WiiM Ultra im Test: Der Streaming-König für alle Fälle — Update 2026

Der WiiM Ultra ist das Flagg­schiff von WiiM und posi­tio­niert sich als zen­tra­ler digi­ta­ler Hub für jedes Audio-Sys­tem. Mit sei­nem 32-bit/384kHz ES9038Q2M SABRE DAC, dem 3,5‑Zoll-Touchscreen und einer beein­dru­cken­den Aus­stat­tung an Ein- und Aus­gän­gen woll­te der chi­ne­si­sche Her­stel­ler nichts weni­ger als die Strea­ming-Welt revo­lu­tio­nie­ren. Nach wochen­lan­gem inten­si­vem Test­ing mit ver­schie­dens­ten Set­ups von Bud­get bis High-End kön­nen wir sagen: Mis­si­on erfüllt! Der Ultra ist nicht nur ein wür­di­ger Nach­fol­ger des WiiM Pro Plus, son­dern setz­te 2025 völ­lig neue Maß­stä­be in sei­ner Preis­klas­se — und behaup­tet sich auch 2026 noch, wenn­gleich das Feld inzwi­schen enger gewor­den ist.

Alle WiiM-Model­le im Über­blick — Strea­mer, Ver­stär­ker, Spea­k­er und die neue Bar: → WiiM Übersicht

Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor weni­gen Jah­ren meh­re­re Tau­send Euro gekos­tet hätte.

Reviews in Bild und Ton

Wir haben mitt­ler­wei­le auch einen eige­nen You­tube-Chan­nel. Hier ver­su­che ich regel­mä­ßig für euch Reviews mit beweg­tem Bild bereit zu stel­len und mehr mit euch in Kon­takt zu tre­ten. Schaut doch ein­fach mal vor­bei und abon­niert den Kanal. Danke!

Update Juni 2026: Was sich seit dem Launch getan hat

Ein Gerät wie der WiiM Ultra lebt von Soft­ware – und WiiM hat seit unse­rem ursprüng­li­chen Test kräf­tig nach­ge­legt. Der aktu­el­le Firm­ware-Stand bringt eini­ge spür­ba­re Verbesserungen:

  • Redu­zier­te Audio-Input-Latenz: auf rund 35–40 ms gesenkt, was beson­ders bei HDMI-ARC-Nut­zung mit TV-Lip­pen­syn­chro­ni­tät hilft.
  • WiiM Radio: als neue Musik­quel­le direkt in der App integriert.
  • Dol­by-Bit­stream-Fixes: Stot­ter- und Aus­set­zer-Pro­ble­me bei Dol­by-Wie­der­ga­be über den opti­schen Ein­gang wur­den behoben.
  • Ver­zö­ger­te Auto-Updates: kon­fi­gu­rier­bar in der App, für alle, die nicht jedes Firm­ware-Update sofort haben wollen.
  • Roon Rea­dy: ist inzwi­schen voll­stän­dig zer­ti­fi­ziert und pro­duk­tiv im Ein­satz — die zum Launch ange­kün­dig­te Zer­ti­fi­zie­rung ist also längst Realität.

Kurz gesagt: WiiM pflegt den Ultra aktiv wei­ter, fast im Monats­takt gibt es Firm­ware-Updates. Wer das Gerät kauft, kauft kein “fer­ti­ges” Pro­dukt, son­dern eines, das sich kon­ti­nu­ier­lich verbessert.

Unboxing: Wenn Premium auf Pragmatismus trifft

Das Aus­pa­cken des WiiM Ultra ist schon ein klei­nes Erleb­nis für sich. Die schlich­te, aber hoch­wer­ti­ge Ver­pa­ckung ver­spricht bereits, was drin ist: Pre­mi­um-Qua­li­tät zu einem fai­ren Preis. Der ers­te Ein­druck beim Her­aus­neh­men ist durch­weg posi­tiv — das Alu­mi­ni­um­ge­häu­se fühlt sich deut­lich wer­ti­ger an als die Plas­tik­ge­häu­se der güns­ti­ge­ren WiiM-Model­le. Mit sei­nen 205 x 205 x 73 mm und 1,3 kg wirkt das Gerät kom­pakt, aber kei­nes­wegs billig.

