Cayin HA-1A MK3 schwarz front mit Kopfhörer und DAP
@ 2021 Zhuhai Spark Electronic Equipment Co., Ltd. All rights reserved.

Cayin HA-1A Mk3: Single-Ended-Röhre für Kopfhörer und Aktivboxen

Der Cayin HA-1A Mk3 ist die drit­te Gene­ra­ti­on von Cayins kleins­tem sta­tio­nä­ren Röh­ren-Kopf­hö­rer­ver­stär­ker. Zwei EL84 in Sin­gle-Ended Class A, eigens ent­wi­ckel­te Aus­gangs­über­tra­ger, alles Punkt-zu-Punkt von Hand ver­drah­tet, dazu ein Vor­ver­stär­ker­aus­gang für Aktiv­laut­spre­cher. Preis: 1.298 Euro. Klingt nach Nische. Ist es auch. Aber eine ziem­lich spannende.

Wer Cayin ist und wo der HA-1A herkommt

Cayin baut seit 1993 Röh­ren­ver­stär­ker und sitzt im süd­chi­ne­si­schen Zhuh­ai. Neben Voll­ver­stär­kern, CD-Play­ern und Wand­lern ist die Mar­ke inzwi­schen auch bei mobi­len Play­ern eine fes­te Grö­ße. Die HA-Serie ist Cayins sta­tio­nä­re Kopf­hö­rer­schie­ne, und der HA-1A war dort schon immer der Ein­stieg. Dar­an ändert sich nichts: Der Cayin HA-1A Mk3 ist das Ein­stiegs­mo­dell der HA-Serie. Über ihm lie­gen HA-2A, HA-3A, HA-6A MK2 und als Flagg­schiff der HA-300 MK3.

Cayin selbst ver­kauft das Ding im Pres­se­text als “Röh­ren­sound zum güns­ti­gen Preis”. Güns­tig ist rela­tiv. Gemeint ist güns­tig für einen rei­nen Röh­ren­amp mit Über­tra­gern aus eige­ner Ent­wick­lung. Für 1.298 Euro gibt es natür­lich auch Tran­sis­tor-Kis­ten, die mess­tech­nisch in einer ganz ande­ren Liga spie­len. Dar­um geht es hier aber nicht.

Konzept: Schreibtisch-Röhre mit Zweitjob

Der Cayin HA-1A Mk3 ist kein All-in-One. Kein DAC, kein Blue­tooth, kein Strea­ming. Ana­log rein, ana­log raus. Wer ihn betreibt, braucht einen Wand­ler oder eine ande­re Line-Quel­le davor. Auf der Rück­sei­te gibt es zwei Cinch-Ein­gän­ge, umge­schal­tet wird an der Front. Dane­ben sitzt ein Cinch-Vor­ver­stär­ker­aus­gang, über den das Teil Aktiv­laut­spre­cher oder eine End­stu­fe ansteu­ert. Kopf­hö­rer vor­ne, Moni­to­re hin­ten, ein Laut­stär­ke­reg­ler für bei­des. Für den Schreib­tisch ist das ein ziem­lich schlüs­si­ges Setup.

Die Kis­te braucht 240 × 240 mm Stell­flä­che und passt damit auch auf Tische, auf denen schon Moni­tor, Tas­ta­tur und Kaf­fee­tas­se ste­hen. Leicht ist sie trotz­dem nicht: 140 mm hoch und 8,8 kg schwer. Und die Röh­ren ste­hen offen. Die wol­len Luft nach oben, ein enges Regal­fach ist also kei­ne gute Idee.

Röhre kurz erklärt: Was da eigentlich arbeitet

Wer sonst eher mit Tran­sis­to­ren zu tun hat, soll­te sich die Schal­tung kurz anschau­en. Im Cayin HA-1A Mk3 arbei­ten vier Röh­ren. Zwei JJ 12AU7, euro­pä­isch ECC82 genannt, küm­mern sich um die Span­nungs­ver­stär­kung. Das sind klei­ne Dop­pel­tri­oden, die das Line-Signal so weit anhe­ben, dass es die End­stu­fe ansteu­ern kann. Die eigent­li­che Arbeit machen zwei Elec­t­ro-Har­mo­nix EL84EH, auch als 6BQ5 bekannt. Die EL84 ist eine Leis­tungs­pen­to­de, die man aus unzäh­li­gen Gitar­ren­ver­stär­kern und klei­nen Röh­ren­voll­ver­stär­kern kennt. Weit ver­brei­tet, gut ver­stan­den, gut zu bekom­men. Kein Exot.

Sin­gle-Ended Class A bedeu­tet: Pro Kanal ver­stärkt genau eine End­röh­re die kom­plet­te Wel­len­form, und sie lei­tet dabei stän­dig, auch ohne Signal. Das Gegen­mo­dell ist Push-Pull, dort tei­len sich zwei Röh­ren die Halb­wel­len. Sin­gle-Ended ist sim­pel auf­ge­baut und hat einen typi­schen Klirr­cha­rak­ter, bei dem die zwei­te Har­mo­ni­sche domi­niert. Genau das beschrei­ben vie­le als “Röh­ren­wär­me”. Tech­nisch ist das Ver­zer­rung, gehör­mä­ßig emp­fin­den es vie­le als ange­nehm. Man kauft so ein Teil also nicht wegen Neu­tra­li­tät, son­dern wegen einer bestimm­ten Fär­bung. Kla­re Sache, das darf man auch so sagen.

Class A ist grund­sätz­lich inef­fi­zi­ent, mit Röh­re genau­so wie mit Tran­sis­tor. Der Cayin zieht laut Daten­blatt bis zu 60 W aus der Steck­do­se, um am Ende ein paar Watt am Kopf­hö­rer abzu­lie­fern. Auf der Tran­sis­tor­sei­te sieht das nicht anders aus. Der Bur­son Soloist Stel­lar Max läuft mit 50 W Idle-Bias, um 8 W an den Kopf­hö­rer zu brin­gen. Neu ist das The­ma also nicht. Bei Röh­ren kommt nur noch die Hei­zung der Katho­den dazu.

Bleibt der Aus­gangs­über­tra­ger. Röh­ren arbei­ten mit hoher Span­nung und wenig Strom, Kopf­hö­rer wol­len es eher anders­rum. Der Über­tra­ger über­setzt zwi­schen bei­den Wel­ten. Bei Sin­gle-Ended muss er außer­dem Gleich­strom ver­kraf­ten und braucht dafür einen Luft­spalt und viel Eisen. Daher kommt ein guter Teil der 8,8 kg. Laut Cayin wur­den die Über­tra­ger spe­zi­ell für die­ses Modell ent­wi­ckelt. Die Alter­na­ti­ve wäre OTL, also ganz ohne Über­tra­ger. Das läuft gut mit hoch­oh­mi­gen Kopf­hö­rern, wird bei nie­der­oh­mi­gen Pla­na­ren aber schnell eng. Mit Über­tra­ger ist man bei der Kopf­hö­rer­wahl deut­lich freier.

Technik: Die Zahlen und was sie bedeuten

Die Leis­tungs­an­ga­ben klin­gen erst­mal nach viel. Cayin nennt 2.500 mW pro Kanal am 6,35-mm-Ausgang und 2.800 mW am 4‑Pin-XLR. Da lohnt ein Blick ins Klein­ge­druck­te. Der Klirr­fak­tor liegt laut Daten­blatt bei 0,3 % bei 1 kHz und 200 mW, bei Nenn­leis­tung sind es bis zu 5 %. Die 2,8 Watt gel­ten also bei einem Klirr­wert, den nie­mand dau­er­haft hören will. An wel­cher Last gemes­sen wur­de, steht auch nicht dabei. In der Pra­xis ist das halb so wild. Die meis­ten Kopf­hö­rer kom­men für lau­te Pegel mit einem Bruch­teil davon aus, wirk­lich inter­es­sant wird die Reser­ve nur bei zähen Pla­na­ren. Wie viel der eige­ne Kopf­hö­rer tat­säch­lich braucht, rech­net unser Watt­rech­ner in ein paar Sekun­den aus.

Beim Fre­quenz­gang nennt Cayin 20 Hz bis 24 kHz bei ±3 dB. Das ist eine sehr groß­zü­gi­ge Tole­ranz, Tran­sis­tor­ver­stär­ker lie­gen hier typi­scher­wei­se im Zehn­tel-dB-Bereich. Für den Vor­gän­ger wur­de noch ein deut­lich brei­te­rer Fre­quenz­gang ange­ge­ben. Ob das an den neu­en Über­tra­gern liegt oder ein­fach anders gemes­sen wur­de, lässt sich ohne eige­ne Mes­sung nicht sagen.

Der Rausch­ab­stand am Kopf­hö­rer­aus­gang liegt laut Her­stel­ler bei 110 dB, A‑bewertet. Für einen Röh­ren­amp ist das ein star­ker Wert, und Cayin betont ihn aus­drück­lich für sehr emp­find­li­che Kopf­hö­rer. Errei­chen soll der Cayin HA-1A Mk3 das über sei­ne Strom­ver­sor­gung. Span­nungs- und Leis­tungs­stu­fe wer­den getrennt gespeist, die End­stu­fe hängt an einer hoch­span­nungs­re­gu­lier­ten Ver­sor­gung, und zwi­schen den Funk­ti­ons­be­rei­chen sit­zen inter­ne Abschir­mun­gen. Ob es mit rich­tig emp­find­li­chen In-Ears wirk­lich still bleibt, muss man nachhören.

Für den Vor­ver­stär­ker­aus­gang gibt Cayin 9 dB Ver­stär­kung, maxi­mal 5 V und 2 kOhm Aus­gangs­im­pe­danz an. Die 2 kOhm sind für Röh­ren nor­mal. Für lan­ge Kabel oder nie­der­oh­mi­ge End­stu­fen­ein­gän­ge sind sie nicht ide­al. Bei Aktiv­mo­ni­to­ren am Schreib­tisch mit kur­zen Strip­pen: kein Drama.

Dazu kom­men ein paar Details für den All­tag. Nach dem Ein­schal­ten blei­ben die Aus­gän­ge etwa 50 Sekun­den stumm, bis die Röh­ren sta­bil lau­fen. Das schützt Kopf­hö­rer und Hoch­tö­ner vor Ein­schalt­knack­sern. Außer­dem liegt ein Schutz­kä­fig für die Röh­ren bei. Den will man haben, wenn Kin­der, Kat­zen oder unvor­sich­ti­ge Hän­de in der Nähe sind, denn die EL84 wird rich­tig heiß.

Technische Daten des Cayin HA-1A Mk3

Merk­malHer­stel­ler­an­ga­be
Gerä­te­typRöh­ren-Kopf­hö­rer­ver­stär­ker und Vorverstärker
Schal­tungSin­gle-Ended Class A
Röh­ren­be­stü­ckung2 × JJ 12AU7/ECC82, 2 × Elec­t­ro-Har­mo­nix EL84EH/6BQ5
Aus­gangs­leis­tung 6,35 mm2.500 mW + 2.500 mW
Aus­gangs­leis­tung 4‑Pin-XLR2.800 mW + 2.800 mW
Klirr­fak­tor0,3 % (1 kHz, 200 mW), bis 5 % bei Nennleistung
Fre­quenz­gang20 Hz – 24 kHz (±3 dB)
Rausch­ab­stand Kopfhörer110 dB (A‑bewertet)
Ein­gangs­emp­find­lich­keit1.200 – 2.000 mV
Impe­danz­an­pas­sungLow: 8 – 150 Ohm, High: 151 – 600 Ohm
Pre­amp Gain / max. Spannung9 dB / 5 V
Pre­amp Klirr / Rauschabstand0,1 % bei 2 V RMS / 105 dB (A)
Pre­amp Ausgangsimpedanz2,0 kOhm
Ein­gän­ge2 × Cinch (RCA)
Aus­gän­ge6,35 mm, 4‑Pin-XLR, Cinch Pre-Out
Leis­tungs­auf­nah­memax. 60 W
Abmes­sun­gen240 × 240 × 140 mm
Gewicht8,8 kg
Far­benSil­ber, Mattschwarz

Was sich gegenüber dem Mk2 ändert

Das Grund­re­zept aus 12AU7 und EL84 hat­te schon der Vor­gän­ger, der Cayin HA-1A Mk2. Bei ihm kam aber noch eine fünf­te Röh­re dazu: eine 12DT5 in der Strom­ver­sor­gung, die inzwi­schen nur noch schwer zu bekom­men ist. Dass sie im Cayin HA-1A Mk3 fehlt, dürf­te Besit­zern eher Stress erspa­ren. Wie die Hoch­span­nungs­re­ge­lung jetzt im Detail auf­ge­baut ist, ver­rät Cayin nicht.

Auch bei den Aus­gän­gen hat sich eini­ges getan. Der Mk2 bot eine fünf­stu­fi­ge Impe­danz­wahl und zwei 6,35-mm-Buchsen mit unter­schied­li­cher Abstim­mung. Beim Mk3 blei­ben zwei Stu­fen: Low für 8 bis 150 Ohm und High für 151 bis 600 Ohm. Die zwei­te Klin­ke ist einem 4‑Pin-XLR-Aus­gang gewi­chen. Weni­ger Fein­tu­ning, dafür ein Anschluss, den heu­te vie­le Kopf­hö­rer­ka­bel mit­brin­gen. Die Holz­op­tik ist weg, statt­des­sen gibt es sil­ber­ne oder matt­schwar­ze Fron­ten. Und das Gehäu­se ist kom­pak­ter geworden.

Der XLR-Ausgang: symmetrisch, aber anders

Cayin nennt den 4‑Pin-XLR einen sym­me­tri­schen Aus­gang. Das stimmt, aber in einem bestimm­ten Sinn. Die Ver­stär­ker­schal­tung selbst ist Sin­gle-Ended und nicht dif­fe­ren­zi­ell auf­ge­baut, wie man das von voll­sym­me­tri­schen Tran­sis­tor-Amps kennt. Die Sekun­där­wick­lung eines Aus­gangs­über­tra­gers ist aber erd­frei. Dadurch las­sen sich lin­ker und rech­ter Kanal mit getrenn­ter Mas­se zum Kopf­hö­rer füh­ren, ohne dass pro Kanal zwei Ver­stär­ker­zü­ge nötig sind. Das ist tech­nisch sau­ber und erklärt auch die etwas höhe­re Leis­tung am XLR. Wer bei “sym­me­trisch” dop­pel­te End­stu­fen erwar­tet, bekommt die hier nicht. Braucht es für das Kon­zept aber auch nicht.

Markteinordnung

In Cayins eige­ner Fami­lie ist die Sache ein­deu­tig. Der HA-2A kos­tet 1.598 Euro, der HA-6A steht mit 3.498 Euro UVP in der Lis­te. Der Cayin HA-1A Mk3 ist damit der güns­tigs­te Weg in Cayins sta­tio­nä­re Röhrenwelt.

Nach unten ist der Feliks Audio Echo MkII aus Polen die nahe­lie­gen­de Alter­na­ti­ve. Er liegt bei rund 900 Euro, ist aber ein OTL-Ver­stär­ker mit deut­lich weni­ger Leis­tung und klar auf hoch­oh­mi­ge Kopf­hö­rer aus­ge­legt. Mit HD 600 oder HD 650 ist man dort gut auf­ge­ho­ben. Wer zwi­schen Pla­na­ren und Dyna­mi­schen wech­selt, hat mit dem Über­tra­ger­kon­zept des Cayin die fle­xi­ble­re Basis.

Span­nen­der ist der Blick auf die Tran­sis­tor­sei­te. Der Bur­son Soloist Stel­lar kos­tet in der Stan­dard­ver­si­on 1.600 Euro und lie­fert bis zu 8 W in Class A, aller­dings dis­kret mit Tran­sis­to­ren. Das ist ein völ­lig ande­rer Ansatz: mehr Kon­trol­le, mehr Leis­tung, deut­lich weni­ger Eigen­klang. Beim Cayin HA-1A Mk3 ist der Eigen­klang dage­gen genau das, was man kauft. Wer zwi­schen bei­den wählt, wählt eigent­lich zwi­schen zwei Philosophien.

Die Kis­te rich­tet sich an Leu­te, die bewusst Röh­ren­cha­rak­ter wol­len, schon einen sepa­ra­ten Wand­ler haben und Kopf­hö­rer und Aktiv­mo­ni­to­re gern über ein Gerät lau­fen lassen.

Preis und Verfügbarkeit

In Chi­na ist der Cayin HA-1A Mk3 seit dem 9. Sep­tem­ber 2026 erhält­lich, in Deutsch­land ist er laut Her­stel­ler ab sofort zu haben. Es gibt zwei Vari­an­ten, der Röh­ren­kä­fig ist jeweils dabei.

  • Sil­ber­ne Front: 1.298 Euro
  • Matt­schwar­ze Front: 1.298 Euro

Ersatz­röh­ren sind kein teu­res The­ma. Eine 12AU7 bie­tet Cayin selbst für 26 Euro an.

Fazit: Röhre mit Ansage

Der Cayin HA-1A Mk3 ist nichts für Daten­blatt-Jäger, und das zeigt Cayin mit 5 % Klirr bei Nenn­leis­tung und ±3 dB Fre­quenz­gang auch ziem­lich offen. Er ist ein ehr­li­cher Sin­gle-Ended-Röh­ren­amp mit durch­dach­ter Aus­stat­tung. Über­tra­ger statt OTL, zwei Impe­danz­stu­fen, XLR, Pre-Out und ein Gehäu­se, das auf einen nor­ma­len Schreib­tisch passt. Für 1.298 Euro ist das inner­halb der Röh­ren­welt eine fai­re Ansage.

Ein paar Fra­gen blei­ben offen. Wie ruhig ist der Hin­ter­grund an emp­find­li­chen Kopf­hö­rern wirk­lich? Wie stark fär­ben die neu­en Über­tra­ger? Und wie groß ist der Unter­schied zwi­schen Low und High am sel­ben Hörer? Ein Test­ge­rät ist ange­fragt. Dran bleiben.

Wer eher Class-A-Power ohne Röh­re sucht, fin­det hier unse­ren Test zum Bur­son Soloist Stel­lar Max.

FAQ zum Cayin HA-1A Mk3

Was kostet der Cayin HA-1A Mk3?

Er kos­tet 1.298 Euro inklu­si­ve Mehr­wert­steu­er, egal ob mit sil­ber­ner oder matt­schwar­zer Front.

Welche Röhren stecken im Cayin HA-1A Mk3?

Zwei JJ 12AU7/ECC82 für die Span­nungs­ver­stär­kung und zwei Elec­t­ro-Har­mo­nix EL84EH/6BQ5 als End­röh­ren in Sin­gle-Ended Class A.

Hat der Verstärker einen eingebauten DAC?

Nein. Er arbei­tet rein ana­log und braucht einen exter­nen Wand­ler oder eine ande­re Line-Quelle.

Ist der XLR-Ausgang vollsymmetrisch?

Nicht im Sin­ne einer dif­fe­ren­zi­el­len Ver­stär­ker­schal­tung. Der 4‑Pin-XLR nutzt die erd­freie Über­tra­ger­wick­lung, um bei­de Kanä­le mit getrenn­ter Mas­se zum Kopf­hö­rer zu führen.

Welche Kopfhörer lassen sich betreiben?

Laut Cayin Model­le von 8 bis 600 Ohm, auf­ge­teilt auf die Stu­fen Low (8 bis 150 Ohm) und High (151 bis 600 Ohm). Dank Über­tra­ger funk­tio­nie­ren Pla­na­re genau­so wie hoch­oh­mi­ge Dynamische.

Kann man ihn als Vorverstärker nutzen?

Ja. Über den Cinch-Vor­ver­stär­ker­aus­gang steu­ert er Aktiv­laut­spre­cher oder eine End­stu­fe an, mit 9 dB Ver­stär­kung und maxi­mal 5 V.

Wie lange halten die Röhren?

End­röh­ren wie die EL84 hal­ten typi­scher­wei­se eini­ge tau­send Betriebs­stun­den, Vor­stu­fen­röh­ren wie die 12AU7 meist deut­lich län­ger. Ersatz ist güns­tig und gut zu bekommen.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner