-years-later-verlosung/

Viel Glück und lasst euch dieses Horror-Spektakel nicht entgehen!

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Fosi Audio i5 Update: Bass-Fix macht den Planar-Magnetischen Kopfhörer noch besser https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-update-bass-fix-macht-den-planar-magnetischen-kopfhoerer-noch-besser/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-update-bass-fix-macht-den-planar-magnetischen-kopfhoerer-noch-besser/#respond Thu, 12 Jun 2025 19:46:36 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9162 Der Fosi Audio i5 hat seit seiner Ankündigung für ordentlich Wirbel in der Audiophilen-Szene gesorgt – und jetzt gibt es spannende Neuigkeiten für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich diesen vielversprechenden Planar-Magnetischen Kopfhörer zu sichern. Während die Kickstarter-Kampagne in die finale Phase geht, hat Fosi Audio auf Feedback der Community reagiert und eine entscheidende Verbesserung vorgenommen, die den Klang des Fosi Audio i5 auf ein neues Level hebt.

Der Bass-Leak: Was zum Teufel war das Problem?

Bei den ersten Testmustern des Fosi Audio i5, die an Reviewer gingen, wurde ein Problem im Tiefbassbereich festgestellt. Die mit Klettverschluss befestigten Ohrpolster verursachten eine unzureichende Abdichtung, was zu einem Klangverlust im Subbassbereicht unter 80 Hz führte. Für einen Kopfhörer, der mit einem beeindruckenden Frequenzgang von 10 Hz bis 50 kHz beworben wird, war dieser Mangel an Tiefbass ein ernstes Problem, das viele potenzielle Käufer abschrecken könnte.

Die ursprüngliche Abstimmung des Fosi Audio i5 war laut Fosi Audio bewusst so gestaltet, um Hörmüdigkeit bei längeren Sessions zu vermeiden. Doch nach zahlreichen Rückmeldungen von Testern und der Community wurde klar: Der fehlende Tiefbass war ein No-Go für viele Audiophile.

Die Lösung: Ein simpler, aber effektiver Fix

In einem bemerkenswerten Beispiel für schnelles Handeln hat Fosi Audio innerhalb von nur zehn Tagen verschiedene Lösungsansätze getestet und schließlich eine einfache, aber höchst effektive Lösung gefunden. Das Unternehmen hat einen speziellen Schaumstoffring entwickelt, der um den Treiber herum angebracht wird und die Abdichtung zwischen Ohrpolster und Gehäuse deutlich verbessert.

Der Effekt dieser kleinen Änderung ist beeindruckend: Der Subbassverlust wurde praktisch eliminiert, was zu einer deutlich lineareren Frequenzantwort im Bassbereich führt. Messungen zeigen eine signifikante Verstärkung im Bereich unter 100 Hz, wodurch der Tiefbass nun viel präsenter und kraftvoller wirkt.

Das Beste daran: Alle Kickstarter-Unterstützer und zukünftigen Käufer werden die verbesserte Version mit dem Dichtungsring erhalten. Fosi Audio plant, diesen Fix in allen Produktionseinheiten zu implementieren, sodass niemand auf das verbesserte Klangerlebnis verzichten muss.

Wie verändert der Fix den Klang?

Nach Berichten von Reviewern, die bereits Zugang zur verbesserten Version haben, ist der Unterschied deutlich hörbar. Der Bass ist nun wesentlich präsenter und reicht tiefer hinab, was besonders bei elektronischer Musik und modernen Produktionen einen spürbaren Unterschied macht.

Die Verbesserung im Tiefbassbereich führt zu einem volleren, runderen Klangbild, allerdings mit einer Einschränkung: Die Modifikation hat auch Auswirkungen auf den Mittenbereich. Das bereits in der Vorproduktionsversion vorhandene leichte “Sägezahnmuster” in den Mitten wurde durch den Fix verstärkt. Dies führt dazu, dass manche Vokale bei genauem Hinhören nicht ganz so natürlich klingen wie bei höherpreisigen Kopfhörern.

Diese Unebenheit im Mittenbereich ist jedoch kein gravierendes Problem – sie ist nicht harsch oder störend, sondern fällt nur auf, wenn man gezielt darauf achtet. Die meisten Hörer werden bei normalem Musikgenuss kaum einen Unterschied bemerken. Insgesamt tendiert der Klang durch den verbesserten Bass nun etwas mehr in Richtung Wärme als zur Neutralität.

Trotz dieser kleinen Einschränkung im Mittenbereich kann der Fosi Audio i5 nun mit deutlich teureren Planar-Magnetischen Kopfhörern mithalten, was das Preis-Leistungs-Verhältnis noch attraktiver macht.

Warum jetzt zuschlagen? Late Pledge bei Kickstarter

Für alle, die bisher gezögert haben: Die Kickstarter-Kampagne befindet sich in der Endphase, aber es besteht noch die Möglichkeit, über einen Late Pledge einzusteigen. Mit einem Preis von etwa 350 Euro (je nach gewähltem Paket) bietet der Fosi Audio i5 ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis für einen Planar-Magnetischen Kopfhörer dieser Qualität.

Zum Vergleich: Ähnliche Modelle von etablierten Herstellern kosten oft das Doppelte oder mehr. Der Fosi Audio i5 positioniert sich damit als ernstzunehmende Alternative zu Modellen wie dem HIFIMAN Sundara oder dem Monolith M1070.

Was macht den Fosi Audio i5 so besonders?

Abgesehen von der nun verbesserten Bassperformance bietet der Fosi Audio i5 eine Reihe beeindruckender Eigenschaften:

  • Ein gewaltiger 97mm großer Planar-Treiber mit ultradünner 2 Mikrometer Membran
  • 44 leistungsstarke N50 Neodym-Magnete für präzise Kontrolle und minimale Verzerrung
  • Doppelachsige Aufhängung der Ohrmuscheln für optimalen Tragekomfort
  • Hochwertiger Kopfbügel aus Memory-Metall mit stufenloser Silikon-Verstellung
  • Ohrpolster aus perforiertem Leder und atmungsaktivem Stoff für lange Hörsessions

Mit einem Gewicht von 550g bewegt sich der Fosi Audio i5 im durchschnittlichen Bereich für Planar-Magnetische Kopfhörer. Die Impedanz von 28 Ohm und die Empfindlichkeit von 98dB/mW machen ihn zu einem relativ leicht anzutreibenden Planar, der auch mit moderaten Verstärkern gut harmoniert.

Fazit: Jetzt oder nie?

Fosi Audio hat mit dem Fosi Audio i5 nicht nur seinen ersten Kopfhörer auf den Markt gebracht, sondern gleich einen Volltreffer gelandet. Die schnelle Reaktion auf das Feedback der Community und die Implementierung des Bass-Fixes zeigen, dass das Unternehmen es ernst meint mit seinem Einstieg in den Kopfhörermarkt.

Für alle, die schon immer einen hochwertigen Planar-Magnetischen Kopfhörer besitzen wollten, aber vor den oft horrenden Preisen zurückschreckten, bietet der Fosi Audio i5 eine fantastische Gelegenheit. Mit dem verbesserten Bass-Fix ist er nun ein noch überzeugenderes Gesamtpaket, das audiophilen Klang zu einem erschwinglichen Preis bietet, auch wenn die Mitten nicht ganz perfekt sind.

Wer zuschlagen möchte, sollte nicht zu lange zögern – die Kickstarter-Kampagne läuft nur noch kurze Zeit, und ob der Fosi Audio i5 später zum gleichen günstigen Preis erhältlich sein wird, ist ungewiss.

Ausblick: Unser eigener Test folgt

Update: Jetzt hier zum Test

Wir warten derzeit noch auf unser eigenes Demo-Exemplar des Fosi Audio i5 mit dem neuen Bass-Fix. Sobald wir den Kopfhörer in den Händen halten, werden wir natürlich einen ausführlichen Test durchführen und euch alle Details zu Klangqualität, Tragekomfort und Verarbeitung liefern. Bleibt also dran für unseren umfassenden Hardcore-Test in den kommenden Wochen!

Holy Shit – Fosi Audio beweist mit dem Fosi Audio i5, dass audiophiler Klang nicht teuer sein muss. Mit dem Bass-Fix haben sie einen bereits vielversprechenden Kopfhörer noch besser gemacht. Für alle, die auf der Suche nach einem Einstieg in die Welt der Planar-Magnetischen Kopfhörer sind, ist der Fosi Audio i5 definitiv einen Blick wert.

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Eversolo Play: Streaming-Vollverstärker mit Phonostufe und CD-Option ab 699 Euro https://www.hifigeek.de/eversolo-play/ https://www.hifigeek.de/eversolo-play/#respond Thu, 12 Jun 2025 13:45:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10872 Der Eversolo Play ist ein Streaming-Vollverstärker, der Streamer, DAC, Class-D-Endstufe und Phonostufe in ein einziges, quadratisches Aluminiumgehäuse packt — für 699 Euro. Eversolo kommt aus Shenzhen, ist eine Tochter von Zidoo Technology und hat sich seit ein paar Jahren mit Streamern wie dem DMP-A6, A8 und zuletzt dem A10 einen soliden Ruf in der Community erarbeitet. Mit dem Eversolo Play betritt die Marke jetzt ein neues Terrain: statt reinem Streamer gibt’s hier gleich die ganze Kette in einem Teil — minus Lautsprecher.

Vorgestellt wurde das Ding auf der High End 2025 in München. Seitdem ist klar: der Play ist das erschwinglichste Produkt im Portfolio und gezielt für Einsteiger und Zweitanlagen-Leute gemacht. Ob das aufgeht, schauen wir uns an.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Was Eversolo damit sagen will

Das Konzept ist simpel und ehrlich: Lautsprecher ranstecken, Netzwerk verbinden, fertig. Kein separater DAC, kein externer Phono-Pre, keine Receiver-Wühlkiste aus dem Keller. Der Eversolo Play soll die komplette Kette ersetzen — und das für einen Preis, bei dem andere Hersteller noch nicht mal den Verstärker alleine hinbekommen. Zielgruppe sind Streaming-Einsteiger, Leute mit wenig Platz und alle, die endlich einen sauberen Desk-Setup wollen, ohne sich durch fünf Einzelkomponenten zu kämpfen.

Für 100 Euro Aufpreis gibt’s die CD Edition — gleiche Hardware, aber mit einem seitlich ausfahrenden Hitachi-LG-Laufwerk inklusive CD-Ripper-Funktion. Das ist die seltsamste und gleichzeitig sympathischste Idee dabei.

Die Technik im Überblick

Herzstück ist der AKM AK4493SEQ — ein 32-Bit-DAC-Chip mit Eversolo-Angaben von ≥109 dB SNR (A‑gewichtet) und einem THD von 0,0037 %. Das sind Zahlen, über die man bei dieser Preisklasse nicht meckern kann. AKM nennt das intern „Velvetsound”, was nach Marketing klingt, aber konkret für einen niedrigen Klirrfaktor und gute Jitter-Unterdrückung steht.

Die Endstufe arbeitet im Class-D-Betrieb und liefert laut Hersteller 60 Watt pro Kanal an 8 Ohm, 110 Watt an 4 Ohm. Eversolo empfiehlt Lautsprecher mit 85–88 dB Wirkungsgrad und 4–8 Ohm — konkret also eher Kompaktboxen im 200–600-Euro-Bereich, keine schwierigen Lastfälle. Große Standboxen mit niedrigem Wirkungsgrad: lieber nicht. Das Teil ist für Regallautsprecher gebaut, und das sollte man auch respektieren.

Die Formatunterstützung ist vollständig: PCM bis 32/768 kHz, DSD bis DSD512, FLAC, WAV, APE, AIFF — alles dabei. Netzwerkseitig gibt’s Roon Ready, Tidal Connect, Qobuz Connect, Spotify Connect, AirPlay und DLNA/UPnP. Dazu Dual-Band-WLAN und Bluetooth 5.3 mit SBC und AAC. LDAC fehlt — für manche ein Punkt, für die meisten in diesem Kontext irrelevant.

Die Phonostufe unterstützt MM und MC. MC läuft fest auf 74 dB Verstärkung und 0,5 mV Eingangsempfindlichkeit — keine Anpassungsmöglichkeit. Für günstigere MCs aus dem Standard-Segment reicht das, für alles Exotische wird’s eng.

Intern stecken 4 GB RAM und 32 GB Speicher. Externe Laufwerke gehen per USB 3.0. Ein M.2‑Slot wie bei den DMP-Modellen ist nicht verbaut.

Das 5,5‑Zoll-LCD-Touchscreen auf der Vorderseite ist reaktionsschnell und übersichtlich. Der Eversolo Control App gibt es für iOS und Android.

Was den Eversolo Play vom Wettbewerb abhebt

Verglichen mit dem direktesten Konkurrenten, dem WiiM Amp Ultra (529 Euro), hat der Eversolo Play drei klare Vorteile: eine eingebaute Phonostufe (MM und MC), ein optionales CD-Laufwerk und einen dediziert parametrischen EQ pro Eingang. Dazu kommt eine eingebaute Raumkorrektur — nutzbar mit dem Smartphone-Mikrofon oder einem externen Messmikrofon wie dem miniDSP UMIK‑1. Das ist für ein Gerät dieser Preisklasse ziemlich viel.

Gegenüber dem Technics SA-C600 (ca. 1.000 Euro) kostet der Play deutlich weniger, hat aber einen ähnlichen Ansatz: CD, Streaming, Verstärker in einer Box. Beim Technics hat man mehr Vertrauen in die Langlebigkeit der mechanischen Bauteile — das Laufwerk im Play ist schlank und simpel gehalten, was auf Dauer eine offene Frage bleibt.

Eversolo hat hier außerdem seinen eigenen Audio-Stack am Start: Die EOS-Engine umgeht das Android-interne Resampling komplett und sorgt für Bit-Perfect-Ausgabe. Das ist nicht selbstverständlich bei Android-basierten Streamern.

Was fehlt: eine Fernbedienung liegt nicht bei. Die gibt’s optional, was im Jahr 2025 etwas schäbig wirkt — auch wenn die meisten das Ding sowieso über die App oder den Touchscreen steuern.

Einordnung: Günstig — aber für wen?

699 Euro für einen Streaming-Vollverstärker mit DAC, Phonostufe, Raumkorrektur und 5,5‑Zoll-Display ist objektiv ein guter Deal. Das ist nicht günstig im Sinne von „wegwerfen”, das ist günstig im Sinne von: dieser Preis macht die Entscheidung leicht. Wer eine kompakte Zweitanlage will, wer in eine erste Hi-Fi-Kette einsteigen will oder wer das Rack endlich auf ein Teil reduzieren möchte — der Eversolo Play ist ein offensichtlicher Kandidat.

Wer allerdings schon ein ernsthaftes Setup hat und über eine Ergänzung nachdenkt, ist hier falsch. Der Play ersetzt eine Kette, er ergänzt keine. Die Endstufe reicht für die angedachten Spielpartner, aber sie kann nicht mit spezialisierten Komponenten mithalten — und das ist auch nicht der Anspruch

Preis & Verfügbarkeit

  • Eversolo Play (Standard): 699 Euro
  • Eversolo Play CD Edition: 799 Euro

Beide Varianten sind seit Sommer 2025 im deutschen Fachhandel und online erhältlich. Gehäuse: CNC-gefrästes Aluminium, 230 × 75 × 230 mm, ca. 2,9 kg.

Fazit

Der Eversolo Play ist kein Gerät, das man kleinreden muss. Die Kombination aus Funktionsumfang, Verarbeitung und Preis ist in dieser Klasse schwer zu kontern. Die offene Frage bleibt wie immer bei solchen All-in-One-Lösungen: Wie hält das CD-Laufwerk nach drei Jahren durch? Und wie gut klingt die Phonostufe wirklich, wenn man sie ernsthaft beansprucht?

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Knocked Loose Hamburg 2025 — Abriss in der Großen Freiheit 36 https://www.hifigeek.de/knocked-loose-hamburg-2025-abriss-in-der-grossen-freiheit-36/ https://www.hifigeek.de/knocked-loose-hamburg-2025-abriss-in-der-grossen-freiheit-36/#respond Sun, 08 Jun 2025 22:39:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9116 Die Hardcore-Helden aus Kentucky kommen zurück nach Deutschland – und wir können es kaum erwarten! Am 2. Juli 2025 schlagen Knocked Loose in der Großen Freiheit 36 in Hamburg auf, und wir werden definitiv am Start sein. Nach dem grandiosen Knocked Loose-Konzert in Köln dieses Jahr freuen wir uns riesig darauf, die Band wieder live zu erleben – einfach, weil es jedes Mal ein absolutes Highlight ist.

Warum wir Knocked Loose so abfeiern

Für alle Stammleser unseres Blogs ist es kein Geheimnis: Knocked Loose sind bei uns quasi die Referenz schlechthin! Egal ob wir den Fosi Audio K7 DAC testen oder den WiiM Pro Plus Streamer durch die Mangel nehmen — Bryan Garris’ brutaler Gesang und die knüppelharten Breakdowns der Band dienen uns immer wieder als Testmaterial für unsere HiFi-Reviews.

Die Aufnahmequalität ihrer Alben ist einfach phänomenal – von „Laugh Tracks“ bis zu den aktuellen Releases liefert die Band audiophile Perfektion gepaart mit unbändiger Härte. Besonders bei früheren Alben wie „Laugh Tracks“ war kein Geringerer als Will Putney als Produzent beteiligt – ein Name, der in der modernen Metal- und Hardcore-Produktion für kompromisslose Soundqualität steht und Bands wie Every Time I Die, Thy Art Is Murder oder Fit For An Autopsy geprägt hat. Wer sich für Putneys Arbeit interessiert, sollte demnächst unbedingt wieder bei uns im Blog vorbeischauen – wir haben da noch etwas in Vorbereitung!

Mit ihrem neuesten Werk „You Won’t Go Before You’re Supposed To“ aus 2024 zeigen Knocked Loose erneut, wie kompromisslos und innovativ moderner Hardcore klingen kann – druckvoll, aggressiv und dennoch auf höchstem Produktionsniveau. Kein Wunder, dass sie sogar eine Grammy-Nominierung für „Suffocate“ (featuring Poppy) in der Kategorie „Best Metal Performance“ abgestaubt haben!

Von Kentucky in die Große Freiheit

Knocked Loose haben sich seit ihrer Gründung 2013 in Oldham County, Kentucky, zu einer der intensivsten Live-Bands der Hardcore-Szene entwickelt. Die fünfköpfige Truppe um Frontmann Bryan Garris, die Gitarristen Isaac Hale und Nicko Calderon, Bassist Kevin Otten und Drummer Kevin „Pacsun“ Kaine bringen seit über einem Jahrzehnt Venues zum Beben.

Nach ausverkauften Headline-Tourneen und Support-Shows für Slipknot ist die Band aktuell auf großer Europa-Tour unterwegs. Hamburg ist dabei einer der Höhepunkte ihrer Deutschland-Shows, zu denen auch Stopps in Wiesbaden (24. Juni) und Münster (30. Juni) gehören.

Warum wir unbedingt hinmüssen

Da wir Knocked Loose regelmäßig als Referenz für unsere Technik-Tests einsetzen, war klar: Wenn die Jungs schon in der Nähe sind, statten wir ihnen einen Besuch ab! Nach unserem entspannten Konzertbesuch in Köln dieses Jahr freuen wir uns darauf, zu sehen, wie sie in einer unserer Lieblingslocations performen.

Die Große Freiheit 36 bietet mit ihrer intimen Atmosphäre den perfekten Rahmen für Knocked Looses brutale Live-Performance. Wer die Band schon mal live gesehen hat, weiß: Das ist pure Energie, die durch Mark und Bein geht!

Was euch erwartet

Aktuell touren Knocked Loose mit Material ihres 2024er Albums „You Won’t Go Before You’re Supposed To“, das von Kritikern hochgelobt wurde und sogar die UK Hard Rock & Metal Charts anführte. Aber natürlich dürfen auch Klassiker wie „Counting Worms“ mit dem legendären „Arf Arf“-Call nicht fehlen.

Ein weiteres Highlight steht bereits am Horizont: Knocked Loose wurden als Support für Metallica auf deren Europatour 2026 bestätigt. Damit spielen sie im kommenden Jahr auf den größten Bühnen des Kontinents und teilen sich die Stage mit einer der legendärsten Metal-Bands überhaupt. Wer Knocked Loose also noch einmal hautnah und in Club-Atmosphäre erleben will, hat jetzt in Hamburg die perfekte Gelegenheit – bevor sie 2026 mit Metallica die Stadien füllen.

Fazit

Knocked Loose am 2. Juli 2025 in der Großen Freiheit 36 – das wird ein Abend, den Hamburg so schnell nicht vergessen wird. Tickets gibt es noch hier, aber beeilt euch – bei der aktuellen Popularität der Band könnten die Shows schnell ausverkauft sein.

Bis dahin könnt ihr euch schon mal mit Knocked Loose warmhören und auf die brutalsten Breakdowns des Jahres vorbereiten! 🤘

Wer noch mehr von Knocked Loose will, findet alle unsere Reviews und Tests mit ihnen hier.

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FALLING IN REVERSE STÜRMEN HAMBURG: DAS POPULAR MONSTER ERWACHT IN DER BARCLAYS ARENA! https://www.hifigeek.de/falling-in-reverse-stuermen-hamburg-das-popular-monster-erwacht-in-der-barclays-arena/ https://www.hifigeek.de/falling-in-reverse-stuermen-hamburg-das-popular-monster-erwacht-in-der-barclays-arena/#respond Sun, 08 Jun 2025 21:12:10 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9111 Nach monatelangem Warten ist es endlich soweit – Falling In Reverse bringen ihre explosive “Popular MonsTOUR” am 16. Juni 2025 in die Barclays Arena Hamburg! Für alle Metalcore-Enthusiasten und Post-Hardcore-Jünger wird dieser Abend zu einem absoluten Pflichttermin, den sich niemand entgehen lassen sollte. Die Band um den charismatischen und kontroversen Frontmann Ronnie Radke verspricht eine Show, die Hamburg so schnell nicht vergessen wird.

Wir hier bei Horror-News haben das 2024er Album “Popular Monster” bereits in den höchsten Tönen gelobt und ausgiebig gefeiert (u.A. hier). Die fünfte Studioplatte der Las Vegas-Formation markiert nicht nur ein triumphales Comeback nach sieben Jahren Albumabstinenz, sondern zeigt auch eindrucksvoll, warum Falling In Reverse zu den innovativsten Acts der Post-Hardcore-Szene gehören. Das Album vereint gekonnt wütenden Metal mit melodischen Elementen und Hip-Hop-Einflüssen zu einem explosiven Cocktail, der bereits mehrfach Platin-Status erreicht hat.

Besonders der Titeltrack “Popular Monster” wurde zu einem wahren Phänomen und erreichte Platz 1 der Billboard Mainstream Rock Charts. Tragischerweise war es auch der letzte Song, an dem Gründungsmitglied Derek Jones vor seinem Tod im Jahr 2020 mitwirkte. Ein emotionaler Aspekt, der der Live-Performance eine ganz besondere Bedeutung verleiht.

SLAUGHTER TO PREVAIL KOLLABORATION – WENN GIGANTEN AUFEINANDERTREFFEN

Als absolute Fans von Slaughter To Prevail waren wir natürlich völlig aus dem Häuschen, als die Kollaboration mit Alex Terrible auf dem Track “Ronald” angekündigt wurde. Gemeinsam mit Rap-Legende Tech N9ne entstand ein brutaler Hybrid aus Deathcore-Elementen und Falling In Reverse’s charakteristischem Sound. Diese Zusammenarbeit zeigt einmal mehr, dass Ronnie Radke keine Grenzen kennt, wenn es darum geht, verschiedene Genres zu fusionieren und dabei trotzdem authentisch zu bleiben.

YouTube: Falling In Reverse — “Ronald” (feat. Tech N9ne & Alex Terrible)

WATCH THE WORLD BURN – LIVE INTENSITÄT OHNE GLEICHEN

Wer die Live-Version von “Watch The World Burn” noch nicht erlebt hat, hat definitiv etwas verpasst! Die bereits im Studio beeindruckende Nummer gewinnt live eine völlig neue Dimension91016. Ronnie Radke beweist dabei nicht nur seine Rap-Fähigkeiten in Perfektion, sondern verleiht dem Song durch seine Bühnenpräsenz eine Intensität, die durch die Decke geht. Bassist Tyler Burgess unterstützt dabei mit zusätzlichen Vocals und sorgt für die nötige Härte. Fans berichten von Shows, wo das komplette Publikum wie hypnotisiert der Performance folgte – ein absolutes Muss für jeden Live-Liebhaber!

YouTube: Falling In Reverse — “Watch The World Burn” Live Performance

TOUR-CHAOS UND VERPASSTE CHANCEN

Ursprünglich wollten wir das Spektakel bereits in Würzburg erleben, doch das Schicksal meinte es anders mit uns. Das für den 16. November 2024 geplante Konzert in der Posthalle wurde kurzfristig aus “produktionstechnischen Gründen” abgesagt. Nicht nur Würzburg, sondern gleich fünf Shows der “Popular MonsTOUR II” fielen dem Tour-Chaos zum Opfer, was bei den Fans für erheblichen Unmut sorgte. Umso größer ist nun die Vorfreude auf den Hamburg-Gig – endlich können wir das Popular Monster in voller Pracht erleben!

HAMBURG RUFT – TICKETS NOCH VERFÜGBAR!

Die Barclays Arena Hamburg öffnet am 16. Juni 2025 um 19:30 Uhr ihre Türen für ein Spektakel der Extraklasse. Tickets sind noch in verschiedenen Kategorien verfügbar – von Stehplätzen im Innenraum bis hin zu Sitzplätzen im Unterrang, mit Preisen zwischen 68,25€ und 74,00€. 

Falling In Reverse versprechen eine Show, die sowohl die neuesten Tracks vom “Popular Monster”-Album als auch die bewährten Klassiker umfasst. Von tiefen Emotionen bis hin zu kollektivem Ausrasten ist alles dabei – genau das, was wir von einer Band erwarten, die seit 2008 kontinuierlich die Grenzen des Post-Hardcore auslotet.

Sichert euch eure Tickets und seid dabei, wenn das Popular Monster in Hamburg erwacht! Wir sehen uns im Pit! 🤘

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Nintendo Switch 2: MediaMarktSaturn liefert den Shitstorm gleich mit https://www.hifigeek.de/nintendo-switch-2-mediamarktsaturn-liefert-den-shitstorm-gleich-mit/ https://www.hifigeek.de/nintendo-switch-2-mediamarktsaturn-liefert-den-shitstorm-gleich-mit/#respond Thu, 05 Jun 2025 13:16:19 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9070 Eigentlich sollte man meinen, dass der Release einer Konsole wie der Nintendo Switch 2 ein Freudenfest ist – Hype, Vorfreude, Gänsehaut. Doch MediaMarktSaturn schafft es mal wieder, ein Event, das Gamer-Herzen höherschlagen lässt, in ein logistisches Desaster zu verwandeln. Seit dem 2. April konnte man vorbestellen, aber nur mit Lieferung in die Filiale. Klingt erstmal harmlos.

Tja, Pustekuchen. Wer sich frühzeitig eine Switch 2 sichern wollte, steht heute mit leeren Händen da. Grund: Logistik-Fail deluxe. Für die Abholung braucht man einen Abholschein – der lässt bei vielen Käufern bis heute auf sich warten. Währenddessen kocht auf Reddit die Stimmung über: Wütende Vorbesteller, die fassungslos auf ihre Bestätigung warten und sich fragen, ob sie vielleicht doch lieber bei Amazon hätten bestellen sollen.

Schon gestern schickte MediaMarkt eine Entschuldigungsmail raus. Ein bisschen Schadensbegrenzung, ein bisschen Hoffnung. Aber die stirbt bekanntlich zuletzt – oder eben zusammen mit dem stationären Einzelhandel.

Was schiefgelaufen ist? Ein angeblicher Marktmitarbeiter packte auf Reddit aus: Die MediaMarkt-Logistik hielt es offenbar für eine brillante Idee, die Nintendo Switch 2 erst gestern an die Speditionen zu übergeben. O‑Ton: „Man arbeitet gerade mit Hochdruck daran, dass die Ware heute noch in die Märkte kommt und die Marktmitarbeiter durften jetzt auch schon früher antanzen, da wohl Anlieferungen ab 6 Uhr freigegeben wurden (normale Annahmezeiten ab 9 Uhr).“

Das Ergebnis? Ernüchterung pur. Die Konsolen sind immer noch nicht da, die Vorbesteller schauen in die Röhre, und MediaMarkt winkt dezent mit dem Mittelfinger. Danke für nichts.

Bleibt nur abzuwarten, ob und wie MediaMarktSaturn das wieder geradebiegen will. Für alle, die brav vorbestellt und bezahlt haben, bleibt’s ein schlechter Witz – und leider kein Aprilscherz.

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Vainstream Rockfest 2025: Unsere Band-Highlights & Tipps für ein unvergessliches Wochenende https://www.hifigeek.de/vainstream-rockfest-2025-unsere-band-highlights-tipps-fuer-ein-unvergessliches-wochenende/ https://www.hifigeek.de/vainstream-rockfest-2025-unsere-band-highlights-tipps-fuer-ein-unvergessliches-wochenende/#respond Mon, 02 Jun 2025 20:45:45 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=9006 12 Jahre nach unserem Festival-Trauma wagen wir endlich den zweiten Versuch! Das Vainstream Rockfest 2025! Der Timetable steht, die Vorfreude steigt, und wir haben für euch die wichtigsten Bands rausgepickt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Egal, ob Deathcore, Skatepunk oder Politpunk – hier kommt unsere persönliche Auswahl mit Songtipps für eure Festival-Playlist!

Freitag: Der perfekte Start ins Wochenende

Paleface Swiss

Direkt zum Auftakt gibt’s mit Paleface Swiss eine ordentliche Deathcore-Keule. Die Schweizer liefern kompromisslos ab und sind ein echter Geheimtipp für alle, die es gerne heftig mögen. Hört mal in Please End Me oder Hatred rein – garantiert nichts für schwache Nerven!

Polaris

Australischer Metalcore, wie er im Buche steht! Polaris verbinden eingängige Melodien mit ordentlich Wumms. Masochist (YouTube) ist ein super Einstieg, um sich auf ihren energiegeladenen Auftritt einzustimmen.

Millencolin

Skatepunk-Legenden aus Schweden! Millencolin sind für uns pure Nostalgie – 2001 in Köln, 2011 in Hamburg, und jetzt endlich wieder auf dem Vainstream. No Cigar ist und bleibt der ultimative Soundtrack für alle, die mit Tony Hawk aufgewachsen sind. Zieht euch aber am besten das komplette Album rein. Nostalgie!

The Ghost Inside

Melodischer Hardcore mit ordentlich Tiefgang. The Ghost Inside stehen für Songs, die unter die Haut gehen und live für Gänsehaut sorgen. Aftermath ist ein absolutes Muss – perfekt, um sich schon mal emotional einzustimmen.

Motionless In White

Wer auf düsteren Metalcore mit Gothic-Elementen steht, sollte sich Motionless In White nicht entgehen lassen. Die Jungs liefern eine Show, die optisch und musikalisch hängen bleibt. Unser Songtipp: Voices.

A Day To Remember

Hier gibt’s die perfekte Mischung aus Pop-Punk, Hardcore und Metalcore. A Day To Remember sind bekannt für ihre mitreißenden Liveshows und Hymnen wie Downfall of us all – Mitsingen garantiert!

Bullet For My Valentine

Metalcore-Klassiker aus Großbritannien. Bullet For My Valentine bringen uns zurück in die Jugend, als The Poison rauf und runter lief. Tears Don’t Fall darf auf keiner Festival-Playlist fehlen.

Samstag: Von Breakdowns bis Punk-Party auf dem Vainstream Rockfest 2025

Currents

Deathcore aus Connecticut, der ordentlich nach vorne geht. Currents spielen zwar schon mittags, aber Songs wie Better Days oder Remember Me machen garantiert wach.

Fit For An Autopsy

Wer auf brutale Riffs steht, ist bei Fit For An Autopsy genau richtig. Die Band überzeugt mit einer intensiven Live-Performance. Unser Tipp: Far From Heaven.

Stick To Your Guns

Kalifornischer Hardcore mit Haltung! Stick To Your Guns sind für ihre energiegeladenen Shows und starken Messages bekannt. Wir freuen uns besonders auf Nobody – ein Song, der live sicher richtig knallt.

Swiss und die Andern

Deutschpunk mit Haltung und Energie! Swiss und die Andern stehen kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums Punk ist tot und werden das Vainstream sicher wieder in einen Hexenkessel verwandeln. Unser Tipp: Punk ist tot.

Landmvrks

Französischer Metalcore, den wir bisher noch nicht live erleben durften – umso gespannter sind wir! Lost in a Wave  ist ein echter Ohrwurm und macht Lust auf mehr.

Feine Sahne Fischfilet

Deutschpunk mit Herz und Haltung. Feine Sahne Fischfilet bringen mit ihrem neuen Album frischen Wind aufs Festival. Komplett im Arsch ist unser Songtipp – Mitsingen und Abgehen garantiert.

Heaven Shall Burn

Das Metalcore-Brett aus Thüringen! Heaven Shall Burn sind bekannt für ihre energiegeladenen Shows und ihre klare Haltung. Mit neuem Album im Gepäck wird das ein krönender Abschluss. Unser Tipp: Übermacht.

Persönlicher Nachschlag: Warum wir uns 2025 besonders freuen

Nach unserem legendären Festival-Trauma 2013 (Sonnenstich, Chaos, Müllberge) sind wir jetzt umso gespannter, wie sich das Vainstream Rockfest 2025 weiterentwickelt hat. Die neuen Orga-Maßnahmen, mehr Wasserstellen, bessere Mülltrennung und ein insgesamt entspannteres Ambiente machen Hoffnung auf ein rundum gelungenes Wochenende. Wir freuen uns auf neue Erinnerungen, alte Lieblingsbands und vielleicht die ein oder andere Festivalüberraschung!

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Burson Conductor Voyager: Der Audio-Endgegner droppt seine Granate! https://www.hifigeek.de/burson-conductor-voyager-der-audio-endgegner-droppt-seine-granate/ https://www.hifigeek.de/burson-conductor-voyager-der-audio-endgegner-droppt-seine-granate/#respond Mon, 02 Jun 2025 17:25:26 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8983 Während wir noch gespannt auf den Burson Conductor GT4 warten, knallt Burson Audio einfach den Conductor Voyager auf den Tisch – und der ist nichts für schwache Nerven! Das neue Flaggschiff ist ab sofort vorbestellbar und bringt alles mit, was Audiophilen-Schwitzhände verursacht. Nach unserem Test des Playmate 3 (der uns echt vom Hocker gehauen hat) jucken uns die Ohren schon jetzt. Stellt euch vor: 10 Watt pure Class-A-PowerDSD512-Support und ein Subwoofer-Modus für Kopfhörer – das ist kein Hörgerät, das ist ein Sonic-Boom in Space-Grey-Optik!

Warum der Voyager deine Playlist sprengt

Der Conductor Voyager positioniert sich als Bursons ultimative All-in-One-Lösung und kombiniert DAC, Class‑A Kopfhörerverstärker und Vorverstärker in einem Gerät. Das Herzstück bildet der ESS9039PRO DAC – der fortschrittlichste Chip von ESS Technology, der mit atemberaubender Auflösung, dynamischem Kontrast und ultra-niedrigen Verzerrungen aufwartet.

Aber wie wir von Burson gewohnt sind, geht es nicht nur um den DAC-Chip selbst. Die vollständig diskrete I/V- und LP-Stufe wurde speziell für den ESS9039PRO entwickelt und arbeitet mit der bewährten Dual-Mono-Architektur und Burson V7 Opamps. Das Ergebnis? Ein lebensechtes, immersives Klangerlebnis, das digitale Signale in pure Emotionen verwandelt.

DAC-Chip from Hell: ESS9039PRO

Im Herzstück des Voyager tickt der ESS9039PRO DAC – ESS Technologies krönende Schöpfung. Dieser Chip zerhackt digitale Signale nicht, er verwandelt sie in adrenalinfreie Klangorgien. Mit 143 dB Kanaltrennung und 0,0005% THD ist das so, als würde man Queen live in der Schädeldecke spüren.

Class-A-Amp mit MMA-Training

Hier geht’s zur Sache: 10 Watt pro Kanal bei 100W Idle-Bias – das ist kein Verstärker, das ist ein Schwergewicht in der K.O.-Runde. Vier Onsemi MJE15032-Transistoren pro Kanal (Made in USA!) jagen selbst hungrige Planar-Magneten in die Knie. Ob du nun 16-Ohm-IEMs oder 300-Ohm-Sennheiser rockst – hier gibt’s 5,2W bis 1W ohne Kompromisse. Und ja, das Gehäuse wiegt stolze 7 kg – damit kannst du im Notfall auch Einbrecher vertreiben.

Head+Sub: Bass, der dir die Jeans zerreißt

Der Head+Sub-Modus ist das Audio-Äquivalent zu einem Haunted House: Offene Kopfhörer + Subwoofer = Kino im Schädel. Egal ob Slayer-Riffs oder Horror-Soundtracks – hier spürst du jeden Basslauf bis in die Zehennägel. Dieses Feature hatten wir schon beim Conductor GT4 im Visier, aber der Voyager zieht nach.

Technik, die begeistert

Was uns besonders freut: Der Voyager unterstützt natives DSD512 und 32-bit/768kHz PCM über den USB‑C XMOS-Eingang. Bluetooth 5.0 mit LDAC, aptX HD und AAC bis zu 24-bit/96kHz ist ebenfalls an Bord – perfekt für alle, die auch mal kabellos hören möchten.

Und für die Gamer: Low-Latency-Modus, der Explosionen schneller als dein Adrenalin ins Ohr jagt.

Anschlusswahnsinn

Kopfhörer: 6,35 mm | 3,5 mm (mit Mikro!) unsymetrisch | 4‑Pin-XLR symetrisch
Digital: USB‑C (DSD512/768kHz PCM), Bluetooth 5.0 (LDAC/aptX HD)
Analog: 2x XLR + 2x RCA rein, 1x XLR + 1x RCA raus

Sille? Hier erwünscht!

Sieben Silent-Power-Module drücken das Rauschen auf 0,8nVrms – 200x leiser als bei Billiggeräten. Optional gibt’s das 480W GaN Fusion Core-Netzteil, das mit 1 MHz Taktfrequenz arbeitet. Das ist so, als würde man einen Ferrari-Motor in ein Einhorn einbauen.

Pre-Order-Bonus: Schnapp dir den Loot!

Burson macht es Früh-Entscheidern schmackhaft: Wer die Standard-Version für $3.799 bestellt, bekommt automatisch die Deluxe-Version ($4.399). Bei der Deluxe-Bestellung gibt’s das Upgrade zur Max-Version ($4.999) gratis dazu. Die Vorbestellungen laufen bis zum 15. Juni, der Versand startet Mitte Juni 2025.

Voyager-Serie: Was ist da noch im Köcher?

Der Burson Soloist Voyager ist für viele Kopfhörer-Fans der absolute Traum, wenn es um Verstärker geht. Aber jetzt stellt sich die Frage: Kommt da was Neues? Die Bilder vom Burson Conductor Voyager lassen schon mal aufhorchen: Die Silent Power 02 Module sehen anders aus als beim Soloist. Außerdem werkeln im Conductor Voyager nur noch vier OpAmps – beim Soloist waren’s noch sieben. Schaut euch mal die neue Fernbedienung an! Und weil Burson schon die kleineren Serien auf Vordermann gebracht hat, ist die Sache eigentlich klar: Mit dem Release des Conductor Voyager dürfte auch ein Upgrade des Soloist Voyager nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Unser Fazit

Nach den durchweg positiven Erfahrungen mit dem Playmate 3, den wir bereits ausführlich getestet haben, und dem anstehenden Test des Conductor GT4, sind unsere Erwartungen an den Burson Conductor Voyager entsprechend hoch. Die technischen Daten lesen sich jedenfalls vielversprechend, und Bursons Ruf für musikalische, warme Klangsignatur spricht für sich.

Wer auf der Suche nach einer Premium-All-in-One-Lösung ist und bereit ist, entsprechend zu investieren, sollte sich den Voyager definitiv näher ansehen. Wir stehen schon Schlange fürs Testgerät – bleibt dran, sonst verpasst ihr, wie der Voyager unsere Gehörgänge kolonisiert!

Pre-Order: bursonaudio.com/shop/conductor-voyager

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WiiM Amp Ultra: Streaming-Verstärker mit Touchscreen, 200 Watt und einer Menge Ehrgeiz https://www.hifigeek.de/wiim-amp-ultra/ https://www.hifigeek.de/wiim-amp-ultra/#respond Tue, 20 May 2025 09:30:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10908 WiiM hat auf der High End München 2025 gezeigt, wohin die Reise geht — und das Ding heißt WiiM Amp Ultra. Die Marke, die seit ein paar Jahren die Budget-Streaming-Szene aufmischt, baut jetzt ihr erstes echtes Flaggschiff unter den Vollverstärkern. 599 Euro, Unibody-Aluminium, Touchscreen, und auf dem Papier mehr Leistung als alles, was WiiM bisher im Portfolio hatte. Klingt nach einer klaren Ansage.

WiiM selbst ist kein klassisches HiFi-Unternehmen — die Marke gehört zu LinkPlay Technology, einem chinesischen Modul-Hersteller, dessen Streaming-Technologie in Dutzenden von Geräten anderer Hersteller steckt. Man kann sich also vorstellen, dass die Software-Basis sitzt. Seit dem ersten WiiM Amp hat die Marke gezeigt, dass sie preislich unbequem sein kann — und der Amp Ultra treibt das Konzept noch ein Stück weiter.

Alle WiiM-Geräte von Streamer bis Soundbar im Überblick: → WiiM Übersicht

Das Konzept: Amp Pro trifft WiiM Ultra

Wer die WiiM-Linie kennt, erkennt das Prinzip sofort. Der Amp Pro war der leistungsstärkere Streaming-Verstärker im Portfolio, der WiiM Ultra der hochwertige Standalone-Streamer mit Touchscreen und ESS-DAC. Der Amp Ultra ist schlicht beides in einer Kiste — aber neu entwickelt, nicht einfach zusammengeklebt.

Das Gehäuse des WiiM Amp Ultra ist ein Unibody-Aluminiumchassis, aus einem Stück gefräst, optisch irgendwo zwischen Mac Mini und Mac Studio. WiiM sagt nichts dazu, aber es ist weitgehend bekannt, dass die Produktion im selben Foxconn-Werk in Zhengzhou läuft, in dem auch Apple-Hardware produziert wird. Das erklärt die Verarbeitungsqualität — und auch den mitgelieferten Voice Remote 2, der dem Apple Siri Remote so ähnlich ist, dass man zweimal hinschauen muss.

Zwei Farben: Space Gray und Silver. Maße: 200 × 211 × 76 mm. Passt auf jeden Schreibtisch, passt in jedes Regal.

Technik: Die Specs des WiiM Amp Ultra im Check

Herzstück des WiiM Amp Ultra ist der ESS ES9039Q2M SABRE DAC — ein 32-Bit-Wandler, der bis 384 kHz PCM und DSD512 verarbeitet. Für ein All-in-One-Teil in diesem Preisbereich ist das kein Billigchip, sondern ein Baustein, den man sonst eher in separat verkauften DACs für mehr Geld findet.

Die Verstärkersektion des WiiM Amp Ultra arbeitet mit zwei TI TPA3255 Class-D-Chips (Dual Mono, also je ein Chip pro Kanal) und sechs TI OPA1612 Op-Amps. Die Ausgangsleistung gibt WiiM mit 100 Watt pro Kanal an 8 Ohm an, 200 Watt an 4 Ohm. Wichtig: Das sind Herstellerangaben. In unabhängigen Benchtests wurden die 100 Watt an 8 Ohm bestätigt — allerdings zeigten sich bei Burst-Tests Einschränkungen, die auf einen weichen Limiter oder eine begrenzte Netzteil-Headroom hindeuten. Für den normalen Alltagsbetrieb spielt das kaum eine Rolle, für Leute die ihre Endstufe hart ausfahren wollen, ist es einen Gedanken wert.

WiiM bewirbt die PFFB-Technologie — Post Filter Feedback — als besonderen Differenziator. Die Idee: Eine Rückkopplungsschleife nach dem Ausgangsfilter korrigiert das Signal in Echtzeit und macht die Verstärkercharakteristik unabhängiger von der angeschlossenen Lautsprecherlast. THD+N gibt WiiM mit ≤0,005 % bei ‑106 dB (A‑gewichtet) an, SNR mit 120 dB bei 5 Watt. Das sind ordentliche Zahlen, und erste Messungen deuten darauf hin, dass WiiM hier nicht zu hoch pokert.

Konnektivität beim WiiM Amp Ultra : HDMI ARC (mit Dolby Digital Decoding), optischer Eingang, RCA-Stereoeingang, USB‑A, LAN. Dazu ein dedizierter Subwoofer-Ausgang. Drahtlos: Wi-Fi 6E mit Dual-Antennen, Bluetooth 5.3 mit LE Audio und LDAC. Die Lautsprecherterminals sind als Bananenbuchsen ausgeführt — Kabelschuhe und blankes Kabel gehen mit mitgelieferten Adaptern.

Software-seitig bietet der WiiM Amp Ultra : Roon Ready, Google Cast, Alexa Cast, Spotify Connect, TIDAL Connect, DLNA. Streaming-Dienste über die WiiM Home App: Spotify, Tidal, Qobuz, Amazon Music, Deezer, Apple Music und mehr. Kein AirPlay — das ist eine bewusste Entscheidung von WiiM, die sich durch die gesamte Produktlinie zieht. Wer fest im Apple-Ökosystem steckt, muss mit Chromecast oder der App leben.

Was es von der Konkurrenz unterscheidet

Der offensichtlichste Vergleich ist der Eversolo PLAY — ebenfalls ein chinesischer Streaming-Vollverstärker im Mac-Mini-Format, ebenfalls mit TI TPA3255, ebenfalls mit ESS-DAC. Der PLAY hat einen größeren 5,5″-Bildschirm, der Amp Ultra kommt mit 3,5 Zoll, dafür mit PFFB und laut Spec mehr Ausgangsleistung. Beide Teile kosten ähnlich viel. Welches besser klingt, ist erst nach einem direkten Vergleich seriös zu beantworten.

Zum Bluesound Powernode Edge (ca. 599 Euro) ist der Abstand deutlicher — der Edge kommt mit einem Single-Chip-Class‑D und ohne Touchscreen, liefert aber AirPlay 2 und das ausgereifte BluOS-Ecosystem mit. Der klassische Powernode (ca. 900 Euro) liegt preislich klar darüber.

Verglichen mit dem Marantz Model M1 (ebenfalls ca. 700–800 Euro) spielt der Amp Ultra in ähnlichen Gewässern, bringt aber deutlich mehr Streaming-Flexibilität mit — Roon Ready allein ist für viele ein K.O.-Kriterium.

Sonos Amp (ca. 750 Euro) ist in der Klasse auch ein relevanter Name, aber der hat keinen eigenen DAC im klassischen Sinne, und das Sonos-Ecosystem ist zunehmend ein Thema für sich.

Preis und Verfügbarkeit

Der WiiM Amp Ultra kostet 599 Euro in Deutschland und ist seit August 2025 im Handel erhältlich — in Space Gray und Silver. Im Lieferumfang ist der WiiM Voice Remote 2 enthalten, also kein separater Kauf nötig.

599 Euro für das, was hier drin steckt, ist nicht günstig im absoluten Sinne. Aber es ist günstig gemessen an dem, was man bekommt: ESS SABRE DAC der aktuellen Generation, Roon Ready, HDMI ARC, Wi-Fi 6E, Dual-Mono-Endstufe, Touchscreen, Unibody-Alu. Das gleiche Feature-Set in klassischen Separate-Komponenten zusammenzustellen, würde das Doppelte oder mehr kosten.

Einordnung

WiiM macht mit dem WiiM Amp Ultra das, was sie schon mit dem ersten Amp gemacht haben — ein Gerät bauen, das preislich unangenehm ist für alle, die mehr kosten. Ob das auf Höhepunkt klingt, ob die 100 Watt tatsächlich ausreichend Hub für anspruchsvollere Lautsprecher haben, und wie sich RoomFit in der Praxis schlägt — das sind die Fragen, die nur ein echter Hörtest beantworten kann.

Wer damit liebäugelt, einen separaten Streamer und Verstärker durch eine einzige kompakte Kiste zu ersetzen und dabei kein Vermögen ausgeben will: Der Amp Ultra ist momentan eine der glaubwürdigsten Optionen in diesem Bereich. Abwarten oder kaufen — das hängt davon ab, ob AirPlay fehlen darf und ob man dem PFFB-Versprechen vertraut.

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High End München 2025: Die letzte Audio-Messe in München — Ein Vorschaublick https://www.hifigeek.de/high-end-muenchen-2025-die-letzte-audio-messe-in-muenchen-ein-vorschaublick/ https://www.hifigeek.de/high-end-muenchen-2025-die-letzte-audio-messe-in-muenchen-ein-vorschaublick/#respond Tue, 13 May 2025 11:15:07 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8841 Die High End München 2025 steht vor der Tür und markiert einen historischen Wendepunkt für die renommierte Audio-Messe. Vom 15. bis 18. Mai 2025 findet die Veranstaltung zum letzten Mal im MOC München statt, bevor sie ab 2026 nach Wien umzieht. Als Audiophile und Newcomer in der Branche sind wir gespannt, was uns bei diesem audiophilen Abschied erwartet.

Die Welt der audiophilen Elite und der schwere Weg für Einsteiger

Die HiFi-Szene hat ein demografisches Problem. Wenn ich an typische HiFi-Enthusiasten denke, sehe ich überwiegend ältere Herrschaften vor hochpreisigen Lautsprechern, die über feinste Nuancen fachsimpeln und jedem Kabel eine eigene Seele zusprechen. Ein überzeichnetes Bild? Vielleicht, aber die Branche tut sich nachweislich schwer mit dem Nachwuchs.

Das Problem ist offensichtlich: Die Einstiegshürde ist enorm hoch. “High End? Das bekommst du als Einsteiger so um die 6000€” — zumindest ist das die Botschaft, die auch die High End Society sendet. Welcher junger Mensch kann oder will diesen Preis zahlen? Dabei hat doch jeder audiophile Veteran einmal klein angefangen, vielleicht mit einer Schneider-Anlage für 1000 DM, die damals als absolute Sensation galt.

Was die Branche braucht

Die Audiobranche braucht mehr Marken wie Fosi Audio, die erschwingliche Produkte mit beeindruckender Leistung anbieten. Es geht nicht darum, die Qualität oder den Wert von High-End-Produkten in Frage zu stellen, sondern Einstiegshürden abzubauen und jungen Menschen den Zugang zu diesem faszinierenden Hobby zu erleichtern. Denn einmal infiziert mit dem HiFi-Virus folgt oft ein Upgrade nach dem anderen.

High End München 2025: Ein Spektakel zum Abschied

Mit 500 Ausstellern, 1000 Marken und einer Ausstellungsfläche von 30.000 Quadratmetern verspricht die diesjährige High End ein wahres Audiofestival zu werden. Die norwegische Sängerin Anette Askvik repräsentiert als Markenbotschafterin das Motto “Passion for Music” und verkörpert damit perfekt die Philosophie der Messe.

Highlights der Messe

Audio Reference setzt zum Abschied einen besonderen Akzent: Der Hamburger Vertrieb präsentiert im Atrium 3.1, Raum C112 die angeblich teuerste HiFi-Anlage der Welt mit einem Gesamtwert von etwa 3 Millionen Euro. Für die exklusiven Vorführungen in einem eigens eingerichteten “Konzertsaal” mit optimierter Raumakustik von Vicoustic sind Tickets erforderlich — und die sind heiß begehrt.

Diese Mega-Anlage umfasst unter anderem:

  • Vier Dan D’Agostino Relentless Monoblock-Verstärker
  • Dan D’Agostino Relentless Vorstufe
  • dCS Vivaldi Set
  • Wilson Audio WAMM Master Chronosonic Lautsprecher
  • Zwei Wilson Audio Thor’s Hammer-Subwoofer
  • Nordost Odin Verkabelung
  • VPI Direct Drive Plattenspieler
  • Bassocontinuo Racks

Ein weiteres Highlight wird die 3D-Remaster-Aufnahme von Anette Askviks “Liberty” sein, die über eine Lautsprecher-Konfiguration von Kii Audio in einer Immersive-Audio-Installation präsentiert wird. Allerdings sind alle Vorführungen bereits ausverkauft.

World of Headphones: Ein Zugang für die jüngere Generation?

Parallel zur High End München findet die “World of Headphones” statt, die sich vermutlich etwas zugänglicher für jüngere Besucher gestalten wird. Hier dreht sich alles um Kopfhörer, DACs und mobiles Hören — Bereiche, in denen der Einstieg oft kostengünstiger ist.

Was darf man von uns erwarten?

Als kleine Blogger können wir natürlich keine vollständige Messe-Dokumentation stemmen. Wir werden aber versuchen, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und ein paar Highlights herauszuarbeiten. Die große Kamera bleibt zuhause, daher entstehen die meisten Fotos mit dem Smartphone.

Besonders gespannt sind wir darauf, ob sich unsere Vorurteile über die Branche bestätigen oder ob wir positiv überrascht werden. Wir gehen jedenfalls offen und neugierig an die Sache heran.

Besuchen Sie die High End München 2025

Wer die letzte Münchener Ausgabe der High End München selbst erleben möchte, hat am Samstag (17. Mai) und Sonntag (18. Mai) die Gelegenheit dazu. Der Eintritt kostet 10€ pro Tag. Donnerstag und Freitag sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten.

Es gibt sogar organisierte Busfahrten zur Messe, wie beispielsweise die von FONO.DE am Samstag, 17. Mai 2025, die interessierten Besuchern die Anreise erleichtern.

Diese letzte Ausgabe in München ist eine einmalige Gelegenheit, die Welt der High-End-Audiogeräte kennenzulernen, bevor die Messe im nächsten Jahr nach Wien umzieht. Ob audiophiler Veteran oder neugieriger Neuling — die High End 2025 verspricht ein audiovisuelles Erlebnis der Extraklasse zu werden.

Fazit: Ein Wendepunkt für die Audioszene

Die High End München 2025 markiert nicht nur das Ende einer Ära, sondern hoffentlich auch einen Wendepunkt für die Branche. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen kompromissloser audiophiler Qualität und der Notwendigkeit, neue Zielgruppen zu erschließen, zu finden. Vielleicht gelingt es der Messe in Wien ab 2026, genau diesen Spagat zu meistern und die nächste Generation von HiFi-Enthusiasten zu begeistern.

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Vainstream Rockfest 2025 — 12 Jahre nach unserem Trauma wagen wir einen zweiten Versuch https://www.hifigeek.de/vainstream-rockfest-2025-12-jahre-nach-unserem-trauma-wagen-wir-einen-zweiten-versuch/ https://www.hifigeek.de/vainstream-rockfest-2025-12-jahre-nach-unserem-trauma-wagen-wir-einen-zweiten-versuch/#respond Mon, 12 May 2025 11:11:37 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8834 12 Jahre ist es her, dass wir das Vainstream Rockfest in Münster besuchten. Ein Besuch, der bei uns viele negative Eindrücke hinterlassen hat. 12 Jahre konnte das Festival reifen und wir wagen dieses Jahr am 27. und 28. Juni einen Besuch, um zu sehen, ob es wirklich besser ist, als wir es in Erinnerung haben.

Vainstream 2013: ein kleiner Rückblick

Vainstream 2013 war schon wild. Zu der Zeit nur ein eintägiges Festival, sind wir voller Vorfreude auf In Flames und Parkway Drive aus dem Norden angereist. Die Stimmung war super und wir hatten fantastisches Wetter.

In den Jahren 2013, 2014 und 2015 haben wir wirklich unzählige Festivals pro Saison besucht und hatten dadurch einiges an Erfahrungswerten anderer Festivals, weshalb das Vainstream seinerzeit einfach unsere Negativ-Erfahrung wurde.

Angefangen hat es mit dem Wetter. Eigentlich kann es nicht besser sein. Wir hatten sicherlich an die 30 Grad, aber das Festival bot einem keinen Ort zum Rückzug aus der Sonne. Weder an den Ständen noch sonstwo (ich glaube ganz hinten gab es geringen Schatten, welcher aber nie wirklich frei wurde). So kam es wie es kommen musste und wir hatten gegen Nachmittag das erste Sonnenstich-Opfer. Erschwerend kam hinzu, dass es keine Chance gab, an Wasser zu kommen. Das Wasser war schlicht aus an den Ständen. Bier? Kein Problem, aber Wasser war aufgrund des Wetters einfach Mangelware. Eine Wasserstelle, welche es mittlerweile bei jedem Festival gab, haben wir nicht entdecken können. Abgesehen davon, dass sich der Platz schon dermaßen gefüllt hatte, dass es schlichtweg schwierig war sich von A nach B zu bewegen.

Waten auf Müll

Das Bewegen auf dem Platz war ohnehin schon ein Unikum. Es wurde begleitet mit dem ständigen Geknarze von zertretenen Plastikbechern auf dem Boden. Es gab noch keine Pfandbecher und so wurden Einwegbecher für die Getränke ausgegeben, welche unweigerlich auf dem Boden landeten. Dem Aufräumen nach dem letzten Konzert von In Flames haben wir gespannt entgegengeschaut. Laubbläser verrichteten die Arbeit und so wurde kurzerhand alles zusammen gepustet.

Wasser- und Schattenmangel

Wie oben erwähnt hatten wir schnell ein Sonnenstich-Opfer und gingen auf die Suche nach Wasser und Schatten. Bier war halt schlichtweg keine Option. Und der wenige Schatten, der da war, war ständig besetzt. Am Ein- und Ausgang zu den Sanis hat sich dann Schatten ergeben, welcher durch die Banner am Zaun geworfen wurde. Hier führten wir auch rege Diskussionen um Wasser, womit selbst die Sanis nicht dienen konnten.

Mit schwächer werdender Sonne wurde der Tag zumindest erträglicher, auch wenn der Asphalt, auf welchem das Festival stattfand, einiges an Wärme gespeichert hatte. Geblieben waren aber immer die schlechten Erinnerungen, weshalb wir in unserem Umfeld nie das Vainstream empfohlen haben, sondern eher davor gewarnt und alternativ Festivals vorgeschlagen haben, welche einen besseren Eindruck bei uns hinterlassen haben.

Fast-forward » Vainstream Rockfest 2025

Nach meiner Traumabewältigung am Anfang wollen wir 12 Jahre nach unseren Erlebnissen natürlich dem Vainstream noch eine Chance geben. Auch wenn uns die Erfahrungen davon abgehalten haben, einen weiteren Versuch zu starten, muss man das Kriegsbeil mal begraben.

Das Vainstream ist nicht nur unterdessen unaufhaltsam gewachsen, sondern sicherlich auch gereift. Gewachsen ist es um einen kompletten Tag, sodass es mittlerweile zweitägig veranstaltet wird. Insofern gereift, dass es mit dem Wachstum an Besuchern auch deutlich mehr Fläche zur Verfügung hat. Zumindest wenn ich mir die Festival-Karte ansehe, was mich total hoffen lässt, dass alle Negativpunkte heute einfach nicht mehr existent sind.

Demnach mache ich es mir zur Pflicht, genau das zu prüfen, um nicht weiter das Festival zu stigmatisieren, sondern wieder eine klare Empfehlung aussprechen zu können!

Lineup

Die Headliner lesen sich schon super. Zum einen haben wir Bullet for my Valentine, die ich schon auf meinem heißgeliebten Summer Breeze sehen durfte und dort ein starkes Konzert abgeliefert haben. Viel Nostalgie der Jugend und mega Show.

Da-da-da-da-da-da-da-da, da-da, da-da. Da, da, da, da-da, da-da — so beginnt der Klassiker “Downfall of us all” von A Day To Remember, den wohl jeder kennt! Live gesehen habe ich sie in der Tat noch nicht. Die Musik ist aber Ohrwurm pur, also sollte man sie nicht verpassen.

Feine Sahne Fischfilet werden mit frischem Album auflaufen und mit Sicherheit wieder ein übel gutes Konzert abliefern. Nachdem wir sie letztes Jahr auf einer Fähre, dem Hurricane und als Club-Show sehen durften, können wir sagen: Die Jungs um Monchi lassen nix anbrennen und werden ne Riesenparty feiern!

Ebenfalls mit neuem Album wird Heaven Shall Burn hier wohl ein Festivalkonzert der Extraklasse abliefern. Letztes Jahr auf dem Summer Breeze haben sie schon ein mehr als headlinerwürdiges Konzert geliefert, dann kann es auf dem Vainstream nur noch besser werden. Zwar schätze ich, dass es weniger vom neuen Album geben wird, da wir in der Tat am 29.06. in Bremen auf einem Album-Release-Club-Konzert sind und dort das neue Album gehörig abfeiern dürfen.

Weitere persönliche Highlights sind natürlich Millencolin! Da schwingt der Jugendvibe einfach mit und pure Nostalgie. Motionless in White waren letztes Jahr auf dem Breeze schon stark, auch wenn sie einen recht frühen Slot hatten. Natürlich muss ich auch The Ghost Inside noch klar hervorheben und einfach ein paar Fäuste fliegen lassen bei Paleface Swiss!

Am Samstag stehen noch die Veteranen von Hatebreed auf der Bühne. Mit guter Akustik definitiv ein Must-See. Ebenfalls kann man sich auch auf Landmvrks freuen. Weiterhin werden Fit For An Autopsy wieder nix anbrennen lassen, Stick to your guns und natürlich unser Highlight noch: Swiss & die Andern. Hier erwarten wir auch neue Mukke von den Hamburger Jungs, mal sehen wie viel sie bereit sind davon schon zu teilen.

Natürlich wird mein Ausschnitt hier nicht allen Bands gerecht, weil ich sie schlichtweg noch nicht gehört habe oder sie eventuell nicht mein Fall sind. Aber ein Festival ist immer ein Ort, an dem es die eine oder andere Überraschung geben kann und wird. Und so wird man hier beim Nachbericht sicherlich das ein oder andere lesen, das ich gerade noch für nicht wirklich möglich gehalten habe!

Lineup in der Tagesaufteilung

Freitag, 27. Juni 2025

Bullet For My Valentine, A Day To Remember, Motionless in White, The Ghost Inside, Refused, Gorilla Biscuits, Anxious, Delilah Bon, Grade 2, H2O, High Vis, John Coffey, Millencolin, Montreal, Paleface Swiss, Polaris, Static Dress, Spaced, Stand Still, Terror, Terminal Sleep, The Baboon Show, Trophy Eyes

Samstag, 28. Juni 2025

Feine Sahne Fischfilet, Heaven Shall Burn, Yellowcard, Hatebreed, Frank Turner & The Sleeping Souls, Landmvrks, 100 Kilo Herz, Booze & Glory, Casino Blackout, Catbite, Creeper, Currents, Drei Meter Feldweg, Dritte Wahl, Driveways, Fit For An Autopsy, Hot Water Music, Mehnersmoos, Our Mirage, Pain Of Truth, Stick To Your Guns, Stomper 98, Stray From The Path, Street Dogs, Swiss & Die Andern, The Headlines, Zebrahead

Tickets

Resttickets sind noch vorhanden und sollten schnellstmöglich gekauft werden. Hier stehen Wochenendtickets für 194,90 € und Tickets für die einzelnen Tage zum Preis von 124,90 € zur Verfügung. Schaut einfach im Shop vom Vainstream vorbei!

Verbesserungen, welche wir jetzt schon sehen

Wer negativ schreibt, kann auch Positives schreiben. Wer wie wir mal einen Blick auf die Festival-Info-Seite wirft, findet dort eine Übersichtskarte des Festivals. Hier ist klar zu sehen, dass im unteren Teil, welcher früher das komplette Festivalgelände war, jetzt nur noch die zwei Hauptbühnen stehen, plus Getränke und ein kleiner Food-Court am Ende des Platzes. Weiterhin scheint es jetzt nach rechts Ausweichflächen zu geben, welche den Platz sicherlich entlasten werden. Weiterhin komplett neu ist der Main Entrance und alles was irgendwie auf dem Gelände und in den Messehallen stattfindet. Hier erwarten wir Schatten und kühle Atmosphäre.

Was auch immer der Social Club ist, er ist auch drinnen und auf dem hinteren Parkplatz steht jetzt gut erreichbar eine weitere Bühne. Die blau gekennzeichneten Stellen als Wasserquellen sind auch optisch gut platziert und zeigen, dass es hier keine Probleme geben sollte.

Alles Gründe, warum unsere Kritik nach 12 Jahren definitiv obsolet sein sollte. Das Gelände ist um ein Vielfaches weitläufiger als wir es 2013 erleben durften. Wir freuen uns dieses Jahr auf den Besuch und hoffen, dass wir einigen hier noch mal einen letzten Drive geben konnten, es uns gleich zu tun.

Wer noch einen Tritt braucht, kann sich auch das Aftermovie von 2024 mal antun.

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DENON, MARANTZ & B&W: SAMSUNG ÜBERNIMMT DIE AUDIOWELT – DER MEGA-DEAL IST PERFEKT! https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/ https://www.hifigeek.de/denon-marantz-bw-samsung-uebernimmt-die-audiowelt-der-mega-deal-ist-perfekt/#respond Wed, 07 May 2025 09:12:42 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8829 Die Gerüchteküche brodelte schon lange, jetzt ist es amtlich: Harman International, Tochtergesellschaft von Samsung, übernimmt die Sound United Audiosparte von Masimo für satte 350 Millionen Dollar! Damit wandern legendäre HiFi-Marken wie Denon, Marantz und Bowers & Wilkins in den gigantischen Audio-Kosmos von Samsung. Was für ein Paukenschlag in der Audiowelt!

Der Deal des Jahres: Samsung schnappt sich die Audio-Elite!

Was viele befürchtet hatten, ist nun eingetreten – aber mit einem überraschend positiven Twist! Nachdem Masimo zuletzt kaum noch wusste, was es mit seinen Audio-Perlen anfangen sollte, hat Samsung jetzt die Reißleine gezogen und den gesamten Laden übernommen. Und das zum Schnäppchenpreis von gerade mal 350 Millionen Dollar – in bar, versteht sich!

Das ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Masimo vor gerade mal drei Jahren sagenhafte 1,025 Milliarden Dollar für Sound United hingeblättert hatte. Ein Verlustgeschäft epischen Ausmaßes für das Medizintechnikunternehmen, das offensichtlich festgestellt hat, dass HiFi-Equipment und Gesundheitstechnik nicht unbedingt eine Traumehe bilden!

Was kommt jetzt ins Samsung-Audio-Imperium?

Mit diesem Deal erweitert Samsung/Harman sein ohnehin schon beeindruckendes Audio-Portfolio um absolute Kultmarken:

  • Bowers & Wilkins (Premium-Lautsprecher für echte Audiophile)
  • Denon (HiFi-Urgestein mit legendärem Ruf)
  • Marantz (High-End-Verstärker und mehr)
  • Polk Audio (Lautsprecher für jedermann)
  • Definitive Technology (Premium-Heimkino-Systeme)
  • Classé (Ultra-High-End-Verstärker)
  • HEOS (Multiroom-Audio-System)
  • Boston Acoustics (bekannt für soliden Sound zum fairen Preis)

Diese Marken gesellen sich nun zu einem bereits beeindruckenden Lineup:

  • JBL (vom Party-Bluetooth-Speaker bis zur High-End-Studio-Monitore)
  • Harman Kardon (Lifestyle-Audio)
  • AKG (Kopfhörer und Studio-Equipment)
  • Mark Levinson (Ultra-Premium-HiFi)
  • Arcam (britische HiFi-Tradition)
  • Revel (High-End-Lautsprecher)
  • Roon (Audiophile Streaming-Software)

VERRÜCKT! Samsung besitzt jetzt gefühlt die Hälfte aller relevanten HiFi-Marken auf dem Planeten!

Die turbulente Vorgeschichte: Masimos Audio-Abenteuer

Die ganze Geschichte hat fast schon Soap-Opera-Qualitäten: Anfang 2017 kaufte Sound United die Marken Denon, Marantz und Co. Ende 2020 kam dann noch Bowers & Wilkins dazu. Doch dann der Hammer: Medizintechnik-Riese Masimo schnappt sich 2022 den ganzen Laden für über eine Milliarde Dollar – ein Move, bei dem die gesamte Branche nur ungläubig mit den Augen rollen konnte.

Und dann ging’s bergab. Im dritten Quartal 2024 wies Masimo für seinen Audio-Zweig einen Nettoverlust von 12,9 Millionen Dollar aus. In den ersten neun Monaten 2024 lag der Gesamtverlust bei erschütternden 31,3 Millionen Dollar. Im November 2024 machten dann Gerüchte die Runde, dass Masimo seine Audio-Sparte komplett einstampfen könnte.

Die Sanierung hatte bereits begonnen: Sämtliche Aktivitäten wurden in Eindhoven (Niederlande) konzentriert, Büros in Frankreich, Finnland, der Schweiz und Deutschland wurden geschlossen. Mit Roland Krüger verließ sogar der Manager der Produktlinie Electronics rund um Denon, Marantz und Classé Audio das sinkende Schiff.

Was bedeutet der Deal für uns Audiophile?

Die große Frage für uns Klangfanatiker: Was passiert jetzt mit unseren geliebten Marken? Werden Denon-Receiver bald mit Samsung-Logos verziert? Kommt der nächste Bowers & Wilkins Kopfhörer mit Galaxy-Branding?

Dave Rogers, Präsident der Lifestyle-Sparte von Harman, gibt sich erwartungsgemäß optimistisch: Diese Übernahme sei “ein strategischer Schritt zur Erweiterung des Kerngeschäfts” und werde “mehr Auswahlmöglichkeiten für Konsumenten” bieten. Das klingt erstmal gut – aber was heißt das konkret?

Meine Prognose für die Zukunft:

  1. Kurzfristig wird sich nichts ändern – die Produktlinien sind bereits geplant, die Geräte in Produktion. Die nächsten 1–2 Jahre laufen die Marken vermutlich wie gehabt weiter.
  2. Mittelfristig könnte es spannende Technologie-Transfers geben – stellt euch vor: HEOS-Multiroom mit Roon-Integration! Oder Bowers & Wilkins Lautsprecher mit JBL-Treibertechnologie! Hier könnte tatsächlich etwas Spannendes entstehen.
  3. Langfristig werden einige Marken neu positioniert oder zusammengelegt – es macht wenig Sinn, dass Samsung zehn verschiedene Receiver-Linien parallel betreibt. Wahrscheinlich werden manche Marken für bestimmte Marktsegmente reserviert oder neu definiert.

Was wir definitiv NICHT erwarten sollten: Eine Einstellung der Premium-Marken. Samsung hat mit Harman bewiesen, dass sie hochwertige Audiomarken schätzen und ihr eigenes Ding machen lassen können. Niemand will schließlich eine Milliarde Dollar für Marken ausgeben, um sie dann zu beerdigen!

Mein persönliches Fazit: Chance statt Katastrophe!

Als ich vor Monaten über das mögliche Aus von Denon, Marantz und Bowers & Wilkins schrieb, war die Stimmung düster. Jetzt atme ich auf – und ihr solltet das auch tun! Samsung/Harman ist vielleicht der beste realistische Käufer, den man sich wünschen konnte.

Warum? Weil Harman seit der Samsung-Übernahme 2017 bewiesen hat, dass sie Audio ernst nehmen. JBL hat seitdem einige der besten Produkte seiner Geschichte auf den Markt gebracht. Mark Levinson produziert weiterhin exquisite High-End-Verstärker. Und die Übernahme von Roon hat gezeigt, dass sie auch Software-seitig in die Audiozukunft investieren wollen.

Der Consumer-Audio-Markt wächst von 60,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf voraussichtlich 70 Milliarden Dollar im Jahr 2029. Samsung wäre dumm, dieses Potential nicht auszuschöpfen – und dumm sind die Koreaner definitiv nicht!

Die Details zum Deal

Der Kaufpreis liegt bei 350 Millionen US-Dollar in bar, mit kleineren möglichen Anpassungen. Die Transaktion soll bis Ende 2025 abgeschlossen sein, vorausgesetzt, alle behördlichen Genehmigungen werden erteilt. Quentin Koffey, stellvertretender Vorsitzender des Masimo-Vorstands, erklärte, dass das Finden des “richtigen Zuhauses für dieses Geschäft von Tag eins an eine erklärte Priorität des neuen Vorstands war”.

Für Masimo bedeutet der Verkauf eine Rückbesinnung auf das Kerngeschäft im Gesundheitsbereich, während Harman sein Portfolio im Audiobereich massiv erweitert. Die Übernahme ist Teil einer größeren Strategie von Samsung, seine globale Führungsposition im Consumer-Audio-Markt zu stärken.

Für uns Verbraucher bleibt abzuwarten, ob Harman die klassischen HiFi-Sounds der Sound United-Marken beibehält oder neue Akzente setzt. Mit dieser Übernahme entsteht jedenfalls eine der stärksten Markenallianzen im HiFi-Segment überhaupt.

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Transienten: Die kurzen Stars des Klangs https://www.hifigeek.de/transienten-die-kurzen-stars-des-klangs/ https://www.hifigeek.de/transienten-die-kurzen-stars-des-klangs/#respond Thu, 24 Apr 2025 19:34:36 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8815 Hast du dich schon mal gefragt, warum der Klick eines Drumsticks auf dem Becken oder das Anschlagen einer Gitarrensaite so lebendig und energiegeladen klingt? Der Geheimheld dahinter heißt “Transient” – ein kleiner, aber mächtiger Teil jedes Klangs, der oft über die Qualität einer Musikaufnahme oder Wiedergabe entscheidet.

Was sind Transienten eigentlich?

Transienten sind kurze, energiereiche Klangereignisse, die am Anfang eines Tons auftreten – quasi der “Knall” bevor der eigentliche Ton kommt. Stell dir vor, du schlägst eine Trommel an: Der erste kurze, knackige “Bäng” ist der Transient, während der nachfolgende dumpfere Ausklang das sogenannte “Sustain” ist. Diese Knackser dauern nur wenige Millisekunden, sind aber für unser Gehör extrem wichtig.

Wo begegnen uns Transienten?

Transienten findest du überall in der Musik:

  • Bei der Kick Drum ist es der Moment, wenn der Schlägel aufs Fell trifft
  • Bei der Akustikgitarre ist es das Geräusch des Plektrums auf der Saite
  • Beim Klavier ist es der Anschlag der Hämmer
  • Knackende Äste, klirrende Becken oder angerissene Gitarrensaiten – alles Transienten

Warum sind Transienten so wichtig?

Transienten sind wie die Gewürze in deinem Lieblingsessen – ohne sie würde alles fade schmecken. Sie sorgen für:

  • Den “Punch” und die Durchsetzungskraft von Drum
  • Die Klarheit und Präsenz in der Musik
  • Den Groove und die Energie eines Songs
  • Die räumliche Wahrnehmung (mehr Transienten = Sound wirkt näher)

Die Herausforderung bei der Wiedergabe

Gute Lautsprecher oder Kopfhörer erkennst du daran, wie präzise sie Transienten wiedergeben können. Wenn die Becken richtig “zischen”, der Bass schön “kickt” und die Gitarre knackig “twangt”, dann ist die Transientenwiedergabe gelungen. Sind diese feinen Impulse verschliffen oder verzerrt, geht viel von der Dynamik und Lebendigkeit der Musik verloren.

Fazit

Beim nächsten Musikhören achte mal bewusst auf diese kurzen, knackigen Anteile der Klänge – die Transienten. Sie sind die kleinen Helden, die dafür sorgen, dass deine Lieblingsmusik nicht nur harmonisch klingt, sondern auch lebendig und energiegeladen. Und wenn du mal nach neuen Kopfhörern oder Lautsprechern Ausschau hältst, ist die Frage “Wie gut werden Transienten wiedergegeben?” ein super Kriterium für deine Entscheidung.

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Meine Kopfhörer-Journey: Vom Walkman zum audiophilen Setup https://www.hifigeek.de/meine-kopfhoerer-journey-vom-walkman-zum-audiophilen-setup/ https://www.hifigeek.de/meine-kopfhoerer-journey-vom-walkman-zum-audiophilen-setup/#respond Thu, 24 Apr 2025 12:24:30 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8682 Ein persönlicher Erfahrungsbericht über mehr als drei Jahrzehnte Klangsucht, analog bis digital und wieder zurück – und warum die Kabelwelt doch die beste ist.

Die analogen Anfänge: Walkman, Discman & MiniDisc

Kopfhörer begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Wie viele Kinder der 90er startete ich mit einem klassischen Walkman und den obligatorischen, dünnen Bügelkopfhörern, die damals zum Standard-Equipment gehörten. Meine akustische Welt bestand hauptsächlich aus Kassetten mit Radioaufnahmen und geschenkten Hörspielen — der absolute Luxus für einen Musikfan im Taschenformat!1

Mit dem Siegeszug der CD kam der Quantensprung in Form eines Panasonic SL‑S 320, den mir meine Eltern zu Weihnachten schenkten. Die mitgelieferten Earbuds mit der Kabelfernbedienung waren für damalige Verhältnisse der absolute Hit. Diesen CD-Player habe ich überallhin mitgeschleppt — und erstaunlicherweise überlebten die Kopfhörer dabei länger als erwartet.

Dann kam die MiniDisc-Ära — und was für ein Game-Changer das war! Nach endlosem Betteln bei meinen Eltern wurde ich stolzer Besitzer eines Sharp MD-MS701H Mini Disk Recorders. Das Ding war einfach sexy! Man konnte seine eigene Musik “aufnehmen” — meist von ausgeliehenen CDs — und das in einer Qualität, die deutlich besser war als die der Kassetten. Ich habe eine Disk nach der anderen befüllt und das Teil wie einen Schatz überallhin getragen. Natürlich hatte das Aluminium-Gehäuse seine Schwachstellen — irgendwann verbog sich der Diskeinschub, was man dann händisch zurückbiegen musste. Auch das Display der Kabelfernbedienung zeigte mit der Zeit Verschleißerscheinungen.

Die digitale Revolution: MP3-Player & iPod Classic

Mit dem Skateboarden begann mein Player dann zu leiden. Gleichzeitig hielten MP3s Einzug in mein Leben, und dank Zugriff auf einen Brenner grub ich meinen Discman wieder aus. Dieser musste jedoch bald einem der ersten rudimentären MP3-Player weichen — mit sagenhaften 128MB Speicher (ja, Megabyte, kein Tippfehler!). Zum Glück hatte ich inzwischen einen gut bezahlten Nebenjob, sodass ich mir einen iriver SlimX iMP-550 leisten konnte. Mein Skate-Bag war entsprechend ausgestattet: ein praktischer CD-Halter, in dem die Silberlinge ohne Hülle ihren Platz fanden. Die Scheiben sahen nach einer Weile zwar aus, als hätten sie den dritten Weltkrieg überlebt, aber so war das damals eben.

In dieser Zeit ging ich durch zahllose Ear-Buds. Die günstigen zerbrachen schnell, aber selbst die teuren fielen entweder beim Skaten runter und landeten unter den Rollen, oder die extrem dünnen Stiele brachen aus heiterem Himmel. Es war wie ein Fluch – kaum hatte man gute Kopfhörer, zerstörte sie der Audio-Gott persönlich.

Trotz aller technischen Herausforderungen war Musik für mich allgegenwärtig. Ich kaufte CD um CD und schleppte sie überall mit hin. Heute sehen sie entsprechend mitgenommen aus — authentische Kampfspuren eines intensiven Musiklebens.

Der nächste Meilenstein war ein iPod Classic mit 80GB — ein absolutes Traumgerät! Mit einer Teufel Dockingstation zu Hause und einem JBL Portable-Speaker beim Skaten war ich komplett ausgestattet. Der iPod diente mir sogar als Wecker im Studium, bis die Dockingstation irgendwann den Geist aufgab. Zwischenzeitlich leisteten meine Koss Plugs treue Dienste, wechselten dann aber zum iPhone, das ich seit dem 3G-Modell etwa alle zwei Jahre aktualisiert habe.

Gaming & Streaming: Neue Hörwelten erschließen sich

Parallel zum mobilen Musikgenuss war PC-Gaming ein großes Thema, und auch hier wurden etliche “billige” Kopfhörer durchgenudelt, bis irgendwann Speedlink Medusas in meinem Setup landeten. Mein digitales Musikleben wanderte von iTunes zu Spotify, sobald der Dienst in Deutschland verfügbar wurde. Mit dem praktischen Telekom-Deal, bei dem der Spotify-Traffic nicht auf das monatliche Volumen angerechnet wurde, explodierte mein Musikkonsum förmlich. Plötzlich war jeder Tag ein Festival – nur eben ohne die schlammverkrusteten Schuhe und überteuerten Getränke.

Zunächst blieb ich den kabelgebundenen Over-Ears treu, wechselte dann aber zu Bose QC25 und später QC35. Die QC25 haben irgendwann kapituliert, während die QC35 noch immer auf dem Schreibtisch meiner Frau ihren Dienst tun – ein Beweis dafür, dass Qualität sich durchsetzt, selbst wenn der audiophile Snob in mir mittlerweile die Nase rümpft.

Der Arbeitskopfhörer: Konzentration & Meetings

Bei der konzentrierten Arbeit am Bildschirm entdeckte ich die unglaubliche Kraft der Musik als Fokushelfer. Sie ließ mich in einen Tunnel eintauchen, in dem alles um mich herum verschwand. Ich wurde eins mit der Musik, meinen Gedanken und der Arbeit. Zeit und Raum lösten sich auf, während ich eine Lösung nach der anderen entwickelte. Diese Flow-Zustände sind für mich mittlerweile essenziell – sie machen den Unterschied zwischen einem produktiven Tag und einem, an dem ich mich wie ein Hamster im Rad fühle.

Mit jedem Arbeitgeberwechsel nahm die Zahl der Meetings zu, was sich immer weiter zuspitzte und mich zunehmend einengte. Die Meetings fühlten sich an wie im Aquarium — geschlossene Kopfhörer mit Noise-Cancelling, schlecht belüftet, heiße Ohren und Schweiß. Ich lief schier Amok unter diesen Klanghauben, sodass eine Alternative her musste. Die Vorstellung, täglich acht Stunden mit diesen Ohrensaunen zu verbringen, war so verlockend wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung.

Nach intensiver Recherche und Überlegungen zum Budget entschied ich mich für die Beyerdynamic DT1990 Pro — ein offener Kopfhörer, der meinen Musikgenuss auf ein neues Level heben sollte. Es war Liebe auf den ersten Klang!

Die audiophile Wende: Offene Kopfhörer verändern alles

Die DT 1990 Pro sind seit sechs Jahren meine treuen Begleiter, und ich trage sie nach wie vor mit Begeisterung. Meetings sind mit ihnen ein völlig neues Erlebnis: Ich höre meine eigene Stimme beim Sprechen, was die Kommunikation unglaublich angenehm macht. Sie werden zwar warm am Kopf, aber verglichen mit den Bose-Kopfhörern ist das ein Kinderspiel. Klanglich bewegen wir uns hier in einem ganz anderen Universum – das wäre, als würde man einen Trabant mit einem Porsche vergleichen.

Natürlich musste dann auch ein passender DAC her. Mit dem ifi Hip Dac fand ich einen teilweise mobilen Begleiter. Ehrlich gesagt habe ich ihn dann doch selten unterwegs genutzt, was die Anschaffung aus dieser Perspektive vielleicht nicht optimal erscheinen lässt. Klanglich war es jedoch ein Volltreffer, und das zählte am Ende.

Für jemanden, der mehrere tausend Stunden pro Jahr mit Kopfhörern verbringt, hatte ich bis dahin erstaunlich wenig experimentiert. Nicht aus Abneigung — mir fehlte einfach der zündende Funke. Womöglich war ich auch unbewusst besorgt, dass ein tieferer Einstieg in die Audiophilie mein Bankkonto in ähnlicher Weise ruinieren würde wie meine Plattensammlung. Spoiler: Diese Befürchtung war absolut berechtigt.

Neue Horizonte: Hifiman Arya Stealth & Die Lehmann Audio Entdeckung

Im letzten Sommer packte mich kurzzeitig das Verlangen, etwas Neues auszuprobieren. Ich besorgte einen Hifiman Arya Stealth, über den ich im Netz viel Gutes gelesen hatte. Ich wollte ihn testen und darüber schreiben, was ich leider schuldig geblieben bin. Klanglich war der Kopfhörer beeindruckend, aber der Tragekomfort ließ zu wünschen übrig. Die ovalen Ohrmuscheln drückten auf meine Kieferknochen und störten beim Sprechen in Meetings – ein eigenartiges Gefühl, das mich letztlich wieder zum Bewährten zurückkehren ließ. Es war, als würde ich versuchen, mit einem Ferrari einkaufen zu fahren – beeindruckend, aber unpraktisch.

Dann kam ein schicksalhaftes Telefonat mit Norbert Lehmann. Eigentlich rief ich an, um seine Gerätefüße zu testen, und plötzlich standen zwei Lehmann Audio Kopfhörerverstärker bei mir. Klingt wie ein erfolgreiches Verkaufsgespräch, war es aber nicht! Norbert fragte irgendwann nach meinem Beruf, und ich erzählte, dass ich den ganzen Tag mit Kopfhörern vor dem Bildschirm sitze, Musik höre oder in Meetings bin.

Sofort war er Feuer und Flamme und berichtete von seinen Linear und Linear II Kopfhörerverstärkern. Wie er blindlings einen Test gewann, ohne selbst davon zu wissen, oder sich Studios bei ihm meldeten, weil seine Linear-Serie hervorragende Arbeit leistet. Wie Sennheiser diese Verstärker zur Präsentation neuer Kopfhörer nutzt. Norbert gab mir umfangreiches Material zu seinen Verstärkern mit, aus dem ich seitenweise zitieren könnte. Diese Geschichten sind aber aus seinem Mund wahrscheinlich noch viel spannender – der Mann spricht über Audio-Equipment mit der gleichen Leidenschaft, mit der andere über ihre Fußballmannschaft reden.

Da er selbst auf HiFi-Veranstaltungen ausstellt, wird er dort sicherlich das ein oder andere über seine Geräte erzählen — vielleicht sogar die Geschichte, die ich hier gerade zusammenschreibe.

Das ultimative Setup: Tiefeintauchen in die Kopfhörerverstärker-Welt

Aufhänger meines Interesses war Norberts Aussage, dass viele seiner Profi-Kunden berichten, sie seien nach einem Arbeitstag viel entspannter oder könnten längere Mix-Sessions absolvieren, seitdem sie Lehmann Audio’s Linear Kopfhörerverstärker nutzen.

Also ran an den Speck! Ich habe den Linear etwa zwei Wochen intensiv genutzt, was in meinem Fall etwa 120 Stunden entspricht. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich in neue Themen mit Haut und Haaren stürze, bis ins kleinste Detail eintauche und alles ausprobiere, was in Reichweite ist. Wenn ich ein Thema anfasse, dann richtig – Halbgares gibt’s nicht.

Gesagt, getan: Weitere DACs mussten her! Mein ifi HipDac war ein Anfang, aber nicht genug. Schnell gesellten sich der Fosi Audio K7 und ZD3 dazu – beide absolute Preis-Leistungs-Kracher, wie wir bereits in unserem K7-Test festgestellt haben. Außerdem hatte ich bereits den Shanling M5 Ultra, der ebenfalls hervorragend als DAC funktioniert. Zum krönenden Abschluss experimentierte ich mit einem Burson Audio Playmate 3 Deluxe und verschiedenen OpAmps. Der Vorteil: Einige dieser Geräte haben eigene Verstärkung, wodurch ich sie direkt gegen den Linear testen konnte.

Selbstverständlich schleppte ich den Linear (und später den Linear II) auch ins Wohnzimmer, schloss ihn an den Plattenspieler an und testete ihn mit dem WiiM Ultra und dem Eversolo DMP-A6 Master Edition. Ein wahrhaft umfangreiches Zuspieler-Setup! Meine Frau beäugte das wachsende Equipment-Arsenal zunächst mit Skepsis, ließ sich aber schnell von den klanglichen Unterschieden überzeugen – ein klassischer “Aha”-Moment, der jeden Audiophilen mit Stolz erfüllt.

Bei den Kopfhörern startete ich mit meinen bewährten DT 1990 Pro und rüstete später auf einen Audeze LCD‑X auf. Ich überlegte, noch weitere Kopfhörer hinzuzuziehen, aber irgendwann sprengt das alle Grenzen. Nach mittlerweile über 400 Stunden mit dem Audeze denke ich, ein gutes Gefühl dafür entwickelt zu haben, was wie, wo und wann am besten funktioniert.

Mein Schreibtisch glich zeitweise einem Schlachtfeld mit Kabelsalat, das selbst hartgesottene IT-Systemadministratoren zum Weinen gebracht hätte. Nach und nach verbannte ich jedoch Geräte, die ich ausgiebig getestet hatte, und sitze nun beim Schreiben nur noch mit dem Burson Audio Playmate 3 Deluxe, dem Audeze LCD‑X und dem Lehmann Linear II hier. Wahrscheinlich, weil ich diese Schätze bald wieder abgeben muss und den Klang noch ein wenig zelebrieren möchte – wie ein letztes opulentes Mahl vor einer Diät.

Als Verbindungskabel nutze ich die Sommer Cable Epilogue. Hier muss ich mir wirklich ein zweites Paar zulegen, denn das ständige Umstöpseln nervt gewaltig – besonders weil die Stecker so verdammt stramm sitzen. Ein Kabelwechsel fühlt sich jedes Mal an, als würde man einen eingeklemmten Zahn ziehen.

Ausblick: Die Reise geht weiter

Ich denke, ich bleibe an diesem Thema dran. Das Schöne ist, dass ich diese Tests relativ einfach während der Arbeit durchführen kann und quasi ständig daran arbeiten kann – einer der wenigen Vorteile, wenn man den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt.

Aktuell liegt hier noch der Douk Audio K5, den ich gelegentlich höre. Ich bin der Meinung, dass man nicht nur hochpreisige DACs testen sollte, sondern sich breit aufstellen muss. Es gibt immer wieder Perlen, die aus der Masse herausstechen, und ich möchte auch gerne Produkte empfehlen, die nicht unbedingt eine Niere und Leber kosten. Schließlich sollte guter Sound nicht ausschließlich denjenigen vorbehalten sein, die einen Kleinwagen dafür opfern können.

Es liegt mir am Herzen, auch jüngeren Menschen den Weg zu gutem HiFi zu zeigen. Ich denke, dass diese trotz Spotify und Co. durchaus bereit sind, sich dem Thema zu öffnen – nur eben auf ihre eigene Art und Weise. Denn letztendlich geht es nicht darum, wer das teuerste Equipment hat, sondern wer die tiefste Verbindung zur Musik aufbauen kann – und manchmal ist der Weg dorthin eben ein besserer Kopfhörer oder ein feiner Verstärker.

Derzeit warten wir noch auf den Fosi Audio i5 (wir berichteten), für den gerade die Kickstarter-Kampagne gestartet ist. Außerdem sind wir mit Hifiman im Gespräch, und auch hier wird in Zukunft etwas kommen. Mit Audeze wird es nach der HIGH END 2025 in die nächste Runde gehen – ich bin bereits jetzt gespannt wie ein Flitzebogen, was die nächste Qualitätsstufe zu bieten hat.

Unsere Bestrebungen unterstreichen wir mit unserer Akkreditierung für die HIGH END 2025, an der wir als Presse-Partner teilnehmen werden. Mal sehen, was wir dort alles erleben! Ich werde sicherlich mit brennenden Ohren zurückkehren – aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Man darf also gespannt sein, und ich hoffe, mit meinen Interessen auch eure zu treffen, um dann interessante Beiträge zu schreiben. Denn eines ist klar: Die Reise in die audiophile Welt ist ein Marathon, kein Sprint – und wir haben gerade erst begonnen, warm zu laufen.

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Wattbedarf von Lautsprechern berechnen: So viel Leistung brauchst du wirklich https://www.hifigeek.de/wattbedarf-von-lautsprechern-berechnen/ https://www.hifigeek.de/wattbedarf-von-lautsprechern-berechnen/#respond Sat, 19 Apr 2025 07:35:50 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8751 Wattbedarf von Lautsprechern berechnen – und verstehen, was deine Kopfhörer wirklich an Leistung brauchen: Genau darum geht es in diesem Artikel. Statt dich von 1000‑Watt‑Versprechen blenden zu lassen, zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den realen Leistungsbedarf deines Setups berechnest und Clipping vermeidest.

Wir alle kennen diese Situation: Du stehst im Elektromarkt und der Verkäufer schwafelt etwas von “1000 Watt Leistung” und “ultimative Power”, während du verzweifelt versuchst zu verstehen, ob deine Lieblingsalben von Slipknot oder Ghost damit wirklich besser klingen werden. Oder du scrollst durch Amazon, um einen Kopfhörerverstärker zu finden und bist von Begriffen wie “Impedanz”, “Sensitivität” und “mW” komplett erschlagen. Zeit, diesem Leistungs-Chaos ein Ende zu setzen und herauszufinden, welchen Watt­be­darf von Kopf­hö­rern und Laut­spre­chern du wirklich hast.

Statt dich von Mar­ke­ting-Zah­len blen­den zu las­sen, lernst du hier, wie du den Watt­be­darf von Kopf­hö­rern und Laut­spre­chern rea­lis­tisch ein­schätzt und auf dei­ne Set­up-Pra­xis überträgst.

Die Power-Realität: Watt ist das eigentlich?

Bevor wir in die Untiefen der Verstärkerleistung eintauchen, lass uns eines klarstellen: Mehr Watt bedeutet nicht automatisch besseren Klang. Das ist wie bei einem Auto – nur weil es 300 PS hat, fährt es nicht zwangsläufig komfortabler als ein 150 PS-Modell.

Watt ist einfach die physikalische Einheit für Leistung, benannt nach dem schottischen Ingenieur James Watt (der sich vermutlich nie hätte träumen lassen, dass sein Name einmal auf jeder HiFi-Anlage prangen würde). Bei Audioverstärkern gibt die Wattzahl an, wie viel elektrische Leistung der Verstärker in deine Kopfhörer oder Lautsprecher pumpen kann.

Kopfhörer vs. Lautsprecher: Das David-und-Goliath-Prinzip

Der wichtigste Unterschied, den du kennen solltest: Kopfhörer brauchen nur einen Bruchteil der Leistung, die Lautsprecher verschlingen.

Kopfhörer: Die Power-Asketen

Hier zeige ich dir, wie du den Wattbedarf von deinen Kopfhörern berechnest.

Für Kopfhörer reden wir meist nicht mal von Watt, sondern von Milliwatt (mW) – also tausendstel Watt. Warum? Weil die kleinen Treiber direkt an deinen Ohren sitzen und nicht erst einen ganzen Raum beschallen müssen. Ein typischer Kopfhörer kann mit nur 1 mW bereits einen Schalldruckpegel von 85–100 dB erreichen – das ist ungefähr so laut wie ein Motorrad aus nächster Nähe!

Doch hier wird’s interessant: Je nach Modell kann der Leistungsbedarf für den gleichen Lautstärkepegel um bis zu Faktor 500 variieren. Ein hochsensibler In-Ear mit 100 dB/mW Wirkungsgrad braucht für deine Lieblings-Metalband praktisch nichts, während ein störrischer audiophiler Planarkopfhörer mit 85 dB/mW dein Smartphone-Ausgang zum Schwitzen bringt.

Lautsprecher: Die Kraftprotze

Im nächsten Abschnitt zeige ich dir konkret, wie du den Wattbedarf von Lautsprechern berechnen kannst – inklusive Beispielrechnung für dein Wohnzimmer.

Bei Lautsprechern wird’s dann richtig hungrig. Hier reden wir tatsächlich von Watt, nicht Milliwatt. Ein durchschnittlicher Standlautsprecher braucht deutlich mehr Saft, um den gleichen Schalldruck zu erzeugen – schließlich muss der Sound den ganzen Raum füllen.

Aber auch hier gilt: Die Zahl allein sagt fast nichts. Ein effizienter Lautsprecher mit 92 dB/W Wirkungsgrad kann mit 35 Watt schon deine Nachbarn wahnsinnig machen, während ein ineffizienter 85 dB/W‑Lautsprecher mit derselben Leistung eher müde vor sich hin tönt.

Marketing-Watt vs. Real-Life-Watt

Jetzt wird’s schmutzig: Viele Hersteller werben mit astronomischen Wattzahlen, die in der Praxis so relevant sind wie ein Regenschirm in der Wüste. “1000 Watt PMPO!” schreit die Verpackung, während das Gerät in Wirklichkeit vielleicht 50 Watt RMS liefert.

PMPO (Peak Music Power Output) ist ein reiner Marketing-Begriff ohne standardisierte Messmethode. Wenn du wirklich wissen willst, was dein Verstärker kann, schau nach dem RMS-Wert (Root Mean Square). Das ist die kontinuierliche Leistung, die der Verstärker über längere Zeit liefern kann, ohne in Flammen aufzugehen.

Sensitivität & Impedanz: Die heimlichen Bosse

Viel wichtiger als die reine Wattzahl sind zwei andere Faktoren, die kaum jemand beachtet:

Sensitivität/Wirkungsgrad

Diese Zahl (in dB/mW oder dB/W) sagt dir, wie effizient dein Kopfhörer oder Lautsprecher elektrische Leistung in Schall umwandelt. Je höher, desto lauter wird’s bei gleicher Leistung. Bei einer Steigerung von nur 3 dB brauchst du bereits die halbe Leistung für die gleiche Lautstärke. Mind. Blown.

Impedanz

Die in Ohm (Ω) gemessene Impedanz bestimmt, wie “schwer” es für deinen Verstärker ist, Strom in den Kopfhörer oder Lautsprecher zu drücken. Bei Kopfhörern kann sie von 15 Ω bis 600 Ω reichen, bei Lautsprechern meist zwischen 4 Ω und 8 Ω.

Ein 32-Ohm-Kopfhörer lässt sich problemlos von deinem Smartphone antreiben, während ein 300-Ohm-Modell einen speziellen Kopfhörerverstärker benötigt, der genug Spannung liefern kann.

Der Horror des Clippings: Wenn Verstärker überfordert sind

Hier wird’s für den Audiophilen richtig gruselig: Ein zu schwacher Verstärker, der über seine Grenzen gepusht wird, erzeugt “Clipping” – die Signalspitzen werden abgeschnitten, was zu einem harschen, verzerrten Klang führt. Auf Dauer können diese verzerrten Signale deine Kopfhörer oder Lautsprecher beschädigen – ganz zu schweigen von deinen Ohren.

Genau wie in einem guten Horrorfilm ist es nicht der Mangel an Kraft, der tötet, sondern der verzweifelte Versuch, mehr zu geben, als man hat.

So berechnest du den Wattbedarf Schritt für Schritt

Jetzt wird’s praktisch. So berechnest du, was du wirklich brauchst:

Für Kopfhörer:

  1. Sensitivität deines Kopfhörers checken (z.B. 90 dB/mW)
  2. Deine gewünschte Maximallautstärke festlegen (z.B. 110 dB für kurze, intensive Metal-Sessions)
  3. Differenz berechnen: 110 — 90 = 20 dB
  4. Faustregel: Für je 3 dB mehr Lautstärke verdoppelt sich die nötige Leistung
  5. 20 dB ÷ 3 = etwa 6,7 Verdoppelungen
  6. 1 mW × 2^6,7 ≈ 100 mW

Bedeutet: Du brauchst einen Kopfhörerverstärker, der mindestens 100 mW bei der Impedanz deines Kopfhörers liefern kann.

Für Lautsprecher:

Die Rechnung ist ähnlich, aber denk zusätzlich an den Abstand zum Lautsprecher. Pro Verdoppelung der Entfernung verlierst du 6 dB Schalldruck. Sitzt du 4 Meter von deinen Boxen entfernt, brauchst du bereits 12 dB mehr Leistung als bei 1 Meter Entfernung!

Lautsprecher-Power: Die Beispielrechnung für Metalheads

Stell dir vor, du willst dein Wohnzimmer in eine Knocked-Loose-Live-Kulisse verwandeln. Deine Boxen haben einen Wirkungsgrad von 88 dB/W/m (steht im Handbuch) – nicht die effizientesten, aber solide. Du willst 100 dB Schalldruck an deinem Sessel, der 4 Meter von den Boxen entfernt steht. So rechnest du deinen Verstärkerbedarf aus:

  1. Abstandsverlust:
    Jede Verdoppelung der Distanz frisst 6 dB.
    • 1m → 2m: ‑6 dB
    • 2m → 4m: Nochmal ‑6 dB
      Total: ‑12 dB
      Deine Boxen müssen also 112 dB an der Quelle liefern.
  2. Sensitivitätslücke:
    Deine Boxen schaffen 88 dB pro Watt.
    112 dB – 88 dB = 24 dB Differenz.
  3. Leistungsfaktor:
    Pro +3 dB brauchst du doppelte Power:
    • 24 dB / 3 dB = 8 Verdoppelungen
    • 1 Watt × 2⁸ = 256 Watt.
  4. Headroom für Dynamik:
    Metal braucht 50% Reserve für ungezähmte Transienten:
    256 W × 1,5 ≈ 384 W.

Ein 400-Watt-Verstärker bei 8 Ohm ist dein Ticket zum Mosh-Pit – aber check vorher die Impedanzkurve deiner Boxen! Manche Modelle sacken auf 4 Ohm ab, dann verdoppelt sich der Strombedarf.

Class‑D: Der heimliche Champion

Ein kurzer Shoutout an die neue Generation von Class-D-Verstärkern. Diese digitalen Kraftwerke arbeiten viel effizienter als herkömmliche Verstärker und können mit nominell weniger Watt oft größere Lautstärken erzeugen als ihre klassischen Pendants. Perfekt für Metalheads, die höllische Bässe ohne Hitzeproblemen wollen.

Class‑A: Die ungekrönten Klangkönige

Während Class-D-Verstärker mit ihrer Effizienz punkten, bleibt Class‑A die Referenz für Puristen. Diese Analog-Veteranen arbeiten mit konstantem Ruhestrom – selbst wenn kein Signal anliegt. Das mag wie Energieverschwendung klingen (Wirkungsgrad nur 20–30%), garantiert aber eine nahezu verzerrungsfreie Verstärkung selbst der feinsten Nuancen.

Der Sound? Ein samtiger Teppich aus Details, der selbst bei komplexen Metal-Arrangements jede Gitarrenschicht und Doppelfußmaschine isoliert. Die Wärmeentwicklung könnte allerdings einen Kamin ersetzen – wer Class‑A wählt, investiert in Klangqualität und Heizkostenzuschuss gleichermaßen. Für Audiophile, die jedes Detail von Ghosts Orgelwerken oder Slipknots Rhythmuswandern hören wollen, lohnt der Aufwand. Für den mobilen Gebrauch oder Energiebewusste bleibt’s eher ein Nischenphänomen.

Wattbedarf von Kopfhörern und Lautsprechern: Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

Fazit: Power ist relativ

Am Ende läuft alles auf diese Kernpunkte hinaus:

  1. Nicht blenden lassen: Die Wattzahl auf der Packung ist oft ein Marketing-Wert. Check den RMS-Wert.
  2. Sensitivität ist King: Ein sensibler Kopfhörer/Lautsprecher braucht viel weniger Leistung.
  3. Impedanz beachten: Hochohmige Kopfhörer (>150 Ω) brauchen spezielle Verstärker mit hoher Spannungsausgangsleistung.
  4. Headroom einkalkulieren: Plane 50% mehr Leistung ein als berechnet, um verzerrungsfreie Dynamikspitzen zu genießen.
  5. Synergien entdecken: Manche Verstärker/Kopfhörer-Kombinationen klingen einfach magisch zusammen, obwohl die Zahlen nichts Besonderes versprechen.

Ob du nun deine Ghost-Alben über Kopfhörer oder Black Sabbath über fette Standlautsprecher hörst – mit dem richtigen Verstärker wird dein Musikerlebnis definitiv intensiver. Und denk dran: Zu viel Leistung kann deinen Ohren mehr Angst einjagen als jeder Horrorfilm. Also höre verantwortungsvoll!

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28 YEARS LATER – Der nächste Trailer ist da! Die Apokalypse geht weiter… https://www.hifigeek.de/28-years-later-der-naechste-trailer-ist-da-die-apokalypse-geht-weiter/ https://www.hifigeek.de/28-years-later-der-naechste-trailer-ist-da-die-apokalypse-geht-weiter/#respond Thu, 17 Apr 2025 13:39:03 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8779 Aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen wurden Jahre… und jetzt sind es tatsächlich 28 Jahre, seit das Rage-Virus die Welt ins Chaos gestürzt hat. Danny Boyle und Alex Garland, das legendäre Duo hinter dem bahnbrechenden „28 Days Later“, holen uns 2025 zurück in die düsterste aller Endzeiten – und der nächste Trailer zu 28 YEARS LATER ist endlich online!

Der Schrecken kehrt zurück

Wer dachte, nach „28 Days Later“ und „28 Weeks Later“ wäre das Kapitel Rage-Virus abgeschlossen, hat sich geirrt. Die Quarantäne hält, aber die Bedrohung ist alles andere als gebannt. Im Gegenteil: Das Virus ist gefährlicher denn je, die Welt noch trostloser, die Überlebenden noch verzweifelter. In der Fortsetzung, die am 19. Juni 2025 auf die große Leinwand kommt, verschlägt es Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson und Ralph Fiennes in eine post-apokalyptische Hölle, in der nicht nur die Infizierten zum Albtraum werden.

Was erwartet uns?

Die Story bleibt – wie es sich für einen guten Trailer gehört – noch weitgehend unter Verschluss. Klar ist: Fast drei Jahrzehnte nach dem Ausbruch versuchen einige wenige auf einer kleinen Insel zu überleben, abgeschottet vom Festland durch einen schwer bewachten Damm. Doch das Grauen lässt sich nicht einsperren – und als einer der Bewohner die Insel verlässt, beginnt eine Reise ins Herz der Finsternis, wo neue Schrecken und mutierte Überlebende warten.

Altbewährtes Team, neue Gesichter

Mit Danny Boyle auf dem Regiestuhl und Alex Garland am Drehbuch ist das kreative Dreamteam zurück. Die Hauptrollen sind hochkarätig besetzt: Neben Jodie Comer („The Bikeriders“) und Aaron Taylor-Johnson („Kraven The Hunter“) glänzt Ralph Fiennes („Konklave“). Und auch Cillian Murphy ist als Executive Producer wieder mit an Bord.

Unser Fazit nach dem Trailer:


28 YEARS LATER verspricht kompromisslosen Endzeit-Horror, der die verstörende Atmosphäre der Vorgänger auf ein neues Level hebt. Wer die ersten beiden Filme mochte, wird hier garantiert wieder an seine Grenzen gebracht.

Bereit für die Rückkehr des Rage-Virus?
Der Countdown läuft – ab 19. Juni 2025 im Kino!

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Audeze LCD‑X im Hardcore-Test: Wenn Sound auf Komfort trifft https://www.hifigeek.de/audeze-lcd-x-im-hardcore-test-wenn-sound-auf-komfort-trifft/ https://www.hifigeek.de/audeze-lcd-x-im-hardcore-test-wenn-sound-auf-komfort-trifft/#respond Wed, 09 Apr 2025 20:40:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8704 Der Audeze LCD‑X ist ein Premium-Kopfhörer, der sowohl für Musikproduktion als auch für intensives Gaming und Musikgenuss konzipiert wurde. Nach fünf Wochen intensiver Nutzung teile ich meine ungeschönte Meinung zu diesem Audio-Kraftpaket – und verrate, ob sich die Investition für euch lohnen könnte.

Transparenz: Dieses Testmuster wurde mir vom deutschen Audeze-Vertrieb kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Kooperation hat keinen Einfluss auf meine Bewertung — das war vor dem Test so vereinbart, und ihr könnt davon ausgehen, dass ich auch hier keine Gefangenen mache.

Mein Testsetup

In meinem fünfwöchigen Test — mit über 300 Stunden Tragedauer — habe ich den Audeze LCD‑X durch die audiophile Hölle geschickt und systematisch mit verschiedenen Setups kombiniert:

  • ifi HipDac
  • Fosi Audio K7 (zum Review)
  • Fosi Audio K7 + Lehmann Audio Linear (zum Review) und Linear II
  • Fosi ZD3 + Lehmann Audio Linear und Linear II
  • Burson Audio Playmate 3 Deluxe (zum Review)
  • Burson Audio Playmate 3 Deluxe + Lehmann Audio Linear und Linear II

Das war kein zufälliges Durchprobieren, sondern ein gezielter Benchmark: Bei mehreren Geräten mit integriertem Kopfhörerverstärker konnte ich diesen direkt gegen die separaten Lehmann-Amps messen. So lässt sich sauber herausarbeiten, wie viel der Kopfhörer selbst beiträgt — und wo die Kette anfängt, einen Unterschied zu machen.

Unboxing & Lieferumfang: Flexen mit dem Travel Case

Der Audeze LCD‑X kommt in einem massiven schwarzen Travel Case — kein Pappkarton, kein Schaumstoffwürfel, sondern ein veritabler Koffer mit Scharnieren und Verschlüssen, mit dem ihr bei euren Audio-Buddies garantiert einen bleibenden Eindruck hinterlasst. Im Inneren findet ihr neben dem Kopfhörer selbst:

  • Ein geflochtenes, vieradriges XLR zu 2x mini-XLR Kabel (verknotungsfrei und spürbar hochwertig)
  • XLR zu 6,35mm Adapter
  • 6,35mm auf 3,5mm Adapter (unsymmetrisch)

Während viele Hersteller bei den mitgelieferten Kabeln sparen als wäre es eine olympische Disziplin, liefert Audeze hier solide Qualität ab. Das Kabel ist nicht das geschmeidigste, das ich je in den Händen hatte — es hat einen gewissen Eigenwillen — aber im Vergleich zu vielen Konkurrenten ist es ein echtes Upgrade. Einziger Wermutstropfen: Die symmetrische Verbindung wird nur bis zum XLR-Stecker geführt. Ein 4,4mm Pentaconn-Adapter wäre für den Einsatz an modernen DAPs oder Balanced-Amps eine sinnvolle Ergänzung gewesen — die Zielgruppe dieses Kopfhörers würde ihn definitiv nutzen.

Das Travel Case ist ein schickes Extra — gerade für Audio-Profis, die ihr Equipment auf die Reise mitnehmen. Im stationären Home-Setup wird es bei mir vor allem als stilvoller Staubschutz im Regal stehen.

Die Tech dahinter: Was zur Hölle ist ein Magnetostat?

Beim Audeze LCD‑X handelt es sich um einen planaren Magnetostaten in offener Bauweise. Anders als bei klassischen dynamischen Treibern besteht der “Lautsprecher” hier aus einer hauchdünnen Folie — der Membran — auf die leitfähiges Material aufgedampft wurde. Diese ultradünne Membran schwingt gleichmäßig zwischen Dauermagneten und erzeugt so den Schall. Das Ergebnis: eine deutlich größere abstrahlende Fläche als bei einem konventionellen Treiber, weniger Masse, und eine Impulsantwort, die dynamische Treiber nur schwer toppen können.

Die technischen Daten im Überblick:

  • Rechteckiger Treiber mit 106 mm Größe und mikrometerdünner Membran
  • Impedanz: 20 Ohm
  • Sensitivität: 103 dB/1mW — erstaunlich effizient für einen Magnetostaten
  • Empfohlene Leistung: mindestens 250mW
  • Frequenzgang: 10Hz — 50kHz
  • Gewicht: 612g

Magnetostaten neigen konstruktionsbedingt dazu, im tiefsten Bassbereich etwas weniger Druck zu erzeugen als konventionelle Treiber — dafür glänzen sie mit einer Präzision und Schnelligkeit in den Mitten und Höhen, die kaum zu übertreffen ist. Mit 612g ist der Audeze LCD‑X kein Leichtgewicht, aber wer schon mal einen Beyerdynamic oder Sennheiser HD 800 längere Zeit getragen hat, wird sich hier nicht beschweren.

Tragekomfort: Überraschend bequem für Marathon-Sessions

Offene Kopfhörer sind für lange Arbeitssessions gesetzt — das Luftpolster zwischen Ohr und Treiber verhindert das Hitzestau-Gefühl, das geschlossene Konstruktionen unweigerlich mitbringen. Der Audeze LCD‑X macht hier keine Ausnahme, liefert aber nochmal einen drauf. Das Kopfband wirkt auf den ersten Blick spartanisch, entpuppt sich im täglichen Betrieb aber als durchdacht konstruiert:

  • Die perforierte Lederauflage verhindert Schwitzen — großes Plus für alle, die wie ich zu Hitzköpfen zählen
  • Die Größenverstellung rastet satt und präzise ein und verstellt sich auch nach Stunden nicht von selbst
  • Die drehbar gelagerten Ohrmuscheln passen sich der individuellen Kopfform an, ohne dass man daran herumfummeln muss
  • Die dicken Lederpolster verteilen den Anpressdruck so gleichmäßig, dass Druckstellen selbst nach mehrstündigen Sessions kein Thema sind

Nach fast zehn Jahren mit Noise-Cancelling-Kopfhörern, die mich zuverlässig schwitzen ließen und dieses klaustrophobische “Aquarium-Gefühl” erzeugten, ist das offene Design des Audeze LCD‑X eine echte Befreiung. Besonders in Telekonferenzen zahlt sich das aus: Ich höre meine eigene Stimme natürlich — kein unbewusstes Schreien, kein Nuscheln, weil man sich selbst nicht richtig einordnen kann.

Die runden Ohrmuscheln sind für meine Ohren die ideale Form. Bei einigen Hifiman-Modellen mit ovalen Cups hatte ich das Problem, dass das untere Ende des Polsters auf dem Kiefer auflag und das Sprechen spürbar einschränkte. Beim Audeze LCD‑X passt alles komplett hinein, und auch die nach vorn gerichteten Kabelanschlüsse sind so positioniert, dass sie beim Bewegen zwischen zwei Monitoren nicht im Weg sind. Selbst mit Kapuzenpulli bleibt das Kabel unauffällig — für alle, die im Home Office gern zwischen Arbeits- und Chill-Modus wechseln, kein unwichtiges Detail.

Selbst mit Kapuzenpulli gibt’s keine Kabelprobleme – wichtig für alle, die wie ich im Home Office zwischen Arbeits- und Chill-Modus wechseln!

Mobil? Geht, aber…

Theoretisch lässt sich der Shanling M5 Ultra in die Jackentasche stecken und der Audeze LCD‑X damit durch die Wohnung tragen. Funktioniert erstaunlich gut — die 20 Ohm Impedanz und die hohe Sensitivität sorgen dafür, dass selbst mobile Quellen ihn ordentlich antreiben. Aber ehrlich gesagt ist der Kopfhörer einfach nicht dafür gemacht. Die Größe, das offene Design, das Kabel — alles schreit Workstation. Wer einen Kopfhörer für Bus und Bahn sucht, ist hier komplett falsch. Wer einen Kopfhörer für den Schreibtisch sucht, mit dem er täglich Stunden verbringt, ist genau richtig.

Sound: Die nackte Wahrheit über den Audeze LCD‑X

Bässe: Kontrolliert, nicht kompromisslos

Magnetostaten ticken nun mal anders als dynamische Treiber — wer einen Kopfhörer sucht, der bei jedem Drop physisch antritt und Bassheads befriedigt, greift woanders hin. Das ist keine Schwäche, das ist Designphilosophie. Der Audeze LCD‑X liefert Tiefton mit Haltung: Double-Bass-Salven in Metal-Breakdowns kommen knackig, texturiert und präzise auf den Punkt, ohne dabei zu matschen oder zu übertreiben. Wer Material mit suboptimaler Abmischung hört, wird genau das auch hören — der Bass lügt nicht.

Mitten: Wo der Audeze LCD‑X sein wahres Gesicht zeigt

Hier trennt sich der Audeze LCD‑X von der Masse — und zwar deutlich. E‑Gitarren haben Biss ohne Schärfe, E‑Bass schiebt mit Substanz, Drums klingen dreidimensional statt flach. Gesang und gesprochene Sprache sind so klar durchgezeichnet, dass man im Mix noch das Atemgeräusch des Sängers hört. In dichtem Gewusel bleibt jedes Instrument verortet, jede Transienten-Spitze kommt sauber — das ist der Stoff, aus dem Studio-Referenzmonitore gemacht sind.

Höhen: Crisp, aber nicht aggressiv

Die Höhen des Audeze LCD‑X sind einer der Bereiche, in denen die planare Technologie ihren Charakter am deutlichsten zeigt. Knackig präsent, aber nie aufdringlich oder nervig — kein Zischen bei S‑Lauten, keine künstliche Brillanz, die nach einer Stunde anfängt zu ermüden. Becken lassen sich präzise orten, Hi-Hat-Arbeit kommt mit der richtigen Textur, und auch komplexe Gitarrenarrangements mit viel Obertonstruktur bleiben differenziert, ohne zu stechen. Für lange Sessions ist das genau die Balance, die man sich wünscht.

Räumlichkeit und Bühnendarstellung: Metal-Pit statt Fernsehsessel

Die Bühne des Audeze LCD‑X ist nicht die breiteste, die ich je gehört habe — wer eine riesige Weitwinkel-Soundstage erwartet, wie sie manche offene Sennheiser-Modelle aufbauen, wird das merken. Was der Audeze LCD‑X stattdessen liefert, ist Tiefe und Einbettung: Man sitzt nicht am FOH-Pult und schaut entspannt aufs Geschehen, man steht mittendrin. Bei Cattle Decapitations “Bring Back the Plague” ist das ein Fest — die tiefen Growls kommen von unten, die fiesen höheren Vocals umhüllen von oben, und die Gitarren haben eine physische Präsenz, die man bei weniger auflösenden Kopfhörern einfach vermisst. Für mich als Metal-Fan ist das Moshpit-Feeling hundertmal befriedigender als distanzierte Bühnenbreite.

Auflösung und Details: Nichts bleibt verborgen

Hier glänzt der Audeze LCD‑X am hellsten — und hier zeigt er auch, dass er kein Schönfärber ist. Jede Feinheit wird sauber herausgearbeitet, was auch bedeutet: Fehler in Abmischungen sind nicht mehr zu überhören. Nehmt Amon Amarths “Valkyries Ride” — ihr hört nicht nur die brutal treibende Bass-Drum, sondern auch das mechanische Geräusch des Pedals darunter. Für mich ist das keine Störung, das ist Authentizität. Es ist wie ein Live-Konzert: raw, ungefiltert, echt.

Das Impulsverhalten und die Transientendarstellung sind so gut, dass ich den Audeze LCD‑X dauerhaft neben meinem Beyerdynamic DT 1990 Pro im Rotation halten würde — beide für verschiedene Hörszenarien, keiner als Ersatz für den anderen.

Der Upgrade-Pfad: Wie weit willst du gehen?

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Der Audeze LCD‑X klingt bereits an einem soliden Einsteigeramp überzeugend. Der Fosi Audio K7 hatte zu keiner Zeit Probleme, ihn sauber anzutreiben — und das bei einem Preispunkt, der kaum wehtut. Wer den nächsten Schritt machen will, investiert zuerst in Verstärkung, nicht in den DAC. Ein potenter, sauber arbeitender Amp holt spürbar mehr aus dem Treiber heraus — Impulsverhalten und Transientendarstellung profitieren direkt davon, und genau das ist es, was den Audeze LCD‑X auf ein anderes Level hebt.

Wer ohne Umwege das Maximum will: Der Burson Audio Playmate 3 Deluxe harmoniert mit dem Audeze LCD‑X nahezu ideal. Class-A-Verstärkung, Leistungsreserven im Überfluss, und die Werks-OpAmps färben den Klang auf angenehme Weise ohne ihn zu verfärben. Wer dann noch experimentierfreudig ist, kann über OpAmp-Tausch weitere Klangcharaktere erschließen — aber das ist bereits Feintuning auf hohem Niveau, nicht Notwendigkeit.

Und für alle, die wissen wollen, wo die Reise langfristig hingeht: Der Kopfhörer kommt zuerst. Dann die Verstärkung. Den DAC kann man immer noch upgraden — aber ein mittelmäßiger Kopfhörer an einem Spitzen-DAC bleibt ein mittelmäßiger Kopfhörer.

Fazit: Audio-Nirvana für Dauernutzer

Der Audeze LCD‑X ist kein Kopfhörer, der euch mit Wow-Momenten im ersten Reinhören überwältigt. Er ist einer, der nach drei Wochen dafür sorgt, dass ihr gar nicht mehr zurückwollt. Analytisch ohne kalt zu sein, präzise ohne zu ermüden, komfortabel genug für Marathonsessions — und mit genug Tiefenschärfe, um Lieblingsalben neu zu entdecken. Für Dauernutzer, die täglich Stunden mit Kopfhörern verbringen, gibt es bei diesem Preispunkt kaum ein besseres Argument. Und ja, ich gebe ihn zurück. Aber ungern.

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M3GAN 2.0: Der Trailer ist da – und es wird anders als erwartet! https://www.hifigeek.de/m3gan-2-0-der-trailer-ist-da-und-es-wird-anders-als-erwartet/ https://www.hifigeek.de/m3gan-2-0-der-trailer-ist-da-und-es-wird-anders-als-erwartet/#respond Fri, 04 Apr 2025 19:56:06 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8630 Habt ihr sie vermisst? Die mörderische KI-Puppe M3GAN kehrt zurück – und diesmal scheint alles auf den Kopf gestellt zu werden. Der erste Trailer zu M3GAN 2.0 verspricht nicht nur ein Wiedersehen mit der ikonischen Androidin, sondern deutet auch an, dass die Fortsetzung in eine völlig neue Richtung geht. Statt sich wie im Vorgänger auf Horror und subtile Sci-Fi-Elemente zu konzentrieren, scheint Regisseur Gerard Johnstone diesmal die Action-Schraube ordentlich anzuziehen.

Ein Genrewechsel mit Upgrade-Garantie?

Im Trailer sehen wir, wie Gemma (Allison Williams) und ihre Nichte Cady (Violet McGraw) erneut in den Strudel künstlicher Intelligenz geraten. Doch diesmal steht nicht M3GAN selbst im Zentrum des Chaos, sondern eine neue Bedrohung: Amelia, eine militärische KI, die sich gegen ihre Schöpfer wendet. Um die Menschheit zu retten, bleibt Gemma keine andere Wahl, als M3GAN mit neuen Upgrades wiederzubeleben. Der Clou? M3GAN scheint diesmal auf der Seite der Menschen zu kämpfen – aber kann man einer mörderischen Puppe wirklich trauen?

Der Trailer liefert eine Mischung aus überdrehter Action, bissigen Dialogen und einem Hauch von Camp – ganz in der Tradition des ersten Films, aber mit deutlich mehr Adrenalin. Besonders spannend: Die Anspielungen auf Klassiker wie Terminator 2 lassen vermuten, dass M3GAN 2.0 nicht nur technisch, sondern auch erzählerisch größere Ambitionen hat.

Kinostart und Erwartungen

Die Fortsetzung startet am 26. Juni 2025 in den deutschen Kinos und dürfte sowohl Fans des Originals als auch Action-Liebhaber neugierig machen. Ob der Genrewechsel aufgeht und ob M3GAN tatsächlich zur Anti-Heldin taugt, bleibt abzuwarten – aber eines ist sicher: Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.

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Fosi Audio i5 Planar-Magnetische Kopfhörer: Audiophiler Klang zum erschwinglichen Preis https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-planar-magnetische-kopfhoerer-audiophiler-klang-zum-erschwinglichen-preis/ https://www.hifigeek.de/fosi-audio-i5-planar-magnetische-kopfhoerer-audiophiler-klang-zum-erschwinglichen-preis/#respond Fri, 04 Apr 2025 19:30:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8621 Der renommierte Budget-HiFi-Hersteller Fosi Audio betritt mit dem neuen Fosi Audio i5 den umkämpften Markt der planaren Kopfhörer — und verspricht dabei eine beeindruckende Klangqualität zu einem attraktiven Preis. Die lang erwartete Kickstarter-Kampagne startet am 20. April 2025, doch schon jetzt können sich Interessierte spezielle Boni sichern.

High-End Technologie für audiophilen Klang

Fosi Audio hat bei den neuen Fosi Audio i5 Kopfhörern keine Kompromisse gemacht. Im Herzen der offenen Over-Ear-Konstruktion arbeitet ein gewaltiger 97mm großer Planar-Treiber mit einer ultradünnen Membran von nur 2 Mikrometern Dicke. Diese wurde mittels Sputtering-Technologie veredelt, wodurch eine gleichmäßigere und reaktionsschnellere Membran entstehen soll. In Kombination mit 44 leistungsstarken N50 Neodym-Magneten verspricht Fosi Audio ein Klangerlebnis mit hoher Auflösung und minimaler Verzerrung.

Besonders bemerkenswert: Der Frequenzgang reicht von tiefen 10Hz bis zu ultrahohen 50kHz, was weit über den hörbaren Bereich hinausgeht und für eine beeindruckende Detailwiedergabe sorgen dürfte. Wie wir bereits bei anderen Fosi Audio Produkten erleben durften, zielt das Unternehmen darauf ab, maximale Klangqualität zu einem erstaunlich günstigen Preis anzubieten.

Durchdachtes Design für optimalen Tragekomfort

Die i5 wurden nicht nur klanglich, sondern auch ergonomisch optimiert. Der Kopfhörer verfügt über eine doppelachsige Aufhängung der Ohrmuscheln, die sowohl vertikale als auch horizontale Rotation ermöglicht und sich so unterschiedlichen Kopfformen anpasst.

Der Kopfbügel besteht aus hochwertigem Memory-Metall, das seine Form beibehält und gleichzeitig flexibel und leicht ist. Die stufenlose Silikon-Verstellung sorgt für präzise Anpassungsmöglichkeiten mit einem angenehm gedämpften Gefühl.

Die Ohrpolster bestehen aus perforiertem Leder und atmungsaktivem Stoff, was für Kühlung sorgt und einem Hitzestau vorbeugt. Der integrierte Memory-Schaum passt sich perfekt an und verspricht Komfort auch bei längeren Hörsessions. Mit 550g Gewicht bewegen sich die i5 im durchschnittlichen Bereich für planare Kopfhörer.

Technische Spezifikationen im Überblick

  • Bauform: Offen, circumaural (Over-Ear)
  • Treiber: 97mm Planar-magnetisch, 2μm Membran
  • Impedanz: 28 Ohm
  • Empfindlichkeit: 98dB/mW @ 1kHz
  • Maximaler Schalldruck: >120 dB
  • Frequenzgang: 10Hz-50kHz
  • Klirrfaktor (THD): < 1% @ 100 dB SPL
  • Empfohlene Verstärkerleistung: > 250mW (Minimum > 100mW)
  • Gewicht: 550g

Beeindruckende Resonanz beim CanJam NYC 2025

Die Fosi Audio i5 erregten bereits beim CanJam NYC 2025 großes Aufsehen, wo Fosi Audio sie neben dem K7 DAC Amp und dem GR70 Röhren-Kopfhörerverstärker vorstellte. Laut Berichten erhielten alle Produkte viel Lob von Besuchern, und besonders die i5 Planar-Magnetischen Kopfhörer zogen die Aufmerksamkeit der Audiophilen-Gemeinschaft auf sich.

Exklusive Vorteile für frühe Unterstützer

Für alle, die sich frühzeitig die Fosi Audio i5 sichern möchten, bietet Fosi Audio ein attraktives Vorbestellungs-Programm. Auf der offiziellen Webseite kann man für 9,99 USD eine Gift Card erwerben, die später für jeden Einkauf auf der Webseite einlösbar ist. Wer anschließend die Kickstarter-Kampagne (Start: 20. April) unterstützt, erhält einen zusätzlichen Rabatt von 5%.

Darüber hinaus winken folgende physische Bonus-Artikel, die nach Ende der Kampagne verschickt werden:

  • 4,4mm Upgrade-Kabel
  • 4,4mm zu XLR Adapter
  • Ein zusätzliches Paar Ohrpolster

Fazit: Der Fosi Audio i5 ist ein vielversprechender Einstieg in die Welt planarer Kopfhörer

Fosi Audio hat sich mit Produkten wie dem K7 DAC/Amp, dem V3 Mono-Verstärker und dem SK01 bereits einen Namen für exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis gemacht. Mit dem Fosi Audio i5 wagt sich das Unternehmen nun in den anspruchsvollen Markt der planaren Kopfhörer und scheint dabei alle Register zu ziehen.

Die beeindruckenden technischen Daten, das durchdachte Design und der zu erwartende günstige Preis machen den i5 zu einem potenziellen Game-Changer für Budget-Audiophile.

Wer also schon immer in die Welt der planaren Kopfhörer einsteigen wollte, aber vor den oft horrenden Preisen zurückschreckte, sollte die Kickstarter-Kampagne ab 20. April im Auge behalten. Audiophiler Klang muss nicht teuer sein — Fosi Audio beweist es einmal mehr.

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ART ATTACK TERRIFIER COLLECTION: Wenn Umbrella Entertainment die Gore-Glocke läutet https://www.hifigeek.de/art-attack-terrifier-collection-wenn-umbrella-entertainment-die-gore-glocke-laeutet/ https://www.hifigeek.de/art-attack-terrifier-collection-wenn-umbrella-entertainment-die-gore-glocke-laeutet/#respond Mon, 10 Mar 2025 15:09:13 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8380 Kurz bevor Art the Clown in Terrifier 3 hierzulande die Kettensäge im Heimkino anwirft, landet bei uns das Art Attack — Terrifier Collection Boxset von Umbrella Entertainment im Briefkasten. Und holy shit – das Ding ist ein Blutbad an Extras!

Warum das Ding jeden Gore-Fan jucken muss?


Umbrella Entertainment hat die Rechte an der Terrifier-Reihe gefressen, verdaut und als ultimative Collector’s Edition wieder ausgespuckt! Für knapp 100€ (inkl. 4€ Zoll) bekommt ihr hier mehr Splatter-Per-Dollar als Art in einer ganzen Killersession schafft.

Ja, die Puristen-Meute jammert schon wieder: “Nur O‑Ton, keine deutsche Syncro!”. Klar, wenn euch Dialoge mehr jucken als Darmspiralen-Deko, ist das nix. Aber mal ehrlich: Seit wann schaut man Terrifier für Shakespeare-Momente?

Deutsche Releases vs. Down-Under-Monsterbox:


Während ihr hierzulande für überteuerte Mediabooks betteln müsst (die eh nach 5 Minuten ausverkauft sind), ballert Umbrella Entertainment die komplette Blut-Saga inklusive Prequel auf den Tisch – und das inklusive 4K-Premieren-Feuerwerk!

Was steckt im Fleischsack?

Die aus Australien eingeflogene Box enthält:

  • »Terrifier« 1–3 in 4K UHD und Blu-ray – Teil 1 erstmals in HDR
  • »All Hallows’ Eve« (der Prequel!) in HD
  • Dolby Vision bei Teil 2+3 – für extra-saftige Farbspritzer
  • Damien’s Extra Crunch Audio Mix (Dolby Atmos) bei T3 – als hätte Leone die Tonspur mit ner Axt bearbeitet
  • 12 Artcards – perfekt fürs Splatter-Wohnzimmer
  • 2 Wendeposter DIN A3 – je nach Laune blutig oder… naja, eigentlich nur blutig

Extras? Hier gibts die volle Autopsie!

Umbrella packt nicht nur Scheiben, sondern gleich das ganze Leichenschauhaus dazu:

  • Behind-the-Scenes-Buch im Schuber – dicker als Arts Messerkoffer
  • Exklusiv-Features auf T3-Discs:
    • SFX-Featurettes – wie man Därme häkelt
    • Make-up-Timelapses – von Mensch zu Clown-Psycho in 4K
    • Kettensägen-Tests – dokumentiert wie ein Safety-Video aus der Hölle
    • Leone-Kommentare – vom Mastermind selbst

Verpackung? Ein Sarg für Sammelnazis!

Keine billigen Digipacks – hier stecken die Amarays in Spotlack Slipcases mit Artworks, die so krass sind, dass sie fast von der Wand bluten. Und für die Hardcore-Fans: Es gibt sogar ne »ART ATTACK 4 Movie +Slipcases +Book +Brick Set +VHS +Sunglasses«-Version! Ja, ihr habt richtig gelesen – da ist ne VHS und Sonnenbrille dabei. Warum? Weil Umbrella Entertainment Eier hat, so groß wie Arts Waffenarsenal!

Fazit:
Dieses Set ist die definitive Terrifier-Trophäe – perfekt für alle, die ihre Regale mit was anderem als Billig-Blood füllen wollen. Wer noch zögert: Die Limited Editions fliegen weg wie abgetrennte Gliedmaßen bei Art’s Dinnerparty.

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🌽🎪Clown in a Cornfield — Trailer verspricht Retro-Horror mit Biss! 🎪🌽 https://www.hifigeek.de/clown-in-a-cornfield-trailer-verspricht-retro-horror-mit-biss/ https://www.hifigeek.de/clown-in-a-cornfield-trailer-verspricht-retro-horror-mit-biss/#respond Tue, 25 Feb 2025 11:01:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8322 Liebe Horror-Fans, Freunde des makabren Humors und alle, die sich nach einem Slasher-Film sehnen, der Tradition und Moderne vereint – spitzt eure Mistgabeln, schärft eure Sinne und haltet euch fest, denn am 29. Mai 2025 wird es ungemütlich in deutschen Kinos! Die Produzent:innen von „Smile“ und Regisseur Eli Craig („Tucker & Dale vs. Evil“) entführen uns mit „Clown in a Cornfield“ in eine Welt, in der Idylle und Terror Hand in Hand gehen. Und der erste Trailer verspricht: Hier wird kein Platz für schwache Nerven sein!

Warum ihr diesen Film nicht verpassen dürft

Bevor wir uns in die finsteren Maisfelder von Kettle Springs wagen, ein Versprechen: Dieser Artikel enthält keine Spoiler, nur Gänsehaut, Vorfreude und genug Hintergrundinfos, um euch auf den Kinobesuch vorzubereiten. Denn „Clown in a Cornfield“ ist kein gewöhnlicher Horrorfilm – er ist eine Liebeserklärung an den Retro-Slasher, gespickt mit schwarzem Humor, unerwarteten Twists und einem Bösewicht, der sich tief in euer Unterbewusstsein brennen wird: Clown Frendo.

Die Stadt, die das Lachen verlernte: Handlung & Setting

Willkommen in Kettle Springs, einer scheinbar friedlichen Kleinstadt, in der die Zeit stillzustehen scheint. Doch hinter der Fassade aus frisch gestrichenen Holzhäusern und duftenden Maisfeldern brodelt eine Gemeinschaft am Rande des Zusammenbruchs. Der Brand der Baypen Corn Syrup Factory hat nicht nur Arbeitsplätze zerstört, sondern auch die Seele der Stadt verwundet. Die Erwachsenen streiten, die Jugendlichen rebellieren – und mitten in diesem Chaos landet die 17-jährige Quinn (gespielt von Katie Douglas), die mit ihrem Vater (Aaron Abrams) einen Neuanfang sucht.

Doch statt Ruhe findet Quinn eine zerrissene Gemeinschaft vor, in der Misstrauen und Wut die Luft vergiften. Und dann ist da noch dieses Gerücht … von einer grinsenden Gestalt, die nachts durch die Felder streift. Ein Wesen mit grell geschminktem Gesicht, riesigen Schuhen und einer Vorliebe für blutige Spiele: Clown Frendo, einst das Maskottchen der Stadt, jetzt ihr unheimlichster Albtraum.

Was ihr wissen müsst, ohne zu viel zu verraten:

  • Clown Frendo ist kein gewöhnlicher Killer. Er ist Symbol und Henker zugleich – eine Kreatur, die aus der Vergangenheit der Stadt erwacht, um „Ordnung“ zu schaffen.
  • Der Film spielt mit Klischees, dreht sie aber gekonnt um. Erwartet witzige Dialoge, absurd-gruselige Kill-Szenen und Momente, in denen ihr euch fragt: Soll ich jetzt lachen oder schreien?
  • Die Dynamik zwischen Jugendlichen und Erwachsenen ist zentral. Hier geht es nicht nur ums Überleben, sondern um Generationenkonflikte, die außer Kontrolle geraten.

Retro-Charme meets Moderner Horror: Warum „Clown in a Cornfield“ anders ist

Regisseur Eli Craig hat mit „Tucker & Dale vs. Evil“ bewiesen, dass er Horror und Komik meisterhaft verbinden kann. In „Clown in a Cornfield“ geht er einen Schritt weiter: Er kombiniert den rauen Charme der 80er/90er-Slasher (denkt an „Child’s Play“ oder „Scream“) mit einer modernen, gesellschaftskritischen Note. Der Film huldigt den Klassikern, ohne sie zu kopieren – und das spürt man in jeder Einstellung.

Das macht den Film besonders:

  • Visueller Stil: Die Maisfelder, verwinkelte Scheunen und verlassene Fabriken sind nicht nur Kulisse, sondern lebendige, bedrohliche Charaktere. Die Farbpalette – knalliges Rot, mattes Gelb, tiefes Schwarz – erinnert an Horrorcomics.
  • Soundtrack: Der Trailer deutet an, dass der Film mit unheilvollen Kinderreimen, verzerrten Melodien und unerwarteten Popsongs arbeitet, die den Kontrast zwischen Heiterkeit und Grauen unterstreichen.
  • Clown Frendo: Ein neuer ikonischer Bösewicht? Absolut! Sein Design (Maskottchen-Kostüm vs. blutverschmierte Kreatur) und seine Bewegungen (halb tänzelnd, halb roboterhaft) machen ihn unvergesslich.

Hinter den Kulissen: Das Dreamteam für Horror mit Hirn

Die Produzent:innen von „Smile“ (2022) haben gezeigt, wie psychologischer Horror funktioniert – und setzen nun auf eine Mischung aus Slapstick und Splatter. Zusammen mit Eli Craigs Talent für absurde Szenarien könnte das der perfekte Mix werden.

Aaron Abrams (bekannt aus „Hannibal“) als Quinns Vater verspricht zudem eine emotionalere Tiefe, während Katie Douglas („Ginny & Georgia“) als Final Girl nicht nur kämpfen, sondern auch die Zuschauer:innen mit ihrer Portion Sarkasmus und Herz bezaubern wird.


Der Trailer

Was der Trailer clever verschweigt:

  • Die Motive des Killers (abgesehen von seiner „Mission“, die Jugend zu „säubern“).
  • Wie Quinn und ihre Freunde gegen ihn kämpfen – mit Waffen? Köpfchen? Gemeinschaft?
  • Die Rolle der Baypen-Fabrik: Warum brannte sie? Was verbirgt sich in ihren Ruinen?

Warum „Clown in a Cornfield“ ein Muss für Horror-Fans wird

  1. Retro-Feeling mit Biss: Kein CGI-Overkill, sondern praktische Effekte, die an die goldenen Slasher-Tage erinnern.
  2. Humor, der nicht stört: Eli Craig versteht es, komische Momente einzubauen, ohne die Bedrohung zu mindern.
  3. Gesellschaftsspiegel: Der Film thematisiert Generationenkonflikte, Arbeitslosigkeit und die Verklärung der „guten alten Zeit“ – Themen, die heute relevanter sind denn je.
  4. Clown Frendo als neuer Horror-Ikone: Move over, Pennywise – hier kommt ein Clown, der keine magischen Kräfte braucht, um Albträume zu säen.

Fazit: Markiert den Kalender – oder Frendo kommt für euch!

„Clown in a Cornfield“ klingt nach dem Film, den wir brauchen: ein Slasher, der uns zum Springen, Lachen und Nachdenken bringt. Mit einem Killer, der das Zeug zum Kult hat, und einer Story, die mehr ist als nur „Teens vs. Monster“. Der 29. Mai 2025 ist kein gewöhnlicher Kinotag – es ist der Tag, an dem ihr euch fragen werdet: Wie laut kann ein Lachen in der Stille eines Maisfelds sein?

🔥 Seid ihr bereit? Der Film kommt bald – und bis dahin: Vermeidet grinsende Clowns … und Maisfelder nach Einbruch der Dunkelheit. 🔥

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Flight Risk – Mel Gibsons atemlose Thriller-Jagd in luftiger Höhe https://www.hifigeek.de/flight-risk-mel-gibsons-atemlose-thriller-jagd-in-luftiger-hoehe/ https://www.hifigeek.de/flight-risk-mel-gibsons-atemlose-thriller-jagd-in-luftiger-hoehe/#respond Tue, 18 Feb 2025 11:47:19 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8306
Ein filmisches Nervenbad, das Thrillerfans die Sporen abverlangt

Am 20. Februar 2025 landet ein Film in den deutschen Kinos, der das Thriller-Genre auf ein neues Höhenlevel katapultiert: „Flight Risk“ unter der Regie von Mel Gibson. Mit Mark Wahlberg, Michelle Dockery und Topher Grace in den Hauptrollen verspricht dieser Action-Thriller nicht nur Adrenalin pur, sondern auch eine düstere, klaustrophobische Atmosphäre, die selbst eingefleischte Horrorfans in den Sesseln kauern lässt. Nachdem der Film bereits die US-Charts stürmte und Platz 1 eroberte, steht nun der deutsche Kinostart bevor – und dieser wird kein Routineflug.

Mel Gibsons Comeback: Ein Meister der Spannung kehrt zurück

Seit seinem oscarprämierten Antikriegsdrama „Hacksaw Ridge“ (2016) hat Gibson kein Projekt mehr inszeniert – bis jetzt. Mit „Flight Risk“ beweist der umstrittene Regisseur erneut sein Gespür für brutale Intensität und psychologische Abgründe. Gibson, der mit Filmen wie „Apocalypto“ und „Braveheart“ historische Gewaltorgien inszenierte, verlagert diesmal die Action in die Enge einer Cessna über Alaska. Das Setting: ein schwindelerregender Schauplatz, der jede Sekunde in einen Albtraum kippen kann.

Doch „Flight Risk“ ist mehr als nur Action. Gibson nutzt die Isolation der Figuren, um ein toxisches Spiel aus Täuschung und Paranoia zu entfachen. Wer ist Verbündeter? Wer Verräter? Die Antworten liegen wie ein Schleier über dem Film – und entlarven sich erst in letzter Sekunde. Für Horrorfans, die subtile psychologische Folter schätzen, birgt dies reines Nervenfutter.

Die Besetzung: Ein Trio zwischen Neurose und Sadismus

Michelle Dockery (Downton Abbey) verkörpert US-Marshal Madolyn Harris, eine toughe Polizistin mit dunkler Vergangenheit. Nach Jahren im Bürojob erhält sie eine zweite Chance – doch dieser Einsatz wird ihr alles abverlangen. Dockery spielt die Zerrissenheit zwischen Pflicht und Überlebensinstinkt mit einer Intensität, die an Sigourney Weaver in „Alien“ erinnert.

Gegenüber steht Mark Wahlberg als Pilot Daryl Booth, dessen Charme sich schnell als trügerische Maske entpuppt. Wahlberg, bekannt als Action-Held, schlüpft hier in eine Rolle, die ihn als unberechenbaren Antagonisten zeigt – sadistisch, manipulativ und stets einen Schritt voraus. Seine Performance erinnert an die psychopathische Energie von Jack Nicholson in „The Shining“, wenn auch mit moderner, körperlicher Brutalität.

Abgerundet wird das Trio von Topher Grace als Winston, dem neurotischen Mafia-Buchhalter. Grace, der seit „That ‘70s Show“ oft als „ewiger Teenager“ wahrgenommen wird, überzeugt hier als zerbrechlicher Antiheld, dessen Ängste und Fehler ihn zum perfekten Opfer – oder heimlichen Strippenzieher? – machen.

Das Setting: Ein fliegender Sarg als Kammerspiel der Angst

Die Handlung von „Flight Risk“ könnte simpler nicht sein: Drei Personen, ein Flugzeug, eine Lüge. Doch genau diese Reduktion macht den Film zu einem Meisterwerk der Spannung. Die Cessna wird zur tödlichen Falle, in der jeder Atemzug, jeder Blick, jede Geste über Leben und Tod entscheidet. Gibson inszeniert die Enge des Cockpits mit bedrückender Präzision – die Kamera gleitet über schweißnasse Gesichter, zitternde Hände und versteckte Waffen, während der Soundtrack die tickende Uhr des Schicksals unterstreicht.

Horrorfans kennen die Macht begrenzter Räume: Ob „The Thing“ in der Antarktis oder „Das Boot“ unter Wasser – Isolation schürt Paranoia. „Flight Risk“ nutzt dieses Prinzip, um die Zuschauer*innen in eine Spirale aus Misstrauen zu ziehen. Ist der Pilot wirklich ein Verräter? Steckt der Häftling unter einer Decke mit der Mafia? Oder hat sogar Madolyn ihre eigenen Agenda? Die Antworten liegen wie Eisnebel über den Alaskischen Gipfeln – und lösen sich erst im finalen Sturzflug auf.

Warum Horrorfans nicht wegschauen dürfen

  1. Klaustrophobie als Antagonist:
    Der Film setzt auf eine Urangst der Menschheit: gefangen zu sein. In 10.000 Fuß Höhe, ohne Ausweg, wird die Cessna zum fliegenden Sarg. Diese klaustrophobische Dynamik erinnert an Filme wie „Buried“ oder „Devil“, doch Gibson steigert sie durch schnelle Schnitte und einen Soundmix, der jedes Knarren des Flugzeugs wie ein Todesurteil wirken lässt.
  2. Psychologische Folter:
    Nicht die Action, sondern die psychologische Manipulation treibt die Handlung voran. Dialoge werden zu Messerstichen, Blicke zu Vorwürfen. Die Figuren sind keine Superhelden, sondern zerbrechliche Menschen, deren Entscheidungen von Angst getrieben sind – ein Markenzeichen des besten Horror-Kinos.
  3. Mel Gibsons Regie-Finesse:
    Gibson, der mit „Die Passion Christi“ schon Grenzen der Darstellbarkeit überschritt, inszeniert die Gewalt in „Flight Risk“ nicht als Spektakel, sondern als notwendiges Übel. Jeder Schlag, jeder Schuss dient der Charakterentwicklung – und hinterlässt ein Unbehagen, das lange nachhallt.
  4. Unvorhersehbare Twists:
    Ohne Spoiler zu verraten: Der Film hält bis zum Abspann Überraschungen bereit, die Genre-Konventionen auf den Kopf stellen. Wer hier mit klassischen „Final Girl“-Tropes rechnet, wird enttäuscht – oder begeistert sein.

Ein Film, der unter die Haut geht – und in den Charts abhebt

Bereits in den USA bewies „Flight Risk“, dass Spannung keine Monster braucht: Mit einem Einspielergebnis von 11,5 Millionen US-Dollar stürmte der Film auf Platz 1 – ein Beweis, dass minimalistisches Storytelling auch im Zeitalter von CGI-Spektakeln funktioniert. Für Horrorfans bietet der Thriller damit eine seltene Mischung: die Intimität eines Independent-Films mit der Schlagkraft eines Blockbusters.

Warum Du am 20. Februar ins Kino musst

„Flight Risk“ ist kein traditioneller Horrorfilm – und doch ein Werk, das Genre-Fans faszinieren wird. Die Kombination aus Mel Gibsons schonungsloser Regie, einem herausragenden Ensemble und einem Setting, das die Sinne überreizt, macht den Film zum Kino-Event. Schnall Dich sich an für eine Reise, die nicht nur die Figuren, sondern auch das Publikum an die Grenzen der Belastbarkeit führt.

Kinostart: 20.02.2025 – Bereite dich vor auf einen Film, der höher, schneller, gefährlicher ist als alles, was du je in der Luft erlebt hast.

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When Evil Lurks – Ein apokalyptischer Albtraum erobert die Kinos: Warum dieser Film das Horrorgenre neu definiert https://www.hifigeek.de/when-evil-lurks-ein-apokalyptischer-albtraum-erobert-die-kinos-warum-dieser-film-das-horrorgenre-neu-definiert/ https://www.hifigeek.de/when-evil-lurks-ein-apokalyptischer-albtraum-erobert-die-kinos-warum-dieser-film-das-horrorgenre-neu-definiert/#respond Tue, 18 Feb 2025 09:47:41 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8297 Ein neuer Schreckensmeister betritt die Bühne

Seit William Friedkins Der Exorzist (1973) hat kein Film das Thema dämonischer Besessenheit so radikal und schonungslos umgesetzt wie When Evil Lurks. Am 27. Februar 2025 startet das argentinische Meisterwerk von Demián Rugna in den deutschen Kinos – und verspricht, das Genre auf ein neues Level des Grauens zu heben. Mit atemberaubenden 96% auf Rotten Tomatoes und Lobeshymnen wie „ultracreepy“ (Filmstarts) oder „schon jetzt Kultstatus“ (Fantasy Filmfest) ist dieser Film nicht nur ein Muss für Horrorfans, sondern ein Ereignis, das die Grenzen des Erträglichen auslotet.

Doch Vorsicht: Wer hier nach seichten Jump-Scares oder wohlfeilen Schockmomenten sucht, wird enttäuscht. When Evil Lurks ist ein kompromissloser, nervenzerfetzender Trip in die Abgründe menschlicher Hilflosigkeit – und ein filmisches Manifest dafür, wie Horror heute aussehen kann.

„Hab keine Angst zu sterben.“ – Die letzte Regel aus When Evil Lurks. Vielleicht die einzige, die ihr brechen solltet…

Der Regisseur: Demián Rugna – Argentiniens neuer Horror-Auteur

Demián Rugna ist kein Unbekannter im Genre. Sein letzter Film Terrified (2017) galt als einer der „gruseligsten Filme der letzten zehn Jahre“ 6 und setzte mit seiner düsteren Atmosphäre und innovativen Erzählstruktur Maßstäbe. Mit When Evil Lurks übertrifft er sich jedoch selbst. Rugna kombiniert hier die rohe Intensität von The Evil Dead mit der sozialen Schärfe eines Folk-Horror-Klassikers – und schafft dabei etwas, das selten gelingt: einen Film, der sowohl viszeralen Schrecken als auch tiefgründige Allegorien vereint.

Sein Geheimnis? Ein bis ins Detail perfektionierter Umgang mit Spannung. Wie die Filmkritik betont, „scheint jede Einstellung, jede Perspektive bis auf die Millisekunde abgestimmt, um das Maximum an Schrecken zu entfachen“ (Quelle). Rugna setzt nicht auf billige Effekte, sondern auf eine schleichende, unheilvolle Atmosphäre, die sich wie ein toxischer Nebel über die Handlung legt.

Die Handlung: Ein Dorf im Würgegriff des Unsagbaren

(Ohne Spoiler!)
In der abgelegenen argentinischen Provinz stoßen die Brüder Pedro (Ezequiel Rodríguez) und Jimi (Demián Salomón) auf einen scheinbar toten Mann – doch schnell wird klar: Dieser Körper verrottet nicht einfach. Er ist ein Gefäß für etwas viel Schlimmeres. Ein Dämon, der auf seine Auferstehung wartet und dabei die Grenzen zwischen Leben und Tod, Mensch und Monster verwischt.

Was folgt, ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Sieben strenge Regeln bestimmen den Umgang mit dem Bösen – „Verwende kein elektrisches Licht. Meide die Nähe zu Tieren. Nenne sie niemals beim Namen…“ 6 – doch jede noch so gut gemeinte Intervention führt tiefer ins Chaos. Der Exorzist liegt zerfetzt in den Büschen, die Dorfbewohner verlieren den Verstand, und die Brüder müssen erkennen: Das wahre Grauen liegt nicht im Dämon selbst, sondern in der menschlichen Unfähigkeit, das Richtige zu tun.

🔗 Trailer-Tipp: Hier ist der offizielle Trailer – aber Achtung: Schaut ihn nur, wenn ihr euch wirklich traut!

Thematische Tiefe: Mehr als nur ein Schocker

When Evil Lurks ist keine einfache Geistergeschichte. Rugna nutzt das Horrorgenre als Spiegel für gesellschaftliche Abgründe. Im Zentrum steht die Frage: Warum scheitern Menschen immer wieder daran, aus Katastrophen zu lernen? Die Dorfgemeinschaft, zerrissen zwischen Aberglaube und Hilflosigkeit, wird zur Metapher für eine Welt, die trotz aller Warnzeichen in die Apokalypse taumelt.

Dabei verzichtet der Film auf plakative Botschaften. Stattdessen zeigt er, wie Angst und Panik rationale Entscheidungen unmöglich machen – ein Thema, das in Zeiten globaler Krisen erschreckend aktuell wirkt. Wie ein Kritiker treffend formuliert: „Es ist ein trauriger, tragischer Film über den Widerspruch in unserer Gesellschaft“ (Quelle).

Stil und Ästhetik: Ein Fest für Horror-Puristen

Rugnas Inszenierung ist eine Hommage an praktische Effekte und minimalistischen, aber effektiven Spannungsaufbau. Anders als viele moderne Horrorfilme, die auf CGI setzen, vertraut er auf greifbare, oft abstößig-realistische Darstellungen des Körpermaterials. Die Verrottung des Besessenen, die Transformation der Opfer – all dies wirkt so plastisch, dass man meint, den Gestank durch die Leinwand riechen zu können.

Doch das wahre Genie liegt im Timing. Wie Daniel Schröckert (Letterboxd) schreibt: „Wenn drei Horror-Enthusiasten dreimal ‚Holy Fuck‘ brüllen, muss der Film etwas richtig machen“ (Quelle). Rugna baut Schockmomente nicht willkürlich ein, sondern orchestriert sie wie ein symphonisches Werk – mit Crescendos aus Blut, Stille, die ohrenbetäubend wird, und einem Finale, das selbst abgebrühte Fans verstummen lässt.

Kritiken: Einhelliges Lob – aber keine leichte Kost

Die internationale Presse ist sich einig: When Evil Lurks setzt neue Maßstäbe.

  • Fantasy Filmfest: „Bereits mit Terrified lehrte Rugna das Grauen. Jetzt übertrifft er sich selbst.“ 1
  • Filmstarts.de: „Ultracreepy. Ein Muss für das Genre – am besten ohne Vorwissen!“ 1
  • Rouven Linnarz (film-rezensionen.de): „Ein bitterböser Film, der lange nachhallt.“ 1

Doch der Film ist kein Mainstream-Popcornkino. Die Gewaltdarstellungen sind extrem, die Atmosphäre erdrückend, und Rugna schenkt seinem Publikum keine Happy Ends. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einem der originellsten Horrorerlebnisse der letzten Jahre belohnt – ein Film, der „die Grenzen des Erträglichen ausreizt, ohne in Splatterorgien zu versinken“ (Quelle).

Kinostart: Wo und wie ihr den Film erleben könnt

Ab dem 27. Februar 2025 läuft When Evil Lurks bundesweit in ausgewählten Kinos, darunter zahlreiche Standorte der Cineplex-Gruppe (u.a. Berlin, München, Köln, Hamburg) 57. Die spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln sowie eine synchronisierte Version werden angeboten – wobei Puristen zur Originalversion raten, um die düstere Sprachmelodie Argentiniens authentisch zu erleben.

Tipp für Hardcore-Fans: Einige Independent-Kinos planen Sondervorstellungen mit Einführungen von Horrorexperten. Checkt die Websites eurer Lokal-Kinos für Midnight-Screenings oder Q&A‑Sessions!

Fazit: Warum ihr diesen Film sehen müsst

When Evil Lurks ist kein Film – es ist eine Erfahrung. Ein Albtraum, der unter die Haut kriecht, ein Kommentar zur menschlichen Natur, und vor allem: ein Beweis dafür, dass das Horrorgenre noch lange nicht ausgereizt ist. Für alle, die bereit sind, sich dem Grauen zu stellen, gilt: Am 27. Februar nichts vornehmen. Und danach? Vermutlich erstmal das Licht anlassen…
Für wen? Fans von HereditaryThe Wailing oder Terrified.
Nicht für: Zartbesaitete oder Eltern, die ihre Kinder heil durch die Nacht bringen wollen.

Quellen: Alle Informationen stammen aus veröffentlichten Kritiken und offiziellen Kinoprogrammen.

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The Monkey — Klappe zu, Affe tod — Im Kino https://www.hifigeek.de/the-monkey-klappe-zu-affe-tod-im-kino/ https://www.hifigeek.de/the-monkey-klappe-zu-affe-tod-im-kino/#respond Tue, 18 Feb 2025 07:58:10 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8289 Ein mechanischer Affe mit Trommelstöcken, der Tod und Verderben bringt – was wie das Konzept eines albtraumhaften Kinderspiels klingt, entpuppt sich in „The Monkey“ zur Grundlage eines der eigenwilligsten Horrorerlebnisse des Jahres. Unter der Regie von Osgood Perkins („Longlegs“) und produziert von Horror-Ikone James Wan („Saw“, „The Conjuring“) adaptiert der Film Stephen Kings gleichnamige Kurzgeschichte aus dem Erzählband „Blut – Skeleton Crew“ (1985) auf eine Weise, die Genre-Fans ebenso schaudern wie schmunzeln lässt. Ab 20. Februar 2025 bundesweit in den Kinos.

EIN SPIELZEUG MIT TÖDLICHEM ANTRIEB

Die Zwillingsbrüder Hal und Bill Shelburn (beide verkörpert von Theo James, „The White Lotus“) entdecken als Kinder auf dem Dachboden ihres verstorbenen Vaters einen mechanischen Affen – ein scheinbar harmloses Spielzeug, das sich schnell als Auslöser absurder und grausamer Todesfälle entpuppt. Jahre später, längst erwachsen und entfremdet, sehen sich die Brüder erneut mit dem Fluch des Affen konfrontiert. Als in ihrem Umfeld erneut mysteriöse Tode geschehen, bleibt ihnen keine Wahl: Sie müssen sich ihrer traumatischen Vergangenheit stellen und den Affen ein für alle Mal vernichten – bevor er weitere Opfer fordert.

Perkins, bekannt für seine atmosphärisch dichten Horrorwerke, verlässt hier bewusst ausgetretene Pfade. Statt reinem Psycho-Horror setzt er auf eine Mischung aus schwarzem Humor, grotesker Gewalt und emotionalen Tiefen. „Wenn man eine Komödie machen will, dann geht man in die Vollen“, so der Regisseur im Gespräch mit Empire. „Hier explodieren Leute – und das wird eine Schweinerei“

EIN DREAMTEAM DES HORRORS

An der Seite von Theo James, der in der Doppelrolle der Brüder seine schauspielerische Bandbreite unter Beweis stellt, glänzt ein hochkarätiges Ensemble: Elijah Wood („Der Herr der Ringe“), Tatiana Maslany („Orphan Black“) als die besorgte Mutter Lois und Christian Convery („Sweet Tooth“) als junger Hal liefern Nuancen in einer Geschichte, die zwischen Familientragödie und blutigem Slapstick oszilliert.

Produzent James Wan bringt seine Expertise aus Franchises wie „The Conjuring“ ein, während Perkins’ visueller Stil – unterstützt von Kameramann Nico Aguilar („Longlegs“) – das Absurde mit melancholischer Ästhetik verbindet. Die Filmmusik von Edo Van Breemen untermalt dabei geschickt den Kontrast zwischen Heiterkeit und Horrorkulissen.

ZWISCHEN BLUTIGEM KRAWALL UND MELANCHOLIE

„The Monkey“ ist kein reiner Schocker, sondern ein Film der Kontraste: Während die Todesszenen an „Final Destination“-spektakuläre Absurdität erinnern („Wer wird diesmal dran glauben – und wie?“, fragt der Trailer provokant), liegt der Fokus ebenso auf der zerrütteten Beziehung der Brüder. Hal, nun selbst Vater, kämpft mit der Angst, seinen Sohn (Colin O’Brien) in denselben Fluch zu verstricken, während Bill sich in Verschwörungstheorien verliert. „Es geht um Schuld, Verlust und die Frage, ob man dem Schicksal entkommen kann“, erklärt Perkins, der persönliche Erfahrungen mit Trauer in den Film einfließen ließ.

Stephen King, dessen Kurzgeschichte hier deutlich erweitert wurde, zeigte sich laut Produktionsteam begeistert von der Adaption – eine Seltenheit bei den oft kritisch betrachteten Verfilmungen seiner Werke.

Ein Trailder, der blutige Neugier weckt

Der bereits veröffentlichte Trailer gibt einen Vorgeschmack auf den irre Mix aus Humor und Horror: Zu sphärischen Klängen wirbeln Trommelstöcke, während blutige Explosionen und schrille Jump-Scares die Absurdität des Fluchs unterstreichen. Achtung: Nicht für Zartbesaitete!

Kritiker-Stimmen: Ein “kranker” Genretanz

Erste Vorführungen lösten Begeisterung aus: Rotten Tomatoes attestiert dem Film eine Frischequote von 84 %, während Kritiker die „unvergesslich blutigen Einstellungen“ und Perkins’ „kranken Sinn für Humor“ loben 8. Metacritic vergibt einen Score von 67/100 – solide Werte für einen Film, der bewusst die Grenzen des Genres austestet.

Sammlerstücke und Kinogimmicks

In den USA servieren ausgewählte Kinos Popcorn in limitierten Affen-Trommel-Eimern – ein Trend, der bereits bei „Dune 2“ und „Alien: Romulus“ Fans begeisterte. In Deutschland sind die Sammlerstücke zwar nicht im Kino erhältlich, aber über Online-Plattformen wie Amazon 3.

AB 20. FEBRUAR IM KINO

„The Monkey“ startet am 20. Februar 2025 bundesweit in den Kinos, im Verleih von PLAION PICTURES und Studiocanal. Für alle, die nach „Longlegs“ erneut Perkins’ visuellen Stil erleben möchten – oder einfach Lust auf einen Horrorschocker mit Biss und Herz haben.

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Hagen – Im Tal der Nibelungen: Ein bildgewaltiges Filmevent fürs Heimkino https://www.hifigeek.de/hagen-im-tal-der-nibelungen-ein-bildgewaltiges-filmevent-fuers-heimkino/ https://www.hifigeek.de/hagen-im-tal-der-nibelungen-ein-bildgewaltiges-filmevent-fuers-heimkino/#respond Tue, 18 Feb 2025 07:21:20 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8279 Hagen – Im Tal der Nibelungen: Ein bildgewaltiges Filmevent fürs Heimkino

Ab dem 6. März 2025 erobert Hagen – Im Tal der Nibelungen die heimischen Bildschirme. Die Neuinterpretation der weltberühmten Nibelungensage, basierend auf Wolfgang Hohlbeins Roman Hagen von Tronje, verspricht ein cineastisches Erlebnis, das sowohl Fans epischer Geschichten als auch Liebhaber hochwertiger Filmkunst begeistern wird. Mit einer packenden Handlung, herausragenden Darstellern und opulenten Bildern ist der Film ein Muss für alle, die sich für mythologische Stoffe und dramatische Charakterstudien interessieren.

Die Handlung: Eine Sage voller Konflikte und Emotionen

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hagen von Tronje (Gijs Naber), der als Waffenmeister des Burgunderreichs mit eiserner Disziplin und Pflichtbewusstsein das von inneren und äußeren Krisen geschüttelte Königreich zusammenhält. Doch hinter seiner stoischen Fassade verbirgt sich ein Mann, der mit seiner dunklen Vergangenheit hadert und seine verbotene Liebe zur Königstochter Kriemhild (Lilja van der Zwaag) unterdrückt.

Die fragile Balance des Reiches gerät ins Wanken, als der charismatische Drachentöter Siegfried von Xanten (Jannis Niewöhner) auftaucht. Mit seiner Unberechenbarkeit und seinem unbändigen Freiheitsdrang stellt er die alten Strukturen infrage und wird zum Widersacher Hagens. König Gunter (Dominic Marcus Singer), der nach dem plötzlichen Tod seines Vaters noch unerfahren auf dem Thron sitzt, sieht in Siegfried eine Chance, das Reich zu retten. Er bittet ihn um Hilfe, die gefürchtete Walküre Brunhild (Rosalinde Mynster) zur Frau zu gewinnen. Doch als sich Kriemhild in Siegfried verliebt, wird Hagen vor eine schicksalhafte Entscheidung gestellt: Soll er seiner Liebe folgen oder seiner Treue zum Königreich den Vorrang geben?

Hagen – Im Tal der Nibelungen ist mehr als nur eine Adaption der bekannten Sage. Der Film taucht tief in die Psyche der Figuren ein und zeigt ihre inneren Konflikte, ihre Triumphe und Tragödien. Dabei entsteht ein komplexes Porträt von Macht, Loyalität, Liebe und Verrat, das den Zuschauer bis zum letzten Moment fesselt.

Ein Filmevent fürs Heimkino

Mit der Veröffentlichung auf DVD, Blu-ray und UHD ab dem 6. März 2025 (die digitale Kaufversion ist bereits ab dem 20. Februar 2025 erhältlich) bietet Hagen – Im Tal der Nibelungen die perfekte Gelegenheit, dieses epische Abenteuer in den eigenen vier Wänden zu erleben. Die hochwertige technische Ausstattung der physischen Medien sorgt dafür, dass die beeindruckende Bildgewalt und der mitreißende Sound des Films optimal zur Geltung kommen.

  • DVD: Die DVD-Version bietet ein Bildformat von 2.39:1 mit deutschem Dolby Digital 5.1 und 2.0 sowie eine Hörfilmfassung. Zusätzlich sind deutsche Untertitel für Hörgeschädigte und englische Untertitel verfügbar.
  • Blu-ray: Hier kommt der Film mit Deutsch Dolby Atmos, wo wir ein großes Lob für aussprechen, dass wir in den Genuss vom verlustfreien 3D Ton kommen werden. Auch hier sind die Hörfilmfassung und Untertitel enthalten.
  • UHD: Die Ultra HD-Version bietet das beste Bild- und Klangerlebnis, wieder in Deutsch Dolby Atmos. Die UHD-Edition enthält zudem eine zweite Disc mit der Blu-ray-Version und allen Extras.

Extras: Ein Blick hinter die Kulissen

Neben dem Hauptfilm bieten die physischen Medien eine Reihe von Extras, die einen tieferen Einblick in die Entstehung des Films gewähren:

  • Making-of (ca. 17 Minuten): Hier erfahren die Zuschauer mehr über die Herausforderungen der Produktion, die Arbeit der Schauspieler und die Vision der Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert.
  • VFX Making-of (ca. 3 Minuten): Ein kurzer, aber faszinierender Blick auf die visuellen Effekte, die die mythische Welt der Nibelungen zum Leben erwecken.
  • Trailer: Der offizielle Trailer rundet das Paket ab und gibt einen Vorgeschmack auf das filmische Erlebnis.

Ein filmisches Highlight für Fans epischer Geschichten

Hagen – Im Tal der Nibelungen ist nicht nur eine Adaption einer der bekanntesten Sagen der Welt, sondern auch eine Charakterstudie, die die menschlichen Abgründe und die Komplexität von Entscheidungen in den Vordergrund stellt. Die herausragenden schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Gijs Naber und Jannis Niewöhner, die sich einen intensiven Zweikampf auf Augenhöhe liefern, machen den Film zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ob auf DVD, Blu-ray oder UHD – die Heimkino-Veröffentlichung bietet die Möglichkeit, diesen Film immer wieder zu erleben und dabei neue Details zu entdecken. Die Extras geben zudem einen Einblick in die Arbeit hinter der Kamera und zeigen, wie viel Liebe zum Detail in diesem Projekt steckt.

Für alle, die sich für mythologische Stoffe, dramatische Geschichten und hochwertige Filmkunst interessieren, ist Hagen – Im Tal der Nibelungen eine absolute Empfehlung. Ab dem 6. März 2025 ist das epische Abenteuer fürs Heimkino verfügbar – ein filmisches Highlight, das man nicht verpassen sollte.

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Gladiator II — Der epische Blockbuster kommt ins Heimkino https://www.hifigeek.de/gladiator-ii-der-epische-blockbuster-kommt-ins-heimkino/ https://www.hifigeek.de/gladiator-ii-der-epische-blockbuster-kommt-ins-heimkino/#respond Mon, 17 Feb 2025 11:43:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8268 Nach dem überwältigenden Erfolg in den deutschen Kinos ist es endlich soweit: Der mit Spannung erwartete Blockbuster GLADIATOR II ist ab sofort als Video on Demand zum Leihen für zuhause erhältlich! Fans des antiken Epos können sich auf ein atemberaubendes Heimkinoerlebnis freuen, das Maßstäbe setzt. Ridley Scotts neuestes Meisterwerk kehrt in die Welt des antiken Roms zurück und entführt die Zuschauer erneut in eine epische Saga von Ehre, Kampf und Schicksal.

Ab dem 6. März 2025 wird der Film auch physisch in den Formaten 4K Ultra-HDBlu-ray und DVD erhältlich sein. Zudem gibt es zwei exklusive und limitierte 4K UHD Steelbook-Varianten, die jeden Sammlerherz höherschlagen lassen. Doch das ist noch nicht alles: Die Heimkino-Veröffentlichung von GLADIATOR II bietet nicht nur ein visuelles und akustisches Spektakel, sondern auch über 100 Minuten exklusives Bonusmaterial, das Fans tief in die Entstehung des Films eintauchen lässt.

Ein audiovisuelles Highlight: Dolby Atmos, HDR und Dolby Vision

GLADIATOR II wird in 4K Ultra-HD mit HDR und Dolby Vision veröffentlicht und behinhaltet zusätzlich Dolby Atmos für die deutsche sowie englische Tonspur. Hier hoffen wir dass dieser immersive Soundtrack die Zuschauer mitten ins Geschehen transportiert – ob in die Schlachten der Arena, die politischen Intrigen Roms oder die emotionalen Momente der Charaktere. Jedes Schwertklirren, jeder Schrei und jede Nuance der Filmmusik von Harry Gregson-Williams wird zu einem Erlebnis, das die Grenzen des Heimkinos sprengt.

Die Rückkehr in die Welt des antiken Roms

GLADIATOR II ist die lang erwartete Fortsetzung des Oscar®-prämierten Klassikers GLADIATOR und führt die Zuschauer erneut in die faszinierende Welt des antiken Roms. Unter der Regie des legendären Ridley Scott begleitet der Film den neuen Helden Lucius (gespielt von Paul Mescal), der sich den Herausforderungen des Kolosseums stellen muss, um für Ehre, Stärke und die Zukunft Roms zu kämpfen.

Der hochkarätige Cast umfasst neben Paul Mescal auch Oscar®-Gewinner Denzel Washington in der Rolle des Macrinus, Connie Nielsen als Lucilla, Pedro Pascal als Tribun Marcus Acacius und Joseph Quinn als Kaiser Geta. Zusammen erschaffen sie ein packendes Drama, das die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in den Bann zieht.

Exklusives Bonusmaterial: Ein Blick hinter die Kulissen

Die physischen Editionen von GLADIATOR II bieten über 100 Minuten Bonusmaterial, das Fans tief in die Entstehung des Films eintauchen lässt. Hier einige Highlights:

  1. Ein Traum von Rom: Ursprünge
    Regisseur Ridley Scott und die Produzenten geben Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Films und wie sich die Story über Jahre hinweg entwickelte.
  2. Was wir im Leben tun, hallt in der Ewigkeit wider: Darsteller
    Ein Blick auf Ridley Scotts Casting-Prozess und die Zusammenarbeit mit den Schauspielern.
  3. In der Arena: Filmemacher
    Begleiten Sie das Team hinter den Kulissen zu den exotischen Drehorten in Malta, Marokko und dem Vereinigten Königreich.
  4. Die Todgeweihten grüßen dich: Kampf
    Entdecken Sie, wie die choreografierten Kämpfe und visuellen Effekte die Action auf ein neues Level heben.
  5. Aufbau eines Imperiums: Postproduktion
    Einblicke in den Entstehungsprozess des Films, inklusive der Arbeit an der Filmmusik mit Komponist Harry Gregson-Williams.
  6. Das Making-Of von Gladiator II
    Erfahren Sie, wie Ridley Scott, die Schauspieler und die Crew den Film zum Leben erweckt haben.
  7. Entfallene Szenen
    Zusätzliche Szenen, die es nicht in den finalen Schnitt geschafft haben, aber dennoch faszinierende Einblicke bieten.

Ein Film, der Geschichte schreibt

GLADIATOR II ist mehr als nur eine Fortsetzung – es ist ein filmisches Ereignis, das die Zuschauer in eine Welt voller Macht, Intrigen und unvergesslicher Action entführt. Die opulente Ausstattung, die mitreißende Story und die herausragenden Leistungen des Casts machen den Film zu einem Meisterwerk, das seinesgleichen sucht

Exklusiver Einblick: Hinter die Mauern des Kolosseums

Um die Vorfreude zu steigern, können Fans bereits jetzt einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen. In einem Bonusvideo teilen Regisseur Ridley Scott und Hauptdarsteller Paul Mescal ihre Erfahrungen von den Dreharbeiten und die Zusammenarbeit mit Pedro Pascal.

GLADIATOR II – Ab sofort als Video on Demand erhältlich. Ab dem 6. März 2025 auf 4K Ultra-HD, Blu-ray und DVD.

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HERETIC – Ein schwarzhumoriges Katz- und Mausspiel der besonderen Art https://www.hifigeek.de/heretic-ein-schwarzhumoriges-katz-und-mausspiel-der-besonderen-art/ https://www.hifigeek.de/heretic-ein-schwarzhumoriges-katz-und-mausspiel-der-besonderen-art/#respond Mon, 17 Feb 2025 11:08:19 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8260 Am 27. März 2025 ist es soweit: Der hochgelobte Horrorfilm HERETIC von den preisgekrönten Drehbuchautoren und Regisseuren Bryan Woods und Scott Beck (bekannt durch A QUIET PLACE) startet im Home Entertainment-Bereich. Der Film, der bereits bei seiner Kinopremiere für Furore sorgte, erscheint auf DVD, Blu-ray und digital und verspricht ein packendes, schwarzhumoriges Kinoerlebnis, das Genre-Fans und Cineasten gleichermaßen begeistern wird. Mit Hugh Grant in einer ungewöhnlichen und zugleich faszinierenden Rolle, die ihn in einem völlig neuen Licht zeigt, setzt HERETIC neue Maßstäbe im Horrorgenre.

Ein Film, der Grenzen sprengt

HERETIC ist weit mehr als nur ein Horrorfilm. Es ist eine düstere, psychologische Reise, die den Zuschauer in die Abgründe des menschlichen Glaubens und der Verzweiflung führt. Der Film kombiniert geschickt Elemente des psychologischen Thrillers mit schwarzem Humor und einer Prise surrealer Ästhetik. Dabei entsteht eine Atmosphäre, die von Anfang an fesselt und bis zum letzten Moment keine Ruhe gönnt. Die Regisseure Woods und Beck, die bereits mit A QUIET PLACE bewiesen haben, dass sie das Genre meisterhaft beherrschen, liefern mit HERETIC erneut ein Werk ab, das sowohl intelligent als auch unterhaltsam ist.

Hugh Grant wie man ihn noch nie gesehen hat

Wer Hugh Grant bisher nur als charmanten Liebhaber in romantischen Komödien kennt, wird von seiner Darstellung in HERETIC überrascht sein. Der 64-jährige Schauspieler schlüpft in die Rolle des Mr. Reed, eines durchtrieben-teuflischen Hobbyphilosophen, der seine Gegenspielerinnen mit einer Mischung aus Charme und Boshaftigkeit in die Enge treibt. Grants Performance ist gleichermaßen furchterregend wie faszinierend und beweist, dass er auch in düsteren, komplexen Rollen brillieren kann. Seine Darstellung wurde bereits mit einer Golden Globe- und einer BAFTA-Award-Nominierung gewürdigt – eine Anerkennung, die mehr als verdient ist.

Ein perfides Spiel mit Glaube und Verzweiflung

Die Handlung von HERETIC dreht sich um zwei junge Missionarinnen, Schwester Paxton (gespielt von Chloe East) und Schwester Barnes (dargestellt von Sophie Thatcher), die auf ihrer Mission, den Glauben zu verbreiten, auf den scheinbar freundlichen Mr. Reed treffen. Doch was zunächst wie eine harmlose Begegnung wirkt, entpuppt sich schnell als tödliche Falle. Reed lockt die beiden Frauen in sein labyrinthisches Anwesen, wo sie in ein perfides Katz- und Mausspiel verwickelt werden. Die Flucht aus dem Haus wird zu einem Kampf ums Überleben, bei dem die beiden Missionarinnen nicht nur ihren Glauben, sondern auch ihren Verstand auf die Probe stellen müssen.

Die Dynamik zwischen den Charakteren ist dabei ebenso spannungsgeladen wie die Handlung selbst. Während Mr. Reed seine Gegenspielerinnen mit psychologischen Spielchen quält, müssen Schwester Paxton und Schwester Barnes lernen, sich nicht nur auf ihren Glauben, sondern auch auf ihren Instinkt zu verlassen. Die beiden jungen Schauspielerinnen liefern dabei herausragende Leistungen ab und bilden einen perfekten Kontrast zu Grants teuflischem Charakter.

Visuell und akustisch ein Meisterwerk

Neben der herausragenden schauspielerischen Leistung überzeugt HERETIC auch auf technischer Ebene. Die Regisseure Woods und Beck schaffen eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann zieht. Die Kameraarbeit ist meisterhaft und unterstreicht die bedrohliche Stimmung des Films. Die labyrinthische Architektur des Hauses, in dem der größte Teil der Handlung spielt, wird fast zu einem eigenen Charakter und trägt maßgeblich zur Spannung bei.

Auch der Soundtrack des Films verdient besondere Erwähnung. Die Musik untermalt die bedrohliche Atmosphäre perfekt und verstärkt die emotionale Wirkung der Szenen. Leider wird der Film nicht mit einer deutschen oder englischen Atmos-Tonspur erscheinen, was jedoch dem Gesamterlebnis hoffentlich keinen Abbruch tut.

Umfangreiches Bonusmaterial für Filmfans

Für alle, die mehr über die Entstehung des Films erfahren möchten, bietet das Home Entertainment-Release von HERETIC ein umfangreiches Bonusmaterial. Sowohl die DVD- als auch die Blu-ray-Version enthalten einen Audiokommentar der Regisseure Scott Beck und Bryan Woods, der interessante Einblicke in die Entstehung des Films bietet. Zudem gibt es Interviews mit den Regisseuren sowie den Darstellern Hugh Grant, Sophie Thatcher und Chloe East, in denen sie über ihre Erfahrungen während der Dreharbeiten sprechen.

Fans des Films können sich außerdem auf zwei exklusive Mediabooks freuen, die neben der Blu-ray und UHD-Blu-ray auch ein umfangreiches Booklet enthalten. Dieses bietet zusätzliche Hintergrundinformationen zum Film und ist ein Muss für jeden, der sich für die Details der Produktion interessiert.

Ein Film, der nachwirkt

HERETIC ist ein Film, der lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleibt. Er stellt Fragen nach Glaube, Moral und der menschlichen Natur, ohne dabei einfache Antworten zu liefern. Die Mischung aus psychologischem Thriller, schwarzem Humor und Horror-Elementen macht ihn zu einem einzigartigen Kinoerlebnis, das Genre-Fans und Cineasten gleichermaßen begeistern wird.

Mit Hugh Grant in einer der besten Rollen seiner Karriere und einer packenden Handlung, die bis zum Schluss fesselt, ist HERETIC ein Film, den man nicht verpassen sollte. Ob auf DVD, Blu-ray oder digital – ab dem 27. März 2025 kann man dieses Meisterwerk des Horrorgenres endlich zu Hause erleben.

Fazit

HERETIC ist mehr als nur ein Horrorfilm. Es ist eine düstere, psychologische Reise, die den Zuschauer in die Abgründe des menschlichen Glaubens und der Verzweiflung führt. Mit Hugh Grant in einer unvergesslichen Rolle und einer packenden Handlung, die bis zum Schluss fesselt, setzt der Film neue Maßstäbe im Genre. Die Regisseure Scott Beck und Bryan Woods beweisen erneut, dass sie Meister ihres Fachs sind, und liefern ein Werk ab, das sowohl intelligent als auch unterhaltsam ist.

Wer auf der Suche nach einem Film ist, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt, sollte HERETIC auf keinen Fall verpassen. Ab dem 27. März 2025 ist der Film auf DVD, Blu-ray und digital erhältlich – ein Muss für jeden Filmfan!

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Denon, Marantz und Bowers & Wilkins könnten vor dem Aus stehen https://www.hifigeek.de/denon-marantz-und-bowers-wilkins-koennten-vor-dem-aus-stehen/ https://www.hifigeek.de/denon-marantz-und-bowers-wilkins-koennten-vor-dem-aus-stehen/#respond Tue, 26 Nov 2024 12:40:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8119 Zuerst trifft einen die Nachricht, welche sich gerade wie ein Lauffeuer verbreitet wie ein Schlag. Aber Denon, Marantz und Bowers & Wilkins könnten aus der HiFi- und Heimkino-Landschaft verschwinden. Alles Überraschend oder war das langsam abzusehen?

Sowohl als auch: Die Marken, welche schon lange nicht mehr eigenständig waren, hatten in der Vergangenheit immer mal ihre Probleme. 2017 übernahm das Unternehmen Sound United Denon und Marantz von der D+M Gruppe sowie 2020 dann ebenfalls Bowers & Wilkins.

2022 dann der nächste Schlag mit der Übernahme von Sound United durch die Masimo Corporation. Eine eher ungewöhnliche Übernahme, da es sich bei der Masimo Corporation um ein Unternehmen aus der Medizintechnik handelt.

Grund zu den Aufgabespekulationen gibt der Finanzbericht der letzten drei Monate mit einem Verlust von 12,9 Millionen und von 31,3 Millionen US-Dollar seit Jahresbeginn 2024. Desweiteren wurden Büros in Frankreich, Finnland, der Schweiz und auch Deutschland geschlossen oder stehen vor der Schließung. Der letzte Stoß zu der Vermutung kommt durch die Angabe von Masimo Corporations Aussage bezüglich des Finanzberichts und dass sie breit wären im Notfall die Sparte aufzugeben.

Betrachtet man den Markt ein wenig objektiver, kann man schon erahnen, dass hier mit harten Bandagen gekämpft wird. Nehmen wir mal die Heimkino-Sparte, so kämpfen die Marken hier an vielen Fronten. Mit ihren Einsteiger AV-Receivern sind sie lange Jahre sowas wie die Volks-Receiver gewesen. Aber in der Branche zeichnet sich eine Spezialisierung ab. Marken wie Stormaudio oder Trinnov positionieren sich am oberen Ende des Marktes mit eigenen, teils bahnbrechenden Technologien und Upgradefähigkeiten. Hier hat der Hersteller immer wieder mit seinen Flagschiffen Alternativen geboten, konnte aber mit der Inovation der Premium-Marken nie mithalten. Sicherlich ein Grund warum der Konzern sich mitlerweile Dirac-Live geöffnet hat.

Am unteren Ende stehen nicht nur andere Marken sondern Soundbars, smarte Lautsprecher oder andere Devices wie der WiiM Ultra. Hier ist der Einstieg so einfach wie nie. Durch den Streaming Durchbruch und dem Bulimie-Konsum geht ein drastischer Verlust an Qualität einher. Quantität steht an erster Stelle für die großen Streamer und wer ein richtiges Heimkino sein eigen nennt, wird keineswegs zufrieden sein mit dem Kompressions-Gematsche.

Aber die Hifi-Branche an sich tut sich schwer damit die Jugend anzusprechen. Superlative jagt Superlative und man möchte die nächste Unicorn-Technik für viel Geld verkaufen, anstatt ausgeklügelt die Jugend einzufangen und erschwingliche Produkte für bessere Soundqualität zu verkaufen. Streaming ist nicht nur böse. Darüber hinaus sind auch jüngere Menschen qualitätsbewusst. Vinyl ist nicht ohne Grund weiter im Kommen.

Aber solange man “von oben herab” angesehen wird, wenn man in einen alt eingesessenen HiFi-Laden geht und eben nicht zu den 10.000€ Lautsprechern greift, wird sich das Bild der angestaubten HiFi-Anlage auch nicht bessern.

Warten wir ab wie die Geschichte ummmm Denon, Marantz und Bowers & Wilkins ausgeht. Vielleicht doch noch mit einem Happy-End?

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EverSolo DMP-A10: Das Flaggschiff aus Shenzhen macht Ernst https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a10/ https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a10/#respond Tue, 29 Oct 2024 09:59:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=11715 EverSolo kennt man seit 2022. Die chinesische Brand kam mit dem DMP-A6 raus — großes Display, günstiger Preis, ordentliche Technik — und hat damit den Streamer-Markt unter 1.000 Euro ordentlich durcheinander gewirbelt. Der A8 folgte und kostete knapp das Doppelte, klang aber auch deutlich besser. Jetzt gibt es den EverSolo DMP-A10. Das ist die Spitze der Linie, und zum ersten Mal bewegt man sich damit wirklich in High-End-Territorium — preislich wie technisch.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Konzept: Alles in einer Kiste

Das Grundkonzept ist dasselbe wie beim A6 und A8, nur konsequenter durchgezogen. Der EverSolo DMP-A10 ist Streamer, DAC, DDC und vollsymmetrischer Vorverstärker in einem Gehäuse. Wer möchte, hängt die Kiste direkt an die Endstufe und ist fertig. Analog-Inputs — sowohl XLR als auch RCA — sind vorhanden, der A10 kann also auch als reiner Preamp für externe Quellen arbeiten. Zwei Subwoofer-Ausgänge sind ebenfalls an Bord, inklusive konfigurierbarer Übergangsfrequenz und Delay. Damit zielt EverSolo offensichtlich nicht nur auf klassische Stereo-Setups, sondern auch auf Leute, die ein 2.1‑System oder eine aktive Raumkorrektur einbinden wollen.

Technik: Was drin steckt

DAC-seitig arbeitet der EverSolo DMP-A10 mit dem ESS ES9039PRO — dem Flaggschiff-Chip von ESS Technology. Laut Hersteller unterstützt das Ding Auflösungen bis 32 Bit/768 kHz PCM und natives DSD512. Das sind Papierform-Werte, die in der Praxis kaum jemand ausreizt, aber sie zeigen wo die Decke liegt. Das USB-Interface übernimmt ein XMOS XU316, der aus den A‑Serien-Vorgängern bekannt ist.

Das Taktsystem verdient besondere Erwähnung: Der A10 setzt auf zwei OCXO-Oszillatoren — das sind temperaturgeregelte Quarze, die ihren Betriebspunkt konstant halten und so Jitter durch Temperaturschwankungen ausschließen. EverSolo gibt die Jitter-Werte mit unter 50 Femtosekunden an. Herstellerangabe, kein unabhängig geprüfter Wert — aber der Aufwand dahinter ist real.

Zur Stromversorgung: Beim A6 gab es nur ein Schaltnetzteil, beim A8 bekam die analoge Sektion ein Linear-Netzteil. Der EverSolo DMP-A10 hat jetzt zwei lineare Netzteile — eines für die digitale Sektion, eines für die analoge. EverSolo nennt eine Restwelligkeit von unter 30 µVrms auf der analogen Versorgung. Das ist eine konkrete Zahl, an der man den Hersteller messen kann.

Die Lautstärkeregelung arbeitet über ein R‑2R-Widerstandsnetzwerk — kein digitaler Regler, kein Potentiometer. Die Kiste bietet zudem eine eigene Raumkorrektur: EverSolo Digital Room Correction mit Messmikrofon, parametrischem EQ und Algorithmus zur Raumanpassung. Das Mikrofon für die Einmessung lässt sich per USB anschließen, alternativ geht auch das Smartphone-Mikrofon. Klingt erstmal schick, taugt in der Praxis aber nur mit einem vernünftigen Messmikrofon was — das liefert EverSolo nicht mit. Wer das ernsthaft nutzen will, braucht also nochmal extra Budget.

Für die Bauteile-Auswahl hat sich EverSolo zumindest die Mühe gemacht, gezielt einzukaufen: WIMA-Kondensatoren aus Deutschland, Nichicon und Murata aus Japan, Texas Instruments Operationsverstärker aus den USA, Omron-Relais. Das ist keine Marketinglyrik, sondern zeigt einen echten Sourcing-Aufwand, den man bei Geräten unter 4.000 Euro nicht selbstverständlich findet.

Das Gehäuse: CNC-gefrästes Aluminium, 430 mm Breite — klassisches Rack-Format. Vorne sitzt ein 6,5‑Zoll-Full-HD-Touchscreen. Das Display ist damit minimal größer als beim A8, der Look ist markentypisch.

Was den EverSolo DMP-A10 vom Rest unterscheidet

Ein Punkt, der den EverSolo DMP-A10 aus dem Feld der reinen Streamer heraushebt: die DDC-Funktion. Der A10 kann digitale Eingangssignale — USB, Coax, Toslink, HDMI ARC — übernehmen, optional durch den EQ schicken und wieder als SPDIF ausgeben. Oder analog wandeln, mit EQ bearbeiten und weiterschleifen. Das macht ihn theoretisch zu einem zentralen Signalverteiler im Setup, nicht nur zu einem Endpunkt.

Zwei M.2‑NVMe-SSD-Steckplätze im Boden der Kiste erlauben bis zu 8 TB internen Speicher — für wer noch eine Lokalsammlung hat. USB 3.0, NFS, SMB, UPnP, WebDAV, Plex, Emby und Jellyfin sind ebenfalls an Bord. Dazu gibt es einen SFP-Glasfaser-Port neben dem normalen LAN-Anschluss — für die, die mit einer Fiber-Strecke Störeinflüsse aus dem Netzwerk fernhalten wollen.

Streaming-seitig ist alles Übliche vertreten: Tidal Connect, Spotify Connect, Qobuz, Amazon Music, Apple Music, Deezer. Roon-Ready-Zertifizierung war zum Launch noch in Bearbeitung — das ist bei EverSolo mittlerweile Standard-Prozedere und kein Drama, hat beim A8 auch funktioniert.

Markteinordnung

3.780 Euro sind kein Schnäppchen mehr. Das muss man klar sagen. Der direkte Vorgänger DMP-A8 ist für knapp 2.000 Euro zu haben und gilt zu Recht als eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse in diesem Segment.

Die Frage ist: Was bekommt man für den Aufpreis? Auf dem Papier sind es zwei lineare Netzteile statt einem, ein besserer DAC-Chip, das OCXO-Doppeltaktsystem, die vollsymmetrische Vorverstärker-Sektion mit XLR-Ein- und ‑Ausgängen, die R‑2R-Lautstärkeregelung und das DDC-Feature. Das ist nicht trivial, und wer den A10 als vollwertigen Vorverstärker einsetzen will, hat damit tatsächlich ein anderes Gerät vor sich als den A8.

Verglichen mit dem, was man bei anderen Herstellern für ähnliche Funktionen zahlt, ist der Preis gut kalkuliert. Ein Lumin U2 Mini kostet ähnlich viel und kann kein eigenes DAC-Wandling, ist also reiner Streamer. Auralic-Geräte in vergleichbarer Ausbaustufe rangieren deutlich drüber. Cambridge Audio EVO 150 ist etwas günstiger, hat aber eine eingebaute Endstufe und einen anderen Anwendungsfall.

Der EverSolo DMP-A10 hat wenig direkten Wettbewerb bei diesem Preis mit diesem Funktionsumfang. Das ist sein stärkstes Argument.

Preis und Verfügbarkeit

Der EverSolo DMP-A10 ist in Deutschland ab Ende 2024 verfügbar, unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 3.780 Euro. Konfigurationen mit vorinstallierten M.2‑SSDs (2 TB, 4 TB, 8 TB) sind gegen Aufpreis erhältlich. Im regulären deutschen Fachhandel und direkt über eversolo.de bestellbar.

Einordnung

Der EverSolo DMP-A10 ist der konsequenteste Schritt, den die Marke bisher gemacht hat. Ob er klanglich so viel besser ist als der A8, lässt sich ohne direkten Vergleichshören nicht seriös beurteilen. Was sich sagen lässt: Die technische Basis ist substanziell besser, der Funktionsumfang realer und nicht nur auf dem Papier, und der Preis ist für das Gebotene nicht dreist. Wer ein vollständiges Quellgerät plus Vorverstärker in einer Kiste sucht und sich keine separaten Komponenten ins Setup holen will, hat hier eine ernsthafte Option.

Die eigentliche Frage ist: Klingt das R‑2R-Volumenrad und das OCXO-System in der Praxis so, wie es auf dem Datenblatt verspricht? Das werden Hörtests zeigen müssen. Bis dahin: Abwarten.

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Magnetar Blu-Ray Player nun im Vertrieb von Audio Reference https://www.hifigeek.de/magnetar-audio-reference-vertrieb/ https://www.hifigeek.de/magnetar-audio-reference-vertrieb/#respond Thu, 25 Jul 2024 09:59:37 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=8003 Wer Magnetar kennt, weiß: Stream hin oder her. Wer wirklich hochwertige und verlustfreie Medien konsumieren will, kommt um die Blu-Ray und Ultra-HD Blu-Ray nicht drum herum. Physikalische Medien leben – auch wenn so manche Presse uns das madig machen möchte. Dolby Vision, HDR10+, Dolby Atmos und DTS:X von Disc klingen eben nicht wie „genauso gut wie Stream”. Sie sind besser. Punkt.

Streaming-Dienste komprimieren. Immer. Selbst die besten 4K-HDR-Streams bewegen sich in Bitraten-Regionen, bei denen eine gut gemasterte UHD-Blu-Ray noch lange nicht schwitzt. Wer eine hochwertige Bildverarbeitungskette und eine sauber aufgestellte Audiosektion sein Eigen nennt, wird den Unterschied hören und sehen – ob er will oder nicht. Hinzu kommt das Thema Bibliothek: Nicht jeder Film ist auf jedem Dienst verfügbar, Lizenzen laufen aus, Qualitätsstufen ändern sich ohne Vorwarnung. Die Disc liegt im Regal und spielt. Immer. Disc bleibt die Referenz.

Das Erbe von Oppo und die Lücke, die ein ganzer Markt spürte

Nachdem Oppo die Produktion seiner legendären Blu-Ray Player eingestellt hat, klaffte eine riesige Wunde in den Heimkino-Herzen. Kein anderer Hersteller hatte bis dahin dieses Niveau an Bildverarbeitung, Audiosektion und Verarbeitungsqualität vereint. Der Markt wartete – und wartete. Günstige Alternativen gab es, echte Alternativen nicht. Wer einmal mit einem Oppo UDP-203 oder UDP-205 gearbeitet hatte, wusste genau, was fehlte: ein Player, der nicht nur Discs abspielt, sondern das Heimkino als Gesamtsystem versteht.

Magnetar füllt die Lücke – und übertrifft die Erwartungen

Seit 2022 schuf Magnetar mit dem UDP800 (hier im Test) Abhilfe – und lieferte ein Tier von einem Player. Vollwertige analoge Audiosektion mit symmetrischen XLR-Ausgängen, sorgfältige Bildverarbeitung, butterweicher Disc-Transport und ein Gehäuse, das keine Fragen zur Wertigkeit offen lässt: Der UDP800 war kein billiger Oppo-Klon, sondern eine eigenständige Ansage an den Markt. Features, die andere Player schlicht nicht boten – und das zu einem Preis, der angesichts der Verarbeitung fast unverschämt fair war.

2023 toppte Magnetar sich selbst mit dem UDP900 (hier im Test) und schuf das ultimative Blu-Ray Flagschiff – nochmals verfeinert in Mechanik, Netzteil und Ausgangsstufen. Wer beide Player gehört und gesehen hat, versteht, warum die komplette HiFi-Szene aufgesehen hat. Das ist kein Marketing-Versprechen, das ist Realität.

Dabei ist bemerkenswert, wie konsequent Magnetar das Thema Audiosektion ernst nimmt. Während viele Blu-Ray Player die analogen Ausgänge als Pflichtprogramm behandeln, hat Magnetar hier echte Ingenieursarbeit reingesteckt: getrennte Netzteile, hochwertige DAC-Bestückung und symmetrische Ausgänge, die auch an ernsthafter HiFi-Elektronik eine Figur machen. Das unterscheidet einen Magnetar von einem reinen Bild-Player – und erklärt, warum die Geräte in HiFi- und Heimkino-Kreisen gleichermaßen Anklang finden.

Neuer DACH-Vertrieb: Was ändert sich für Magnetar-Kunden?

Jetzt gibt es Neuigkeiten auf der Vertriebsseite. Der bisherige Europavertrieb wird eingestellt und durch einen dedizierten DACH-Vertrieb ersetzt – mit dem klaren Ziel, Support und Verfügbarkeit für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich zu verbessern. Thor Acoustic & Design GmbH und Audio Reference übernehmen künftig diese Rolle, wobei der Vertrieb selbst bei Audio Reference in Hamburg angesiedelt sein wird.

Audio Reference ist in der deutschen HiFi-Szene kein unbeschriebenes Blatt – das Hamburger Unternehmen vertreibt bereits namhafte Marken und bringt entsprechende Infrastruktur, Fachwissen und Marktnähe mit. Für Endkunden bedeutet das konkret: kürzere Wege bei Garantiefragen, ein deutschsprachiger Ansprechpartner und eine deutlich stabilere Verfügbarkeit der Player hierzulande. Wer in der Vergangenheit auf lange Lieferzeiten oder umständliche Kommunikation mit dem europäischen Vertrieb gestoßen ist, dürfte diesen Schritt begrüßen.

Mit diesem Schritt unterstreicht Magnetar, dass physikalische Medien für Enthusiasten kein Auslaufmodell sind – und dass die Marke langfristig auf den europäischen Markt setzt. Wer bis dato dachte, das sei halt ein China-Player der Oppo nacheifert und irgendwann wieder verschwindet, wird jetzt eines Besseren belehrt. Strukturen stärken, Vertrieb professionalisieren, Marktnähe aufbauen – das ist kein Zufall, das ist Strategie. Wer auf einen UDP900 wartet oder über einen Einstieg nachdenkt: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, bei Audio Reference vorstellig zu werden.

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Trap: No Way Out — neuer Trailer zu nächstem Shyamalan Streifen https://www.hifigeek.de/trap-no-way-out-neuer-trailer-zu-naechstem-shyamalan-streifen/ https://www.hifigeek.de/trap-no-way-out-neuer-trailer-zu-naechstem-shyamalan-streifen/#respond Wed, 03 Jul 2024 10:24:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7837 Was man M. Night Shyamalan nicht vorwerfen kann ist, dass er nicht produktiv ist. Was man jedoch schon sagen kann ist, dass seine Filme nicht unbedingt besser werden. Hat er doch mit The Six Sense einen Klassiker abgelegt, gingen gerade die aktuelleren Filme doch eher an den Kinokassen baden. Dennoch ist sein Portfolio an Filmen beeindruckend und hier und da sind natürlich Perlen zu finden: Die Eastrail 177-Trilogy zum Beispiel mit Unbreakable, Split und Glass, sowie Signs oder die Legende von Aang.

Zugegeben der Trailer zu Trap: No Way Out verrät viel, aber hoffentlich wenig genug, als dass der Film somit eine interessante Story bieten könnte. Mit der prominenten Besetzung von Josh Hartnett in der Hauptrolle sind auf jedenfall schon mal die Weichen gesetzt. Deutscher Kinostart ist der 01.08.2024. Bis dahin kommt hier erstmal der Trailer

Story

Ein Vater und seine Teenager-Tochter besuchen gemeinsam ein Popkonzert. Dort müssen sie feststellen, dass sie im Zentrum eines düsteren und unheilvollen Ereignisses stehen. 

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Fallout — Amazon zeigt ersten Trailer zur Spieleadaption https://www.hifigeek.de/fallout-amazon-zeigt-ersten-trailer-zur-spieleadaption/ https://www.hifigeek.de/fallout-amazon-zeigt-ersten-trailer-zur-spieleadaption/#respond Mon, 11 Mar 2024 09:38:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7600 Letzte Tage hatten wir den Trailer von Borderlands und nun kommt hier der nächste Trailer zu Fallout, einer sehr beliebten Computerspiele-Reihe. Bei Fallout handelt es sich wieder um ein Rollenspiel, welches aus der Ego-Perspektive (seit Fallout 3) gespielt wird.

Die Welt von Fallout spielt in einer alternativen Realität, in welcher der zweite Weltkrieg einen anderen Ausgang hatte. So wurden beispielsweise seit den 1950er Jahren atomar betriebene Autos, hochentwickelte Roboter und Energiewaffen sowie moderne Luft- und Raumfahrzeuge entwickelt, jedoch wurden Transistoren erst später entwickelt, als dass Computer eher einfach und primitiv blieben. Weiterhin verharrten kulturelle, gesellschaftliche und technische Bereiche ebenfalls in den 1950er Jahren sodass ebenfalls Effizientsteigerungen in der Ressourcenbenutzung ausblieben, als dass 2052 ein “Resourcenkrieg” begann. Hier ist die Annexion Kanadas durch die USA zu erwähnen und die Invasion Chinas ebenfalls durch die USA, was letztlich am 23. Oktober 2077 in einem zweistündigen Atomkrieg mündete.

Ein Großteil der Bevölkerung fiel dem der Serie namensgebenden Fallout an der Oberfläche zum Opfer. Andere teile gingen in die sogenannten Vaults welche von Firma Vault-Tec erbaut wurden. Die Vaults waren autark und von der Oberfläche unabhängig. Jedoch scheiterten ebenfalls viele Vaults schon zur Anfangszeit, sodass nur wenig teils Jahrzehntelang verschlossen blieben, bis sich die Menschen wieder an die Oberfläche trauten und diese erkundeten. Durch die ionische Strahlung kam es zu Mutationen und die Überlebenden des Fallouts rafften sich zu größeren und kleineren Clans, Stämmen und Gemeinschaften zusammen.

Die Spielewelt selber ist im 22. und 23. Jahrhundert angesiedelt und handelt von Konflikten zwischen Menschen und Mutanten, Kämpfen zwischen rivalisierenden Clans und neu gebildete politische Organisationen.

War, war never changes (Krieg, Krieg bleibt immer gleich)

Fallout startet am 11. April 2024 auf Amazon Prime. Wahrscheinlich wieder in wöchentlichem Rhytmus werden dann immer eine der acht Folgen freigeschaltet. Der erste Trailer ist nun verfügbar und diesen könnt ihr euch bei uns ansehen.

Zum Cast der Serie gehören Ella Purnell (Yellowjackets), Walton Goggins (The Hateful 8), Aaron Moten (Emancipation), Moisés Arias (The King of Staten Island), Kyle MacLachlan (Das Geheimnis von Twin Peaks), Sarita Choudhury (Homeland), Michael Emerson (Person of Interest), Leslie Uggams (Deadpool), Frances Turner (The Boys), Dave Register (Heightened), Zach Cherry (Severance), Johnny Pemberton (Ant-Man), Rodrigo Luzzi (Dead Ringers), Annabel O’Hagan (Law & Order: Special Victims Unit) und Xelia Mendes-Jones (Das Rad der Zeit).

Trailer

Hintergrund

Basierend auf einer der größten Videospielserien aller Zeiten ist Fallout die Geschichte von Habenden und Nichthabenden in einer Welt, in der es fast nichts mehr zu haben gibt. Zweihundert Jahre nach der Apokalypse sind die sanftmütigen Bewohner der luxuriösen Fallout-Bunker gezwungen, in die verstrahlte Höllenlandschaft zurückzukehren, die ihre Vorfahren zurückgelassen haben — und sind schockiert, als sie ein unglaublich komplexes, fröhlich-schräges und höchst gewalttätiges Universum entdecken.

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Knock knock knock — erster Trailer zum Schocker mit Antony Starr https://www.hifigeek.de/knock-knock-knock-erster-trailer-zum-schocker-mit-antony-starr/ https://www.hifigeek.de/knock-knock-knock-erster-trailer-zum-schocker-mit-antony-starr/#respond Thu, 07 Mar 2024 15:52:53 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7590 Gerade ereilte uns der erste Trailer zu Knock Knock Knock, welcher sehr lecker aussieht und mit Antony Starr (The Boys) auch einen interessanten Schauspieler mit an Board hat. Knock Knock Knock ist das Kinodebüt vom französischen Regisseur Samuel Bodin, der ebenfalls bei der Netflix-Serie Marianne Regie geführt hat. In der Hauptrolle ist Woody Norman (COME ON, COME ON, DIE LETZTE FAHRT DER DEMETER) und die bedrohlichen Auftritte von Antony Starr (THE BOYS) und Lizzy Caplan (DAS BOOT, CASTLE ROCK) zu sehen. Gerade bei Antony Starr, der hoffentlich bei Vielen auch als Homelander aus The Boys bekannt sein sollte, schlägt jedes Herz höher ihn hier auch in er hoffentlich verstörenden Rolle zu sehen.

Das ganze Gruselfilmchen wird am 01. Mai 2024 in den deutschen Kinos starten und zum warm werden haben wir erstmal einen Trailer für euch!

Story

Es ist der ultimative Albtraum für jedes Kind: Der achtjährige Peter (Woody Norman) wird jede Nacht von einem unheimlichen Klopfen hinter den Wänden seines Zimmers aus dem Schlaf gerissen. Seine Eltern (Lizzy Caplan und Antony Starr) behaupten jedoch, er würde sich die seltsamen Geräusche nur einbilden. Einzig und allein seine Klassenlehrerin (Cleopatra Coleman) scheint Peter zu glauben und versucht ihm Mut zu machen. Als der verängstigte Junge beginnt, dem Ursprung des Klopfens auf den Grund zu gehen, entdeckt er, dass seine Eltern ein schreckliches Geheimnis vor ihm verbergen.

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Dune 2 — Review zum Aufstieg des Lisan Al Gaib https://www.hifigeek.de/dune-2-review-zum-aufstieg-des-lisan-al-gaib/ https://www.hifigeek.de/dune-2-review-zum-aufstieg-des-lisan-al-gaib/#respond Fri, 23 Feb 2024 15:36:52 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7537 Es gibt wahrscheinlich keinen Zweifel daran, dass Frank Herbert’s Dune einer der besten Sci-Fi-Romane ist, welche bis dato existieren. Natürlich wenn man ihn heute ließt ein wenig aus der Mode gekommen aber im Kern einfach phenomenal. Und das nicht nur weil ich das Buch erst gelesen, nachdem ich David Villeneuve’s Dune (2021) gehen hatte. Nein weil ich nach dem Lesen wahrhaftig verstanden habe, wie gut die Verfilmung wirklich war.

Ich sag es gleich vorweg: ich liebe Dune: Part One. Ich kann auch verstehen, dass es hier du dort Menschen gibt die den Film eben nicht mögen. “Zu viel Hollywood-Bombast”, “Hans immer epic geballer”, “zu langsam” etc. pp. Für sich genommen, ja. Der Film ist beim ersten Schauen, ohne die alten Verfilmungen oder sie Serie zu kennen, schon erstmal ein Brecher. Aber war an Dune direkt fasziniert ist, der Erzählstil. David Villeneuve erzählt unwahrscheinlich viel über pures Bild. Und streng genommen ist es genau das, was ein Buch auch macht. Es umschreibt eine Vielzahl von Umgebungen bis in das kleineste Detail. Dune erzählt Langatming aber nicht langweilig. Eben genau mit der richtigen Prise Dramaturgie und Characterbuilding.

Nachdem ich zum ersten Mal den Film in den Player geworfen hatte war ich total ungepustet worden von dem fetten Score, dem wirklich hervorragenden Sounddesign und Bildgewalt. Zufällig kam es, dass ich den Film direkt noch ein zweites Mal gucken musste, aufgrund eines Kollegen der ihn auch sehen wollte. Ich glaube danach hat es mich so richtig erwischt. Alle Zusammenhänge wurden sonnen klar und ich brauchte mehr von der Story. Zack, E‑Book gekauft und direkt das erste Buch weggesuchtet. Was ich dabei erstaunlich fand: Dune: Part One hält sich bis auf winzigste Details komplett an die Buchvorlage.

Natürlich war ich im Herbst 2023 um so enttäuschter, als Warner Bros. beschlossen hat den Film um ein paar Monate nach hinten zu schrieben und habe dem Kinostart doch sehr entgegengefiebert.

Dune: Part Two

Nun war es heute morgen so weit. Einladung zur Pressevorführung war angenommen und ich durfte Dune 2 sehen. Ohne zu viel Spannung vorab zu nehmen: er ist phenomenal. Wenn es nach mir geht, noch eine ganze Ecke besser als Dune: Part One. Warum?

Die Story von Dune 2 wird natürlich natlos weitererzählt. Nahezu die erste Stunde ist erstmal Information-Overflow. Paul Atreides wird einer der Fremen und die Lovestory rund um Paul und Chani nimmt fahrt auf. Erfreulicherweise aber nicht im Stil einer Young-Adult Lovestory, dennoch einfühlsam und eben nicht schnulzig und nervig.

Gerade zu Anfang zeigt sich aber ebenfalls wie verdammt gut Timothée Chalamet und Zendaya ihre Rollen spielen und an ihnen wachsen. Die Charakterentwicklung von Paul ist zu jeder Zeit nachvollziehbar und Timothée wächst im Laufe des Films weit über sich hinaus und wird zu eben jenen starken Lisan Al Gaib.

Rund um die Story von Paul gibt es aber natürlich weiter die Harkonnen, welche eben jene fiesen Antargonisten sind, welche das Haus Atreides im ersten Teil nahe zu vernichtet haben. Dennoch bleiben sie emsig um Arakis weiter unter ihre Kontrolle zu bringen. Jedoch, taktisch angeführt von Paul Atreides empfindlich in ihrer Spice-Ernte durch die Fremen geschwächt werden und so Rabban eben nicht mehr so sehr in der Gunst seines Onkels dem Baron steht.

So sendet der Baron Rabbans psychotischen Bruder Feyd-Rautha, um die Fremen endgültig zu besiegen. Jedoch erstarkt mit der Entwicklung und Aufstieg Pauls zum Lisan Al Gaib der Widerstand, sodass selbst der Imperator die Bildfläche betritt.

Viel mehr darf hier an der Stelle wirklich nicht verraten werden. Was aber gesagt werden kann, ist dass neben dem wie schon erzählten, gleichbleibenden Erzählstil aus Teil 1, natürlich bei dem anschwelenden Konflikt die Action ebenfalls nicht zu knapp kommt. Generell gibt es natürlich wesendlich mehr davon, wobei der Film nicht zum Action-Spektakel verkommt. Auch hier schafft David Villeneuve wieder den schmalen Grad zu erkennen und hier wirklich einen durch und durch Ausgewogenen Film zu schaffen und viel mehr wahrscheinlich einen der besten Sci-Fi-Streifen der letzten Jahre.

Klar: der Film drückt einen natürlich wieder mit seinem klasse Score und Sounddesign in den Kinosessel und macht ganz viel Vorfreude auf’s Heimkino, wo er sicherlich die ein oder andere Runde später drehen darf. Aber nun startet der Film am 28.02.2024 erstmal in den deutschen Kinos, wo er unter anderem ebenfalls in IMAX zu sehen sein wird. Hier bin ich schon am überlegen mir den Film noch einmal in deutsch und IMAX anzusehen.

Fazit

Wer Dune: Part One mochte wird Dune 2 lieben. Definitiv haben wir es hier mit ganz großem Sci-Fi zu tun und Dune 2 schafft es den Erstling in allen belangen zu toppen. Großartige Schauspieler, ein hervorragendes Storytelling über Bildgewalt und referenzwürdiges Sounddesign treffen hier einfach aufeinander. Nicht um sonst wird Dune 2 von der internationalen Presse ebenfalls gefeiert. Hier lohnt definitiv ein Kinobesuch.

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WiiM Amp: Streaming-Vollverstärker für 349 Euro mit ernsten Ambitionen https://www.hifigeek.de/wiim-amp/ https://www.hifigeek.de/wiim-amp/#respond Wed, 13 Dec 2023 12:29:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10898 WiiM kennt man bis jetzt hauptsächlich als Hersteller von kompakten Netzwerkplayern. WiiM Mini, WiiM Pro, WiiM Pro Plus – allesamt Streamer ohne eigene Endstufe. Mit dem WiiM Amp geht die Marke jetzt den nächsten Schritt: ein vollständiger Streaming-Verstärker für Passivlautsprecher, zu einem Preis, bei dem andere Hersteller gerade mal einen Vorverstärker verkaufen würden. 349 Euro. Fertig.

WiiM hat mittlerweile ein komplettes Ökosystem — von Streamer bis Soundbar: → WiiM Übersicht

Was WiiM eigentlich ist

WiiM ist eine hundertprozentige Tochter von Linkplay Technology – einem chinesischen Unternehmen, das seit Jahren Streaming-Module entwickelt, die in Produkten anderer Hersteller stecken. Silent Angel, Audio Pro, diverse B‑Brands: alle auf Linkplay-Basis. WiiM ist quasi der direkte Kanal, der aus dem OEM-Lieferanten einen eigenständigen Konsumeranbieter macht. Das erklärt, warum die Software so ausgereift wirkt – die haben halt schon etwas Erfahrung damit.

Das erste Produkt mit integrierter Endstufe ist der WiiM Amp. Zielgruppe laut Hersteller: alle, die vorhandene Passivlautsprecher nutzen wollen, ohne ein separates Gerät-Rack aufzubauen. Also der klassische Einstieg in vernetztes HiFi – aber ohne die übliche Kompromissware.

Technik im Kasten

Die Endstufe arbeitet mit einem Texas Instruments TPA3255, einem Class-D-Chip, der im DIY-Bereich einen guten Ruf hat. WiiM gibt 60 Watt pro Kanal an 8 Ohm und 120 Watt pro Kanal an 4 Ohm an – Herstellerangaben, wie immer. In der Praxis sollte das für die allermeisten Regalboxen und kompakte Standlautsprecher mehr als ausreichen. Nur wer sehr niederohmige oder schwierig zu treibende Lautsprecher hat, sollte das im Hinterkopf behalten.

Als DAC steckt ein ESS ES9018K2M (Sabre) drin. Nicht der neueste Chip aus dem ESS-Regal, aber solide implementiert. Laut WiiM liegt die THD+N bei 0,002 Prozent (entspricht ‑93 dB) und der SNR bei 98 dB bei 5 Watt. Das sind keine schlechten Werte für diese Preisklasse – aber keine audiophilen Traumzahlen, das sei ehrlich gesagt.

Eingangsseitig gibt es RCA analog, einen optischen Digitaleingang und HDMI ARC. Letzteres ist praktisch für alle, die den Fernseher direkt einbinden wollen. Subwoofer-Ausgang ist ebenfalls mit an Bord. Hi-Res bis 24 Bit/192 kHz wird laut Hersteller über alle Eingänge unterstützt. Zum Abspielen lokaler Dateien gibt es einen USB-Port – der WiiM Amp kann dann als Medienserver für andere WiiM-Geräte im Netzwerk fungieren.

Netzwerkseitig: Wi-Fi, Ethernet und Bluetooth 5.0 mit BLE. Bluetooth kann sowohl empfangen als auch senden – wer also einen Bluetooth-Kopfhörer ansteuern will, ist hier fein raus.

Das Ökosystem ist die eigentliche Stärke

Was dieses Teil von einem generischen Class-D-Amp unterscheidet, ist der Funktionsumfang auf der Streaming-Seite. AirPlay 2, Google Chromecast, Spotify Connect, TIDAL Connect, Amazon Music, Qobuz, Deezer, DLNA – alles drin. Alexa, Google Assistant und Siri werden ebenfalls unterstützt. Die beiliegende WiiM Voice Remote verbindet sich per Bluetooth LE, funktioniert also auch ohne Sichtlinie durch Schranktüren hindurch.

Die WiiM Home App ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Multiroom-Synchronisation mit anderen WiiM-Geräten, aber auch mit AirPlay-2-Lautsprechern, Amazon Echo oder Google Home-Geräten. EQ-seitig bietet der WiiM Amp 24 Preset-EQs, einen 10-Band-Grafik-EQ und einen 4‑Band-parametrischen EQ – und das für jede Eingangsquelle separat einstellbar.

Roon Ready war zum Zeitpunkt des Launches noch nicht zertifiziert, ist aber laut WiiM in Arbeit. Bis dahin läuft Roon über Chromecast, was keine perfekte Lösung ist, aber funktioniert.

Eins noch zur AirPlay-Funktion, weil das regelmäßig Fragen aufwirft: Der WiiM Amp empfängt AirPlay-Streams, kann aber nicht als AirPlay-Sender fungieren. Wer also AirPlay an andere Lautsprecher weiterleiten will, schaut hier in die Röhre.

Einordnung: Was kriegt man woanders für 349 Euro

Mal schauen, was der Markt sonst so bietet. Der Sonos Amp landet bei über 500 Euro – ohne RCA-Eingang, mit proprietärem Ökosystem und deutlich weniger Flexibilität bei Streaming-Protokollen. Der Bluesound Powernode fängt bei knapp 900 Euro an und ist klanglich und qualitativ nochmal eine andere Nummer, aber eben auch mehr als doppelt so teuer. Cambridge Audio EVO, Naim Mu-so – alles deutlich teurer, meist auch Feature-reicher, aber nicht immer in einem sinnvollen Verhältnis zum Preis.

Was für 349 Euro sonst auf den Tisch kommt, ist meist entweder ein nackter Verstärker ohne Streaming-Fähigkeiten oder ein AV-Receiver mit viel Gewicht, vielen Eingängen und mäßigem DAC. Der WiiM Amp macht da einen anderen Vorschlag: kompakt, vernetzt, kein Unnötigkram.

Das Gehäuse ist Aluminium, das Finish sauber. Optisch erinnert der Kasten an einen Mac Mini – und das ist explizit kein Nachteil. Space Gray oder Silber, beides unauffällig genug für jedes Wohnzimmer.

Preis und Verfügbarkeit

Der WiiM Amp kostet 349 Euro und ist seit Dezember 2023 in Deutschland erhältlich – unter anderem über Amazon sowie ausgewählte Fachhändler. Farben: Space Gray und Silber. Im Lieferumfang ist die WiiM Voice Remote enthalten, dazu HDMI-Kabel und RCA-Kabel.

Fazit

349 Euro für einen Streaming-Vollverstärker mit diesem Protokoll-Umfang ist kein schlechter Deal. Ob die DAC-Implementierung und der Amp-Teil wirklich halten, was die Specs versprechen, muss sich im Alltag zeigen – Papier ist geduldig. Was schon jetzt klar ist: Das Ökosystem funktioniert. Linkplay hat genug Erfahrung mit Streaming-Integration, und die WiiM-App gilt als eine der besseren in dieser Preisklasse.

Wer nach einem Einstieg ins vernetzte HiFi sucht, ohne gleich 900 Euro für einen Bluesound Powernode hinzulegen, hat mit dem WiiM Amp eine ernsthafte Option auf dem Tisch. Und wer sowieso schon WiiM Mini oder Pro Plus im Einsatz hat, dem bietet er eine naheliegende Ergänzung.

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Eversolo DMP-A8: Streamer, DAC und Vorstufe in einem – das Rundumpaket unter 2.000 Euro https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a8/ https://www.hifigeek.de/eversolo-dmp-a8/#respond Thu, 23 Nov 2023 15:19:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=10881 Mit dem Eversolo DMP-A8 legt Eversolo nach dem DMP-A6 nochmal nach – und diesmal deutlich. Der Eversolo DMP-A8 ist Streamer, DAC und vollsymmetrische Vorverstärker-Vorstufe in einer Box, für 1.980 Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie der A6 in seiner Basisversion. Dafür bekommt man entsprechend mehr Hardware, ein ernsthafteres Netzteil-Konzept und eine deutlich erweiterte Anschlussphilosophie.

Eversolo ist ein Ableger von Zidoo, einem chinesischen Hersteller aus Shenzhen, der seit Jahren Mediaplayer baut. Das erklärt auch, warum diese Geräte in Sachen UI und App-Erfahrung oft angenehm überraschen – da steckt Media-Player-DNA drin, die man bei klassischen HiFi-Herstellern so nicht bekommt.

Alle Eversolo-Modelle im Überblick: → Eversolo Hub-Seite

Was will der Eversolo DMP-A8 sein?

Die Positionierung ist klar: Der Eversolo DMP-A8 soll das Herzstück einer modernen Stereoanlage sein. Nicht nur Quellgerät, sondern gleich die komplette Schaltzentrale. Wer bisher einen separaten Streamer, einen DAC und eine Vorstufe betrieben hat, kann das theoretisch auf eine Box reduzieren. Das ist der Pitch.

Ob das in der Praxis wirklich die richtige Entscheidung ist, hängt natürlich von der Restkette ab. Aber der Gedanke ist nachvollziehbar, und das Konzept ist nicht neu – der Unterschied hier ist, dass die einzelnen Komponenten tatsächlich nicht nach Kompromiss klingen sollen.

Die Hardware: Was da reingesteckt wurde

Das Herzstück des Eversolo DMP-A8 ist das AKM-Duo AK4191EQ plus AK4499EX. AKM nennt das “Velvet Sound” und trennt dabei digitale Vorverarbeitung (AK4191EQ) und eigentliche D/A‑Wandlung (AK4499EX) auf zwei Chips auf – laut Hersteller zugunsten von Rauschverhalten und Klangreinheit. Das AK4499EX ist AKMs aktuelles Flaggschiff-DAC-Chip. Was das in der Praxis bedeutet: Die Chips sind gut, aber Chips sind nur ein Teil der Geschichte. Implementierung zählt genauso.

Eversolo hat das offenbar ernst genommen. Die analoge Sektion wird über ein linear geregeltes Netzteil mit Ringkerntransformator versorgt, die digitale Sektion über ein separates Schaltnetzteil. Dual-Netzteil also – und nicht nur als Marketingbegriff, sondern mit wirklich getrennten Versorgungszweigen. Das ist bei Geräten in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.

Dazu kommen zwei Accusilicon Femtosekunden-Taktgeber (45,1584 MHz und 49,152 MHz), die für die Sampleraten-Familien 44,1 kHz und 48 kHz zuständig sind. Jitter-Minimierung als konkretes Designziel, nicht nur als Sticker auf der Verpackung. Als Op-Amps kommen OPA1612 zum Einsatz, bekannt für niedrige Verzerrungswerte (laut Hersteller THD+N: ‑120 dB, SNR: 128 dB). Die Lautstärkeregelung erfolgt über ein R2R-Widerstandsnetzwerk mit Omron-Relais – also keine digitale Absenkung, sondern echte analoge Pegelregelung in 0,5- oder 1‑dB-Schritten. Das Klicken der Relais beim Drehen ist physisch hörbar und für manche ein Feature, für andere Gewöhnung.

Für die digitale Aufbereitung sitzt ein XMOS XU316 (3. Generation, 16 Kerne) an Bord, der die USB-Audio-Schnittstelle managed und bis zu PCM 768 kHz / 32 Bit sowie DSD512 verarbeitet. Kondensatoren von WIMA, Nichicon und Murata, Relais von Omron – wer Bauteilelisten mag, findet hier einiges, das für ein Gerät unter 2.000 Euro ungewöhnlich ist.

Das Gehäuse besteht aus CNC-gefrästem Flugzeugunaluminium, misst 388 x 248 x 90 mm und bringt rund 5 Kilogramm auf die Waage. Auf der Front sitzt ein 6‑Zoll-LCD-Touchdisplay in hoher Auflösung mit VU-Metern, Spektraldarstellung und Albumcover. Das Display ist dasselbe wie beim A6 – was kein Nachteil ist, denn es war schon dort eines der besten seiner Art.

Was es anders macht als die Konkurrenz

Der springende Punkt beim Eversolo DMP-A8 gegenüber anderen Streamern in diesem Bereich ist die vollsymmetrische analoge Vorstufe. Es gibt RCA- und XLR-Analogeingänge – für Plattenspieler (mit externer Phonostufe), CD-Transport oder sonstige Quellen. Plus HDMI ARC-Eingang, womit auch der Fernseher über den A8 klanglich besser versorgt werden kann als über seine eigenen Ausgänge. Und ein HDMI I2S-Ausgang, um den internen DAC zu umgehen und den A8 als reinen Streamer-Transport vor einen externen Wandler zu schalten.

Das ist ein Vollsortiment. Der WiiM Ultra (~349 Euro) kann vieles davon im Kleinen, aber keine vollsymmetrische Vorverstärkung und kein Dual-Netzteil. Der Auralic Aries G1.1 (~1.900 Euro) ist als reiner Streamer-Transport gebaut, ohne internen DAC. Der Lumin U2 Mini liegt ähnlich preislich, ist aber ebenfalls ohne DAC. Ein Lumin T3 (~2.500 Euro) kommt dem A8-Konzept näher, kostet aber mehr.

Die EOS Audio Engine – Eversolos eigens entwickelte Android-Schicht – löst außerdem ein chronisches Android-Problem: Normalerweise mischt Android alle Audioquellen durch seinen eigenen SRC-Mixer, was Resampling bedeutet. EOS umgeht das und ermöglicht bit-perfekte Ausgabe direkt aus Drittanbieter-Apps. Apple Music Hi-Res, Spotify, was auch immer – kommt an, wie es soll. Das ist relevant, weil viele Streamer auf Android-Basis das offiziell nicht können, auch wenn sie es manchmal behaupten.

Roon Ready ist das Ding natürlich auch. Dazu Tidal Connect, Spotify Connect, DLNA, AirPlay 2 und das übliche Protokoll-Sortiment. Eine Steuerapps für iOS und Android gibt es ebenfalls, die laut Nutzerfeedback tatsächlich benutzbar ist – was nicht immer selbstverständlich ist in dieser Kategorie.

Ein M.2‑NVMe-SSD-Slot (bis 4 TB, SSD nicht inklusive) erlaubt lokale Musikbibliothek im Gerät. Neat.

Markteinordnung: Was kostet das, was bekommt man

1.980 Euro ist für ein All-in-One-Gerät dieser Kategorie kein schlechter Preis. Wer das aufdröselt: Ein ordentlicher Netzwerk-Streamer allein (Auralic, Primare, Lumin) kostet ab 1.000 Euro aufwärts. Ein anständiger DAC mit AKM-Flaggschiff-Chip nochmal 500 bis 1.000 Euro. Eine vollsymmetrische Vorstufe dann nochmal. Wer das einzeln kaufen will, landet schnell bei 4.000 Euro und mehr – und hat dann drei Geräte auf dem Rack.

Der Eversolo DMP-A8 macht das in einer Kiste. Das ist die Aussage. Ob das klanglich auf dem Niveau von drei wirklich guten Einzelgeräten landet, ist eine andere Frage – und die hängt von der Restkette ab. Als Streamingzentrale für eine hochwertige Anlage ohne separaten DAC oder Vorstufe ist das Preis-Leistungs-Verhältnis aber nachvollziehbar interessant.

Preis und Verfügbarkeit

Der Eversolo DMP-A8 ist in Schwarz erhältlich und kostet in Deutschland 1.980 Euro UVP. Erhältlich unter anderem bei Projekt Akustik, HiFiSound, Nubert und weiteren Fachhändlern sowie über eversolo.de direkt. Optional gibt es Konfigurationen mit vorinstallierter M.2‑SSD (2 TB oder 4 TB) zu entsprechendem Aufpreis. Bluetooth-Fernbedienung liegt beim Lieferumfang bei.

Einordnung

Die Frage, die bleibt: Wer noch eine wirklich gute separate Vorstufe besitzt, braucht den DMP-A8 in seiner Vollstrecke nicht zwingend – da reicht ein dedizierter Streamer/DAC wie der DMP-A6 ME. Wer hingegen aufräumen, vereinfachen oder eine neue Anlage aufbauen will: Der Eversolo DMP-A8 ist eine der wenigen Kisten unter 2.000 Euro, bei der man nicht das Gefühl hat, dass irgendwo gespart wurde, wo es wehtut. Das ist schon ein Ding.

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Ghostbusters Plasma Series — Geisterfalle und P.K.E. Gerät von Hasbro https://www.hifigeek.de/ghostbusters-plasma-series-geisterfalle-und-p-k-e-geraet-von-hasbro/ https://www.hifigeek.de/ghostbusters-plasma-series-geisterfalle-und-p-k-e-geraet-von-hasbro/#respond Wed, 01 Nov 2023 15:45:31 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7358 Ghostbusters Fans aufgepasst. Hasbro hat auf seiner eigenen Crowdfunding-Plattform nach Spenglers Photonenkanone jetzt das neuste Projekt vorgestellt. Diesmal könnt ihr die Geisterfalle und das P.K.E. Gerät funden. Das beste daran ist: Das Fundingziel ist längst erreicht und so müsst ihr euch nur noch überlegen ob ich die Ghostbusters-Memorabilia 349,99€ wert sind und zuschlagen!

Für den geneiten Ghostbusters Fan ist das eine tolle Gelegenheit sein Heimkino, Filmsammlung oder sonstiges mit schicken Replikas aufzuwerten. Hierzu müsst ihr bis zum 11.12.2023 auf der Crowdfundingseite von Hasbro zuschlagen. Auslieferung gibt Hasbro spätestens Dezember 2024 an. Demnach sollte das Zeug dann nächstes Jahr unter dem Weihnachtsbaum liegen können

Das P.K.E. Gerät hat wie im Film zwei bewegliche Flügel, welche mit einem Motor bewegt werden und mit LEDs beleuchtet sind. Weiterhin hat es ein Display auf der Vorderseite welches ebenfalls aus LEDs besteht und verfügt über über verschiedene Modi und passende Soundeffekte. Darüber hinaus kann über einen Schalter noch ein Taser-Modus aktiviert werden. Hasbro liefert das P.K.E. Gerät mit passendem Ständer aus.

Die Geisterfalle kommt ebenfalls mit allerlei Details daher: Hier kann man das Fußpedal per Kabel (2,7m) an die Falle anschließen. Die Falle selber besitzt eine Rolle und steckt ein einem Fallenhalter, aus welchem sie entnommen werden kann. Die Flügelklappen lassen sich per Fußpedal öffnen und im inneren sollen sich Hochleisungs-LEDs befinden für tolle Effekte. Weiterhin kann die Falle durch einen integrierten Motor vibirieren. Generell sieht die Falle der im Film sehr ähnlich.

Akutell steht das Projekt bei 11250 Unterstützern. Crowdfunding üblich gibt es noch Stretch-Goals: ab 12.000 Unterstützern gibt es noch Peter Venkmans Kartenspiel mit welchem er telepathische Fähigkeiten seiner Probanden testet, sowie einen Patch, verschiedene Aufkleber und eine Blaupause des PKE-Messers und der Falle. Ab 15.000 Unterstützern gibts noch eine Gürtelhalterung für die Geisterfalle und einen zweiten Patch. Ab 18.000 Unterstützern spendiert Hasbro noch einen dritten Patch sowie eine Gürtelhalterung für das PKE-Messgerät.

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Die eigenen vier Wände und das liebe Heimkino https://www.hifigeek.de/die-eigenen-vier-waende-und-das-liebe-heimkino/ https://www.hifigeek.de/die-eigenen-vier-waende-und-das-liebe-heimkino/#respond Thu, 26 Jan 2023 11:35:49 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=7008 Wir hatten es gestern schon erwähnt: wir haben angefangen unsere Screening-Situation zu optimieren. Hierfür haben wir massiv umgebaut und haben viel Mühe unternommen, um ein für uns perfektes Ergebnis zu erzielen.

Gerne wollen wir euch nicht dumm sterben lassen, sondern mit auf eine Reise nehmen, das eigene Heimkino zu planen, optimieren und so die für euch beste Experience zu erreichen, die man sich selber vorstellen kann. Die Ergebnisse können vielfältig sein und jeder wird seine eigene Version dessen schaffen, was wir versuchen hier anzureißen.

Wir hoffen mit unseren nach und nach erscheinenden Artikeln die Inspiration zu sein, vielleicht mal kleinere Änderungen zu wagen und/oder vielleicht doch mal was ganz anderes zu probieren.

Beginnen wollen wir mit dem für uns fast essenziellsten Thema: Der Raumakustik. Hier verbirgt sich sicherlich das größte Potential. Sei es mit 100€ Lautsprechern oder 10.000€ Modellen. Hier stellen wir euch von kostenlosen Möglichkeiten, über DIY-Lösungen bis Kauflösungen einiges vor, was ihr selber tun könnt. Natürlich haben wir uns hier in die Obhut von Profis begeben und haben mit Artur von Bluetone Acoustics zufällig einen Sparingspartner gefunden.

Den Start macht hier unsere Raum-Planung. Ihr findet die Artikel immer bei uns oben im Menü unter Heimkino -> Heimkino-Basics.

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Recap 2022 und was geht 2023 https://www.hifigeek.de/recap-2022-und-was-geht-2023/ https://www.hifigeek.de/recap-2022-und-was-geht-2023/#respond Wed, 25 Jan 2023 13:52:29 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6987 Ach… ich wollte mich schon länger hinsetzen und mal ein wenig “bloggen”. So auch mal ein Recap zum gerade verstrichenen Jahr 2022. Aber durch viele Seitenprojekte wurde das mal wieder alles nach hinten geschoben. Jedoch schwelge ich gerade in Erinnerung an 2022 und dachte mir, ich entlade mich mal jetzt hier im Blog und schreibe mal so einen langweiligen, nichts mit Film oder sonstigen Horror-Themen, Beitrag runter.

Das Jahr 2022 war eigentlich ganz spannend. Wir konnten massig Gewinnspiele für unseren treuen Leser abhalten. Das macht immer besonders Spaß, wobei ich persönlich eigentlich noch mehr Lust dazu hätte, hier mal aufwändigere Fragen oder so zu stellen. Man merkt aber ganz stark die Social-Media Müdigkeit vieler Nutzer und das viele “Gewinnspiel-Muttis” mal wieder was abgrabbeln wollen. Was okay für mich ist, aber da leidet ein wenig der Spaßfaktor. Mal sehen wie weit wir das in diesem Jahr treiben können!

Letztes Jahr hatte ich mal endlich wieder Zeit ein paar Pressevorführungen zu besuchen und habe hoffentlich ein wenig was über die Filme im vorraus schreiben können. Natürlich sind meine Rezensionen nicht die blumigsten, Mund-mit-Honig-umschmierensten, sondern eher auf das Wesentliche beschränkt. Ich bewundere immer die Menschen, die sich immer kompliziertere Metaphern ausdenken um Filme und deren Story zu umschreiben. Aber ich hätte oft auch gerne einfach eine Quintessenz gelesen, um zu beurteilen ob ich mir selber jetzt den Film gebe oder nicht.

Auch Rezensionen auf Disk konnte ich einige schreiben und einiges ist leider liegen geblieben. Was ich sehr schade finde, aber wenn man hier alleine sich mit vielen Themen beschäftigt und das als pures Hobby, ist das leider manchmal so. Das tut mir bei einigen Sachen auch wirklich leid und ich versuche auch immer Dinge nachzuholen, aber wenn man das älteres Zeug dann macht, fühlt man sich ebenfalls echt schlecht. Bei manchen Sachen muss ich aber auch sagen, habe ich bewusst keine Rezension geschrieben. Hier war ich schlichtweg vielleicht mal enttäuscht von dem was ich da gesehen habe und wollte nicht direkt hier als Derjenige abgestempelt werden, der den Film schlecht redet. Sorry auch hierfür, aber machmal ist es echt besser so.

Festivalberichte wollte ich im letzten Jahr ebenfalls mal wieder machen und war sogar schon auf dem Hinweg. Leider war mir dies dann am Ende nicht möglich, weil ich Geschäftlich zu einem Notfall gerufen wurde und diese großartige Chance dann leider mir durch die Lappen gehen lassen musste. Auch hier hoffe ich in diesem Jahr vielleicht noch einmal eine Chance zu bekommen, wobei ich natürlich schon glaube, dass man mir das ein wenig böse nehmen wird.

Weiterhin hab ich Bock auf Technik. Keine Ahnung warum, aber ich hab tierisch Bock weiter Technik zu testen. Ich habe es irgendwann schon mal geschrieben: Horrorfilme sind so feinfühlig abhängig von guter Widergabe-Technik! Die Stimmung steht und fällt in meinen Augen mit dem Bild und Ton. Natürlich erzeugen Kinos Emotionen! Natürlich ist Kino eigentlich geil. Und ja schaut euch Filme im Kino an. Es gibt Kinoperlen da draußen die man besuchen sollte und unterstützen muss! Auch wenn ich persönlich auf dem Trichter bin, dass viele Kinos einfach nur lieblos sind, die Besucher mit minderwertigen Projektionen und Sound, das Geld aus der Tasche ziehen. So werde ich aber immer wieder mal von wirklich tollen Kinos überrascht. Dennoch hält mich das nicht auf, die Absolution hier bei mir in meinen vier Wänden zu suchen und mich dem Thema Heimkino mit großem Interesse widme.

Wo ich auch zu meinem zeitfressensten Projekt 2022 komme: Unser Screening-/Review-/Referenz-Kino hier in den eigenen vier Wänden. Immer verschoben und umgeplant und dann doch wieder als nicht wichtig empfunden, wurden immer mehr Schritte unternommen um hier unsere eigene Referenz und für unsere Leser ein Standard zu haben, welcher sich auf einem Niveau bewegt, wirklich was zu Bild und Ton sagen zu können. Was ein Wurstsatz. Letztlich habe ich für mich selber den Ausbau und Umbau in Phasen gegliedert, um immer wieder kleine Stopps zu haben und dem Drumherum wie dem Blog Zeit einzuräumen, damit dieser nicht verwahllost.

Hier wurde letztlich endlich mal der Grundstein gelegt und nicht nur einfach geile Technik in nen Raum gestellt, sondern dem Raum endlich mal Liebe zukommen lassen. Hier wurde nachdem wir mal etliche Rollen Audiokabel und hundere Meter anderer Kabel (Strom, HDMI, Cinch, Bus, etc.) in die Wände gestemmt und gezogen haben endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht und eine schicke abgehängte Decke eingezogen. Diese wurde natürlich mit viel Liebe und Material gedämmt um dem darüber liegenen Stockwerk weniger Krawall zukommen zu lassen. Weiterhin wurde in Rückspräche mit Artur von Bluetone Acoustics hier einiges an der Raumakustik geschraubt und wird es weiterhin in den nächsten Tagen und Wochen. Fettes Thanks geht an Artur raus, welcher mir als Sparingspartner dient und mit welchem ich wirklich nette Gespräche bisher geführt habe. Weiterhin wird hier auf dem Blog einiges zum Thema Raumakustik kommen. Denn Raumakustik rockt und durch die Optimierung dieser holt ihr definitv mehr raus, als durch teure Technik! Wir haben hier coole Ideen und haben immer auch den WAF (wife acceptence factor) im Blick, dass man auch ein Wohnzimmer noch Wohnzimmer zum gewissen Grad belassen kann und ebenfalls Raumkombinationen à la Wohn-/Essimmer oder Wohn-/Küche/Esszimmer in tolle Kinosounds hüllen kann. Ich hoffe ich kann dann hier Anregungen und Ideen geben, welche sich von DIY bis zu tollen Produkten, wie eben Jene von Bluetone Acoustics erstrecken.

Ihr merkt schon: Begeisterung und ich hoffe echt mal, dass ich hier mit sowas den ein oder anderen anregen kann mal ein wenig zu experimentieren. Natürlich wird es immer noch die Leute geben die dann lächeln weil sie sich direkt das richtige Heimkino bauen, aber hey! Wir fröhnen alle dem selben Hobby auf ganz persönliche Art und Weise.

Neben Akustik habe ich natürlich auch Technik auf dem Plan und bin hier in Vorbereitung auf einen Test, krasser High-End Heimkino-Technik, um einfach die Grenzen dessen zu erleben was wirklich möglich ist. Wie soll man sonst bewerten was wirklich Maß aller Dinge ist, wenn man das noch nicht selber in den eigenen Hallen erleben durfte? Hier bin ich wirklich gespannt und hoffe dass es hier bei dem Thema weiter geht und ich meine Wurstfinger mal an solch edle Technik legen darf.

Intern versuche ich weiterhin 3D Sound hier einzubauen (Berechnungen wurden gemacht, Kabel gelegt, fehlt nur noch Hardware). Aber wie es immer so ist: hier der Blog generiert natürlich keinerlei Kohle. Und dies war und ist weiterhin eine bewusste Entscheidung von mir. Ich hasse einfach Ads und gehe lieber Gänseschritte als mich für irgendwas zu verkaufen. Natürlich, wenn es Kooperationen geben sollte, welche zu einer Verbesserung führen und welche ich als Sinnvoll ansehe, werde ich dies niemals ablehnen. Aber auch hier muss sich dann der Partner bewusst sein, dass ich frei Schnauze das zu den Produkten schreibe, was ich davon halte. Sorry, aber es gibt genug Schleimbeutel da draußen, welche den Herstellern nach dem Mund reden und das will und kann ich nicht.

Ein weiteres Ziel ist natürlich viel mehr als im letzten Jahr zu machen und zu schreiben. Auch hier hoffe ich, dass ich die Zeit selber finden werde und meinen eigenen Ansprüchen gerecht werde.

In diesem Sinne schließe ich hier mal ab und hoffe ich habe jetzt nicht zu viel genervt mit meinem kleinen Brainstorm und Recap.

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Magnetar UDP800 — ein neuer 4K Blu-Ray Player tritt an, die Referenzkrone an sich zu reißen https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-ein-neuer-4k-blu-ray-player-tritt-an-die-referenzkrone-an-sich-zu-reissen/ https://www.hifigeek.de/magnetar-udp800-ein-neuer-4k-blu-ray-player-tritt-an-die-referenzkrone-an-sich-zu-reissen/#respond Wed, 07 Dec 2022 18:23:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6894 Nachdem Oppo 2018 aus dem Geschäft für High-End Blu-Ray Player ausgestiegen ist, ist der Markt um Referenzmodelle drastisch geschrumpft. 2021 trat Reavon mit zwei neuen Playern an und erfreute die Heimkino-Enthusiasten (wir berichteten). Nun steht mit dem Magnetar UDP800 ein weiterer Referenz-Kandidat zur Auswahl.

Versprochen wird neben Referenz-Bild, alle Kontrast erweiternde Techniken die so auf dem Markt vertreten sind. Dolby Vision, HDR10, HDR10+, alle gängigen Audioformate wie Dolby Atmos und DTS:X. Natürlich befindet sich ebenfalls ein Upscaler auf 4K für Blu-Rays und DVD im Repertoire.

Für die Fans von Lossless Musik unterstützt der Player neben DSD64/128 natürlich auch PCM Formate in AIFF, ALAC, APE, FLAC und WAV (192kHz/24-bit). Weiterhin ist der Player netzwerkfähig und spricht hier mit DLNA und SMP Protokollen. Eine Festplatte mit bis zu 16TB Kapazität wird ebenfalls unterstützt.

Beim Netzteil gibt es ein von den Magnetar Ingenieuren entwickelten 60W high-power low noise Transformator welcher noch einmal geschirmt in einem eigenen Gehäuse unter dem Deckel platziert ist. Das Herz des Systems bildet mal wieder der Mediatek MT8581, welcher schon in den Reavon Modellen verwendet wurde.

Allgemein sieht das Gerät sehr vielversprechend aus, ist aber mit einem Preis von 1599€ nicht gerade ein Schnäppchen. Bestellt werden kann das Ganze im Shop von Magnetar-Audio und das sogar versandkostenfrei.

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Die Nacht der lebenden Toten — 4K Review des Zombie-Klassikers von George A. Romero https://www.hifigeek.de/die-nacht-der-lebenden-toten-4k-review-des-zombie-klassikers-von-george-a-romero/ https://www.hifigeek.de/die-nacht-der-lebenden-toten-4k-review-des-zombie-klassikers-von-george-a-romero/#respond Thu, 24 Nov 2022 09:46:29 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6870 Heute erscheint George A. Romero’s Zombie-Klassiker Die Nacht der lebenden Toten frisch restauriert auf 4K Ultra-HD. Nachdem Fans sich an Halloween schon mal einen Eindruck machen konnten (wir berichteten), wie erfolgreich die Restauration eines solch alten Films sein kann, haben wir uns die 4K Scheibe (mehr Infos) geschnappt und bei uns in den Player geworfen.

Film

Zum Film brauchen wir hoffentlich nicht wirklich viel zu schreiben. Als Barbra (Judith O’Dea) mit ihrem Bruder Johnny (Russell Streiner) das Grab ihres Vaters besucht, werden sie plötzlich von einem merkwürdigen blassen Mann angegriffen. Barbra kann sich in ein verlassenes Farmhaus in der Nähe retten, wo wenig später auch Ben (Duane Jones) eintrifft. Im Keller entdecken sie noch weitere Personen, die sich dort verschanzt haben: Das Pärchen Tom (Keith Wayne) und Judy (Judith Ridley) sowie Harry und Helen Cooper (Karl Hardman und Marilyn Eastman) mit ihrer Tochter Karen (Kyra Schon). Aus den Nachrichten erfahren sie von einer tödlichen Epidemie, die rasend schnell um sich greift und kürzlich Verstorbene als Menschenfleisch fressende Untote wiederauferstehen lässt. Das verbarrikadierte und immer stärker belagerte Landhaus wird zur letzten Zuflucht im unerbittlichen Kampf gegen die Zombies.

Welche Welle Romero mit diesem Film losgetreten hat, braucht man wahrscheinlich gar nicht erwähnen. Aber die Art und Weise wie sich Romeros Zombies verhalten haben, welche Bedruhung sie ausstrahlen oder Faszination. Prominent ist hier natürlich The Walking Dead, aber es gibt wahrscheinlich unzählige Filme, welche sich auf diesen kleinen Independentfilm stützen und inspiriert haben. Mit einem Budget von heute lächerlichen 110.000 Dollar wurde ein Werk für die Ewigkeit, welches so auch unerreicht ist, geschaffen. Atmosphärisch sucht der Film seines Gleichen. Romero schafft nicht nur harte Kinokost, sondern zieht sofort in einen Bann. Der Zuschauer wird direkt in die Situation geworfen Angst zu verspüren, Hilflosigkeit und bekommt Barbra als Identifikationsfigur zum mitfiebern. Wahrlich interessant wieviel tiefe Romero geschaffen hat. Dies wurde aber auch ebenfalls durch die National Film Registry festgestellt und so hat der Film dort einen Platz als erhaltenswertes Kulturgut.

Bild

Das Bild liegt generell im Seitenverhältnis von 1,37:1 in schwarz weiß vor. Demnach gibt es logischerweise auch kein HDR oder sonstiges Gespiele auf der 4K Disk, da es einfach nicht benötigt wird. Das Bild ist aber fehr feinkörnig und trotz des Alters sehr ansehnlich. Die Restauration besticht ebenfalls durch eine sehr gute Durchzeichnung und Kontraste. Lediglich in manchen Szenen schwankt die Qualität altersbedingt ein wenig. Aber ich glaube hier muss man einfach ein Auge zudrücken.

Ton

Beim Ton liegt altersbedingt 2.0 LPCM in deutsch, englisch und französisch vor. Positiv zu erwähnen ist hier, dass wir es hier mit der ersten deutschen Synchronisation, welche fürs Kino angefertigt wurde zu tun haben. Versteht mich nicht falsch, sie ist natürlich nur zweckmäßig, da zu dieser Zeit synchronisation noch nicht so professionalisiert war wir heute. Hier passen einfach viele Lippenbewegungen nicht auf das Gesprochene, aber das war damals nunmal so und sehen wir auch dies als Kulturgut an. Natürlich ist der englische Ton hier wieder zu bevorzugen, aber für Menschen die gerne eine Synchro haben ist diese natürlich das authentischste was man sich wünschen konnte.

Fazit

Die Nacht der lebenden Toten ist ein Meilenstein des Horror-Genres und sicherlich Wert von Jedem mal gesehen zu werden. Dennoch ist es verständlich, dass manche ob des Alters einen Bogen um den Film machen. Wir haben uns dennoch prächtig amüsiert und fanden es einfach mal wieder klasse einen Klassiker ein einer wunderbaren Restauration präsentiert zu bekommen.

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Pain Remains — Lorna Shore veröffentlichen ihren ersten Langspieler mit Will Ramos https://www.hifigeek.de/pain-remains-lorna-shore-veroeffentlichen-ihren-ersten-langspieler-mit-will-ramos/ https://www.hifigeek.de/pain-remains-lorna-shore-veroeffentlichen-ihren-ersten-langspieler-mit-will-ramos/#respond Thu, 13 Oct 2022 10:28:32 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6534 Morgen, dem 14.10.2022 erscheint der neue Langspieler von Lorna Shore. Eine der Platten die wir schon so lange ersehnen. Hat und Lorna Shore schon vor der Pandemie gut gefallen, haben sie sich währendessen nicht nur neu formiert, sondern einen Schliff verpasst welcher mehr als positiv ist.

Aber fangen wir von vorne an: Lorna Shore ist eine Deathcore Band aus New Jersey, welche mit Psalms (2015) ihr erstes Album veröffentlichte. Generell kann man sagen, dass Lorna Shore eher in die Richtung Melodic Deathcore geht. Nach defferenzen mit Sängern und der Pandemie stieß Will Ramos zu der Band. Erst als Tourersatz für den gerade gekickten Sänger CJ McCreery überzeugte er mit seinem Gesang nicht nur die Fans sondern auch die Band selber. So veröffentlichten Lorna Shore 2021 die EP …And I Return To Nothingness.

To the Hellfire, dem ersten Lied der EP war in aller Munde. Will Ramos Gesangstalent fand einen riesen Anklang im Internet, als dass er sogar eine Kamera durch die Nase geführt bekam um zu erörtern, wie um alles in der Welt er diesen Gesang hinbekommt.

Mit dem aufkommenden Festival Sommer 2022, waren wir auch gespannt ob Lorna Shore eine Rolle spielen wird und das taten sie! Auf dem Summer Breeze 2022 bekamen sie einen Slot auf der Hauptbühne. Freitags 12:55 als zweite Band standen sie auf der Bühne. Wir waren natürlich mit von der Partie um unserem inner Hype genüge zu tun und zu sehen was Lorna Shore auf der Bühne alles so bewegen mag. Zu allererst: es war voll! 12:55 ist wahrlich keine christliche Zeit auf einem Metalfestival. Aber der Platz war mehr als gut gefüllt und gespannt auf das was kommen mag.

Mit einigen Soundproblemen starteten Lorna Shore dann auch und was soll man sagen? Jeder aus unserer Gruppe war sich am Ende des kurzen Sets einig: 12:55 war das letzte Mal für Lorna Shore… die Jungs haben das Talent vielleicht nicht der Headliner zu werden, aber dennoch After-Headliner Shows zu spielen! Was Will Ramos da abgebrannt hat war schon episch. So war trotz der anderen hochkarätigen Headliner auf dem Breeze bei uns ganz oben auf der Liste der Besten Perfomances 2022.

Wer den Auftritt jetzt sehen mag, dem haben wir ihn hier mal verlinkt. Wie erwähnt ist der Sound zu anfangs nicht gut, aber er pendelt sich schnell ein. Allgemein einwenig dünn, aber das ist leider der Aufnahme geschuldet.

Pain Remains

Nun nachdem uns Lorna Shore auch Live vollends überzeugen konnte, haben wir bei der Live-Performance auch schon Titel des kommenden Albums Pain Remains erleben dürfen. Ganz einfach dem geschuldet, dass Lorna Shore mit Will Ramos mit vergangenen Alben abschließt und nur noch neue Tracks eben mit Will spielt.

Leider können wir hier jetzt an dieser Stelle nix zu dem kompletten Album schreiben weil wir es schlichtweg noch nicht hören konnten. Aber die Songs die schon ausgekoppelt wurden unterstreichen den Stil der Band und schieben mit einem Tempo und epischem Sound unglaublich.

Gerade die Orchestrale Untermalung der Songs erinnert immer wieder an Momente aus epischen Filmen, dennoch wird mit Wills Stimme und der Härte der Vocals niemals der Gedanke an eine Ballade kommen. Deutlich hervorzuheben ist da gleich Sun//Eater, welches sich erst als Wolf im Schafspelz gibt beim Intro. Aber schon nach 55 Sekunden wird einem unweigerlich klar, dass wir es hier mit Deathcore zu tun haben. Mal schneller, mal langsamer, mehr oder weniger technisch prügelt sich der Song ins Trommelfell. Ab 4:10 dann zum Beatdown und wir empfinden es immer als Vocal-Solo darf Will hier wieder mit seinen Vocals glänzen. Im Übrigen setzt Lorna Shore gezielt in jedem ihrer Song, neben den Gitarren Soli, ebenfalls die Vocals in Szene.

Man muss kein Deathcore mögen, um Lorna Shore zu mögen. Wir haben durchaus Menschen bei uns in unserem Dunstkreis, die mit Deathcore nichts anfangen können, aber die Live-Performance vollends überzeugen konnte. So haben wir uns auch noch letzten Monat schnell Karten für die Parkway Drive Tour gegrabbelt, da Lorna Shore hier den Abend eröffnen durfte. Wir wurden wieder nicht enttäuscht.

Demnach ist Pain Remains nicht jetzt schon eines der Metal-Alben des Jahres 2022 für uns, sondern Lorna Shore im allgemeinen eine der aufstrebenden Bands, auf welche wir uns in Zukunft um so mehr freuen werden. Nur zu schade, dass in heutiger Zeit so viele Songs von Alben, früh veröffentlicht werden, dass die Wartezeit bis zum neuen Material nach Albenrelease dadurch um so länger wird.

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The Driver — Studiocanal bringt 4K restaurierten Klassiker ins Heimkino https://www.hifigeek.de/the-driver-studiocanal-bringt-4k-restaurierten-klassiker-ins-heimkino/ https://www.hifigeek.de/the-driver-studiocanal-bringt-4k-restaurierten-klassiker-ins-heimkino/#respond Tue, 11 Oct 2022 11:13:31 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6504 The Driver, bei welchem Walter Hill nicht nur Regie führte, sondern auch das Drehbuch schrieb, ist noch heute Vorlage einiger Hollywood-Blockbuster. Nicolas Winding Refns „Drive“ oder Edgar Wrights „Baby Driver“ sollte allen ein Begriff sein.

Studiocanal hat den Film in 4K restaurieren lassen und wird am 1. Dezember als 4K UHD Steelbook, auf Blu-ray, DVD und Digital erhältlich sein.

Die 4K Disk kommt mit deutschem, englischem und französischen Mono 2.0 PCM Ton sowie Dolby Vision mastering.

Extras:

  • NEU: Masterclass mit Walter Hill, aufgenommen beim Reims Polar Crime Film Festival 2022 (ca. 14:40 Min)
  • NEU: Interview mit Walter Hill (Ca. 13:13 Min)
  • Alternativer Anfang (ca. 3:15 Min)
  • Trailer
  • Teaser

Story

Die Hauptrollen in DRIVER spielen Ryan O’Neal, Bruce Dern und Isabelle Adjani. O’Neal spielt einen Fluchtwagenfahrer, dessen außergewöhnliches Talent verhindert hat, dass er geschnappt wurde, Dern spielt den unerbittlichen Detektiv, der ihn in die Falle locken will, und Adjani die geheimnisvolle Spielerin, die sich auf den Nervenkitzel des Spiels einlässt. 
 
Hill sagt über die Story des Films: “Es ist eine Geschichte der Konfrontation zwischen zwei Menschen mit eisernem Willen mit drei klassischen Charakteren: Der sympathische Verbrecher, der besessene Vertreter des Gesetzes und die Phantomfrau, die auftaucht und gleichzeitig als Refrain des Stücks fungiert. Jeder ist der Beste in dem, was er tut; jeder ist einem Lebensstil verpflichtet, der vom Wettbewerb lebt. Es ist eine Studie über Spiele und Spielende”.

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Prime Day — Amazon reduziert viele Filme für Prime Mitglieder u.a. The Sadness, Scream, X https://www.hifigeek.de/prime-day-amazon-reduziert-viele-filme-fuer-prime-mitglieder-u-a-the-sadness-scream-x/ https://www.hifigeek.de/prime-day-amazon-reduziert-viele-filme-fuer-prime-mitglieder-u-a-the-sadness-scream-x/#respond Tue, 11 Oct 2022 09:03:29 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6501 Werbung: Heute und morgen findet auf Amazon der zweite Prime Day für Prime Mitglieder statt. Mit dabei sind wieder einige Top-Filme. Wir dachten wir schmeißen mal unsere Affiliate-Links in den Raum, für alle die uns gerne unterstützen wollen. Natürlich ohne Mehrkosten!

Top-Filme

Die Liste könne man glaube ich jetzt unendlich fortsetzen. Ich hoffe ich habe so einige Geschmäcker getroffen.

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Wednesday — Trailer zur Tim Burton Serie auf Netflix https://www.hifigeek.de/wednesday-trailer-zur-tim-burton-serie-auf-netflix/ https://www.hifigeek.de/wednesday-trailer-zur-tim-burton-serie-auf-netflix/#respond Tue, 11 Oct 2022 07:50:08 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6492 Die Addams Family geht in Serie. Jedenfalls Wednesday Addams, gespielt von Jenna Ortega (Scream 5, X), bekommt ihre eigene Serie mit 8 Folgen auf Netflix. Ab dem 23 November 2022 geht es dann los. Aber vorher haben wir noch einen Trailer für euch.

Story

Diese Serie ist ein übernatürlich geprägter Detektivspaß, in deren Mittelpunkt Wednesday Addams steht, die Schülerin an der kuriosen Nevermore Academy ist. Wednesday muss versuchen, ihre aufkeimenden übersinnlichen Fähigkeiten zu meistern, eine monströse Mordserie vereiteln, die die Stadt in Atem hält, und das übernatürliche Geheimnis aufdecken, in das ihre Eltern vor 25 Jahren verstrickt waren – und das alles, während sie ihre neuen und sehr verworrenen Beziehungen an der Schule in den Griff bekommen muss.

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Peripherie — Trailer zur Sci-Fi-Serie mit Chloë Grace Moretz https://www.hifigeek.de/peripherie-trailer-zur-sci-fi-serie-mit-chloe-grace-moretz/ https://www.hifigeek.de/peripherie-trailer-zur-sci-fi-serie-mit-chloe-grace-moretz/#respond Tue, 11 Oct 2022 07:27:56 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6483 Amazon veröffentlicht den ersten Trailer zur Sci-Fi-Serie Peripherie mit Chloë Grace Moretz (Kick-Ass, Shadow in the Cloud). Streamingstart ist der 21. Oktober 2022 auf Amazon Prime. Die Serie basiert auf einem Buch von William Gibson und wird aus 8 Folgen bestehen. Mit produziert wird die Serie übrigens von Jonathan Nolan und Lisa Joy (Westworld).

Story

Flynne Fisher (Chloë Grace Moretz) und ihr Bruder Burton (Jack Reynor), ein Marine-Veteran, leben mit ihrer todkranken Mutter im Jahr 2032 in einer kleinen Stadt in den Blue Ridge Mountains. Als sich der Gesundheitszustand der Mutter verschlechtert und die Arztrechnungen immer höher werden, verdienen sich Flynne und Burton mit dem Spielen von Simulationen (“Sims”) Geld dazu. Die beiden Geschwister teilen sich Burtons Avatar und buhlen um zahlungskräftige Kunden, um die anspruchsvollen Spielstufen zu meistern. Als Burton die Chance erhält, eine neue Sim zu testen, ist es Flynne, die mitspielt und sich als ihr Bruder ausgibt. Die Sim spielt in London, wo Flynne in ein als Research Institute bekanntes Unternehmen einbrechen muss, um ein wertvolles Geheimnis zu stehlen. Als der Auftrag schiefgeht, merkt Flynne, dass die Sim realer ist, als sie es sich je hätte vorstellen können. Das London, das sieerkundet, existiert in der Zukunft — im Jahr 2099. Und was Flynne im Research Institute aufgedeckt hat, bringt sie und ihre Familie in große Gefahr. Im London der Zukunft trifft Flynne auf Wilf (Gary Carr) — einen Mann, der möglicherweise der Schlüssel zur Lösung des Geheimnisses sein könnte. Doch zunächst müssen sich Flynne und Burton in ihrer Gegenwart zusammen mit seiner ehemaligen militärischen Eliteeinheit vor Kräften in Sicherheit bringen, die sie töten wollen — Kräfte, die aus der Zukunft geschickt wurden, um das lebenswichtige Geheimnis zurückzuerobern, das Flynne gestohlen hat.

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Jeepers Creepers: Reborn — der Creeper kommt ab November ins Heimkino https://www.hifigeek.de/jeepers-creepers-reborn-der-creeper-kommt-ab-november-ins-heimkino/ https://www.hifigeek.de/jeepers-creepers-reborn-der-creeper-kommt-ab-november-ins-heimkino/#respond Mon, 10 Oct 2022 12:16:09 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6474 Aktuell läuft Jeepers Creepers: Reborn noch in den Kinos. Splendid hat nun für November das Heimkino-Release angekündigt und der Film erscheint in allerlei Ausführungen.

Allem voran wird eine auf 1000 Exemplare limitierte Limited Deluxe Edition erscheinen, in welcher der Film nicht nur in 4K Ultra-HD und Blu-Ray enthalten ist, sondern die Jeepers Creepers Trilogie auf Blu-Ray, ein 24-seitiges Booklet, acht Postkarten, ein Magnetset mit vier unterschiedlichen
Motiven, ein serialisiertes Echtheitszertifikat sowie ein hochwertiges Banner und erscheint in einer stabilen Schachtel.

Anonsten wird noch ein limitiertes 2‑Disk Mediabook mit der Blu-Ray des Films und dem Sci-Fi-Horrorfilm Life-Snatcher auf der zweiten Disk erscheinen.

Natürlich wird es auch eine reguläre Blu-Ray und DVD geben.

Die Blu-Ray und die Ultra-HD Blu-Ray kommen mit deutschem sowie englischem verlustfreiem Ton in DTS-HD 5.1 Master Audio daher.

Wer sich den Film schonmal in einer der limitierten Ausführungen vorbestellen möchte kann dies gerne über unsere Affiliate-Links tun. Damit unterstützt ihr uns übrigens ganz ohne irgendwelche Mehrkosten.

Story

Das legendäre Horror Hound Festival lockt hunderte Geeks und Horror-Fans aus der ganzen Welt nach Louisiana – darunter auch Chase und seine Freundin Laine. Doch je näher das freudig erwartete Event rückt, umso häufiger wird Laine von beunruhigenden Visionen heimgesucht, die mit der düsteren Vergangenheit der Stadt in Zusammenhang zu stehen scheinen. Die Legende des Creepers überdauert die Zeit und sorgt bei vielen Einheimischen immer noch für Angst und Schrecken. Als die erste Nacht des Festivals anbricht und sich das blutgetränkte Programm dem
Höhepunkt nähert, ahnt Laine, dass etwas Mächtiges und Übernatürliches heraufbeschworen wurde – und sie scheint auf mysteriöse Art damit verbunden zu sein.

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King Kong — John Guillermins Oscar-Gekröntes Remake restauriert in 4K https://www.hifigeek.de/king-kong-john-guillermins-oscar-gekroentes-remake-restauriert-in-4k/ https://www.hifigeek.de/king-kong-john-guillermins-oscar-gekroentes-remake-restauriert-in-4k/#respond Mon, 10 Oct 2022 11:45:04 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6465 Basieren auf dem Filmklassiler King Kong und die weiße Frau erschuf John Guillermin 1976 nicht nur ein Oscar®-prämiertes Remake des bekannten Hollywood-Klassikers, sondern verlieh King Kong einen spektakulären neuen Anstrich. Mit Jeff Bridges und Jessica Lange in den Hauptrollen, glänzte das aufwendig inszenierte Spektakel 1977 bei den Academy Awards. Hier erhielten Carlo Rimbaldi, Glen Robinson und Frank Van der Veer den Special Achievement Award für die innovativen Spezialeffekte des Films. Jessica Lange wurde bei den Golden Globes im selben Jahr als Beste Nachwuchsdarstellerin geehrt.

KING KONG wurde 2022 in Zusammenarbeit von Paramount und STUDIOCANAL aufwändig restauriert. Zuerst vom 35mm original Negativ von Paramount in 4K gescannt und das color grading durchgeführt, wurde das Material im Anschluss bei L’Immagine Ritrovata unter Aufsicht von STUDIOCANAL restauriert und gemastered. Als Ergebnis verspricht das 4K DCP sowie ein UHD-HDR-Dolby-Vision-Master die möglichst beste Version von dem Film zu sein.

Im englischen gibt es verbesserten und bereinigten 5.1 Ton zu bestaunen (DTS-HD Master Audio). Im deutschen bleibt es beim der PCM-Tonspur in Mono.

Exklusive neue Artworks stammen von Grafikdesignerin Sophie Bland für die Standard-Releases und Illustrator Francesco Francavilla für die Steelbook Edition.

Das Ganze wird ab dem 24.11.2022 als 4K UHD Steelbook, Blu-ray, DVD & Digital in UHD im Handel und diversen Streamern verfügbar sein.

Vorbestellen könnt ihr euch das Ganze gerne über unsere Affiliate-Links und und so ein wenig unterstützen. Natürlich wir immer ohne Mehrkosten.

Story

Fred Wilson (Charles Grodin), Angestellter eines großen amerikanischen Öl-Konzerns, hat den Auftrag, neue Erdölquellen ausfindig zu machen. Mit einem gecharterten Boot macht er sich auf die Reise zu einer noch unbewohnten Insel im Südpazifik. Mit an Bord ist auch ein blinder Passagier: Der Paläontologe Jack Prescott (Jeff Bridges) hat sich auf das Schiff geschmuggelt, denn er will auf dieser Insel eine seltene Affenart untersuchen. Unterwegs nimmt die Expedition nach einem heftigen Sturm auch die Schiffbrüchige Dawn (Jessica Lange) mit an Bord, die in einem Rettungsboot auf dem Meer treibt. Als das Schiff vor der Insel vor Anker geht, stellt sich jedoch heraus, dass diese doch nicht so unbewohnt ist, wie allseits angenommen. Die dort lebenden Eingeborenen vollführen ein sonderbares Ritual, um einem überlebensgroßen Affen namens “Kong” zu huldigen. Als sie die blonde Dawn erblicken, haben sie ihre Opfergabe gefunden.

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Pulp Fiction — im Dezember im limitierten 4K Steelbook https://www.hifigeek.de/pulp-fiction-im-dezember-im-limitierten-4k-steelbook/ https://www.hifigeek.de/pulp-fiction-im-dezember-im-limitierten-4k-steelbook/#respond Fri, 07 Oct 2022 08:50:09 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6415 Hatten wir letzte Tage schon Quentin Tarantinos Reservoir Dogs im schicken Steelbook, folgt nun die Ankündigung von Paramount Pictures, dass Pulp Fiction ebenfalls in 4K restauriert wurde und am 8. Dezember 2022 im limitierten Steelbook erscheint.

Wir wissen das Tarantino-Filme nicht jedermanns Geschmack sind, aber wir lieben sie. Und mit Pulp Fiction kommt einer seiner Besten in 4K, weshalb wir uns ganz besonders freuen diesen Film in der möglichst besten Qualität sehen zu können. Erfreulicherweise wird es deutschen sowie englischen Ton in verlustfreiem DTS-HD 5.1 Master Audio geben und wahrscheinlich ist das Bild auch in Dolby Vision gemastert. Klingt für uns nach einem guten Gesamtpaket.

Story

Als PULP FICTION 1994 ins Kino kam, feierten Kritiker und Publikum Quentin Tarantinos brillante Hommage an Hollywoods Gangsterkino gleichermaßen. Der siebenfach Oscar®-nominierte Film gewann die Goldene Palme, einen Golden Globe, den Oscar® für das „Beste Originaldrehbuch“ und zählt heute zu den 100 besten Filmen aller Zeiten. Mit ausgefeilten Dialogen, dem ironisch-witzigen Einsatz von Gewalt und einem grandiosen Soundtrack schaffte es Regisseur und Drehbuchautor Quentin Tarantino, das Kino des 20. Jahrhunderts neu zu definieren. Dabei kreuzen sich in drei geschickt miteinander verwobenen Episoden die Wege unvergesslicher Charaktere, darunter die beiden cool philosophierenden Auftragskiller Jules und Vincent (Samuel L. Jackson und John Travolta), Gangsterfrau Mia Wallace (Uma Thurman) oder der verräterische Boxer Butch (Bruce Willis).

Bonusmaterial 4K Ultra HD:

  • Nicht das übliche langweile lernen-wir-uns-kennen-Gesülze
  • Hier sind ein paar Fakten über die Fiktion
  • Wissenswertes – Lange Version (nur auf Englisch)

Bonusmaterial Blu-ray:

  • Nicht das übliche langweile lernen-wir-uns-kennen-Gesülze
  • Hier sind ein paar Fakten über die Fiktion
  • Pulp Fiction – Die Fakten (Dokumentation)
  • Deleted Scenes
  • Hinter den Kulissen
  • Produktionsdesign
  • Siskel & Ebert At the Movies – Die Generation Tarantino
  • Independent Spirit Awards
  • Cannes Film Festival – Goldene Palme Dankesrede
  • Charlie Rose Show
  • Originaltrailer
  • Bildergalerien
  • Wissenswertes
  • Soundtrack Kapitel
  • weitere Highlights
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Optoma CinemaX D2 und D2 Smart — Optoma stellt die neue Generation der Ultrakurzdistanz-Laserprojektoren vor https://www.hifigeek.de/optoma-cinemax-d2-und-d2-smart-optoma-stellt-die-neue-generation-der-ultrakurzdistanz-laserprojektoren-vor/ https://www.hifigeek.de/optoma-cinemax-d2-und-d2-smart-optoma-stellt-die-neue-generation-der-ultrakurzdistanz-laserprojektoren-vor/#respond Thu, 06 Oct 2022 13:10:18 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6405 Ultrakurzdistanz-Projektoren sind im kommen. Das merkt man an allen Ecken und Enden. Bieten sie doch ein größeres Bild als so mancher Fernseher, zu einem lukrativem Preisleistungsverhältnis. Mit der Laserprojektion sind die Geräte noch heller geworden und in Verbindung spezieller Ultrakurzdistanz-Leinwänden, welche ebenfalls kontraststigernd sein können wahrhaftig Tageslicht tauglich.

Heute stellt Optoma die neue Generation ihrer erfolgreichen CinemaX Serie vor und damit die Nachfolger des beliebten CinemaX P2.

Natürlich handelt es sich bei den zwei Geräten wieder um native 4K Beamer mit Laserlichtquelle. Der Fokus der neuen Geräten liegt hier noch stärker auf der Gaming in den eigenen vier Wänden und so stattet Optoma die neuen Geräte nicht nur mit einem Gaming-Modus aus, sondern verringert die Eingangslatenzen für das Bild auf 16 ms in 4K bei 60 Hz und 4 ms in 1080P bei 240 Hz. Dabei haben die Beamer eine Helligkeit von 3.000 Lumen und können eine Bildfläche von knapp 100 Zoll bei unter einem Meter Abstand ausfüllen. HDR sowie eArc dürfen da natürlich nicht fehlen.

Die Geräte sind ab sofort bei autorisierten Händlern von Optoma zu einem UVP €1.999 CinemaX D2 und €2.299 CinemaX D2 Smart erhältlich.

Features der Optoma CinemaX D2 Serie:

  • Auflösung: 4K UHD (3.840 x 2.160)
  • Lumen: 3.000 Lumen
  • Kontrast: 1.800.000:1
  • Android TV™ Dongle / Streaming-Apps (nur CinemaX D2 Smart)
  • Farbe: REC.709, DCI-P3 Wide Color Gamut
  • Einfache Einrichtung mit Geometriekorrektur — 3x3 Warping-Funktion
  • HDR10-kompatibel
  • Eingebauter Enhanced Gaming Mode mit 16ms Reaktionszeit in 4K bei 60Hz und 4ms in 1080P bei 240Hz
  • RS-232-Konnektivität
  • E/A: Drei HDMI 2.0‑Anschlüsse, eARC (HDMI 2), Dolby Atmos Pass-Through
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Die Nacht der lebenden Toten — Horror-Meilenstein für einen Tag zurück auf der großen Leinwand https://www.hifigeek.de/die-nacht-der-lebenden-toten-horror-meilenstein-fuer-einen-tag-zurueck-auf-der-grossen-leinwand/ https://www.hifigeek.de/die-nacht-der-lebenden-toten-horror-meilenstein-fuer-einen-tag-zurueck-auf-der-grossen-leinwand/#respond Thu, 06 Oct 2022 12:00:59 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6399 Man könnte meinen das sowas nur für Nostalgiker ist… aber mit Der Nacht der lebenden Toten schuf George A. Romero 1968 einen Horrorfilm, welcher bis heute Einfluss auf Filme und Serien unserer Zeit hat. Also sollte eigentlich jeder Horror-Fan sich mal hinsetzen und sich die knapp 90 Minuten Zeit nehmen.

Mit gerade mal knapp 114.000 Dollar, verfügte George A. Romero nicht gerade über das Budget eines Hollywood-Blockbusters. Aber was er, mit seinen Freunden und Bekannten in der Freizeit drehte, zog im laufe der Jahrzehnte fünf weitere Teile nach sich. Etliche andere Filme bezogen sich auf Die Nacht der lebenden Toten.

Am 31.10.2022, genau genommen an Halloween bekommen wir alle noch einmal die Gelegenheit diesen Film, frisch restauriert auf der großen Leinwand zu sehen. Die Restaurierung wurde unter den kritischen Augen des Horror-Meisters gar selber, sowie Co-Drehbuchautor John A. Russo, Toningenieur Gary R. Streiner und Produzent Russel W. Streiner durchgeführt.

Herausgekommen ist ein 4K Master welches natürlich weiterhin in schwarz-weiß sein wird. (ja es gab da mal eine nach colorierte Version, aber sowas braucht man doch nicht oder?)

Story

Als Barbra (Judith O’Dea) mit ihrem Bruder Johnny (Russell Streiner) das Grab ihres Vaters besucht, werden sie plötzlich von einem merkwürdigen blassen Mann angegriffen. Barbra kann sich in ein verlassenes Farmhaus in der Nähe retten, wo wenig später auch Ben (Duane Jones) eintrifft. Im Keller entdecken sie noch weitere Personen, die sich dort verschanzt haben: Das Pärchen Tom (Keith Wayne) und Judy (Judith Ridley) sowie Harry und Helen Cooper (Karl Hardman und Marilyn Eastman) mit ihrer Tochter Karen (Kyra Schon). Aus den Nachrichten erfahren sie von einer tödlichen Epidemie, die rasend schnell um sich greift und kürzlich Verstorbene als Menschenfleisch fressende Untote wiederauferstehen lässt. Das verbarrikadierte und immer stärker belagerte Landhaus wird zur letzten Zuflucht im unerbittlichen Kampf gegen die Zombies.

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Crawl — Alexandre Ajas Alligator Horror ab 13.10.2022 auf 4K Ultra-HD https://www.hifigeek.de/crawl-alexandre-ajas-alligator-horror-ab-13-10-2022-auf-4k-ultra-hd/ https://www.hifigeek.de/crawl-alexandre-ajas-alligator-horror-ab-13-10-2022-auf-4k-ultra-hd/#respond Wed, 05 Oct 2022 22:02:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6361 Alexandre Aja muss man wahrscheinlich nicht mehr großartig vorstellen. Falls doch: Er gehörte mit High Tension anno 2003 zum ersten Film der französischen Terror-Film Welle um die 2000er rum, welche einige Genre-Größen hervorbrachte. Hier zu erwähnen wäre sicherlich Martyrs (2008), Inside (2007), Frontier(s) (2007) und Die Horde (2009).

Er selber hat nach High Tension weiterhin die klasse Neuverfilmung von The Hills have Eyes (2006) verbrochen. Darüber hinaus folgten mit Mirrors, Piranha 3D und Horns noch einige gar nicht so schlechte Filme.

Mit Crawl (2019) wird sein neustes Werk den Weg auf die 4K Scheibe finden. Hier bring Paramount Pictures eine limitierte Slip-Case Edition mit einigen Extras wie Poster, 8 Artcards, 1 Metallschild und Flyer.

Wer Bock auf den Streifen hat und sich dieses schicke Slip-Case Zuhause hinstellen möchte, darf ebenfalls gerne unseren Affiliate-Link zum Kauf nutzen und uns ohne zusätzliche Kosten unterstützen.

Beim Ton bekommen wir in deutsch leider nur komprimierten Dolby Digital 5.1 Sound geboten. Im englischen ist es dann jedoch verlustfreies DTS-HD 7.1 Master Audio. Beim Bild gehen wir mal von HDR10 aus, da nichts anderes kommuniziert ist.

Story

WENN DER STURM DICH NICHT ERWISCHT… DANN SIE!
Als ein heftiger Sturm auf die Küste Floridas trifft, ignoriert Haley alle Aufforderungen zur Evakuierung, um nach ihrem vermissten Vater zu suchen. Sie findet ihn von den Fluten eingeschlossen im Keller seines abgelegenen Hauses. Doch als die Zeit zu knapp wird, um dem Sturm zu entkommen, müssen die beiden am eigenen Leib erfahren, dass das steigende Wasser noch eine weitaus größere Gefahr birgt …

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A Quiet Place 1 + 2 — ab 06.10.22 als 4K 2‑Movie-Collection im Handel https://www.hifigeek.de/a-quiet-place-1-2-ab-06-10-22-als-4k-2-movie-collection-im-handel/ https://www.hifigeek.de/a-quiet-place-1-2-ab-06-10-22-als-4k-2-movie-collection-im-handel/#respond Wed, 05 Oct 2022 22:01:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6356 Die dunkle Jahreszeit steht bevor und passend dazu veröffentlicht Paramount Pictures A Quiet Place 1+2 als 2‑Movie-Collection zusammen. Wer unsere Reviews zu A Quiet Place und A Quiet Place 2 gelesen hat weiß, hier bekommt er feinste Gruselkost passend zu Halloween.

Wer die Filme noch gar nicht kennt sollte die Gelegenheit beim Schopfe packen und diese Lücke ausgleichen, denn hier bekommt man wirklicht was geboten! Bei uns schon einer der all-time Favorites wenn es um Spannung und Grusel geht.

Enthalten werden leider wieder die komprimierten deutschen Tonspuren sein, was aber durch den geringen Anteil an Dialogen kein beinbruch ist und mit dem Wechsel auf die englische Tonspur mehr als kompensiert wird.

Hier könnt ihr direkt zuschlagen und euch die 2 Movie-Collection für Halloween bestellen. Dabei tut ihr mit unseren Affiliate-Links uns was Gutes ohne das euch Extra-Kosten entstehen!

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Everything Everywhere all at once — ab 14. Oktober auch als Amaray im Handel https://www.hifigeek.de/everything-everywhere-all-at-once-ab-14-oktober-auch-als-amaray-im-handel/ https://www.hifigeek.de/everything-everywhere-all-at-once-ab-14-oktober-auch-als-amaray-im-handel/#respond Wed, 05 Oct 2022 10:22:35 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6337 Nachdem Everything Everywhere all at once doch ein kleiner Überraschungshit im Kino war und danach direkt als 4K Mediabook im Handel gekommen ist, wird jetzt von Leonine die normale Amaray hinterher geschoben.

Ab dem 14.10.2022 wird diese im Laden erhältlich sein, für diejenigen unter euch die nicht unbedingt ein Mediabook haben wollen.

Story

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang (Michelle Yeoh) geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters (James Hong) überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen  sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Wer die Amaray direkt vorbestellen möchte oder sich doch noch das Mediabook sichern, kann gerne auf unsere Affiliate-Links zurückgreifen. Ohne Extrakosten. Versprochen.

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John Wick 1–3 — Steelbook und Collectors Edition ab November https://www.hifigeek.de/john-wick-1-3-steelbook-und-collectors-edition-ab-november/ https://www.hifigeek.de/john-wick-1-3-steelbook-und-collectors-edition-ab-november/#respond Wed, 05 Oct 2022 08:46:58 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6324 John Wick 4 bewegt sich so langsam Richtung Kinostart und so kommt, was kommen muss. Eine Gesamtbox der ersten drei Teile. Studiocanal bring am 24.11.2022 Amazon exklusiv ein Steelbook und über den Plaion-Shop exklusiv die Collectors Edition in den Handel.

Die Collectors Edition beinhaltet neben dem Steelbook noch weitere Extras wie folgt:

  • Edle Sonderverpackung: Die hochwertige Sammler-Box enthält das Steelbook sowie zahlreiche Goodies
  • 32-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos zu allen Teilen
  • 3 Poster
  • 6 Artcards
  • Continental Hotel Schlüsselanhänger

Die Collectors Edition gibt es im Plaion-Shop und das Steelbook könnt ihr über unten stehenden Link bestellen.

Hier könnt ihr das Steelbook bei Amazon über unseren Affiliate-Link kaufen und uns ohne Extrakosten unterstützen. So würde es Keanu Reeves sicherlich auch tun. ;)

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Reservoir Dogs — 4K Release im stylischen Steelbook im Dezember https://www.hifigeek.de/reservoir-dogs-4k-release-im-stylischen-steelbook-im-dezember/ https://www.hifigeek.de/reservoir-dogs-4k-release-im-stylischen-steelbook-im-dezember/#respond Wed, 05 Oct 2022 08:16:02 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6313 Am 01. Dezember 2022 veröffentlicht Studiocanal hier zu lande Reservoir Dogs zum ersten Mal in 4K. Zur Feier des Tages haben sie sich in unseren Augen was ganz feines ausgedacht. Das Steelbook kommt mit einem transparenten Cover, welche die ikonische und früher äußerst kontroverse “Ohr”-Szene im Film nachstellt. Na wenn das mal kein Grund ist sich das Steel ins Regal zu stellen? Jedenfalls sollte dies alle Tarantino Fans freuen und wir sind gespannt ob die 4K Version ein Upgrade darstellen wird.

Jedenfalls wird das Bild in Dolby Vision vorliegen und der deutsche sowie englische Ton allem anschein nach in DTS-HD 5.1 Master Audio an Board sein.

Hier könnt ihr das Steelbook per Affiliate-Link bestellen und uns gleichzeitig damit ohne Mehrkosten unterstützen. Win:Win oder?

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8MM — Im November endlich auf Blu-Ray im Keepcase https://www.hifigeek.de/8mm-im-november-endlich-auf-blu-ray-im-keepcase/ https://www.hifigeek.de/8mm-im-november-endlich-auf-blu-ray-im-keepcase/#respond Thu, 15 Sep 2022 09:10:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6272 Lange hat es gedauert. Aber nun nimmt sich Eurovideo dem Film mit Nicolas Cage und Joaquin Phoenix an und veröffentlicht ihn auch hier zu lande auf Blu-Ray im Keepcase. Natürlich gab es schon die ein oder andere Sammleredition, aber diese sind meist teuer und schnell ausverkauft. Nun hat ein jeder die Gelegenheit den Film bei sich ins Regal zu stellen.

Natürlich erscheint der Film uncut mit dem roten Siegel der FSK. Erfeulicherweise wird der Film im englischen sowie deutschen mit verlustfreier DTS-HD Master Audio 5.1 Tonspur veröffentlicht. Mit dabei sind einige Extras wie Dokumentation, Regiekommentar und der Kinotrailer.

Wer uns gerne Unterstützen möchte kann dies gerne über unseren Affiliate-Link tun:

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Jeepers Creepers Reborn — CREEPER versus DRACULA: Interview mit Dr. Mark Beneke https://www.hifigeek.de/jeepers-creepers-reborn-creeper-versus-dracula-interview-mit-dr-mark-beneke/ https://www.hifigeek.de/jeepers-creepers-reborn-creeper-versus-dracula-interview-mit-dr-mark-beneke/#respond Thu, 15 Sep 2022 06:53:49 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6264 Jeden Horrorbegeisterten wird Dr. Mark Beneke schon mal über den Weg gelaufen sein. Wir haben ihn seiner Zeit mal auf dem Weekend of Horrors getroffen und waren sehr begeistert von seinem Vortrag zu Vampirismus und wie er wahrscheinlich wirklich entstand.

Alle 23 Jahre kommt er wieder, um auf die Jagd zu gehen: der Creeper. In diesem Jahr ist es nun
wieder so weit! In JEEPERS CREEPERS: REBORN kehrt der Creeper zurück auf die großen Leinwände.


Das Horror Hound Festival lockt hunderte Fans in eine kleine Stadt nach Louisiana. So auch Chase
und seine Freundin Laine. Als die erste Nacht des Festivals anbricht, erlebt das Pärchen einen
Festivalbesuch, mit dem niemand gerechnet hätte. Denn: Der Creeper ist zurück.


Wir haben den Forensiker und Vorsitzenden der Draculagesellschaft „Transylvanian Society of
Dracula“ Dr. Mark Benecke zum Creeper und zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen
ihm und einer anderen bekannten Horrorfigur, dem Vampir Graf Dracula, befragt.

Credits: Phil Johann, @Sallyhateswing, @nullzwei_podcast

Hallo Mark, danke, dass du dir Zeit nimmst für diesen Vergleich! Der Creeper sorgt ja bei JEEPERS CREEPERS: REBORN für einigen Tumult. Er jagt anhand des Angstgeruchs seiner Opfer und isst Organe und Körperteile, die „ersetzt“ werden müssen. Auch die fiktionale Figur des Vampirs Graf Dracula gilt als ein eher unangenehmer Zeitgenosse und nimmt gern Menschenblut zu sich.  Oder gibt es da andere Veranschaulichungen?


Ja, beide haben gruselige Ruhe-Formen, so eine Art blut- und energieleere Ruhe. Diese fehlende
Energie müssen sie sich irgendwo herholen, am praktischsten oder wirksamsten scheint für beide Blut zu sein. 

Ja, beide haben gruselige Ruhe-Formen, so eine Art blut- und energieleere Ruhe. Diese fehlende
Energie müssen sie sich irgendwo herholen, am praktischsten oder wirksamsten scheint für beide Blut zu sein.

Ob Dracula seine Körper-Teile austauschen kann, wissen wir nicht. Aber er ist ja Gestaltwandler und kann Fledermaus, Ratte — sogar viele Ratten auf einmal — und alle möglichen Zwischen-Dinger werden. Da ist einiges an Organ-Vertauschungen vorstellbar.

Der Reborn-Creeper scheint ebenfalls verschiedene Wesen in sich zu tragen: Ein bisschen Alien und
ein wenig Dust Devil beispielsweise. Interessanterweise überlebt der Creeper auch Pfählungen und
dergleichen, vermutlich, wenn diese nicht durch das Herz gehen. Auch Vampire überleben einiges,
solange ihnen nicht das Herz durchbohrt und sicherheitshalber der Kopf vollständig abgetrennt wird.


Einen Unterschied zwischen Dracula und dem Creeper gibt es aber doch: Wo Dracula das Heulen der
Wölfe liebt, scheint der Creeper eher menschlicher Schellack-Platten-Musik zugetan. Wobei das eine
ja das andere nicht ausschließen muss.


Während sich der Vampir Dracula nachts auf die Suche nach seinem nächsten Opfer begibt, taucht der Creeper nur alle 23 Jahre auf und jagt dann für die nächsten 23 Tage. Gibt es solche
Jagdphasen auch bei Dracula?

Absolut. Wir wissen beispielsweise vom Vampir Lestat, dass er 55 Jahre geschlafen hat. Bei Dracula
selbst sind die genauen Ruhe-Zeiten zwar nicht überliefert, da er aber kein Personal hat, scheint ihm
dieses in einer Ruhezeit aus Altersgründen weggestorben zu sein. 
Es ist kein Zufall, dass der Creeper dreiundzwanzig Jahre schläft — diese Zahl ist nicht nur die
klassische Zahl aller Verschwörungen, sondern auch Grundlage der Berechnung alle Biorhythmen.

Quelle: https://home.benecke.com/publications/2013/8/25/dreiundzwanzig

Das Motiv der jungen Frau ist ein sich wiederholendes in Dracula-Darstellungen. In JEEPERS
CREEPERS: REBORN hat der Creeper zu der jungen Frau Laine ebenfalls ein ganz besonderes
Verhältnis. Kannst du das Motiv der jungen Frau als spezielles Opfer etwas genauer erläutern?


Die weiß gekleidete Frau — ursprünglich eine Jungfrau — ist Sinnbild für Unschuld und alles, was es
wert ist, gerettet zu werden: Bei King Kong wie bei Lucy Westenra in Dracula oder dem
damönentragenden Kind im Exorzisten aus den 1970er Jahren. Die ‘Weiße Frau’ ist hier im neuen
Creeper-Film wohl ein Scherz auf Kosten des alten Kino-Publikums, als noch die Regel galt, dass
Frauen stets von Männern gerettet werden müssen und sie sich im Film nur für Männer
interessieren, für sonst gar nichts. Ich finde es hier gut, dass sie zwar ein bisschen von den Jungs
gerettet wird, aber hauptsächlich eine sehr mutige Anlock-Aktion als Falle für den Creeper hinlegt.  

Jetzt mal ganz provokant gefragt aus Sicht eines Forensikers: Könnten Menschen es dem Creeper gleichtun und ebenfalls ausschließlich andere Menschen verspeisen?


Das könnte ziemlich lange gut gehen, ja. Ich würde es aber nicht raten, weil Keime aus oder von
Menschen für andere Menschen am gefährlichsten sind. Lieber Pflanzen essen!


Dracula wird im Tierreich mit Fledermäusen assoziiert. Den Creeper begleiten Raben. Warum
haben diese mystischen Figuren so häufig tierische Begleiter, die ebenfalls eher dunkles Fell oder Gefieder haben und vielleicht sogar etwas unheimlich wirken?

Raben sind megaschlau und haben früher verirrten Wanderer:innen den Weg gewiesen, fliegen
umher und berichten ihren menschlichen Freund:innen, was in der Welt passiert und scharen sich
um Hingerichtete. Super Tiere! 

Andere schwarze Wesen gibt es gar nicht so oft bei Grusel-Figuren, eher Tiere der Dämmerung oder
der Nacht wie Eulen, Wölfe, Fledermäuse und so weiter. Sie kennen sich in der beginnenden
Dunkelheit aus, Menschen nicht — das macht sie so cool, aber auch rätselhaft. Natürlich gibt es
schwarze Pferde von vampirischen Kutschen, aber das könnte einfach eine private Vorliebe
beziehungsweise eine Abneigung gegen alles Bunte sein. Ich ziehe auch nur schwarze Sachen an.

Wenn eins klar wurde in JEEPERS CREEPERS: REBORN, dann, dass man wohl am besten um sein
Leben rennt, wenn man das Lied des Creepers hört. Gibt es sowas in der Vampir-Szene auch?


Wenn du einen Vampir hörst, ist es zu spät. Entweder überwältigt er Dich mit Kraft oder mit Charme.
Einem von beiden wirst Du laut Vampir-Fachliteratur nicht widerstehen… Nichtsdestotrotz: Der Creeper und Graf Dracula sind nicht ein und dieselbe Schreckensfigur. Was sind deiner Meinung nach die Punkte, in denen sie sich am meisten unterscheiden? Ich finde sie schon sehr ähnlich. Der größte Unterschied ist, dass es dem Reborn-Creeper trotz Auto (er kann Auto fahren!) in den Südstaaten am besten gefällt, während Vampire schon mal richtig weit reisen. Graf Dracula ist beispielweise von Transylvanien nach England gereist, nur um Mina Harker zu treffen — mit dem Schiff einmal um Europa herum: Über Bulgarien, die Türkei und Griechenland durch die Straße von Gibraltar am Golf von Biskaya vorbei, dann über Dover nach Whitby und schließlich nach London. Der Graf ist ein Vampir von Welt, der Creeper ein waschechter Redneck.

Wer jetzt richtig Lust auf den Film bekommen hat, muss nicht mehr lange warten. Ab dem 15.
September kann man JEEPERS CREEPERS: REBORN in den deutschen Kinos sehen und auf der
großen Leinwand erleben. Gänsehaut vorprogrammiert.

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Bullet Train — erscheint schon im Oktober auf DVD, Blu-Ray und 4K Ultra-HD https://www.hifigeek.de/bullet-train-erscheint-schon-im-oktober-auf-dvd-blu-ray-und-4k-ultra-hd/ https://www.hifigeek.de/bullet-train-erscheint-schon-im-oktober-auf-dvd-blu-ray-und-4k-ultra-hd/#respond Tue, 30 Aug 2022 13:03:56 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6251 Nicht wie angenommen, erscheint Bullet Train hier zu Lande, erst im Dezember, sondern schon am 27. Oktober 2022 im Kaufhandel. Dies Umfasst das Release auf DVD, Blu-Ray und 4K Ultra-HD Blu-Ray. Auf der Blu-Ray gibt es verlustfreien DTS-HD MA 5.1 Ton in deutsch und englisch zu bestaunen. Auf der 4K Blu-Ray ebenfalls noch den englischen Atmos-Ton on top. Leider geht auch hier Sony weder den gewohnten Weg uns bei einem Blockbuster die modernen Atmos-Tonspuren zu verwehren. Schade.

Wer sich eines der schicken Steelbooks sichern möchte sollte sofort Gas geben ehe diese begehrten Teile wieder ausverkauft sind. Am Besten über einen unserer Affiliate-Links und uns so auch noch unterstützen!

Story

Der vom Pech verfolgte Auftragskiller Ladybug (Brad Pitt) ist entschlossen, seinen Job in Ruhe und Frieden zu erledigen, nachdem in letzter Zeit zu viele Dinge aus dem Ruder gelaufen sind. Das Schicksal hat jedoch andere Pläne, denn Ladybugs neueste Mission setzt ihn auf einen direkten Kollisionskurs mit tödlichen Gegnern aus der ganzen Welt – die alle irgendwie miteinander verbunden sind, dabei aber gegensätzliche Ziele verfolgen. Das alles passiert an Bord des schnellsten Zuges, den es gibt – und Ladybug muss einen Weg finden, wie er ihn verlassen kann. Unter der Regie von David Leitch („Deadpool 2“) ist die Endstation erst der Anfang, in dieser wilden, atemlosen Non-Stop-Fahrt durch das moderne Japan.

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Tödliches Kommando — The Hurt Locker ab Oktober 2022 auf 4K Blu-Ray https://www.hifigeek.de/toedliches-kommando-the-hurt-locker-ab-oktober-2022-auf-4k-blu-ray/ https://www.hifigeek.de/toedliches-kommando-the-hurt-locker-ab-oktober-2022-auf-4k-blu-ray/#respond Wed, 03 Aug 2022 07:49:00 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6052 Hochspannung gibt es bei The Hurt Locker mehr als genug. So sah das die Jury der Oscars© auch und verlieh dem Film gleich sechs davon. Noch in diesem Jahr, besser gesagt am 07. Oktober erscheint Tödliches Kommando — The Hurt Locker hierzulande auf 4K Ultra-HD Blu-Ray. Wieder mit an Board sind die verlustfreien Tonspuren in deutsch und englisch in DTS-HD MA 5.1.

Auch hier freuen wir uns schon drauf den Film wieder zu sehen und die 4K Auswertung unter die Lupe zu nehmen.

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Story

Als wäre der Job der Bombenexperten im Irak nicht schon gefährlich genug, müssen Sanborn und Eldridge, die beiden Soldaten der kleinen Elite-Einheit feststellen, dass ihr neuer Sergeant, William Jones, sie inmitten des Chaos der kriegerischen Handlungen in ein tödliches Spiel verstrickt. Den Soldaten wird schnell bewusst, dass sie ihren Chef schnellstmöglich unter Kontrolle bringen müssen, wenn sie den Krieg in einer Stadt, in der alles passieren kann, überleben wollen.

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Tomb Raider 1+2 — ab Oktober als 4K Mediabook https://www.hifigeek.de/tomb-raider-12-ab-oktober-als-4k-mediabook/ https://www.hifigeek.de/tomb-raider-12-ab-oktober-als-4k-mediabook/#respond Tue, 02 Aug 2022 14:13:39 +0000 https://www.hifigeek.de/?p=6043 Die Tomb Raider Filme mit Angelina Jolie in der Hauptrolle bekommen ein 4K Remastering spendiert. Mit an Board ist wieder der verlustfreie deutsche sowie englische Ton in DTS-HD MA 5.1. Leider ist bisher nichts über zumindest eine englische Tonspur mit 3D Sound bekannt. Erscheinen wird das Ganze als limitiertes Mediabook mit 4 Disks am 28. Oktober 2022

Wir sind schon gespannt wie die 4K Version der Filme aussieht und vor allem wie gut die Filme gealtert sind, wenn wir die Disks in die Finger bekommen.

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