Im Lie­fer­um­fang fin­den sich neben dem WiiM Ultra selbst ein Netz­ka­bel, HDMI‑, Cinch- und Tos-Link-Kabel. Ein Pho­no-Ground-Adap­ter für Plat­ten­spie­ler, sowie eine Fern­be­die­nung mit Sprach­steue­rung. WiiM hat hier wirk­lich mit­ge­dacht — alles was man für den sofor­ti­gen Start braucht, ist dabei.

Das abso­lu­te High­light ist aber defi­ni­tiv das 3,5‑Zoll-Farbtouchscreen-Display mit Glas­ab­de­ckung. Es fühlt sich hoch­wer­tig an und reagiert but­ter­weich auf Berüh­run­gen. Beim ers­ten Ein­schal­ten begrüßt einen ein far­ben­fro­her Set­up-Wizard, der selbst Audio-Noobs durch die Erst­ein­rich­tung führt.

Technische Ausstattung: Ein Schweizer Taschenmesser in Audio-Form

Technische Spezifikationen

  • Audio-DAC: ESS Sab­re ES9038Q2M (32-bit/384kHz)
  • Kopf­hö­rer­ver­stär­ker: Texas Instru­ments TPA6120A2
  • ADC: TI Burr-Brown PCM1861 (110 dB SNR)
  • Line-Aus­gang: Maxi­mum 2,1V RMS, SNR 121 dB (A‑gewichtet), THD+N 0,00018% (-115 dB)
  • Kon­nek­ti­vi­tät: Wi-Fi 6E (2,4/5/6 GHz), Blue­tooth 5.3 mit BLE, Ether­net 10/100 Mbps
  • Dis­play: 3,5″ Farb-Touch­screen mit Glasabdeckung
  • Abmes­sun­gen: 205 x 205 x 73 mm
  • Gewicht: 1,3 kg

Ein- und Ausgänge

Audio-Ein­gän­ge:

  • HDMI ARC (PCM, Dol­by Digi­tal 5.1)
  • Opti­scher Ein­gang (TOSLINK)
  • Line-Ein­gang (RCA)
  • Pho­no-Ein­gang (MM/MC)
  • Blue­tooth-Emp­fän­ger

Audio-Aus­gän­ge:

  • Line-Aus­gang (RCA)
  • Opti­scher Aus­gang (TOSLINK)
  • Koaxia­ler Aus­gang (RCA)
  • USB-Aus­gang
  • Sub­woo­fer-Aus­gang (RCA)
  • Kopf­hö­rer­aus­gang (3,5mm)
  • Blue­tooth-Sen­der

Zusätz­li­che Features:

  • 12V-Trig­ger-Aus­gang
  • USB-Host für Storage
  • 10-Band para­me­tri­sche EQ
  • Raum­kor­rek­tur-Soft­ware
  • Mul­ti­room-Fähig­kei­ten

Setup und erste Schritte: Kinderleicht, selbst für Audio-Noobs

Die Ein­rich­tung über die WiiM Home App ist ein Kin­der­spiel. Nach dem Down­load der App wird der WiiM Ultra sofort erkannt und die Firm­ware auto­ma­tisch aktua­li­siert. Die App selbst ist intui­tiv gestal­tet und bie­tet Zugang zu allen wich­ti­gen Ein­stel­lun­gen. Beson­ders cool: Man kann für jeden Ein­gang sepa­ra­te EQ-Ein­stel­lun­gen vornehmen.

Das Touch­screen-Dis­play zeigt nicht nur Album­co­ver und Wie­der­ga­be­steue­rung, son­dern auch VU-Meter und diver­ses Feed­back zur aktu­el­len Wie­der­ga­be. In der Stand­by-Zeit kann man sogar ein indi­vi­du­el­les Wall­pa­per ein­stel­len oder Uhr­zeit und Datum anzei­gen lassen.

Klangtest: Von Brutal bis Brilliant

Für unse­ren aus­führ­li­chen Klang­test haben wir den WiiM Ultra durch ver­schie­dens­te Set­ups gejagt. Die Refe­renz-Play­list mit ihrer Mischung aus extre­mem Metal, Pro­gres­si­ve Rock und klas­si­schen Tracks bot die per­fek­te Basis, um die Gren­zen des Geräts auszuloten.

Setup 1: Lehmann Audio Linear II

Am Leh­mann Audio Line­ar zeig­te der WiiM Ultra sofort sei­ne Klas­se. “Blow Your Trumpets Gabri­el” von Behe­mo­th kam mit beein­dru­cken­der Dyna­mik und kris­tall­kla­rer Sepa­ra­ti­on der ein­zel­nen Instru­men­te rüber. Der ESS Sab­re DAC zeigt hier sei­ne Stär­ken: ultra-nied­ri­ge Ver­zer­run­gen und ein Signal-Rausch-Ver­hält­nis von über 120 dB sor­gen für einen schwar­zen Hin­ter­grund, vor dem sich selbst lei­ses­te Details abheben.

Setup 2: Burson Audio Playmate 3 & Conductor GT4

Die Kom­bi­na­ti­on mit den Bur­son-Gerä­ten (Play­mate 3 Test, Con­duc­tor GT4 Test) offen­bar­te die ana­ly­ti­schen Qua­li­tä­ten des WiiM Ultra. “Pain Remains III: In a Sea of Fire” von Lor­na Shore mit sei­nen über 9 Minu­ten kom­ple­xer Arran­ge­ments wur­de mühe­los gemeis­tert. Die Büh­nen­ab­bil­dung ist prä­zi­se, wenn auch nicht ganz so drei­di­men­sio­nal wie bei deut­lich teu­re­ren Streamern.

Setup 3: Fosi Audio V3 Mono

Hier zeig­te sich die Viel­sei­tig­keit des WiiM Ultra. Selbst mit Bud­get-Ver­stär­kern wie dem Fosi V3 Mono (hier im Test) lie­fert er sau­be­re, detail­rei­che Signa­le. “Bombtrack” von Rage Against The Machi­ne kam mit ordent­lich Punch und Dyna­mik rüber, ohne dass die Stim­me von Zack de la Rocha in der kom­ple­xen Instru­men­tie­rung unterging.

Kopfhörer-Performance: Audeze LCD‑X & LCD‑3

Der inte­grier­te Kopf­hö­rer­ver­stär­ker TPA6120A2 macht sei­ne Sache über­ra­schend gut. Mit den Aude­ze LCD‑X konn­te “Honey­comb” von Deaf­he­a­ven sei­ne vol­le emo­tio­na­le Wucht ent­fal­ten. Die 11 Minu­ten epi­scher Post-Metal wur­den nie­mals lang­wei­lig, der WiiM Ultra hielt die Span­nung über die gesam­te Spiel­zeit auf­recht. Auch die anspruchs­vol­len Aude­ze LCD‑3 wur­den pro­blem­los ange­trie­ben, wenn­gleich ein dedi­zier­ter Kopf­hö­rer­ver­stär­ker noch­mal eine Schip­pe drauf­le­gen würde.

Lautsprecher-Setups: B&W & Amphion Argon 3S

An den B&W zeig­te der WiiM Ultra sei­ne neu­tra­len Qua­li­tä­ten. “Gra­ni­te” von Sleep Token kam mit der typi­schen Wär­me der B&W‑Hochtöner rüber, ohne dass der WiiM Ultra eige­ne Klang­fär­bun­gen hin­zu­füg­te. Die Amphion Argon 3S pro­fi­tie­ren von der sau­be­ren Signal­auf­be­rei­tung des WiiM Ultra — “Creep” von Radio­head klang so melan­cho­lisch und detail­reich wie sel­ten zuvor.

HDMI ARC: Die heimliche Heimkino-Zentrale

Ein ech­tes Allein­stel­lungs­merk­mal des WiiM Ultra ist der HDMI-ARC-Ein­gang. Ange­schlos­sen an den TV wird aus jeder Ste­reo-Anla­ge eine klei­ne Heim­ki­no-Zen­tra­le. Fil­me und Seri­en pro­fi­tie­ren von der deut­lich bes­se­ren Klang­qua­li­tät gegen­über TV-Laut­spre­chern. Dol­by Digi­tal 5.1 wird pro­blem­los ver­ar­bei­tet und über die Ste­reo-Aus­gän­ge intel­li­gent her­un­ter­ge­mischt. Für Puris­ten mag das Fre­vel sein, aber der Con­ve­ni­ence-Fak­tor ist ein­fach unschlag­bar — und dank der jüngs­ten Firm­ware-Fixes läuft die Dol­by-Wie­der­ga­be inzwi­schen auch spür­bar sta­bi­ler als beim Launch.

Phono-Preamp: Vinyl-Revival leicht gemacht

Der inte­grier­te Pho­no-Pre­amp ist eine net­te Zuga­be für Vinyl-Enthu­si­as­ten. Am EAT Pre­lude Plat­ten­spie­ler getes­tet, lie­fert er für den Ein­stieg mehr als brauch­ba­ren Sound. Sowohl MM- als auch MC-Ton­ab­neh­mer wer­den unter­stützt, wobei die Ein­stel­lun­gen bequem über die App vor­ge­nom­men wer­den kön­nen. Für ambi­tio­nier­te Vinyl-Hörer wird ein exter­ner Pho­no-Pre­amp wei­ter­hin die bes­se­re Wahl sein, aber für Gele­gen­heits-Hörer ist die inte­grier­te Lösung völ­lig ausreichend.

Streaming-Features: Kein AirPlay — und das bleibt auch so

Der WiiM Ultra unter­stützt prak­tisch jeden rele­van­ten Strea­ming-Stan­dard: Spo­ti­fy Con­nect, TIDAL Con­nect, Qobuz Con­nect, Goog­le Chro­me­cast Audio, Ale­xa Built-in, DLNA und Roon Rea­dy. Ein­zig Air­Play fehlt — und hier schaf­fen wir 2026 end­lich Klar­heit, denn das The­ma sorgt bis heu­te für hit­zi­ge Dis­kus­sio­nen in Foren: WiiM hat offi­zi­ell bestä­tigt, dass der Ultra Air­Play auf­grund einer Hard­ware-Limi­ta­ti­on nicht unter­stüt­zen wird und auch nie unter­stüt­zen wird — es han­delt sich nicht um eine aus­ste­hen­de Zer­ti­fi­zie­rung, son­dern um eine dau­er­haf­te tech­ni­sche Ein­schrän­kung der ver­bau­ten Wi-Fi/­Blue­tooth-Modu­le. Wer pri­mär Air­Play nutzt, soll­te ent­we­der zu einem älte­ren WiiM-Modell (Mini, Pro, Pro Plus, Amp) grei­fen, die Air­Play unter­stüt­zen, oder auf einen Work­around über Blue­tooth bzw. eine LMS-Air­Play-Bridge zurückgreifen.

Für Apple-User ein Wer­muts­trop­fen, aber ange­sichts der übri­gen Fea­tures verschmerzbar.

Die Mul­ti­room-Fähig­kei­ten sind beein­dru­ckend. Mit ande­ren WiiM-Gerä­ten las­sen sich mühe­los syn­chro­ni­sier­te Zonen ein­rich­ten. Die Room Cor­rec­tion via Smart­phone-Mikro­fon funk­tio­niert über­ra­schend gut und kann durch­aus hör­ba­re Ver­bes­se­run­gen bringen.

Hier haben wir unse­re Ter­ras­sen-Laut­spre­cher B&W AM1 an den Fosi Audio V3 Monos ein­ge­mes­sen mit wirk­lich her­vor­ra­gen­dem Ergeb­nis. Gera­de bei so schwie­ri­gen Bedin­gun­gen (Out­door) war das gehör­te Ergeb­nis beein­dru­ckend und macht Party-Laune.

Vergleich: WiiM Ultra im Feld 2026

Der Ultra steht heu­te in einem deut­lich dich­te­ren Wett­be­werbs­feld als beim Launch. Hier die rele­van­tes­ten Alter­na­ti­ven im direk­ten Vergleich:

WiiM Pro Plus

Der Pro Plus bleibt der Preis-Leis­tungs-König für unter 250 Euro (hier im Test). Wer nur strea­men will und auf Pho­no-Ein­gang, HDMI ARC und Touch­screen ver­zich­ten kann, ist mit dem Pro Plus bes­tens bedient. Der Ultra bie­tet aber deut­lich mehr Fle­xi­bi­li­tät und Zukunfts­si­cher­heit — und Air­Play oben­drein, was den Pro Plus für Apple-Haus­hal­te inter­es­sant macht.

WiiM Amp Ultra (599€) — der große Bruder im eigenen Haus

Die nahe­lie­gends­te Fra­ge 2026 lau­tet nicht mehr “Ultra oder Ever­so­lo?”, son­dern “Ultra oder Amp Ultra?”. Der Amp Ultra kom­bi­niert die­sel­be Strea­ming- und DAC-Basis mit einer inte­grier­ten End­stu­fe und rich­tet sich an alle, die pas­si­ve Laut­spre­cher direkt anschlie­ßen wol­len, ohne einen sepa­ra­ten Ver­stär­ker zu brau­chen. Wer bereits eine eige­ne End­stu­fe oder akti­ve Laut­spre­cher besitzt, bleibt mit dem rei­nen Ultra güns­ti­ger und fle­xi­bler unter­wegs. Wer bei Null anfängt und ein Kom­plett­sys­tem sucht, soll­te den Amp Ultra ernst­haft in Betracht ziehen.

Cambridge Audio MXN10

Der MXN10 wird inzwi­schen zum glei­chen Preis­punkt wie der Ultra ange­bo­ten und ist der Ver­gleich, den aktu­ell die meis­ten unab­hän­gi­gen Test­re­dak­tio­nen zie­hen. Klang­lich und ver­ar­bei­tungs­tech­nisch punk­tet Cam­bridge mit bri­ti­scher Rei­fe, kann aber bei der schie­ren Anschluss- und Fea­ture-Viel­falt des Ultra nicht mit­hal­ten — kein Touch­screen, kein Pho­no-Ein­gang, weni­ger Ein-/Aus­gän­ge. Wer maxi­ma­le Kon­nek­ti­vi­tät will, bleibt beim Ultra; wer ein Quänt­chen mehr klang­li­che Rei­fe bevor­zugt und auf Phono/HDMI ARC ver­zich­ten kann, schaut sich den MXN10 an.

Bluesound Node Nano / Node X

Im Ein­stei­ger­seg­ment posi­tio­niert sich Blue­sound mit dem Node Nano als schlan­ke­re, aber auch redu­zier­te­re Alter­na­ti­ve — ohne Dis­play, ohne Pho­no, ohne HDMI ARC. Der Node X spielt eher in der Liga dar­über. Für alle, die eine Strea­ming-Only-Lösung ohne Schnick­schnack suchen, ist der Node Nano eine Opti­on; wer die Alles­kön­ner-Qua­li­tät des Ultra will, kommt an WiiM kaum vorbei.

Eversolo DMP-A6

Der Ever­so­lo DMP-A6 kos­tet etwa dop­pelt so viel wie der WiiM Ultra, bie­tet dafür aber ein deut­lich grö­ße­res 6‑Zoll-Dis­play und Android-basier­te Soft­ware. Das Dis­play ist ech­ter Mehr­wert für die Navi­ga­ti­on gro­ßer Musik­samm­lun­gen. Klang­lich liegt der Ever­so­lo schon ein wenig vorn und hat den Vor­teil loka­ler Spei­cher­mög­lich­kei­ten via M.2 SSD.

Im direk­ten Ver­gleich ist das Dis­play des WiiM Ultra eher Spiel­zeug — schön anzu­se­hen, aber der prak­ti­sche Nut­zen beschränkt sich auf grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen und Bedie­nung. Für ernst­haf­te Navi­ga­ti­on bleibt das Smart­phone die bes­se­re Wahl.

All­ge­mein ist der Ever­so­lo schon eine gan­ze Klas­se bes­ser in allen Belan­gen, spie­gelt sich wie oben erwähnt aber auch im Preis wider.

Das WiiM-Ökosystem wächst: Vom Streamer zum Heimkino-System

Wer den Ultra 2025 gekauft hat, hat streng genom­men in ein Öko­sys­tem inves­tiert, das seit­her mas­siv gewach­sen ist. Das ist für die Kauf­ent­schei­dung heu­te rele­van­ter denn je, denn WiiM baut inzwi­schen ein kom­plet­tes Heim­ki­no-Bau­kas­ten­sys­tem um sei­ne Strea­mer herum:

WiiM Sound & WiiM Sound Lite — die kabel­lo­sen Smart-Spea­k­er der Mar­ke (WiiM Sound für 299€, WiiM Sound­Li­te für 229€) sind nicht nur als Ste­reo- oder Mul­ti­room-Laut­spre­cher gedacht, son­dern las­sen sich expli­zit als Sur­round-Kanä­le ein­set­zen, sobald ein WiiM-Bar oder ‑Ultra als Zen­tra­le im Netz­werk hängt.

WiiM Bar — die im Juni 2026 auf der High End Vien­na vor­ge­stell­te ers­te Sound­bar der Mar­ke ist der eigent­li­che Öko­sys­tem-Dop­pel­punkt. Sie bringt ein ech­tes 3.0.2‑Dolby-Atmos-Layout mit acht Trei­bern, dar­un­ter drei nach vor­ne abstrah­len­de Hoch­tö­ner und zwei nach oben feu­ern­de Breit­band­trei­ber für Height-Effek­te, dazu DTS:X, HDMI eARC und Room­Fit-Raum­ein­mes­sung. Für 499 Euro posi­tio­niert sich die WiiM Bar als direk­ter Kon­kur­rent zum Sonos Beam (2. Gen) — mit dem Vor­teil von ech­ten Height-Kanä­len, DTS:X und Roon-Sup­port, die der Beam nicht bie­tet. Der Clou: Die Bar lässt sich per App naht­los mit WiiM Sound/Sound Lite als Rear-Spea­k­er und einem WiiM Sub Pro zu einem voll­stän­di­gen 5.1.2‑System erwei­tern — ganz ohne neue Laut­spre­cher­ka­bel durch die Wand. Alle Details dazu in unse­rem WiiM Bar Arti­kel.

Was das für den Ultra bedeu­tet: Der WiiM Ultra bleibt in die­sem wach­sen­den Öko­sys­tem die Rol­le des audio­phi­len Herz­stücks vor­be­hal­ten — er ist kein Kon­kur­rent zur Bar, son­dern ihr High-End-Pen­dant für alle, die eine bestehen­de Ste­reo- oder Aktiv­laut­spre­cher-Anla­ge per HDMI ARC ins Heim­ki­no ein­bin­den wol­len, statt eine kom­plett neue Sound­bar-Lösung zu kau­fen. Wer eine hoch­wer­ti­ge 2‑Ka­nal-Anla­ge besitzt und die schon vor­han­de­nen Laut­spre­cher fürs Fern­se­hen mit­nut­zen will, bleibt beim Ultra gold­rich­tig. Wer bei null anfängt und ein rei­nes Heim­ki­no-Sys­tem ohne vor­han­de­ne Laut­spre­cher sucht, schaut sich eher die WiiM Bar plus Sound Lite/Sub Pro an.

Für unse­re Leser mit Heim­ki­no-Ambi­tio­nen (schaut auch mal in unse­ren Heim­ki­no-Bereich) heißt das: Die Kauf­ent­schei­dung ist heu­te nicht mehr nur “Ultra ja oder nein”, son­dern “wel­ches WiiM-Gerät passt zu mei­ner bestehen­den Ket­te”. Ein eige­ner WiiM-Bar-Test folgt bei uns, sobald ein Test­ge­rät ver­füg­bar ist.

Konkurrenzfähigkeit: Sonos weiterhin unter Druck

Mit dem WiiM Ultra setz­te WiiM neue Maß­stä­be in der Strea­ming-Welt, und dar­an hat sich 2026 nichts geän­dert. Sonos muss sich warm anzie­hen — die Chi­ne­sen bie­ten deut­lich mehr Fea­tures zu einem Bruch­teil des Prei­ses. Die offe­ne Platt­form des Ultra mit Unter­stüt­zung für prak­tisch alle Stan­dards kon­tras­tiert scharf mit Sonos’ geschlos­se­nem Ökosystem.

Erschwe­rend kommt hin­zu, dass Sonos sei­ne Soft­ware seit mehr als einem Jahr nicht mehr im Griff hat. Wer ein­mal auf WiiM gewech­selt ist, weiß wie­der, wie zackig ein Sys­tem reagie­ren kann. Hier gibt es bis­lang kei­ne Zicken.

Fazit: Der Streaming-König hält seine Krone

Der WiiM Ultra ist ein klei­nes Meis­ter­werk der Audio-Tech­nik. Für 399 Euro bekommt man ein Gerät, das vor weni­gen Jah­ren meh­re­re Tau­send Euro gekos­tet hät­te. Die Kom­bi­na­ti­on aus exzel­len­tem DAC, viel­sei­ti­gen Anschlüs­sen, Touch­screen und durch­dach­ter Soft­ware ist in die­ser Preis­klas­se wei­ter­hin kon­kur­renz­los — auch wenn das Feld inzwi­schen enger gewor­den ist.

Klang­lich spielt der WiiM Ultra in der Liga deut­lich teu­re­rer Gerä­te mit. Er ist neu­tral und detail­reich, ohne lang­wei­lig zu wer­den. Beson­ders für Ein­stei­ger in die HiFi-Welt ist er der per­fek­te ers­te Schritt — er macht jede Anla­ge zukunfts­si­cher und bie­tet Raum zum Wachsen.

Der ein­zi­ge ech­te Kri­tik­punkt bleibt das feh­len­de Air­Play — mit dem Unter­schied, dass wir jetzt wis­sen: Das wird sich nicht mehr ändern. Wer das ver­schmer­zen kann, bekommt ein nahe­zu per­fek­tes Pro­dukt, das die Strea­ming-Land­schaft nach­hal­tig ver­än­dert hat und dank akti­ver Firm­ware-Pfle­ge auch 2026 noch mitwächst.

FAQ

Bekommt der WiiM Ultra noch AirPlay?

Nein. WiiM hat offi­zi­ell bestä­tigt, dass der Ultra Air­Play auf­grund einer Hard­ware-Limi­ta­ti­on der ver­bau­ten Wi-Fi/­Blue­tooth-Modu­le nicht unter­stüt­zen kann. Das ist kei­ne aus­ste­hen­de Zer­ti­fi­zie­rung, son­dern eine dau­er­haf­te tech­ni­sche Einschränkung.

Ist der WiiM Ultra Roon Ready?

Ja, die ursprüng­lich ange­kün­dig­te Roon-Zer­ti­fi­zie­rung ist inzwi­schen abge­schlos­sen und pro­duk­tiv im Einsatz.

WiiM Ultra oder WiiM Amp Ultra — was ist der Unterschied?

Der Amp Ultra bringt zusätz­lich eine inte­grier­te End­stu­fe für pas­si­ve Laut­spre­cher mit und kos­tet rund 599 Euro. Wer bereits eine eige­ne End­stu­fe oder Aktiv­laut­spre­cher hat, ist mit dem rei­nen Ultra (399 Euro) bes­ser bedient.

Was kostet der WiiM Ultra?

Der WiiM Ultra kos­tet 399 Euro (UVP).

Unterstützt der WiiM Ultra Vinyl über Phono-Eingang?

Ja, der inte­grier­te Pho­no-Pre­amp unter­stützt sowohl MM- als auch MC-Ton­ab­neh­mer und ist über die WiiM Home App kon­fi­gu­rier­bar. Für ambi­tio­nier­te Vinyl-Hörer bleibt ein exter­ner Pho­no-Pre­amp jedoch die klang­lich bes­se­re Wahl.

Kann ich den WiiM Ultra mit der neuen WiiM Bar oder WiiM Sound kombinieren?

Ja. Der Ultra lässt sich über die WiiM Home App mit WiiM Bar, WiiM Sound, WiiM Sound Lite und dem WiiM Sub Pro grup­pie­ren und für Mul­ti­room-Wie­der­ga­be syn­chro­ni­sie­ren. Als eigen­stän­di­ge Home-Thea­ter-Zen­tra­le mit Sur­round-Kanä­len ist jedoch die WiiM Bar kon­zi­piert, nicht der Ultra.

Aus­stat­tung
9
Strea­ming-Diens­te
8.5
Bedie­nung
9
Hör­ein­druck
9.5
Preis-Leis­tung
10
Pro’s
Her­vor­ra­gen­des Preis-Leistungs-Verhältnis
Exzel­len­te Aus­stat­tung mit vie­len Ein-/Aus­gän­gen
Hoch­wer­ti­ger ESS Sab­re DAC
Intui­ti­ve Bedie­nung via App und Touchscreen
HDMI ARC für TV-Integration
Inte­grier­ter Phono-Preamp
Mul­ti­room-Fähig­kei­ten
Regel­mä­ßi­ge Software-Updates
Kom­pak­tes, hoch­wer­ti­ges Design
Con’s
Kein Air­Play
Touch­screen eher Gim­mick als ech­ter Mehrwert
Pho­no-Pre­amp nur für Ein­stei­ger geeignet
Gehäu­se zieht Fin­ger­ab­drü­cke an
9.2
deca­yed sho­cker points
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner